Naturstromspeicher

“Naturstromspeicher” – Der Erfolg eines Lügensystems

Fehlende Stromspeicher sind eine permanente Einladung an Hasardeure zum Etikettenschwindel. Sie sind die Achillesverse der Energiewende. Man werde sie schon rechtzeitig erfinden, verkünden die Lobbyisten der Wind- und Solarindustrie seit Jahren, aber sie würden erst dann benötigt, wenn die Windenergie und Solaranlagen genügend Strom erzeugten. Nachdem hunderte von Milliarden Euro in den Ausbau der Wind- und Solarindustrie gesteckt wurden, gibt es Strom aus Erneuerbaren Energien in Spitzenzeiten im Überfluss, aber immer noch keine geeigneten Stromspeicher. Die Energiewende ist außer Kontrolle geraten und schafft dadurch ein goldenes Zeitalter für Glücksritter in der Ökoindustrie, die sich um Projekte wie zum Beispiel das Projekt “Naturstromspeicher” in Gaildorf, im Nordosten Baden-Württembergs, scharen. 

pinwheel-1056108_640Die Erneuerbaren Energien sind weit davon entfernt, den Strombedarf jemals decken zu können, sie sind unberechenbar und erzeugen zu bestimmten Zeiten so viel Strom, dass sie die Netze überlasten. Das Ausland schützt sich vor der “Stromflut” aus Deutschland. Entweder verwendet es sogenannte Phasenschieber, die eine Überlastung und einen Blackout der eigenen Stromnetze verhindern (Polen, Tschechien, Slowakei). Oder es nimmt Deutschland den Strom gegen Bezahlung hoher Beträge ab (Österreich, Schweiz). Dadurch werden die eigenen, sauberen Wasserkraftwerke in deren Ländern unrentabel und geraten in Existenznot.

Die Begleiterscheinungen der ungeplanten und auch für die stabile Stromversorgung in Europa gefährlichen Energiewende in Deutschland machen sich skrupellose Geldschneider aus dem Bereich der Technologie zu Nutze. Fördergelder fließen in Mengen. Auch die verrücktesten Ideen werden von Politikern und Medien als innovative Ideen gefeiert, die sich bei genauerem Hinsehen dann doch als Luftnummern entpuppen. Eine solche Luftnummer ist das kombinierte Windkraft-Pumpspeicherkraftwerk “Naturstromspeicher”.

“Naturstromspeicher” – Ein Musterprojekt der Unvernunft in Gaildorf

Den beschönigenden Namen “Naturstromspeicher” verlieh der Baukonzern Max Bögl (Neumarkt/Oberpfalz) einem Pilot-Projekt in Gaildorf,  Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, für das er eigens eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ins Leben rief, die MBS Naturstromspeicher GmbH. In der nordbayerischen Presse, im Einzugsgebiet des Baukonzerns, wurde das Projekt überschwänglich „über den grünen Klee“ gelobt, berichtet die “Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof” auf ihrer Homepage. Warum auch nicht, denn das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Musterprojekt propagiert und mit Mitteln in Höhe von 7.150.000 € aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert. Eine Lizenz zum Gelddrucken für die Projektierer, Verpächter und andere Subventionseinstreicher. Und eine Verführung für eine untertänige Presse.

Firmengruppe Max Bögl

Die Firmengruppe Max Bögl ist ein Bauunternehmen mit Sitz in Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz. Es ist international tätig, der Umsatz belief sich 2015 auf 1,6 Mrd. Euro. Die Rechtsform ist eine Stiftung & Co. KG. Für den Bau der Windenergie-Pumpspeicher-Anlage ist die MBS Naturstromspeicher GmbH zuständig.
Zu den Projekten von Max Bögl gehören die Errichtung der größten freitragenden Halle der Welt, der Luftschiffhalle der Cargolifter AG in Brand bei Berlin, der Bau von drei U-Bahnhöfen in Amsterdam, der Bau von Fahrwegträgern für die erste kommerziell betriebene Transrapidstrecke der Welt in Shanghai, der Bau einer Staumauer, Renovierung von Brücken, Bau von Stadien und Shopping-Centern und der Bau des Windkraftwerks auf dem Winnberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) usw.  Auch am Bau des Fildertunnels in Stuttgart war Böger beteiligt.

Einige Projekte waren mit Skandalen verbunden, in denen es um Bestechung und auch um Todesfälle ging. Zu den skandalträchtigen Projekten gehört auch die Cargolifter AG. Die Halle wurde gebaut, aber für das Luftschiff gab es, wie Ingenieure 2002 in der Sendung Panorama berichteten, keinen seriösen Bauplan. Panorama berichtet: “Es war möglicherweise ein gigantisches Betrugsmanöver, das Anleger und den Staat über 300 Millionen Euro gekostet hat. Das legen Aussagen beteiligter Ingenieure und Techniker nahe, die jetzt gegenüber dem ARD-Fernsehmagazin Panorama ihre Erlebnisse schildern.”

Die Presse in der Hand der Windkraft-Profiteure

Die Projekt-Homepage “naturspeicher.de” von Bögl zeigt den Fortschritt der Bauarbeiten des “Naturstromspeichers”, der aus einer Kombination aus vier Windkraftindustrieanlagen, die Bögl mit dem freundlicher klingenden Namen “Windpark” bezeichnet, mit einem Pumpspeicherkraftwerk:

Ein Blick hinter den Bauzaun. Keine „Sommerpause“ für den Naturstromspeicher: Auch in den vergangenen Wochen wurde im Wald oberhalb von Gaildorf kräftig gearbeitet.”

“Hinter dem Bauzaun” sind Bilder einer zerstörten Landschaft zu sehen, so dass der Anblick
Naturschützern die Sprache verschlägt. (s. unten). Der “Naturstromspeicher” wird als Vorzeigeprojekt gefeiert. Soll die Landschaftszerstörung ein Vorbild sein?

Bögl erwähnt die Regionalzeitung “Rundschau – Südwestpresse” anerkennend und verlinkt sie. Bögl: “Der Redakteur zeigte sich nach dem Termin vor Ort besonders beeindruckt davon, wie auf der Baustelle alles Hand in Hand läuft.” Der Redakteur war dermaßen beeindruckt, dass er seinen Text von der Vorlage des Bögl-Unternehmens abschrieb:

“Keine Sommerpause beim Naturstromspeicher. Auf der Baustelle für das Projekt Naturstromspeicher in Gaildorf kennt man keine Sommerpause. Während der Ferien wird eifrig gearbeitet.”

“Naturstromspeicher”

“Naturstromspeicher” gibt es nicht, so wenig wie es Naturstrom gibt. Die Bezeichnung nährt die Illusion, dass die Anlage in Gaildorf Strom speichern kann, um damit die Bevölkerung zu versorgen (Gaildorf hat rund 12.000 Einwohner). Das ist Unsinn, und Bögl behauptet dies auch nicht. Es geht lediglich, wie immer in der Werbung, um einprägsame Begriffe und Bilder, die, ebenso wie “Windpark”, positiv besetzt sind und Emotionen berühren. Die Bezeichnung “Naturstromspeicher” lässt sich reibungsfrei in die Ideologie von Politikern aus den etablierten Parteien, von Kirchen und NGOs implementieren.

Dies erleichtert ihnen, ihr Zusammenspiel mit Konzernen, die im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, zu rechtfertigen.
Manche Kritiker hat diese Art der Connection zwischen Politik, NGOs und Konzernen dazu bewogen, von einer “linksversifften Mafia” zu sprechen. Damit meinen sie einen ökologisch-industriellen Komplex, der sich im Namen des Klimawandels ohne Rücksicht auf die negativen Folgen der Energiewende auf Kosten der Bevölkerung die eigenen Taschen vollstopft. Die Industrieanlage in Gaildorf, hergestellt mit Erdöl und Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken, gilt für sie nur als ein weiteres Beispiel.

Modellprojekt der Energiewende

Der “Naturstromspeicher” wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als ein Modellprojekt der Energiewende vorgestellt. Unter der Bezeichnung “Naturstromspeicher” bietet Bögl die Anlage auch anderen Interessenten zum Kauf an. Der Werbe-Flyer der MBS Naturstromspeicher GmbH enthält wichtige Schlüsselworte der Öko-Werbeindustrie für Erneuerbare Energien: Speicher, Ausgleich von Spannungsschwankungen im Stromnetz, Flexibiliät, Stabilität, Wirtschaftlichkeit, überschaubare Kosten. Die Aufzählung genügt, die Versprechen sind verklausuliert, Berechnungen des wirtschaftlichen Nutzens gibt es nicht oder werden nicht veröffentlicht.

Das heißt: Auch in Zukunft werden Grundlastsysteme in demselben Umfang wie bisher zur Verfügung stehen müssen. Gleichzeitig verbessert ihr Einsatz die Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffreserve.”Sollten Flexibilitätskraftwerke gebaut werden, um die Brennstoffreserven (Kohle, Öl, Uran) zu schonen, könnte man sich die Vergeudung von Brennstoffreserven  für den Bau von Flexibilitätskraftwerken ersparen, denn die Brennstoffreserven für Kernkraftwerke reichen hunderttausende von Jahren. Kohle- und Kernkraftwerke sorgen dagegen für eine gleichmäßige Auslastung und stehen zu jeder Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Windkraft- und Solaranlagen sind für die Versorgung unwirtschaftlich und überflüssig.

