PIK

Das PIK und die obszöne Kritik an Windkraftgegnern

„Man muss die Menschen vor Ort besser einbeziehen, damit sie nicht das Gefühl haben, dass man über ihre Köpfe hinwegregiert”, zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) die Soziologin Eva Eichenauer vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). “Braun-grüner Wählerfang der AfD” lautet die Überschrift des Artikels in der SZ. Am Zulauf zu rechten Parteien seien nach Ansicht der Soziologin auch die Versäumnisse lokaler Politik schuld. In einer noch nicht veröffentlichten Studie des PIK werden  Windkraftgegner und Kritiker der Energiewende als Wissenschaftshasser bezeichnet. Sie werden vom PIK und der Süddeutsche Zeitung diffamiert und mit oder ohne AfD nationalsozialistischem Gedankengut zugeordnet.

 

Das PIK – ein politisches Institut

Aus der Sicht der Süddeutschen Zeitung ist das PIK “eines der weltweit renommiertesten Institute für Klimaforschung”. Das PIK bezeichnet sich allerdings selbst als Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und nicht für Klimaforschung. Den Unterschied sollte die SZ kennen. Das PIK bedient sich der Ergebnisse der Klimaforschung. Eigentlich. Denn tatsächlich wirkt das PIK aktiv daran mit, die wissenschaftlichen Zwischenergebnisse der Klimaforschung auf den Stand einzufrieren, der für die politische Argumentation und den Klimaalarmismus nützlich ist. In diesem Sinne macht es sich zu einem der Sprachrohre der Klimaforschung, von der die Politik Besitz ergriffen hat. Das PIK ist eine nationale Variante und Miniaturform des IPCC (“Weltklimarat”). Hans Joachim Schellnhuber, dem Gründer und Direktor des PIK, gehört dem IPCC seit Jahren an. Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) hat sich mit den Hypothesen und dem wissenschaftlichen Anspruch des PIK intensiv auseinandergesetzt. ( Donna Laframboise hat die Strukturen des IPCC in aller Deutlichkeit beschrieben.)

 

 

Die Klimaleugner und Fort PIK

Eva Eichenauer ist Soziologin und arbeitet beim PIK. Sie ist die Autorin einer Studie, die offenbar darauf abzielt, die Gegner der Energiewende als Anhänger nationalsozialistischer Ideologie und der AfD, für die SZ offenbar identisch, zu diskreditieren. Die Studie scheint ein weiterer Beleg dafür zu sein, dass Institutionen, die staatlich gefördert werden, der Versuchung nicht widerstehen können, ihre Position mit Anstand zu verteidigen. Aus dem sicheren Schutz ihres Trutzburg schleudern sie mit allem, was ihnen zur Verfügung steht,  auf den Feind und verteidigen ihre „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis“ gegen jeden Zweifel. Den rauen Wind der Wissenschaft würden sie nicht überleben, aber unter dem Schutz und im Auftrag der Politik endet der wissenschaftliche Diskurs an den Mauern einer totalitären Politik.

Der totalitäre Anspruch der Politik, wie ihn die SZ formuliert, richtet sich insbesondere gegen das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE), das im Unterschied zum PIK nicht von staatlichen Zuwendungen abhängig ist. Die Fachleute, die EIKE durch Spenden oder wissenschaftliche Beiträge unterstützen, kommen zu anderen Ergebnissen als staatlich geförderte Institutionen. Eine Herausforderung für die Wissenschaft, aber nicht in den Augen des PIK oder der Regierung, die sich vom PIK beraten und leiten lässt.

Wissenschaftler fordern stets eine offene Diskussion über kontroverse Positionen, Ideologen und Politiker meiden sie. Mehrfach wird im Artikel der SZ die Bezeichnung „Klimaleugner“ verwendet, in der Absicht, Skeptiker auszugrenzen und sie weltweit an den Rand der Gesellschaft zu stellen. Die SZ-Journalistin Susanne Götze versteht nicht, dass Wissenschaftler Thesen anzweifeln müssen, denn sie sind ihrem Wesen als Wissenschaftler nach Skeptiker. Leugner sind sie nicht. Erst die totalitären Machtstrukturen im Kopf von politischen und kirchlichen Fürsten machen aus Skeptikern “Leugner”.

 

Noch ein Nazi

Das PIK treibt die politische Diffamierung von Skeptikern weit voran und verortet sie bei der AfD. Die AfD hat sich Positionen zur Energiewende und zum Klimawandel von EIKE zu eigen gemacht und der Skepsis auch in ihrem Programm Ausdruck verliehen. Die SZ fasst diesen Punkt im AfD-Programm neutral zusammen: Die AfD halte wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel für “nicht gesichert”. Kohlenstoffdioxid (CO₂) sei “kein Schadstoff, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für alles Leben”, heiße es im Wahlprogramm. So weit sind der Stand der Wissenschaft und die Auffassung der AfD korrekt wiedergegeben. 

Aber weder das PIK noch die SZ sehen eine Veranlassung zur Diskussion über die gegenteilige Auffassung zum Klimawandel. Die AfD wird vorgeschoben, um die Angst vor der Blamage in einer öffentlichen Diskussion zu vermeiden. Auch nach der Bundestagswahl sei „das Problem noch nicht vom Tisch”, sagt Eva Eichenauer, unababhängig davon, ob die AfD „weniger Stimmen bekommt als zuerst befürchtet“. Auch die Freien Wählern bleiben vor Verdächtigungen nicht verschont. Ihnen wird vorgeworfen, eine Konferenz der Klimaskeptiker, organisiert von EIKE, besucht zu haben.

PIK und SZ greifen tief in die Kiste menschenfeindlicher Propaganda, um die Kritiker der Energiewende zum Schweigen zu bringen. Ihre Macht reicht nicht aus, um Ketzer und Häretiker nach mittelalteralterlicher Art zu bestrafen, aber Rufmord bringt als Waffe im Meinungsstreit manchen Protestierenden zum Verstummen. Die AfD wird als Partei angegriffen, als ein Sammelbecken des Bösen, das kann kann eine Partei verkraften, wie die Grünen bewiesen haben. Schlimmer ist, dass der Anspruch von Bürgern auf den Schutz von Natur, Landschaft und Gesundheit von der SZ als Überbleibsel und Zeichen nationalsozialistischen Gedankenguts diskreditiert wird.

Die SZ zieht sogar eine Ikone des Widerstands gegen Windkraftindustrieanlagen, Enoch zu Guttenberg, Mitgründer und ehemaliges Mitglied des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), in ihre schmutzige Gedankenwelt ein. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Leipziger Umwelthistoriker Franke, der die Naturschützer als Gegenpol zu den Umweltschützern in der rechten, nationalistischen Ideologie des von Hermann Göring initiierten Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 verortet.

 

Klerikaler Rat vom PIK: Die Menschen bei ihren Gefühlen packen

Viele Medien, nicht nur die SZ, tragen erheblich dazu bei, dass wissenschaftliche Debatten über das Klima verhindert werden. Den Journalisten, die sich nicht an den Codex ihrer Branche halten, gebührt die Auszeichnung, dass sich die Klimawissenschaft mit ihrer Beihilfe und mit Hilfe von Geschichtsklitterung und einseitiger Parteinahme zu einer  Hasswissenschaft entwickeln konnte. Diese Schmach lastet auf ihren Schultern, nicht auf den Schultern der Windkraftgegner, Klima-Skeptiker, EIKE oder der AfD.

Das PIK schließt den Kreis des totalitären Systemdenkens, indem es jede Form der Kritik an der Energiewende und deren ökologische, ökonomische und soziale Folgen zurückweist und jeden Skeptiker nach biblischer Manier als Widersacher betrachtet: „Viele kommen über die Ablehnung der Windkraft zur Energiewendekritik und dann zur Negierung des menschengemachten Klimawandels, sagt die Soziologin Eva Eichenauer vom PIK. Aus “verständlicher Sorge ums eigene Dorf” werde “blinder Wissenschaftshass.” Eva Eichenauer verdreht die Wahrheit. Es verhält sich umgekehrt: Wer bei verschiedenen wissenschaftlichen Meinungen nicht über fundierte kontroverse Auffassungen diskutieren will, hasst die Wissenschaft und liebt die Politik und die Manipulation der Öffentlichkeit.

Die Soziologin Eva Eichenauer verrät mehr über die totalitären Bestrebungen des PIK als dem Verein lieb sein dürfte. Sie warnt vor dem Einfluss der AfD und fordert die Lokalpolitiker auf: “Man muss die Menschen vor Ort besser einbeziehen, damit sie nicht das Gefühl haben, dass man über ihre Köpfe hinwegregiert.”

Was sagt sie genau? Den Menschen muss das Gefühl vermittelt werden, dass ihre Meinung gefragt ist, interessieren muss sie einen Politiker nicht.

 

Der WBGU – „Staatsziel Klimaschutz“

Jeder Versuch, die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel in Frage zu stellen, soll im Keime erstickt werden. Denn mit dem Zweifel am menschengemachten Klimawandel wäre auch der vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) unter Vorsitz von Joachim Schellnhuber (Direktor des PIK) sorgfältig vorbereitete neue “Gesellschaftsvertrag” zum Scheitern verurteilt. Die politische Diffamierung ist allem Anschein nach der letzte Ausweg für diskussionsunwillige  oder -unfähige Politiker und Forscher.

Der ideologische Auftrag des PIK ist klar und deutlich im Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) manifestiert. Vorsitzender der WBGU ist   Hans Joachim Schellnhuber, der unter anderem ein ernanntes Mitglied der Pontifical Academy of Sciences ist. Wer sich von seinen Titeln und Auszeichnungen beeindrucken lassen will, kommt hier auf seine Kosten.

