Manager, Unternehmerverbände und die Grünen

Führende Manager und Arbeitgeberverbände übertrumpfen sich gegenwärtig bei ihren Anbiederungsversuchen an Parteien und NROs (Nicht-Regierungsorganisationen). EnBW und RWE überschlagen sich in ihrer Gefälligkeit gegenüber grünen Forderungen, RWE blockiert und löscht nach unseren Informationen auf seiner Facebookseite alles, was die Klimawandel-Ideologie und die Erneuerbaren Energien in Frage stellt. Aber nicht nur die Energiekonzerne geben sich devot, die Automobilindustrie und die Industrie- und Handelskammern kämpfen um die besten Plätze am gedeckten grünen Tisch.

 

Manager biedern sich an

Der Daimler-Chef Dieter Zetsche machte durch seinen Auftritt auf dem Parteitag der Grünen in Münster am 13. November auf seine Berufsgruppe aufmerksam. Wallstreet online schrieb: “Wie bei deutschen Managern leider üblich, biederte er sich auf dem Parteitag bei den Grünen an. Sogar in der Kleiderordnung wollte er “grün” erscheinen, ohne Krawatte, in Jeans und Sneakers. Und natürlich betonte er, so wie wir es von deutschen Managern kennen, anbiedernd, er teile ja die Ziele der Grünen… Haben Sie das auch schon einmal verfolgt: In jeder Talkshow das gleiche Spiel: Wenn schon einmal ein Unternehmer oder Manager eingeladen wird (was selten genug passiert) biedert der sich bei allen anwesenden Linken und Grünen an und beteuert beflissen, “dass wir gar nicht so weit auseinander sind”. Umgekehrt wird man das nicht erleben.”

fischer

Sonderausgabe zum IHK-Außenwirtschaftstag NRW, 2016 (pdf)

Zum 9. Außenwirtschaftstag der 16 Industrie- und Handelskammern aus Nordrhein-Westfalen am 29. September 2016 in der Stadthalle in Bielefeld war als “Key-Note-Speaker” Joschka Fischer, der Grüne und ehemalige Bundesaußenminister, eingeladen. Das Motto lautete “Unternehmen in bewegten Zeiten”. Die Rekordbeteiligung von insgesamt 1.000 Teilnehmern bestätigte den Organisatoren, was sie bestätigt wissen wollten: Die Veranstaltung habe deutlich gemacht, dass sich die Welt zweifellos im Umbruch befinde, sagen sie. Richtung Grün, versteht sich.

Ein “Key-Note-Speaker” und ein Referent sind nicht dasselbe. Der feine Unterschied spielt eine große Rolle. Die nach eigenen Angaben größte Redneragentur Deutschlands, Speakers Excellence, die sich darauf spezialisiert hat, die passende Persönlichkeit für jeden Anlass zu finden, bezeichnet den “Key-Note-Speaker” als den Hauptreferenten, dem die wichtige Rolle zukomme, das Publikum zu begeistern und für die folgenden Inputs zu öffnen und einzustimmen. Er müsse seine Inhalte auf dieses Publikum und das Ziel der Veranstaltung zuschneiden. Es sei schließlich seine Aufgabe, “die Essenz des Meetings zu erfassen und zu vermitteln – mit seinen Inhalten und Mitteln der Unterhaltung.”

Joschka Fischer ist solch ein Show-Talent, ein Stimmungsmacher, ein Aperitif, ein Richtungsweiser. In einer Sonderausgabe zum IHK-Außenwirtschaftstag NRW kokettiert die IHK mit der Turnschuhvergangenheit des 68-jährigen Fischers. Warum? Weil sie beweisen will, dass sie jetzt grün, jung und modern ist? Joschka Fischer hat aber nicht nur Turnschuhe getragen, sondern auch Steine gegen das Establishment geworfen. Und ihm gelingt das Unglaubliche: Die in der Regel nüchtern denkenden und rational handelnden Kaufleute lassen sich von dem empor gekommenen, neokonservativen Straßenkämpfer widerstandslos dessen grüne Geschäftsphilosophie aufdrängen: “Die Instabilität ist die neue Stabilität.”

