Blackouts in Südaustralien

Energiekrise in Südaustralien

Blackouts in Südaustralien wegen zu hohen Stromanteils der Erneuerbaren Energien

Die unabhängige französische Nichtregierungsorganisation Global Electrification hat am 27. März 2017 eine Studie veröffentlicht, die sämtliche Träume von einer vollständigen Energieversorgung durch Sonne und Wind beenden dürfte. Die Europäische Physikalische Gesellschaft weist darauf hin, dass die Integration von intermittierenden Quellen (Sonne und Wind) bei einem Stromanteil von mehr als 30% bis 40% schwierig werden wird. Die aktuelle Krise in South Australia bietet eine experimentelle Bestätigung für diese Annahme.

Die Strompreise steigen in Südaustralien und gleichzeitig wird die Stromversorgung schlechter. Dies hängt der Studie zufolge mit einem zu hohen Anteil der Erneuerbaren Energien zusammen. Dieses Missverhältnis sorgt dafür, dass die zornigen Einwohner Südaustraliens das Problem zu einem politischen Thema machen. Der Notfallplan, den die Regierung jetzt aufgestellt hat, prognostiziert für Süd-Australien in den nächsten zwei Jahren Stromausfälle an 125 Tagen und bereitet die Bevölkerung darauf vor, dass im nächsten Sommer mit einer “sehr hohen Wahrscheinlichkeit” Stromkürzungen erfolgen werden.

 

Halbherziger Rückzug

In Süd-Australien hat der Strom aus Erneuerbaren Energien einen Anteil von fast 50 Prozent am Strommix erreicht. Einen Blackout am 28. Februar 2016 konnte Süd-Australien damals noch durch ein Kohlekraftwerk abfangen. Im Mai 2016 wurden die letzten beiden Kohlekraftwerke jedoch still gelegt, sodass der nächste Blackout, der sich wenige Monate später im September 2016 ereignete, folgenschwere Konsequenzen hatte.

Der Notfallplan der Landesregierung sieht jetzt den schnellen Bau von Gaskraftwerken vor. An Stelle des funktionierenden Kohlekraftwerks baut Süd-Australien jetzt für umgerechnet 13,6 Milliarden Euro Gaskraftwerke. Es bleiben sechs Monate Zeit bis zum nächsten heißen Sommer. Der Bevölkerung
ist laut Studie die Zerbrechlichkeit ihres Energiesystems bewusst geworden. Die Presse beschäftigt sich mit den Sorgen der Bürger und den empfindlichen finanziellen Verlusten zum Beispiel der Supermärkte. Die Zerstörung von fünfzig menschlichen Embryonen im September 2016, die hätten transplantiert werden sollen, wird voraussichtlich ein gerichtliches Nachspiel haben.

 

Die wichtigsten Erfahrungen

Die Erfahrungen in Süd-Australien seien von unschätzbarem Wert, heißt es in der Studie. In der Zusammenfassung werden folgende Tatsachen zusammengefasst:

  • Der Übergang auf 35 bis 50% intermittierende Quellen wurde von zahlreiche Stromausfällen begleitet, die Unternehmen ebenso wie private Stromverbraucher stark behindert haben. Hinzu kommen physische Risiken wie beispielsweise die Zerstörung von Embryonen beim Blackout im September 2016.
  • Die AEMO (Australien Energy Market Organisation) kündigt innerhalb der nächsten zwei Jahre an 125 Tagen Stromknappheit an. In der Erklärung heißt es: „In Wirklichkeit ist es nicht möglich ist, jeden Standort zu verwalten, an dem die Temperatur den ganzen Tag über 40° C beträgt.”
  • Die Strompreise waren vor der Stromkrise in Süd-Australien doppelt so hoch wie in Frankreich und die höchsten in Australien.
  • Die Regierung favorisiert weiterhin die Entwicklung von Solar- und Windenergie und präsentiert einen teuren Notfallplan. Der Bau von Gaskraftwerken genießt Priorität, aber sie emittieren Treibhausgase, auch wenn sie weniger schädlich für den Kampf gegen die globale Erwärmung sind. Verglichen mit Frankreich würden die Gaskraftwerke einer Notfall Kapazität von fünf EPR-Reaktoren entprechen. Die Abkürzung EPR steht für den größten Kernreaktor-Typ des französischen Nuklearkonzerns Areva.
  • Die Regierung will die Verbraucher zwingen, einen Anteil von mindestens 36% an nicht-intermittierendem Strom zu akzeptieren.
  • Der Batteriespeicher könnte als ergänzende Maßnahme in Erscheinung treten. Diese Lösung hält die Regierung offenbar noch nicht reif zu sein. Und sehr teuer.
  • Die Gesamtkosten für Strom Staat South Australia werden explodieren, einerseits durch die Kosten für ein Kohlekraftwerk in einem Nachbarstaat, vor allem aber durch den Preis, wenn in wenigen Monaten der Plan umgesetzt werden wird. Umgerechnet auf Frankreich lägen die Mehrkosten in der Größenordnung von 13,6 Milliarden Euro.

 

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Foto: Peter Dargatz, pixabay

 

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Raketenabwehrsystem

Proteste in Südkorea gegen das THAAD-Raketenabwehrsystem

Das US-Militär hat in Übereinstimmung mit der Übergangsregierung Südkoreas mit der Installation des THAAD-Raketenabwehrsystems in Südkorea begonnen. Die USA haben die wenigen Tage, die ihnen bis zur Wahl eines neuen Präsidenten in Südkorea am 9. Mai verbleiben, genutzt, um die neue Regierung vor vollendete Tatsachen zu stellen. In einer Nacht- und Nebelaktion wurden Bauteile des Systems THAAD (Terminal High Altitude Area Defense) auf ein Gelände in der Provinz Gyeongsang gebracht, berichtet die Washington Post. Hunderte Bürger protestieren in Südkorea gegen das THAAD-Raketenabwehrsystem.

 

Was ist THAAD?

Das THAAD-System (Terminal High Altitude Area Defense) wurde von der Lockheed Martin Space Systems Company (LMSS) und Raytheon als ein Raketenabwehrsystem der US-Armee gegen ballistische Raketen entwickelt, damit feindliche ballistische Raketen und Flugkörper, auch gepanzerte, abgeschossen werden können. Sobald der Bodenradar des Systems eine anfliegende Rakete erkennt, feuert dieses seinerseits eine Rakete ab. Die Reichweite der THAAD-Raketen liegt bei 200 Kilometern und die Flughöhe bei 150 Kilometern.

Das Radarsystem reicht allerdings weiter, bis zu 3.000 km, und erfasst militärische Bewegungen in China und im Nordchinesischen Meer, bis nach Japan.

Grafik: Lockheed

Grafik: Lockheed

Seine eigentliche Bedeutung liegt aber in der Fähigkeit, mit der Luftwaffe, Marine und Bodentruppen der USA kommunizieren zu können, sodass das THAAD-Raketenabwehrsystem als ein vorgeschobenes Spionagesystem und Frühwarnsystem fungiert.

