Der Pfälzerwald – Im Visier der Windindustrie

„Der #Pfälzerwald ist ein großer Schatz! Er spielt in einer Liga mit dem Ayers Rock in Australien, der Serengeti in Afrika und den Niagara-Fällen in Kanada, die ebenfalls ganz oder teilweise Biosphärenreservate sind, wo aber keiner auf die Idee kommen würde, Windkraftanlagen aufzustellen“, sagt M. Waldhausen, Vorsitzender des deutschen UNESCO MAB-Komitees. Und trotzdem, der Pfälzerwald ist Windkraft-Erwartungsland.

Biosphärenreservat und Naturpark

1993 wurde der Pfälzerwald durch die UNESCO als Biosphärenreservats anerkannt, 1998 erhielt er seine Anerkennung als deutscher Teil des grenzüberschreitenden UNESCO-Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen (Vosges du Nord), das erste seiner Art in der Europäischen Union. Es finden beispielsweise grenzüberschreitende Projekte zum Erhalt des Luchses statt.

Der Naturpark liegt im Südwesten von Rheinland-Pfalz und erstreckt sich über ein Breite von etwa 30 km und eine Länge von 60 km entlang der deutsch-französischen Grenze. Die höchsten Gipfel erreichen etwa 650 m und ermöglichen weite Ausblicke über Berge und Täler. Fast drei Viertel des Gebietes auf dem Bergmassiv „Vogesen-Pfalz“ sind von Wäldern mit Edelkastanien, Buchen, Fichten und Kiefern bewachsen. Das Landschaftsbild hat sich über mehr als hundert Jahre nicht wesentlich verändert, der Wald ist nahezu geschlossen.
Der Weinbau am Haardtrand, auch als Deutsche Weinstraße bekannt, ist eine Besonderheit unter den deutschen Biosphärenreservaten. Weingüter sind Mitglied im Netzwerk „Wirtschaften im Einklang mit der Natur“, das seit Februar 2004 Betriebe aus vielen Branchen zusammenschließt, um zusammen mit dem Träger des Biosphärenreservats die Region nachhaltig zu entwickeln.

Tourismus

Die Initiative Pro Pfälzerwald (IPP) engagiert sich für die Bedeutung des Pfälzerwaldes als Erholungs- und Urlaubsgebiet. “Im Naturpark wächst die touristische Wertschöpfung und erreicht heute fast 800 Mio Euro im Jahr. Dahinter stehen jahrzehntelange Aufbauarbeit und viele Arbeitsplätze. Der Pfälzerwald zieht viele Tagesgäste an, vor allem aus der nahen Metropolregion Rhein-Neckar (2,3 Mio Einwohner). Viele Urlauber kommen aus den Niederlanden. Die Menschen schätzen besonders die weite naturnahe Landschaft, ohne aufragende Hochhäuser und Industrieanlagen. Das gut markierte Wegenetz, Wanderhütten allenthalben, bodenständige Gastronomie fordern die Wanderer zu immer neuen Touren auf.”

Der Pfälzerwald ist traditionelles Wanderland.
Die deutsche UNESCO-Kommission beschreibt den südlichen Pfälzerwald mit seinen imposanten Sandsteinfelsen, die wie die vielen Höhlen auch Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sind, als bedeutsam für den Tourismus. “Im Biosphärenreservat finden sich zudem fast einhundert Burgen. Durch die Täler schlängeln sich Bäche, die in kleinen Seen münden.” Die Initiative Pro Pfälzerwald will, dass auch künftige Generationen diese Landschaft erleben können.

Zuständig für den deutschen Teil des Biosphärenreservats ist das Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz

>>>  Initiative Pro Pfälzerwald (IPP)

 

Veröffentlichungen zum Pfälzer Wald:

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