Fidschi

Der “Klimawandel” hat seine Schuldigkeit getan, er kann bald gehen

Im Fachmagazin Nature Geoscience haben Klimaforscher eingestanden, dass sie mit ihren Computermodellen falsch lagen. Die Studie wurde von Klimawissenschaftlern aus acht Ländern verfasst. Die Mehrheit der Autoren ist maßgeblich beim Weltklimarat (IPCC) engagiert, zum Teil in führender Stellung. Das Eingeständnis wird Folgen für die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung haben, aber keine Folgen für die Klimapolitik.

Das Eingeständnis führender Klimaforscher

Im Fachmagazin Nature Geoscience haben Klimaforscher eingestanden, dass sie mit ihren   Computermodellen falsch lagen. Die Mehrheit der Autoren ist maßgeblich beim Weltklimarat (IPCC) engagiert, zum Teil in führender Stellung, berichtet die Weltwoche. Diese Forscher seien mitverantwortlich für die Alarme des IPCC vor einer angeblichen Klimakatastrophe. Nun aber seien sie zum Schluss gekommen, dass die Menschheit mehr CO2 ausstoßen darf, bis sich die Erde mutmaßlich um 1,5 Grad erwärmt hat: nicht ein Zehntel mehr, nicht ein Fünftel oder die Hälfte mehr – nein: fast viermal mehr.

Die Weltwoche sieht in der Studie ein “Geständnis, dass die sogenannten Klimaskeptiker recht hatten.” Es sei die Beichte, dass die Erderwärmung viel langsamer voranschreitet, als uns all die Warner, Mahner und Moralisten in Wissenschaft, Politik und Medien weismachen wollten.

Der Artikel ist nur für Weltwoche-Abonnenten zugänglich. EIFELON hat mit Genehmigung des Autors Alex Reichmuth den Artikel auf seiner Homepage veröffentlicht. Bitte lesen Sie den kompletten Artikel hier.

 

Der Klimawandel hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen

Führende Forscher geben in einer Studie (“Emission budgets and pathways consistent with
limiting warming to 1.5 ◦C”) zu, dass sich die Erde ­langsamer erwärmt als behauptet. Ihre Computer hatten falsche Prognosen ausgespuckt. Mit dieser Festellung gerät das gesamte Konstrukt eines menschengemachten Klimawandels in Frage. Ein Skandal, der Klimawissenschaftler, Politiker und Medien, die diese Hypothese propagiert haben, in Bedrängnis bringt. Das Umweltbundesamt (UBA) müsste sich bei allen klima-skeptischen Wissenschaftlern und Journalisten, besonders bei Michael Miersch und Dirk Maxeiner, entschuldigen. Jede seriöse Zeitung müsste eigentlich titeln: «Klimawandel weit weniger dramatisch als befürchtet!», schrieb Die Weltwoche aus der Schweiz.

Aber es herrscht Schweigen im Blätterwald. Schließlich steht die 23. UN-Klimakonferenz (COP 23) vom 6. bis 17. November in Bonn bevor. Rund 20.000 Teilnehmer aus aller Welt, Vertreter der Mitgliedsstaten, die auf Drängen Deutschlands das Klimaabkommen in Paris unterzeichnet haben, werden nicht wollen, dass man ihnen nachweist, auf einen Schwindel hereingefallen zu sein oder den Schwindel zum eigenen Vorteil nutzen zu wollen. Außerdem müssen die enormen Kosten des Events einschließlich der umweltschädlichen Flüge gerechtfertigt werden. Die Interessen der inzwischen mächtigen Öko-Industrie und deren Lobbyverbände sollen nicht in die Kritik geraten. Irrtümer bei den Klimadaten werden deshalb erst nach und nach eingeräumt, sofern sich der Klimaschwindel nicht mehr länger aufrecht erhalten lässt.

Auf die Klimadaten und die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel kann die Politik erst dann verzichten, wenn die Strukturen der anvisierten neuen Gesellschaftsordnung weit genug entwickelt sind. Im Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) sind die Grundlagen dieser neuen Gesellschaftsordnung und einer Politik manifestiert, die den „gestaltenden Staat“ mit dem “Klimaschutz” als Staatsziel im Rahmen einer “Transformation” und mit Hilfe eines “neuen Gesellschaftsvertrags” etablieren will.

