Währung

Wurde Gaddafi ermordet, um eine libysche goldgestützte Währung zu verhindern?

eMails von Hillary Clinton belegen, dass die  NATO Gaddafi tötete, um Libyen an der Schaffung einer Gold-gestützten Währung zu hindern.

Die eMails von Hillary Clinton sind aus der Sicht von Global Research wirkliche Geschenke, die weiter gegeben werden. Aus ihnen gehe hervor, dass Frankreich die Gruppe der Befürworter der Resolution des UN-Sicherheitsrates anführte. Die Resolution sah vor, eine Flugverbots-Zone in Libyen zu schaffen. Hillary Clinton sei es vor allem um den Schutz der libyschen Zivilbevölkerung gegangen. Unter Berücksichtigung des derzeitigen Sachverhalts müsse man allerdings die Echtheit dieser Behauptung überdenken, sagt Global Research. Aber: Wie viele “Verschwörungstheoretiker” behaupten werden, war einer der wahren Gründe, in Libyen einzugreifen, Gaddafis Pläne für eine neue afrikanische Währung: den Gold-Dinar.

Einer der 3000 Hillary Clinton eMails stamme von Hillary Clintons inoffiziellen Berater Sydney Blumenthal mit dem Titel “France’s client and Qaddafi’s gold”. Daraus gehe hervor, dass die NATO Gaddafi hauptsächlich stürzen wollte, um die Gold-unterstützte afrikanische Währung zu zerschlagen. Zweitens ging es um die libyschen Ölreserven.

 

Treibende Kraft: Nicholas Sarkozy

Der französische Präsidenten Nicholas Sarkozy hatte laut E-Mail bei dem Angriff auf Libyen fünf spezifische Zwecke im Auge: Libysches Öl zu erhalten, den französischen Einfluss in der Region zu sichern, den Ruf von Sarkozy im Inland zu erhöhen, die französische Militärmacht zu behaupten und den Einfluss von Gaddafi im “frankophonen Afrika” zu verhindern.

Am meisten erstaunt Global Research die ausführliche Beschreibung der riesigen Bedrohung durch Gaddafis Gold- und Silberreserven auf den französischen Franc (CFA), der als primäre afrikanische Währung zirkuliert. Die Menge der Gold- und Silberreserven wird auf “143 Tonnen Gold und eine ähnliche Menge in Silber” geschätzt.

Global Research bezieht sich auf einen Abschnitt der E-Mail, der beweise, dass die NATO Hintergedanken für die Zerstörung von Libyen hatte.

Das Gold wurde vor der Rebellion angesammelt und soll dazu bestimmt gewesen sein, eine panafrikanische Währung auf der Grundlage des libyschen Gold-Dinars zu schaffen. Dieser Plan sei entworfen worden, um den frankophonen afrikanischen Ländern eine Alternative zum französischen Franken (CFA) zu bieten.

 

Die Gründe des Nato-Krieges gegen Libyen

In einer Quellenanmerkung zu den eMails wird erwähnt, dass kenntnisreiche Personen die Menge an Gold und Silber auf mehr als 7 Milliarden Dollar schätzten. Die französischen Geheimdienstbeamten hätten Gaddafis Plan kurz nach dem Beginn der Rebellion entdeckt. Das sei einer der Gründe gewesen, die die Entscheidung von Präsident Nicolas Sarkozy für Frankreichs Angriff auf Libyen beeinflussten. Diesen Personen zufolge wurden die Pläne von Sarkozy von folgenden Überlegungen angetrieben:

a) Wunsch, einen größeren Anteil an der libyschen Ölförderung zu gewinnen,

b) Erhöhung des französischen Einflusses in Nordafrika,

c) Verbesserung der internen politischen Situation in Frankreich,

d) Möglichkeit für das französische Militär, seine Position in der Welt wieder zu behaupten,

e) Angesichts der Besorgnis seiner Berater über die langfristigen Pläne von Gaddafi, Frankreich als die dominierende Macht in frankophonen Afrika zu vertreiben.

Sobald der französische Geheimdienst die Gaddafi-Dinarpläne entdeckte, hätte Frankreich beschlossen, die Kampagne gegen Gaddafi zu starten.

 

Gaddafis Fall führte zum Aufstieg des islamischen Extremismus

Traurig ist aus der Sicht von Global Research, dass Gaddafi zuvor Europa gewarnt hatte (in einem “prophetischen” Telefongespräch mit Blair). Sein Fall werde zum Aufstieg des islamischen Extremismus im Westen führen. Eine Warnung, die ungehört blieb. Global Research: “Was sind schon ein paar Leben in Frankreich und Libyen, wenn die größeren Ziele für die Taschen der Politiker und der Elite so viel besser sind?” (Sadly, Gaddafi had earlier warned Europe (in a “prophetic” phone conversations with Blair) that his fall would prompt the rise of Islamic extremism in the West. A warning that would go unheeded; what’s a few lives in France and Libya, if the larger goal lines the pockets of politicians and the elite so much better after all?)

The original source of this article is Sheep Media
Copyright © Sheep Media, Sheep Media, 2017

Hillary Emails Reveal NATO Killed Gaddafi to Stop Libyan Creation of Gold-Backed Currency

Foto: aymen-juha, pixabay

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Stromversorgung

Erbitterte Debatte in den USA über die Zukunft der Stromversorgung

Wissenschaftler engagieren sich in einer zunehmend bitteren und persönlichen Fehde, wie viel Energie die Vereinigten Staaten aus erneuerbaren Quellen zukünftig beziehen können. Eine große Gruppe von Forschern widerspricht der Behauptung, die USA könnten sich in dreißig Jahren vollständig auf Erneuerbare Energien umstellen. Sie geht davon aus, dass auch über 2055 hinaus fossile Brennstoffe genutzt werden. Eine entscheidende Rolle spielt in der Debatte das Stromnetz. Über die Auseinandersetzung, die in einer populären Zeitschrift veröffentlicht wurde, berichtet die Washington Post.

 

Wieviel Erneuerbare Energie ist möglich?

Im Jahr 2015 hatten laut Washington Post der Stanford-Professor Mark Jacobson und seine Kollegen argumentiert, dass zwischen 2050 und 2055 die Vereinigten Staaten völlig von “sauberen” Energiequellen versorgt werden und weder Erdgas, Biokraftstoffe, Kernenergie oder stationäre Speicher benötigt werden.

Im Jahr 2016 erhielten die Vereinigten Staaten nur 6,5 Prozent des Stroms aus Wasserkraft, 5,6 Prozent vom Wind und 0,9 Prozent von Solar. Dennoch begeisterte das Papier Befürworter der Erneuerbaren Energien und wurde von Senator Bernie Sanders, berühmten Unterstützern wie der Schauspieler Mark Ruffalo und viele Umwelt-Gruppen aufgenommen. Eine Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien wäre eine massive Verschiebung der aktuellen Energieversorgung.

Jacobsons Idee war laut Washington Post in den USA immer umstritten. Jetzt haben nicht weniger als 21 Forscher eine Studie in den einflussreichen Proceedings der Nationalen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht (die auch die ursprüngliche Studie von Jacobson im Jahr 2015 veröffentlichte). Der Lead-Autor dieser Studie ist Christopher Clack vom National Oceanic und Atmospheric Administration Earth System Research Laboratory.

Die Forscher argumentieren, dass die Arbeit von Jacobson und seinen Kollegen ungültige Modellierungswerkzeuge verwende. Außerdem enthielte sie Modellierungsfehler und unplausible und unzureichend gestützte Annahmen.

 

Überschätzte Erneuerbare Energien

Christopher Clack sagte: “Wir dachten, wir müssten einen Peer-Review-Artikel schreiben, um einige der Fehler hervorzuheben und eine breitere Diskussion darüber zu entfachen, was wir wirklich brauchen, um den Klimawandel zu bekämpfen”. Als einzige Möglichkeit, es in einer fairen und unvoreingenommenen Weise zu tun, sei ein Peer-Review infrage gekommen. Dadurch sei gewährleistet, dass externe Schiedsrichter sicherstellen können, dass die Studie keine Unwahrheiten enthält.

Die Studie von Clack wird von einer Reihe bekannter Forscher, einschließlich des prominenten Klimaforschers Ken Caldeira der Carnegie Institution, des Energieforschers Dan Kammen von der University of California in Berkeley und des ehemaligen EPA Science Advisory Board Vorsitzenden Granger Morgan unterstützt.

