Rettet den Schnee

“Rettet den Schnee” erhält Unterstützung vom NABU Dortmund

“Rettet den Schnee” – NABU unterstützt Bürgerinitiative

Die Bürgerinitiative “Rettet den Schnee” erwirkte bei der Stadt Dortmund die Erstellung eines Artenschutzgutachtens zum geplanten Bau von Windkraftindustrieanlagen im Süden Dortmunds. Das Gutachten wird sich vorrangig auf die Vogelvorkommen im Grenzbereich der Städte Dortmund, Witten und Herdecke beziehen. Wichtige Unterstützung erhält die Bürgerinitiative vom NABU Stadtverband Dortmund.

Auf dem Schnee

Die Bürgerinitiative Rettet den Schnee setzt sich für den Schutz der letzten Naturoasen des Dortmunder Südens ein. Der Name ist keine Anspielung auf die Klimaerwärmung, “Schnee”, auch „Auf dem Schnee“, heißen drei ineinander fließende Ortsteile, die jeweils zu Dortmund, Witten und Herdecke gehören.

Aus Dortmunder Sicht ist der Schnee der Dortmunder Ortsteil, der sich langgestreckt im äußersten Süden der Stadt Dortmund befindet. Er liegt weitgehend auf dem Rücken des Ardeygebirges. Der Name Schnee leitet sich von einem alten Wort für „Grenze“ ab.

Der Schnee und die angrenzenden Wälder, wie zum Beispiel der Löttringhauser Wald, sind Lebensraum für unzählige Tiere – vor allem für Vogelarten, die man anderswo in den drei Städten nirgends mehr findet. “Hier leben Uhus, Bussarde, Rotmilane, Rotkehlchen, Spatzen, … aber auch Bienen, Salamander… und unzählige weitere Tiearten, die im Großraum Dortmund teilweise als ausgestorben gelten,” warnt die Bürgerinitiative. “Wir von Rettet den Schnee setzen uns für den Erhalt dieses Lebensraumes ein.”

Besonderes betroffen ist das Landschaftsschutzgebiet Löttringhausen/Großholthauser Mark. Dort plant die Stadt Dortmund die Ausweisung neuer “Konzentrationsflächen für Windkraft”. Die Pläne sehen nach Informationen, die der Bürgerinitiative vorliegen, den Bau von zwei ca. 215 Meter hohen Windkraftanlagen vor, wie die Bürgerinitiative im Oktober 2016 erfuhr. Seitdem setzen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative vehement dafür ein, das Projekt zu verhindern.

 

NABU Stadtverband Dortmund gegen Windkraft auf dem Schnee

Keiner der großen Naturschutzverbände der Städte Dortmund, Witten und Herdecke, die zusammen rund 724.000 Einwohner auf die Waage bringen, fühlte sich zunächst angesprochen, die Pläne zum Bau von Windkraftindustrieanlagen im Landschaftsschutzgebiet zu durchkreuzen. Der NABU Dortmund gelangte nach Abwägen aller Argumente jetzt zu dem Ergebnis, dass die artenschutzrechtlichen Bedenken gegen den Bau der Windkraftindustrieanlagen “immer mehr” werden.

Am 17.05.2017 legte der NABU Stadtverband Dortmund in einer Pressemitteilung seine Auffassung zum Bau von Windkraftindustrieanlagen Auf dem Schnee dar. Die Summe aller vom NABU genannten Argumente des Naturschutzes spricht aus seiner Sicht gegen Windkraft auf dem Schnee und somit gegen die dafür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes.

NABU Dortmund, 1100 Mitglieder, nennt als Argumente gegen den Bau der Anlagen die Vorkommen streng geschützter Vogelarten wie Uhu und Rotmilan in unmittelbarer Nachbarschaft zu geplanten Windrädern, essentielle Jagdbiotope für die geschützten Greifvogelarten Turmfalke und Mäusebussard, die regelmäßig dort beobachtet werden, rastende Kiebitze, Großvögel wie Kranich und Weißstorch, die den Ardey in diesem Bereich auf dem Zug relativ niedrig überqueren. “Auch für sie bestünde bei Realisierung von Windrädern auf dem Schnee ein Kollisionsrisiko.” Weiterhin hält der NABU Fledermausarten, die als windenergiesensibel eingestuft werden (Abendsegler, Rauhautfledermaus, Zwergfledermaus), durch den Bau der Windkraftanlagen für gefährdet.

Der NABU benennt außerdem “die Qualität der Großholthauser Mark als ein bedeutendes Naherholungsgebiet und empfindliches Ökosystem des Ardey-Bergrückens, der Bäche wie den Kruckeler Bach, Rüpingsbach, Schondelle und viele mehr als Zuflüsse der in Renaturierung befindlichen Emscher speist.” Auch auf die Gesetzeslage und mögliche rechtliche Konsequenzen weist der NABU Dortmund hin.

Petition Rettet den Schnee: Keine Windräder in Dortmund Schnee/Löttringhausen/Großholthauser Mark

Links:

Fotos: Rettet den Schnee


Ruhrkultour Leseempfehlung:

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Die Energiewende soll unser Klima retten – doch sie zerstört die Natur und die letzten halbwegs unberührten Landschaften. Flächendeckend wird das Land mit Windrädern vollgestellt, Vögel und Fledermäuse verenden elendiglich in den Rotoren der riesigen Windkraftwerke. Mais und Raps, großflächig als Energiepflanzen angebaut, laugen die Böden aus und zerstören die Brutstätten ohnehin gefährdeter Vogelarten.

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Zum Jubiläumstag Hessens trafen sich am 1. Dezember die Windkraftgegner des Bundeslandes in Wiesbaden

Hessen feierte am 01. Dezember 2016 in Wiesbaden seinen 70. Geburtstag; denn am 1. Dezember 1946 ist die noch heute gültige Landesverfassung durch einen Volksentscheid in Kraft getreten. “70 Jahre Frieden, Freiheit und Wohlstand – das ist eine Erfolgsgeschichte”, so Volker Bouffier Ministerpräsident des Landes Hessen. “Wir können stolz auf unser Land sein, deshalb feiern wir auch” sagte er.

Hessen bekennt sich nicht nur zu “Frieden, Freiheit und Völkerverständigung” (Art. 69 der Landesverfassung),  sondern im ersten Hauptteil der Landesverfassung, “Die Rechte des Menschen”, auch zum Denkmal- und Landschaftsschutz (Art. 62):

“Die Denkmäler der Kunst, der Geschichte und Kultur sowie die Landschaft genießen den Schutz und die Pflege des Staates und der Gemeinden.”

Landschaftsschützer auf Abstand

dsc_4053Am Rande der Festlichkeiten, gegenüber dem Staatstheater, wo der Festakt 70 Jahre Hessen gefeiert wurde, auf dem Kaiser-Friedrich-Platz vor dem Nassauer Hof, trafen sich die Landschafts- und Umweltschützer, Bürgerinitiativen aus ganz Hessen, darunter auch „Rettet den Taunuskamm“, die gegen Windkraft-Projekte in ihren Gemeinden demonstrierten.

Udo Bergfeld hatte mit Unterstützung seines Organisationsteams aus der Bürgerinitiative Siedelsbrunn & Ulfenbachtal zu dieser landesweiten Kundgebung gegen die menschen- und naturverachtende Energiepolitik Hessens aufgerufen. Über 300 Windkraftgegner waren dem Aufruf gefolgt

Der Hessenschau war die Demo jedoch nur ein paar Sekunden wert, kritisierte der Teilnehmer der Kundgebung Werner Halbe. Wesentlich mehr Aufmerksamkeit habe am selben Tag ein Bericht über den Braunkohletagebau erzielt. Ein “Umweltaktivist” sei ausführlich zu Wort gekommen, um seine Vorstellungen zu begründen, obwohl seine Mitstreiter Straftaten begangen hatten. Die Demo in Hessen war zweifellos friedlich. Windkraftgegner wenden generell keine Gewalt an. Selbst auf Trillerpfeifen hatte man absichtlich verzichtet. So viel Friedfertigkeit macht die Windkraftgegner offenbar uninteressant für die Medien.

Nicht zu übersehen

dsc_4167Sichtbar waren die Windkraftgegner zweifellos: Rote Luftballons mit „Nein Danke“-Aufschrift über Windkraft-Silhouetten, überall Transparente, die von Windradflügeln bedrohte Tierarten zeigten, Aufschriften wie „Nein zu Windparks im Unesco-Geopark Odenwald“ und ein „EEG-Umlage“-Banner, das zeigte, wie Kanzlerin Merkel dem deutschen Michel Geld aus der Tasche zieht, um es im Gegenzug Windkraft-Investoren auf abgeholzten Waldstücken in den Allerwertesten zu blasen, waren ebenfalls nicht zu übersehen. Aus den Lautsprechern klang vieldeutig „Wind of Change“ von den Scorpions.

Die Party-Gäste im hessischen Staatstheater nahmen von der Protestveranstaltung jedoch ebenso wenig Notiz wie die Medien. Politisch betrachtet gelten sie wohl eher als Störenfriede und kommen in der Landespolitik einfach nicht vor.

Diese Hinwegsehen betrifft sogar Mitglieder des Landtages. Der FDP-Landtagsabgeordnete René Rock, der sich seit langer Zeit konsequent gegen Windkraftindustrieanlagen einsetzt, war einer der Redner auf der Protestveranstaltung. Selbst sein Beitrag war dem Hessischen Rundfunk nicht einmal eine Sekunde wert.

