Pellworm

Pellworm – Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Deutschlands Hierro heißt Pellworm

Der Traum von einer autarken „grünen“ Energieversorgung ist auch für die Insel Pellworm in Deutschland ausgeträumt. Sie ereilt ein ähnliches Schicksal wie die Insel Hierro, die mit ihren etwa 7.000 Einwohnern als “grüne Trauminsel der Zukunft“ auserkoren war. Wie Fachleute vorausgesagt hatten, entpuppte sich die Idee als Alptraum für Hierro, sagte Fred F. Mueller. Nicht viel anders dürfte es den 1.200 Einwohnern auf der Nordseeinsel Pellworm ergehen, eine der zehn ärmsten Gemeinden Schleswig-Holsteins.

 

“Pellworm wird energieautark”

Etwa zeitgleich mit dem Projekt auf Hierro startete ein Pilotprojekt in Deutschland, das dazu dienen sollte, die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Strom nachzuweisen. Nicht nur die “grünbewegten” Medien reagierten überschwänglich und mit Vorschusslorbeeren auf die Pläne.

“Pellworm wird energieautark”, lautete 2013 eine verheißungsvolle Überschrift sogar im wichtigsten Fachblatt der Ingenieure, das an dem Gelingen offenbar keinen Zweifel hegte.

Wind und Sonne liefern den Strom nicht gleichmäßig zu den Zeiten, wenn er gebraucht wird. “An jedem Tag bleiben auf Pellworm rein rechnerisch für 43 Minuten die Lichter aus oder die Melkmaschinen stehen”, schreibt die Welt. Manchmal für längere, manchmal für kürzere Zeit, aber nie berechenbar.

Die Insulaner brauchen noch Strom vom Festland und sind abhängig von Stromlieferungen über zwei 20‐Kilovolt‐Seekabel vom Festlandnetz. Der auf der Insel produzierte Strom, der nicht gleich verbraucht werden kann, lässt sich nicht vollständig speichern. Um das zu ändern, sollten Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen mit Großspeichern, Haushaltsspeichern und einer intelligenten Messtechnik ein intelligentes Stromnetz bilden, das die Menschen auf der Insel zu Selbstversorgern machen sollte.

Die nordfriesische Insel Pellworm sei ein Energiewunder, schrieb das Blatt. Auch das “Energiewunder” Feldheim, ein Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen in Brandenburg, etwa 30 km südlich von Potsdam gelegen, zog Pellworm Besucher aus ganz Deutschland und der Welt an, um sich die Technik erklären zu lassen. Erstaunlicherweise ist Feldheim bis Heute der erste und auch nach Jahren immer noch einzige energieautarke Ort Deutschlands. In dem Dorf wird das Hundertfache des selbst verbrauchten Stroms produziert.

Pellworm produziert mit dem Bürgerwindpark, der Biogasanlage und der Fotovoltaikanlage dreimal so viel Energie, wie die 1200 Bewohner verbrauchen. Aber die dreifache Überproduktion reicht nicht aus, und den Strombedarf der Insel zu decken. Es fehlen für eine zuverlässige Stromversorgung drei Prozent. Nur drei, aber entscheidende Prozent.

 

Optimale Bedingungen auf Pellworm

Die Insel Pellworm wurde als ein idealer Standort für den Aufbau und den Betrieb eines intelligenten Stromnetzes ausgewählt. Dort bläst nicht nur ein kräftiger Wind. Auch die Bevölkerung stehe hinter dem Projekt. Sie unterstütze zu 75 Prozent die erneuerbaren Energien und den dafür notwendigen Ausbau des Stromnetzes, sagt ingenieur.de. Die Insel habe schon 1983 den damals größten Solarpark Europas gebaut. Die Erweiterung durch Windräder habe 1989 das europaweit größte Hybridkraftwerk geschaffen, das die Energie aus Sonne und Wind nutzt.

Als Knackpunkt der Energie-Selbstversorgung Pellworms nennt die Welt ein Problem, das in einem kürzlich veröffentlichten Ergebnispapier nur nebenbei erwähnt wurde. Demnach werden nur 97 Prozent des Verbrauchs auf Pellworm aus vor Ort erzeugter Erneuerbarer Energie gedeckt.

Das Gelingen der autarken Energieversorgung schien nur an einer rechnerischen Kleinigkeit von drei Prozent zu scheitern. Und so kamen clevere Geschäftsleute und Ingenieure, unterstützt vom Bürgermeister der armen Gemeinde, auf die Idee, mit Hilfe von Smart Grids und einem Finanzierungsvolumen von 12 Millionen Euro die lokalen Stromspeicher, Großspeicher und Haushaltsspeicher miteinander zu vernetzen, damit Pellworm energieautark werden konnte. Das Projekt erhielt den Namen “SmartRegion”, eines von Dutzenden Forschungsprojekten seiner Art im Land.

Vorsichtiger und offenbar vorausschauender als die begeisterten Politiker und Medien formuliert aktuell der Projektpartner HanseWerk AG, E.on-Tochter und einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland, das Ziel des Projekts auf seiner Homepage: “Das Projekt wird zeigen, inwieweit die Abhängigkeit von Festlandstrom gesenkt werden kann.”

 

Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Trotz optimaler Bedingungen scheint das Projekt SmartRegion ein vorzeitiges Ende gefunden zu haben. Das Ergebnis des Versuchs lautet kurz und bündig: Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt. E.on habe das Projekt abgeschlossen und werde bald weiterziehen, berichtet die Welt. Zurück bleibe eine Insel, der große Hoffnungen und Versprechungen gemacht wurden, die sich ganz und gar nicht erfüllt haben.

 

12,5 Millionen für das Projekt Pellworm – ein Werbeschlager

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wählte das Projekt SmartRegion in einem bundesweiten Voting zum Publikumssieger 2014. Ein Filmteam der Initiative hat Pellworm besucht und ein Interview mit dem Projektleiter Dieter Haack gedreht.

 

Insgesamt flossen nach Angaben von Hansewerk mehr als 12 Millionen Euro in das Projekt SmartRegion Pellworm. Rund ein Drittel bezahlte das Bundeswirtschaftsministerium. Das Projekt sollte neue Wege für eine umweltfreundliche und marktorientierte Elektrizitätsversorgung aufzeigen. In politisch korrekter Förderantragssprache heißt es, dass auf Basis erneuerbarer Energien und mit Hilfe hybrider Speichertechnologie gezeigt werden soll, dass deutlich mehr von der vor Ort erzeugten, CO²-freien Energie auch vor Ort verwendet werden kann.

Zu den Projektpartnern gehören: Hansewerk (E.on-Tochter), Schleswig-Holstein Netz AG, Fachhochschule Westküste, Fraunhofer-Institut, Saft Group, IFHT RWTH Aachen, Gustav Klein, Gemeinde Pellworm.

 

Die Ausführung

Der Energiekonzern E.On und die Schleswig-Holstein Netz AG sollten ein Speichersystem errichten und sämtliche Stromanschlüsse der Insel über Datenverbindungen mit den Windkraft- und Photovoltaikanlagen koppeln. Auf diese Weise sollte der zu viel erzeugte Strom direkt in große Speicher mit Lithium-Ionen- und Redox-Flow-Batterien oder dezentrale Haushaltsspeicher fließen. Regelbare Ortsnetz-Transformatoren sollten die spezielle Leistungselektronik und das Energiemanagementsystem steuern. Das Energiesystem sollte besser genutzt werden und dadurch leistungsfähig sowie bezahlbar bleiben, erklärt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG, gegenüber dem Informationsdienst Bine.

Die Träume reichten weit. Selbst der in den Batterien von Elektromobilen gepeicherte Strom sollte laut ingenieur.de mit Hilfe der Vernetzung ins Netz eingespeist werden können.

