Strom

Der deutsche Strom war im Jahr 2016 fast zehnmal schmutziger als Frankreichs

Der deutsche Strom war nach einer neuen Analyse des Umweltprogresses (EP) fast zehnmal schmutziger als Frankreichs im Jahr 2016. Environmental Progress (EP) bezeichnet sich als eine Forschungs- und Politikorganisation. Sie ist eine kanadische Graswurzel-Bewegung, die nach eigenen Angaben “für saubere Energie- und Energiegerechtigkeit kämpft, um Natur und Wohlstand für alle zu erreichen”.

Schmutziger Strom in Deutschland, im Musterland der Erneuerbaren Energien

Environmental Progress stellt fest: “Im Jahr 2016 erzeugte Deutschland 545 Terawattstunden (TWh) Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 560 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Im Gegensatz dazu erzeugte Frankreich 530 TWh Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 58 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Bei den Kohlendioxidemissionen aus der Elektrizität bedeutet dies, dass Deutschland fast genau zehnmal so viel wie Frankreich – über 300 Millionen metrische Tonnen – ausstößt.”

Als Quelle der Analyse gibt EP die deutschen Stundensatzdaten des Fraunhofer ISE und der RTE-France am 6. Februar 2017 an. Deutschlands Gesamtemissionen seien im Jahr 2016 gestiegen, als das Land seine Kernkraftwerke geschlossen und durch Kohle und Erdgas ersetzt habe. Die Emissionen in Deutschland hätten sich verringert, wenn kein Kernkraftwerk abgeschaltet worden wäre.

Die neue Sonnen- und Windenergie habe die verlorene Kernenergie nicht ausgleichen können. EP weist darauf hin, dass darüber hinaus der Anteil des Solar- und Windstroms 2016 im Vergleich zu 2015 trotz neuer und umfangreicher Kapazitätserweiterungen gesunken sei.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD):
“Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam”

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine eigene Sicht der Dinge. Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) teilte am 25.1.2017 auf ihrer Facebookseite den Lesern mit: “Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam – jetzt geht es vor allem darum, dass Deutschland seine Spitzenposition nicht aufs Spiel setzt, sondern den Umbau der Energieversorgung konsequent vorantreibt und gleichzeitig sozialverträglich gestaltet. Und genau das wollen wir mit dem Klimaschutzplan 2050 erreichen: Er zeigt die Grundzüge für einen wirtschaftlich erfolgreichen Übergang zu einer modernen und weitgehend treibhausgasneutralen Gesellschaft bis Mitte dieses Jahrhunderts auf!”
Ihre vollständige Rede auf der der Jahrestagung des Handelsblatt zur Energiewirtschaft kann nachgelesen werden: www.bmub.bund.de/N53940

Greenpeace verteidigt das Pariser Klimaabkommen

US-Präsident Donald Trump drohe, das Pariser Klimaabkommen zu kündigen. Greenpeace ist empört. “Was heißt das für den Kampf gegen die globale Klimaüberhitzung”?, fragt die Nichtregierungsorganisation. Deren Mitgründer Patrick Moore hat bereits vor vielen Jahren Greenpeace verlassen. Sein Hauptgrund war der Wandel der Organisation von einer wissenschaftlich-analytischen zu einem politischen Lobbyverband. Greenpeace verweigert den Blick auf die Realität. Er wäre sicher geschäftsschädigend für die Spendeneinnahmen und für Greenpeace Energy, unter dessen Namen in Deutschland acht Windparks betrieben  werden.

 

Quellen:

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Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 2

Ein Gespenst geht um auf dem Globus – doch diesmal nicht das Gespenst des Kommunismus, sondern das Gespenst des Endes der menschlichen Zivilisation durch eine angeblich selbst verschuldete Klimakatastrophe aufgrund der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Schon vor dem Aufstieg der Kommunisten sahen nüchtern denkende Zeitgenossen voraus, dass deren Visionen wegen grotesker Verkennung wirtschaftlicher Gesetzmäßigkeiten und einer verzerrten Wahrnehmung der menschlichen Natur scheitern mussten. Genauso kann man auch heute schon feststellen, dass die Ignoranz der Propheten der Klimakatastrophe gegenüber grundlegenden Fakten der Klimaentwicklung zwangsläufig in einer Katastrophe münden wird. Stattdessen werden diese Realisten jedoch als „Leugner“ diffamiert und politisch, medial sowie beruflich diskriminiert und verfolgt.

Abb_00

Massengrab: Kalksteine bestehen aus den Überresten fossiler Lebewesen. In diesen ungeheuerlichen Massengräbern findet sich auch der größte Teil allen CO2‘s, das einstmals in unserer Atmosphäre vorhanden war.

Wer der Bevölkerung einreden will, dass der aktuell feststellbare leichte Anstieg des Spurengases CO2 in der Atmosphäre unsere Existenz bedroht [SCHE], muss dafür sorgen, dass bei der Darstellung der Realität einige unbequeme Wahrheiten über die Erdgeschichte und die Entwicklung des Lebens verschwiegen werden. Das fällt vergleichsweise leicht, weil es sich um Entwicklungen handelt, die sich über sehr lange Zeiträume von hunderten Millionen Jahre erstrecken, weshalb sich nur wenige Spezialisten überhaupt beruflich mit dem Thema beschäftigen. Die breite Mehrheit der Bevölkerung kommt mit diesen Zusammenhängen höchstens beim Konsum von Filmen wie „Jurassic Park“ oder beim Ausführen des quengeligen Nachwuchses an verregneten Sonntagen ins Museum in Berührung. Deshalb fällt es den Vertretern der Theorie von der durch Verbrennen fossiler Rohstoffe verursachten „Klimakatastrophe“ auch so leicht, der Öffentlichkeit verzerrte und unvollständige Abbildungen der Realität zu präsentieren, um damit ihre Theorien zu „beweisen“. Ihre Kernaussage ist die Behauptung, bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas werde die Atmosphäre auf mehr oder weniger „ewige“ Zeiten durch CO2-Emissionen „vermüllt“.

Bild 1. Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs. Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd. Tonnen Kohlenstoff (Gt. C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt. Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Bild 1. Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs.

Eines der bekanntesten Beispiele für ihre Sicht der Dinge zeigt Bild 1, das auf einen Bericht des „Uno-Klimarats“ IPCC zurückgeht und in etlichen Varianten in allen möglichen offiziellen und inoffiziellen Dokumenten und Unterrichtsmaterialen zu finden ist. Es soll zeigen, wie und wo sich das CO2 bzw. der Kohlenstoff auf der Erde befindet bzw. verteilt und in welchen Reservoiren er gespeichert oder auch wieder zurückgeführt wird.

Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd. Tonnen Kohlenstoff (Gt. C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt. Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Um die Dimensionen des mit diesem Bild begangenen Betrugs besser erkennbar zu machen, wurde mit den entsprechenden Zahlen ein Tortendiagramm erstellt, Bild 2.

Abb_02

Bild 2

Zur besseren Verdeutlichung der mit Bild 1 bezweckten Manipulation werden die wesentlichen dort aufgeführten Reservoire in einem Tortendiagramm mit Detailvergrößerung dargestellt. Im Meerwasser ist interessanterweise erheblich mehr CO2 enthalten als in sämtlichen fossilen Rohstoffen zusammen (Daten aus Bild 1)

 

Die Unterschlagung der wahren Verhältnisse – Beispiel Kerogen

Wenn man sich Bild 2 genauer ansieht, so fällt zunächst auf, dass es ein deutliches Missverhältnis zwischen den Mengen an fossilen Rohstoffen einerseits und den Zahlenangaben zu Meeressedimenten und Meereslebewesen (Biota) gibt. Fachleuten dürfte dies sofort auffallen, schließlich sind Erdöl und Erdgas ja aus ebensolchen Sedimenten entstanden, in denen Meereslebewesen luftdicht eingeschlossen wurden. Solche Sedimente wurden über Milliarden Jahre hinweg gebildet, aus ihnen sind mächtige Gesteinsschichten entstanden, die weltweit auf allen Kontinenten in zuweilen kilometerdicken Lagen das Bild unserer Landschaften prägen. Hierzu gehören unter anderem alle möglichen Arten von Sandsteinen und Schiefern, in denen sich immer wieder auch Abdrücke und Versteinerungen maritimer Lebewesen finden.

Und jetzt kommen wir schon zur ersten großen Unterschlagung: In solchen Gesteinen finden sich auch die sogenannten Kerogene, das sind meist feinverteilte Überreste von fossilen Tieren und Pflanzen, aus denen sich in der Tiefe durch Druck und Temperatur Vorstufen von Kohle, Erdöl und Erdgas bilden [GEOD, W312].

Abb_03

Bild 3. Allein die Menge des in Kerogenen abgespeicherten Kohlenstoffs ist rund 320 Mal so groß wie das gesamte Kohlenstoffinventar von Ozeanen, Böden, Pflanzen, Atmosphäre und fossilen Rohstoffen [WICC]

In der breiten Öffentlichkeit ist diese Tatsache nahezu unbekannt, obwohl diese Vorkommen mit einem Kohlenstoffinhalt von 15 Billiarden Tonnen so gigantisch sind, dass sie alle in Bild 2 aufgeführten Mengen geradezu winzig erscheinen lassen, wie Bild 3 zeigt. Zu diesen Vorkommen zählen auch die sogenannten Teersande, aus denen u.a. in Kanada große Mengen Erdöl gewonnen werden. Die biologischen und geologischen Abläufe, die zur Akkumulation dieser ungeheuren Menge an fest gebundenem Kohlenstoff geführt haben, sind auch heute noch aktiv. Im Weltbild des IPCC und der Klimawarner werden sie jedoch schlicht ignoriert und damit unterschlagen.

Die Unterschlagung der wahren Verhältnisse – Beispiel Kalk

Doch selbst mit Einbeziehung des Kerogens sind die wahren Größenverhältnisse der natürlichen Kohlenstoffspeicher auf unserer Erde nicht einmal näherungsweise korrekt dargestellt. Denn die mit weitem Abstand größten aller Kohlenstoffreservoire sind kalkhaltige Gesteine [KALK, MIAT, W311], wozu nicht nur reine Kalksteine und Dolomite, sondern darüber hinaus auch kalkhaltige Mischgesteine wie Kalksandsteine, Schiefer und Konglomerate wie z.B. Nagelfluh gehören. Die Menge des in diesen Gesteinen nahezu für die Ewigkeit abgespeicherten Kohlenstoffs wird auf rund 100 Billiarden Tonnen geschätzt [MOOR]. Die entsprechenden Mengenverhältnisse zeigt Bild 4.

Abb_04

Bild 4. Die wahren Verhältnisse bezüglich der Verteilung von Kohlenstoff zwischen den verschiedenen Reservoirs und Senken [WICC, MOOR]

Beim Blick auf Bild 4 muss man sich folgendes vor Augen halten: Der weitaus meiste Kohlenstoff, der in fossilen Rohstoffen, aber auch in Kerogen und Kalk gebunden ist, ist biologischen Ursprungs. Es handelt sich dabei um Überreste ehemaliger Tiere und Pflanzen. Diese ganze gigantische Menge Kohlenstoff war demnach einstmals in unserer Atmosphäre und wurde vom Leben selbst zu Verbindungen umgewandelt, die nicht mehr auf normalem Wege in die biologischen Kreisläufe zurückrückgeführt werden konnten. Die heute noch in der Atmosphäre verbleibenden Kohlenstoffspuren repräsentieren nur noch etwa 6,5 Millionstel der Mengen, die dem Leben früherer Zeiten einst in Form bequem durch Pflanzen per Fotosynthese umwandelbaren CO2 für den Aufbau von Biomasse zur Verfügung standen. Auch die Mengen, welche in Form fossiler Rohstoffe in der Erde abgespeichert wurden, sind mit lediglich 35 ppm der Ursprungsmenge geradezu erbärmlich gering. Im Verhältnis zum Kerogen, dem Ausgangsmaterial, aus dem die meisten fossilen Rohstoffe entstanden sind, machen sie nur etwa 0,027 % bzw. 0,27 Promille aus.

