Lund

Judith Butler gegen die Universität Lund

Die Judith Butler Affäre

Faschisten und Geschlecht an der Universität Lund

“Die Judith Butler Affäre” – mit diesen Worten skizziert Erik Ringmar, Politikwissenschaftler an der Universität Lund in Schweden, auf seiner Homepage einen neuen Höhepunkt im Geschlechterkampf an der Universität Lund.

Erik Ringmar promovierte 1993 an der Yale University in Politikwissenschaften und unterrichtete 12 Jahre lang vergleichende Politik an der London School of Economics. Zwischen 2007 und 2013 lebte und arbeitete er in China, zuletzt zwei Jahre als Professor für Internationale Beziehungen in Shanghai. Er ist Autor mehrerer Bücher und etwa 50 wissenschaftlicher Artikel.

 

Quotierung

Die Weltoffenheit des Politikwissenschaftlers hinderte das politikwissenschaftliche Institut der Universität Lund jedoch nicht, einen Skandal gegen ihn anzuzetteln. Der Anlass war eine von der Universität selbst auferlegte Regel, dass mindestens vierzig Prozent der Autoren auf einer Literaturliste Frauen sein müssen. Wie weltfremd und wissenschaftsfeindlich diese Regel ist, wurde deutlich, nachdem die Institutsleitung gegen den Willen des Wissenschaftlers einen Text der amerikanischen Philosophin und Feministin Judith Butler auf die Literaturliste setzen ließ und diese sich gegen die Zwangsmaßnahme äußerte.

Die Quotierung sei notwendig, sagen die Befürworter des Systems, um Wissenschaftlerinnen eine bedeutendere Stimme zu geben. Bullshit? Erik Ringmar antwortet darauf: “BS, sage ich. Das System ist eine Bedrohung für die Universität und der akademischen Freiheit.”

Ringmar wandte sich daraufhin an Judith Butler. Die Professorin für Rhetorik an der Universität Kalifornien in Berkeley antwortete prompt mit einem flammenden Plädoyer für die Freiheit der Lehre. Die Süddeutsche Zeitung zitiert aus der Antwort-eMail Butlers:

“Ich verwahre mich dagegen, dass mein Name auf diese Weise benutzt wird”, schrieb Judith Butler in einer Mail. “Die akademische Freiheit gibt dem akademischen Lehrer das Recht, seine Lehrveranstaltungen nach seinem eigenen professionellen Urteil zu gestalten … Ich wehre mich dagegen, von Lehrern zu erwarten, dass sie mit bestimmten Texten oder Autoren arbeiten … Die Methode ist verwerflich, und ihr Zweck kann durch Zwang nicht erreicht werden …, während die akademische Freiheit in Zeiten, da sich autoritäre Herrschaftsformen … ausbreiten, besonders wichtig ist … Quoten sind der Versuch einer Abkürzung, mit ihnen kann das Ziel von Gerechtigkeit innerhalb einer Gesellschaft nicht erreicht werden. Eine gerechte Gesellschaft erreichen wir durch Freiheit, und jede Vorstellung von Gerechtigkeit, die uns Freiheit verweigert, verweigert uns auch die Gerechtigkeit selbst.”

Judith Butler ist eine US-amerikanische Philosophin an der Universität von Kalifornien. Ihre Arbeit beeinflusst die politische Philosophie und Ethik. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie mit ihrer feministischen Theorie (Wikipedia). Mit ihrer Schrift Das Unbehagen der Geschlechter stieß sie 1990 die Diskussionen um die Queer-Theorie an. Außerdem hat Judith Butler sich mit Fragen von Macht, Subjekttheorien und  mit der Ethik der Gewaltlosigkeit beschäftigt.

 

Erik Ringmar erklärt an einem Beispiel, wie das System der Bedrohung für die Universität und der akademischen Freiheit funktioniert.

Der Hochschullehrer Erik Ringmar berichtet auf seiner Homepage, dass er einen Kurs über den Aufstieg des Rechtsextremismus und schließlich Faschismus um die Wende des zwanzigsten Jahrhunderts geplant hatte. Ihn interessierte die Möglichkeit einer Verbindung zwischen der Ausbreitung der globalen Märkte im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts und dem anschließenden Rechtsruck. Er legte seinen Vorschlag inklusive einer Literaturliste der zuständigen Studienkommission vor.

Die Studienkommission kritisierte den Vorschlag wegen des Mangels an weiblichen Autoren auf der Leseliste, sagt Ringmar. Ihm wurde vorgeworfen, dass seine Leseliste nicht einmal annähernd die Quote der erforderlichen 40% erreichte. Das war allerdings keine Absicht des Dozenten. Es war nur schwierig für ihn, weibliche Autoren zu dem Thema zu finden. Dies könnte nach Meinung Ringmars damit zusammenhängen, dass die meisten Reaktionäre Männer waren. Frauen, zumindest diejenigen, die sich schriftlich zum Ausdruck gebracht haben, waren überwiegend liberal und progressiv. Nach einer umfangreichen Suche sei er schließlich auf eine Autorin gestoßen, die sich gegen das Wahlrecht für Frauen ausgesprochen hatte. Dankbar habe er sie auf die Leseliste gesetzt.

Der Vorsitzende der Studienkommission habe ihm daraufhin mitgeteilt, dass die Quote von 40% zwar nur eine Faustregel sei, aber ein Kurs mit so wenigen weiblichen Autoren werde niemals akzeptiert werden. Ringmar setzte seine Suche nach reaktionären Frauen fort. Am Ende beschloss er, das Grundprinzip des Kurses etwas zu ändern. Wenn die Leseliste Anarchistinnen enthalten würde, wäre er vielleicht in einer viel besseren Position, überlegte er. Anarchistinnen teilten mit Faschistinnen zumindest die Faszination der Gewalt. Und, was noch wichtiger sei, es gebe eine ganze Reihe von weiblichen Autoren unter ihnen.