Durch das THAAD-System wird Südkorea zu einem ausgelagerten Kampffeld der USA. Es dient dem Schutz der USA und verschafft dem Land einen enormen strategischen Vorteil gegenüber China und Russland – auf Kosten Südkoreas.

Jede THAAD Batterie enthält mindestens sechs LKW-gestaltete Trägersysteme, die bis zu acht Raketen tragen. Nach lokalen Berichten wurden sechs Trailer mit dem X-Band Radar, mobile Trägerraketen und andere Teile des Systems bei dem mitternächtlichen Transport gesichtet. Eine einzige THAAD-Batterie, die aus acht Raketen besteht, kostet 827,6 Millionen US-Dollar.

 

Eine Milliarde Dollar soll Südkorea den USA für das amerikanische Raketenabwehrsystem zahlen, verlangt Donald Trump. Südkorea weist die Forderung zurück. Zeitgleich fordert Trump neue Verhandlungen zu einem bilateralen Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea.

USA

Donald Trump fordert von Südkorea nicht nur die Kostenübernahme für das THAAD-Raketenabwehrsystem. Darüber hinaus verlangt er neue Verhandlungen zu einem bilateralen Freihandelsabkommen zwischen den USA und Südkorea. The Korea Herald

Ich habe Südkorea informiert, dass es angemessen wäre, wenn sie zahlen würden. Es ist ein System für Milliarden von Dollar. (…) Es ist phänomenal und schießt Raketen direkt vom Himmel.

Die USA hatten die Stationierung des THAAD-Systems in Südkorea bereits 2016 angekündigt. Die damalige Regierung Südkoreas unter Präsidentin Park Geun-hye hatte dem Einsatz des Systems bereits im Juli 2016 zugestimmt. Nach Korruptionsskandalen wurde Park Geun-hye gezwungen, ihr Amt aufzugeben.

Die ersten Elemente des THAAD-Raketenabwehrsystems wurden bereits im März geliefert, trotz massiver  Proteste aus China. Doch die plötzliche Eile kam für Beobachter überraschend. Die Nacht- und Nebelaktion sei notwendig gewesen, um in Südkorea schnell eine zusätzliche Verteidigung” gegen die wachsende nordkoreanische Raketen-Bedrohung” zu schaffen, sagte Elise Van Pool, eine Sprecherin des US-Militärkommandos in Seoul. Das Timing führte sie auf die öffentlichen Sicherheitsinteressen zurück. Die Amerikaner pochen auf die Dringlichkeit der Lieferung, da das System den Süden vor einem möglicherweise unmittelbar bevorstehenden Raketenangriff beschützen soll.

In diesem Sinne unterstützte Südkoreas Verteidigungsministerium die us-amerikanischen Pläne und sagte, dass die beiden Länder “arbeiten”, um die rasche operative Fähigkeit des THAAD-Systems gegen Nordkoreas Atom- und Raketen-Bedrohung zu sichern.

 

China lehnt den Einsatz von THAAD in Südkorea ab

Peking sieht durch THAAD seine Sicherheitsinteressen bedroht und hat vehement gegen die Bereitstellung protestiert. “Der Einsatz von THAAD in Südkorea wird das strategische Gleichgewicht in der Region zerstören und eine weitere Erhöhung der Spannungen bewirken”, sagte Geng Shuang, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Reportern am Mittwoch in Peking. “Die chinesische Seite fordert die USA und Südkorea dringend auf, den Einsatz abzubrechen und die Ausrüstung zurückzuziehen.”

Peking befürchtet, dass das System mächtige Radare gegen China richten könnte.

China reagierte zunächst mit Wirtschaftsboykotten gegen südkoreanische Unternehmen. Der Großkonzern Lotte bekam die Repressalien Chinas als erster zu spüren, berichtet RT. Lotte hatte für die Aufstellung des Raketenschutzschildes einen seiner Golfplätze mittels eines Landtauschabkommens mit der südkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellt. Es folgten Razzien bei Lotte in China, der Konzern musste einen Großteil seiner Standorte in der Volksrepublik schließen, ein millionenschweres Bauvorhaben Lottes in China fand ein unfreiwilliges, vorzeitiges Ende und darüber hinaus kamen Pauschalreisen kaufkräftiger Chinesen in den Süden Koreas zum Erliegen.

 

Die Bevölkerung Südkoreas protestiert gegen THAAD

In Südkorea wehren sich Einwohner im Seongju-Gebiet, wo das THAAD-Raketenabwehrsystem eingesetzt wird, entschieden gegen die Aufstellung. Sie befürchten, dass das Raketenabwehrsystem und damit auch sie selbst Ziel für Nordkoreas Raketen sein könnten.

Die Einwohner winkten mit Plakaten mit dem Titel “No THAAD, No War” und “Hey, US! Bist du Freund oder Besatzer?” Sie versuchten, den Transport daran zu hindern, die Ausrüstung auf die Baustelle zu bringen. Tausende Polizisten versuchten die THAAD-Gegner im Zaum zu halten. Bei Protesten von Hunderten von Anwohnern und Mitgliedern von Bürgergruppen gegen den unangekündigten THAAD-Transport habe es Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, berichteten südkoreanische Sender. Nach Angaben der Gruppen gab es etwa zehn Verletzte.

Die Yonhap News Agency von Seongju im Südosten Südkoreas berichtete, Kang Hyun-wook, ein religiöser Führer, habe gesagt: “Die THAAD-Bereitstellung ist illegal und sollte aufgehoben werden.”

Die Stimmung im Lande kippte nicht zuletzt, nachdem US-Präsident Trump bewiesen hatte, wie lückenhaft sein Wissen in Bezug auf die Geschichte und Gegenwart der Region ist. Historiker protestierten in Seoul, man fühle sich wie ein kolonialisiertes Land unter der Herrschaft eines ignoranten und unkalkulierbaren amerikanischen Präsidenten.

In Seoul besteht der Eindruck, dass der THAAD-Einsatz eher mit Südkoreas Präsidentschaftswahl als mit Nordkoreas Drohungen zusammenhängt, zitiert die Washington Post John Delury, Professor für internationale Beziehungen an der Yonsei Universität in Seoul. Dadurch werde der Spielraum des nächsten südkoreanischen Führers begrenzt, sagte Delury. Aber es bestehe die Gefahr eines Rückschlags des südkoreanischen öffentlichen Gefühls, ein Gegenzug im Spiel von “America First”.

 

Moon Jae-in

In Umfragen zu den Präsidentschaftswahlen in Südkorea, die am 9. Mai stattfinden werden, führt der Mitte-Links-Kandidat Moon Jae-in mit großem Vorsprung vor seinem Konkurrenten. Politikwissenschaftler erwarten, dass er Südkoreas nächster Präsident sein wird. Moon Jae-in forderte mehrfach, die Entscheidung über die Stationierung der nächsten Regierung zu überlassen.

Der liberale Demokrat will eine Kehrtwende weg von der Doktrin Washingtons erreichen. Er spricht sich für die Wiederaufnahme der Diplomatie mit Nordkorea aus und versprach, die Entscheidung der vorherigen Regierung zu überprüfen.

