Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

Al Gore führt die Brexit-Abstimmung in Großbritannien im vergangenen Sommer auf die “politische Instabilität” im Nahen Osten zurück. Er meint, dass sie durch den “Stress” und das Chaos, das der Klimawandel im Nahen Osten verursacht habe, entstanden sei. Wenige Tage zuvor hatte das British Medical Journal einen Artikel veröffentlicht, in dem der Klimawandel mit Diabetes in Zusammenhang gebracht wurde. Brexit, Dürre und Diabetes – der Klimawandel war’s!

 

Al Gore: Der Klimawandel ist für den Brexit verantwortlich

Der ehemalige Vizepräsident der USA, Al Gore, befindet sich auf Werbetour für seinen neuen Film An Inconvenient Sequel: Truth To Power. In einem Gespräch mit dem Filmmagazin Empire erklärte er, dass der Klimawandel die Ursache der Brexit-Abstimmung in Großbritannien im vergangenen Sommer gewesen sei. Er hält die Abstimmung für das Ergebnis der “politischen Instabilität”, für die letztlich der Klimawandel und das durch ihn verursachte Chaos im Nahen Osten verantwortlich sei.

Die wichtigste Ursache für den Bürgerkrieg in Syrien seien 1,5 Millionen Klimaflüchtlinge, die wegen anhaltender Dürre in die Städte Syriens getrieben wurden, wo sie mit Flüchtlingen aus dem Irak-Krieg kollidierten, sagt Al Gore. Der Politiker (Demokratische Partei) und Unternehmer skizzierte erneut seine komplexe Klima-Verschwörungstheorie aus Klimawandel, Syrien und Wikileaks, berichtet die US-amerikanische Nachrichten- und Meinungswebsite. Dass sie von Anhängern Al Gores einhellig politisch als rechtspopulistisch bis rechtsaußen verortet wird, ist dem Zeitgeist, nicht der Wahrheitsfindung geschuldet.

Wikileaks habe interne Gespräche in der syrischen Regierung enthüllt, sagt Al Gore, in denen man sich gegenseitig “eine soziale Explosion” bestätigt habe. Diese durch den Klimawandel ausgelöste Konfrontation führt nach Ansicht Al Gores zu einem unglaublichen Flüchtlingsfluss nach Europa und habe eine politische Instabilität geschaffen. In gewisser Weise habe dies dazu beigetragen, dass manche in Großbritannien auf Abstand zu Flüchtlingen gegangen seien.

Das sei fast sicher das erste Mal, dass der Klimawandel für den Brexit verantwortlich gemacht wurde, sagt James Delingpole.

 

British Medical Journal: Der Klimawandel ist für Diabetes verantwortlich

Wenige Tage vor der Erklärung Al Gores zum Klimawandel veröffentlichte das British Medical Journal einen Artikel, der den Klimawandel in einem ursächlichen Zusammenhang mit Diabetes sieht. Im British Medical Journal heißt es:

“Zusammenfassend: Die Diabetes-Inzidenzrate in den USA und die Prävalenz der Glukoseintoleranz steigt weltweit mit einer höheren Außentemperatur an. Auf der Grundlage unserer Ergebnisse würde ein 1 ° C-Anstieg der Umwelttemperatur in den USA allein über 100.000 neuen Diabetesfällen pro Jahr auftreten lassen, bei einer Bevölkerungszahl von fast 322 Millionen Menschen im Jahr 2015.38 Diese Erkenntnisse betonen die Bedeutung der zukünftigen Erforschung der Auswirkungen der Umgebungstemperatur auf den Glukosestoffwechsel und den Beginn der Diabetes, vor allem im Hinblick auf den weltweiten Anstieg der Temperaturen mit einem neuen Rekord für den wärmsten Winter in den USA im vergangenen Jahr.39.”

“In conclusion, diabetes incidence rate in the USA and prevalence of glucose intolerance worldwide increase with higher outdoor temperature. On the basis of our results, a 1°C rise in environmental temperature would account for over 100 000 new diabetes cases per year in the USA alone, given a population of nearly 322 million people in 2015.38 These findings emphasize the importance of future research into the effects of environmental temperature on glucose metabolism and the onset of diabetes, especially in view of the global rise in temperatures with a new record set for the warmest winter in the USA last year.39.”