 

Was blieb den Pellwormern außer einer Desillusionierung?

Die Pellwormer stellten für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung. Sie ließen in ihren Häusern Strommessgeräte, Stromspeicher und Stromzähler einbauen, die inzwischen wieder abgebaut wurden. E.on hat sich bei den Kunden recht herzlich bedankt – das war’s für Pellworm. Kein einziger Arbeitsplatz ist für die Inselbewohner entstanden. Die Handwerksarbeit wurde während des Projekts an Betriebe auf dem Festland vergeben, berichtet die Welt. Die Softwareentwicklung und Auswertung der Messdaten hätten beteiligte Projektpartner etwa an der Universität in Aachen oder im Fraunhofer-Institut übernommen.  Über die zukünftige Nutzung der weißen Batteriecontainer wollen die HanseWerk-Manager erst Ende des Jahres entscheiden.

Die Insel drohe auszusterben, sagt Bürgermeister Feddersen. In seiner Verzweiflung träume er von der Energiezukunft seiner Insel. Zum symbolischen Preis von einem Euro würde die Gemeinde die Batterieanlage übernehmen, sagt er der Welt. Gemeinsam mit der Fachhochschule im benachbarten Heide möchte er dann an einer wirklich autarken Energieregion forschen.

 

Die Karawane zieht weiter

Das auf Hierro realisierte Projekt betrachtet der Wissenschaftsjournalist Fred F. Müller als typisch für so viele Vorhaben, die von angeblich „grünbewegten“ Geschäftemachern mit reichlich zur Verfügung gestellten öffentlichen Geldern durchgezogen und von ihren Handlangern in den Medien über den grünen Klee gelobt werden. “Es werden große Versprechungen gemacht, satte Förderungen eingestrichen und wunderschön anzusehende nagelneue Installationen in die Landschaft geklotzt.” Die Initiatoren erhalten reichlich Gelegenheit, sich und ihre Rolle bei dem Vorhaben effektvoll in Szene zu setzen, sagt er. Und nachdem alles abgegrast und der Zweck erfüllt ist, zieht die Karawane weiter. Das weiß spätestens jetzt auch Pellworm.

 

Quellen:

Foto: http://www.smartregion-pellworm.de


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Preisobergrenzen für Strom

Preisobergrenze für Strom in Großbritannien?

Eine Preisobergrenze für Strom in Großbritannien in Sicht

Die britische Regierung steht politisch unter Druck, eine Preisobergrenzen für Strom einzuführen. Regierungsquellen deuten darauf hin, dass Preisobergrenzen innerhalb von vierzehn Tagen und vor den Kommunalwahlen am 4. Mai eingeführt werden, so dass die Regierung politische Vorteile daraus gewinnen kann, berichtet die Daily Mail.

Dem Plan des Torymitglieds MP John Penrose sieht eine “relative Preisobergrenze” vor. Danach soll ein Tarif festgesetzt werden, der nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz über dem günstigsten Angebot eines Stromlieferanten liegt. Der Vorschlag wird von Industrie- und Regierungsquellen gleichermaßen als das wahrscheinliche Modell für Preisobergrenzen angesehen .

In einer Vorlage zu einer Regierungsberatung zu diesem Thema, das die The Mail on Sunday einsehen konnte, schlägt Penrose vor, dass die Einführung einer relativen Preisobergrenze von einer “Sonnenklausel” begleitet werden sollte, die darauf abzielt, die Preisobergrenze dauerhaft zu verhindern.

Ministerpräsident Theresa May habe wiederholt den Energiemarkt kritisiert und im vergangenen Monat erklärt, dass die Energiepreise innerhalb von 15 Jahren um 158 Prozent gestiegen seien, wobei die ärmsten Familien von den höchsten Tarifen getroffen wurden.

 

18 Prozent höhere Stromkosten für britische Stromkunden allein in diesem Jahr

Der Energieversorger EDF Energie hat laut Daily Mail  letzte Woche erneut für Empörung gesorgt, als das Unternehmen die Strompreise zum zweiten Mal in vier Monaten anhob. Ab dem 21. Juni sollen die Strompreise um 9 Prozent und die Gaspreise um 5,5 Prozent steigen. Das bedeutet, dass 1,5 Millionen EDF-Kunden 18 Prozent mehr für Strom in diesem Jahr zahlen werden, nahezu £ 100 mehr als bisher. EDF ist eines der Big Six Energieunternehmen, die die Energieversorgung mit etwa 90 Prozent Marktanteil beherrschen.

“Preiskappen sehen unvermeidlich aus und ich kann es bis zu einem Punkt verstehen”, sagte Peter Atherton von Cornwall Energy. “Wir sind in einer Periode, in der die Preise sehr stark ansteigen werden, auch wenn sich die Großhandelspreise aufgrund der Kosten der Regierungspolitik stabilisieren.” Es sei aber noch schwer zu sehen, ob die Preiskappen eine gute Idee sind, wendet er ein. Jeder Preismechanismus sei offen für Manipulation und sogar eine relative Preiskappe würde Unternehmen den Weg öffnen, um ihre Tarife in einer Weise zu manipulieren, die billige Angebote umgehen könnten.

Quelle:

http://www.dailymail.co.uk/money/news/article-4414598/Calls-sunset-clause-caps-energy-bills-loom.html

Foto: geralt, pixabay

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Solarstraße

Die erste Solarstraße der USA ist ein Desaster

Der Prototyp einer Solarstraße in Idaho sollte eine möglichst grüne Energiezukunft darstellen. Versprochen wurden Straßen, die Strom produzieren können. Sie sollten computergesteuert, modular und austauschbar sein, mit programmierbaren Lichtern, die als Straßenmarkierungen funktionieren würden, die während des Tages sichtbar wären. So war es gedacht. Technische Probleme haben den Hoffnungen jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Principia Scientific International fasst wichtige Stationen der Solar Roadways zusammen.

Technische Probleme lassen das Projekt Solar Roadways scheitern

Der Prototyp der Solarstraße, der Strom für einen Wasserbrunnen und die Lichter in einer Toilette liefern sollte, konnte nicht einmal in Betrieb genommen werden. 75 Prozent der Panels zerbrachen, bevor sie installiert wurden.

Von den 30 Solarpanelen, die für einen “Solar-Fußweg” installiert werden sollten, waren 18 Platten wegen eines Herstellungsfehlers unbrauchbar. Der Regen zerstörte weitere vier Panelen. Nur fünf Tafeln funktionierten. Ein Elektroingenieur sagt, dass kein einziges Versprechen über den Prototyp eingehalten werden konnte.

 

Solarstraße – ineffizient und teuer

Entwickler hatten über 6,5 Jahre an dem Projekt gearbeitet und 3,9 Millionen Dollar in die Entwicklung gesteckt. Die Installationskosten betrugen mehr als $ 500.000 und wurden über einen Zuschuss der Landesregierung bereitgestellt. Das U.S. Verkehrministerium vergab 750.000 Dollar Fördergelder für die Erforschung des Systems, zusätzlich weitere Subventionen in Höhe von 850.000 Dollar. “Solar FREAKIN’ Roadways “erhöhte den Betrag um weitere 2,2 Millionen Dollar durch eine Crowd-Finanzierung, obwohl mehrere Wissenschaftler die Idee öffentlich entlarvt hatten.

Wissenschaftler kritisierten immer wieder die Grundidee des Projekts. Sie wiesen darauf hin, dass die Solarpanelen auf den Straßen nicht geneigt seien, der Sonne zu folgen. Dies mache sie unglaublich ineffizient, weil sie zu den Zeiten, wenn die Sonne nicht scheint, nicht in der Lage sind, als Straße zu dienen.