Ohne eine genaue Aufschlüsselung der Kosten für Wartung, Rückbau, Eingriffe ins Wassersystem, in die Biosphäre, für Umweltfolgeschäden, sind Werbeversprechen dieser Art Betrug.

Das Konzept für überschaubare Fixkosten

“Neben einem unkomplizierten Genehmigungsverfahren sorgt das Konzept für überschaubare Fixkosten statt individueller langwieriger Projektarbeit.”Ein “unkomplizierten Genehmigungsverfahren” ist nur möglich, wenn bestehende Landschafts-, Natur- und Tierschutzgesetze gekippt werden.

 Werbe-Flyer “Naturstromspeicher”  Die Realität
“Bisher brauchen wir überwiegend Brennstoff-getriebene Kraftwerke, um die schwankende Stromerzeugung von Erneuerbaren Energien auszugleichen.” Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob Kraftwerke grundlastfähig (Kohle, Gas oder Kernkraft) sind oder nicht (Windenergie- und Solaranlagen).
“Das übernehmen in Zukunft zu einem Gutteil spezielle Flexibilitätskraftwerke wie der Naturstromspeicher.”
“Sie können Regelleistung für den kurzfristigen Ausgleich anbieten.”
Den Ausgleich das Pumpspeicherwerk nur für maximal 2 Stunden (für 12.000 Einwohner) übernehmen. Dann müssen Kohle- und Kernkraftwerke einspringen. Dadurch erhöht sich deren Verschleiß – mit Auswirkungen auf die Stromkosten.
“Flexibilitätskraftwerke werden zur zweiten Säule der Energiewende.” Spezielle “Flexibilitätskraftwerke” existieren als Träumereien, nicht in der Realität. Solange dezentrale Energieerzeuger mit überregionalen Stromnetzen verbunden sind, ist eine sichere Stromversorgung insgesamt nicht möglich.
“Naturstromspeicher” sind keine zweite Säule der Energiewende, sondern der zweite Griff am Sarg des Untergangs.
“Und das gleich mit dreifachem Nutzen: Sie vermeiden die teure Abregelung der Anlagen für Erneuerbare Energien und halten die Netze stabil.
“Unser Pumpspeicher fügt sich ohne größere
Einschnitte gut in die Landschaft ein. Deshalb kann er problemlos an vielen Standorten realisiert werden.”
Die Landschaftszerstörung ist gravierend und bleibend, wie man aus den von dem Unternehmen selbst beigefügten Fotografien ersehen kann. Die Eingriffe in die Landschaft sind irrational.
“Das Druckrohr aus Polyethylen (PE) verbindet Ober- und Unterbecken. Unsere spezielle Verlegetechnik, eine Eigenentwicklung, erlaubt einfaches und schnelles Bauen.” Polyethylen (PE) ist ein Erdölprodukt. Auch die Maschinen, die für den Bau des
“Naturstromspeichers” benötigt werden, bestehen aus Industrieprodukten. Sie werden mit Hilfe der Primärenergie Kohle und Erdöl hergestellt. Anstatt fossile Energien zu sparen, kurbelt die Energiewende deren Verbrauch an.

Etikettenschwindel

Viele Fragen sind ungeklärt. Die im Becken befindlichen Fische werden abgefischt, heißt es. Wie oft? Was passiert mit den Schwebstoffen, die sich im Wasser befinden (Sand, Sedimente)? Wie oft müssen Revisionstaucher den im Turm integrierten Wasserspeicher säubern? Die Anlage fällt komplett aus, wenn der Fluss nicht genügend Wasser führt. Sowohl bei der Erstbefüllung als auch zur Wiederbefüllung nach Reparaturen beträgt eine Wasserentnahme aus dem Kocher genehmigte 2 m³/s, sofern der verbleibende Mindestabfluss des Kocher 10 m³/s beträgt.

Die Vermutung liegt nahe, dass es bei Großprojekten (Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Energiewende), in denen Staat und Großunternehmen miteinander verwoben sind, nicht um die Lösung von Aufgaben, sondern um die Verteilung von Geld geht, wobei Institutionen wie zum Beispiel die Fraunhofer Gesellschaft als staatlich subventionierte Auftragsnehmerin dafür die wissenschaftliche Fassade liefern. So ist es auch nicht verwunderlich, das die Bürgerinitiative Vernunftkraft zu dem Ergebnis kommt: “Was beim ersten Hören und für unbedarfte Ohren gut klingt, ist in Wahrheit ein doppelter Etikettenschwindel: Erstens gibt es keinen “Naturstrom” und zweitens sind Pumpspeicherkraftwerke keine ernstzunehmende technische Option.”

Dennoch werde von vielen Politikern der Eindruck erzeugt, als sei die Speicherung bereits Realität oder in greifbarer Nähe. Dr.-Ing. Detlef Ahlborn geht der physikalischen Plausibilität verschiedener “Speichertechnologien” auf den Grund.

Meinungswandel in Gaildorf

Die “Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof” ist überzeugt, dass sich “angesichts des jetzt auch für die breite Öffentlichkeit immer stärker ins Bewusstsein rückenden Naturfrevels und der immer deutlicher zutage tretenden Nachteile für Mensch, Landschaft und Natur” die Einstellung der Bevölkerung geändert habe. Die Stadt Gaildorf hatte im Jahr 2011 eine Umfrage zum Projekt Naturstromspeicher initiiert. Beim Bürgerentscheid stimmten 25,2 % der Wahlberechtigten für das Projekt, 19,3 % lehnten es ab; damit erhielt die Stadtverwaltung vom Wähler den Auftrag, mit den Investoren Verhandlungen über die Nutzung städtischer Grundstücke zu führen. (Wikipedia)

Heute sei es “höchst fraglich”, meint die Bürgerinitiative, ob das Projekt noch Zustimmung finden würde: “Nach der zwischenzeitlich in breiten Bevölkerungskreisen in Gaildorf und Umgebung / Hohenlohe und in angrenzenden Regionen angesichts des Natur- und Landschaftsfrevels eingetretenen Ernüchterung” würde die Quote auf dem Niveau liegen, das “ziemlich exakt dem heutigen Stimmen-Reservoir von SPD und Grünen in Gaildorf und Umgebung entsprechen dürfte…“, nämlich zwischen 20 und 35 Prozent.

El Hierro – Ein Lehrstück

Der “Naturstromspeicher” in Gaildorf ist eine Kombination aus einem Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk, vergleichbar mit dem Projekt auf der Insel El Hierro. Obwohl El Hierro im Unterschied zu Gaildorf (Beobachtern prognostizieren die Windhöffigkeit vor Ort – d.h. die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit – unterhalb der als notwendig angesehenen 6 m/sek) über optimale Windverhältnisse verfügt, hat das Projekt 2016 endgültig Schiffbruch erlitten. Fred F. Mueller hat die Gründe für das Versagen analysiert: Das bittere Ende eines Energiewende-Märchens.

 

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Titelfoto: “Naturstromspeicher”


Ergänzungen:

28.08.2016: Das Umweltinnovationsprogramm gibt als Leistung der vier Windenergieanlagen jeweils 5 Megawatt an. Die elektrische Speicherkapazität des Pumpspeicherkraftwerks wird mit 70 Megawattstunden angegeben.

29.08.2016: Die Naturstromspeicher GmbH beabsicht, in deutschen Mittelgebirgen pro Jahr fünf neue Anlagen dieser Bauart zu errichten. Die Konsequenzen wären fatal für die Landschaft und die Menschen. Das Wasser landet bei diesem Projekt in 4 kleineren Oberbecken am Fuß der Windkraftindustrieanlage. Die Becken müssen zum Schutz der Anlage (Verunreinigung des Wassers) und der Menschen und Tiere (Sog) eingezäunt sein. Das Oberbecken braucht einen großen Abstand zu Bäumen und Büschen. Beispiel: Herdecke, Pumpspeicherwerk Koepchenwerk Oberbecken

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LeschHarald Lesch / Kamphausen, Klaus: Die Menschheit schafft sich
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Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt. (mehr …)

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Die Rettung vor den Klimaretter-Sprechblasen – Die SZ, die Caritas und ein Schnellkurs von Bjørn Lomborg

Es ist gar nicht so einfach, den “alarmistischen Klimaretter-Sprechblasen” (Achgut) zu entkommen. Wer ihnen einmal verfallen ist, beurteilt die Energiepolitik aus einer in sich geschlossenen, ihm logisch erscheinenden Gedankenwelt. Beispiele dafür sind hier die Süddeutsche Zeitung (SZ) und die Caritas Deutschland, die Partei für Harald Lesch und gegen “Klimaleugner” ergreifen. Bjørn Lomborg erklärt, warum die Botschaft vom sich beschleunigenden Klimawandel so nicht stimmt.