 

Lasst uns Störche zählen

Die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel ist aus einem wissenschaftlichen Labor entwichen. Sie wird nicht mehr diskutiert, wie Jörg Rehmann dies in seinem Artikel Kafkaeske im Fake-Staat am Beispiel eines Gerichtsurteils zu Gunsten der Umweltbehörde gegen den Journalisten Michael Miersch aufgezeigt hat. Einmal von Politikern wie Barack Obama wider besseren Wissens in die Welt gesetzt, wandelt sich die Klimawandel-Hypothese in eine absolute Wahrheit und wird zum Maßstab der Politik, der Gerichte und der wissenschaftlichen Forschung.

Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wissenschaft ist beachtlich. Der Klimawandel schafft ungeahnte Möglichkeiten für die Akquisition von Forschungs- und Fördergeldern. Es würde niemanden wundern, wenn lange nach dem Zeitalter der Aufklärung moderne Wissenschaftler Forschungsgelder dafür erhalten, dass sie – länderübergreifend – herausfinden sollen, ob die Anzahl der Störche mit der Geburtenrate korreliert. Daten können dies bestätigen, wenn man etwas von Datenkosmetik versteht. Dennoch dürfte jeder wissen, dass die Korrelation zwischen dem Verschwinden der Störche und der sinkenden Geburtenrate eine Scheinkorrelation ist.

Vielleicht wird ja bald eine Studie mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, die den Zusammenhang zwischen der Anzahl der Windkraftanlagen, die den Klimawandel aufhalten sollen, der Anzahl geschredderter Störche und der Verringerung der Geburtenrate untersucht.

Quellen:

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Großbritannien will die globale Energiewende kippen

Großbritannien will die globale Energiewende kippen

Die neue Premierministerin Theresa May schafft das Ministerium für Klimawandel ab. Die Zusammenlegung mit dem Energie-Ressort dürfte eine Abkehr der Briten vom Klimaschutz bedeuten. Setzt sich diese Position global durch, hat Deutschland schlechte Karten.
17.07.16

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/17/grossbritannien-will-die-globale-energiewende-kippen/

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Die Windkraftindustrie – Siemens, Greenpeace und der Brexit

Die trüben Aussichten, die der Windkraftindustrie testiert werden, sind keine Folgen des Brexit. Nicht der Brexit lastet auf der Windkraftindustrie. Emotionaler Überschwang von Weltverbesserern und die Rücksichtslosigkeit der Öko-Industrie sind das Elixier, an dem die Windkraftindustrie scheitern wird. Die Politiker folgen nicht rationalen Argumenten, sondern sind dem Charme der Ideologie von dem Klimawandel und der “Klimagerechtigkeit” erlegen. Die Windkraftindustrie ist das Produkt einer künstlich mit Steuermitteln erzeugten Nachfrage, das die politischen Erwartungen und Hoffnungen nicht erfüllen kann. An diesem Widerspruch wird die Energiewende scheitern.

londonSiemens habe die Investitionspläne für das Rotorenwerk in Hull und die Pläne für den Export der dort produzierten Maschinen auf Eis gelegt, bis die Modalitäten des Brexit geklärt sind, berichtete am 11. Juli Telebörse, die Anlegerseite von n-tv.

Siemens Konzernchef Joe Kaeser widersprach: Dies sei ein Gerücht. Unter seiner Führung sind in diesen Tagen mit ihm der gesamte Siemens-Vorstand, Politiker und wichtige Kunden des deutschen Technikkonzerns nach London gereist und bei einem Empfang des Unterhauses im britischen Parlament aufgeschlagen, wie die FAZ berichtet.

Siemens greift derzeit nach der Vorherrschaft im Windkraftbereich. Durch  die beschlossene, aber von den Wettbewerbsbehörden noch nicht genehmigte Fusion seines Windkraftgeschäfts mit dem spanischen Unternehmen Gamesa wird der Münchener Technologiekonzern zum weltgrößten Windkrafterzeuger aufsteigen und den dänischen Windkraftriesen Vestas vom ersten Platz verdrängen.

