“Netzfrauen”. Mobbing und der verschwundene Felix

Die “Netzfrauen” bitten ihre Leser, bei der Suche nach einem angeblich verschwundenen Jungen mitzuhelfen. “HELFT, FELIX ZU FINDEN!” lautet die Überschrift. Felix habe einen Brief geschrieben, der solle geteilt und Biyon Kattilathu, an den der Brief gerichtet ist, geholfen werden, Felix zu erreichen. Netzfrauen: “Lass uns gemeinsam ein Zeichen gegen „Mobbing“ setzen. Danke für deine Hilfe!!”

Die Netzfrauen (209.456 Likes bei Facebook) sagen, sie seien gebeten worden, diesen Aufruf zu verbreiten. “Wir erhoffen uns, mit diesem Beitrag dazu beitragen zu können, dass Felix gefunden werden kann”, schreiben sie. Fast 900 mal wurde diese Mitteilung bei Facebook von Netzfrauen-Sympathisanten geteilt, in blindem Vertrauen darauf, dass der Junge tatsächlich verschwunden ist.

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Der Brief selbst enthält keinen Hinweis auf das mögliche Verschwinden von Felix.

Zuerst ins Internet gelangte der Brief offenbar am 17.09.2016 durch Biyon Kattilathu, der sich “Motivationscoach, Autor und Motivationstrainer” nennt. Der Berliner Kurier bezeichnet ihn weniger respektvoll als “selbsternannten indischen – und zugegeben recht hübschen – Guru.” Dem Brief von Felix, den Biyon Kattilathu nach eigenen Angaben an taff (ProSieben) weiter geschickt hat, fügte Kattilathu offenbar den Hinweis hinzu, dass Felix verschwunden sei. Hinterfragt haben die Netzfrauen die Behauptung offenbar nicht.

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Nur 16 mal wurde die Nachricht von Biyon Kattilathu (bei 44.136 Likes für seine Facebookseite!) geteilt. “Du bist der Hammer Biyon. Meine Unterstützung für die Zukunft hast du ab jetzt mit Sicherheit auch!…”, hieß es in einem der 9 Kommentare, ein glatter PR-Erfolg. Aber es wurde von einem anderen Leser auch gefragt: “Warum versuchst du nicht Felix über ein Video von dir zu erreichen wenn er die doch gern schaut !?”

Möglicherweise wird der Junge vermisst, aber ist es auch wahrscheinlich? Wer danach fragt, wird von den Netzfrauen zurechtgewiesen, wie zum Beispiel Anett, die von den Netzfrauen Details zur Vermisstenmeldung wissen wollte und die Antwort erhielt: “Sie scheinen hier überfordert zu sein.”

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Weil viele Facebook-Mitglieder den Umgang der Netzfrauen mit berechtigten, kritischen Fragen als unverschämt empfinden und satt haben, aus nichtigen Gründen blockiert wurden, haben sie bei Facebook eine Gruppe unter dem Namen “Gesperrt bei den Netzfrauen” gebildet. Im Verhältnis zu den Netzfrauen ist die Mitgliederzahl sehr gering, sie hat derzeit erst 186 Mitglieder.

Die Gegen-Gruppe beanstandet dubiose Meldungen der Netzfrauen, fehlende Quellenangaben, Plagiat, Alarmismus, Eitelkeit, Selbstüberschätzungen, Rechthaberei, Drohungen und persönliche Angriffe auf Leser. Besonders verärgert sind viele darüber, dass die Netzfrauen oft wiederholen, dass sie lediglich ihre Pflicht als “Mütter und Großmütter”wahrnehmen. Sie vermuten, dass die Netzfrauen versuchen, sich durch ihre scheinbar aufopferungsvolle, selbstlose Tätigkeit unangreifbar zu machen.

Der Brief von Felix ist offenbar der Aufhänger für ein Problem der Netzfrauen. Es geht, wie auf der Homepage in einer langen Liste nachzulesen ist, weniger um Felix, sondern um sie selbst, um die Netzfrauen, die sich gemobbt fühlen. Das liegt nahe, wenn Fragen und Kritik als Beleidigung empfunden werden. “Auch wir Netzfrauen kennen das Gefühl, denn seit nunmehr fast zwei Jahren werden die ‪Netzfrauen‬ Opfer von Rufmord und persönlichen Angriffen, hauptsächlich betrifft es unsere Gründerin Doro.”  Genau genommen geht es bei den Netzfrauen anscheinend nur um eine einzige Person, wie dieser Post vermuten lässt.

netzfrauen_doro

 

Die Netzfrau(en) werden gebraucht, jedenfalls fühlen sie das. Das Gefühl haben auch Feuerwehrleute, die Häuser anzünden, um sie danach löschen zu können. Mit Hilfsbereitschaft und Menschenfreundlichkeit hat das wenig zu tun. Die Bildzeitung stieß als Sensationsblatt vor rund 40 Jahren auf die Ablehnung intelligenter Leser, die ihre Verachtung so formulierten: “Schlagzeile in Bild: Mann zu Hackfleisch verarbeitet – Bild sprach zuerst mit der Frikadelle.” Kleine Nachrichten werden aufgebauscht oder erfunden, die Zahl der Käufe, heutzutage der Klicks, steigt, die Werbeeinnahmen ebenfalls. Die Gewinnabsichten werden von Kritikern auch den Netzfrauen vorgeworfen. Die Bildzeitung hat an Bedeutung verloren, aber die Methoden wurden erfolgreich kopiert und finden sich in allen alarmistischen Aufrufen wieder, beim Klimawandel, dem angeblichen Eisbärentod, bei der Atomtodgefahr und eben auch beim Vorwurf des Mobbings, der jedem Betroffenen ermöglicht, jeden Widerspruch als tödliche Beleidigung zu empfinden und um seelischen oder rechtlichen Beistand zu bitten.

“Wir haben oft mit sogenannten Experten und auch mit der Polizei über das Thema Mobbing darüber diskutiert, was wir machen sollen”, sagen die Netzfrauen. Genau das ist vielleicht ihr Problem, sie sollten sich nicht an “sogenannte” Experten wenden, sondern an echte Experten oder Fachleute, die ihnen auch sagen, wie man richtig zitiert und recherchiert. Oder ihre Seite löschen.

Nathalie Wiese

 


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“Das Netzwerk der korrupten deutschen Journalisten”

Der Deutschlandfunk veröffentlichte am 11.04.2015 einen Artikel von Christoph von Marschall und löste damit bei seinen Facebook-Lesern Empörung aus. Einen Tag zuvor, am 10.04.2015, hatte der Deutschlandfunk über die Boykottaktion gegen die “Bild-Zeitung” berichtet und die Aktion begründet: “Die “Bild”-Zeitung polarisiert gerne und verzichtet auch mal auf journalistische Qualitätsstandards.” Dem Deutschlandfunk hatte ein Zeitungsverkäufer erklärt, er habe keine Lust mehr, jeden Morgen reißerische Schlagzeilen gegen Russland oder Griechenland zu lesen.
Nein, reißerisch ist der Artikel des Herrn von Marschall im Deutschlandfunk nicht, weil gute Erziehung, Schulbildung und Klientel erlauben, denselben Inhalt wie in der “Bild” in sozial kompatible Worte zu kleiden.

Marschall beendet seinen Artikel mit der Feststellung, Russland sei ein “Gegner”. Bei der “Bild” ist das anders: Dort steht diese Feststellung am Anfang.