Park Kwang-on, ein Sprecher der liberalen Partei, sagte, Moon Jae-in vertrete in Bezug auf den THAAD-Einsatz konsequent die Auffassung, dass die Entscheidung darüber von der nächsten Regierung nach einer öffentlichen Diskussion und nach nationalem Konsens entschieden werden muss. Jeder Einsatz, der diesen Ablauf ignoriere, müsse sofort ausgesetzt werden. Die endgültige Entscheidung sollte nach Rücksprache zwischen Südkorea und den USA erfolgen, sagte er.

 

Quellen:

Titelbild: The Indian Express

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Paul Craig Roberts

Paul Craig Roberts: 9/11 Destroyed America

Paul Craig Roberts: Die Ereignisse am 11. September 2001 veränderten die Welt

Die Ereignisse am 11. September 2001 waren die Entschuldigung für die US-Regierung, militärische Angriffe auf sieben Länder des Nahen Ostens zu starten, Millionen ziviler Opfer zu verursachen und Wellen muslimischer Flüchtlinge in die westliche Welt auszulösen, sagt Dr. Paul Craig Roberts. Er ist ein us-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, der einst als Staatssekretär für Wirtschaftspolitik im US-Finanzministerium unter Präsident Ronald Reagan diente. Für Roberts bewegt sich die Welt mit atemberaubender Geschwindigkeit auf einen atomaren Schlagabtausch zwischen den USA einerseits und Russland andererseits zu. Und die Hauptverantwortung für diese extrem gefährliche Weltlage sieht er in Washington – und nicht, wie heute allerorten in den Mainstream-Medien zu lesen, zu hören und zu sehen ist, in Russland.

“Die US-Regierung verschwendete Milliarden von Dollar, die Länder zerstörten und Frauen und Kinder ermordeten, während sich die öffentliche Infrastruktur in den USA verschlechterte. Amerikaner verloren ihre Häuser, und die Gesundheitsbedürfnisse der Amerikaner wurden vernachlässigt. 9/11 war auch die Entschuldigung für die Zerstörung des Schutzes, den die US-Verfassung zur Gewährleistung der Freiheit des amerikanischen Staatsbürgers zusicherte. Heute hat kein Amerikaner den Schutz der bürgerlichen Freiheit, den die Verfassung garantiert.”

Hier ist der vollständige Text von Paul Craig Roberts, veröffentlicht auf seiner Homepage http://www.paulcraigroberts.org

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Siehe auch:
Paul Craig Roberts: Washingtons Krieg um die Welthegemonie zerstört die Welt


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neue Wirtschaftsziele

Chinas neue Wirtschaftsziele

China orientiert seine Wirtschaft um und legt neue Wirtschaftsziele fest. Das Land wandelt seine exportorientierte Wirtschaft in eine Wirtschaft um, die sich auf heimische Produkte und Dienstleistungen konzentriert.

Die chinesischen Behörden wollen Wirtschaftsreformen beschleunigen, berichtet The Brics Post. Sie verlagern den Focus von einer auf Produktion und Industrie basierenden Wirtschaft zu verbraucherorientierten Dienstleistungen.

Derzeit prüfen die Behörden Wege, um das Standardisierungsgesetz von 1989 zu ändern. Das Gesetz steuert in China alle Aspekte der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Es war der Hauptantrieb für die industrielle, technische und Bauleistung; es wurde seither nicht geändert.

Die chinesischen Gesetzgeber wollen nun auch andere Bereiche in das Gesetz von 1989 aufnehmen, um das Wachstum in deren Sektoren zu fördern. Die Änderungsanträge mehrerer Artikel des Gesetzes von 1989 umfassen die Anwendung von Standards für Dienstleistungen und soziale Verwaltungen.

“Wie sich die Wirtschaft des Landes und die sozialen Bedingungen entwickelt haben, sind einige der bestehenden Klauseln des Gesetzes veraltet”, sagte Tian Shihong, Leiter der Standardisierungsverwaltung von China, der lokalen Nachrichtenagentur Xinhua. Andere Sektoren, die unter das Normungsgesetz fallen, gehören zur Landwirtschaft und zur Umweltproduktion. Umweltfragen sind für die chinesische Regierung ein wichtiges Anliegen. Sie hatte im vergangenen Jahr das Pariser Abkommen über den Klimawandel ratifiziert, um ihr Engagement für die Eindämmung schädlicher Emissionen zu bekräftigen.

Seitdem zielt die Regierung laut The Brics Post darauf ab, ein “ökologisches Zivilisations-Rahmenprogramm” zu entwickeln, da das Land weiterhin mit toxischen Luftverschmutzungen zu kämpfen habe.

“Regierungen auf allen Ebenen sollten sich daran erinnern, dass klares Wasser und grüne Berge unschätzbare Vermögenswerte sind”, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping.

In den vergangenen Wochen hat die chinesische Regierung Task Forces, schnelle Reaktions-Teams und Hotlines eingerichtet. Sie hat begonnen, die Öffentlichkeit zu ermutigen, an Kampagnen gegen Gesetzesübertreter teilzunehmen. Sie hat die Anzahl der Umweltinspektionen erhöht und die Verfolgung von Verursachern verstärkt.

Die Änderungen des Normungsgesetzes sollen auch verbindliche Normen für die nationale und ökologische Sicherheit sowie Gesundheit und Sicherheit enthalten.

 

Foto: sasint, pixabay

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Michigan

Wind-Industrie-Titan verklagt zwei kleine Gemeinden in Michigan

Der Wind-Industrie-Titan NextEra Energy verklagt zwei kleine Gemeinden in Michigan, um die staatlichen Gesetze für seinen finanziellen Vorteil zu nutzen. NextEra Energy ist ein Unternehmen der Erneuerbaren Energien. Die Schätzungen des Wertes von NextEra belaufen sich auf rund 60 Milliarden Dollar. Das Unternehmen hat in den letzten sieben Jahren keine Einkommenssteuern bezahlt, gehört aber zu den größten Empfängern von Bundeszuschüssen. 

NextEra Energy, mit Sitz in Florida, hat in Michigan Klagen gegen Ellington Township und Almer Township, im Tuscola County in Michigan, eingereicht, um die Gemeinden zu zwingen, Windkraftanlagen zu bauen, berichtet Capcon. Das Unternehmen verfügt über Windparkprojekte in 19 Staaten und vier kanadischen Provinzen und hat in insgesamt 110 Windparkanlagen mehr als 8.700 Windenergieanlagen gebaut.

 

Machtvorteile für Erneuerbare Energien per Gesetz

Der Anstoß für den Bau zusätzlicher Windparks ist vor allem auf ein Michigan Gesetz aus dem vergangen letzten Dezember zurückzuführen. Das Gesetz von 2016 schrieb einen erhöhten Anteil an Elektrizität aus Erneuerbaren Energien und einen Ansteig von 10 Prozent auf 14 Prozent vor. Für Unternehmen wie NextEra bedeutet dies ein Mandat und indirekte Zuschüsse, zusätzlich zu den direkten staatlichen Subventionen, die sie genießen.

