Klimaschutzabkommen

Das Pariser Klimaschutzabkommen – Hebel zur Macht

Klimaschutzabkommen – Nicht verhandelbar.

In einer gemeinsamen Erklärung haben Deutschland, Frankreich und Italien ihren Beschluss mitgeteilt, dass das Pariser Klimaschutzabkommen unumkehrbar sei und nicht mehr neu verhandelt werden könne. „Wir betrachten die im Dezember 2015 in Paris erzeugte Dynamik als unumkehrbar und sind der festen Überzeugung, dass das Übereinkommen von Paris nicht neu verhandelt werden kann, da es ein lebenswichtiges Instrument für unseren Planeten, unsere Gesellschaften und unsere Volkswirtschaften darstellt“, heißt es in der Erklärung des Triumvirats.

 

Führungsanspruch

Das EU-Triumvirat, bestehend aus Deutschland, Frankreich und Italien, erhebt mit seiner gemeinsamen Erklärung einen Führungsanspruch innerhalb der EU, für Europa und für die Welt. Das Klimaschutzabkommen sei nicht verhandelbar, heißt es darin. Eine erstaunliche Formulierung. Denn nicht einmal eine Enzyklika gilt als unfehlbar. Und nur dann gilt die Aussage eines Papstes als unfehlbar, wenn er in seinem Amt als „Lehrer aller Christen“ eine Glaubens- oder Sittenfrage als endgültig entschieden verkündet. Auf dieser Ebene bewegen sich zurzeit die Bundeskanzlerin Angela Merkel und mit ihr Frankreich und Italien. Der Rest der EU wurde nicht gefragt.

Das Pariser Klimaschutzabkommen wird von der EU zum Codex einer neuen Weltordnung erklärt. Sie hat es geschafft, globale Klimapolitik als strategische Frage der Weltpolitik zu etablieren, die Finanz-, Wirtschafts- und Außenpolitik systematisch einschließt.

Eigentlich war den USA die Führungsrolle beim Aufbau einer neuen Weltordnung zugedacht. Die Wunschkandidatin der EU für Obamas Nachfolge war Hillary Clinton, die diese Politik im Sinne Obamas fortgesetzt hätte. Der US-Präsident Trump hat diese ihm zugedachte Rolle zum Ärger der EU jedoch aus verschiedenen Gründen zurückgewiesen. China, die zukünftige Weltmacht Nummer Eins, wurde als neuer starker Partner und als Ersatz für die USA auserkoren, die Interessen des Westens zu wahren.

China hat das Pariser Klimaschutzabkommen nur deshalb unterzeichnet, weil dem Land weitgehende Zugeständnisse in Bezug auf CO2-Emissionen gemacht wurden. Der Klimaschutz stand nicht mehr auf Platz Eins der Agenda. Die Umweltministerin Barbara Hendricks sagte, der US-Präsident Trump werde maximal acht Jahre Präsident sein. Dies würde das Weltklima überstehen.

Ohne China hätte ein Klimaschutzabkommen keinen Sinn ergeben. Ohne die USA allerdings auch nicht. Pro Kopf liegt der CO2-Ausstoß in den USA sogar wesentlich höher als in China. Während China längere Fristen für die Umstellung seiner Energieversorgung eingeräumt wurde, wird den USA, die mit großen inneren Wirtschafts- und sozialen Problemen zu kämpfen haben, eine längere Frist verweigert.

Klimaschutz – Die Grundlage für eine Neue Weltordnung

Das Klima ist keine reale, sondern eine von Computerprogrammen errechnete Größe, die im Verlauf der letzten Jahre mehrfach korrigiert wurde. Die einzige Aussage, die wir mit Gewissheit über das Klima treffen können ist, dass der Klimawandel zur Erdgeschichte gehört und der menschliche Einfluss auf die Veränderung des Klimas, wenn überhaupt, nur einen geringen Anteil an Klimaveränderungen hat.

Bei dem Pariser Abkommen geht es nicht primär um das Klima. Das Abkommen zielt darauf, die globale Klimapolitik als strategische Frage der Weltpolitik zu etablieren. Über das Thema Klimaschutz können Dank des Abkommens andere Politikbereiche wie die Finanz-, Wirtschafts- und Außenpolitik systematisch in eine weltweit geltende Politik einbezogen werden.