Prof. Dr. Harald Lesch, den Wikipedia als “deutscher Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Hochschullehrer” vorstellt, hat sich für ein Internet-Video seiner Sendung “Terra X” die Aussagen der AfD zum Klimawandel vorgeknöpft. Aufgrund des Videos “Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” habe er “sehr hässliche Hassmails” bekommen, beklagte sich Lesch. AfD-Anhänger hätten sich beim Intendanten des ZDF beschwert und beim Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität, Leschs Arbeitgeber. Zu Gesicht bekommen hat man die “Hassmails” allerdings nicht, auch ist nicht sicher, von wem sie in Wirklichkeit stammen. Aber in diesen Zeiten genügt allein die Äußerung eines Verdachts, um Urteile zu sprechen, insbesondere wenn es um “Klimaleugner” oder die AfD geht.

Video: “Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” (Harald Lesch)


Video: “Die Psychologie hinter Hass” (Harald Lesch)

Lesch reagierte mit einem zweiten Video.

 

SZ – Gefangen in der “alarmistischen Klimaretter-Sprechblase”

Trost fand Harald Lesch bei Süddeutsche Zeitung (SZ) und Caritas Deutschland (Facebook, 16.08.2016), die beide stellvertretend für die Sprechblasen stehen, in der sich der Klima-Alarmismus selbst gefangen hat.

Die SZ bescheinigt Harald Lesch die Seriosität seiner Themen, wenn nicht sogar Genialität (“Ob Urknall oder Tsunami, Relativitätstheorie oder Bananenflanke – es gibt nichts, worauf der Münchner Professor keine Antwort hätte”), und sie lobt, dass seine Präsentation “höchst unterhaltsam” seien.

Die SZ vollzieht das Kunststück, den Video-Beitrag von Harald Lesch, der eigentlich der Auseinandersetzung mit dem AfD-Programm galt (“Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” lautet der Titel des Videos), in den richtigen politischen Kontext zu setzen: Er ist eingebettet in den Hinweis auf “Hassmails”, die Lesch erhalten habe, “Klimawandelleugner”, EIKE und AfD. Harald Lesch selbst wäscht seine Hände in Unschuld und beklagt sich, dass sich Vertreter des Eike-Vereins einer sachlichen Diskussion verweigerten: “Ich habe denen hinterhertelefoniert und gesagt: Reden Sie mit mir! Aber da kommt nichts.” Dass EIKE dieser Darstellung widerspricht, ist für die Sprechblase irrelevant.

Die SZ denkt nicht daran, EIKE e.V. zu befragen, sondern bezeichnet den Verein verächtlich als “selbsternannter Kämpfer gegen den Klimaschutz” und setzt EIKE mit der AfD gleich. Die Beiratsliste von EIKE können nur Journalisten und Institutionen ignorieren, die weniger den Naturwissenschaften als dem Showgeschäft nahe stehen. Mit Journalismus hat der Gesinnungsartikel in der SZ nichts zu tun.

Caritas bescheinigt Harald Leschs Bearbeitung des AfD-Programms “Wissenschaftlichkeit”

Auf der Facebookseite von Caritas Deutschland heißt es (16.08.2016): “ZDF-Professor Harald Lesch bekommt Hassmails von AfD-Anhängern – und reagiert wissenschaftlich darauf” – und verweist mit einem Link auf den Artikel in der SZ. Der Caritas-Post hat einen eigenen Titel für seinen Post gewählt. die Überschrift lautet: “Erklären statt pöbeln: Die Psychologie des Hasses.” Den Caritas-Lesern bleibt unklar, worum es geht, sodass ein Leser fragt: “Ach, Psychologe ist er jetzt auch noch, nicht nur “Klimaforscher”???” Die Frage ist berechtigt.

Die Anhänger der Caritas können sich die kritische Auseinandersetzung mit dem Beitrag von Harald Lesch eigentlich ersparen, wenn das notwendige Fachwissen nicht ausreicht, seine Darstellungen in Zweifel zu ziehen. An Stelle des Zweifels hilft ihnen der Glaube. Und dafür ist die Caritas ja zuständig, nicht für die Naturwissenschaft. Das hat auch Fred W. verstanden. Er hat den Caritas-Post kommentiert und erteilt als ein “Postbeamter einfachen Postdienstes bei der Deutschen Post”, den Kritikern Harald Leschs eine Lehre: “Bravo für Eure Entscheidungen bei Caritas, denn so viele meinen, da sie von der Mehrheit der Straße ihr sog. Straßenabitur zuerkannt bekommen haben, meinen diese, sie könnten in diabolischer Art und Weise sogar über hochstudierte Wissenschaftler negativ drüber herziehen!” Und Josef M. meint: “Der Prof. Lesch ist einfach Klasse. Ich kenne wenige Menschen die auch komplexe Probleme so gut darstellen, erklären können.”

Es ist die hohe Kunst der Manipulation, komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten so darzustellen, dass Zweifel erst gar nicht aufkommen. Dies funktioniert besonders gut, wenn Menschen die Übung fehlt, Behauptungen zu hinterfragen. Manche Zeitgenossen sind vielleicht auch einfach nur zu faul zum Denken oder werden für das Nichtdenken zu gut bezahlt.

Caritas International ist Mitglied der Klima-Allianz, ein Netzwerk von mehr als 110 Entwicklungs- und Verbraucherorganisationen, Vertretern der beiden großen christlichen Kirchen, Umweltverbänden, Jugendverbänden, Globalisierungskritikern und anderen Gruppen in Deutschland, die sich auf die von Politikern, nicht von Wissenschaftlern, in die Welt gesetzte Hypothese vom menschengemachten Klimawandel eingelassen haben.

Harald Lesch – Ein als Professor verkleideter Klimaaktivist?

Eine Video-Aufnahme zeigt Harald Lesch bei einen Vortrag, den er am 04.07.2016 an der Uni Bayreuth hielt, “wo er sich ganz ungeniert als Ökoenergie- und Klimaschutzaktivist entlarvt. Es kann also von wissenschaftlicher Neutralität, Unbefangenheit und Objektivität bei Harald Lesch keine Rede mehr sein. Denn Harald Lesch ist nachweislich ein Lobbyist und Aktivist der Ökoenergie- und Klimaschutzbranche. Er hat sich selbst am 04.07.2016 enttarnt”, heißt es in dem Kommentar zu dem Video, das am 17.08.2016 bei youtube hochgeladen wurde.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=ogurRtJ5BKM,
Gesamter Vortrag von Lesch, hier: https://youtu.be/QXsMhT7DdqM
Informationen über den ehemaligen IPCC-Co-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe 1, Thomas Stocker, finden Sie hier: https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/?p=2347
(Vielen Dank für die Hinweise, https://twitter.com/Klima_Manifest).

Achse des Guten: “Wider den Klima-Immerschlimmerismus”

Satz für Satz habe der Physiker Harald Lesch “die Aussagen der Klimawandelleugner” zerpflückt, schrieb die SZ. Ein Schnellkurs von Bjørn Lomberg, um aus den “alarmistischen Klimaretter-Sprechblasen die Luft herauszulassen” hätte der SZ vielleicht schon genügt, um die weniger fachkundigen Leser so zu informieren, dass sie einem Wissenschaftler im Dienst der herrschenden politischen Meinung nicht auf den Leim gehen.

Dr. Bjørn Lomborg, Umweltforscher und bekannter Kyoto-Kritiker von der Kopenhagen Business School, wurde von TIME magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt bezeichnet. In dem Video erklärt Bjørn Lomborg in einfachen Worten und mit überprüfbaren Fakten, warum die Botschaft vom sich beschleunigenden Klimawandel so nicht stimmt. Achse des Guten: “Daten über den Meeresspiegel-Anstieg, die Eisschmelze, die Häufigkeit von Dürren und zahlreiche weitere Indikatoren rechtfertigen den gängigen Alarmismus jedenfalls nicht. Statt dessen wird die Klima-Hysterie auch deshalb geschürt, um ideologisch gewünschte Technologien durchzusetzen, die viel Geld kosten und wenig Wirkung bringen. Clevere und preisgünstigere Lösungen bleiben deshalb auf der Strecke.”

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Konzeption Zivile Verteidigung (pdf-Download)

Veröffentlicht von phoenix am 24.08.2016
Auf ihrer Pressekonferenz stellen Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Christopher Uger (Präsident Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) das neue Zivilschutzkonzept der Bundesregierung vor.

Thomas de Maizière :

“Für mich persönlich ist am wahrscheinlichsten ein regional oder überregional lang anhaltender, dauerhafter Ausfall etwa der Stromversorgung.”