Der Kurs erhielt mit knapper Mehrheit die Genehmigung des Ausschusses. Der studentische Vertreter im Ausschuss sei sehr kritisch wegen des „Mangels an Fokussierung auf Geschlechterfragen“ gewesen. Nach einer ausführlichen Diskussion sei der Kurs genehmigt worden, nachdem Ringmar versprach, Judith Butler, die bekannte zeitgenössische poststrukturalistische Feministin auf die Leseliste zu setzen.

 

Grenzen der Wisenschaft an Universitäten

Schon der Beginn des Kurses sei ereignisreich gewesen. Ringmar berichtet, er sei mit seinem ersten Vortrag, in dem er über Platons Höhlengleichnis und die Idee der Aufklärung sprach, ein Thema ziemlich weit vom Status der Frauen entfernt, nicht weit gekommen, als er von einem Studenten unterbrochen wurde:  „Könnten Sie uns bitte etwas mehr über die Situation der Frauen in dieser Zeit sagen?“, fragte einer. Ein anderer stimmte zu. Ringmar reagierte verblüfft: “Ich sprach über Platons Höhlen Metapher und die Idee der Aufklärung, ein Thema, das ziemlich weit vom Status der Frauen entfernt ist. Warum unterbrechen die Schüler mich mit einer solchen fremden Frage?”

Zwei Tage später informierte ihn die Studienkommission, dass eine Delegation von Studenten seines Kurses sich beklagt hätten – nach nur zwei Seminaren. Die Beschwerden seien nicht sehr spezifisch gewesen, aber Ringmar wurde vorgeworfen, ihre Kommentare nicht ernst genommen zu haben. Außerdem nehme das Seminar keinen Bezug auf die offiziell genehmigte Leseliste. “Natürlich tat sie es nicht”, sagt der Wissenschaftler. “Es gibt keinen Studienausschuss in der Welt, der mich zwingen kann, Judith Butler zu lehren, es sei denn, ich will es.”

Das Ganze sei seltsam gewesen, sagt Erik Ringmar. Es stellte sich heraus, dass der fragende Student mit dem Studenten in der Studienkommission, der sich über den Mangel an Fokussierung auf Geschlechter beschwert hatte, befreundet war.

 

“Gender-Gaga” – Fehlentwicklung an Universitäten

Die Studentenvereinigung an der Universität Lund sei damit beschäftigt, sagt der Politikwissenschaftler,  „Probleme“ mit Kursen ausfindig zu machen und Lehrer zu belästigen, die sich unzureichend auf das Geschlecht konzentrieren und zu wenige weibliche Autoren auf der Leseliste haben. Bei diesen Zielen würden sie von einigen Mitgliedern der Studienkommission aktiv und von der Mehrheit der Mitglieder passiv unterstützt, die zu ängstlich seien, eine prinzipienfeste Haltung einzunehmen. Da er einen Kurs über alte Reaktionäre geben wollte, habe er  jetzt einen Ruf als „anti-feministisch“ und sein Kurs sei etwas, das untersucht und geprüft werden müsse.

Das grundlegende Problem sieht Erik Ringmar darin, dass eine geistige Tätigkeit – in diesem Fall ein Kurs – demokratischen Kriterien unterworfen werde. Mit politischen Präferenzen dürfe jedoch nicht über Lehrinhalte abgestimmt werden, ist die klare Botschaft des Politikwissenschaftlers: “Die Demokratie hat ihren  Platz, aber er ist nicht in meinem Kurs und nicht auf meiner Leseliste.” Es seien die Unfähigkeit der Studienkommission, diesen Punkt zu erfassen und ihr Versagen, für die Integrität des intellektuellen Prozesses zu stehen, die diese Situation unhaltbar gemacht haben.

Erik Ringmar hat sich entschieden, den Kurs nicht noch einmal anzubieten. Er sagt: “Ich will nicht von Studenten schikaniert werden, und ich will nicht, dass seltsame Gerüchte über mich verbreitet werden. Schade, ich denke, dass das Wachstum und die Ausbreitung des Faschismus ein wichtiges und aktuelles  Thema ist. (“I have after some head-scratching decided not to give the course again. I don’t want to be bullied by students and I don’t want weird rumors to spread about me. Too bad, I think, since the growth and spread of fascism is an important and timely subject.”)

 

Junge Frauen in Schweden bieten Anlass zu großer Sorge

Norwegen hat aus ähnlichen Erfahrungen wie an der Universität Lund gelernt. Weil „Experten“ dogmatisch argumentierten und hyperventilierten, wenn sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen konfrontiert wurden, die nicht in ihr Weltbild passten, haben die Bürger von der Politik Konsequenzen gefordert. Die Finanzierung für diverse „Gender“-Lehrstühle wurde daraufhin eingestellt.

Den Verdacht, dass irgendetwas faul im Staate Schweden ist, bestärkt der Schwede Christian Sörlie Ekström, Naturwissenschaftler, Buchautor („Wie sind unsere Kinder wirklich“ – Hur mår egentligen våra barn?) und Greenpeace-Aktivist. Er berichtet, dass die mentale Gesundheit der Jugend und vor allem der jungen Frauen in Schweden Anlass zu großer Sorge biete. Die fehlende Bindungsentwicklung und elterliche Erziehung bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und 3-4 Jahren führe zu mangelnder Stressbewältigung, die sich u.a. in asozialem Verhalten äußere. Zusätzlich sei die Erkrankung an Depressionen bei Mädchen in den vergangenen 20 Jahren um 1000 Prozent gestiegen, die Angststörungen um 250 Prozent.

Nicht nur Schweden würde gut daran tun, dem Vorbild Norwegens zu folgen.

 

Deutschland und seine neuen Feministinnen

Der Vorsitzende der Studienkommission habe ihm bestätigt, dass 40% der Seminarliteratur von Frauen verfasst sein muss, nur eine Faustregel sei, keine Vorschrift, sagt Erik Ringmar. Im Deutschlandfunk Kultur behauptet dagegen die Moderatorin Liane von Billerbeck, dass diese Regel “längst” eine Muss-Vorschrift sei. Es sind stets Feinheiten dieser Art, die eine sachliche Berichterstattung von einer politischen  Beeinflussung unterscheiden.