Ähnlich wie ein gezüchtetes Virus, ist „Klima“ aus dem Labor der Klimaforscher entwichen, hat sich als Idee verbreitet, als politische Forderung die Bezeichnung “Klimaschutz” und damit eine neue Funktion erhalten. Klimaschutz ist das Markenzeichen für den globalen Handel, ein Mittel zur Steuerung der Kapitalbewegungen und der Einflussnahme auf die Volkswirtschaften aller Länder, auch wenn sie das Abkommen nicht unterzeichnen. Die Bundesumweltministerin sagte zu BILD: „Ich bin sicher, dass der US-Präsident in Hamburg auf 19 Staaten trifft, die beim Klimaschutz zusammenstehen. Da wird er sich womöglich noch wundern!“

Das Pariser Abkommen erlaubt zwar keine rechtliche, aber eine moralische Verurteilung von Ländern, die geforderte Klimaschutzmaßnahmen nicht einhalten. Es ermöglicht Sanktionen unterhalb der Kriegsschwelle durch ein Kollektiv, für das die drei europäischen Staaten einen Führungsanspruch angemeldet haben.

 

Klimaschutz ist wie die Möhre, der der Esel folgt.

Man kann nicht behaupten, dass die 194 Länder, die das Klimaabkommen unterzeichnet haben, von einer kleinen, reichen, aggressiven Minderheit über den Tisch gezogen wurden. Alle Länder, die unterschrieben haben, haben sich von dem Abkommen eigene wirtschaftliche Vorteile versprochen. Das Pariser Abkommen verleiht rohstoffarmen westlichen Industrienationen ein menschenfreundliches Image bei der Ausplünderung der ärmeren Staaten. Es verschafft westlichen Ländern Exportmöglichkeiten und das Überleben ihrer Großkonzerne. Ärmeren Ländern gewährt es die Möglichkeit zur Einforderung von Schutzgeldern im Namen der “Klimagerechtigkeit”. Gleichzeitig bietet es den westlichen Ländern einen Hebel, um mit diplomatischen Mitteln aufstrebende Industrienationen durch teure Klimaschutz-Auflagen so lange wie möglich von der Entwicklung eigener Industrien fernzuhalten.

Für diese Sichtweise des Klimaschutzprogramms stand auch Barack Obama. Dass Klimaschutz einer Fortführung des Politik mit anderen Mitteln zu Gunsten der USA und nicht primär dem Schutz des Klimas dient, hatte Obama in einer viel beachteten Abschlussrede vor Kadetten in West Point am 28. Mai 2014 deutlich gemacht.

 

Der Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen ist kein Vertragsbruch

Donald Trump hat auf Fehler in dem Abkommen aufmerksam gemacht, die die USA benachteiligen, und deshalb um eine Überarbeitung des Vertrages gebeten. Diese Bitte lehnt die EU brüsk ab. Der US-Präsident sagte: “Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt“ könne er das Abkommen nicht tragen, weil es sehr viel koste und im Ergebnis einfach zu wenig bringe. Er sagte dies durchaus auch im Interesse anderer Länder. Der Wechsel europäischer Politik von der freundschaftlichen Grundhaltung zum aggressiven Anti-Amerikanismus ist atemberaubend. Es wäre ein Irrtum zu glauben, dass dieser Wechsel der Person Donald Trump geschuldet ist.

Die Vereinigten Staaten haben mit ihrem Rückzug aus dem Pariser Abkommen keinen Vertrag gebrochen, wie es Politik und Medien fälschlicherweise darstellen. Die USA waren dem Abkommen nie wirklich beigetreten. Der US-Kongress, der den Vertrag hätte unterzeichnen müssen, damit er hätte gültig werden können, hat ihn nicht zur Ratifizierung vorgelegt bekommen. Er hätte ihm auch nicht zugestimmt. Weil Obama das wusste, hat er den Kongress umgangen und ist dem Abkommen durch einen Präsidentenerlass beigetreten. Welche rechtliche Verpflichtung sich für die USA daraus ergeben hat, wird derzeit geprüft.

