Polen

Polen will den Dual Fluid Reaktor (DFR) bauen

Das polnische Bergbauunternehmen KGHM Polska Miedź will in den Hochtemperaturreaktor DFR investieren. Der DFR (Dual Fluid Reaktor) produziert Strom, Wärme und Wasserstoff. Forsal.pl berichtet, dass Polen den DFR auf eine Liste gesetzt hat, die dem sogenannten Juncker Plan vorgelegt wurde. Forsal räumt allerdings ein, nicht zu wissen, wie ernst die Ideen aus dieser Liste zu nehmen sind.

 

Polen hat den DFR auf die Junker-Liste gesetzt

Über die Idee des DFR sei in jüngster Zeit berichtet worden, sagt Forsal. Das Ministerium für Entwicklung setzte ihn auf die Liste vom 10. Juli. Den DFR hält Forsal für die intellektuell die anspruchsvollste aller Ideen, die von der Entwicklungsabteilung an die Europäische Investitionsbank gemeldet wurden. Der Dual Fluid Reaktor sei ein neuer Reaktortyp mit sogenannten schnellen Neutronen. Er gehöre zur Familie der Hochtemperaturreaktoren (wie der HTR), die dem Ministerium für Energie zugeordnet seien, vor allem dem stellvertretenden Minister Andrzej Piotrowski, der für die Energietechnik verantwortlich ist.

Das Ministerium für Entwicklung beschreibt laut Forsal das Projekt wie folgt: „Ziel des Projekts ist die Entwicklung der Technologie des Dual Fluid Reaktors mit einer Temperatur von etwa 1000° C, der sehr billig Strom, Prozesswärme für die chemische Industrie, Wasserstoff und schwere Kohlenwasserstoffe produziert, z. B. in dem Kohlevergasungsprozess, so dass eine preiswerte Herstellung von flüssigen Brennstoffen möglich ist. Der DFR können in Bezug auf die Verbindung mit ​​großen Mengen an erneuerbaren Energiequellen ein perfekter Teil der Stromversorgung des Landes sein. Im Rahmen des Projekts werden für den ersten Testreaktor eine thermische Leistung von 100 MW geplant, um seine Eignung auch zur Herstellung von Wasserstoff im industriellen Maßstab aufzuzeigen.”

Der Prototyp-Reaktor mit einer Kapazität von 100 MW werde voraussichtlich 370 Millionen PLN (86.920.807 Euro, Kursdatum 31.7.2017) kosten.

 

Die Vorteile des DFR

Weitere Informationen über das Projekt habe die KGHM Pressestelle nicht zur Verfügung gestellt, berichtet Forsal. Mehr konnten sie jedoch von dem wichtigsten Förderer der Idee des DFR in Polen, Professor Zbigniew Czerski, in Erfahrung bringen. Zbigniew Czerski ist Kernphysiker und Dekan der Fakultät für Mathematik und Physik an der Universität Stettin.

Professor Czerski ist Mitbegründer des Instituts für Festkörper Kernphysik (IFK), Berlin, eine private wissenschaftliche Einrichtung, die den Dual Fluid Reaktor konzipiert hat und untersucht. Damit verbunden sei in der Tat eine lustige Geschichte, sagt Forsal. Das Institut habe mit seinem DFR den renommierten Wettbewerb Greentec Awards in Deutschland gewonnen. Das Projekt erhielt bei einer öffentlichen Umfrage die meisten Stimmen. Es sei jedoch von dem Wettbewerb ausgeschlossen worden, weil es als nicht „grün“ genug eingestuft worden sei.

Professor Czerski habe in einem Interview mit dem Portal WysokieNapiecie.pl die Vorteile des DFR aufgezählt. Zunächst einmal könne der DFR perfekt auf die Zusammenarbeit mit erneuerbaren Energiequellen abgestimmt werden. Der DFR sei sehr flexibel, er könne auf 7% Energieleistung abgesenkt werden. Dies sei ein bedeutender Vorteil gegenüber den bestehenden Strukturen der sogenannten 3 plus Generation, die nicht flexibel genug und daher mit instabilen erneuerbaren Energiequellen schlecht kompatibel seien.

Der DFR produziere Wärme zur Stromerzeugung und Prozesswärme, was ihn besonders attraktiv für Unternehmen mache, die wie KGHM technologische Wärme benötigen. KGHM habe vor ein paar Jahren in ein Gas-Kraftwerk investiert.

Der Reaktor verwende bereits gebrauchten Brennstoff aus Betriebsreaktoren. Es sei reichlich davon vorhanden. In Deutschland, das seine Atomkraftwerke in fünf Jahren abschalten will, reiche der Vorrat jahrzehntelang aus.

Solche Reaktoren könnten außerdem verwendet werden, um Kraftstoff für wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen zu produzieren.