Die Anmoderation gewährt einen nahtlosen Übergang zur Meinung Dagmar Simons, die bis 2016 beim Wissenschaftszentrum Berlin Leiterin der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik war. Als Geschäftsführerin von “Evaconsult” berät sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beim Thema forschungsorientierte Gleichstellungsstandards. Es sei “keine gute Idee alles durchzuquotieren”, sagt Dagmar Simon. Andererseits gehe das Abendland nicht unter, wenn “gerade bei den Politikwissenschaften” 40 % der Primär- und Sekundärliteratur von Frauen stammen müssen. Das Abendland geht allerdings auch mit quotierten Frauen in der Wissenschaft nicht mehr oder weniger unter.

Dagmar Simon sagt, sie habe bisher nicht gehört, dass die Quotenregelung zum Kollaps der Politikwissenschaften in Lund geführt habe. Sie setzt damit eindeutig Prioritäten, die sich nicht aus dem Gegenstand der Wissenschaft, sondern der Politik ergeben. Die DFG-Beraterin hat über das Kernproblem, dass über wissenschaftliche Fragestellungen nicht demokratisch abgestimmt werden kann, zugunsten einer politischen Abstimmung entschieden.

“Wir brauchen viel mehr Frauen in der Wissenschaft, dann ändern sich auch die Machverhältnisse”, sagt Dagmar Simon. Aber, und das wird nicht nur in Lund offensichtlich, die Quotenregelungen dienen dazu, Forschung und Lehre politisch zu kanalisieren. Frauen haben sich über ein Jahrhundert ihren Weg gebahnt und eine Gleichstellung in der Wissenschaft durch Intelligenz und Beharrlichkeit geschaffen, dadurch auch anderen Frauen den Weg geebnet – lange bevor Frauen als Gleichstellungsbeauftragte Verdienstmöglichkeiten in einer neu entstehenden Branche entdeckten.

Deutschlandfunk Kultur: “An der Universität Lund müssen die Literaturlisten politikwissenschaftlicher Seminar mindestens 40 Prozent weibliche Autoren aufweisen. Eine sinnvolle Maßnahme im Sinne der Gleichstellung in der Wissenschaft? Das haben wir Dagmar Simon von “Evaconsult” gefragt. Dagmar Simon im Gespräch mit Liane von Billerbeck”

 

Faina Faruz

Lesen Sie auch: Was ist an unseren Universitäten los? – Political Correctness fördert Hexenjagd

 

Titelfoto: Liz001, Skulptur Universität Lund, pixabay

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Götterdämmerung im Wendeland

“Götterdämmerung im Wendeland” wurde zuerst am 19.06.2013 in der Schweizer “Weltwoche” veröffentlicht.

Alex Baur

Das deutsche Internet-Publikum wählte überraschend einen Atomreaktor zum Sieger-Projekt des hochkarätigen «Greentec Award». Die Jury änderte darauf die Spielregeln und disqualifizierte den Gewinner. Die Farce steht sinnbildlich für die Irrungen der Energiewende.

Die freudige Nachricht traf per E-Mail ein, am 22. Mai dieses Jahres: «Wir gratulieren Ihnen herzlich zu Ihrer Nominierung und freuen uns, Sie am 30. August in Berlin persönlich [zur feierlichen Gala] begrüssen zu dürfen.» Der Absender: das Organisationskomitee des renommierten Greentec Award. Unter der Schirmherrschaft des deutschen Umweltministers Peter Altmaier, der TV-Sendung «Galileo» (Pro Sieben) und der Zeitschrift Wirtschaftswoche wird der Preis jährlich für herausragende Leistungen im Energie- und Umweltbereich verliehen. Der Adressat: das in Berlin ansässige Institut für Festkörper-Kernphysik. Das Objekt: ein Atomreaktor.

Umweltschutz durch Kernenergie? Was im angelsächsischen Raum schon lange offen debattiert wird, gilt in Deutschland nach wie vor als Ketzerei. Dabei weist der Dual Fluid Reactor (DFR), den die Forscher aus Berlin präsentieren, eine hervorragende Öko-Bilanz aus. Er soll die Spaltstoffe derart gut nutzen, dass keine langlebigen strahlenden Abfälle mehr übrigbleiben und auch kein waffenfähiges Plutonium. Es wäre sogar möglich, radioaktive Abfälle im DFR gewinnbringend zu verheizen. Zudem verfügt der neue Reaktor über eine sogenannte inhärente Sicherheit. Eine Kernschmelze, wie sie in Fukushima stattgefunden hat, ist physikalisch nicht möglich.

Das alles mag fast zu schön klingen, um wahr zu sein. Tatsächlich baut der DFR auf Technologien, an denen unter dem Titel «Kernkraftwerke der vierten Generation» weltweit schon seit Jahrzehnten geforscht wird. Die deutschen Kernphysiker kombinieren die zum Teil bereits erprobten Technologien neu. Sie setzen dabei nicht zuletzt auf neuartige Werkstoffe, die extrem hohe Temperaturen bewältigen. Dass nur auf Sparflamme an der «grünen» Kerntechnologie geforscht wird, hat politische und ökonomische Gründe. Für die Atommächte fehlt der militärische Nutzen, fossile Brennstoffe sind in Fülle vorhanden, Gas- und Kohlekraftwerke können einfacher, schneller und billiger gebaut werden.

Der Unmut gegen die Energiewende

Zweifellos müsste noch viel Forschungsarbeit in den DFR gesteckt werden. Doch genau darum geht es bei der Sparte «Galileo Wissenspreis», um den sich die Atomphysiker bewarben: die Förderung von wissenschaftlich fundierten Ideen, die erst umgesetzt werden müssen. Der wissenschaftliche Beirat des Awards stufte das Projekt als seriös ein.