“Ich kann mir vorstellen, dass es Gruppen oder Staaten oder eine Mischung von Gruppen und Staaten gibt, die ein Interesse daran hätten, einmal auszuprobieren, wie resilient, wie anpassungsfähig die deutsche Gesellschaft ist mit Blick auf die Abhängigkeit von der Stromversorgung”

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Regierung empfiehlt Arzneimittelvorrat: http://www.apotheke-adhoc.de/nachrichten/politik/nachricht-detail-politik/katastrophenschutz-arzneimittel-fuer-zwei-wochen/

Links:

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Landschaftsschutz gehört zum “öffentlichen Interesse” – Urteil des VG Koblenz vom 14.07.016

Ein Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz zum Landschaftsschutz vom 14. Juli 2016 könnte ein Meilenstein zum Erhalt von Natur- und Kulturlandschaften sein. Dies sei der Tatsache zu verdanken, dass ein Gericht den Mut gehabt habe, dem Dammbruch einen Riegel vorzuschieben, indem es die Baugenehmigung für zwei Windenergieanlagen durch die Genehmigungsbehörde in einem Landschaftsschutzgebiet nahe der Mosel bei Cochem verweigert hat. Darüber berichtet die Internetseite www.windwahn.de

Das VG Koblenz hat die Genehmigung für zwei Windenergieanlagen in Kail wegen Beeinträchtigung der Reichsburg Cochem und der Burg Coraidelstein in Klotten versagt.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts sind die Windkraftanlagen nicht genehmigungsfähig, da planungsrechtliche Vorschriften entgegenstehen. Sie stehen nicht im Einklang mit den Zielen der Raumordnung, die festgelegt habe, “dominierende landschaftsprägende Gesamtanlagen mit erheblicher Fernwirkung vor optischen Beeinträchtigungen zu bewahren.” Mit der Aufstellung der beiden Windräder entstünden “neue Dominanzpunkte in der Landschaft”.

In der Pressemitteilung des VG Koblenz v. 29.07.2016 heißt es: “Von bedeutsamen Blickpunkten aus seien die Rotoren der beiden Windenergieanlagen über der Hangkante zu sehen und wirkten in den Hangbereich hinein. Dies bedeute eine für die Landschaft in ihrem bisherigen Bestand neue und fremdartige technische Überformung, die gleichsam von oben nach unten in den Hang hineinwirke und die Sichtbeziehung auf die Burgen und deren Umgebung störe. Die in exponierter Solitärlage errichteten Burgen seien nur noch gemeinsam mit den Windenergieanlagen wahrnehmbar. Durch deren Dominanz verlören die Burgen ihre visuelle Anziehungskraft, die bei drehenden Rotoren noch mehr zurücktrete. Zugleich verändere sich die Maßstäblichkeit der Landschaft und der Burgen, die gegenüber den Windenergieanlagen als technischen Bauwerken zurückträten, während sie ursprünglich die Großbauten in der Landschaft darstellten.”

Das Gericht habe wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Rechtsstreits die Berufung zum OVG Koblenz zugelassen.

Quellen:

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finanzen.net: “Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden”

“Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden” – Selbst das größte Finanzportal in Deutschland, finanzen.net, thematisiert die Zerstörung einzigartiger Lebensräume zu Gunsten des Ausbaus der Windkraft.
finanzen.net berichtet über die Deutsche Wildtier Stiftung, die gemeinsam mit dem Naturschutzbund NABU gegen einen Bebauungsplan vorgeht, der das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland zerstören würde. Die Friedländer Große Wiese ist das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland, Lebensraum auch für bedrohte Arten wie den Schreiadler, die Kornweihe und die Sumpfohreule. “Viele tausend Buch- und Bergfinken, Rot- und Wacholderdrosseln finden hier Nahrung. Darüber hinaus ist die Region ein wichtiges Rastgebiet für weitere Zugvögel.”

Der NABU strebt zwar noch immer einen “naNabturverträglichen Ausbau der Windenergie zur Minderung des CO2-Ausstoßes” an, um somit, wie er sagt, “die Umweltzerstörung durch die Ausbeutung von Kohle und Öl beenden”. Aber die Gegnerschaft zur “Atomenergie” passt angesichts der Zerstörung der Lebensräume nicht mehr zum umweltfreundlichen Energiekonzept, während die Kernenergie alles hat, was sich Umweltschützer für das Klima und die Umwelt wünschen: Keine CO2-Emissionen, geringer Flächenverbrauch, hohe Sicherheit. So weit, dies öffentlich anzuerkennen, ist der NABU noch lange nicht. Der Imageverlust der Erneuerbaren Energien, die steigenden Strompreise, die nicht zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen führen, sondern zur sichtbaren Zerstörung der Landschaft, zur Tötung von Vögeln und zu Gesundheitsschäden bei Menschen, treibt die Umweltverbände zur Erneuerung ihrer Denkmuster an.
Windkraftanlagen amortisieren sich selten, sie werfen in den meisten Fällen keine Gewinne ab, sondern dienen der Umverteilung von Steuergeldern. Dies ist jedoch ein Geschäftsmodell ohne Zukunft, das “kühl und leidenschaftslos rechnende Banker und Fondsverwalter” nicht auf Dauer unterstützen werden. Fred F. Mueller geht davon aus, dass sich im Hintergrund bereits neue, vorteilhaftere Arrangements bilden und die entsprechenden Fäden gezogen werden. Man werde denjenigen in der „Bewegung“, deren “Denkmuster hierfür zu starr sind – beispielsweise ein bekannter Münchner Gemischtwarenladen der Elektroindustrie – gerne die künftig wertlos werdenden Restbestände an Wind- und Solarprojekten aufschwatzen, um das freiwerdende Kapital gewinnbringend in die Filetstücke eines neu aufstrebenden Riesenmarktes zu investieren.”

 

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Deutsche Wildtierstiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/

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EnBW: “Versorgungssicherheit und Klimaschutz” – nur durch Kernkraftwerke?

Energie Baden-Württemberg (EnBW),  landeseigener Energiekonzern, plant zwei 230 Meter hohe Windkraftanlagen in Adelberg, ein Gebiet östlich von Stuttgart, das von Rotmilanen bewohnt wird. Sie könnten sterben, gibt EnBW in einem Antrag an das Regierungspräsidium Stuttgart zu. Der Antrag liegt der “Welt am Sonntag” vor. Aus ihm geht hervor, dass EnBW den Tot der Rotmilane für die Energiewende und das Geschäft mit der Windkraft in Kauf nehmen wolle.

Wenn das Schule mache, könnte das den Ausverkauf des Naturschutzes in Deutschland und des europäischen Artenschutzes zugunsten der Windindustrie einleiten, befürchten Naturschützer und Vogelkundler, wie zum Beispiel Harry Neumann, Wolfgang Epple und Fritz Vahrenholt. Sie warnen vor einen Präzedenzfall.

Im Windwahn: EnBW beantragt “Lizenz zum Töten”

EnBW Energie Baden-Württemberg AG, ein Energieversorgungsunternehmen, das mehrheitlich dem grün-rot regierten Land Baden-Württemberg und den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken – einem kommunalen Zweckverband – gehört, “will Lizenz zum Töten” von Rotmilanen, die Bauplänen für Windkraftanlagen im Wege sind. So oder ähnlich wie die Überschrift in der Bild lauten die Titel in verschiedenen Tageszeitungen.

Der “Welt am Sonntag” liegt ein Antrag von EnBW an das Regierungspräsidium Stuttgart vor, in dem EnBW selbst einräume, dass die Windkraftanlagen möglicherweise in einem “regelmäßig frequentierten Flugkorridor” von zwei Rotmilan-Brutpaaren stünden. Ein “signifikant erhöhtes Tötungsrisiko” lasse sich “nicht gänzlich ausschließen”. EnBW fordere deshalb das Regierungspräsidium auf, für Adelberg das gesetzlich verankerte Tötungsverbot für den Rotmilan aufzuheben – weil das “öffentliche Interesse” überwiege. Als öffentliches Interesse habe EnBW Arbeitsplatzsicherheit, Netzstabilität und Versorgungslücken durch die Abschaltung der Atomkraftwerke Philippsburg und Neckarwestheim angeführt, berichtet die “Welt am Sonntag”.

Eine Versorgungslücke hätte weder in Baden-Württemberg noch in einem anderen Bundesland entstehen müssen, sie wurde durch einen Beschluss der Bundesregierung absichtlich herbeigeführt. Dafür hat EnBW selbst den besten Beweis.

EnBW hat die Alternative: Kernkraftwerke

Auf seiner Homepage hebt EnBW auch heute noch die Vorteile der Kernenergie hervor. Zur “Versorgungssicherheit und Klimaschutz” sagt EnBW:

EnBW, 22.08.2016

EnBW, 22.08.2016

Es geht um nur zwei Kernkraftwerke, die zu bezahlbaren Preisen zuverlässig, Tag und Nacht, ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Baden-Württemberg abdecken können und noch viele Jahre laufen könnten. Die Frage, ob sich Arten- und Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen, stellt sich bei Kernkraftwerken nicht. Das Problem ist durch die Nutzung der Kernenergie gelöst.

Aber es stellt sich die Frage, wem wir die Abkehr von dieser vernünftigsten aller Möglichkeiten zur Stromerzeugung zu verdanken haben? Die Verantwortlichen der EnBW-Homepage betonen den Vorteil der Kernenergie, obwohl EnBW an anderer Stelle seine absicht bekundet, in den kommenden Jahren weitere Milliardensummen in den „Maschinenraum der Energiewende“ zu investieren und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu forcieren. Der Unterschied zwischen Sinn und Wahnsinn wird in diesen Sätzen der EnBW deutlich:

EnBW 22.08.2016

EnBW 22.08.2016

Diktat der Politik

Foto: EnBW

Foto: EnBW

EnBW gehört wir zu den größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Europa. Der Energieversorger steht, wie auch RWE, Eon und Vattenfall, unter dem Diktat der Politik. Es sieht vor, die zuverlässige, erprobte und kostengünstige Energieversorgung durch ein angeblich besseres System zu ersetzen. Beweise dafür gibt es nicht. Eines der wesentlichen Werbeversprechen der Politik ist die “dezentrale und selbstverantwortete Energieversorgung”. Ein Slogan, den auch EnBW wiederholt, aber wie sieht die Realität aus?