Professor Czerski habe versucht, die Erforschung des DFR durch mehrere polnische Staatsbetriebe fördern zu lassen, weil es in Deutschland kein Klima für die Entwicklung der Kernenergie gibt. Czerski habe durch Forsal erfahren, dass das DFR-Projekt von KGHM dem Juncker-Plan vorgelegt wird. Er sei erfreut gewesen, obwohl ein wenig überrascht, dass KGHM einen 100 MW Reaktor vorgeschlagen hat. Seiner Meinung nach würde es sinnvoller sein, an einer Einheit von 300 MW zu arbeiten. Leider könnten die Auswirkungen der Arbeit an dem DFR erst in etwa 10 Jahren gesehen werden.

 

Polnisch-deutsche Zusammenarbeit

Mittlerweile seien Projekte aus dem Juncker-Plan nicht auf die wissenschaftliche Forschung ausgerichtet, sondern auf eine schnelle Umsetzung, sagt Forsal. Das bedeute aber nicht, dass der DFR nicht unterstützt werde, vor allem weil er die polnisch-deutsche Zusammenarbeit fördere.

Der Juncker-Plan, auch bekannt als der European Strategic Investment Fund, ist die Reaktion der Europäischen Union auf den wirtschaftlichen Abschwung. Die Europäische Kommission und die EU behandeln Investitionen in moderne Infrastrukturen als Motor der Wirtschaft.

Quellen:

 

* KGHM Polska Miedź ist ein börsennotiertes polnisches Bergbauunternehmen mit Sitz in Lubin (Niederschlesien). Dem polnischen Schatzministerium gehörten 2010 31,79 % der KGHM-Anteile.
KGHM baut Kupfer (571.000 t im Jahr 2011) und Silber (1260 t im Jahr 2011), aber auch Gold, Blei und Steinsalz ab. Das Unternehmen erzielte 2011 mit 18.615 Mitarbeitern einen Umsatz von 20,1 Mrd. Złoty. Die Erze werden in einer eigenen Kupferhütte in Legnica verhüttet. KGHM ist mit einer Jahresförderung von über 1.200 Tonnen der bedeutendste Silberproduzent der EU und liegt an 3. Stelle weltweit. Das Unternehmen ist an 19 Gesellschaften beteiligt; insgesamt gehören 30 Gesellschaften zur Kapitalgruppe. (Wikipedia) http://kghm.com/en

** Die polnische Website Forsal.pl hat sich auf Volkswirtschaft, Finanzen und Wirtschaft spezialisiert. Sie gehörte nach einer Rangliste des Instituts für Medienbeobachtung 2011 und 2012 zu den zehn am meisten meinungsbildenden Medien in Polen und zu den wichtigsten polnischen Informationsquellen im Internet für Aktienanleger. http://www.axelspringer.de/presse/Axel-Springer-Polen-und-Wirtschaftsverlag-Infor-PL-gruenden-Joint-Venture_848594.html

Titelfoto: KGHM

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (5 votes cast)

Thorium – Atomkraft ohne Risiko?

Sendetermin arte unbedingt vormerken: THORIUM – ATOMKRAFT OHNE RISIKO? Dienstag, 20. September um 20:15 Uhr (98 Min.). arte: “Thorium-Flüssigsalzreaktor: Nie gehört? Kein Wunder, seit 70 Jahren wird die Technologie von der Nuklearindustrie totgeschwiegen. Dabei könnte Thorium – kein Atommüll, kaum Risiko – die Energieproduktion komplett revolutionieren. “Thema” fragt, warum Kernkraft aus Thorium 1945 eine technologische Totgeburt war und warum es plötzlich doch der Brennstoff der Zukunft sein soll.”

 

Titelfoto: Reactor in Plainsboro, NJ – By: Paul VanDerWerf

Kernfusion ist in absehbarer Zeit keine Lösung, aber es wird daran geforscht (in Deutschland: Wendelstein 7-X, Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, Greifswald).

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Kernenergie kann Millionen Menschenleben retten

Bis 2025 könnten jährlich 20 Millionen Menschen weltweit an Krebs erkranken – rund 40 Prozent mehr als derzeit. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In den kommenden zwei Jahrzehnten sei gar ein Plus von rund 70 Prozent möglich. [1]
25 Prozent aller im Jahr 2013 in Deutschland verstorbenen Personen erlagen einem Krebsleiden (bösartige Neubildung). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkrebstag am 4. Februar 2015 weiter mitteilt, bleibt Krebs mit 223.842 Sterbefällen nach den Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache. [2]

Aktuelle verlässliche Daten zur Situation der Neuerkrankungen (Inzidenz) und Sterblichkeit (Mortalität) bei Krebs in Deutschland sind nicht leicht zu bekommen. [3] Aber es ist bekannt, dass bei jedem zweiten Krebspatienten im Laufe seiner Erkrankung eine Strahlentherapie zum Einsatz kommt. [4]

Das Krebs-Problem wird man nicht alleine durch Behandlungen lösen können, aber für zehntausende von Menschen in Deutschland wird auch in Zukunft das Leben davon abhängen, ob sie eine Strahlentherapie erhalten.

