Windkraftanlagen

Windkraftanlagen: 20 Kilometer und mehr – Infraschall wirkt

Auswirkungen des Infraschalls

Neue Forschungsergebnisse über Auswirkungen des Infraschalls von Windkraftindustrieanlagen auf das menschliche Gehirn sowie Studien der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und Störungen der Messstationen zur Überwachung von Erdbeben und Kernwaffentests, stützen die Forderung von Windkraftgegnern nach einem sofortigen Ausbaustopp für Windkraftanlagen.

 

Verletzung des Vorsorgeprinzips bei fehlender Nutzen/Schaden-Abwägung

Eine einheitliche Definition des Begriffs Vorsorge existiert nicht. Dennoch gilt, basierend auf der Erklärung der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio, das Vorsorgeprinzip als ein wesentlicher Grundsatz der aktuellen Umweltpolitik und Gesundheitspolitik in Europa. Danach sollen Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unzureichender Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden. Die Europäische  Kommission zur Anwendbarkeit des Vorsorgeprinzips gibt jedoch einen gemeinsamen Rahmen vor, der eine Nutzen/Schaden-Abwägung vorschreibt:

  • Die Anwendung des Prinzips sollte auf einer möglichst umfassenden wissenschaftlichen Bewertung beruhen, in der auch das Ausmaß der wissenschaftlichen Unsicherheit ermittelt wird.
  • Vor jeder Entscheidung für oder gegen eine Tätigkeit sollten die Risiken und die möglichen Folgen einer Untätigkeit bewertet werden.
  • Sobald die Ergebnisse der wissenschaftlichen Bewertung und/oder der Risikobewertung vorliegen, sollten alle Betroffenen in die Untersuchung der verschiedenen Risikomanagement-Optionen einbezogen werden.

Die Vorschrift einer Nutzen/Schaden-Abwägung verlangt, dass auch die Risiken neuer Technologien mit gleichen Anstrengungen wie deren Anwendungen erforscht werden. Die Realität sieht zum Beispiel bei Windkraftindustrieanlagen völlig anders aus.

 

Einfluss des Infraschalls von Windkraftindustrieanlagen auf das Gehirn

Erstmalig konnte in einer Studie von Markus Weichenberger und Forschern der Charité (Berlin), der PTB (Braunschweig) und des UKE (Hamburg) der negative Einfluss des Infraschalls von Windkraftindustrieanlagen auf das Gehirn nachgewiesen werden. 30.000 Windkraftanlagen wurden inzwischen gebaut, sodass bereits Fakten geschaffen wurden, ohne die geforderte Nutzen/Schaden-Abwägung zu berücksichtigen. Mit Hilfe einer funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) konnten die Forscher nachweisen, dass der Infraschall eine pathologische Stressreaktion erzeugt, die das menschliche Gehirn nachweislich verändert.

Forschungen über die Auswirkungen von Windkraftindustrieanlagen erfolgen gar nicht, nur halbherzig oder vereinzelt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat nach eigenen Angaben die Aufgabe, “Risiken von Stoffen, Mikroorganismen, Produkten und Verfahren für die menschliche Gesundheit abzuschätzen, zu bewerten, ggf. Maßnahmen zur Risikominderung oder -vermeidung zu empfehlen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.” Die Bundesregierung hat ohne Rücksicht auf eine Nutzen/Schaden-Abwägung Deutschland in ein Großlabor verwandelt. Es ermöglicht dem Ausland, die negativen Auswirkungen der Erneuerbaren Energien international zu erforschen und eigene Lehren daraus zu ziehen, während Deutschland auf den Schäden sitzen bleiben wird.

Die treibenden Kräfte dieser Entwicklung sind nicht allein die Grünen. Sie haben den Taktstock geschwungen, auf Tempo gedrängt, aber ebenso haben die SPD, CDU und Linken die Ideologie des Klimaschutzes verinnerlicht. Der Teufel namens Klimawandel soll mit Hilfe von Windrädern vertrieben werden. Die Natur schlägt zurück und erwischte am Freitag, 6. Oktober, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin).

Bayern hat die Mindestabstände zwischen Windkraftindustrieanlagen und Wohnbebauung auf die 10-fache Höhe festgelegt und sieht sich mit Klagen konfrontiert, die von grünen Politikern in Gang gebracht und von der Windkraftindustrie im Verbund mit Umweltschutzorganisationen unterstützt werden. In Nordrhein-Westfalen hat die 2017 neu gewählte schwarz-gelbe Regierung einen Mindestabstand von 1500 Metern beschlossen. Wegen ihres Mutes wurde sie gefeiert und von der Windkraftlobby heftig attackiert. Sichtbare Resultate des Regierungsbeschlusses stehen noch aus.

Foto: 12019, Kalifornien, pixabay

In den USA sind die wichtigen Probleme der Rohstoffgewinnung und Entsorgung der Rotorblätter zwar ebenfalls nicht gelöst, aber in dem nordamerikanischen Staat gibt es viel Platz. Auf einen Quadratkilometer Land kommen in den USA im Schnitt 33, in Deutschland 226 Einwohner.

 

Wie groß müssten die Abstände zwischen Windkraftindustrieanlagen und Wohnbebauung sein?

Die Forschung über die Auswirkungen von Windkraftindustrieanlagen auf die menschliche Gesundheit, auf Tiere, Mikroorganismen und die Atmosphäre steht ganz am Anfang, wird öffentlich kaum oder gar nicht unterstützt, um festgelegte Ausbauziele nicht zu gefährden.

Bekannt ist, dass Menschen unterschiedlich auf den Infraschall der Windkraftindustrieanlagen reagieren. Die Gründe sind unbekannt. Deshalb sind Studien, wie die von Markus Weichenberger et al. von großer Bedeutung, weil durch die MRT-Untersuchungen der Hirntätigkeit subjektive Faktoren ausgeschlossen werden können und gemessen werden kann, in welcher Entfernung von der Infraschallquelle noch Einflüsse auf das Gehirn gemessen werden können.

 

Schallemission moderner und großer Windkraftanlagen steigt im Falle von Windparks auf weit über 20 Kilometer (BGR)

Auch Mikrobarometer der Infraschallstationen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) messen den Infraschall von Windkraftindustrieanlagen. Eine Studie der BGR, eine technisch-wissenschaftliche Oberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), kam ebenfalls zu einem alarmierenden Ergebnis. Nach einer Verlaufszeit von 12 Jahren wurde 2016 das Ergebnis veröffentlicht:

“Moderne Windkraftanlagen (WKA) mit Leistungen von Hunderten bis Tausenden von Kilowatt (kW) generieren aufgrund ihrer Größe und der geringen Rotationsgeschwindigkeit der Rotorblätter einen Großteil ihrer akustischen Emissionen im Infraschallbereich unterhalb von 20 Hz. In diesem nicht vom menschlichen Ohr wahrnehmbaren Frequenzbereich pflanzt sich der Schall deutlich weiter fort als im hörbaren Bereich und kann etliche Kilometer entfernt noch von empfindlichen Messgeräten wie etwa den Mikrobarometern der Infraschallstationen des BGR registriert werden.”

Die Messungen der BGR bestätigen, dass der Infraschall zur Vorsorge gehören muss, um die fatalen Auswirkungen, die von vielen Menschen beschrieben werden, nicht aus Fahrlässigkeit, Technikgläubigkeit, Gleichgültigkeit, falschem Ehrgeiz oder Gewinnsucht zu ignorieren.

Die BGR betreibt hochempfindliche sowohl fest installierte als auch mobile Infraschallmessanlagen und ist daran interessiert, eine Abschätzung der Stärke von Schallemissionen durch Windräder im Infraschall-Frequenzbereich vornehmen zu können. Zu den Infraschallmessanlagen gehört auch die Infraschallstation I26DE im Bayerischen Wald. Ihre Aufgabe ist, die entfernungsbedingten, akustischen Einflüsse von Windkraftanlagen auf Infraschallstationen zu messen. Damit erfüllt sie einen Auftrag des internationalen Überwachungssystems zur Einhaltung des Kernwaffenteststoppabkommens. Windkraftindustrieanlagen, deren Abstand zu den Messstationen zu gering ist, stören die korrekte Registrierung. Die Messungen zeigen ein alarmierendes Ergebnis. Die BGR stellt fest:

“An Hand der theoretischen Abschätzung zeigt sich, dass die Schallemission moderner und großer Windkraftanlagen mit Leistungen von mehr als 500 kW Reichweiten von über 20 km hat. Diese Entfernung steigt im Falle von Windparks auf ein Vielfaches.”

Akustische Signale nahegelegener Windkraftanlagen beeinträchtigen nach Angaben der BGR regelmäßig  die direkten Stationsaufzeichnungen von Luftdruckvariationen im Infraschallbereich und damit auch die Leistungsfähigkeit betreffender Stationen zur Detektion von Infraschallereignissen.

Die Störungen durch den Infraschall der Windkraftindustrieanlagen betreffen die Signaturen von Explosionen im Rahmen der Überwachung des Kernwaffenteststopps (CTBT), ebenso wie die Aufzeichnungen von Erdbebenmessstationen.

 

Erdbebenstation im Sorpesee

Die Erdbebenstation im Sorpesee wurde 2012 in Betrieb genommen. Die Station gehört zum nordrhein-westfälischen Erdbebenalarmsystem (EAS NRW). Sie sei die östlichste in NRW und habe eine große Bedeutung auch in Richtung Teutoburger Wald, erklärt Dr. Lehmann vom Geologischen Dienst in Krefeld deren Notwendigkeit.

Die Registrierung kleiner Beben sei wichtig im Zusammenhang mit dem Auftreten großer Beben. Innerhalb weniger Minuten können Informationen an Katastrophenschutzbehörden, aber auch an Talsperrenbetreiber wie den Ruhrverband gesandt werden, sodass zeitnah Sicherheitskontrollen an den Talsperren veranlasst werden können.

Die Erdbebenstation in Sundern misst Mikro-Erdbeben im Bereich des Sorpedamms. Das Sauerland stellt zwar selbst keine unmittelbar erdbebengefährdete Zone dar, aber größere Beben wie in Roermond (am 13. April 1992 mit der Stärke 5,9) und in Goch (am 8. September 2011 mit der Stärke 4,1) können durchaus Auswirkungen auf die sauerländischen Talsperren haben, berichtet der Sauerlandkurier. Diese Beben haben bis ins Sauerland “gestrahlt” und Erdbewegungen verursacht, die für den Damm zwar keine Bedrohung darstellen, ihn aber dennoch treffen.

Der NRW-Windenergieerlass legt fest, dass der Geologische Dienst in Nordrhein-Westfalen an Planungs- und Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen im Umkreis von zehn Kilometern um eine seismologische Messstation zwingend zu beteiligen ist. Der Geologische Dienst soll dabei eine Einzelfallprüfung durchführen, die zeigt, ob die Errichtung und der Betrieb einer Windenergieanlage eine Messstation beeinträchtigen könnten. Die Einwände des Geologischen Dienstes wiegen schwer, da er diese nicht nur bei den im Windenergieerlass adressierten 13 Stationen des Erdbebenwarnsystems in NRW geltend macht, sondern auch für andere Forschungsstationen.

Die Seismologen stellen fest, dass Anlagen, die sich in einem Abstand von 4 – 5 Kilometern zur Erdbebenstation befänden, „Schwingungen im Untergrund, die bereits jetzt zu einer Beeinträchtigung der Erfassung von Mikrobeben führen“, erzeugen: „Die Schwingungen überdecken teilweise die Messwerte von Mikrobeben in den für das Absperrbauwerk maßgeblichen Frequenzen“, berichtete die WAZ in der entsprechenden Stellungnahme der Seismologen. Die Impulswirkung des Infraschalls auf die Stabilität der Deiche wurde offenbar bisher noch gar nicht untersucht.

Der Ökostromverband sorgt sich allerdings nur um eines, dass Geologen den weiteren Ausbau bremsen könnten.

 

Quellen:

Neues Gutachten: Derzeitige Schutzradien um seismologische Stationen fachlich nicht begründbar

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Wirkung des Infraschalls

Neue Studie zur biologischen Wirkung des Infraschalls von Windkraftindustrieanlagen

Markus Weichenberger und Forscher der Charité (Berlin), der PTB (Braunschweig) und des UKE (Hamburg) fanden heraus, dass Ärzte und Akustiker, die vor den negativen Auswirkungen des Infraschalls auf die Gesundheit warnen, gute Gründe haben. Die Forscher haben erstmalig Veränderungen der Hirnaktivität über mehrere Regionen als Reaktion auf Infraschall (IS) im erweiterten tieffrequenten Bereich mit Hilfe einer funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRI) dokumentiert. Die Studie wurde am die am 12. April 2017 veröffentlicht.

 

Die biologische Wirkung des Infraschalls

Die biologische Wirkung des Infraschalls erklärt Prof. Dr. med. Johannes Mayer in diesem Videobeitrag leicht verständlich und zitiert weitere Studien. Johannes Mayer ist designierter Professor für Osteopathie an der Hochschule für Gesundheitsorientierte Medizin und Bewegungswissenschaft i.G. in Mannheim.

Johannes Mayer: “Infraschall erzeugt eine pathologische Stressreaktion. Ein hörbarer Schall niedriger Intensität wird normal im Gehirn verarbeitet und löst keinen Stress aus. Ein hörbarer schall hoher Intensität löst auch Stress aus. Das heimtückische am Infraschall ist, dass er, selbst wenn er unter der Hörschwelle ist und eine niedrige Intensität hat, trotzdem das Gehirn nachweislich verändert und eine chronische Stressreaktion auslöst.”