Siemens werde als Reaktion auf den Brexit seine Investitionen nicht stoppen, sagte Kaeser in London. Zu den derzeit 13 Fabriken käme gerade eine vierzehnte in der englischen Hafenstadt Hull hinzu. Dort sollen 1000 Mitarbeiter bald Rotorblätter für Windkraftanlagen auf See (Offshore) produzieren. Laufende Investitionen des Konzerns seien nicht in Frage gestellt, habe er betont. In Großbritannien sind insgesamt 14.000 Menschen bei Siemens beschäftigt. Kaeser habe die Verbundenheit mit Großbritannien betont, berichtet die FAZ. Großbritannien habe so viel zu Europa und zu dessen Kultur beigetragen und werde auch in Zukunft in wichtigen Bereichen des europäischen Lebens einen Beitrag leisten: „Ich möchte, dass Großbritannien Teil eines großen Europas bleibt.“ Der Brexit werde das Engagement Siemens in Großbritannien nicht mindern, sagte Kaeser.

Es kriselt in der Windkraftbranche

Trotz der Siemens-Erfolgsmeldungen über große Aufträge steckt die Windkraftbranche unabhängig vom Brexit weltweit in Turbulenzen. Ohne üppige Subventionen gäbe es weder die Windkraft-Branche noch Überkapazitäten bei Windkraftanlagen. Weil aber der überschüssige Strom die Anlagen unrentabel macht und die Sicherheit der Stromnetze gefährdet, haben beispielsweise China und Dänemark einen Baustopp verfügt. Durch die Überkapazitäten wächst der Druck auf die Preise. Würden die Kosten für Windkraft noch um weitere 40 Prozent sinken, wie Kaeser befürchtet, wüchse die Gefahr, dass sich der Preisdruck in der Branche verstärkt und die Margen verschlechtern. Die möglichen Folgen durch sinkende Margen sind bekannt: Insolvenzen, Konzentrationen, Lohndrückerei, Massenentlassungen und schlechtere Qualität.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Windkraftindustrie ist, dass viele örtliche Regierungen und Versorger die billige Kohle bevorzugen, um die Industrie zu stützen.

Der Expansion der Windkraftindustrie sind Grenzen gesetzt, nicht zuletzt dadurch, dass die Alimente von derzeit rund 30 Milliarden Euro zu Gunsten der Erneuerbaren Energien für einen großen Teile der Bevölkerung unbezahlbar werden. Die Telebörse stellt jedenfalls fest: “In den vergangenen Monaten konnten trotz eines kräftigen Ölpreisanstiegs die Aktien von Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien kaum profitieren.”

Greenpeace kontra Brexit

Greenpeace protestiert gegen den Brexit. Das Greenpeace-Paradox lautet: Welche Rolle spielt für Greenpeace schon das Leben, wenn es um die Idee von einem besseren Leben geht? Das bessere Leben sieht Greenpeace durch die “Fraktion der Klimawandel-Leugner” in der konservativen Regierungspartei gefährdet, da sie durch das Brexit-Votum gestärkt worden sei. Der Chef von Greenpeace in Großbritannien John Sauven befürchtet sogar, dass ein “Scheiterhaufen mit Umweltschutzregeln” angezündet werden könnte.

Bestätigt fühlt sich der Greenpeace-Chef John Sauven durch die Sorgen des Schatzministers George Osborne, der die Kosten für die Umsetzung der EU-Direktiven im Umweltschutz als zu hoch betrachtet und befürchtet, dass die Rettung des Planeten das Land noch in den Ruin stürzen werde.

Greenpeace wusste die eigene Weltanschauung durch die bürokratische EU gewahrt. So gehen beispielsweise 85 Prozent der britischen Umweltgesetze nach Angaben der Naturschutzorganisation Friends of the Earth auf Direktiven aus Brüssel zurück. Greenpeace: “Ohne den Druck der EU dürfte dem Umweltschutz in Großbritannien ein wichtiger Treiber fehlen.” Welche Organisation unterwirft sich denn freiwillig einem System teils unsinniger, bürokratischer Vorschriften (Glühlampen, Staubsauger, Rasenmäher usw.), wenn sie nicht im Wesen dogmatisch, autoritär und demokratiefeindlich ist?