In einem Brief, der gleichzeitig in der von der Washington Post erwähnten Zeitschrift erschien, feuern Jacobson und drei Stanford-Kollegen zurück, dass Clacks Kritik selbst “mit Fehlern durchsetzt” und “nachweislich falsch” sei. Jacobson unterstellte auch, dass seine Kritiker zugunsten der Kohlenstoff-basierten Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle sowie Kernenergie voreingenommen seien.

 

An den Stromnetzen scheiden sich derzeit die Geister

Kritiker haben der Washington Post zufolge stets behauptet, dass eine geringe Menge an Wind- und Solarenergie problemlos in das Stromnetz eingespeist werden könne, eine zu große Menge es destabilisieren könne. Das Stromnetz werde immer einige grundlastfähige (“baseload”) Energiequellen wie Kernkraft, Kohle oder Gas benötigen, die kontinuierlich Leistung erbringen, anstatt intermittierend von der Verfügbarkeit von Sonne oder Wind abhängig zu sein.

Die Washington Post führt die Auseinandersetzung zwischen den Forschern auf die Trump-Regierung zurück. Sie habe nach Ansicht der Washington Post signalisiert, dass sie nicht glaube, dass das nationale Stromnetz eine schnelle und gründliche Verschiebung hin zu Erneuerbaren Energien unterstützen kann, wie Jacobson vorschlägt. In der laufenden Woche soll die Freigabe einer Studie über den Einfluss der Erneuerbaren Energien über das Stromnetz durch den Energieminister Rick Perry erfolgen. Die Washingon Post vermutet, dass sie die Angst vor Erneuerbarer Energie schürt und das Stromnetz als Argument verwendet, um Wind und Solar zu kritisieren und darzustellen, wie sie das Stromnetz beeinträchtigen.

Die Debatte ist aus Sicht der Washington Post entscheidend. Denn während es großartig sei, über Wind und Solar in der Theorie zu sprechen, sei es die Realität, dass die Elektronen, die sie erzeugen, durch Drähte und Sendestationen gesendet werden müssen, um die Bedürfnisse an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten zu befriedigen. “Wir müssen uns mit einer Möglichkeit beschäftigen, Elektrizität in großem Maßstab zu speichern, ein zurzeit größtenteils ungelöstes Problem.”

Dieses Problem sehen Jacobson und seine Kollegen nicht. Sie halten den Befürchtungen laut Washington Post entgegen, dass die variablen oder “intermittierenden” Stromquellen nicht immer ihre Produktion danach ausrichten würden, wenn die Leute sie am meisten brauchen. (“The research, said Jacobson and his co-authors, should put to rest fears that adding large amounts of wind and solar to the grid would be destabilizing because these variable or “intermittent” sources of electricity would not always line up their production with the times when people need them most.”)

 

Keine 100%ige Stromversorgung aus erneuerbaren Energien

Clack und sein Team halten die Studie von Jacobson als Richtschnur für die zukünftige Stromversorgung der USA für ungeeignet: “Die zahlreichen Unzulänglichkeiten und Fehler der Studie machen sie als Leitfaden für die wahrscheinlichen Kosten, die technische Zuverlässigkeit oder die Machbarkeit eines 100%igen Wind-, Solar- und Wasserkraftwerks” unsolide, schreiben sie. “Es ist eine Sache, den potenziellen Einsatz von Technologien in einer klar abgegrenzten hypothetischen Analyse zu erforschen; es ist eine ganz andere, zu behaupten, dass ein Modell, das diese Technologien in einer beispiellosen Größenordnung verwendet, schlüssig die Machbarkeit und Zuverlässigkeit des modellierten Energiesystems zeigt, das von der Mitte des Jahrhunderts an umgesetzt wird.”

Besonders bemerkenswert findet die Washington Post, dass in der Studie von Jacobson und seinen Kollegen die Kernenergie keine Berücksichtigung findet. Sie produziere keine Treibhausgase und laufe 24/7 ohne Unterbrechung. Auch Kohlenstoffabscheidungen und -speicherung werden nicht erwähnt. Sie können dazu beitragen, die Emissionen von Kohle- und Erdgasanlagen zu senken, meint Washington Post. Bioenergie, die oft als entscheidend für die Begrünung der Strom- und Verkehrssektoren gehalten würden, seien nicht genannt.

 

Ein bunter Mix aus technischen und sozialen Ideen

Jacobson habe eine Antwort auf die Kritik an seiner Studie in der Zeitschrift veröffentlicht und Zeile für Zeile der Studie von Clack widersprochen. Zusätzlich zu seinen Einwänden, die seine Arbeit geprägt haben, hat er der Washington Post zufolge darauf hingewiesen, dass die Autoren mehr darauf ausgerichtet seien, Kohlendioxid-Emissionen zu senken als sich für andere soziale Vorteile zu interessieren, an denen er, Jacobson, und seine Mitautoren interessiert seien. “Wir interessieren uns für Luftverschmutzung, Gesundheit, Energiesicherheit, Atomwaffenverbreitung, die Verringerung der Gefahr für die Gesellschaft”, sagte er. (“We’re interested in air pollution, health, energy security, nuclear weapons proliferation, reducing the risk to society of all the dangerous considerations,” he said.)

Es gibt zahlreiche komplexe Behauptungen und Gegenbehauptungen in der Debatte, sagt die Washington Post. Das sei ein Teil des Problems, meint David Victor, ein energiepolitischer Forscher an der Universität von Kalifornien in San Diego und ein Co-Autor der neuen Kritik. Die vorliegenden Studien scheinen technisch verankert zu sein und sehr komplex. Alle weisen darauf hin, dass das Problem mit einer Reihe von Optionen, die offenbar politisch sehr attraktiv sind, lösbar ist”, sagte er über Jacobsons Studien. Er hält dies für den Grund, warum die Forschung so einflussreich war.

“Unsere Analyse schlägt vor, dass wir an keiner dieser Analysen festhalten”, sagte David Victor. “Ich kann verstehen, dass die Emotionen hoch gehen, aber wir haben eine Pflicht als Wissenschaftler, die Tatsachen zu nennen, wie wir sie sehen.” (“Our analysis suggests … that none of that work holds up,” Victor said. “So I can totally understand that emotions are high, but we have a duty as scientists to call the facts as we see them.”)

 

Quellen:

Foto: scym, pixabay

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THAAD

Südkoreanische Großmütter schwören, THAAD bis zum Ende zu bekämpfen

In Soseong-ri, einem kleinen Bauerndorf mit etwa 80 Einwohnern im südlichen Südkorea, steht eine Gruppe von älteren Frauen an der Spitze der Proteste gegen den Einsatz des US-Raketensystems THAAD  in ihrer Nachbarschaft. Sie haben ihr Leben umgestellt und schwören, THAAD bis zum Ende zu bekämpfen.

 

Mahnwache rund um die Uhr

Reuters berichtet über ein Dutzend Frauen, alle in den 60er bis 80er Jahren, die jeden Tag rund um die Uhr zur Verfügung stehen, um sicherzustellen, dass keine Militärfahrzeuge durch die einzige Straße an den Einsatzort, ein ehemaliger Golfplatz im Besitz eines führenden Unternehmens, der Lotte Group, gelangen. Die Mahnwache habe das US-Militär gezwungen, Hubschrauber zu benutzen, um die Einrichtung, die das Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) System beherbergt, mit Treibstoff zu versorgen.

Die Frauen schwenken Stöcke und Regenschirme gegen die Militärhubschrauber, sobald sie über das Dorf fliegen und rufen, dass sie verschwinden sollen, sagt Reuters. Sie haben kein Interesse an der Stationierung, protestieren und sehnen sich nach dem Frieden, den sie vorher hatten.

“Ich kann nicht schlafen, ich nehme Beruhigungsmittel, aber ich bekomme nur noch zwei Stunden Schlaf”, sagte die 87-jährige Na Wi-bun laut Reuters, die einen Kilometer (0.62 Meile) vom Gelände entfernt wohnt. Sie sagt, dass sie die Generatoren der THAAD hört, die rund um die Uhr summen.

Na gehe jeden Tag zum Rathaus,  eine Zuflucht für eine Gruppe von Frauen sowie für eine Reihe von Bürgergruppen, die gegen den Einsatz protestieren.

 

Versprechen gebrochen?

Südkoreas ehemalige konservative Regierung hatte den Vereinigten Staaten 2016 zugesagt, die THAAD-Batterie zu stationieren, um den wachsenden Bedrohungen durch nordkoreanische Raketen entgegenzuwirken. Der neue liberale Präsident Moon Jae-in hatte während seiner erfolgreichen Kampagne für die 9. Mai-Wahl versprochen, die umstrittene Entscheidung  zu überprüfen.