Das Projekt hatte einen massiven Internet-Hype hervorgerufen. Solar FREAKIN’ Roadways habe eine krönende Berichterstattung in der Huffington Post, Nature World News, Newsweek, Wired, Ecowatch und National Geographic erhalten. Das Programm wurde von politischen Führern wie dem Republikaner aus Idaho, Sen. Mike Crapo, unterstützt.

Sie können den aktuellen Stand der SOLAR ROADWAYS hier live sehen: World’s first ever public installation of Solar Roadways!
Lesen Sie mehr: dailycaller.com

Quelle:
Principia Scientific International

America’s First Solar Roadway Is A Total Disaster

Foto: Video

 


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Tesla

Tesla baut eine riesige Solarenergieanlage auf der Insel Kauai und verkauft Strom

Tesla ist jetzt im Geschäft mit dem Verkauf von Strom und verkauft “sauberen Strom” an die Elektrizitätsgesellschaft der Insel Kauai/Hawaii.

Inseln im Pazifischen Ozean eignen sich sehr gut, um Sonnenkollektoren zu installieren. Bisher müssen die Inseln, wie zum Beispiel Kauai in Hawaii, Strom aus importiertem Dieselkraftstoff produzieren. Viele Privathaushalte und Unternehmen haben inzwischen Solaranlagen installiert, aber damit auch ein Problem. Denn die Stromnachfrage und das Stromangebot decken sich oft nicht, weil die “Renewables” wetterabhängig sind und nicht kontinuierlich Strom produzieren können.

In diese Versorgungslücken springt Tesla und bietet einen Powerpack an. Das ist eine massive Batterie, die Strom während des Tages speichern kann, wenn das Angebot reichlich vorhanden ist, und ihn entlädt, wenn die Nachfrage nach Sonnenuntergang nach oben geht.

Das Kauai-Projekt (KIUC) besteht aus einer 52-Megawatt-Batterie-Installation und einem 13-Megawatt SolarCity Solarpark. Tesla und das Elektrizitätsunternehmen Kauai Island Utility Cooperative glauben, dass das Projekt den fossilen Brennstoffverbrauch um 1,6 Millionen Gallonen pro Jahr reduzieren wird.

Tesla ist in das Geschäft mit Stromverkauf eingestiegen

KIUC hat die Sonnenkollektoren und das Batteriesystem von Tesla nicht direkt gekauft. Stattdessen hat das Dienstleistungsunternehmen mit Tesla vertraglich vereinbart, Strom von Tesla zu kaufen. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 20 Jahren, zu einem Preis von 13,9 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist Tesla in Wirklichkeit im Stromerzeugungsgeschäft.

Anfang Februar 2017 hat sich der US-Elektroautobauer von Tesla Motors in Tesla Inc umbenannt. Die Strategie von Tesla-Chef Elon Musk ist klar erkennbar. Im vierten Quartal 2016 hatte Tesla die Übernahme von Amerikas größtem Solarinstallateur SolarCity vollzogen. Tesla bietet nicht nur Elektroautos und Energiespeicher an, sondern auch Solarmodule und jetzt auch Strom. Energie aus einer Hand.

Das KIUC-Projekt ist das erste große Solar-Plus-Storage-Projekt für Tesla seit seiner $ 2,6 Milliarden Akquisition von SolarCity im vergangenen Jahr. Tesla sagte in einer Erklärung, dass es mit Energieversorgern auf der ganzen Welt arbeiten werde, um durch den eigenen Aufbau einer nachhaltigen Stromversorgung mit Erneuerbare Energien Hindernisse zu überwinden. Stationäre Speicher werden langfristig wahrscheinlich ein so groß Geschäft sein wie das Auto Geschäft, sagte Tesla CEO Elon Musk im vergangenen Jahr. Musk erwartet, dass sie tatsächlich pro Jahr eine wahrscheinlich mehrmals so hohe Wachstumsrate haben werden, wie das Auto-Geschäft.

Quelle:

Foto: Tesla


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kommunale Kassen

Lassen sich mit Windrädern kommunale Kassen sanieren?

Birkenfeld ist eine Stadt im Landkreis Birkenfeld im südwestlichen Teil von Rheinland-Pfalz und Sitz der Kreisverwaltung. Der Landkreis hat 90 Ortsgemeinden mit etwa 80.000 Einwohnern. Birkenfeld ist ein staatlich anerkannter Erholungsort mit fast 6.700 Einwohnern und einer Universität, dem Umwelt-Campus Birkenfeld, ein Außenstandort der Hochschule Trier.

In der Verbandsgemeinde Birkenfeld sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Windparks entstanden. Zu den 38 Windrädern, die Anfang 2016 in der Verbandsgemeinde Birkenfeld standen, sollten 30 weitere in den nächsten Monaten noch hinzukommen. Die Warnungen der Bürgerinitiative „Energiewende mit Vernunft“ vor der Zerstörung der Naturlandschaft und negative Auswirkungen auf den Tourismus stießen bei dem Verbandsbürgermeister Bernhard Alscher auf Unverständnis.  Auch von Gesundheitsgefahren für die Bürger durch Infraschall oder Schattenschlag wollte der Verbandsbürgermeister nichts wissen.

Stattdessen sah der Verbandsbürgermeister in der Windkraft eine lukrative Einnahmequelle für verschuldete Gemeinden, pro Rad rechne der Bürgermeister mit bis zu 50.000 Euro Pacht im Jahr, berichtete der swr im Februar 2016. Alscher habe seine Entscheidung wie folgt begründet: „Der Schuldenstand wird immer größer, man wird immer mehr eingeengt und ich merke das jetzt, dass bei mir in der Verbandsgemeinde sich die Kommunen unterschiedlich entwickeln, denn die einen haben Geld und die anderen haben keins.” Mit 53,2 Prozent der Stimmen wurde Bernhard Alscher (Birkenfelder Freie Liste) im April 2016 bei der Verbandsgemeindewahl wiedergewählt.

Mit den Berechnungen des Verbandsbürgermeisters hat sich ein Leser auseinandergesetzt:

Ertrag der Birkenfelder Windräder

Die Sanierung kommunaler Kassen

Viele Ortsbürgermeister möchten mit der Windkraft ihre kommunalen Kassen sanieren und Privatleute möchten sich eine goldene Nase verdienen. Dabei tritt der eigentliche Grund für die horrenden Kosten der Energiewende in den Hintergrund. Der Atomausstieg und die Rettung des Weltklimas sind zweitrangig geworden. Wäre irgend jemandem ernsthaft an der Lösung eines dieser 3 Probleme gelegen, dann müsste die Lösung anders aussehen.

Beispiel Birkenfeld:

Ein Birkenfelder Windrad (2,35 MW) kann mit einem jährlichen Energieertrag von etwa 3500 MWh (Megawattstunden) rechnen. Bei einer Einspeisevergütung von 9,2 Cent/kWh für die ersten 5 Jahre sind jährliche Einnahmen von etwa 320 000 €uro zu erwarten.
In einer Fernsehsendung im SWR haben sich Bürgermeister Kowalski und VG-Bürgermeister Dr. Alscher gemeinsam beklagt, dass der Stadt Birkenfeld 50 000 Euro pro Windrad im Jahr verloren gehen, wenn diese nicht ans Netz gehen dürften. Im Gegensatz zur Absichtserklärung unserer Politiker bleibt die Wertschöpfung durch die Windkraft – die keine ist, weil sie auf Subventionen beruht – nicht im Land, denn etwa 290.000 Euro pro Windrad nehmen die Betreiber jährlich mit nach Hause, in diesem Fall nach
Frankfurt. Darin ist auch die Finanzierung der Windkraftanlagen enthalten.