Kann man die Energieversorgung von über 5 Millionen Bürgern und Unternehmen als dezentral bezeichnen? EnBW ist über Stromnetze mit sämtlichen Energieerzeugern in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa verbunden, und kann sich, wie jedes andere Bundesland und jedes andere Dorf nicht durch Windräder vor einem Blackout schützen, wenn die Stromnetze, entweder in einem Krieg, der zurzeit herbeigeredet wird, oder durch den Zufallsstrom der Windindustrieanlagen, ein realistisches Szenario, zerstört werden sollten. Es gibt keine dezentrale Energieversorgung, sofern die zu versorgenden Einheiten (Bauernhöfe, Dörfer, Städte) nicht komplett autark sind, das heißt von den überregionalen Stromnetzen dauerhaft und endgültig abgeschnitten sind. Das Unternehmen EnBW zollt einem unsinnigen Gesetz Gehorsam, will den Ausbau der erneuerbaren Energien forcieren, und zerstört mit dem Verzicht auf Kernkraft ein Stromversorgungssystem in Deutschland, das allen anderen Formen der Stromerzeugung überlegen und weltweit, auch in Fragen der Vereinbarkeit von Arten- und Klimaschutz, vorbildlich war.

Rotmilan – Der NABU und der Vogelschutz

Der NABU Hessen wählte den Rotmilan im Jahr 2000 zum “Vogel des Jahres” und bestätigte seine “außergewöhnlich hohe Verantwortung”. Der Weltbestand betrage maximal 25.000 Paare, davon lebe mehr als die Hälfte in Deutschland. Sein Bestand habe gebietsweise deutlich abgenommen. Der Rotmilan sei besonders durch Intensivlandwirtschaft gefährdet, hier vor allem durch die vermehrte Anwendung von Pestiziden, besonders Rodentiziden (Rückgang an Nagetieren, aber auch direkte Vergiftungen). “Es hat sich außerdem gezeigt, dass er sehr viel häufiger als andere (Greif-)vögel an Windkraftanlagen verunglückt, in deren Nähe er offenbar bevorzugt nach Beutetieren sucht.” Der Rotmilan wurde 2002 in die Vorwarnliste der neuen Rote Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland aufgenommen.

Unternehmen wie EnBW müssen sich Gesetzen beugen, wenn sie den rechtzeitigen Widerstand zur  Verhinderung eines unsinnigen Gesetzes verpasst haben. Dieses Problem haben Naturschutzorganisationen nicht. Sie stehen für den Schutz der Natur und nicht der Industrie ein. NGOs bekämpfen Recht und Gesetze mit allen legalen Mitteln, in der Anti-Atomkraftbewegung und bei Besetzungen von Braunkohle-Tagebauten auch mit illegalen, weil für sie das eigene Ziel Priorität hat. Das unterschied bisher NGOs von Industrielobbyisten.

hendricksNGOs sind aber in die Ministerien vorgerückt und betreiben Bundespolitik. Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit dankt ihnen dafür.

Die Führungsspitzen der großen Naturschutzverbände wie BUND und NABU und auch andere NGOs haben einen Pakt mit der Regierung und der Industrie geschlossen. Nicht allein mit den Energieversorgern und der Öko-Industrie, sondern mit allen Großkonzernen. Der Pakt, den sich beispielsweise der NABU Hessen ausgedacht hat, sieht einen faulen Kompromiss vor. Die naturräumlichen Lebensbedingungen von Arten wie beispielsweise dem Rotmilan könnten durch den weiteren Ausbau der Windenergienutzung nachhaltig beeinträchtigt werden, sodass “ein Konzept für die Raumgestaltung in der Umgebung von Windkraftanlagen” Schadensbegrenzung beinhalten muss, räumt der NABU Hessen ein. Aber an der Illusion von einem “einträchtigen Miteinander von Greifvögeln und Windkraftanlagen” hält er fest  – zum Wohle der Windindustrie und ihrer wenigen Profiteure, zum Nachteil der Natur, der Vögel und Menschen.

Reinhold Messner: “Alternative Energien sind sinnlos,
wenn Sie genau das zerstören, was man durch sie schützen will: Die Natur”.

Titelfoto: EnBW


Ruhrkultour Leseempfehlung:

Georg Etscheit

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VLAB – Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern: “Der 19. September war ursprünglich vom Heyne-Verlag geplant, musste jedoch aus redaktionellen Gründen – viele Fachautoren mit komplexen Themen – auf den 24. Oktober verschoben werden. Dann erscheint das Buch, auf das wir uns schon sehr freuen.”
Georg Etscheit ist Beirat im VLAB. http://www.landschaft-artenschutz.de/

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Anzeichen für Schubumkehr bei den Grünen?

Den Jahrhundertfehler ihrer Fehleinschätzung bezüglich der Tauglichkeit der Erneuerbaren Energien für die Energieversogrung Deutschlands werden die Grünen aller Parteien vermutlich niemals eingestehen, zu hoch könnten der Imageverlust und vielleicht auch die Regressforderungen an die Profiteure der Energiewende werden. Dass sich aber eine Trendwende in den grünen Köpfen abzeichnet, liegt nahe. Fred F. Mueller hat Gründe und Anzeichen dafür entdeckt, dass die cleveren Macher, die seit Jahren über IPCC und zahllose Organisationen eine Schreckensvisionen über die „Gefahren“ des CO2 für das Weltklima aufgebaut haben, in Zukunft behaupten werden, dass die Weltrettung statt von Wind und Sonne von der Kernenergie komme. Eine Schubumkehr ist ein wichtiges Landemanöver. Sie führt zum Abbremsen eines Flugzeugs durch das Ausfahren der Klappen. 

Fred F. Mueller

Rechts überholt und elegant geschnitten

Die Vertreter der „erneuerbaren“ als betrogene Betrüger

Während Politiker und Ideologen den „Klimarettungsgipfel“ in Paris im Dezember 2015 vorbereiteten, hat sich im Windschatten dieser Entwicklungen schon längst eine weitere Spezies bereitgemacht, um Früchte zu ernten, die andere für sie gesät haben: Die smarten Banker und Hedgefondsmanager, die supercleveren unter den zahllosen Profiteuren und Steigbügelhaltern der „Energiewende“, die ohne mit der Wimper zu zucken auch zweistellige Milliardenbeträge aus dem Hut zaubern, wenn sie Profit wittern. Noch zehren sie von den mehr als 500 Milliarden €, die allein in Deutschland für die „Rettung des Weltklimas“ ausgegeben wurden. Doch im Hintergrund dürfte ihren Top-Analysten längst klar sein, dass die ungeheuren Summen, die man in „alternative“ Energietechnologien gesteckt hat, auf Dauer keine sichere Investition darstellen. Deshalb hat man bereits das nächste „große Ding“ im Visier.

Der norwegische Pensionsfonds tut es, die UBS sowie zahlreiche weitere Großbanken, etliche US-Stiftungen und auch die Vermögensverwaltungen zahlreicher Universitäten: Sie ziehen in großem Stil Geld aus „unethischen“ Branchen wie fossilen Rohstoffen ab und stecken dieses lieber in politisch korrekte Technologien im Bereich „erneuerbarer“ Energien. Die entsprechenden Summen stiegen in den letzten Jahren weltweit enorm an, sehr zur Freude der Windbarone und Solarfarmer, die dank großzügiger Fördermaßnahmen der Politik ihre Technologie weltweit absetzen können. Die entsprechende Dachorganisation „REN21“, ein weltweites Netzwerk aus Regierungen, Nongovernmental Organisations (NGO’s) wie Greenpeace und WWF, der entsprechenden Industrie, Akademien und Forschungsinstitutionen sowie internationalen Organisationen, freute sich in ihrem Bericht zum Jahr 2016 [REN21] über einen raschen Anstieg entsprechender Projekte. So lagen die weltweiten Neuinvestitionen in „erneuerbare“ Energien und Brennstoffe im Jahre 2014 bei insgesamt 273 Mrd. $ und stiegen 2015 weiter um knapp 5 % auf 285,9 Mrd. $ an. Besonders hoch waren die Steigerungsraten bei der Stromerzeugung aus Biomasse (+ 8,2 % auf 464 GW), Fotovoltaik (+ 28,2 % auf 227 GW) und Windenergie (+ 17 % auf 433 GW). Wichtigste Länder waren China, die USA, Deutschland und Japan sowie Indien. Eine Aufstellung der Ende 2015 weltweit installierten Kapazitäten zeigt Bild 1.