Das Klimaschutzabkommen ist völkerrechtlich nicht bindend. Es wird insbesondere von Deutschland und der EU dennoch als unverhandelbar dargestellt. Das Klimaschutzabkommen ist mit Zustimmung der Vertragspartner selbstverständlich änderbar. In monströsen Konstrukten wie dem Pariser Klimaschutzabkommen wäre dies allerdings ein aufwändiges Unterfangen.

 

Warum lehnt Deutschland Klima-Verhandlungen mit den USA ab?

Ein triftiges Argument, Gespräche mit den USA über Theorien und Maßnahmen in Bezug auf Klimaveränderungen abzulehnen, gibt es nicht. Es muss andere, gewichtigere Gründe für die Zurückweisung des Angebots von Donald Trump, neu zu verhandeln, geben, die bedeutender sind, als der Aufwand für eine Neuverhandlung. Dabei dürften für die Bundesregierung das Budget und die Umverteilung von enormen Geldmengen auch zu Gunsten der eigenen Großindustrie eine wichtige Rolle spielen.

Das zentrale Finanzierungssystem der UN für Klimaschutz-Hilfen ist der Green Climate Fund (GCF). Der Klimafonds wurde mit dem Ziel gegründet, Geld für Klimaschutz-Projekte bereitzustellen. Er dient für multilaterale Finanztransfers von Industrieländern in Entwicklungsländer. Bis zum Jahr 2020 sollen für diesen Zweck jährlich 100 Milliarden US-Dollar bereitgestellt werden. Die Vergabe der Finanzmittel ist jedoch intransparent und zeigt, dass es bei der Bewertung klimaschonender Projekte keine Einigkeit gibt.

Wegen der Finanzierung von zwei Staudämmen mit Mitteln des GCF geriet der Grüne Klimafonds in die Kritik. Es seien Wasserkraftprojekte angenommen worden, ohne dafür klare Kriterien zu definieren und mit unklarem Klimanutzen. In diesen undurchsichtigen, offenbar unkontrollierbaren Fonds will Donald Trump kein Geld investieren, das nach Überzeugung des US-Präsidenten in den USA dringender für andere Zwecke gebraucht wird.

Wichtigster Grund dürfte sein, dass Deutschland schwere Zeiten bevorstehen. Target 2, Selbstüberschätzung bei der Einwanderungspolitik und das drohende Ende der deutschen Variante der Energiewende haben den Druck auf die Bundesregierung erhöht. Die Bundesregierung hat sich unter Angela Merkel dem Einfluss von Pressure-Groups gebeugt und auf den Ausstieg aus der Kernenergie eingelassen. Anstatt in Ruhe einen vernünftigen Plan mit Berechnungen der entstehenden Kosten und Folgeabschätzungen zu entwickeln, verkündete die Bundeskanzlerin im Juni 2011 das Aus der Kernenergie. Danach verfiel Deutschland in hektische Bautätigkeiten und ließ mit üppigen Subventionen massenweise Windräder und Solaranlagen bauen. Einen Plan, wie der überschüssige Strom zu speichern ist, ob die Infrastruktur geeignet ist und wie hoch die Gesamtkosten zu beziffern sind, gab es nicht. Die Kosten könnten bis 2030 durchaus die Grenze von einer Billion Euro überschreiten.

Angela Merkel bleibt nur die Wahl, ihre Fehlentscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie von 2011 einzugestehen oder die Fehler durch einen präsidialen Führungsstil zu kaschieren. Sie wählte den zweiten Weg.

Deutschland und die EU feiern das Pariser Abkommen als einen Erfolg. Sie glauben, dass sie die unterschiedlichen Interessen einzelner Länder auf ein gemeinsames Ziel hin bündeln konnten. Sie geben vor, die Menschheit vor dem Klimawandel erretten zu können. Die drei EU-Länder fühlen sich mit den Unterschriften unter das Klimaabkommen in einer starken Position, haben durch Trumps Rückzug ein vermeintliches Machtvakuum entdeckt und nutzen die Gelegenheit, um ihren Anspruch auf die Weltführerschaft anzumelden. In der gemeinsamen Erklärung gegenüber den USA haben sie diesen Anspruch unter Schmähungen Trumps manifestiert.

