Boerse

Die Börsen entdecken wieder die Kernenergie

Götterdämmerung für die Erneuerbaren?

An den Börsen hat es am 9. November ein regelrechtes Erdbeben gegeben. Fast als wolle man einen Kontrapunkt zum Massenauftrieb und Medienspektakel um das „Klimatreffen“ in Bonn setzen, wurde das Börsengeschehen in Europa und den USA von zwei geradezu dramatischen Entwicklungen bestimmt: Einerseits dem Einbruch bei Siemens und den geradezu katastrophalen Verlusten bei Vestas, dem marktführenden dänischen Hersteller von Windenergieanlagen, und andererseits einem außergewöhnlichen Boom bei Uranaktien. An den Börsen scheint sich ungeachtet aller Bemühungen der Medien und der Politik eine „Energiewende“ mit umgekehrtem Vorzeichen anzubahnen.

Bei den meisten Politikern entsteht der Eindruck, dass sie bei den Wahlen darum wetteifern, wer am besten lügen kann, um hinterher dann ungeniert weiter das zu tun, was man für richtig hält. Risiken gehen sie kaum ein, und für die Kosten kommt der Steuerzahler auf. Besondere Meisterschaft beweist auf diesem Gebiet eine allseits bekannte Bundeskanzlerin, deren Kurventauglichkeit bei abrupten Wenden selbst die eines Formel-1-Boliden weit in den Schatten stellt.

 

Börsianer – Genaue Beobachter

Anders verhält es sich dagegen bei Börsianern. Man mag von dieser Spezies alles andere als begeistert sein, aber sie unterliegen einer gnadenlosen Auslese, wenn es darum geht, gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends richtig einzuschätzen. Die Regel ist einfach: Wer auf das falsche Pferd setzt, verliert. Und genau deshalb geben sich diese Kreise größte Mühe, wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Entwicklungen genau zu beobachten und möglichst zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd zu setzen.

Dabei spielen auch Förderungen und Subventionen eine Rolle, denn Branchen, die sich im warmen Regen staatlicher Förderungen alimentieren dürfen, versprechen langfristig sichere Gewinne. Das Problem dieser Unternehmen beginnt jedoch dann, wenn die politische Stimmung, der sie ihre Förderung verdanken, kippt. Und genau das scheint sich im Moment anzudeuten.

Hierzu ein paar dürre, aber bezeichnende Fakten: Siemens, die bereits vor Jahren aus der Kernenergie ausgestiegen sind und kräftig in Wind investierten (u.a. Übernahme des spanischen WEA-Herstellers Gamesa), gaben heute massiv nach: Gegen 16.30 Uhr lag das Defizit an der Frankfurter Börse bei über 3,2 %. Vestas, der dänische Marktführer bei Windenergieanlagen, notierte zum gleichen Zeitpunkt an der Kopenhagener Börse sogar um fast 20 % tiefer. Ein ungewöhnlich tiefer Sturz. Hintergrund scheinen Nachrichten über Bestrebungen in den USA zu sein, die bisher üppigen Fördergelder in Form von Steuervorteilen für die Windenergie zurückzufahren.

 

Aktien von Uranminen im Aufwind

Das wäre an sich noch nicht weiter bemerkenswert, wenn es dazu nicht noch eine kontrastierende Gegenbewegung gegeben hätte. Die Aktien von Uranminen, die seit einem kurzen Zwischenhoch im Februar ihren jahrelangen post-Fukushima-Abwärtstrend fortgesetzt hatten, schossen an den Börsen in den USA und Kanada innerhalb kürzester Zeit um teilweise mehr als 20 % nach oben. Dies ist ein deutliches Indiz dafür, dass maßgebliche Finanzkreise beginnen, Kapital aus den „Erneuerbaren“ abzuziehen und stattdessen in die lange gemiedene Kernenergie zu pumpen. Noch ist es zu früh um beurteilen zu können, ob dieser Gegentrend längerfristig anhalten wird. Eins ist jedoch bereits jetzt eindeutig festzustellen: Die Börsianer halten die Kernenergie offensichtlich nicht für ein Auslaufmodell, sonst wäre die Bewegung nicht so massiv ausgefallen. Ihnen ging es offensichtlich darum, nicht zu spät auf einen anfahrenden Zug aufzuspringen.