Würde man die gesamte in Form von Kalk und Kerogen weggesperrte Menge an Kohlenstoff wieder in das ursprüngliche CO2 umwandeln, so hätten wir eine Atmosphäre aus nahezu reinem CO2, die allerdings einen Druck von 60 bar aufweisen würde. Das entspricht dem Druck in 600 m Wassertiefe.

Natürlich befand sich diese unglaubliche CO2-Menge zu keiner Zeit in den letzten 600 Mio. Jahren auch nur annähernd komplett in unserer Atmosphäre. Ganz im Gegenteil, das CO2 muss nach und nach aus vulkanischen und tektonischen Quellen aus dem Erdinneren nach oben geströmt sein. Die heutigen CO2-Friedhöfe Kalk und Kerogen sind das Resultat gigantischer Kreisläufe, über welche die lebendige Natur das ständig in die Atmosphäre hinzuströmende CO2 in Form chemisch sehr stabiler Verbindungen „entsorgte“. Die heutige „Klimawissenschaft“ versucht, diese Abläufe totzuschweigen und zu ignorieren. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

 

Im Teufelskreis der Dekarbonisierung

Aus den hier vorgestellten Tatsachen erkennt man auch, dass diese Kreisläufe in Schieflage geraten sind, weil nach und nach immer weniger CO2 nachgeliefert wurde, als auf biologischem Wege dauerhaft entfernt wurde. Deshalb ist die Atmosphäre im Laufe der Jahrmillionen nach und nach an CO2 verarmt, Bild 5.

Abb_05

Bild 5. Verlauf des CO2-Gehalts im Verlauf der letzten 550 Millionen Jahre im Verhältnis zum vorindustriellen Niveau von rund 300 ppm (RCO2 = Vielfaches des vorindustriellen Wertes von 300 ppm) (Bild: [CALU])

Allerdings verlief diese Entwicklung im Verlauf der Erdgeschichte alles andere als linear. Über die Hintergründe für die Abnahme und Zunahme vor allem im Zeitbereich zwischen 450 und 220 Mio. Jahre vor unserer Zeit sollen hier keine Mutmaßungen angestellt werden. Man kann jedoch vermuten, dass hierbei z.T. katastrophale vulkanische Ereignisse wie diejenigen bei der Bildung des Sibirischen Trapp eine Rolle spielten. Hierbei entstanden vor etwa 250 Mio. Jahren im Verlauf von Ausbrüchen, die sich über rund 1 Mio. Jahre hinzogen, Basaltschichten mit einer Fläche von rund etwa 2 Mio. Quadratkilometern und einer Mächtigkeit von bis zu 6 km.

Vor etwa 230 Mio. Jahren verstetigten sich die Zu- und Abflüsse von CO2 aus der Atmosphäre, dass die Entwicklung durch eine Ausgleichgerade beschrieben werden kann, Bild 6.

Abb_06

Bild 6. Vor etwa 230 Mio. Jahre begann eine Periode, in der die Abnahme des CO2-Gehalts in der Atmosphäre vergleichsweise stetig verlief. Die entsprechenden Daten wurden aus Bild 5 entnommen.

Seither sank der CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 1.500 ppm auf Werte, die teilweise nur noch bei 200 ppm lagen. Damit ist inzwischen ein Verarmungszustand erreicht, der gefährlich nahe an den ca. 150 ppm liegt, welche Pflanzen für ihr Überleben mindestens benötigen. Und mit den Pflanzen würden auch die Tiere sterben, weil die Grundlage ihrer Nahrungskette zerstört würde.
Die Pflanzenwelt ist bereits im CO2-Mangelmodus

Vor ungefähr 30 Mio. Jahren – als der CO2-Pegel in der Atmosphäre auf weniger als 400 ppm abgesunken war – reagierte die Natur auf die sich unerbittlich verschärfende CO2-Verknappung, indem sich neue Pflanzentypen mit einem effizienteren System der Photosynthese entwickelten. Diese sogenannten C4-Pflanzen kommen im Unterschied zu den früher vorherrschenden C3-Pflanzen mit niedrigeren CO2-Gehalten und trockenerem Klima besser zurecht [WIC4]. Dessen ungeachtet muss man ihr Auftauchen im Prinzip als Warnsignal werten, als eine Notmaßnahme, mit deren Hilfe die Natur versucht, sich an eine ständig schlechter werdende Versorgungslage anzupassen. Angesichts dieser leicht zu überprüfenden Fakten mutet es schon ziemlich seltsam an, wenn selbsternannte Klimapäpste vor einer „Gefährdung des Planeten“ warnen, wenn doch in Wirklichkeit die eklatante Mangelsituation bezüglich der Verfügbarkeit des lebenswichtigen CO2 durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe kurzfristig etwas gelindert wird. Selbst wenn man die gesamten fossilen Ressourcen das Planeten gewinnen und sofort verfeuern würde, reichte dies lediglich dazu aus, den CO2-Pegel der Atmosphäre wieder auf knapp 2.000 ppm anzuheben, immer noch um den Faktor 3-3,5 unterhalb des Maximums vor rund 550 Mio. Jahren. Zudem ist diese Annahme angesichts von Kohle-Vorräten, die bei derzeitigem Verbrauch noch gut 200 Jahre reichen dürften [COAL], als unrealistisch einzustufen.
Was umgeht, ist das Gespenst der Dekarboniserung

Zurück zum Titel und der Analogie zum Kommunismus, der als Heilslehre daherkommt und bisher jedesmal in die Hölle führte. Auch die Propheten der angeblichen Klimakatastrophe behaupten, sie müssten die Menschheit, ja sogar den ganzen Planeten retten. Und ebenso wie beim Kommunismus zeigt schon ein kurzer Blick auf grundlegende Zusammenhänge nebst einer Portion gesunden Menschenverstandes, dass man das derzeitige Alarmgeschrei samt der damit verknüpften Forderungen nach einer quasi-Aufgabe der westlichen Zivilisation durch „Dekarbonisierung“ mit Fug und Recht als übertrieben und sogar gefährlich einstufen kann. Die wahre Gefahr für die Menschheit geht nicht vom CO2 aus, sondern von zahllosen wohlmeinenden Zeitgenossen, die sich nicht die Mühe gemacht haben, die erdgeschichtlichen Fakten richtig zu recherchieren, sondern mit großem Eifer daran arbeiten, unsere technische Zivilisation wegen pseudowissenschaftlicher Halbwahrheiten zugrunde zu richten. Von einem moderaten Zuwachs des CO2-Gehalts in der Atmosphäre geht jedenfalls keine Gefahr aus. Was die Verfügbarkeit fossiler Rohstoffressourcen angeht, so sollte man sich vor Panik hüten, wie das derzeitige Überangebot auf den Märkten zeigt. Wenn es jedoch eines gibt, was auch heute schon mit ziemlicher Sicherheit vorhergesagt werden kann, dann ist es folgendes: Mit den heutigen Technologien zur Energiegewinnung aus Wind und Sonne werden sich die künftigen Energieprobleme der Menschheit wohl kaum lösen lassen [VERS].

 

Fred F. Mueller

Siehe auch: Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 1

Quellen:

[CALU] Berger, W. H.: Carbon Dioxide through Geologic Time, earthguide.ucsd.edu/virtualmuseum/climatechange2/07_1.shtml abgerufen 21.4.2013

[COAL] www.worldcoal.org/sites/default/files/wci_report_R2_GER_0.pdf

[GEOD] www.geodz.com/deu/d/Kerogen abgerufen am 24.4.2013

[KALK] Kalk – ein Rohstoff aus Schalen und Knochen, www.kalk.de/index.php abgerufen am 20.4.2013

[KOKR] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus#/media/File:Carbon_cycle-cute_diagram-german.png

[MIAT] Kalkgesteine, Mineralienatlas, https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine abgerufen am 26.9.2015

[MOOR] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/greenpeace-gruender-haelt-eine-grosse-rede-und-lobt-kohlendioxid/

[SCHE] goo.gl/C804V

[VERS] www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/wind-und-solar-nichts-als-vergeudung-von-energie-und-ressourcen/

[WICC] Kohlenstoffzyklus, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus abgerufen 21.4.2013

[W311] Kalkstein, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kalkstein  abgerufen am 21.4.2013

[W312] Kerogen, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kerogen abgerufen am 24.4.2013

[WIC4] https://de.wikipedia.org/wiki/C4-Pflanze

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Keine gute Woche für Klima-Alarmisten

Es war keine gute Woche für die Klima-Alarmisten. Drei Ereignisse haben sie in einen Alarm-Status versetzt, schreibt Pierre L. Gosselin auf seinem viel gelesenen Internet-Blog NoTricksZone.

 

1. Putin: “Menschengemachte Erderwärmung ist Betrug”

Ein Kritiker Putins sagte der New York Times (NYT), der russische Präsident Wladimir Putin glaube, dass es keine globale Erwärmung gebe, dass dies ein  Betrug sei, um die industrielle Entwicklung mehrerer Länder, darunter Russland, zu bremsen. Russland gehe davon aus, dass es zyklische Kilmaveränderungen gibt. Menschliche Ursachen spielten dabei eine zu vernachlässigende Rolle. Klima sei eine hochkomplexe Angelegenheit und es gebe bisher keinerlei Beweise, dass Menschen das Klima in bestimmte Richtungen verändern könnten. Die NYT sieht in dieser Auffassung den Grund für die reservierte Haltung Russlands gegenüber Zusagen zu Emissionsbeschränkungen anlässlich des UN-Klimagipfels in Paris, Ende November 2015.

 

2. NASA-Satelliten-Messungen widerlegen PIK-Modelle

Es gebe eine riesige Kluft zwischen den beängstigenden Modellprojektionen, die von “führenden” Klimainstituten stammen und der realen Beobachtungen selbst, schreibt Pierre L. Gosselin. Er beruft sich auf einen Artikel im Schweizer Tageanzeiger, demzufolge die Nasa belegt, dass mehr Schnee fällt als Gletscher verschwinden. Gemäss dieser Studie schmelzen die Gletscher nicht, sie wachsen. Der Nasa-Forscher Jay Zwally sagt: «Ich weiss, viele meiner Kollegen werden sich auf unsere Behauptungen stürzen. Es soll ja auch nicht heissen, dass wir den Kernpunkt, nämlich die Klimaerwärmung, vergessen haben. Wir wollen nur Klarheit schaffen.»

Experten des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) haben erneut unter Verweis auf eigene Computer-Simulationen vor dem Risiko eines nicht mehr zu stoppenden Abschmelzens der Eismassen in der westlichen Antarktis gewarnt, berichtet der Tagesanzeiger. Deren Stabilität könne nach langer Zeit ohne Veränderung «ziemlich rasch» zusammenbrechen, berichteten sie. Die von den PIK-Forschern nun in der Fachzeitschrift «Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America» veröffentlichte Studie deckt sich im Tenor mit anderen wissenschaftlichen Studien aus den vergangenen Jahr, denen zufolge die Stabilität der Eispanzer in der westlichen Antarktis unwiderruflich gestört worden sein könnte. In den Untersuchungen geht es um die Region der Amundsen-See.

Aussagen zur Ursache des Stabilitätsverlusts in der Westantarktis trafen die Forscher laut Tagesanzeiger in der Untersuchung dabei nicht. “Es fehlten Belege, dass dieser Vorgang ursprünglich durch den Ausstoss von Treibhausgasen und die damit einhergehenden Klimaveränderungen ausgelöst worden sei, erklärte Co-Autor Anders Levermann.”

 

3.  Polen blockiert damit den Ratifizierungsprozess

Die dritten schlechten Nachrichten der vergangenen Woche für Klima-Alarmisten stammen von dem neuen Präsidenten Polens, Andrzej Duda. Er weigert sich, das Kyoto-Protokoll der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2020 zu unterschreiben und blockiert damit den Ratifizierungsprozess, nur einen Monat vor dem UN-Klimagipfel in Paris (COP21). Duda fordert “eine detailliertere Analyse der Klima-Angelegenheit”. Um Polen an ein internationales Abkommen zu binden, das Polens Wirtschaft und, damit verbunden, die Sozialkosten betrifft, erfordere eine detaillierte Analyse der rechtlichen und ökonomischen Auswirkungen. Diese Auswirkungen seien nicht ausreichend erklärt worden.