Dem Versuch der EU, unter dem Deckmantel des Klimaschutzes eine neue Weltordnung zu etablieren und die USA zur Kasse zu bitten, hat Trump eine Absage erteilt, nicht dem Schutz der Umwelt.

 

Der neue Partner an Merkels Seite

Angela Merkel braucht mehr als alle anderen Staaten der EU einen Ersatz für die USA und einen starken Verbündeten. Die Entscheidung zum gleichzeitigen Ausstieg aus Kohle und Kernenergie macht Deutschland verwundbar und daher vom Wohlwollen anderer Länder abhängig. China, auf dem Weg zur Wirtschaftsmacht Nummer Eins, bot sich als Retter an.

Chinas Premierminister Li Keqiang versicherte der Bundeskanzlerin, sein Land werde sich auch in Zukunft an das Pariser Klimaabkommen halten. Mit Blick auf den G20-Gipfel der großen Industrie und Schwellenländer Anfang Juli in Hamburg hat Li der Bundesregierung volle Unterstützung zugesichert. “Wir werden dafür sorgen, dass das ein Erfolg wird”, versprach der Premierminister. Der Gipfel solle ein Signal für Freihandel und Investitionserleichterungen sein.

Partner der Klimaschützerin Angela Merkel wurde also das Land, das mit den höchsten CO2-Emissionen noch mindestens 10 Jahre seine Industrie ohne Einschränkungen hinsichtlich der CO2-Emissionen unterstützen darf. Es ist mittlerweile der weltweit größte Hersteller von Windkraft- und Solaranlagen, eigentlich die Herzstücke der neuen deutschen Industrie. Wie soll das gutgehen? Dass diese Entwicklung nicht ohne Folgen für Arbeitsplätze in Deutschland bleiben wird, liegt auf der Hand. Qualifizierte Arbeitsplätze werden bereits ins Ausland exportiert. Deutschlands Dienstleistungsbereich bietet keinen adäquaten Ersatz für den Verlust wertschöpfender Arbeitsplätze.

 

Klimaschutz ist eine “Überreligion”

“Klimaschutz” ist der geniale Titel eines Wirtschafts- und Gesellschaftsprogramms, das als Pariser Klimaschutzabkommen den Menschen, unabhängig von Kontinenten, Wirtschaftsformen und Religionen, den Glauben an das Gute im Menschen und eine „Überreligion“ geschenkt hat. Der Klimaschutz ist für die Anhänger der Erneuerbaren Energien eine Aufgabe zur Rettung der Menschheit.

“Wir brauchen dieses Pariser Abkommen, um unsere Schöpfung zu bewahren. Nichts kann und wird uns dabei aufhalten”, sagte Angela Merkel trotzig und enttäuscht über den Ausstieg der USA aus dem Abkommen. Aber sie liegt falsch. Deutschland braucht das Pariser Abkommen, die Schöpfung braucht es nicht, auch nicht die Welt. Der missionarische Ehrgeiz Angela Merkels kennt jedoch nur Freunde oder Feinde, aber keine Grenzen. So sagte sie stellvertretend für 194 Staaten im Pluralis Majestatis: „Entschlossener denn je werden wir in Deutschland, in Europa und in der Welt alle Kräfte bündeln.“

 

“Mutter Erde” – Nichts kann uns aufhalten

“Nichts kann und wird uns dabei aufhalten” die Schöpfung zu bewahren, verkündete die Bundeskanzlerin. “Allen, denen die Zukunft unseres Planeten wichtig ist, sage ich: Lassen Sie uns gemeinsam den Weg weitergehen, damit wir erfolgreich sind für unsere Mutter Erde.”