NextEra Energy hatte von 2008 bis 2015 Unternehmensgewinne von 21,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen zahlte keine föderalen Einkommenssteuern auf diesen Betrag, sondern erhielt einen Netto-Kredit von $ 313 Millionen aufgrund staatlicher Subventionen.

Almer Township hatte im Vergleich dazu im Jahr 2016 ein allgemeines Budget von 600.000 Dollar.

 

Das große Geschäft eines Wind-Industrie-Giganten: Keine Einkommensteuern bezahlen, Subventionen kassieren und Gemeinden drangsalieren

Die Analyse der Unternehmensgewinne und Steuern von NextEra Energy erfolgte durch das Institute on Taxation and Economic Policy, eine gemeinnützige Mitte-Links Organisation. Sie wurde in einem Bericht vom März 2017 veröffentlicht. Darin heißt es: “Aufgeschobene Steueransprüche erklären die meisten steuerlichen Vorteile des Unternehmens.”

NextEra errhielt seit 2000 einen Betrag von 1,9 Milliarden Dollar an Bundeszuschüssen und Steuergutschriften, so ein Bericht von GoodJobsFirst.org vom März 2015. Die Organisation verfolgt Bundeszuschüsse. Die Windindustrie erhielt im Jahr 2013 insgesamt 5,9 Milliarden US-Dollar an Bundeszuschüssen. 2015 ist das letzte Jahr, für das Daten von der Energy Information Administration zur Verfügung stehen.

“NextEra kann Windenergie produzieren, aber sein echtes Geschäft ist Subventionsbergbau”, sagte Robert Bryce, ein älterer Mitarbeiter am Manhattan Institute und ein Experte für den Energiesektor. “Erneuerbare Energien brauchen Subventionen, weil sie im freien Markt nicht wirtschaftlich sind. Die Subventionierung von erneuerbaren Energien verzerrt die Großhandelsmärkte im ganzen Land immer mehr. Das Ergebnis dieser Verzerrungen ist, dass andere Stromerzeuger – und vor allem die Kernenergieerzeuger – nun ihre eigenen Subventionen suchen. ”

Quelle:

http://www.michigancapitolconfidential.com/wind-industry-titan-soaks-up-billions-in-tax-subsidies

 

Foto: https://www.nexteraenergyresources.com/where/index.shtml


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Aggressionen

Kreml-Berater: Nur Unabhängigkeit vom Dollar kann US-Aggressionen stoppen

Der einzige Weg, um die US-Aggressionen zu stoppen ist, den Dollar loszuwerden

Der einzige Weg, um die Aggressionen der Vereinigten Staaten zu stoppen, sei, die Abhängigkeit vom Dollar loszuwerden, sagte der Kreml-Berater Sergey Glazyev am Freitag in einem Interview mit den TASS Nachrichten.

Je aggressiver die Amerikaner seien, desto schneller werde sich der endgültige Zusammenbruch des Dollars als der einzige Weg für die Opfer der amerikanischen Aggression zeigen, um diese Aggression zu stoppen und den Dollar loszuwerden. “Sobald wir und China mit dem Dollar fertig sind, wird es das Ende der militärischen Macht der Vereinigten Staaten sein “, sagte Sergey Glazyev in dem Interview mit TASS.

 

Donald Trump macht, was die herrschende Elite von ihm erwartet

Die Politik des neuen US-Präsidenten kommentierte Glazyev mit der Feststellung, dass Donald Trump das tue, was die herrschende Elite von ihm erwarte. Er habe keine Illusionen über ihn, dass er die Politik ändern werde. “Zuerst ist die Aggressivität Amerikas in der Welt ist in der Bestrebung verwurzelt, die Hegemonie Amerikas in einer Situation zu bewahren, in der sie bereits die Führung in der Wirtschaft an China abgetreten haben”, sagte er.

“Die Vereinigten Staaten haben keine anderen Werkzeuge als den Knüppel, um allen anderen den Dollar aufzuzwingen. Deshalb schwelgen sie in einem hybriden Krieg mit der ganzen Welt, um die Belastung ihrer Schulden auf andere Länder zu verlagern, um alle auf den Dollar zu beschränken Territorien zu schwächen, die sie nicht kontrollieren können.”

 

Anti-russische Hysterie und wachsende Russophobie

In diesem Zusammenhang könne die anti-russische Hysterie und die wachsende Russophobie als ein langfristiger Faktor betrachtet werden, der mit den spezifischen Interessen der herrschenden Elite der Vereinigten Staaten zusammenhängt, sagte Putins Berater.

“Objektiv gesprochen, führen sie einen globalen Hybridkrieg und in subjektiven Worten ist dieser Krieg gegen uns gerichtet.” Es gehe um die Kontrolle über die Rimland Nationen und Trump drücke diese Interessen aus. (Der us-amerikanische Geopolitiker Nicholas John Spykman war 1943 zu der These gelangt, die besagte “Wer das Rimland kontrolliert, beherrscht Eurasien, und wer Eurasien beherrscht, der kontrolliert das Schicksal der Welt. Mit “Rimland” bezeichnete Spykman die dicht bevölkerten und strategisch bedeutsamen Küstenregionen Eurasiens, zu denen insbesondere auch Westeuropa und Japan zählen …”)

 

Exporte der Gazprom nach China in chinesischer Landeswährung Yuan

Einen ersten wichtigen Schritt zur Zusammenarbeit haben nun die Energieunternehmen Russlands und China bereits 2015 gesetzt. Seit dem 9.6.2015 wickelt Russland seinen Öl-Export nach China in Yuan ab. Sowohl die Exporte der Gazprom aus der Östlichen Sibirisch–Pazifischen Pipeline nach China als auch das Öl-Geschäft aus der Arktis werden in Zukunft in der Landeswährung Yuan getätigt, berichtete 2015 RT. Der Wert des Abkommens beträgt umgerechnet 400 Milliarden US-Dollar. Für die USA könnte sich die Abkehr vom Dollar wegen der Auslandsschulden und ihres Leistungsbilanzdefizit als nachteilig erweisen.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Zusammenarbeit zwischen der Russischen Föderation und China beschleunigt. Dies bestätigte der Premierminister der Russischen Föderation, Dmitri Medwedew, am 11.6.2017 auf dem 17. Weltkongress der russischen Presse. Sie seien in wirtschaftlicher Hinsicht ein Ansporn gewesen, mit Asien aktiver zusammenzuarbeiten.

 

Foro: geralt, pixabay

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Pellworm

Pellworm – Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Deutschlands Hierro heißt Pellworm

Der Traum von einer autarken „grünen“ Energieversorgung ist auch für die Insel Pellworm in Deutschland ausgeträumt. Sie ereilt ein ähnliches Schicksal wie die Insel Hierro, die mit ihren etwa 7.000 Einwohnern als “grüne Trauminsel der Zukunft“ auserkoren war. Wie Fachleute vorausgesagt hatten, entpuppte sich die Idee als Alptraum für Hierro, sagte Fred F. Mueller. Nicht viel anders dürfte es den 1.200 Einwohnern auf der Nordseeinsel Pellworm ergehen, eine der zehn ärmsten Gemeinden Schleswig-Holsteins.