In dem Hauptgutachten sind die Grundlagen einer Politik niedergeschrieben, die den „gestaltenden Staat“ mit dem “Klimaschutz” als Staatsziel im Rahmen einer “Transformation” etablieren will. Keine der regierenden Parteien hat diesem Staatsziel jemals widersprochen. Das „Staatsziel Klimaschutz“ soll laut Gutachten Legislative, Exekutive und Judikative zum Handeln verpflichten. Der Staat definiert den Klimaschutz, der im Unterschied zum Umweltschutz nicht greifbar ist. Der Willkür eines totalitären Staates wird dadurch Tür und Tor geöffnet.

 

Quellen:

Foto: lapping, pixabay

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Annahmen

Tom Harris: Grundlegende Annahmen zum Klimawandel müssen überprüft werden

Wissenschaftler, egal welcher Fachrichtung, fürchten sich nicht vor “Untergrabungen” der Wissenschaft, sondern vor einem Stillstand der Diskussion. Um den Stillstand zu verhindern, befürworten politisch unabhängige Institutionen wie International Climate Science Coalition (ICSC), Kanada, die von der Trump-Regierung vorgeschlagene öffentliche Debatte durch zwei Teams: “Rotes Team / Blaues Team”. In einer öffentlichen Diskussion sollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Klimawandel dargelegt werden. Dieser Vorschlag stößt bei arrivierten Klimaforschern auf massive Ablehnung. Für sie sind das “gefährliche Versuche, den Status der Minderheitenmeinungen zu erhöhen und die Legitimität, Objektivität und Transparenz der bestehenden Klimaforschung zu untergraben.”

 

In der Wissenschaft gibt es keine “bekannte Tatsache”

In einem Artikel in Citizens Journal geht Tom Harris, Executive Director der International Climate Science Coalition (ICSC), davon aus, dass grundsätzlich nichts in der Wissenschaft “eine bekannte Tatsache” sei, vor allem nicht in einer Disziplin, die so unreif sei und sich so schnell entwickelt habe wie die Klimaforschung. Es handle sich lediglich um die Meinungen von Experten, die auf ihren Interpretationen der Beobachtungen und ihrem Verständnis der heutigen Theorie basieren, sagt Harris. Und verschiedene Experten hätten unterschiedliche Meinungen, auch über Fragen, die viele Wissenschaftler als gesichert annehmen. Er begrüßt die Gründung eines “Red Team / Blue Team”. Sie sollten jede Vermutung zum Thema Klimawandel sorgfältig untersuchen, sagt er.

Nach Ansicht des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore gehen die Wissenschaftler “in einem hohen Maß an Sicherheit” davon aus, dass unsere Emissionen von Treibhausgasen einen gefährlichen Klimawandel verursachen, sagt Harris. Die Lösung sehe Al Gore in einer drastischen Reduzierung des Einsatzes fossiler Brennstoffe, die Quelle von 86% der weltweiten Energieversorgung. Al Gore erwarte,  dass wir glauben, dass die Klimawandel-Wissenschaft gefestigt sei.

 

Fragen an “Rotes Team / Blaues Team”

Wissenschaftler, die an der Debatte “Rotes Team / Blaues Team” teilnehmen, werden zweifellos untersuchen, inwieweit der jüngste Klimawandel gegenüber dem von Menschen verursachten Klimawandel natürlichen Ursprungs ist, sagt Tom Harris. Außerdem würden die Wirksamkeit der Computermodellierung für die Prognose des zukünftigen Klimas und die Trends bei extremen Witterungen und andere Themen der aktuellen Debatte untersucht.

Worüber wahrscheinlich nicht diskutiert werde, aber werden sollte, seien die grundlegenden Bedenken zum Klimawandel. Die Experten sollten zum Beispiel aufgefordert werden, genau zu untersuchen, ob sich die Erde im vergangenen Jahrhundert wirklich erwärmt hat. Sie sollten den CO2-Rekord genauer betrachten und darlegen, ob die Levels seit den 1800er Jahren wirklich gestiegen sind und ob die menschlichen Aktivitäten als Hauptursache für den angenommenen CO2-Anstieg bewiesen sind.

 

Tim Ball: Grundfragen sind nicht geklärt

Im Gegensatz zu den Behauptungen von Gore seien diese Art von Grundfragen nicht gelöst, sagt Tom Harris. Professor Dr. Tim Ball, ehemaliger Klimatologe an der Universität von Winnipeg, sei ein Beispiel für einen gut qualifizierten Fachmann, der die Grundlagen der Klimadebatte in Frage stellt.

Ball widerspreche zum Beispiel der Behauptung, dass es einen 0.7 Grad Celsius Temperaturanstieg im vergangenen Jahrhundert gab. Es sei nicht wirklich möglich, dies zu wissen.

“Die besten Wetterstationen in der Welt, in Bezug auf die Dichte des Netzwerks, die Qualität der Instrumente und die Überwachung der Standorte, stehen in den Vereinigten Staaten”, sagte Ball. “Aber auch dort, wie eine Studie des Meteorologen Anthony Watts zeige, erreichen nur 7,9% der bestehenden Stationen Genauigkeiten, die besser sind als +/- 1 Grad Celsius. Also, wie kann man behaupten, dass ein 0.7-Grad-Anstieg über 100 Jahre irgendeinen Sinn hat?”

Während viele Menschen davon ausgehen, dass die CO2 -Konzentrationen in den letzten Jahrzehnten gestiegen sind, bestreiten einige Wissenschaftler dies. Ball sagt: “Der CO2 -Gehalt aus vorindustriellen Zeiten wurde vollständig manipuliert, um einen stetigen Anstieg von 270 Teilen pro Million [ppm] auf die aktuellen 400 ppm zu zeigen. Wissenschaftlich gültige chemische Messungen über CO2-Werte, die über denen von heute liegen, wurden einfach ignoriert.“

Der Anstieg des CO2-Niveaus könne einfach nur ein Resultat des Ausgasens von den Ozeanen sein, die durch Veränderungen der Sonne erwärmt wurden. Ball weise darauf hin, dass der geschätzte Gesamtbeitrag zur atmosphärischen CO2-Konzentration geringer ist als die Ungewissheit der Schätzung des CO2 aus den Ozeanen, so dass die Ermittlung des menschlichen Beitrags derzeit nicht möglich ist.

Es gibt Wissenschaftler, die natürlich nicht mit Ball einverstanden sind, sagt Harris. Aber sie können nicht rational begründen, dass ihre Position zu 100% sicher sei. Die “Rotes Team / Blaues Team”-Teilnehmer müssen bei der Klimawandel-Debatte jeden Stein umdrehen und die grundlegendsten Annahmen der Klimawandel-Debatte Wahrscheinlichkeiten zuordnen. (“The red team-blue team participants must leave no stone unturned and assign probabilities to even these, the most basic assumptions of the climate change debate.”)

 

Quelle:

Gore’s basic climate assumptions must be challenged


Ruhrkultour Leseempfehlung:

Thüne

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Debatten

“Und sie erwärmt sich doch” – Klimawissenschaftler in den USA lehnen öffentliche Debatten über den Klimawandel ab

Klimawissenschaftler in den USA lehnen öffentliche Debatten über den Klimawandel ab. Sie begründen ihre Ablehnung damit, dass der Status von Minderheitenmeinungen nicht erhöht und die Legitimität der bestehenden Klimaforschung nicht untergraben werden soll. Schließlich gehörten sie keinem Stamm (tribe) an, dem es daran gelegen sei, gegen die “andere Seite” zu gewinnen, sagen sie in einer Stellungnahme in der Washington Post. Ihre Hauptmotivation sei, die natürliche Welt zu verstehen und dieses Wissen und Verständnis zu nutzen, um über wichtige Fragen für vernünftige Entscheidungen der öffentlichen Ordnung zu informieren. Ob es ihnen gelinge sei das, wonach sie letztlich beurteilt würden.

 

Leugner diskutieren nicht, sie leugnen

Die Klimawissenschaftler Benjamin Santer, Kerry Emanuel und Naomi Oreskes lehnten kürzlich in einer Stellungnahme in der Washington Post Vorschläge von Steven Koonin und Scott Pruitt, eine öffentliche Diskussion über den Klimawandel zu führen, ab.  Steven Koonin ist Professor an der New York University und Scott Pruitt ist  der Leiter der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA,

Steven Koonin hat die Gründung eines “Red Team / Blue Team” vorgeschlagen, die eine öffentliche Debatte über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel führen sollen. Scott Pruitt hat ebenfalls eine Diskussion über CO2 angeregt. Er schlug in einem Interview mit Breitbart News “eine echte, legitime, Peer-Review, objektive, transparente Diskussion über CO2” vor.

Solche Forderungen nach speziellen Teams von Ermittlern dienten nicht einer ehrlichen wissenschaftlichen Debatte, widersprachen die Klimawissenschaftler Santer, Emanuel und Oreskes. Sie seien “gefährliche Versuche, den Status der Minderheitenmeinungen zu erhöhen und die Legitimität, Objektivität und Transparenz der bestehenden Klimaforschung zu untergraben.” (“Such calls for special teams of investigators are not about honest scientific debate. They are dangerous attempts to elevate the status of minority opinions, and to undercut the legitimacy, objectivity and transparency of existing climate science.”)

Die Grundannahme dieser “Red Team / Blue Team” – Forderungen ist nach ihrer Ansicht, dass die Klimawissenschaft zerbrochen ist und der Bruch behoben werden müsse. Die implizite Botschaft der Vorschläge sei, dass die Wissenschaftler die wichtigsten Erkenntnisse der Klimaforschung – wie das Vorhandensein einer durch Menschen verursachten Erderwärmung – nicht ausreichend überprüft worden seien, sagen die drei Wissenschaftler. Die Vorschläge von Koonin und Pruitt betrachten sie als unangemessen. Schließlich seien alle Aspekte zum Klimawandel ausreichend analysiert, dokumentiert und überprüft worden, behaupten sie.