Radioaktive Isotope für medizinische Zwecke aus dem Flüssigsalzreaktor

In einem interessanten und unterhaltsamen Vortrag erläutert der Onkologe Dr. Julian Rosenman Krebsbehandlung durch ‎Strahlung‬ mit Actinium-225 und Wismut-213. Der Vortrag wurde auf der 5th Small Modular Reactor Conference, in North Carolina, 2015, gehalten.

Actinium-225 (Ac-225) und Wismut-213 (Wi-213) sind radioaktive Isotope für medizinische Zwecke, die nach Ansicht von Roseman den Kampf gegen metastatische Krebszellen revolutionieren können. Er betrachtet in seinem Vortrag die zukünftigen Chancen durch den Thorium-Brennstoffzyklus.
Für nuklearmedizinische Diagnoseverfahren wird heute Technetium-99m verwendet. Aber es zeichnet sich ein Mangel an diesem Material ab. Die Vorstufen von Technetium-99m werden in Kernreaktoren erzeugt.
Flüssigsalzreaktoren (LFTR) dagegen bilden die lebensrettenden medizinischen Isotope als Nebenprodukt der Stromerzeugung. Einzigartig in der Thorium-Brennstoffzyklus Zerfallskette sind Actinium-225 und Wismut-213, die an Antikörper gebunden werden, so dass die tödlichen Neutronen direkt an metastasierte Krebszellen geschickt werden können.

Nur der Thorium Brennstoffkreislauf biete das gesamte Spektrum der gewünschten medizinischen Isotopen, sagt Rosenman.

In Deutschland wurde ein Konzept für einen Flüssigsalzreaktor entwickelt, das international anerkannt und patentiert ist: Dual Fluid Reaktor (DFR). [5] Ein Mitglied des Forscherteams ist seit 2005 Professor für Kern- und Medizinphysik an der Universität Stettin, Polen.

Quellen:

[1] http://www.t-online.de/lifestyle/gesundheit/id_67729612/welt-krebs-bericht-2014-zahl-der-neuerkrankungen-steigen-enorm.html
[2] http://www.krebs-nachrichten.de/praxis-details/krebs-war-2013-die-zweithaeufigste-todesursache.html
[3] http://krebsbericht.de/krebsdaten-wo-gibt-es-was/
[4] http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/therapieformen/strahlentherapie-bei-krebs.html
[5] http://ruhrkultour.de/ein-neues-konzept-fuer-einen-kernreaktor-der-dual-fluid-reaktor/

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

Dual Fluid Reaktor – vorgestellt am 8. März bei der “Fortschrittsoffensive 2014”

DFRDer Dual Fluid Reaktor (DFR) wird seit fast einem Jahr in der Öffentlichkeit diskutiert. Das Konzept ist derzeit eine der interessantesten Alternativen sowohl zu den Erneuerbaren Energien als auch zu anderen Reaktortypen der neuen Generation IV, an denen weltweit geforscht wird. weiterlesen

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (1 vote cast)

“Jeder hier investierte Euro kommt den Menschen in unserer Heimat zu Gute”

Die Industrialisierung unserer Landschaft schreitet voran. Lassen Sie das Bild auf sich wirken. Und stellen Sie sich dann die Frage: “Möchten Sie hier leben? Ihren Urlaub verbringen? Ihre Kinder spielen lassen?”

Der Energiedienstleister mainova bezeichnet sich als “moderner Energiedienstleister, traditionell verwurzelt mit der Stadt Frankfurt und ihrem Umland. Er liefere “die Energie für die Lebensqualität und Wirtschaftskraft der ganzen Region.”

Die Mainova hat dieses Foto des Windparks Havelland als Titelbild zum Menü “Windkraft” auf seiner Homepage gewählt. Aus diesem Grund ist es durchaus berechtigt, von einem Leitbild zu sprechen, mit dem sich zumindest die Mainova identifiziert. Es dürfte demnach auch richtungsweisend für den weiteren Ausbau des Energieversorgungssystems sein.

Der Energiedienstleister Mainova befindet sich zu 75,2 Prozent im Besitz der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding. 

  • Die Mainova hält die Energieerzeugung aus Windkraftanlagen für “umwelt- und ressourcenschonend”,
  • Das Unternehmen hält sein Vorgehen für “besonders verantwortungsvoll”. Es stelle sich der Verantwortung, indem es “speziell den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreibe”.
  • Bis 2015 will die Mainova rund 500 Millionen Euro in klimafreundliche, dezentrale und effiziente Strom- und Wärmeerzeugung investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei mit 355 Millionen Euro auf Windkraftprojekten.
  • Windenergie böten “die besten Voraussetzungen, um die Energiewende voranzutreiben: Die Projekte sind technisch erprobt, zeitnah zu realisieren und finanziell überschaubar. 
  • Bei den Investitionen legt die Mainova den klaren Schwerpunkt auf Projekte im Großraum Rhein-Main: “Denn jeder hier investierte Euro sichert Arbeitsplätze und kommt den Menschen in unserer Heimat zu Gute.” 
  • Derzeit prüfe die Mainova etwa 40 Standorte in der Region. “15 bis 20 davon wollen wir in den nächsten zwei bis drei Jahren umsetzen.” 