Kostensteigerungen für Offshore-Windfarmen (Grafik: GWPF)

Von Interesse sind in diesem Zusammenhang noch zwei weitere Meldungen: Die Aktie von Tesla, die von der Börse schon länger misstrauisch beäugt wird, nachdem Hr. Musk es bisher nicht geschafft hat, seine vollmundigen Versprechungen bezüglich des Ausstoßes von Modell 3-Fahrzeugen einzulösen, fiel heute zeitweilig unter die 300-$-Marke. Und die Schlangenölverkäufer des dänischen Windparkbetreibers Ørsted, früher Dong Energy, haben es geschafft, zwei dänischen Pensionsfonds für rund 2 Milliarden britische Pfund Anteile eines gigantischen Offshore-Windparks aufzuschwatzen, der in der Irischen See entstehen soll. Preisvergleiche zeigen, dass die Pensionsfonds bis zu 20 % mehr zahlen müssen als bisher für solche Projekte üblich. Geht die Sache schief, dann werden sich dänische Rentner Gedanken machen müssen, wie sie wieder an ihre „ethisch“ investierten Renten kommen. Irgendwie erinnert das Ganze ein wenig an Prokon oder Solarworld…

Fred F. Mueller

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US-Anwälte prüfen Milliardenklage gegen Bosch – sie träfe die gesamte Smartphone-Branche

VW-Dieselgate zieht Vorbereitungen auf eine weitere Milliarden-Klage nach sich. US-Anwälte prüfen eine Schadensersatz-Klage gegen Bosch – sie träfe die gesamte Smartphone-Branche.

Manipuliert wurden die Autos des VW-Konzerns mit Hilfe einer Software zur Motorsteuerung, die überwiegend von Bosch geliefert wurde. US-Kläger sehen darin eine Mittäterschaft und prüfen eine Schadensersatzklage, deren Höhe auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, berichtet die “Welt”.

Bosch stellt fast alle Sensoren der heutigen Smartphones her. Eine Milliarden-Klage sei existenzgefährdend für Bosch und könnte das Ende für alle Smartphones nach sich ziehen, befürchtet CHIP, denn alle wichtigen Sensoren in jedem zweiten Smartphone stammten von Bosch.

“Ohne Sensoren könnte das Smartphone keine Sprache aufnehmen und wir nicht telefonieren.” “Auch alle anderen modernen Elektronikgeräte wie Tablets, Smartwatches, Fitness-Armbänder, Notebooks, ja sogar Game-Controller mit Bewegungssteuerung sind mit Bosch-Sensoren ausgestattet. Virtual Reality wäre ohne die Sensoren nicht möglich.”

Beweise, dass Bosch in den Abgasbetrug verwickelt ist oder Kenntnis von den Manipulationen bei Volkswagen hatte, haben die Kläger bisher nicht vorgelegt, aber Bosch nimmt die Angelegenheit sehr ernst und habe vorsorglich Rückstellungen in Höhe von 650 Millionen Euro gebildet.

 

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Smart Meter, eine intelligente Lösung für wen?

Abb. 1

Abb. 1

Es gibt keine technische Lösung für fehlende Stromspeicher. Rekordmeldungen über Strom aus Erneuerbaren Energien gaukeln Erfolge vor, die keine sind. Der Ausbau von Windkraftindustrieanlagen wächst und damit die Nennleistung, mit der die Windkraftindustrie prahlt, aber ihr Nutzen für die Bevölkerung wächst nicht. Im Gegenteil. Steigende Preise für Strom, folglich auch für Waren und Dienstleistungen sind eine traurige Realität. Aber nicht nur das: Die Unsicherheit, nicht zum richtigen Zeitpunkt den benötigten Strom zu bekommen, wird mit jedem Tag des Zubaus von Windkraft- und Solaranlagen und des Abbaus von Kern- und Kohlekraftwerken wahrscheinlicher.

