9/11 und das garstige Lied. Schawinski, Somm & Co.

“Ein politisch Lied, ein garstig Lied!”

Zwei entführte Verkehrsflugzeuge wurden am 11. September 2001 auf Inlandsflügen in die Türme des World Trade Centers (WTC) in New York City gelenkt, verursachten den Tod von etwa 3.000 Menschen und gelten als terroristischer Massenmord der islamistischen Terrororganisation al-Qaida. Diese Lesart gilt als korrekt und durch Fakten belegt. Jeder, der diese Lesart infrage stellt und den Regisseuren des Verbrechens, die er nicht bei Anhängern des Islam, sondern irgendwo in den Tiefen des Staatsapparats der USA vermutet, mit Fragen und Dokumenten zu nahe rückt, wird oft als “Verschwörungstheoretiker” abgestraft.

Dem Verschwörungstheoretiker werden Dummheit oder politische Absichten unterstellt, meistens beides zugleich, während die al-Qaida-Version als objektiv richtig und politisch neutral gilt. Studenten, die Goethe im “Faust” auftreten lässt, reagieren ähnlich allergisch wie der scheinbar politisch neutrale Teil der Gesellschaft. Jemand wagt, statt burlesker Trinklieder ein zeitkritisches Lied anzustimmen, und schon schallt der Ruf “Ein politisch Lied, ein garstig Lied!” durch Auerbachs Keller. Heutzutage heißt die Kurzform dieses Rufes: “Verschwörungstheoretiker” oder “Klimaleugner”.

 

Roger Schawinski: “Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt.”

In seinem im April 2018 veröffentlichten Buch* “Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt”, versucht Roger Schawinski Kritiker der offiziellen Al-Qaida-Version als Verschwörungstheoretiker zu entlarven, die ihren Verstand nicht ganz beisammen haben. Sie hätten sich im Internet und im Buchmarkt ein neues Universum geschaffen.

Schawinski
Roger Schawinski: “Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt.” 29,- € / 18,30 € Versandkostenfrei (Storchmann Medien)

Schawinski hat sich besonders zwei Personen vorgenommen: Daniele Ganser, den er als “sogenannten  Friedensforscher” bezeichnet, der sich eine besondere Stellung in der Welt der deutschsprachigen Verschwörungstheoretiker erarbeitet habe, und Donald Trump, der gewohnheitsmässig und hemmungslos Fake News bediene, um damit an die Schalthebel der Macht zu gelangen. Eigenschaften, die den Verfechtern der offiziellen 9/11-Version oder Anhängern Hillary Clintons aus der Sicht Schawinskis fremd zu sein scheinen. Zur Szene der Verschwörungstheoretiker zählt Schawinski u. a. auch Steve Bannon (“Breitbart”), Alex Jones (Infowars)  oder Ken Jebsen (KenFM). Eigentlich zählen für Schawinski alle zu den Verschwörungstheoretikern, die seine Meinung nicht teilen. Denn sauber definieren kann er die Bezeichnung nicht.

Zur «Schweiz am Wochenende» sagte Schawinski, die SRF-Sendung «Arena» mit Ganser am 24. Februar 2017, die rund 500 Beschwerden auslöste, habe ihn zu diesem Buch inspiriert: “Ich stellte danach fest, wie stark die Aggression in Gansers Community gegenüber Kritikern ist, und wie riesig diese Szene ist.” Er habe deshalb zu recherchieren begonnen und sei schockiert gewesen, “was sich dort im Untergrund tut”.

Roger Schawinski promovierte an der Universität St. Gallen in Ökonomie, an derselben Hochschule, die Daniele Ganser überraschend seinen Lehrauftrag über «Geschichte und Zukunft von Energiesystemen» strich, den er im Herbstsemester 2017 noch gehalten hatte. Dass durch eine Rufmordkampagne die berufliche Existenz des Historikers an Hochschulen systematisch zunichte gemacht wird, werden seine Gegner als Argument nicht gelten lassen. Bereits 2016 hat Ganser einen Lehrauftrag an der Universität Basel verloren. Schawinski weiß, was Medien bewirken können, schließlich war er unter anderem von 2003 bis Ende 2006 Geschäftsführer von Sat.1 in Berlin. Heute lebt er in Zürich.

