Adieu, Grüne! “Irgendwann weiß man dann halt, dass es sich nicht mehr lohnt.”

Robert Zion begründet in einem Interview mit der taz seinen Parteiaustritt bei den Grünen. Der Entscheidung sei ein langer Entfremdungsprozess voraus gegangen. “Irgendwann weiß man dann halt, dass es sich nicht mehr lohnt”, sagt Robert Zion.

Er habe geglaubt, dass die Grünen ursprünglich angetreten waren, um diese Republik in einem emanzipatorischen Sinne zu verändern. Von diesem Anspruch sei jedoch “so gut wie nichts mehr” übriggeblieben, sagt Zion. Über ein Jahrzehnt habe er mit etlichen anderen Grünen versucht, Mehrheiten für eine “progressive, emanzipatorische, sozialere und friedlichere Politik” zu gewinnen, sagt Robert Zion im Interview. Inzwischen sei er überzeugt davon, dass das unmöglich geworden sei. “Sie haben verlernt, die Machtfrage zu stellen – und haben sich darin eingerichtet. Ihnen geht es nur noch darum, am Verwalten des Bestehenden beteiligt zu sein.”

Robert Zion, gelernter Koch, studierte auf dem zweiten Bildungsweg an der Uni Kassel Philosophie, Soziologie, Erziehungswissenschaften und Sozialwesen, eine Konstellation, aus der bei den Grünen viele Karrieren gestrickt sind, häufig allerdings ohne einen Berufs- oder Studienabschluss. Sprecher des grünen Kreisverbands in Gelsenkirchen war er von 2008 bis 2011, und von 2012 bis 2014 Mitglied des Landesvorstands der Grünen NRW.

2015 wurde sein Artikel “Die Grünen: Parteiferne Anstiftung” veröffentlicht. Darin analysierte er die parteinahe Heinrich-Böll-Stiftung und “sehr spezielle transatlantische Haltungen und Verbindungen”. Wer von den Grünen noch Vorstellungen über eine unabhängige, friedliebende, emanzipierte Partei hat, sollte sich nach der Lektüre vergewissern, ob er diese Auffassung immer noch öffentlich vertreten kann. Die Vision einer gesellschaftlichen Veränderung in Richtung Bevormundung und Diktatur ist in der maoistischen Tradition der Grünen angelegt. Vom großen Sprung nach vorn träumten die chinesischen Kommunisten unter der Führung Maos, von der großen Transformation, die schnell vonstatten gehen soll, träumen die Grünen, allen voran die Heinrich-Böll-Stiftung. Was die große Transformation bewirken und wie sie vonstatten gehen soll, wissen die Erfinder selbst nicht genau.
Hier ein Beispiel: Am 28. und 29. Mai fand in Berlin die internationale Konferenz: “Die Große Transformation – Greening the Economy” statt. Dieses Video gibt eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

 

Der Blogger Markus Vahlefeld schrieb 2014: „Die große Transformation“, von der alle diese Seelen träumen, ist weniger eine Revolution, als vielmehr ein molochartiges Elitenprojekt, das unablässig neue Gesetze erlässt, Richtlinien aufstellt und durch Steuergelder finanzierte Institute gründet. Die Europäische Union mit ihrer absurden Gesetzesflut, ihrem impertinenten Erziehungsdrang und der unüberschaubaren Anzahl an Fördertöpfen ist nur ein schaler Vorgeschmack auf das, was uns erwartet, wenn der Weltklimarat (IPCC) oder irgendein anderes UN-Gremium sich anschickt, globale Gesetzesvorhaben durchzusetzen. Da war das EU-Gesetz zur Durchsetzung der bekloppten Energiesparlampe noch ein Witz gegen! Selbstverständlich ist keine der Personen, die auf „Was tun?“ zu Wort kommen, auch nur im entferntesten demokratisch legitimiert. Das Elitennetzwerk, in dem sie sich bewegen, schustert ihnen alle paar Jahre irgendeinen neuen Job in einem noch internationaleren Panel mit noch mehr Flugmeilen zu. Gäbe es arte nicht, kein normaler Mensch, für den sich diese Damen und Herren erdreisten sprechen zu wollen, hätte je von ihnen gehört.”