 

Akustischer Angriff

Es ist bekannt, dass Infraschall nicht ungefährlich ist und gezielt auch als eine Waffe eingesetzt werden kann. Dies zeigen Vermutungen der USA, die davon ausgehen, dass Botschaftsmitarbeiter auf Kuba Opfer eines akustischen Angriffs geworden sind. Der Verband der Mitarbeiter des US-Außenamtes (AFSA) hatte Anfang September mitgeteilt, bei den betroffenen Botschaftsangehörigen seien “dauerhafter Hörverlust” sowie “leichte traumatische Gehirnschäden” festgestellt worden. Es seien Gleichgewichtsstörungen, Sehprobleme, Müdigkeitsanfälle und Schlafstörungen oder Kopfschmerzen diagnostiziert worden.

Diese Symptome sind auch vielen Patienten bekannt, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben. Ihnen fehlt im Unterschied zu den Botschaftsangehörigen allerdings eine Lobby.

Quellen:

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Windkraftanlagen stören die Rehabilitation – Protest der Kliniken Beelitz

Das Landesamt für Umwelt (LAU) hat am 26. April 2016 bekannt gemacht, dass es die Genehmigung zur Errichtung von 12 Windkraftanlagen (WKA) durch die Firma juwi Energieprojekte GmbH in der Gemarkung Reesdorf der Stadt Beelitz, Brandenburg, erteilt.

“Damit hat das Landesamt für Umwelt alle Bedenken und Einwendungen
– von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Beelitz und der Nachbargemeinden,
– des Waldkleeblatt-Natürlich Zauche e.V.,
– der Stadt Beelitz,
– der RECURA Kliniken GmbH (als größtem Arbeitgeber der Region),
– der Nachbargemeinden etc.
ignoriert”, protestieren die Mitglieder der Bürgerinitiative Waldkleeblatt – Natürlich Zauche e.V. Sie wollen alle rechtlichen und politischen Mittel nutzen, um die Bürger und die Umwelt “vor schädlichen Einflüssen der Errichtung von WKA zu schützen.”

Foto: pixabay

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Bei den genehmigten Windrädern werden Siedlungsabstände von 1000 Metern und ein Abstand von 1500 Metern zu den Recura-Kliniken in den Heilstätten eingehalten. Der Stadt Beelitz und der Bürgerinitiative Waldkleeblatt gehen die Pläne deutlich zu weit. Waldkleeblatt-Vorsitzender Winfried Ludwig sagte den PNN (Potsdamer Neueste Nachrichten), dass mit dem neuen Windpark das größte zusammenhängende Waldgebiet in Brandenburg fragmentiert werde. “Weder die Gefährdung von Bürgern durch Wipfelbrände noch der Schutz der Recura-Patienten vor Infraschall oder der Naturschutz seien in der Genehmigung des Landesumweltamtes ausreichend gewürdigt worden.”

Kliniken Beelitz – Windindustrie zählt mehr als die Gesundheit

Die Kliniken Beelitz sehen sich mit Planungen zum Bau von Windkraftanlagen konfrontiert, die in ihrer unmittelbaren Umgebung errichtet werden sollen. Aus medizinischer Sicht befürchten sie hiervon erhebliche negative Auswirkungen auf die Patienten. Dazu zählen sie unter anderem

  • Akustische Wirkungen wie hörbarer Schall und Infraschall
  • Optische Wirkungen wie Stroboskopeffekt, Schattenschlagoptische Bedrängung

Die Windkraftanlagen könnten den Erholungswert der Heilstätten in Frage stellen. Es gebe für alle genannten Wirkdimensionen übereinstimmende Hinweise auf schädliche Einflüsse schon auf Gesunde, neurologisch Kranke beeinträchtigten sie weit mehr.

Die Kliniken Beelitz bitten die Entscheidungsträger und Planer im Namen ihrer Patienten um einen Mindest-Abstand des nächsten Windkraftwerkes zu den Krankenhausgebäuden von 3.000 Metern. Als Träger öffentlicher Interessen stehe ihr zu, zu fordern, dass sowohl bei der Landesregionalplanung als auch bei der kommunalen Flächennutzungs- und Bebauungsplanung sowie bei konkreten Bauantragsprüfungen die Belange der Kliniken/Krankenhäuser ganz besonders sorgfältig zu berücksichtigen sind und im Zweifel eine Umweltverträglichkeitsprüfung durch die Immissionsschutzbehörde als Genehmigungsbehörde anzuordnen ist.

Es sollte sich von selbst verstehen, meinen die Kliniken, dass der Schutz von neurologisch erkrankten Menschen nicht hinter dem von Großvögeln zurückstehen darf. Als Mindestschutz für die Klinik und ihre Patienten müsse die Einhaltung eines Abstandes von 3.000 m für den nächsten Windrotor gewährleistet sein.

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Foto: Kliniken Beelitz

Zu den drei Beelitzer Kliniken, deren Bertreiber die Recura-Kliniken sind, gehören zwei Fachkrankenhäuser
(das FKH für neurologische Frührehabilitation, und das FKH für Bewegungsstörungen/Parkinson)
und die Neurologische Rehabilitationsklinik Beelitz-Heilstätten. Die Klinik befindet sich ca. 5 km nordwestlich von Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Zu den Spezialisierungen der Neurologischen Rehabilitationsklinik Beelitz gehören das Brandenburgische Querschnittgelähmtenzentrum, eine Station für Orientierungsgestörte und eine Abteilung für Medizinische Rehabilitation für Menschen mit Epilepsie aufweisen.

Durch Windkraft würden am Klinikstandort Beelitz-Heilstätten nicht Gesunde betroffen, sondern hirngeschädigte Patienten. “Diese Menschen reagieren empfindlicher auf physikalische Umweltfaktoren (z.B. Stress, Lichtreize oder Schall) d.h., unsere Patienten leiden stärker unter Einflüssen von Windkraftanlagen als Gesunde und haben ein höheres Schutzbedürfnis vor schlechten Umwelteinflüssen.”

Sie verweisen auf frühe Vermutungen in der Fachliteratur, dass Windkraftanlagen störenden Einfluss durch Infraschall ausüben wie u.a. Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Panik/Angst, innere Unruhe, Schwindel, Schlafstörungen, labilisierte emotionale Lage, Tinnitus u.a.m. So seien in einer Studie Blutungen im Bereich des Bronchialsystems bei Patienten mit vibroakustischer Krankheit (VAK) nachgewiesen. Die Krankheit ist eine Ganzkörpererkrankung, die von Belastung durch Infraschall und niederfrequenten Lärm hervorgerufen wird. Der Zusammenhang von VAK und Lärmimmission von Windkraftanlagen ist anerkannt. Das Windturbinen-Syndrom wurde im Jahr  2009 beschrieben: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tinnitus Ohrendruck, Schwindel bis zu Ohnmachtsanfällen, Vertigo (das Gefühl des Drehens oder der Bewegung des Raumes), Übelkeit, Sehstö-rungen, Tachykardie (Herzrasen), Reizbarkeit, Probleme mit der Konzentration und dem Erinnerungsvermögen, Panikattacken gekoppelt mit dem Gefühl, dass die inneren Organe pulsieren oder zittern. Eine Projektarbeit der Technischen Universität Ilmenau gibt einen Überblick über die vorhandenen Studien zum Thema Infraschall und seine biologische Bedeutung. Ein Leitfaden vom Arbeitskreis Nichtionisierende Strahlung des Fachverbandes für Strahlenschutz e. V. beschreibt die Symptome: Störungen des Gleichgewichtes, Übelkeit, Nausea (Seekrankheit),  Atembeschwerden, Kopfschmerzen, Veränderung der Atem- und Pulsschlagfrequenz, Ermüdung, Schläfrigkeit, Benommenheit, Abnahme des Leistungs- und Konzentrationsvermögens, Verlängerung der Reaktionszeit, Anstieg des diastolischen Blutdruckes (Abfall des systolischen Blutdruckes nicht signifikant), allgemeine Stressreaktionen, Nystagmus (unkontrollierte Bewegungen der  Augenpupillen), Tinnitus (Ohrklingen und Rauschen), Anspannung, Unbehaglichkeit, Belästigung und Ablenkung von Tätigkeit bzw. Arbeitsaufgabe, Reizbarkeit, erhöhte Müdigkeit.

Diese Symptome seien in einen kausalen Zusammenhang mit Windkraftanlagen gestellt worden. Einigkeit bestehe darüber, dass Infraschall nicht durch einfache Lärmdämmungsmaßnahmen zu reduzieren ist.

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Foto: Kliniken Beelitz

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Infraschall durch Wärmepumpen: Staatlich geförderte Krankmacher

Laut der Umweltbewusstseinsstudie aus dem Jahr 2014 fühlen sich mehr als 20 Prozent durch industrielle bzw. gewerbliche Anlagen in ihrem Wohnumfeld gestört oder belästigt, aber 40 Prozent der Befragten durch Geräusche der Nachbarn. Der Lärm, insbesondere der Infraschall, hat bei den inzwischen rund 800 Bürgerinitiativen gegen Windkraftindustrieanlagen eine große Bedeutung. Sie wächst mit der Zahl der Anlagen. Durch den geplanten Einsatz von Wärmepumpen werden Lärm und Infraschall eine zunehmende Rolle bei den Auseinandersetzungen mit der staatlich verordneten Energiewende spielen. 

Der staatlich geplante Boom von Wärmepumpen

Foto: www.laerm-luftwaermepumpen.de

Foto: mimblewimble1

Ein aktueller Regierungsentwurf des Klimaschutzplans 2050 sorgt für neuen Gesprächsstoff. Ab dem Jahr 2030 dürfen in neu gebauten Wohngebäuden, vom Mietshaus bis zum Eigenheim am Stadtrand, keine Gas- oder Ölheizungen mehr eingebaut werden – so lautet der Plan. Hausbauer sollen ab 2030 komplett auf fossile Energieträger verzichten.

Als Lösung bieten sich Wärmepumpen an, entweder Luftwärmepumpen, die der Luft die Wärme entziehen, aber Platz brauchen, oder die Erdwärmeheizung, die eine Bodenbohrung voraussetzt.
Der geforderte Niedrigstenergie-Standard sei durch die neueste Verschärfung der EnEV zum 1. Januar 2016 rechnerisch so gestaltet, dass er bei einem normalen Ein- oder Zweifamilienhaus am leichtesten mit einer Wärmepumpe erfüllt werden kann, insbesondere mit einer Luftwärmepumpe.

Rund 60.000 Wärmepumpen werden bereits jährlich eingebaut, nach den neuen Vorschriften rechnet die Branche mit bis zu 200.000. Der europäische Dachverband der Wärmepumpenbranche geht laut Bundesverband Wärmepumpen e.V., dem bekannte Hersteller wie Viessmann, Bosch Thermotechnik, Stiebel Eltron, Hitachi, Fujitsu, LG Electronics, Danfoss und Vaillant angehören, davon aus, dass sich der Bestand in Europa auf 60 Millionen Anlagen erhöhen ließe, “dann könne man das russische Gas, das derzeit zum Heizen verwendet werde, einsparen.” 2015 habe es bei Wärmepumpen europaweit ein Umsatzplus von 10 Prozent gegeben. Das Plus habe zu einem Rekord von knapp 900.000 verkauften Anlagen geführt.

Die Wärmepumpen-Lobby steht bei Fuß. Und nicht nur das. Der Bundesverband erklärt, dass “angesichts des positiven Trends” der Verband in die Offensive gehe. Er fordert eine Abkehr von der Technologieoffenheit beim Umstieg auf Erneuerbare. Die effizienteste und leistungsfähigste Technologie müsse im Mittelpunkt stehen, so Thomas Nowak, Generalsekretär der EHPA (European Heat Pump Association). Damit fordert er eine verstärkte Förderung und Berücksichtigung von Wärmepumpen bei anstehenden Novellen in Brüssel.

Wohnen im Industrielärm – Wärmepumpen und Windkraftindustrieanlagen

Mit der wachsenden Zahl von Wärmepumpen wachsen bereits seit Jahren die Beschwerden von Nachbarn gegen den Lärm. Wie bei allen anderen Fragen zu den Folgeschäden der Energiewende und zu desaströsen sozialen Auswirkungen – bei Erneuerbaren Energien winkt die Bundesregierung generell ab.

Rechtsanwälte berichten über zunehmende Rechtsstreitigkeiten. Durch Wärmepumpen werden Nachbarn zu Gegnern. Beim Verband Haus & Grund kennt man das Problem: “Häufig gibt es auch Probleme mit der Lärmentwicklung und Ärger mit den Nachbarn”, sagt Corinna Kodim, Referentin für Energie, Umwelt und Technik beim Eigentümerverband Haus & Grund. “Die Geräteangaben auf dem Papier geben lediglich Auskunft über den Schalldruck unter Normbedingungen, nicht aber, was nachher beim Nachbarn ankommt.” Nachts liege der zulässige Immissionswert für Wohngebiete bei 35 db(A). “Dieser Wert darf am nächstliegenden Fenster nicht überschritten werden.”

Luftwärmepumpen sind weit verbreitetet und vergleichsweise günstig. Die Alternative zu Luftwärmepumpen wären Wärmepumpen, die mittels Tiefenbohrung die Erdwärme nutzen. Sie sind nicht überall erlaubt oder technisch nicht machbar, und wegen der Tiefenbohrung sind die Installationskosten außerdem sehr hoch und riskant.


Quelle: www.laerm-luftwaermepumpen.de

Die Internetseite www.laerm-luftwaermepumpen.de bietet ausführliche Informationen über Luftwärmepumpen, die genehmigungs- und abnahmefrei überall aufgestellt werden dürfen, da sie als Nebenanlagen gelten.