Die Leistung der Birkenfelder Windräder:
Leistung: P = 2350 kW (Kilowatt) pro Windrad
Ertragsfaktor: k = 17% (in den Mittelgebirgen)

Der zu erwartender jährlicher Energieertrag (pro Windrad)
W = P x k x 8760 h
W = 2350 kW x 0,17 x 8760 h = 3 499 620 kWh (Kilowattstunden)

Einspeisevergütung für Windkraft: 9,2 Cent / kWh.
mittlerer Erzeugerstrompreis: 6,74 Cent / kWh
Kosten EEG-Umlage: 6,17 Cent / kWh
Grundvergütung für Windkraft: 5,02 Cent / kWh
Strompreis an der Börse ca. 4,00 Cent / kWh

Die zu erwartende Gesamteinnahmen für 3 Windräder:
= 3 x (3 499 620 kWh x 0,092 € / kWh) = 965 895 Euro (pro Jahr)

Kosten für das EEG für 3 Windräder:
= 3 x (3 499 620 kWh x 0,0617 € / kWh) = 647 799 Euro (pro Jahr)

Subvention des Strompreises:
Börsenstrompreis ca.: 3,5 Cent / kWh
Einspeisevergütung: 9,2 Cent / kWh
Subvention: 5,7 Cent / kWh
Die Subvention ergibt sich aus der Differenz zwischen Einspeisevergütung und dem mittleren
Börsenstrompreis.

Daraus ergibt sich eine Subvention von
= 3 x (3 499 620 kWh x 0,057 € / kWh) = 598.435 Euro (pro Jahr)

Beim Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft BDEW) ist ein höherer Betrag von 6,9 ct / kWh angegeben, der sich eventuell mit der garantierten Ersatzzahlung für nicht eingespeisten Strom bei Energieüberschuss im Netz erklären lässt.

Überlegung:
Der Pro Kopf Verbrauch eines Bundesbürgers an Strom liegt etwa bei 1600 kWh. Es kommt jedoch darauf an, ob die Menschen in Ein-, Zwei-, oder Mehr-Personenhaushalten leben, oder in Ein- oder Mehrfamilienhäusern wohnen. Auch spielt es eine Rolle, ob sie ihr Brauchwasser elektrisch aufheizen oder mit fossilen Brennstoffen. Es ist anzunehmen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch in ländlichen Regionen genau aus diesen Gründen über dem Durchschnittswert liegt.

Der jährliche Stromverbrauch der 6700 Einwohner von Birkenfeld würde demnach bei
6700 x 1600 kWh = 10,7 MWh (Megawattstunden) liegen. Dem stehen etwa 10,5 MWh gegenüber, die die Birkenfelder Windräder erzeugen. Bilanziell würde das übers Jahr gesehen ungefähr passen.

Da der jährliche Stromverbrauch der Birkenfelder Bürger in etwa der Energiemenge entspricht, die von den 3 Birkenfelder Windrädern generiert wird, ist es zulässig diese Zahlen gegenüberzustellen. Die Birkenfelder verbrauchen „bilanziell“ nur Windstrom.

Die Birkenfelder gehören offensichtlich nicht zu den Gewinnern der Energiewende.
Das ist die teuerste Kassensanierung, die man sich vorstellen kann.
Hätte Birkenfeld nur 670 Einwohner dann würden pro Einwohner natürlich 135 Euro pro Kopf im Jahr herauskommen. Das zeigt wie sehr unsere Landschaft durch die vielen kleinen Dörfer kaputt gemacht wird, die 3 oder 4 Windräder bauen.

Die Frage ist:
Wie würden wir unsere Kassen sanieren, wenn die Katastrophe in Fukushima nicht stattgefunden hätte?

Quellennachweise:

  • CO2 – Emissionen Welt: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/179260/umfrage/die-zehn-groessten-c02-emittenten-weltweit/
  • 5 Megawatt Batterie-“Speicher“: http://www.windkraft-journal.de/2014/09/17/5-megawatt-batterie-grossspeicher-stabilisiert-netzfrequenz-einer-konventionellen-50-megawatt-turbine
  • Pro Kopf Stromverbrauch: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
    http://www.die-stromsparinitiative.de/stromkosten/stromverbrauch-pro-haushalt/
  • EEG Umlage: Ökoinstitut Berlin http://www.oeko.de/oekodoc/1825/2013-495-de.pdf
  • EEG-Umlage (Zusammensetzung des Strompreises): Rhein-Zeitung vom 16.10.2015
  • SWR: http://www.swr.de/landesschau-aktuell/rp/trier/buergermeisterwahl-in-der-vg-birkenfeld-windkraft-mischt-wahlkampf-auf/-/id=1672/did=17032876/nid=1672/hlhtl9/

Foto: Kreisstadt Birkenfeld. Am Horizont der Nationalpark Hunsrück-Hochwald und der Erbeskopf, http://www.camping-waldwiesen.eu/de/bildergalerie


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Enttäuschendes Börsenjahr 2016 für die Anleger grüner Aktien

Für die Anleger grüner Aktien ist das Börsenjahr 2016 enttäuschend verlaufen, meldet das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (iwr). Zu den eindeutigen Branchen-Gewinnern im RENIXX zählen 2016 die Ökostrom-Versorger und Betreiber, die von stabilen und kalkulierbaren Erträgen profitieren.

Die Aktien der Windenergieanlagen-Hersteller haben mit Ausnahme von Gamesa aus Spanien (+19 Prozent) nachgegeben. Besonders schwach tendierte 2016 die Nordex-Aktie (-38 Prozent), die im Vorjahr noch größter RENIXX-Gewinner war. Abschläge verzeichneten auch Vestas (Dänemark, -8 Prozent) und Goldwind (China, -7 Prozent).

Eindeutiger Verlierer im Börsenjahr 2016 ist die Solarbranche, die global mit einem hohen Preisdruck zu kämpfen hat. Die höchsten prozentualen Kursverluste verzeichnen die Aktien von Sunpower aus den USA (-77 Prozent), Meyer Burger aus der Schweiz (-63 Prozent), Canadian Solar aus Kanada (-57 Prozent) und Solaredge aus Israel (-55 Prozent). Auch die Aktie des Herstellers von Solar-Wechselrichtern SMA verliert binnen Jahresfrist um mehr als die Hälfte an Wert (-52 Prozent).

Zu den eindeutigen Branchen-Gewinnern im RENIXX zählen 2016 die Ökostrom-Versorger. Fünf der insgesamt sechs im RENIXX gelisteten Versorger beendeten das Jahr mit Kursgewinnen. Besonders kräftig legten Innergex Renewable (Kanada, +30 Prozent), Verbund (Österreich, +27 Prozent) und Brookfield Renewable (Kanada, +18 Prozent) zu. Die Versorger und Betreiber profitieren von stabilen und kalkulierbaren Erträgen.

RENIXX ist der Aktienindex für erneuerbare Energien (engl. Renewable Energy Industrial Index). Er soll die Kursentwicklung von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren bzw. regenerativen Energien wie Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft und Brennstoffzellen abbilden. Die Aufnahme in den Index und die Gewichtung basieren auf der Free Float Marktkapitalisierung an den deutschen Börsen.


