Preisobergrenzen für Strom

Preisobergrenze für Strom in Großbritannien?

Eine Preisobergrenze für Strom in Großbritannien in Sicht

Die britische Regierung steht politisch unter Druck, eine Preisobergrenzen für Strom einzuführen. Regierungsquellen deuten darauf hin, dass Preisobergrenzen innerhalb von vierzehn Tagen und vor den Kommunalwahlen am 4. Mai eingeführt werden, so dass die Regierung politische Vorteile daraus gewinnen kann, berichtet die Daily Mail.

Dem Plan des Torymitglieds MP John Penrose sieht eine “relative Preisobergrenze” vor. Danach soll ein Tarif festgesetzt werden, der nie mehr als einen bestimmten Prozentsatz über dem günstigsten Angebot eines Stromlieferanten liegt. Der Vorschlag wird von Industrie- und Regierungsquellen gleichermaßen als das wahrscheinliche Modell für Preisobergrenzen angesehen .

In einer Vorlage zu einer Regierungsberatung zu diesem Thema, das die The Mail on Sunday einsehen konnte, schlägt Penrose vor, dass die Einführung einer relativen Preisobergrenze von einer “Sonnenklausel” begleitet werden sollte, die darauf abzielt, die Preisobergrenze dauerhaft zu verhindern.

Ministerpräsident Theresa May habe wiederholt den Energiemarkt kritisiert und im vergangenen Monat erklärt, dass die Energiepreise innerhalb von 15 Jahren um 158 Prozent gestiegen seien, wobei die ärmsten Familien von den höchsten Tarifen getroffen wurden.

 

18 Prozent höhere Stromkosten für britische Stromkunden allein in diesem Jahr

Der Energieversorger EDF Energie hat laut Daily Mail  letzte Woche erneut für Empörung gesorgt, als das Unternehmen die Strompreise zum zweiten Mal in vier Monaten anhob. Ab dem 21. Juni sollen die Strompreise um 9 Prozent und die Gaspreise um 5,5 Prozent steigen. Das bedeutet, dass 1,5 Millionen EDF-Kunden 18 Prozent mehr für Strom in diesem Jahr zahlen werden, nahezu £ 100 mehr als bisher. EDF ist eines der Big Six Energieunternehmen, die die Energieversorgung mit etwa 90 Prozent Marktanteil beherrschen.

“Preiskappen sehen unvermeidlich aus und ich kann es bis zu einem Punkt verstehen”, sagte Peter Atherton von Cornwall Energy. “Wir sind in einer Periode, in der die Preise sehr stark ansteigen werden, auch wenn sich die Großhandelspreise aufgrund der Kosten der Regierungspolitik stabilisieren.” Es sei aber noch schwer zu sehen, ob die Preiskappen eine gute Idee sind, wendet er ein. Jeder Preismechanismus sei offen für Manipulation und sogar eine relative Preiskappe würde Unternehmen den Weg öffnen, um ihre Tarife in einer Weise zu manipulieren, die billige Angebote umgehen könnten.

Quelle:

http://www.dailymail.co.uk/money/news/article-4414598/Calls-sunset-clause-caps-energy-bills-loom.html

Foto: geralt, pixabay

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Großbritannien will die globale Energiewende kippen

Großbritannien will die globale Energiewende kippen

Die neue Premierministerin Theresa May schafft das Ministerium für Klimawandel ab. Die Zusammenlegung mit dem Energie-Ressort dürfte eine Abkehr der Briten vom Klimaschutz bedeuten. Setzt sich diese Position global durch, hat Deutschland schlechte Karten.
17.07.16

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/07/17/grossbritannien-will-die-globale-energiewende-kippen/

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Brexit im “Zugabe Spaßpaket” des WDR

Der WDR präsentiert ein “Zugabe-Spaßpaket” zu Themen, die seiner Meinung nach die Nation bewegen. Bei den Top-Themen der vergangenen Woche kann der Brexit nicht fehlen und bekam deshalb eine Sendezeit im “Zugabe-Spaßpaket”. Es ist nicht klar, um welche Kunstform es sich beim Brexit-Zugabe-Spaßpaket handelt, denn wem macht es Spaß, die aggressiv-arrogante Einstellung des Polit-Establishments auch noch als Statement aus dem virtuellen Mund der Queen zu hören?

Beim Brexit versteht Deutschland einfach keinen Spaß, weil die Briten Europa gezeigt haben, dass es eine Alternative zu Duckmäuserei und Mitläufertum gibt. Aber Insubordination gegen Anordnungen der EU-Kommission gilt derzeit das schlimmste aller anzunehmenden Vergehen gegen die Demokratie, ganz besonders in Deutschland, wo man offenbar glaubt, Demokratie zeige sich in der Anerkennung einer selbsternannten und sich vervielfältigenden Bürokratenherrschaft. Viele Menschen verstehen offenbar nicht, dass der zivile Ungehorsam gegen Herrschaft nicht von der Demokratie zu trennen ist. Dieser Aspekt ist sogar den Medien weitgehend fremd geworden.

