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“Stoppt diesen Irrsinn, Rote Karte, Windkraft nein Danke!” – 45.815 Eingaben gegen Windkraft im Sauerland

Die Anti-Windkraftbewegung besteht allein in Deutschland aus rund 800 Bürgerinitiativen und zehntausenden von Bürgern. Sie dürfte größer sein, als die Anti-Atomkraftbewegung je war, aber sie ist anders. Sie besteht aus vielen Gruppen, die nicht zentral angeleitet werden, sondern sich dezentral den Problemen in ihrer Region stellen und ihre Vorgehensweise je nach den örtlichen Voraussetzungen selbst und bürgernah festlegen. Viele Bürgerinitiativen bilden inzwischen Verbünde auf regionaler Ebene und haben sich auch auf Landes- und Bundesebene zusammengeschlossen.

Windkraftgegner bringen im Unterschied zur Anti-Atomkraftbewegung ihre persönlichen Erfahrungen und vor allem Fachwissen in die Bürgerinitiativen mit ein. Sie stellen sich quer zur gegenwärtigen Energiepolitik, die die Zerstörung von Landschaften billigt, dafür keine nachvollziehbare Begründung liefert. Dass die Energiewende dennoch die Unterstützung aller an der Regierung beteiligten Parteien, der Kirchen, nahezu sämtlicher großen NGOs (Ausnahme: “Rettet den Regenwald”) und der meisten Medien genießt, ist eine der fatalsten Entwicklungen in der Nachkriegsgeschichte.

“Stoppt diesen Irrsinn, Rote Karte, Windkraft nein Danke!”

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Foto: BI Elpe

Nicht immer können sich die Bürgerinitiativen Gehör verschaffen, aber in vielen Fällen sind sie erfolgreich, zumindest gelingt es ihnen oft, Bauvorhaben zu verzögern oder zu stoppen und Ratsmitglieder zum Nachdenken zu bewegen. Dem Aufruf “Stoppt diesen Irrsinn, Rote Karte, Windkraft nein Danke!” folgten Bürger aus den sauerländischen Orten Altenfeld, Assinghausen, Bestwig, Bigge, Bruchhausen, Brunskappel, Elleringhausen, Elpe, Gevelinghausen, Haardt, Heinrichsdorf, Helmeringhausen, Olsberg, Siedlinghausen, Walbecke, Wiggeringhausen, Wiemeringhausen und Wulmeringhausen.

45.815 Eingaben wurden kistenweise zum Rathaus Olsberg getragen, um gegen das geplante Windkraftprojekt im Gebiet Mannstein zu protestieren, berichtet der SauerlandKurier. Weitere Eingaben vom Umweltverein sollen folgen. Mit Hilfe eines Rechtsanwalts, Fledermausexperten und Ornithologen sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um weiter gegen Windkraft zu kämpfen, sagte Didi Burmann von der Windflut Elpe dem SauerlandKurier. Entscheidungen gegen den Bürgerwillen, das könne nicht sein, kritisierte Burmann. Auch dann nicht, wenn ein Bürgermeister meint, die Energiewende sei beschlossen und müsse umgesetzt werden.

Peter N. schrieb in einem Kommentar bei Facebook: “Als wir von Willingen Richtung Medebach gefahren sind, habe ich auf einer Anhöhe angehalten. 360 Grad-Rundumblick…tatsächlich kein Windrad. Diese Augenblicke werden immer weniger. Die, die gegen die Landschaftsverschandelung sind, müssen noch lauter werden!”

Die Stadtbewohner sollten sich der Anti-Windkraftbewegung anschließen, denn auch sie haben außer Geld für künstlich erhöhte Strompreise viel zu verlieren: Die Ruhe und Schönheit der Naherholungsgebiete.

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Weitere Informationen und Bilder von der Aktion:


Lesetipp:
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Die Grünen haben wie keine andere Partei oder Gruppierung den Geist der Zeit in den letzten  Jahrzehnten bestimmt. Die von ihnen repräsentierte Umweltbewegung war in dieser Periode die einzige
originäre neue Kraft. Die Grünen haben mit ihren Themen die gesellschaftlichen Diskussionen
geprägt. Sie wurden groß durch ihren leidenschaftlichen Kampf gegen die Kernkraft.
Sie triumphierten, als nach dem Reaktorunglück in Fukushima der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen wurde
und auch die Bundeskanzlerin erkannte, was Restrisiko bedeutet. Sie haben die regenerativen
Energien gefördert und das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf den Weg gebracht.
Deutschland ist auf diesem Gebiet Spitzenreiter in der Welt. Die Grünen waren mit ihren Themen auf allen
Gebieten erfolgreich. Wie keine andere Partei können sie auf die Unterstützung durch die Medien
rechnen. Die wichtige Frage aber ist: Haben sie auch recht? Ist es vernünftig, ihren Vorschlägen zu
folgen? Das soll in diesem Buch geprüft werden.

Dazu eine Buchbesprechung in der NZZ, von Horst Demmler: Wider den grünen Wahn. Das Sündenregister der grünen Gutmenschen

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