Die Idee, zwei Teams, “Rotes Team” und “Blaues Team” zu bilden, sei keine Möglichkeit, eine Diskussion über die Klimawissenschaft zu führen, sagen Santer, Emanuel und Oreskes, denn das Ergebnis aller Überprüfungen steht für sie fest. “Es gibt es einen starken wissenschaftlichen Konsens darüber, dass die Erderwärmung jetzt eindeutig ist und dass menschliche Aktivitäten der dominierende Beitrag zu dieser Erwärmung sind.” (“there is strong scientific consensus that planetary-scale warming is now unambiguous, and that human activities are the dominant contribution to this warming.”)

 

Peer-Review

Ein Peer-Review ist ein kollegialer Dialog auf Augenhöhe, Begutachtung durch Ebenbürtige, bei Ärzten als Kreuzgutachten bekannt. Das Verfahren dient im Wissenschaftsbetrieb zur Beurteilung der Qualität wissenschaftlicher Arbeiten und Publikationen. Zu einem Peer-Review werden unabhängige Gutachter (engl. peer für Ebenbürtiger, Gleichrangige oder auch referee für Schiedsrichter) aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen. In der Regel sind Wissenschaftler stolz, wenn ihre Arbeit ein Peer-Review überstanden hat. Je härter die Prüfer und je mehr Peer-Reviews, desto besser für den wissenschaftlichen Ruf. Wie begründen Santer, Emanuel und Oreskes ihre ablehnende Haltung zu einer öffentlichen Debatte und weiteren Peer-Reviews?

Koonins Behauptung, dass wichtige Unsicherheiten vernachlässigt werden, sei “offensichtlich falsch”, sagen die drei Forscher. Die Wissenschaftler hätten die wichtigsten Unsicherheiten identifiziert und quantifiziert und versucht, diese Unsicherheiten zu reduzieren. Auch seien die wissenschaftlichen Arbeiten Peer-Reviews unterzogen worden. Kritische Untersuchung von Modellen, Daten und Theorie seien ja keine Randaktivitäten.

Die drei Klimawissenschaftler räumen zwar ein, dass das von Koonin und Pruitt kritisierte Peer-Review-System unvollkommen sei, aber es sei “das beste System, das wir haben, und es habe der Wissenschaft schon seit Jahrhunderten gedient.”

Kritik an dem Klima-Konsens werde seit Jahrzehnten angeboten. Aber der Hinweis auf “natürliche Ursachen” passe nicht zu den “überwältigenden Beweisen für den vom Menschen verursachten Klimawandel.”

Diese Ansicht halten die drei Wissenschaftler für unvereinbar mit der Realität. Wobei sie Realität mit Meinung verwechseln, als könne jemals über die Realität per Meinung abgestimmt werden. (“Science has substantially improved our understanding of the physical climate system, the reality of human-caused warming, and the likely climatic outcomes if we do nothing to reduce emissions of greenhouse gases.”)

 

“Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären” (Schiller)

Die Wissenschaft habe das Verständnis für das physikalische Klimasystem, die Realität der menschlich verursachten Erwärmung und die wahrscheinlichen klimatischen Ergebnisse wesentlich verbessert. Wenn wir nichts tun, um die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, sagen die Klimawissenschaftler, wäre dies ein echter “Beratungsmissbrauch” und würde wirkungsvolle Maßnahmen zur Bewältigung des vom Menschen verursachten Klimawandels verzögern. (“Rejecting this tried and tested understanding would constitute real “advisory malpractice,” and would delay effective action to address human-caused climate change.”)

Können die Wissenschaftler die Möglichkeit eines Beratungsmissbrauchs ausschließen, weil sie selbst von sich und iohren Kollegen überzeugt sind, in guter Absicht zu handeln? Das wäre unwissenschaftlich. Unterlassene Beratung ist nicht dasselbe wie unterlassene Hilfeleistung. Wenn ein Beratungsmissbrauch stattgefunden hat, werden aus Wissenschaftlern Menschen, die, um nicht ihr Gesicht und ihren Job zu verlieren, an der Lehre, die zu einem Beratungsmissbrauch geführt hat, festhalten.

Aus diesem Grund erscheint die negative Reaktion auf die Vorschläge, zwei Teams im Sinne einer echten, legitimen, objektiven, transparenten und peer reviewed Diskussion über CO2 zu bilden, plausibel. Eine öffentliche Debatte über den Klimawandel und den Einfluss von CO2 könnte den Teufelskreis durchbrechen, in den Wissenschaftler geraten können, die als Berater durch Lobby-Organisationen oder staatlich finanzierte Institutionen bezahlt werden. Eine Schutzmaßnahme für Wissenschaftler.

Aber die Vorschläge von Koonin und Pruitt werden kurzum abgelehnt. Die Klimawissenschaft sei nicht zerbrochen. Sie brauche keine Fixierung. “Im Falle der Klimaforschung entscheiden wir uns, uns in Peer-Review und in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu vertrauen – nicht in Teams, die von Koonin oder Pruitt bestellt wurden. (“In short, climate science is not broken. It does not need fixing. We hear similar “broken” arguments about the media, the courts and our democracy itself. We are told that only one team or person can fix the problem; that if we place our trust in that one team, that one person, everything will be fine. In the case of climate science, we choose to place our trust in peer review and in the scientific community — not in teams appointed by Koonin or Pruitt.”)

 

Die wahre Lehre vom Klimawandel

Im Unterschied zum Umweltamt der USA beharrt das Umweltbundesamt in Deutschland (UBA) weiterhin auf die “wahre Lehre” vom menschengemachten Klimawandel.

2013 brachte das UBA eine Broschüre mit dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“ heraus. Darin wurde erklärt, dass es bedauerlicherweise Wissenschaftler und Journalisten gebe, die Unwahrheiten über den Klimawandel verbreiten. Die Journalisten, Michael Miersch und Dirk Maxeiner, wurden vom UBA namentlich in der Broschüre genannt und gerügt. Sie fühlten sich durch die Bundesbehörde an den Pranger gestellt und verklagten das UBA. Die meisten Medien vertraten in der Klimadebatte die Auffassung, es stehe einer Behörde nicht zu, Journalisten zu denunzieren. Das Verwaltungsgerichts Halle stützte jedoch die Auffassung des UBA. Der Vorsitzende Richter Volker Albrecht erklärte die Klage der Journalisten als unbegründet. Ein Präzedenzfall, der Spuren in der öffentlichen Meinungsbildung hinterlassen hat.

Dem UBA ging es nicht allein um die beiden Journalisten. Die Speerspitze zielte gegen alle, die Zweifel an der Lehre vom menschengemachten Klimawandel hegen. In der Broschüre des UBA heißt es: “Schon lange warnt die Klimaforschung vor einer drohenden Klimaerwärmung, die für die – an die heutigen klimatischen Verhältnisse angepasste – menschliche Gesellschaft große Gefahren birgt. Im Gegensatz dazu gibt es einen Personenkreis, der die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht anerkennt, die sogenannten „Klimawandelskeptiker“ oder kurz „Klimaskeptiker“. Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig.”

 

Fazit

Durch den Wechsel der Präsidenten in den USA ist Bewegung in eine festgefahrene Debatte gekommen. Seit dem 17. Februar 2017 ist Scott Pruitt Leiter der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA im Kabinett Trump. Wikipedia stellt ihn als “Lobbyist” und “Klimawandelleugner” vor. “Ein Triumph für Donald Trump, eine Gefahr fürs globale Klima”, urteilt der Spiegel über ihn. Die Mehrzahl der Medien in Deutschland vertritt die Position der Bundesregierung zum Klimawandel.

Wenn die Wissenschaftler einer Wissenschaftsdisziplin sich selbst genug sind, so dass sie konträre Auffassungen als Leugnung der Realität begreifen, ist, völlig unabhängig von Mehrheiten, die Wissenschaft wertlos. Sie muss dem Druck von Skeptikern standhalten können. Skepsis ist ein Wesenszug der Wissenschaft, nicht die Beratung. Skeptiker dienen der Wissenschaft, Berater ihren Auftraggebern. Und die Medien hätten die Pflicht, nicht Partei für Berater zu ergreifen, sondern darauf zu achten, dass es eine objektive, transparente Diskussion über CO2 und den Klimawandel gibt.

 

Quellen:

  • https://www.washingtonpost.com/news/capital-weather-gang/wp/2017/06/21/attention-scott-pruitt-red-teams-and-blue-teams-are-no-way-to-conduct-climate-science/?utm_term=.5ec82e327b5c
  • http://ruhrkultour.de/michael-miersch-gegen-das-umweltbundesamt-uba-prozessbeginn-18-november-2015/
  • https://www.welt.de/politik/deutschland/article149010802/Umweltbehoerde-darf-Journalisten-namentlich-ruegen.html
  • http://www.spiegel.de/politik/ausland/scott-pruitt-und-donald-trump-wer-ist-der-neue-chef-der-epa-a-1135234.html
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Abkühlungstrend

Langfristiger Abkühlungstrend in Nord-Europa nachgewiesen

Der langfristige Abkühlungstrend in Nord-Europa über die letzten Jahrtausende sei unterschätzt worden, sagen Forscher eines internationalen Teams unter Beteiligung der Justus-Liebig-Universität Gießen. Die Wissenschaftler haben eine 2.000-jährige Klimarekonstruktion für Nord-Europa anhand von Baumjahrringen vorgestellt. Demnach waren Römerzeit und Mittelalter wärmer als bisher angenommen.

 

Abkühlungstrend von -0.3°C pro Jahrtausend

In einer Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen gab Prof. Jürg Luterbacher PhD,
Institut für Geographie, bekannt, dass “dieser Trend, der durch langsame Veränderungen des Sonnenstandes, aber auch der Distanz der Erde zur Sonne verursacht wurde, ein Abkühlung von -0.3°C pro Jahrtausend” ausmacht.