Die Spielregeln waren klar: Wer am meisten Stimmen erhält, ist automatisch nominiert; zwei weitere Kandidaten sollte die Jury erküren. Doch nun geschah das Unvorhersehbare: Das Internet-Stimmvolk hievte den Kernreaktor auf Platz eins, und zwar mit grossem Abstand (mit rund einem Drittel mehr Stimmen als der Zweitplatzierte). Damit hatte niemand gerechnet. Die Berliner Kernphysiker sind gleichsam die letzten Mohikaner einer wissenschaftlichen Gilde, die einst an der Weltspitze mitforschte, jedoch regelrecht aus der Bundesrepublik vertrieben wurde. Den DFR entwickeln sie im Verbund mit Universitäten in Polen (Stettin) und Kanada (Vancouver). Im Gegensatz zu ihren «grünen» Konkurrenten verfügen sie weder über staatliche Fördergelder noch über eine Lobby.

Das Publikumsvotum steht symptomatisch für eine sich abzeichnende Götterdämmerung in Deutschland. Während die Politiker ihre Energiewende zusehends mit Durchhalteparolen beschwören, wächst unter den Konsumenten der Unmut über die massiv gestiegenen Strompreise. Die Wirtschaft warnt vor Stromengpässen. Da und dort stellt sich allmählich die Einsicht ein, dass die mit Abermilliarden subventionierten Wind- und Solaranlagen die meiste Zeit gar keinen Strom produzieren, die Netzstabilität belasten und weder Atom- noch Kohlekraftwerke ersetzen.

Am 7. Juni die nächste Überraschung: Die Jury teilte den Kernphysikern in einem knappen E-Mail mit, sie habe beschlossen, den Reaktor vom Wettbewerb «auszunehmen». Das Projekt verschwand sang- und klanglos von der Website des Awards. Empörte Kommentare wurden gelöscht, die Motzer gesperrt. Doch User fanden schnell heraus, dass die Organisatoren des Greentec Award ihre Statuten rückwirkend geändert und die Publikumswahl kurzerhand abgeschafft hatten.

Als sich die Debatte nicht länger unterdrücken liess, verhedderten sich die Organisatoren des Awards in Rechtfertigungsversuchen. So behaupteten sie, das Thema sei mit den «19 000 Toten» von Fukushima definitiv vom Tisch: «Atomkraft in jeglicher Form lehnen wir und unsere Jury kategorisch ab! Eine weitere Diskussion wird es nicht geben!» Diese abstruse Begründung – der nukleare GAU in Japan hat weder Tote noch Verletzte gefordert – wurde zwar bald wieder gelöscht. Doch die Screenshots waren gemacht, und sie besänftigten die Gemüter keineswegs. Die Jury hat den Spitzenplatz für den «Galileo Wissenspreis» nun für ein Projekt nach ihrem Gusto vergeben: Miniwindrädlein in Dachziegeln. Damit ist die grüne Welt wieder in Ordnung.

Über den Autor

Zum Autor:
Alex Baur ist Lokaljournalist, Gerichtsberichterstatter (NZZ), schreibt als Reporter für SonntagsZeitung, Stern (Hamburg) und Geo. Sein Kernthema sind Fragen um Recht und Gerechtigkeit. Eine Mission, sagt er, habe er nie gehabt: “… meine Triebfeder war stets die Neugierde. So wie andere Briefmarken sammeln, sammle ich Geschichten.”

Herzlichen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung!

Zur Weltwoche:
Die Weltwoche entstand 1933. Seit Mai 2002 liegt ihr Fokus deutlich auf politischem Recherchejournalismus. Das Blatt wird heute von der unabhängigen Weltwoche Verlags AG herausgegeben, die sich zu 100 Prozent im Besitz von Chefredaktor Roger Köppel befindet. Die Weltwoche ist somit die einzige gewichtige Publikation der Schweiz, die vom Chefredaktor auch unternehmerisch geführt wird. Sie vertritt bürgerlich-freiheitliche Grundwerte, ist staatsskeptisch und wirtschaftsfreundlich. Sie steht politisch für eine unabhängige und direktdemokratische Schweiz.
http://www.weltwoche.ch/

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DFR – erneut Thema auf einem internationalen Symposium

Ahmed Hussein, Team-Mitglied des Projekts Dual Fluid Reaktor (DFR), wird am 24.06.13 den “Dual Fluid Reaktor (DFR)” in einem Vortrag in Kanada vorstellen. Veranstalter ist TRIUMF (Tri University Meson Facility), Kanadas nationales Forschungszentrum für Partikel und Nuklearphysik.

Prof. Ahmed Hussein Professor Emeritus der Physik an der University of Northern British Columbia (UNBC), war von 1994 bis 2005 Gründungsprofessor der Fakultät für Physik an der UNBC. Er ist führend an der Forschung in Kern- und Teilchenphysik am TRIUMF, Kanada, und am Los Alamos National Laboratory, USA, beteiligt.

Abstract: The Dual Fluid Reactor (DFR) is a novel nuclear reactor concept based on the Generation IV Molten-Salt Reactor (MSR) concept and the liquid-metal cooled reactors (SFR, LFR) with the major improvement that the molten-salt fuel is not used as coolant but the heat is removed in a separate liquid-lead loop. It is a fast reactor, that consumes all fissionable materials like U233, U235, U238, Pu239, natural Thorium, etc. It has much simpler design, passive safety, and produces much less nuclear waste than currently used nuclear power reactors. It does not emit any radioactivity or green house gases during operation. It costs as much as a coal fired power station to construct and operate. There are more benefits that will be discussed in the talk.

 

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Abstimmungsfarce – Manipulation bei den GreenTec Awards?

Im Zusammenhang mit den GreenTec Awards bahnt sich zurzeit ein Skandal an, der manche Manipulationen um unehrlich verteilte Titel in den Schatten stellt. Es geht um den Ruf Dutzender von Personen, die den Organisatoren von GreenTec Awards zu deren Image verhelfen und um tiefe Kratzer am Ruf des Wissenschaftsstandorts Deutschland.