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Bild 1. Weltweit per Ende 2015 installierte Kapazitäten an „erneuerbaren“ Energien zur Stromerzeugung (Grafik: [REN21])


Von dem aus Sicht der „Erneuerbaren“ erfolgreichen Abschluss der „Klimaschutzvereinbarung“ COP21 verspricht sich die durch REN21 vertretene Szene eine Fortsetzung und Steigerung des bisherigen Siegeszugs der von ihr favorisierten Technologien. In diesem Zusammenhang werden nicht nur weitere Förderungen, sondern darüber hinaus auch diskriminierende Maßnahmen gegen die missliebige Konkurrenz durch fossil betriebene Stromerzeugungstechnologien gefordert. Besondere Hoffnungen richten sich dabei auf China, das seine entsprechenden Aufwendungen in den letzten Jahren enorm gesteigert hatte und seinen Anteil an den weltweiten Investitionen in diesem Bereich auf mehr als ein Drittel erhöhte, Bild 2.

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Bild 2. Die Vertreter der „erneuerbaren“ Energien setzen große Hoffnungen auf China, das inzwischen gut 35 % der weltweiten Investitionen auf diesem Gebiet tätigt (Grafik: [REN21])

Solar und Wind: Hinterm Horizont geht’s nicht mehr weiter…

In ihrer Euphorie darüber, mit Merkel, Obama und dem Papst die mächtigsten Vertreter der westlichen Welt und dank des COP21-Abkommens auch fast alle übrigen Länder auf ihrer Seite zu haben, scheint man bei den Parteigängern der „erneuerbaren“ Energien jedoch versäumt zu haben, die tatsächlichen Entwicklungen im Auge zu behalten. Eigentlich hätte ihnen bei realistischer Betrachtung ihrer eigenen Statistiken auffallen müssen, dass die Entwicklung in diesem Sektor keinesfalls so geradlinig nach oben verläuft, wie man es gerne darstellt. Schaut man sich nämlich den Verlauf der Investitionen in den letzten Jahren genauer an, so fällt auf, dass es hier zwei gegenläufige Trends gibt, die zu einem doppelten Peak in den Jahren 2011 und 2015 geführt haben: Einem Rückgang der EE-Investitionen in den entwickelten Ländern stand eine Steigerung in den sich entwickelnden Ländern, namentlich den sogenannten BRICS-Staaten Brasilien, Indien und China gegenüber, Bild 3.

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Bild 3. In den entwickelten Ländern sanken die Investitionen in „erneuerbare“ Energien seit 2011 um 32 %, während sie in den übrigen Ländern gleichzeitig um fast 80 % zunahmen (Grafik: [REN21])

Eine erste deutliche Unterbrechung des Aufwärtstrends gab es bereits im Jahre 2009, zumindest teilweise als Folge der weltweiten Wirtschaftskrise, doch hatte sich der Anstieg nach dieser „Delle“ dann noch bis 2011 fortgesetzt. Danach begann in den westlichen Ländern ein Rückgang, der in Europa noch deutlicher ausfiel als in den übrigen entwickelten Ländern: Die Investitionen in derartige Projekte fielen von 122,9 Mrd. $ im Jahre 2011 um mehr als 60 % auf nur noch 48,8 Mrd $ im Jahr 2015, Bild 4.

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Bild 4. In Europa sind die Investitionen in „erneuerbare“ Energien seit dem Höhepunkt 2011 um mehr als 60 % eingebrochen (Grafik: [REN21])

Diesen Rückgang will der Westen im Interesse der eigenen Industriekapazitäten, die man mit gigantischen Fördermaßnahmen künstlich herangezüchtet hatte, natürlich kompensieren. Dazu nutzt man die Tatsache, dass unsere Technologien in der übrigen Welt hoch angesehen sind, um den ärmeren und technisch nicht so fortgeschrittenen Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas teure und zugleich ineffiziente „Lösungen“ aufzuschwatzen. Besonders abstoßende Beispiele für derartiges kaltschnäuziges Ausnutzen der Gutgläubigkeit weniger entwickelter Nationen finden sich in Brasilien [BRAS] und Marokko [MAR1, MAR2], wo die Bundesregierung durch direkte Einflussnahme eine besonders unrühmliche Rolle spielte.
In den westlichen Ländern selbst scheint sich dagegen ungeachtet der inzwischen beschlossenen „Klimarettungspolitik“ der Niedergang auch im laufenden Jahr zu verstärken. Australien, Dänemark und inzwischen auch Großbritannien unter seiner neuen Premierministerin May scheinen sich verstärkt von den „Erneuerbaren“ abzuwenden. Selbst aus China gibt es inzwischen Meldungen über eine massive Abkehr von der bis vor kurzem noch stark geförderten Windenergie.

Turbulenzen bei den Unternehmensbilanzen

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Bild 5. Das Windenergie-„Paradies“ Dänemark ist ein Musterbeispiel für die Unzuverlässigkeit dieser Technologie (Grafik: Rolf Schuster)

Von diesen jüngsten Entwicklungen wurden die Hersteller von Wind- und Solaranlagen offensichtlich kalt erwischt, wobei besonders die Solarhersteller betroffen waren. Bereits in den letzten Jahren hatte es bei den deutschen Herstellern eine ganze Serie teils sehr teurer Pleiten, Fast-Pleiten sowie Schließungen ganzer Businesseinheiten gegeben. In Deutschland hat der einstige Branchenprimus Solarworld, der vor drei Jahren nach einem dramatischen Kapitalschnitt von 95 % für Altaktionäre sowie einem Verzicht der Gläubiger auf 60 % ihrer Forderungen wieder auf einen Aktienkurs von über 53 € geklettert war, nach weiteren Verlusten in den Folgejahren allein seit Beginn dieses Jahres schon wieder fast 50 % seines Börsenwerts verloren.

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Bild 6. Dänemark muss wegen der Unzuverlässigkeit seiner „erneuerbaren“ Stromerzeugung knapp 20 % seines Strombedarfs von Nachbarn importieren (Grafik: Rolf Schuster)

Inzwischen kommen jedoch auch von US-amerikanischen und kanadischen Branchengrößen alarmierende Signale. Schon im April musste SunEdison, einst das am schnellsten wachsende Unternehmen der Branche, vor seinen Gläubigern unter den Schutz von Chapter 11 des amerikanischen Konkursgesetzes flüchten [SUNE] . Danach schien sich die Situation in diesem Marktsegment wieder beruhigt zu haben.
Deshalb schlug am 10. August die Meldung von SunPower, dem zweitgrößte US-Hersteller von Solarpaneelen, über einen zu erwartenden Verlust von 175 Mio. $ im laufenden Jahr statt des bisher erwarteten Gewinns von 50 Mio. $ [SUNP] an den US-Börsen wie eine Bombe ein und riss weitere Solartitel mit sich. Die Aktien des Unternehmens verzeichneten mit bis zu 30 % den höchsten Verlust seit November 2008. Die von dieser Entwicklung schockierten Analysten senkten ihre Einstufungen für SunPower prompt von „buy“ auf „hold“. Die Firma reagierte mit der Ankündigung, ein Werk in den Philippinen zu schließen und 15 Prozent der Belegschaft zu entlassen. Gebeutelt hat es in diesem Zusammenhang auch die Firma Canadian Solar, deren Kurs von über 40 $ auf nur noch knapp über 13 $ absackte, worauf sie von Analysten prompt von „strong buy“ auf „hold“ herabgestuft wurde [CASO].

Kernenergie: Russland schaltet den Turbo zu

Während die „erneuerbaren“ Energien, vor allem die Solar- und Windbranche, trotz der massiven Unterstützung durch NGO’s und Regierungen mehr und mehr Gegenwind verspüren, ist die lange geschmähte Kernenergie dabei, sich nach und nach wieder in die Energiemärkte zurückzukämpfen. Obwohl es die Gegner in Japan bisher geschafft haben, die Regierungspläne zum Wiederanfahren vieler der bisher stillgesetzten Reaktoren zu durchkreuzen, gibt es aus anderen Ländern – allen voran Russland und China – Meldungen über erhebliche Fortschritte. In Indien wurde erst vor wenigen Tagen mit Kudankulam I ein von Russland errichteter Reaktor in Betrieb genommen, und auch die mit der Türkei geplante Zusammenarbeit scheint nach den politischen Turbulenzen der letzten Monate wieder anzulaufen.