„Im Prinzip erscheint diese Zahl nicht sonderlich beeindruckend“, sagte Prof. Luterbacher, „allerdings ist sie im Vergleich zur globalen Erwärmung, die bis heute auch weniger als 1°C beträgt, nicht zu vernachlässigen. Wir konnten nun zeigen, dass die großräumigen Klimarekonstruktionen, die auch vom internationalen Klimarat ‚IPCC‘ verwendet werden, den langfristigen Abkühlungstrend über die letzten Jahrtausende unterschätzen.“

Die Studie erschien am Sonntag, 8. Juli 2012, in der Zeitschrift „Nature Climate Change“.

Download the PDF file .

Quellen:

Bild: Abbildung der Temperatur-Abkühlung der letzten 2.000 Jahre. Universität Mainz.

 

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Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

Al Gore führt die Brexit-Abstimmung in Großbritannien im vergangenen Sommer auf die “politische Instabilität” im Nahen Osten zurück. Er meint, dass sie durch den “Stress” und das Chaos, das der Klimawandel im Nahen Osten verursacht habe, entstanden sei. Wenige Tage zuvor hatte das British Medical Journal einen Artikel veröffentlicht, in dem der Klimawandel mit Diabetes in Zusammenhang gebracht wurde. Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

 

Al Gore: Der Klimawandel ist für den Brexit verantwortlich

Der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, befindet sich auf Werbetour für seinen neuen Film An Inconvenient Sequel: Truth To Power. In einem Gespräch mit dem Filmmagazin Empire erklärte er, dass der Klimawandel die Ursache der Brexit-Abstimmung in Großbritannien im vergangenen Sommer gewesen sei. Er hält die Abstimmung für das Ergebnis der “politischen Instabilität”, für die letztlich der Klimawandel und das durch ihn verursachte Chaos im Nahen Osten verantwortlich sei.

Die wichtigste Ursache für den Bürgerkrieg in Syrien seien 1,5 Millionen Klimaflüchtlinge, die wegen anhaltender Dürre in die Städte Syriens getrieben wurden, wo sie mit Flüchtlingen aus dem Irak-Krieg kollidierten, sagt Al Gore. Der Politiker (Demokratische Partei) und Unternehmer skizzierte erneut seine komplexe Klima-Verschwörungstheorie aus Klimawandel, Syrien und Wikileaks, berichtet die US-amerikanische Nachrichten- und Meinungswebsite. Dass sie von Anhängern Al Gores einhellig politisch als rechtspopulistisch bis rechtsaußen verortet wird, ist dem Zeitgeist, nicht der Wahrheitsfindung geschuldet.

Wikileaks habe interne Gespräche in der syrischen Regierung enthüllt, sagt Al Gore, in denen man sich gegenseitig “eine soziale Explosion” bestätigt habe. Diese durch den Klimawandel ausgelöste Konfrontation führt nach Ansicht Al Gores zu einem unglaublichen Flüchtlingsfluss nach Europa und habe eine politische Instabilität geschaffen. In gewisser Weise habe dies dazu beigetragen, dass manche in Großbritannien auf Abstand zu Flüchtlingen gegangen seien.

Das sei fast sicher das erste Mal, dass der Klimawandel für den Brexit verantwortlich gemacht wurde, sagt James Delingpole.

 

British Medical Journal: Der Klimawandel ist für Diabetes verantwortlich

Wenige Tage vor der Erklärung Al Gores zum Klimawandel veröffentlichte das British Medical Journal einen Artikel, der den Klimawandel in einem ursächlichen Zusammenhang mit Diabetes sieht. Im British Medical Journal heißt es:

“Zusammenfassend: Die Diabetes-Inzidenzrate in den USA und die Prävalenz der Glukoseintoleranz steigt weltweit mit einer höheren Außentemperatur an. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse würde ein 1 ° C-Anstieg der Umwelttemperatur in den USA allein über 100.000 neuen Diabetesfällen pro Jahr auftreten lassen, bei einer Bevölkerungszahl von fast 322 Millionen Menschen im Jahr 2015.38 Diese Erkenntnisse betonen die Bedeutung der zukünftigen Erforschung der Auswirkungen der Umgebungstemperatur auf den Glukosestoffwechsel und den Beginn der Diabetes, vor allem im Hinblick auf den weltweiten Anstieg der Temperaturen mit einem neuen Rekord für den wärmsten Winter in den USA im vergangenen Jahr.39.”

“In conclusion, diabetes incidence rate in the USA and prevalence of glucose intolerance worldwide increase with higher outdoor temperature. On the basis of our results, a 1°C rise in environmental temperature would account for over 100 000 new diabetes cases per year in the USA alone, given a population of nearly 322 million people in 2015.38 These findings emphasize the importance of future research into the effects of environmental temperature on glucose metabolism and the onset of diabetes, especially in view of the global rise in temperatures with a new record set for the warmest winter in the USA last year.39.”

 

Lasst uns Störche zählen

Die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel ist aus einem wissenschaftlichen Labor entwichen. Sie wird nicht mehr diskutiert, wie Jörg Rehmann dies in seinem Artikel Kafkaeske im Fake-Staat am Beispiel eines Gerichtsurteils zu Gunsten der Umweltbehörde gegen den Journalisten Michael Miersch aufgezeigt hat. Einmal von Politikern wie Barack Obama wider besseren Wissens in die Welt gesetzt, wandelt sich die Klimawandel-Hypothese in eine absolute Wahrheit und wird zum Maßstab der Politik, der Gerichte und der wissenschaftlichen Forschung.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wissenschaft ist beachtlich. Der Klimawandel schafft ungeahnte Möglichkeiten für die Akquisition von Forschungs- und Fördergeldern. Es würde niemanden wundern, wenn lange nach dem Zeitalter der Aufklärung moderne Wissenschaftler Forschungsgelder dafür erhalten, dass sie – länderübergreifend – herausfinden sollen, ob die Anzahl der Störche mit der Geburtenrate korreliert. Daten können dies bestätigen, wenn man etwas von Datenkosmetik versteht. Dennoch dürfte jeder wissen, dass die Korrelation zwischen dem Verschwinden der Störche und der sinkenden Geburtenrate eine Scheinkorrelation ist.

Vielleicht wird ja bald eine Studie mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, die den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Windkraftanlagen, die den Klimawandel aufhalten sollen, der Anzahl geschredderter Störche und der Verringerung der Geburtenrate untersucht.

Quellen:

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Wie ein Bauer aus Peru hilft, die globalen Finanzströme umzulenken

Ein Bauer aus Peru klagt gegen der Energiekonzern RWE und beschuldigt ihn, ein großer Verursacher des Klimawandels zu sein. Diese Nachricht machte nicht nur in Deutschland Schlagzeilen. Worum geht es in diesem außergewöhnlichen Fall? Geht es wirklich um David (gut) gegen Goliath (böse), wie einige Medien das gerne sehen möchten? Armer Bauer gegen reichen Energiekonzern? Das zu glauben, wäre naiv.

Verblüffend ist das Schweigen des Energiekonzerns. Er ist allerdings nicht der einzige, dessen Führungskräfte auf eine grüne Tauchstation gegangen zu sein scheinen. Es gibt eine Besonderheit: 25% der RWE-Aktien gehören verschiedenen Kommunen in Nordrhein-Westfalen, das heißt, bei einem wirtschaftlichen Niedergang des Energiekonzerns wären die Bürger direkt betroffen, und RWE kämpft bereits um sein Überleben.

Es ist unwahrscheinlich, dass ein Bauer aus Peru den Energiekonzern RWE zum Schweigen gebracht hat. Wer ist es dann?

 

Richtlinien für die Offenlegung von Klimarisiken

Die G20-Staaten hatten 2015 eine Arbeitsgruppe beauftragt, Richtlinien für die Offenlegung von Klimarisiken auszuarbeiten. Sie fürchten, dass Klimawandel und Klimaschutz eine Finanzkrise auslösen könnten. Klimaretter berichtet darüber in einem ausführlichen Artikel.

In Zukunft sollen Unternehmen erklären, wie sie sich den “Weg zu einer Null-Emissions-Wirtschaft” vorstellen. Autohersteller müssten sich in Zukunft überlegen, so Klimaretter, ob ihre Investitionen in Verbrennungsmotoren noch etwas wert sind. Nestlé und Co würden angehalten, ihre Lieferketten auf die Auswirkungen von Dürren oder schweren Stürmen zu überprüfen. Und Banken, Versicherer und institutionelle Anleger sollten offenlegen, wie viel CO2 in ihren Anlage-Portfolios steckt und was diese noch wert sind, wenn Regierungen einen angemessenen CO2-Preis festlegen.

Denn: “Ohne die richtigen Informationen könnten Investoren Anlagen falsch bewerten, was zu einer Fehlallokation von Kapital führt”, wie der in dieser Woche vorgelegte Abschlussbericht der Arbeitsgruppe warnt. Dafür sei nicht zuletzt die Finanzkrise 2008 ein “wichtiger Weckruf” gewesen.

Das politisch festgelegte 2-Grad-Ziel hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Wirtschaft und wird als Allzweckwaffe zur Durchsetzung politischer Ziele genutzt. Unter anderem hat sich das “Klima Manifest Heiligenroth” mit dem 2-Grad-Ziel auseinandergesetzt.

 

Umlenkung der globalen Finanzströme

Die Unternehmen werden nach und nach am Klimaschutzziel globaler Finanzinteressen ausgerichtet. Ziel sei letztlich eine Umlenkung der globalen Finanzströme, sagt Klimaretter, allerdings nicht in erkennbarer kritischer Absicht.

“Um die nötigen Investitionen in Klimaschutz zu mobilisieren, muss die Datenlage zu Klimarisiken und Klimastrategien verbessert werden”, zitiert Klimaretter etwa die Schweizer Großbank UBS.

Der Klimaschutz ist ein Steuerungsinstrument, zunächst für Großunternehmen, mit dessen Hilfe Ratings vorgenommen und der Werteverfall von Unternehmen eingeleitet werden können. Der erste Schritt dazu ist: “Ich freue mich besonders, dass die Klimadiskussionen nun in die Geschäftsleitungen und Finanzabteilungen gehoben wurden”, zitiert Klimaretter Koushik Chatterjee vom indischen Stahlhersteller Tata.