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Naturstromspeicher

“Naturstromspeicher” – Der Erfolg eines Lügensystems

Fehlende Stromspeicher sind eine permanente Einladung an Hasardeure zum Etikettenschwindel. Sie sind die Achillesverse der Energiewende. Man werde sie schon rechtzeitig erfinden, verkünden die Lobbyisten der Wind- und Solarindustrie seit Jahren, aber sie würden erst dann benötigt, wenn die Windenergie und Solaranlagen genügend Strom erzeugten. Nachdem hunderte von Milliarden Euro in den Ausbau der Wind- und Solarindustrie gesteckt wurden, gibt es Strom aus Erneuerbaren Energien in Spitzenzeiten im Überfluss, aber immer noch keine geeigneten Stromspeicher. Die Energiewende ist außer Kontrolle geraten und schafft dadurch ein goldenes Zeitalter für Glücksritter in der Ökoindustrie, die sich um Projekte wie zum Beispiel das Projekt “Naturstromspeicher” in Gaildorf, im Nordosten Baden-Württembergs, scharen. 

pinwheel-1056108_640Die Erneuerbaren Energien sind weit davon entfernt, den Strombedarf jemals decken zu können, sie sind unberechenbar und erzeugen zu bestimmten Zeiten so viel Strom, dass sie die Netze überlasten. Das Ausland schützt sich vor der “Stromflut” aus Deutschland. Entweder verwendet es sogenannte Phasenschieber, die eine Überlastung und einen Blackout der eigenen Stromnetze verhindern (Polen, Tschechien, Slowakei). Oder es nimmt Deutschland den Strom gegen Bezahlung hoher Beträge ab (Österreich, Schweiz). Dadurch werden die eigenen, sauberen Wasserkraftwerke in deren Ländern unrentabel und geraten in Existenznot.

Die Begleiterscheinungen der ungeplanten und auch für die stabile Stromversorgung in Europa gefährlichen Energiewende in Deutschland machen sich skrupellose Geldschneider aus dem Bereich der Technologie zu Nutze. Fördergelder fließen in Mengen. Auch die verrücktesten Ideen werden von Politikern und Medien als innovative Ideen gefeiert, die sich bei genauerem Hinsehen dann doch als Luftnummern entpuppen. Eine solche Luftnummer ist das kombinierte Windkraft-Pumpspeicherkraftwerk “Naturstromspeicher”.

“Naturstromspeicher” – Ein Musterprojekt der Unvernunft in Gaildorf

Den beschönigenden Namen “Naturstromspeicher” verlieh der Baukonzern Max Bögl (Neumarkt/Oberpfalz) einem Pilot-Projekt in Gaildorf,  Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, für das er eigens eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ins Leben rief, die MBS Naturstromspeicher GmbH. In der nordbayerischen Presse, im Einzugsgebiet des Baukonzerns, wurde das Projekt überschwänglich „über den grünen Klee“ gelobt, berichtet die “Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof” auf ihrer Homepage. Warum auch nicht, denn das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Musterprojekt propagiert und mit Mitteln in Höhe von 7.150.000 € aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert. Eine Lizenz zum Gelddrucken für die Projektierer, Verpächter und andere Subventionseinstreicher. Und eine Verführung für eine untertänige Presse.

Firmengruppe Max Bögl

Die Firmengruppe Max Bögl ist ein Bauunternehmen mit Sitz in Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz. Es ist international tätig, der Umsatz belief sich 2015 auf 1,6 Mrd. Euro. Die Rechtsform ist eine Stiftung & Co. KG. Für den Bau der Windenergie-Pumpspeicher-Anlage ist die MBS Naturstromspeicher GmbH zuständig.
Zu den Projekten von Max Bögl gehören die Errichtung der größten freitragenden Halle der Welt, der Luftschiffhalle der Cargolifter AG in Brand bei Berlin, der Bau von drei U-Bahnhöfen in Amsterdam, der Bau von Fahrwegträgern für die erste kommerziell betriebene Transrapidstrecke der Welt in Shanghai, der Bau einer Staumauer, Renovierung von Brücken, Bau von Stadien und Shopping-Centern und der Bau des Windkraftwerks auf dem Winnberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) usw.  Auch am Bau des Fildertunnels in Stuttgart war Böger beteiligt.

Einige Projekte waren mit Skandalen verbunden, in denen es um Bestechung und auch um Todesfälle ging. Zu den skandalträchtigen Projekten gehört auch die Cargolifter AG. Die Halle wurde gebaut, aber für das Luftschiff gab es, wie Ingenieure 2002 in der Sendung Panorama berichteten, keinen seriösen Bauplan. Panorama berichtet: “Es war möglicherweise ein gigantisches Betrugsmanöver, das Anleger und den Staat über 300 Millionen Euro gekostet hat. Das legen Aussagen beteiligter Ingenieure und Techniker nahe, die jetzt gegenüber dem ARD-Fernsehmagazin Panorama ihre Erlebnisse schildern.”

Die Presse in der Hand der Windkraft-Profiteure

Die Projekt-Homepage “naturspeicher.de” von Bögl zeigt den Fortschritt der Bauarbeiten des “Naturstromspeichers”, der aus einer Kombination aus vier Windkraftindustrieanlagen, die Bögl mit dem freundlicher klingenden Namen “Windpark” bezeichnet, mit einem Pumpspeicherkraftwerk:

Ein Blick hinter den Bauzaun. Keine „Sommerpause“ für den Naturstromspeicher: Auch in den vergangenen Wochen wurde im Wald oberhalb von Gaildorf kräftig gearbeitet.”

“Hinter dem Bauzaun” sind Bilder einer zerstörten Landschaft zu sehen, so dass der Anblick
Naturschützern die Sprache verschlägt. (s. unten). Der “Naturstromspeicher” wird als Vorzeigeprojekt gefeiert. Soll die Landschaftszerstörung ein Vorbild sein?

Bögl erwähnt die Regionalzeitung “Rundschau – Südwestpresse” anerkennend und verlinkt sie. Bögl: “Der Redakteur zeigte sich nach dem Termin vor Ort besonders beeindruckt davon, wie auf der Baustelle alles Hand in Hand läuft.” Der Redakteur war dermaßen beeindruckt, dass er seinen Text von der Vorlage des Bögl-Unternehmens abschrieb:

“Keine Sommerpause beim Naturstromspeicher. Auf der Baustelle für das Projekt Naturstromspeicher in Gaildorf kennt man keine Sommerpause. Während der Ferien wird eifrig gearbeitet.”

“Naturstromspeicher”

“Naturstromspeicher” gibt es nicht, so wenig wie es Naturstrom gibt. Die Bezeichnung nährt die Illusion, dass die Anlage in Gaildorf Strom speichern kann, um damit die Bevölkerung zu versorgen (Gaildorf hat rund 12.000 Einwohner). Das ist Unsinn, und Bögl behauptet dies auch nicht. Es geht lediglich, wie immer in der Werbung, um einprägsame Begriffe und Bilder, die, ebenso wie “Windpark”, positiv besetzt sind und Emotionen berühren. Die Bezeichnung “Naturstromspeicher” lässt sich reibungsfrei in die Ideologie von Politikern aus den etablierten Parteien, von Kirchen und NGOs implementieren.

Dies erleichtert ihnen, ihr Zusammenspiel mit Konzernen, die im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, zu rechtfertigen.
Manche Kritiker hat diese Art der Connection zwischen Politik, NGOs und Konzernen dazu bewogen, von einer “linksversifften Mafia” zu sprechen. Damit meinen sie einen ökologisch-industriellen Komplex, der sich im Namen des Klimawandels ohne Rücksicht auf die negativen Folgen der Energiewende auf Kosten der Bevölkerung die eigenen Taschen vollstopft. Die Industrieanlage in Gaildorf, hergestellt mit Erdöl und Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken, gilt für sie nur als ein weiteres Beispiel.

Modellprojekt der Energiewende

Der “Naturstromspeicher” wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als ein Modellprojekt der Energiewende vorgestellt. Unter der Bezeichnung “Naturstromspeicher” bietet Bögl die Anlage auch anderen Interessenten zum Kauf an. Der Werbe-Flyer der MBS Naturstromspeicher GmbH enthält wichtige Schlüsselworte der Öko-Werbeindustrie für Erneuerbare Energien: Speicher, Ausgleich von Spannungsschwankungen im Stromnetz, Flexibiliät, Stabilität, Wirtschaftlichkeit, überschaubare Kosten. Die Aufzählung genügt, die Versprechen sind verklausuliert, Berechnungen des wirtschaftlichen Nutzens gibt es nicht oder werden nicht veröffentlicht.