 

Das Anliegen

„Immer mehr Menschen hinterfragen diese Energiepolitik“, sagte René Rock. „Ohne Sinn und Verstand“ würden Landschaften und Natur zerstört, „vor allem, ohne, dass es etwas bringt.“ Er erkenne die Grünen nicht wieder, sagte er: FFH-Gebiete, Fledermäuse, Bussarde, Rotmilane, alles zähle nicht mehr. Stattdessen würden Betonmischer im Wald akzeptiert. Und der soziale Aspekt, die „Umverteilung von Arm nach Reich“, lag dem FDP-Politiker am Herzen: Die EEG-Umlage, die 26 Milliarden Euro aus den Taschen der Bürger nehme und an Kapitaleigner weiterreiche, gehört nach seiner Meinung abgeschafft. Für ihn steht fest: „Windkraft kennt nur wenige Gewinner.“

Beifall hat auch Landrat a.D. Matthias Wilkes (CDU) erhalten, der seinen Landkreis Bergstraße trotz schwarz-grüner Koalition „windkraftfrei“ gehalten habe, wie er stolz vermerkte. Würden alle Ausbaupläne verwirklicht, sagte Wilkes, dann würde man in zehn Jahren Hessen, das waldreichste Bundesland, nicht wiedererkennen. Windräder mit Blinklichtern würden überall Flora und Fauna verändern, die Eingriffe in die Natur mit 100 Betonmischerladungen pro Windrad wären immens. Außerdem konstatierte Wilkes ein Demokratiedefizit: Die Bürger vor Ort würden nicht gefragt, das aber wäre unabdingbar.

Wdsc_4086orauf ist Volker Bouffier denn stolz? Welche Freiheit meint er? “Jedermann hat das Recht, seine Meinung frei und öffentlich zu äußern”, heißt es in der Landesverfassung Hessens (Art. 11). Wenn politisch unerwünschte Meinungen jedoch ignoriert werden, und das nicht nur anlässlich einer Geburtstagsfeier, die sich eine Elite gönnt, wie soll eine Meinungsbildung in der Bevölkerung denn stattfinden können, wenn weder Parteien noch Medien ein besonderes Interesse an ausgewogenen, sachlichen Informationen haben? Das Grundgesetz bestimmt: “Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit” (GG Art. 21). Den Regierenden ist offenbar nicht klar, dass sich in einer Demokratie Mitwirkung und Bevormundung gegeneitig ausschließen.

dsc_3969Die Staaten in der Europäischen Union haben sich 1985 in der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung verpflichtet, eine kommunale Souveränität zu gewährleisten, um dadurch das Recht der Bürger auf Mitwirkung an den öffentlichen Angelegenheiten zu sichern. Der “Schutz und die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung” stelle in den verschiedenen europäischen Staaten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines Europa dar, “das sich auf die Grundsätze der Demokratie und der Dezentralisierung der Macht gründet.” Die europäischen Staaten waren sich einig, dass das “Recht der Bürger auf Mitwirkung an den öffentlichen Angelegenheiten einer der demokratischen Grundsätze ist, die allen Mitgliedstaaten des Europarats gemeinsam sind” und überzeugt, “dass dieses Recht auf kommunaler Ebene am unmittelbarsten ausgeübt werden kann.” (“Der Wind, der Bund, das Land und die Kommunen“)

In der Hessischen Landesverfassung ist verankert, dass die Staatsgewalt unveräußerlich beim Volke liegt (Art. 70). Unmittelbare und mittelbare Demokratie werden gleichrangig benannt: “Das Volk handelt nach den Bestimmungen dieser Verfassung unmittelbar durch Volksabstimmung (Volkswahl, Volksbegehren und Volksentscheid), mittelbar durch die Beschlüsse der verfassungsmäßig bestellten Organe.” (Art. 71) Die Privilegierung eines Industriezweiges durch die Bundesregierung hat diese Möglichkeit für Windkraftgegner weitestgehend erschwert, wenn nicht ausgehebelt.

Wer von den Medien erwartet, dass sie die Bürger bei der Wahrnehmung ihres Rechts auf Mitwirkung an den öffentlichen Angelegenheiten unterstützt, sieht sich in der Regel enttäuscht. Zwar heißt es im Pressekodex der Journalisten: “Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse” (Ziffer 1), aber in der Realität sieht es meistens anders aus.

 

„Windräder gehören nicht in den Wald“ – gehören Windkraftindustrieanlagen überhaupt irgendwo hin?

„Windräder gehören nicht in den Wald“, forderte die Demonstrantin Angelika Grimm-Eckardt, sie solle mit Augenmaß gestaltet werden. Wie soll aber eine „vernünftige“ Energiewende ohne Kenntnisse der Physik mit Augenmaß gestaltet werden können? Die Aktivisten gegen Braunkohle machen es sich einfacher. Sie sagen klipp und klar: “Weg mit der Kohle!”, so einfach, dass sogar “Qualitätsmedien”, die auf einen Anti-Kohle-Kurs eingeschwenkt sind, ihnen ohne Verlust der Selbstachtung folgen. Das Thema gesundheitsgefährdender Infraschall ist dagegen komplizierter aufzubereiten. Es ist nicht nur ein „großes Thema“, wie der Initiator Schmied betonte, sondern auch eine echte Herausforderung an das Wissen von Journalisten. Sie verfügen aufgrund ihrer Ausbildung zwar über Werkzeuge, unterschiedliches Wissen darstellen zu können, aber, vielleicht auch begünstigt durch wachsenden Zeitdruck in den Redaktionen, ist ihre Blickrichtung oft ideologisch voreingenommen und festgelegt.

Klimaschutz sei als Argument für Windkraftanlagen „abgedroschen“, sagte Wolfram Schmied. Der Strom aus Windkraft sei nicht speicherbar, und die Stromausbeute der rund 27.000 Windräder lieferten einen kaum nedsc_3943nnenswerten Anteil für eine zuverlässige Stromversorgung. Dafür würden den Bürgern, und zwar vor allem den „kleinen“ Privatleuten und Familien, Milliarden Subventionsgelder aus der Tasche gezogen. In den Medien wird dieser Sachverhalt nicht bestritten, aber kaum diskutiert.

Hessische Politiker wie zum Beispiel Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen, Stellvertreter des Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung im Kabinett Bouffier II) oder die Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid (Bündnis 90/Die Grünen, Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Darmstadt) stünden für eine Energiepolitik, die ineffizient sei, sagte Peter Geisinger, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Vernunftkraft Odenwald e.V. Er zitierte aus dem Jahresgutachten 2016 des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung („Die fünf Wirtschaftsweisen“): Die Umsetzung der Energiewende war bislang nahezu gleichbedeutend mit einer Förderung von erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung durch das EEG. Die mit dieser Förderung verbundenen Kosten seien förmlich explodiert, ohne dass der Stromsektor einen großen Beitrag zur Einsparung von Treibhausgasemissionen geleistet hätte.

 

Was Schüler noch wissen: Kein Wind, kein Strom

Uneffizient, gesundheitsschädlich, teuer und abhängig vom Wetter, wie vor Beginn des Industriezeitalters, sei die Windenergie, sagen die Kritiker der Energiewende. Das wollen Politiker und Medien nicht hören. Sie hoffen, dass irgendjemand für ihre politischen Ziele die Lösung findet, Strom zu speichern, egal, was es kostet und ob das Ziel jemals erreicht werden kann.

dsc_4192Derweil werden in Deutschland die modernsten Kraftwerke der Welt abgeschaltet, sagte Dr. Ing. Detlef Ahlborn, Vorstand der Bundesinitiative Vernunftkraft in seiner Rede. Hätte man doch vor 25 Jahren diese Milliarden, die Heute sinnlos versenkt werden, in die naturwissenschaftliche Bildung gesteckt, dann könnten unsere Provinzpolitiker wenigsten verstehen, dass Windräder ohne Wind keinen Strom liefern, sagte er. Diese Energiewende sei das Werk von technisch und physikalisch ungebildeten Wirrköpfen, hier in Hessen vorne weg Tarek Al -Wazir, der mit dafür verantwortlich sei, dass unsere Heimat auf dem Altar ihrer radikalen Ideologie geopfert werde: “Es sind genau diese Politiker die sich hier für die Windlobby förmlich prostituieren”, Grüne, die Physik in der Schule immer abgewählt hätten. “Das sind Leute, die beim Marsch durch die Institutionen gelernt haben, alles zu bestreiten, nur nicht ihren eigenen Lebensunterhalt. Wir haben es hier mit halbgebildeten Weltverbessern zu tun, die bei 10 Kilowatt bis vor kurzem noch einen Eimer voll Schlick vor Augen hatten”, sagte der Ingenieur Detlef Ahlborn.

 

Das Ende der Kundgebung

Als die geladenen Festtags-Gäste das hessische Staatstheater wieder verließen, ließen die Windkraftgegner
unter den Klängen des Popsongs „99 Luftballons“ Hunderte roter Luftballons in den Wiesbadener Himmel steigen.

Hessenschau, 1. Dezember 2016: “Die Einen feierten das Hessenjubiläum in Wiesbaden, die Anderen demonstrierten gegen Windkraft”

Ein Dankeschön an die Bürgerinitiativen, Helfer und Unterstützer!