Letzte Woche ordnete Moon die Einstellung der vollständigen Versorgung an, während die Regierung überprüft, wie das System die Umgebung des Gebiets beeinflussen wird. Aber es besteht laut Reuters keine Absicht, die Entscheidung zu ändern. Die Elemente der Batterie, einschließlich zwei Trägerraketen, die bereits auf dem Gelände installiert sind, werden bleiben, habe Moons Regierung beschlossen.

Die meisten Soseong-ri-Dorfbewohner haben für Moon oder den anderen liberalen Kandidaten, Ahn Cheol-soo, gestimmt, sagte eine Einwohnerin. Zu ihnen gehört laut Reuters auch die 67-jährige Kim Jeom-Sook. Kim, deren Großvater im  koreanischen Krieg 1950-1953 starb, sagt, THAAD wäre nutzlos, wenn Nordkorea entschlossen sei, den Süden anzugreifen.

“Wenn Nordkorea Boom Boom boomt, können sie überall zuschlagen und ein Feuermeer schaffen. Ich bin mir sicher, dass es diesem Bereich dann genau so ergehen wird, wenn sie wollen”, sagte Kim.

“Ich werde ihnen mit meinem letzten Atemzug sagen, dass sie THAAD wegnehmen sollen”, sagte eine andere Einwohnerin.

 

Quelle:

https://www.reuters.com/article/us-southkorea-usa-thaad-protests-idUSKBN19706M

 

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Aliens

Greenpeace: “Die Aliens wollen unsere Erde zerstören, allen voran US-Präsident Trump”

Für eine Neue Weltordnung.

Professionelle Propaganda für eine neue Weltordnung können sich nur wohlhabende Lobbyisten einer Industrie leisten, die das Volkseinkommen zu ihren Gunsten umverteilt hat oder umverteilen will. Die Lobbyisten verstehen bestens, zugunsten ihrer Geschäfte Emotionen auszukosten und zu schüren und mittels primitiver Freund-Feind-Bilder Menschen auf ihre Seite zu ziehen.

„Planet First“ lautet der neue Slogan von Greenpeace International. Der Werbefilm von Greenpeace International ist ein anschauliches Beispiel für die Demagogie einer sozialen Bevölkerungsschicht, die ihre egoistischen Interessen als moralisch unanfechtbar verkauft. Greenpeace hat sich aus einer einstmals wichtigen Umweltschutzorganisation zu einer politischen Organisation entwickelt, die sich als die wahre und einzige Lösung zur Rettung des Planeten stilisiert. Dazu nutzt Greenpeace alle Mittel der modernen Propaganda. Als Grundlage dafür dienen seit je her Gefühle, Instinkte und Vorurteile der Menschen.

Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes verbreitet Greenpeace die Illusion, der Verein stehe auf der Seite des Guten gegen das Böse und sei in der Lage, sie zu differenzieren und die Zerstörung des Planeten abzuwenden. Das sei möglich, denn die Menschen „haben genug erneuerbare Energien, um den Planeten zu retten“ verkündet das Video. Und sie haben laut Videobotschaft etwas, das sie Glück nennen. Etwa 90 Prozent der Menschen wollen die Erde retten, heißt es weiter. Aber es gibt einen Feind, der dem Glück im Wege steht, eine reale Person, nämlich Donald Trump.

 

Greenwar

Der Hassbotschaft des Videos folgt kein Aufruf zur Beseitigung des Feindes. Das muss es auch nicht, denn jeder kann seine Schlussfolgerung, wie man sich eines Feindes entledigt, selbst ziehen. Die Botschaft impliziert nach Auffassung kritischer Beobachter jedoch einen Aufruf zum Tyrannenmord.

Es muss niemanden verwundern, dass der gewählte Präsident der USA, die gleichgeschalteten Kampagnen von Greenpeace und anderen politischen und Umweltorganisationen gegen ihn als “Hexenjagd” bezeichnet:

 

Die neue Ideologie wird Früchte tragen, denn die Medien arbeiten kongenial seit Monaten und Jahren an einer Transformation der Gesellschaft, die tendenziell Vertretern einer neuen, besonders aggressiven Industrie zur Macht verhilft – im Namen des Klimaschutzes. Greenpeace ist schon längst Greenwar, aber kaum jemand hat es bemerkt.

 

“Die Aliens wollen unsere Erde zerstören, allen voran US-Präsident Trump”

Das Video wurde von Greenpeace Deutschland am 05.06.2017 veröffentlicht. Im Text zum Video heißt es:

“Die Aliens wollen unsere Erde zerstören, allen voran US-Präsident Trump. Jeder einzelne von uns kann dagegen etwas tun. Ab auf die Straße und für unseren schönen Planeten einstehen. Wir haben nur den einen! #PlanetEarthFirst Greenpeace erwartet von den 19 verbliebenen Regierungschefs der G20, dass sie ein klares Signal für eine schnelle Umsetzung des Pariser Klimaabkommens geben – auch ohne US-Präsident Donald Trump. Umso wichtiger ist es, dass sich die übrigen G20-Staaten nicht von den USA und ihrem „America First“ bremsen lassen. Der Ausstieg aus den fossilen Energien kann gelingen, mit oder ohne den mächtigsten Mann der Welt.
Wenn ihr selbst ein Zeichen setzen wollt, kommt am 2. Juli zur Protestwelle am Hamburger Rathausmarkt.”

Greenpeace rät: Die Menschen können die Erde retten, wenn sie nur noch „gute Produkte“ kaufen und sich hinter die „guten Firmen“ stellen.

 

G20-Gipfel in Hamburg

Das Zeichen, das Greenpeace drei Wochen vor dem G20-Gipfel in Hamburg setzte, bestand aus einer emotionalen Show. Laut Hamburger Abendblatt projizierten in der Nacht zu Freitag Aktivisten eine herzförmige Erde mit der Forderung “Planet Earth First” auf das Hamburger Konzerthaus. Dieses “leuchtende Zeichen für den Klimaschutz” war als “Antwort auf die “America First”-Politik von US-Präsident Donald Trump” gedacht. Untermalt wurde die Botschaft durch den Pianisten Michael Abramovich. Er spielte auf der Elbe an einem schwimmenden Konzertflügel Frédéric Chopins Nocturne op. 9, Nr. 2 in Es-Dur.

An dem Wochenende des G20-Gipfels informieren nach Angaben der Umweltorganisation Hunderte Greenpeace-Ehrenamtliche in 44 Städten darüber, warum der G20-Gipfel wichtig für den Klimaschutz sei, berichtet unter anderem das Hamburger Abendblatt. Gemeinsam mit anderen Bürgerrechts- und Umweltaktivisten laden sie ein, Protestbanner und Schilder für die G20 Protestwelle am 2. Juli in Hamburg zu gestalten. Das Klimaherz werde als zentrales Motiv für den Klimaschutz auf Banner und Protestschilder gemalt.

 

Titelfoto: Greenpeace

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Klimaschutzabkommen

Das Pariser Klimaschutzabkommen – Hebel zur Macht

Klimaschutzabkommen – Nicht verhandelbar.

In einer gemeinsamen Erklärung haben Deutschland, Frankreich und Italien ihren Beschluss mitgeteilt, dass das Pariser Klimaschutzabkommen unumkehrbar sei und nicht mehr neu verhandelt werden könne. „Wir betrachten die im Dezember 2015 in Paris erzeugte Dynamik als unumkehrbar und sind der festen Überzeugung, dass das Übereinkommen von Paris nicht neu verhandelt werden kann, da es ein lebenswichtiges Instrument für unseren Planeten, unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften darstellt“, heißt es in der Erklärung des Triumvirats.

 

Führungsanspruch

Das EU-Triumvirat, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Italien, erhebt mit seiner gemeinsamen Erklärung einen Führungsanspruch innerhalb der EU, für Europa und für die Welt. Das Klimaschutzabkommen sei nicht verhandelbar, heißt es darin. Eine erstaunliche Formulierung. Denn nicht einmal eine Enzyklika gilt als unfehlbar. Und nur dann gilt die Aussage eines Papstes als unfehlbar, wenn er in seinem Amt als „Lehrer aller Christen“ eine Glaubens- oder Sittenfrage als endgültig entschieden verkündet. Auf dieser Ebene bewegen sich zurzeit die Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit ihr Frankreich und Italien. Der Rest der EU wurde nicht gefragt.

Das Pariser Klimaschutzabkommen wird von der EU zum Codex einer neuen Weltordnung erklärt. Sie hat es geschafft, globale Klimapolitik als strategische Frage der Weltpolitik zu etablieren, die Finanz-, Wirtschafts- und Außenpolitik systematisch einschließt.