John Sauven ruft zum Widerstand gegen den Brexit, deren Unterstützer die Bevormundung aus Brüssel ablehnen: „Deshalb muss die grüne Bewegung, muss jeder Brite, der Wert auf eine saubere und sichere Umwelt legt, jetzt aufstehen und die Angriffe gegen den Schutz der Natur abwehren.“ Es gibt keinen Grund für die Annahme, dass den Briten die Sauberkeit des Trink- und Badewassers und der Luft gleichgültig ist, aber es gibt offenbar keine Bereitschaft mehr, die (Öko-)diktatur der EU und der Umweltschutzorganisationen noch länger zu ertragen.

Die Windkraftindustrie hat viele Gegner. Ihr größter ist maßlose Gier.

 

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Brexit im “Zugabe Spaßpaket” des WDR

Der WDR präsentiert ein “Zugabe-Spaßpaket” zu Themen, die seiner Meinung nach die Nation bewegen. Bei den Top-Themen der vergangenen Woche kann der Brexit nicht fehlen und bekam deshalb eine Sendezeit im “Zugabe-Spaßpaket”. Es ist nicht klar, um welche Kunstform es sich beim Brexit-Zugabe-Spaßpaket handelt, denn wem macht es Spaß, die aggressiv-arrogante Einstellung des Polit-Establishments auch noch als Statement aus dem virtuellen Mund der Queen zu hören?

Beim Brexit versteht Deutschland einfach keinen Spaß, weil die Briten Europa gezeigt haben, dass es eine Alternative zu Duckmäuserei und Mitläufertum gibt. Aber Insubordination gegen Anordnungen der EU-Kommission gilt derzeit das schlimmste aller anzunehmenden Vergehen gegen die Demokratie, ganz besonders in Deutschland, wo man offenbar glaubt, Demokratie zeige sich in der Anerkennung einer selbsternannten und sich vervielfältigenden Bürokratenherrschaft. Viele Menschen verstehen offenbar nicht, dass der zivile Ungehorsam gegen Herrschaft nicht von der Demokratie zu trennen ist. Dieser Aspekt ist sogar den Medien weitgehend fremd geworden.

Den Briten wird statt dessen Nationalismus und Rassismus unterstellt, was derzeit in der Politik und in den Medien Mode ist, sobald die vorherrschende politische Meinung nicht geteilt wird. Die Zukunftsaussichten Europas sind – aus eigenem Verschulden – schlecht, durch die Sanktionen gegen Russland, die Folgen der Energiewende und Masseneinwanderungen gering qualifizierter Arbeitskräfte noch schlechter. Lösungen sind für die meisten Politiker nicht in Sicht, das macht sie und die ihnen folgenden Medien aggressiv und vergesslich. Der Vergesslichkeit oder auch einem Mangel an Bildung ist die Unfähigkeit der Medien zu einer historischen Bewertung des Brexit zu verdanken.

Es lohnt sich, den kurzen Kommentar des britischen Unternehmers und Tory-Abgeordneten Matt Ridley zu lesen. Er rückt Er hat am 23. Juni für den Brexit gestimmt. Und wer noch nicht dem Briten-Bashing verfallen ist, wird an der Stellungnahme von Matt Ridley  in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) “Warum der Brexit-Entscheid richtig war” seinen Spaß haben. Er sagt, jetzt sei der Punkt erreicht, an dem “Grossbritannien – die extravertierteste unter den europäischen Volkswirtschaften – vom Austritt aus der EU profitieren wird. Das Bruttoinlandprodukt der EU hat sich erst in jüngster Zeit wieder auf das vor der Finanzkrise erreichte Niveau hochgekämpft.” Die “obsessive Harmonisierungspolitik der EU” habe Erneuerungen ausbremst.

Obwohl Grossbritannien nicht daran denke, sich aus der Nato, der Uno, dem IWF, dem Europarat oder auch dem Internationalen Olympischen Komitee zu verabschieden und diese Körperschaften auf Vereinbarungen zwischen Regierungen beruhten, reagiert die EU auf den Brexit beleidigt. Dabei sei sie nur “eine supranationale Regierung, die auf eine fundamental undemokratische, ja antidemokratische Weise funktioniert. Sie hat vier Präsidenten, von denen keiner gewählt ist. Die Befugnis zur Gesetzgebung liegt bei einer Kommission, deren Mitglieder ebenfalls nicht gewählt wurden. Ihr Gerichtshof kann sich über den Willen des britischen Parlaments hinwegsetzen.”