Ein Key-Note-Speaker muss über keine Branchenkenntnisse verfügen. Es genüge, sagt die Agentur, dass er sich Branchenkenntnisse, Kenntnisse zum Publikum und zum Ziel der Veranstaltung aneignet und seine Präsentation entsprechend anpasst. Dafür erhält er nach ihren Angaben zwischen 3.000 Euro und 10.000 Euro Honorar, bekannte Persönlichkeiten auch darüber. Für einen derartigen Vortrag erhielt beispielsweise der damalige SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück 2012 von den Stadtwerken Bochum 25.000 Euro. Für den Grünen Fischer, der vor Beendigung der 10. Klasse das Gymnasium ohne Abschluss verließ und sich durch verschiedene Gelegenheitsarbeiten über Wasser hielt, bevor er sich seinen Weg durch die grüne Politik bahnte, eine beachtliche Anerkennung eines Berufsversagers durch die Industrie- und Handelskammern, den Verbänden aus Unternehmern und Wirtschaftsunternehmen.

Die Grünen sind angekommen. Daniel Cohn-Bendit, der einstige Straßenkämpfer und Mitbegründer der Grünen, der an der Seite von Joseph Fischer nach der Gründung der Grünen für den Realo-Kurs gekämpft hat, wurde von der Stadtverwaltung in Frankfurt zum 3. Oktober dieses Jahres, dem Tag der deutschen Einheit, als Festredner eingeladen. Dass die Grünen im Jahr 2013 wegen der Bejahung der Pädophilie in den 1970-er und 1980-er-Jahren in die Schlagzeilen geraten waren, auch Cohn-Bendit, interessierte den SPD-Bürgermeister nicht. Wer vielleicht dachte, die Grünen hätten das Image der Schmuddelkinder abgestreift, ist überrascht, es scheinen neue Schmuddelkinder im politisch und wirtschaftlich schmuddeligen Establishment hinzu gekommen zu sein.

 

Der Deutsche Arbeitgeberverband e.V. auf eigenem Wirtschaftskurs

Durch die Gesellschaft, Unternehmen und Familien, geht ein Riss, der sich nachhaltig auf die Entwicklung der Zivilisation auswirken wird. Die Vertreter des politischen und wirtschaftlichen Establishments, Kirchen und NGOs teilen die Ideologie vom menschengemachten Klimawandel. Bei genauer Betrachtung ist sie nichts anderes, als ein Wirtschaftsankurbelungsprogramm, von dem die sehr gut vernetzten Initiatoren der Energiewende gemeinsam profitieren.

Der Deutsche Arbeitgeberverband folgt diesem Mainstream nicht. Die deutsche Energiewende habe keines der ursprünglich gesteckten Ziele erreicht. Insbesondere seien die Emissionen an Kohlendioxid seit 2010 nicht mehr abgesenkt worden. Die Stromkosten für Haushalte und Industrie hätten sich stark erhöht und zu einem Arbeitsplätzeabbau in energieintensiven Branchen geführt. Die Energiewende stecke daher in der Sackgasse: Obwohl sie von Jahr zu Jahr teurer werde, führe sie beim Ausstieg aus fossilen Energieträgern nicht weiter. Stromspeicher können nicht in dem Maße gebaut werden, wie sie für den jahreszeitlichen Ausgleich von Solar- und Windenergie notwendig wären, sagt der Verband. Solche Stromspeicher müssten mehrere Tausend Mal größer sein als alle heute existierenden Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland.

Der Deutsche Arbeitgeberverband wirbt für neue Wege in der Energiepolitik. Es geht ihm insbesondere um einen kosteneffizienten Umbau aller Energiesysteme – nicht nur des Stromsektors sondern auch der Mobilitäts- und Wärmemärkte – mit dem Ziel, glaubwürdige Alternativen zu fossilen Energieträgern, die es heute noch nicht gibt, zu entwickeln und einzuführen. Hierbei sollten in Zukunft naturwissenschaftliche, technische, volkswirtschaftliche und politische Gesetze und Rahmenbedingungen stärker beachtet werden.

Keine leichte Aufgabe in einem Land wie Deutschland, das sich im Energiewenderausch rationalen Argumenten zur zukünftigen Energieversorgung verweigert.

Quellen:


Ruhrkultour Leseempfehlungen:

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Rolls Royce plant eine neue Generation von Mini-Kernreaktoren auch für den Export

Mit einer neuen Generation von Mini-Kernreaktoren könnte Großbritannien 40.000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und für die britische Wirtschaft Hunderte von Milliarden durch den Export generieren, sagt Rolls-Royce. Die britische Regierung hatte einen Wettbewerb mit über  250 Millionen Pfund unterstützt, um “kleine modulare Reaktoren” (SMRs) zu entwickeln. Außer Rolls-Royce nahmen die amerikanische NuScale Power, der französische EDF und das chinesische Nuklearunternehmen CNNC an dem Wettbewerb teil, berichtet The Telegraph.