Zitiert wird vom Sender ein Kioskbesitzer, der sich erhoffe, dass die Journalisten von der Springer-Presse “irgendwann einsichtig werden”. Er sagte: “Ich habe das Gefühl, dass die ‘Bild’ dann vielleicht etwas – was diesen Hype angeht und den doch merkbaren Boykott – langsamer treten wird, sich vielleicht auch zu seriöserem Journalismus bekennen könnte und vielleicht nochmal seine journalistische Politik und Berichterstattung überdenkt. Das könnte passieren, die Hoffnung habe ich.”

Herr von Marschall empfiehlt “nationale Demut” vor den Verbündeten der EU, auch der USA? Nach einer Mitgliederliste, die anhand der Jahresberichte der Atlantik-Brücke 2006/2007 bis 2011/2012 erstellt wurde, ist er, wie etwa 90 andere Journalisten auch, Mitglied der Atlantik-Brücke. Dieser Verein ist nach Meinung von Bündnis90/Die Grünen “eine der effektivsten und konservativsten Pressuregroups in Deutschland” (auch einige Politiker der Grünen gehören der Atlantik-Brücke an).

“Das Netzwerk der korrupten deutschen Journalisten” – ZDF Die Anstalt vom 29. April 2014

 

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Die Kumpel der Energiewende

Nur weil NGO dran steht, heißt das noch lange nicht, dass Demokratie drin ist. Das gilt auch für das mehrfach ausgezeichnete und angeblich unabhängige Online-Magazin klimaretter.info. Das Magazin fordert von der Süddeutschen Zeitung vorbildliches Verhalten in Klimaschutzfragen. Ein Journalist hat nach den Vorstellungen von klimaretter einen Leitartikel “als Plattform und Bühne” zu nutzen, um “realistische Handlungsoptionen für einzelne Bürger, aber auch und als Allererstes für unsere Bundespolitik herauszuarbeiten.” Der Klimawissenschaftler James Hansen gilt klimaretter.info als Vorbild, aber dessen Aufruf zur Nutzung der Kernenergie wird verschwiegen. Beeinflussung der Presse und Unterdrückung von Informationen – die Kumpel der Energiewende?

Presse- und Meinungsfreiheit

Wenig freundlich hört sich an, was Herr Daniel Boese am 29.11.13 im klimaretter. info der Süddeutschen Zeitung zu sagen hat. Daniel Boese wettert im Teil 3 der Serie “Was Warschau wert ist” aus Leibeskräften gegen einen Artikel von Arne Perras in der Süddeutschen Zeitung: “196 Zeilen Ahnungslosigkeit”. Arne Perras erwähne nicht eine einzige konkrete politische Kampagne, sondern wäge über die ganze Strecke alle Stolperfallen der Klimapolitik ab, beklagt er sich. Die SZ verweigert aus Boeses Sicht ihre Pflicht: “Rund um die Welt arbeiten längst Hunderttausende Menschen an Kampagnen, Aktionen und Strategien, um die Sintflut politisch zu stoppen. Die Klimabewegung wird und muss in den nächsten Jahren in der Größenordnung von Occupy und Arabellion Weltklimapolitik beeinflussen.”

Einen Leitartikel zu dem von ihm genannten Titel “Vor uns die Sintflut” lässt sich im Internet bei der Süddeutschen Zeitung finden, allerdings unter dem Datum vom 26.06.2012. Der stammt von Christopher Schrader. Nun gut, vielleicht hat die Süddeutsche den Titel zweimal verwendet und der zweite Artikel ist nur in der Printausgabe erschienen, aber dies ist im Moment zweitrangig.

Herr Boese erwartet, dass die SZ sich die Mühe macht, “Perspektiven für eine schnelle politische Lösung des Klimawandels zu finden”. Daniel Boese: “Was ich dagegen erwarte, ist, dass ein Journalist so einen Leitartikel nicht verschwendet. Sondern ihn als Plattform und Bühne nutzt, um realistische Handlungsoptionen für einzelne Bürger, aber auch und als Allererstes für unsere Bundespolitik herauszuarbeiten: So können wir den Klimawandel aufhalten!”(Hervorhebung von Boese)

Der Einfluss gut vernetzter NGOs auf politische Entscheidungsprozesse auf die Medien- und Meinungsfreiheit sollte dringend untersucht werden. Der wirtschaftliche Sektor der Erneuerbaren Energien, der den Klimaschutz als wesentliches Argument für seinen massiven Ausbau nutzt, wächst, und damit wächst möglicherweise auch der Druck auf die Presse.

Klimaretter.info

Klimaretter.info ist ein angeblich unabhängiges Online-Magazin, das vom Verein Klimawissen e.V. herausgegeben wird. Es bietet nach eigenen Angaben “Nachrichten und Hintergründe, Debatten und Kommentare zur Klima- und Energiewende”, mit einem klaren Ziel, das sich im Buchtitel seiner Gründer, der beiden  Journalisten Nick Reimer und Toralf Staud, finden lässt: “Wir Klimaretter. So ist die Wende noch zu schaffen”. Hinter klimaretter.info steht ein Verlag mit ebenfalls wohlklingendem Namen, der GutWetterVerlag in Berlin. Und selbstverständlich ziehen die Journalisten das Projekt nicht alleine durch: “Beratend steht der Geschäftsführung ein Herausgeber-Gremium namhafter Personen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zur Seite.” klimaretter.info wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Deutschen Solarpreis, dem Umwelt Medienpreis und 2012 zum Grimme Online Award nominiert.
Die Verschachtelungen der NGOs, die ein wichtiger Träger der Klimawende sind, und das Netzwerk der Vergabe wohlklingender Auszeichnungen lassen sich leider nur schwer aufschlüsseln. 

Kein Klimaschutz ohne Kernkraft!

Herr Boese weiß, dass James Hansen der bekannteste Klimawissenschaftler der USA ist. Er ist begeistert, dass dieser sich im Februar 2013 vor dem Weißen Haus mit 1.500 anderen Menschen verhaften lässt, um die Keystone-XL-Pipeline von Kanada nach Texas zu verhindern. Dies sei “die größte Aktion zivilen Ungehorsams in den USA seit Martin Luther King” gewesen und fragt “Hat das kein Gewicht? Weiß Perras das nicht? Ist ihm das egal?”.

Was Herrn Boese aber offenbar egal ist und klimaretter nicht daran gehindert hat, zur “ersten gemeinsamen Großdemo von Anti-Atom-Bewegung und Klimabewegung” am 30. November aufzurufen, ist die Tatsache, dass James Jansen gemeinsam mit drei weiteren Klimaforschern am 3. November 2013 in einem öffentlichen Brief zur Renaissance der Kernenergie aufgerufen hat! Die Klimawissenschaftler betonen, dass es keine glaubwürdige Alternative zur Stabilisierung des Klimas gibt, wenn sie der Kernkraft keine substanzielle Rolle einräume.

klimaretter ignoriert den offenen Brief der Klimawissenschaftler.

Der Verein hatte zur Energiewende-Demonstration am 30.11.2013 gegen “Fracking, Kohle & Atom” aufgerufen. Nach eigenen Angaben wurde sie von 60 Organisationen unterstützt, darunter auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), IPPNW, mehreren Verbänden der Erneuerbaren Industrie und den Parteien Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke. Trotz des großen Aufgebots an Unterstützern war die Teilnahme an der Demonstration nicht überwältigend. Dies könnte ein Lichtblick sein, dass endlich mehr Nüchternheit in die Diskussion über den Klimawandel und über geeignete Schutzmaßnahmen einkehrt.