Udo Bergfeld, Mitstreiter der Bürgerinitiative Gegenwind, Siedelsbrunn und Ulfenbachtal, verdanken wir die wichtigen Informationen über den Ablauf der Kundgebung. Sein Dank gilt dem Organisationsteam: Daniela Kohl, Eva-Maria Vercrüsse, Dr. Angelika Grimm-Eckardt, Silvia Preisigke, Kathrin Meeter, Wolfram Schmied, Matthias Vercrüsse, Jürgen Kohl, Pascal Preisigke, den Rednern: MatthiasWilkes, Renè Rock, Peter Geisinger, Dr. Detlef Ahlborn und Wolfram Schmied, an die Redaktion von Ruhrkultour ( 🙂 ), Windwahn- die Seite für den bildungshungrigen Bürger-hier, Frau Jutta Reichardt, Vernunftkraft Odenwald e.V., Vernunftkraft Hessen,der Naturschutzinitiative e.V . sowie allen Bürgerinitiativen, die für die gemeinsame Sache geworben haben, und nicht zuletzt dem 1. Revier der Wiesbadener Polizei; hier u. a. bei der „Vorbereitungsgruppe 70 Jahre Hessen“ Frau Natalie Mehrfert, Kriminaloberkommissarin, dem Ordnungsamt Wiesbaden / Herrn Bastian und Herrn Erkel und Herrn Michael Loebert / USARMY Wiesbaden für die Freigabe zum Aufsteigenlassen der Luftballons.

Fotos: Stephan Hördt


Ruhrkultour Leseempfehlung:
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Eine Anti-Windkraft-Demo am 01.12.2016 – zum 70. Geburtstag Hessens

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Hessen bereitet sich seit einigen Monaten mit zahlreichen Veranstaltungen auf seinen 70. Geburtstag vor. Am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, endet die Veranstaltungsreihe mit einer Geburtstagsparty und einem Feuerwerk in Wiesbaden. Der Festakt im Staatstheater Wiesbaden hat eine besondere Symbolik, weil in dessen Räumen Hessens Geschichte geschrieben und maßgeblich beeinflusst wurde. Das Theater war 1946 Tagungsort des Beratenden Landesausschusses, der die Weichen für den demokratischen Aufbau des neuen Bundeslandes stellte. Zur Erinnerung daran, dass es Bürgerpolitik nur mit dem Willen der Bürger und nicht gegen sie geben kann, findet vor dieser historischen Kulisse am 1. Dezember 2016 eine Demo hessischer Bürgerinitiativen statt, die gegen die Zerstörung der hessischen Landschaft durch Windkraftindustrieanlagen protestieren werden.

Bis zur Geburtstagsparty am 1. Dezember wird nach dem Willen der Landesregierung im Jubiläumsjahr 2016 auf mehr als 150 Veranstaltungen gezeigt worden sein, “was das Land und seine Menschen ausmacht.” Zu den gravierendsten Veränderungen, die in Hessen zurzeit stattfinden, gehört der Ausbau von Windkraftanlagen. Den hält die Landesregierung Hessens für notwendig, um bis 2050 die Energie Bundeslandes zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen beziehen zu können, zeigt sich aber gegenüber Einwänden taub.

Um auf die drohende Zerstörung der Lebensgrundlagen aufmerksam zu machen, werden Mitglieder aus über 100 hessischen Bürgerinitiativen am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, mit einer Kundgebung bei den Abschlussfeierlichkeiten dabei sein. Der hessischen Landesregierung soll unmissverständlich vermittelt werden, dass die Bürger mit der planlosen Ausrichtung der Energie- und Umweltpolitik der Bundes- und der hessischen Landesregierung nicht einverstanden sind.

Dem Windkraftausbau in Schwachwindgebieten haben die Bürgerinitiativen wichtige Argumente entgegen zu setzen. Sie halten ihn für sinnlos, Subventionen würden missbraucht und Steuergelder (EEG-Umlage) verschwendet, Wald-, Feucht-, Naturschutz und Wasserschutzgebiete zerstört, sagen sie. Es gebe keinen plausiblen Grund, die Gesundheit der Bevölkerung durch Infraschall und optische Bedrängung zu gefährden, den Werteverfall von Grund, Boden und Eigentum, die Zerstörung von Naherholungsgebieten in naturnahen Landschaften und die willkürlich festgelegten Abstände hinzunehmen. Die Demonstration richtet sich auch “gegen die bewusste Täuschung der Bürger und gegen Desinformation.”

Den hessischen Bürgerinitiativen geht es um mehr, als um die fragwürdige Methode, mögliche Einnahmen für die Kommunen zu generieren. Sie wollen der hessischen Landesregierung am 1. Dezember zeigen, was sie unter Verantwortungsbewusstsein verstehen. Anstatt auf unsichere Geldeinnahmen zu spekulieren, verteidigen sie den Erhalt ihrer Lebensgrundlage. Eine “intelligente Energiewende” lehnen sie nicht ab, sofern sie nicht das zerstört, was sie und die nächsten Generationen zum Leben brauchen: „Lebensräume für Mensch und Natur“.

 

Einen Hauch von Selbstkritik zeigt die hessische Landesregierung – ohne Konsequenzen

Beim Beteiligungsverfahren 2014 waren allein beim Regierungspräsidium Darmstadt 30.000 Stellungnahmen eingegangen. Der Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, hatte sich davon nicht beeindrucken lassen. Im Interview mit dem Darmstädter Echo (Ausgabe vom 24. Juni 2014) kommentierte er die Flut an Stellungnahmen zur Windkraft mit den Worten: “Wenn Sie große Vorhaben planen, haben Sie häufig tausende von Einwendungen.” Er spielte die Bedeutung der Proteste nicht nur herunter, sondern stellte die Einwendungen als gewollt dar: “… es entspricht genau dem, was wir wollten: eine frühzeitige und ausführliche Bürgerbeteiligung, um dann in einem offenen und transparenten Prozess zu entscheiden.” Für die Bürger ist aber nicht entscheidend, dass sie ihrem Ärger Luft machen dürfen, sondern dass das Ergebnis stimmt oder, wie Volker Bouffier über Windkraftanlagen bemerkte: “Das Entscheidende ist für mich nicht die Anzahl, sondern welche Leistung erzielt wird.”

Ginge es tatsächlich nach der Leistung, würde vermutlich keine einzige Windkraftindustrieanlage gebaut. Aber es existiert ein politischer Beschluss auf Bundesebene, zu dem den meisten Landes- und Kommunalpolitiker nichts besseres einfällt, als Gesprächskreise anzubieten und zu versuchen, wie Volker Bouffier sagt, “einen Konsens zu finden”. Zur Unterstützung bietet die Landesregierung den betroffenen Kommunen Beratung und Mediation an. Das Ergebnisses des Konsenses steht allerdings von vornherein fest (Energie zu 100 Prozent aus “erneuerbaren” Quellen bis 2050, dafür stehen zwei Prozent der Landesfläche zur Verfügung). Die Protestspitzen sollen geglättet werden, aber der Ausbau soll weiter voranschreiten, dann eben an einem anderen, weniger umstrittenen Ort.

Der Ministerpräsident Hessens räumte ein, dass Interessengegensätze häufig entstünden, wenn die Gemeinden hofften, mit Windkraftanlagen Geld zu verdienen. Er sieht hier ein generelles Problem: “Die Gemeinden hoffen, Geld zu verdienen. Da bin ich ohnehin schon vorsichtig. Wenn die Förderkulisse sich ändert, ist das vielleicht auch weg.” Die wirtschaftliche Katastrophe droht allerdings nicht nur bei einer Änderung der “Förderkulisse”, sondern auch bei geringerem Windaufkommen als vorausgesagt und anderen finanziellen Risiken, die tabuisiert werden. Die technisch und kaufmännisch meist unerfahrenen Mitglieder von Gemeinderäten sind dem Druck großer Investoren meist hilflos ausgeliefert.

Volker Bouffier sieht auch, dass Windkraftanlagen zu Streitigkeiten zwischen den Kommunen führen: “Sie bauen die Windräder dann vorzugsweise hinter den Hügeln vor dem Wohngebiet der Nachbargemeinde. Da frage ich immer: Warum tut ihr euch nicht zusammen? Wenn die Erträge auch in die Nachbargemeinde kommen, ist die Diskussion vielleicht schon ein bisschen anders.” Welche Erträge? Die Erträge, die der Ministerpräsident selbst in Zweifel gezogen hat? Es ist sicher, dass es in Zukunft für viele Kommunen keine Erträge geben wird und sie sich durch unsinnige Energieprojekte immer weiter verschulden werden oder verwahrlosen. Sicher ist jedoch: Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) hat Zwietracht zwischen vielen Kommunen gesät und Erfolg oder Misserfolg vom Wind abhängig gemacht.

 

Der Kampf um die Zukunft

Den hessischen Bürgerinitiativen geht es um den Erhalt der Lebensgrundlagen für alle Menschen, um die Heimat und Zukunft der Kinder und Kindeskinder, die sie bedroht sehen. Durch Mediation kann diese Bedrohung auch nicht hinweg geredet werden, weil Windkraftanlagen sehr häufig bewirken, was ein großer Teil der Bevölkerung befürchtet: Die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen. Gilt dies als ein besonders schweres Verbrechen? Sollten die Lebensgrundlagen leichtfertig in Gefahr gebracht werden, sagen die Bürgerinitiativen, frei nach Berthold Brecht, müssten: „WIR eines Tages nicht nur die Worte und Taten der Politiker bereuen, sondern auch das furchtbare Schweigen der Mehrheit.“

Deutlicher wird die hessische Landesverfassung. Schwarz auf weiß steht in Artikel 21:  Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, kann er “bei besonders schweren Verbrechen (…) zum Tode verurteilt werden”. Die Todesstrafe ist in Deutschland seit Jahrzehnten abgeschafft, Bayern hat sie per Volksentscheid 1998 aus dem Gesetzestext gestrichen, in Hessen ist bislang kein Volksentscheid geplant. In Hessen existiert diese Art der Strafmaßnahme noch.