Ein anderer Zeitzeuge der Grünen, Hubert Kleinert, ehemaliger Bundestagsabgeordneter und hessischer Landesvorsitzender der Grünen, hat 2008 die bittere Erfahrung über totalitäre Denkmuster bei den Grünen gemacht und darüber einen Artikel im Spiegel geschrieben. “Wer querdenkt, wird abgekanzelt”, lautet der Titel. In Kleinerts Fall zog sein Vorschlag, “über eine Verlängerung der Laufzeiten für moderne Atomkraftwerke” (“bei rationaler Risikoabwägung”) zu diskutieren, eine Diffamierungskampagne nach sich. In keiner anderen Partei werde so viel diffamiert, sagte Kleinert. Aber Kleinert ist bei den Grünen geblieben. Heute ist er Professor im Fachgebiet Sozialwissenschaften und Kommunikation mit den Fächern Politische Wissenschaft, Staats- und Verfassungsrecht, Soziologie und Psychologie sowie Europarecht an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung in Gießen.

Quellen:

Robert Zion bei Facebook


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Leonardo DiCaprio – in den Fußstapfen von Inquisitoren

Leonardo DiCaprio zählt laut Wikipedia zu den bestbezahlten und erfolgreichsten zeitgenössischen Schauspielern Hollywoods.

“Leonardo DiCaprio ist der Hollywood-Star schlechthin!” (Gala)

“Leonardo DiCaprio sammelt Models.” (Stern)

Als engagierter Klimaschützer gegen die globale Erwärmung ist DiCaprio schon seit vielen Jahren aktiv. In der letzten Woche sorgte DiCaprio allerdings weniger mit seinem schauspielerischem Können, als mit einer Forderung nach Konsequenzen für “Klimawandelleugner” weltweit für Aufsehen: Wer nicht an den Klimawandel glaube, dürfe kein öffentliches Amt bekleiden, sagte er. (“And, in my humble opinion, [you] should not be allowed to hold public office.“)Dem Schauspieler sei es offenbar darum gegangen, meint auch der Spiegel, ein Statement im Wahlkampf zu setzen, wenn er sagt: “Wer nicht an den Klimawandel glaubt, der glaubt nicht an Tatsachen und nicht an die Wissenschaft.”

Wissenschaft und Glauben sind unvereinbar, das hätte dem Highschool-Absolventen vielleicht jemand sagen sollen. Es gehört jedoch zu den Irrungen des beginnenden Jahrhunderts und der Endzeitstimmung unter Politikern, Schauspieler als Experten in wissenschaftlich kontrovers diskutierten Fragen für ihre Politik und für Wahlkampfzwecke einzuspannen.

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TheJournal.ie Abstimmungsergebnis, 10.10.2016

Gemeinsam mit US-Präsident Barack Obama durfte DiCaprio im Rahmen des grünen Festivals “South by South Lawn” eine Bühne im Weißen Haus betreten. DiCaprio stellte seinen Dokumentarfilm “Vor der Flut” vor, der sich mit dem Klimawandel beschäftigt und vor den Präsidentschaftswahlen im November herauskommen soll.

Die Inquisitoren, die eine Bestrafung von sogenannten “Klimawandelleugnern” fordern, haben durch DiCaprio eine Verstärkung erhalten.

TheJournal.ie, eine Irische Nachrichten-Website, fragte am 9.10.2016 mit einem Hinweis auf die Forderung des Schauspielers seine Leser: “Sollten diejenigen, die dem wissenschaftlichen Konsens über den Klimawandel nicht zustimmen von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen werden?

Über 10.000 Menschen haben an der eintägigen Abstimmung teilgenommen. Das Ergebnis: Die Mehrheit teilt die Meinung des Schauspielers.

Lesenswert: http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/leonardo-dicaprio-ich-darf-das-ihr-nicht-ld.11680

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Einfluss von Windrädern auf das Klima

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Windräder sollen als Ersatz für Kohle und Braunkohle helfen, unser Klima zu stabilisieren. Aber können sie dazu beitragen? Forschungen, die diese Annahme bestätigen könnten, gibt es nicht. Erst jetzt, nachdem die Offshore-Windenergieanlagen in den letzten Jahren in der Deutschen Bucht großflächig ausgebaut wurden und allein 2015  rund 500 Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland ans Netz gegangen sind, sehen Wissenschaftler eine Möglichkeit, “die großräumigen Effekte von Windparks in der Realität zu untersuchen”, sagt Professor Dr. Jens Bange vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen. Um diese Effekte zu untersuchen, wurde ein Projekt mit dem Namen WIPAFF (Windpark-Fernfeld) geschaffen, das aus Forschern von fünf Instituten und Firmen in Deutschland besteht und von Professor Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Garmisch-Partenkirchen koordiniert wird.