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Bild 7. Während Deutschland seine Kernreaktoren verschrottet, setzt man anderswo voll auf diese Technologie

Wirklich aufhorchen lassen jedoch die vor wenigen Tagen in der World Nuclear News bekanntgegebenen Planungen für den weiteren Ausbau der Kernenergie in Russland selbst [WNNE]. Dort will man bis 2030 insgesamt elf neue Kernreaktoren sowie eine Reihe weiterer Installationen wie Endlager errichten. Damit will das Land bei der Umstellung seiner Stromversorgung auf Kernenergie einen großen Schritt nach vorne machen. Das jetzt angekündigte Programm ist eine substantielle Aufstockung des bereits laufenden Neubauprogramms mit Reaktoren in Kaliningrad, Kursk, Leningrad, Nowovoronezh und Rostov sowie des schwimmenden Reaktors Akademik Lomonossow.
Besonders bedeutsam ist bei dieser Meldung, dass zu den Neuankündigungen gleich zwei natriumgekühlte Brüter des Typs BN 1200 gehören. Dieser Typ ist neu, bisher gab es lediglich kleinere Vorgängerversionen mit den Bezeichnungen BN 350, BN 600 und BN 800. Bei der Entwicklung des BN 800 hatte es noch merkliche Verzögerungen gegeben. Deshalb überrascht die jetzige Ankündigung, zeigt sie doch, dass man offensichtlich überzeugt ist, die Technik jetzt im Griff zu haben. Sollte sich dies bewahrheiten, so ist dem Land gleichzeitig der Durchbruch in die kommerzielle Brütertechnologie und in die Reaktorgeneration IV gelungen. Der BN 1200 ist für eine elektrische Leistung von 1.200 MW ausgelegt und soll ein Brutverhältnis von 1,45 erreichen, die Auslegungslebensdauer liegt bei 60 Jahren.
Zum Gesamtvorhaben gehören auch der Bau von insgesamt sieben VVER-TOI-Reaktoren mit erhöhtem Sicherheitsniveau sowie eines VVER-600-Reaktors. Die Bauzeit für Reaktoren dieses Typs soll lediglich drei Jahre und 4 Monate betragen.
Weitere Bestandteile des Projekts sind sechs Endlager für radioaktiven Abfall, eine Fabrik für die Herstellung von hoch angereichertem Uran-Plutonium Brennstoff sowie der Bau eines Schnellen Brüters mit der Typenbezeichnung BREST-OD-300. Dieses Projekt soll einen geschlossenen nuklearen Brennstoffkreislauf sowie die vollständige Nutzung „abgebrannter“ Brennelemente ermöglichen. Mit diesem Programm unterstreicht Russland seine Ambitionen als Anbieter von Nukleartechnologie für den Weltmarkt.

Wohin geht die Reise?

Inzwischen zeigt sich immer deutlicher, dass sich bei den „Klimarettern“ eine vollständig neue Entwicklung anbahnt. In Dänemark, Deutschland, Großbritannien und Spanien lässt sich immer schlechter verbergen, dass die mit ungeheuerlichem finanziellem Aufwand betriebene „Energiewende“ letztlich in eine Sackgasse führt. Gerade in den Kernländern der modernen Maschinenstürmerei beginnt man dies offensichtlich zu begreifen und versucht, sich vorsichtig abzusetzen. Dabei hofft man, dass es gelingen möge, die Wut der getäuschten Bevölkerung so zu kanalisieren, dass es nicht zu allzu heftigen gesellschaftlichen Turbulenzen kommt. Aktuell versucht man Zeit zu schinden, indem man der dritten Welt den Schrott aufdrängt, den in Europa schon keiner mehr haben will. Allzulange wird man dies jedoch vermutlich nicht mehr durchziehen können. Desertec ist bereits verdientermaßen im Grab verschwunden. Wer sich mit Solarprojekten wie Ivanpah [IVAN] näher beschäftigt hat, bekommt eine Vorstellung davon, welches Desaster dem solarthermischen Unsinn bevorsteht, den man unter Federführung Deutschlands Marokko sowie anderen nordafrikanischen Staaten aufgedrängt hat. Mit der Abkehr Chinas von Wind und Sonne und seiner sich abzeichnenden Hinwendung zur Kernenergie dürfte der Wechsel in den nächsten Jahren immer deutlicher erkennbar werden.
Zeitgleich mit diesen Absatzbewegungen wurden im Bereich der Kernenergie offensichtlich die Weichen auf künftige Expansion gestellt. Nach jahrelangem Rückgang tendieren hier inzwischen auch die Börsenindices wieder nach oben, Bild 8.

Bild 8. Die Börsenindices von Wertpapieren im Bereich der Kernenergie haben ihren Abwärtstrend überwunden. Seit Anfang 2016 steigen die Kurse langsam wieder an

Bild 8. Die Börsenindices von Wertpapieren im Bereich der Kernenergie haben ihren Abwärtstrend überwunden. Seit Anfang 2016 steigen die Kurse langsam wieder an

Länder wie Indien, China und Russland, welche zusammen fast 40 % der Weltbevölkerung und einen noch größeren Anteil des Weltwirtschaftswachstums repräsentieren, dürften sich in den nächsten Jahren massiv weg von unzuverlässigen „erneuerbaren“ Energien und hin zu verlässlicher Kernenergie orientieren, und ein wachsender Teil der Länder der zweiten und dritten Welt könnte über kurz oder lang folgen. Hierauf hat sich das smarte Geld an den Börsen offensichtlich bereits vorbereitet.

Ideologische Trends

Ideologien sind grundsätzlich wandelbar und werden von den jeweils maßgeblichen „Chefdenkern“ dynamisch den Erfordernissen der Situation angepasst. Das gilt selbst für die Kirchen, siehe deren Haltung zu Ungläubigen, Ehe, Frauen oder Schwulen. Im Gefolge der oben aufgezeigten Entwicklungen dürfte es in nächster Zeit auch im Bereich grünlinker Bewegungen zu interessanten Deutungsänderungen kommen. Die aktuelle Verschiebung der ideologischen Hauptstoßrichtung weg von „erneuerbarer Energieerzeugung“ hin zur „Dekarbonisierung“, ja sogar zum bereits angedachten Entzug des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre stellt eindeutig eine ideologiekonforme Rechtfertigung für ein Umschwenken auf die CO2-arme Kernenergie dar. Ob Mr. Schellnhuber das jetzt beabsichtigt hat oder nicht, ist letztlich egal: Für die cleveren Macher hinter der Bewegung hat dies den Vorteil, dass man die seit Jahren über IPCC und zahllose Organisationen aufgebauten Schreckensvisionen über die „Gefahren“ des CO2 für das Weltklima unverändert weiter nutzen kann. Nur dass die Weltrettung dann eben von der Kernenergie statt von Wind und Sonne kommen soll. Diese kühl und leidenschaftslos rechnenden Banker und Fondsverwalter werden die Vorteile eines solchen Arrangements schnell erkennen und im Hintergrund die entsprechenden Fäden ziehen. Man wird denjenigen in der „Bewegung“, deren Denkmuster hierfür zu starr sind – beispielsweise ein bekannter Münchner Gemischtwarenladen der Elektroindustrie – gerne die künftig wertlos werdenden Restbestände an Wind- und Solarprojekten aufschwatzen, um das freiwerdende Kapital gewinnbringend in die Filetstücke eines neu aufstrebenden Riesenmarktes zu investieren. Die Hardliner im Fußvolk der „Anti-Atombewegung“ wird man zur Seite schieben, die Fanatiker der Anti-Kohle-Front als nützliche Idioten und willfährige Gehilfen für illegale Aktionen gegen störende Kohlekraftwerke an die Front beordern. So mancher Altgrüne könnte bald in einer durch Kernenergie bestimmten „CO2-freien“ Welt aufwachen, die er sich in seinen schlimmsten Alpträumen nicht hat vorstellen können. Es dürfte noch interessant werden.
Fred F. Mueller

Quellen:
[BRAS] http://www.gtai.de/GTAI/Content/EN/Meta/Events/Invest/2013/Reviews/Powerhouse/Downloads/presentation-130523-brazil-helmke-giz.pdf?v=2
[CASO] http://www.com-unik.info/canadian-solar-inc-csiq-downgraded-to-hold-at-vetr-inc/
[IVAN] http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/das-groesste-solarkraftwerk-der-welt-hat-sich-soeben-selbst-verbrannt/
[MAR1] http://www.wiwo.de/technologie/green/tech/weltrekord-gigantisches-solarkraftwerk-macht-marokko-zum-sonnenkoenig/13546006.html
[MAR2] http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/20447-marokko-plant-noch-ein-mega-solarkraftwerk
[REN21] RENEWABLES 2016 – GLOBAL STATUS REPORT RENEWABLE ENERGY INDICATORS Key Findings
[SUNE] http://www.reuters.com/article/us-sunedison-inc-bankruptcy-idUSKCN0XI1TC
[SUNP] http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-08-10/sunpower-guidance-bomb-leaves-crater-among-solar-companies
[WNNE] http://www.world-nuclear-news.org/NP-Russia-to-build-11-new-nuclear-reactors-by-2030-10081602.html


Leseempfehlung Ruhrkultour:

Michel Limburg/Fred F. Mueller/Arnold Vaatz

Versand kostenfrei. Der Ingenieur Michael Limburg und der Wissenschaftsjournalist Fred F. Mueller erklären in einfachen, auch für Laien leicht verständliche Weise, wie unser Stromversorgungssystem funktioniert.

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Titelfoto: pixabay

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Der viel zu langsame Abschied vom grünen Traum

Ist es erstaunlich, dass ein Großkonzern nach dem anderen die Ideologie vom Klimawandel übernimmt? Wer Veröffentlichungen von Jeremy Rifkin gelesen hat, wird sich darüber nicht wundern: Die Führung der Wirtschaft und Gesellschaft liegt nach wie vor bei den alten Machthabern. Sie mussten nur von der Geschäftsidee, die sich hinter der Bekämpfung des “Klimawandels” verbirgt, überzeugt werden. Der viel zu langsame Abschied vom grünen Traum hängt mit der unseligen Allianz zusammen, die Nichtregierungsorganisationen mit Führungskräften der Wirtschaft und Politik eingegangen sind, gekennzeichnet durch die Selbstüberschätzung ihrer Macht und den Glauben, sie könnten mit Hilfe Erneuerbarer Energien die Welt verbessern.