Im Unterschied zu Bundes- und Landespolitikern können Kommunalpolitiker persönlich angeklagt und belangt werden. Aber um ihr Leben müssen sie nicht fürchten, denn kein hessischer Richter kann sich auf Artikel 21 berufen, weil das Grundgesetz die Todesstrafe längst abgeschafft hat.


Folgender Ablauf der Kundgebung ist vorgesehen:

10:45 Treffpunkt auf dem Kaiser-Friedrich-Platz gegenüber vom hessischen Staatstheater
11:00 Start der Kundgebung mit verschiedenen Sprechern
Ca. 13:00 Ende der Kundgebung (Luftballons aufsteigen lassen!)

…nach Abschluss der Kundgebung ist der Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem Schlossplatz möglich.

Alle weiteren Informationen über Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Kontaktadressen usw. gibt es
HIER: Einladung zur Demo

 

Die Zeichnungen comic-hessenland stammen von Daniel Niedick, www.dn-grafik.de
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Ruhrkultour Leseempfehlung:

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Erst ab November im Buchhandel!

Die Energiewende soll unser Klima retten – doch sie zerstört die Natur und die letzten halbwegs unberührten Landschaften. Flächendeckend wird das Land mit Windrädern vollgestellt, Vögel und Fledermäuse verenden elendiglich in den Rotoren der riesigen Windkraftwerke. Mais und Raps, großflächig als Energiepflanzen angebaut, laugen die Böden aus und zerstören die Brutstätten ohnehin gefährdeter Vogelarten.
Und der Ertrag all dieser Verwüstungen? Es bräuchte die gesamte Fläche des Saarlandes, um gerade einmal 20 % unseres Stroms durch Windkraft zu erzeugen. Dabei gäbe es einfachere Mittel, eine Energiewende zu verwirklichen: Allein die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs im Verkehr um 8 % könnte alle derzeit aktiven Windräder überflüssig machen. Ein überfälliges Debattenbuch!

 

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Eine exklusive Dokumentation im Ersten: Der Kampf um die Windräder

Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche
„Exclusiv im Ersten“ am 1. August 2016, 21:45 Uhr in Das Erste / Eine Recherche von „Report Mainz“

In der ARD-Mediathek ist das Video bis 01.08.2017 verfügbar.

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1998 – 2016 Was ist vom Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung geblieben?

Im Jahr 1998, als der Bestand an Windkraftanlagen weniger als ein Viertel des heutigen Bestandes betrug, der Durchmesser neu errichteter Windkraftanlagen meist unter 50 Meter lag, einige Windräder aber schon 120 Meter hoch waren, entschieden sich mehr als 100 Hochschullehrer und Schriftsteller, gegen gegen den Ausbau der industriellen Windenergienutzung zu protestieren. Sie verfassten das “Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland” und stellten es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Die Unterzeichner richteten ihre Warnungen an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

Heute, nach 18 Jahren, wissen wir, dass sich der öko-industrielle Komplex nicht im geringsten für die negativen Folgen des forcierten Ausbaus von Windkraftanlagen interessiert. Selbst technisch kaum lösbare Probleme wie die Speicherung und Finanzierbarkeit des Zufallsstroms werden nicht diskutiert. Konzernbosse, auch die von Energie-Konzernen, unterschätzten das aggressive Potenzial der Grünen, der im Grunde deutschnationalen grünen Weltverbesserer, die Deutschland partout als Vorreiter in der Welt sehen wollen. Das Potenzial hat sich als eine explosive, zerstörerische Mischung aus Ideologie, Inkompetenz, Selbstüberschätzung, Macht- und Geldgier erwiesen. Zur Zerstörung der Umwelt kommt die Zerstörung einer funktionierenden Stromversorgung hinzu, die in der Deindustrialisierung Deutschlands und damit beim Verlust des Wohlstands münden wird. Die Deindustrialisierung ist bereits im Gange.

Die Ignoranz betrifft die Zerstörung der Landschaft ebenso wie die Gefährdung der Gesundheit, den Raubbau an Ressourcen, den Massentod von Zugvögeln, Greifvögeln und Fledermäusen, den Infraschall, das Entsorgungsproblem oder auch die ökologische Wüste, die von der Windindustrie außerhalb Deutschlands, in den Abbaugebieten von Neodym hinterlassen wird. Eon-Chef Teyssen sagte: “Ich glaube, die Atomlobby ist gegen das, was da läuft, ein reiner Mädchenchor gewesen.”

Das Darmstädter Manifest zeigt, dass offenbar nicht nur die Atomlobby ein Mädchenchor gewesen ist. Die Argumente der Windkraftgegner sind inzwischen durch glaubwürdige Quellen belegbar, aber ihr Chor ist zu sanft, wie der Rückblick auf 1998 zeigt. Das Darmstädter Manifest hat vor den Folgen der ständig wachsenden Zahl von Windkraftanlagen gewarnt. Ihre Zahl hat sich inzwischen mehr als vervierfacht. Die Unterzeichner kritisierten:

  • Die fortschreitende Zerstörung der Landschaft und des kulturhistorisch gewachsenen
    Erscheinungsbildes im Umfeld von Städten und Dörfern,
  • unzumutbare Belastungen für die Menschen,
  • große Immobilienwertverluste,
  • die Gefährdung der Tierwelt,
  • die Förderung einer Technologie, die für Energieversorgung, Ressourcenschonung und Klimaschutz völlig bedeutungslos ist,
  • die Vergeudung öffentlicher Fördermittel, die “wesentlich wirksamer zur Effizienzsteigerung der Kraftwerke, zum rationellen Energieverbrauch und zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung im Energiebereich eingesetzt” werden könnten.

Die Unterzeichner forderten, dass der “Windkrafttechnologie alle direkten und indirekten Subventionen
entzogen werden” müssen. “Da wir zu dieser verhängnisvollen Entwicklung nicht mehr schweigen dürfen, wollen wir mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland an die Öffentlichkeit treten und wenden uns vor allem an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

“Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland”, 1998

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1998 gab es in Deutschland 6.205 Windkraftanlagen

Der Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland begann 1982 mit der Errichtung der ersten privaten netzgekoppelten Windenergieanlage (WEA) von Dietrich Koch in Mettingen, eine 20 kW-Anlage. Der eigentliche Boom der Windenergie erfolgte jedoch erst ab 1991. Die Grundlage für die positive Entwicklung der Windenergienutzung in Deutschland bildete das unter der CDU/FDP Regierung, mit breiter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien, verabschiedete Stromeinspeisungsgesetz (StrEG). Es verpflichtete die Stromkonzerne zur Aufnahme des sauberen Stroms aus erneuerbaren Energien und schrieb für Windstrom eine Mindestvergütung von 90% „des Durchschnittserlöses je Kilowattstunde aus der Stromabgabe von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) an alle Letztverbraucher“ vor.

Windkraftindustrie 2010 vor dem Kollaps?

2010 befand sich der deutsche Markt für Onshore-Windkraftanlagen nach Angaben des Bundesverband Windenergie (BWE) wieder auf dem Niveau von 1999. Als Grund für den Einbruch des Onshore-Marktes nannte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Spätfolgen der Finanzkrise für Großprojekte und Unsicherheiten bei Netzanforderungen an Windenergieanlagen. Hinzu kam nach Ansicht des BWE, dass trotz neuer Flächenausweisungen in einigen Bundesländern die Räume für Neuanlagen weiter beschnitten würden und Abstandsregelungen und Höhenbegrenzungen einen effizienten Ausbau der Windenergie an Land verhinderten.

Trotz der inzwischen 21.000 Windenergieanlagen waren 2010 deren Erträge nach Zahlen des BWE die schlechtesten seit mindestens 17 Jahren. Windjahre 1993 bis 2010Die Daten beruhen auf den Ertragsmeldungen von Windenergieanlagen-Betreibern. Die Gründe sind laut heise.de unklar. Dafür kommen Netzprobleme, technisch bedingte Stillstände, Abschaltungen wegen Netzüberlastung und zu wenig Wind in Frage, Aufschlüsse darüber gibt es laut heise.de allerdings nicht.

BWE und VDMA hätten jedenfalls die Gelegenheit genutzt, einen Umbau der europäischen Netze für die Integration der erneuerbaren Energieträger zu fordern, berichtet heise.de am 26.01.2011. Außerdem hätten sie ausdrücklich vor der von der Bundesregierung über die vom deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger betriebene Harmonisierung der Fördersysteme in der Union gewarnt (Werden Kohlekraftwerke unrentabel?).

Fukushima – die Rettung der Windindustrie?

Am 11.03.2011 kam der Windindustrie der rettende Zufall zu Hilfe: Ein Tsunami zerstörte ein japanisches Kernkraftwerk. Dies war der Anlass für ein propagandistisches Meisterwerk der Öko-Industrie und ihrer Lobby. Sie starteten mit Unterstützung grüner Politiker ein wahres Trommelfeuer gegen die Risiken und die angebliche Unbeherrschbarkeit der Kernenergie. Der Propagandaflut musste ein großer Teil der Bevölkerung mit ohnmächtiger Wut zusehen, oder er erlag ihr.

roth_fukushimaVor Lügen schreckten fanatisierte Kernkraftgegner und die Windkraft-Lobby nicht zurück. 16.000 Tote seien durch den Unfall des Kernkraftwerks in Fukushima zu beklagen, behauptete Claudia Roth sogar noch 2013, obwohl ihr bekannt gewesen sein dürfte, dass kein einziger Mensch durch den Unfall des Kernkraftwerks, sondern durch einen gigantischen Tsunami ums Leben gekommen war.

