Anti-Windwahn-DEMO, am 21. September 2014, in Hessen

Einladung_Hessen_Demo_21_09_2014Mehr als 500 Windkraftgegner haben ihre Teilnahme an der Anti-Windwahn-DEMO in Freiensteinau, am 21. September 2014, in Hessen, bereits zugesagt, obwohl die Planungen erst anlaufen. Sie wollen gemeinsam gegen die Landschafts- und Naturzerstörung protestieren und öffentlich den Stopp des weiteren Ausbaus fordern. Anlass ist die volksfestähnliche Einweihung eines Windkraftindustriegebietes in Freiensteinau, die erste Windparkeinweihung Tarek Al-Wazirs, der seit dem 18. Januar 2014 Stellvertreter des Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Kabinett Bouffier II ist. Der hessische Wirtschaftsminister will bis zum Jahr 2020 die Anzahl der Windkraftindustrieanlagen, laut seiner Regierungserklärung, verdreifachen. Die Bürgerinitiativen lehnen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen ab und sehen in den Plänen der Landesregierung “eine Kriegserklärung an alle, denen noch irgend etwas an unserer Natur und Landschaften liegt.” Die zu bebauenden Grundstücke gehören nach ihrer Ansicht bestimmten Besitzern, aber denen gehöre  nicht die Landschaft, sondern allen. Die Bürgerinitiativen wollen die Landschaft jedoch um keinen Preis opfern. Die Energiewende ist aus ihrer Sicht ein Unsinn, “weil die Windkraftindustrieanlagen nicht in der Lage sein werden, unser Land sicher mit Strom zu versorgen. Ob die derzeit 24.500 Windindustrieanlagen bei Windstille keinen, bzw. bei wenig Wind kaum Strom liefern, oder die dreifache Anzahl dasselbe tut – ohne Wind gibt es keinen Strom! Daran kann auch ein grüner Wirtschaftsminister Al-Wazir nichts ändern.” Der Bauherr der Industrieanlage ist die Firma Luftstrom, die Windkraft- und Photovoltaik Anlagen plant, errichtet, betreibt und verwaltet und deren Geschäftsziel es ist, “die Windenergie im Spessart zu entwickeln”.

21. September in Freiensteinau, Hessen!

Der hessische Wirtschaftsminister Herr Al-Wazir und der für die Genehmigung der Anlagen in Mittelhessen zuständige Regierungspräsident Dr. Lars Wittek planen für den 21. September eine werbewirksame Einweihung von sieben 200 Meter hohen Windkraftanlagen des Typs Enercon E-101  in Freiensteinau. Die Bezeichnung “Windpark” empfinden viele als Umdeutung der deutschen Sprache, ebenso den Namen “Windwald Blaues Eck” für das neue Freiensteinauer Windkraftindustriegebiet. Tatsächlich bewirkt er eine neue Bedeutungszuschreibung: Der industrielle Charakter der Windkraftanlagen wird für die Massenmedien sprachlich “vergrünt”. (Der Sprachmissbrauch war ein wichtiger Teil der Propaganda im Nationalsozialismus, der allerdings im Unterschied zu den Sprachregelungen des Energiewendezeitalters,  dessen angebliche Modernität und technische Überlegenheit unterstreichen wollte und dazu  Begriffe aus der Technik in sachfremde Zusammenhänge übertrug, wie etwa “Gleichschaltung”.) Zu der Eröffnungsfeier der Freiensteinauer Windkraftanlagen hat sich unter anderem ein Filmteam aus Berlin angesagt. Die Windkraftgegner rufen zu einer Anti-Windwahn DEMO auf, um der Politik mit einer massenhaften Teilnahme klar zu machen, dass nicht nur vereinzelte Bürger und Initiativen den weiteren Ausbau und die Landschaftszerstörung ablehnen, sondern dass sich die Bürger die Naturzerstörung nicht mehr gefallen lassen wollen. Die Organisatoren,  BI Gegenwind Vogelsberg, BI blaues Eck, BI Metzlos-Gehaag-Jossa, BI Schöner Ausblick Elbenrod, mit Unterstützung des Landesverbands Vernunftkraft Hessen e.V., hoffen auf eine starke Teilnahme, damit den Naturzerstörern der heftige Gegenwind erfahrbar wird. Mehr Informationen: www.rtf-radmarathon.de

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1 Kommentar auf “Anti-Windwahn-DEMO, am 21. September 2014, in Hessen

  1. Hallo Ruhrkultur,
    vielen Dank für die Ankündigung der Windwahn-Demo im hessischen Freiensteinau. Dieser Ort steht nur beispielhaft für die Vernichtung unserer Natur. In Freiensteinau ist nichts mehr zu retten, Wir gehen dort für uns alle auf die Straße.

    Freiensteinau ist überall

    Kommt und unterstützt uns um diesen Feldzug der Natur- und Landschaftszerstörer aufzuhalten. Nur gemeinsam ist dieser Wahn noch zu stoppen.

    Ein Hilferuf aus dem Vogelsberg

    Hermann Dirr

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