Das heißt: Auch in Zukunft werden Grundlastsysteme in demselben Umfang wie bisher zur Verfügung stehen müssen. Gleichzeitig verbessert ihr Einsatz die Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffreserve.”Sollten Flexibilitätskraftwerke gebaut werden, um die Brennstoffreserven (Kohle, Öl, Uran) zu schonen, könnte man sich die Vergeudung von Brennstoffreserven  für den Bau von Flexibilitätskraftwerken ersparen, denn die Brennstoffreserven für Kernkraftwerke reichen hunderttausende von Jahren. Kohle- und Kernkraftwerke sorgen dagegen für eine gleichmäßige Auslastung und stehen zu jeder Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Windkraft- und Solaranlagen sind für die Versorgung unwirtschaftlich und überflüssig.

Ohne eine genaue Aufschlüsselung der Kosten für Wartung, Rückbau, Eingriffe ins Wassersystem, in die Biosphäre, für Umweltfolgeschäden, sind Werbeversprechen dieser Art Betrug.

Das Konzept für überschaubare Fixkosten

“Neben einem unkomplizierten Genehmigungsverfahren sorgt das Konzept für überschaubare Fixkosten statt individueller langwieriger Projektarbeit.”Ein “unkomplizierten Genehmigungsverfahren” ist nur möglich, wenn bestehende Landschafts-, Natur- und Tierschutzgesetze gekippt werden.

 Werbe-Flyer “Naturstromspeicher”  Die Realität
“Bisher brauchen wir überwiegend Brennstoff-getriebene Kraftwerke, um die schwankende Stromerzeugung von Erneuerbaren Energien auszugleichen.” Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob Kraftwerke grundlastfähig (Kohle, Gas oder Kernkraft) sind oder nicht (Windenergie- und Solaranlagen).
“Das übernehmen in Zukunft zu einem Gutteil spezielle Flexibilitätskraftwerke wie der Naturstromspeicher.”
“Sie können Regelleistung für den kurzfristigen Ausgleich anbieten.”
Den Ausgleich das Pumpspeicherwerk nur für maximal 2 Stunden (für 12.000 Einwohner) übernehmen. Dann müssen Kohle- und Kernkraftwerke einspringen. Dadurch erhöht sich deren Verschleiß – mit Auswirkungen auf die Stromkosten.
“Flexibilitätskraftwerke werden zur zweiten Säule der Energiewende.” Spezielle “Flexibilitätskraftwerke” existieren als Träumereien, nicht in der Realität. Solange dezentrale Energieerzeuger mit überregionalen Stromnetzen verbunden sind, ist eine sichere Stromversorgung insgesamt nicht möglich.
“Naturstromspeicher” sind keine zweite Säule der Energiewende, sondern der zweite Griff am Sarg des Untergangs.
“Und das gleich mit dreifachem Nutzen: Sie vermeiden die teure Abregelung der Anlagen für Erneuerbare Energien und halten die Netze stabil.
“Unser Pumpspeicher fügt sich ohne größere
Einschnitte gut in die Landschaft ein. Deshalb kann er problemlos an vielen Standorten realisiert werden.”
Die Landschaftszerstörung ist gravierend und bleibend, wie man aus den von dem Unternehmen selbst beigefügten Fotografien ersehen kann. Die Eingriffe in die Landschaft sind irrational.
“Das Druckrohr aus Polyethylen (PE) verbindet Ober- und Unterbecken. Unsere spezielle Verlegetechnik, eine Eigenentwicklung, erlaubt einfaches und schnelles Bauen.” Polyethylen (PE) ist ein Erdölprodukt. Auch die Maschinen, die für den Bau des
“Naturstromspeichers” benötigt werden, bestehen aus Industrieprodukten. Sie werden mit Hilfe der Primärenergie Kohle und Erdöl hergestellt. Anstatt fossile Energien zu sparen, kurbelt die Energiewende deren Verbrauch an.

Etikettenschwindel

Viele Fragen sind ungeklärt. Die im Becken befindlichen Fische werden abgefischt, heißt es. Wie oft? Was passiert mit den Schwebstoffen, die sich im Wasser befinden (Sand, Sedimente)? Wie oft müssen Revisionstaucher den im Turm integrierten Wasserspeicher säubern? Die Anlage fällt komplett aus, wenn der Fluss nicht genügend Wasser führt. Sowohl bei der Erstbefüllung als auch zur Wiederbefüllung nach Reparaturen beträgt eine Wasserentnahme aus dem Kocher genehmigte 2 m³/s, sofern der verbleibende Mindestabfluss des Kocher 10 m³/s beträgt.

Die Vermutung liegt nahe, dass es bei Großprojekten (Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Energiewende), in denen Staat und Großunternehmen miteinander verwoben sind, nicht um die Lösung von Aufgaben, sondern um die Verteilung von Geld geht, wobei Institutionen wie zum Beispiel die Fraunhofer Gesellschaft als staatlich subventionierte Auftragsnehmerin dafür die wissenschaftliche Fassade liefern. So ist es auch nicht verwunderlich, das die Bürgerinitiative Vernunftkraft zu dem Ergebnis kommt: “Was beim ersten Hören und für unbedarfte Ohren gut klingt, ist in Wahrheit ein doppelter Etikettenschwindel: Erstens gibt es keinen “Naturstrom” und zweitens sind Pumpspeicherkraftwerke keine ernstzunehmende technische Option.”

Dennoch werde von vielen Politikern der Eindruck erzeugt, als sei die Speicherung bereits Realität oder in greifbarer Nähe. Dr.-Ing. Detlef Ahlborn geht der physikalischen Plausibilität verschiedener “Speichertechnologien” auf den Grund.

Meinungswandel in Gaildorf

Die “Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof” ist überzeugt, dass sich “angesichts des jetzt auch für die breite Öffentlichkeit immer stärker ins Bewusstsein rückenden Naturfrevels und der immer deutlicher zutage tretenden Nachteile für Mensch, Landschaft und Natur” die Einstellung der Bevölkerung geändert habe. Die Stadt Gaildorf hatte im Jahr 2011 eine Umfrage zum Projekt Naturstromspeicher initiiert. Beim Bürgerentscheid stimmten 25,2 % der Wahlberechtigten für das Projekt, 19,3 % lehnten es ab; damit erhielt die Stadtverwaltung vom Wähler den Auftrag, mit den Investoren Verhandlungen über die Nutzung städtischer Grundstücke zu führen. (Wikipedia)

Heute sei es “höchst fraglich”, meint die Bürgerinitiative, ob das Projekt noch Zustimmung finden würde: “Nach der zwischenzeitlich in breiten Bevölkerungskreisen in Gaildorf und Umgebung / Hohenlohe und in angrenzenden Regionen angesichts des Natur- und Landschaftsfrevels eingetretenen Ernüchterung” würde die Quote auf dem Niveau liegen, das “ziemlich exakt dem heutigen Stimmen-Reservoir von SPD und Grünen in Gaildorf und Umgebung entsprechen dürfte…“, nämlich zwischen 20 und 35 Prozent.

El Hierro – Ein Lehrstück

Der “Naturstromspeicher” in Gaildorf ist eine Kombination aus einem Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk, vergleichbar mit dem Projekt auf der Insel El Hierro. Obwohl El Hierro im Unterschied zu Gaildorf (Beobachtern prognostizieren die Windhöffigkeit vor Ort – d.h. die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit – unterhalb der als notwendig angesehenen 6 m/sek) über optimale Windverhältnisse verfügt, hat das Projekt 2016 endgültig Schiffbruch erlitten. Fred F. Mueller hat die Gründe für das Versagen analysiert: Das bittere Ende eines Energiewende-Märchens.