Eigentlich war den USA die Führungsrolle beim Aufbau einer neuen Weltordnung zugedacht. Die Wunschkandidatin der EU für Obamas Nachfolge war Hillary Clinton, die diese Politik im Sinne Obamas fortgesetzt hätte. Der US-Präsident Trump hat diese ihm zugedachte Rolle zum Ärger der EU jedoch aus verschiedenen Gründen zurückgewiesen. China, die zukünftige Weltmacht Nummer Eins, wurde als neuer starker Partner und als Ersatz für die USA auserkoren, die Interessen des Westens zu wahren.

China hat das Pariser Klimaschutzabkommen nur deshalb unterzeichnet, weil dem Land weitgehende Zugeständnisse in Bezug auf CO2-Emissionen gemacht wurden. Der Klimaschutz stand nicht mehr auf Platz Eins der Agenda. Die Umweltministerin Barbara Hendricks sagte, der US-Präsident Trump werde maximal acht Jahre Präsident sein. Dies würde das Weltklima überstehen.

Ohne China hätte ein Klimaschutzabkommen keinen Sinn ergeben. Ohne die USA allerdings auch nicht. Pro Kopf liegt der CO2-Ausstoß in den USA sogar wesentlich höher als in China. Während China längere Fristen für die Umstellung seiner Energieversorgung eingeräumt wurde, wird den USA, die mit großen inneren Wirtschafts- und sozialen Problemen zu kämpfen haben, eine längere Frist verweigert.

Klimaschutz – Die Grundlage für eine Neue Weltordnung

Das Klima ist keine reale, sondern eine von Computerprogrammen errechnete Größe, die im Verlauf der letzten Jahre mehrfach korrigiert wurde. Die einzige Aussage, die wir mit Gewissheit über das Klima treffen können ist, dass der Klimawandel zur Erdgeschichte gehört und der menschliche Einfluss auf die Veränderung des Klimas, wenn überhaupt, nur einen geringen Anteil an Klimaveränderungen hat.

Bei dem Pariser Abkommen geht es nicht primär um das Klima. Das Abkommen zielt darauf, die globale Klimapolitik als strategische Frage der Weltpolitik zu etablieren. Über das Thema Klimaschutz können Dank des Abkommens andere Politikbereiche wie die Finanz-, Wirtschafts- und Außenpolitik systematisch in eine weltweit geltende Politik einbezogen werden.

Ähnlich wie ein gezüchtetes Virus, ist „Klima“ aus dem Labor der Klimaforscher entwichen, hat sich als Idee verbreitet, als politische Forderung die Bezeichnung “Klimaschutz” und damit eine neue Funktion erhalten. Klimaschutz ist das Markenzeichen für den globalen Handel, ein Mittel zur Steuerung der Kapitalbewegungen und der Einflussnahme auf die Volkswirtschaften aller Länder, auch wenn sie das Abkommen nicht unterzeichnen. Die Bundesumweltministerin sagte zu BILD: „Ich bin sicher, dass der US-Präsident in Hamburg auf 19 Staaten trifft, die beim Klimaschutz zusammenstehen. Da wird er sich womöglich noch wundern!“

Das Pariser Abkommen erlaubt zwar keine rechtliche, aber eine moralische Verurteilung von Ländern, die geforderte Klimaschutzmaßnahmen nicht einhalten. Es ermöglicht Sanktionen unterhalb der Kriegsschwelle durch ein Kollektiv, für das die drei europäischen Staaten einen Führungsanspruch angemeldet haben.

 

Klimaschutz ist wie die Möhre, der der Esel folgt.

Man kann nicht behaupten, dass die 194 Länder, die das Klimaabkommen unterzeichnet haben, von einer kleinen, reichen, aggressiven Minderheit über den Tisch gezogen wurden. Alle Länder, die unterschrieben haben, haben sich von dem Abkommen eigene wirtschaftliche Vorteile versprochen. Das Pariser Abkommen verleiht rohstoffarmen westlichen Industrienationen ein menschenfreundliches Image bei der Ausplünderung der ärmeren Staaten. Es verschafft westlichen Ländern Exportmöglichkeiten und das Überleben ihrer Großkonzerne. Ärmeren Ländern gewährt es die Möglichkeit zur Einforderung von Schutzgeldern im Namen der “Klimagerechtigkeit”. Gleichzeitig bietet es den westlichen Ländern einen Hebel, um mit diplomatischen Mitteln aufstrebende Industrienationen durch teure Klimaschutz-Auflagen so lange wie möglich von der Entwicklung eigener Industrien fernzuhalten.

Für diese Sichtweise des Klimaschutzprogramms stand auch Barack Obama. Dass Klimaschutz einer Fortführung des Politik mit anderen Mitteln zu Gunsten der USA und nicht primär dem Schutz des Klimas dient, hatte Obama in einer viel beachteten Abschlussrede vor Kadetten in West Point am 28. Mai 2014 deutlich gemacht.

 

Der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen ist kein Vertragsbruch

Donald Trump hat auf Fehler in dem Abkommen aufmerksam gemacht, die die USA benachteiligen, und deshalb um eine Überarbeitung des Vertrages gebeten. Diese Bitte lehnt die EU brüsk ab. Der US-Präsident sagte: “Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt“ könne er das Abkommen nicht tragen, weil es sehr viel koste und im Ergebnis einfach zu wenig bringe. Er sagte dies durchaus auch im Interesse anderer Länder. Der Wechsel europäischer Politik von der freundschaftlichen Grundhaltung zum aggressiven Anti-Amerikanismus ist atemberaubend. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass dieser Wechsel der Person Donald Trump geschuldet ist.

Die Vereinigten Staaten haben mit ihrem Rückzug aus dem Pariser Abkommen keinen Vertrag gebrochen, wie es Politik und Medien fälschlicherweise darstellen. Die USA waren dem Abkommen nie wirklich beigetreten. Der US-Kongress, der den Vertrag hätte unterzeichnen müssen, damit er hätte gültig werden können, hat ihn nicht zur Ratifizierung vorgelegt bekommen. Er hätte ihm auch nicht zugestimmt. Weil Obama das wusste, hat er den Kongress umgangen und ist dem Abkommen durch einen Präsidentenerlass beigetreten. Welche rechtliche Verpflichtung sich für die USA daraus ergeben hat, wird derzeit geprüft.

Das Klimaschutzabkommen ist völkerrechtlich nicht bindend. Es wird insbesondere von Deutschland und der EU dennoch als unverhandelbar dargestellt. Das Klimaschutzabkommen ist mit Zustimmung der Vertragspartner selbstverständlich änderbar. In monströsen Konstrukten wie dem Pariser Klimaschutzabkommen wäre dies allerdings ein aufwändiges Unterfangen.

 

Warum lehnt Deutschland Klima-Verhandlungen mit den USA ab?

Ein triftiges Argument, Gespräche mit den USA über Theorien und Maßnahmen in Bezug auf Klimaveränderungen abzulehnen, gibt es nicht. Es muss andere, gewichtigere Gründe für die Zurückweisung des Angebots von Donald Trump, neu zu verhandeln, geben, die bedeutender sind, als der Aufwand für eine Neuverhandlung. Dabei dürften für die Bundesregierung das Budget und die Umverteilung von enormen Geldmengen auch zu Gunsten der eigenen Großindustrie eine wichtige Rolle spielen.

Das zentrale Finanzierungssystem der UN für Klimaschutz-Hilfen ist der Green Climate Fund (GCF). Der Klimafonds wurde mit dem Ziel gegründet, Geld für Klimaschutz-Projekte bereitzustellen. Er dient für multilaterale Finanztransfers von Industrieländern in Entwicklungsländer. Bis zum Jahr 2020 sollen für diesen Zweck jährlich 100 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden. Die Vergabe der Finanzmittel ist jedoch intransparent und zeigt, dass es bei der Bewertung klimaschonender Projekte keine Einigkeit gibt.

Wegen der Finanzierung von zwei Staudämmen mit Mitteln des GCF geriet der Grüne Klimafonds in die Kritik. Es seien Wasserkraftprojekte angenommen worden, ohne dafür klare Kriterien zu definieren und mit unklarem Klimanutzen. In diesen undurchsichtigen, offenbar unkontrollierbaren Fonds will Donald Trump kein Geld investieren, das nach Überzeugung des US-Präsidenten in den USA dringender für andere Zwecke gebraucht wird.

