Polen

Polen will den Dual Fluid Reaktor (DFR) bauen

Das polnische Bergbauunternehmen KGHM Polska Miedź will in den Hochtemperaturreaktor DFR investieren. Der DFR (Dual Fluid Reaktor) produziert Strom, Wärme und Wasserstoff. Forsal.pl berichtet, dass Polen den DFR auf eine Liste gesetzt hat, die dem sogenannten Juncker Plan vorgelegt wurde. Forsal räumt allerdings ein, nicht zu wissen, wie ernst die Ideen aus dieser Liste zu nehmen sind.

 

Polen hat den DFR auf die Junker-Liste gesetzt

Über die Idee des DFR sei in jüngster Zeit berichtet worden, sagt Forsal. Das Ministerium für Entwicklung setzte ihn auf die Liste vom 10. Juli. Den DFR hält Forsal für die intellektuell die anspruchsvollste aller Ideen, die von der Entwicklungsabteilung an die Europäische Investitionsbank gemeldet wurden. Der Dual Fluid Reaktor sei ein neuer Reaktortyp mit sogenannten schnellen Neutronen. Er gehöre zur Familie der Hochtemperaturreaktoren (wie der HTR), die dem Ministerium für Energie zugeordnet seien, vor allem dem stellvertretenden Minister Andrzej Piotrowski, der für die Energietechnik verantwortlich ist.

Das Ministerium für Entwicklung beschreibt laut Forsal das Projekt wie folgt: „Ziel des Projekts ist die Entwicklung der Technologie des Dual Fluid Reaktors mit einer Temperatur von etwa 1000° C, der sehr billig Strom, Prozesswärme für die chemische Industrie, Wasserstoff und schwere Kohlenwasserstoffe produziert, z. B. in dem Kohlevergasungsprozess, so dass eine preiswerte Herstellung von flüssigen Brennstoffen möglich ist. Der DFR können in Bezug auf die Verbindung mit ​​großen Mengen an erneuerbaren Energiequellen ein perfekter Teil der Stromversorgung des Landes sein. Im Rahmen des Projekts werden für den ersten Testreaktor eine thermische Leistung von 100 MW geplant, um seine Eignung auch zur Herstellung von Wasserstoff im industriellen Maßstab aufzuzeigen.”

Der Prototyp-Reaktor mit einer Kapazität von 100 MW werde voraussichtlich 370 Millionen PLN (86.920.807 Euro, Kursdatum 31.7.2017) kosten.

 

Die Vorteile des DFR

Weitere Informationen über das Projekt habe die KGHM Pressestelle nicht zur Verfügung gestellt, berichtet Forsal. Mehr konnten sie jedoch von dem wichtigsten Förderer der Idee des DFR in Polen, Professor Zbigniew Czerski, in Erfahrung bringen. Zbigniew Czerski ist Kernphysiker und Dekan der Fakultät für Mathematik und Physik an der Universität Stettin.

Professor Czerski ist Mitbegründer des Instituts für Festkörper Kernphysik (IFK), Berlin, eine private wissenschaftliche Einrichtung, die den Dual Fluid Reaktor konzipiert hat und untersucht. Damit verbunden sei in der Tat eine lustige Geschichte, sagt Forsal. Das Institut habe mit seinem DFR den renommierten Wettbewerb Greentec Awards in Deutschland gewonnen. Das Projekt erhielt bei einer öffentlichen Umfrage die meisten Stimmen. Es sei jedoch von dem Wettbewerb ausgeschlossen worden, weil es als nicht „grün“ genug eingestuft worden sei.

Professor Czerski habe in einem Interview mit dem Portal WysokieNapiecie.pl die Vorteile des DFR aufgezählt. Zunächst einmal könne der DFR perfekt auf die Zusammenarbeit mit erneuerbaren Energiequellen abgestimmt werden. Der DFR sei sehr flexibel, er könne auf 7% Energieleistung abgesenkt werden. Dies sei ein bedeutender Vorteil gegenüber den bestehenden Strukturen der sogenannten 3 plus Generation, die nicht flexibel genug und daher mit instabilen erneuerbaren Energiequellen schlecht kompatibel seien.

Der DFR produziere Wärme zur Stromerzeugung und Prozesswärme, was ihn besonders attraktiv für Unternehmen mache, die wie KGHM technologische Wärme benötigen. KGHM habe vor ein paar Jahren in ein Gas-Kraftwerk investiert.

Der Reaktor verwende bereits gebrauchten Brennstoff aus Betriebsreaktoren. Es sei reichlich davon vorhanden. In Deutschland, das seine Atomkraftwerke in fünf Jahren abschalten will, reiche der Vorrat jahrzehntelang aus.

Solche Reaktoren könnten außerdem verwendet werden, um Kraftstoff für wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen zu produzieren.

Professor Czerski habe versucht, die Erforschung des DFR durch mehrere polnische Staatsbetriebe fördern zu lassen, weil es in Deutschland kein Klima für die Entwicklung der Kernenergie gibt. Czerski habe durch Forsal erfahren, dass das DFR-Projekt von KGHM dem Juncker-Plan vorgelegt wird. Er sei erfreut gewesen, obwohl ein wenig überrascht, dass KGHM einen 100 MW Reaktor vorgeschlagen hat. Seiner Meinung nach würde es sinnvoller sein, an einer Einheit von 300 MW zu arbeiten. Leider könnten die Auswirkungen der Arbeit an dem DFR erst in etwa 10 Jahren gesehen werden.

 

Polnisch-deutsche Zusammenarbeit

Mittlerweile seien Projekte aus dem Juncker-Plan nicht auf die wissenschaftliche Forschung ausgerichtet, sondern auf eine schnelle Umsetzung, sagt Forsal. Das bedeute aber nicht, dass der DFR nicht unterstützt werde, vor allem weil er die polnisch-deutsche Zusammenarbeit fördere.

Der Juncker-Plan, auch bekannt als der European Strategic Investment Fund, ist die Reaktion der Europäischen Union auf den wirtschaftlichen Abschwung. Die Europäische Kommission und die EU behandeln Investitionen in moderne Infrastrukturen als Motor der Wirtschaft.