Die Folgen der Lärmschädigungen stimmen mit denen von Windkraftopfern überein: “Körperliche und nervliche Beschwerden wie – rhythmischer Schalldruck, der auf Dauer zum Schmerz wird – Herzrasen -absolute Schlaflosigkeit (nur mit Tabletten ein paar Stunden) – Übelkeit – Dröhnen in den Ohren, Kopfschmerzen – alle Nervenstresssymptome sowie die Angst vor jeder neuen Nacht werden immer schlimmer und bestehen seit fast einem Jahr zu jedem Tag, zu jeder Nacht.”

www.windwahn.de: “Nur wenn deutlich wird, dass Infraschall und tieffrequenter Lärm immer mehr Menschen betrifft, wird er endlich ernst genommen. Denken Sie dran: Wir sitzen alle in einem Boot – Wir leiden alle an den gleichen Symptomen – Wir werden alle krank! Ob durch Infraschall emittiert durch WKA, durch LWP, Kühlaggregate oder Geothermiepumpen…”

Informationen:

 

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Infraschall Schwingungsmessdaten – Prüfpegel für betroffene Menschen

InfraschallRolf Günther, Versuchsingenieur mit vielen Berufsjahren Erfahrung in der Schwingungstechnik, geht davon aus, dass der Mensch Infraschall nicht nur bis 16 Hz, wie angenommen wird, oder bis 8 Hz noch hört, sondern noch weiter herunter. Neue Richtlinien für Windenergieanlagen erfordern die Erhebung von Schwingungsmessdaten, die den Infraschallanteil und den Schalldruckpegel von Windenergieanlagen zeigen. Diese Daten können ein Prüfpegel für die betroffenen Menschen ein.

Ich gehe davon aus, dass – wie immer – zur Feststellung der Hörschwelle sinusförmige Frequenzen, also ohne Oberwellen verwendet wurden. Windkraftanlagen erzeugen aber von Natur aus Oberwellen, die z.B. bei 4 Hz pulsieren.
Bisher fehlen noch immer Aussagen über den Infraschallanteil und den Schalldruckpegel, den Windkraftanlagen erzeugen. In der Machbarkeitsstudie zu Wirkungen von Infraschall (Herausgeber, Umwelt Bundesamt 40/2014) werden diese Dinge angesprochen.

Hier ein Zitat aus der Machbarkeitsstudie (Seite 25):

Auch wenn zunächst hilfsweise die Hörschwelle als Maßstab herangezogen wird, bleiben noch Fragen offen.
Die den Standards zugrunde gelegte Hörschwelle beruht auf Messungen bei Normalhörenden mit einzelnen Sinustönen. Es kann aber gezeigt werden, dass komplexe Geräusche auch schon dann wahrnehmbar sind, wenn die einzelnen Komponenten unterhalb der Hörschwelle liegen.
Eine weitere Diskrepanz besteht darin, dass die tieffrequenten Geräusche häufig in der Amplitude stark schwanken (soz. Pulsieren) und damit Adaptionsvorgänge im Gehör auslösen, die ebenfalls zu einer erhöhten Wahrnehmung führen. Über dies hinaus scheinen die tieffrequenten Schalle und der Infraschall bei längerer Exposition bei den Betroffenen zu einer erhöhten Wahrnehmung zu führen.
Weiteres zum dem Thema “komplexe Geräusche”. Machbarkeitsstudie: Seiten 14, 15, 26, 44, 45, 63, 75, 111, 116, 117, 118

Einige Male wird in dem Dokument die Psychoakustik zwar erwähnt, findet aber ansonsten keine Beachtung und Anwendung. Auch die durch WEA`s erzeugten Erschütterungen werden nicht berücksichtigt.

Desweiteren erzeugen Windenergieanlagen mechanische Schwingungen. Das bedeutet, dass neben dem emittierten Luftschall auch Körperschall über das Erdreich übertragen wird, und sich als Immissionen in Gebäuden bemerkbar macht. Der Körperschall breitet sich im Erdreich wellenförmig über große Entfernungen aus und kann sich von dort über das Fundament in Gebäude übertragen. In den Gebäuden selbst können durch die Wellen des Luft- und Körperschalls Schwingungen auftreten, die Wände und Decken in ihren Resonanzen anregen. Diese “Vibration” kann der Mensch über den Hör- und Tastsinn wahrnehmen. Werden durch die Schwingungen der Decken und Wände hörbare Schallwellen erzeugt, spricht man von sogenanntem “sekundären Luftschall”. Diese Immission erzeugt letztendlich in geschlossenen Räumen stehende Wellen, wodurch der Schalleindruck noch verstärkt wird. Dieser tieffrequente Luftschall und der Körperschall (Dauererschütterungen) können also als Störschall auch in großen Entfernungen vom Emissionsort – gerade nachts – innerhalb von Gebäuden – hör- und oder fühlbar werden. Es gibt genügend Beispiele die das belegen.

Von Körperschall ist allerdings in der PTB – Untersuchung keine Rede.

Zum Schluss möchte ich noch auf folgendes aufmerksam machen:
Windenergieanlagen, kurz WEA`s genannt, sind Maschinen mit riesigen Ausmaßen und müssten auch schwingungstechnisch als ganze Einheit behandelt werden (ganz neu: Richtlinie VDI 3834 Beurteilungsmaßstäbe für mechanische Schwingungen von WEA`s).
Der Grund dieser neuen Richtlinie besteht darin, die Lebensdauer und Ausfallwahrscheinlichkeit von WEA`s zu verbessern. Und dazu sind detaillierte Schwingungsmessdaten erforderlich, die wiederum Infraschallanteil und den Schalldruckpegel von WEA`s zeigen. Hat man diese Daten, so kann man sie als Prüfpegel für die betroffenen Menschen verwenden.

Rolf Günther

 

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Neue Finnische Studie: Windkraftanlagen zerstören die Gesundheit

TV-KY_imageIn Finnland wurden erstmalig Messungen über den von Windkraftanlagen ausgehenden Infraschall durchgeführt. Tuulivoima-kansalaisyhdistys (TV-KY), der finnische “Nationale Verband von Bürgern gegen riesige Windmühlen”, hat vor kurzem einen ausführlichen Bericht über die Infraschallemissionen von Windenergieanlagen und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen veröffentlicht. Windkraft-Unternehmen sowie einige Forscher behaupten, dass Infraschall nicht zu Gesundheitsschäden führen könne, weil er nicht hörbar sei. Würde jemand ernsthaft behaupten, dass die Strahlung nicht schädlich ist, weil sie jenseits der Sinneswahrnehmung sei, fragt der Verband? Die Messergebnisse aus Finnland bestätigen den Zusammenhang zwischen Gesundheitsschäden und dem Infraschall von Windkraftanlagen, so dass das offenkundige Desinteresse an einer unabhängigen medizinischen Forschung Grund für Besorgnis ist.

In Finnland wurden innerhalb kurzer Zeit Windindustriegebiete mit bis zu 230 m hohen Windkraftanlagen gebaut. Die finnischen Windenergieanlagen, die in unmittelbarer Nähe zu Wohngebieten stehen, sind die größten in Europa. Ihre rotierenden Blätter erzeugen Niederfrequenzrauschen und Infraschall, das heißt häufige und kontinuierliche Luftdruckimpulse, die sehr lange Strecken zurücklegen können.

Die Notwendigkeit, Messungen durchzuführen, ergab sich nach einer Umfrage der TV-KY Association, als sich eine wachsende Zahl von Einwohnern, die in der Nähe von Windparks leben, über Gesundheitsprobleme beklagten, von denen einige ernsthafter Natur waren. Im Inneren finnischer Häuser konnten das sich rasch verändernde Niederfrequenzrauschen und der Infraschall, der von Windkraftanlagen verursacht wird, gemessen werden. Niedrige Frequenzen durchdringen die Strukturen von Gebäuden. Die Entstehung und das Ausmaß der Probleme hängen von der Stärke und Dauer der Exposition ab.

Der Bericht wurde ohne externe Finanzierung erarbeitet, stützt sich ausschließlich auf freiwillige Beiträge und auf internationalen Experten. Fast alle anderen Untersuchungen und Erhebungen über die Probleme, die durch Schallemissionen von Windenergieanlagen in Finnland verursacht werden, sind ganz oder teilweise von der Industrie finanziert, stellt der Verband fest. Er zeigt sich besorgt über die geringe Anzahl der Windenergieforschungen, die unabhängig von der Finanzierung aus der Industrie durchgeführt werden. Der Verband fordert, dass bei einer Vermutung, Windparks könnten die Verursacher von Gesundheitsproblemen sein, unabhängige medizinische Forscher mit der Untersuchung beauftragt werden müssen, statt einfach die Existenz von Problemen zu leugnen.

Die “Nationale Verband von Bürgern gegen riesige Windmühlen” ist eine unparteiische und freiwillige Vereinigung “zum Wohle der Menschen und der Umwelt”.

Der Bericht Tuulivoimaloiden infraäänen aiheuttama terveysongelma Suomessa (Gesundheitliche Probleme in Finnland durch Infraschall, verursacht durch Windkraftanlagen) steht auf der Internetseite des Vereins zur Verfügung: tvky.info/tiedostot/infra_aani.pdf

http://en.friends-against-wind.org/health/infrasound-emissions-from-wind-turbines-have-adverse-health-effects

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Deutscher Ärztetag fordert wissenschaftliche Forschung zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall und tieffrequentem Schall von Windenergieanlagen (WEA)

Das Beschlussprotokoll des 118. Deutschen Ärztetages in Frankfurt am Main vom 12. bis 15.05.2015 liegt nun als pdf-Datei vor. Der Ärztetag befasste sich unter anderem auch mit möglichen gesundheitlichen Auswirkungen der Windenergie auf die Gesundheit und fasste seine Forderungen in einem Entschließungsantrag von Dr. Bernd Lücke (Drucksache VI – 106) zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer zusammen:

Berücksichtigung des gesamten Lebenszyklus der erneuerbaren Energieformen

Der Ärztetag fordert, dass bei den erneuerbaren Energieformen der “gesamte Lebenszyklus dieser Technologien von der initialen Rohstoffbereitstellung bis hin zur Entsorgung in die Planungen und Risikoabwägungen” einbezogen werden. Dieses erfordere “wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen, um eine bewusste Abwägung von Nutzen und Zumutbarkeit von validen Beeinträchtigungen sowie Risiken vornehmen zu können.”

Eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Schallimmissionen ist derzeit nicht nachgewiesen

Die Ärztkammer übt Kritik, dass es für die Immissionen im tieffrequenten und Infraschallbereich bisher keine belastbaren unabhängigen Studien gebe, die mit für diesen Schallbereich geeigneter Messmethodik die Wirkungen auch unterhalb der Hörschwelle untersuchen. “Somit ist eine
gesundheitliche Unbedenklichkeit dieser Schallimmissionen derzeit nicht nachgewiesen.”

Der 118. Deutsche Ärztetag 2015 fordert daher in seinem Entschließungsantrag die Bundesregierung auf, “die Wissenslücken zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Infraschall und tieffrequentem Schall von Windenergieanlagen (WEA) durch wissenschaftliche Forschung zu schließen sowie offene Fragen im Bereich der Messmethoden zu klären und gegebenenfalls Regelwerke anzupassen.”

Forderung: Stopp eines zu nahen Ausbaus an Siedlungen, bis hinreichend belastbare Daten vorliegen

Die Ärzte halten die technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA-Lärm) für unzureichend und reformbedürftige; sie könne nicht noch weiterhin als Schutzvorschrift dienen.

Wichtig ist der Hinweis des Ärztetages, dass auch der Körperschall (= tieffrequente Festkörpervibrationen von 100 Hz bis 0,1 Hz), der “in gefährlicher Form” von den modernen Windenergieanlagen ausgeht. Die Ärzte betonen, dass Körperschall auch schon entsteht, wenn die Rotoren der WEA noch gar nicht laufen, “allein bedingt durch die Biegeschwingungen der extrem hohen Türme der Anlagen. Er wird über die Fundamente in den Umgebungsboden übertragen. Je nach topologischer und geomorpher Situation (Bodenschichtungen) am Standort solcher Anlagen, kann der Körperschall ohne weiteres bis 10 km und weiter als Immission in die Wohnbebauung eingetragen werden.” Gesundheitliche Probleme könnten daher schon bei sehr niedrigen Pegeln auftreten.

Im Rahmen von Messungen zur Beurteilung der Gesundheitsgefahr müssen nach Ansicht der Ärzte “zukünftig immer zusätzlich zu den Außenmessungen auch Innenmessungen in den Häusern durchgeführt werden (an Stelle der bisher hier üblichen Praxis von akustischen Berechnungen).”

Transparenz

In elf Kernzielen verdeutlichen die Ärzte ihre Forderungen: Sie fordern zum Beispiel eine systematische, transparente, ergebnisoffene, empirische Erforschung des in den menschlichen Organismus eindringfähigen niedrigen Frequenzbereiches, die “Vernetzung mit den im Ausland schon seit Langem auf diesem Gebiet forschenden Gruppen” und ein “Stopp eines zu nahen Ausbaus an Siedlungen, bis hinreichend belastbare Daten vorliegen, die eine Gefährdung sicher ausschließen.”

Der Entschließungsantrag wurde zur weiteren Beratung an den Vorstand der Bundesärztekammer überwiesen.

Quellen:

 

 

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ICD-10-GM 2010-CODE T75.2 – Der Code, vor dem sich Kommunalpolitiker fürchten sollten

ICD-10 ist ein Diagnoseschlüssel. Mit seiner Hilfe codieren Ärzte, Psychologen und Zahnärzte die Diagnosen ihrer Patienten, um Krankheiten einheitlich definieren zu können.

ICD-10-GM 2010-CODE T75.2 ist der Diagnoseschlüssel für Schäden durch Vibration, inklusive “Schwindel durch Infraschall“. Dieser Code gilt auch für Erkrankungen durch Windkraftanlagen. Er wurde durch den Bundesauschuss aller Krankenkassen festgelegt.