Den Briten wird statt dessen Nationalismus und Rassismus unterstellt, was derzeit in der Politik und in den Medien Mode ist, sobald die vorherrschende politische Meinung nicht geteilt wird. Die Zukunftsaussichten Europas sind – aus eigenem Verschulden – schlecht, durch die Sanktionen gegen Russland, die Folgen der Energiewende und Masseneinwanderungen gering qualifizierter Arbeitskräfte noch schlechter. Lösungen sind für die meisten Politiker nicht in Sicht, das macht sie und die ihnen folgenden Medien aggressiv und vergesslich. Der Vergesslichkeit oder auch einem Mangel an Bildung ist die Unfähigkeit der Medien zu einer historischen Bewertung des Brexit zu verdanken.

Es lohnt sich, den kurzen Kommentar des britischen Unternehmers und Tory-Abgeordneten Matt Ridley zu lesen. Er rückt Er hat am 23. Juni für den Brexit gestimmt. Und wer noch nicht dem Briten-Bashing verfallen ist, wird an der Stellungnahme von Matt Ridley  in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) “Warum der Brexit-Entscheid richtig war” seinen Spaß haben. Er sagt, jetzt sei der Punkt erreicht, an dem “Grossbritannien – die extravertierteste unter den europäischen Volkswirtschaften – vom Austritt aus der EU profitieren wird. Das Bruttoinlandprodukt der EU hat sich erst in jüngster Zeit wieder auf das vor der Finanzkrise erreichte Niveau hochgekämpft.” Die “obsessive Harmonisierungspolitik der EU” habe Erneuerungen ausbremst.

Obwohl Grossbritannien nicht daran denke, sich aus der Nato, der Uno, dem IWF, dem Europarat oder auch dem Internationalen Olympischen Komitee zu verabschieden und diese Körperschaften auf Vereinbarungen zwischen Regierungen beruhten, reagiert die EU auf den Brexit beleidigt. Dabei sei sie nur “eine supranationale Regierung, die auf eine fundamental undemokratische, ja antidemokratische Weise funktioniert. Sie hat vier Präsidenten, von denen keiner gewählt ist. Die Befugnis zur Gesetzgebung liegt bei einer Kommission, deren Mitglieder ebenfalls nicht gewählt wurden. Ihr Gerichtshof kann sich über den Willen des britischen Parlaments hinwegsetzen.”

An eine einschneidende Reform der EU ist nicht zu denken, sowohl Merkel als auch Juncker lehnen eine große Reform der europäischen Verträge als Antwort auf den Brexit ab. “Es ist weder eine Vertragsänderung noch ein Konvent geplant”, sagte der Kommissionschef. “Es geht um die Umsetzung der Regeln, nicht um neue Regeln.”

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http://www.nzz.ch/feuilleton/zeitgeschehen/warum-der-brexit-entscheid-richtig-war-bremsklotz-bruessel-ld.102984

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Christopher Monckton of Brenchley zum Brexit

brexit-1477302_640Anlässlich seiner letzten Sendung an die Nation am Vorabend des britischen “Independence Day”, fragte die BBC Lord Christopher Monckton of Brenchley, was er auf die Frage der Queen antworten würde, wenn sie ihn fragte: “Nennen Sie mir in einer Minute drei Gründe für Ihre Meinung darüber, ob mein Großbritannien in der Europäischen Union bleiben oder sie verlassen sollte.”

Lord Monckton antwortete: “Meine drei Gründe für den Ausstieg, in strikter Reihenfolge, waren: Demokratie, Demokratieund Demokratie. Denn dasso genannte “Europäische Parlament” ist kein Parlament. Es ist bloß eine Duma.” Die 28 gesichtslosen, nicht gewählten, allmächtigen Kommissare – der offizielle deutsche Name für die schemenhafte Kommissare, die die oberste gesetzgebende Gewalt ausüben, die einstmals unserem gewählten Parlament übertragen wurde – haben nach dem Vertrag von Maastricht die Macht, hinter verschlossenen Türen eine Entscheidung des “Parlaments” nach Belieben im geheimen außer Kraft zu setzen, und sogar “Kommissions-Verordnungen” zu erlassen, die sie ganz umgehen.

Noch schlimmer sei, dass der Vertrag mit dem Europäischen Stabilitätspakt Bankern die absolute Macht übertragen habe, die nach Belieben und ohne Beratung jede noch so große Geldsumme von jedem Mitgliedstaat verlangen können, und jedes Mitglied dieses Regierungskörpers, persönlich und auch kollektiv, völlig immun gegenüber jeder Zivilklage und jeder Strafverfolgung sei.

Das sei Diktatur im formellen Sinn. Auf Nimmerwiedersehen. Lord Monckton: “That is dictatorship in the formal sense. Good riddance to it.”

 

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Thank you, America!

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Forbes: Möglicher Auftrieb für Kernenergie in Europa durch den BREXIT

europe-1470884_640Das Abstimmungsergebnis über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU werde in Großbritannien und möglicherweise in anderen Ländern Europas einen Anstoß zu Gunsten der Kernenergie zur Folge haben, schreibt Forbes*. Das Vereinigte Königreich könne nach dem BREXIT mit einer neuen Kohlendioxid-Steuer das unwirksame EU-Emissionshandelssystem, das Unternehmen im Vereinigten Königreich Verluste eingebracht hat, aufkündigen. Unternehmen hatten mehr Emissionsrechte erworben, als sie verkauft hatten.