 

“Pellworm wird energieautark”

Etwa zeitgleich mit dem Projekt auf Hierro startete ein Pilotprojekt in Deutschland, das dazu dienen sollte, die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Strom nachzuweisen. Nicht nur die “grünbewegten” Medien reagierten überschwänglich und mit Vorschusslorbeeren auf die Pläne.

“Pellworm wird energieautark”, lautete 2013 eine verheißungsvolle Überschrift sogar im wichtigsten Fachblatt der Ingenieure, das an dem Gelingen offenbar keinen Zweifel hegte.

Wind und Sonne liefern den Strom nicht gleichmäßig zu den Zeiten, wenn er gebraucht wird. “An jedem Tag bleiben auf Pellworm rein rechnerisch für 43 Minuten die Lichter aus oder die Melkmaschinen stehen”, schreibt die Welt. Manchmal für längere, manchmal für kürzere Zeit, aber nie berechenbar.

Die Insulaner brauchen noch Strom vom Festland und sind abhängig von Stromlieferungen über zwei 20‐Kilovolt‐Seekabel vom Festlandnetz. Der auf der Insel produzierte Strom, der nicht gleich verbraucht werden kann, lässt sich nicht vollständig speichern. Um das zu ändern, sollten Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen mit Großspeichern, Haushaltsspeichern und einer intelligenten Messtechnik ein intelligentes Stromnetz bilden, das die Menschen auf der Insel zu Selbstversorgern machen sollte.

Die nordfriesische Insel Pellworm sei ein Energiewunder, schrieb das Blatt. Auch das “Energiewunder” Feldheim, ein Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen in Brandenburg, etwa 30 km südlich von Potsdam gelegen, zog Pellworm Besucher aus ganz Deutschland und der Welt an, um sich die Technik erklären zu lassen. Erstaunlicherweise ist Feldheim bis Heute der erste und auch nach Jahren immer noch einzige energieautarke Ort Deutschlands. In dem Dorf wird das Hundertfache des selbst verbrauchten Stroms produziert.

Pellworm produziert mit dem Bürgerwindpark, der Biogasanlage und der Fotovoltaikanlage dreimal so viel Energie, wie die 1200 Bewohner verbrauchen. Aber die dreifache Überproduktion reicht nicht aus, und den Strombedarf der Insel zu decken. Es fehlen für eine zuverlässige Stromversorgung drei Prozent. Nur drei, aber entscheidende Prozent.

 

Optimale Bedingungen auf Pellworm

Die Insel Pellworm wurde als ein idealer Standort für den Aufbau und den Betrieb eines intelligenten Stromnetzes ausgewählt. Dort bläst nicht nur ein kräftiger Wind. Auch die Bevölkerung stehe hinter dem Projekt. Sie unterstütze zu 75 Prozent die erneuerbaren Energien und den dafür notwendigen Ausbau des Stromnetzes, sagt ingenieur.de. Die Insel habe schon 1983 den damals größten Solarpark Europas gebaut. Die Erweiterung durch Windräder habe 1989 das europaweit größte Hybridkraftwerk geschaffen, das die Energie aus Sonne und Wind nutzt.

Als Knackpunkt der Energie-Selbstversorgung Pellworms nennt die Welt ein Problem, das in einem kürzlich veröffentlichten Ergebnispapier nur nebenbei erwähnt wurde. Demnach werden nur 97 Prozent des Verbrauchs auf Pellworm aus vor Ort erzeugter Erneuerbarer Energie gedeckt.

Das Gelingen der autarken Energieversorgung schien nur an einer rechnerischen Kleinigkeit von drei Prozent zu scheitern. Und so kamen clevere Geschäftsleute und Ingenieure, unterstützt vom Bürgermeister der armen Gemeinde, auf die Idee, mit Hilfe von Smart Grids und einem Finanzierungsvolumen von 12 Millionen Euro die lokalen Stromspeicher, Großspeicher und Haushaltsspeicher miteinander zu vernetzen, damit Pellworm energieautark werden konnte. Das Projekt erhielt den Namen “SmartRegion”, eines von Dutzenden Forschungsprojekten seiner Art im Land.

Vorsichtiger und offenbar vorausschauender als die begeisterten Politiker und Medien formuliert aktuell der Projektpartner HanseWerk AG, E.on-Tochter und einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland, das Ziel des Projekts auf seiner Homepage: “Das Projekt wird zeigen, inwieweit die Abhängigkeit von Festlandstrom gesenkt werden kann.”

 

Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Trotz optimaler Bedingungen scheint das Projekt SmartRegion ein vorzeitiges Ende gefunden zu haben. Das Ergebnis des Versuchs lautet kurz und bündig: Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt. E.on habe das Projekt abgeschlossen und werde bald weiterziehen, berichtet die Welt. Zurück bleibe eine Insel, der große Hoffnungen und Versprechungen gemacht wurden, die sich ganz und gar nicht erfüllt haben.

 

12,5 Millionen für das Projekt Pellworm – ein Werbeschlager

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wählte das Projekt SmartRegion in einem bundesweiten Voting zum Publikumssieger 2014. Ein Filmteam der Initiative hat Pellworm besucht und ein Interview mit dem Projektleiter Dieter Haack gedreht.

 

Insgesamt flossen nach Angaben von Hansewerk mehr als 12 Millionen Euro in das Projekt SmartRegion Pellworm. Rund ein Drittel bezahlte das Bundeswirtschaftsministerium. Das Projekt sollte neue Wege für eine umweltfreundliche und marktorientierte Elektrizitätsversorgung aufzeigen. In politisch korrekter Förderantragssprache heißt es, dass auf Basis erneuerbarer Energien und mit Hilfe hybrider Speichertechnologie gezeigt werden soll, dass deutlich mehr von der vor Ort erzeugten, CO²-freien Energie auch vor Ort verwendet werden kann.

Zu den Projektpartnern gehören: Hansewerk (E.on-Tochter), Schleswig-Holstein Netz AG, Fachhochschule Westküste, Fraunhofer-Institut, Saft Group, IFHT RWTH Aachen, Gustav Klein, Gemeinde Pellworm.

 

Die Ausführung

Der Energiekonzern E.On und die Schleswig-Holstein Netz AG sollten ein Speichersystem errichten und sämtliche Stromanschlüsse der Insel über Datenverbindungen mit den Windkraft- und Photovoltaikanlagen koppeln. Auf diese Weise sollte der zu viel erzeugte Strom direkt in große Speicher mit Lithium-Ionen- und Redox-Flow-Batterien oder dezentrale Haushaltsspeicher fließen. Regelbare Ortsnetz-Transformatoren sollten die spezielle Leistungselektronik und das Energiemanagementsystem steuern. Das Energiesystem sollte besser genutzt werden und dadurch leistungsfähig sowie bezahlbar bleiben, erklärt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG, gegenüber dem Informationsdienst Bine.