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Sigmar Gabriel: “Lassen sie uns den Quatsch beenden”

Marietta Slomka zweifelt die demokratische Legitimation der Abstimmung der SPD Mitglieder über die große Koalition an. Jana Stegemann: “Es war einer der seltenen authentischen Momente in politischen TV-Sendungen, in denen die Gesprächspartner mehr von sich preisgeben, als ihnen recht ist.”
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Es wäre jedoch zu einseitig, den verbalen Schlagabtausch auf die Befindlichkeiten der beiden Gesprächsteilnehmer zu reduzieren. Horst Seehofer (CSU) eilte nämlich Sigamr Gabriel zu Hilfe. In einer SMS an ZDF-Intendant Thomas Bellut habe Seehofer sich beschwert, berichtet meedia.de. Slomka hätte Gabriel “vorgeführt wie einen Schulbuben.” Die Fragen Slomkas, wie der SPD-Chef mit verfassungsrechtlichen Fragen bezüglich des Mitgliederentscheids zum Koalitionsvertrag umgehe, seien “absurd” gewesen. Auch die Ex-Familienministerin Kristina Schröder (CDU) verteidigte ungefragt den SPD-Chef auf twitter.
Die Politiker mögen unterschiedliche persönliche Gründe für die Kritik an der Moderatorin haben. Sie selbst sagte in einem Interview (Bild plus) dazu:  “Ich war erstaunt, dass mein Gesprächspartner bereits die neutral formulierte Eingangsfrage nach den Skeptikern in der SPD mit einem persönlichen Angriff erwiderte. Als habe es solche kritischen Stimmen gar nicht gegeben. Auch die Diskussion über mögliche demokratische oder gar verfassungsrechtliche Bedenken habe ja nicht ich erfunden, die gibt es.”

Slomka hat Recht: Das Thema beschäftigt Verfassungsjuristen. Einer der renommiertesten Staatsrechtler Deutschlands, Christoph Degenhart, wirft die Frage auf, inwieweit das Vorgehen der SPD mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Er halte sie “in diesem Fall für verfassungsrechtlich nicht legitim“, sagte Degenhart Handelsblatt Online. Degenhart begründete seine Vorbehalte mit dem Grundsatz des freien Mandats nach Artikel 38 des Grundgesetzes, der auch bei der Kanzlerwahl gelte, schreibt das Handelsblatt. Er habe erläutert: Auch wenn natürlich das Ergebnis der Mitgliederbefragung für die Abgeordneten bei der Stimmabgabe nicht formell verbindlich ist, kommt die Befragung aus meiner Sicht jenen Aufträgen und Weisungen nahe, die nach Art. 38 Abs. 1 Satz 2 GG ausgeschlossen sind“. Die Parteien als solche dürften aber nicht über die Stimmabgabe der Abgeordneten bei der Kanzlerwahl bestimmen. Die Mitgliederbefragung habe jedoch „Elemente eines imperativen Mandats, das es nach dem Grundgesetz nicht geben darf“.

Warum reagierte Gabriel auf die Frage nach der verfassungsrechtlichen Bedenken aggressiv? Einen Aspekt, der zu einer möglichen Antwort führen kann, nennt der Blog “Glitzerwasser”: “Wer so aggressiv auf den Vorwurf von verfassungsrechtlichen Bedenken zum Mitgliederentscheid der SPD reagiert, hat Angst vor dem Argument.” SPD-Chef Gabriel habe selbst welche verfassungsrechtlichen Argumente ins Feld geführt und auf Artikel 21 des Grundgesetzes hingewiesen: »Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit.« Was hat dieser Mitgliederentscheid mit der demokratischen Willensbildung des Volkes zu tun? Liegt er nicht eher im Bereich des gesetzeswidrigen sogenannten imperativen Mandats der Abgeordneten? Darüber diskutieren zurzeit Verfassungsrechtler.
Die Hypothese: Die Aggressivität Sigmar Gabriels und die Unterstützung aus Kreisen der CDU und CSU signalisiert keine Problem von Politikern mit der Presse und den Medien, sondern ein schwerwiegendes politisches Problem: “Deutschland befindet sich im Würgegriff der Parteien, die nicht mehr an der Willensbildung mitwirken, sondern diese bestimmen wollen.”
Deshalb: Augen und Ohren auf!

 

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Das Nada-Video

Fast acht Millionen mal wurde das Video von Nada, dem elfjährigen Mädchen aus dem Jemen, bei Youtube aufgerufen. Die Kommentare wurden von Youtube deaktiviert. “Das Video sorgt für Gänsehaut”, meint n-tv, “Die Welt staunt über den Mut der Elfjährigen.” Der kurze Film werde einen “je nach Naturell zu Tränen rühren oder zur Weißglut bringen, spätestens wenn das Mädchen sagt, sie wolle lieber sterben, als in einer Zwangsehe zu leben”, schreibt die süddeutsche.de.

Memri

Das Video wurde von der Organisation Memri (Middle East Media Research Institute) verbreitet, die laut n-tv “islamische Medien im Nahen Osten beobachten”. Beobachtet Memri islamische Medien im Nahen Osten? Oder steckt hinter dem Video ein politisches Kalkül, das sich nahtlos in die Propaganda der Kriegstreiber um George W. Bush einordnen lässt?

Memri bezeichnet sich selbst als “an independent, nonpartisan, nonprofit, 501(c)3 organization”. Gegründet wurde Memri vor 15 Jahren von Yigal Carmon, der zuvor 22 Jahre lang beim israelischen Geheimdienst tätig war, danach noch als Anti-Terror-Berater für zwei israelische Ministerpräsidenten fungierte, und Meyrav Wurmser, eine israelischstämmige Wissenschaftlerin, die 2001 aus Memri ausschied. Seitdem berät Wurmser diverse rechtskonservative Thinktanks in den USA. Sie ist mit David Wurmser, dem ehemaliger Nahost-Berater von George W. Bushs Vizepräsident Dick Cheney verheiratet. Mitglieder des Beirats sind unter anderem Bushs Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der ehemalige Zivilverwalter für den Irak, Paul Bremer, der neokonservative Publizist Norman Podhoretz oder der ehemalige CIA- und NSA-Chef General Michael Hayden. Das Team ist mit Wissenschaftlern und Publizisten auch aus dem Nahen Osten besetzt.
Memri hat mehr als 80 Mitarbeiter. Die Spenden kommen zu einem Großteil von rechtskonservativen Stiftungen wie der Irving I. Moskowitz Foundation, der Bradley Foundation oder der Adelson Family Foundation, die hunderttausende US-Dollar zur Verfügung stellten, oder die Newton D. & Rochelle F. Becker Foundation, die bekannt dafür ist, islamophobe Gruppierungen mit Geldern in Millionenhöhe zu unterstützen. (standard.at)

standard.at erinnert an eines von mehreren Vorkommnissen, das Memri weltweit auf sich aufmerksam machte: 2007 übersetzte Memri Teile eines palästinensischen Fernsehprogramms. Laut Memri sagte einer der Sprecher: “Wir werden die Juden ausrotten.” CNN beauftragte in der Folge mehrere arabische Dolmetscher, die zu einem anderen Ergebnis kamen: “Die Juden bringen uns um.”
Vorwürfen entgegnet Memri: “Wir haben nie behauptet, dass wir die Sicht der arabischen Medien widerspiegeln. Wir wollen durch unsere Übersetzungen weitverbreitete Trends und Themen aufzeigen.” Memri ist kein unabhängiger, objektiver Beobachter, will es selbst auch gar nicht sein.