Großbritannien werde durch den BREXIT von den EU-Standards der “Erneuerbaren Energien” befreit und damit in der Lage sein, einen umfassenden Standard für “saubere Energien” zu etablieren, der dynamischer sei und eine größere Bandbreite möglicher Lösungen biete, wobei die Kernenergie einen wichtigen Beitrag leisten werde.

Der BREXIT sei außerdem ein Segen für die britischen Bauarbeiter, Elektriker und Mitarbeiter in der Fertigung, weil sie nicht durch Leiharbeiter aus den unteren Lohnländern ersetzt werden können. Dadurch seien auch Schwierigkeiten zu vermeiden, die EPR-Projekte in Finnland und Frankreich erschwert haben.

Die unglaublich komplexen Verfahrens- und Dokumentationsanforderungen, die mit dem Bau von Kernkraftwerken verbunden sind, seien eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die nur schwer zu erfüllen sei, wenn man es mit mit mehr als einer Sprache zu tun habe. Zum Glück für das Vereinigte Königreich sprächen ihre Ingenieure, Manager und Arbeiter Englisch, und es gebe einen riesigen weltweiten Pool von englischsprachigen Arbeitern.

Es sei zu erwarten, dass die Kosten für Kernenergie fallen werden, während andere europäische Länder keine Möglichkeiten haben werden, dagegen vorzugehen. Das wäre gut für Europa, gut für das Klima, schlecht für Russland und den Iran und gut für den menschlichen Wohlstand.

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http://www.forbes.com/sites/rodadams/2016/06/24/brexit-will-boost-nuclear-energy-in-uk-and-eventually-in-eu/#492e77d62f27

*Forbes ist eine englischsprachige Zeitschrift und eines der erfolgreichsten Wirtschaftsmagazine weltweit. Sie wird von der Forbes Inc. herausgegeben. Der Hauptsitz ist in der Fifth Avenue in New York City in den USA.

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Friends of the Earth UK: Die größten Gefahren der Kernenergie sind Kosten und Bauzeit

Das Lager der Umweltschützer ist in Bewegung. Friends of the Earth UK hält nicht mehr die Kernschmelze und radioaktive Strahlen für die größten Gefahren der Kernenergie, sondern Kosten und Bauzeit. Dieser Richtungswechsel ist deshalb besonders interessant, weil die Angst vor der nuklearen Katastrophe bisher eine treibende Kraft für die grüne Bewegung in Großbritannien war. Der harte ideologische Widerstand gegen die Kernenergie sei zerbröckelt, meint der BBC-Umwelt-Analyst Roger Harrabin.

Die neue Position wurde durch ein Interview mit dem Kampagnenleiter von Friends of the Earth UK, Craig Bennett, bekannt. Er erklärte:

“Das größte Risiko eines Kernkraftwerks ist, dass es viel zu lange dauert, es zu bauen, es ist viel zu teuer und es verzerrt das nationale Stromnetz, indem es ein altes Modell der zentralen Stromerzeugung errichtet.” (“The biggest risk of nuclear power is that it takes far too long to build, it’s far too costly, and distorts the national grid by creating an old model of centralised power generation.”)

Bennett: “Vielleicht war unser Widerstand gegen die Kernenergie ein Bauchgefühl. Unsere Position wurde nun “aufgefrischt”. Wir wollen die britische Atomindustrie nicht sofort schließen – das würde viel zu viele Probleme für die Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten bedeuten. Wir widersetzen uns jedoch dem Bau von neuen Kernkraftwerken. Das größte Problem sind die Kosten.” (“Perhaps in the past our opposition to nuclear was gut instinct. Our position has now been “refreshed”. We don’t want to close down the UK nuclear industry right away – that would create far too many problems for energy supply over coming decades. But we still very much oppose nuclear new-build. The biggest issue is cost.”)

Friends of the Earth International ist ein internationaler Zusammenschluss von Umweltschutzorganisationen, vertreten in 76 Ländern mit über 2 Millionen Mitgliedern und Unterstützern. Je Land kann jeweils nur eine Organisation im Verband Mitglied sein. Aus Deutschland ist dies der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), aus Österreich Global 2000 und aus der Schweiz Pro Natura. FoE Europe führt europaweite Kampagnen durch und betreibt Lobbyarbeit in Brüssel. FoE Europe hat 2006 europäische Fördergelder in Höhe von insgesamt 635.000 Euro erhalten – mehr als die Hälfte der Gesamteinnahmen. (Wikipedia)

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Ruht Europas Energiezukunft auf Kernkraft aus China?

Die britische Energiepolitik hat das Vereinigte Königreich in eine Sackgasse manövriert. Das Land, dem das Gas aus der Nordsee auszugehen droht, braucht dringend neue Kraftwerke und setzt dabei auf Kernenergie. weiterlesen

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