Die Unwahrheit wurde über die Medien verbreitet, die zu einem großen Teil immer noch durch Tschernobyl verängstigte Bevölkerung fiel auf Claudia Roth herein, die ihre falsche Behauptung bis Heute nicht widerrufen hat. Am 30. Juni 2011 trug die Öko-Industrie den (vorläufig) endgültigen Sieg über die Bundeskanzlerin und die Bevölkerung davon: Der Bundestag beschloss in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit (513 Stimmen) das „13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“, das die Beendigung der Kernenergienutzung und Beschleunigung der Energiewende regelt.

Ende 2015 gab es in Deutschland 26.494 Windkraftanlagen.

Statista_Onshore_Windenergieanlagen_in_Deutschland_2000_bis_2015Seit dem Darmstädter Manifest sind 20.000 Windkraftindustrieanlagen hinzu gekommen. Sämtliche Warnungen von Fachleuten wie von Geschädigten über die negativen Folgen der immer höher, inzwischen bis auf 230 Meter gewachsenen Windkraftindustrieanlagen wurden in den letzten 18 Jahren von der Öko-Lobby ignoriert. Es ist dieser Lobby tatsächlich gelungen, große Bereiche der Landschaft und die Lebensqualität nachhaltig zu ruinieren und den Prozess der Zerstörung mit Unterstützung durch die an der Regierung beteiligten Parteien kaum behindert fortsetzen zu dürfen. Droht dem öko-industriellen Komplex irgendeine Einschränkung, ist das Geschrei riesengroß.

Er besteht auf Subventionierung ihres Geschäfts, jährlich derzeit etwa 25 Milliarden Euro. Eine der Kernaussagen des Manifestes: “Es wird eine Technologie gefördert, ohne deren Wirksamkeit und Folgen hinreichend abzuschätzen”, charakterisiert die rücksichtslose Marschroute des öko-industriellen Komplexes noch Heute. Um Klimawandel und Reduzierung der CO2-Emissionen geht es dem öko-industriellen Komplex nicht, sondern um die finanzielle Unterstützung eines Wirtschaftszweiges, der die Ideologie erfolgreich als Stilmittel nutzt, um sich als neue “Schlüsselindustrie” zu etablieren. NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der sich als “Klimaschutzminister” titulieren lässt, sagt: “Die Windenergie ist eine Schlüsselindustrie in NRW und schafft wirtschaftliches Wachstum.” Durch diese neue “Schlüsselindustrie” ist der Prozess der Deindustrialisierung nicht aufzuhalten, denn Windkraft- und auch Photovoltaik-Anlagen können Chinesen schneller und billiger bauen.

Der NRW-Umweltminister hält Proteste, die gegen den Windkraft-Ausbau gerichtet sind, für Einzelfälle. Er benennt “Sorgen um den Wertverlust des Hauses in der Nähe einer Windkraftanlage, die Sorgen vor Belästigung durch Lärm oder Schlagschatten”, aber die seien meist lösbar, sagt er. Kein Protest, keine Unterschriftenaktion, nichts kann ihn von seiner Meinung abbringen: “Die Mehrheit der Menschen in NRW trägt die Entscheidung, die Energiewende dezentral mit erneuerbarer Energie zu vollziehen. Kurz gesagt: Energie aus der Region für die Region. Das ist unsere Geschäftsgrundlage.”

Dass es eine dezentrale Energieversorgung im Sinne autarker Stromversorgung nicht geben kann, sondern die Energiewandler untereinander vernetzt sind, sagt er nicht. Und dass die Bevölkerung kein Geschäft mit Herrn Remmel betreibt, übergeht er ebenfalls. Herr Remmel ist der Umweltminister und durch eine demokratische Wahl zum Amtsinhaber geworden, somit der Bevölkerung gegenüber verantwortlich, er ist nicht ihr Geschäftspartner. Folgt man aber Herrn Remmels Denkschema, dann fehlt dem Remmel-Geschäft auf jeden Fall die Unterschrift des Geschäftspartners. Somit wäre das Geschäft ungültig.

Der Widerstand gegen den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen wächst, aber er ist den anti-atomkraft-kampferprobten, inzwischen etablierten Grünen vielleicht lästig, motiviert sie aber nicht, den Weg des Windwahns zu verlassen. Der Widerstand ist einfach viel zu leise. Noch immer.

Das Darmstädter Manifest ist fast in Vergessenheit geraten, aber es gehört zu den wichtigen Dokumenten, die Generationen nach uns belegen werden, dass das Wissen von Fachleuten und Hochschullehrern in einer geschichtlich bedeutenden Phase um die Jahrtausendwende nichts gegen die geballte Macht einer gierig-dumpfen Öko- und Klimaschutz-Religion ausreichte, um den ökologischen, sozialen und finanziellen Niedergang Deutschlands zu verhindern.

Faina Faruz

http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

Grafik: http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

 

Quellen:

  • http://www.bund-lemgo.de/download/zahlen-fakten-windenergie-bwe-info.pdf
  • http://www.heise.de/tp/news/Weniger-Windenergie-2010-2115026.html
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Niemals würden gewählte Volksvertreter die Gesundheit ihrer Wähler gefährden!

Vom Trinkwasser und Zufallsstromerzeuger mit einem nicht genehmigten Fundament in Ulrichstein.

Eine unglaubliche Geschichte spielt sich im “windwahnsinnigen Ulrichstein” ab, berichtet Hermann Dirr auf seiner Homepage am 12. September 2015: Eine Windkraftanlage mit nicht genehmigtem Fundament gefährdet das Trinkwasser in Ulrichstein.

Jede Windkraftanlage braucht ein Fundament. Für eine Anlage, die in Ulrichstein gebaut werden soll, war ein 3,65 Meter tiefes Flachfundament beantragt und genehmigt worden. Ulrichstein ist eine kleine Stadt im Vogelsbergkreis in Hessen, mit rund 3100 Einwohnern, und ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Eigenmächtig hat offensichtlich das Unternehmen hessenEnergie, Projektierer und Bauleiter der Anlage, die Auflage umgangen, um ein genügend tragfähiges Fundament zu schaffen. Mit insgesamt 161, je 13 Meter tiefen Rüttelstopfbohrungen wurden die Wasser sperrenden Schichten durchstoßen. Dies habe zur Folge gehabt, berichtet Hermann Dirr, dass statt 50.000 Liter Wasser pro Stunde (1998) nach den Baumaßnahmen 2013 nur noch 60 Liter Wasser pro Stunde flossen. Dass Gutachter, die behaupten, es gäbe keine hydraulischen Zusammenhänge, von den Bürgern für befangen gehalten werden, ist in diesem Zusammenhang nicht verwunderlich.

Die Anlage befindet sich genau an der Grenze einer Trinkwasserschutzzone III und II. Es sei absehbar, sagt Hermann Dirr, bis sich Keime an den Rüttelstopfbohrungen entlang bis in Trinkwasser gelangen. Das brauche nur eine gewisse Zeit. “Genau diese Art des Fundamentes sind in Trinkwasserschutzzonen offensichtlich nicht genehmigungsfähig.”

Haben in Ulrichstein Skandale Tradition?

Ulrichstein_keine_Ruecksicht_auf_NaturVerwundert ist Hermann Dirr nicht über diesen Skandal, denn Ulrichstein habe mit Skandalen eine gewisse Tradition: “Da hat der ehemalige Bürgermeister Erwin Horst schon zu seinen Amtszeiten den Tourismus in Hessens höchstgelegenen Bergstädtchen platt gemacht und aus der Windwahnkaderschmiede Freiensteinau (original Worte des ehemaligen Freiensteinauer Bürgermeister Friedel Kopp) in Edwin Schneider einen würdigen Nachfolger gefunden.” Auch der neue Bürgermeister handle offensichtlich nach dem Motto, “zerstören was man zerstören kann, Hauptsache der Stromkunde schweigt und zahlt.”

Hermann Dirr: “Ja, Herr Schneider, sie haben das Vertrauen ihrer Wähler und der anderen Ulrichsteiner Bürger zerstört. Sie zerstören unsere Landschaften der Gewinnsucht wegen. Sie prahlen mit 900.000 Euro Gewinn, neuerdings runden Sie sogar einfach diesen Betrag auf eine Million Euro aus der Windkraft auf und schießen einen Bock nach dem anderen (Abwasser). Sie kommen Ulrichstein teuer zu stehen, Herr Bürgermeister Schneider, nun kommen neue Kosten auf Ulrichstein zu, warum?”

Kann die hessenEnergie Stromlieferungen aus ihren WKAs sicherstellen?

Die Wähler aus Ulrichstein werfen dem Bürgermeister vor, mit der Natur und den Landschaften nichts im Sinn zu haben und gegenüber den Belangen der Bürger gleichgültig zu sein. Hermann Dirr: “Woher stammen eigentlich die Einnahmen aus der Windkraft? Schauen Sie sich Ihre Ulrichsteiner Bürger einmal an, und schauen Sie Ihnen vor allen Dingen in die Augen. Das sind die Menschen, denen Sie angeblich großzügig 50 Cent Abwassergebühr erlassen und gleichzeitig hunderte Euro über das EEG aus der Tasche ziehen.”

Die Bürger haben berechtigte Fragen. Sie wissen, dass ihre Bürgermeister die Stromlieferung aus den Windkraftanlagen sicher stellen kann. Was geschieht, wenn diese wegen Windmangels keinen Strom liefern können? Sollen dann die Energiekonzerne einspringen?

Zerstörung statt Entwicklung?

Touristikentwicklung_VB_1993_2013Der damalige Bürgermeister habe die ehemals wichtigste Einnahmequelle der Stadt vernichtet, sagt Hermann Dirr. Die Übernachtungszahlen seien von 99.000 im Jahr 1993 auf 9.000 Übernachtungen im Jahr 2013 zurück gegangen. Jetzt werde auch noch die Gesundheit der Bürger in Ulrichstein durch verunreinigtes Trinkwasser aufs Spiel gesetzt. Wer nicht blind sei, sollte die Parallelen zu den Übernachtungszahlen erkennen können, meint Hermann Dirr. Auffallend sei, dass bei den Vogelsbergern Gemeinden nur Ulrichstein die Massen an Touristen verliert.