 

 

Verschwörungstheorie, die Linken, der Marxismus im Allgemeinen und Daniele Ganser im Besonderen

Es ist besonders bemerkenswert, wenn einer der in Fragen 9/11 korrekt denkenden Menschen Markus Somm heißt und der Chefredaktor und Verleger der Basler Zeitung ist und der Geschichte und  Politikwissenschaft, unter anderem auch in Harvard, studiert hat. Die geisteswissenschaftliche Bildung  muss für die Beurteilung der Ereignisse im September natürlich kein Hindernis sein, sofern sich der in Geisteswissenschaften ausgebildete Journalist nicht über die Zweifel von Naturwissenschaftlern und Technikern hinwegsetzt. Aber genau das macht Somm in einem Beitrag in der Basler Zeitung, in dem er Daniele Ganser, der die Zweifel zusammenfasst, unterstellt, er habe sich bei der Interpretation der Anschläge auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001 verrannt. Er wirft Ganser vor, “abstrus und fahrlässig” zu agieren, wenn er “allen Ernstes meint, hinter diesem Anschlag, dem rund 3.000 Menschen zum Opfer gefallen sind, die Mehrheit davon Amerikaner, könnten die USA selber stecken, – seien es auch nur unbekannte Mitglieder ihrer Regierung oder Geheimdienste.”

Das ist für Somm schon allein deshalb abstrus, weil, wie er sagt, einer solchen Interpretation eine Annahme zugrunde liege, die den Kern vieler Verschwörungstheorien bilde: dass sehr, sehr wenige Leute eine gigantische Verschwörung planen und ausführen, ohne dass dies je jemand bemerkt und ohne dass je jemand nachher diese Sache verrät. Terrororganisationen wie die RAF oder Al-Qaida seien dazu in der Lage, “aber Regierungen oder Geheimdienste, also bürokratische, politisierte, in der Öffentlichkeit stehende Institutionen, wo tausende von Menschen arbeiten und allenfalls involviert werden, sind dazu nie und nimmer imstande.”

Ganser
Daniele Ganser: “Illegale Kriege”, 24,95 € / 19,99 €, Versandkostenfrei, Storchmann Medien

Markus Somm nimmt die Veröffentlichung des Buches von Roger Schawinski (“Verschwörung! Die fanatische Jagd nach dem Bösen in der Welt”) zum Anlass, um über die Linken, den Marxismus im Allgemeinen und Daniele Ganser im Besonderen herzuziehen. “Kurz, es ist ein Fiebertraum, eine Fata Morgana, wirres Zeug, das Ganser und viele seiner Anhänger glauben, so dass ich mich frage, was ihnen den Verstand geraubt hat.”

“Gibt es einen einzigen amerikanischen Staatsangestellten, der den Tod von tausenden von Amerikanern in Kauf nehmen würde – allein deshalb, um einen Vorwand zu erhalten, einen Krieg im Nahen Osten auszulösen? Einen Krieg notabene, für den einen Anlass zu finden schon vorher jederzeit möglich gewesen wäre.”

