Das ist doch verrückt – oder?

Versucht man es bei Grüner Energie mit dem Verstand, scheitert man schnell an der “Grünen Logik”. So erging es nicht nur dem Autor des kanadischen Blogs “sunshinehours”, der dieser Logik nicht folgen kann. Er macht auf das ehemalige Kohlekraftwerk Atikokan, Ontario, Kanada, aufmerksam. Heute ist Atikokan das größte 100%-Biomasse-Kraftwerk Nord-Amerikas.

Das 2012 stillgelegte Kohlekraftwerk Atikokan wurde wegen des Energiebedarfs in ein Biomasse-Kraftwerk umgewandelt. Als Biomasse werden Holzpellets verwendet. Nicht irgendwelche Holzpellets, sondern “Advanced Biomass”. Sie widersteht nach einer besonderen Behandlung dem Regen, so dass sich die Biomasse nicht selbst entzünden oder explodieren kann. Dadurch hat sie und hat sie ähnliche Handhabungs- und Lagereigenschaften wie Kohle. Gekauft wird der Biomasse-Brennstoff in Norwegen. Das heißt: Norwegische Wälder werden abgeholzt, zu speziellen, wasserdichten Pellets gedreht, die dann nach Ontario verschifft werden, um in einem stillgelegten und wieder auferstandenen Kohlekraftwerk verbrannt zu werden.

sunshinehours verweist auf eine Studie, die belegt, dass die Verbrennung von Holzpellets (vor allem, wenn sie auf langen Strecken wie von den USA nach Großbritannien transportiert werden) mehr CO2 produziert als Kohle. Mit dem Anspruch, die CO2-Emissionen zu senken, investierte Ontario $ 170 Millionen in ein Kraftwerk, das mehr CO2 produziert, als durch die Verbrennung von Kohle.

Die “Grüne Logik” hält nicht nur sunshinehours für verrückt.


Ruhrkultour Lesetipp:

brandt

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