Quellen:

 

* KGHM Polska Miedź ist ein börsennotiertes polnisches Bergbauunternehmen mit Sitz in Lubin (Niederschlesien). Dem polnischen Schatzministerium gehörten 2010 31,79 % der KGHM-Anteile.
KGHM baut Kupfer (571.000 t im Jahr 2011) und Silber (1260 t im Jahr 2011), aber auch Gold, Blei und Steinsalz ab. Das Unternehmen erzielte 2011 mit 18.615 Mitarbeitern einen Umsatz von 20,1 Mrd. Złoty. Die Erze werden in einer eigenen Kupferhütte in Legnica verhüttet. KGHM ist mit einer Jahresförderung von über 1.200 Tonnen der bedeutendste Silberproduzent der EU und liegt an 3. Stelle weltweit. Das Unternehmen ist an 19 Gesellschaften beteiligt; insgesamt gehören 30 Gesellschaften zur Kapitalgruppe. (Wikipedia) http://kghm.com/en

** Die polnische Website Forsal.pl hat sich auf Volkswirtschaft, Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Sie gehörte nach einer Rangliste des Instituts für Medienbeobachtung 2011 und 2012 zu den zehn am meisten meinungsbildenden Medien in Polen und zu den wichtigsten polnischen Informationsquellen im Internet für Aktienanleger. http://www.axelspringer.de/presse/Axel-Springer-Polen-und-Wirtschaftsverlag-Infor-PL-gruenden-Joint-Venture_848594.html

Titelfoto: KGHM

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Felix Letkemanns kommentiert Harald Lesch

Gut erklären können, reicht nicht, es muss auch stimmen. Eine Antwort an Harald Lesch

Gut erklären können, reicht nicht, es muss auch stimmen. Das gilt auch für den Allrounder Prof. Harald Lesch, der es den Zuhörern leicht macht, ihm zu folgen. Felix Letkemanns kommentiert ein Video von Harald Lesch zum Thema Flüssigsalzreaktor. Er stellt Lesch als Verbreiter von Falschinformationen zur Rede.

“Gibt es eine Möglichkeit, Atomkraft komplett ohne Risiko zu erzeugen?”

Etwas schwieriger ist der Nachweis in Fragen der Kernenergie nicht nur deshalb, weil die Materie kompliziert ist, sondern vor allem deshalb, weil die vereinten Kräfte aus Politik, Nicht-Regierungsorganisationen und Kirchen der modernsten aller Energieformen nahezu den Garaus gemacht haben. Aber es gibt sie, die aufmerksamen Beobachter, die die Verbreiter von Falschinformationen zur Rede stellen. Aber es ist unwahrscheinlich, dass sie von Harald Lesch eine Antwort auf ihre Fragen erhalten.

“Gibt es eine Möglichkeit, Atomkraft komplett ohne Risiko zu erzeugen?” fragt Harald Lesch und stellt in dem Video den Flüssigsalzreaktor vor. “Eine sehr interessante Idee …”, sagt er.

Felix Letkemanns kommentiert Harald Leschs Vortrag mit folgenden Worten: “Harald Lesch hat ein Video zum Flüssigsalzreaktor gemacht und dort mit alternativen Fakten um sich geworfen. Deshalb eine Antwort, in der ich ein paar (nicht alle!) Sachen richtigstelle. Ich habe Herrn Lesch bereits vor ein paar Monaten eine Mail zu diesem Thema geschrieben, allerdings gab es damals nur eine automatische Antwort.”

Wie gefährlich das Tritium ist, mag man daran sehen, dass es bei Amazon käuflich erworben werden kann:  http://amzn.to/2m7jx0N

Kritik an Harald Lesch

Auch von anderer Seite kam Kritik an Leschs Video. Weil es keine “Atomlobby” gibt, kümmert sich ein privater Verein (Nuklearia) darum, dass das Wissen über die Kernenergie in Deutschland nicht gänzlich verloren geht. Rainer Klute kritisiert Harald Lesch in drei Punkten:
“1. In Hamm-Uentrop hat man einen Thorium-Hochtemperaturreaktor gebaut, aber – anders als Lesch behauptet – keinen Flüssigsalzreaktor, sondern einen Kugelhaufenreaktor. Der Kernbrennstoff befand sich in tennisballgroßen Kugeln. Dieses Reaktorkonzept hat China aufgegriffen und errichtet gerade eine Anlage, die 2018 in Betrieb gehen soll.
2. Weder der Thorium-Hochtemperaturreaktor in Hamm noch irgendein Thorium-Flüssigsalzreaktor ist ein Schneller Brüter, auch wenn Lesch das behauptet. Übrigens eignet sich ein Schneller Brüter – genauer: ein Schneller Reaktor – sehr wohl dazu, aus Atommüll Strom zu machen. Russland zeigt uns, wie das geht: http://nuklearia.de/2016/12/09/strom-aus-atommuell-schneller-reaktor-bn-800-im-kommerziellen-leistungsbetrieb/
 .
3. Lesch erklärt die Selbstregulierung eines Thorium-Flüssigsalzreaktors, als ob es ein völlig neuartiges Konzept wäre. Ist es aber nicht, denn das macht bereits jeder herkömmliche Kernkraftreaktor so, Stichwort: negativer Reaktivitätskoeffizient. Eine Ausnahme ist der russische RBMK-Reaktor (Tschernobyl-Typ), von dem leider noch 11 Blöcke laufen.”

Schlussfolgerung

Es liegt auf der Hand, dass die Schlussfolgerungen Harald Leschs nicht stimmen können, wenn er grundlegende Dinge nicht weiß – oder nicht wissen will.

Ein neuartiges Konzept für einen Flüssigsalzreaktor (Dual Fluid Reaktor) stellt das Institut für Festkörper-Kernphysik, Berlin, vor: http://dual-fluid-reaktor.de/index.php/technik

Versand kostenfrei. Der Ingenieur Michael Limburg und der Wissenschaftsjournalist Fred F. Mueller erklären in einfachen, auch für Laien leicht verständliche Weise, wie unser Stromversorgungssystem funktioniert.
Versand kostenfrei.

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Strom aus Atommüll – Fiktion, oder was?

Gäbe es keinen “Atommüll”, wäre die bunte Welt der Kernkraftgegner um einen wichtigen Punkt ärmer. Denn die Kernkraftgegner wollen partout nicht auf diesen identitätsstiftenden “Green Blob” verzichten. Aber es gibt eine Lösung, keine Wunschvorstellung, sondern ein real existierendes Kernkraftwerk, das etwas kann, wozu kein Windrad in der Lage ist: Aus nuklearen Abfällen Strom gewinnen. Dominic Wipplinger und Rainer Klute stellen diese umweltfreundliche Technik vor.

Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb

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Foto: Rosatom

Seit dem 31. Oktober 2016 und damit gut einem Monat läuft Block 4 des russischen Kernkraftwerks Beloyarsk im kommerziellen Leistungsbetrieb. Es handelt sich um einen sogenannten Schnellen Reaktor vom Typ BN-800 mit einigen Eigenschaften, die ihn vom Gros der sonst üblichen Leichtwasserreaktoren abheben. Für das amerikanische Kraftwerkstechnikfachmagazins „POWER Magazine“ waren diese Besonderheiten jüngst Grund genug, der noch jungen Anlage die Auszeichnung „Top Plant“ zu verleihen.

Ein wesentlicher Punkt, der zu dieser Entscheidung führte, ist die Fähigkeit des BN-800, nicht nur Uran, sondern auch Plutonium und die übrigen Transurane als Brennstoff zu nutzen. Diese hochradioaktiven und langlebigen Stoffe fallen beim Betrieb üblicher Kernreaktoren als Atommüll an und lassen sich dort nicht weiter verwerten. Allerdings enthalten diese Abfälle noch 96 Prozent der ursprünglich im Kernbrennstoff steckenden Energie, also fast alles. Schnelle Reaktoren wie der BN-800 sind in der Lage, diese Energie freizusetzen und Strom daraus zu gewinnen. Die bessere Brennstoffausnutzung führt zu viel weniger Reststoffen, die außerdem erheblich geringere Halbwertszeiten aufweisen und somit viel schneller abklingen.