Markus Somm irrt. Einen teuren, verlustreichen Krieg um Rohstoffe und Handelswege im Vorderen Orient zu beginnen, war eben nicht jederzeit möglich. Dafür brauchten die USA international Verbündete, die Zustimmung der eigenen Bevölkerungen – und den dafür notwendigen Anlass, für einen militärischen Angriff. Zur Erinnerung: Gemeinsam mit den Amerikanern hatten sich die Briten auf Geheimdienstinformationen über angebliche Massenvernichtungswaffen des damalige Diktators Saddam Hussein berufen. Gegenargumente waren wirkungslos. Der Irak wurde 2003 aufgrund der angeblichen Erkenntnisse ohne Mandat des Uno-Sicherheitsrates angegriffen. Die folgenschwerste Verschwörungstheorie aller Zeiten kam von denen, die Somm verteidigt. Sie führte dazu, dass auf Seiten der Iraker Hunderttausende Menschen ums Leben kamen – im Krieg und in den von Gewalt, Terror und Unruhen geprägten Jahren danach. Die Massenvernichtungswaffen wurden nie gefunden. 2016 hat Blair zugegeben, dass er vor dem Irakkrieg falsche Informationen der Geheimdienste gegeben habe. Aber Blair sagt: “Die Welt war und ist ein besserer Ort ohne Saddam Hussein.” Die Beantwortung, wer im Fiebertraum liegt, eine Fata Morgana sieht, wirres Zeug redet, liegt eigentlich auf der Hand. Man muss sich fragen, was Menschen, die dieses mörderische Handwerk billigen, den Verstand geraubt hat?

 

“Warum die USA 9/11 nicht geplant haben können”

Die Medien sind sich in Fragen zu 9/11 weitgehend einig. So “widerlegte” zum Beispiel Sven Felix Kellerhoff, 2012 Leitender Redakteur Geschichte bei der “Welt”, in dem Artikel “Warum die USA 9/11 nicht geplant haben können” die Behauptung, die beiden Türme des World Trade Center seien nicht durch den Einschlag der beiden Flugzeuge zum Einsturz gebracht worden. Bei einem Kerosinbrand wie nach dem Einschlag der vollgetankten Passagiermaschinen in den Hochhäusern hätten nicht ausreichend hohe Temperaturen entstehen können, um Stahl zum Schmelzen zu bringen, sagt Kellerhoff. Er bezeichnet seine Behauptungen kurzerhand als “Fakten”: “Richtig ist, dass die Feuer in beiden Türmen die Stahlträger nicht zum Schmelzen gebracht haben. Das war aber auch gar nicht nötig, denn Stahl verliert schon bei deutlich niedrigeren Temperaturen als dem eigentlichen Schmelzpunkt einen großen Teil seiner Festigkeit. Das kann jeder sehen, der einem Schmied bei der Arbeit zusieht: Auch der Stahl, den er verarbeitet, ist nicht geschmolzen, also flüssig, sondern “nur” stark erhitzt, so dass er den Großteil seiner Festigkeit verloren hat und in Form gehämmert werden kann.” Diese Aussage gilt aber nur bei der Annahme, dass es keine andere Ursachen für den Einsturz der Gebäude gegeben hat.

Kellerhoff moniert, dass der Abschlussbericht der US-Bundesbehörde National Institute of Standards and Technology zum Einsturz der Wolkenkratzer scharf angegriffen wird. Er beruft sich auf das Ergebnis seiner “Recherche”, wodurch bestätigt werde, dass kein Ereignis ausführlicher dokumentiert sei als die Terroranschläge vom 11. September 2001. Und dass es zu keinem Ereignis mehr obskure Verschwörungstheorien gebe.

Sven Felix Kellerhoff hat Neue und Alte Geschichte sowie Medienrecht studiert. Er ist seit 2003 Leitender Redakteur für Zeit- und Kulturgeschichte der “Welt”-Gruppe.

 

Anti-Ganser von rechts – oder von links? Oder von allen Seiten?