Zu dem Bild (s.o.) schrieb die Volksinitiative “Rettet Brandenburg”, ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen des Landes Brandenburg, es werde die Gemüter spalten. “Es wurde im Winter 2008 vor der dänischen Nordseeküste südwestlich von Blåvandshuk aufgenommen. Der Windpark “Horns Rev 1″ trägt den Namen der dortigen Sandbank Horns Rev und liegt 14 bis 20 Kilometer vor der Küste. Offensichtlich verursachen die Windräder Wolken, die noch kilometerweit stromabwärts existent bleiben. Die Windräder stören den natürlichen Windweg und erzwingen eine turbulente Hebung der feuchten Luft in kältere Umgebungsluft – der in ihr enthaltene, unsichtbare Wasserdampf kondensiert zu Wolkentröpfchen und diese sorgen in ihrer Gesamtheit für das Gewölk…”

Über den Einfluss von Windrädern auf das Klima berichtet u.a. die AMS (American Meterological society), März 2016.

 

Das Problem

Es ist allgemein bekannt, dass Windparks nicht nur in diese eine Richtung funktionieren: Wind rein, Strom raus. Windparks stellen, wie es im Newsletter Uni Tübingen Nr. 1/2016 über Offshore Windparks heißt, auf der relativ glatten Meeresoberfläche Hindernisse dar, und die Windräder entziehen dem Wind Energie. Hinter der vorsichtigen Feststellung, Windparks “lassen den Wind nicht unberührt”, können sich allerdings auch Auswirkungen auf das Wettergeschehen von katastrophalem Ausmaß verbergen.

Durch die Windräder werde der Wind gebremst und die Luftunruhe, auch Turbulenz genannt, nehme zu, sagt Jens Bange. Je nach Wetterlage, abhängig unter anderem von der Windrichtung, der Lufttemperatur und dem Wellengang, erhole sich die atmosphärische Strömung erst nach zehn bis hundert Kilometern hinter einem Windpark wieder.

Diese Erkenntnis spricht gegen eine zu dichte Bebauung, weil dadurch die Effizienz gemindert, der Verschleiß erhöht und teure Reparaturen nötig würden.

 

Einfluss auf das Klima unbekannt

Problematisch für die Umwelt ist aber eine andere Vermutung der Forscher: Die Luftmassen um große Windparks herum könnten zur Seite oder nach oben abgelenkt werden. Dies hätte Folgen für das Wetter, denn “dabei könnte es auch zur vermehrten Bildung von Wolken kommen.” Jens Bange räumt ein: „Wir wissen bisher nicht, ob dies spürbaren Einfluss auf andere Windparks in der Region oder auch auf das lokale Klima hat“.

 

Optimierung der Anlagen statt Grundsatzentscheidung

Ein Forscherteam plant jetzt detaillierte Messungen des Windfeldes, der Wetterbedingungen und der Wellen auf der Meeresoberfläche vor und hinter Windparks mit verschiedenen Geräten auf Plattformen in der Nordsee, mit einem Forschungsflugzeug und durch die Auswertung von Satellitendaten. Daraus soll das Windfeld zehn bis hundert Kilometer hinter großen Windparks numerisch modelliert werden. In den kommenden drei Jahren sollen Daten erhoben und eine erste Einschätzung gegeben werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Ein teures, mit öffentlichen Mitteln finanziertes Gewinnoptimierungsvorhaben.

Schon jetzt steht fest, dass die Ergebnisse nicht dazu führen werden, den möglicherweise unsinnigen Ausbau von Offshore-Windparks zu stoppen. “Die Ergebnisse des Projekts WIPAFF sollen genutzt werden, um den weiteren Ausbau der Windkraftnutzung in der Nordsee zu begleiten und weitere Voraussetzungen für einen möglichst effizienten und umweltverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie zu schaffen.”