Was passiert nun mit einer ungenehmigten Bauausführung im Regierungspräsidium Gießen?

Mit der ungenehmigten Bauausführung werde gar nichts passieren, vermutet Hermann Dirr. Die Gesundheit der Bevölkerung habe sich das Regierungspräsidium nicht gerade auf die Fahnen geschrieben. Das erinnere stark an Woolrec und den kleinen Ort Tiefenbach. Was könne man von einer Genehmigungsbehörde auch erwarten, wo Gutachter, wie im Fall woolrec, selbst Mitinhaber einer Firma sind, deren Produkt er begutachten soll?

“In einer Genehmigungsbehörde, wo ein Rechtsanwalt der EEG Profiteure ein und aus geht. Wo dieser Rechtsanwalt von den potentiellen Profiteuren der Windkraft bei Begrüßungen herzlich umarmt wird. So langsam gehen mir die Augen auf was hier im Regierungsbezirk Gießen gespielt wird. Da wird unseres letzte verbliebene an Natur den EEG-Profitgeiern verhökert.”

Da werde von den Gemeinden und der OVAG ein “Lobby-Rechtsanwalt aus Wettenberg” engagiert, um die Gier der Gemeinden nach EEG-Millionen durchzusetzen, wodurch der Bevölkerung die Landschaft zerstört werde. “Das Schlimme daran, die Bevölkerung muss diesen, sich den Gemeinden anbiedernden Rechtsanwalt auch noch selbst bezahlen.”

Hermann Dirr: “Wo ich gerade Wettenberg schreibe, fällt mir sofort der Parteigenosse (SPD) dieses Rechtsanwaltes ein, der ehemalige Bürgermeister und noch Mitglied der Regionalversammlung Gerhard Schmidt, ein. Er fiel mir mehrfach bei den EULI Sitzungen auf, wie er darauf drängte, doch auf den goldnen Steinrück (Windindustriegebiet in Ulrichstein-Helpershain mit 25 WKAs 60 Meter hoch) ein Repowering zuzulassen.” (Anm.: Ausschusses für Energie, Umwelt, Ländlicher Raum und Infrastruktur (EULI) der Regionalversammlung Mittelhessen)

“Wo wohnen eigentlich die Mitglieder der Regionalversammlung?” fragt Hermann Dirr. Im Vogelsberg?

Die Wohnorte der Mitglieder der Regionalversammlung sind ein Beispiel für das bekannte NIMBY-Verhalten der Windkraftbefürworter: Windkraft ja, aber nicht vor meiner Tür. Auf der Homepage von Hermann sind die Wohnorte der Mitglieder der Regionalversammlung in einer Karte angezeigt. Die Sterne stellen je eine Windkraftanlage im Vogelsberg dar. Die farbigen Marker sind laut Hermann Dirr die Wohnorte der Regionalversammlungsmitglieder.

Die Sache mit Gutachten

Die Lauterbacher Zeitung (LAZ) berichtet, dass der Geschäftsführer der hessenEnergie, Dr. Hans-Peter Frank, auf ein Fachgutachten verweist, das keine hydraulische Verbindung zwischen dem Standort der Windkraftanlage und dem verunreinigten Brunnen feststellen konnte. Die Bürger stellen sich Fragen:

  • Wie sachkundig ist der Sachverständige?
  • Wer hat den Auftrag zu dem Fachgutachten gegeben?
  • Wer hat es bezahlt?
  • Warum wurde das Fachgutachten von der Gemeinde Ulrichstein geheim gehalten?
  • Warum hat die Stadt Ulrichstein nicht selbst ein Gutachten in Auftrag gegeben, als festgestellt wurde, dass nach dem Bau der Windkraftanlage in der Trinkwasserschutzzone der Brunnen fast versiegt war, schon allein, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden?
  • Warum wurde die Bevölkerung bei der letzten Bürgerversammlung nicht darüber informiert?
  • Warum wurde einem Mitglied der BI Gegenwind Vogelsberg das Wort entzogen, mit dem Hinweis, seine Sorgen um das Trinkwasser, seien nicht Thema der Bürgerversammlung?
  • Werden die Ängste der Bürger im Rathaus nicht ernst genommen?

Dass man mit den Bürgern so nicht umgehen darf, hat sich in vielen Gemeinden noch nicht herumgesprochen. Wenn die Bürger erst Gerichte bemühen müssen, um zu ihrem Recht zu kommen, dann wird der Verdacht, dass die Stärke einer Gemeinde beim Abkassieren von Gebühren liegt, zur Gewissheit.

Im Detail

Dr. Hans-Peter Frank (hessenEnergie) behauptet, die Annahme, es habe keine Genehmigung zum Bau von Rüttelstopfsäulen gegeben, sei falsch. Dies berichtete der Lauterbacher Anzeiger (LAZ), zitiert aber auch Gabriele Fischer (RP Gießen), die betont, dass für die vom Betreiber gewählte Fundamentierung keine wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung vorlag. Die Anlagenerrichtung sei nicht durch die Genehmigung abgedeckt ist. Eine Genehmigung hätte nur gegolten für einen Eingriff bis in eine Tiefe von 3,65 Meter unter Geländeoberkante. Der RP Gießen habe von der Abweichung erst nachträglich erfahren und infolge dessen geprüft, das Windrad stillzulegen, da es nicht genehmigungskonform gebaut worden sei.

Was kommt nun? Eine Aufforderung den Schwarzbau zurückzubauen und den Originalzustand wieder herzustellen? Nein. Der Betreiber wird offenbar eine Gelegenheit zur Nachbesserung der nichtgenehmigungsfähigen Anlage (Schwarzbau)  eingeräumt: Er sei inzwischen aufgefordert worden, einen Änderungsgenehmigungsantrag zu stellen, der der jetzigen Anlage entspricht. Eine Genehmigungsfähigkeit komme jedoch nur in Betracht, wenn das Wasserschutzgebiet aufgehoben und an einer anderen Stelle eine gesicherte Trinkwasserversorgung gewährleistet wird.

Wenn ein Privatmann einen nicht genehmigten Anbau errichtet, muss er ihn wieder beseitigen. Hermann Dirr: “Die EEG-Abschöpfer Bohn, OVAG und Co, dürfen die nicht genehmigungsfähige Anlage stehen lassen?” Und wozu dieser Aufwand? Denn selbst wenn diese Anlage die ertragreichste Anlage im Vogelsberg sein sollte, jedenfalls in Bezug auf den Strom, kann sie dennoch keine Stromlieferung garantieren. Ertragreich bleibt sie höchstens für die Profiteure.

Der Staatsanwalt kommt letztendlich zu dem Schluss, “…dass dem Betreiber kein Vorsatz wegen unerlaubten Betreibens von Anlagen nachzuweisen ist.” Hermann Dirr: “Aber genau das, Vorsatz, muss den Planern und Betreibern dieser Anlage unterstellt werden.” Es sei nicht davon auszugehen, dass die Projektierer und Betreiber nicht über die Bodenbeschaffenheit informiert waren. Man könne ihnen unterstellen, dass sie gezielt ein Fundament in Flachgründung beantragt haben, weil sie genau wussten, dass die Tiefgründung im Trinkwasserschutzgebiet nicht genehmigungsfähig war.

Die Stadt Ulrichstein habe es nicht für nötig gehalten, ihre Bürger zu unterrichten. Nein, Fragen dazu seien auf der letzten Bürgerversammlung in Rebgeshain rüde abgewürgt worden.

Hermann Dirr: “Dieser Bürgermeister und seine Gemeindevertreter haben offensichtlich nur eines im Sinn, an die Millionen aus dem EEG Jackpott zu kommen. Was interessiert das Volk?”

“Da fällt mir spontan die Bürgerversammlung zum Thema Windkraft in Ulrichstein ein. Der Saal voller Ulrichsteiner Bürger und vorne auf dem Podium die Profiteure und Mit-Profiteure der Windindustrie. Neben Gerd Morber (hessenEnergie) saß vor den Bürgern auch Rechtsanwalt Karpenstein dem Windwahnbürgermeister Schneider zur Seite. Ein tolles Trio, dass der Ulrichsteiner Natur und wie es sich nun heraus stellt, der Gesundheit der Bevölkerung, an den Kragen will. Wenn 204 Bürger aus dem von Windkraftanlagen am meisten betroffenen Ulrichsteiner Dorf Helpershain sich gegen weitere Windkraftanlagen wehren und der Bürgermeister, der Magistrat und die Gemeindevertreter lustig weitere Windkraftanlagen, die zu einer Umzingelung von Helpershain führen, planen, dann wird der Volkswillen mit Füßen getreten.”

Ulrichstein ist überall

Aus der Sicht der Anwohner gibt es eigentlich nur eine Lösung für die Ulrichsteiner und damit auch Vogelsberger Probleme, sagt Hermann Dirr, die Anlage muss wegen nicht genehmigter Änderungen gegenüber Genehmigungsbescheiden, zurück gebaut werden. Selbst die 13 Meter tiefen 161 Rüttelstopfbohrungen müssen wieder auf Kosten der Verursacher entfernt werden.
Dazu müssen Bürgermeister und Gemeinderäte, die unsere Natur verkaufen und unsere Gesundheit aufs Spiel setzen, aus den Ämtern entfernt werden, “ich hätte fast geschrieben: auf dem Mond geschossen werden.”