An eine einschneidende Reform der EU ist nicht zu denken, sowohl Merkel als auch Juncker lehnen eine große Reform der europäischen Verträge als Antwort auf den Brexit ab. “Es ist weder eine Vertragsänderung noch ein Konvent geplant”, sagte der Kommissionschef. “Es geht um die Umsetzung der Regeln, nicht um neue Regeln.”

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http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/warum-der-brexit-entscheid-richtig-war-bremsklotz-bruessel-ld.102984

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„Die letzten Tage Europas: Wie wir eine gute Idee versenken“

broder_europaDas Buch mit dem Titel »Die letzten Tage Europas« erschien im August 2013. Ein Europäer hatte es geschrieben: Henryk M. Broder, in Polen geboren, seine Mutter kam aus Österreich, der Vater aus Russland. aufgewachsen ist er in Deutschland und Österreich. Ein Kosmopolit, der auch in den USA und in Israel gewohnt hat.
Ein gefährlicher Europäer, gefährlich für ein nach Totalitarismus strebendes politisches System, in dem Bürokraten die Herrschaft ausüben und das Leben seiner Bürger reglementieren und sogar über Glühlampen und Staubsauger entscheiden. Ein System, das sich immer mehr zu einem geldvernichtenden Merkel-Barroso-Draghi-Europa entwickelt hat.

Die arrogante Politikerkaste ziele auf Bevormundung und Gleichschaltung, nicht auf einen Konsens der Mitgliedsländer der EU, sagt Broder. Sie habe die europäischen Völker in Geiselhaft genommen und verhalte sich, als sei dieses von oben verordnete Europa alternativlos. Wer es ablehnt, gefährde den Frieden, heiße es. Der Alarmismus entspricht nicht den Möglichkeiten der EU, er ist bezeichnend für den Führungsstil der EU, die durch eigene Fehlentscheidungen (Energiewende, Sanktionspolitik gegen Russland, Handelpolitik, Einwanderungspolitik) Europa immer weiter in den Ruin führt.

Broder plädiert für deutsche Solidarität mit den Armen in Europa, das Geld solle bei denen ankommen, die es wirklich nötig haben, sagt er. Dieses Europa gibt es nicht. Eine Zeit der Besinnung, ein Moratorium, werden die etablierten Bürokraten nicht zulassen. Sowohl Merkel als auch Juncker lehnen eine Reform der europäischen Verträge als Antwort auf den Brexit ab: “Es ist weder eine Vertragsänderung noch ein Konvent geplant”, sagte der Kommissionschef. “Es geht um die Umsetzung der Regeln, nicht um neue Regeln.” Die EU müsse sich ohne komplizierte Änderungen ihrer Verträge reformieren. Damit bleibt alles beim alten.

Henryk M. Broder sprach über den Euro und Europa in der SWR-Sendung „Leute Nigth“ am 02.10.2013. Heute, drei Jahre später, sagt Qunetin Quncher in einem kurzen Kommentar zu dem Video in Broders “Achse des Guten”, sei die einstige Provokation zum Allgemeingut geworden, “Broder wurde von der Realität eingeholt. Es macht bei manchen Dingen wohl überhaupt keinen Spass, recht gehabt zu haben.”

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“Klimawandel-Leugner” und “Brexiteers” – das ultimative Feindbild

Für den ökologisch-industriellen Komplex ist der Austritt Großbritanniens aus der EU eine ernsthafte Bedrohung. EurActiv.com, ein mehrsprachiges Medienportal zu EU-Fragen, warnt auf seiner englischsprachigen Seite vor Klimaskeptikern in der Führungsriege der Brexit Kampagne, sie werde durch Klimaskeptiker dominiert. Es gebe so viele einflussreiche Politiker und Geldgeber, die sowohl Euro- als auch Klimaskeptiker seien, dass EurActiv.com Befürchtungen hinsichtlich der Zukunft der britischen Klimapolitik hegt:

“Was die Klimawandel-Leugner und Brexiteers gemeinsam haben, ist die Ablehnung von Beweismitteln als Grundlage der Politik”, sagte Tom Burke, der Vorsitzende des in London ansässigen Think Tanks für Umwelt E3G. Dies sei ein Problem, weil es sich um eine Gruppe von Menschen handle, die verantwortlich für die Regierung sein wollen, sich aber gegen Beweise (evidence) immunisiert hätten, fügte Burke hinzu.

child-1215316_640Es gibt keine “Beweise” für die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel. Auf welche Weise das “Klimawandelvirus” aus dem Labor in die Welt entwichen ist, wurde nachgewiesen (Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagen Wissenschaftler). Die Öko-Industrie führt die Öffentlichkeit in die Irre, wenn sie versucht, die Wissenschaft an die Politik zu fesseln. Das hat zuletzt die Inquisition praktiziert, und die ist bekanntlich damit gescheitert.

Bisher ist es der Öko-Industrie gelungen, private Interessen ohne Rücksicht auf die Konsequenzen für Menschen und Natur durchzusetzen. Davon zeugen unter anderem über 700 Bürgerinitiativen, die allein in Deutschland gegen Windkraftanlagen und Profitgier vorgehen. Mit guten Gründen. So wird zum Beispiel das Vorsorgeprinzip der EU von dem ökologisch-industriellen Komplex konsequent missachtet. Bis heute fehlen zuverlässige Studien zum Beispiel über die gesundheitlichen Auswirkungen des Infraschalls von Windkraftanlagen. Der Ausbau geht trotz zahlreicher gemeldeter Beschwerden und Protesten von Ärzten weiter.

Das Vorsorgeprinzip ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Umweltpolitik und Gesundheitspolitik in Europa. In seinem Sinn sollen Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unvollständiger Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden.

Vorsorgeprinzip

Die Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro konkretisiert das Vorsorgeprinzip in Kapitel 35 Absatz 3 der Agenda 21:

„Angesichts der Gefahr irreversibler Umweltschäden soll ein Mangel an vollständiger wissenschaftlicher Gewißheit nicht als Entschuldigung dafür dienen, Maßnahmen hinauszuzögern, die in sich selbst gerechtfertigt sind. Bei Maßnahmen, die sich auf komplexe Systeme beziehen, die noch nicht voll verstanden worden sind und bei denen die Folgewirkungen von Störungen noch nicht vorausgesagt werden können, könnte der Vorsorgeansatz als Ausgangsbasis dienen.“


Greenpeace UK Sprecher Graham Thompson bezeichnet Menschen, die der Hypothese vom anthropogenen Klimawandel skeptisch gegenüberstehen, als Rechtsextremisten. Rechtsextremismus und EU-Skepsis würden durch die gleichen Anti-Regulierungs-Motive angetrieben und zögen die gleiche Art von Ideologen an. Die schlichte Botschaft von Greenpeace lautet: Wer uns nicht folgt, ist unser Feind.

Ernste Folgen für den Weltklimavertrag und die Energiewende befürchtet auch klimaretter.info.

Auf die Energiewende der EU dürfte zutreffen, was für das morsche globale Finanzsystem insgesamt gilt: Beide sind auf Zerstörung und Selbstzerstörung ausgelegt. Der Brexit ist für den ökologisch-industriellen Komplex und für das Finanzsystem ein Katalysator. Der angebliche Interessenskonflikt zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Gebildet und Ungebildet lenkt von den eigentlichen Ursachen ab.

“Der Brexit macht die Bruchlinie sichtbar zwischen dem einen Prozent und den 99 Prozent auf aller Welt. Der Brexit beendet den Alptraum vom Crash, indem der Crash zur Realität wird. Grundlegende Verwerfungen werden in den kommenden Monaten mit dem Label „Brexit“ versehen, weil man auch damit ganz praktisch Sündenböcke gefunden hat. Es werden die „dummen Briten“ sein, denen man die Schuld an der Misere in die Schuhe schieben kann. Doch hinter dem Brexit lauert der echte Crash: Er geht nicht auf das Konto von Wutbürgern. Er ist das eiskalte Kalkül von zynischen Geschäftemachern in Politik und Finanzwirtschaft, die bisher noch bei jedem Crash unerkannt und unbestraft geblieben sind.” (DWN)

Auf das Entkommen setzt auch der ökologisch-industrielle Komplex, denn den Schaden, den er verursacht, kann er niemals bezahlen.