Koordiniert wird das WIPAFF-Projekt von Professor Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Garmisch-Partenkirchen. Am Projekt beteiligt sind die Universität Tübingen mit der Arbeitsgruppe Umweltphysik (Prof. Dr. Jens Bange) im Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG) vertreten. Weitere Projektpartner sind das Institut für Flugführung der TU Braunschweig, das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH) und UL International GmbH (vormals DEWI Deutsches Windenergie-Institut) in Wilhelmshaven.

 

Quellen:

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Klimawissenschaft und Klimapolitik stehen sich diametral gegenüber

“Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagt Prof. Dr. Werner Kirstein. Als Klimageograph kennt er die Daten der Klimaaufzeichnungen sehr genau. Und so weiß er auch, dass der Gehalt von CO2 in unserer Atmosphäre nicht nur einen historischen Tiefstand aufweist, welcher nahezu kritische Auswirkungen auf die Flora haben, sondern die Temperatur keinesfalls beeinträchtigt. Viel mehr ergeben die Daten, dass der Prozess genau umgekehrt ist. Der CO2-Gehalt passt sich an die Temperatur an. In seinem Vortrag zeigt Prof. Dr. Werner Kirstein auf, weshalb die Debatte um das Senken von CO2 ausschließlich politischen Zielen dient und keinesfalls der Umwelt, dem Weltklima oder den Menschen. Der Vortrag zeigt, dass Klimawissenschaft und Klimapolitik nichts miteinander zu tun haben. 

Der Vortrag von Prof. Dr. Werner Kirstein, Professor für Geographie mit den Schwerpunkten Geoinformatik und Fernerkundung an der Universität Leipzig, wurde am 11.04.2016 von NuoViso.TV veröffentlicht.

Einstimmig hat der Bundestag am 22. September 2016 beschlossen, dem UN-Klimavertrag von Paris beizutreten. “Über alle Parteigrenzen hinweg gab es nicht einen Abgeordneten, der das Gesetz über den Beitritt Deutschlands zum UN-Klimavertrag von Paris abgelehnt hätte. Ein solcher Mangel an Opposition kommt selten vor. Nicht einmal der überhastete Atomausstieg des Jahres 2011 übte eine derartige Gleichschaltungskraft aus”, sagt Peter Heller.
Der Bundestagsbeschluss war der krönende Abschluss eines Treffens von mehr als 50.000 Menschen im Dezember 2015 in Paris, um an dem Weltklima-Gipfel teilzunehmen. Welche Verbindlichkeiten sich aus dem Beitritt zum Pariser Weltklimavertrag ergeben, wurde nicht geklärt. Man ist einfach nur stolz auf sich selbst.

Nach dem Beschluss gehöre auch Deutschland zum “Ensemble des großen Weltklimatheaters”, sagt Heller. Es sei nur noch nicht ganz klar, unter welchem Titel das Stück in die Geschichte eingehen werde. „Denn sie wissen nicht, was sie tun“ wäre ebenso passend wie „Viel Lärm um nichts“. Wenn es schlimm kommt, könnte es am Ende auch heißen „Die durch die Hölle gehen“. Denn sollten unsere Parlamentarier und unsere Regierung das Abkommen wirklich ernst nehmen, stünde Deutschland ein Sturz in den Abgrund bevor.” Im Schnellverfahren stimmte auch die EU am 4. Oktober dem Vertrag zu.

Der Sturz Deutschlands, der EU und der USA in den Abgrund ist aus verschiedenen Gründen denkbar. Nach den Planungen sollen die Industriestaaten ärmeren Ländern ab dem Jahr 2020 jährlich hundert Milliarden Dollar für Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen zur Verfügung stellen, bis 2025 soll ein neuer, höherer Betrag vereinbart werden, berichtet die ZEIT. Die Zuwendungen sichern in erster Linie dem öko-industriellen Komplex weltweit zunächst Einnahmen, die mit Hilfe von Subventionen realisiert werden, zwingt aber gleichzeitig die ärmeren Länder in politische Abhängigkeiten von den USA und der EU. Den Weg für diese Art der Kriegsführung mittels “Klimawandel” und Diplomatie hat der Präsident der USA, Barak Obama, vorgezeichnet. Obama hatte am 28.05.14 in einer viel beachteten Abschlussrede vor Kadetten in West Point eine neue außenpolitische Doktrin angekündigt, die auf einer globalen Führung mit weniger Rückgriff auf militärische Macht beruhen soll: Soft Power Diplomatie und internationale Partnerschaften. Obama beabsichtige, eine Vorreiterrolle in einem globalen Netzwerk zur Rettung des Planeten einzunehmen. (Obamas Anspruch auf Vorherrschaft und der Klimawandel)