Planbarkeit der Netzauslastung oder Stromzuteilung?

Die von Wind und Sonne abhängige Stromversorgung ist nicht planbar. Das Wetter lässt sich nicht planen, auch nicht mit “intelligenten” Messgeräten. Seit 2010 sind “Smart Meter” für Neubauten jedoch vorgeschrieben. Und ab 2017 (mehr als 10.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr) beziehungsweise 2020 (mehr als 6000 Kilowattstunden) soll das Messsystem Pflicht werden. Die Bundesregierung meint es durchaus ernst mit der Energiewende. Die Digitalisierung soll die Netzauslastung planbarer machen.

Für eine Planung der Netzauslastung würden keine “Smart Meter” in jedem Haushalt gebraucht, auch die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nennt den Anschluss von Millionen Kunden an smarte Stromzähler unnötig. Darüber berichtete das Abendblatt am 5.11.2015. Für die Energiewende bringe das keinen Nutzen, habe die vzbv-Energieexpertin Marion Jungbluth gesagt. Auch das “Büro für Technikfolgenabschätzung” beim Deutschen Bundestag schrieb in einem Bericht über “moderne Stromnetze”: Es sei nicht “erforderlich, die Verbrauchsdaten jedes einzelnen Haushalts zu jeder Zeit zu kennen. Die aggregierten Daten eines Straßenzugs oder Quartiers würden völlig ausreichen”. Diese Daten könnten Ortsnetztransformatoren liefern.

Wenn “Smart Meter” in jedem Haushalt für die Planbarkeit der Netzauslastung keine Rolle spielen, wozu werden sie dann gebraucht? Vielleicht, um den Strom zu regulieren? Kunde A ist ein wichtiges Industrieunternehmen, er bekommt uneingeschränkt Zugang zum Stromnetz. Kunde B hat eine teure Flatrate, wird also behandelt wie Kunde A. Kunde C kann sich die hohen Gebühren nicht leisten und daher seine Wäsche nur nachts zu bestimmten Zeiten waschen. Eine Untergliederung dieser Kundengruppe und eine weitere Tarifstaffelung nach Uhrzeit ist denkbar. Die Versicherung verlangt, dass die Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt ist, deshalb muss Kunde C nachts Wache schieben. Die Kundengruppe D bekommt per SMS kurzfristig mitgeteilt, wann im Verlauf von 24 Stunden Kapazitäten zur Verfügung stehen, und muss sich stets in der Nähe der Waschmaschine aufhalten, um sie, selbstverständlich unter Aufsicht, starten zu können. ALG II – Empfänger und Rentner sind die idealen Kunden der Guppe D.

Somit ist allen gedient, den Glaubenden, die das Land mit Erneuerbaren Energien in die Zukunft führen wollen, den großen Energieversorgern, denen die Aufgabe des Energiemanagements zufallen soll, den Smartphone-Herstellern, weil ohne Smartphone im Leben nichts mehr geht, und den Arbeitslosen, denen eine sinnentleerte, aber neue Aufgabe winkt.

Wer bezahlt?

Wer die Musik bestellt, bezahlt sie? Das ist ein Irrtum. Unsere Geldbörse steht denen offen, die sich mit den Erneuerbaren Energien ihren Traum vom Reichtum verwirklichen wollen. Die erzwungenen Gebühren für Installation und Messbetrieb reichen je nach Verbrauch von etwa 20 bis 100 Euro pro Jahr.

Wer kassiert?

Jeder Haushalt ist nach derzeit geltendem Gesetz ab 2020 zur Umstellung verpflichtet, sofern er mehr als 6000 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht. Ein vierköpfiger Haushalt verbraucht laut einer Rechnung der Energieagentur NRW im Schnitt 4500 Kilowattstunden Strom im Jahr.  Wenn das Wasser mit Strom erhitzt wird, steigt der Verbrauch auf 6200 Kilowattstunden jährlich. Betreiber von Solarstromanlagen mit einer installierten Leistung von mehr als sieben Kilowatt müssen ebenfalls “Smart Meter” einbauen lassen. Die Umstellung der Zähler übernehmen die Netzbetreiber, häufig die örtlichen Stadtwerke.

