Offshore kontra Onshore: “Es ist ein Teufelskreis” – und es wird richtig teuer.

Foto: Windpark Rødsand II, Eon

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Das Urteil der KPMG über Onshore-Windkraftanlagen ist vernichtend. “Die Energiewende schaffen wir nicht mit ein paar Windrädern, die in dünn besiedelten Gebieten vor sich hin kreiseln.” KPMG, eine der vier größten internationalen Prüfungsgesellschaften kommt zu dem Ergebnis: “… der Strom, den diese Anlagen produzieren, reicht nicht aus, um sich von der Kernenergie lösen zu können.”
Ein Offshore-Wind-Park dagegen könne ein Kraftwerk ersetzen. “Sie sind größer, technisch anspruchsvoller und müssen vorausschauender gewartet werden, weil man nicht einfach mal hinfahren kann, wenn was kaputt ist. Der Strom muss von hoher See dorthin gebracht werden, wo er gebraucht wird, zum Beispiel ins Ruhrgebiet. Doch darauf ist das Netz bisher nicht ausgerichtet.”

Ohne staatliche Förderung sei die Stromversorgung durch Erneuerbare Energien nicht möglich, sagt KPMG: “Das alles kostet viel Geld. Und ist ohne staatliche Förderung nicht zu stemmen.”

Offshore-Windparks sind teuer, sie kosten bis 2 Milliarden Euro, und  Landwirte, engagierte Bürger oder Genossenschaften können die dafür notwendigen Finanzmittel nicht aufbringen. Für die großen Versorger lohne sich der Einstieg in die erneuerbaren Energien aber nur, wenn sie im großen Stil einsteigen. Für Betreiber und Investoren müssen sich die Offshore-Anlagen lohnen, wenn nicht, dann finden sie international genügend Alternativen. “Es ist ein Teufelskreis”, sagt KPMG.

Den Teufelskreis bezahlen die Stromkunden, so lange sie können.

KPMG, Der Wind dreht sich

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