Wichtigster Grund dürfte sein, dass Deutschland schwere Zeiten bevorstehen. Target 2, Selbstüberschätzung bei der Einwanderungspolitik und das drohende Ende der deutschen Variante der Energiewende haben den Druck auf die Bundesregierung erhöht. Die Bundesregierung hat sich unter Angela Merkel dem Einfluss von Pressure-Groups gebeugt und auf den Ausstieg aus der Kernenergie eingelassen. Anstatt in Ruhe einen vernünftigen Plan mit Berechnungen der entstehenden Kosten und Folgeabschätzungen zu entwickeln, verkündete die Bundeskanzlerin im Juni 2011 das Aus der Kernenergie. Danach verfiel Deutschland in hektische Bautätigkeiten und ließ mit üppigen Subventionen massenweise Windräder und Solaranlagen bauen. Einen Plan, wie der überschüssige Strom zu speichern ist, ob die Infrastruktur geeignet ist und wie hoch die Gesamtkosten zu beziffern sind, gab es nicht. Die Kosten könnten bis 2030 durchaus die Grenze von einer Billion Euro überschreiten.

Angela Merkel bleibt nur die Wahl, ihre Fehlentscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie von 2011 einzugestehen oder die Fehler durch einen präsidialen Führungsstil zu kaschieren. Sie wählte den zweiten Weg.

Deutschland und die EU feiern das Pariser Abkommen als einen Erfolg. Sie glauben, dass sie die unterschiedlichen Interessen einzelner Länder auf ein gemeinsames Ziel hin bündeln konnten. Sie geben vor, die Menschheit vor dem Klimawandel erretten zu können. Die drei EU-Länder fühlen sich mit den Unterschriften unter das Klimaabkommen in einer starken Position, haben durch Trumps Rückzug ein vermeintliches Machtvakuum entdeckt und nutzen die Gelegenheit, um ihren Anspruch auf die Weltführerschaft anzumelden. In der gemeinsamen Erklärung gegenüber den USA haben sie diesen Anspruch unter Schmähungen Trumps manifestiert.

Dem Versuch der EU, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes eine neue Weltordnung zu etablieren und die USA zur Kasse zu bitten, hat Trump eine Absage erteilt, nicht dem Schutz der Umwelt.

 

Der neue Partner an Merkels Seite

Angela Merkel braucht mehr als alle anderen Staaten der EU einen Ersatz für die USA und einen starken Verbündeten. Die Entscheidung zum gleichzeitigen Ausstieg aus Kohle und Kernenergie macht Deutschland verwundbar und daher vom Wohlwollen anderer Länder abhängig. China, auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht Nummer Eins, bot sich als Retter an.

Chinas Premierminister Li Keqiang versicherte der Bundeskanzlerin, sein Land werde sich auch in Zukunft an das Pariser Klimaabkommen halten. Mit Blick auf den G20-Gipfel der großen Industrie und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg hat Li der Bundesregierung volle Unterstützung zugesichert. “Wir werden dafür sorgen, dass das ein Erfolg wird”, versprach der Premierminister. Der Gipfel solle ein Signal für Freihandel und Investitionserleichterungen sein.

Partner der Klimaschützerin Angela Merkel wurde also das Land, das mit den höchsten CO2-Emissionen noch mindestens 10 Jahre seine Industrie ohne Einschränkungen hinsichtlich der CO2-Emissionen unterstützen darf. Es ist mittlerweile der weltweit größte Hersteller von Windkraft- und Solaranlagen, eigentlich die Herzstücke der neuen deutschen Industrie. Wie soll das gutgehen? Dass diese Entwicklung nicht ohne Folgen für Arbeitsplätze in Deutschland bleiben wird, liegt auf der Hand. Qualifizierte Arbeitsplätze werden bereits ins Ausland exportiert. Deutschlands Dienstleistungsbereich bietet keinen adäquaten Ersatz für den Verlust wertschöpfender Arbeitsplätze.

 

Klimaschutz ist eine “Überreligion”

“Klimaschutz” ist der geniale Titel eines Wirtschafts- und Gesellschaftsprogramms, das als Pariser Klimaschutzabkommen den Menschen, unabhängig von Kontinenten, Wirtschaftsformen und Religionen, den Glauben an das Gute im Menschen und eine „Überreligion“ geschenkt hat. Der Klimaschutz ist für die Anhänger der Erneuerbaren Energien eine Aufgabe zur Rettung der Menschheit.

“Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren. Nichts kann und wird uns dabei aufhalten”, sagte Angela Merkel trotzig und enttäuscht über den Ausstieg der USA aus dem Abkommen. Aber sie liegt falsch. Deutschland braucht das Pariser Abkommen, die Schöpfung braucht es nicht, auch nicht die Welt. Der missionarische Ehrgeiz Angela Merkels kennt jedoch nur Freunde oder Feinde, aber keine Grenzen. So sagte sie stellvertretend für 194 Staaten im Pluralis Majestatis: „Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln.“

 

“Mutter Erde” – Nichts kann uns aufhalten

“Nichts kann und wird uns dabei aufhalten” die Schöpfung zu bewahren, verkündete die Bundeskanzlerin. “Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde.”

Mit der Anspielung auf die “Mutter Erde” hat sich die Pfarrerstochter jetzt völlig vergriffen. Denn ausgerechnet der Erfinder der Gaia-Theorie, James Lovelock, hat mit Windkraftindustrieanlagen, dem Steckenpferd der deutschen Energiewende, abgerechnet:

“Ich bin ein Umweltschützer und Gründungsmitglied der Grünen, aber ich neige mein Haupt in Scham bei dem Gedanken, dass unsere ursprünglichen guten Absichten derart missverstanden werden. Wir haben niemals eine fundamentalistische grüne Bewegung beabsichtigt, die alle anderen Energiequellen als die der Erneuerbaren Energien ablehnt, noch haben wir erwartet, dass die Grünen unser ökologisches Erbe von unschätzbarem Wert wegwerfen, wegen ihres Versagens zu verstehen, dass die Bedürfnisse der Erde nicht von menschlichen Bedürfnissen zu trennen sind.”
James Lovelock fügt hinzu:
“Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die sich drehenden Windmühlen nicht wie die Statuen auf den Osterinseln werden – Denkmäler einer gescheiterten Zivilisation.”

Mutter Erde wird Angela Merkel aufhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Deutschland den Kampf gegen die Physik und Unvernunft erschöpft aufgibt, die Führungsrolle China überlässt und Europa sich in seine Bestandteile zerlegt.

Silver Surfer

Foto: printlia, pixabay


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Osteuropäische

Unterlaufen Osteuropäische EU-Staaten das Pariser Klima-Abkommen?

Osteuropäische Staaten gehen auf Distanz

Der US-Präsident Donald Trump geht nicht alleine auf Distanz zum Pariser Klimaschutz-Abkommen. Der Journalist und Autor Arthur Neslen, Climate Home, berichtet, dass osteuropäische EU-Staaten hinter den Kulissen eine Revolte gegen das Pariser Abkommen vorbereiten. Sie blockieren Schlüsselmaßnahmen, die erforderlich sind, um das Versprechen einzulösen, das sie vor 18 Monaten unterzeichnet habe, sagt Neslen.

 

Klima-Abkommen

Auf der Pariser Klimaschutzkonferenz (COP21) im Dezember 2015 haben sich 195 Länder auf ein allgemeines, rechtsverbindliches weltweites Klimaschutzübereinkommen geeinigt. Das Übereinkommen umfasst einen globalen Aktionsplan, der die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C begrenzen soll, um einem “gefährlichen Klimawandel” entgegenzuwirken.

 

Verzögerungstaktik

Der Journalist und Autor Arthur Neslen berichtet über Dokumente, die belegen, dass die Visegrád-Länder* versuchen, mittels eines Nachhut-Manövers alle Bemühungen zur Einhaltung des Klimaschutz-Abkommens auszuhöhlen, zu blockieren oder zu verwässern. Er sehe darin Parallelen zum Rückzug von Präsident Donald Trump aus der Klimapolitik in Washington, sagt Arthur Neslen.

Die Energieeffizienz soll bis zum Jahr 2030 rund die Hälfte der Emissionsreduktionen in Europa ausmachen. Ein tschechischer Vorschlag könnte jedoch die Energiesparverpflichtungen um 1,5% pro Jahr auf tatsächlich nur 0,35% reduzieren.

Unterhalb des Radars habe Polen ein Manöver gestartet, das das Winterpaket der EU in seiner Gesamtheit – insbesondere eine geplante Begrenzung der Emissionen von Kraftwerken – blockieren könnte. Dazu müsste es von einem Drittel der EU-Parlamente oder 10-13 Staaten unterschrieben werden.

Die verschiedenen Flügel der EU werden nach Meinung von Arthur Neslen schließlich einen Kompromiss ausdiskutieren. Er werde zwischen dem ursprünglichen Vorschlag der Kommission, der zur Erfüllung des Pariser Versprechens vorgesehen war, und den Gegenvorschlägen, die dazu bestimmt sind, diesen zu schwächen, liegen.

