Schneidt, Katja: “Wir schaffen es nicht”

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Ein neues Buch der Spiegel-Bestseller-Autorin von “Gefangen in Deutschland“. Katja Schneidt: “Wir schaffen es nicht
“Am 31. August 2015 sagte Angela Merkel den Satz, der zum Leitmotiv ihrer Flüchtlingspolitik werden sollte: “Wir schaffen das!” Heute, nachdem Hunderttausende Menschen mehr nach Deutschland gekommen sind, sehen viele diese Aussage kritisch. Nicht zuletzt die Menschen, die den Flüchtlingen aktiv bei ihrem Neuanfang helfen. Katja Schneidt ist eine von ihnen. Sie erlebt jeden Tag die Realität der Erstauffangeinrichtungen: Als Ansprechpartnerin für die Flüchtlinge begleitet sie diese bei Behördengängen, gibt Deutschkurse, versucht, ihnen zu vermitteln, was Leben in Deutschland bedeutet. Dabei zieht sie eine ernüchternde Bilanz und sagt: “Wir schaffen es eben nicht, all diese Menschen zu integrieren.” Die Gründe dafür sind vielfältig: eine Integrationspolitik, die zu wenig auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt, sondern eine teilweise überzogene Erwartungshaltung der Flüchtlinge weiter fördert; mangelnde Integrationsbereitschaft unter den Flüchtlingen; zu wenige professionelle Strukturen innerhalb der Flüchtlingshilfe. Katja Schneidt ist alles andere als ausländerfeindlich oder rechts, aber sie sagt, wo es hapert und was sich ändern muss, damit unsere Gesellschaft eine Chance bekommt.”

Katja Schneidt, Jahrgang 1970, arbeitet seit 1999 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Viele Jahre führte sie eine Beziehung mit einem türkischen Mann und lebte abgeschnitten von der Außenwelt in dessen muslimischer Großfamilie. Sie ist engagiertes Mitglied der SPD und hat für die Münchner Verlagsgruppe (mvg), zu der auch der riva Verlag gehört, bereits mehrere Bücher geschrieben, darunter den Spiegel-Bestseller Gefangen in Deutschland. Sie lebt in der Nähe von Frankfurt am Main.


Die Meinungen über das Buch von Katja Schneidt sind sehr unterschiedlich. Reißerisch sei das Buch, heißt es in Kommentaren bei Facebook. Und selbstverständlich wird auch notorisch wieder vor der Nähe zur AfD gewarnt. Aber ändern sich dadurch die Fakten, wie Katja Schneidt sie erlebte? Die von ihr aufgelistete Fakten über fehlende Wohnungen, Arbeitsplätze und hauptamtliche Betreuer für Flüchtlinge will sie nicht als „Panikmache“ verstanden wissen. „Die Augen vor diesen Fakten zu verschließen, hilft in dieser Situation nicht.“ (Buchbesprechung in: Die Welt, 12.09.2016)

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