Mini-Kernkraftwerke – Small and Medium Sized Reactors (SMRs)

Die Regierung vertrete die Auffassung, dass diese Mini-Kernkraftwerke lebenswichtig für die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung in Großbritannien sein könnten, ebenso für die Ziele des Klimawandels, berichtet The Telegraph. Ihre Größe betrage etwa ein Zehntel der Größe eines konventionellen Kernkraftwerks, also etwa zehn Fußballfelder.

Rolls-Royce hat seit über 50 Jahren Erfahrung mit Nuklearantrieben für U-Boote der Marine und leitet ein Konsortium von etwa einem Dutzend Unternehmen, die sich für die Entwicklung der Technologie entschieden haben. 2012 hatte der Technologie-Konzern vom britischen Verteidigungsministerium einen Milliarden-Auftrag zum Bau der nächsten Generation britischer Atom-U-Boote erhalten.

Harry Holt, Leiter des Nukleargeschäftes von Rolls-Royce, sagte laut The Telegraph, dass ihr Vorschlag sehr stark an britischen Interessen ausgerichtet sei. Man rede hier von hochwertigem geistigem Eigentum, und der britische Inhalt sei sehr hoch. Dies treffe nicht auf britische Unternehmen zu, die niedrigwertige Arbeit wie das Gießen des Betons für die Bauarbeiten verrichteten.

Die Herkunft der Wettbewerber könnte ein entscheidender Faktor für die Wahl des Gewinners sein, meint The Telegraph. Das riesige Kernkraftwerk Hinkley Point in Somerset werde von EEF mit finanzieller Unterstützung aus China gebaut, wobei der Einsatz von ausländischem Know-how und Geld politisch umstritten sei.

Die Reaktoren von Rolls sollen um 220 Megawatt (MW) Leistung erzeugen und bis 440MW skaliert werden können. Im Vergleich dazu werden von Hinkleys traditionellem Design um 3,2 Gigawatt (GW) Leistung erwartet.

Brexport

Rolls schätzt die britische Nachfrage nach SMRs auf  7GW und die des globalen Marktes zwischen 65GW und 85GB in den nächsten zwei Jahrzehnten ein. Der Gesamtwert der Anlagen liege zwischen 250 Milliarden und 400 Milliarden britische Pfund.

Die Regierung unterstütze diese Technologie, und dies sei eine Gelegenheit, um das gesamte Paradigma der Technologie von der Einfuhr von Know-how nach Großbritannien bis zu seinem Export in andere Länder zu ändern, sagte Holt. Er habe hinzugefügt, dass die Technologie bei den meisten wichtigen Märkten für KMU außerhalb Europas ein wichtiger Teil jeder “Brexport” -Kampagne sein könnte, um Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb der EU zu gewährleisten.

Geringe Kosten durch Massenfertigung

Das Rolls-Royce Konsortium geht davon aus, dass es 1,2 Milliarden Pfund kosten werde, um die SMR-Technologie vollständig zu entwickeln, und weitere 1,7 Milliarden, um den ersten SMR zu starten. Die Kosten werden dann voraussichtlich fallen, da sie modular in “Blöcken” in Fabriken gebaut und dann vor Ort montiert werden.

Dies bedeutet, dass sie schneller gebaut werden können, als herkömmliche “maßgeschneiderte” Designs wie Hinkley und billiger sind, da sie im Vergleich zu Hinkley Massenprodukte sind. Ihr niedriger Preis werde auch die Finanzierung erleichtern, sagt Rolls Royce.

Hinkley Point werde frühestens 2025 Strom erzeugen. Der erste SMR von Rolls-Royce könnte bis 2028 an das Energienetz angeschlossen sein, abhängig davon, wen die Regierung als Gewinner des Wettbewerbs auswählt, sagte Holt. Die Entscheidung könnte schon in diesem Herbst fallen.

Quellen: 

Foto: O Palsson, “The Atomium (2)”, © www.piqs.de

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Kennen Sie DoWiDo?

dowidoKennen Sie DoWiDo? Das Motto von DoWiDo lautet:

“Was Eine nicht versemmelt, vergeigen Viele”.

Die Anspielung auf den Slogan der Netzfrauen “Was eine nicht schafft, schaffen viele” ist natürlich kein Zufall, sondern zielt direkt auf die selbsternannte NRO (Nicht-Regierungs-Organisation), die sich vornehmlich an politisch interessierte Frauchen wendet. Frauchen? Frauchen, denn echte Frauen würden die Halbwahrheiten und Hetzkampagnen wohl kaum mit einem Like beehren.

