Strom

Der deutsche Strom war im Jahr 2016 fast zehnmal schmutziger als Frankreichs

Der deutsche Strom war nach einer neuen Analyse des Umweltprogresses (EP) fast zehnmal schmutziger als Frankreichs im Jahr 2016. Environmental Progress (EP) bezeichnet sich als eine Forschungs- und Politikorganisation. Sie ist eine kanadische Graswurzel-Bewegung, die nach eigenen Angaben “für saubere Energie- und Energiegerechtigkeit kämpft, um Natur und Wohlstand für alle zu erreichen”.

Schmutziger Strom in Deutschland, im Musterland der Erneuerbaren Energien

Environmental Progress stellt fest: “Im Jahr 2016 erzeugte Deutschland 545 Terawattstunden (TWh) Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 560 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Im Gegensatz dazu erzeugte Frankreich 530 TWh Strom mit einem durchschnittlichen Anteil von ca. 58 Gramm Kohlendioxid pro kWh. Bei den Kohlendioxidemissionen aus der Elektrizität bedeutet dies, dass Deutschland fast genau zehnmal so viel wie Frankreich – über 300 Millionen metrische Tonnen – ausstößt.”

Als Quelle der Analyse gibt EP die deutschen Stundensatzdaten des Fraunhofer ISE und der RTE-France am 6. Februar 2017 an. Deutschlands Gesamtemissionen seien im Jahr 2016 gestiegen, als das Land seine Kernkraftwerke geschlossen und durch Kohle und Erdgas ersetzt habe. Die Emissionen in Deutschland hätten sich verringert, wenn kein Kernkraftwerk abgeschaltet worden wäre.

Die neue Sonnen- und Windenergie habe die verlorene Kernenergie nicht ausgleichen können. EP weist darauf hin, dass darüber hinaus der Anteil des Solar- und Windstroms 2016 im Vergleich zu 2015 trotz neuer und umfangreicher Kapazitätserweiterungen gesunken sei.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD):
“Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam”

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat eine eigene Sicht der Dinge. Die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) teilte am 25.1.2017 auf ihrer Facebookseite den Lesern mit: “Der globale Siegeszug der Erneuerbaren Energien ist unaufhaltsam – jetzt geht es vor allem darum, dass Deutschland seine Spitzenposition nicht aufs Spiel setzt, sondern den Umbau der Energieversorgung konsequent vorantreibt und gleichzeitig sozialverträglich gestaltet. Und genau das wollen wir mit dem Klimaschutzplan 2050 erreichen: Er zeigt die Grundzüge für einen wirtschaftlich erfolgreichen Übergang zu einer modernen und weitgehend treibhausgasneutralen Gesellschaft bis Mitte dieses Jahrhunderts auf!”
Ihre vollständige Rede auf der der Jahrestagung des Handelsblatt zur Energiewirtschaft kann nachgelesen werden: www.bmub.bund.de/N53940

Greenpeace verteidigt das Pariser Klimaabkommen

US-Präsident Donald Trump drohe, das Pariser Klimaabkommen zu kündigen. Greenpeace ist empört. “Was heißt das für den Kampf gegen die globale Klimaüberhitzung”?, fragt die Nichtregierungsorganisation. Deren Mitgründer Patrick Moore hat bereits vor vielen Jahren Greenpeace verlassen. Sein Hauptgrund war der Wandel der Organisation von einer wissenschaftlich-analytischen zu einem politischen Lobbyverband. Greenpeace verweigert den Blick auf die Realität. Er wäre sicher geschäftsschädigend für die Spendeneinnahmen und für Greenpeace Energy, unter dessen Namen in Deutschland acht Windparks betrieben  werden.

 

Quellen:

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Doppelte Moral: “People’s Climate March”, 21. September 2014

Sechs Fakten sollten die Demonstranten wissen, die am 21. September in New York anlässlich des UN Klimagipfels an der größten Klimawandel-Demonstration unter dem Slogan “Klima der Gerechtigkeit” teilnehmen wollen, die es jemals gab, sagt das Magazin “Forbes”. Die Vereinten Nationen sollen aufgefordert werden, sich für drastische Kürzungen der fossilen Brennstoffe einzusetzen. Zu der Demonstration “People’s Climate March” sollen über 1000 Organisationen (NGOs, Verbände, Gewertkschaften, soziale Bewegungen usw.) aus aller Welt aufgerufen haben. Den Teilnehmern wird gesagt, sie demonstrierten für ein “moralisches” Ziel.

Für welches moralische Ziel? Der Einsatz von billiger, reichlich vorhandener, zuverlässiger Energie aus fossilen Brennstoffen habe die Lebenserwartung und den Wohlstand in der unterentwickelten Welt drastisch steigen lassen. Sollten wir künftigen Generationen das Recht, Energie aus fossilen Brennstoffen zu verwenden, verwehren, werden wir Blut an den Händen haben, meint Forbes und verweist auf das Beispiel Deutschland.

Es gebe auf der Welt keine moderne Volkswirtschaft, die von Solar und Wind versorgt werden könne, weil diese minderwertige, unzuverlässige Energiequellen seien. Deutschland habe angeblich bewiesen, dass Solar und Wind brauchbare Energiequellen seien. Tatsächlich sei aber bewiesen, dass sie es nicht sind. Dies wird durch eine Grafik der Produktion von Solar-und Windstromproduktion in Deutschland für das gesamte Jahr 2013 bestätigt. Sie benutzt die genauesten Daten aus der European Energy Exchange, (European Energy Exchange AG Transparenzplattform Daten, 2013) und zeige, “was uns der gesunde Menschenverstand sagt: Kein Land setzt auf Sonne und Wind, um Energie auf Abruf zu produzieren.”