Russland will die Abfälle herkömmlicher Leichtwasserreaktoren reyclen und das Atommüllproblem innerhalb der nächsten Jahrzehnte mit Hilfe Schneller Reaktoren lösen. Fachleute nennen das Atommüll-Recycling auch das »Schließen des Brennstoffkreislaufs«. Der BN-800 ist für Russland ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Er zeigt, dass das Verfahren funktioniert – und zwar nicht nur im Labor oder mit einem Forschungsreaktor, sondern in einer industriellen Großanlage im kommerziellen Leistungsbetrieb mit einer planbaren und zuverlässigen Einspeisung von 800 Megawatt in das Stromnetz der Oblast Swerdlowsk.

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Geschlossener Brennstoffkreislauf mit thermischen Reaktoren und Schnellen Brütern. Quelle: Deutsche Nucleopedia

Von Beloyarsk 4 versprechen sich die russischen Reaktorbauer wichtige Betriebserfahrungen für den Nachfolger des BN-800: Der BN-1200 soll eine um 50 Prozent höhere Leistung bringen, zugleich aber einfacher und preiswerter als der BN-800 sein und weiter gesteigerte Sicherheit bieten. Der erste der BN-1200-Reaktoren soll ebenfalls am Standort Beloyarsk entstehen; eine Entscheidung darüber wird 2019 erwartet und hängt von den Ergebnissen des BN-800 ab.

Der Reaktorkern des BN-800 wird nicht mit Wasser gekühlt, sondern mit flüssigem Natrium. Anders als in gewöhnlichen Kernkraftwerken gibt es keinen Moderator, der die bei der Kernspaltung freiwerdenden Neutronen abbremst. Der BN-800 arbeitet mit schnellen, energiereichen Neutronen – daher die Bezeichnung »Schneller« Reaktor. Zwar sind weltweit eine ganze Reihe Schneller Reaktoren in Betrieb, doch ist Beloyarsk 4 nach Stilllegung des französischen Superphénix 1997 der leistungsstärkste und zusammen mit seinem Vorläufer BN-600 der einzige kommerziell betriebene Kernkraftwerksblock mit einem derartigen Reaktor. Der BN-600 steht als Block 3 ebenfalls im Kernkraftwerk Beloyarsk und ist bereits seit 1980 in Betrieb.

Der BN-800 nutzt im Gegensatz zu den meisten gewöhnlichen Kernkraftwerken kein angereichertes Uran als Brennstoff, sondern Plutonium-Uran Mischoxid (MOX). In seiner gegenwärtigen Kernkonfiguration kommen Plutonium aus ehemaligen sowjetischen Kernwaffen sowie abgereichertes Uran zum Einsatz, das als Abfallprodukt bei Anreicherung und Wiederaufarbeitung anfällt. Damit soll der BN-800 den russisch-amerikanischen Abrüstungsvertrag (START) erfüllen, der auf beiden Seiten die Vernichtung von 34 Tonnen waffenfähigen Plutoniums vorsieht. Allerdings setzte Russland Anfang Oktober 2016 den START-Vertrag einseitig aus. Präsident Putin warf den USA vor, ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen, da das Land die Herstellung von Plutonium-Uran Brennstoff aufgegeben habe.

Wie es mit der Vernichtung des Waffenplutoniums in Russland weitergeht, ist noch unklar. Sie sollte sich eigentlich über die nächsten Jahre erstrecken. Jedenfalls kann der BN-800 wie erwähnt auch Plutonium aus den gebrauchten Brennelementen gewöhnlicher Kernkraftwerke als Brennstoff nutzen.

 

Effektive Plutonium-Verwertung

Als Schneller Reaktor kann der BN-800 Plutonium effektiver verwerten als ein gewöhnliches Kernkraftwerk mit thermischem Leichtwasserreaktor, in welchem die bei der Kernspaltung entstehenden Neutronen durch das auch als Moderator dienende Kühlwasser abgebremst werden. Beim Einsatz von Plutonium als Brennstoff in einem thermischen Reaktor wird nur ein Teil der Plutonium-239-Kerne gespalten. Ein anderer Teil wandelt sich durch Neutroneneinfang in Isotope wie beispielsweise Plutonium-240 oder Plutonium-242 um. Da Isotope mit gerader Massenzahl im thermischen Neutronenspektrum schlecht spaltbar sind, nimmt ihr Anteil immer weiter zu, bis sich das Plutonium nicht mehr für den Einsatz in thermischen Reaktoren eignet.

Schnelle Neutronen hingegen neigen eher als thermische Neutronen dazu, Plutoniumkerne zu spalten, statt von ihnen absorbiert zu werden. Vor allem aber können sie auch die im thermischen Spektrum schlecht spaltbaren Isotope zerlegen. In einem Brennstoffkreislauf mit thermischen und Schnellen Reaktoren lässt sich das Plutonium daher vollständig verwerten. Die Plutoniumqualität verschlechtert sich im Schnellen Reaktor nicht weiter, sondern verbessert sich sogar. Im Idealfall kann man auf diese Weise das gesamte anfallende Plutonium verwerten, sodass am Ende kein Plutonium übrigbleibt, das endgelagert werden müsste.

 

Kartogramm des BN-800-Reaktorkerns (Brenner mit Equilibrium-Brennstoffkreis) von innen nach außen:legende

 

Der BN-800 kann aber nicht nur vorhandenes Plutonium als Brennstoff nutzen, sondern auch neues Plutonium aus Uran-238 erbrüten. Natururan besteht fast vollständig aus Uran-238, genauer: zu 99,3 Prozent. Es ist ein Uran-Isotop, das von thermischen Neutronen nicht gespalten werden kann und daher in herkömmlichen Reaktoren fast nutzlos ist. Durch Neutroneneinfang wandelt sich ein Uran-238-Atom jedoch in ein gut spaltbares Plutonium-239-Atom um; man spricht von »Brüten«. Dieser Prozess ist an sich nichts Außergewöhnliches, findet in jedem normalen Kernreaktor statt und trägt durch die Spaltung der Plutonium-239-Kerne auch dort mit einem gewissen Anteil zur Gesamtleistung bei.

Gegenwärtig ist der Kern des BN-800 für die Vernichtung des Waffenplutonium ausgelegt; er arbeitet als »Schneller Brenner«. In einer anderen Kernkonfiguration kann er aber auch mehr Plutonium erbrüten als er verbraucht (»Schneller Brüter«). Dadurch lässt sich letztlich das gesamte Uran-238 als Brennstoff nutzen, sodass aus einer gegebenen Menge Natururan über 100 mal mehr Energie als in konventionellen Kernkraftwerken gewonnen werden kann. Abgebrannter Brennstoff wird fast vollständig wiederverwertet, sodass als Abfall nur die mit überschaubaren Halbwertszeiten von weniger als 100 Jahren radioaktiven Spaltprodukte sowie geringe Mengen an Transuranen zurückbleiben. Hier dürften in Russland künftig auch bleigekühlte Schnelle Reaktoren wie der BREST-300 eine Rolle spielen.