Mit über 220.000 Facebook-Likes haben sich die Netzfrauen einen beachtlichen Sympathisantenkreis ersammelt. Zu ihren Marotten gehört, dass sie, sobald sie Widerspruch erfahren, in großes Wehgeschrei ausbrechen, sich über die Gemeinheit ihrer Kritiker beklagen und sich als Mobbing-Opfer von ihrer Gemeinde trösten lassen. Man sollte die Hetzfrauen nicht einfach ignorieren, denn sie repräsentieren einen Frauentypus, der sich zurzeit im Zeichen des Genderismus aber als konsumkonform und ideologisch steuerbar erweist, an den Kämpferinnen für Frauenrechte ursprünglich bestimmt nicht gedacht haben.

Die Netzfrauen werden von verschiedenen NROs unterstützt. Die Entwicklung einiger der großen NROs (oder NGOs) zeigt seit einigen Jahren eine zunehmende Ideologisierung und Politisierung, die dazu führt, dass abweichende Meinungen nicht zugelassen werden. Wer die Auffassung der Betreiber nicht teilt, wird durch Blockierung und Beitragslöschung “bestraft”. So entstehen Biotope, Inzuchten, die keinen Meinungsaustausch zulassen und damit die Grundlage für hässliche Debatten im Internet schaffen. Dieses zutiefst undemokratische Verhalten praktizieren die Betreiber fundamentalistischer Internet- und Facebook-Seiten, darunter auch Sonnenseite, Klimaschutz-Netz, Umweltstiftung usw., auch die Netzfrauen.

Mitglieder, die von den Netzfrauen gesperrt wurden, haben sich eine eigene Facebook-Plattform geschaffen. Sie boomt: Gesperrt bei den Netzfrauen hat inzwischen 256 Mitglieder. Hinzu gekommen ist eine Satire-Seite, die sich gegen die Verbreitung von Hetzkampagnen durch die Netzfrauen wendet: http://www.dowido.de/.

Den Betreiberinnen der Internetseite DoWiDo ist wichtig, Leserinnen und Leser darüber aufzuklären, mit welchen unlauteren Methoden die Netzfrauen arbeiten und “Fans” der Netzfrauen in die Irre geführt werden. Die Vermutung, dass reißerische Überschriften ausschließlich dazu dienen sollen, die Leserschaft auf die werbefinanzierte Seite netzfrauen.org umzuleiten, liege dabei nahe, sagen sie. Sie kritisieren die “alarmistische, schlecht bis gar nicht recherchierte und mit Unmengen an Urheberrechtsverletzungen bestückte “Aufklärungs-Webseite” der Netzfrauen. In einem offenen Brief haben Mitglieder der Facebook-Gruppe “Gesperrt bei den Netzfrauen” alle Aspekte aufgeführt, die sie vorrangig am Gebahren der Netzfrauen stören. Ein ermutigender Protest gegen die Verrohung der Debattenkultur.

DoWiDo http://www.dowido.de/

 

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Eine raffinierte Falle für die Umweltministerin

“Wir haben uns auf einen Text für den Klimaschutzplan 2050 geeinigt”, schrieb Barbara Hendricks gestern, am 11.11.2016, auf ihrer Facebookseite. “Ich bin froh und erleichtert über diese Einigung. Ich danke meinen Kabinettskollegen für ihre konstruktive Mitarbeit an dem Plan. Der Klimaschutzplan soll nun bis Montag im Umlaufverfahren vom Kabinett beschlossen werden. Ich bin zuversichtlich, dass ich den Plan dann pünktlich zum Beginn des Ministersegments der Klimakonferenz in Marrakesch vorstellen kann. Das ist ein wichtiges Signal, dass Deutschland beim Klimaschutz handlungsfähig bleibt.”

BUNDjugend Berlin, antwortete auf diesen Post der Umweltministerin: “Liebe Frau Hendricks,
wollen sie das wirklich als Erfolg verkaufen? Wäre es nicht vielleicht besser gewesen zu sagen “Da mache ich nicht mit!” und zurückzutreten? Das hätte eine ernsthafte Diskussion ausgelöst (ist schon mal ein Minister zurück getreten, weil er*sie von den Kolleg*innen an ihrer Aufgabe gehindert wurde?).
Sie wissen ganz genau, was ein Papier ohne konkrete Maßnahmen wert ist. Das ist so schade, denn wir haben sie als Ministerin wahr genommen, die ein ernsthaftes Ziel für mehr Klimaschutz hatte.”

Diese und andere Warnungen hört Frau Hendricks nicht. Und so entgeht ihr die raffiniert aufgestellte Falle, die sie zur Sündenböckin für die verfehlte Energiewende der Bundeskanzlerin machen wird.