Greenpeace Polen nennt Duda’s Ankündigung ein “schlechtes Zeichen”, das Europas Bewegung zur Emissionsbegrenzung zum Stillstand bringen könne.

 

Generell schlechte Nachrichten aus Asien – für Klima-Alarmisten

Viele, vor allem ärmere Entwicklungsländer, nehmen die PIK-Klimawissenschaft nicht ernst, sagt Pierre L. Gosselin. Die in London ansässige Global Warming Policy Foundation weise darauf hin, dass “allein in Asien Energieunternehmen in diesem Jahr mehr als 500 Kohlekraftwerke bauen und mindestens tausend mehr planen.”

Faina Faruz

Ich möchte noch folgendes hinzufügen: Eine ernsthafte Überprüfung der Nutzung unterschiedlicher Energiequellen, eine realistische Abschätzung der Ressourcen und eine Umstellung der Industrie auf neue Möglichkeiten umweltschonender Energiegewinnung, an der auch Entwicklungsländer partizipieren, brauchen keinen Klima-Alarmismus und deren ideologischen Überbau. 

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Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 1

Halbwahrheiten und Unterschlagungen

Derzeit befindet sich die Welt mal wieder im Klimarettungsfieber. Befeuert von der Angst vor dem „Klimawandel“ predigen die G7, die EU, der Papst, Merkel und Präsident Obama die nahezu vollständige Enthaltsamkeit von Kohle, Erdöl und Erdgas. Damit wollen sie die dem Globus angeblich drohende Überhitzung aufgrund zunehmender CO2-Gehalte in der Atmosphäre abwenden. Inzwischen haben auch die Medien und die bekannten NGO’s von Greenpeace über WWF bis Avaaz auf Kampfmodus geschaltet und überfluten die Menschheit mit Horrormeldungen über drohende Katastrophen. Ziel ist es, bis zur UNO-Klimakonferenz in Paris genügend medialen und politischen Druck aufzubauen, damit dort ein möglichst weltumspannender „Klimavertrag zur Dekarbonisierung der Gesellschaft“ beschlossen werde. Dabei zeigen die Fakten, dass dem Ganzen in Wirklichkeit ein Betrug geradezu gigantischen Ausmaßes zugrunde liegt.

 

In den Kalkgesteinen der Erde stecken zwischen 60 und 100 Billiarden Tonnen Kohlenstoff [MOOR]. Entstanden sind sie überwiegend durch die Umwandlung von atmosphärischem CO2 zu Kalkschalen und Skeletten von Meerestieren

Abb01

Bild 1: Nach Auffassung der Klimawandel-Anhänger hat erst die industrielle Revolution einen dramatischen Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht (Grafik: Global Warming Art, Creative Commons)

Die Wissenschaft, so behaupten es die Vertreter der Theorie vom menschengemachten Klimawandel (Anthropogenous Global Warming, AGW), sei sich in der Frage des Klimawandels weitgehend einig: Der Mensch sei dabei, das Klima in katastrophaler Weise zu destabilisieren. Die Anhänger dieser oft mit quasireligiösem Eifer verfochtenen Lehre sehen als Hauptursache hierfür die Verbrennung fossiler Rohstoffe, welche das als „Treibhausgas“ bezeichnete CO2 freisetzt [WICC, WICO]. Dadurch werde der eigentlich stabile CO2-Kreislauf unseres Planeten in nahezu irreparabler Weise gestört.

Im Wesentlichen wird von Seiten der Klimaalarmisten behauptet, dass sich die Freisetzung von CO2 aus organischer Materie und seine erneute Bindung durch Fotosynthese seit hunderttausenden von Jahren mehr oder weniger im Gleichgewicht befanden, Bild 1.

Abb02

Bild 2: Die inzwischen diskreditierte „Hockeystick-Kurve“: Rekonstruierte Temperatur (blau) und Thermometerdaten (rot), die Fehlergrenzen sind in grau gezeigt (Grafik: Michael E. Mann, Raymond S. Bradley und Malcolm K. Hughes, IPCC/ Wikimedia Creative Commons)

Diese Balance werde erst jetzt durch den vom Menschen verursachten CO2-Anstieg gefährdet. Besonders pointiert formuliert dies Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der als Warner vor der sogenannten Klimakatastrophe zum Medienliebling avancierte. In einem Focus-Artikel sagte er: „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war jahrtausendelang praktisch konstant und steigt erst an, seit wir dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten zuführen [FORA]“. Bei den vom Menschen verursachten Emissionen handele es sich um Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid, die dem eigentlich stabilen Kohlenstoffkreislauf netto hinzugefügt würden. Ähnliche Auffassungen vertreten auch zahlreiche weitere Klimaforscher, so auch der bekannte Klimakatastrophen-Apologet Michael E. Mann mit seiner „Hockeystick-Kurve“ (Bild 2) [IP31]. Am drastischsten aber formulierte es der US-Politiker Al Gore anlässlich der Auszeichnung mit dem Nobelpreis: „Wir Menschen haben es mit einem globalen Notfall zu tun. Die Erde hat jetzt Fieber. Und das Fieber steigt“ [FOAL]. Am Rande sei übrigens vermerkt, dass Gore bei seinen diesbezüglichen Aktivitäten ein Vermögen von geschätzt mehr als 100 Mio. US-$ ansammeln konnte.

Zweifel sind angebracht

Abb03

Bild 3: Theoretisch aufgrund der kumulierten menschlichen Emissionen [CDIA] zu erwartender CO2-Anstieg seit 1751 (rot) sowie Messwerte von Eisbohrkernen sowie vom Mauna Loa [CDIA,CDI2, NOAA] (grün)

Zum Leidwesen der Klimakatastrophen-Prediger stimmt ihre Theorie mit den leicht nachprüfbaren Fakten nicht so richtig überein. Erste Zweifel sollten aufkommen, wenn man die Entwicklung der nach heutigem Stand der Klimaforschung bestimmten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre [NOAA] mit den gut dokumentierten Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe [CDIA] in den letzten ca. 260 Jahren im gleichen Diagramm aufträgt, Bild 3.

Die Berechnung der theoretisch zu erwartenden Zunahme des CO2-Gehalts aufgrund der seit 1751 durch Verbrennung fossiler Rohstoffe akkumulierten CO2-Emissionen führt zu einem Wert von 383 Mrd. t Kohlenstoffäquivalent (bei dieser Berechnungsart wird nur der reine Kohlenstoffanteil im CO2 gewertet), was 189 ppm CO2-Zunahme entspricht (1 Mrd. t = 1 Gt (Gigatonne)). Ausgehend von dem behaupteten vorindustriellen CO2-Pegel von ca. 280 ppm und einem Anstieg von etwas weniger als 0,5 ppm pro Mrd. t zusätzlich eingebrachten C-Äquivalents müsste der CO2-Gehalt der Atmosphäre daher inzwischen bereits auf rund 469 ppm angestiegen sein. Die Diskrepanzen zum gemessenen CO2-Anstieg der Atmosphäre auf derzeit 400 ppm sind zudem nicht nur quantitativ. Auch die völlig unterschiedliche Charakteristik der Kurven fällt sofort ins Auge. So simpel, wie es uns die Klimaalarmisten einreden wollen, sind die Zusammenhänge also offensichtlich nicht.

Die Sache mit den Reservoirs

Abb04

Bild 4: Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs. Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd Tonnen Kohlenstoff (Gt C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Die in Bild 3 verdeutlichte Diskrepanz ist natürlich auch den AGW-Vertretern bekannt. Also musste man sich mit der Tatsache beschäftigen, dass CO2 nicht nur in der Atmosphäre vorkommt und es auf der Erde schon seit jeher natürliche Kreisläufe gibt, welche CO2 zwischen verschiedenen Speicherorten hin- und hertransportieren und dabei auch zu anderen Verbindungen wie pflanzlichem oder tierischem Gewebe umsetzen. Hinzu kommen noch die Zerfallsprodukte nach dem Tod dieser Lebewesen in Form von z.B. Böden, Humus oder Torf.
Die wichtigste Reaktion zur Entfernung des CO2 aus der Atmosphäre ist aus Sicht des IPCC (International Panel on Climate Change der UN bzw. „Uno-Klimarat“) die Fotosynthese der Pflanzen. Mit ihrer Hilfe spalten Grünpflanzen CO2 aus der Luft in Kohlenstoff und Sauerstoff auf. Den Kohlenstoff bauen sie in ihr Gewebe ein, während ein Teil des Sauerstoffs an die Atmosphäre abgegeben wird. Über die Nahrungskette hinweg dienen sowohl der Kohlenstoff als auch der Sauerstoff als Grundstoffe des Lebens. Da ein gewisser Anteil von Lebewesen nach dem Tod nicht sofort verwest, sondern zumindest teilweise im Erdboden eingeschlossen wird, enthalten auch die Böden Kohlenstoff. Als stellvertretend für die Modellvorstellungen, die der Öffentlichkeit hierzu präsentiert werden, kann die bei Wikipedia gezeigte Grafik angeführt werden, Bild 4.

Die Märchenstunde der Klimaalarmisten…

Abb05

Bild 5: Eine von AGW-Vertretern gern verwendete Grafik zur Darstellung der angeblichen Ozeanversauerung durch CO2. Die gebildete Säure H2CO3 soll Muscheln, Korallen etc. daran hindern, gesunde Kalkschalen auszubilden (Quelle: [OZEA])

Bild 4, das in verschiedensten Varianten in zahlreichen AGW-Veröffentlichungen weite Verbreitung gefunden hat, beinhaltet mehrere grundsätzliche Falschinformationen. Diese sollen die These stützen, dass die Zunahme des CO2-Gehalts der Atmosphäre nahezu ausschließlich auf menschliche Einwirkung zurückzuführen ist und dass das CO2 dort auch auf sehr lange Zeit verbleiben soll, weil nur sehr wenig dauerhaft entfernt werde. Als Ursache des CO2-Anstiegs werden neben der Verbrennung fossiler Rohstoffe noch die Zementherstellung und die Abholzung von Wäldern aufgeführt.
Sieht man sich die Zahlen des Bildes 4 genauer an, so fällt zunächst auf, dass eine wesentliche natürliche Quelle von CO2-Emissionen komplett weggelassen wurde: Der Vulkanismus. Im Weltbild der Klimawarner spielt er eine so unbedeutende Rolle, dass man ihn hier schlicht unterschlagen hat. Dieses Vorgehen ist grob unwissenschaftlich. Hierauf wird in einer weiteren Folge dieses Artikels noch näher eingegangen.
Eine weitere bewusste Falschinformation betrifft die Darstellung des CO2-Austauschs sowohl mit den Ozeanen als auch innerhalb dieser selbst. Die intelligenteren unter den AGW-Vertretern wissen, dass sie hier schummeln, aber sie sind dazu gezwungen, weil man das „Verschwinden“ von rund 55 % der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen aus der Atmosphäre nicht mit den Austauschvorgängen mit den Pflanzen und den Böden an Land erklären kann. Deshalb wird verkündet, dass der Rest vom Ozean aufgenommen wird. Da sich dabei z.T. H2CO3 (Kohlensäure) bildet, würden die Meere „versauern“ [KIES], Bild 5.