Die Auswirkung, die dies auf die Gesamtemissionen der EU haben könnte, habe in Brüssel bei denjenigen Bedenken hervorgerufen, die die Marktführerschaft der EU in Klimafragen behalten wollen.

Quellen:

Sinngemäße Übersetzung von Martin Schade

*Visegrád-Länder, Visegrád-Gruppe oder auch als V4 bekannt, ist eine lose Kooperation der vier mitteleuropäischen Staaten Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn. Sie sind sich einig in ihrer Ablehnung der Flüchtlingspolitik Merkels. 

Foto: geralt, pixabay

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Mexiko

Schmutzige Windkraft. Mexikos öliges Geheimnis

Mexiko und das ölige 7 Milliarden-Dollar-Geheimnis

Wie fast alle, die von den unzähligen Tentakeln der Grünen Lobby berührt wurden, dachte auch Mexiko, dass der Bau von Windparks dazu beitragen würde, den Energiemix sauberer zu machen. Aber jetzt ist Aufräumen in Juchitan angesagt, um das Land von dem Öl, das aus Windkraftanlagen fließt, zu befreien.

Arbeiter tragen Masken und Augenschutz, um den kontaminierten Boden zu verpacken und verschicken. Sie haben die Sockel der Windkraftanlagen in Tücher gewickelt, um weitere Leckagen zu stoppen. Und sie sind damit beschäftigt, das Schmiermittel wegzuscheuern, das aus den Maschinen der Erneuerbaren Energien tropft.

Ein Ortsansässiger, der das Land für Windkraftwerke an das staatliche französische erneuerbare Energieunternehmen EDF vermietet hat, sagte: “Der Gestank war schrecklich, wie eine Art verbrannter Treibstoff oder Ammoniak. Die Bäume glänzten mit Öl.” Ähnliche Berichte über diese schrecklichen Verunreinigungen finde man entlang der ganzen Küste, berichtet Green Watch.

Die Lecks bereiten der Grünen Lobby Kopfschmerzen, weil sie den Anteil der Windkraftanlagen an dem 6,9 Milliarden Dollar Energieplan Mexikos in Frage stellen.

 

Die Windkraftanlagen in Mexiko vertragen den starken Wind nicht

Schlimmer noch ist die offensichtliche Ursache der Lecks: starke Winde. Ähnliche Probleme wie EDF hatte auch das spanische Unternehmen Acciona SA mit seinen Windkraftanlagen, die ebenfalls nicht mit den Winden, die die Unternehmen angezogen hatten, umgehen können. Die erneuerbaren Unternehmen kannten die Risiken. Sie gaben den Grundbesitzern sogar sogenannte “Spill Kits” für den Fall eines unweigerlichen Zusammenbruchs der Windkraftanlagen mit.

 

Widerstand gegen Windkraftanlagen

Bettina Cruz, ein örtliche Aktivistin, hat den Kampf gegen die grüne Lobby aufgenommen: “Du denkst vielleicht nicht, dass es nicht so viel ist, das bisschen Öl, das ins Land sickert. Aber es gibt fast 2.000 Windkraftanlagen hier und Hunderte mehr sind in den nächsten Jahren geplant. Die Lecks werden sich addieren. Und das Land verunreinigen, das wir für Wasser und Essen benutzen, sagte sie.

Sie wurde von dem lokalen Radio-Animateur Carlos Sanchez unterstützt, der in seiner Show sagte: “Die Regierung scheint Projekte an riesige Unternehmen zu vergeben, ohne zu bedenken, dass es bereits Menschen gibt, die auf diesen Ländern leben. Und sie leben seit Jahrhunderten hier.”

 

Typisch für die Grüne Lobby

Das Verhalten sei typisch für die grüne Lobby, sagt Green Watch. Sie mache sich keine Gedanken darüber, ob ihre Pläne Menschen, die dort leben, beeinflussen könnten, solange sie nur mit ihren Erneuerbaren Energien Kasse machen können.

Zu den unsauberen Praktiken kommen jetzt die unsauberen Hinterlassenschaften einer Energieform die den Jubel, den sie bei ehrgeizigen Politikern auslöst, nicht verdient. Volker Quaschning führt Mexiko als Kronzeuge für den weltweiten Erfolg der Windkraft auf. Er muss muss nach Art der Grünen Lobby die Menschen, die dort leben, übersehen haben.

 

(Übersetzung sinngemäß: Martin Schade)

Quellen:

Fotos: green-watch.net

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Energiepolitik 2050

Volksabstimmung zur Energiestrategie 2050: Ein teurer Pyrrhussieg

Mit langem Atem gegen die Energiestrategie 2050

Die Schweiz hat am Sonntag in einer Volksabstimmung über ihre künftige “Energiepolitik 2050” entschieden. Nach jahrelanger Intensivberieselung der Bevölkerung mit Angstparolen – Angst vor „dem Atom“, Angst vor der „Klimakatastrophe“ – hat es eine Koalition aus Politik, profitorientierten Verbänden, „Umwelt“-verbänden sowie den ihnen hörigen Medien geschafft, das Volk zu einem sehr eindeutigen „Ja“ zu überreden. Doch Grund zum Jubeln haben weder das Volk noch die Verantwortlichen, denn letztere sind jetzt in der Pflicht, Dinge zu liefern, über deren Machbarkeit und Kosten sie sich eigentlich ebensowenig im Klaren sind wie die Bürger. Die Konsequenzen werden sich in den nächsten Jahren herausstellen und für die verantwortlichen Parteien schon bald als Fluch erweisen.

 

Windenergie in Schweizer Wäldern…

Was beschlossen wurde, ist nämlich nur Stückwerk ohne klare Ziele. Man hat sich in der für „grüne“ Politik typischen Art zur Vernichtung bestehender Lösungen entschieden, ohne eine zuverlässige, verfügbare und bezahlbare Technologie in der Hand zu haben, mit der man das Vorhandene ersetzen kann. Ab sofort gleicht die Schweiz bezüglich ihrer Energiepolitik einer Swissair-Maschine, die abgehoben hat, ohne zu wissen, ob es am Ziel überhaupt einen Flughafen geben wird. So hat man den Bau neuer Kernkraftwerke verboten, ohne klare Ziele zu haben, wie man die bestehenden KKW nach ihrem technischen Aus ersetzen könnte. Immerhin haben diese bisher knapp 40 % des Schweizer Stroms geliefert, während fast 60 % auf die Wasserkraft entfielen.

Allerdings sind die Wasserkraftpotenziale der Schweiz damit auch schon weitgehend ausgereizt. Wesentliche Steigerungen ließen sich nur durch Raubbau an der Natur erzielen. Da die Wasserkraft zudem im Winter wegen des Einfrierens der Zuflüsse im Gebirge Kapazitätseinbußen hinnehmen muss, zeichnen sich vor allem für die Wintermonate Engpässe ab. Wie man diese überbrücken soll, ohne die CO2-Bilanz durch fossil befeuerte Kraftwerk zu verschlechtern, ist unklar.

 

Aus für die Kernkraft

Der Volksentscheid bedeutet das definitive Aus für die Schweizer Kernkraft. Der Bau neuer KKW wird verboten. Zwar sollen die aktuell noch fünf vorhandenen KKW zeitlich unbegrenzt weiterlaufen dürfen, solange ihr Betrieb als sicher eingestuft wird, doch ist bereits jetzt eines davon zur Stilllegung im Jahr 2019 vorgesehen. Da ihr Strom zudem nach dem Willen des Nationalrats zugunsten von Strom aus Wasserkraft von der Grundversorgung ausgeschlossen werden soll, könnte der Kernkraft schon verfrüht das wirtschaftliche Aus drohen. Wie man die Leistung dieser zuverlässig verfügbaren Stromproduzenten mit unzuverlässigem Strom aus Wind und Sonne ersetzen will, ist nicht geklärt.

Die als Alternative angepriesen Solar- und Windkraftwerke werden die landschaftliche Attraktivität der Schweiz unweigerlich zerstören. Es darf bezweifelt werden, ob sich dies positiv auf den bereits seit Jahren schwächelnden Tourismus auswirken wird. Der zur Förderung „erneuerbarer Energien“ erhobene Zuschlag auf jede Kilowattstunde wird zudem von 1,5 auf 2,3 Rappen pro kWh erhöht, was etwa 11-12 % entspricht.

 

Kosten?