Von Memri werden “in erster Linie extreme Stimmen und Fälle aus der islamischen Welt” aufgezeigt, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Der Missbrauch von Kindern stehe bei Memri oft im Mittelpunkt und vor allem wenn es um den Missbrauch von Kindern gehe, werde stets eine berechtigte Empörung ausgelöst.

Zwangsheiraten

Zwangsheiraten sind international immer noch weit verbreitet und könnten wegen der wachsenden Armut sogar noch zunehmen. Schätzungen zufolge ist mehr als ein Drittel aller minderjährigen Mädchen aus 42 Ländern verheiratet. Die meisten von ihnen stammen aus äußerst armen Regionen, wie Südasien, Indien oder Subsahara-Afrika, dem auch der Südsudan angehört. Auch in westlichen Sekten sind Zwangsheiraten mit Kindern immer noch verbreitet. Gemäß dem Kinderhilfswerk UNICEF sind Zwangsehen nur in einem patriarchalischen Umfeld, das Mädchen und Frauen benachteiligt und diskriminiert, möglich.

Drohnen-Kriegsschauplatz Jemen

Jemen ist ein Kriegsschauplatz der USA. Dies hatten Recherchen des amerikanischen Journalisten Jeremy Scahill ergeben, die im April 2013 unter dem Titel “Dirty Wars” als Taschenbuch veröffentlicht wurden. Danach ist Jemen eine von 70 Fronten im “immer geheimeren Krieg der USA gegen den Terror”, die auch mit Drohnen geführt werden. Von amerikanischen Drohnen wurden am 5.5.2011 zuerst der Sohn des ehemaligen Präsidenten der Universität von Sanaa, Nasser al-Awlaki, und dann sein 16-järiger Enkel getötet. Nasser al-Awlaki will, dass die Umstände des Todes von einem Bundesgericht in den USA geklärt werden. Die Quelle der englischsprachigen Übersetzung des Videos ist das Middle East Media Research Institute (Memri) in Washington DC. Das übersetzt Berichte aus Medien in den Ländern des Nahen Ostens ins Englische und bringt sie dann in Umlauf. Mit Erfolg. Das arabische Original des Videos mit Nada al-Ahdal stammt vom 8. Juli und wurde bei Redaktionsschluss 114.443 Mal angesehen. Die Fassung mit den englischen Untertiteln wurde von Memri am 21. Juli auf Youtube gestellt und dort bei Redaktionsschluss 6.696.393 Mal abgerufen.

Das Nada-Video

“Die Geschichte von Nada al-Ahdal könnte durchaus stimmen”, muss sie aber nicht, sagt Kreye. Die einzigen Quellen seien bisher das Video und ein Interview mit Nadas Onkel Abdel Salam al-Ahdal, einem Fernsehtechniker in Sanaa, das die libanesische Nachrichtenwebseite Now geführt hat.

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Quellen:

Literatur/Medien:

 


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Götterdämmerung im Wendeland

“Götterdämmerung im Wendeland” wurde zuerst am 19.06.2013 in der Schweizer “Weltwoche” veröffentlicht.

Alex Baur

Das deutsche Internet-Publikum wählte überraschend einen Atomreaktor zum Sieger-Projekt des hochkarätigen «Greentec Award». Die Jury änderte darauf die Spielregeln und disqualifizierte den Gewinner. Die Farce steht sinnbildlich für die Irrungen der Energiewende.

Die freudige Nachricht traf per E-Mail ein, am 22. Mai dieses Jahres: «Wir gratulieren Ihnen herzlich zu Ihrer Nominierung und freuen uns, Sie am 30. August in Berlin persönlich [zur feierlichen Gala] begrüssen zu dürfen.» Der Absender: das Organisationskomitee des renommierten Greentec Award. Unter der Schirmherrschaft des deutschen Umweltministers Peter Altmaier, der TV-Sendung «Galileo» (Pro Sieben) und der Zeitschrift Wirtschaftswoche wird der Preis jährlich für herausragende Leistungen im Energie- und Umweltbereich verliehen. Der Adressat: das in Berlin ansässige Institut für Festkörper-Kernphysik. Das Objekt: ein Atomreaktor.

Umweltschutz durch Kernenergie? Was im angelsächsischen Raum schon lange offen debattiert wird, gilt in Deutschland nach wie vor als Ketzerei. Dabei weist der Dual Fluid Reactor (DFR), den die Forscher aus Berlin präsentieren, eine hervorragende Öko-Bilanz aus. Er soll die Spaltstoffe derart gut nutzen, dass keine langlebigen strahlenden Abfälle mehr übrigbleiben und auch kein waffenfähiges Plutonium. Es wäre sogar möglich, radioaktive Abfälle im DFR gewinnbringend zu verheizen. Zudem verfügt der neue Reaktor über eine sogenannte inhärente Sicherheit. Eine Kernschmelze, wie sie in Fukushima stattgefunden hat, ist physikalisch nicht möglich.

Das alles mag fast zu schön klingen, um wahr zu sein. Tatsächlich baut der DFR auf Technologien, an denen unter dem Titel «Kernkraftwerke der vierten Generation» weltweit schon seit Jahrzehnten geforscht wird. Die deutschen Kernphysiker kombinieren die zum Teil bereits erprobten Technologien neu. Sie setzen dabei nicht zuletzt auf neuartige Werkstoffe, die extrem hohe Temperaturen bewältigen. Dass nur auf Sparflamme an der «grünen» Kerntechnologie geforscht wird, hat politische und ökonomische Gründe. Für die Atommächte fehlt der militärische Nutzen, fossile Brennstoffe sind in Fülle vorhanden, Gas- und Kohlekraftwerke können einfacher, schneller und billiger gebaut werden.

Der Unmut gegen die Energiewende

Zweifellos müsste noch viel Forschungsarbeit in den DFR gesteckt werden. Doch genau darum geht es bei der Sparte «Galileo Wissenspreis», um den sich die Atomphysiker bewarben: die Förderung von wissenschaftlich fundierten Ideen, die erst umgesetzt werden müssen. Der wissenschaftliche Beirat des Awards stufte das Projekt als seriös ein.

Die Spielregeln waren klar: Wer am meisten Stimmen erhält, ist automatisch nominiert; zwei weitere Kandidaten sollte die Jury erküren. Doch nun geschah das Unvorhersehbare: Das Internet-Stimmvolk hievte den Kernreaktor auf Platz eins, und zwar mit grossem Abstand (mit rund einem Drittel mehr Stimmen als der Zweitplatzierte). Damit hatte niemand gerechnet. Die Berliner Kernphysiker sind gleichsam die letzten Mohikaner einer wissenschaftlichen Gilde, die einst an der Weltspitze mitforschte, jedoch regelrecht aus der Bundesrepublik vertrieben wurde. Den DFR entwickeln sie im Verbund mit Universitäten in Polen (Stettin) und Kanada (Vancouver). Im Gegensatz zu ihren «grünen» Konkurrenten verfügen sie weder über staatliche Fördergelder noch über eine Lobby.