Die Träume reichten weit. Selbst der in den Batterien von Elektromobilen gepeicherte Strom sollte laut ingenieur.de mit Hilfe der Vernetzung ins Netz eingespeist werden können.

 

Was blieb den Pellwormern außer einer Desillusionierung?

Die Pellwormer stellten für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung. Sie ließen in ihren Häusern Strommessgeräte, Stromspeicher und Stromzähler einbauen, die inzwischen wieder abgebaut wurden. E.on hat sich bei den Kunden recht herzlich bedankt – das war’s für Pellworm. Kein einziger Arbeitsplatz ist für die Inselbewohner entstanden. Die Handwerksarbeit wurde während des Projekts an Betriebe auf dem Festland vergeben, berichtet die Welt. Die Softwareentwicklung und Auswertung der Messdaten hätten beteiligte Projektpartner etwa an der Universität in Aachen oder im Fraunhofer-Institut übernommen.  Über die zukünftige Nutzung der weißen Batteriecontainer wollen die HanseWerk-Manager erst Ende des Jahres entscheiden.

Die Insel drohe auszusterben, sagt Bürgermeister Feddersen. In seiner Verzweiflung träume er von der Energiezukunft seiner Insel. Zum symbolischen Preis von einem Euro würde die Gemeinde die Batterieanlage übernehmen, sagt er der Welt. Gemeinsam mit der Fachhochschule im benachbarten Heide möchte er dann an einer wirklich autarken Energieregion forschen.

 

Die Karawane zieht weiter

Das auf Hierro realisierte Projekt betrachtet der Wissenschaftsjournalist Fred F. Müller als typisch für so viele Vorhaben, die von angeblich „grünbewegten“ Geschäftemachern mit reichlich zur Verfügung gestellten öffentlichen Geldern durchgezogen und von ihren Handlangern in den Medien über den grünen Klee gelobt werden. “Es werden große Versprechungen gemacht, satte Förderungen eingestrichen und wunderschön anzusehende nagelneue Installationen in die Landschaft geklotzt.” Die Initiatoren erhalten reichlich Gelegenheit, sich und ihre Rolle bei dem Vorhaben effektvoll in Szene zu setzen, sagt er. Und nachdem alles abgegrast und der Zweck erfüllt ist, zieht die Karawane weiter. Das weiß spätestens jetzt auch Pellworm.

 

Quellen:

Foto: http://www.smartregion-pellworm.de


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Preisobergrenzen für Strom

Preisobergrenze für Strom in Großbritannien?

Eine Preisobergrenze für Strom in Großbritannien in Sicht

Die britische Regierung steht politisch unter Druck, eine Preisobergrenzen für Strom einzuführen. Regierungsquellen deuten darauf hin, dass Preisobergrenzen innerhalb von vierzehn Tagen und vor den Kommunalwahlen am 4. Mai eingeführt werden, so dass die Regierung politische Vorteile daraus gewinnen kann, berichtet die Daily Mail.

Dem Plan des Torymitglieds MP John Penrose sieht eine “relative Preisobergrenze” vor. Danach soll ein Tarif festgesetzt werden, der nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz über dem günstigsten Angebot eines Stromlieferanten liegt. Der Vorschlag wird von Industrie- und Regierungsquellen gleichermaßen als das wahrscheinliche Modell für Preisobergrenzen angesehen .

In einer Vorlage zu einer Regierungsberatung zu diesem Thema, das die The Mail on Sunday einsehen konnte, schlägt Penrose vor, dass die Einführung einer relativen Preisobergrenze von einer “Sonnenklausel” begleitet werden sollte, die darauf abzielt, die Preisobergrenze dauerhaft zu verhindern.

Ministerpräsident Theresa May habe wiederholt den Energiemarkt kritisiert und im vergangenen Monat erklärt, dass die Energiepreise innerhalb von 15 Jahren um 158 Prozent gestiegen seien, wobei die ärmsten Familien von den höchsten Tarifen getroffen wurden.

 

18 Prozent höhere Stromkosten für britische Stromkunden allein in diesem Jahr

Der Energieversorger EDF Energie hat laut Daily Mail  letzte Woche erneut für Empörung gesorgt, als das Unternehmen die Strompreise zum zweiten Mal in vier Monaten anhob. Ab dem 21. Juni sollen die Strompreise um 9 Prozent und die Gaspreise um 5,5 Prozent steigen. Das bedeutet, dass 1,5 Millionen EDF-Kunden 18 Prozent mehr für Strom in diesem Jahr zahlen werden, nahezu £ 100 mehr als bisher. EDF ist eines der Big Six Energieunternehmen, die die Energieversorgung mit etwa 90 Prozent Marktanteil beherrschen.

“Preiskappen sehen unvermeidlich aus und ich kann es bis zu einem Punkt verstehen”, sagte Peter Atherton von Cornwall Energy. “Wir sind in einer Periode, in der die Preise sehr stark ansteigen werden, auch wenn sich die Großhandelspreise aufgrund der Kosten der Regierungspolitik stabilisieren.” Es sei aber noch schwer zu sehen, ob die Preiskappen eine gute Idee sind, wendet er ein. Jeder Preismechanismus sei offen für Manipulation und sogar eine relative Preiskappe würde Unternehmen den Weg öffnen, um ihre Tarife in einer Weise zu manipulieren, die billige Angebote umgehen könnten.

Quelle:

http://www.dailymail.co.uk/money/news/article-4414598/Calls-sunset-clause-caps-energy-bills-loom.html

Foto: geralt, pixabay

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Die Reformfähigkeit des Islam

Hamed Abdel-Samad über die Reformfähigkeit des Islam (NZZ)

Hamed Abdel-Samad über die Reformfähigkeit des Islam

Im Gespräch mit dem NZZ-Chefredakteur Eric Gujer und der Politikphilosophin Katja Gentinetta sprach der Humanist Hamed Abdel-Samad über die Reformfähigkeit des Islam, sein Buch “Abschied vom Himmel” des Glaubens, seine Kritik der Lehren des Propheten sowie die Möglichkeiten, den Islam für die heutige Zeit zu reformieren.

 

Religionskritik ist Aufklärung

Hamed Abdel-Samad richtet seine Religionskritik nicht gegen Muslime, sondern gegen jede Ideologie der Unterdrückung und Unfreiheit, wie sie gegenwärtig vor allem vom Islam vorangetrieben wird. Die Beschwichtigungspolitik und der Kulturrelativismus haben nach dem 11. September 2001 aus seiner Sicht das Problem nicht gelöst, sondern verschlimmert, sagt er. Es gebe mehr Terroristen und mehr Terrorismus. Deshalb fordert Hamed Abdel-Samad eine Öffnung der Diskussion über den Islam, ohne Tabus, damit die Situation nicht vom rechten Rand missbraucht und gegen die Aufklärung gerichtet werden kann. Religionskritik gehöre zur Aufklärung, sagt er. Die sei nicht abgeschlossen, solange Religionskritik dazu führt, dass Religionskritiker unter Polizeischutz gestellt werden müssen. Eine Erfahrung, die Hamed Abdel-Samad zurzeit selber machen muss.