Entweder werden viele Entwicklungsländer, die bereits Zahlungen der Industriestaaten als Entschädigung für angeblich bereits eingetretene Klimaschäden fordern, diese wahrscheinlich auch erhalten, um der Öko-Industrie weiterhin ihre Tätigkeiten zu ermöglichen, oder sie entwickeln ihre eigenen Industrien. Mit Windkraft- und Solaranlagen wird dies nicht möglich sein, sondern nur mit Kohle oder Kernenergie. Dauerkonflikte zwischen extrem unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Interessen der Länder sind programmiert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass sich China, Russland, Indien und zahlreiche andere aufstrebenden Industrienationen mit Hilfe des Vertrags unterwerfen lassen, ist gering. Sie entwickeln ihre Industrien bereits mit Hilfe der Kernenergie und können einen Ablasshandel mit der Öko-Industrie wahrscheinlich verkraften. Deutschland allerdings, das sich im Unterschied zu den meisten Ländern der Welt auf den Ausstieg aus Kohle- und Kernkraft versteift hat, wird, wenn es dem Abkommen nach Buchstaben und Zahlen folgt, den Weg “durch die Hölle” gehen.

 

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Braunkohle: Ergebnisse der forsa-Umfrage über “Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen” verzerrt

Eine vom NRW-Umweltministerium in Auftrag gegebenen repräsentative Befragung zum Thema “Nachhaltigkeit in Nordrhein-Westfalen” von forsa sei von der Rheinischen Post verzerrt dargestellt worden, kritisiert der forsa-Chef und Gründer des forsa-Instituts Manfred Güllner in einer Stellungnahme vom 26.09.2016 die Zeitung. In der Stellungnahme sind die Fragen und die Ergebnisse der Umfrage aufgelistet. Sie wurde von RWE veröffentlicht, in den Medien, mit Ausnahme von der lokalen Zeitung “Erft-Kurier”, dagegen nicht erwähnt. In der Untersuchung sei nach der Bedeutung der „Nachhaltigkeit“ und nicht danach gefragt worden, ob man einen Braunkohle-Ausstieg fordere, stellt Manfred Güllner klar:

„Weder fordert eine Mehrheit der Bürger in Nordrhein-Westfalen den raschen Ausstieg aus der Braunkohle, noch wächst der ,Widerstand gegen Abbau und Verstromung von Braunkohle’”. 

Von der Richtigstellung unbeeindruckt, präsentieren die Rheinische Post und der WDR ihre eigenen Versionen:

Überschrift Rheinische Post (RP): “Mehrheit fordert raschen Braunkohle-Ausstieg”

Umweltminister Remmel werde am 26.09.2016 eine Umfrage vorstellen, die RWE und Bayer nicht gefallen werde, schreibt die Rheinische Post: “71 Prozent der Bürger fordern einen schnellen Ausstieg aus der Braunkohle: Für 36 Prozent ist dies “sehr wichtig”, für 35 Prozent “wichtig”. Das sei das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage, die Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) heute vorstellen werde und die der Redaktion vorliege”, schreibt die Rheinische Post (RP) am 26.09.2016.

Überschrift WDR: “Bürger für schnellen Ausbau erneuerbarer Energien”

Eine aktuelle forsa-Umfrage habe ergeben, dass 90 Prozent für einen schnellen Ausbau der Erneuerbaren Energien seien, berichtete der WDR am 26.09.2016:

  • “Beim Engagement für mehr Klimaschutz finden allein 90 Prozent den Ausbau der erneuerbaren Energien für wichtig.”
  • “71 Prozent sind für den schnellen Ausstieg aus der Braunkohleförderung.”

Der NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) habe dieses Ergebnis mit den Worten quittiert: „Die Befragung zeigt uns, dass wir mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf einem richtigen Weg sind, der von der Bevölkerung akzeptiert und gewünscht wird.“

Richtigstellung durch forsa

Der forsa-Chef und Gründer des forsa-Instituts, Manfred Güllner, widerspricht der Auslegung der forsa-Ergebnisse. In der Untersuchung sei nach der Bedeutung der „Nachhaltigkeit“ und nicht danach gefragt worden, ob man einen Braunkohle-Ausstieg fordere, sagt er.