Das Verschweigen von neuen Erkenntnissen oder deren Umdeutung zugunsten der Politik sichert den Ausbau der staatlichen Macht. Die Umweltministerin Barbara Hendricks jubelte 2015: “In Paris haben wir Geschichte geschrieben. Heute haben wir sie unumkehrbar gemacht. Das Pariser Klimaschutzabkommen wird definitiv im November in Kraft treten.” Die Eitelkeit von Politikern, die „größte zwischenstaatliche Konferenz“ auf deutschem Boden ausrichten zu können, hält die schwindende Glaubwürdigkeit noch für eine Weile unter Kontrolle. Dies verdankt sie den Medien, die, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine Debatten fördern, sondern den selbstgefälligen Jubel der Politiker und Falschinformationen ihrer Unterstützer an die Öffentlichkeit durchreichen.

 

Politik gegen das eigene Volk

Ein Blick über zerstörte Landschaften, die zum angeblichen Schutz des Klimas mit imer mehr Windkraftindustrieanlagen bestückt werden, genügt, um zu verstehen, dass die gegenwärtige Energiepolitik die Lebensqualität der Bevölkerung stark vermindert. Ohne die Ideologie vom Klimaschutz und der angeblich übergroßen Gefahr der Kernenergie, jetzt auch der Braunkohle, wäre dieser Zerstörungsprozess nicht möglich gewesen.

Nachteile und Risiken der Energiewende werden nicht erforscht, eine Übersicht über die zukünftig entstehenden finanziellen Belastungen gibt es nicht. Debatten über die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen zum Schutz des Klimas in Hinsicht auf den Klimawandel sind unerwünscht. Nicht einmal die absurde Vorstellung, das Klima ließe sich durch Menschenhand schützen, wurde infrage gestellt. Es waren und sind keine Wissenschaftler, sondern Politiker, die unter dem Vorwand des Klimaschutzes bestimmte politische und ökonomische Interessen durchsetzten und wissenschaftliche Erkenntnisse nach diesem Nutzen beurteilen.

Das UBA bediente sich 2013 eines ungewöhnlichen Mittels, um sich Kritiker der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel vom Halse zu schaffen. Die Journalisten Michael Miersch und Dirk Maxeiner wurden vom UBA namentlich in der Broschüre “Und sie erwärmt sich doch!” genannt und gerügt. Die meisten Medien lehnten diese Denunziation ab. Die beiden Journalisten fühlten sich durch die Bundesbehörde an den Pranger gestellt und verklagten das UBA. Das Verwaltungsgericht Halle stützte jedoch die Auffassung des UBA und erklärte die Klage der Journalisten als unbegründet. Ein Präzedenzfall, der Spuren in der öffentlichen Meinungsbildung hinterlassen hat.

Dem Umweltbundesamt ging es nicht allein um die beiden Journalisten. Die Speerspitze zielte gegen alle, die Zweifel an der Lehre vom menschengemachten Klimawandel hegen. In der Broschüre des UBA heißt es: “Schon lange warnt die Klimaforschung vor einer drohenden Klimaerwärmung, die für die – an die heutigen klimatischen Verhältnisse angepasste – menschliche Gesellschaft große Gefahren birgt. Im Gegensatz dazu gibt es einen Personenkreis, der die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht anerkennt, die sogenannten „Klimawandelskeptiker“ oder kurz „Klimaskeptiker“. Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig.”

Fach-Wissenschaftler haben der Auffassung vom menschengemachten Klimawandel stets widersprochen. Die angebliche Einigkeit ist nichts weiter als eine Fiktion. Aber sie wird, und das macht viele Menschen sprachlos, mit Hilfe der Medien trotzdem weiter verbreitet. Noch. Wenn der anthropogne Klimawandel seine Schuldigkeit getan haben wird, kann er gehen.

 

Quellen:

Foto: 5998679, Fidschi, pixabay

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Klimakatastrophe

Die Klima-Alarmisten sind ratlos – Klimakatastrophe ist abgesagt

Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, Weltklimarat) hat lange Jahre eine Erwärmung von 3,0°C pro CO2-Verdopplung angenommen (Klimasensitivität). Die jüngeren begutachteten Publikationen gehen stark in Richtung 2 Grad. Eine zunehmend große Anzahl von Fachpublikationen schätzt die Klimasensitivität auf heute deutlich unter 1°C.

 

Ab wann wird es gefährlich?

Der Wert der Klimasensitivität liegt nach Einschätzung des fünften Sachstandsberichts des IPCC wahrscheinlich zwischen 1,5 °C und 4,5°C. Ab 1,5°C bis 2°C werden vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) als gefährlich angenommen. Genaues weiß das PIK nicht.

 

Sind die Temperaturangaben überhaupt zuverlässig?

