Macht die EU der Energiewende ein Ende?

Die Folgen der Energiewende werden neben anderen Problemem wie zunehmende Migration nach Europa/Deutschland und Terrorismus in den nächsten Jahren die Themen der Politik und Medien beherrschen. Energie ist die Grundlage der Zivilisation. Scheitert die Energiewende, ist der Fall in ein wirtschaftliches und soziales Chaos in Deutschland nicht aufzuhalten, unabhängig von Einwanderern und Terrorismusbekämpfung. Es deutet sich möglicherweise eine Abkehr von grünen Zukunftsvisionen an. Darüber berichtet aktuell unser Autor Fred F. Müller.

Der grüne Alptraum scheint zu platzen!

Die gerade in den letzten Tagen von den deutschen Medien sowie „Kulturschaffenden“ wie Doris Dorrie wieder aufgewärmten Horrorgeschichten und geschickten Lügen im Zusammenhang mit dem Tsunami in Japan, der einen Gau in mehreren Kraftwerksblöcken verursachte, scheinen inzwischen nicht mehr so zu wirken wie früher. Für Mycle Schneider, den hochdekorierten Veteranen der Anti-Kernkraft-Fronde, könnten sich ebenso wie für zahlreiche andere Mitstreiter aus dem grünroten Lager bittere Zeiten abzeichnen. Während Deutschland unter Führung einer ebenso bekannten wie beliebten höheren Pfarrerstochter weiter eisern an der Vernichtung der eigenen industriellen Infrastruktur werkelt, scheinen manche Politiker in Brüssel inzwischen erkannt zu haben, dass der aktuelle Anti-Kernkraft-Kurs ins Desaster führt.

Ist bei der Windenergie bereits Feuer unter dem Dach? 

Einem Artikel im Handelsblatt vom 14.3.2016 zufolge [HAND] scheint man nämlich im Rahmen der EU-Kommission an Planungen zu arbeiten, die – so die Meldung zutrifft – eine Neuausrichtung der Energielandschaft Europas zur Folge haben dürften. Einem der Redaktion zugespielten Dokument zufolge vertritt man in dem Gremien die Ansicht, dass Europa angesichts eines wachsenden Stromverbrauchs in Zukunft nicht ohne Nuklearenergie auskommen werde. Angesichts der begrenzten Lebensdauer der bestehenden Kernkraft-Kapazitäten sollten Europas Energieversorger daher massiv in deren Erneuerung investieren. Bis zum Jahr 2050 seien hierfür Investitionen in Höhe von 450 bis 500 Milliarden € erforderlich. Da die Kernenergie international auf dem Vormarsch sei, müsse die EU angesichts der Entwicklung in China und Indien alles tun, um ihre Technologieführerschaft im Nuklearbereich zu erhalten.

Neuorientierung durch Leidensdruck?

Mit dieser Stellungnahme zeichnet sich ab, dass es innerhalb der EU zu einem erheblichen Dissens über den künftigen Kurs in der Energiepolitik kommen könnte. Entschieden ist natürlich nichts, aber die Auseinandersetzungen könnten merklich an Schärfe zunehmen. Viele europäische Staaten werden vermutlich die Option nutzen, ihre laut der Handelsblatt-Meldung aktuell 131 derzeit noch am Netz befindlichen Anlagen durch Ertüchtigung länger in Betrieb zu halten. Deutschland wird dagegen aller Voraussicht nach die bisher noch laufenden Anlagen wie geplant bis 2022 abschalten. Die Zahl der seit 2011 vorzeitig stillgelegten Kernkraftwerke liegt dann bei 17. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm: Für die Errichtung von Ersatzkraftwerken wäre bei angenommenen 8 Mrd. € Stückkosten ein Kapitalbedarf in einer Größenordnung von 135 Mrd. € zu veranschlagen.

Leave it in the air…

Interessant ist die Reaktion der Finanzmärkte. Bisher war viel von der Ausbreitung „grüner“ Fonds die Rede, welche die ungeheuren Kapitalbeträge bereitstellen sollen, die zur weiteren Errichtung von Wind- und Solargeneratoren erforderlich wären. Dennoch mussten wichtige Fonds wie der iShares Total return Global Clean Energy ETF innerhalb des letzten Jahres teils deutliche Rückgänge hinnehmen. Im von den Finanzmärkten lange vernachlässigten Bereich der Nukleartechnologie zeichnen sich dagegen konträre Bewegungen ab. Dies scheint darauf hinzuweisen, dass sich große Kapitalströme neu in Richtung Uranbergbau orientieren. Dabei sind gegenläufige Trends zu erkennen: Aufgrund der aktuellen Überversorgung der Märkte mit Uranbrennstoff (U3O8) ist dessen Preis in den letzten Wochen erheblich gefallen. Dazu dürfte nicht zuletzt der Beschluss eines japanischen Gerichts beigetragen haben, das die erneute Stilllegung von zwei gerade wieder angefahrenen Reaktoren verordnet hat.