 

Höhere Temperaturen ermöglichen höhere Effizienz

Auch sonst bietet der BN-800 einige technische Besonderheiten und Vorteile gegenüber gewöhnlichen Kernkraftwerken. Durch die Verwendung von flüssigem Natrium als Kühlmittel erreicht er Dampftemperaturen von 490 °C. Zum Vergleich: Konventionelle Kernkraftwerke kommen auf Dampftemperaturen um 280 °C. Die höhere Temperatur ermöglicht eine kompaktere und effizientere Heißdampfturbine. Die thermodynamische Nettoeffizienz des Kraftwerks liegt bei fast 40 Prozent, während sie bei gewöhnlichen KKW oft nur rund 30 Prozent beträgt. Trotz der hohen Temperatur wird der Primärkreis des Reaktors nicht unter erhöhtem Druck betrieben, da Natrium auch bei Normaldruck erst bei etwa 900 °C siedet. Der Primärkreis des BN-800 ist mit primären Umwälzpumpen und Wärmetauschern vollständig in einem natriumgekühlten Reaktorkessel untergebracht, der sich wiederum in einem Sicherheitsbehälter befindet. Ein Kühlmittelverluststörfall im Primärkreis ist dadurch einfach zu beherrschen und gleichzeitig sehr unwahrscheinlich.

Da Natrium und Wasser chemisch unter starker Wärmefreisetzung heftig miteinander reagieren, wird, wie bei natriumgekühlten Reaktoren üblich, zwischen dem Primärkreislauf und dem Wasser-/Dampfkreislauf ein weiterer, nicht radioaktiver Natriumkreislauf eingesetzt. Dies verhindert, dass bei einer Dampferzeugerleckage radioaktives Natrium freigesetzt wird.

 

Schnelle Reaktoren: die Zukunft der Kernenergie

Mit dem BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb stellt Russland seine Technologieführerschaft bei Schnellen Reaktoren eindrucksvoll unter Beweis. Dennoch arbeiten auch in anderen Teilen der Welt Staaten und Unternehmen an fortschrittlichen Reaktorkonzepten, die den hochaktiven, langlebigen Atommüll beseitigen und zugleich die Reichweite des Brennstoffs Uran um Jahrtausende verlängern, von Thorium als alternativem Kernbrennstoff ganz zu schweigen.

Speziell natriumgekühlte Schnelle Reaktoren sind in China und Indien von strategischer Bedeutung. Indien wartet auf den Abschluss des Genehmigungsverfahren zur Inbetriebnahme des Prototype Fast Breeder Reactors (PFBR) im Kernkraftwerk Kalpakkam. Ein Prototyp zwar, aber mit einer elektrischen Leistung von immerhin 500 Megawatt. Frankreich arbeitet am 600-MW-Demonstrationsreaktor ASTRID (Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration); eine Entscheidung über den Bau der Anlage soll 2019 fallen. Japan hat sich ASTRID wegen Problemen mit dem eigenen Schnellen Brüter Monju angeschlossen. Technisch besonders interessant ist der PRISM (Power Reactor Innovative Small Module) von GE Hitachi Nuclear Energy, da er metallische Brennelemente verwendet, die sich in einem besonders einfachen und kostengünstigen Verfahren, dem Pyroprozess, aufbereiten und per Stangengießverfahren herstellen lassen. Der Reaktor selbst ist fertig entwickelt und wartet auf einen ersten Kunden, möglicherweise Großbritannien, wo über 100 Tonnen Waffenplutonium zu entsorgen sind.

Schnelle Reaktoren sind die Zukunft der Kernenergie.

Mehr zum BN-800:
Mehr zum Atommüll:

 

Von Dominic Wipplinger und Rainer Klute


Dominic Wipplinger

Dominic Wipplinger studiert Elektrotechnik ist in der Österreichischen Kerntechnischen Gesellschaft und in der Nuklearia aktiv. Er hat bereits in etlichen Kernkraftwerken als Messtechniker gearbeitet.

 

 

Rainer Klute

Rainer Klute ist Diplom-Informatiker, Nebenfach-Physiker und Vorsitzender des Nuklearia e. V. Seine Berufung zur Kernenergie erfuhr er 2011, als durch Erdbeben und Tsunami in Japan und das nachfolgende Reaktorunglück im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi auch einer seiner Söhne betroffen war.

 


Leseempfehlung Ruhrkultour:

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Küchenphysik vom WDR oder: Wie man die Angst bei Laune hält

Angst verfliegt durch Aufklärung, Phobien sind hartnäckig, sie verschwinden manchmal nur mit Hilfe von Therapien. Nichts wäre schlimmer für Gegner der Kernenergie als der Verlust der Angst vor radioaktiver Gefahr. Das brächte Weltbilder zum Schmelzen. In gewissen Abständen wird deshalb immer wieder die Gefahr eines atomaren GAUs beschworen. Mal ist es ein Nagel in der Betonwand eines Reaktors, wo er nicht hingehört, mal sind es Risse, oder es sind die Notkühlwasser. Dass vielen Menschen durch die Nuklearmedizin das Leben gerettet wurde, dass jede Industrie Gefahren birgt, zum Teil größere, als das Risiko durch einen GAU zu sterben oder durch radioaktive Strahlen an Krebs zu erkranken, dass bis zu 40.000 Menschen jährlich durch Krankenhauskeime ihr Leben verlieren, ist für fundamentale Kernenergiegegner im Vergleich zu den Risiken von Kernkraftwerken ohne Bedeutung, obwohl kein Industriebauwerk besser bewacht, besser kontrolliert und transparenter sein dürfte. Die Relationen sind längst verloren gegangen, wie auch jetzt wieder beim Thema Vorheizen des Notkühlwassers.

ghost-156969_640In seiner jüngsten Kritik an Kernkraftwerken vermutet der für WDR und ARD tätige Journalist Jürgen Döschner, dass in zahlreichen Atomkraftwerken in Europa übermäßige Alterung und Materialfehler die Stabilität der Reaktordruckbehälter beeinträchtigen. Nach Recherchen von WDR und “Süddeutscher Zeitung” (SZ) sei in mindestens 18 aktiven Atomreaktoren in Tschechien, Belgien, Frankreich, Finnland und der Slowakei das Notkühlwasser auf bis zu 60 Grad Celsius vorgeheizt worden. Dadurch solle offenbar das Risiko verringert werden, dass der stählerne Reaktordruckbehälter reißt, wenn er bei einem Störfall mit zu kaltem Wasser gekühlt wird. Die Folge eines solchen Bruchs könnte eine Kernschmelze sein, sagt Döschner.