Die Unterstützer und Gegner von Daniele Ganser kommen aus den unterschiedlichsten politischen Lagern. Hier findet Markus Somm einen Ansatzpunkt für seine Kritik an dem Autor Roger Schawinski, denn der habe den Beitrag der Linken zu Verschwörungstheorien zu wenig gewürdigt und die Chance verpasst, “diese neuartige intellektuelle Epidemie zu durchdringen”. Ganser zum Beispiel sei ein Linker. Schawinski habe angedeutet, “wie wichtig und wirkungsmächtig Verschwörungstheorien auf der Linken waren und nach wie vor sind”, aber nicht genügend herausgearbeitet. Er hätte klarstellen sollen, dass “die paranoide Angst mancher Verschwörungstheoretiker vor dem Staat, ja ihr Hass und die Bereitschaft, den Behörden, insbesondere der Polizei und den Geheimdiensten, jedes Verbrechen zu unterstellen” nicht zuletzt auf die “Paranoia von Karl Marx” zurückgehe. Der Marxismus sei im Grunde genommen nichts anderes als eine groß angelegte Verschwörungstheorie, in der die Bourgeoisie das Proletariat unterdrückt und alles, was der Staat und die Behörden unterlassen oder tun, nur diesem Zweck unterworfen ist. Ob Markus Somm ein  ehemaliger Trotzkist ist, wie es bei Wikipedia heißt, spielt keine besondere Rolle, denn die Schriften von Marx hat er entweder nicht gelesen oder nicht verstanden.

Dass Markus Somm ebenso wie Roger Schawinski aufgrund ihrer Fehleinschätzung der Entstehung von Verschwörungstheorien zu politisch falschen Schlussfolgerung kommen, zeigt das folgende Beispiel. Als Daniele Ganser am 29. Oktober 2015 an der Universität Witten/Herdecke einen Vortrag zu dem Thema “Fakten, Meinungen, Propaganda – Wie mache ich mir selbst ein Bild?” halten sollte, geriet die örtliche SPD derart in Rage, dass sie gemeinsam mit den Jusos Witten, der Grünen Jugend Witten und der Piratenpartei NRW in einem offenen Brief die Universität aufforderten, Ganser auszuladen “und sich von ihm und seinen Thesen zu distanzieren”. Daniele Ganser stellt Verschwörungstheorien insbesondere zu den
Terroranschlägen vom 11. September 2001 als in der Wissenschaft zu diskutierende Erklärungsansätze dar. In seinen Vorträgen unterschlägt er längst geklärte Sachverhalte und stellt Fragen als offen dar, die eine plausible und nahliegende Erklärung haben. Vertreter der ETH Zürich und der Universität Zürich, an denen Daniele Ganser beschäftigt war, lehnen seine Ideen als „völlig absurd“ ab und legen Wert auf die Feststellung, dass Ganser sie nicht während seiner Arbeit als Wissenschaftler an den Universitäten, sondern in seiner Freizeit entwickelt.”

Im Weltbild von Markus Somm sind Sozialdemokraten, Jusos, Grünen Jugend Witten und die Piratenpartei NRW keine Linken, sondern Rechte. Seinesgleichen, oder doch nicht?

 

Meinungsbildner

“Viele Menschen glauben offiziellen Angaben nicht. Zu „9/11“ gibt es diverse Verschwörungstheorien”, klagte 2016 der Journalist Philipp Hummel in einem Artikel in der “Welt”, unter der Rubrik “Wissenschaft”. Wer den offiziellen Angaben nicht glaubt, ist demnach ein Verschwörungstheoretiker? So einfach ist das?

Hummel verzichtet darauf, über Vorkommnisse bei 9/11 zu urteilen, die er nicht beurteilen kann. Er verhält sich klug, denn er ist kein Fachmann. Der Journalist hat nach eigenen Angaben “in Berlin Physik und das Großstadtleben studiert, mit Exkursen in Philosophie, Soziologie und Wissenschafts- und Technikgeschichte”, heißt es in Hummels Vita. Immerhin hat der Wissenschaftsjournalist im Unterschied zu Somm und Schawinski ein naturwissenschaftliches Studium absolviert und mit einer Diplom-Arbeit in Biophysik abgeschlossen. Aber: Er ist kein Fachmann.

Wie viele freie Journalisten schreibt Philipp Hummel für mehrere Zeitungen, auch für den Spiegel, FAZ, Süddeutsche Zeitung, Neue Zürcher Zeitung, spektrum.de, Technology Review. Das hat zur Folge, dass auch ein kritischer Leser, der seine Informationen aus mehreren Zeitungen bezieht, den Eindruck gewinnen kann, dass es eine von der Mehrheit geteilte “richtige” Meinung gibt. Problematisch ist dies insofern, dass Medien nicht nur informativ sind, sondern auch meinungsbildend wirken, durch die gleichzeitige Beschäftigung bei mehreren Medien in bestimmten Themenbereichen leider auch verstärkend.