Seit 2008 werden von dem Sender ProSieben in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftswoche GreenTec Awards veranstaltet, mit dem Ziel, „ökologisches und ökonomisches Engagement und den Einsatz von modernen Technologien zu fördern.“

Interessenten konnten sich bis zum 31. März 2013 in insgesamt acht Kategorien um den Award 2013 bewerben – eine der Kategorien ist der Galileo Wissenspreis. Vielversprechende Start-Ups und junge, kreative Erfinder haben sich besonders in der Kategorie Galileo Wissenspreis beworben, die der TV-Sender ProSieben dieses Jahr erstmalig in Kooperation mit den GreenTec Awards ins Leben gerufen hat, hieß es im Frühjahr in einer GreenTec-Pressemeldung. In die engere Wahl für die Gewinner, die am 30. August 2013 in einer großen Veranstaltung in Berlin vorgestellt werden sollen, sollten jeweils drei Projekte jeder Kategorie kommen, von denen zwei durch die Jury ermittelt und der dritte durch ein öffentliches Voting festgelegt werden sollte.

DFR – beim Voting klarer Sieger, aber von GreenTec Awards unerwünscht!

Den Anspruch der Organisatoren hatte auch das Projekt Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik, Berlin, erfüllt und war deshalb für das öffentliche Voting zugelassen worden. Das Voting endete am 10. Mai 2013 mit einem eindeutigen Stimmenvorsprung für das DFR-Projekt.

Das DFR-Projekt wird auch heute noch (08.06.2013) auf der Homepage von Greentec Awards aufgeführt, allerdings fehlen im Unterschied zu früheren Angaben jetzt die Abstimmungsergebnisse!

Wir haben die Ergebnisse jedoch dokumentiert und geben die Informationen gerne weiter: Die folgenden Votingergebnisse der Kategorie Galileo Wissenspreis waren auf der Homepage von GreenTec Awards am 11.05.2013, ein Tag nach dem Abstimmungsende, veröffentlicht:

  • Platz 1: DFR 20%
  • Platz 2: Energie aus Abfällen, TUHH, 14% (wurde in die Kategorie Energie verschoben)
  • Paltz 3: One Earth – One Ocean e.V., Maritime Müllabfuhr, 9 %
  • Platz 4: Kurt Spiegelmacher Dachkraftwerk 7%
  • Platz 5: Innovatives Wasserradkonzept, Daniel Zacharias, 6 %
  • Platz 6: Thermicon GmbH, Abgaswärmerückgewinnung, 5 %

Dieses öffentliche Votingsergebnis hätte dem DFR laut den Regeln von Greentec Awards einen Platz unter den drei Projekten für die endgültige Wahl des Galileo Wissenspreises sichern müssen!

*Foto: Gruppenfoto der GreenTec Awards-Jury 2013 im China Club Berlin. Fotocredit: GreenTec Awards, Ulf Büschleb. Zum Vergrößern bitte Bild anklicken!

[tab: Die Jury]
Die Liste der Jury-Mitglieder ist einsehbar: http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/jury-2013.html. Die Schirmherrschaft der GreenTec Awards 2013 hat der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Peter Altmaier, übernommen.

Zwar erklären die Organisatoren, dass die Auswahl der Nominierten und Preisträger letztendlich unabhängig durch die Jury der GreenTec Awards erfolgen werde, offenbar auch auf das Votingergebnis bezogen. Nach übereinstimmender Meinung einiger Beobachter wurde der Zusatz, dass der Rechtsweg ausgeschlossen sei, erst nach dem 10.05.2013 eingefügt. Dies hilft allerdings wenig gegen einen Imageverlust durch Manipulation der Abstimmung. Ginge alles mit rechten Dingen zu, brauchten die Organisatoren den Abstimmungsteilnehmern das Endergebnis jedenfalls nicht vorzuenthalten.

Dass aber Abstimmungsergebnisse ausgeblendet werden und die Öffentlichkeit nicht über die Gründe informiert wird, warum der Gewinner des öffentlichen Votings von der Jury übergangen wurde, machen aus der „öffentlichen Online-Abstimmung“, für die ProSieben geworben hat, eine Farce.

„Die Mitglieder der Jury sind unabhängige Fachleute aus Kultur- und Medien, Wissenschaft und Praxis“, behauptet GreenTec Awards. Sie werden es beweisen müssen.

[tab:Abstimmungsergebnis]

Abstimmungsergebnis Galileo Wissenspreis, Stand: 11.05.2013

Quelle: http://www.greentec-awards.com/wettbewerb/bewerber.html (zuletzt ohne Abstimmungsergebnisse! – 08.06.2013)
(Zur Vergrößerung einfach die Abbildung unten anklicken.)

[tab:Nominierte]
Nur zwei Bewerber hätte die Jury je Kategorie nominieren dürfen, die dritte Nominierung war ausschließlich für die Teilnehmer am Onlinevoting reserviert. Dies versprachen die Spielregeln von GreenTec Awards. Danach hätte der Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH in diese Auswahl gehört.
Erst danach sollte eine Expertenjury unter den drei Nominierten den Award-Gewinner für den Galileo Wissenspreis bestimmen. Aber aus einem bisher nicht bekannten Grund ignorierte die Jury das Votingergebnis und nominierte folgende Projekte:

[tab:Botschafter]
Die Rolle der prominenten Botschafter bei den GreenTec Awards ist definiert (GreenTec Awards, FAQ 18):

“Die prominenten Botschafter geben den GreenTec Awards ein Gesicht und sorgen für eine einzigartige mediale Aufmerksamkeit. Sie unterstützen die Awards ehrenamtlich das ganze Jahr über auf unterschiedliche Weise. Mit ihrem Engagement in Sachen Umweltbewusstsein erreichen sie breite Bevölkerungsschichten und können einen Mentalitätswandel in der Gesellschaft bewirken. Sie haben Vorbildfunktion.”
Über seine Vorbildfunktion wird vermutlich der eine oder andere Botschafter nachdenken, wenn ihm die Manipulation bei der Nominierung der Kandidaten für den Galileo Wissenspreis bekannt wird.

Die Botschafter werden auf der Homepage von GreenTec genannt: http://www.greentec-awards.com/engagement/botschafter.html

Stand: 08.06.2013

Christiane Paul, Schauspielerin:
Wir alle müssen uns beteiligen, wenn es darum geht den Klimawandel aufzuhalten und unsere Umwelt besser vor Verschmutzung und Raubbau zu schützen. Es ist schön zu sehen, dass innovative Entwicklung in diesem Bereich durch die GreenTec Awards Annerkennung und Aufmerksamkeit bekommen.