Selbst das IPCC räumt in seinem jüngsten Sachstandsbericht ein, dass es für die Erwärmungswirkung des anthropogenen CO2 wegen fehlender Übereinstimmung der angegebenen Werten keinen geeigneten Schätzwert gibt. (“No best estimate for equilibrium climate sensitivity can now be given because of a lack of agreement on values across assessed lines of evidence and studies.” (Sachstandsbericht, S. 16, Anm. 16)

Die Schätzungen der Temperaturen haben sich im Verlauf der Jahre stetig nach unten angepasst.

 

Eine Klimasensitivität unter 1°C ist ungefährlich

Eine zunehmend große Anzahl von Fachpublikationen, sagt Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, EIKE-Pressesprecher, schätze die Klimasensitivität auf heute deutlich unter 1°C.

Das heißt: Es besteht keine Gefahr einer Überhitzung der Erde und damit kein Grund für den Klima-Alarmismus. Man könnte ihn sofort beenden und nach vernünftigen Lösungen für unsere zukünftige Energieversorgung forschen. Aber ein Ende der Klima-Hysterie ist mit den derzeit an der Regierung beteiligten politischen Parteien, die sich mit der Klima-Lüge identifizieren, jedoch ausgeschlossen.

In einer möglichen Jamaika-Koalition (schwarz-gelb-grün) müsste sich die rational gegen das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) argumentierende FDP gegen die Grünen und die ergrünte CDU/CSU durchsetzen, damit die Regierung wieder mit den Füßen auf den Boden kommt. Das ist angesichts des erschreckend hohen Einflusses der Kirchen, der Nicht-Regierungsorganisationen, der Ökoindustrie und deren Lobbyisten im breiten Spektrum der Grünen nicht sehr wahrscheinlich.

 

Quellen:

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Die nächste Eiszeit kommt

The Coming Ice Age – 1978. Klimaexperten sind überzeugt, dass wir uns auf dem Weg in die nächste Eiszeit befinden.

“Climate experts believe the next ice age is on its way.” Hochgeladen bei Youtube von Popular Technology.net, Sprecher Leonard Nimoy, 1978

Globale Eiszeit

Wissenschaftler waren 1978 überzeugt, dass die nächste Eiszeit begonnen hatte. Bestätigt wurde diese Auffassung unter anderem 1981 durch James Hansen in “Science”, Fachzeitschrift der American Association for the Advancement of Science (AAAS). Ein zeitgleiches Zusammentreffen von CO2-Emissionen gebe es nicht, sagten Hansen et al. Von 1940 bis 1970 sei die Temperatur um 0,5 Grad Celsius gesunken, während es einen schnellen Anstieg der CO2-Emissionen gegeben habe.

JoNova (“Sceptical Science for dissident thinkers”) berichtet, dass im Jahr 2008 Peterson, Connolley und Fleck einen Artikel veröffentlichten, “Der Mythos der 1970er Jahre Global Cooling Scientific Consensus”, in dem die Autoren behaupteten, dass es von 1965 bis 1979 nur 7 Veröffentlichungen gegeben habe, die eine Abkühlung behandelten, 20 seien neutral gewesen und 44 seien von einer Erwärmung ausgegangen. Kenneth Richard habe in der gleichen Periode nicht 7, sondern 220 Veröffentlichungen gefunden und sie dokumentiert. Connolley habe Wikipedias Editierungsregeln missbraucht und bei 2000 anderen Wiki-Editoren, die anderer Meinung waren als er, insgesamt mehr als 5.000 Artikel mit seiner persönlichen Erwärmungsreligion und seinem grünen politischen Aktivismus geändert. Er habe offenbar die gleiche eklatante Verzerrung bei der Peer-Review-Literatur verwendet. Wiki habe ihm daraufhin seinen Admin-Status entzogen.

Jeder wisse es: Bevor die Hysterie wegen der globalen Erwärmung in den 1980er Jahren einsetzte, die Wissenschaftler viel mehr über die globale Abkühlung und die kommende Eiszeit in Sorgen waren, so lange, bis eine Clique von lügnerischer Klima-Alarmisten – darunter ein leitender Administrator bei NOAA, jetzt einen Präsidenten beim Verband World Meteorological – Wikipedia überfielen, ein verlogenes Papier veröffentlichten, die Geschichte neu schrieben und den Schrecken aus den 1970ern vor einer globalen Eiszeit als einen städtischen Mythos an die Wand malten.

NoTricksZone dokumentiert 285 Papiere aus den 1960er-80er Jahren, die die globale Abkühlung als wissenschaftlichen “Konsens” offenbaren.