Wie werden Kunden gelockt?

Den Stromkunden wird ein besserer Überblick über ihren Verbrauch versprochen. Sie könnten sich zum Beispiel tagesaktuelle oder monatliche Verbrauchsprofile erstellen lassen. Damit könnten sie gezielt auf Verbrauchsgewohnheiten Einfluss nehmen, günstige tageszeitabhängige Tarife wählen und somit Energie und Geld sparen.

Und was geschieht, wenn Sie sich weigern, “Smart Meter” einbauen zu lassen?

Wer den Einbau von “Smart Metern” verweigert, muss mit erheblichen Konsequenzen rechnen. In Europa gibt es Widerstand gegen die “intelligenten” Zähler. In den Niederlanden wurde die Einführung gestoppt, weil sie gegen Datenschutzrichtlinien verstoßen. In Deutschland gibt es bislang nur Pilotprojekte.

Protest gegen “Smart Meter” in der Dominikanischen Republik:

 

Was sagen eigentlich Wissenschaftler zum “Smart Meter”?

Um Wissenschaftler, die nicht mit der politischen Energiewende konform gehen, ist es in den letzten Jahren still geworden. Eine Ausnahme sind Wissenschaftler des Instituts für Theoretische Physik der Universität Bremen. Sie haben die Konkurrenzsituation der Konsumenten im Computer simuliert und kommen zu dem Ergebnis, der massenhafte Einsatz der neuen Intelligenten Stromzähler sei „ein Schnellschuss, der nicht sorgfältig bis zum Ende durchdacht ist.” Am Strommarkt könne es „chaotisch, wild und zappelig“ zugehen, ähnlich wie an einer Finanzbörse. „Dann wird ein kollektiver Lawinen-Mechanismus ausgelöst, der die Stromnetze extrem belastet – Blackouts wegen unerwarteter Überlastung nicht ausgeschlossen“, so der Bremer Physiker.

 


Unser Lesetipp:

Marc Elsberg: “BLACKOUT – Morgen ist es zu spät”

An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos. Als Europol-Kommissar Bollard ihm endlich zuhört, tauchen in Manzanos Computer dubiose Emails auf, die den Verdacht auf ihn selbst lenken. Er ist ins Visier eines Gegners geraten, der ebenso raffiniert wie gnadenlos ist. Unterdessen liegt ganz Europa im Dunkeln, und der Kampf ums Überleben beginnt …
Blackout_MP3
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Hagen – Gegenwind Hagen

Hagen – Gegenwind Hagen

Gegenwind Hagen fordert “einen mensch- und umweltverträglichen Einsatz von Windkraftanlagen, der keine Spät- und Folgeschäden bei Mensch und Umwelt hinterlässt! Wir fordern einen verbindlichen Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung.”

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Gegenwind Hagen

Gegenwind Hagen fordert “einen mensch- und umweltverträglichen Einsatz von Windkraftanlagen, der keine Spät- und Folgeschäden bei Mensch und Umwelt hinterlässt! Wir fordern einen verbindlichen Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung.”

 

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Mönchengladbach – BI Windkraft mit Abstand

Ziel der BI Windkraft mit Abstand! Keine Windkraftanlagen in Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiete um Buchholzer- und Hardter Wald, mit so geringem Abstand zum Anwohner! Die von der NEW geplanten 500 Meter sind uns 1000 Meter zu wenig.

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BI Windkraft mit Abstand – Mönchengladbach

Ziel der BI Windkraft mit Abstand! Keine Windkraftanlagen in Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiete um Buchholzer- und Hardter Wald, mit so geringem Abstand zum Anwohner! Die von der NEW geplanten 500 Meter sind uns 1000 Meter zu wenig.

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