Das Publikumsvotum steht symptomatisch für eine sich abzeichnende Götterdämmerung in Deutschland. Während die Politiker ihre Energiewende zusehends mit Durchhalteparolen beschwören, wächst unter den Konsumenten der Unmut über die massiv gestiegenen Strompreise. Die Wirtschaft warnt vor Stromengpässen. Da und dort stellt sich allmählich die Einsicht ein, dass die mit Abermilliarden subventionierten Wind- und Solaranlagen die meiste Zeit gar keinen Strom produzieren, die Netzstabilität belasten und weder Atom- noch Kohlekraftwerke ersetzen.

Am 7. Juni die nächste Überraschung: Die Jury teilte den Kernphysikern in einem knappen E-Mail mit, sie habe beschlossen, den Reaktor vom Wettbewerb «auszunehmen». Das Projekt verschwand sang- und klanglos von der Website des Awards. Empörte Kommentare wurden gelöscht, die Motzer gesperrt. Doch User fanden schnell heraus, dass die Organisatoren des Greentec Award ihre Statuten rückwirkend geändert und die Publikumswahl kurzerhand abgeschafft hatten.

Als sich die Debatte nicht länger unterdrücken liess, verhedderten sich die Organisatoren des Awards in Rechtfertigungsversuchen. So behaupteten sie, das Thema sei mit den «19 000 Toten» von Fukushima definitiv vom Tisch: «Atomkraft in jeglicher Form lehnen wir und unsere Jury kategorisch ab! Eine weitere Diskussion wird es nicht geben!» Diese abstruse Begründung – der nukleare GAU in Japan hat weder Tote noch Verletzte gefordert – wurde zwar bald wieder gelöscht. Doch die Screenshots waren gemacht, und sie besänftigten die Gemüter keineswegs. Die Jury hat den Spitzenplatz für den «Galileo Wissenspreis» nun für ein Projekt nach ihrem Gusto vergeben: Miniwindrädlein in Dachziegeln. Damit ist die grüne Welt wieder in Ordnung.

Über den Autor

Zum Autor:
Alex Baur ist Lokaljournalist, Gerichtsberichterstatter (NZZ), schreibt als Reporter für SonntagsZeitung, Stern (Hamburg) und Geo. Sein Kernthema sind Fragen um Recht und Gerechtigkeit. Eine Mission, sagt er, habe er nie gehabt: “… meine Triebfeder war stets die Neugierde. So wie andere Briefmarken sammeln, sammle ich Geschichten.”

Herzlichen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung!

Zur Weltwoche:
Die Weltwoche entstand 1933. Seit Mai 2002 liegt ihr Fokus deutlich auf politischem Recherchejournalismus. Das Blatt wird heute von der unabhängigen Weltwoche Verlags AG herausgegeben, die sich zu 100 Prozent im Besitz von Chefredaktor Roger Köppel befindet. Die Weltwoche ist somit die einzige gewichtige Publikation der Schweiz, die vom Chefredaktor auch unternehmerisch geführt wird. Sie vertritt bürgerlich-freiheitliche Grundwerte, ist staatsskeptisch und wirtschaftsfreundlich. Sie steht politisch für eine unabhängige und direktdemokratische Schweiz.
http://www.weltwoche.ch/

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Abstimmungsfarce – Manipulation bei den GreenTec Awards?

Im Zusammenhang mit den GreenTec Awards bahnt sich zurzeit ein Skandal an, der manche Manipulationen um unehrlich verteilte Titel in den Schatten stellt. Es geht um den Ruf Dutzender von Personen, die den Organisatoren von GreenTec Awards zu deren Image verhelfen und um tiefe Kratzer am Ruf des Wissenschaftsstandorts Deutschland.

Seit 2008 werden von dem Sender ProSieben in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftswoche GreenTec Awards veranstaltet, mit dem Ziel, „ökologisches und ökonomisches Engagement und den Einsatz von modernen Technologien zu fördern.“

Interessenten konnten sich bis zum 31. März 2013 in insgesamt acht Kategorien um den Award 2013 bewerben – eine der Kategorien ist der Galileo Wissenspreis. Vielversprechende Start-Ups und junge, kreative Erfinder haben sich besonders in der Kategorie Galileo Wissenspreis beworben, die der TV-Sender ProSieben dieses Jahr erstmalig in Kooperation mit den GreenTec Awards ins Leben gerufen hat, hieß es im Frühjahr in einer GreenTec-Pressemeldung. In die engere Wahl für die Gewinner, die am 30. August 2013 in einer großen Veranstaltung in Berlin vorgestellt werden sollen, sollten jeweils drei Projekte jeder Kategorie kommen, von denen zwei durch die Jury ermittelt und der dritte durch ein öffentliches Voting festgelegt werden sollte.

DFR – beim Voting klarer Sieger, aber von GreenTec Awards unerwünscht!

Den Anspruch der Organisatoren hatte auch das Projekt Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik, Berlin, erfüllt und war deshalb für das öffentliche Voting zugelassen worden. Das Voting endete am 10. Mai 2013 mit einem eindeutigen Stimmenvorsprung für das DFR-Projekt.

Das DFR-Projekt wird auch heute noch (08.06.2013) auf der Homepage von Greentec Awards aufgeführt, allerdings fehlen im Unterschied zu früheren Angaben jetzt die Abstimmungsergebnisse!

Wir haben die Ergebnisse jedoch dokumentiert und geben die Informationen gerne weiter: Die folgenden Votingergebnisse der Kategorie Galileo Wissenspreis waren auf der Homepage von GreenTec Awards am 11.05.2013, ein Tag nach dem Abstimmungsende, veröffentlicht:

  • Platz 1: DFR 20%
  • Platz 2: Energie aus Abfällen, TUHH, 14% (wurde in die Kategorie Energie verschoben)
  • Paltz 3: One Earth – One Ocean e.V., Maritime Müllabfuhr, 9 %
  • Platz 4: Kurt Spiegelmacher Dachkraftwerk 7%
  • Platz 5: Innovatives Wasserradkonzept, Daniel Zacharias, 6 %
  • Platz 6: Thermicon GmbH, Abgaswärmerückgewinnung, 5 %

Dieses öffentliche Votingsergebnis hätte dem DFR laut den Regeln von Greentec Awards einen Platz unter den drei Projekten für die endgültige Wahl des Galileo Wissenspreises sichern müssen!

*Foto: Gruppenfoto der GreenTec Awards-Jury 2013 im China Club Berlin. Fotocredit: GreenTec Awards, Ulf Büschleb. Zum Vergrößern bitte Bild anklicken!

[tab: Die Jury]
Die Liste der Jury-Mitglieder ist einsehbar: http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/jury-2013.html. Die Schirmherrschaft der GreenTec Awards 2013 hat der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier, übernommen.

Zwar erklären die Organisatoren, dass die Auswahl der Nominierten und Preisträger letztendlich unabhängig durch die Jury der GreenTec Awards erfolgen werde, offenbar auch auf das Votingergebnis bezogen. Nach übereinstimmender Meinung einiger Beobachter wurde der Zusatz, dass der Rechtsweg ausgeschlossen sei, erst nach dem 10.05.2013 eingefügt. Dies hilft allerdings wenig gegen einen Imageverlust durch Manipulation der Abstimmung. Ginge alles mit rechten Dingen zu, brauchten die Organisatoren den Abstimmungsteilnehmern das Endergebnis jedenfalls nicht vorzuenthalten.