“Wer glaubt, irgendwo bliebe unser Land vor der Gier der EEG-Profiteure verschont, der irrt gewaltig.”

Juni 2015 waren über 400 weitere Windwahnanlagen allein in Hessen bei den Regierungspräsidien beantragt. Wenn diese Anlagen genehmigt werden, werden für die Großvögel in Hessen 3,8 Millionen m² neue Todeszone geschaffen – für eine Stromgewinnung die auf das Zufallsprinzip besteht.

letzte Aktualisierung von Hermann Dirr: 12 Sep 2015 um 13:02
Trinkwasser gefährdet durch Zufallsstromerzeuger

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Herrscht Energiewende-Stellungskrieg in Deutschland?

In der Antwort auf eine FDP-Anfrage im Landtag bestätigte NRW-Umweltminister Johannes Remmel, dass es “vereinzelte Proteste” gebe. Er verlangte jedoch von den Städten und Gemeinden in NRW trotz aller Widerstände weiter eine „offensive Windkraftplanung“ zu betreiben.

  1. Der Umweltminister beruft sich auf Recht und Gesetz.
  2. Der Umweltminister beruft sich außerdem auf deutschlandweite Umfragen, denen zufolge eine große Mehrheit (92 %) die Nutzung und den Ausbau Erneuerbarer Energien insgesamt für wichtig halte.
  3. Den Widerstand gegen den Ausbau von Windkraftanlagen hält eine von der Energieagentur NRW herausgegebene Broschüre deshalb für unsachlich und fremdgesteuert (“Ein direkter Eingriff in das persönliche Lebensumfeld liegt meist nicht vor”).
    Er sei ein psychologisches Phänomen, das wesentlich dadurch entstehe, dass die Bürger den Planungs- und Umsetzungsprozess nicht als gerecht und fair empfinden. Die Fachleute (auf Seiten der Verwaltung) müsse den Bürgern das Gefühl der Fremdbestimmung nehmen. Denn sie, die Fachleute, verfügten über “berechnete Folgenabschätzungen”, während die Bürger als “lokal Betroffene” die Risiken subjektiv wahrnehmen. Man müsse ihnen Einblicke in die Entscheidungsfindung großer Bauprojekte gewähren.
    Im Selbstverständnis von Bürokraten in den Verwaltungen gilt dies als “Partizipation” (Teilhabe) an Vorhabenentwicklungen und am Planungsverfahren, die dadurch erfüllt wird, dass die Bürger “mitgenommen” werden.

So liest sich denn auch die Broschüre “Windenergievorhaben und Akzeptanz. Bürgerbeteiligung am Planungsverfahren als integratives Projektmanagement” der Energieagentur NRW, die sich als Leitfaden in erster Linie an Planungsbehörden auf kommunaler Ebene richtet. Auf 32 Seiten erfahren die Behörden, wie widerspenstige Bürger vor Ort pazifiziert und zur Anpassung motiviert und wie die von den Regierungen beschlossenen Ziele umgesetzt werden können. Es wird ihnen empfohlen, “die Möglichkeiten der vorgetragenen Bedenken konstruktiv zu nutzen und so die Umsetzungschancen des Projekts zu steigern.”

“Entscheidend ist, dass die Betroffenen eine „Zumutung“ akzeptieren, deren Akzeptabilität durch eine demokratisch legitimierte Entscheidungsfindung zustande gekommen ist.”

Der Hinweis auf die Umfrageergebnisse erübrigt sich eigentlich, denn die Entscheidung der Regierungen gilt ja als demokratisch, das heißt durch Wahlergebnisse legitimiert. Partizipation erhält so eine besondere, einzigartige Bedeutung, die in der Regel bei mündigen Bürgern auf wenig Akzeptanz stößt. “Die Beteiligung der Öffentlichkeit in großen Planungsvorhaben ist eine Managementaufgabe: Sie muss richtig geplant, organisiert und gesteuert werden”, heißt es in der Broschüre. Vielleicht geht die Rechnung der Behörden kurzfristig auf, aber wie lange? Lassen sich die optischen Beeinträchtigungen durch Windkraftanlagen wegdiskutieren? Verliert der Infraschall durch Einsicht in die Planungsvorhaben seine gesundheitsschädigende Wirkung? Werden die Verluste durch Windkraftanlagen für die Gemeinden zu Gewinnen, wenn Behörden den Bürgern bei der Planung zuhören? Lassen sich Touristen überzeugen, den Lärm als beruhigendes Meeresrauschen zu empfinden, zurückholen? Und schließlich: Wie wird sich das soziale Miteinander in den Kommunen in den nächsten Jahrzehnten entwickeln, wenn sich die gesamte Energiewende als Lug und Trug herausstellen würde?

Zehntausende von engagierten Gegnern der flächendeckenden Industrialisierung Deutschlands, in über 700 Bürgerinitiativen organisiert, wissen dass die Propaganda der Ökoindustrie nicht hält, was sie verspricht.

Bürgerinitiative Windflut Elpe

Die Bürgerinitiative Windflut Elpe schätzt den weiteren Ausbau der Windkraft als grob fahrlässig ein. Er laufe “allen Dimensionen des Zieldreiecks: Umweltverträglichkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit – zuwider.” Den “lieben Politikern” der Stadt Olsberg erklärt sie, dass unter diesen Voraussetzungen niemals eine Akzeptanz für das geplante Großindustriegebiet zur Erzeugung von hoch subventioniertem “Flatterstrom” bei den Bürgern in Elpe geschaffen werde.

Elpe ist ein Stadtteil und Ort der Stadt Olsberg im Sauerland, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen. Ein kleiner Ort mit rund 550 Einwohnern. Aber ein großes Beispiel dafür, dass auch das Kommunikationsmanagement von Behörden keinen Erfolg haben wird, wenn sie auf selbstbewusste, umfassend informierte und sachkundige Bürger treffen, Bürger, ohne die es keine Demokratie gäbe.

 

Ein Gastbeitrag der “Bürgerinitiative Windflut Elpe”
Veröffentlicht in: Bürgerinitiative Windflut Elpe

Herrscht Energiewende-Stellungskrieg in Deutschland?

Taucht man irgendwo mit technischen, ökonomischen, medizinischen oder ökologischen Argumenten in der Öffentlichkeit zum Thema Energiewende auf, passiert Folgendes: reflexartig wird man als kleinbürgerlicher Nimby, Esoteriker, Atomkraftlobbyist und als ebensolcher Naturzerstörer wegen des Braunkohleabbaus abgestempelt.
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Zuletzt wird dann die erdrückende “Klimakeule” geschwungen. Dann wird kräftig polemisiert oder beschimpft – eine ideologische Diskussion mit voller Breitseite ist entfacht. Danach ziehen sich alle wieder in ihre “Gräben” zurück und warten auf den nächsten Tag …

Im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren von Windrädern schreibt der Sauerländer Heimatbund: “(…), wie wir überhaupt in den Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern festgestellt haben, dass in dieser gesellschaftlichen Auseinandersetzung keine „Waffengleichheit“ besteht: das Fachchinesisch der staatlichen Planungsbürokratie in diesem Verfahren zu entkräften oder sich gegen die „Feldzüge“ der Windkraftlobby mit ihren finanziellen Ressourcen durchzusetzen ist dem Normalverbraucher schier unmöglich.”

Die Energiewende wurde uns Deutschen als “Öko”-Alternative verkauft. Monatlich eine Kugel Eis sollte uns dieses “Wunder” schmackhaft machen. Jetzt essen alle Stromkunden die Eiskarte rauf und runter, bis ihnen schlecht wird. Aber wo ist die Energiewende?

Wir Kritiker argumentieren: mit der jetzigen Umsetzung wird das “Wunder” niemals stattfinden (aktuell 50 Windflut-Beiträge).
Wir werden dann in unserer Freizeit nach Alternativen zu dieser Alternativlosigkeit befragt. Wir geben gerne Antworten, zum Beispiel: Wenn wir im Verkehrssektor nur 8%* unserer Kraftstoffe einsparen würden, müsste unsere Natur nicht weiter mit Windmühlen industriell skaliert werden. Die dann fehlenden 1,2%* Strom liefern uns die neuen, effizienten Gaskraftwerke, die zur Zeit nutzlos herumstehen und (auf unsere Kosten = noch mehr Eiskugeln) aufgrund verfehlter Energiepolitik abgeschaltet werden.

… *hier die Berechnung als PDF von der Universität Heidelberg (05.02.2015)

Wir teilen soweit alle Argumente, bis auf die Ausführungen zu Agora-Energiewende.
… die Gründe finden Sie hier

Hier noch weitere Alternativen für Wähler und Politiker:
– jagt die Ideologen aus ihren Ämtern und Umweltverbänden
– gebt den Windkraft-Lobbyisten kein Gehör mehr
– schafft das EEG ab – steckt dieses viele Geld in sinnvolle Forschung und Entwicklung
– gebt Anreize, Ressourcen zu schonen – in allen Bereichen
– gebt Anreize und fordert mehr Energieeffizienz
– verpflichtet die Industrie, ihren Energiewende-Beitrag zu leisten
– schaltet die modernen Gaskraftwerke an und nicht ab

Ebenso eine Strategieempfehlung an unsere heimische Hochsauerland Energie GmbH mit ihren Gewinnabführungsverträgen an die beteiligten Kommunen Olsberg, Bestwig und Meschede: steckt in einem authentischen Marketing zukünftig nicht viel mehr Kundenpotenzial als in diesem “Blutstrom“?