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Source: European Energy Exchange AG Transparency Platform Data (2013)

Deutschland, der Weltmarktführer in der Solarenergie und die Nummer drei der Windenergie, kann in einer Woche mit seinen Sonnenkollektoren und Windmühlen weniger als 5 Prozent des benötigten Stroms erzeugen.

Deutschland könne sich nicht auf Solar und Wind verlassen und verlasse sich auch nicht darauf. Während Deutschland Dutzende von Milliarden von Dollar gezahlt habe, um Sonnenkollektoren und Windmühlen zu subventionieren, habe es seine fossile Kraftstoffkapazität, vor allem Kohle, nicht heruntergefahren, sondern erhöht.

Forbes: Wenn Deutschland und der Rest der Welt keinen Zugang mehr zu fossilen Brennstoffen hätten und gezwungen wären, zu versuchen, von Solar und Wind zu leben, wäre das Ergebnis eine Katastrophe.

Quellehttp://www.forbes.com/sites/alexepstein/2014/09/17/six-reasons-why-the-united-nations-should-not-intervene-on-fossil-fuel-use-a-response-to-the-misguided-peoples-climate-march/

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Klimaforscher fordern Renaissance der Kernkraft

Renommierte Klimaforscher fordern die Renaissance der Kernkraft. Dies klingt merkwürdig angesichts der Tatsache, dass weltweit zurzeit 432 Kernkraftwerke in Betrieb, 70 im Bau, 173 in Planung und 314 vorgeschlagen sind. Der Schrecken der Unglücksfälle in Tschernobyl in Fukshima ist jedoch an keinem Land spurlos vorübergegangen.

Nach der Katastrophe von Fukushima hatte China den Bau von Kernkraftwerken unterbrochen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Verzichten wird China auf die Kernenergie jedoch nicht, da sie als eine saubere Energiequelle gilt, mit der die Umweltverschmutzung durch thermische Energie reduziert werden kann. Beim Ausbau werde China nur die sichersten Reaktor-Typen und die modernsten verfügbaren Technologien nutzen. “Wir haben später mit der Entwicklung der Kernenergie begonnen, daher können wir einiges aus den Erfahrungen anderer Länder lernen”, meint Zhu Zhiyuan, Vizepräsident der Shanghai-Zweigstelle der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Vizepräsident der Chinesischen Gesellschaft für Atomphysik, der an der Technischen Universität München promoviert hat.

Die Kernkraft brauche eine Renaissance, sagen Umweltschützer und Klimaforscher, denn nur so könnten die CO2-Emissionen gesenkt werden. Vier Wissenschaftler, darunter James Hansen, der von 1981 bis 2013 das Goddard Institute for Space Studies der Nasa leitete und bereits in den achtziger Jahren vor den Folgen des Klimawandels warnte. Sie appellieren in einem offenen Brief an Politiker und Umweltschutzorganisationen weltweit, sich für die Entwicklung sicherer Atomkraftwerke einzusetzen.

Sichere und bezahlbare Kernkraftwerke sind in nahezu allen Industrie- und Schwellenländern ein Kernthema, auch in Deutschland, trotz des Atomausstiegsbeschlusses. Zuletzt berichtete am Montag der Focus (Print-Ausgabe) über zwei moderne Reaktorkonzepte, ein amerikanisches und ein deutsches.

Die lesenswerte, ausführliche Version der Kurzfassung im Fokus ist hier nachzulesen:

Thilo Spahl: Atomkraft. Die Neuerfindung der Kernenergie.

Als “sichere Kernkraftwerke” der neuen Generation gelten Flüssigsalz-Kernkraftwerke, bei denen eine Kernschmelze wie in Tschernobyl oder Fukushima ausgeschlossen ist. Der Reaktor steht nicht unter Druck. Bei einem Stromausfall wird die Kettenreaktion physikalisch unterbrochen, die Salzschmelze fließt in ein Auffangbecken, kühlt ab und erstarrt. Focus: “Mit einem Flüssigsalz-Reaktor in der Nachbarschaft muss sich auch niemand ängstigen: Solche Meiler sind GAU-sicher.”

Das Funktionsprinzip der Flüssigsalzreaktoren ist schon seit über 40 Jahren bekannt. Alle Bestandteile wurden über fünf Jahre im laufenden Betrieb erprobt, das Konzept wurde jedoch aus politischen Gründen nicht weiter verfolgt. Moderne technische Entwicklungen, wie beispielsweise der Dual Fluid Reaktor DFR, knüpfen an diesen Vorlagen an, wobei der DFR weltweit eine Besonderheit auffweist: Er arbeitet mit getrennten Kreisläufen, bei sehr hoher Temperatur, bis zu 1000 Grad/C, und Leistungsdichte. Aus dem spaltbaren Material kann er bis zu hundertmal mehr Energie herausholen als ein konventioneller Leichtwasserreaktor und Strom für weniger als einen Cent pro Kilowattstunde produzieren, laut seinen Erfindern.

Zum Nachlesen:

Bücher zum Bestellen:

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Diamandis_l

 

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Produktpiraterie aus Deutschland

Nach wie vor gilt China als Hauptherkunftsland von gefälschten Waren aller Art. Produktpiraterie gehöre eben zur chinesischen Kultur (Wikipedia). Dabei werde übersehen, dass vielen Herstellern in Asien gar nicht klar ist, dass es sich bei ihren Produkten um Plagiate handle: “Häufig wird die Ware von Partnern in Europa bestellt”, sagte Designexperte Peter Zec, Geschäftsführer des Red Dot Institute, auf der Frankfurter Messe “Ambiente” in seiner Laudatio auf die unrühmlichen Preisträger des “Plagiarius” (“Frechste Produktfälschung kommt aus Deutschland”, SpiegelOnline, 10.02.2012). weiterlesen

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