Eigenwerbung Mainova

mainova

http://www.mainova.de

Windpark Havelland

Im Landkreis Havelland, ca. 40 km westlich von Berlin, steht einer der größten Windparks Deutschlands mit insgesamt 83 Windrädern. Die Mainova hat im Jahr 2009 12,5% der Anteile des Windparks Havelland erworben.

Eckdaten (zum Vergleich Zahlen für ein modernes Kernkraftwerk in Klammern)

  • Inbetriebnahme: 2009
  • Gesamtleistung: 171,9 MW
  • Anteilige Leistung Mainova (12,5%): 21,5 MW
  • Anlagentypen: Enercon E-40 (0,5 MW), E-70 (2 MW), E-70 (2,3 MW), E-82 (2 MW)
  • Anteiliger Stromertrag p.a.: 40.800 MWh (13.140.000 MWh)
  • Versorgte 2-Personen Haushalte: 16.300 (5.249.559 2-Personen-Haushalte)
  • CO2-Einsparung p.a.: 20.600 t (keine CO2-Emissionen)


Ein Leistungsvergleich mit dem Dual Fluid Reaktor (DFR)

Ein modernes Kernkraftwerk der Generation IV, der Dual Fluid Reaktor (DFR), wäre unterirdisch verbaut, würde das Landschaftsbild nicht belasten, würde an 24 Stunden das ganze Jahr über und unabhängig vom Wind kontinuierlich Strom liefern, kein CO2  erzeugen, und könnte  statt 16.300 insgesamt 5.249.559 2-Personen-Haushalte versorgen.

Oder anders gerechnet: Es müssten nicht 87, sondern  28.019 Windkraftanlagen gebaut werden, um die gleiche Leistung zu erbringen wie der DFR. Der DFR könnte in zehn Jahren in Betrieb gehen. Die Verschleuderung wertvoller Ressourcen durch den massiven Ausbau von Windkraftanlagen betrachten viele Fachleute als ein Verbrechen an der Gesellschaft.

Risiko des DFR: Gering, da der Dual Fluid Reaktor (DFR) aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften inhärent sicher ist.

Was Kinder im Netzwerk lernen

rheinmaintv hat ein Video produziert, das eindrucksvoll demonstriert, welches Wissen Kindern beigebracht wird. rheinmaintv: “Es passiert nicht oft, aber in einem Punkt ist sich die Politik einig. Die Energiewende muss kommen. Regenerative Energie, Windparks und Offshore Anlagen sind wichtige Stichpunkte. Vor allem Kinder wachsen direkt in diesen Umbruch hinein. Warum der Wandel wichtig ist und wie er funktioniert, können sie zum Beispiel bei den Lernwerkstätten vom Verein Umweltlernen Frankfurt und der Mainova AG entdecken.”

 

Titelfoto: http://www.mainova.de

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Klimaforscher fordern Renaissance der Kernkraft

Renommierte Klimaforscher fordern die Renaissance der Kernkraft. Dies klingt merkwürdig angesichts der Tatsache, dass weltweit zurzeit 432 Kernkraftwerke in Betrieb, 70 im Bau, 173 in Planung und 314 vorgeschlagen sind. Der Schrecken der Unglücksfälle in Tschernobyl in Fukshima ist jedoch an keinem Land spurlos vorübergegangen.

Nach der Katastrophe von Fukushima hatte China den Bau von Kernkraftwerken unterbrochen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Verzichten wird China auf die Kernenergie jedoch nicht, da sie als eine saubere Energiequelle gilt, mit der die Umweltverschmutzung durch thermische Energie reduziert werden kann. Beim Ausbau werde China nur die sichersten Reaktor-Typen und die modernsten verfügbaren Technologien nutzen. “Wir haben später mit der Entwicklung der Kernenergie begonnen, daher können wir einiges aus den Erfahrungen anderer Länder lernen”, meint Zhu Zhiyuan, Vizepräsident der Shanghai-Zweigstelle der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und Vizepräsident der Chinesischen Gesellschaft für Atomphysik, der an der Technischen Universität München promoviert hat.

Die Kernkraft brauche eine Renaissance, sagen Umweltschützer und Klimaforscher, denn nur so könnten die CO2-Emissionen gesenkt werden. Vier Wissenschaftler, darunter James Hansen, der von 1981 bis 2013 das Goddard Institute for Space Studies der Nasa leitete und bereits in den achtziger Jahren vor den Folgen des Klimawandels warnte. Sie appellieren in einem offenen Brief an Politiker und Umweltschutzorganisationen weltweit, sich für die Entwicklung sicherer Atomkraftwerke einzusetzen.

Sichere und bezahlbare Kernkraftwerke sind in nahezu allen Industrie- und Schwellenländern ein Kernthema, auch in Deutschland, trotz des Atomausstiegsbeschlusses. Zuletzt berichtete am Montag der Focus (Print-Ausgabe) über zwei moderne Reaktorkonzepte, ein amerikanisches und ein deutsches.