Wenn eine dieser Beschwerden vorhanden ist, lohnt es sich für den Erkrankten, zu prüfen, ob eine Windkraftanlage dafür die Ursache sein kann. Dies ist nicht leicht, weil sich der Infraschall nach bisherigen Erkenntnissen, je nach Höhe und Bodenbeschaffenheit, über eine Entfernung von bis zu 20 km auswirken kann.

Infraschall_2

Für Kommunalpolitiker könnte die Feststellung der Ursache besonders gefährlich werden, weil sie im Unterschied zu Bundespolitikern im Hinblick auf die Gesundheitsgefahren für den Menschen persönlich haftbar gemacht werden können.
Auf dieses Risiko haben der Staatsrechtslehrer, Prof. Dr. Michael Elicker und der Rechtsanwalt Andreas Langenbahn hingewiesen. (s. “Schutzpflicht des Staates – Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern bei Windkraftanlagen“.)

Links:

http://www.vernunftkraft.de/mythos-8/

http://www.windwahn.de/

 

Welche Erkrankung Ihnen der Arzt bescheinigt hat, können Sie mithilfe einer Suchfunktion übrigens leicht herausfinden. Probieren Sie es aus: http://www.onmeda.de/icd-10/icd10_diagnoseschluessel.html

 

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Bahnbrechende australische Studie über die Infraschall-Wirkung von Windrädern

Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Infraschall von Windkraftanlagen und Beschwerden von Anwohnen über “unerträgliche Empfindungen”. In einer bahnbrechenden Studie über den Pacific Hydro Cape Bridgewater Windpark im Bundesstaat Victoria konnte Australiens führender Akustiker Steven Cooper nachweisen, dass ein einzigartiges Infraschall-Muster, das er als “Wind Turbine Signature” in früheren Studien bezeichnet hatte, (durch eine “Trendlinie”) mit dem Auftreten und der Schwere der Symptome von Einwohnern, die sich wegen unerträglicher Empfindungen” beschwert hatten, korreliert.

Dazu zählen Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Herzrasen, Druck im Kopf, Ohren oder Brust, etc., wie sie von den Bewohnern beschrieben wurden (die Symptome sind in der Regel als Wind Turbine Syndrom (WTS) oder unter dem Euphemismus “Lärmbelästigung” bekannt, der Verf.). [1]

Mark Duchamp, Chairman des World Council for Nature (WCFN), fasst die Ergebnisse der Studie zusammen, die wir im folgenden in deutscher Übersetzung wiedergeben.

Ergebnisse der Infraschall-Studie

Der Akustiker Mark Duchamp identifiziert “diskrete niederfrequente amplitudenmodulierte Signale”, die von Windkraftanlagen emittiert werden. Er fand heraus, dass die Windpark-Opfer darauf reagierten.

Die “Wind Turbine Signature” ist mit herkömmlichen Messindizes nicht zu erfassen, wie dB (A) oder dB (C) und 1/3 Oktavband, lautet die Schlussfolgerung der Studie. Statt dessen müsse eine Schmalband-Analyse verwendet werden, wobei die Ergebnisse in dB (WTS) ausgedrückt werden.

Er schlägt medizinische Studien vor, die Infraschall in dB (WTS) messen, um die Schwelle festzulegen, die im Hinblick auf die Schalldruckpegel inakzeptabel ist.

Die Ergebnisse stehen im Einklang mit den offiziellen Kelley Studien, die vor mehr als 30 Jahren in den USA veröffentlicht wurden, und die zeigten, dass die frühen Abwindkraftanlagen Schlafstörungen und andere WTS Symptome verursachten [2]. Diese Studien wurden auf Eis gelegt, Aufwindkraftanlagen wurden entwickelt, und die Regulierungsbehörden vertrauten der Windindustrie, die versicherte, dass die neuen Modelle keinen gefährlichen Infraschall emittierten. Die Cooper-Studie belegt jetzt, dass sie unrecht hatten.

Bisherige Messmethoden sind unzureichend

Die dänische Methode zur Messung niederfrequenter “Lärmbelästigung” in der Nähe von Windkraftanlagen reichen nach Ansicht von Mark Duchamp nicht aus. Sie wenden die Windkraft-Lärmschutznormen für Windparks in Victoria, Australien und Neuseeland, bekannt als Neuseeland Norm 6808, an. Ebenso unzureichend sind aus seiner Sicht alle anderen Standards, die die “Belästigung” in der Nähe von Windparks auf der ganzen Welt regeln. Sie haben einfach nicht den Infraschall berücksichtigt.

Die Resultate der Benchmark-Studie bestätigen die Ergebnisse anderer Ärzte und Forscher aus der ganzen Welt, darunter die Waubra Stiftung, Dr. Sarah Laurie, Dr. Nina Pierpont, Dr. Robert McMurtry, Frau Carmen Krogh, Dr. Michael Nissenbaum, Dr. Chris Hanning, Dr. Jay Tibbetts, Dr. Sandy Reider, Dr. David Iser, Dr. Amanda Harry. Sie sind ebenfalls eine Bestätigung für die Bewohner, die persönlich über WTS Symptome berichten. Viele von ihnen mussten ihre Häuser in regelmäßigen Abständen oder endgültig aufgeben.

Weitere Studien sind erforderlich

Im Hinblick auf die Zukunft empfiehlt Steven Cooper, dass weitere Studien durchgeführt werden müssen, um einen “Schwellenwert zum Schutz gegen nachteilige Auswirkungen” festzulegen. [1]

Er schreibt außerdem: “Die von einigen Bewohnern während des Stillstands als Störung beschrieben Vibrationsstöße könnten Windböen zugeschrieben werden, die zu Resonanzen der Rotorblätter/Türme führen und weiterer Untersuchungen bedürfen.” [1]

Dies ist ein Wendepunkt. Die Windindustrie kann nicht mehr behaupten, dass ihre Maschinen nicht genug Infraschall aussenden, um die Bewohner zu beeinflussen, noch dass Angehörige der Gesundheitsberufe, die die Probleme veröffentlichen und weitere Untersuchungen fordern, die Leiden verursachen, noch dass die Windparks Opfer ihre eigenen Leiden veursachen (das oft gebrauchte Argument, dass “alles im Kopf” existiere – das ist die “Nocebo-Effekt”). Doch die Wind-Industrie und ihre Helfershelfer klammern sich trotz der zahlreichen Berichte über negative Auswirkungen auf Tiere an diesen Strohhalm. (3)

[1] http://www.principia-scientific.org/peer-reviewed-study-shatters-claims-that-wind-turbines-are-safe.html
[2] Neil D. Kelley study, (1985): http://waubrafoundation.org.au/wp-content/uploads/2013/07/Acoustic-Noise-Associated-with-the-MOD-1-Wind-Turbine.pdf
[3] 1600 miscarriages at mink farm: http://wcfn.org/2014/06/07/windfarms-1600-miscarriages/

Cooper study (released Jan 21 2015): http://www.pacifichydro.com.au/english/our-communities/communities/cape-bridgewater-acoustic-study-report/?language=en

 

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Schutzpflicht des Staates – Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern bei Windkraftanlagen

Immer wieder lässt sich feststellen, dass Ratsmitglieder den Empfehlungen der Verwaltung oder Gutachtern folgen, in der Überzeugung, sie könnten damit nichts falsch machen. Der Beitrag des Staatsrechtslehrers, Prof. Dr. Michael Elicker, Universität des Saarlandes und Rechtsanwalt in Luxemburg, und des Rechtsanwalts Andreas Langenbahn ist als ein deutlicher Hinweis zu verstehen, dass Gebietskörperschaften, vor allem auch Stadtratsmitglieder, unter Umständen persönlich eine Reihe von schwerwiegenden Haftungsrisiken eingehen. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf die Gesundheitsgefahren für Menschen.
“Die parlamentarische Indemnität* steht nur den Mitgliedern der staatlichen Parlamente, nicht aber den Mitgliedern der sog. “Kommunalparlamente”, sagen die beiden Juristen.


Prof. Michael Elicker / Andreas Langenbahn

Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen

Schutzpflicht des Staates – Infraschall als pars pro toto – Persönliche Haftung von Stadtratsmitgliedern

Aus dem verfassungsrechtlichen Schutzauftrag aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 des Grundgesetzes ergibt sich für den Staat die Pflicht, “das Leben und die körperliche Unversehrtheit des Einzelnen zu schützen, d.h. vor allem auch vor rechtswidrigen Eingriffen von Seiten anderer zu bewahren” (z.B. Bundesverfassungsgericht, BVerfGE 115, 320/346). Die Verletzung dieser Schutzpflicht kann von allen Grundrechtsträgern geltend gemacht werden, “auch von besonders empfindlichen Personen” (Jarass in Jarass/Pieroth, Grundgesetz-Kommentar, 13. Auflage 2014, Art. 2 GG Rn. 91 f.). Selbst dann also, wenn die These zutrifft, dass nur ein bestimmter Ausschnitt aus der Bevölkerung eine Anfälligkeit für die Gesundheitsgefahren des Infraschalls zeige, führte dies somit nicht zu einer anderen rechtlichen Bewertung: Lässt der Staat (in diesem Sinne umfasst der Begriff auch die Kommunen) es zu, dass Großwindanlagen in einem völlig unzureichenden Abstand von teilweise nur wenigen 100 Metern zu menschlichen Wohnungen errichtet werden, verletzt er seinen staatlichen Schutzauftrag und kann für die gesundheitlichen Folgen haftbar gemacht werden.

Vor diesem Hintergrund birgt es große Gefahren auch für Kommunen und ihre Akteure, wenn diese bei ihrer Planung von sog. “Windkraft-Vorrangflächen” bereitwillig den “Abwägungsvorschlägen” der beauftragten Planungsfirmen folgen, die meist zum – dieser Begriff ist wohl inzwischen angemessen – ökologisch-industriellen Komplex gehören. Diese unseriöse Vorgehensweise bringt nicht nur für die Gebietskörperschaften, sondern vor allem auch für die Stadtratsmitglieder persönlich eine Reihe von schwerwiegenden Haftungsrisiken mit sich, und zwar insbesondere im Hinblick auf die Gesundheitsgefahren für den Menschen.

So sind die Dinge leider – nur ein Beispiel von vielen – auch in Ottweiler abgelaufen, einer altehrwürdigen nassauischen Residenz und preußischen Kreisstadt, in der Marschall Blücher sich in seiner berühmten Ansprache an die Bevölkerung wandte, bevor er Wellington nach Waterloo zu Hilfe eilte, um Napoleon endgültig zu schlagen. Trotz ihrer großen Tradition hat die Stadt Ottweiler heute keinen Verwaltungsjuristen mehr, da zu viele Personalmittel durch Parteigänger ohne besondere Befähigung gebunden sind (leider kein Einzelfall in deutschen Kommunen). Das machte anfällig dafür, den “Abwägungsvorschlägen” der planenden Drittfirma geradezu blind zu folgen und diese uno actu ohne Einzelprüfungen in den Flächennutzungsplan zu übernehmen. Damit übernahm die Stadt auch haftungsträchtige Fehler der Planungsvorschläge, was hier für den praktisch wichtigen Fall der Gesundheitsproblematik von Großwindanlagen in Form des Infraschalls gezeigt werden soll: Bei seiner ersten Offenlage enthielt der Entwurf zur Teiländerung des Flächennutzungsplans noch gar keine Einbeziehung des Infraschalls in die Planabwägung. Bei einer zweiten Offenlage wurde dies nachgeholt, aber äußerst mangelhaft – unter Missachtung der Reichweite der Ermittlungspflichten der planenden Gemeinde.

Abdruck mit freundlicher Genehmigung. Bitte hier den kompletten Beitrag von Elicker/Langenbahn lesen!

*Indemnität bezeichnet die Freistellung von strafrechtlicher (u. U. auch zivilrechtlicher) Verfolgung.

Quelle:

  • Prof. Michael Elicker , Andreas Langenbahn: “Gefährdung der menschlichen Gesundheit durch Großwindanlagen”, in: Deutscher Arbeitgeberverband“, 30.11.2014
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Ärzte für Immissionsschutz (AEFIS) zu Folgen der Erneuerbaren Energien

logoAEFISÄrzte für Immissionsschutz (AEFIS) machen auf unzureichend medizinisch erforschte Zusammenhänge, die mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien zusammenhängen, aufmerksam. AEFIS ist ein Arbeitskreis von Ärzten unterschiedlicher medizinischer Fachrichtungen, die ein umweltmedizinisches Interesse verbindet. Die Ärzte sind bestrebt, unabhängig von ihrer Spezialisierung, potentielle Gefahren und abwendbar gefährliche Verläufe für die Menschen rechtzeitig aufzuzeigen, um zukünftigen Schaden abzuwenden.

Positionspapier

In einem 16-seitigen Positionspapier nehmen sie zu einzelnen Punkten der Windenergie und Gesundheit Stellung.
Sie führen auch die Exposition mit CFK-Partikeln bei Bränden auf, die bisher kaum Beachtung gefunden hat: “Beim Bau von Windkraftanlagen werden für die Herstellung der Rotoren kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) eingesetzt. Laut Windkraft-Journal rechnen Experten mit einem Bedarf an Carbonfasern für die Windindustrie von rund 22.700 Tonnen in 2015 und 54.2270 Tonnen in 2020.
Im Fall eines Brandes verändern sich Carbonfasern bei Temperaturen von mehr als 650°C und erreichen eine kritische Größe, die in die Lunge eindringen kann. Damit steht das Material nach den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation WHO im Verdacht, Krebs zu erregen.
Prof. Sebastian Eibl vom Wehrwissenschaftlichen Institut für Werk- und Betriebsstoffe in Erding führt seit Jahren Forschungen zu diesem Thema durch. Im August 2014 sind Experten der Bundeswehr mit ihren Warnungen an die Öffentlichkeit gegangen. Nach einer Studie des Imperial College in Großbritannien geraten im Durchschnitt weltweit im Monat 10 Windturbinen in Brand. Eine im oberen (Rotor-)Bereich brennende Windturbine kann man nicht löschen und man hat, anders als bei einem Brand am Boden, keine Möglichkeit, die entstehenden Partikel mit Spezialschaum oder – lack zu binden. Sie werden ungehindert in die Umgebung abgegeben.”