  • Insgesamt waren 23 Nachhaltigkeitsziele angegeben worden, eine Mehrfachnennung war möglich.
    Gefragt wurde zum Beispiel nach Wichtigkeit der Reinhaltung von Luft und Wasser, den Verzicht auf den Einsatz der Gentechnik bei der Produktion von Lebensmitteln, die Sicherung der ärztlichen und medizinischen Versorgung im ländlichen Raum, die Förderung von mehr artgerechter Tierhaltung oder eine bessere und ausführlichere Information der Verbraucher über Inhaltsstoffe und die Art der Produktion von Lebensmitteln.
  • Erneuerbare Energien: Einen “schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien” wünschten sich nur 45 Prozent der Befragten (Rang 8).
  • Braunkohle: Ein schneller Ausstieg aus der Braunkohleförderung in NordrheinWestfalen wurde nur von einer Minderheit von 36 Prozent aller Befragten als „sehr wichtig“ eingestuft (Rang 15).

Der Artikel der Rheinischen Post sei “ein weiteres unrühmliches Beispiel dafür, wie Befindlichkeiten von Menschen trotz vorliegender Informationen völlig verzerrt dargestellt werden”, sagt Güllner. Im rheinischen Braunkohlerevier werde die Braunkohle nach wie vor als bedeutender Wirtschaftsfaktor hoch geschätzt. Dies sei durch eine Vielzahl von forsa-Untersuchungen belegt,  unter anderem durch eine bundesweite „forsa“-Studie vom Juli 2015, berichtet der Erft-Kurier. Die Akzeptanz der Braunkohle sei nachhaltig gut, auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Sie wird zwar nicht geliebt, jedoch akzeptiert. Denn 75 Prozent aller Bundesbürger sind sich im Klaren, dass neben Sonne und Wind auch weiterhin die herkömmlichen Energiearten genutzt werden müssen.“

Stellungnahme. Manfred Güllner, 26.09.2016

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Greenpeace – unehrlicher und gefährlicher als die Mafia?

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tweetGreenpeace “has published staged photos and video falsely purporting to show Resolute logging in prohibited areas and others purporting to show forest areas impacted by Resolute harvesting when the areas depicted were actually impacted by fire or other natural causes.”

tweetThe real threat to life and limb is not genetic engineering. It’s the organized-crime organization called Greenpeace.

Mit Forbes hat es sich Greenpeace offenbar gründlich verscherzt. “Greenpeace Is More Dishonest And Dangerous Than The Mafia” heißt es in einer Kolumne von Henry I. Miller. Beide Texte (s.o.) werden von ihm vorgeschlagen, um sie an Twitter weiter zu senden. Miller ist Biomediziner, ehemaliger Mitarbeiter der FDA Drogen Regulierungsbehörde und Wissenschaftler am Hoover Institut, einem Think-Tank an der Stanford University. Er hat wissenschaftliche Bücher über Medizin und Technologie und über 2.000 Artikel geschrieben und erscheint regelmäßig auf verschiedenen nationalen Radioprogrammen. Seine häufigsten Themen sind die Gentechnik, pharmazeutische Entwicklungen und die Entlarvung von verschiedenen Manifestationen der Junk-Wissenschaft.

Greenpeace unter Anklage wegen Verwendung gefälschter Bilder

Greenpeace wurde nach dem Racketeer Influenced and Corrupt Organizations (RICO) Gesetz von einer kanadischen Holzfirma, Resolute Forest Products, verklagt. In ihrer Eingabe dokumentiert Resolute, dass Greenpeace Fotos und Videos aus einem Sperrgebiet inszeniert und veröffentlicht habe, die
angeblich die Auswirkungen der Abholzungen zeigten, tatsächlich aber Bereiche darstellten, die durch Feuer oder andere natürliche Ursachen geschädigt worden waren, berichtet Miller.

Die Wandlung von Greenpeace zum Imperium

Hank Campbell vom American Council on Science and Health habe Greenpeace als eine Organisation beschrieben, die “aus Internet-Hackern und Öko-Terroristen gemacht sei, um mit Angstmacherei ungebildete Menschen dazu zu bringen, um für sie schmutzige Arbeit zu erledigen.” (“made up of Internet hackers and eco-terrorists using fear-mongering to get uneducated people to do their dirty work for them.”)