 

Über das rechtzeitige Aufbauen von Sündenböcken

„Klima-Risiken“: Mit Eleganz aus der Schusslinie

Wer die Zeichen richtig zu deuten vermag, kann bereits heute erkennen, dass wichtige „Frontfiguren der Klimarettung“ sich darauf vorbereiten, das sinkende Schiff zu verlassen, bevor der Sog des unausweichlichen Scheiterns sie bzw. ihre politische Karriere in Gefahr bringen könnte. Musterbeispiele hierfür liefern die deutsche „Klimakanzlerin“ nebst ihrem Wirtschaftsminister „Siggi die Kugel“ sowie ihr Schweizer Pendant, die für die Energiepolitik des Alpenlandes zuständige Bundesrätin. Beide haben in ihrem jeweiligen Bereich weitgehend erreicht, was sie erreichen wollten, nämlich eine kaum noch aufzuhaltende Vernichtung der Stromerzeugung aus Kernkraft bzw. – in Deutschland – aus Kohle. Doch jetzt, wo die unausweichlichen Folgen langsam erkennbar werden und in Zukunft Wählerstimmen kosten könnten, bekommt man den Eindruck, dass diese LeithammelInnen versuchen, sich rechtzeitig aus der Schusslinie zu bringen und andere als Blitzableiter für den Volkszorn vorzuschieben.

Wenn etwas „Mutti Merkel“ auszeichnet, dann ist es ein hochentwickeltes Gespür für politische Stimmungen und Strömungen. In ihrer Person scheint dieser Instinkt mit der sorgfältigen kommunistischen Agitprop-Ausbildung ihrer DDR-Jugend eine für ihre politische Karriere äußerst vorteilhafte Symbiose eingegangen zu sein. Hinzu kommt die Bereitschaft, getroffene Entscheidungen jederzeit umzustoßen, wenn Volkes Stimmung zu kippen scheint. Paradebeispiel hierfür ist die Bedenkenlosigkeit, mit der sie nach Fukushima die deutsche Kernenergie der Vernichtung preisgab, wofür sie die eigentlich zuständige Reaktorsicherheitskommission kaltstellte und durch eine ihr hörige Ethikkommission überging.
Dass bei solchen abrupten Manövern auch schon mal politische Weggefährten aus der Kurve getragen werden, ist selbst der ihr sehr zugetanen Presse aufgefallen. Dort hat man sich darauf eingestellt, dass die Aussage, die Kanzlerin stehe „voll hinter“ jemandem, durchaus den Auftakt zu einem jähen Karriereknick markieren kann. Hiervon können diverse Ex-Weggefährten und Koalitionspartner ein Lied singen.

 

Deutliche Signale für eine erneute Kanzlerkandidatur

piranhas-123287_640Von daher gibt die Tatsache zu denken, dass sie, die früher eifrigst an ihrem Ruf als „Klimakanzlerin“ gefeilt hat, sich bei den großen UN-Klimakonferenzen auffällig zurückhält und ihre Koalitionspartnerin „Burning Barabara*)“ Hendricks selbst beim „Durchbruch von Paris“ allein auf die große Bühne treten lässt. Auch Gabriel, ebenfalls ein Mensch mit wachem Machtinstinkt, scheint es vorzuziehen, sich lieber nicht in Marrakesch als Weltretter feiern zu lassen. Beide scheinen erkannt zu haben, dass die „Klimarettung durch Dekarbonisierung“ in absehbarer Zeit in einer Katastrophe münden wird. Da ist es besser, sich diesbezüglich vor der Kandidatur für die Wahl 2017 diskret im Hintergrund zu halten und geeignete Personen dazu zu ermuntern, sich dem künftigen Volkszorn auszusetzen. Umwelt-Barbara ist hierfür geradezu prädestiniert. Ihr fehlen augenscheinlich die Intelligenz und die Phantasie, um die unausweichlichen Folgen Ihres Tuns für Volkswirtschaft und Arbeitsplätze zu begreifen. Zugleich ist sie fanatisch genug, um unbeirrt gegen den immer deutlicher werdenden Widerstand anderer Ministerien sowie betroffener Industrieverbände anzuwüten. Ihre Weggenossen haben sie demnach da, wo man sie haben wollte: Als Köder für die Piranhas, sobald sich der Volkszorn genügend hoch aufgebaut hat. Diese raffiniert aufgestellte Falle ist ein deutliches Signal dafür, dass sowohl Merkel als auch Gabriel an ihrer jeweiligen Kanzlerkandidatur arbeiten. Für nachteilige Konsequenzen bringen sie zugleich eine sehr passende Sündenböckin mit.