Das Fazit von AEFIS: “Es gibt bereits jetzt ausreichende wissenschaftliche Hinweise, die belegen, dass die derzeitige Praxis der Windkraftanlagenplanung nicht den wissenschaftlichen Erkenntnissen genügt, um eine medizinische Unbedenklichkeit zu formulieren. Vor einem weiteren Ausbau der Windenergie sollte zum Schutz vor Immissionen dringend die Forschung auf diesem Gebiet intensiviert werden, um belastbare Informationen zu den erforderlichen Rahmenbedingungen zu erhalten.”

Ärzte für Immissionsschutz (AEFIS), Positionspapier zu Gesundheitsrisiken beim Ausbau der
Erneuerbaren Energien, 28.11.2014

Weitere Informationen über gesundheitliche Risiken von Windkraftanlagen:

EIKE
Vernunftkraft

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AVAAZ-Bürgerpetition: 3000m Mindestabstand vom Wohngebiet für Windräder!

Die Initiatoren der AVAAZ Bürgerpetition “3000m Mindestabstand vom Wohngebiet für Windräder!” beziehen sich auf eine Stellungnahme der Ärztekammer Wien zum Tag des Lärms: “Ärztekammer warnt vor groß dimensionierten Windkraftanlagen”: “Für die sehr großen Megawatt-Windkraftanlagen mit Gesamthöhen über 180 m müssten also Standorte gesucht werden, in deren Umkreis von etwa 10 km keine Dörfer und Städte liegen.”

Der Aktionstag gegen Lärm fand am 30. April 2014 zum 17. Mal statt. Die Ärztekammer Wien stellt fest, “dass Da sich bei Anrainern von Windkraftanlagen Beschwerden durch übermäßige und vor allem niederfrequente Schallentwicklung und Infraschall häuften”. Sie fordert “umfassende Untersuchungen hinsichtlich etwaiger gesundheitsschädlicher Auswirkungen.”
Die Hauptgefahr gehe von den permanenten Infraschall-Emissionen der großen Megawattanlagen aus, sowohl von Infraschall hoher Stärke (Auswirkungen bis etwa 1,5 km Entfernung) als auch von Infraschall niedriger Stärke (Auswirkungen bis etwa 10 -15 km Entfernung).

Ärztekammer warnt vor groß dimensionierten Windkraftanlagen

Wien (OTS) – Lärmphänomene, die durch den Betrieb von Windkraftanlagen verursacht werden, kommen zunehmend in den Fokus der Wissenschaft. Darauf wies die Ärztekammer heute, Mittwoch, anlässlich des “International Noise Awareness Day” hin. Sie fordert nun umfassende Studien zu den möglichen gesundheitsgefährdenden Auswirkungen von Windkraftanlagen sowie einen Mindestabstand in besiedelten Gebieten. ****

Windkraftanlagen sind, im Unterschied zu einzelnen Windkrafträdern, groß dimensioniert und in sogenannten Windparks zusammengefasst. Allein der Rotordurchmesser aktueller Windkrafträder beträgt bis zu 114 Meter, also fast die Länge eines Fußballfelds. Die Drehgeschwindigkeiten der Rotorblätter betragen zwischen 270 und 300 Stundekilometer, wodurch nicht überhörbare Geräusche und Lärmemissionen verursacht werden.

Genau hier setzt die Kritik der Ärztekammer an: “Unser Ziel muss es sein, Schlafstörungen, psychische Affektionen und irreversible Schädigungen des Gehörs durch Lärm, wie er auch bei Windkraftanlagen entsteht, zu verhindern”, so der Referent für Umweltmedizin der Ärztekammer für Wien, Piero Lercher.

Da sich bei Anrainern von Windkraftanlagen Beschwerden durch übermäßige und vor allem niederfrequente Schallentwicklung und Infraschall häuften, seien umfassende Untersuchungen hinsichtlich etwaiger gesundheitsschädlicher Auswirkungen “unabdingbar”.

Die aktuellen Phänomene, die sich im Zusammenhang mit dem Betrieb von groß dimensionierten Windkraftanlagen zeigen, berechtigten auch die Forderung nach einem adäquaten Mindestabstand – was sich auch mit den meisten Expertenmeinungen gemäß dem einzuhaltenden Vorsorgeprinzip decke. Lercher: “Befindlichkeitsstörungen von Anrainern müssen aus medizinischer Sicht ernst genommen werden, auch dann, wenn diese oftmals einem sogenannten ‘Nocebo’-Phänomen zugeordnet werden.”

Von den Herstellern von Windkraftturbinen fordert Lercher die Verwendung von umweltverträglichen Technologien und Substanzen. “Sogenannte permanenterregte Generatoren beispielsweise enthalten große Mengen von seltenen Erden, deren Gewinnung in den Abbaugebieten zu großflächigen giftigen und radioaktiven Kontaminationen führen”, warnt der Umweltmediziner. (hpp)

„Niederfrequente Schall-Emmessionen haben gravierende Auswirkungen auf den menschlichen Körper, denn wir können Infraschall nicht hören, den Körper ihm aber nicht entziehen.“ (vgl. H.Herzog, BI Fichtenwalde 246.2011)
Unter den gesundheitlichen Schäden und Problemen, die permanenter Infraschall verursachen kann und durch neuere Untersuchungen begründet wurden, sind vor allem zu nennen:
Kopfschmerzen,
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen,
Schlaflosigkeit,
Ohrendruck,
Innere Unruhe
Schwindel
Tinnitus
Herz-Kreislauf-Probleme wie auch Erhöung des Blutdrucks,… usw….

Die Hauptgefahr geht von den permanenten Infraschall-Emissionen der großen Megawattanlagen aus, sowohl von Infraschall hoher Stärke (Auswirkungen bis etwa 1,5 km Entfernung) als auch von Infraschall niedriger Stärke (Auswirkungen bis etwa 10 -15 km Entfernung).
Solange und soweit die Gesundheitsgefahren nicht durch technische oder ähnliche Vorkehrungen abgewehrt werden können, können Errichtung und Betrieb der Anlagen nur zulässig sein, wenn diese außerhalb der Sichtweite zu Wohngebieten liegen. Von naturwissenschaftlicher Seite wird ein Mindestabstand von etwa 2,5 km gefordert.
Für die sehr großen Megawatt-Windkraftanlagen mit Gesamthöhen über 180 m müssten also Standorte gesucht werden, in deren Umkreis von etwa 10 km keine Dörfer und Städte liegen. (vgl. Dr.Manfred Neltig, Bad Arolsen 29.11.2010).

 

Im Jahr 2015 wird der „Tag gegen Lärm – International Noise Awareness Day“ am 29.04.2015 stattfinden. “18 Jahre Tag gegen Lärm – ein Anlass für Bilanz, Reflexion und neue Visionen.”

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Die Doppelmoral in den Kirchen

Foto: Maik Meid

Moderne #Doppelmoral in der Kirche: „Um den Menschen und die gesamte Schöpfung zu schützen, ist schnellstens ein Umdenken seitens der Gesetzgeber, aber auch von uns allen gefordert“, sagte der württembergische katholische Bischof Gebhard Fürst.
Seine besorgten Worte gelten jedoch nicht den Menschen, die unter den gesundheitlichen Folgen des Infraschalls von Windkraftanlagen leiden. Betroffen sind nach Schätzungen etwa 25 Prozent der Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen leben.
Der Kirchenfürst vertritt im Gegenteil die Auffassung, die in Deutschland beschlossene Energiewende mit dem Ausstieg aus der Kernenergie und der Stärkung von erneuerbaren Energiequellen sei der richtige Weg. „Daran sollte in jedem Fall festgehalten werden.“

Die Familie Hogeveen lebt in der Nähe von St. Peter-Ording. Pieter Hogeveen ist DLRG-Ausbilder, seine Frau ist Sporttherapeutin und ehemalige Leistungssportlerin, und ihre beiden Töchter, leiden unter den Schallwellen, ihre Familie wird auseinander gerissen. Die taz berichtet darüber, befragt auch den Geschäftsführer des Windparks und wirft einen Blick auf die Einstellung der Behörden zum Thema Infraschall.

Schon allein dieser Artikel in der taz böte dem Bischof Fürst die Gelegenheit, über die Konsequenzen seiner Worte nachzudenken und vielleicht besser zu schweigen.

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Auswirkungen von Windrädern auf die Gesundheit, Machbarkeitsstudie des Umweltbundesamtes (UBA)

MayerMenschen, die wegen des Lärms und Infraschalls von Windkraftanlagen gesundheitliche Beschwerden haben, werden durch Schilderungen Betroffener und durch medizinische und wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt, dass von Windkraftanlagen ernst zu nehmende Gefahren weiterlesen

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Was Du nicht willst, dass man Dir tut, dass füge auch keinem Tiere zu!

Ein Pelztierfarmer in Dänemark muss seinen Betrieb aufgeben. Darüber wird kein Tierfreund traurig sein. Wie aber hängen die Ursachen dafür mit Windkraftwerken zusammen, deren Ausbau weiterlesen

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Infraschall durch Windkraftanlagen ist messbar

May 13th, 2014
Kevin Dooley, an acoustic researcher and inventor, describes his work with infrasound measurements around wind turbine developments, confirming wind turbine generated infrasound is being measured at significant distances away from wind turbines. Mr Dooley mentions collaborative work he has presented at conferences, performed with the Adelaide University Research team led by Emeritus Professor Colin Hansen collecting wind turbine noise data from the Waterloo Wind Development in South Australia.

 

http://waubrafoundation.org.au/resources/podcast-zoomer-radio-am740-goldhawk-interviews-kevin-dooley/

 

 

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Was geht ab in der Gemeinde Wülfershausen?

Foto: FHgitarre, Ostheim vor der Rhön, unterfränkischer Landkreis Rhön-Grabfeld

Wülfershausen an der Saale ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld, Bayern, 1.478 Einwohner, fünf Ortsteile. Im Jahr 800 erfolgte die erstmalige urkundliche Erwähnung.

Über eine Bürgerversammlung in Wülfershausen  zu geplanten Windkraftanlagen berichtete am 13.04.2014 Friedrich Hanns in einem Beitrag für die Mainpost. Den Artikel können Sie bei Facebook, wenn Sie eingeloggt sind, nachlesen.* 

Der Gemeinde wurde auf der Bürgerversammlung vorgeworfen, sie hätte nicht ausreichend informiert. Wie das in strittigen Fragen zwischen Bürgern und Gemeindeverwaltung üblich ist, fühlt sich die Verwaltung zu Unrecht beschuldigt, weil sie aus ihrer Sicht alles getan hat, um die Bürger von geplanten Vorhaben in Kenntnis zu setzen. Der Bürgermeister Peter Schön ist überzeugt: „Wir haben von Anfang an die Bürger mit ins Boot genommen.“

Der “NIMBY-Effekt” dient zur Schuldzuweisung

Der Ausbau von immer mehr und höheren Windkraftanlagen, die Umzingelung von Gemeinden, die wachsenden Proteste gegen Lärm, Infraschall und Landschaftszerstörung konnten erst wachsen, als das Ausmaß der Regierungsbeschlüsse sichtbar wurde und der Traum von einer sozial kompatiblen, sauberen Energie zerplatzte. Viele Probleme im Zusammenhang mit Windkraftanlagen werden den meisten Bürgern erst jetzt bewusst, weil sie die Auswirkungen mit all ihren Sinnen erleben: Es werden keine harmlosen Windmühlen gebaut – anders als auf den Bildern, die man in ihren Köpfen hat entstehen lassen – sondern Industriegebiete mit 200 Meter hohen Anlagen entstehen in der unmittelbaren Nachbarschaft und in Erholungsgebieten.

Inzwischen haben die Bürger Informationen oder auch Erfahrungen gesammelt, von denen in den Informaitonsveranstaltungen vermutlich nie die Rede war, wie beispielsweise der Werteverlust von Baugebieten. In Wülfershausen wollten die Leute wissen, ob den Räten das bei ihrer Entscheidung bewusst war. Sie wollten auch wissen, warum man die Einengung des Blicks auf die Landschaft hinnehmen müsse, wenn man nicht allein durch einen Solarpark genug für die Umwelt getan habe. “Warum lassen wir uns weiter einengen?“ fragte ein Bürger.

Wer die Zusammenhänge nicht kennt, sucht die Antwort bei sich selbst. Die Ablehnung von Windkraftanlagen wird vereinfacht als NIMBY (Not In My Backyard) und Ausdruck eines egoistischen Motivs zurückgewiesen. Belege dafür lassen sich leicht finden, treffen aber nicht den Kern des Problems.

Interessenüberschneidung?

Es ist natürlich nicht ungewöhnlich, dass ein Gemeinderat dem Bürgermeister beipflichtet und ebenfalls kein Verständnis dafür hat, “dass nach vier Jahren Planung, plötzlich aus Teilen der Bevölkerung Kritik und Ablehnung kommt”. Aber es macht zumindest stutzig, dass dieser Gemeinderat gleichzeitig auch Geschäftsführer der Windkraft RegioE² ist. Unterstützt vom Bürgermeister weist dieses Ratsmitglied alle Vorwürfe zurück: Man habe vor vier Jahren das Thema angegangen und regelmäßig über das Projekt informiert. Der Bürgermeister erinnert an acht Bürgerversammlungen, bei denen man über den Windpark informiert habe und an Infoveranstaltungen der RegioE².