Dass aber Abstimmungsergebnisse ausgeblendet werden und die Öffentlichkeit nicht über die Gründe informiert wird, warum der Gewinner des öffentlichen Votings von der Jury übergangen wurde, machen aus der „öffentlichen Online-Abstimmung“, für die ProSieben geworben hat, eine Farce.

„Die Mitglieder der Jury sind unabhängige Fachleute aus Kultur- und Medien, Wissenschaft und Praxis“, behauptet GreenTec Awards. Sie werden es beweisen müssen.

[tab:Abstimmungsergebnis]

Abstimmungsergebnis Galileo Wissenspreis, Stand: 11.05.2013

Quelle: http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/bewerber.html (zuletzt ohne Abstimmungsergebnisse! – 08.06.2013)
(Zur Vergrößerung einfach die Abbildung unten anklicken.)

[tab:Nominierte]
Nur zwei Bewerber hätte die Jury je Kategorie nominieren dürfen, die dritte Nominierung war ausschließlich für die Teilnehmer am Onlinevoting reserviert. Dies versprachen die Spielregeln von GreenTec Awards. Danach hätte der Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH in diese Auswahl gehört.
Erst danach sollte eine Expertenjury unter den drei Nominierten den Award-Gewinner für den Galileo Wissenspreis bestimmen. Aber aus einem bisher nicht bekannten Grund ignorierte die Jury das Votingergebnis und nominierte folgende Projekte:

[tab:Botschafter]
Die Rolle der prominenten Botschafter bei den GreenTec Awards ist definiert (GreenTec Awards, FAQ 18):

“Die prominenten Botschafter geben den GreenTec Awards ein Gesicht und sorgen für eine einzigartige mediale Aufmerksamkeit. Sie unterstützen die Awards ehrenamtlich das ganze Jahr über auf unterschiedliche Weise. Mit ihrem Engagement in Sachen Umweltbewusstsein erreichen sie breite Bevölkerungsschichten und können einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft bewirken. Sie haben Vorbildfunktion.”
Über seine Vorbildfunktion wird vermutlich der eine oder andere Botschafter nachdenken, wenn ihm die Manipulation bei der Nominierung der Kandidaten für den Galileo Wissenspreis bekannt wird.

Die Botschafter werden auf der Homepage von GreenTec genannt: http://www.greentec-awards.com/engagement/botschafter.html

Stand: 08.06.2013

Christiane Paul, Schauspielerin:
Wir alle müssen uns beteiligen, wenn es darum geht den Klimawandel aufzuhalten und unsere Umwelt besser vor Verschmutzung und Raubbau zu schützen. Es ist schön zu sehen, dass innovative Entwicklung in diesem Bereich durch die GreenTec Awards Annerkennung und Aufmerksamkeit bekommen.

Kai Wiesinger, Schauspieler:
Als Vater von zwei Kindern wird einem erst wirklich bewusst, wie wichtig eine nachhaltige Lebensweise ist. Im Sinne unserer Kinder sollten wir unser Handeln an ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit ausrichten. Ich finde es toll zu sehen, wie wir als Botschafter gemeinsam mit den GreenTec Awards ein Bewusstsein dafür schaffen.

Nina Eichinger, Moderatorin
Vielen Dank für diese Awards! Sowas motiviert ungemein.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Dokumentarfilmer
Endlich mal ein wirklich sinnvoller Preis!

Senta Berger, Schauspielerin
Es wird zunehmend wichtiger, das Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft zu schärfen. Durch die GreenTec Awards rücken grüne Technologien sowie Umweltengagement ins Licht der Öffentlichkeit und zeigen wie einfach es ist, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen.

Ruth Moschner, Moderatorin
Wir treffen alle tagtäglich Entscheidungen, die beeinflussen, ob die Umwelt geschützt oder knappe Ressourcen geschont werden. Angefangen beim Morgenkaffee, über die Verkehrsmittelwahl bis hin zur neuen Einrichtung – die GreenTec Awards zeigen, wie unkompliziert Nachhaltigkeit im Alltag ist.

Jan Hahn, Moderator
Es gibt so viele tolle Innovationen für den Umwelt- und Klimaschutz, aber ein Großteil davon findet leider den Weg in die Öffentlichkeit nicht. Die GreenTec Awards setzen genau hier an: Sie würdigen auf prominenter Bühne die spannendsten und nachhaltigsten Ideen Deutschlands, zeigen, wie viel bereits kleine Veränderungen in unserem Alltag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können und schaffen Begeisterung für innovative Technologien.

Franziska Knuppe, Model
New York, Mailand, Paris und Berlin – als Model fliege ich um die ganze Welt und wünsche mir, dass mein persönlicher CO2-Fußabdruck dabei so klein wie möglich bleibt. Daher unterstütze ich aktiv die GreenTec Awards, die umweltverträgliche Lösungen fördern.

Mariella Ahrens, Schauspielerin
Das Bewusstsein über Probleme wie Umweltverschmutzung und Energieverschwendung muss in unserer Gesellschaft noch viel größer werden, damit mehr Menschen ihre Lebensweise und die Unternehmen ihre Produktionsweise verändern. Die GreenTec Awards unterstütze ich gerne dabei, dieses Bewusstsein zu schaffen.

Glasperlenspiel, Musiker
Wir freuen uns die GreenTec Awards als Glasperlenspiel unterstützen zu dürfen, weil es heutzutage sehr wichtig ist, den Fortschritt umweltbewusst zu fördern. Wir finden es toll, Teil dieser Aktion zu sein.

Sabine Christiansen, Medienunternehmerin
Ein nachhaltiger Lebensstil ist die einzige Option im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft. Die GreenTec Awards zeigen, wie viel bereits kleine Veränderungen in unserem Alltag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können und schaffen Begeisterung für innovative Technologien, welche die Lebensdauer unserer Erde verlängern.

Natalia Woerner, Schauspielerin
Die GreenTec Awards sind ebenso einzigartig wie wichtig, denn sie verbinden das Thema Nachhaltigkeit mit Glamour. So werden Innovationen für eine „grünere“ Welt mit viel Leidenschaft und Engagement ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die Awards verdienen unsere volle Unterstützung!

Michael Ballhaus, Kameramann
Herzlichen Dank für diese wichtige Veranstaltung. Der Preis ehrt mich sehr und ist ein Ansporn, weiter zu machen.

Ursula Karven, Schauspielerin
Diese Awards verschaffen verantwortungsvoll handelnden Menschen und Unternehmen die dringend benötigte Aufmerksamkeit. Dazu trage ich gerne meinen Teil bei.

Ralf Bauer, Schauspieler
Was der (die) Oscars für die Filmbranche sind, sind die GreenTec Awards für innovative Unternehmen, Organisationen und junge Wissenschaftler. Diese ausgezeichneten Umwelttechnologie-Pioniere verdienen mindestens so viel mediale Aufmerksamkeit wie Hollywood-Stars!

Michael Mendl, Schauspieler
“Der Mensch geht so gerne in die freie Natur, da diese keine Meinung über ihn hat.” Sorgen wir dafür, dass es so bleibt!

Janine Steeger, Moderatorin
Umweltschutz und Ressourcenschonung liegen mir schon längere Zeit am Herzen. Aber seit der Geburt meines Sohnes, weiß ich auch warum. Nur, wenn wir alle etwas tun, haben unsere Kinder eine Zukunftsperspektive. Das Gute daran ist: Keine Kleinigkeit ist zu klein. Jeder, der überhaupt an irgendeinem Punkt anfängt sein Verhalten zu ändern, hat schon mitgeholfen.