 

Das Netz der Mutterspinne…

Während Siggi bereits vor einiger Zeit erkennen ließ, dass er die Klimarettung nicht ernst nimmt, scheint Merkel weiter an die Richtigkeit ihrer Politik zu glauben und treibt diese unbeirrt voran. Sie hat sowohl auf europäischer als auch auf weltweiter Ebene über Jahre hinweg Netzwerke aufgebaut und Verbündete in entscheidende Positionen gehievt. So wurden Typen wie Prof. Schellnhuber vom PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) zu internationalen Chefideologen mit direktem Einfluss auf UN-Gremien und kirchliche Beratungskommissionen gepusht.
Auf aktives Betreiben von Frau Merkel wurden zahllose Bindungen und Zusicherungen festgeklopft, wofür zugleich eigene Souveränitätsrechte aufgegeben wurden. Dadurch wurde die Nation in ein dichtes Spinnennetz von Verpflichtungen eingesponnen. Bereits heute kann Deutschland z.B. von europäischen Institutionen nahezu nach Belieben in die Zange genommen werden, siehe das Gezerre um Themen wie die Pkw-Maut, nitrathaltige Gülle auf den Feldern oder Abgasvorschriften, mit denen die Autoindustrie vernichtet wird. Dabei darf Frau Merkel darauf vertrauen, dass die Verantwortung für ihr Handeln nicht ihr angelastet, sondern dank der ihr hörigen Journaille den von ihr geschickt aufgebauten Popanzen zugeschoben wird.

 

Verbündete in Sicherheit bringen

Zu ihrer Strategie gehört auch, dass sie solche Verbündete, auf die sie Wert legt, rechtzeitig aus der direkten Verantwortung herauszieht. Paradebeispiele hierfür sind der ihr ergebene Minister Altmaier, den sie rechtzeitig aus der Verantwortung für die „Energiewende“ herauszog, bevor er politischen Schaden nehmen konnte. Als Chef des Bundeskanzleramts schwebt er jetzt nahezu unangreifbar über den Niederungen der Tagespolitik und den entsprechenden Risiken.
Weiteres typisches Beispiel für die clever und langfristig angelegte Merkelsche Politik des Fädenziehens im Hintergrund ist auch der Fall ihrer Busenfreundin Hildegard Müller. Diese übernahm 2008 die Aufgabe, Widerstände der deutschen Stromerzeuger gegen die „Energiewende“ zu brechen, indem sie den Chefposten im wichtigsten Branchenverband BDEW übernahm. Als Statthalterin Berlins gelang es Müller, den Verband konsequent „grün zu tönen“ [WELT], indem sie ihn so konsequent an den Bedürfnissen der „neuen Energiewelt“ ausrichtete, dass „mehr als 30 namhafte Ökostromunternehmen Mitglieder des BDEW wurden, darunter Branchengrößen wie Enertrag, Belectric, Grundgrün, Next Kraftwerke, First Solar sowie alle Offshore-Windpark-Betreiber…..Das Ergrünen des Verbandes zeigte sich auch in einer Reihe von Personalentscheidungen: So wurde der frühere Grünen-Politiker und Atomkraftgegner Johannes Kempmann zum Präsidenten des BDEW gewählt. Mit Tilmann Schwencke übernahm im Juli vergangenen Jahres ein Windkraftmanager die Position des Geschäftsbereichsleiters Strategie und Politik“.
Für ihren durchschlagenden Erfolg – am 9.11. musste E.ON bekanntgeben, dass nach einem erneuten Verlust von 9 Mrd. € das Eigenkapital faktisch aufgezehrt ist – wurde Fr. Müller üppig belohnt. Man holte sie rechtzeitig aus dem inzwischen kastrierten Verband heraus und brachte sie auf der RWE-Vorstandsetage unter. Dort gilt sie als künftige Vorstandsvorsitzende der neuen RWE-Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze. Wenn sie will, kann Mutti für die Ihren sehr fürsorglich sein, die Zeche zahlen eh die Opfer, in diesem Falle RWE und die per EE-Umlage ausgeplünderten Bürger.

 

Der clevere Siggi

Nachfolger von Altmeier wurde Gabriel, der jedoch zu schlau war, den ihm zugedachten „Dekarbonisierungsköder“ anzunehmen, und die Rolle des Blitzableiters seiner Parteigenossin vom Niederrhein zuschob. Mit einer bemerkenswerten Volte hat er ihr vorerst auch die Verabschiedung ihres „Klimaschutzplans“ vermasselt, so dass sie möglicherweise mit leeren Händen nach Marrakesch fliegen muss. Zwar ist jetzt wieder die Rede von Versöhnung und einer Einigung in letzter Minute, aber das Hin und Her zeigt überdeutlich, wie zerstritten die Politik in dieser Frage inzwischen ist. Mit seiner Blutgrätsche gegen Merkels EE-Politik präsentiert sich Siggi zugleich als alternativer Kanzlerkandidat für die Wahl 2017.