 

Faktencheck unerwünscht

Einen Faktencheck kann man von keinem Laien erwarten. Aber leider halten sich Laien in verantwortlichen Positionen und auch Journalisten oft für intellektuelle Überflieger, denen die Meinung von Fachleuten herzlich egal ist. Ihre eigene Meinung ist das Maß aller Dinge, und sie neigen dazu, Nebensächlichkeiten hochspielen, um ihre eigenen Defizite zu überdecken und die Glaubwürdigkeit eines Wissenschaftlers zu beschädigen. Diese Methode wählt zum Beispiel auch der Journalist Philipp Hummel. Er kontert nicht mit Wissen und Fragen an Steven Jones, sondern mit einem Versuch, den Physiker und damit zugleich die These, der Nord- und Südturm des World Trade Centers sowie der niedrigere Wolkenkratzer mit der Abkürzung WTC 7 seien durch kontrollierte Sprengungen zum Einsturz gebracht worden, lächerlich zu machen.

Hummel bezieht sich auf einen Aufsatz mehrerer Autoren, der unter Mitwirkung des ehemaligen Physik-Professors Steven Jones 2016 im Fachmagazin “Europhysics News” veröffentlicht wurde. Darin wurde die  These einer kontrollierten Sprengung des WTC zur Diskussion gestellt. Hummel moniert, die Autoren hätten den Abschlussbericht der US-Bundesbehörde National Institute of Standards and Technology zum Einsturz der Wolkenkratzer scharf angegriffen. Er erwähnt, dass sie angesichts der „weitreichenden Auswirkungen“ ihrer These eine „aufrichtige“ und unabhängige wissenschaftliche Untersuchung forderten. Wäre das nicht Grund genug für jeden aufrechten Journalisten, dieser Forderung nachzugehen?

Hummel kommentiert die Forderung jedoch nicht, sondern erwähnt statt dessen, dass Jones bereits 2006 wegen seiner Aussagen zum 11. September von seiner Universität beurlaubt worden sei – und er sei Mormone. Er habe vorwiegend zur Kernfusion geforscht. Allerdings habe er auch versucht zu beweisen, dass Jesus Christus nach der Wiederauferstehung Amerika besucht hatte, wie es das Mormonentum lehrt.

Die These selbst interessiert Hummel nicht. Er hat sein Opfer gefunden. Frisch nach dem Kehrreim eines alten Foxtrottschlagers “Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot!” Was den Journalisten folglich interessiert, ist die Frage, ob die Veröffentlichung des 9/11-Aufsatzes von Steven Jones und seinen Mitautoren Konsequenzen von Seiten der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) haben wird. An welche Konsequenzen mag er gedacht haben?

 

Architekten und Ingenieure für eine unabhängige Untersuchung

Bis zum Jahr 2013 hatten 1.960 Architekten und Ingenieure eine immer noch aktuelle Petition an die Abgeordneten des Repräsentantenhauses und des Senats der Vereinigten Staaten von Amerika unterschrieben, in der sie im Namen des Volkes der Vereinigten Staaten von Amerika eine wirklich unabhängige Untersuchung mit Vorladungsmacht fordern, um die volle Wahrheit über die Ereignisse vom 11. September 2001 aufzudecken, insbesondere über die Einstürze der Türme des World Trade Centers und des Gebäudes 7. Darin heißt es: “Wir glauben, dass es genügend Zweifel an der offiziellen Darstellung gibt, und deshalb muss die Untersuchung vom 11. September 2001 wieder aufgenommen werden und eine vollständige Untersuchung der möglichen Nutzung von Explosivstoffen beinhalten, die die eigentliche Ursache für die Zerstörung der World Trade Center Twin
Towers und des Gebäudes 7 sein könnten.”