Von seinen frühen Tagen an, als sie Harpunen und japanischen Walfängern in Außenbordmotorbooten auswichen, habe sich Greenpeace in ein Medien versiertes, eklatant unehrliches, mit einer Begabung für politisches Theater Imperium mit über $ 360.000.000 Einnahmen pro Jahr verwandelt, mit Niederlassungen in mehr als 40 Ländern.

Miller, der in der Nachbarschaft einer von der Mafia beherrschten Gegend in Philadelphia aufwuchs, hält Greenpeace für unehrlicher und gefährlicher als die Mafia. Sie waren grausam, pervers und anti-sozial, sagt Miller. Als Erwachsener habe er eine Organisation kennen gelernt, die noch menschenfeindlicher sei: Greenpeace. Sein Hauptvorwurf gilt der Kampagne von Greenpeace gegen den “Golden Rice”.

Greenpeace rettet seine Cash Cow und lehnt den “Golden Rice” ab

Reis ist ein Grundnahrungsmittel für Hunderte von Millionen, vor allem in Asien. Obwohl es eine ausgezeichnete Quelle von Kalorien sei, fehle es an bestimmten Mikronährstoffen, die für eine vollständige Ernährung notwendig seien, erklärt Miller und führt unter anderem aus: In den 1980er und 1990er Jahren entwickelten die deutschen Wissenschaftler Ingo Potrykus und Peter Beyer die “Golden Rice” Sorten, die mit Genen angereichert wurden, die Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A produzieren. Der Vitamin-A-Mangel führe unter den armen Menschen, deren Ernährung hauptsächlich aus Reis bestehe, das kein Vitamin A enthalte, zu Gesundheitsproblemen. In den Entwicklungsländern seien 200.000.000-300.000.000 Kinder im Vorschulalter durch Vitamin A-Mangel, der ihre Anfälligkeit für Krankheiten wie Masern und Durchfallerkrankungen erhöhe, bedroht. Jedes Jahr würden etwa eine halbe Million Kinder als Folge von Vitamin-A-Mangel blind und 70% von ihnen würden innerhalb eines Jahres sterben.

Miller erinnert an einen offenen Brief von 110 Nobelpreisträgern, die Greenpeace unmissverständlich angegriffen und aufgefordert haben, den schädlichen Kampf gegen die Gentechnik aufzugeben. Thilo Spahn schrieb über die Reaktion von Greenpeace auf den Brief: “Greenpeace Deutschland gibt sich in seiner Entgegnung wenig beeindruckt von der Haltung der Nobelpreisträger und steht zu seiner Cash Cow, der Anti-Gentechnik-Kampagne. Greenpeace Deutschland empfiehlt den fehlernährten Kinder, mehr Obst und Gemüse zu essen. Selbst wenn der Reis gegen Vitamin-A Unterversorgung helfen würde, sei das ja immer noch eine „einseitige Ernährung“.”

Greenpeace berührt der wissenschaftliche Konsens über die Sicherheit von gentechnisch veränderten Pflanzen, der das Ergebnis von Hunderten von Risikobewertungs-Experimenten und großer Praxiserfahrung ist, nicht. In den Vereinigten Staaten seien allein mehr als 90% des Mais, aller Sojabohnen und Zuckerrüben gentechnisch verändert, und in 20 Jahren Verbrauch sei auf der ganzen Welt nicht ein einziges Gesundheits- oder Umweltproblem dokumentiert, sagt Miller.

Greenpeace hat verschiedentlich behauptet, dass die Konzentrationen von Beta-Carotin in Golden Rice entweder zu niedrig seien, um wirksam zu sein, oder so hoch, dass sie giftig sein würden. Weil der Organisation der wissenschaftliche Rückhalt fehlte, wählte sie eine neue Strategie. Greenpeace habe versucht, die Entwicklungsländer vor der Annahme der lebensrettenden Produkte dadurch zu verschrecken, dass sie Geschichten erfanden und behaupteten, gentechnisch veränderte Pflanzen verursachten Homosexualität, Impotenz und Haarausfall und erhöhten die Ausbreitung von HIV/AIDS.