 

Geht die Schweiz volles Risiko?

Ebenso wie bei der deutschen Bundeskanzlerin scheint sich jetzt auch der Schweizer Bundesrätin Leuthard eine Möglichkeit zu eröffnen, die Risiken der „Klimarettung“ anderen anzuhängen. Sie verfolgt ihr Ziel „Energiestrategie 2050“, dessen Konsequenzen ebenso desaströs wären wie die des deutschen „Klimaschutzplans“, gerne mit Trippelschrittchen unter Wahrung von Rückzugsoptionen, so dass die wahren Konsequenzen erst spürbar werden, wenn sie selbst nicht mehr in Verantwortung genommen werden kann. Allerdings fehlte ihr bisher ein passender Blitzableiter. Da sich jetzt auch in der Schweiz langsam Widerstände aufbauen, ist es ganz opportun, dass ihre ungeduldigeren Verbündeten gerade jetzt massiv vorpreschen. Auf Initiative der Grünen soll die Schweiz am 27. November per Volksabstimmung die kurzfristige Stilllegung von drei Kernkraftwerken beschließen, die derzeit noch 15 % zur nationalen Stromproduktion beitragen.

energiewende

Das künftige EE-Paradies Schweiz – garantiert touristen- und zugvogelfrei (mit freundlicher Genehmigung der Alliance Energie Schweiz)

Bis 2029 sollen dann auch die beiden restlichen KKW abgeschaltet werden, wodurch insgesamt sogar 40 % der Schweizer Stromproduktion ausfallen würden. Von der langfristigen Zielsetzung her entspricht dies zwar durchaus Leuthards Plänen, engt jedoch ihren politischen und wirtschaftlichen Spielraum stark ein. Wird die Initiative angenommen – worauf derzeitige Umfrageergebnisse hindeuten -, so könnte es passieren, dass es nicht Deutschland sein wird, sondern die sonst so bedächtig agierende Schweiz, die der restlichen Welt den Beweis dafür liefert, dass die „Dekarbonisierung“ nichts weiter ist als ein extrem teurer Irrweg. Die Grünen bekämen den Volkszorn voll zu spüren und Leuthard hätte ein prima Schlupfloch zur Hand. Das könnte sich noch als sehr praktisch erweisen…

 

Und die Urgewalt aus den USA?

donald-trump-1541036_640Eine ganz neue Dynamik dürfte die „Klimarettungspolitik“ der UN in nächster Zeit aufgrund des Wahlsiegs von Trump erhalten. Monatelange Hasskampagnen in Europas linksgrün dominierten Medien und seitens vieler Politiker und Intellektueller haben ihn nicht aufhalten können. Was von ihm letztlich zu halten sein wird, muss allerdings die Zukunft zeigen. Auch sein „Yes we can“-Vorgänger sprang als Tiger, bevor er in Windeseile alle Versprechen über Bord warf, um jetzt als abgetretener Bettvorleger vor die Tür des Oval Office gekehrt zu werden.
Vorschnelle Nobelpreise wird man Trump sicherlich nicht verleihen. Die schrankenlose Hexenverfolgung gegenüber „Skeptikern“, die sich in den USA bereits breitmachte, dürfte unter ihm jedoch erstmal gestoppt werden. Vieles spricht dafür, dass er Obamas Klimapolitik zurückstutzen wird, aber man sollte im Auge behalten, dass die Nation zutiefst gespalten ist und es gegen jede seiner Maßnahmen zu teils erbittertem Widerstand kommen wird. Zudem hat er weder eine ausformulierte politische Position noch eine erprobte Mannschaft vorzuweisen. Erste Stellungnahmen vom PIK aka Schellnhuber und von „Mutti“ lassen jedoch erkennen, dass er ihre Kreise bereits empfindlich gestört hat. Das macht zwar Hoffnung auf mehr, doch kann verfrühte Euphorie auch zu bitteren Enttäuschungen führen.
Fred F. Mueller
10.11.2016

*) Der Spitzname bezieht sich auf einen länger zurückliegenden Vorfall, bei dem Frau Hendricks bei einer hitzigen Diskussion mit einem oppositionellen Politiker ihre Zigarette auf dessen Hand ausgedrückt haben soll.