Mit der Anspielung auf die “Mutter Erde” hat sich die Pfarrerstochter jetzt völlig vergriffen. Denn ausgerechnet der Erfinder der Gaia-Theorie, James Lovelock, hat mit Windkraftindustrieanlagen, dem Steckenpferd der deutschen Energiewende, abgerechnet:

“Ich bin ein Umweltschützer und Gründungsmitglied der Grünen, aber ich neige mein Haupt in Scham bei dem Gedanken, dass unsere ursprünglichen guten Absichten derart missverstanden werden. Wir haben niemals eine fundamentalistische grüne Bewegung beabsichtigt, die alle anderen Energiequellen als die der Erneuerbaren Energien ablehnt, noch haben wir erwartet, dass die Grünen unser ökologisches Erbe von unschätzbarem Wert wegwerfen, wegen ihres Versagens zu verstehen, dass die Bedürfnisse der Erde nicht von menschlichen Bedürfnissen zu trennen sind.”
James Lovelock fügt hinzu:
“Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die sich drehenden Windmühlen nicht wie die Statuen auf den Osterinseln werden – Denkmäler einer gescheiterten Zivilisation.”

Mutter Erde wird Angela Merkel aufhalten. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Deutschland den Kampf gegen die Physik und Unvernunft erschöpft aufgibt, die Führungsrolle China überlässt und Europa sich in seine Bestandteile zerlegt.

Silver Surfer

Foto: printlia, pixabay


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Strom

Der deutsche Strom war im Jahr 2016 fast zehnmal schmutziger als Frankreichs

Der deutsche Strom war nach einer neuen Analyse des Umweltprogresses (EP) fast zehnmal schmutziger als Frankreichs im Jahr 2016. Environmental Progress (EP) bezeichnet sich als eine Forschungs- und Politikorganisation. Sie ist eine kanadische Graswurzel-Bewegung, die nach eigenen Angaben “für saubere Energie- und Energiegerechtigkeit kämpft, um Natur und Wohlstand für alle zu erreichen”.

Schmutziger Strom in Deutschland, im Musterland der Erneuerbaren Energien

Environmental Progress stellt fest: “Im Jahr 2016 erzeugte Deutschland 545 Terawattstunden (TWh) Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 560 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Im Gegensatz dazu erzeugte Frankreich 530 TWh Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 58 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Bei den Kohlendioxidemissionen aus der Elektrizität bedeutet dies, dass Deutschland fast genau zehnmal so viel wie Frankreich – über 300 Millionen metrische Tonnen – ausstößt.”

Als Quelle der Analyse gibt EP die deutschen Stundensatzdaten des Fraunhofer ISE und der RTE-France am 6. Februar 2017 an. Deutschlands Gesamtemissionen seien im Jahr 2016 gestiegen, als das Land seine Kernkraftwerke geschlossen und durch Kohle und Erdgas ersetzt habe. Die Emissionen in Deutschland hätten sich verringert, wenn kein Kernkraftwerk abgeschaltet worden wäre.

Die neue Sonnen- und Windenergie habe die verlorene Kernenergie nicht ausgleichen können. EP weist darauf hin, dass darüber hinaus der Anteil des Solar- und Windstroms 2016 im Vergleich zu 2015 trotz neuer und umfangreicher Kapazitätserweiterungen gesunken sei.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD):
“Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam”

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine eigene Sicht der Dinge. Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) teilte am 25.1.2017 auf ihrer Facebookseite den Lesern mit: “Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam – jetzt geht es vor allem darum, dass Deutschland seine Spitzenposition nicht aufs Spiel setzt, sondern den Umbau der Energieversorgung konsequent vorantreibt und gleichzeitig sozialverträglich gestaltet. Und genau das wollen wir mit dem Klimaschutzplan 2050 erreichen: Er zeigt die Grundzüge für einen wirtschaftlich erfolgreichen Übergang zu einer modernen und weitgehend treibhausgasneutralen Gesellschaft bis Mitte dieses Jahrhunderts auf!”
Ihre vollständige Rede auf der der Jahrestagung des Handelsblatt zur Energiewirtschaft kann nachgelesen werden: www.bmub.bund.de/N53940

Greenpeace verteidigt das Pariser Klimaabkommen

US-Präsident Donald Trump drohe, das Pariser Klimaabkommen zu kündigen. Greenpeace ist empört. “Was heißt das für den Kampf gegen die globale Klimaüberhitzung”?, fragt die Nichtregierungsorganisation. Deren Mitgründer Patrick Moore hat bereits vor vielen Jahren Greenpeace verlassen. Sein Hauptgrund war der Wandel der Organisation von einer wissenschaftlich-analytischen zu einem politischen Lobbyverband. Greenpeace verweigert den Blick auf die Realität. Er wäre sicher geschäftsschädigend für die Spendeneinnahmen und für Greenpeace Energy, unter dessen Namen in Deutschland acht Windparks betrieben  werden.