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POPs läuten ab Heute eine neue Etappe der Energiewende ein

scaffolding-179206_640Wer denkt bei Pop schon an etwas Böses? Pop ist im Englischen eine Bezeichnung für Papa, Paps oder Opa, also für jemanden, der sich, jedenfalls im Normalfall, liebevoll um seine Kinder und Enkelkinder kümmert. POPs steht aber nicht für viele freundliche Opas, sondern ist die Bezeichnung für “persistent organic pollutants”. POPs läuten eine neue Etappe der Energiewende ein.

Ab dem 30.9.2016 gilt die neue POP-Verordnung (EU) 2016/460. Der BDE Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. spricht von “einer dramatischen Auswirkungen auf die Entsorgung von Dämmstoffen” und warnt davor. Verschwörungstheorie? Alarmisten? Skeptiker? – Nichts dergleichen.

  • 08.05.2013 – Weltweites „Aus“ für Flammschutzmittel HBCD | Umweltbundesamt
    www.umweltbundesamt.de/presse/…/weltweites-aus-fuer-flammschutzmittel-hbcd
  • 26.02.2014 – Ausstieg aus dem Flammschutzmittel HBCD | Umweltbundesamt
    www.umweltbundesamt.de/themen/ausstieg-aus-dem-flammschutzmittel-hbcd
  • 13.11.2015 – Dämmstoff Polystyrol gilt bald als Sondermüll | NDR.de – Ratgeber …
    www.ndr.de/…/Daemmstoff-Polystyrol-gilt-bald-als-Sondermuell,polystyrol100.html
  • 02.02.2016 “Schädliches Flammschutzmittel HBCD darf weiter verwendet werden …
    www.umweltbundesamt.de/themen/schaedliches-flammschutzmittel-hbcd-darf-weiter
  • 16.02.2016 – Abfallverordnung macht alte EPS-Dämmung zu Sondermüll …
    www.enbausa.de/…/abfallverordnung-macht-alte-eps-daemmung-zu-sondermuell-528…
  • 26.03.2015 – Kein Märchen: Entsorgung von Styropor kein Problem …
    wdvs.enbausa.de/blog/kein-maerchen-entsorgung-von-styropor-kein-problem.html
  • 19.07.2016 – EU setzt Verbot von Flammschutzmittel HBCD um | Umweltbundesamt
    www.umweltbundesamt.de/themen/eu-setzt-verbot-von-flammschutzmittel-hbcd-um

Die POP-Verordnung

In der Dämmstoffindustrie wird HBCD als Brandschutzmittel verwendet. Es findet sich in nahezu allen verbauten Dämmmaterialien. Hexabromcyclododecan (HBCD oder HBCDD) ist ein additives Flammschutzmittel, das überwiegend in Polystyrolschaum, in hochschlagfestem Polystyrol und in Polstermöbeln eingesetzt wird. Dadurch wird insbesondere erreicht, dass sich lokale Brandherde langsamer entwickeln.

Die Menge des jährlich anfallenden HBCD-haltigen Dämmstoffabfalls beziffert der BDE-Präsident Peter Kurth auf “mehrere hunderttausend Tonnen”, das Portal Kommunalwirtschaft auf lediglich ca. 10.000 Tonnen. Sie wurden bisher in herkömmlichen Müllverbrennungsanlagen mit verbrannt. Einen alternativen Entsorgungsweg für den Dämmstoffabfall gibt es nicht, weshalb der BDE Die POP-Verordnung als dramatisch bezeichnet.

Die FAZ sieht exakt die Befürchtungen bestätigt, über die sie in den vergangenen Jahren wiederholt berichtet hat: Styropor muss künftig gesondert erfasst und verbrannt werden, es darf weder deponiert noch exportiert werden, der klassische Mischmüll-Transport beim Abriss von Häusern ist damit passé. Künftig müssen Müllverbrennungsanlagen Styropor gesondert verbrennen. Dafür benötigen sie eine spezielle Genehmigung, die nach Angaben aus der Branche „ähnlich aufwendig wie eine komplette Neugenehmigung, womöglich sogar mit Bürgerbeteiligung“sei. Der Engpass, der durch die neue Verordnung entstanden sei, treibe “schon jetzt die Preise in schwindelerregende Höhen. Bis zu 7000 Euro je Tonne für die Verbrennung von sortiertem Styropor würden verlangt. Selbst echter Sondermüll kostet weniger als 2000 Euro je Tonne.”

Quellen:

 

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