Quellen:

[WELT] https://www.welt.de/wirtschaft/energie/article150857574/Cheflobbyistin-der-Energiebranche-wechselt-zu-RWE.html

Fotos: pixabay


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Untersuchungsergebnis: Süd-Australiens Blackout im September ist ein Problem der Windindustrie

pixabay

Es war eine automatische Abschaltung von Windrädern, die im September 2016 in Süd-Australien zu einem landesweiten Blackout führte. Damit bestätigt der australische Netzbetreiber AEMO (Australian Energy Market Operator) in einem vorläufigen Untersuchungsbericht erste Einschätzungen der ABC News, über die wir berichtet hatten. Von dem Blackout waren 1.677.000 Bewohner betroffen.

Ein Sturm hatte für einen plötzlichen Lastabwurf und für einen Dominoeffekt gesorgt, von dem sechs verschiedene Stellen innerhalb von wenigen Sekunden betroffen waren. Durch den plötzlichen Abfall der Stromleistung um 315 Megawatt, bei gleichzeitiger Überlastung des Interkonnektors mit Victoria, brach das gesamte Netz zusammen, sagt AEMO- Forschungsdirektor Brett Hogan.

Die Süd-Australische Regierung und die Industrie der Erneuerbaren Energien könne die Ursache nicht länger auf das Wetter schieben. Die Ursache sei eindeutig der unerwartete Ausfall der Windkraftanlagen. Ein Gaskraftwerk sei benötigt worden, um das Stromnetzwerk am späten Abend wieder zu starten, sagt Hogan. Wenn man sich auf das Wetter verlasse, um Strom zu erzeugen, und die Wetterverhältnisse ungünstig werden, solle man nicht überrascht sein, wenn das Stromsystem nicht passend darauf reagiert, fügte er hinzu. Hogan räumt den Erneuerbaren Energien zwar einen Platz im zukünftigen Stromversorgungssystem Australiens ein, aber er meint, dass ihr unkontrollierter Ausbau, der durch öffentliche Subventionen gefördert werde, beginne, Australien Schaden zuzufügen.

Zum Vergleich: Die Fläche Südaustraliens ist fast drei Mal so groß wie die Deutschlands (983.480 km²/ 357.375 km²). Die Bevölkerungsdichte Südaustraliens beträgt 1,72 Einwohner je km², in Deutschland 230 Einwohner pro km². 

Quellen:

Foto: pixabay


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Emnid: Bundesweit lehnen 80 Prozent der Befragten Windkraft im Wald ab!

Die neueste repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung von Ende Oktober belegt, dass 80 Prozent der Befragten Windkraft im Wald ablehnen, im Osten sogar 87 Prozent.

schreiadler_altvogelDie Windenergie soll nicht ausgebaut werden, wenn dafür Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Innerhalb kürzester Zeit ist die Ablehnung der Bürger im Osten exorbitant gestiegen: Während sich im Juli 2015 schon 78 Prozent gegen den Ausbau von Windenergie in Waldgebieten ausgesprochen haben, sind es heute 87 Prozent!“ Professor Vahrenholt appelliert an die Politiker, „den Weckruf nicht zu überhören“.

Nur magere fünf Prozent halten den Bau von Windenergieanlagen überhaupt für vertretbar – im Westen seien es lediglich zwölf Prozent der Befragten. Die Mehrheit der Befragten würde im Zweifelsfall dem Schutz von Vögeln und anderen Tieren Vorrang vor dem Bau von Windkraftanlagen räumen.

Artenschutz

Die Öffnung des Waldes für die Windenergie führt zur Gefährdung seltener Arten. Jahr für Jahr fallen in Deutschland beispielsweise 250.000 Fledermäuse und über 12.000 Greifvögel Windenergieanlagen zum Opfer. „Wer sich die gigantischen Ausmaße moderner Windenergieanlagen verdeutlicht, versteht das Problem sofort“, sagt Vahrenholt. In einer Höhe von knapp 200 Metern überstreichen die Rotoren der
Windenergieanlagen eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes – mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 km/h an der Blattspitze. Seltene Vogelarten wie der Wespenbussard, Seeadler, Baumfalke und Wanderfalke – um nur einige zu nennen – kollidieren mit den Rotorblättern. Sie werden erschlagen. „Windkraft um jeden Preis kann nicht das Ergebnis der Energiewende sein“, betont Professor Dr. Fritz Vahrenholt. Der Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung sieht im gedankenlosen Ausbau der Windenergie im Wald eine ernste Gefahr.

Die jüngste Emnid-Umfrage hat außerdem herausgefunden, dass es den Befragten weniger um persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um die Natur: Auf die Frage: „Würden sie sich durch Windenergieanlagen im Wald gestört fühlen?“, antworteten 43 Prozent mit „Ja“. Die Zahl ist im Vergleich zu 2015 gleich geblieben.
Fotos: © Deutsche Wildtierstiftung


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