Generation IV – Dual Fluid Reactor (DFR)

Mit dem Dual Fluid Reaktor haben die Mitglieder des Instituts für Festkörper-Kernphysik (IFK) Berlin ein neues, inhärent sicheres Nuklearkonzept vorgestellt. Es wurde von Anfang an auf optimale zivile Nutzung ausgerichtet. Bei der Energieversorgung ist neben der Frage der Sicherheit auch der volkswirtschaftliche Aspekt von großer Bedeutung.

Die verwendete Energietechnik ist “der Beginn und Multiplikator der industriellen Produktionskette”. Ihre Effizienz bestimmt die Produktivität der gesamten Kette. Von der Produktivität der Industrie wird direkt das Wohlstandsniveau bestimmt.

Dr. Armin Huke vom IFK stellt die Effizienz der Techniken wie Wind, Sonne und Biomasse den fossilen Kraftwerken gegenüber. Da sie nur ein Zehntel der Effizienz der fossilen Kraftwerke haben, bedeute das “eine Reduktion des Lebensstandards auf ein Zehntel, also das Niveau des Mittelalters”. Der DFR ist in der Lage, die Effizienz der Kernenergie um mindestens eine Größenordnung zu steigern. Damit könne er die fossilen Kraftwerke um zwei Größenordnungen übertreffen. “Dies schafft die notwendige Voraussetzung für die Steigerung des Wohlstandsniveaus um den gleichen Faktor.”

In seinem Vortrag legt Dr. Armin Huke einen Schwerpunkt auf die Energieeffizienz, den Energy Return on Investment (EROI). Darunter ist die Arbeit zu verstehen, die man hineinstecken muss, um die Primärenergiequelle nutzbar zu machen, sie in Elektrizität umzuwandeln. Die Primärenergiequellen Sonne, Wind, Kohle, Gas, Uran sind für die Beerechnung der Effizienz nicht wichtig; sie schicken keine Rechnung.

Armin Huke informiert über die Historie der aktuellen Kernkraftreaktoren, ihre technischen wie wirtschaftlichen aber auch politischen Zwänge, Möglichkeiten und Grenzen, bis hin zu neuen Konzepten, wie dem Dual Fluid Reaktor. Das Video wurde von EIKE am 25.05.2016 veröffentlicht.