In Bild 4 wird diesem „Verschwinden“ dadurch Rechnung getragen, dass man behauptet, dass 92 Gt C als CO2 vom Ozean aufgenommen werden, während das Meer lediglich 90 Gt C wieder abgibt. Ansonsten werden Kreisläufe innerhalb verschiedener Schichten des Ozeans dargestellt, welche das CO2 im Wesentlichen nur hin und her bewegen. Von den aufgenommenen 2 Gt C landen nach dieser Darstellung lediglich 0,2 Gt nach dem Absterben und Absinken der entsprechenden Lebewesen endgültig als Sediment am Meeresboden, ein auffälliger Unterschied zu den 121,3 Gt C, welche an Land jedes Jahr durch Pflanzen aufgenommen und teils in lebender Biomasse, teils im Boden abgespeichert werden.
Als „Präzisierung“ für die 0,2 Gt C, welche nach Bild 4 am Meeresboden verbleiben, werden vor allem Kieselalgen genannt, weil diese aufgrund des Gewichts ihrer Schalen schnell absinken würden [KIES]. Mit dieser Erläuterung wird das Thema Kalkschalenbildung elegant umgangen und somit verschwiegen. Urheber dieser Irreführung ist ausgerechnet „Wissenschaft im Dialog“, eine gemeinnützige GmbH, hinter der alle großen deutschen Wissenschaftsorganisationen stehen. Ein Musterbeispiel für einen „Konsens der Wissenschaft“ im Interesse des Klimaalarmismus.
Vor allem mit dieser vorgeblich geringen Abspeicherungsrate von CO2 im Meeressediment wird die behauptete lange Verweildauer von CO2 in der Erdatmosphäre begründet [DEEP]). Der Rest der Jahr für Jahr aufgenommenen 2 Gt – also 1,8 Gt C – werde einfach nur im Wasser gelöst und somit reversibel eingespeichert. Die resultierende allmähliche Akkumulation von CO2 im Meerwasser und die daraus gebildete Kohlensäure wird als Ursache für eine zunehmende „Versauerung“ der Meere gesehen, welche letztlich auch dort zu einer katastrophalen Entwicklung mit abnehmenden Erträgen der Fischerei führen werde [OZEA].
Weiterer auffallender Unterschied gegenüber der Situation an Land ist die vergleichsweise recht geringe Masse an Kohlenstoff, die in den Meeressedimenten insgesamt weggespeichert worden sein sollen. Während man davon ausgeht, dass in den Böden an Land 1.580 Gt Kohlenstoff gespeichert seien, wird behauptet, dass in den Meeressedimenten insgesamt lediglich 150 Gt C stecken. Das entspräche insgesamt nur 750 Jahresraten Abspeicherung zu je 0,2 Gt, eine angesichts des Alters unseres Planeten und seiner Meere doch ziemlich bescheidene Menge. Dabei haben die Meere und damit auch der Meeresboden einen wesentlich größeren Flächenanteil (71 %) als das Land, was die Diskrepanz zwischen den behaupteten Größen der beiden Reservoire umso größer macht.

und die dabei unterschlagenen Fakten

Abb06

Bild 6: Die Dekarbonisierung der Atmosphäre aufgrund der Abbindung von atmosphärischem CO2 durch Lebewesen zu Kalkschalen und -skeletten erfolgt in riesigen Mengen

Zu diesen Zahlen kann man nur eines sagen: Sie stimmen nicht. Man hat die wichtigste Reaktion im Meer schlicht „übersehen“, man könnte auch sagen bewusst unterschlagen: Die Abbindung von CO2 bei der Bildung der Kalkschalen von Meerestieren wie Muscheln, Schnecken, einzelligen Algen oder Korallen, Bild 6. Kalk ist nichts anderes als Calciumcarbonat (CaCO3) [KALK]. Jedes seiner Moleküle enthält demnach ein komplettes CO2-Molekül, das in steinhartem Material fest gebunden ist. Das Meer wimmelt geradezu von Lebewesen, welche diese Umwandlung vollziehen, wie jeder Besuch an einem beliebigen Meeresstrand sofort beweist. Und diese Schalen sind nicht leicht vergänglich, sondern überdauern den Tod besagter Lebewesen teilweise um hunderte Millionen von Jahren, wie die geradezu ungeheuren Mengen Kalkgestein auf unserem Planeten beweisen.

Kalkbildung – die gern „vergessene“ CO2-Senke

Und diese Kalkbildung, die schon seit Urzeiten vor allem in den Meeren stattfindet, geht auch heute ungebremst weiter. Auch die Gesamtmenge des in Sedimenten am Meeresboden eingelagerten Kalks bzw. des darin gebundenen Kohlenstoffs ist um ein Vielfaches höher als die von den AGW-Vertretern angegebenen 150 Gt. Nachzulesen ist dies in einer 2003 veröffentlichten Untersuchung des renommierten amerikanischen Professors Wallace Smith Broecker über den CaCO3-Zyklus in den Ozeanen [SEDI]. Dort kommt er zu folgenden Schlussfolgerungen: „Die hoch CaCO3-haltigen Sedimente, welche die ozeanischen Höhenzüge und Plateaus bedecken, haben typischerweise einen CaCO3-Gehalt von 90 % und eine Trockensubstanzdichte von 1 g/cm3. Da rund ein Viertel des Meeresbodens von diesen calcitreichen Sedimenten bedeckt ist, liegt die Gesamtmasse des darin enthaltenen Calcits bei rund 6.3 1019 g CaCO3“. Das entspricht einem Kohlenstoffinventar von rund 7.560 Gt C. Man vergleiche diese Aussagen mit dem Wert von 150 Gt C, den die AGW-Propheten des IPCC für Meeressedimente angeben. Es handelt sich um einen Unterschied um den Faktor 50 (!). Dabei bezieht sich Broecker lediglich auf die obersten 8 cm Sediment. Je nach Meeresregion erreicht die tatsächliche Dicke der Sedimente jedoch Werte im Kilometerbereich.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch umfassende Messungen zur Geschwindigkeit, mit der beispielsweise Cyanobakterien CO2 aus Meerwasser zu Oshenite-Aragonit (ebenfalls ein CaCO3-Mineral) abbinden können [OSHE]. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen werden bei der Bildung dieser für tropische Flachwasserzonen typischen „whitings“ Abbindungsraten von bis zu mehr als 100 t C pro Quadratkilometer und Jahr erreicht. Das wiederum entspricht in diesen Bereichen einem kompletten Umschlag des CO2-Inventars des Oberflächenwassers innerhalb weniger Stunden, was darauf hinweist, dass die in der Literatur aufgeführten Übergangszeiten (einige Jahre, s.u.) bei entsprechender organischer Aktivität um etliche Größenordnungen unterschritten werden können. Angesichts der Fläche der Ozeane von ca. 396 Mio. km2 käme man selbst dann, wenn man eine Rate der CO2-Abbindung zu Kalk im Mittel annimmt, die um den Faktor 10.000 niedriger liegt, immer noch auf 4,3 Gt C/ Jahr. Zu beachten ist hierbei, dass unabhängig von den „whitings“ genannten CaCO3-Ausfällungen auch die Kalkbildung durch Muscheln, Korallen, Seeigel, Algen sowie weitere Lebewesen ständig weiterläuft. Die Annahme des IPCC, dass insgesamt pro Jahr nur 0,2 Gt C im Ozeansediment landen, ist vor diesem Hintergrund wohl kaum zu rechtfertigen.

Dichtung und Wahrheit zu CO2-Verweildauern in der Atmosphäre

Aus der gleichen Betrachtung heraus kann man auch sofort Aussagen über die angeblich jahrhunderte- oder gar jahrtausendelange Verweildauer neu in die Atmosphäre eingetragener CO2-Moleküle [IPCC, SKEP, ARCH] als wohl kaum zutreffend bezeichnen. Die Geschwindigkeit, mit der CO2 von der Atmosphäre in die Ozeane übergeht, wurde schon seit den 1950er Jahren dokumentiert. Eine eingehende Recherche von T. V. Segalstad umfasst neben eigenen Untersuchungen auch eine Auswertung von rund 35 Quellen aus den 50er bis 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts [SEGA]. Er kommt auf eine Verweildauer von 5,4 Jahren bei einer Spanne von 1 bis 25 Jahren. Auf rund 5 Jahre kommt auch C. Starr [STAR]. Interessanterweise geht auch der Blog „Skeptical Science“, bekannt als Plattform für besonders aggressive AGW-Positionen, von einer Verweildauer des CO2 in der Atmosphäre von lediglich 5 Jahren aus [SKEP]. Um dennoch ihre Theorie von der langen Verweildauer zu stützen, wird von AGW-Seite behauptet, dass es meist lediglich zu einem wechselseitigen Austausch von CO2-Molekülen zwischen Ozean und Atmosphäre komme. Der von der oberen Schicht des Ozeans gebildete Puffer, welcher zunächst das CO2 aus der Luft aufnehme, laufe schnell voll. Platz für die Aufnahme von weiterem CO2 erfordere einen Abtransport durch Strömungsaustausch mit den tieferen Schichten des Ozeans. Dieser Strömungsaustausch erfolge sehr langsam mit Umlaufzeiten von 500 Jahren bis hin zu tausenden von Jahren. Aus diesem Grund sei die Annahme, dass einmal in die Atmosphäre eingebrachtes CO2 dort für bis zu 500 Jahre verbleibe, realistisch. Bei dieser Betrachtungsweise wird die oben beschriebene Abspeicherung von CO2 in Kalksedimenten schlicht ignoriert. Man kann angesichts der hier dargelegten Fakten nur staunen, was heutzutage als vom „Konsens der Wissenschaft getragen“ verbreitet wird.

Der CO2-Austausch mit den Meeren ist eine große Unbekannte

Bild 7. Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Löslichkeit von CO2 erheblich ab [LOES]

Bild 7: Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Löslichkeit von CO2 erheblich ab [LOES]

Wie sieht es nun tatsächlich mit dem CO2-Austausch zwischen Atmosphäre und Ozeanen aus? Dass sich CO2 in Wasser lösen und auch wieder daraus entweichen kann, beweisen uns täglich kohlensäurehaltige Getränke von Mineralwasser über Limonaden bis Bier und Sekt, wenn sie beim Öffnen sprudeln. In ihnen wurde CO2 unter hohem Druck gelöst, das beim Absinken des Drucks beim Öffnen wieder entweicht. Nach den Gesetzen der physikalischen Chemie bildet sich zwischen dem CO2-Gehalt der Luft und demjenigen des im Wasser gelösten Kohlenstoffdioxids ein Gleichgewicht, das durch die Parameter (Partial)-Druck und Temperatur gesteuert wird, Bild 7.

Abb08

Bild 8: Die chaotische Realität des CO2-Austauschs zwischen Ozean und Atmosphäre. Dargestellt sind die Unterschiede zwischen dem CO2-Partialdruck der Atmosphäre (damals 321 ppmv) und demjenigen im Meerwasser bei verschiedenen Oberflächentemperaturen (Grafik: W. Eschenbach [ESCH]

Was bei Flaschengetränken durch starken CO2-Überdruck erreicht wird, funktioniert im System Ozean-Atmosphäre lautlos und automatisch in beide Richtungen: Zwischen den jeweiligen CO2-Gehalten bildet sich ein Gleichgewicht. Kommt mehr CO2 in die Atmosphäre, dann nimmt der Ozean solange CO2 auf, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Steigt dagegen die Temperatur des Wassers, so sinkt seine Löslichkeit für das Gas und es wird teilweise in die Atmosphäre entweichen.
Soweit die Theorie. In der Praxis stellen sich die Dinge allerdings sehr viel komplizierter dar. Während für die Atmosphäre kein temperaturabhängiger Grenzwert der CO2-Aufnahme existiert und die Durchmischung aufgrund der Turbulenz der Luftströmungen äusserst schnell erfolgt, weisen die Ozeane sehr komplexe und noch dazu dreidimensionale Temperaturverteilungs- und Strömungsmuster auf. Während vor allem kalte polnahe Ozeanbereiche CO2 aufnehmen, wird es in wärmeren Regionen wieder abgegeben. Zudem erfolgt der CO2-Austausch zwischen verschiedenen Tiefen über meist sehr langsame Strömungen. Zu all diesen Vorgängen gibt es allerdings nur bruchstückhafte Daten. Für umfassende quantitative Aussagen sind die Ozeane viel zu riesig, die Vorgänge viel zu komplex und die Zahl der Messdaten viel zu gering, siehe auch Bild 8 [ESCH].