Die lesenswerte, ausführliche Version der Kurzfassung im Fokus ist hier nachzulesen:

Thilo Spahl: Atomkraft. Die Neuerfindung der Kernenergie.

Als “sichere Kernkraftwerke” der neuen Generation gelten Flüssigsalz-Kernkraftwerke, bei denen eine Kernschmelze wie in Tschernobyl oder Fukushima ausgeschlossen ist. Der Reaktor steht nicht unter Druck. Bei einem Stromausfall wird die Kettenreaktion physikalisch unterbrochen, die Salzschmelze fließt in ein Auffangbecken, kühlt ab und erstarrt. Focus: “Mit einem Flüssigsalz-Reaktor in der Nachbarschaft muss sich auch niemand ängstigen: Solche Meiler sind GAU-sicher.”

Das Funktionsprinzip der Flüssigsalzreaktoren ist schon seit über 40 Jahren bekannt. Alle Bestandteile wurden über fünf Jahre im laufenden Betrieb erprobt, das Konzept wurde jedoch aus politischen Gründen nicht weiter verfolgt. Moderne technische Entwicklungen, wie beispielsweise der Dual Fluid Reaktor DFR, knüpfen an diesen Vorlagen an, wobei der DFR weltweit eine Besonderheit auffweist: Er arbeitet mit getrennten Kreisläufen, bei sehr hoher Temperatur, bis zu 1000 Grad/C, und Leistungsdichte. Aus dem spaltbaren Material kann er bis zu hundertmal mehr Energie herausholen als ein konventioneller Leichtwasserreaktor und Strom für weniger als einen Cent pro Kilowattstunde produzieren, laut seinen Erfindern.

Zum Nachlesen:

Bücher zum Bestellen:

Lamframboise_l
Tucker_l
Diamandis_l

 

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Im Abfallbehälter des grünen Boulevards

George Monbiot gilt als wichtiges Sprachrohr der britischen Umweltbewegung. Sein Wort hat Gewicht und es wird in der englischsprachigen Welt wahrgenommen. Sein Kernthema ist der Klimawandel, weshalb er Kernenergie als CO2-freien Weg der Energieerzeugung für akzeptabel hält. Er weist auf  Reaktoren hin, die radioaktive Abfälle in Energie umwandeln können und wirft den Grünen vor, dass sie dem Aberglauben huldigen, statt die Wissenschaft zu beachten: “We need to talk about Sellafield, and a nuclear solution that ticks all our boxes. There are reactors which can convert radioactive waste to energy. Greens should look to science, rather than superstition.” (www.guardian.co.uk, 05.12.2011)

Am 30.08.2013 wurde von GreenTec Awards in Berlin ein Umweltpreis verliehen, der nach eigenen Worten der “größte Umwelttechnologiepreis Europas” ist. Der “Dual Fluid Reaktor (DFR)” war unter den 270 zum Wettbewerb zugelassenen Projekten das in Bezug auf die Umwelt wahrscheinlich wichtigste Projekt und Publikumsliebling beim Onlinevoting. Es wurde von einer aus Gegnern der Kernenergie zusammengesetzten Jury kurzerhand und regelwidrig denominiert, das Team aber dennoch zur Gala eingeladen.

So sieht es aus, wenn Grüne den Atommüll entsorgen: Sie werfen die Wissenschaft, die dafür die Möglichkeit bereit stellt, kurzerhand in die Tonne.

Wissenschaft in die Tonne gekloppt

Hula-Tonne

Die Grünen meinen es völlig ernst: Sie wollen kein Geld für eine Wissenschaft ausgeben, die die größten Probleme unserer Energieversorgung in Bezug auf CO2-Emissionen, Sicherheit, Herstellung eines Kraftstoffäquivalents zum Schutz der Umwelt und des Klimas lösen könnte, dazu auch noch preisgünstig ist – weil sie den Interessen der mit den Grünen verbundenen Unternehmen schadet:

Foto: Ralph Aichinger

Es besteht dringender Handlungsbedarf; die Bundesregierung muss die Energieforschungspolitik in Deutschland neu justieren. Die vom Deutschen Bundestag fraktionsübergreifend beschlossene Abkehr von der RisikotechnologieAtomkraft erfordert auch den Atomausstieg in der Energieforschung. Die damit frei werdenden Ressourcen müssen auf die notwendige Forschung für das Gelingen der Energiewende umgeleitet werden. (“Energieforschung konsequent am Atomausstiegsbeschluss des Deutschen Bundestages ausrichten”, Antrag Bündnis90/Die Grünen, Deutscher Bundestag, Drucksache 17/11688, 28. 11. 2012)

Unterschrieben wurde dieser Antrag auch von Hans-Josef Fell, Bündnis 90/Die Grünen, Gymnasiallehrer, Stellvertretender Sprecher der Bayerischen Solarinitiativen, Vizepräsident Eurosolar e. V., Mitglied des World Council for Renewable Energy (WCRE), Berichterstatter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen für Technikfolgenabschätzung, seit 2005 Sprecher für Energiepolitik. 