 


Ruhrkultour Leseempfehlung:

MichaelMaier

 

 

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Brexit – Nexit, Frexit, Pexit, Itexit, Dexit … ? Das Europa der Bürokraten bricht auseinander

Europa bricht auseinander, stellte der Historiker Egon Flaig in seinem Buch “Gegen den Strom” 2013 fest.

europe-1456245_640Er verwies darauf, dass ein freiheitliches Gemeinwesen sich nicht auf religiöse Gebote oder ökonomische Interessen, sondern einzig auf den politischen Willen seiner Bürger gründen lässt. Henryk M. Broder fasste im Mai 2014 in einer Rezension die Kernaussage des Buches mit den Worten zusammen: “Eine EU à la Martin Schulz? Zum Davonlaufen!” Genau das ist geschehen: Die Briten haben in einem Referendum den Ausstieg aus der EU gefordert, das Parlament muss noch darüber abstimmen – BREXIT.

Die Außenminister der EU-Gründerstaaten setzen den Briten eine kurze Frist, schon am Dienstag sollen die Verhandlungen über die Austrittsmodalitäten beginnen, obwohl weder das britische Parlament über das Referendum entschieden hat noch ein Antrag auf Austritt gestellt wurde. Wenn für den EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) und die “eurokratischen Apparatschiks” nicht die souveräne Entscheidung der britischen Bevölkerung zählt, was zählt dann? Das persönliche Wohlgefühl bei der Ausübung von Macht? Die Insubordination gegen Bevormundungen durch die EU?

Die europäische Idee wird nicht durch das Referendum der britischen Bevölkerung beerdigt, sondern durch die “politische Klasse” und die mit ihr verbundenen “eurokratischen Apparatschiks”, wie Flaig unmissverständlich sagt. Sie sind es, die “das künftige europäische Staatsvolk um seinen selbsttätigen Gründungsakt [zu] betrügen”.

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) verlangt ebenfalls eine schnelle Entscheidung. Sie dokumentiert damit den Vorherrschaftsanspruch Deutschlands innerhalb der EU und führt, militärisch geschult, die Interessen der Wirtschaft ins Feld: “Es wird niemand die Chance haben, auf Zeit zu spielen. Die Wirtschaft wird schnelle Klarheit einfordern. Investoren werden sich zurückhalten, bis sie wissen, was jetzt gilt: drinnen oder draußen.”

Wer zweifelt jetzt noch daran, dass der Plan einer europäischen Einigung “ein Meisterwerk technokratischer Bankrotteure”, ein heimtückischer “Anschlag auf die Volkssouveränität” sei, wie Egon Flaig schreibt?

Der Buchhändler Martin Schulz hat wohl nicht die Zeit gefunden, Flaigs Buch zu lesen, wie Broder in Erwägung zog, er hätte sich durchaus angesprochen fühlen können, als Teil jener “selbstherrlichen Politikerkaste”, die sich ermächtigt hat, “jedwede Mahnung, dass die Staatsvölker zu befragen seien, wenn es um die politische Zukunft dieser Staatsvölker geht, als Populismus zu verfemen”, sagt Henryk M. Broder.

Spätestens mit dem Vertrag von Maastricht, so Flaig, habe “eine bürokratische Konterrevolution” eingesetzt, die nun “schleichend die demokratischen Verfassungen sämtlicher Mitgliedsstaaten aushöhlt”. Die Brüsseler Eurokraten “regieren in niemandes Namen, für niemandes Wohl und sind niemandem Rechenschaft schuldig”.

Die Briten sind Europäer, vielleicht mehr als jede andere Nation in Europa. Nicht zufällig flüchtete Stefan Zweig, ein überzeugter Europäer, 1934 vor den Nationalsozialisten nach London und wurde 1940 britischer Staatsbürger.

Nexit, Frexit, Pexit, Itexit, Dexit … ? EXIT!