Die Daten zu Bild 8 stammen von verschiedenen Messkampagnen des Scripps-Instituts (USA) aus den Jahren 1957 bis 1963. Die Abweichungen vom Gleichgewicht zwischen Meer und Atmosphäre erreichen teilweise an die 100 ppm!
Weiteres Handicap ist, dass man im Ozean – im Unterschied zu meteorologischen Stationen an Land – so gut wie gar nicht ortsfest messen kann. Die IPCC-Zahlen aus Bild 4 sind auch aus diesem Grund nichts weiter als äußerst grobe Schätzwerte aufgrund bruchstückhafter Daten. Zudem werden, wie weiter oben nachgewiesen, wesentliche Einflussgrößen einfach ausgeblendet.
Andererseits ist der Austausch des CO2 zwischen Atmosphäre und dem gigantischen Speicher, den die Ozeane darstellen, entscheidend für die Annahmen zu künftigen CO2-Gehalten der Atmosphäre. Da alle Klimamodelle mit diesen Annahmen arbeiten, sind ihre Ergebnisse demnach samt und sonders grob fehlerbehaftet. Die damit errechneten Aussagen können keinen Anspruch auf Korrektheit erheben.
Fred F. Mueller

Quellen:

[ARCH] David Archer & Victor Brovkin The millennial atmospheric lifetime of anthropogenic CO2. Climatic Change (2008) 90:283–297, DOI 10.1007/s10584-008-9413-1
[CDIA] http://cdiac.ornl.gov/trends/emis/overview.html abgerufen am 29.6.2013
[CDI2] http://cdiac.ornl.gov/ftp/trends/co2/lawdome.combined.dat…. abgerufen 6.10.2015
[DEEP] http://globalklima.blogspot.ch/2009/02/die-lange-verweilzeit-des-co2-und-die.html
[ESCH] http://wattsupwiththat.com/2013/11/27/co2-in-the-air-co2-in-the-seawater/
[FOAL] http://www.focus.de/politik/zitate/zitat_aid_228903.html abgerufen am 2.5.2013
[FORA] Klimawaage außer Balance, FOCUS Magazin http://www.focus.de/wissen/klima/tid-8638/diskussion_aid_234323.html abgerufen am 21.4.2013
[IPCC] https://www.ipcc.ch/ipccreports/far/wg_I/ipcc_far_wg_I_chapter_01.pdf
[IP31] Fig. 2.20 des dritten Berichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UNO
[KALK] Kalk – ein Rohstoff aus Schalen und Knochen, http://www.kalk.de/index.php?id=35 abgerufen am 20.4.2013
[KOKR] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus#/media/File:Carbon_cycle-cute_diagram-german.png
[LOES] http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/didaktik_der_chemie/kernpraktikumfriese/loeslichkeit_von_gasen_in_wasser__kohlenstoffdioxid_.pdf
[MIAT] Kalkgesteine, Mineralienatlas, https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine abgerufen am 26.9.2015
[MOOR] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/greenpeace-gruender-haelt-eine-grosse-rede-und-lobt-kohlendioxid/
[NOAA] http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/
[OSHE] Robbins, L.L.; Yates, K. K.: Direct Measurement of CO2 Fluxes in Marine Whitings. Contract No. DE-AI26-99FT40596, U.S. Geological Survey, Center for Coastal and Regional Marine Studies, 600 Fourth Street South, St Petersburg, Florida 33701
[OZEA] https://fmss12ucheme.wordpress.com/2013/05/05/ocean-acidification-2/
[SEGA] Segalstad, T.V.: Carbon cycle modelling and the residence time of natural and anthropogenic atmospheric CO2: on the construction of the “Greenhouse Effect Global Warming” dogma. In “Global Warming: The Continuing Debate”, European Science and Environment Forum (ESEF), Cambridge, England (ISBN 0-9527734-2-2), pages 184-219, 1998.
[SKEP] http://www.skepticalscience.com/co2-residence-time.htm
[STAR] Starr, C.: Atmospheric CO2 residence time and the carbon cycle. 1992 EPRI/SIO Symposium on Global Warming. Energy, Vol. Volume 18, Issue 12, December 1993, Pages 1297–1310, doi:10.1016/0360-5442(93)90017-8
[WICC] Kohlenstoffzyklus, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus abgerufen 21.4.2013
[WICO] Kohlenstoffdioxid, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid abgerufen 21.4.2013

 

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Das Klima und der Wandel zur Lüge

Der Klimawandel wird bis Ende November in allen denkbaren Variationen die Schlagzeilen beherrschen. Die wissenschaftliche Hypothese vom anthropogenen (durch Menschen verursachten) Klimawandel hat sich längst verselbständigt und ist, ähnlich wie ein Virus, dem wissenschaftlichen Labor entglitten. Politiker wie Präsident Obama verbinden das Schicksal ihrer Partei mit dem Glauben ihrer Wähler an die schrecklichen Gefahren der von ihnen angekündigten Erderwärmung, vor der sie einzig und allein ihre Energiepolitik und die Erneuerbaren Energien (Bezeichnung für einen neuen Industriezweig alter und neuer Großkonzerne) retten kann.
Dem Erhalt der Demokratie, der Wissenschaft, eines freien Kopfes und der freien Meinungsäußerung dient unter anderem dieses Video:

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Die Polkappen der Erde sind nicht zurückgegangen

Aktualisierte Daten von NASA Satelliten-Instrumenten zeigen, dass seit Beginn der Messungen mit Satelliteninstrumenten 1979 die Polkappen der Erde nicht zurückgegangen sind, berichtet Forbes.

Updated NASA satellite data show the polar ice caps remained at approximately their 1979 extent until the middle of the last decade. Beginning in 2005, however, polar ice modestly receded for several years. By 2012, polar sea ice had receded by approximately 10 percent from 1979 measurements. (Total polar ice area – factoring in both sea and land ice – had receded by much less than 10 percent, but alarmists focused on the sea ice loss as “proof” of a global warming crisis.)”

Quellen:

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Antarktisches Meereis wächst weiter

Sobald die Angst vor der Erderwärmung zu erlahmen droht, wird die Angst vor dem Klimawandel aufgefrischt. Zurzeit wird über Australiens größte Crowdfunding-Kampagne, die sich als “Climate Council” bezeichnet, ein Video der NASA verbreitet. Es wird mit den für Alarmisten und reißerische Werbung typischen Übertreibungen vorgestellt: “The rapid change in the Arctic is almost unbelievable, until you see this video from NASA. (The last 20 seconds are the most shocking).”

NASA_Arktis

Das obige Diagramm zeigt einen Ausschnitt aus dem Video der NASA. [1]

Arktis

Die Darstellung des folgenden Diagramms zeigt einen im Vergleich zum Video der NASA weitaus weniger dramatisch wirkenden Verlauf, obwohl die Zeitspannen nahezu identisch sind. Der bisherige Negativtrend in der Arktis setze sich aber fort, heißt es im meeresportal.de (eine Initiative des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar- und Meeresforschung, in Kooperation mit der Universität Bremen (Institut für Umweltphysik). “Die geringe Ausdehnung resultierte in erster Linie daraus, dass die Lufttemperaturen im Winter für lange Zeiträume um 2 bis 4 Grad über dem Durchschnitt lagen.”

Meereseis_Arktis

 

Antarktis

Am Südpol sieht die Lage jedoch anders aus. Das antarktische Meereis wächst (unteres Diagramm). “In jedem folgenden Monat lag die Eisausdehnung über dem langjährigen Mittel und reihte sich damit in den ansteigenden Trend der letzten 30 Jahre ein.” Die Meereisausdehnung und Meereisbedeckung kann in der Antarktis regional jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Es besteht noch keine Klarheit, ob die Masse an Meereis zunimmt oder der Wind die Umverteilung des Eises versucht. Die Ursachen für die Zunahme der Gesamtmeereisausdehnung in der Antarktis werden erforscht.

Meereseis_Antarktis

Alarmismus kontra Wissenschaft

Die Klimawissenschaft ist eine junge und sehr komplexe Wissenschaft. Sie wird von Pressure Groups und Regierungen für die Durchsetzung eigener Ziele bei Androhung einer Katastrophe unter dem Sammelbegriff “Klimawandel” ausgenutzt. Der Schaden, den politischer Ehrgeiz auch der Klimawissenschaft zugefügt hat, ist unermesslich.

 

Quellen:

[1] https://www.facebook.com/climatecouncil/videos/vb.345960425540557/588398287963435/?type=2&theater

[2] http://www.meereisportal.de/meereisbeobachtung/aktuelle-beobachtungsergebnisse-aus-satellitenmessungen/einschaetzung-meereissituation-antarktis/2015.html#c1026

 

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“Smoking Gun” – Wissenschaftler untersuchen Wetterdaten der US-amerikanische Wetterbehörde NOAA

Die USA meldeten im April 2015 den bislang heißesten März weltweit seit Beginn der weltweiten Klimaaufzeichnungen im Jahr 1880 [1], die amerikanische Wetterbehörde NOAA bestätigte bereits im Januar 2015, dass 2014 als wärmstes Jahr in die Geschichte eingehen werde [2].

Die Zahlen der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), auf die sich Wissenschaftler und Politiker der Welt verlassen, beruhen ebenso wie die anderen drei offiziellen Oberflächentemperaturaufzeichnungen auf kompilierten Daten aus einem Netz von Wetterstationen von NOAA Global Historical Climate Network (GHCN). Kompilieren bedeutet, dass ein Programm, das in einer bestimmten Programmiersprache geschrieben ist, mit Hilfe eines Compilers, eines Computerprogramms, in eine Form übersetzt wird, die von einem Computer ausgeführt werden kann.

Das Rätsel

Aber es sei ein Rätsel zu lösen, meint Christopher Booker, in seinem Artikel “Top scientists start to examine fiddled global warming figures”, vom 25.04.2015, The Telegraph [3]. Die genannten Temperaturaufzeichnungen seien nicht die einzigen, die einen offiziellen Status haben. Die beiden anderen, Remote Sensing Systems (RSS) und University of Alabama (UAH), benutzten andere Methode zur Messung der Temperaturdaten, die auf Satelliten basieren. Und diese haben, wie sich zunehmend in den letzten Jahren zeige, ein auffallend anderes Bild ergeben. Weder sei im letzten Monat so etwas wie der heißeste März noch 2014 als “das heißeste Jahr aller Zeiten” zu erkennen gewesen.

Verdacht auf Manipulation der Klimadaten

Zwei Artikel von Christopher Booker, die zu dem Thema im Januar und Februar 2015 in The Telegraph erschienen waren, zogen die Aufmerksamkeit der Leser aus der ganzen Welt und 42.000 Kommentare nach sich. Sie deuteten darauf hin, dass etwas sehr Seltsames mit diesen offiziellen Oberflächentemperaturaufzeichnungen, deren Daten letztlich alle von der NOAA GHCN zusammengestellt worden waren, los sein musste.

Sorgfältige Analysten legten hunderte von Beispielen vor, wie die von 3.000 Wetterstationen aufgezeichneten Originaldaten “angepasst” worden waren, um das Ausmaß der tatsächlichen Erderwärmung zu übertreiben. Zahlen aus früheren Jahrzehnten waren immer wieder nach unten und neueren Daten nach oben korrigiert worden, um zu zeigen, dass sich die Erde viel dramatischer erwärmte, als die ursprünglichen Daten bestätigten.  

Untersuchung über die “Anpassung” ursprünglicher Daten

Die Beweise waren letztlich so stark, dass sie eine gründliche Untersuchung erforderten. Die Zeitungsartikel von Christopher Booker riefen eine Reaktion von wissenschaftlichen “Schwergewichten” hervor. Die Global Warming Policy Foundation (GWPF) hat ein internationales Team von fünf bedeutenden Wissenschaftlern für die Durchführung einer vollständigen Untersuchung angeworben. Das Team wird sich mit der Frage beschäftigen, wie weit diese Manipulationen der Daten unser Bild von dem wirklichen Geschehen der globalen Temperaturen verzerrt haben können.

Das Gremium wird von Terence Keale, bis vor kurzem Vizekanzler der Universität von Buckingham, geleitet. Zu seinem Team gehören Dr. Peter Chylek, ein Physiker von der National Los Alamos Laboratory, Richard McNider, emeritierter Professor, der das Programm Atmosphärische Wissenschaften an der University of Alabama gegründet hat, Professor Roman Mureika aus Kanada, ein Experte bei der Identifizierung von Fehlern in statistischer Methodik, Professor Roger Pielke Sr, ein bekannter Klimaforscher an der Universität von Colorado, und Professor William van Wijngaarden, Physiker, der sich in zahlreichen Veröffentlichungen über Klimatologie mit Studien über die “Homogenisierung” von Datensätzen beschäftigt hat.

