Edekabank-Sparplan: Etikettenschwindel?

Der Edekabank Sparplan bringe eine Top-Rendite für vermögenswirksame Leistungen, berichtet Stiftung Warentest. Die Tester sind der Meinung, der Edeka-Sparplan sei ideal für alle, die ihre vermögenswirksamen Leistungen ohne Risiko anlegen wollen. Der EDEKA-Sparplan?
In der rechten Spalte  lässt der Hinweis “Mehr zum Partner” bereits ahnen, dass die Bausparkasse Schwäbisch Hall AG der eigentliche Leistungsträger ist, ein Unternehmen, das mit einem Marktanteil von 29,6 Prozent die größte Bausparkasse in Deutschland ist. Ein Klick auf “Mehr zum Produkt” bestätigt: Hinter dem VL-Sparen steht die  Bausparkasse Schwäbisch Hall und Union Investment.
Worin besteht die eigene Leistung der Edekabank, die es rechtfertigt, von einem Edeka-Sparplan zu sprechen? Ein “Warentest”, der die Bezeichnung “Edeka-Sparplan” unkritisch übernimmt, betreibt Werbung, keine Aufklärung.

Stiftung Warentest sagt sogar, die persönliche Rendite sei weit höher als angegeben – “und das ohne jedes Risiko”.  “Die Einlagen sind vollständig durch den Sicherungsverbund der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) abgesichert.” Stiftung Warentest verspricht eine Sicherheit, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Darauf hätte eine objektive Verbraucherinformation hinweisen müssen:

“Das System ist insgesamt so undurchsichtig, dass es auch für einen fachlich vorgebildeten Menschen außerordentlich aufwendig ist, den Umfang und das Ausmaß der Absicherung seiner Forderungen – dazu gehören auch Wertpapiere (Zertifikate) – gegen ein konkretes Kreditinstitut sicher zu ermitteln, Entsprechendes gilt für seine Rechte im Schadensfall.” (IMFS)

Einlagensicherungseinrichtungen funktionieren, wenn überhaupt, nur bei der Insolvenz einer oder vielleicht zweier Banken, in Folge  einer systembedingten Krise dagegen nicht. Daruaf weist auch ein Leser hin: “Das Geld wäre in einem solchen Fall schlicht weg. Hier wird dem Leser eine Sicherheit suggeriert, die nicht vorhanden ist.”

Vielleicht gefällt dir auch

2 Gedanken zu „Edekabank-Sparplan: Etikettenschwindel?

  1. Die Erfahrung zeigt, wenn große Firmen zu solchen Tricks greifen und sich über ihren Kernbereich hinaus geschäftliche Vorteile sichern wollen, ist dies zumeist kein Zeichen von Stärke. Auch die Bezeichnung “Edekaner” ist so ein Werbegag. Töricht, wer dies verinnerlicht. Ähnlich wie “Opelaner”. Wenn das US-Management beschließen wird, Opel dicht zu machen, was wird dann aus dem Opelaner?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.