 

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Christopher Monckton of Brenchley zum Brexit

brexit-1477302_640Anlässlich seiner letzten Sendung an die Nation am Vorabend des britischen “Independence Day”, fragte die BBC Lord Christopher Monckton of Brenchley, was er auf die Frage der Queen antworten würde, wenn sie ihn fragte: “Nennen Sie mir in einer Minute drei Gründe für Ihre Meinung darüber, ob mein Großbritannien in der Europäischen Union bleiben oder sie verlassen sollte.”

Lord Monckton antwortete: “Meine drei Gründe für den Ausstieg, in strikter Reihenfolge, waren: Demokratie, Demokratieund Demokratie. Denn dasso genannte “Europäische Parlament” ist kein Parlament. Es ist bloß eine Duma.” Die 28 gesichtslosen, nicht gewählten, allmächtigen Kommissare – der offizielle deutsche Name für die schemenhafte Kommissare, die die oberste gesetzgebende Gewalt ausüben, die einstmals unserem gewählten Parlament übertragen wurde – haben nach dem Vertrag von Maastricht die Macht, hinter verschlossenen Türen eine Entscheidung des “Parlaments” nach Belieben im geheimen außer Kraft zu setzen, und sogar “Kommissions-Verordnungen” zu erlassen, die sie ganz umgehen.

Noch schlimmer sei, dass der Vertrag mit dem Europäischen Stabilitätspakt Bankern die absolute Macht übertragen habe, die nach Belieben und ohne Beratung jede noch so große Geldsumme von jedem Mitgliedstaat verlangen können, und jedes Mitglied dieses Regierungskörpers, persönlich und auch kollektiv, völlig immun gegenüber jeder Zivilklage und jeder Strafverfolgung sei.

Das sei Diktatur im formellen Sinn. Auf Nimmerwiedersehen. Lord Monckton: “That is dictatorship in the formal sense. Good riddance to it.”

 

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Thank you, America!

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Forbes: Möglicher Auftrieb für Kernenergie in Europa durch den BREXIT

europe-1470884_640Das Abstimmungsergebnis über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU werde in Großbritannien und möglicherweise in anderen Ländern Europas einen Anstoß zu Gunsten der Kernenergie zur Folge haben, schreibt Forbes*. Das Vereinigte Königreich könne nach dem BREXIT mit einer neuen Kohlendioxid-Steuer das unwirksame EU-Emissionshandelssystem, das Unternehmen im Vereinigten Königreich Verluste eingebracht hat, aufkündigen. Unternehmen hatten mehr Emissionsrechte erworben, als sie verkauft hatten.

Großbritannien werde durch den BREXIT von den EU-Standards der “Erneuerbaren Energien” befreit und damit in der Lage sein, einen umfassenden Standard für “saubere Energien” zu etablieren, der dynamischer sei und eine größere Bandbreite möglicher Lösungen biete, wobei die Kernenergie einen wichtigen Beitrag leisten werde.

Der BREXIT sei außerdem ein Segen für die britischen Bauarbeiter, Elektriker und Mitarbeiter in der Fertigung, weil sie nicht durch Leiharbeiter aus den unteren Lohnländern ersetzt werden können. Dadurch seien auch Schwierigkeiten zu vermeiden, die EPR-Projekte in Finnland und Frankreich erschwert haben.

Die unglaublich komplexen Verfahrens- und Dokumentationsanforderungen, die mit dem Bau von Kernkraftwerken verbunden sind, seien eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die nur schwer zu erfüllen sei, wenn man es mit mit mehr als einer Sprache zu tun habe. Zum Glück für das Vereinigte Königreich sprächen ihre Ingenieure, Manager und Arbeiter Englisch, und es gebe einen riesigen weltweiten Pool von englischsprachigen Arbeitern.

Es sei zu erwarten, dass die Kosten für Kernenergie fallen werden, während andere europäische Länder keine Möglichkeiten haben werden, dagegen vorzugehen. Das wäre gut für Europa, gut für das Klima, schlecht für Russland und den Iran und gut für den menschlichen Wohlstand.

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http://www.forbes.com/sites/rodadams/2016/06/24/brexit-will-boost-nuclear-energy-in-uk-and-eventually-in-eu/#492e77d62f27

*Forbes ist eine englischsprachige Zeitschrift und eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit. Sie wird von der Forbes Inc. herausgegeben. Der Hauptsitz ist in der Fifth Avenue in New York City in den USA.

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