Aber es gibt ja nicht nur den Bürgermeister und den Gemeinderat und Geschäftsführer der Windkraft RegioE², sondern insgesamt 13 Gemeinderäte, fünf CSU-Mitglieder und acht Mitglieder von Freie Wähler Wülfershausen-Eichenhausen, zu denen auch der RegioE²-Geschäftsführer gehört. Alle unterstützen die Windpark-Pläne. Die Gemeinderäte haben sich sogar die Windparks vor Ort angeschaut und bestätigt: „Da war nichts zu hören.“

Der Bürgermeister sieht nur einen einzigen Nachteil, dass man die Windräder sieht. Ob er erwähnt hat, dass die Windräder nur dann Strom liefern, wenn die Rotoren sich drehen?

Politik von oben

In der kleinen Gemeinde Wülfershausen ist die Weltpolitik angekommen: Falls jemand vergessen haben sollte, warum man Nachteile durch Windkraftindustrieanlagen  in Kauf nehmen muss, wird er vom Bürgermeister daran erinnert, dass eine Windkraftanlage im Gegensatz zu einem Atomkraftwerk nach ihrem wirtschaftlichen Ende recyclebar sei und es zu keiner Strahlenbelastung komme, wie dies beim Rückbau eines Atomkraftwerks ein Problem sein könnte. Beide Behauptungen entsprechen nicht den Tatsachen, aber wer hat in dem kleinen Ort das Fachwissen, um dem Bürgermeister und dem Geschäftsführer der Windkraft RegioE² diese Behauptungen zu widerlegen? Weil sich auch weitere Bürger für das Abschalten von Atomkraftwerken aussprechen, stimmen die Anwesenden für die Windkraftanlagen.

Was zum guten Schluss als Gegenargument jedoch bleibt, ist der Lärm: „Ich bin nicht gegen Windenergie aber ich will nicht das Flugzeugbrummen um mich herum.“  Womit wir wieder beim Anfang wären.

 

This is what it sounds like directly underneath a 1.6 megawatt wind turbine

Weitere Videos zu “Lärmquelle Windkraftindustrieanlagen”

Faina Faruz

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Infraschall – von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Umweltproblem anerkannt

Die Weltgesundheitsorganisation nahm 1999 die besondere Bedeutung des Infraschalls (low frequency noise) als ein Umweltproblem zur Kenntnis. Ihre Veröffentlichung “Community Noise” (Berglund et al., 2000) führt eine Reihe von Wirkungen auf, darunter die folgenden:

  • “It should be noted that low frequency noise… can disturb rest and sleep even at low sound levels.
  • For noise with a large proportion of low frequency sounds a still lower guideline (than 30dBA) is recommended.
  • When prominent low frequency components are present, noise measures based on A‐weighting are inappropriate.
  • Since A‐weighting underestimates the sound pressure level of noise with low frequency components, a better assessment of health effects would be to use C‐weighting.
  • It should be noted that a large proportion of low frequency components in a noise may increase considerably the adverse effects on health.”

WHO also states: “The evidence on low frequency noise is sufficiently strong to warrant immediate concern.”

Guidelines for Community Noise: http://www.who.int/docstore/peh/noise/guidelines2.html,

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Bayerisches Fernsehen: “Wenn Windräder nicht nur Anwohner stören”

BR: “Vielerorts stößt die Umsetzung der Energiewende auf zunehmenden Widerstand. In dem kleinen Ort Raitenbuch in der Gemeinde Berching in der Oberpfalz haben sich bereits einige Bürgerinitiativen gebildet.”

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Man sieht sie nicht, aber man hört sie: Windräder

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Anwohner klagen über Windräder

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Lärmquelle Windkraftindustrieanlagen – Erfahrungsberichte

Spazierganz durch die herrliche Natur des Hohen Vogelsberg

Veröffentlicht von Hermann Dirr am 14.04.2014.
“Was tun die Menschen unseren Wäldern und unserer Natur an? Aus Angst vor einen Tsunami wird in ganz Deutschland alle Natur abgeschafft.”

Hermann Dirr: Windkraft mit Referenzgeräusch – Region Vogelsberg

Dieses Video wurde von Hermann Dirr in der Region Vogelsberg beim Gehen aufgenommen. Die Schrittgeräusche dienen als Referenzgeräusch. Hermann Dirr fügt hinzu: “An dem Tag, es war der 9. April 2014, lag die Windgeschwindigkeit bei etwa 8 m/sec. Ca. 3 Stunden hatte ich mich in dem Windindustriegebiet in Hessen, zwischen Helpershain und Meiches aufgehalten. Das Geräusch, das mich ständig begleitete, ist mit denen auf dem Werksgelände von den Chemischen Werken Hüls in Marl, bei den Bayerwerken in Leverkusen bzw. auf dem Gelände der BASF zu vergleichen. Ich war 7 Jahre Montage-Monteur und kenne mich mit der Geräuschkulisse in diesen Betrieben aus und wohne nun vis a vis zu den Windindustriebauwerken.”
Die Homepage von Hermann Dirr: http://www.rtf-radmarathon.de/pages/hoher-vogelsberg.php

Bird Song vs. Industrial Wind Turbines

“Industrial Wind Farm. Recorded near Lake Erie, at Low Banks, Haldimand, Ontario, Canada.
Warning: Bass heavy sound. Wear a helmet.
Note: According to Government regulations (A weighted sound levels), the Bird song “measures” higher than the Rumble of the turbines. I don’t buy it.” https://soundcloud.com/soundmann-com/bird-song-vs-industrial-wind

The sound of a wind turbine about a quarter of a mile away

This is what it sounds like directly underneath a 1.6 megawatt wind turbine

Windkraft im Wald??? Informationsfilm von Sturm im Wald. Windkraft, Soonwald, Jaques Berndorf alias Michael Preute

Veröffentlicht am 22.07.2013
Informationsfilm von Sturm im Wald. Windkraft, Soonwald, Jaques Berndorf alias Michael Preute, Hunsrück, Windräder, Eifel, Wald, Bodenbach,

Das Leben in der Nähe von Windrad-Riesen — ein Erfahrungsbericht, einsfestival, veröffentlicht am 05.06.2013

In der öffentlichen Diskussion ist immer wieder die Rede von „Windkraftbefürwortern” auf der einen Seite und „Windkraftgegnern” auf der anderen. Dieses Schwarz-Weiß-Denken steht einer konstruktiven Debatte entgegen. Viele der als „Windkraftgegner” etikettierten Bürger sind nicht gegen Windkraft an sich, sondern wehren sich nur gegen eine inhumane Aufstellungspraxis. Windräder erzeugen rhythmische Geräusche; je höher die Rotordrehzahl, desto lauter (und störender) sind diese Geräusche.

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Einspruch zum angestrebten Messverfahren für Infraschall

Teilnehmer der DIN-Präsidialsitzung am 29. November 2012Es ist eine Modifizierung der Industrienorm DIN 45680 geplant. Diese Norm hat maßgeblichen Einfluß auf alle Planungen von Windkraftanlagen (WKA) und andere Infra- und Tieffrequenzschall-Emittenten und die damit verbundenen Genehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSCHG). Die Einspruchsfrist endet am 20.01.2014.

Sollte es gelingen, dass die Bedingungen für ILFN emittierende Industrieanlagen (ILFN=InfraLowFrequencyNoise = Infra- und niederfrequenter Schall) verschärft werden (z.B. zum Gesundheitsschutz größere Abstände zur Wohnbebauung erzwingen) und sollten die Messungen entsprechend angepasst werden müssen, könnte sich dies zum Nachteil der Windkraftanlagen-Lobby auswirken und manche Planung zunichte machen oder für vorhandene Anlagen auch das Aus bedeuten. Es ist daher davon auszugehen, dass die Lobbyisten dies längst erkannt haben und in der DIN-Kommission aktiv sind. Deshalb empfiehlt EPAW – European Platform Against Windfarms:

Einspruch zum angestrebten Messverfahren einlegen!

Windkraftgegner rufen dazu auf, die Lobby nicht gewähren zu lassen, sondern sich massenhaft zu Wort zu melden, “denn wir, die bereits betroffenen oder bedrohten Anwohner solcher Anlagen, müssen seit Jahrzehnten und mit jedem Zubau noch viele Jahrzehnte mehr mit unserer Gesundheit bitter für die “sauberen” Geräte, von der LW-Pumpe bis zur WKA, von EEG-Profiteuren zahlen. Melden Sie sich zu Wort, nutzen Sie die Anregungen unserer fachkundigen Mitstreiter und nehmen Sie Stellung!”

EPAW – European Platform Against Windfarms: EPAW-Hilfe gegen DIN

DIN_Haus_0103_web.jpgEs besteht die Möglichkeit, bei der DIN-Kommission seine Bedenken und Forderungen zum Thema Infraschall vorzutragen.
EPAW empfiehlt, nach Online-Registrierung (unter: https://secure.beuth.de/cmd?servicerefname=dino&contextid=neport&level=tpl-reg-email&languageid=de ) beim Deutschen Institut für Normung sofort schriftlichen Einspruch zu den dort angestrebten Messverfahren und Vorgaben einzureichen.

Im Einführungsbeitrag der Kommission heißt es unter anderem:In diesem Norm-Entwurf wird ein Verfahren zur Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen für die Terzbänder von 8 Hz bis 125 Hz innerhalb von Gebäuden in schutzbedürftigen Räumen bei Luft- und/oder Körperschallübertragung beschrieben. Der Norm-Entwurf ergänzt die bestehenden Mess- und Beurteilungsverfahren für Geräusche und dient zur Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen.”

Es heißt dort auch: ” Im Bereich unter 20 Hz (Infraschall) besteht keine ausgeprägte Hörempfindung mehr, weil die Tonhöhenempfindung fehlt. Jedoch ist Infraschall – im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung – nicht prinzipiell unhörbar. Die Wahrnehmungsschwelle wurde bis herab zu etwa 1 Hz untersucht. Überschwellige Immissionen werden überwiegend als Pulsationen und Körperresonanzen wahrgenommen. Die Betroffenen spüren einen Ohrendruck und klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Als spezielle Wirkung ist bei Infraschall eine Herabsetzung der Atemfrequenz bekannt.”

EPAW: “Alleinig das im DIN-Entwurf angestrebte Vorhaben die Infraschall-Messung erst ab einer Frequenz von 8 Hz als notwendige untere Messgröße definieren zu wollen, ist als Hohn zu betrachten.”

Einführungsbeitrag

“In diesem Norm-Entwurf ist ein Verfahren zur Messung und Beurteilung tieffrequenter Geräuschimmissionen für die Terzbänder von 8 Hz bis 125 Hz in Wohngebäuden bei Luft- und/oder Körperschallübertragung festgelegt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Wahrnehmung und Wirkung tieffrequenter Geräusche deutlich von der Wahrnehmung und Wirkung mittel- oder hochfrequenter, schmal- oder breitbandiger Geräusche abweichen. Im Bereich unter 20 Hz (Infraschall) besteht keine ausgeprägte Hörempfindung mehr, weil die Tonhöhenempfindung fehlt. Jedoch ist Infraschall – im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung – nicht prinzipiell unhörbar. Die Wahrnehmungsschwelle wurde bis herab zu etwa 1 Hz untersucht. Überschwellige Immissionen werden überwiegend als Pulsationen und Körperresonanzen wahrgenommen. Die Betroffenen spüren einen Ohrendruck und klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Als spezielle Wirkung ist bei Infraschall eine Herabsetzung der Atemfrequenz bekannt. Sekundäreffekte (zum Beispiel Luftschall durch Rütteln von Fenstern und Türen oder Gläserklirren, spürbare Vibrationen von Gebäudeteilen und Gegenständen) sind häufige Ursachen zusätzlicher Belästigungen. Im Frequenzbereich von 20 Hz bis etwa 60 Hz sind die Geräusche bei entsprechenden Pegeln hörbar, jedoch ist die Tonhöhenempfindung nur sehr schwach ausgeprägt. Vielfach sind Fluktuationen (Schwebungen) wahrzunehmen. Die Betroffenen klagen oft über ein im Kopf auftretendes Dröhn-, Schwingungs- oder Druckgefühl, das nur bedingt von der Lautstärke abhängig ist und bei stationären Geräuschimmissionen zu starken Belästigungen führt. Wie im Infraschallbereich können Sekundäreffekte auftreten, die Belästigungen hervorrufen. Im Frequenzbereich ab 60 Hz findet der Übergang zur normalen Tonhöhen- und Geräuschempfindung statt. Sekundäreffekte sind eher unbedeutend. In den eingeführten Regelwerken sind Messungen außerhalb des betroffenen Gebäudes vorgeschrieben, wenn Geräusche zu beurteilen sind, die durch Luftschallübertragung aus der Umgebung dort einwirken. Durch diese Vorgehensweise erhält man Messwerte, die nicht durch die unterschiedlichen Schalldämmwerte von Außenbauteilen oder die Raumakustik beeinflusst werden. Die Einhaltung der zugehörigen Immissionsrichtwerte stellt in der Regel einen ausreichenden Schutz der Wohnnutzung sicher. Enthält das Geräusch jedoch ausgeprägte Anteile im Bereich tiefer Frequenzen, kann anhand von Außenmessungen nicht mehr verlässlich abgeschätzt werden, ob innerhalb von Gebäuden erhebliche Belästigungen auftreten. Einerseits liegen im Bereich unter 100 Hz nur wenige Daten über Schalldämmwerte von Außenbauteilen vor (bauakustische Anforderungen werden für Frequenzen unter 100 Hz nicht gestellt), andererseits können durch Resonanzphänomene Pegelerhöhungen in den Räumen auftreten. Daher sind bei Einwirkungen tieffrequenter Geräusche ergänzende Messungen innerhalb der Wohnungen notwendig. Der Norm-Entwurf ergänzt die bestehenden Mess- und Beurteilungsverfahren für Geräusche und dient zur Beurteilung tieffrequenter Geräuschimmissionen zum Schutz vor erheblichen Belästigungen. Für Immissionen, die aus seltenen kurzzeitigen Ereignissen bestehen (zum Beispiel Sprengungen), stellt dieser Norm-Entwurf keine geeigneten Beurteilungsmaßstäbe bereit. Für diesen Norm-Entwurf ist das Gremium NA 001-01-02-11 AK “Überarbeitung von DIN 45680″ im DIN zuständig.”
http://www.beuth.de/de/norm-entwurf/din-45680/143852075;jsessionid=KOAQCDBDLO3ZVTGORP34AYFY.4?