Nora Tschirner / PRAG, Musiker
Nachhaltige Technologie darf keine Luxusidee bleiben, sondern muss endlich im Alltag ankommen. PRAG zieht den Hut vor den GreenTec Awards – denn hier wird Neuerungen eine Bühne bereitet.

Jana Palaske, Schauspielerin
Die Weltwirtschaft ist Ausdruck des Reifezustands unseres kollektiven Bewußtseins. Genauso wie der Zustand unseres Planeten. Bist Du ein + oder ein – für die Lebenszeit unseres Planeten? Und damit für uns Menschen? Und was willst Du sein? Du hast – Wir haben – alle Möglichkeiten, entscheiden jeden Moment neu!

Gabo, Fotografin
Die Awards rücken Menschen und Branchen ins Licht, die nachhaltig und umweltbewusst wirtschaften. Dafür kann es nicht genug Aufmerksamkeit geben. Also: Lights, Camera and Action.

MiMi Müller-Westernhagen, Sängerin und Schauspielerin
I support the GreenTec Awards because our planet needs a future. We need to thank those people having wonderful, innovative ideas that can help make this possible by protecting and sparing our environment and also inspire others to have ideas to help our environment in years to come – The GreenTec Awards do just that!

Matthias Killing, Moderator
Klimaschutz geht uns alle an, denn wir tragen die Verantwortung für die kommenden Generationen. Damit unsere Kinder, Enkel und Urenkel eine lebenswerte Erde vorfinden müssen wir jetzt handeln – die GreenTec Awards sind ein Schritt von vielen notwendigen! Danke, dass es Euch gibt!

Dana Schweiger, Unternehmerin
Die Awards motivieren Menschen, endlich verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umzugehen. Kombiniert mit ein bisschen Glamour bekommen die Innovatoren endlich die mediale Aufmerksamkeit, die sie verdienen – I love it!

Horst Janson, Schauspieler

Britta Steffen, Olympiasiegerin
Nachhaltigkeit zählt für mich zu den größten Aufgaben unserer Zeit. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Nachkommen und sollten uns darüber immer im Klaren sein.

Clark Datchler, Bandleader von Johnny Hates Jazz
Wir haben schon heute tolle Technologien, die die Umwelt schonen. Es ist an der Politik, diesen den Weg zu bereiten. Und zwar jetzt!

Sophie Schütt, Schauspielerin
Die GreenTec Awards bringen ganze Branchen dazu, endlich umzudenken. Deshalb unterstütze ich Deutschlands wichtigsten Umweltpreis.

Janin Reinhardt, Schauspielerin und Moderatorin
Umweltfreundliche Technologien und Nachhaltigkeit gehören einfach zusammen. Umso schöner ist es, dass es hierfür eine Bühne gibt.

Ingo Nommsen, Moderator
Gerade in Zeiten von Klimawandel und Ressourcen, die zu Ende gehen, zeigen die GreenTec Awards, wo die Reise hingeht. Ein Umwelt-Oscar, der Zeichen setzt. Glückwunsch!

Kristin Meyer, Schauspielerin
Durch mein Engagement in Afrika ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr wir alle auf Kosten der Natur und anderer Völker leben. Umso wichtiger ist es, kluge Köpfe mit wunderbaren, nachhaltigen Ideen auszuzeichnen und so im besten Falle andere zu motivieren, es ihnen nachzutun. Danke für die GreenTec Awards!

Sabine Kaack, Schauspielerin
Endlich ein Preis für neue Technologien im Klima- und Umweltschutz. Ich unterstütze diese Veranstaltung, weil ich mir eine gesunde Natur für unsere Kinder und Enkel wünsche.

Tina Ruland, Schauspielerin
Leistungen und Engagement zu ehren, die dazu beitragen unsere Zukunft zu sichern, ist ein wunderschöner zusätzlicher Ansporn für jeden von uns, sich für die Umwelt zu engagieren.

Ralph Herforth, Schauspieler
Nachhaltigkeit sollte für jeden Menschen das 11. Gebot sein. Keine Nachhaltigkeit, keine kommenden Jahrhunderte. Keine Nachhaltigkeit – keine Menschen. So einfach ist das.

Vanessa Blumhagen, Journalistin & Moderatorin
Grün trifft Glamour – hört sich an wie ein Lifestyletrend. Aber das darf keine Modeerscheinung bleiben. Denn nur wenn wir alle – Industrie, Politik und jeder einzelne – mitmachen, haben wir eine Chance. Und ich liebe Chancen. Deshalb bin ich stolz, mich in diese bunte Truppe “grüner” Mitkämpfer einreihen zu dürfen. Ich bin bei den GreenTec Awards dabei!

Fiona Erdmann, Schauspielerin, Model und Moderatorin
Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich nicht nur um ihr eigenes Wohl, sondern auch um das Wohl der Natur kümmern. Ein Preis, der nicht allein die Schönheit ehrt, sondern daran arbeitet, die Schönheit der Natur zu bewahren.

Nova Meierhenrich, Moderatorin
Wir müssen unser Bewusstsein schärfen für die vielen neuen technologischen Möglichkeiten, die die GreenTec Branche hervorbringt und die dazu beitragen können, unsere Erde zu schützen.

Karsten Schwanke, Meteorologe und Moderator

Eve Buechner, Moderatorin
Ich bin stolz darauf, Botschafterin der GreenTec Awards zu sein!

Sarah Maria Breuer, Moderatorin
Glamour und Prominenz mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu verbinden ist nicht nur clever, sondern auch hilfreich, um die Themen rund um den Schutz unserer Erde spannend zu gestalten. Ein Award, der kreative Köpfe aus der Umwelttechnologie auszeichnet, damit ein nachhaltiger Lebensstil keine Zukunftsmusik bleibt. Das möchte ich als Botschafterin der GreenTec Awards unterstützen.

Claire Oelkers, Sängerin
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Dinge wertzuschätzen, die mir am Herzen liegen: Unsere Umwelt, Menschen und Tiere. GreenTec-Innovationen leisten dazu einen wichtigen Beitrag!

Kerstin Linnartz, Moderatorin
Wir alle müssen JETZT etwas TUN, anstatt nur zu reden. Endlich gibt es einen Preis, der die auszeichnet, die wirklich etwas bewegen!

Nandini Mitra, Moderatorin
Die schönsten Glücksmomente schenkt die Natur: Reife Äpfel vom Baum naschen, Wiesenblumen pflücken, in klaren Seen baden, glitzernder Schnee. Lasst uns dieses Paradies erhalten!

Tanja Bülter, Moderatorin
Toll, dass ihr die GreenTec Awards ins Leben gerufen habt. Eine intelligente, wertvolle Veranstaltung mit Blick auf eine grünere Zukunft! Ich bin sehr gern Teil davon!

Thomas Ranft, Meteorologe und Moderator

Annabelle Mandeng, Schauspielerin und Moderatorin
Die GreenTec Awards unterstützen Menschen, die das Ziel, unseren Alltag durch Innovationen umweltfreundlich zu gestalten, konsequent verfolgen – deshalb unterstütze ich die GreenTec Awards.

Anja Heyde, Moderatorin

Marion Kracht, Schauspielerin
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die Währung unserer Zeit. Die GreenTec Awards machen verantwortungsbewussten Lebensstil erlebbar. Und wir alle können ein Teil davon sein.