Wenn Überzeugen nicht hilft, hilft Gewalt – Deutsche Post baut Elektroautos

Dass sich die Industrie, vor allem die Energie- und die Autoindustrie, gegenüber Elektroautos bisher sperrig zeigte, ärgerte die Grünen. Sie wollten den Druck auf die Autohersteller erhöhen und dürfen sich jetzt freuen. Der Spiegel frohlockt, dass “ausgerechnet die als lahm geltende Deutsche Post” die deutsche Autoindustrie “blamiere” und selbst ein E-Auto gebaut habe. Mit dem Vorpreschen der Deutschen Post deutet sich ein weiter Vernichtungsfeldzug gegen eine der Top-Industrien Deutschlands an. VW, Daimler und Co. haben die Elektromobilität nicht vernachlässigt, wie die Grünen und der Spiegel behaupten: Elektroautos sind aus energetischen Gründen zum Massenkonsum nicht geeignet.

Der deutsche Staat, vertreten durch das Bundesfinanzministerium, ist zwar mit seinen 21 Prozent immer noch der Hauptaktionär des Postkonzerns, aber Einfluss auf die Geschäftsausrichtung nehmen mächtigere Hintermänner. Die Post gehört mehrheitlich Eigentümern außerhalb des Territoriums Deutschland. Dazu zählt zum Beispiel der inzwischen größte Kapitalmanagementkonzern der Welt, der ehemalige US-Hedgefonds Blackrock, der zweitgrößte Post-Eigentümer. Wie andere Investoren sind sie an möglichst hohen Dividendenausschüttungen interessiert, nicht am Postgeschäft. Offenbar haben sie mit Hilfe der Deutschen Post und dem Bau von Elektromobilen einen Weg gefunden, den Reichtum ihrer Investoren zu mehren. Ob für das Elektromobil als Massenprodukt die notwendige Infrastruktur zur Verfügung steht, ob die Technik die politischen Versprechungen erfüllen kann, ist unbedeutend, solange die Erträge stimmen. Möglicherweise hat die Bundesregierung über die Deutsche Post mit Hilfe ausländischer Investoren eine Lösung gefunden, um auf diese Weise die technische Vernunft der Ingenieure im Autobau auszuhebeln und das Versprechen der Bundeskanzlerin, bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die Straße zu bringen, einlösen zu können – falls die Bevölkerung den Deal nicht früh genug durchschaut.

Die Helfer des Wahnsinns

pb_traumAber unabhängig von der überraschenden Ankündigung der Deutschen Post, Elektroautos zu bauen, hält die Propaganda zu Gunsten Erneuerbarer Energien die Bevölkerung unter den Slogans”Klimaschutz”, “Klimarettung” und “Bürgergenossenschaft” bei Laune, entwickeln Führungskräfte in Wirtschaft und Politik gemeinsam ein gigantisches neues Wirtschafts- und Gesellschaftsprogramm, das die umfassende Ökonomisierung aller Lebensbereiche zum Nutzen der Großindustrie, des Finanzkapitals und der totalen Konsumkontrolle vorantreibt: “Die Große Transformation”. Bei der Transformation spielen Nichtregierungsorganisationen (NGO) wie Campact und Unternehmenberatungsgesellschaften eine entscheidende, arbeitsteilige Rolle. NGOs sind Transmitter (Sender, Umformer, Übertrager) für das gemeine Volk. Beratungsgesellschaften wie KPMG, sind Transmitter zur ideologischen und praktischen Neuausrichtung von Konzernen.

Campact e.V. wurde 2004 gegründet und ist seit 05.04.2016 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Sitz: Berlin. Unterstützt wird die NGO von 47.183 Förderern. Die Teilzeitstellen bei Campact entsprechen 40 Vollzeitstellen. Campact bietet Praktikumsmöglichkeiten und einen Platz für das Freiwillige Soziale Jahr (Politik). Die Einnahmen von Campact betrugen 2015 rund sieben Millionen Euro. Die Aufwendungen für Personalaufwand beliefen sich auf rund zwei Millionen Euro, für satzungsgemäße Betätigungen auf rund 3 Millionen Euro, und für sonstige Aufwendungen, die nicht weiter aufgeschlüsselt sind, auf knapp über eine Millionen Euro.

Zu den Beratern von Campact gehörte oder gehört Dr. Maritta Rogalla von Bieberstein Koch-Weser. Mit ihr sitzen einige der wichtigsten Funktionsträger und Betreiber einer neuen Weltordnung in einem Boot: Weltbank, IUCN, Earth 3000, GEXSI, Maurice Strong (einer der Begründer und Hauptakteure des Club of Rome), Rockefeller, Deutsche Bank Gruppe, European Climate Foundation, WWF, Klima-Allianz, zu der auch Campact gehört.

Die Frage, welche Bedeutung die Voten der mindestens 2.000 Campact-Aktiven haben, die angeblich “vor dem Start neuer Kampagnenthemen” zufällig per Online-Umfrage ausgewählt werden (“in der Regel”) sollte sich jeder selbst beantworten können, der sich durch das Versprechen zur “Transparenz” nicht beirren lässt.  Über die Vernetzung von Dr. Maritta Rogalla von Bieberstein Koch-Weser, Gründerin und Präsidentin von Earth 3000, Mitglied im Kuratorium der Deutschen Klimastiftung, ehemalige Direktorin und Programmleiterin der Weltbank, ehemalige Generaldirektorin der World Conservation Union (IUCN), des größten internationalen Dachverbandes von Umweltorganisationen, berichtete bueso.de 2010 in einem aufschlussreichen Bericht “Illustre Berater bei Campact.de“. Dass BüSo (Bürgerrechtsbewegung Solidarität) von Campact nahestehenden Gruppen als “rechts” bezeichnet wird, entspricht zwar nicht der Wahrheit, denn das Schaffen von Feindbildern ist trendy, dafür aber einer verengten, nur mit Klischees funktionierenden Weltsicht der “Klimaretter”.

KPMG ist wie Campact hier ebenfalls nur als Beispiel erwähnt. Beide stehen im Dienst derselben Kräfte, die über die Umstrukturierung der Industrie eine neue Gesellschaftsordnung etablieren wollen, die Bundeskanzlerin Merkel in einem Schlüsselsatz zusammengefasst hat:

“Wir leben ja in einer Demokratie und das ist eine parlamentarische Demokratie und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist.”

Für die Marktkonformität sind Grüne in allen Parteien (Jeremy Rifkin, der Berater der Kanzlerin und Dauergast in den Vorstandsetagen von Konzernen, gilt als “grüner Prophet“), insbesondere   Beratungsgesellschaften zuständig, wie zum Beispiel die KPMG.

KPMG ist eine der vier umsatzstärksten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt. Sie ist ein globales Netzwerk rechtlich selbständiger und unabhängiger Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmens- bzw. Managementberatung (Sitz in Zug und operativer Hauptzentrale in Amstelveen). Das Netzwerk beschäftigt rund 174.000 Mitarbeiter, der Jahresumsatz betrug 2014 insgesamt 24,8 Milliarden USD. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 9.600 Mitarbeiter an 25 Standorten, darunter auch in Dortmund. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 betrug der Umsatz 1,38 Milliarden EUR. Die Rechtsform ist eine Genossenschaft schweizerischen Rechts. (Wikipedia)

Am 11.08.2016 veröffentlichte KPMG den “Trendbarometer Energiewende

Das Interview zum Trendbarometer Energiewende mit Nikolaus Graf Kerssenbrock, wurde am 11.08.2016 von “KPMG Klardenker” bei youtube hochgeladen. KPMG und die Personalberatung Odgers Berndtson haben Vorstände und Geschäftsführer der Energieversorger in Deutschland nach Auswirkungen der Energiewende, Digitalisierung, Kundenbedürfnisse und Personalsituation befragt. Die Ergebnisse wurden in der Publikation “Trendbarometer Energiewende” zusammengefasst.

Zu den Großkunden der KPMG gehören laut Wikimedia unter anderem:
adidas AG
Adobe
Allianz SE
BASF SE
Borussia Dortmund
BMW
Continental
Deutsche Bank
Deutsche Börse AG
Fresenius
Henkel
Merck
Pfizer
ProSiebenSat.1 Media
SAP SE
Thyssen-Krupp

Kaum ein Unternehmen verzichtet noch darauf, in seinem Firmenprofil auf die Anstrengungen für die Schonung des Klimas hinzuweisen. Das Lippenbekenntnis zum Klimaschutz ist der Gesslerhut, vor dem die Bundesregierung untertäniges Verhalten einfordert. Die Partei der Grünen schreibt sich dieses Ergebnis als Einsicht in die Vernunft und als ihren Erfolg zu Gute. Das ist falsch. Die Grünen spielen in der Gesellschaft, abgesehen von den wenigen echten parteigrünen Profiteuren der Energiewende, lediglich die Rolle des Esels, der, ständig eine Karre hinter sich herziehend, einer vorgehaltenen Karotte hinterher trabt, sie aber nie fassen kann.

Foto: pixabay

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