 

Dr. Anna Veronika Wendland erläutert, was dran ist am neuesten nuklearen Aufreger.

Die Historikerin Dr. Anna Veronika Wendland, Herder-Institut in Marburg, forscht zur Geschichte von Atomstädten und kerntechnischen Sicherheitskulturen. Ab und zu arbeitet sie dafür auch in Kernkraftwerken. Diesen Artikel hat sie zwischen zwei Spätschichten im KKW Grohnde im schönen Weserbergland geschrieben.

Breaking News: Wenn ich eine heiße Auflaufform aus dem Ofen nehme und sie kalt abschrecke, kann sie springen. Daher benutze ich warmes Wasser. WDR und Süddeutsche Zeitung haben diesen Effekt gerade entdeckt und Experten befragt, welche den sofortigen Produktionsstopp von Auflaufformen aus Glas fordern: zu gefährlich. Die Leute könnten ja fahrlässig doch kaltes Wasser wählen.

So ähnlich liest sich die angebliche Enthüllung des oben genannten Recherchenetzwerks über »marode Kernkraftwerke«, die man daran erkenne, dass ihr Notkühlwasser »offensichtlich« vorgeheizt werden müsse. Andernfalls könnten Risse im Reaktordruckbehälter entstehen. Aber wie soll man denn dann noch kühlen, wenn selbst das Notkühlwasser warm ist?

 

Physikkenntnisse? Nein danke!

Die Lösung liegt da, wo der WDR nicht gerne seine Nase hineinsteckt: in der Fachliteratur zur Kern- und Verfahrenstechnik. Bei 310 Grad Celsius mittlerer Kühlmitteltemperatur im Primärkreislauf eines Druckwasserreaktors sind auch 50 – 60 Grad Not»kühl«wasser zwar zu heiß für die Badewanne, aber nicht zu warm für einen Kernreaktor nach seiner Abschaltung. Dieses Wasser nimmt im Notkühlfall – wenn also ein Leck überspeist werden muss oder aus anderem Grunde die übliche Wärmeabfuhr über die Dampferzeuger nicht genutzt werden kann – immer noch genügend Wärme zur Abfuhr der Nachwärme aus dem Reaktorkern auf. Sie wird vom Notkühlsystem über Zwischen- und Nebenkühlsysteme weiter abgeführt.

Ich warte darauf, dass der WDR Anstoß an der Bezeichnung »Kühlmittel« für das Primärkreislaufwasser im Normalbetrieb nimmt, da eine Temperatur von mehr als 300 Grad doch nicht mehr als kühl zu bezeichnen seien. Und genau hier treffen wir auf ein Grundproblem unserer Berichterstattung: Menschen ohne solide physikalisch-technische Wissensbasis holen sich Experten, die ihnen nach dem, wie sie finden, kritischen Munde reden, und bringen das Ergebnis dann als alltagssprachliche Küchenlogik unters Volk. Denn gegen Kernkraftwerke zu sein entspricht in dieser Logik ja auch, auf der guten Seite zu sein, auf der Seite der kritisch-nachfragenden Neinsager nämlich.

Jedoch sind es eigentlich Jasager, mit denen wir es zu tun haben: Jasager im Mainstream des Antiatom-Diskurses. Denn bis heute gehört der nukleare Alarmismus und das Schwarz-Weiß-Denken der 1980er zum guten Berichtston, obwohl die Kerntechnik längst über den Stand dieser Zeit hinaus ist – und der Lieblingsfeind, die deutsche Atomlobby, längst das Zeitliche gesegnet hat. Unsere Atom-Alarmisten hängen zudem der Doktrin an, derzufolge nur eine hundertprozentig risikofreie Technologie akzeptabel sei. Gibt es ein Risiko? Dann wäre diese Technologie besser nie in die Welt gekommen.

In unseren Redaktionen, deren kerntechnische Grundkenntnis sich in der Regel auf die Schullektüre von Gudrun Pausewangs Nuke-Porns für den bundesdeutschen Opferdiskurs beschränkt, reicht daher die Nachricht vom Notkühlwasser, das gar nicht kalt ist, für die Auslösung des nuklearen Notstands.

 

Worum es wirklich geht

Kernquerschnitt eines VVER-440-Reaktors mit Dummie-Brennelementen (grau) an den Außenpositionen nahe der Druckbehälterwand

Kernquerschnitt eines VVER-440-Reaktors mit Dummie-Brennelementen (grau) an den Außenpositionen nahe der Druckbehälterwand

Worum es dabei wirklich geht: Bei erhöhter Versprödung des Stahls infolge Neutronenbeschusses ist die Vorwärmung des Notkühlwassers in vielen Anlagen eine normale Vorkehrung, so im östlichen Europa, wo die Kernkraftwerke mit VVER-Druckwasserreaktoren sowjetischer Bauart ausgerüstet sind. Aufgrund eines (im Vergleich zu den heute bei uns laufenden Konvoi- und Vorkonvoi-Anlagen) schmäleren Wasserspalts zwischen Reaktorkern und Druckbehälterwand ist insbesondere in den VVER-440-Anlagen die Neutronenfluenz und damit auch die Versprödungsgeschwindigkeit höher. Wer sich zur materialwissenschaftlichen Seite dieser Problematik detaillierter informieren möchte, dem sei der Beitrag der Nuklearia zum Fall der belgischen Anlagen Tihange und Doel (»Belgische Rissreaktoren«) empfohlen.
Es gibt in solchen Fällen höher versprödeter Komponenten mehrere Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen: materialschonende Fahrweisen der Anlage, eine spezifische Beschickung des Reaktorkerns mit Brennelementen, und Maßnahmen zur Regenerierung des Reaktordruckbehälters. In Osteuropa werden alle drei Ansätze verfolgt: Man beheizt die Flutbehälter für das Notkühlsystem, man stellt auf die Außenpositionen im Reaktorkern Brennelement-Dummies aus Stahl, die die Strömungseigenschaften des Kerns erhalten, aber den Neutronenbeschuss des Druckbehälterstahls verringern, und man regeneriert den Reaktorstahl.

Wie regeneriert man einen Reaktordruckbehälter? Das ist eine wichtige Frage, denn der Reaktordruckbehälter (RDB) ist eine der wenigen Komponenten eines Kernkraftwerks, die nicht redundant, das heißt, in mehrfacher Ausführung vorhanden sind. Seine Integrität ist folglich das K.O.-Kriterium für die Laufzeit der Anlage. Daher werden in älteren osteuropäischen Anlagen die Reaktordruckbehälter einer sogenannten Wiederholungsglühung unterzogen. Der Reaktor wird entladen, und an das leere Druckgefäß wird ein Aggregat montiert, das den Behälterstahl für rund 150 Stunden auf eine Temperatur von ca. 475 Grad Celsius bringt. Diese Wärmebehandlung erneuert die kristallinen Binnenstrukturen des Werkstoffs, welche durch den Neutronenbeschuss verändert wurden, was zur Versprödung und damit höherer Empfindlichkeit für Temperaturschocks geführt hatte. Die Wiederholungsglühung beseitigt diesen Effekt und stellt das ursprüngliche Elastizitätsverhalten wieder her.