…and take it from the ground?

Auf der anderen Seite zeichnet sich jedoch aufgrund des massiven Ausbaus der Kernkraft in Russland, China und Indien auf längere Sicht eine erhebliche Unterversorgung des Marktes ab. Als Folge hiervon – und möglicherweise auch beflügelt von den Meldungen aus Brüssel – sind die Aktienkurse von Uranminen geradezu explodiert. Allein am Donnerstag, den 17.3. schoss der Solactive Global Uranium Performance Index um 6 % nach oben. Manche vielversprechende Minentitel aus dem sogenannten Juniorenbereich zogen innerhalb weniger Tage um mittlere zweistellige Prozentbeträge an. Bei manchen kapitalstarken Investoren scheint die Bereitschaft zu wachsen, mit großen Beträgen wieder auf diesen Markt zurückkehren. Man sollte ein Auge hierauf haben.

Wann kommt die grüne Kernspaltung?

Die sich hier abzeichnende Entwicklung dürfte interessante Auswirkungen auf die „grüne Weltbewegung“ haben. Nach den Ergebnissen der COP 21-Konfernez in Paris wähnt sich diese kurz vor ihrem endgültigen Sieg über alle Gegner und „Skeptiker“. Die Grünen vergessen hierbei jedoch, dass jede Sumpfblüte gerade dann am intensivsten stinkt, wenn ihr Verwelken unmittelbar bevorsteht. Dies könnte auf die aktuelle Situation bei der grünen Bewegung übertragbar sein: Es steht zu erwarten, dass diese angesichts der von ihr selbst angestoßenen Anti-CO2-Kampagne an der Realität zerschellen wird, weil sich Kernkraft und fossile Brennstoffe nicht gleichzeitig abschaffen lassen. Die dann eintretende „Kernspaltung“ wird voraussichtlich drei unterschiedliche Teilchen hervorbringen: #1 Eine Minderheit fanatischer Kernkraftgegner, die man ganz kühl aus dem Weg räumen wird (zumindest auf internationaler Ebene), weil sie die Zivilisation behindert. # 2 Eine Mehrheitsfraktion, die gerne weiter das große Geld machen will und sich „CO2-Freiheit und Klimarettung dank Kernkraft“ auf die Fahnen schreiben wird, und #3 die relativ kleine Minderheit derjenigen, denen es tatsächlich um den Naturschutz gegangen ist.
Fraktion #2 wird allerdings feststellen, dass sie in einer Welt landet, in der die ganz großen Jungs den ganz großen Reibach machen wollen und keinen Bedarf an Trittbrettfahrern haben. Und Länder wie Deutschland, die ihre Kernkraft sowie ihre energetische Infrastruktur ohne Not in die Tonne getreten haben, werden sich vermutlich am Katzentisch wiederfinden und per Münzwurf entscheiden dürfen, ob sie Kernkraftstrom lieber im Westen oder im Osten kaufen sollten.
Fred F. Mueller

Quellen:

[HAND] http://www.handelsblatt.com/politik/international/500-milliarden-fuer-alternde-reaktoren-eu-fordert-massive-investitionen-in-atomkraft/13320036.html


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E-Mobilität – wider die Vernunft

Um durch menschlichen Einfluss den “Klimawandel” zu beeinflussen, werden von der Bundesregierung gigantische Programme gefördert. Keine andere Philosophie, Religion oder Ideologie hat jemals bestimmten gesellschaftlichen Gruppen einen vergleichbar umfassenden Einfluss auf die Wirtschaft und Politik eines Landes und gleichzeitig einen Anspruch auf weltweite Vorherrschaft verschafft wie der “Klimaschutz”.
Aufgeteilt in viele kleinere Projekte, integriert in Verwaltungsabläufen und unterstützt von den meisten Medien, Hochschulen, Instituten, Parteien und NGOs, führt die Energiewende ein Eigenleben. Die Bundesregierung hat für die neu entstandenen Industriezweige und die von der Industrie initiierten Großprojekte die Funktion eines Beschützers, Vorreiters und auch Initiators übernommen. Eines der realitätsfernen und zum Scheitern verurteilten Großprojekte ist die Elektromobilität. Unser Autor Fred F. Müller erklärt kurz und einleuchtend den Grund.