“Smoking Gun”

Aber nur dann, sagt Christopher Booker, wenn das vollständige Bild vorliege, werde es möglich sein, zu sehen, wie weit der Schrecken über die globale Erwärmung durch Manipulation geschürt worden sei, “und vieles mehr”. Wenn die Ergebnisse der Untersuchung schließlich bestätigten, was bisher zu sehen gewesen sei, werde dies eine “smoking gun” in einem Skandal sein, dessen Umfang und Bedeutung für uns alle kaum übertrieben werden könnten.

 

Quellen:

[1] http://www.welt.de/newsticker/news1/article139726481/USA-melden-bislang-heissesten-Maerz-weltweit.html
[2]http://www.wetter24.de/news/detail/2015-01-20-2014-das-waermste-jahr-weltweit/
[3] http://www.telegraph.co.uk/comment/11561629/Top-scientists-start-to-examine-fiddled-global-warming-figures.html

 

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Patrick Moore: Warum ich ein Klima-Skeptiker bin

Patrick Moore ist skeptisch, dass Menschen die Hauptursache für den Klimawandel sind und dass es in naher Zukunft zu einer katastrophalen Entwicklung kommen wird. Es gebe keinen wissenschaftlichen Beweis dieser Hypothese, sagt er in einem Beitrag auf der Homepage von heartland.org, dennoch werde uns erzählt, dass die Debatte beendet und die Wissenschaft sich einig sei.

Seine Skepsis, sagt Moore, datiere von dem Moment an, als die an den anthropogenen Klimawandel Glaubenden sicher waren, sie könnten das globale Klima mit Hilfe eines Computermodells vorhersagen. Die gesamte Grundlage für das Weltuntergangs-Szenario des Klimawandels beruhe auf der Hypothese, dass ein erhöhter atmosphärischen Kohlendioxidgehalt, hervorgerufen durch Emission fossiler Brennstoffe, die Erde aufheizen und unbewohnbar machen werde.

Tatsächlich habe sich die Erde seit dem Ende der kleinen Eiszeit ganz allmählich seit 300 Jahren erwärmt, lange vor der starken Nutzung fossiler Energieträger. Moore sagt:

“Die Idee, es wäre eine Katastrophe, wenn der Kohlendioxidgehalt sich erhöht und die globale Durchschnittstemperatur um ein paar Grad steigt, ist absurd. (“The idea it would be catastrophic if carbon dioxide were to increase and average global temperature were to rise a few degrees is preposterous.”)

Vor kurzem habe der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) zum wiederholten Male verkündet, dass wir verdammt seien, wenn wir die Kohlendioxid-Emissionen nicht auf Null reduzierten. Moore:

“Effektiv bedeutet dies entweder die Verringerung der Bevölkerung auf Null, oder einen Rücksprung um 10.000 Jahre bevor die Menschen mit dem Abholzen von Wäldern für die Landwirtschaft begannen. Diese vorgeschlagene Heilung ist viel schlimmer als die Anpassung an einer wärmeren Welt, wenn es tatsächlich zustande kommt.” (“Recently, the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) announced for the umpteenth time we are doomed unless we reduce carbon-dioxide emissions to zero. Effectively this means either reducing the population to zero, or going back 10,000 years before humans began clearing forests for agriculture. This proposed cure is far worse than adapting to a warmer world, if it actually comes about.”)

IPCC Interessenkonflikt

Aufgrund seiner Verfassung habe der IPCC einen hoffnungslosen Interessenkonflikt, sagt Moore. Er habe die ausschließliche Aufgabe, nur die menschlichen Ursachen der globalen Erwärmung zu berücksichtigen, nicht die vielen natürlichen Ursachen, die das Klima seit Milliarden von Jahren verändern. Wir wüssten über die natürlichen Ursachen des Klimawandels nicht mehr, als darüber, ob der Mensch ein Teil der Ursache ist. Wenn der IPCC nicht herausfinden würde, dass die Menschen die Ursache für die Erwärmung sind, oder wenn festgestellt würde, dass die Erwärmung eher positiv als negativ ist, gäbe es keine Notwendigkeit für das Mandat des IPCC. Um zu überleben, müsse er sich auf die Seite der Apokalypse stellen.

Der IPCC sollte nach Meinung Moores entweder sein Mandat erweitern, um alle Ursachen des Klimawandels zu erfassen, oder er sollte demontiert werden.

Politisches Kraftwerk

Der Klimawandel sei aus vielen Gründen eine mächtige politische Kraft geworden, kritisiert Moore. Er nennt dafür vier Argumente:

  • Erstens sei der Klimawandel ein universelles Argument. Uns werde gesagt, alles, was auf der Erde existiere, betreffe uns.
  • Zweitens rufe er die beiden stärksten menschlichen Motivatoren hervor: Angst und Schuld. Wir fürchten, Autofahren werde unsere Enkel töten, und wir fühlen uns deshalb schuldig.
  • Drittens gebe es eine mächtige Interessensübereinstimmung  zwischen den wichtigsten Eliten, die das Klimathema unterstützen: Umweltschützer verbreiten Angst und steigern ihre Spendeneinnahmen; Politiker erscheinen als diejenigen, die die Erde vor dem Untergang retten; die Medien haben einen großen Tag mit Sensationen und Konflikten; Wissenschaftseinrichtungen erhalten Milliarden in Form von Zuschüssen, schaffen ganz neue Abteilungen und schüren unheimliche Szenarien; Unternehmen wollen grün aussehen und erhalten dafür große öffentliche Zuschüsse für Projekte, die sonst wirtschaftliche Verlierer wären, wie Windparks und Solaranlagen.
  • Viertens sieht die Linke den Klimawandel als ein perfektes Mittel, um Reichtum aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer und an die UN-Bürokratie zu verteilen.

Aus diesen Gründen werde uns gesagt, dass Kohlendioxid ein “giftiger” “Schadstoff” sei, der eingeschränkt werden müsse, während er in der Tat ein farbloses, geruchloses, geschmackloses Gas und das wichtigste Lebensmittel für das Leben auf der Erde ist. Ohne Kohlendioxid mit einem Anteil von über 150 Teilen pro Million (150 ppm – parts per million, 150 CO2-Moleküle auf eine Million Luftteilchen), würden alle Pflanzen sterben.

Durch Menschen verursachte Emissionen retteten den Planet

In den letzten 150 Millionen Jahren hat sich der Anteil des Kohlendioxids (durch Pflanzen) von etwa 3.000 ppm bis etwa 280 ppm vor der industriellen Revolution verringert. Setzte sich dieser Trend weiter fort, würde der Kohlendioxidgehalt zu gering werden, um das Leben auf der Erde zu ermöglichen. Die Nutzung fossiler Brennstoffe und der Getreideanbau haben das Kohlendioxid aus dem niedrigsten Stand in der Geschichte der Erde zurück auf 400 Teile pro Million heute erhöht.

Bei 400 Teilen pro Million sind alle unsere Nahrungspflanzen, Wälder und natürlichen Ökosysteme noch auf einer Kohlendioxid-Hungerkur. Die optimale Menge an Kohlendioxid für das Pflanzenwachstum, mit genügend Wasser und Nährstoffen, liegt nach Auffassung von Moore bei etwa 1.500 Teilen pro Million, fast viermal so hoch wie heute. Gewächshausgärtner injizieren Kohlendioxid, um die Erträge zu steigern. Bauernhöfe und Wälder sind ergiebiger, wenn das Kohlendioxid weiter steigt.

Wir haben keinen Beweis, dass das erhöhte Kohlendioxid für die leichte Erwärmung der Erde in den letzten 300 Jahre verantwortlich ist, sagt Moore. Es habe seit 18 Jahren keine signifikante Erwärmung gegeben, während wir 25 Prozent allen jemals emittierten Kohlendioxids emittiert haben. Kohlendioxid sei von entscheidender Bedeutung für das Leben auf der Erde und Pflanzen hätten gerne mehr davon.

Lasst uns das Kohlendioxid feiern

Die IPCC-Anhänger hätten uns wegen der Kohlendioxid-Emissionen eine Vision von einer sterbenden Welt vermittelt, er dagegen sagt, die Erde wäre ohne Kohlendioxid weitaus weniger lebendig, und mehr davon werde ein sehr positiver Faktor für die Ernährung der Welt sein. Moore: “Lasst uns das Kohlendioxid feiern.” (“Let’s celebrate carbon dioxide.”)

 

Quelle:

[Note from Heartland: WE ARE NOT CLIMATE CHANGE DENIERS.]

Dr. Patrick Moore erhielt den “Speaks Truth to Power Award 2014” anlässlich der 9. International Conference on Climate Change, July 8, in Las Vegas. Hier sehen Sie sein Präsentation.

Patrick Moore ist Mitgründer von Greenpeace, er hat einen Doktortitel in Ökologie, war 16 Jahre als Führungskraft bei Greenpeace aktiv. Er gehörte zur Besatzung der Rainbow Warrior Crew, als die Französische Luftwaffe das Greenpeace-Flaggschiff in Auckland bombardierte. Er selbst bezeichnet sich als einen “unabhängigen Umweltschützer”. Wegen unterschiedlicher philosophischer Ansichten verließ Moore Greenpeace 1986.

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Energie 4.0

Die Landschaft wird durch Windkraftindustrieanlagen in großem Maßstab ruiniert, die gesundheitlichen Probleme von Anwohnern, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben müssen, werden ignoriert, die Tötung von Hunderttausenden von Vögeln und Fledermäusen wird toleriert, der Anstieg der angeblich für die Erderwärmung verantwortlichen CO2-Emissionen wird hingenommen, und jährlich fließen über 20 Milliarden Euro an Subventionen an die Betreiber der Energieformen, die für all diese Schäden verantwortlich sind. Die Industrie werde sich wegen der zu hohen Energiekosten und der unsicheren Stromversorgung aus Deutschland zurück ziehen und Deutschland werde deindustrialisiert. Das sind nur einige von vielen Vorwürfen und Befürchtungen, die sich auf die Energiewende beziehen.

Kein einziges dieser Argumente zeigt bei der Bundesregierung eine Wirkung. Es gibt kein Innehalten, keine Phase gemeinsamen Nachdenkens, keinen Ausbaustopp für Windkraftanlagen, trotz der über 700 Bürgerinitiativen und einiger Politiker und Wissenschaftler, die hervorragende Aufklärungsarbeiten auch in Kommunen oder überregional leisten.

Sind die Politiker verrückt geworden? – “Germany — Insane Or Just Plain Stupid?

Die Regierung folgt einem Leitbild, das sich aus den Ansichten ihrer Berater zusammensetzt. Welchem Leitbild folgt die Bundesregierung? Sie will Deutschland selbstverständlich nicht deindustrialisieren. Das wollen nicht einmal die Grünen. Die Bundesregierung will, wie das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) hervorhebt, “die deutsche Industrie in die Lage … versetzen, für die Zukunft der Produktion gerüstet zu sein.” Das Schlagwort für dieses Leitbild heißt Industrie 4.0.

Industrie 4.0

Industrie 4.0 ist der Name eines Zukunftsprojekts in der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Das Ziel der Bundesregierung ist, die Industrieführerschaft Deutschlands zu sichern und sie macht, aus Furcht, dass andere schneller sind, viel Tempo.

Das Gelingen von Industrie 4.0 hat nach Auffassung der Bundesregierung aber nur dann Erfolg, wenn in der Industrie der Zukunft Produktion und Energiemanagement eine Einheit bilden und sich deutlich von dem unterscheiden, was wir heute kennen. “Statt einer Ansammlung isoliert wirtschaftender Betriebe wird dann ein vernetztes, hocheffizientes und flexibles System mit intelligentem Energiemanagement Waren energie- und rohstoffoptimiert herstellen”, heißt es auf der Homepage “Energieforschung für die Praxis”, herausgegeben vom FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, gefördert vom BMWF.