 

Die Autoren der neuen Richtlinien für die Offenlegung von Klimarisiken

Die Autoren der neuen Richtlinien sind Mark Carney, der Chef der britischen Nationalbank, der die Schirmherrschaft übernommen hat, und Michael Bloomberg, der ehemalige Bürgermeister von New York und Gründer des Finanznachrichtendienstes Bloomberg, der die Arbeitsgruppe geleitet hat. Der Chef des britischen Versicherers Aviva, Mark Wilson, ist einer von vielen, dem die vorerst freiwilligen Richtlinien nicht weit genug gehen. Seine Forderung: “Wir sollten diesen Offenlegungs-Regeln echten Biss verleihen, indem wir sie verbindlich machen”, markiert aber deren wahrscheinlichen zukünftigen Werdegang.

Es gibt einen wachsenden Druck auf Investoren, der aus der Sicht von Klimaretter dazu führen werde, dass sie mittelfristig kaum um die neuen Richtlinien herum kommen werden: “Um ihrer “treuhänderischen Pflicht” zu genügen, müssen sie alle infrage kommenden Risiken berücksichtigen. Tun sie dies nicht, werden sie für Verluste haftbar.”

Die Androhung der Haftbarkeit dürfte einer der Gründe für das kollektive Schweigen der Wirtschaftsführer sein. Der Weg für die totale Beherrschung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Prozesse durch das internationale Finanzkapital ist durch die Richtlinien geebnet. Ihnen spielen die Aktivitäten der Nicht-Regierungsorganisationen wie zum Beispiel der gemeinnützige Verein Germanwatch in die Hände.

 

Ein Bauer aus Peru gegen RWE

“Klimawandel” und “Klimagerechtigkeit” sind globale Finanz- und Wirtschafts-Steuerungselemente, die inzwischen von den meisten Regierungen zumindest verbal und von nahezu sämtlichen Nicht-Regierungsorganisationen unterstützt werden.

Als ein Vorbote für diese Entwicklung kann die Zivilklage des peruanischen Bauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE, die von Germanwatch unterstützt wird, verstanden werden. Er macht den Energiekonzern für den globalen CO₂-Anstieg verantwortlich. Durch das Abschmelzen des Gletschers könnten riesige Eismassen plötzlich in den Palcacocha See stürzen und eine riesige Flutwelle ins Tal den Tod von 30.000 Menschen verursachen. Luciano Lliuyas Haus liegt in der am massivsten bedrohten Risikozone. Lliuya will erreichen, dass der Energiekonzern teilweise Schutzmaßnahmen oberhalb der Andenstadt Huaraz vor Klimawandelfolgen in seiner Heimat bezahlt. „Die großen Verursacher des Klimawandels wie RWE müssen endlich Verantwortung für die Folgen ihrer Emissionen übernehmen. Wir in Peru haben kaum etwas zum Klimawandel beigetragen, leben aber mit den schlimmsten Konsequenzen”, sagte Saúl Luciano Lliuya laut Germanwatch.

Die Klage hat eine grundsätzliche Bedeutung. Sie ist die erste Klage einer Einzelperson gegen einen angeblich Verantwortlichen des angeblichen Klimawandels und könnte weltweit weitere Klagen gegen “Mitverursacher des Klimawandels” nach sich ziehen, hofft Germanwatch. Die Rechtsanwältin Dr. Roda Verheyen (Hamburg) sagt: “Um den rechtlichen Anspruch zu belegen, müssen wir dem Gericht im Detail beweisen, dass RWE sehr wohl eine Mitverantwortung trägt für die Gefährdung des Eigentums meines Mandanten – und das werden wir auch tun. Zum ersten Mal habe ein Richter erklärt, dass solche Verfahren im Prinzip möglich sind und der Fall verhandelt werden kann, heißt es auf einem Aktivistenblog.

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch unterstützt Saúl Luciano Lliuyas Anliegen und berät ihn. Für die Anwalts- und Gerichtskosten des Klägers in diesem Musterverfahren tritt die Stiftung Zukunftsfähigkeit ein und ruft zu Spenden auf. Das Landgericht Essen hat am 15. Dezember 2016 die Zivilklage des peruanischen Bauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE abgewiesen, aber die Kläger prüfen derzeit eine Berufung.

Noah Walker-Crawford erklärt in einem Interview die Gründe der Klimaklage und skizziert, wie es jetzt weiter geht, wobei die Kampagne mit der Herstellung von “Klimagerechtigkeit” begründet wird. “Klimaklagen” könnten zu einen neuen, zentralen Instrument im Streit für “Klimagerechtigkeit” werden.

Im Video mit Noah Walker-Crawford wird zu folgenden Fragen Stellung genommen:

Wird Saúl Luciano Lliuya Widerspruch einlegen?
Warum verklagt ein Bergführer aus Peru einen nordrhein-westfälischen Energiekonzern?
Werden Klimaklagen zu einem neuen, zentralen Instrument im Streit für Klimagerechtigkeit?
Sollten die UN-Klimaverhandlungen Grundlagen schaffen für internationale Klimaklagen?
Warum unterstützt die Organisation Germanwatch die Klage von Saúl Luciano Lliuya?
Wie können Privatpersonen die Klimaklage gegen RWE unterstützen?

Das Video wurde am 15.12.2016 veröffentlicht.

Wer ist Germanwatch?

Germanwatch ist federführend bei dieser Klimawandel-Kampagne mit dabei. Deren Leitspruch lautet: “Wir setzen uns für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen ein.” Ein Loblied auf die Organisation singt Gesine Schwan, die die „Humboldt-Viadrina Governance-Platform“ leitet. Die Plattform kümmere sich um “nachhaltige Politik durch bessere Governance” sagt die ehemalige Präsidentschaftskandidatin. Die Liste von Politikern, die sich freundlich über Germanwatch äußern, ist recht lang, international, kirchlich und rot-grün. Germanwatch hält mehr als 40 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Lohn und Brot und bietet für Praktikanten “und junge Menschen” ein Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Die Einnahmen von Germanwatch betrugen im Jahr 2015 rund 3.179.920 Euro. Die Mitgliedsbeiträge beliefen sich auf rund 75.075 Euro, die Spendeneinnahmen lagen bei rund 148.257 Euro. Der größte Anteil der Einnahmen stammte 2015 aus “ideellen Zuschüssen” für Germanwatch (2.031.705,47 Euro) und ein erheblicher Betrag resultiert aus einem “steuerpflichtigen wirtschaftlichen Zweckbetrieb” (500.769,12 Euro). Die Reisekosten betrugen 146.971,61 Euro, die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit 135.467, 74 Euro

Wieviele der “mehr als 40 haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen” fest und in welchem Stundenumfang eingestellt sind, geht aus dem Rechenschaftsbericht nicht hervor. Die Kosten für Gehälter und Honorare betrugen 1.842.974,60 Euro – davon wurden 439.566,99 Euro für Fremdhonorare ausgegeben.

Zuwendungen an Germanwatch. Einblick in den Rechschaftsbericht 2015.

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Die Energieagentur NRW, ein privates Unternehmen, das im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen zu allen Fragen aus dem Themenkreis Energieeffizienz, erneuerbare Energie und Klimaschutz arbeitet, hat Germanwatch mit über 63.000 Euro unterstützt.

Germanwatch ist Teil eines auf gegenseitige Unterstützung basierenden gigantischen, kaum durchdringbaren Geflechts aus Kirchen, Parteien und Organisationen, die wiederum ihre jeweils eigenen, sich untereinander überschneidenden Netzwerke haben, mit zum Teil in Personalunion besetzten Vorständen, heißt es bei Journalisten, die versucht haben, die Verbindungen aufzudecken. Ein nicht demokratisch legitimiertes Monster, das Einfluss auf die gewählten Vertreter nimmt. Eine der möglichen Ursachen dafür, dass Regierung und Bevölkerung sich immer weiter voneinander entfernt haben.

Eine “starke Lobby für eine nachhaltige Entwicklung”, beansprucht Germanwatch zu sein, eine “unabhängige Entwicklungs- und Umweltorganisation, die sich für eine zukunftsfähige globale Entwicklung einsetzt”, sagt die Organisation. Zukunftsfähig heiße für sie “sozial gerecht, ökologisch verträglich und ökonomisch tragfähig.” Sie sei für faire Handelsbeziehungen, einen verantwortlich agierenden Finanzmarkt, die Einhaltung der Menschenrechte und die Vermeidung eines “gefährlichen Klimawandels”.

Kritiker, wie zum Beispiel der Seniorenblog “ad-infinitum”, sagen, Germanwatch sei “eine Formation, die überall mit einspringe, wenn es ums Abkassieren unter dem Vorwand Klima und Gerechtigkeit gehe. “Hohlfloskeln wie Nachhaltigkeit, fair und globale Klimagerechtigkeit strömen den Germanwatch-Jüngern nur so über die Lippen. Schon ziemlich viel von diesem Vokabular des Schönen und Guten ist in der Forderung »Bildung für nachhaltige Entwicklung« enthalten, und unter »globaler Gerechtigkeit« und den »Erhalt der Lebensgrundlagen« tut diese Kirche es nicht.”

Perubauer vs RWE

Germanwatch bestimmt anmaßend den “Welthandel und Ernährung, Klimaschutz und Anpassung, Unternehmensverantwortung, Nachhaltigkeit im Finanzsektor sowie Entwicklungsfinanzierung ” als ihre Themen. Die Organisation legt damit eine umfassende Auflistung von Eckpunkten einer Neuen Weltordnung (NWO) vor, die sie alleine mit nur rund 40 Mitarbeitern niemals bewältigen könnte. Ein wichtiger, grundlegender Teil des nirgendwo schriftlich manifestierten NWO-Programms wurde soeben durch die Richtlinien für Unternehmen beigetragen, sodass die NWO allmählich deutlichere Konturen annimmt.