Wir sind keine “Wutbürger” sondern gut informierte, einfache Menschen. Viele kleine Familien mit Kindern, die ihre Heimat lieben. Aber in der Öffentlichkeit werden wir für etwas beschimpft, wofür wir nicht die Verantwortung zu tragen haben. Das ist eine Schande, die jeden Tag in Deutschland stattfindet!

Alle profitierenden Akteure sowie Ideologen stecken in diesen “Gräben” und keiner will für diesen irrsinnigen Stellungskrieg verantwortlich sein. Hauptsache es gibt reichlich “Nachschub”: Subventionskapitalismus auf Kosten der “kleinen” Stromkunden, das ist zutiefst unsozial und schreit nach Widerstand!

Zuerst veröffentlicht: Bürgerinitiative Windflut Elpe

 

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Flugzeugabsturz mit Todesfolge im Kaufunger Wald – nach Kollision mit Windmessmast?

Ein Kleinflugzeug stürzte am Karfreitag, 03.04.2015, im Kaufunger Wald zwischen Nieste und Kleinalmerode in der Nähe der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze bei dichtem Nebel und Schneefall in einem unwegsamen und schwer zugänglichen Teil des Waldes ab, der Pilot kam ums Leben.

Nach Angaben des Sprechers der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), Germout Freitag, war die Untersuchung vor Ort einen Tag später, am Samstag, 04.04., abgeschlossen. Es werde allerdings sechs bis acht Wochen dauern, sagte der Sprecher, bis es einen ersten Zwischenbericht über die Ursache des Absturzes geben werde. Dies berichtete am selben Tag, um 17:45 Uhr, die HNA.de, ein Portal der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA).

Bereits drei Tage später, am 07.04., steht allerdings für die BFU fest: “An der Maschine war alles in Ordnung”. Der Sprecher sagte weiterhin, dass die Überreste der Piper-Maschine deshalb nicht zur Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung nach Braunschweig gebracht, sondern verschrottet werde. Eine Untersuchung finde nur statt, “wenn wir keine Idee für den Grund des Absturzes haben.“ Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat die Obduktion der Leiche des 67-jährigen Piloten angeordnet, das Ergebnis werde voraussichtlich in einigen Tagen vorliegen, sagte der Behördensprecher auf Anfrage.

Es wird schnell Gras über die Sache wachsen: Maschine intakt, schlechtes Wetter – der Pilot war schuld.

Flugzeuabsturz bei Nieste: Pilot tot

Wären da nicht ein paar Ungereimtheiten und Fragen, die niemand beantworten will.

In der Nähe des Absturzortes wohnt Klaus J., der die Gegend um den Absturzort sehr genau kennt. Er weiß, dass in unmittelbarer Nähe der Absturzstelle ein Windmessmast steht, der bei Nebel bzw. Schneefall unsichtbar sei. Er stellte sich die Frage, wodurch der Flugzeugabsturz verursacht worden sein könnte: “Könnte es sein, dass das Flugzeug bei schlechter Sicht den Windmessmast touchiert hat?”

Beim Absturz herrschte dichter Schneefall und Nebel. Knapp eine Stunde nach dem Start hatte nach Zeitungsberichten eine groß angelegte Suchaktion begonnen, Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei aus Göttingen und Nordhessen hätten zusammen mit etwa 100 Kräften der Freiwilligen Feuerwehren aus den Kreisen Göttingen, Werra-Meißner und Kassel nach dem Flugzeug gesucht. Fußspuren seien auch zwei Tage nach dem Unfall überall zu sehen gewesen, sagt Klaus J., der sich vor Ort umgesehen hat, aber nicht am Messmast:

– “Am Windmessmast selbst und in seiner Umgebung scheinen keine Recherchen unternommen worden zu sein, denn es fehlen Fuß- und Autospuren im Schnee. Es scheinen also die Ermittlungsbehörden diese Ursache für den Unfall noch nichtmal in Erwägung gezogen zu haben.”

– “Auffallend ist auch, dass ich keine Tragflächenteile an der Absturzstelle vorfinden konnte. Es liegen dort nur der Rumpf mit Leitwerk und das abgerissene Cockpit. Auch der Propeller liegt dort. Und natürlich jede Menge Papierkram und der abgerissene linke Schuh des Piloten. – Der hatte jedenfalls keine Chance und muss sofort tot gewesen sein.”

Klaus J. schrieb am Dienstag, 07.04., einen Kommentar zum HNA-Beitrag (Überschrift:  “Ermittler: Verunglücktes Flugzeug war technisch intakt”). Der Kommentar wurde gelöscht, die Kommentarfunktion deaktiviert. Die “Welt” hat jedoch seine Fragen veröffentlicht:

  • “Was ist mit dem Windmessmast in unmittelbarer Nähe?
  • Könnte es nicht sein, dass das Flugzeug bei schlechter Sicht den Windmessmast oder seine Abspannung touchiert hat?
  • Ist das Kartenmaterial immer aktuell?
  • Ist der immerhin 120m hohe, kürzlich aufgestellte Windmessmast im Kartenmaterial verzeichnet?
  • Warum ist das Flugzeug aus südlicher Richtung in den Wald eingeschlagen und nicht von Westen her?
  • Am Absturzort konnte ich keine Tragflächenteile finden. Wo sind die Tragflächen hin?
  • Am Windmessmast sind keine Beschädigungen erkennbar. Tragflächenteile habe ich dort auch nicht gefunden, aber hat das was zu sagen?
  • Wie weit kann ein abgerissenes Tragflächenteil durch die Luft geschleudert werden? Der weitere Bereich ist sehr unübersichtlich.
  • Warum befinden sich um den Windmessmast herum kaum Fuß- oder Fahrspuren im Schnee, haben die Ermittlungsbehörden diese Möglichkeit als Ursache nicht mit einbezogen?”

Flugzeugabsturz_Kaufunger_Wald_030415Ein mögliches Szenario, das sich aus der Kombination der Flugrichtung, die allerdings etwas weiter nördlich, als in der Abbildung dargestellt, verliefe, einer Kollison mit dem Windmessmast und der Absturzstelle ergibt, ist das folgende: Die Tragfläche touchiert den Messmast oder das Drahtseil, der rechte Flügel wird beschädigt, der Auftrieb auf der rechten Seite ist dadurch geringer als auf der linken Seite, es folgt eine erzwungene Rechtskurve. Der Pilot hat versucht, das Flugzeug mit Querruder wieder geradeaus zu trimmen, was ihm kurzfristig gelang, aber nach einer weiteren Rechtskurve und einem Sinkflug folgte der Absturz.

Es bestehe kaum öffentliches Interesse, sagt Klaus J., “schon gar nicht, wenn dabei auch noch HSE mit dem Windmessmast als Mitverursacher dieses Unglücks in Frage kommen könnte. Es ist ja nicht auszudenken, wenn in Zukunft öfters Kleinflugzeuge auf Bergzügen von Windkraftanlagen geschreddert würden. Diese Diskussion möchte man möglichst nicht anfachen…”

Wer ist die HSE?

Der Energie- und Infrastrukturdienstleister HSE (HEAG Südhessische Energie) Regenerativ GmbH ist ein kommunales Unternehmen mit Sitz in Darmstadt. Die Konzernumsatzerlöse der HSE betrugen 2013 laut Geschäftsbericht 1,9 Milliarden Euro. Anteilseigner der HSE sind zu 93,13% die HEAG Holding AG, zu 5,12% Städte und Gemeinden.

Die HEAG Holding ist die Muttergesellschaft der HSE. Die Anteile an der HEAG halten zu 94,99 % die Stadt Darmstadt und zu 5,01 % die Sparkasse Darmstadt.

Der HSE-Konzern bezeichnet sich als einen der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister Deutschlands. Zu seinen Aufgaben gehören die regenerative Energieerzeugung, die klassische Versorgung mit Energie und Wasser so wie der Betrieb und Bau von Netzen und “energieeffizienten” Großanlagen. “Die HEAG ist der zentrale und maßgebliche Berater der Stadt Darmstadt in allen wirtschaftlichen Angelegenheiten der Stadtwirtschaft und stellt den Mittelpunkt einer Netzwerkorganisation dar, die sich auf Kommunikation und enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligungen sowie weitergehende Optimierung der Darmstädter Stadtwirtschaft konzentriert.” (Wikipedia)


Bürgerinititiative Kaufunger Wald

Der HSE-Konzern plant den Bau von zehn Windkraftanlagen nördlich von Großalmerode im Kaufunger Wald. Dagegen kämpft die Bürgerinitiative (BI) Kaufunger Wald: „Als ausgewiesenes FFH-Gebiet ist der Kaufunger Wald einer der letzten zusammenhängenden und unzerschnittenen Naturräume der Region“, argumentiert der BI-Vorsitzende Detlef Ahlborn. Die Initiative kritisiert unter anderem, dass hier offenbar ohne Information und Beteiligung der Bürger vollendete Tatsachen geschaffen werden, obwohl „alle Träger öffentlicher Belange in der Region“ schon seit Monaten sehr genau über die Planungen für den Kaufunger Wald als Windkraftstandort informiert seien.”

Faina Faruz

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Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen, Liste NRW

In der Liste der uns bekannten Bürgerinitiativen in NRW können Sie nachschlagen, ob es in Ihrer Kommune/Region bereits Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen gibt.

► Bürgerinitiativen gegen Windkraft in NRW – Kommunen

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

 

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Hessische Bürgerinitiativen bereiten Verfassungsklage gegen Windkraft vor

Vertreter der hessischen Bürgerinitiativen gegen Windkraft und deren Verband Vernunftkraft Hessen e.V. lassen sich bei der Vorbereitung einer Verfassungsklage gegen Windkraft von Staatsrechts-Professor Dr. Michael Elicker beraten.

 

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