Quellen/links:

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Der Widerstand wächst: Petitionsaufrufe gegen Windräder

Die Zahl der verzweifelten Aufrufe gegen Windkraftindustrieanlagen nimmt zu. Manche Dörfer sind von 200 Meter hohen Windkraftanlagen regelrecht umzingelt. Auch Bürger, die anfangs gegen die kleineren Windmühlen nichts einzuwenden hatten, gehen auf die Barrikaden, weil die Geldgier von Privatleuten, Investoren und Gemeinden nicht einmal mehr vor geschützten Gebieten Halt machen. Die Petitionen spiegeln die Sorgen von Anwohnern und Naturschützern wider:

Verein Mensch Natur e.V., Petitionsaufruf

  • An: Landtag, Petitionsausschuss Konrad-Adenauer-Str. …
  • Region: Baden-Württemberg

In der Begründung des Petitionsaufrufs des Vereins Mensch Natur e.V. heißt es : “Mit dem gesetzlichen Einspeisevorrang für Wind- und Sonnenstrom und der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung nach dem EEG hat der Staat ökonomische Anreize gesetzt, die in einigen Bundesländern bereits zu einem teilweise unkontrollierten Ausbau der Stromproduktion aus Wind- und Sonnenenergie zu Lasten vieler Menschen und erhaltenswerter Naturräume geführt haben. Energieeffizienz sollte stärker ins Blickfeld genommen werden.
Es gibt keine “grüne” oder “saubere” Energie. Jede Form der Energieerzeugung birgt ökologische Probleme. Die einzig wirklich umweltfreundliche Energie ist die Energie, die nicht produziert, sondern eingespart wird.
“Im windschwächsten Bundesland Baden-Württemberg befindet man sich leider auf einem verhängnisvollen Irrweg. Das Landesplanungsgesetz wurde geändert und den Regionalverbänden die Ausweisung von Windvorranggebieten vorgegeben. Mit Aufhebung der Ausschlussgebiete ist damit der Bau von Windkraftwerken grundsätzlich überall möglich. Selbst Schutzgebiete und Wälder sind kein Tabu mehr!”
“In BW sollen bis 2020 über 1200 Windkraftanlagen mit mindestens 200 m Höhe aufgestellt werden. Investoren planen z.B. den Schurwald mit hunderten gigantischer Windradriesen mit über 200 m Höhe zu überziehen.2

Petitionsaufruf aus dem Landkreis Neumarkt

In einem Petitionsaufruf aus dem Landkreis Neumarkt heißt es: “Durch Ihre Unterschrift unterstützen Sie die oben genannten Forderungen und Ziele. Sie wenden sich entschieden gegen die geplante Maßlosigkeit zum Bau weiterer Windkraftanlagen im Landkreis. In der Region Neumarkt in der Oberpfalz sind bereits 65 Windkraftanlagen in Betrieb. Dieser massive Bau von Windkraftanlagen zerstört unsere Landschaft und vor allem unseren Lebensraum. Unser Lebensraum ist schützenswert und daher dürfen keine weiteren Windkrafträder genehmigt bzw. gebaut werden.” Die Unterzeichner wehren sich gegen weitere Ausbaupläne: “Der Kreis Neumarkt ist verspargelt. Die Menschen leiden unter dem Infraschall, die Windräder sind Industrieanlagen, die die Landschaft verunstalten und die Privathäuser haben drastisch an Wert verloren.” – “Wir haben im Landkreis Neumarkt schon mehr als genug Windräder! Dasswang wird in Zukunft von ca. 30 solcher Monster umzingelt! Hier geht es nicht um die Umwelt sondern nur noch um EURO’s !” – “Ca. 50 dieser Monster stehen schon, für über 100 zusätzlicher Monster liegen schon Bauanträge vor und für weitere 100 werden Vorrangflächen ausgewiesen!” – “Man muß mit Sicherheit Einschnitte in Kauf nehmen und erneuerbare Energiequellen nutzen. Jedoch sollte man erst die Probleme lösen (Transport und Speicherung des Stroms) bevor man die Landschaft mit Windrädern zupflastert.” – “Wir haben mehr als genug Windräder im Landkreis Neumarkt. Bitte helft mit, damit es nicht noch mehr werden!”.

Wiesental im Südschwarzwald

Im idyllischen Wiesental im Südschwarzwald sollten bald Windkraftprojekte verwirklicht werden. Die Bürger haben jedoch nachgemessen, ob es genug Wind gebe, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann für Baden-Württemberg immer wieder zusichert. Der Wind weht – aber deutlich schwächer als gedacht. 

Video:

 

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Infraschall bei Windkraftanlagen: Gefährlich oder nicht – wer hat Recht?

Ein Erlass der Landesregierung NRW von 2012 erlaubt unter Auflagen, Windräder von mehr als 100 Metern Höhe in Wäldern zu errichten. Auch die Abstandsflächen zu Bebauungen wurden verringert. 20 Prozent des in NRW erzeugten Stroms sollen bis 2020 aus Windenergie kommen, so das Ziel der rot-grünen Landesregierung. Die Ruhrnachrichten haben im November 2012 die Leser gefragt: “Wären Sie mit dem Bau von Windrädern in Witten einverstanden oder halten Sie diese Form der Stromerzeugung in Ballungsräumen für unangebracht?” Von 1132 abgegebenen Stimmen wären 55,92% mit dem Bau von Windrädern einverstanden, 40,55% meinen, Windräder hätten in Ballungsräumen nichts zu suchen.
Sind Windkrafträder wirklich ungefährlich?

Lebenserfahrung

“alptraum: vor über einem jahr wurden 18, 160 m wka-anlagen, 800 m entfernt errichtet. seit dem bin ich schwer erkrankt. ständige pulsierende vibrationen lassen meinen kopf vibrieren, starke kopfschmerzen, extreme schlaflosigkeit haben mich arbeitsunfähig gemacht. so riet man mir, wegen der ausichtslosigkeit meiner beschwerden, haus und hof zu verkaufen, seit einem jahr versuche ich das, ebenso aussichtslos, vom wertverfall möchte ich gar nicht sprechen. trotz vieler briefe hat das amt für verbraucherschutz bis heute keine messung durch geführt, man hat mir zwar bestätigt, dass man das problem infraschall unterschätzt hätte, dies sei aber oben noch nicht angekommen.
ein traum der zum alptraum wurde. …

leider bin ich sehr mutlos geworden, weder unsere gemeinde, noch die gesundheitsämter noch das amt für verbraucherschutz nehmen meine beschwerden wahr. meine firma steht vor dem finanziellen ruin, meine mieter ziehen aus wegen der enormen lärmbelästigung, die errichtung der wkanlagen stellt sich für uns als wirtschaftlicher nachteil dar, von den gesundheitlichen auswirkungen auch auf die allgemein bevölkerung gar nicht zu sprechen.
hier in der uckermark sind die psychischen erkrankungen letztes jahr um 10 % angestiegen.
wir sind nicht nur 18 wk anlagen ausgesetzt sondern hier sind es schon über 1000, des nachts eine rotglühend blinkende geisterbahn. die belastungen sind enorm, ein brummen wabert hier über die gesamte uckermark, für den tourismus ungeeignet.

wer wird hierfür dann die verantwortung übernehmen.

mein schreiben mit bitte um beantwortung bei direkt zu brandenburg ist ein einziger witz.”

(Leserbrief, 21.10.2011, in: http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/windraeder-machen-krank-durch-infraschall/)

Erklärung des BUND

Bei ausreichendem Abstand (800 m zu Wohngebieten) ist der Schattenwurf der Rotorblätter wie auch der Geräuschpegel unproblematisch.

Schall im Frequenzbereich unter 90 Hz wird als „tieffrequenter Schall“ oder Infraschall bezeichnet (DIN 45680).
Dessen Erzeugung ist nicht rein Windrad-typisch, sondern kommt auch aus vielfältigen natürlichen Quellen wie Windböen oder Waldwipfelrauschen. Durch die extreme Reichweite von Infraschall ist dieser in unserem natürlichen Umfeld allgegenwärtig.
Bei tiefen Frequenzen nimmt die Hörfähigkeit des Menschen stark ab.

Bei Abständen von mehr als 600 m sind keine gesundheitlich relevante Belastung durch Infraschall durch Windräder zu erwarten. …

Windenergie ist das wirksamste Werkzeug gegen die Atomenergie und die unkalkulierbaren Risiken und Folgekosten durch Radioaktivität, für heutige und kommende Generationen. http://www.bund-naturschutz.de/fileadmin/download/energie/Dateien_Atompolitik-ab-06-11/Flugblatt-Windkraft-%20in-%20Bayern-05-2011.pdf
Ein Erlass der Landesregierung NRW von 2012 erlaubt unter Auflagen, Windräder von mehr als 100 Metern Höhe in Wäldern zu errichten. Auch die Abstandsflächen zu Bebauungen wurden verringert. 20 Prozent des in NRW erzeugten Stroms sollen bis 2020 aus Windenergie kommen, so das Ziel der rot-grünen Landesregierung.
aus: Satzung BUND (19.11.2011)

Der BUND verfolgt den Zweck

  • die Anwendung von Einsichten in ökologische Zusammenhänge als Grundlage für eine Bewertung der Landes- und Landschaftsentwicklung zu fördern,
  • die Öffentlichkeit über alle bezüglich Umwelt- und Naturschutz relevanten Fragen zu informieren und insbesondere die Kenntnis der Umweltgefährdung in der Öffentlichkeit zu verbreiten,
  • einen wirkungsvollen Schutz des Lebens und der natürlichen Umwelt durchzusetzen,
  • die Verbraucher über die umwelt- und gesundheitsrelevanten Auswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und Verhaltensweisen aufzuklären und zu beraten.

Infraschall durch Windkraftanlagen

Infraschall sei letztlich harmlos, sagen die Befürworter von Windkraftanlagen. Darin sind sich Unternehmen wie beispielsweise die RothaarWind GmbH (“Beim Infraschall steht fest: Er ist für den Menschen harmlos.”) und der BUND einig.

Bündnis90/Die Grünen, Kreisverband Freising, zählen natürliche und künstliche Quellen von Infraschall auf und kommen zu dem Schluss: “Zudem führen Windräder nur zu einer geringfügigen Erhöhung des bereits durch den Wind alleine hervorgerufenen Infraschallpegels. Der durch Windräder hervorgerufene Infraschall ist zudem deutlich geringer als der durch andere künstliche Quellen verursachte Pegel.
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine zusätzliche gesundheitliche Beeinträchtigung durch den Infraschall von Windrädern ausgeschlossen werden kann.” (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Kreisverband Freising, Positionspapier zur Windenergie im Landkreis Freising)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat im Bericht „Krankheitslast durch Umweltlärm – Quantifizierung des Verlustes an gesunden Lebensjahren in Europa (Burden of Disease from Environmental Noise – Quantification of Healthy Life Years Lost in Europe)“ “unter konservativen Annahmen” geschätzt, dass insgesamt jährlich mindestens eine Million gesunde Lebensjahre in West-Europa durch Umweltlärm verloren gehen. (Krankheitslast durch Umweltlärm – Quantifizierung des Verlustes an gesunden Lebensjahren in Europa, WHO, 2011)

Die Gesundheitsschädigungen durch tiefe Frequenzen sind dabei nicht  berücksichtigt!

Obwohl die WHO warnt, dass tagsüber jeder Dritte durch Verkehrslärm belästigt, jeder fünfte beim Schlaf gestört ist und der epidemiologische Nachweis besteht, dass diejenigen, die dauerhaft hohen Umweltschallpegeln ausgesetzt sind, ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten haben, wird das gesundheitliche Risiko durch zusätzliche Lärmquellen der Windkraftanlagen von deren Befürwortern heruntergespielt, nicht aus Überzeugung, gesundheitlicher Schaden der Menschen sei auszuschließen, sondern letztlich nur deshalb, weil es angeblich keine Alternative zur Stromversorgung gibt!

Der wachsende Konflikt mit der Bevölkerung ist vorauszusehen, denn Lärm wird von den Menschen nicht nur als Umweltfaktor betrachtet, der die empfundene Lebensqualität beeinträchtigt, sondern auch als eine Bedrohung der öffentlichen Gesundheit („public health“) – sagt die WHO.

Was ist Infraschall?

Schall wird als tieffrequent bezeichnet, wenn seine vorherrschenden Energieanteile im Frequenzbereich unter 90 Hz liegen. (Umweltbundesamt, pdf-download, 05.06.2012) Das Ohr des Menschen ist in der Lage, Schall mit Frequenzen zwischen ungefähr 15 Hertz und 20 000 Hertz wahrzunehmen. Die Einheit der Frequenz ist das Hertz (Hz), wobei ein Hertz einer Schwingung pro Sekunde entspricht.

Schallwellen sind geringfügige, periodische Luftdruckschwankungen bzw. Schwingungen, die sich in der Luft ausbreiten. Schwingungen mit niedriger Frequenz haben eine große Wellenlänge, d.h. sie haben eine große Reichweite, die in wachsender Entfernung vom menschlichen Ohr nicht mehr wahrgenommen werden kann, aber dennoch Wirkungen zeigt. Dies gilt verstärkt für anhaltende, periodische schlagende Geräusche, wie sie von Winkraftsanlagen verursacht werden.