Zum heutigen Tag sind es 2.899 Architekten und Ingenieure, die die Petition unterschrieben haben.

https://www.ae911truth.org/

Die Architekten und Ingenieure argumentieren, dass die zwei World Trade Center Gebäude (WTC 1 und WTC 2) nicht alleine durch den Einfluss von Flugzeugen und Feuer zerstört worden seien. Beim World Trade Center 7 (WTC 7) bestehe kein Zweifel, dass dieses Gebäude durch eine klassische „kontrollierte Sprengung” zum Einsturz gebracht worden sei.

Die Organisation Architects & Engineers for 9/11 Truth (AE911Truth) entstand 2006 aus einer Idee von Richard Gage, einem lizensierten AIA-Architekten. Sie wurde zu dem Zweck gegründet, um den US-Kongress aufzufordern, eine wirklich unabhängige Untersuchung mit dem Recht strafrechtlicher Vorladungen und Zeugnispflicht einzuleiten und um Architekten- und Ingenieurskollegen auf die Beweise im Hinblick auf eine absichtsvolle Sprengung aller drei WTC-Gebäude aufmerksam zu machen.

Richard Gage arbeitet seit über 20 Jahren als Architekt und hat in dieser Zeit mehrere Hochhäuser selbst gebaut. Er ist der Kopf von “Architects and Engineers for 9/11 Truth” einer Organisation von über 1900 Architekten und Ingenieuren aus aller Welt, die sich mit den verfügbaren Fakten rund um 9/11 auseinandergesetzt haben und zu dem Schluss gekommen sind, dass die offizielle Version der Ereignisse von 9/11 aus physikalischer Sicht nicht plausibel ist. Da der Gruppe auch einige Materialwissenschaftler angehören, wurden 4 verfügbare Staubproben von 9/11 untersucht : In allen 4 Proben fand man den Spezial-Sprengstoff Nano-Thermit, der dort eigentlich nichts verloren hat, es sei denn, man geht von einer kontrollierten Sprengung der drei (!) Hochhäuser aus. Die Tatsache, dass am Nachmittag des 11.September ein drittes 47-stöckiges Hochhauses innerhalb von Sekunden in Freifall-Geschwindigkeit einstürzte und dies von den Massenmedien nie erwähnt wurde, lässt immer neue Fragen aufkommen, z.B. die, warum im 9/11 Commission Report (dem Dokument offizieller Geschichtsschreibung) dieser dritte Einsturz mit keinem Wort erwähnt wird.

Diese Fragen müssten Journalisten aufgreifen und versuchen, ihnen auf den Grund zu gehen. Statt dessen machen sie sich die offizielle Lesart der Ereignisse zu eigen und suchen Zuflucht, indem sie Kritiker als Verschwörungstheoretiker anschwärzen. Sie verteidigen ihre persönliche Bequemlichkeit und ihre Karriere und kämen niemals auf die Idee, Fragen zu stellen, die von ihnen eine gewissenhafte Vorbereitung und Nacharbeitung erfordern. Wer das dennoch macht, ist – ein Verschwörungstheoretiker.

Zwei Flugzeuge, aber drei Tower. Ja, genau, Tower 7 ist auch eingestürzt. Scheinbar ist diese Tatsache aus dem globalen Bewusstsein komplett verschwunden, dank der Anti-Verschwörungstheoretiker. Aber nur scheinbar. Denn Bücher und Kommentare von Schawinski, Somm & Co. halten die Diskussion lebendig und sorgen für Widerspruch und garstige Lieder gegen das denkfaule, kleinbürgerliche Spießertum.