Osteuropa hat also eigentlich eine gute Strategie zur Erhöhung der Komponentensicherheit gefunden – was natürlich gar nicht zu den von deutschen Journalisten in solchen Zusammenhängen gerne produzierten Klischees von instabilen Staaten, autoritärer Herrschaft und maroden Industrieanlagen passt.

Eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Während sich westliche Betreiber mit den anlagenschonenden Ansätzen begnügen – so z.B. im Falle des inzwischen stillgelegten schwäbischen KKW Obrigheim – geht Osteuropa unter russischer Technologieführerschaft seit Jahren neue Lösungswege, und – auch nicht unwichtig – setzt zudem in Neubauten sicherheitstechnisch fortgeschrittene Reaktorkonzepte in die Tat um.

Anlagenschonende Ansätze wiederum sind kein Ausweis für die Instabilität eines Systems. Es gibt sie überall in der Verfahrenstechnik. Man wärmt Systeme vor oder schaltet sie auf eine bestimmte Weise, um beispielsweise Kondensationsschläge in Rohrleitungen oder Materialschäden durch zu steile Temperaturgradienten zu verhindern. Niemand würde auf die Idee kommen, solche Anlagen in der Chemieindustrie oder auch in Kohle- und Gaskraftwerken nicht mehr zu betreiben, weil es ohne schonende bzw. vorgeschriebene Fahrweise zu Problemen kommen könnte.

Die Experten, die vom WDR befragt wurden, sehen das anders – denn sie können gar nicht anders. Sie sind auf jener Linie, dass nur ein nie gebautes KKW ein sicheres sei, und haben als Gutachter von Ökoinstituten und als Ministeriale unter Rot-Grün diese Politik in Berichte und Rechtstexte umgesetzt. Da kann man auch die AfD als alleinige Experten für Migrationspolitik anhören – aber diese Reportage muss erst noch geschrieben werden.

 

Die wahre Enthüllung wartet noch

All den Alarm-Experten sei jedoch versichert: Die wirkliche Enthüllung wartet noch auf einen aufmerksamen Rechercheur – jene über die akut drohenden Versorgungs- und Umweltrisiken im Zuge einer fehlgeplanten Energiewende, an der die Öko-Experten gut mitverdienen.

Die 25 Milliarden Euro pro Jahr, welche dieses Experiment am offenen Energieherzen unserer Industriegesellschaft kostet, wären anderweitig besser investiert. Denn man kann Europas alternden Reaktorpark entweder durch Kohlekraft und Chaos ersetzen, wie es Deutschland macht, oder durch bessere Kernkraftwerke.

Dr. Anna Veronika Wendland

 

Dr. Anna Veronika Wendland ist Osteuropa-Historikerin und Forschungskoordinatorin am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Sie forscht zur Geschichte von Atomstädten und nuklearen Sicherheitskulturen in Ost- und Westeuropa, unter anderem auch im Zusammenhang des transregionalen Sonderforschungsbereiches SFB-TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit« der Universitäten Marburg und Gießen sowie des Herder-Instituts, in dem es um Versicherheitlichungsprozesse von der Antike bis zur Jetztzeit geht. Sie ist Vorstandsmitglied des Nuklearia e. V.

 

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EU unterstützt russisches Kernkraftprojekt in Ungarn

Die Europäische Kommission hat nach abgeschlossener Untersuchung den von Russland durchgeführten Bau des Kernkraftwerks Paks in Ungarn genehmigt.

Das Paks Kernkraftwerk, das über 50% der elektrischen Energie im Land erzeugt, liegt 100 Kilometer von Budapest entfernt. Die Station wurde zu Zeiten der Sowjetunion aufgebaut. Derzeit laufen auf der Anlage vier Kernkraftwerke mit VVER-440 Reaktoren. Unter VVER-Reaktoren (WWER – Wasser-Wasser-Energie-Reaktor) werden bestimmte Typen von Druckwasserreaktoren sowjetischer beziehungsweise russischer Bauart zusammengefasst. Die Bezeichnung Wasser-Wasser steht für wassermoderiert und wassergekühlt. (Wikipedia)

Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge könnten die Arbeiten an zwei weiteren VVER-440-Reaktoren an diesem Kernkraftwerk bereits 2017-2018 beginnen. Außerdem gewährt Moskau der ungarischen Regierung ein Darlehen in Höhe von 10 Milliarden Euro für die Durchführung des Projekts.

 

Quellen:

http://russianconstruction.com/news-1/25497-eu-supports-russian-nuclear-project-in-hungary.html

Foto: Budapest Business Journal

 

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Rolls Royce plant eine neue Generation von Mini-Kernreaktoren auch für den Export

Mit einer neuen Generation von Mini-Kernreaktoren könnte Großbritannien 40.000 hoch qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und für die britische Wirtschaft Hunderte von Milliarden durch den Export generieren, sagt Rolls-Royce. Die britische Regierung hatte einen Wettbewerb mit über  250 Millionen Pfund unterstützt, um “kleine modulare Reaktoren” (SMRs) zu entwickeln. Außer Rolls-Royce nahmen die amerikanische NuScale Power, der französische EDF und das chinesische Nuklearunternehmen CNNC an dem Wettbewerb teil, berichtet The Telegraph.

Mini-Kernkraftwerke – Small and Medium Sized Reactors (SMRs)

Die Regierung vertrete die Auffassung, dass diese Mini-Kernkraftwerke lebenswichtig für die Sicherung der zukünftigen Energieversorgung in Großbritannien sein könnten, ebenso für die Ziele des Klimawandels, berichtet The Telegraph. Ihre Größe betrage etwa ein Zehntel der Größe eines konventionellen Kernkraftwerks, also etwa zehn Fußballfelder.

Rolls-Royce hat seit über 50 Jahren Erfahrung mit Nuklearantrieben für U-Boote der Marine und leitet ein Konsortium von etwa einem Dutzend Unternehmen, die sich für die Entwicklung der Technologie entschieden haben. 2012 hatte der Technologie-Konzern vom britischen Verteidigungsministerium einen Milliarden-Auftrag zum Bau der nächsten Generation britischer Atom-U-Boote erhalten.

Harry Holt, Leiter des Nukleargeschäftes von Rolls-Royce, sagte laut The Telegraph, dass ihr Vorschlag sehr stark an britischen Interessen ausgerichtet sei. Man rede hier von hochwertigem geistigem Eigentum, und der britische Inhalt sei sehr hoch. Dies treffe nicht auf britische Unternehmen zu, die niedrigwertige Arbeit wie das Gießen des Betons für die Bauarbeiten verrichteten.

Die Herkunft der Wettbewerber könnte ein entscheidender Faktor für die Wahl des Gewinners sein, meint The Telegraph. Das riesige Kernkraftwerk Hinkley Point in Somerset werde von EEF mit finanzieller Unterstützung aus China gebaut, wobei der Einsatz von ausländischem Know-how und Geld politisch umstritten sei.