Kai Wiesinger, Schauspieler:
Als Vater von zwei Kindern wird einem erst wirklich bewusst, wie wichtig eine nachhaltige Lebensweise ist. Im Sinne unserer Kinder sollten wir unser Handeln an ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit ausrichten. Ich finde es toll zu sehen, wie wir als Botschafter gemeinsam mit den GreenTec Awards ein Bewusstsein dafür schaffen.

Nina Eichinger, Moderatorin
Vielen Dank für diese Awards! Sowas motiviert ungemein.

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Dokumentarfilmer
Endlich mal ein wirklich sinnvoller Preis!

Senta Berger, Schauspielerin
Es wird zunehmend wichtiger, das Umweltbewusstsein unserer Gesellschaft zu schärfen. Durch die GreenTec Awards rücken grüne Technologien sowie Umweltengagement ins Licht der Öffentlichkeit und zeigen wie einfach es ist, einen nachhaltigen Lebensstil zu führen.

Ruth Moschner, Moderatorin
Wir treffen alle tagtäglich Entscheidungen, die beeinflussen, ob die Umwelt geschützt oder knappe Ressourcen geschont werden. Angefangen beim Morgenkaffee, über die Verkehrsmittelwahl bis hin zur neuen Einrichtung – die GreenTec Awards zeigen, wie unkompliziert Nachhaltigkeit im Alltag ist.

Jan Hahn, Moderator
Es gibt so viele tolle Innovationen für den Umwelt- und Klimaschutz, aber ein Großteil davon findet leider den Weg in die Öffentlichkeit nicht. Die GreenTec Awards setzen genau hier an: Sie würdigen auf prominenter Bühne die spannendsten und nachhaltigsten Ideen Deutschlands, zeigen, wie viel bereits kleine Veränderungen in unserem Alltag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können und schaffen Begeisterung für innovative Technologien.

Franziska Knuppe, Model
New York, Mailand, Paris und Berlin – als Model fliege ich um die ganze Welt und wünsche mir, dass mein persönlicher CO2-Fußabdruck dabei so klein wie möglich bleibt. Daher unterstütze ich aktiv die GreenTec Awards, die umweltverträgliche Lösungen fördern.

Mariella Ahrens, Schauspielerin
Das Bewusstsein über Probleme wie Umweltverschmutzung und Energieverschwendung muss in unserer Gesellschaft noch viel größer werden, damit mehr Menschen ihre Lebensweise und die Unternehmen ihre Produktionsweise verändern. Die GreenTec Awards unterstütze ich gerne dabei, dieses Bewusstsein zu schaffen.

Glasperlenspiel, Musiker
Wir freuen uns die GreenTec Awards als Glasperlenspiel unterstützen zu dürfen, weil es heutzutage sehr wichtig ist, den Fortschritt umweltbewusst zu fördern. Wir finden es toll, Teil dieser Aktion zu sein.

Sabine Christiansen, Medienunternehmerin
Ein nachhaltiger Lebensstil ist die einzige Option im Hinblick auf einen verantwortungsvollen Umgang mit unserer Zukunft. Die GreenTec Awards zeigen, wie viel bereits kleine Veränderungen in unserem Alltag zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen können und schaffen Begeisterung für innovative Technologien, welche die Lebensdauer unserer Erde verlängern.

Natalia Woerner, Schauspielerin
Die GreenTec Awards sind ebenso einzigartig wie wichtig, denn sie verbinden das Thema Nachhaltigkeit mit Glamour. So werden Innovationen für eine „grünere“ Welt mit viel Leidenschaft und Engagement ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die Awards verdienen unsere volle Unterstützung!

Michael Ballhaus, Kameramann
Herzlichen Dank für diese wichtige Veranstaltung. Der Preis ehrt mich sehr und ist ein Ansporn, weiter zu machen.

Ursula Karven, Schauspielerin
Diese Awards verschaffen verantwortungsvoll handelnden Menschen und Unternehmen die dringend benötigte Aufmerksamkeit. Dazu trage ich gerne meinen Teil bei.

Ralf Bauer, Schauspieler
Was der (die) Oscars für die Filmbranche sind, sind die GreenTec Awards für innovative Unternehmen, Organisationen und junge Wissenschaftler. Diese ausgezeichneten Umwelttechnologie-Pioniere verdienen mindestens so viel mediale Aufmerksamkeit wie Hollywood-Stars!

Michael Mendl, Schauspieler
“Der Mensch geht so gerne in die freie Natur, da diese keine Meinung über ihn hat.” Sorgen wir dafür, dass es so bleibt!

Janine Steeger, Moderatorin
Umweltschutz und Ressourcenschonung liegen mir schon längere Zeit am Herzen. Aber seit der Geburt meines Sohnes, weiß ich auch warum. Nur, wenn wir alle etwas tun, haben unsere Kinder eine Zukunftsperspektive. Das Gute daran ist: Keine Kleinigkeit ist zu klein. Jeder, der überhaupt an irgendeinem Punkt anfängt sein Verhalten zu ändern, hat schon mitgeholfen.

Nora Tschirner / PRAG, Musiker
Nachhaltige Technologie darf keine Luxusidee bleiben, sondern muss endlich im Alltag ankommen. PRAG zieht den Hut vor den GreenTec Awards – denn hier wird Neuerungen eine Bühne bereitet.

Jana Palaske, Schauspielerin
Die Weltwirtschaft ist Ausdruck des Reifezustands unseres kollektiven Bewußtseins. Genauso wie der Zustand unseres Planeten. Bist Du ein + oder ein – für die Lebenszeit unseres Planeten? Und damit für uns Menschen? Und was willst Du sein? Du hast – Wir haben – alle Möglichkeiten, entscheiden jeden Moment neu!

Gabo, Fotografin
Die Awards rücken Menschen und Branchen ins Licht, die nachhaltig und umweltbewusst wirtschaften. Dafür kann es nicht genug Aufmerksamkeit geben. Also: Lights, Camera and Action.