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

Neues vom DFR

Quelle: Wirtschaftswoche, 26.08.2013

Das Team des “Dual Fluid Reaktor (DRF)” hat eine Stellungnhame zur heutigen Gala-Veranstaltung der GreenTec Awards veröffentlicht, die wir in kompletter Länge wiedergeben. Sie zeigt, wie sehr Naturwissenschaften und Forschung in unserem Land demontiert sein müssen, dass Kernphysiker sich zur Bewerbung um den Galileo Wissenspreis bei den GreenTec Awards überhaupt und auch zu diesem Schritt gezwungen sehen, um eine der möglicherweise bahnbrechendsten Erfindungen unserer Zeit zu Gehör zu bringen!

Liebe DFR-Freunde,

der Dienstweg der Gerichte ist zu lang, und es war dem Kammergericht nicht mehr möglich, vor dem 30.8. einen Verhandlungstermin anzusetzen, der uns sicher zu unserem Recht verholfen hätte. Aber es geht weiter, nach der Gala.

Dennoch haben wir – nicht zuletzt dank der einstweiligen Verfügung – Zutritt zur Gala und werden dort mit 2 Personen vertreten sein. Dort fürchtet man nun offensichtlich, wir würden die Veranstaltung stören, und hat uns in einer Mail nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dies nicht zu tun.

Wir können Greentec versichern, dass wir uns absolut friedlich verhalten werden. Mehr noch, wir wüssten nicht einmal, wie wir eine “Störung” umsetzen sollten, denn wir sind in solchen Dingen hoffnungslos unerfahren. In unseren Kreisen ist es eher üblich, sich durch begutachtete Veröffentlichungen auszutauschen, nicht durch faule Eier.

Was ist letztendlich die Ursache dieser ganzen Misere? Es ist die Angst vor “tödlicher Strahlung”, vor “Atomen”, woraus der Glaube entstanden ist, Kernkraft sei eine grundsätzlich inakzeptable und unmoralische Technologie. Ist erst einmal der feste Glaube – unterstützt durch jahrzehntelange Verbreitung in den Mainstream-Medien – vorhanden, so finden sich auch schnell “Gutachter”, die dies bestätigen. So kam es zu einer gerichtlichen Widerspruchsschrift von Greentec, untermauert von einem “Gutachter” aus der Solarforschung, die fast als ein zeitgeschichtliches Monument der Epoche der “nuklearen Angst” angesehen werden kann.

Als Wissenschaftler will man entdecken, verbessern und aufklären, nicht randalieren und sabotieren. Wir hoffen, dass wir Leuten die Angst vor der “tödlichen Strahlung” nehmen können, wenn wir sie verstehen lassen, was das eigentlich bedeutet. Die Kernspaltung ist eine phantastische Entdeckung mit einem unglaublichen Potential für die zivile Nutzung, sicherer und umweltfreundlicher als jede andere Möglichkeit, Strom und Kraftstoffe zu erzeugen, sogar verglichen mit Solar- und Windenergie. Dies mag viele Menschen, besonders in Deutschland, überraschen, aber die Fakten liegen genau so. Deshalb wurde der DFR zu Unrecht vom Wettbewerb ausgeschlossen.

Um dies zu verstehen, muss man diejenigen, die sich damit ihr Leben lang auseinandergesetzt haben, wieder zu Wort kommen lassen. Wir wollen deshalb diskutieren, nicht auf der großen Bühne, aber in vielen Einzelgesprächen. Greentec hat mit der Ausstellung der Tickets vielleicht einen ersten Schritt getan, uns diese Möglichkeit zu geben. Hoffen wir, dass es dabei bleibt. Wir stehen bereit, auf der Gala, und wenn man uns anspricht, geben wir Auskunft. Über Kerne, über Strahlung, über Energieeffizienz und über die Zukunft der Energieversorgung. Auf dass eine festgefahrene Diskussion wieder in Gang kommen möge.

Euer DFR-Team

http://dual-fluid-reaktor.de/

Der Dual Fluid Reaktor (DFR)
Der Dual Fluid Reaktor, DFR, ist ein neues nukleares Reaktorkonzept. Er führt die Vorteile mehrerer Konzepte der Generation IV zusammen und wird dadurch extrem kosteneffizient.
Das DFR-Projekt wird momentan vom gemeinnützigen Institut für Festkörper-Kernphysik getragen.

Der DFR kann langlebigen nuklearen „Abfall” aus heutigen Reaktoren vollständig nutzen, ohne neuen zu produzieren – ein geologisches Endlager wird dadurch überflüssig. Der DFR ist außerdem inhärent sicher, wobei er im Gegensatz zu heutigen wassermoderierten Reaktoren keinerlei aktive Sicherungssysteme benötigt.
Der DFR kann, muss aber nicht, sowohl zur Stromerzeugung als auch wegen seiner hohen Arbeitstemperatur zur vollständig CO2-freien chemischen Kraftstoffproduktion wie Hydrazin oder Ammoniak (beides in heutigen Fahrzeugen nutzbar) eingesetzt werden. Die Produktionskosten (Overnight-Costs) belaufen sich auf 0,6 Cent/kWh und auf 20-40 Cent/Liter Benzinäquivalent.