Gefahren der E-Mobilität

Luftverkehr: Lithium-Akkus wegen Feuergefahr verboten

Zurzeit tobt die Schlacht der deutschen Regierung gegen die Vernunft mal wieder besonders heftig. Mit aller Gewalt und mit der Brechstange will Madame Raute die untaugliche Elektromobilität gegen alle Gesetze des Marktes und die realen Bedürfnisse der Bevölkerung durchsetzen. Die Autokonzerne sollen gezwungen werden, Milliarden an Entwicklungskosten in Projekte zu investieren, die von vornherein sinnlos sind. Dabei ist das Urteil über die dabei favorisierte Lithium-Ionen-Akkutechnologie längst gefällt: Die Luftfahrtbranche verbietet ab April die Mitnahme aller Geräte mit solchen Batterien im aufgegebenen Fluggepäck.

Egal ob Smartphone, Laptop oder auch Kamera: Einer Mitteilung des Online-Nachrichtendienstes Bluewin.ch zufolge dürfen aufgegebene Gepäckstücke ab dem 1. April keine Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus mehr enthalten. Urheber der Direktive ist die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), eine UN-Behörde. Da ein Großteil aller modernen elektronischen Geräte von Lithium-Ionen-Batterien angetrieben wird, kommt dies einem de facto-Verbot von z.B. Smartphones, Laptops etc. im Fluggepäck gleich.

Viele Fluggesellschaften untersagten schon bisher die Mitnahme von Lithium-Ionen-Batterien im aufgegebenen Gepäck. Nur im Handgepäck dürfen handelsübliche Batterien noch mitgeführt werden. Das Verbot ist zunächst bis 2018 wirksam. Lediglich in reinen Frachtmaschinen dürfen die Batterien unter Auflagen weiterhin transportiert werden. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist die Entscheidung für die ICAO-Mitgliedstaaten, zu denen fast alle Länder der Welt gehören, verbindlich.

Grund für die Entscheidung ist die von den Akkus ausgehende Feuergefahr. Da Lithium-Ionen-Batterien viel Energie auf engsten Raum speichern, kann es „bei einem Kurzschluss im Extremfall zu einem thermischen Durchgehen mit anschließendem Feuer kommen“. Im Frachtraum eines Fliegers könnte so schnell ein unkontrollierbarer Brand entstehen. Besondere Sorge machen in diesem Zusammenhang auch die so genannten „Hoverboards“, von denen zahlreiche in Brand geraten sind, weshalb ihre Mitnahme von vielen Airlines untersagt wurde. In Flammen geratene Batterien werden bereits für mindestens einen Absturz verantwortlich gemacht: UPS-Airlines-Flug 6 war ein Frachtflug mit einer Boeing 747-400, der am 3. September 2010 auf dem Weg vom Dubai International Airport nach Köln-Bonn in der Nähe des Flughafens Dubai abstürzte, wobei die zwei Besatzungsmitglieder ums Leben kamen. Als primäre Absturzursache wurde schließlich ein massives Feuer in dem Bereich des Laderaums festgestellt, in dem sich die Lithium-Batterien befanden.

Aber auch manche Autos wie die von Tesla haben eine unrühmliche Feuerchronik aufzuweisen. So wurde am 4. Januar 2016 gemeldet, dass sich ein Tesla Modell S an einer norwegischen Supercharger-Station mit einer spektakulären Flammenshow in eine Rauchsäule verwandelte. Die Ursache konnte nicht ermittelt werden. Die Feuerwehr konnte nämlich den Brand wegen der von den Batterien ausgehenden Gefahr nicht löschen, sondern musste sich darauf beschränken, eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Weiteres Beispiel für die Feuergefährlichkeit von Lithium-Akkumulatoren ist der kürzliche Brand in der Altstadt von Steckborn am Bodensee. Dort brannten wegen eines durchgegangenen Akkus gleich sechs Häuser aus, 30 Menschen wurden obdachlos.

Fred F. Mueller

Quellen:

Bisherige Beiträge von Ruhrkultour zum Thema ► Batterien


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