MiMi Müller-Westernhagen, Sängerin und Schauspielerin
I support the GreenTec Awards because our planet needs a future. We need to thank those people having wonderful, innovative ideas that can help make this possible by protecting and sparing our environment and also inspire others to have ideas to help our environment in years to come – The GreenTec Awards do just that!

Matthias Killing, Moderator
Klimaschutz geht uns alle an, denn wir tragen die Verantwortung für die kommenden Generationen. Damit unsere Kinder, Enkel und Urenkel eine lebenswerte Erde vorfinden müssen wir jetzt handeln – die GreenTec Awards sind ein Schritt von vielen notwendigen! Danke, dass es Euch gibt!

Dana Schweiger, Unternehmerin
Die Awards motivieren Menschen, endlich verantwortungsvoll mit unserer Umwelt umzugehen. Kombiniert mit ein bisschen Glamour bekommen die Innovatoren endlich die mediale Aufmerksamkeit, die sie verdienen – I love it!

Horst Janson, Schauspieler

Britta Steffen, Olympiasiegerin
Nachhaltigkeit zählt für mich zu den größten Aufgaben unserer Zeit. Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Nachkommen und sollten uns darüber immer im Klaren sein.

Clark Datchler, Bandleader von Johnny Hates Jazz
Wir haben schon heute tolle Technologien, die die Umwelt schonen. Es ist an der Politik, diesen den Weg zu bereiten. Und zwar jetzt!

Sophie Schütt, Schauspielerin
Die GreenTec Awards bringen ganze Branchen dazu, endlich umzudenken. Deshalb unterstütze ich Deutschlands wichtigsten Umweltpreis.

Janin Reinhardt, Schauspielerin und Moderatorin
Umweltfreundliche Technologien und Nachhaltigkeit gehören einfach zusammen. Umso schöner ist es, dass es hierfür eine Bühne gibt.

Ingo Nommsen, Moderator
Gerade in Zeiten von Klimawandel und Ressourcen, die zu Ende gehen, zeigen die GreenTec Awards, wo die Reise hingeht. Ein Umwelt-Oscar, der Zeichen setzt. Glückwunsch!

Kristin Meyer, Schauspielerin
Durch mein Engagement in Afrika ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr wir alle auf Kosten der Natur und anderer Völker leben. Umso wichtiger ist es, kluge Köpfe mit wunderbaren, nachhaltigen Ideen auszuzeichnen und so im besten Falle andere zu motivieren, es ihnen nachzutun. Danke für die GreenTec Awards!

Sabine Kaack, Schauspielerin
Endlich ein Preis für neue Technologien im Klima- und Umweltschutz. Ich unterstütze diese Veranstaltung, weil ich mir eine gesunde Natur für unsere Kinder und Enkel wünsche.

Tina Ruland, Schauspielerin
Leistungen und Engagement zu ehren, die dazu beitragen unsere Zukunft zu sichern, ist ein wunderschöner zusätzlicher Ansporn für jeden von uns, sich für die Umwelt zu engagieren.

Ralph Herforth, Schauspieler
Nachhaltigkeit sollte für jeden Menschen das 11. Gebot sein. Keine Nachhaltigkeit, keine kommenden Jahrhunderte. Keine Nachhaltigkeit – keine Menschen. So einfach ist das.

Vanessa Blumhagen, Journalistin & Moderatorin
Grün trifft Glamour – hört sich an wie ein Lifestyletrend. Aber das darf keine Modeerscheinung bleiben. Denn nur wenn wir alle – Industrie, Politik und jeder einzelne – mitmachen, haben wir eine Chance. Und ich liebe Chancen. Deshalb bin ich stolz, mich in diese bunte Truppe “grüner” Mitkämpfer einreihen zu dürfen. Ich bin bei den GreenTec Awards dabei!

Fiona Erdmann, Schauspielerin, Model und Moderatorin
Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich nicht nur um ihr eigenes Wohl, sondern auch um das Wohl der Natur kümmern. Ein Preis, der nicht allein die Schönheit ehrt, sondern daran arbeitet, die Schönheit der Natur zu bewahren.

Nova Meierhenrich, Moderatorin
Wir müssen unser Bewusstsein schärfen für die vielen neuen technologischen Möglichkeiten, die die GreenTec Branche hervorbringt und die dazu beitragen können, unsere Erde zu schützen.

Karsten Schwanke, Meteorologe und Moderator

Eve Buechner, Moderatorin
Ich bin stolz darauf, Botschafterin der GreenTec Awards zu sein!

Sarah Maria Breuer, Moderatorin
Glamour und Prominenz mit Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu verbinden ist nicht nur clever, sondern auch hilfreich, um die Themen rund um den Schutz unserer Erde spannend zu gestalten. Ein Award, der kreative Köpfe aus der Umwelttechnologie auszeichnet, damit ein nachhaltiger Lebensstil keine Zukunftsmusik bleibt. Das möchte ich als Botschafterin der GreenTec Awards unterstützen.

Claire Oelkers, Sängerin
Nachhaltigkeit bedeutet für mich, Dinge wertzuschätzen, die mir am Herzen liegen: Unsere Umwelt, Menschen und Tiere. GreenTec-Innovationen leisten dazu einen wichtigen Beitrag!

Kerstin Linnartz, Moderatorin
Wir alle müssen JETZT etwas TUN, anstatt nur zu reden. Endlich gibt es einen Preis, der die auszeichnet, die wirklich etwas bewegen!

Nandini Mitra, Moderatorin
Die schönsten Glücksmomente schenkt die Natur: Reife Äpfel vom Baum naschen, Wiesenblumen pflücken, in klaren Seen baden, glitzernder Schnee. Lasst uns dieses Paradies erhalten!

Tanja Bülter, Moderatorin
Toll, dass ihr die GreenTec Awards ins Leben gerufen habt. Eine intelligente, wertvolle Veranstaltung mit Blick auf eine grünere Zukunft! Ich bin sehr gern Teil davon!