Bezüglich der Kosten wurden die Argumente der Gegner der Energiestrategie (Kosten von CHF 200,- Mrd.) mit Hohn und Spott übergossen. Die Befürworter sprachen stattdessen von CHF 40,- pro Familie und Jahr. So etwas kennt man beispielsweise aus Deutschland, wo der Grüne Minister Trittin behauptete, das dortige EEG werde die Bevölkerung nicht mehr kosten als eine Kugel Eis im Monat. Heute zahlt der deutsche Michel bekanntlich dafür im Jahr 27 Mrd. €, und die Tendenz geht immer weiter nach oben.

Verschwiegen wird von den Befürwortern, dass der Verband Schweizer Elektrizitätsunternehmen bereits vor rund 6 Jahren die Kosten für eine Schweizer „Energiewende“ mit bis zu CHF 150 Mrd. bezifferte. Die heute von den Gegnern genannten CHF 200 Mrd. sind demnach realistisch. Allerdings ist es der Politik gelungen, den Verband mit Versprechungen und politischem Druck zu spalten, so dass er sich inzwischen zum Befürworter gewandelt hat. An der Korrektheit der damals von seinen Fachleuten ermittelten Zahlen ändert dies jedoch nichts. Rechnet man die 200 Mrd. auf 8,5 Mio. Einwohner um, so wird jeder Schweizer Bürger mit CHF 23.000,- zur Kasse gebeten, was pro Jahr CHF 713,- ergibt. Für eine vierköpfige Familie summiert sich dies auf total CHF 94.000,- bzw. auf jährlich CHF 2.852,- gut das 71fache der „amtlichen“ CHF 40,-.

 

Energieeinsparung?

Eine weitere Sollbruchstelle der Energiestrategie 2050 sind die Erwartungen bezüglich Minderung des Stromverbrauchs. Nur mit dieser angenommenen Verringerung lässt sich die Abschaffung der Kernkraft überhaupt rechtfertigen. Als Richtwerte gelten derzeit ein gegenüber dem Jahr 2000 um 16 % verringerter Energiebedarf bis zum Jahr 2020, bis 2035 sollen 43 % erreicht werden. Beim Strom liegen diese Zahlen bei -3 % resp. -13 %. Wie dies mit dem gegenläufigen Trend in anderen Industrienationen sowie mit der erwarteten Erhöhung des Anteils an stromfressender Elektromobilität im Verkehr zur Deckung zu bringen sein wird, dürfte sich noch als spannend erweisen. Vermutlich werden – ähnlich wie auch im grossen Vorbild Deutschland – die energieintensivsten Industrien in andere Länder abwandern. Man mag bezweifeln, dass sich dies positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken wird.

 

Naturschutz ade

Ein gerade in der Schweiz sensibler Punkt der Energiestrategie 2050 ist die Aufweichung des Naturschutzes zugunsten der „erneuerbaren Energien“. Deren Gewinnung ist künftig ein nationales Interesse, was die Errichtung in Naturschutzgebieten erleichtern wird. Zudem werden Klagemöglichkeiten dagegen deutlich eingeschränkt. Es wird ebenfalls spannend sein zu sehen, mit welchen Spagatübungen die angeblichen „Naturschützer“ und zugleich Befürworter der Energiestrategie 2050 wie WWF oder Greenpeace zu diesem Punkt demnächst aufwarten werden.

 

Nach der Wahl ist vor der Wahl

Auch wenn diese Wahlrunde für die Gegner der Energiestrategie 2050 mit einer krachenden Niederlage ausgegangen ist, sollte man den Mut nicht sinken lassen. Das war angesichts der seit Jahren betriebenen Desinformationskampagne – z.B. durch die COOP-Zeitung an alle Haushalte, in der Schülern erklärt wurde, CO2 sei „giftig“ – kaum zu vermeiden. Doch jetzt müssen die Befürworter dieser Politik beginnen zu liefern, sie haben keine Ausreden mehr. Und 2020 ist nicht mehr gar so weit entfernt.

Jetzt ist es an der Zeit, alles zu dokumentieren, was dem Volk so erzählt wurde, jeden Namen und jeden Spruch aufzuzeichnen und diese Leute und Organisationen in den nächsten Jahren damit ständig zu konfrontieren, wenn es mal wieder darum geht, dem Bürger wegen angeblich „unvorhersehbarer“ Kostensteigerungen in den Geldsäckel zu greifen. Es ist zu hoffen, dass sich dies in einigen Jahren nicht mehr besonders positiv auf politische Karrieren auswirken wird. Dafür gibt es ein historisches Vorbild: Schon in der Antike musste der Feldherr Pyrrhus die Erfahrung machen, dass manche Siege so teuer kommen, dass sie den Auftakt für künftige Niederlagen bilden.

Fred F. Mueller

 

Foto: Mikko-Pekka Purho 

 

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Block Island

Windkraft für Block Island – 150.000 Dollar pro Haushalt

Hierro (Spanien) und Pellworm (Deutschland) sind zwei Inseln in Europa, die unter Beweis stellen sollten, dass unter optimalen Bedingungen eine Vollversorgung mit Strom aus Erneuerbaren Energien möglich ist. Die Versuche schlugen fehl, weil Erneuerbare Energien ohne Kohle- und/oder Kernkraftwerke den Strom nicht zuverlässig liefern können. Auf Pellworm floss rein rechnerisch an jedem Tag für 43 Minuten kein Strom, die Lichter gingen aus, und die Melkmaschinen standen still. Block Island ist das US-amerikanische Pendant zu Hierro und Pellworm. Die Projektierer täuschen eine Autarkie bei der Stromversorgung durch Windenergie vor.

Block Island schreibt Geschichte – zugunsten der Windindustrie

Die Insel Block Island liegt rund 16 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaates Rhode Island. Sie ist 11 km lang und 5 km breit. Laut Wikipedia hat die Insel 1051 Einwohner (Pellworm 1.200). In den Sommermonaten vervielfacht sich die Einwohnerzahl Block Islands durch die zahlreichen Ferien- und Tagesgäste. Andrew Follett, der über den Windpark berichtet, geht von 2.000 Haushalten aus, die mit dem Strom des Windparks versorgt werden.

“Der erste Offshore-Windpark der USA versorgt nun auch die Bewohner der Atlantikinsel Block Island mit Strom. Die Dieselgeneratoren, die dort bislang für Elektrizität gesorgt haben, wurden abgeschaltet”, berichtete das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) am 3. Mai 2017. Das IWR beruft sich auf Jeffrey Grybowski, CEO des Offshore-Projektierers Deepwater Wind, der erklärte, dass “Block Island Geschichte schreibe als erste Stadt in den USA, die mit Offshore-Windstrom versorgt wird.”

Welch sonderbare Geschichte! Trotz der immensen Baukosten ist Block Island immer noch auf Fremd-Strom angewiesen. Von Strom-Autarkie kann bei Block Island keine Rede sein, denn die Insel wird nur zu etwa 90 % mit Strom der Windkraftanlagen versorgt. Pellworm hat immerhin 97 % seines Strombedarfs durch Windkraft decken können. Selbst die dreifache Strom-Überproduktion Pellworms reichte nicht aus, um die Insel 24 Stunden täglich mit Strom zu versorgen. Es ist davon auszugehen, dass auf Block Island auch weiterhin Dieselgeneratoren im Betrieb sind.

Windpark Block Island

Der Windpark Block Island befindet sich etwa sechs Kilometer vor der Küste von Block Island. Er besteht aus fünf Windkraftanlagen vom Typ GE Wind Energy Haliade 150-6 MW, von General Electric. Die Anlagen haben eine installierte Leistung von 30 Megawatt. Sie versorgen die Insel über ein Seekabel mit Strom. Der Hinweis auf die installierte Leistung (Nennleistung) ist allerdings nicht aussagekräftig, denn sie ist nicht identisch mit der tatsächlichen Leistung.

Die Angaben über die installierte Leistung sind zum Teil absichtlich irreführend. Dies gilt auch für Angaben über die Anzahl der Haushalte, die mit Strom aus Erneuerbaren Energien versorgt werden können. Die Zahlen geben die maximale elektrische Leistung an, die unter optimalen Bedingungen erreicht werden kann, nicht die Menge der tatsächlich nutzbaren Energie.

Zwischen der Nennleistung und der tatsächlichen Leistung bestehen bei den Energieformen gravierende Unterschiede, wie die Tabelle der www.eia.gov zeigt:

Die Kapazität der Offshore-Windkraftanlagen (38 %) liegt etwas höher als die der Onshore-Windkraftanlagen (36 %). Beide sind abhängig von den Launen des Wetters. Die installierte oder Nenn-Leistung des Windparks von Block Island beträgt 30 Megawatt, tatsächlich erreicht die Kapazität nur rund 10 Megawatt. Das heißt: Die Kapazität entspricht der tatsächlichen Auslastung, dem Verhältnis von Volllaststunden zur Anzahl der Stunden im Jahr (365Tage * 24 Stunden = 8.760 h/a).