Mit Formeln hat sich Germanwatch einen Platz in der ersten Reihe auf dem Weg in eine scheinbar moralisch einwandfreie Zukunft gesichert – gleichzeitig auch dafür, “Gelder in die eigenen Kassen umzuleiten” (ad-infinitum): “Immer das Wichtigste: Spenden Sie hier! Denn es ist die »letzte Chance«, Klima und Menschheit zu retten.” Um sich die Einkünfte unabhängig von Spenden dauerhaft sichern und das Netzwerk verstärken zu können, war der Bauer aus Peru, jedenfalls bisher, eine wichtige Hilfe.

 

Quellen:

  • http://www.klimaretter.info/wirtschaft/hintergrund/22415-klima-kommt-in-den-geschaeftsbericht
  • https://germanwatch.org/de
  • http://www.achgut.com/artikel/die_deutschen_medien_und_ein_bauer_aus_peru_im_dienst_eines_versicherungsko
  • http://donnerunddoria.welt.de/2016/11/24/jetzt-soll-ein-landgericht-ueber-den-klimawandel-richten/

 

Foto: idealclima, “Netzwerk”, © www.piqs.de
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Ein Hessisches Schulbuch wird zum Debattenbuch über den Klimawandel

Das “Klima Manifest Heiligenroth” betrachtet das Schulbuch “Seydlitz Geographie. Schülerband. Einführungsphase” als eine Sensation. In diesem “klimaalarmistischen” Deutschland des Jahres 2016 sei in dem Buch “der Schwindel von der angeblichen Gefährlichkeit der globalen Erwärmung so herrlich schön deutlich offenlegt. Aber diese Offenlegung des Schwindels geschah wohl auch mehr unbewusst, als bewusst beabsichtigt.”
Zu dem Schulbuch wurde ein 60-minütiges Recherche-Video (Stand: Vers. 5, 12.12.2016) erstellt, in dem zusätzlich noch zwei weitere “Klimathemen” (Klimaprognosen und 2-Grad-Ziel) aus dem Schulbuch kritisch kommentiert wurden.

Damit wird das Hessische Schulbuch zu einem echten Debattenbuch!

Video: https://youtu.be/rXIUC867gzo


Ruhrkultour Leseempfehlung:

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NASA-Studie: Der antarktische Eisschild wächst

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das Eis wächst, das Eis schmilzt, das Eis wächst, das Eis schmilzt, das Eis wächst, das Eis schmilzt, …

Wem oder was soll man beim Thema Klimawandel glauben?

Ist es zu warm? Klimawandel.
Ist es zu kalt? Klimawandel.
Ist es zu trocken? Klimawandel.
Ist es zu nass? Klimawandel.
Ist es zu extrem? Klimawandel.

Als werfe die Frage nach dem Wetter und dem Klima (nicht dasselbe!) nicht schon genug Probleme auf, steht die alles überschattende Behauptung doch in der Welt: Der Klimawandel ist menschengemacht. Die Menschen (mehr oder weniger versteckt findet sich der Hinweis, dass es zuviele davon gibt), ihre Autos, Flugzeuge und Kühe seien Schuld, dass es mit der Erde zu Ende geht. CO2-Fußabdrücke werden gemessen, Häuser in Kunststoff verpackt, Landschaften durch Windkraftanlagen zerstört, alles im Namen des Klimaschutzes.

“Klimagerechtigkeit” fordern einige, nicht ahnend, dass ihnen dadurch kalte Winter nicht erspart bleiben werden, aber viele Menschen aus den armen Ländern dies als Aufforderung verstehen müssen, sich von den Industrieländern zu holen, was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Das Symbol für die angeblich durch die Industrieländer verursachte Klimakatstrophe ist der Eisbär, dem es zwar gut geht, wie die Tierschutzorganisation PETA sagt, der aber den Klimaalarmisten als Maskottchen viel bedeutet. Das Eis schmelze und damit der Lebensraum für Eisbären, lautet die Werbung der Ökobewegten, von der längst nicht nur die Ökoindustrie alleine, sondern inzwischen auch andere Industriezweige profitieren, wie zum Beispiel die Bauindustrie und die Flüchtlingsindustrie. Ob das Eis nun wächst oder nicht, wird die Initiatoren der “Großen Transformation” in Zukunft immer weniger interessieren. Die Klimaapologeten werden auch nicht mehr mit Klimaskeptikern über die ideologische Grundannahme, es gebe einen anthropogenen Klimawandel, streiten wollen, sie werden ganz einfach dafür sorgen, dass “Klimaleugner” kalt gestellt, nicht eingestellt, in den Social Media blockiert werden, ihren Job verlieren und im öffentlichen Bewusstsein aufhören zu existieren.

Aber sie werden nicht verhindern können, dass jedes Imperium, das es in der Menschheitsgeschichte auch früher schon gegeben hat, auch wieder verschwunden ist. Es ist möglich, dass auf den Aufstieg des Klimawandel-Imperiums in den westlichen Ländern, noch bevor sich deren Neue Weltordnung (NWO) etabliert und die ärmeren Länder zur Ausplünderung freigegeben hat, China eine zentrale Rolle als Führungsmacht der Entwicklungsländer einnehmen wird, während die westlichen Länder den Weg des Niedergangs beschreiten. Den Anstoß dazu hätte, so makaber es sich anhört, die Klimawandelbewegung in den USA und Europa gegeben.

NASA: Das Eis in der Antarktis wächst

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Karte der Veränderungen der Eismassen in der Antarktis, ICESat 2003-2008. Die Summen gelten für: Ost-Antarktis (EA, 2-17); Innere Westantarktis (WA2, 1, 18, 19 und 23); Küstenwestantarktis (WA1, 20-21) und die Antarktische Halbinsel (24-27). Eine Gigatonne (Gt) entspricht einer Milliarde Tonnen oder 1,1 Milliarden US-Tonnen. Quelle: Jay Zwally / Journal of Glaziology

Ein neue Analyse von Satellitendaten der NASA, die am 30. Oktober 2015 veröffentlicht und am 18. August 2016 aktualisiert wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass der antarktische Eisschild von 1992 bis 2001 einen Nettogewinn von 112 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr aufweist. Der Nettogewinn des Eises hat sich zwischen 2003 und 2008 auf 82 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr allerdings verlangsamt.

Die Antarktis enthält 90 Prozent des Eises der Erde. Wenn der antarktische Eisschild wächst, würde das nicht bedeuten, dass mehr als 90 Prozent der Gletscher der Welt wachsen?

Der Anstieg der Schneeakkumulation in der Antarktis, die vor 10.000 Jahren begann, bilde auf dem Kontinent genug Eis, sodass die erhöhten Verluste durch die Ausdünnung der Gletscher überwiegen, sagen die NASA-Wissenschaftler. Sie sehen ihr Forschungsergebnis als eine Herausforderung für andere Studien, einschließlich des Berichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 2013, die besagen, dass die Antarktis insgesamt Landeis verlöre.

Die NASA hat außerdem festgestellt, dass nicht nur der antarktische Eisschild wächst, sondern dass das Wachstum tatsächlich den Anstieg des Meeresspiegels reduziert. “Die gute Nachricht ist, dass die Antarktis derzeit nicht zum Anstieg des Meeresspiegels beiträgt, sondern 0,23 Millimeter pro Jahr weg nimmt”, sagt Jay Zwally, Glaziologe am NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, und Hauptautor der Studie, die am 30. Oktober 2015 im Journal of Glaciology veröffentlicht wurde. “Aber das ist auch eine schlechte Nachricht. Wenn die 0,27 Millimeter pro Jahr, die dem Anstieg des Meeresspiegels durch die Antarktis im IPCC-Bericht zugeschrieben wird, wirklich nicht aus der Antarktis kommt, muss es einen anderen Beitrag zum Anstieg des Meeresspiegels geben, der nicht berücksichtigt wird.”

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Foto: Ellsworth-Gebirge, West-Antarktis (pixabay)

Die Wissenschaftler unterscheiden zwischen der Ost- und West-Antarktis, einschließlich der antarktischen Halbinsel. Uneinigkeit besteht zwischen den NASA- und anderen Wissenschaftlern in der Einschätzung der Ost -Antarktis und der Inneren Westantarktis. Dort sehen die NASA-Forscher eine Zunahme des Eises, der die Verluste in den anderen Bereichen übersteigt. Wenn aber die Verluste der antarktischen Halbinsel und Teile der Westantarktis weiterhin mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten zwei Jahrzehnten voranschreiten, räumt Zwally ein, würden die Verluste den langfristigen Gewinn in der Ost-Antarktis in 20 oder 30 Jahren aufholen. Er glaube nicht, dass es dann genug Schnee geben werde, um die Verluste zu kompensieren.

Zwallys Team hat berechnet, dass die Massenzunahme durch die Eisverdickung der Ost-Antarktis 1992-2008 konstant bei 200 Milliarden Tonnen pro Jahr lag, während sich der Eisverlust in den Küstenregionen der Westantarktis und der antarktischen Halbinsel auf 65 Milliarden Tonnen pro Jahr erhöht hat. Mit Hilfe von Laser-Messgeräten, Satellitenaufnahmen und Informationen aus der Untersuchung von Eisbohrkernen, kamen die Forscher zu dem Schluss, dass die östliche Antarktis sich über eine sehr lange Zeitspanne verdickt hat. Anhand der Aufzeichnungen der meteorologischen Daten, im Jahr 1979 beginnend, konnten sie für die Ost-Antarktis aufzeigen, dass, im Unterschied zur Auffassung anderer Wissenschaftler, die davon ausgingen, dass die Gewinne in der Höhe des Eises in der Ost-Antarktis auf vermehrten Schnee zurückzuführen sei, deren Eisdicke wuchs, obwohl der Schneefall in der Ost-Antarktis um 11 Milliarden Tonnen pro Jahr sank.