Die Reaktoren von Rolls sollen um 220 Megawatt (MW) Leistung erzeugen und bis 440MW skaliert werden können. Im Vergleich dazu werden von Hinkleys traditionellem Design um 3,2 Gigawatt (GW) Leistung erwartet.

Brexport

Rolls schätzt die britische Nachfrage nach SMRs auf  7GW und die des globalen Marktes zwischen 65GW und 85GB in den nächsten zwei Jahrzehnten ein. Der Gesamtwert der Anlagen liege zwischen 250 Milliarden und 400 Milliarden britische Pfund.

Die Regierung unterstütze diese Technologie, und dies sei eine Gelegenheit, um das gesamte Paradigma der Technologie von der Einfuhr von Know-how nach Großbritannien bis zu seinem Export in andere Länder zu ändern, sagte Holt. Er habe hinzugefügt, dass die Technologie bei den meisten wichtigen Märkten für KMU außerhalb Europas ein wichtiger Teil jeder “Brexport” -Kampagne sein könnte, um Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb der EU zu gewährleisten.

Geringe Kosten durch Massenfertigung

Das Rolls-Royce Konsortium geht davon aus, dass es 1,2 Milliarden Pfund kosten werde, um die SMR-Technologie vollständig zu entwickeln, und weitere 1,7 Milliarden, um den ersten SMR zu starten. Die Kosten werden dann voraussichtlich fallen, da sie modular in “Blöcken” in Fabriken gebaut und dann vor Ort montiert werden.

Dies bedeutet, dass sie schneller gebaut werden können, als herkömmliche “maßgeschneiderte” Designs wie Hinkley und billiger sind, da sie im Vergleich zu Hinkley Massenprodukte sind. Ihr niedriger Preis werde auch die Finanzierung erleichtern, sagt Rolls Royce.

Hinkley Point werde frühestens 2025 Strom erzeugen. Der erste SMR von Rolls-Royce könnte bis 2028 an das Energienetz angeschlossen sein, abhängig davon, wen die Regierung als Gewinner des Wettbewerbs auswählt, sagte Holt. Die Entscheidung könnte schon in diesem Herbst fallen.

Quellen: 

Foto: O Palsson, “The Atomium (2)”, © www.piqs.de

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Friedliches Atom in jedem Haus – Russland setzt auf innovative Reaktoren

Мирный атом в каждый дом! Friedliches Atom in jedem Haus – Russland setzt auf innovative Reaktoren und betreibt den aktuell modernsten Reaktorblock der Welt. Rosatom berichtet, dass am 26. Oktober 2016 der innovative Reaktorblock Nr. 6 im Atomkraftwerk Nowoworonesch, ein Atomrekator der Generation 3+, auf 100% seiner Leistung hochgefahren wurde. Die Anforderungen, die nach Fukushima entwickelt wurden, sind laut Rosatom in einer bisher einzigartigen Kombination von aktiven und passiven Sicherheitssystemen berücksichtigt worden. Die Anlage sei “vollkommen resistent gegen externe und interne Störeinflüsse”. Der russische Block Nr. 6 des Atomkraftwerks Nowoworonesch nimmt weltweit als erstes Kernkraftwerk dieser neuen Generation seinen Betrieb auf. Andere Länder werden folgen, denn Reaktoren der Generation 3+ werden derzeit in einigen anderen Ländern gebaut.

Kolumne

Dirk Egelkraut

Und vor 10 Jahren, 2006, wollte es niemand glauben, jetzt habe ich es meinen schärfsten Kritikern doch gezeigt: Russland hat den Rest der Welt in der technologischen Entwicklung im Bereich der Kernkraftwerke abgehängt und betreiben den aktuell modernsten Reaktorblock der Welt – von den evolutionären Modellen auch noch den fortschrittlichsten.

Mit der ersten Volllast und Versuchen in diesem Leistungsbereich ist damit der dritte Teilschritt zur Inbetriebnahme abgeschlossen. Nun beginnt der vierte Schritt, in dem die russische Aufsichtsbehörde Rostechnadzor den Block für die kommerzielle Inbetriebnahme abnehmen wird. Ab Dezember 2016 soll der Block, ein WWER-1200/392M als AES-2006, dann regulär seine 1200 MW in das Stromnetz in Zentralrussland einspeisen. Im Dezember 2017 wird die Inbetriebnahme des zweiten Blocks folgen.
Nowoworonesch II hat gezeigt, dass es möglich ist, dass eine reorganisierte Atomwirtschaft unter einer Staatsholding ROSATOM sehr gesund für die Entwicklung ist. Binnen weniger Jahre hat Russland über 24 Reaktorblöcke exportiert, die bereits auf dem WWER-TOI-Modell basieren, deren technische Basis Nowoworonesch II ist. Rosatom hat damit in weniger als einem Jahrzehnt die Weltmarktführung übernommen. Anlagen auf Basis des TOI-Modells werden in den nächsten Jahren in Asien, in West- sowie Osteuropa, sowie in Afrika entstehen.

Mit den Neubau von diesen Reaktoren endet die Ära der Sowjetanlagen auf dem russischen Territorium, damit die der älteren kleineren WWER-440, sowie die durch Tschernobyl bekannten Reaktoren des Typs RBMK-1000. Den ersten Schritt macht hier auch Nowoworonersch: Im Dezember 2016, mit der kommerziellen Übergabe des leistungsstärksten russischen Reaktorblocks für den kommerziellen Betrieb, wird der WWER-440/179 Nowoworonesch-3 seine letzten Kilowattstunden erzeugen und stillgelegt werden, 2018 wird auch mit der Inbetriebnahme des ebenfalls innovativen Blocks Leningrad II-1 (mit WWER-1200/491 als AES-2006) auch die Ära der RBMK enden mit der Stilllegung des ersten RBMK-Blocks Leningrad-1 auf dem ehemaligen Territorium der UdSSR.

Und jetzt stellt sich wieder die ewige Frage: Soll die Welt wirklich am deutschen Wesen genesen? Ich finde, dass es kaum sein kann, dass ein Land, das neben evolutionäre Reaktoren auch auf innovative Reaktoren setzt, nicht falsch liegen kann. Die Lösungen für die gesamte Endlagerproblematik gibt es längst. Deutschland war bereits in den 1980ern imstande diese zu realisieren, sie wurden allerdings verhindert. Russland praktiziert bereits diesen Prozess. Daher die Frage: Weshalb sollte man sich nicht in diesem Fall ein Beispiel an Russland nehmen und es auch machen? ….Aber klar, das phöse Atom und Russland sowieso…

In Russland nennt man es übrigens das friedliche Atom – Мирный атом. Bereits Igor Kurtschatow wusste das, als er den WWER-210, den ersten WWER, in Nowoworonersch baute. Sein Motto war “Lasst es Atomarbeiter sein, und keine Soldaten” – Пусть будет атом рабочим, а не солдатом! Die moderne Variante steht heute am Eingang eines Kernkraftwerks mit WWER-1200 in Weißrussland: Friedliches Atom in jedem Haus – Мирный атом в каждый дом!