Der Islam könne nicht von der Kritik im Namen der Toleranz verschont werden, weil der Islamismus unter Berufung auf die Toleranz Infrastrukturen aufbaut, die sich gegen Aufklärung und Toleranz richten.

 

Der Grundkonflikt liegt im Koran

Aus der Sicht Hamed Abdel-Samads liegt der Grundkonflikt zwischen den Bürgerkriegen innerhalb der islamischen Welt und der Konfrontation mit dem Westen im Koran selbst. Der Islam habe eine juristisch-politische Seite und eine spirituelle, soziale Seite. Diese Seite sei wichtig für die Menschen und den Zusammenhalt der Gesellschaft, sagt Hamed Abdel-Samad. Die juristisch-politische Seite sei dagegen veraltet und trage eindeutig faschistoide Züge, die nicht nur für die islamische, sondern für die ganze Welt gefährlich seien.

Der Koran sei einerseits eine Botschaft der Toleranz und des Mitgefühls. Andererseits sei er ein religiöser Text, der Brutalität und Mord legitimiere. Dieser Widerspruch ist nach Ansicht von Hamed Abdel-Samad in der Person und dem Leben Mohameds begründet. Während seines 13-jährigen Aufenthalts in Mekka habe Mohamed für das friedliche Zusammenleben gepredigt. Er habe keine Armee gehabt und sei auf die Toleranz der anderen angewiesen gewesen. Nach seinem Umzug nach Medina habe er eine Armee gegründet und angefangen, von Kriegsbeute zu reden, Kriege zu verherrlichen und aufzufordern, Ungläubige zu töten.

Der Koran sei ein Dokument seiner Zeit, das Protokoll einer Gemeindebildung, in der aus dem anfangs friedlichen Prediger Mohamed der spätere Warlord entstanden sei. Hamed Abdel-Samad begründet, warum sich friedliebende Muslime ebenso auf den Wortlaut des Korans stützen, wie dies gewalttätige Islamisten tun, und welche gefährlichen Konflikte nahezu zwangsläufig daraus erwachsen.

 

Veröffentlicht am 15.03.2017

 

Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ oder Anti-Aufklärungsgesetz

Die Schonung des Islam vor Kritik führe dazu, dass der Islamismus unter Berufung auf die Toleranz Infrastrukturen aufbaue, die sich gegen Aufklärung und Toleranz richten, sagt Hamed Abdel-Samad.

Die Religionskritik hat nicht nur unter Muslimen Empörung ausgelöst, wie ein Dokumentarfilm von arte eindrucksvoll zeigen konnte. Aber nicht um Personen wie Hamed Abdel-Samad drehen sich die Sorgen der großen Parteien. Religionskritiker, Individualisten und Aufklärer werden von ihnen eher als Störenfriede eines im Grunde friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen empfunden.

Ähnliche Ansichten wie Hamed Abdel-Samad vertritt der libanesisch-deutsche Regisseur, Drehbuchautor und Fernsehjournalist Imad Karim. Sein Facebook-Account wurde von Facebook am 13.4.2017 gelöscht. Nur wenige Tage zuvor, am 5.4.2017, hatte das Bundeskabinett den Entwurf des Justizministers Heiko Maas (SPD) verabschiedet. Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (NetzDG-E) ist nach Angaben des Ministeriums notwendig, da „die Debattenkultur im Netz oft aggressiv, verletzend und nicht selten hasserfüllt ist (…) Hasskriminalität, die nicht effektiv bekämpft und verfolgt werden kann, birgt eine große Gefahr für das friedliche Zusammenleben einer freien, offenen und demokratischen Gesellschaft.“

Die Löschung des Facebook-Accounts von Imad Karim dürfte das erste prominente Beispiel dafür sein, dass es nur vordergründig um den “Kampf gegen Hasskommentare und Falschnachrichten” geht, der im Internet verschärft werden soll. Es geht vielmehr um die Einschränkung des Versuchs, durch eine offene Debatte politisch missliebige Diskussionen zu unterbinden. Denn in Fragen von Hasskommentaren und Falschnachrichten sind weder die Parlamentsmitglieder noch die öffentlich-rechtlichen Medien vorbildlich. Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ bewirkt eine seltsame Allianz, die aus denjenigen besteht, die autoritäre Strukturen festigen wollen. Unter einer einschüchternden, per Gesetz verordneten Ruhe an der Debattenfront lassen sich antidemokratische Strukturen jedenfalls leichter aufbauen, als im Kreuzfeuer von Kritikern.

Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ behindert die wichtige Debatte über den Islam und die Aufklärung über die diktatorischen Bestrebungen von Islamisten. Der Satz “Der Islam gehört zu Deutschland” bekommt einen neuen, schrecklichen Sinn.

Die Debatte wird das neue Gesetz nicht beenden, allenfalls verlagern. Die Internetnutzer werden eine Alternative zu Facebook finden. Schon längst wird bei Facebook dazu aufgerufen, sich einer neuen Diskussionsplattform wie zum Beispiel vk.com anzuschließen.

In einem Artikel für „Cicero“ hat sich der Rechtswissenschaftler Alexander Peukert mit dem neuen, sogenannten „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ (NetzDG-E) auseinandergesetzt. 

Nachtrag: Die persönliche Facebook-Seite von Imad Karim wurde von Facebook am 16.04.2017 wieder frei geschaltet.


Bücher von Hamed Abdel-Samad bei Storchmann Medien

 

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Mutter aller Bomben

“Mutter aller Bomben” gegen Terrormilizen in Afghanistan

“Mutter aller Bomben” – nicht länger nur zur Abschreckung

Der Verteidigungsminister Afghanistans teilte heute mit, dass bis zu 36 vermutliche Angehörige des Islamischen Staates durch den Bombenabwurf der GBU-43 / B (“Mutter aller Bomben”) am 13.04.2017 getötet wurden. Die Bombe mit dem Spitznamen MOAB (Massive Ordnance Air Blast) wurde für die Zerstörung von unterirdischen Zielen entworfen. Am Donnerstag setzten die USA diese Waffe zum ersten Mal überhaupt ein, sie bombardierten einen Tunnelkomplex der Terrormiliz Islamischer Staat im Osten Afghanistans.

MOAB

Die geführte Bombeneinheit-43 / B Massive Ordnance Air Blast Bombenprototyp (MOAB) im Momente vor dem Aufprall bei einem Test. Die Detonation schuf eine Pilzwolke, die 20 Meilen entfernt zu sehen war.

 

GBU-43 / B – “Mutter aller Bomben”

Im Inneren der Bombe, die in Afghanistan abgeworfen wurde, befinden sich fast 8,5 Tonnen einer Spezialmischung aus den Sprengstoffen RDX, TNT sowie Aluminiumpulver. Die Explosionskraft entspricht mehr als 11 Tonnen TNT. Beim Abwurf wurde die Bombe zunächst per Fallschirm aus dem Laderaum einer Lockheed Martin MC-130, die zum U.S. Air Force Special Operations gehört, gezogen und dann abgeworfen.