Thomas Ranft, Meteorologe und Moderator

Annabelle Mandeng, Schauspielerin und Moderatorin
Die GreenTec Awards unterstützen Menschen, die das Ziel, unseren Alltag durch Innovationen umweltfreundlich zu gestalten, konsequent verfolgen – deshalb unterstütze ich die GreenTec Awards.

Anja Heyde, Moderatorin

Marion Kracht, Schauspielerin
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind die Währung unserer Zeit. Die GreenTec Awards machen verantwortungsbewussten Lebensstil erlebbar. Und wir alle können ein Teil davon sein.

Mara Bergmann, ZDF-Reporterin und Moderatorin
Die wahren Helden sind die, die unseren Lebensraum schützen – und da ist der neue ‚Umwelt-Oscar‘ ein gutes Zeichen! Weiter so!

[tab:GreenTec Spielregeln]

Das öffentliche Voting hat bei den GreenTec Awards einen hohen Stellenwert. Die Spielregeln für die Teilnahme an den GreenTec Awards, die bei GreenTec Awards – FAQ nachgelesen werden können, dokumentieren, dass letzlich zwar eine Expertenjury die Entscheidung aus einer Auswahl von je drei nominierten Bewerbern treffen wird, dass aber nicht die Jury, sondern ausschließlich das öffentliche Voting den dritten Bewerber bestimmt.

In der Kategorie Galileo Wissenspreis hat die Jury klar gegen die Spielregeln verstoßen, das Ergebnis des Votings nicht anerkannt und aus eigenem Gutdünken den übernächsten Bewerber nominiert, der beim Voting eigentlich an 6. Stelle lag…

Die Organisatoren von GreenTec Awards, “Deutschlands größter und wichtigster Umwelt- und Wirtschaftspreis”, wie sie sagen, betonen, dass die GreenTec Awards von der GreenTec Communications GmbH in völliger Unabhängigkeit veranstaltet werden. Dahinter stehe ein Team von 15 Mitarbeitern (Ingenieure, Kommunikationswissenschaftler, Mediengestalter und Betriebswirte), das gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Sponsoren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik die jährliche Verleihung der GreenTec Awards realisiert.

Ob die Partner und Sponsoren sich Manipulationen an den Abstimmungsergebnissen und eine Täuschung der Öffentlichkeit gefallen lassen werden? Bis zur Preisverleihung, die am 30. August 2013 “im Rahmen einer glamourösen Galaveranstaltung in Anwesenheit von 800 bis 1000 geladenen Gästen” stattfinden soll, vergeht noch einige Zeit, so dass die Jury und die rund 100 Journalisten, die den Abend begleiten und von der Veranstaltung berichten sollen, für sich und die Öffentlichkeit klären können, worauf es bei den GreenTec Awards nach eigenem Bekunden in erster Linie ankommt, nämlich auf wissenschaftlich qualifizierte und wirtschaftlich realisierbare Projekte, die “sowohl einen Technikbezug haben als auch die Schonung von Umwelt und natürlichen Ressourcen im Blick haben”.  Genau dies traute die Mehrheit dem DFR-Projekt in der Kategorie Galileo Wissenspreis zu – und wurde kommentarlos übergangen.

Besonders wichtig für die Teilnahme der Öffentlichkeit an der Abstimmung sind die Absätze 12 und 13 (FAQ):

12. Wie läuft das Bewerbungs- und Auswahlverfahren ab?
Die Bewerbung wird über ein Onlineformular im mehrwöchigen Bewerbungszeitraum eingereicht. Wenn Sie eine kurze Projektbeschreibung vorbereitet haben, ist die Bewerbung innerhalb von wenigen Minuten möglich. Die Bewerber werden im nächsten Schritt über ein öffentliches Online-Voting vorgestellt und bewertet. Wer die meisten Stimmen bekommt, qualifiziert sich als einer von drei Nominierten. Zwei weitere Nominierte werden von der Expertenjury bestimmt. Welcher der Nominierten in einer Kategorie den Award gewinnt, wird final von der Jury ermittelt.

13. Wer entscheidet über die Nominierten und Preisträger der GreenTec Awards?
Auf der einen Seite wählt die Öffentlichkeit im Online-Voting einen von drei Nominierten in jeder Kategorie. Zwei weitere Nominierte in der jeweiligen Kategorie und letztendlich die Preisträger werden von unserer Expertenjury gewählt. Diese besteht aus Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Medien und Unterhaltung.

[tab: DFR]

Der Dual Fluid Reaktor DFR des Instituts für Festkörper-Kernphysik gGmbH wurde wie alle anderen Projekte auch bei GreenTec Awards vorgestellt. Leider unterlief GreenTec ein wichtiger Fehler: Das Institut ist keine GmbH, sondern eine gGmbH, eine gemeinnützige GmbH.

“Der Dual Fluid Reaktor DFR ist ein neues nukleares Reaktorkonzept in Weiterführung der sogenannten Generation IV. Der DFR ist inhärent sicher, wobei er im Gegensatz zu heutigen wassermoderierten Reaktoren keinerlei aktive Sicherungssysteme benötigt. Der DFR kann langlebigen nuklearen Abfall aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren – ein geologisches Endlager wird dadurch überflüssig. Außerdem können Kraftstoffe CO2-frei günstig hergestellt werden. Dadurch wird der DFR zu einer extrem umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösung für die Zukunft. www.dual-fluid-reaktor.de”

[tab:END]

Titelfoto: Jurymitglieder Ursula Karven, Aiman Abdallah und Nina Eichinger (v.l.n.r.)
Fotocredit: GreenTec Awards, Ulf Büschleb

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George Monbiot: Wissenschaft kontra Aberglaube

George Monbiot: Es gibt Reaktoren, die radioaktive Abfälle in Energie umwandeln können. Die Grünen sollten die Wissenschaft beachten, nicht den Aberglauben.
“We need to talk about Sellafield, and a nuclear solution that ticks all our boxes. There are reactors which can convert radioactive waste to energy. Greens should look to science, rather than superstition.”(www.guardian.co.uk, 05.12.2011)

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