 

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Titelfoto: “Naturstromspeicher”


Ergänzungen:

28.08.2016: Das Umweltinnovationsprogramm gibt als Leistung der vier Windenergieanlagen jeweils 5 Megawatt an. Die elektrische Speicherkapazität des Pumpspeicherkraftwerks wird mit 70 Megawattstunden angegeben.

29.08.2016: Die Naturstromspeicher GmbH beabsicht, in deutschen Mittelgebirgen pro Jahr fünf neue Anlagen dieser Bauart zu errichten. Die Konsequenzen wären fatal für die Landschaft und die Menschen. Das Wasser landet bei diesem Projekt in 4 kleineren Oberbecken am Fuß der Windkraftindustrieanlage. Die Becken müssen zum Schutz der Anlage (Verunreinigung des Wassers) und der Menschen und Tiere (Sog) eingezäunt sein. Das Oberbecken braucht einen großen Abstand zu Bäumen und Büschen. Beispiel: Herdecke, Pumpspeicherwerk Koepchenwerk Oberbecken

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Die Rettung vor den Klimaretter-Sprechblasen – Die SZ, die Caritas und ein Schnellkurs von Bjørn Lomborg

Es ist gar nicht so einfach, den “alarmistischen Klimaretter-Sprechblasen” (Achgut) zu entkommen. Wer ihnen einmal verfallen ist, beurteilt die Energiepolitik aus einer in sich geschlossenen, ihm logisch erscheinenden Gedankenwelt. Beispiele dafür sind hier die Süddeutsche Zeitung (SZ) und die Caritas Deutschland, die Partei für Harald Lesch und gegen “Klimaleugner” ergreifen. Bjørn Lomborg erklärt, warum die Botschaft vom sich beschleunigenden Klimawandel so nicht stimmt.

Prof. Dr. Harald Lesch, den Wikipedia als “deutscher Astrophysiker, Naturphilosoph, Wissenschaftsjournalist, Fernsehmoderator und Hochschullehrer” vorstellt, hat sich für ein Internet-Video seiner Sendung “Terra X” die Aussagen der AfD zum Klimawandel vorgeknöpft. Aufgrund des Videos “Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” habe er “sehr hässliche Hassmails” bekommen, beklagte sich Lesch. AfD-Anhänger hätten sich beim Intendanten des ZDF beschwert und beim Präsidenten der Ludwig-Maximilians-Universität, Leschs Arbeitgeber. Zu Gesicht bekommen hat man die “Hassmails” allerdings nicht, auch ist nicht sicher, von wem sie in Wirklichkeit stammen. Aber in diesen Zeiten genügt allein die Äußerung eines Verdachts, um Urteile zu sprechen, insbesondere wenn es um “Klimaleugner” oder die AfD geht.

Video: “Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” (Harald Lesch)


Video: “Die Psychologie hinter Hass” (Harald Lesch)

Lesch reagierte mit einem zweiten Video.

 

SZ – Gefangen in der “alarmistischen Klimaretter-Sprechblase”

Trost fand Harald Lesch bei Süddeutsche Zeitung (SZ) und Caritas Deutschland (Facebook, 16.08.2016), die beide stellvertretend für die Sprechblasen stehen, in der sich der Klima-Alarmismus selbst gefangen hat.

Die SZ bescheinigt Harald Lesch die Seriosität seiner Themen, wenn nicht sogar Genialität (“Ob Urknall oder Tsunami, Relativitätstheorie oder Bananenflanke – es gibt nichts, worauf der Münchner Professor keine Antwort hätte”), und sie lobt, dass seine Präsentation “höchst unterhaltsam” seien.

Die SZ vollzieht das Kunststück, den Video-Beitrag von Harald Lesch, der eigentlich der Auseinandersetzung mit dem AfD-Programm galt (“Das AfD-Programm wissenschaftlich geprüft” lautet der Titel des Videos), in den richtigen politischen Kontext zu setzen: Er ist eingebettet in den Hinweis auf “Hassmails”, die Lesch erhalten habe, “Klimawandelleugner”, EIKE und AfD. Harald Lesch selbst wäscht seine Hände in Unschuld und beklagt sich, dass sich Vertreter des Eike-Vereins einer sachlichen Diskussion verweigerten: “Ich habe denen hinterhertelefoniert und gesagt: Reden Sie mit mir! Aber da kommt nichts.” Dass EIKE dieser Darstellung widerspricht, ist für die Sprechblase irrelevant.

Die SZ denkt nicht daran, EIKE e.V. zu befragen, sondern bezeichnet den Verein verächtlich als “selbsternannter Kämpfer gegen den Klimaschutz” und setzt EIKE mit der AfD gleich. Die Beiratsliste von EIKE können nur Journalisten und Institutionen ignorieren, die weniger den Naturwissenschaften als dem Showgeschäft nahe stehen. Mit Journalismus hat der Gesinnungsartikel in der SZ nichts zu tun.

Caritas bescheinigt Harald Leschs Bearbeitung des AfD-Programms “Wissenschaftlichkeit”

Auf der Facebookseite von Caritas Deutschland heißt es (16.08.2016): “ZDF-Professor Harald Lesch bekommt Hassmails von AfD-Anhängern – und reagiert wissenschaftlich darauf” – und verweist mit einem Link auf den Artikel in der SZ. Der Caritas-Post hat einen eigenen Titel für seinen Post gewählt. die Überschrift lautet: “Erklären statt pöbeln: Die Psychologie des Hasses.” Den Caritas-Lesern bleibt unklar, worum es geht, sodass ein Leser fragt: “Ach, Psychologe ist er jetzt auch noch, nicht nur “Klimaforscher”???” Die Frage ist berechtigt.

Die Anhänger der Caritas können sich die kritische Auseinandersetzung mit dem Beitrag von Harald Lesch eigentlich ersparen, wenn das notwendige Fachwissen nicht ausreicht, seine Darstellungen in Zweifel zu ziehen. An Stelle des Zweifels hilft ihnen der Glaube. Und dafür ist die Caritas ja zuständig, nicht für die Naturwissenschaft. Das hat auch Fred W. verstanden. Er hat den Caritas-Post kommentiert und erteilt als ein “Postbeamter einfachen Postdienstes bei der Deutschen Post”, den Kritikern Harald Leschs eine Lehre: “Bravo für Eure Entscheidungen bei Caritas, denn so viele meinen, da sie von der Mehrheit der Straße ihr sog. Straßenabitur zuerkannt bekommen haben, meinen diese, sie könnten in diabolischer Art und Weise sogar über hochstudierte Wissenschaftler negativ drüber herziehen!” Und Josef M. meint: “Der Prof. Lesch ist einfach Klasse. Ich kenne wenige Menschen die auch komplexe Probleme so gut darstellen, erklären können.”

Es ist die hohe Kunst der Manipulation, komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten so darzustellen, dass Zweifel erst gar nicht aufkommen. Dies funktioniert besonders gut, wenn Menschen die Übung fehlt, Behauptungen zu hinterfragen. Manche Zeitgenossen sind vielleicht auch einfach nur zu faul zum Denken oder werden für das Nichtdenken zu gut bezahlt.

Caritas International ist Mitglied der Klima-Allianz, ein Netzwerk von mehr als 110 Entwicklungs- und Verbraucherorganisationen, Vertretern der beiden großen christlichen Kirchen, Umweltverbänden, Jugendverbänden, Globalisierungskritikern und anderen Gruppen in Deutschland, die sich auf die von Politikern, nicht von Wissenschaftlern, in die Welt gesetzte Hypothese vom menschengemachten Klimawandel eingelassen haben.