Aber es geht der Bundesregierung nicht schnell genug. Viele Unternehmen seien noch weit davon entfernt, den Schritt ins digitale Zeitalter zu vollziehen, die Mentalität in Unternehmen müsse sich ändern, meint Martin Hofer, Vorstand beim Münchener Berater Wassermann: “Der Mensch ist das größte Hindernis auf dem Weg zur Industrie 4.0”, sagt er, oder :”Wir glauben an Industrie 4.0″.

Jeder zweite Entscheidungsträger in der Industrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz habe noch nichts von dem Begriff „Industrie 4.0“ gehört, berichtete die FAZ Anfang 2015. Und will es möglicherweise auch nicht wissen. Er riskiert allerdings den Todesstoß durch die auf grün geschwenkte Industrie und Politik. Großkonzerne wie Siemens und BMW haben sich schon längst auf Industrie 4.0 eingestellt. Und ein Lehrstuhl für Produktionssystematik ist bereits seit einigen Jahren an der RWTH Aachen etabliert. Der Lehrstuhlinhaber, Günter Schuh, ist zugleich Direktor des FIR – Forschungsinstitut für Rationalisierung e. V., Mitglied des Direktoriums des Werkzeugmaschinenlabor (WZL) der RWTH Aachen und des Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie (IPT). Schuh gehört zur Geschäftsführung der RWTH Aachen Campus GmbH. Er vertritt das Konzept Industrie 4.0 auf vielen Ebenen.

Der Begriff Industrie 4.0 wurde erstmals zur Hannovermesse 2011 geprägt und steht für eine vierte industrielle Revolution, die auf der Digitalisierung der Industrie beruht. Die Realisierung dieser Fiktion würde unvermeidbar und tief in gesellschaftliche Prozesse eingreifen.

Smart City

Die Pläne der Bundesregierung im Zusammenhang mit Industrie 4.0 zielen nicht nur auf die Industrie, das wäre viel zu kurz gegriffen, sondern auf “alle Energieverbraucher, es schließt Haushalte, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung sowie städtische Liegenschaften ein.”

In einzelnen Quartieren und Stadtgebieten, wie die Welheimer Mark in Bottrop, oder am Beispiel zweier Gewerbegebiete in Bochum wird derzeit experimentiert und demonstriert, wie ein Mischgebiet mit Industrie, Gewerbe und Wohnungen energetisch, ökonomisch und ökologisch optimiert werden, wie Abwärme in Gewerbegebieten mit unterschiedlichen Branchen und Betriebsgrößen über kleinteilige Wärmeverbünde genutzt werden kann und wie ein verlässlicher Wärmeverbund aufzubauen ist, “der dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben und auf andere Gebiete übertragbar ist.” Dafür werde die geeignete Software zur Simulation, Analyse sowie Optimierung entwickelt, die auch für andere Städte einsetzbar sein soll, berichtet BINE.

Eine Stadt wurde zum Experimentieren bereits ausgewählt: Für Stuttgart entsteht im Forschungsprojekt „Stadt mit Energieeffizienz“ ein Langfrist-Energiekonzept, das in sogenannte Smart-City-Strategien eingebunden werden kann. Smart-City-Strategien werden diese Projekte genannt, die es nach Vorstellung der Bundesregierung ermöglichen, “mit vernetzten Technologien bei Energie, Wasserwirtschaft, Mobilität, Logistik und Gebäuden große Modernisierungspotenziale zu erschließen” und dabei Haushalte, Verkehr, Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistung als Einheit bewirtschaftet und optimiert.

Dafür müssen massenhaft gesammelte Daten genau ausgewertet werden, was wiederum die Digitalisierung des gesamten Alltagslebens, vom Wäschewaschen über das Einkaufen bis zur Gesundheitskontrolle beinhalten wird. Es geht um mehr als nur um die Steuerung des privaten Stromverbrauchs durch “intelligente” Smart Grids, sondern um die Kontrolle des privaten Konsums und die totale Kontrolle sämtlicher Aktivitäten der Bürger, die bei Kritikern zur Bezeichnung Ökofaschismus geführt hat.

Welche Belohnung verspricht dieses totalitäre System? Gar keine. Es gibt nur ein imaginäres Ziel. Es bezieht sich auf den angeblich geringeren Energieverbrauch, der als gesellschaftlicher Konsens unterstellt wird. “Das Ziel für 2020 ist, 20 % weniger Energie zu verbrauchen als 1990”, heißt es bei BINE. Auf den weltweiten Energieverbrauch wird der geringere Energieverbrauch in Deutschland keinen messbaren Effekt haben. Und dafür sollten die Menschen ihrer Totalüberwachung zustimmen?

Mit der Einbindung der Erneuerbaren Energien in die Digitalisierung der Industrie ist die Idee des Klimaschutzes ad absurdum geführt. Die Industrie 4.0 beinhaltet die Digitalisierung der Industrie, mehr nicht. Sie braucht die digitalisierte Energiewirtschaft, nicht den Klimaschutz.

Energie 4.0 – Die Digitalisierung der Energiewirtschaft

Bis zum 1. März 2015 konnten im Rahmen einer Konsultation Bürger, Unternehmen und Verbände zu einzelnen Kapiteln des Grünbuches “Ein Strommarkt für die Energiewende” des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) Stellungnahmen abgeben. Etwa 700 Verbände und Unternehmen nutzten die Gelegenheit, darunter auch BITKOM, Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., der Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationswirtschaft. Die Digitalisierung der Energiewirtschaft sei unabdingbar, erklärt BITKOM in seiner Stellungnahme, sie müsse zügig vorangetrieben werden.

Es lohnt sich ein Blick in Richtung grünen Denkens: Für den Wandel im Energiebereich spielt Jeremy Rifkin, ein US-amerikanischer Soziologe, Ökonom, Publizist, Gründer und Vorsitzender der Foundation on Economic Trends, eine wichtige Rolle. Rifkin, ein grüner Prophet, den das Handelsblatt als “Rosamunde Pilcher unter den Ökonomen” und als “der Gute-Laune-Bär unter den Top-Beratern von Politikern und wichtigen Vorstandschefs”, die taz als “das grüne Gewissen des Planeten” bezeichnet, zählt zu den Beratern der Bundeskanzlerin Angela Merkel und ist bei großen Konzernen häufiger Gast.

Im Juni 2013 hielt Rifkin eine Rede auf dem Dresdner Zukunftsforum. Er sagte: “Große Energieunternehmen von heute müssen sich in eine neue Rolle einfinden, die IT-Unternehmen schon in den 1990er Jahren gefunden haben: weg von der Produktion und hin zu Management und Networking.” Energieunternehmen sollen keinen Strom mehr produzieren, sondern das Gesamtmanagement der dezentral handelnden Produzenten übernehmen. In einem Interview mit der Zeit sagte Rifkin, dass deutsche Energieriesen einsähen, dass die wirklichen Wachstumsmöglichkeiten in einem “neuen Geschäftsmodell” für die Energiekonzerne liege. Das alte Geschäftsmodell sei viel zu teuer und die  Stromnetze seien ineffizient, der Emissionshandel werde fossile Energien noch unerschwinglicher machen: “Das ist ein Spiel für Verlierer.”

Nun hatte ausgerechnet Deutschland bis zur Energiewende 2011 eines der besten und sichersten Stromversorgungssysteme der Welt und den geringsten Grund, dessen Zuverlässigkeit durch Energie-Experimente aufs Spiel zu setzen. Außerdem war Deutschland bisher eine der stärksten Wirtschaftsnationen. Und dennoch wurde in Deutschland eine Energiewende beschlossen. International ließen sich die Politiker durch Schmeicheleien anfeuern: “Wenn das einer schafft, dann ihr”. Die Politiker sehen sich selbst als Vorreiter, denen das deutsche Volk viel zu zögerlich erscheint. Der Erfolg hängt nach Meinung von Greenpeace ausschließlich vom Willen ab (Greenpeace, “Der Plan“).

Bill Gates lächelte bei seinem Besuch 2011 in Berlin über den Ausstiegsbeschluss aus der Kernenergie. Er deutete ihn als “Zeichen von Wohlstand”. Der Mehrheit der Bevölkerung dürfte das Lächeln jedoch vergangen sein. Es war von Anfang an klar, dass die Umstellung auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft nicht für eine Kugel Eis zu haben sein würde, wie Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) behautpet hatte, es war aber auch klar, dass die Bevölkerung trotz des Atomunglücks in Fukushima nicht gewillt war, aus der Kernkraft auszusteigen, wenn sich dadurch der Strompreis erhöhen würde, wie eine Sonntagsfrage 2012 ergab.

Die Sonntagsfrage

ARD Deutschlandtrend 2012_550Mehr dazu, wie diese Sonntagsfrage verschwand:  Sonntagsfrage 2012


Dem Willen der Bevölkerung, den katastrophalen Folgen des Windwahns für die Natur und allen Warnungen von Fachleuten zum Trotz: Die Energiewende gilt als eine beschlossene Sache und als Teil des Zukunftsprojekts Industrie 4.0, ist somit ein Kernelement der Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung – und offensichtlich nicht verhandelbar. Sie dürfte bis zum bitteren Ende weiter vorangetrieben werden, selbst gegen den Willen eines großen Teils der Industrie, auch angesichts eines drohenden Ruins Deutschlands. Die Bundesregierung glaubt an die vierte industrielle Revolution, hält sie für alternativlos und ist überzeugt ist, dass die deutsche Industrie nur die von ihr gebotene Chance nutzen müsse, die vierte industrielle Revolution aktiv mitzugestalten. Nach der Devise: Wer nicht mitzieht ist wert, dass er zugrunde geht.

Der Klimaschutz

Es geht bei der Energiewende um die Digitalisierung der Energieversorgung im Verbund mit der Digitalisierung der Industrie, Industrie 4.0, “das Internet der Dinge”. Damit zerschlagen sich alle Wunschträume einer nachhaltigen Produktion und eines schonenden Umgangs mit den Ressourcen. Der Traum von weniger Konsum, geringerem Energieverbrauch und Klimaschutz, mit dem Umweltschutzorganisationen und Parteien ihre Mitglieder für das Energiesparen motivieren, wird durch die Hightech-Strategie der deutschen Bundesregierung zunichte gemacht. Es soll nämlich nicht weniger, sondern mehr produziert werden, indem mit Hilfe der Digitalisierung die Produktion beschleunigt und stark individualisiert wird.

Der Informationstechnologie-Dienstleister CSC, mit Sitz in Falls Church, Virginia, zählt zu den weltweit führenden Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Informationstechnologie (IT).  CSC geht davon aus, dass immer kleinere und preiswertere IT-Komponenten dazu führen, dass diese in immer mehr Alltagsgegenstände eingebaut werden. Auf diesem Weg entstünde tatsächlich Schritt für Schritt ein Internet der Dinge: Von per Smartphone fernsteuerbaren Heizungen über intelligente Textilien bis hin zu immer weiter automatisierten Fahrzeugen reicht nach einer Aufzählung von CSC die Palette „smarter“ (intelligenter) Produkte. Sei die elektronische Intelligenz grundsätzlich eingebaut, lasse sie sich durch einen ständigen Strom neuer Funktionalitäten anreichern und individualisieren. “Die Folge ist, dass fast alle Unternehmen in der Art ihres Wirtschaftens und im Produktportfolio erheblich flexibler werden können – und müssen.”

Die zweite Phase der Energiewende – Alle sind ratlos

BITCOM sieht die erste Phase der “Liberalisierung des Strommarktes” als abgeschlossen: Sie habe den “effizienten Kraftwerkseinsatz” anreizen sollen. Das hat funktioniert. Rekordjäger kommen auf ihre Kosten: Die meisten Windkraftindustrieanlagen der Welt, die meisten Biogasanlagen, die höchste installierte Leistung bei Photovoltaikanlagen befinden sich in Deutschland. Aber zum Vorbild für andere Länder hat diese Anstrengung nicht gereicht, denn der Ausstieg aus der Kernenergie kommt für kaum ein anderes Land in Frage, im Gegenteil, weitere Länder haben sich für die Kernenergie entschieden, und China baut den Export von Kernkraftwerken aus.