Dadurch wird der DFR zu einer extrem umweltfreundlichen und kosteneffizienten Lösung für die Zukunft.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 0.0/5 (0 votes cast)

GreenTec Awards: Nur ein “negativer Berichtspunkt”?

Die Organisatoren der GreenTec Awards, Sven Krüger und Marco Voigt, haben sich vor einigen Tagen in einem Schreiben an die Jury der GreenTec Awards gewandt und darin mitgeteilt, dass es dem Projekt “Dual Fluid Reaktor” des DFR gelungen sei, “mittels einer einstweiligen Verfügung die Entscheidung der Jury zu negieren und Stand heute die Teilnahme an den Awards zu erzwingen“.  Dies sei ein “negativer Berichtspunkt”, hieß es in dem Schreiben. Der DFR soll nun nachträglich eingeladen, aber einen Platz am Katzentisch erhalten.

Das Kammergericht hat per einstweiliger Verfügung die Denominierung des DFR durch die Jury als regelwidrig beurteilt, den DFR nominiert, seine Rechte wieder hergestellt und keinen Einspruch zugelassen. Dem DFR-Projekt wurden durch die einstweilige Verfügung dieselben Rechte eingeräumt wie allen anderen Berwerbern auch. Anstatt, wie es dem Ruf der GreenTec Awards sicher besser getan hätte, den Beschluss des Kammergerichts zu akzeptieren und das Projekt des DFR zu präsentieren, beabsichtigen die Organisatoren, das Projekt mit dem Hinweis auf die richterliche einstweilige Verfügung bei den Awards in der Kategorie zwar zu benennen, aber mit eigenen Worten zu beschreiben und nicht vom DFR-Team beschreiben zu lassen. Es werde auch kein Videotrailer des DFR präsentiert. Man überlege sich, das Team wegen „mehr Transparenz“ zur Überreicheung der Awards am 30.06.2013 einzuladen, aber nur als vierten Bewerber der Kategorie Galileo Wissenspreis, wodurch es automatisch von der Vergabe des Awards ausgeschlossenen wäre. Dies widerspricht der einstweiligen Verfügung.

Jeder vernünftige Mensch fragt sich ohnehin: Wovor haben diese Herrschaften so viel Angst, dass sie für die Vorstellung einer von GreenTec Awards zunächst akzeptierten und durch ein Onlinevoting bestätigten Idee einen Gerichtsbeschluss umgehen wollen und den Ruf der GreenTec Awards riskieren?

» Schreiben der Organisatoren an die Jurymitglieder

Das DFR-Team hat den Jurymitgliedern den Beschluss des Kammergerichts zugesandt und seine Position erläutert.

Schreiben des Instituts für Festkörper-Kernphysik an die Jurymitglieder, 07.08.2013 ↓↑

Sehr geehrtes Jurymitglied der Greentec-Awards 2013,

bitte geben Sie uns, dem Institut für Festkörper-Kernphysik und Entwicklern des Dual Fluid Reaktors (DFR), die Möglichkeit, zu dem Ihnen am 1. August 2013 durch die Veranstalter der GreenTec-Awards 2013 zugegangenen, auch Ihnen gegenüber wenig aufrichtigen Schreiben Stellung zu nehmen und Ihnen im Sinne der Ausgewogenheit auch unsere Perspektive mitzuteilen.

Zunächst möchten wir Ihnen die bereits bei Ergehen unanfechtbare Eilentscheidung des Kammergerichts (AZ: 25 W 22/13), welche der Veranstalter in seinem Schreiben als “Entscheidung der Jury negierend” abwertet, zur Verfügung stellen, damit Sie die Möglichkeit haben, sie im originalen Wortlaut nachlesen zu können (siehe Anhang).

Unser Wettbewerbsprojekt, der DFR, wurde zu den Greentec-Awards 2013 zugelassen und gewann die Online-Abstimmung mit großem Abstand. Nach den vom Veranstalter selbst aufgestellten Wettbewerbsregeln war er damit automatisch nominiert, was Greentec uns auch durch eine Gratulations-Mail bestätigte. Unmittelbar nach der Jurysitzung am 4. Juni änderte Greentec jedoch die Regeln rückwirkend und bezeichnete den DFR als “aufgrund der Juryentscheidung nicht nominiert”. Dies war nicht rechtens, da die Jury nach den eigenen Regeln des Veranstalters darüber gar nicht zu entscheiden hatte, wie durch den Gerichtsbeschluss nun auch bestätigt wurde.