 

Quellen:

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Doppelte Moral: “People’s Climate March”, 21. September 2014

Sechs Fakten sollten die Demonstranten wissen, die am 21. September in New York anlässlich des UN Klimagipfels an der größten Klimawandel-Demonstration unter dem Slogan “Klima der Gerechtigkeit” teilnehmen wollen, die es jemals gab, sagt das Magazin “Forbes”. Die Vereinten Nationen sollen aufgefordert werden, sich für drastische Kürzungen der fossilen Brennstoffe einzusetzen. Zu der Demonstration “People’s Climate March” sollen über 1000 Organisationen (NGOs, Verbände, Gewertkschaften, soziale Bewegungen usw.) aus aller Welt aufgerufen haben. Den Teilnehmern wird gesagt, sie demonstrierten für ein “moralisches” Ziel.

Für welches moralische Ziel? Der Einsatz von billiger, reichlich vorhandener, zuverlässiger Energie aus fossilen Brennstoffen habe die Lebenserwartung und den Wohlstand in der unterentwickelten Welt drastisch steigen lassen. Sollten wir künftigen Generationen das Recht, Energie aus fossilen Brennstoffen zu verwenden, verwehren, werden wir Blut an den Händen haben, meint Forbes und verweist auf das Beispiel Deutschland.

Es gebe auf der Welt keine moderne Volkswirtschaft, die von Solar und Wind versorgt werden könne, weil diese minderwertige, unzuverlässige Energiequellen seien. Deutschland habe angeblich bewiesen, dass Solar und Wind brauchbare Energiequellen seien. Tatsächlich sei aber bewiesen, dass sie es nicht sind. Dies wird durch eine Grafik der Produktion von Solar-und Windstromproduktion in Deutschland für das gesamte Jahr 2013 bestätigt. Sie benutzt die genauesten Daten aus der European Energy Exchange, (European Energy Exchange AG Transparenzplattform Daten, 2013) und zeige, “was uns der gesunde Menschenverstand sagt: Kein Land setzt auf Sonne und Wind, um Energie auf Abruf zu produzieren.”

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Source: European Energy Exchange AG Transparency Platform Data (2013)

Deutschland, der Weltmarktführer in der Solarenergie und die Nummer drei der Windenergie, kann in einer Woche mit seinen Sonnenkollektoren und Windmühlen weniger als 5 Prozent des benötigten Stroms erzeugen.

Deutschland könne sich nicht auf Solar und Wind verlassen und verlasse sich auch nicht darauf. Während Deutschland Dutzende von Milliarden von Dollar gezahlt habe, um Sonnenkollektoren und Windmühlen zu subventionieren, habe es seine fossile Kraftstoffkapazität, vor allem Kohle, nicht heruntergefahren, sondern erhöht.

Forbes: Wenn Deutschland und der Rest der Welt keinen Zugang mehr zu fossilen Brennstoffen hätten und gezwungen wären, zu versuchen, von Solar und Wind zu leben, wäre das Ergebnis eine Katastrophe.

Quellehttp://www.forbes.com/sites/alexepstein/2014/09/17/six-reasons-why-the-united-nations-should-not-intervene-on-fossil-fuel-use-a-response-to-the-misguided-peoples-climate-march/

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Klimaforscher fordern Renaissance der Kernkraft

Renommierte Klimaforscher fordern die Renaissance der Kernkraft. Dies klingt merkwürdig angesichts der Tatsache, dass weltweit zurzeit 432 Kernkraftwerke in Betrieb, 70 im Bau, 173 in Planung und 314 vorgeschlagen sind. Der Schrecken der Unglücksfälle in Tschernobyl in Fukshima ist jedoch an keinem Land spurlos vorübergegangen.