Das Umweltbundesamt widerspricht einer weit verbreiteten Meinung, dass Infraschall im Frequenzbereich unter 20 Hz prinzipiell unhörbar sei. Die Hörschwelle sei bis herab zu etwa 1 Hz gemessen worden. Und “überschwellige Immissionen” würden überwiegend als Pulsationen und Vibrationen wahrgenommen. “Geräusche bei tiefen Frequenzen können sich … über große Entfernungen kilometerweit nahezu ungehindert ausbreiten.”

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Infraschall?

Das Bundesumweltamt bestätigt Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Infraschall unter 20 Hertz, in einem Bereich, in dem keine ausgeprägte Hörempfindung mehr besteht, weil die Tonhöhenempfindung fehlt, dennoch gesundheitliche Symptome verursacht: Die Betroffenen spüren einen Ohrendruck und klagen vielfach über Unsicherheits- und Angstgefühle. Als spezielle Wirkung ist bei Infraschall eine Herabsetzung der Atemfrequenz bekannt. (Umweltbundesamt, pdf-download, 05.06.2012, Hervorhebung vom Umweltbundesamt)

Eine weitere, die Gesundheit beeinträchtigende Erscheinung des Infraschalls ist das “Stehwellenfeld”.

Es baut sich auf, indem sich durch Wandreflexion hin- und zurücklaufende Wellen überlagern und gegenseitig verstärken oder ganz bzw. teilweise aufheben. “Dies führt zu sehr starken Schalldruckpegelanhebungen an bestimmten Orten des Raumes. Es kommt zu einer starken Orts-, Frequenz- und Zeitabhängigkeit des Schallfeldes. Üblicherweise sind dabei die Schallpegel vor Wänden und in Raumecken besonders laut. Eine Ortung der Schallquelle, d.h. die Feststellung der Richtung aus der der Schall einfällt, ist den Betroffenen nicht möglich.” (ebda)

Messungen und Bewertungen für tieffrequente Geräusche schlägt das Umweltbundesamt für den Straßenverkehr, die gesamte Audio- und Videotechnik und für den Bereich einer Anzahl gewerblicher Anlagen vor, aber nicht für Windkraftanlagen.

22000 Windkraftanlagen wurden bereits gebaut, viele größer als das Ulmer Münster, gelten aber im Unterschied zu Musikanlagen offenbar nicht als Ursache für Beschwerden über Lärmbelästigungen durch Infraschall bzw. tieffrequenten Schall! Baden-Württemberg will bis 2020 weitere 1200 bis 1649 der riesigen Anlagen bauen, bis 2050 sogar 8000 Windkrafträder, trotz Warnung des Nachhaltigkeitsbeirats der Landesregierung. (StuttgarterZeitung.de, 25.05.2012)

Planer und Betreiber von Windkraftanlagen behaupten, unhörbarer Schall könne nicht schädlich sein. Dem schließen sich Umweltverbände und Bündnis90/Die Grünen an. Schädliche Einflüsse der Windkraftanlagen werden nicht ernst genommen, demzufolge auch nicht wissenschaftlich untersucht, und es wird unverdrossen weiter gebaut.

Warum sich Ergebnisse von tieffrequenten Schallquellen wie Wind, Meereswellen etc. nicht auf periodische tieffrequente Schallquellen übertragen lassen.

Der Hinweis der Befürworter, es gebe auch andere Quellen des Infraschalls, die ebenfalls untersucht werden müssten, um die Ursache von Erkrankungen festzustellen, geht am Thema vorbei.

Warum Ergebnisse von anderen tieffrequenten Schallquellen sich nicht auf periodische tieffrequente Schallquellen übertragbar sind, begründet Helga Hung sehr anschaulich in einem Leserbrief zu dem Thema “Windräder machen krank durch Infraschall” (EIKE).

“Bei Föhn-Wetterlagen entstehen niederfrequente Luftdruckwellen im Bereich von 0,1 Hz. Das ist die Eigenfrequenz des Barorezeptors der an der Halsschlagader sitzt. Dieser wird angeregt und es folgt eine Fehlregulierung die Infolge Herzprobleme und Anfälle auslösen kann. Wenn ein Organ in der Eigenfrequenz angeregt wird, reagiert es. Wenn ein Organ in der Eigenfrequenz periodisch angeregt wird, reagiert es stärker. (siehe Brücke-Gleichschritt von Soldaten)

Das schlagende Geräusch ist periodisch und umfasst Frequenzen von Infraschall bis? Dieses periodisch schlagende Geräusch unterscheidet die tiefen Frequenzen einer Windkraftanlage von anderen Quellen.”

Aus diesem Grund hält Hung die Ergebnisse von anderen tieffrequenten Schallquellen auf periodische tieffrequente Schallquellen für nicht übertragbar. Auch sie hat eine persönliche Geschichte zu erzählen, der eine Phobie gegen Windkraftanlagen, die von Befürworten häufig unterstellt wird, als Ursache von Erkrankungen ausschließt. (#47, Helga Hung, Montag, 24.10.2011, 18:20, in: EIKE)

Windkraft ist Staatsraison

Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass bei der Genehmigung von Windkraftanlagen unbedingt das im Bundes Immisionsschutzgesetzt (BImSchG) verankerte Vorsorgeprinzip beachtet wird. Aber dies ist nicht der Fall.

In dem Windenergie-Erlass des Landes Bayern vom 20.12.2011 heißt es zum Thema Infraschall bei Windkraftanlagen (WKA) beispielsweise:

“Messungen zeigen, dass eine WKA nur einen Bruchteil des in der Umgebung messbaren Infraschalls erzeugt. Der Hauptanteil kommt vom Wind selbst und zwar unabhängig von der WKA. Schädliche Umwelteinwirkungen durch Infraschall von WKA konnten bisher nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen belegt werden. Bereits ab einem Abstand von 250 m von einer WKA sind im Allgemeinen keine erheblichen Belästigungen durch Infraschall mehr zu erwarten. In diesen Fällen ist keine weitere Prüfung zum Infraschall geboten.

Auch Infraschall unterliegt den Gesetzen der Akustik (VG Würzburg Urteil vom 7. Juni 2011, AZ W 4 K 10.754). Bei komplexen Einwirkungen, über die noch keine hinreichenden wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen, gebietet die staatliche Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 1 GG nicht, alle nur denkbaren Schutzmaßnahmen zu treffen. Deshalb ist der Verordnungsgeber nicht verpflichtet, Grenzwerte zum Schutz von Immissionen zu verschärfen (oder erstmals festzuschreiben), über deren gesundheitsschädliche Wirkungen keine verlässlichen wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen (BVerfG, Nichtannahmebeschluss vom 28. Februar 2002, AZ 1 BvR 1676/01).”

Im normalen Zusammenleben der Menschen würde man diese Ignoranz wahrscheinlich als unterlassene Hilfeleistung ahnden.

Ist der Bau von Windkraftanlagen erst einmal der Staatsraison unterworfen, werden die Aussichten für objektive, wissenschaftliche Untersuchungen schwieriger. Die Windkraft hat diesen Status nach dem schnellen Ausstieg aus der Kernenergie zweifellos erhalten. Oder, wie die BUND-Chefin Brigitte Dahlbender sagte: „Eine sofortige Energiewende ist alternativlos und sowohl umweltschonend als auch wirtschaftlich und sozialverträglich möglich.“ (Stuttgarter-Zeitung, 25.05.2012). Das Recht, ex cathedra zu verkünden und Entscheidungen als alternativlos darzustellen, ist in der katholischen Kirche nur dem Pabst vorbehalten, ansonsten den Diktaturen.

Entsprechen die Behauptungen dem aktuellen Erkenntnisstand?

Ausgerechnet Vertreter von BUND und Nabu, die aufklärend tätig sein wollen, bezeichneten die Bedenken von Wissenschaftlern gegen Windkraftanlagen wegen ihrer gesundheitsschädlichen Auswirkungen als „Argumente von vorgestern“. (siehe: “Brauchen wir Stromtrassen?“)

Auf welche offiziellen Untersuchungen unterstützen sich ihre Annahmen und die der Bundes- und Landesregierungen?

Sind Basis der deutschen Verwaltungsgerichte tatsächlich nur die beiden folgenden Studien?

Das Windturbinensyndrom

Wer das Pech hat, in der Nähe einer Windkraftanlage zu wohnen, muss mit Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Tinnitus, Ohrendruck, Benommenheit, Schwindel, Übelkeit, verschwommenem Sehvermögen, Herzrasen, Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Panikattacken und Zittern rechnen – und mit dem Spott der Windkraftbefürworter.

Edgar Gärtner weist in einem Artikel auf die Untersuchungsergebnisse der kalifornischen Medizinerin Nina Pierpont hin, die das Wind-Turbine-Syndrome (WTS), eine sensorische und neurologische Störung, die über das Vestibulärsystem vermittelt wird, auch bei weiter entfernten WKA-Anwohnern nachweisen konnte. Ihre Untersuchungen ergaben Hinweise auf ernste Störungen des vestibulären Organs im Innenohr, dem Gleichgewichtssinn, durch den von Windkraftanlagen erzeugten Infraschall als Ursache der oben geschilderten Symptome. (Nina Pierpont, Wind Turbine Syndrome – Bericht eines Natürlichen Experiments, Kurzdarstellung, deutsche Übersetzung, 2009) Der Symptomekomplex ähnele Symptomen, die durch vestibulare (Gleichgewichtsorgan im inneren Ohr) Dysfunktion verursacht werden. Der aufgezeigte Mechanismus sei eine Störung des Gefühls für Gleichgewicht und Position, hervorgerufen durch Lärm und/oder Vibration, besonders durch niederfrequente Komponenten von Lärm und Vibration.

Gleichgewichtsbezogene Signale der Nerven beeinflussen eine Vielzahl von Gehirnteilen, unter anderem räumliches Bewusstsein, räumliche Erinnerung, räumliches Lösen von Problemen, Angst, Beunruhigung, vegetative Funktionen (z.B. Übelkeit und Herzschlag), und aversives Lernen. Dies sieht Pierpont durch eine umfassende Prüfung neuerer medizinischer Literatur bestätigt.

Die Medizinerin kommt zu dem Ergebnis, dass eine sichere Entfernung mindestens 2 km (1.24 miles) angebracht ist. Sie hält weitere Forschung für nötig, um physische Ursachen und physiologische Mechanismen zu klären, um weitere Auswirkungen auf die Gesundheit von Personen, die in der Nähe von Windturbinen leben, zu erforschen, um festzustellen, wieviele Personen betroffen sind und um die Auswirkung auf bestimmte Populationsgruppen, insbesondere Kinder, zu untersuchen: “Staatliche Finanzierung und Moratorien sind angebracht.”

“Wind Turbine Syndrome gibt einer Reihe von Symptomen einen Namen und eine medizinische Beschreibung, Symptome, die ernst genug sind, um Leute aus ihrem Zuhause zu vertreiben, und legt medizinische Risikofaktoren für solche Symptome fest.” (ebda)

Wie ist es möglich, dass diese Warnungen von den Regierungen der Länder und der Bundesregierung, ebenso von den Umweltorganisationen und Parteien ignoriert, in den Wind geschrieben werden?

Wer hat Recht?

In der Heilkunde heißt es: “Wer heilt, hat recht”. Umgekehrt könnte man sagen: “Wer der Gesundheit schadet, hat unrecht”.

Warum gibt der BUND seine aufklärerische, kritische Position auf? Ist er, mit über 480.000 Mitgliedern und Unterstützern größte Umweltverband Deutschlands, argumentativ und politisch in eine Sackgasse geraten? Welche Rolle spielen Nabu und Bündnis90/Die Grünen bei der Neuaufteilung des ökologisch-industriellen Komplexes? Sind die nachweisbar gesundheitsschädigenden Auswirkungen durch Windkraftanlagen tatsächlich nur Kollateralschäden, die den “alternativlosen” Ausstieg aus der Kernenergie rechtfertigen und deshalb in Kauf zu nehmen sind? Was hätte diese Einstellung noch mit dem Versprechen zu tun, “einen wirkungsvollen Schutz des Lebens und der natürlichen Umwelt durchzusetzen” (Satzung BUND)?

Der BUND sagt, er vertrete “in einschlägigen Gesetzesvorhaben seine Ziele nachhaltig” und trete “mit allen publizistischen Möglichkeiten für die Gedanken des Umwelt- und Naturschutzes” ein. Er will die “Verbraucher über die umwelt- und gesundheitsrelevanten Auswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und Verhaltensweisen” aufklären und beraten.

Die Entscheidung über die zukünftige Stromversorgung eines gesamten Landes kann davon nicht ausgeschlossen sein! Sie ist eine politische Entscheidung, kein Dogma, das eine Auseinandersetzung über unterschiedliche Energiewandler verhindern darf.

Diese Dogmatisierung findet jedoch statt: Windenergie wird als “das wirksamste Werkzeug gegen die Atomenergie und die unkalkulierbaren Risiken und Folgekosten durch Radioaktivität, für heutige und kommende Generationen” bezeichnet. Diese Positionierung des BUND hat nichts mit Wissenschaft oder Aufklärung zu tun, sondern ist eine Verkündung, entstanden aus der Gemengelage von Politik und Lobbyisten der Energieindustrie.

Quellennachweise

Untersuchungen über Gesundheitsschäden durch Lärm:

Untersuchungen über Infraschall bei Windkrafträdern aus den USA:

  • Nina Pierpont, Wind Turbine Syndrome – Bericht eines Natürlichen Experiments, Kurzdarstellung, deutsche Übersetzung von Gail und Walter Mair, 20.12.2009
  • www.windturbinesyndrome.com/ßp=925

Untersuchungen über Infraschall bei Windkrafträdern aus Deutschland:

Weitere Informationen:

Initiativen:

Literatur:

Erstveröffentlichung: Juni 2012

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