Eine kleine Verdickung des Eises in der Ost-Antarktis und im Inneren der Westantarktis um durchschnittlich 0,7 Zoll (1,7 Zentimeter) pro Jahr wirkt sich nachhaltig über Tausende von Jahren aus. Sie entspreche einem sehr großen Gewinn von Eis – genug, um die Verluste aus schnell fließenden Gletschern in anderen Teilen des Kontinents zu überwiegen und den globalen Anstieg des Meeresspiegels zu reduzieren, sagen die NASA-Forscher.

Für genauere Messungen von Veränderungen in der Antarktis hat die NASA einen Nachfolger für ihr Messgerät ICESat Mission entwickelt: ICESat-2, das die Dicke eines No. 2 Bleistiftes messen kann und ab 2018 eingesetzt werden soll. Es werde dazu beitragen, das Problem der Antarktis Massenbilanz zu lösen, indem er eine langfristige Aufzeichnung von Höhenänderungen ermöglicht.

Wie kompliziert es ist, sachlich genaue Informationen über geologische und meteorologische Veränderungen der Erde zu erhalten, zeigt, wie absurd es ist, wenn Politiker aus punktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen einer sehr jungen Wissenschaft auf einen globalen Klimawandel oder einen Anstieg des Meeresspiegels schließen und damit eine komplette Umstellung ihrer Energie-, Innen- und Außenpolitik begründen. Die Antwort, worum es beim Klimawandel in Wirklichkeit geht, ist nicht in den Naturwissenschaften, sondern in der Politik zu finden.

Franz Aarhus

Quelle:

https://www.nasa.gov/feature/goddard/nasa-study-mass-gains-of-antarctic-ice-sheet-greater-than-losses

 


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Chinas kluger Weg zum Weltmarktführer der „Klimawandelbewegung“

Wenn sich Dummköpfe mit Großmeistern anlegen

Wird China den Westen für den Klimabetrug teuer bezahlen lassen?

Die westlichen Nationen haben über Jahrzehnte versucht, den Klimabetrug als Druckmittel gegen aufstrebende Länder wie China, Indien oder Brasilien einzusetzen. Diese wurden trotz wesentlich geringerer pro Kopf-Emissionen als Schmuddelkinder in die Ecke gestellt. Bis heute stellt die westliche Presse chinesische Städte systematisch als Smoghöllen voller vergifteter Luft dar, was mit entsprechend abstoßendem Bildmaterial unterlegt wird. Sich selbst präsentiert man dagegen als Vorbild. Inzwischen ist die Situation bei uns allerdings außer Kontrolle geraten. Man macht sich fleißig daran, die eigene Volkswirtschaft zu vernichten, siehe VW. Doch während die politischen Eliten Europas diesen Kurs nach wie vor geradezu euphorisch verfolgen, um so „das Klima zu retten“, scheinen die USA mit Trump langsam kalte Füße zu bekommen. Für die erfahrenen Politstrategen Chinas könnte damit der Moment gekommen sein, um dem Westen eine Quittung mit Zins und Zinseszins zu präsentieren, die uns noch gehörig auf den Magen schlagen könnte.

china-1574998_640China ist eine Kulturnation, die es über Jahrtausende geschafft hat, sich selbst gegen drückend überlegene und gnadenlose Gegner wie die Mongolen oder die Briten zu behaupten. Westliche Nationen unter Führung der Briten hatten das Land jahrzehntelang mit Opium überschwemmt und jeden Widerstand mit brutaler Gewalt sowie Zerstörung wichtiger Kulturgüter beantwortet. Beim Umgang mit solchen Gegnern befolgt China die Regeln asiatischer Kampfsportarten: Setze gegen überlegene Kraft nicht Kraft, sondern Geschicklichkeit und Raffinesse ein, nutze den Schwung und die Masse deines Widersachers gegen ihn selbst.

Aktuelle Meldungen über die Position Chinas bei der Klimakonferenz COP22 in Marrakech lassen darauf schließen, dass sich das Land inzwischen bereit macht, die Früchte dieser Strategie zu ernten. Jetzt, wo man beispielsweise in den USA zu merken scheint, wie sehr man sich vertan hat, scheint sich China bereit zu machen, die Führung der Mehrheit der armen Länder bei der „Klimabewegung“ zu übernehmen und für seine Zwecke zu nutzen. In dieser Rolle könnte es darauf dringen, dass der Westen seine leichtfertig gegebenen Zusagen in Höhe von mehr als 100 Mrd. $ auf Heller und Pfennig und auf die Tonne CO2-Minderung genau einzuhalten hat, während ihm der kommende, selbst verschuldete wirtschaftliche Niedergang bereits die Luft abdrückt. Darauf lassen zumindest Äußerungen hochrangiger chinesischer COP22-Delegierter [CHIN] gegenüber Journalisten des US-Senders CNN schließen.

 

Auf Vorwürfe reagiert China geschickt…

Hochgekocht ist die Situation nicht zuletzt durch Anschuldigungen des künftigen Präsidenten Donald Trump gegenüber China. Dieser hatte behauptet, dass die Theorie vom „Klimawandel“ ein chinesischer Schwindel sei, um der amerikanischen Industrie zu schaden und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu unterminieren.

Diesen Spieß hat China jetzt umgedreht. In Marrakech merkte der chinesische Vize-Außenminister Liu Zhenmin in einer Medienkonferenz an, dass es die US-Republikaner selbst gewesen seien, welche die weltweiten Verhandlungen über die „globale Erwärmung“ angestoßen hätten. Die von Reagan und Bush geführten US-Regierungen hätten die Klimaverhandlungen mit dem UN-IPPC in den 80er Jahren unterstützt. Nach der gleichen CNN-Meldung habe ein mitreisender chinesischer Delegierter darauf hingewiesen, dass es die EU und die USA gewesen seien, die „Chinas volle Aufmerksamkeit auf Klimafragen gelenkt“ hätten. Das ist ein geschickt formulierter Hinweis darauf, dass die USA bereits anlässlich der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls massiven Druck auf China ausübten, die Vereinbarung ebenfalls zu unterzeichnen, obwohl die damit verknüpften Verpflichtungen die künftige Entwicklung des Landes massiv behindert hätten. Als China diesem Druck nicht nachgab, verweigerten auch die USA ihre Unterschrift. Und heute? China hat für seine Zustimmung zum „Weltklimavertrag“ weitreichende Zugeständnisse herausholen können und kann jetzt, wo es dem Westen wehzutun beginnt, auftrumpfen. Daher betonte Liu Zhenmin in Marrakech, dass der Klimawandel kein schlechter Scherz sei und die US-Republikaner immer noch die Gelegenheit hätten, sich an entsprechenden Gegenmaßnahmen zu beteiligen.

 

…und nutzt die Spaltung Amerikas

Für die Chinesen zahlt sich jetzt aus, dass sie die tiefe Spaltung der USA in der Frage des Klimawandels nutzen können. Trumps Position, China als Feind Amerikas darzustellen, der amerikanische Jobs und amerikanisches Geld „stehle“, zwang die in Marrakech anwesenden Vertreter der Obama-Administration dazu, massiv gegen ihren künftigen Präsidenten zu argumentieren. So versuchte der US-Außenminister John Kerry die Delegierten mit dem Hinweis zu beruhigen, dass er zwar nicht über die Politik des kommenden Präsidenten spekulieren könne, im Laufe seiner Karriere jedoch gelernt habe, dass sich manche Probleme nach Übernehme einer Regierungsverantwortung anders darstellen könnten als während des Wahlkampfs. Prinzipiell eigne sich das Thema Klimawandel nicht für Parteiengezänk.

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BYD – Build Your Dreams. Der 5-Sitzer BYD e6 des weltgrößten chinesischen Batterieherstellers BYD hat eine Batteriekapazität von 80 kWh, 400 km Reichweite und kostet weniger als 60.000 Euro

Der als „Architekt“ von Obamas Klimapolitik bezeichnete besondere Klimawandeldelegierte Todd Stern sagte laut CNN, dass die USA mindestens vier Jahre brauchen würden, um formal aus dem Pariser Abkommen herauszukommen – falls denn Trump hierfür genügend Unterstützung erhalte. Einfach auszusteigen wäre eine sehr schlechte Idee, ja sogar dumm. Eine Abkehr vom Abkommen würde erheblichen Kollateralschaden für die USA nach sich ziehen, da sich dann aller Wahrscheinlichkeit nach China an deren Stelle zum Anführer der Klimagespräche aufschwingen würde. Er habe den Eindruck, dass China glaubwürdig klargemacht habe, dass es an dem Abkommen festhalten und es vorantreiben wolle.
Zudem steht China noch ein weiteres Druckmittel in Form amerikanischer Schuldtitel (Treasuries) zur Verfügung. Hierzu brachte das Finanzportal Zerohedge am 17.11. eine Meldung unter der Schlagzeile: „Saudis und China trennen sich von Treasuries; Ausländische Zentralbanken liquidieren US-Papiere für die Rekordsumme von 375 Mrd. US-$“ [ZERO].

 

Der Westen in der selbst gestellten Falle

Diese Aussagen verdeutlichen das Dilemma, in das sich die westlichen Nationen manövriert haben. In ihrem Eifer, auch noch den letzten Mini-Staat für ihre „Klimarettung“ zu begeistern, um mit diesem Hebel den Widerstand entwickelterer Länder wie Indien, Brasilien oder China zu brechen, haben sie den ersteren enorme Zugeständnisse gemacht und zugleich den ärmeren Nationen Fördergelder in fast schon astronomischen Größenordnungen versprochen. Zugleich haben sie sich selbst Verpflichtungen aufgebürdet, an denen sie wirtschaftlich zugrunde gehen müssen.