Die GBU-43 / B detoniert vor dem Erreichen des Bodens, was zu einem enormen Auswirkungsradius führt. Sie ist keine durchdringende Waffe, sondern für den Einsatz gegen weichere Ziele in engen Räumen wie Höhlen oder Schluchten gedacht. Mit anderen Worten – sie gilt als perfekt für den Einsatz “gegen Konzentrationen von Aufständischen in Afghanistan”. Mit gut neun Metern Länge, einem Meter Durchmesser und über zehn Tonnen Gewicht ist die GBU-43 die stärkste nichtnukleare Bombe der US-Streitkräfte.

Die GBU-43 / B ist allerdings nicht, wie berichtet wird, die größte konventionelle Bombe, die jemals gebaut wurde. Die U.S. Air Force verfügt über die größere GBU-57A / B Massive Ordnance Penetrator (MOP), eine massive, mit Präzision geführte Waffe zur Zerschlagung von Bunkern. Die GBU-57A / B enthält eine geringere Menge Explosionsstoff – das Gewicht der Waffe resultiert aus dem gehärteten Gehäuse. Russland baute 2007 die mit 44 t TNT-Äquivalent weltweit bisher größte Bombe ihrer Art. Ihr wurde die Bezeichnung “Vater aller Bomben” verliehen.

MOAB

Die MOAB arbeitet in ähnlicher Weise wie die ungelenkten, 15.000-Pfund-Daisy Cutter Bomben. Diese Bomben hatten die USA eingesetzt, um die bewaldeten Gebiete während des Vietnamkriegs zu vernichten. Sie sind darauf ausgelegt, ein Ziel zu durchdringen, aber in der Luft zu explodieren. Dies führt zu einer  Druckwelle, die weiche Ziele wie Personal zerdrückt, bringt aber auch unterirdische Tunnel über eine große Fläche zum Kollabieren. Der MOAB-Radius beträgt eine Meile, was bedeutet, dass die Bombe einen Bereich über zwei Meilen verwüstet.

 

Trump: “Was ich tue ist, dass ich mein Militär autorisiere”

Auf die Frage, ob er die Bombardierung genehmigt habe, sagte Donald Trump: “Jeder weiß genau, was passiert ist. Was ich tue ist, dass ich mein Militär autorisiere. Wir haben das größte Militär in der Welt und es hat einen Job wie gewohnt gemacht. Wir haben ihnen die Vollmacht gegeben und das ist es, was sie tun, und, ehrlich gesagt, deshalb sind sie in letzter Zeit so erfolgreich gewesen.” (“Everybody knows exactly what happened. What I do is I authorize my military. We have the greatest military in the world and they’ve done a job as usual. We have given them total authorization and that’s what they’re doing and frankly that’s why they’ve been so successful lately.”)
Die psychologische Wirkung auf Überlebende oder Beobachter wird als eine zusätzliche Wirkung der Waffe betrachtet.

 

36 IS-Kämpfer starben durch die “Mutter aller Bomben”

Karte: The Guardian

Nach jüngsten Schätzungen des US Militärs gibt es in Afghanistan 600 bis 800 IS-Kämpfer, wovon die meisten sich im Bereich Achin aufhalten. Die Bombe detonierte nach Angaben des US Militärs um 19:32 Uhr Ortszeit, wenige Stunden vor Karfreitag, am 13.04.2017, im Bezirk Achin, in der östlichen Provinz Nangarhar. Bis zu 36 vermutliche Angehörige des Islamischen Staates wurde durch den Bombenabwurf der GBU-43 / B getötet.

Dawlat Waziri, ein Sprecher des Afghanischen Ministeriums, sagte, kein Zivilist sei verletzt worden, und nur die Basis, von der aus Daesh andere Teile der Provinz angegriffen hätten, sei zerstört worden. Die Angabe ist zweifelhaft, denn ein Parlamentarier aus Nangarhar, Esmatullah Shinwari, berichtet, dass Einheimische ihm erzählt hätten, ein Lehrer und sein junger Sohn seien durch den Angriff getötet worden.

 

Der Erfolg

Zum Vergleich: Im Jahr 2017 (Stand: 08. März) waren in Deutschland durch das Bundeskriminalamt (BMI) 602 islamistische Gefährder identifiziert, davon hielten sich ca. 200 auf freiem Fuß auf.

Statistik: Anzahl der in Deutschland bekannten sowie der sich in Deutschland aufhaltenden islamistischen Gefährder im Jahr 2017 (Stand: 08. März) | Statista

Wie hoch mag die Anzahl der Gefährder unter den mehr als 100.000 Personen sein, die nicht identfiziert wurden, weil sie in Deutschland ohne (gültigen) Ausweis einreisen durften?

Die Anzahl der identifizierten islamistischen Gefährder ist in Deutschland etwa so hoch wie in Afghanistan. Der Kriegsschauplatz ließe sich also leicht über die offenen Grenzen nach Deutschland verschieben. Dies führt zu der durchaus berechtigten Frage, wann und womit Deutschland freigebombt werden wird?

Die Kosten für eine Bombe des Typs GBU-43 / B betragen 14,6 Millionen US-Dollar. Darau ergibt sich eine leichte Rechenaufgabe für Grundschüler: Wieviele GBU-43 / B müssten über Deutschland abgeworfen werden, um die Gefährder zu vernichten? Ist der Gedanke empörend, dass US-Bomben Deutschland eines Tages auf Deutschland abgeworfen könnten, um den Terror auszulöschen? Was unterscheidet Deutschland von Afghanistan? So sah es in Afghanistan in den 1960ern aus:

Die erhoffte psychologische Wirkung der MOAB auf Überlebende oder Beobachter des Bombenabwurfs dürfte angesichts der Eskalation der Kriege, auch durch den Einsatz in Afghanistan, keine Wirkung mehr haben. Der Kampf lässt sich immer weniger auf lokale Schauplätze begrenzen.

 

 “Mutter aller Bomben” – Mehr als nur zur Abschreckung

MOAB wurde erstmals am 11. März 2003 in Florida getestet, weniger als zwei Wochen vor Beginn des Irak Krieges. Sie kam während des Krieges gegen den Irak nicht zum Einsatz, soll aber dennoch ihren Job gemacht haben. Analysten zu der Zeit hätten auf die psychologische Wirkung verwiesen. Dies sei der Grund für den Bau und die Gestaltung dieser Bombe gewesen, die sowohl psychologisch wie auch funktional war.

Mit dem Einsatz des GBU-43 / B MOAB am Donnerstag sei jedoch klar, sagt inverse.com, dass die USA daran interessiert sind, die Bombe mehr als nur zur Abschreckung zu nutzen.

MOAB – Test, 11. März 2003, in Florida

Quellen:

Titelfoto: Flickr / Dawlad Ast

Foto: Expert Infantry

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