 

Foto:Rosatom

https://www.facebook.com/rosatomgermany

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Und plötzlich ist er weg – Maxatomstrom

maxatomstrom_endeDas mittelständische Augsburger Unternehmen Maxenergy bot 2014 nach eigenen Angaben den ersten Atomstromtarif Deutschlands an. Er trete für eine pragmatische Klimapolitik ein und leiste somit einen Beitrag für den Klimaschutz: “Kunden können mit dem Atomstromtarif ihren jährlichen CO2-Fußabdruck von durchschnittlich fast zwei Tonnen auf 20 kg senken”.
Die Energie stamme aus der Schweiz. Sie koste mehr als der Mix verschiedener Energien (“Graustrom”, etwa aus Atom- und Kohlekraft), aber weniger als reine Öko-Energie, die Maxenergy auch im Angebot habe.

Unter der URL http://www.maxatomstrom.de/ ist der Energieversorger plötzlich nicht mehr erreichbar. Statt dessen erfolgt ein Hinweis:

maxatomstrom_2016

Maxenergy ist ein überregional tätiger Stromversorger aus Augsburg. Das Unternehmen gehört der Sailer-Gruppe an, die bereits seit über 50 Jahren in der Energieversorgungsbranche tätig ist. Der Maxatomstrom-Sprecher war Jan Pflug, Mitglied der Grünen. Die Augsburger Allgemeine berichtete 2014 ausführlich über das Unternehmen und über die StephenTindaleEinführung eines neuen Stromtarifs. Es gehe bei Maxenergy ungewöhnlich politisch zu, meint die Zeitung und verwies auf die “Kronzeugen für die Förderung der Kernenergie”, die Maxenergy sich „aus Umweltschutzgründen“ an Bord geholt habe. Darunter befanden sich international bekannte Personen wie Patrick Moore, Gründungsmitglied der Umweltorganisation Greenpeace, Stephen Tindale, einer der führenden Köpfe der britischen Umweltschutzbewegung, Kerry Emanuel, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, James Lovelock, Stewart Brand, der Physik-Nobelpreisträger Burton Richter, Wade Allison, Professor für Nuklear- und Medizinphysik an der Universität Oxford, und Robert Stone, US-amerikanischer Dokumentarfilmer („Pandora’s Promise“). Sie unterstützten die Augsburger Atomstrom-Aktion.

Von Maxatomstrom scheint es Heute keine Spur mehr zu geben. Das Unternehmen setzt jetzt speziell beim Strom auf Grünstrom, auf 100 % Wasserkraft – “für eine saubere Zukunft.” Kunden werden aufgefordert, sich mit einer e-Mail an Maxenergy zu wenden, vorher informiert wurden sie nicht.

Mit einer »Themenwoche Kernenergie« führte der Verein Nuklearia e.V. in Erlangen im März 2015 eine Aufklärungskampagne rund um das umstrittene Thema Kernkraft durch. Zum Auftakt am Montag, dem 09. März zeigte die Nuklearia zum Thema “Kernenergie und Klimaschutz” den preisgekrönte Robert Stone-Film “Pandora´s Promise”. Anschließend fand eine Diskussion mit Jan Pflug, Pressesprecher von Maxatomstrom statt. Die Zuschauer hätten im gut gefüllten Saal der Volkshochschule Erlangen nach dem Film “teilweise sehr kontrovers, aber sachlich und respektvoll” diskutiert.

Als in der Nacht zum Sonntag, 28.06.2015 das Atomkraftwerk (AKW) Grafenrheinfeld Mitternacht vom Netz genommen wurde und etwa 120 Atomkraftgegner trotz des schlechten Wetters ein “Abschaltfest” feierten, erstrahlte auf einem der Kühltürme “Danke!” als Projektion in großen Lettern und zwar für “300 Milliarden kWh CO₂-armen Strom”. Der Dank kam von “Maxatomstrom”. Deren Sprecher, Jan Pflug, zeigte sich sicher, dass die CO₂-Emissionen infolge der Abschaltung steigen werden. “Quatsch”, sagte Atomkraftgegnerin Babs Günther vom Schweinfurter Aktionsbündnis gegen Atomkraft.

Danach war es still um Maxatomstrom.

 

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Kernenergie – Indiens Hoffnung für die Armen

Kudankulam 1 and 2 (Image: Rosatom)

Kudankulam 1 and 2 (Image: Rosatom)

Energie ist von entscheidender Bedeutung für die Bekämpfung der Armut in Indien. Für Indien bedeutet Kernkraft mehr als nur eine Stromquelle. Sie spielt eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Industrie, da sie für die vielen armen Menschen den Zugang zu einer sicheren, erschwinglichen und zuverlässigen Energie ermöglicht. In Deutschland wurde die Erinnerung, dass Kernkraftwerke den wirtschaftlichen Aufschwung nach 1945 ermöglicht haben und kein Windrad ohne Strom aus Kernkraftwerken hätte gebaut werden können, nahezu aus dem Gedächtnis gestrichen. Die riesige Bevölkerung Indiens braucht zuverlässige, stetige Quellen, wenn das Land nach vorne kommen soll, und wird sich deshalb seine Energiepolitik nicht vorschreiben lassen.

Im Gegensatz zu den reicheren Ländern kann Indien sich nicht den Luxus leisten, seine Ressourcen und seine Zeit für unzuverlässige Energiequellen wie Sonnen-und Windenergie zu vergeuden. Indiens Zukunft ist Nuklear. Indien wird ein Beispiel für andere arme Länder sein, die sehr genau darauf achten, wie die Nutzung der Kernenergie imstande ist, ein Land aus der Armut zu befreien.

Die Menschen in Indien registrieren sehr aufmerksam, dass ihnen nicht die Vereinigten Staaten oder Europa helfen, aus bitterer Armut zu entkommen, sondern Russland. Anfang August eröffnete Wladimir Putin die erste Reaktoreinheit das Kudankulam Kernkraftwerks (KKNPP) im Rahmen einer Videokonferenz von Moskau aus. Das KKNPP ist Teil eines Vertrags, der bereits 1998 zwischen Indien und Russland unterzeichnet wurde. Gebaut wird es von der russischen Rosatom State Atomic Energy Corp.

India’s Nuclear Transformation — Why the Poor in India Have Hope

 

 

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MarthWilly Marth: Meine Erlebnisse an deutschen Kernreaktoren und Wiederaufarbeitungsanlagen
ab € 14,99

Zu den sonderbarsten Erlebnissen des Autors zählte ein Kontrollbesuch der Wiener Atombehörde am Kernkraftwerk KNK I, wobei sich herausstellte, das der Prüfer, ein Inder, selbst radioaktives Material in den Reaktor eingeschleppt hatte. (mehr …)

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