Mara Bergmann, ZDF-Reporterin und Moderatorin
Die wahren Helden sind die, die unseren Lebensraum schützen – und da ist der neue ‚Umwelt-Oscar‘ ein gutes Zeichen! Weiter so!

[tab:GreenTec Spielregeln]

Das öffentliche Voting hat bei den GreenTec Awards einen hohen Stellenwert. Die Spielregeln für die Teilnahme an den GreenTec Awards, die bei GreenTec Awards – FAQ nachgelesen werden können, dokumentieren, dass letzlich zwar eine Expertenjury die Entscheidung aus einer Auswahl von je drei nominierten Bewerbern treffen wird, dass aber nicht die Jury, sondern ausschließlich das öffentliche Voting den dritten Bewerber bestimmt.

In der Kategorie Galileo Wissenspreis hat die Jury klar gegen die Spielregeln verstoßen, das Ergebnis des Votings nicht anerkannt und aus eigenem Gutdünken den übernächsten Bewerber nominiert, der beim Voting eigentlich an 6. Stelle lag…

Die Organisatoren von GreenTec Awards, “Deutschlands größter und wichtigster Umwelt- und Wirtschaftspreis”, wie sie sagen, betonen, dass die GreenTec Awards von der GreenTec Communications GmbH in völliger Unabhängigkeit veranstaltet werden. Dahinter stehe ein Team von 15 Mitarbeitern (Ingenieure, Kommunikationswissenschaftler, Mediengestalter und Betriebswirte), das gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Sponsoren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik die jährliche Verleihung der GreenTec Awards realisiert.

Ob die Partner und Sponsoren sich Manipulationen an den Abstimmungsergebnissen und eine Täuschung der Öffentlichkeit gefallen lassen werden? Bis zur Preisverleihung, die am 30. August 2013 “im Rahmen einer glamourösen Galaveranstaltung in Anwesenheit von 800 bis 1000 geladenen Gästen” stattfinden soll, vergeht noch einige Zeit, so dass die Jury und die rund 100 Journalisten, die den Abend begleiten und von der Veranstaltung berichten sollen, für sich und die Öffentlichkeit klären können, worauf es bei den GreenTec Awards nach eigenem Bekunden in erster Linie ankommt, nämlich auf wissenschaftlich qualifizierte und wirtschaftlich realisierbare Projekte, die “sowohl einen Technikbezug haben als auch die Schonung von Umwelt und natürlichen Ressourcen im Blick haben”.  Genau dies traute die Mehrheit dem DFR-Projekt in der Kategorie Galileo Wissenspreis zu – und wurde kommentarlos übergangen.

Besonders wichtig für die Teilnahme der Öffentlichkeit an der Abstimmung sind die Absätze 12 und 13 (FAQ):

12. Wie läuft das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab?
Die Bewerbung wird über ein Onlineformular im mehrwöchigen Bewerbungszeitraum eingereicht. Wenn Sie eine kurze Projektbeschreibung vorbereitet haben, ist die Bewerbung innerhalb von wenigen Minuten möglich. Die Bewerber werden im nächsten Schritt über ein öffentliches Online-Voting vorgestellt und bewertet. Wer die meisten Stimmen bekommt, qualifiziert sich als einer von drei Nominierten. Zwei weitere Nominierte werden von der Expertenjury bestimmt. Welcher der Nominierten in einer Kategorie den Award gewinnt, wird final von der Jury ermittelt.

13. Wer entscheidet über die Nominierten und Preisträger der GreenTec Awards?
Auf der einen Seite wählt die Öffentlichkeit im Online-Voting einen von drei Nominierten in jeder Kategorie. Zwei weitere Nominierte in der jeweiligen Kategorie und letztendlich die Preisträger werden von unserer Expertenjury gewählt. Diese besteht aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien und Unterhaltung.

[tab: DFR]

Der Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH wurde wie alle anderen Projekte auch bei GreenTec Awards vorgestellt. Leider unterlief GreenTec ein wichtiger Fehler: Das Institut ist keine GmbH, sondern eine gGmbH, eine gemeinnützige GmbH.

“Der Dual Fluid Reaktor DFR ist ein neues nukleares Reaktorkonzept in Weiterführung der sogenannten Generation IV. Der DFR ist inhärent sicher, wobei er im Gegensatz zu heutigen wassermoderierten Reaktoren keinerlei aktive Sicherungssysteme benötigt. Der DFR kann langlebigen nuklearen Abfall aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren – ein geologisches Endlager wird dadurch überflüssig. Außerdem können Kraftstoffe CO2-frei günstig hergestellt werden. Dadurch wird der DFR zu einer extrem umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösung für die Zukunft. www.dual-fluid-reaktor.de”

[tab:END]

Titelfoto: Jurymitglieder Ursula Karven, Aiman Abdallah und Nina Eichinger (v.l.n.r.)
Fotocredit: GreenTec Awards, Ulf Büschleb

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Eine neue, konzernunabhängige Internet-Tageszeitung

“Die Nachrichtenindustrie lässt uns gerade dann im Stich, wenn wir sie am nötigsten brauchen. Trotz Krisen, die Geschichte schreiben, und globalen Wendepunkten sind die Nachrichten oft zynisch, im Besitz großer Konzerne und darauf bedacht, Anzeigenkunden zufrieden zu stellen. Und dieses Modell zerfällt zunehmend …”
Aus diesem Grund startet AVAAZ ein “tägliches Avaaz-Briefing, eine Webseite mit wichtigen Nachrichten für engagierte Weltbürger, tiefgehenden Erkenntnissen und Ideen, wie wir den Herausforderungen der heutigen Welt entgegentreten können.”
Das Briefing wird nicht durch Annoncen, sondern durch Spenden finanziert.
https://secure.avaaz.org/de/take_back_our_media_de/?bpjdHcb&v=15131Die NGO hat nach eigenen Angaben knapp 15 Millionen Email-Abonnenten und damit eine größere Leserschaft als die meisten der größten Nachrichtenpublikationen der Welt.

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Campact Mail-Aktion gegen Bild-Zeitung

Zum 60. Geburtstag der BILD-Zeitung plant der Axel-Springer-Konzern eine gigantische Werbemaßnahme: Jeder Haushalt soll ein kostenloses Exemplar bekommen – ungefragt. Sie können mit einer Mail-Aktion von Campact an die BILD die Zustellung des Jubiläum-Exemplars verweigern:
>>> Zur Campact e-mail-Aktion
Bis zum 14.06.2012 verweigerte Exemplare: 214966Danke an unseren Leser für den Hinweis!

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WAZ denn das?

15.12 Uhr
Der Bürgerkreis hatte den Kommentar eines Lokalredakteurs kritisiert – der Account des Bürgerkreises wurde daraufhin gelöscht. (Bernd Kassner, “Keine zweite Bebelstraße”, DerWesten, 30.03.2012) DerWesten ist die Online Ausgabe der WAZ.
Der Kommentar des Bürgerkreises, der zu seinem Erstaunen und ohne Angabe von Gründen entfernt wurde, bestand aus vier Teilen, die zu unterschiedlichen Aussagen des Kommentars von Herrn Kassner Stellung nahmen. Der  Kommentar kann in wesentlichen Zügen auf unserem Blog nachgelesen werden.
>>> Ein Problem mit der örtlichen Presse (WAZ) …

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