Nur durch Angabe der Kapazität sind die unterschiedlichen Energieformen vergleichbar. Die Kapazität von Windkraftanlagen beträgt nur rund ein Drittel der Kapazität von Kernkraftwerken, die mit 90 Prozent unter allen Energieformen den höchsten Wert erreichen.

Baukosten der Windräder: $ 150.000 pro Haushalt

Der Bau der fünf Windräder kostete 300 Millionen Dollar. Umgerechnet auf 2000 Haushalte sind das, nur um die Turbinen zu bauen, nicht um sie zu betreiben, etwa $ 150.000 pro Haushalt.

Um die Relationen deutlich zu machen vergleicht Follett sie mit dem US-amerikanischen Atomreaktor Watts Bar Unit 2. Der Kernreaktor kostete 4,7 Milliarden US- Dollar und versorgt wetterunabhängig 4,5 Millionen Haushalte mit Strom. Auf jeden Haushalt entfallen den Daily Caller News Foundation Berechnungen nach etwa $ 1.044 Kosten. Das bedeutet, die Kosten, um einen Haushalt mit dem Strom des Block Island Windparks zu versorgen, liegen fast 144 mal höher als die Versorgung eines Haushalts mit dem Strom aus dem neuesten US-Atomreaktor.

“Es ist der Präzedenzfall, der zählt”

Der Jubel über Rekorde gehört zum Handwerk der Lobby für Erneuerbare Energien, wie auch das Herausrechnen der Baukosten für Block Island aus der Kostenübersicht. Über die extrem hohen Kosten für den Strom aus Offshore-Windkraftanlagen machen sich Lobbyisten keine Gedanken, “das ist der Präzedenzfall, der zählt”, sagte Salon.com über das Projekt. Der Windpark solle schließlich genug Energie erzeugen, um 17.000 Haushalte zu versorgen. Ein Präzedenzfall, der die Kosten von 150.000 Dollar je Haushalt rechtfertigt, obwohl schon vorher jeder weiß, dass der Wind nicht gleichmäßig weht?

Das IWR behauptet: “Durch die Umstellung konnten die Stromkosten von 16,82 auf 12,44 US-Cent je Kilowattstunde sinken.” Ohne Berechnung der 300 Millionen Dollar für die Installation der Offshore-Windkraftanlagen. Die Kosten für den Unterhalt der Anlagen dürften in der Kalkulation ebenfalls fehlen.

Offshore-Windenergie ist teuer, weil die Installation und Wartung jeder Art von Infrastruktur unter Wasser extrem schwierig ist. Das Salzwasser des Ozeans ist sehr korrosiv und macht den Betrieb schwierig und teuer, sagt Andrew Follett.

Offshore-Wind ist nicht notwendig

Trotz der extrem hohen Kosten, die bei größeren Offshore-Windparks in New York niedriger sind und 25.000 bis 15.625 Dollar für jeden  Haushalt betragen, sollen in den USA bis zum Jahr 2050 insgesamt 23 Millionen Haushalte mit Offshore-Windstrom versorgt werden. Der Nutzen ist fraglich. Denn die Elektrizität ist in den meisten Teilen der USA vergleichsweise so billig, dass Offshore-Wind im Allgemeinen nicht notwendig ist, sagt Follett.

 

Quellen:

Offshore wind farm costs $150,000 per home currently powered

Quellen:

Foto: i_ivonne, pixabay


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Michel Limburg/Fred F. Mueller/Arnold Vaatz

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Blackouts in Südaustralien

Energiekrise in Südaustralien

Blackouts in Südaustralien wegen zu hohen Stromanteils der Erneuerbaren Energien

Die unabhängige französische Nichtregierungsorganisation Global Electrification hat am 27. März 2017 eine Studie veröffentlicht, die sämtliche Träume von einer vollständigen Energieversorgung durch Sonne und Wind beenden dürfte. Die Europäische Physikalische Gesellschaft weist darauf hin, dass die Integration von intermittierenden Quellen (Sonne und Wind) bei einem Stromanteil von mehr als 30% bis 40% schwierig werden wird. Die aktuelle Krise in South Australia bietet eine experimentelle Bestätigung für diese Annahme.

Die Strompreise steigen in Südaustralien und gleichzeitig wird die Stromversorgung schlechter. Dies hängt der Studie zufolge mit einem zu hohen Anteil der Erneuerbaren Energien zusammen. Dieses Missverhältnis sorgt dafür, dass die zornigen Einwohner Südaustraliens das Problem zu einem politischen Thema machen. Der Notfallplan, den die Regierung jetzt aufgestellt hat, prognostiziert für Süd-Australien in den nächsten zwei Jahren Stromausfälle an 125 Tagen und bereitet die Bevölkerung darauf vor, dass im nächsten Sommer mit einer “sehr hohen Wahrscheinlichkeit” Stromkürzungen erfolgen werden.

 

Halbherziger Rückzug

In Süd-Australien hat der Strom aus Erneuerbaren Energien einen Anteil von fast 50 Prozent am Strommix erreicht. Einen Blackout am 28. Februar 2016 konnte Süd-Australien damals noch durch ein Kohlekraftwerk abfangen. Im Mai 2016 wurden die letzten beiden Kohlekraftwerke jedoch still gelegt, sodass der nächste Blackout, der sich wenige Monate später im September 2016 ereignete, folgenschwere Konsequenzen hatte.

Der Notfallplan der Landesregierung sieht jetzt den schnellen Bau von Gaskraftwerken vor. An Stelle des funktionierenden Kohlekraftwerks baut Süd-Australien jetzt für umgerechnet 13,6 Milliarden Euro Gaskraftwerke. Es bleiben sechs Monate Zeit bis zum nächsten heißen Sommer. Der Bevölkerung
ist laut Studie die Zerbrechlichkeit ihres Energiesystems bewusst geworden. Die Presse beschäftigt sich mit den Sorgen der Bürger und den empfindlichen finanziellen Verlusten zum Beispiel der Supermärkte. Die Zerstörung von fünfzig menschlichen Embryonen im September 2016, die hätten transplantiert werden sollen, wird voraussichtlich ein gerichtliches Nachspiel haben.

 

Die wichtigsten Erfahrungen

Die Erfahrungen in Süd-Australien seien von unschätzbarem Wert, heißt es in der Studie. In der Zusammenfassung werden folgende Tatsachen zusammengefasst:

  • Der Übergang auf 35 bis 50% intermittierende Quellen wurde von zahlreiche Stromausfällen begleitet, die Unternehmen ebenso wie private Stromverbraucher stark behindert haben. Hinzu kommen physische Risiken wie beispielsweise die Zerstörung von Embryonen beim Blackout im September 2016.
  • Die AEMO (Australien Energy Market Organisation) kündigt innerhalb der nächsten zwei Jahre an 125 Tagen Stromknappheit an. In der Erklärung heißt es: „In Wirklichkeit ist es nicht möglich ist, jeden Standort zu verwalten, an dem die Temperatur den ganzen Tag über 40° C beträgt.”
  • Die Strompreise waren vor der Stromkrise in Süd-Australien doppelt so hoch wie in Frankreich und die höchsten in Australien.
  • Die Regierung favorisiert weiterhin die Entwicklung von Solar- und Windenergie und präsentiert einen teuren Notfallplan. Der Bau von Gaskraftwerken genießt Priorität, aber sie emittieren Treibhausgase, auch wenn sie weniger schädlich für den Kampf gegen die globale Erwärmung sind. Verglichen mit Frankreich würden die Gaskraftwerke einer Notfall Kapazität von fünf EPR-Reaktoren entprechen. Die Abkürzung EPR steht für den größten Kernreaktor-Typ des französischen Nuklearkonzerns Areva.
  • Die Regierung will die Verbraucher zwingen, einen Anteil von mindestens 36% an nicht-intermittierendem Strom zu akzeptieren.
  • Der Batteriespeicher könnte als ergänzende Maßnahme in Erscheinung treten. Diese Lösung hält die Regierung offenbar noch nicht reif zu sein. Und sehr teuer.
  • Die Gesamtkosten für Strom Staat South Australia werden explodieren, einerseits durch die Kosten für ein Kohlekraftwerk in einem Nachbarstaat, vor allem aber durch den Preis, wenn in wenigen Monaten der Plan umgesetzt werden wird. Umgerechnet auf Frankreich lägen die Mehrkosten in der Größenordnung von 13,6 Milliarden Euro.

 

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Foto: Peter Dargatz, pixabay

 

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