Wie soll es mit der deutschen, kernkraftfreien Energiewende weiter gehen? BITCOM fragt: “Wieviel berechenbarer können die Erneuerbaren für die anderen Akteure des Energiesystems werden? Wie flexibel können Verbraucher auf die Grenzkostenlose, aber leider volatile Erzeugung aus Wind und Sonne reagieren? Wie können Netze optimal ausgestaltet werden? Welche Rolle können Speicher spielen? Welche fossilen Kraftwerke braucht es noch als Backup und welche nicht mehr?” – und antwortet: “Die politischen Entscheidungsträger sollten deutlich sagen, dass niemand die Antworten auf diese Fragen kennt.” Einen Stopp für die Energiewende, der in dieser Situation offensichtlich notwendig wäre, fordert Bitcom dennoch nicht.

Die Energiewende ist ein Experiment, Deutschland ist ein Labor und die Bevölkerung sind die Laborratten. Das sagt BITCOM natürlich nicht, auch andere nicht, aber jeder weiß es. Für die Entwicklung der Infrastruktur der Netze brauche es zwar einen Masterplan, meint der Verband, damit sich auf ihr der neue Energiemarkt abspielen könne, aber die “Komplexität der Energiewende” mache eine abstrakte Beantwortung der Frage, “welchen Mix aus volatiler Erzeugung, Flexibilität, Speichern und gesicherter Leistung der Strommarkt der Zukunft hervorbringen soll” unmöglich. “Auch die Technologien und Geschäftsmodelle für ein Energiesystem mit 80% Erneuerbaren dürften noch weitgehend unbekannt sein.” Eindeutig sei allein, dass “erhebliche Innovationen bei Technologien und Geschäftsmodellen notwendig sind, wenn Energie auch in Zukunft nachhaltig, sicher und bezahlbar sein soll.” Das bisher praktizierte Nebeneinander der neuen Welt der Erneuerbaren und der alten Welt der fossilen Erzeugung stoße an seine Grenzen. “Zugleich ist noch kein technologisch oder wirtschaftlich schlüssiges neues Gesamtsystem erkennbar.”

Dies ist im Grunde ein vernichtendes Urteil über die Energiepolitik Deutschlands, das sich stets seines technologischen Wissens, seiner Gründlichkeit und seiner wissenschaftlichen Reputation rühmte.

Der Branchenverband BITCOM vertritt das Ziel seiner Mitglieder und sagt, was er als Lobbygruppe sagen muss: “Die Digitalisierung der Energiewirtschaft ist unabdingbar. Sie muss zügig vorangetrieben werden, da sie den Grundstein legt, um auch zukünftig das Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Energiewirtschaft erfüllen zu können.”

Aber wen vertritt die Bundesregierung?

Marktkonforme Demokratie

BITCOM verfolgt das Ziel Industrie 4.0 und die Digitalisierung der Energiewirtschaft. Ist das auch das Ziel der Bundesregierung? Welche Ziele haben die Parteien, die die Bundesregierung unterstützen? Sie haben gemeinsam und ohne Konzept die Energiewende beschlossen. Aber niemand kennt die Antworten auf wichtige Fragen. Unter diesen Voraussetzungen läuft die Konzeptionslosigkeit der Politik unkontrolliert auf die Anpassung der Gesellschaft und der Demokratie an die Erfordernisse der Industrie hinaus.

Die Maktkonforme Demokratie der Angela Merkel

Anlässlich eines Besuchs des portugiesischen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho im September 2011 sagte die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf die Frage, ob sie um die Schlagkraft des Rettungsschirms fürchte, wenn der Bundestag und alle anderen nationalen Parlamente in Europa bei wichtigen Entscheidungen vorab mitbestimmen wollen: „Wir leben ja in einer Demokratie und sind auch froh darüber. Das ist eine parlamentarische Demokratie. Deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments. Insofern werden wir Wege finden, die parlamentarische Mitbestimmung so zu gestalten, dass sie trotzdem auch marktkonform ist, also dass sich auf den Märkten die entsprechenden Signale ergeben.“


Ein Stopp der Energiewende und des Versuchs, durch staatliche Eingriffe die Wirtschaft in eine bestimmte Richtung zu lenken, ist nicht in Sicht. Nachdem die Konsultation durch das BMWi beendet ist, soll bis Anfang Juni 2015 ein Weißbuch mit konkreten Maßnahmen vorgelegt werden. Das Weißbuch soll ebenfalls öffentlich konsultiert werden (bis September 2015). Daran soll sich die notwendige Gesetzgebung anschließen. Das BMWi werde parallel dazu Gespräche mit den Nachbarstaaten und der Europäischen Kommission führen, “da gemeinsame Lösungen im Rahmen des europäischen Binnenmarktes Kostenvorteile aufweisen”, sagt das BMWi, das an Kostenvorteile denkt, ohne zu wissen, ob es überhaupt Lösungen für ein “Zieldreieck aus Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit der Energiewirtschaft” gibt.

Die Bundesregierung hat keine Lösungen für die aufgetürmten Probleme, im Vergleich zu denen der Berliner Flughafen wie der Bausatz eines Experimentierkastens für Kinder ist. Aber noch weiß sich das politische Establishment über die Zeit zu retten. Barbara Hendricks (wegen ihrer Promotion zum Dr. phil. mit der Arbeit “Die Entwicklung der Margarineindustrie am unteren Niederrhein” von Wikipedia als “Historikerin” bezeichnet), Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, erklärt:

“Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 muss in konkretes, praktisches Handeln umgesetzt werden. Wir werden nur dann unser Klimaziel erreichen, wenn alle Maßnahmen ambitioniert angegangen werden. Dafür brauchen wir die breite Mitwirkung der Gesellschaft.”

Der Klimawandel kommt als Argument bei fehlender fachlicher Kompetenz zur Beurteilung der Lage stets wirkungsvoll zum Einsatz. Wenn gar nichts klappt, bleibt immer noch der Rückzug auf die Warnung vor dem Klimawandel.

Die Warnung vor dem Klimawandel für das gemeine Volk

Ohne die Doktrin vom anthropogenen Klimawandel wäre der massive Ausbau Erneuerbarer Energien nicht möglich gewesen. Mit Hilfe dieses Glaubensgrundsatzes und der notwendigen propagandistischen Unterstützung, an der sich Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), die Kirchen und nahezu sämtliche Medien beteiligen, wurde und wird die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung hergestellt. Gleichzeitig wird die Gesellschaft in Gute und Böse (“Klimaleugner”, “Klimaskeptiker”) geteilt, so dass die Bindung der Befürworter an die Regierung um so enger wird.

Die Klimawandel-Debatte spielte bereits Anfang der 70-er Jahre beim Club of Rome eine Rolle und wurde mit der Gründung des IPCC (Weltklimarat) 1988 zu einer Doktrin weiter entwickelt. Viele ehemalige Unterstützer der Klimawandel-Hypothese, wie James Lovelock, distanzieren sich inzwischen von der Politik, die im Namen des Klimawandels betrieben wird. Äußerungen wie die des früheren US-amerikanischen Vizepräsidenten Al Gore, der kürzlich sogar die Bestrafung von “Klimawandelleugnern” forderte, lösen vielfach Entsetzen aus. Politiker sollten nach Ansicht Al Gores einen Preis dafür bezahlen, dass sie die “anerkannte Wissenschaft” ablehnen.

In Deutschland fand die Doktrin vom Klimawandel einen hervorragenden Nährboden. Dabei kam der Energiewende ein Zufall zu Hilfe: Das Reaktorunglück 2011 in Fukushima. Zusätzlich zur Sorge um das Klima wurde in den Medien die Angst vor der Kernenergie geschürt. In keinem anderen Land der Welt zeigten sich im Zusammenhang mit Kernkraftwerken ähnlich hysterische Symptome wie in Deutschland, die über Jahrzehnte durch die Grünen antrainiert und durch ein undurchdringliches Netzwerk aus Regierungsparteien, Umweltschutzorganisationen, wissenschaftlichen Einrichtungen und Medien gepflegt worden waren. Die Grünen, siegesgewiss, scheuten sich nicht einmal, die Kernenergie als Hindernis für den massiven Ausbau der neu entstehenden ökologischen Industrie zu bezichtigen, der sie zum Durchbruch verhelfen wollten. Sie befürchteten, die riesigen Subventionen, derzeit über 20 Milliarden Euro pro Jahr, nicht für sich und ihre eigenen Industriepartner vereinnahmen zu können und sprachen dies auch relativ offen aus.

Die horrenden Kosten für die Energie-Experimente werden über Steuern und Gebühren auf die Verbraucher umgelegt, während sich einige wenige an Subventionen bereichern. Die Erfinder der globalen Vernetzung, Steuerung und Kontrolle haben indes weit vorausblickend vorgesorgt: Den Protesten der Bevölkerung gegen die wachsenden Strompreise wird durch die permanente Warnung vor einer angeblich großen Gefahr infolge des Klimawandels die Spitze genommen. Der Klimawandel werde schließlich durch Menschen verursacht, heißt es, und damit durch jeden einzelnen. Und nur durch jeden einzelnen sei diese Schuld zu sühnen und der Klimawandel zu stoppen.

Und Du?

Gruene_JuergenTrittin

Das erzeugte Schuldbewusstsein kann die Bevölkerung für eine Weile in Schach halten, aber nur so lange, wie die Klimalüge, die Instrumentalisierung von Teilergebnissen wissenschaftlicher Forschung, aufrecht erhalten werden und die Regierung sich auf eine “breite Mitwirkung der Gesellschaft” stützen kann.

Sowohl mit ihrem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 als auch mit der Energiewende hat sich die Bundesregierung nach Meinung von Fachleuten aus allen Bereichen der Wirtschaft übernommen. Sie ringt um Lösungen.

Das wird von der Energiewende übrig bleiben: Die Digitalisierung aller Lebensbereiche

Es sollte jedem klar sein, dass es bei der Energiewende nicht um den Klimaschutz, sondern um die Digitalisierung der Energieversorgung und die Eingliederung in die Wertschöpfungskette der digitalisierten Industrie geht, Industrie 4.0. Es geht um die totale Vernetzung und um die Digitalisierung des gesamten Alltagslebens, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen, vom Wäschewaschen über das Einkaufen bis zur Gesundheitskontrolle. Und dazu gehört, auf den Energiesektor bezogen, auch die Kontrolle und Möglichkeit zur Steuerung des privaten Stromverbrauchs durch “intelligente” Smart Grids, die es unter anderem auch ermöglicht, Privathaushalten je nach Belieben den Strom zu kontingentieren.

Ein Konzept für die Energiewende hat auch BITCOM nicht anzubieten, statt dessen aber seinen Glauben, und zwar den an neue Technologien und Geschäftsmodelle. Der Verband glaubt nämlich, dass durch die “Wahl des richtigen Marktdesigns eine … Innovationsdynamik auch für die Energiewende nutzbar gemacht werden kann.” Einen Haken hat die Total-Digitalisierung: Fallen die Stromsysteme aus, dann fällt die Intelligenz in ein großes schwarzes Loch.

Im Allgemeinen hat man von der Alchemie nur die Vorstellung, dass Blei in Gold verwandelt werden kann, die moderne Alchemie geht darüber hinaus. Sie glaubt, dass sich allein aus Marktdesign und Innovationsdynamik nachhaltige Werte schaffen lassen.

Wer jetzt noch nicht genug in seinem Glauben bestärkt wurde, kann zum Schluss noch einmal die Worte der  Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf sich wirken lassen.


“Das Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 muss in konkretes, praktisches Handeln umgesetzt werden. Wir werden nur dann unser Klimaziel erreichen, wenn alle Maßnahmen ambitioniert angegangen werden. Dafür brauchen wir die breite Mitwirkung der Gesellschaft.”
Posted on Facebook by Barbara Hendricks on Mittwoch, 25. März 2015

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Quellen und Zeitungsartikel:

 

Faina Faruz

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