Die 24.000 Arbeitsplätze, die jetzt allein bei VW in Deutschland verlorengehen, sind nur ein Vorgeschmack der tatsächlich zu erwartenden Konsequenzen. Bei den Zulieferern dürften zusätzlich mindestens 100.000 weitere Werker ihre Arbeit verlieren, und das zu wesentlich weniger komfortablen Konditionen als bei VW selbst. Diese Welle wird sich durch die gesamte Kfz-Industrie fortsetzen und sich mit fortschreitender „Dekarbonisierung“ auch auf andere Branchen wie den Maschinenbau oder die Hersteller von Chemieanlagen und Raffinerieausrüstungen auswirken. Wieweit Deutschland dann seine gegebenen Verpflichtungen überhaupt noch einhalten kann oder will, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Wenn es uns nicht mehr gut geht, wird sich das auch international auswirken. Der Strom von Armutsflüchtlingen, der aus dem Süden auf Europa zurollen wird, dürfte die Ereignisse des Jahres 2015 dann bei weitem in den Schatten stellen.

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Bei Solarpaneelen ist China bereits seit Jahren Weltmarktführer

 

China kann nur gewinnen

China kann dagegen in dieser Lage nur gewinnen. Sollte es ihm gelingen, sich an die Spitze der „Klimawandelbewegung“ zu setzen, so kann es seine stärksten Konkurrenten auf dem Weltmarkt quasi nach Belieben vor sich hertreiben. Zugleich werden die mehr als 100 Mrd., die für den „Klimaschutz“ sowie Maßnahmen zur Förderung „grüner“ Energien in südliche Länder gepumpt werden sollen, die chinesischen Exporte von Solarpaneelen und Windenergieanlagen beflügeln. Schließlich hat die massiv subventionierte Nachfrage aus Europa und den USA dafür gesorgt, dass entsprechende chinesische Anbieter inzwischen längst zu Weltmarktführern herangewachsen sind. Eine wirklich optimale Win-Loose-Situation: Dank unserer Politik können wir uns aussuchen, ob wir diesen Refrain als „they win, we loose“ oder lieber als „we loose, they win“ singen sollen.

Auch bei der Elektromobilität könnte sich herausstellen, dass es nicht Marktschreier wie Hr. Musk von Tesla sein werden, die den künftigen Gang der Dinge bestimmen. Eher ist zu erwarten, dass es die bisher eher still und unbeachtet vor sich hin werkelnden Chinesen sind, deren Automobiltechnologie im Westen mit überheblichem Lächeln abqualifiziert wird. Sie haben dann beste Aussichten, auf den durch massiven staatlichen Druck Richtung E-Technologie orientierten Märkten zu dominieren.

 

Der Vorteil langfristigen Denkens

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Tod auf Raten. Deutschland legt bis 2022 seine Kernkraftwerke still. Hier das 2015 abgeschaltete KKW Grafenrheinfeld (Foto: Avda, Wikimedia Commons)

Im Unterschied zu den Gestalten, die hier im Westen ihre Länder dadurch führen, dass sie einfach wechselnden Stimmungslagen der öffentlichen Meinung hinterherlaufen, wird in China langfristig geplant. Deshalb bereitet sich das Land systematisch auf das irgendwann mögliche Ende der Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe vor und setzt dabei massiv auf Kernenergie. Derzeit verfügt man über 35 Kernkraftwerke mit einer Kapazität von 31,6 Gigawatt (GW). Im laufenden Fünfjahresplan sollen pro Jahr sechs bis acht weitere Reaktoren hinzukommen, wobei man im eigenen Land über die gesamte Bandbreite an Technologien verfügt [NUK]. Bis 2040 haben Druckwasserreaktoren Priorität. Ihre Kapazität soll in diesem Zeitraum auf rund 200 GW zunehmen, was rund 200 KKW entspricht. Zum Vergleich: Die Jahreshöchstlast in Deutschland liegt bei etwa 80 GW.

Nach 2040 soll die Stunde der „schnelle-Neutronen“-Reaktoren („schnelle Brüter“) schlagen, die nuklearen Abfall, Plutonium sowie abgereichertes Uran verwerten können. Ihre Kapazität soll bis 2100 auf 1.400 GW anwachsen. Das allein entspricht etwa 1.000 bis 1.400 weiteren Kernkraftwerken.
Fred F. Mueller

Quellen:

[CHIN] http://edition.cnn.com/2016/11/17/africa/china-climate-change-hoax-us-trump/
[NUK] http://www.world-nuclear.org/information-library/country-profiles/countries-a-f/china-nuclear-power.aspx
[ZERO] http://www.zerohedge.com/news/2016-11-16/saudis-china-dump-treasuries-foreign-central-banks-liquidate-record-375-billion-us-p


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Einfluss von Windrädern auf das Klima

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Windräder sollen als Ersatz für Kohle und Braunkohle helfen, unser Klima zu stabilisieren. Aber können sie dazu beitragen? Forschungen, die diese Annahme bestätigen könnten, gibt es nicht. Erst jetzt, nachdem die Offshore-Windenergieanlagen in den letzten Jahren in der Deutschen Bucht großflächig ausgebaut wurden und allein 2015  rund 500 Offshore-Windenergieanlagen in Deutschland ans Netz gegangen sind, sehen Wissenschaftler eine Möglichkeit, “die großräumigen Effekte von Windparks in der Realität zu untersuchen”, sagt Professor Dr. Jens Bange vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen. Um diese Effekte zu untersuchen, wurde ein Projekt mit dem Namen WIPAFF (Windpark-Fernfeld) geschaffen, das aus Forschern von fünf Instituten und Firmen in Deutschland besteht und von Professor Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Garmisch-Partenkirchen koordiniert wird.

Zu dem Bild (s.o.) schrieb die Volksinitiative “Rettet Brandenburg”, ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen des Landes Brandenburg, es werde die Gemüter spalten. “Es wurde im Winter 2008 vor der dänischen Nordseeküste südwestlich von Blåvandshuk aufgenommen. Der Windpark “Horns Rev 1″ trägt den Namen der dortigen Sandbank Horns Rev und liegt 14 bis 20 Kilometer vor der Küste. Offensichtlich verursachen die Windräder Wolken, die noch kilometerweit stromabwärts existent bleiben. Die Windräder stören den natürlichen Windweg und erzwingen eine turbulente Hebung der feuchten Luft in kältere Umgebungsluft – der in ihr enthaltene, unsichtbare Wasserdampf kondensiert zu Wolkentröpfchen und diese sorgen in ihrer Gesamtheit für das Gewölk…”

Über den Einfluss von Windrädern auf das Klima berichtet u.a. die AMS (American Meterological society), März 2016.

 

Das Problem

Es ist allgemein bekannt, dass Windparks nicht nur in diese eine Richtung funktionieren: Wind rein, Strom raus. Windparks stellen, wie es im Newsletter Uni Tübingen Nr. 1/2016 über Offshore Windparks heißt, auf der relativ glatten Meeresoberfläche Hindernisse dar, und die Windräder entziehen dem Wind Energie. Hinter der vorsichtigen Feststellung, Windparks “lassen den Wind nicht unberührt”, können sich allerdings auch Auswirkungen auf das Wettergeschehen von katastrophalem Ausmaß verbergen.

Durch die Windräder werde der Wind gebremst und die Luftunruhe, auch Turbulenz genannt, nehme zu, sagt Jens Bange. Je nach Wetterlage, abhängig unter anderem von der Windrichtung, der Lufttemperatur und dem Wellengang, erhole sich die atmosphärische Strömung erst nach zehn bis hundert Kilometern hinter einem Windpark wieder.

Diese Erkenntnis spricht gegen eine zu dichte Bebauung, weil dadurch die Effizienz gemindert, der Verschleiß erhöht und teure Reparaturen nötig würden.

 

Einfluss auf das Klima unbekannt

Problematisch für die Umwelt ist aber eine andere Vermutung der Forscher: Die Luftmassen um große Windparks herum könnten zur Seite oder nach oben abgelenkt werden. Dies hätte Folgen für das Wetter, denn “dabei könnte es auch zur vermehrten Bildung von Wolken kommen.” Jens Bange räumt ein: „Wir wissen bisher nicht, ob dies spürbaren Einfluss auf andere Windparks in der Region oder auch auf das lokale Klima hat“.

 

Optimierung der Anlagen statt Grundsatzentscheidung

Ein Forscherteam plant jetzt detaillierte Messungen des Windfeldes, der Wetterbedingungen und der Wellen auf der Meeresoberfläche vor und hinter Windparks mit verschiedenen Geräten auf Plattformen in der Nordsee, mit einem Forschungsflugzeug und durch die Auswertung von Satellitendaten. Daraus soll das Windfeld zehn bis hundert Kilometer hinter großen Windparks numerisch modelliert werden. In den kommenden drei Jahren sollen Daten erhoben und eine erste Einschätzung gegeben werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Ein teures, mit öffentlichen Mitteln finanziertes Gewinnoptimierungsvorhaben.

Schon jetzt steht fest, dass die Ergebnisse nicht dazu führen werden, den möglicherweise unsinnigen Ausbau von Offshore-Windparks zu stoppen. “Die Ergebnisse des Projekts WIPAFF sollen genutzt werden, um den weiteren Ausbau der Windkraftnutzung in der Nordsee zu begleiten und weitere Voraussetzungen für einen möglichst effizienten und umweltverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie zu schaffen.”

Koordiniert wird das WIPAFF-Projekt von Professor Dr. Stefan Emeis vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in Garmisch-Partenkirchen. Am Projekt beteiligt sind die Universität Tübingen mit der Arbeitsgruppe Umweltphysik (Prof. Dr. Jens Bange) im Zentrum für Angewandte Geowissenschaften (ZAG) vertreten. Weitere Projektpartner sind das Institut für Flugführung der TU Braunschweig, das Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht (Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH) und UL International GmbH (vormals DEWI Deutsches Windenergie-Institut) in Wilhelmshaven.

 

Quellen:

VN:F [1.9.22_1171]
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