Die Aufrichtigkeit der Veranstalter können Sie anhand folgender Punkte beurteilen:

  1. Die Veranstalter schrieben Ihnen: “Wir überlegen ferner, zwei Vertreter des Projektes des DFR zu den Awards einzuladen. Dies beinhaltet ausdrücklich keine Nominierung” … “Von dieser Einladung versprechen wir uns mehr Transparenz.”
    Bitte vergleichen Sie diese Aussage mit dem beigefügten Gerichtsbeschluss, der eine Einladung zwingend vorschreibt.
  2. Die Veranstalter kündigen an, “gemäß der richterlichen Verfügung einen vierten Nominierten auf unsere Website zu nehmen”
    Es sind jedoch nur 3 Nominierte zugelassen und in der Verfügung ist von einer vierten Nominierung keine Rede. Dies widerspräche auch den Wettbewerbsregeln und würde den Wert einer Nominierung sowie die Preischancen erheblich mindern.
  3. Die Veranstalter kündigen an, das Projekt “kurz” in “eigenen” Worten (denen der Veranstalter) zu beschreiben. Dies wäre eine klare Benachteiligung gegenüber anderen Nominierten, die ihre Projekte jeweils selbst beschreiben durften.
  4. Die Veranstalter kündigen an, den von ProSieben für alle Nominierten versprochenen Videotrailer nicht für den DFR erstellen zu wollen (“keine Videotrailer!”). Dies wäre ein erneuter Rechtsbruch, diesmal von ProSieben.

Mit der Entscheidung des Kammergerichts ist unser Wettbewerbsbeitrag in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” nominiert und auch als solcher zu behandeln, auch wenn die Stellungnahme der Veranstalter den Eindruck erwecken kann, dass dem nicht Folge geleistet werden sollte. Wir bitten jedoch Sie als Mitglied der Jury und damit als Träger der vom Kammergericht revidierten “Juryentscheidung” zum Ausschluss unseres Beitrages vom Wettbewerb, die Entscheidung des Gerichts zu respektieren und entsprechend zu handeln. Durch die unrechtmäßige Denominierung wurde dem DFR die Teilnahme an der Abstimmung zum Preisträger auf der Jury-Sitzung am 4. Juni versagt. Um auch dem DFR eine faire Chance auf einen Preis zu geben, aber auch, um eine rechtlich wirksame Preisvergabe zu erreichen, müsste unseres Erachtens die Abstimmung der Jury über den Preisträger in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” wiederholt werden.

Uns ist nicht an einer unsachlichen Auseinandersetzung gelegen, sondern an einem konstruktiven Miteinander. Wir denken, dass dies dem Gedanken eines GreenTec-Awards und Ihrem öffentlichen Engagement in diesem Rahmen in hohem Maße zugute kommt und dazu führen kann und soll, dass die Veranstaltung trotz des zwischenzeitlichen Streits gelingen kann. Bitte ziehen Sie auch in Betracht, dass wir vielleicht doch alle die Erhaltung der Umwelt für nachfolgende Generationen gemeinsam als bedeutsames Ziel verfolgen.

Wenn Sie mögen, dann schreiben Sie uns Ihre Sicht der Dinge. Ebenso stehen wir für Rückfragen jederzeit und gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DFR-Team

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des
Institut für Festkörper-Kernphysik, gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Forschung IFK mit beschränkter Haftung, Berlin


Stand: 10.08.2013: GreenTec Awards ignoriert den Gerichtsbeschluss. Bundesumweltminister ist immer noch Schirmherr dieser Umweltpreisfarce.

 

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (2 votes cast)

Noch einmal GreenTec Awards

Dr. Götz Ruprecht, IFK

Auf der Homepage von GreenTec Awards wird die einstweilige Verfügung noch nicht erwähnt. Dort ist noch der link zur Begründung für den Ausschluss der Bewerbung “Dual Fluid Reaktor (DFR)” des Institut für Festkörper-Kernphysik gGmbH zu finden.
Einigen Lesern ist aufgefallen, dass die einstweilige Verfügung des Berliner Kammergerichts bereits vom 04.07.2013 datiert. Dies liegt daran, dass die Organisatoren der GreenTec Awards erst am 31.07.2013 abends rechtskräftig von dem Beschluss erfuhren. Der  Hauptgrund für die Verzögerung war eine Umbenennung und Adressänderung von GreenTec Awards. Dr. Götz Ruprecht: “Nun weiß GreenTec aber Bescheid und muss handeln.”

Ein zusätzlicher Hinweis, der Mediziner interessieren dürfte: Götz Ruprecht erklärte gegenüber Ruhrkultour, dass gerade der DFR dafür geeignet sei, medizinische Radioisotope (z.B. Mo-99/Tc-99m) zu produzieren. “Die PPU kann diese im Betrieb abscheiden, was viele Zwischenschritte spart und die Kosten erheblich senken dürfte.” Da die Idee des DFR von der Mo-99-Krise im Jahre 2009 ausgegangen sei, werde das Augenmerk des Teams auch weiterhin sehr stark darauf gerichtet sein.

VN:F [1.9.22_1171]
Rating: 5.0/5 (5 votes cast)