Harald Lesch – Ein als Professor verkleideter Klimaaktivist?

Eine Video-Aufnahme zeigt Harald Lesch bei einen Vortrag, den er am 04.07.2016 an der Uni Bayreuth hielt, “wo er sich ganz ungeniert als Ökoenergie- und Klimaschutzaktivist entlarvt. Es kann also von wissenschaftlicher Neutralität, Unbefangenheit und Objektivität bei Harald Lesch keine Rede mehr sein. Denn Harald Lesch ist nachweislich ein Lobbyist und Aktivist der Ökoenergie- und Klimaschutzbranche. Er hat sich selbst am 04.07.2016 enttarnt”, heißt es in dem Kommentar zu dem Video, das am 17.08.2016 bei youtube hochgeladen wurde.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=ogurRtJ5BKM,
Gesamter Vortrag von Lesch, hier: https://youtu.be/QXsMhT7DdqM
Informationen über den ehemaligen IPCC-Co-Vorsitzenden der Arbeitsgruppe 1, Thomas Stocker, finden Sie hier: https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/?p=2347
(Vielen Dank für die Hinweise, https://twitter.com/Klima_Manifest).

Achse des Guten: “Wider den Klima-Immerschlimmerismus”

Satz für Satz habe der Physiker Harald Lesch “die Aussagen der Klimawandelleugner” zerpflückt, schrieb die SZ. Ein Schnellkurs von Bjørn Lomberg, um aus den “alarmistischen Klimaretter-Sprechblasen die Luft herauszulassen” hätte der SZ vielleicht schon genügt, um die weniger fachkundigen Leser so zu informieren, dass sie einem Wissenschaftler im Dienst der herrschenden politischen Meinung nicht auf den Leim gehen.

Dr. Bjørn Lomborg, Umweltforscher und bekannter Kyoto-Kritiker von der Kopenhagen Business School, wurde von TIME magazine als einer der 100 einflussreichsten Menschen der Welt bezeichnet. In dem Video erklärt Bjørn Lomborg in einfachen Worten und mit überprüfbaren Fakten, warum die Botschaft vom sich beschleunigenden Klimawandel so nicht stimmt. Achse des Guten: “Daten über den Meeresspiegel-Anstieg, die Eisschmelze, die Häufigkeit von Dürren und zahlreiche weitere Indikatoren rechtfertigen den gängigen Alarmismus jedenfalls nicht. Statt dessen wird die Klima-Hysterie auch deshalb geschürt, um ideologisch gewünschte Technologien durchzusetzen, die viel Geld kosten und wenig Wirkung bringen. Clevere und preisgünstigere Lösungen bleiben deshalb auf der Strecke.”

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finanzen.net: “Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden”

“Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden” – Selbst das größte Finanzportal in Deutschland, finanzen.net, thematisiert die Zerstörung einzigartiger Lebensräume zu Gunsten des Ausbaus der Windkraft.
finanzen.net berichtet über die Deutsche Wildtier Stiftung, die gemeinsam mit dem Naturschutzbund NABU gegen einen Bebauungsplan vorgeht, der das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland zerstören würde. Die Friedländer Große Wiese ist das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland, Lebensraum auch für bedrohte Arten wie den Schreiadler, die Kornweihe und die Sumpfohreule. “Viele tausend Buch- und Bergfinken, Rot- und Wacholderdrosseln finden hier Nahrung. Darüber hinaus ist die Region ein wichtiges Rastgebiet für weitere Zugvögel.”

Der NABU strebt zwar noch immer einen “naNabturverträglichen Ausbau der Windenergie zur Minderung des CO2-Ausstoßes” an, um somit, wie er sagt, “die Umweltzerstörung durch die Ausbeutung von Kohle und Öl beenden”. Aber die Gegnerschaft zur “Atomenergie” passt angesichts der Zerstörung der Lebensräume nicht mehr zum umweltfreundlichen Energiekonzept, während die Kernenergie alles hat, was sich Umweltschützer für das Klima und die Umwelt wünschen: Keine CO2-Emissionen, geringer Flächenverbrauch, hohe Sicherheit. So weit, dies öffentlich anzuerkennen, ist der NABU noch lange nicht. Der Imageverlust der Erneuerbaren Energien, die steigenden Strompreise, die nicht zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen führen, sondern zur sichtbaren Zerstörung der Landschaft, zur Tötung von Vögeln und zu Gesundheitsschäden bei Menschen, treibt die Umweltverbände zur Erneuerung ihrer Denkmuster an.
Windkraftanlagen amortisieren sich selten, sie werfen in den meisten Fällen keine Gewinne ab, sondern dienen der Umverteilung von Steuergeldern. Dies ist jedoch ein Geschäftsmodell ohne Zukunft, das “kühl und leidenschaftslos rechnende Banker und Fondsverwalter” nicht auf Dauer unterstützen werden. Fred F. Mueller geht davon aus, dass sich im Hintergrund bereits neue, vorteilhaftere Arrangements bilden und die entsprechenden Fäden gezogen werden. Man werde denjenigen in der „Bewegung“, deren “Denkmuster hierfür zu starr sind – beispielsweise ein bekannter Münchner Gemischtwarenladen der Elektroindustrie – gerne die künftig wertlos werdenden Restbestände an Wind- und Solarprojekten aufschwatzen, um das freiwerdende Kapital gewinnbringend in die Filetstücke eines neu aufstrebenden Riesenmarktes zu investieren.”

 

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Deutsche Wildtierstiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/

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Kapitalanlagen in Windkraft: miese Rendite, spektakuläre Pleiten, windige Korruption

Statt einer nachhaltigen Rendite erwirtschaften viele Ökofonds empfindliche Verluste. Für die betroffenen Anleger stellt sich in diesen Fällen die Frage, ob sie mit Aussicht auf Erfolg verlangen können, ob ihnen ihre Verluste erstattet werden. Der Bund für soziales und ziviles Rechtsbewußtsein e.V. (BSZ) empfiehlt Anlegern, dass sie ihre Rechte wahren und prüfen lassen, welche Risiken für Ihr finanzielles Engagement in Windkraftanlagen bestehen. Der BSZ e.V. ist eine mögliche Anlaufstelle und Sprachrohr für Betroffene.

Der BSZ informiert, dass laut Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen 2015 rund 80.000 Anleger Investitionen in Anlagen zur Gewinnung und Speicherung erneuerbarer Energien wie Windkraft, Solarenergie, Geothermie, Wasser- und Gezeitenkraftwerke getätigt haben. Das verwaltete Investmentvermögen liege bei knapp 9 Mrd. Euro und verteile sich auf 174 geschlossene Fonds. “Die Projekte werden zumeist mit Krediten und mit Anlegergeld finanziert. Sobald bei den Anlegern genügend Eigenkapital eingesammelt worden ist, wird der Fonds geschlossen. Anschließend werden keine neuen Anleger mehr aufgenommen. Die Anbieter stellen nicht selten Renditen zwischen 5 und 10 Prozent in Aussicht. Den attraktiven Renditechancen stehen scheinbar nur geringe Risiken gegenüber, weil die staatlich garantierten Einspeisevergütungen für den Strom aus den Anlagen die Geldanlage absichern sollen.”

Aber die Praxis sehe häufig anders aus, warnt der BSZ: “Dort waren spektakuläre Pleiten bei grünen Anlagen in den vergangenen Jahren an der Tagesordnung.”

Weitere Informationen: 
BSZ: Kapitalanlagen in Windkraft: miese Rendite, spektakuläre Pleiten, windige Korruption, Energiewende am Ende? – Stand 6. Juli 2016

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