Texas: Stehende Ovationen für Trudeaus Bekenntnis zur Ölindustrie

Der kanadische Ministerpräsident Justin Trudeau erhielt einen ungewöhnlich herzlichen Applaus für seine Keynote-Rede bei einer Energie-Industrie-Konferenz in Texas. Er sagte, dass kein Land 173 Milliarden Barrel Öl, die es im Boden findet, einfach dort liegen lassen würde. Er sprach über die umfangreichen Ölsandreserven in Alberta. Die mehr als 1.200 Führungskräfte aus der Öl- und Gasindustrie der CERAWeek-Konferenz in Houston spendeten ihm für seine Rede stehend Ovation, berichtet das Magazin Business Insider. Dies sei eine ungewöhnliche Reaktion auf einen Keynote-Sprecher, wie ein Konferenzteilnehmer bemerkte. Der Ministerpräsident erhielt eine Auszeichnung für seine Bemühungen, den Umweltschutz und die Energieproduktion auszugleichen.

Trudeau will die Nutzung fossiler Brennstoffe mit der Bekämpfung des Klimawandels vereinen

“Die Ressource wird entwickelt. Unsere Aufgabe ist es sicherzustellen, dass dies verantwortungsvoll, sicher und nachhaltig geschieht”, sagte Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau. “Nichts ist wichtiger für die US-Wirtschaft als der Zugang zu einer sicheren, zuverlässigen Energiequelle. Kanada ist die Quelle”, zitiert ihn das Magazin Business Insider.

Trudeau war im Januar in die Kritik geraten, nachdem er einem Publikum in Ontario erzählt hatte, dass der Ölsand auslaufen sollte. Später hatte er dem Globus und der Post erklärt, dass dies ein Versprecher (“misspoke”) gewesen sei.

Trudeau erklärte auf der Konferenz auch seine Unterstützung für die Keystone XL Pipeline. Er sprach ebenfalls über den Balanceakt zwischen dem Kampf gegen den Klimawandel und der Stärkung der kanadischen Öl- und Gasindustrie. Trudeau sei seit langem davon ausgegangen, dass die Entwicklung von fossilen Brennstoffen mit der Bekämpfung des Klimawandels “Hand in Hand” gehen könne, meint Business Insider. Im Dezember habe Trudeau gegenüber dem Guardian geäußert, dass der Klimawandel eine ungeheure Geschäftsmöglichkeit beinhalte. Er sehe darin eine der grundlegenden Verantwortlichkeiten seines Amtes, Ressourcen auf nachhaltige Weise zu vermarkten, während er auch daran arbeite, die kanadische Mittelschicht zu stärken. Man könne sich nicht länger nur für eine Sicht der Dinge entscheiden.

Quelle:

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Bevölkerung Ontarios verärgert über Strompreiserhöhungen wie nie zuvor

Lakeshore Blvd - Toronto, Ontario (piqs.de ID: cded2267739829842a92da3d58b05917)

Lakeshore Blvd – Toronto, Ontario

Die Hälfte der Wähler in Ontario fühlt sich vor steigenden Strompreisen ungeschützt. Dies ergab eine neue repräsentative Umfrage über Landespolitik und Energiepreise, die von der Industriegrupe Ontario Energy Association für ihre jährliche Konferenz in Auftrag gegeben wird. Ottawa Citizen berichtet, dass die Bevölkerung nie zuvor so wütend über Strompreiserhöhungen gewesen sei. Das Ergebnis zeige ein wachsendes Misstrauen im Umgang der Regierung Ontarios mit der Energie, insbesondere mit den Strompreisen. Ontario ist mit 13,6 Millionen Einwohnern die mit Abstand bevölkerungsreichste Provinz Kanadas.

51 Prozent (34 Prozent im Jahr 2014) der Befragten sagten, dass die Haltung einer Partei gegenüber den Strompreisen ihre Stimmabgabe bei der nächsten Wahl (Juni 2018) beeinflussen werde.

Insgesamt meinten 54 Prozent der Befragten, dass die Provinz Ontario auf dem falschen Weg sei. Die Befragten lehnen Steuererhöhungen zur Verbesserungen des Systems ab. 56 Prozent glauben, dass Verbesserungen durch Reduzierung von Abfall und die Suche nach größerer Effizienz im Energiesektor finanziert werden können. Dies deute darauf hin, dass die Verbraucher das System für aufgebläht halten und meinen, dass sie für eine schlechte Wahl bezahlen. Die Konservativen konnten laut Umfrage von der Wut der Bevölkerung profitieren und ihr Ergebnis verbessern.

Befragt wurden 600 Personen. Die Fehlerquote der Umfrage beträgt plus oder minus vier Prozent.

Quellen:

Foto: Diego Torres Silvestre, Lakeshore Blvd – Toronto, Ontario, piqs.de

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Das ist doch verrückt – oder?

Versucht man es bei Grüner Energie mit dem Verstand, scheitert man schnell an der “Grünen Logik”. So erging es nicht nur dem Autor des kanadischen Blogs “sunshinehours”, der dieser Logik nicht folgen kann. Er macht auf das ehemalige Kohlekraftwerk Atikokan, Ontario, Kanada, aufmerksam. Heute ist Atikokan das größte 100%-Biomasse-Kraftwerk Nord-Amerikas.

Das 2012 stillgelegte Kohlekraftwerk Atikokan wurde wegen des Energiebedarfs in ein Biomasse-Kraftwerk umgewandelt. Als Biomasse werden Holzpellets verwendet. Nicht irgendwelche Holzpellets, sondern “Advanced Biomass”. Sie widersteht nach einer besonderen Behandlung dem Regen, so dass sich die Biomasse nicht selbst entzünden oder explodieren kann. Dadurch hat sie und hat sie ähnliche Handhabungs- und Lagereigenschaften wie Kohle. Gekauft wird der Biomasse-Brennstoff in Norwegen. Das heißt: Norwegische Wälder werden abgeholzt, zu speziellen, wasserdichten Pellets gedreht, die dann nach Ontario verschifft werden, um in einem stillgelegten und wieder auferstandenen Kohlekraftwerk verbrannt zu werden.

sunshinehours verweist auf eine Studie, die belegt, dass die Verbrennung von Holzpellets (vor allem, wenn sie auf langen Strecken wie von den USA nach Großbritannien transportiert werden) mehr CO2 produziert als Kohle. Mit dem Anspruch, die CO2-Emissionen zu senken, investierte Ontario $ 170 Millionen in ein Kraftwerk, das mehr CO2 produziert, als durch die Verbrennung von Kohle.

Die “Grüne Logik” hält nicht nur sunshinehours für verrückt.


Ruhrkultour Lesetipp:

brandt

Erhältlich bei Storchmann Medien

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