Faina Faruz

 


 

Quellen:

https://bazonline.ch/kultur/buecher/und-erloese-uns-von-dem-boesen/story/12663583 und http://www.achgut.com/artikel/und_erloese_uns_von_dem_boesen

https://www.welt.de/wissenschaft/article157971801/Fachmagazin-publiziert-9-11-Verschwoerungstheorie.html

https://www.welt.de/kultur/history/article13809666/Warum-die-USA-9-11-nicht-geplant-haben-koennen.html

https://www.blick.ch/news/schweiz/lehrauftrag-entzogen-uni-st-gallen-wirft-daniele-ganser-raus-id8219975.html

http://www.spiegel.de/politik/ausland/tony-blair-und-der-bericht-zum-irakkrieg-ende-mit-schrecken-a-1101700.html

https://www.ae911truth.org/

Titelfoto: ParentRap

*Das Buch von Schawinsky erschien bei NZZ Libro, ein Imprint der Neuen Zürcher Zeitung. Der Verwaltungsrat der «Neuen Zürcher Zeitung» wollte 2014 Markus Somm als Nachfolger von Chefredaktor Markus Spillmann bestellen. Für diesen Fall hatten mehrere führende Journalisten in der Redaktion der NZZ mit ihrer Kündigung gedroht, darunter Inland-Chef René Zeller. In einem Brief an die Chefredaktion hatten über 60 Korrespondentinnen und -Korrespondenten der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) ihre Besorgnis ausgedrückt, dass «die Kultur einer liberalen und weltoffenen NZZ» in Gefahr sei.

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Ein Gedanke zu „9/11 und das garstige Lied. Schawinski, Somm & Co.

  1. Cui Bono? Entgegen in unseren Schulen gelehrtem Wissen wurde Adolf Hiltler nicht gewählt, sondern wie jedes Regierungsmitglied, vom (gewählten) Reichspräsidenten Hindenburg ernannt. Der konnte ihn, wie 26 andere Kanzler auch, zu jeder Zeit wieder entlassen. Es ging also von keinem dieser 27 Reichskanzler, inklusive Adolf Hiler, je irgendeine Gefahr aus. Nach Artikel 48 der Verfassung konnten bei Gefahr für die Verfassung oder das Reich wichtige Grundrechte durch den Präsidenten ausser Kraft gesetzt werden. Diese mussten auf Antrag des Reichstages oder der Regierung aber umgehend wieder in Kraft gesetzt werden. Der Reichskanzler hatte damit nichts zu tun. Die Gewaltenteilung der Legislativen und Exekutiven wurde also zwischen Reichstag, Reichspräsidenten und Reichsregierung mit ihrem Chef, dem Reichskanzler realisiert. Die Gefahr kam damals aus dem Artikel 51, nach dem “bei Verhinderung des Präsidenten dieser durch den Reichskanzler ersetzt werden würde”. Als Hindenburg starb, wurde Hitler mit allen Befugnissen, einschliesslich der Entlassung des Reichstages nach Artikel 25 der Verfassung, zum alleinigen Diktator. Und zwar streng auf dem Boden der Verfassung, was jeden Widerstand undenkbar machte. Es war auch niemand mehr da, der die Aufhebung der Grundrechte beseitigen konnte (JEDER, auch ein kommunistischer Reichskanzler, wäre beim Tod des Präsidenten zum Diktator geworden).
    In den USA ist der Präsident immer auch gleichzeitig Regierungschef, “Kanzler”. Diese Trennung gibt es dort garnicht. Die Gewaltenteilung erfolgt zwischen Präsident und gewähltem “House of Congress”, das zur Zeit der Attacken in Washington D.C. im Capitol tagte. “Sondergesetze” in Form von “Homeland Security Act” (seit 2002) und “Patriot Act (Oktober 2011)”, die wichtige Grundrechte ausser Kraft setzen, gibt es dort auch.
    Wäre der vierte Flieger nicht, wie man uns erzählt, ins Weisse Haus gezielt gewesen, sondern in das Capitol, wo der Kongress tagte, wäre George W. Bush in dieselbe Position eines Diktators gekommen, wie Adolf Hitler. Streng auf dem Boden einer Verfassung. Quasi unangreifbar.
    Die Frage “Cui Bono” ist damit überflüssig, egal, wer die Täter waren.

    (Das eine “Conspiracy” dieser Größenordnung durchzuhalten ist, hatte man übrigens im “Manhattan Projekt” schon bewiesen).

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