Nach der Katastrophe von Fukushima hatte China den Bau von Kernkraftwerken unterbrochen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Verzichten wird China auf die Kernenergie jedoch nicht, da sie als eine saubere Energiequelle gilt, mit der die Umweltverschmutzung durch thermische Energie reduziert werden kann. Beim Ausbau werde China nur die sichersten Reaktor-Typen und die modernsten verfügbaren Technologien nutzen. “Wir haben später mit der Entwicklung der Kernenergie begonnen, daher können wir einiges aus den Erfahrungen anderer Länder lernen”, meint Zhu Zhiyuan, Vizepräsident der Shanghai-Zweigstelle der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Vizepräsident der Chinesischen Gesellschaft für Atomphysik, der an der Technischen Universität München promoviert hat.

Die Kernkraft brauche eine Renaissance, sagen Umweltschützer und Klimaforscher, denn nur so könnten die CO2-Emissionen gesenkt werden. Vier Wissenschaftler, darunter James Hansen, der von 1981 bis 2013 das Goddard Institute for Space Studies der Nasa leitete und bereits in den achtziger Jahren vor den Folgen des Klimawandels warnte. Sie appellieren in einem offenen Brief an Politiker und Umweltschutzorganisationen weltweit, sich für die Entwicklung sicherer Atomkraftwerke einzusetzen.

Sichere und bezahlbare Kernkraftwerke sind in nahezu allen Industrie- und Schwellenländern ein Kernthema, auch in Deutschland, trotz des Atomausstiegsbeschlusses. Zuletzt berichtete am Montag der Focus (Print-Ausgabe) über zwei moderne Reaktorkonzepte, ein amerikanisches und ein deutsches.

Die lesenswerte, ausführliche Version der Kurzfassung im Fokus ist hier nachzulesen:

Thilo Spahl: Atomkraft. Die Neuerfindung der Kernenergie.

Als “sichere Kernkraftwerke” der neuen Generation gelten Flüssigsalz-Kernkraftwerke, bei denen eine Kernschmelze wie in Tschernobyl oder Fukushima ausgeschlossen ist. Der Reaktor steht nicht unter Druck. Bei einem Stromausfall wird die Kettenreaktion physikalisch unterbrochen, die Salzschmelze fließt in ein Auffangbecken, kühlt ab und erstarrt. Focus: “Mit einem Flüssigsalz-Reaktor in der Nachbarschaft muss sich auch niemand ängstigen: Solche Meiler sind GAU-sicher.”

Das Funktionsprinzip der Flüssigsalzreaktoren ist schon seit über 40 Jahren bekannt. Alle Bestandteile wurden über fünf Jahre im laufenden Betrieb erprobt, das Konzept wurde jedoch aus politischen Gründen nicht weiter verfolgt. Moderne technische Entwicklungen, wie beispielsweise der Dual Fluid Reaktor DFR, knüpfen an diesen Vorlagen an, wobei der DFR weltweit eine Besonderheit auffweist: Er arbeitet mit getrennten Kreisläufen, bei sehr hoher Temperatur, bis zu 1000 Grad/C, und Leistungsdichte. Aus dem spaltbaren Material kann er bis zu hundertmal mehr Energie herausholen als ein konventioneller Leichtwasserreaktor und Strom für weniger als einen Cent pro Kilowattstunde produzieren, laut seinen Erfindern.

Zum Nachlesen:

Bücher zum Bestellen:

Lamframboise_l
Tucker_l
Diamandis_l

 

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Produktpiraterie aus Deutschland

Nach wie vor gilt China als Hauptherkunftsland von gefälschten Waren aller Art. Produktpiraterie gehöre eben zur chinesischen Kultur (Wikipedia). Dabei werde übersehen, dass vielen Herstellern in Asien gar nicht klar ist, dass es sich bei ihren Produkten um Plagiate handle: “Häufig wird die Ware von Partnern in Europa bestellt”, sagte Designexperte Peter Zec, Geschäftsführer des Red Dot Institute, auf der Frankfurter Messe “Ambiente” in seiner Laudatio auf die unrühmlichen Preisträger des “Plagiarius” (“Frechste Produktfälschung kommt aus Deutschland”, SpiegelOnline, 10.02.2012). weiterlesen

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