 

Globale Erderwärmung: AGW – Anthropogenic Global Warming

In einem Kommentar zu dem Youtube-Video “The Coming Ice Age 1978” heißt es: “Ich studierte Physik und IT in den 1980er Jahren, und ich hatte einen guten Blick auf die AGW Vermutung, als sie zum ersten Mal veröffentlicht wurde. Ich wusste sofort, dass sie falsch war, weil sie so tat, als könne sie ein ultra komplexes System, das sie völlig unfähig waren zu beschreiben, vorhersagen! Ihre Super-Computer, damals waren es die wunderbaren Cray-1 XMP, die etwa 1/17 Rechenleistung meiner aktuellen Grafikkarte hatten. Ihr “Modell” war eine flache Erde, die ständig durch eine schwache statische Sonne beleuchtet war. Absolut alles in ihrem “Modell” hing von frei erfundenen Faktoren ab, das heißt, sie konnten Parameter frei einstellen, da sie nichts Realem entsprachen. Und das erlaubte ihnen, zu behaupteten, das Klima prognostizieren zu können. Lassen Sie mich den letzten IPCC-Bericht zitieren:

IPCC 14,2,2,2 von AR3 “In der Klimaforschung und Modellierung, sollten wir erkennen, dass wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben, und dass daher eine langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist.” (IPCC 14,2,2,2 of AR3 “In climate research and modelling, we should recognize that we are dealing with a coupled non-linear chaotic system, and therefore that long-term prediction of future climate states is not possible”)

Im Jahr 1978 erläuterte Leonard Nimoy (Spock) den Schrecken der kommenden globalen Abkühlung, im Jahr 2014 legte Leonardo DiCaprio den Schrecken der kommenden globalen Erwärmung dar. Dazu bemerkt ein Leser: “Hollywood-Stars waren stets bemüht, ihren Namen irgendeiner “guten Sache” zu verleihen, für ihren Ruhm und um den Eindruck zu erwecken, etwas “Gutes zu tun”, so dass sie sich nicht so verdammt nutzlos und überbezahlt fühlten. Ich frage mich, ob wirklich jemand denkt, dass das, was ein Schauspieler sagt, in irgendeiner Weise relevant ist.”

Hätte der Präsident der USA, Barack Obama, nicht am 16. Mai 2013 getwittert “Ninety-seven percent of scientist say global warming is mainly man-made”, wäre die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel und der Erderwärmung vielleicht als ein wissenschaftlicher Irrtum, und nicht als eine politische Lüge, ausgehend von den USA, in die Geschichte eingegangen.

 


Ruhrkultour Leseempfehlung:

laframboise_

Ein IPCC-Exposé.
“Der sogenannte Weltklimarat IPCC genießt noch immer großes Ansehen. Der Bevölkerung wird erklärt, dessen Veröffentlichungen entsprächen höchsten wissenschaftlichen Standards, da sie von den besten Fachleuten der Welt erstellt würden. Dieses Buch zeigt, dass das keineswegs der Fall und das IPCC überhaupt nicht gewillt ist, gravierende Mißstände abzustellen. Das Gremium ähnelt darin eher einem unerziehbaren Jugendstraftäter, als einer echten Wissenschaftsinstitution.”

Die kanadische Journalistin und Bloggerin Donna Laframboise befasste sich über Jahre mit der Arbeitsweise des IPCC und koordinierte 2010 eine akribische Untersuchung aller 18.531 Quellen des 4. IPCC-Sachstandsberichts. Sie gilt daher als eine der weltweit besten Kennerinnen des IPCC.

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Klimaspiele in Paris, 2015

Absurdes Klimatheater.

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Der japanische Klimasatellit “Ibuku”

Seit Januar 2009 wird die Konzentration der wichtigsten Treibhausgase auch vom Weltraum aus überwacht. Zuständig ist der japanische Satellit Ibuku, der erste, der die Treibhausgase an 56.000 Messpunkten der gesamten Erde bestimmt. Vor seinem Start im Januar 2009 lagen lediglich Daten zu 200 Punkten der Erde vor, die sich hauptsächlich in entwickelten Ländern befanden. Der Satellit ermittelte erstmals auch die Methan- und Kohlendioxidkonzentrationen in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Die Vereinten Nationen waren zunächst sehr zuversichtlich, auf diese Weise Klimasünder aus dem All auf frischer Tat zu ertappen, wenn sie gegen Umweltverträge wie das Kioto-Protokoll verstießen. Bereits Anfang 2010 wurde jedoch bekannt, dass der japanische Klimasatellit hohe Konzentrationen von Methan vor allem in der Nähe von Kohleminen und Gas-Pipelines in China, Indien und anderen aufstrebenden Wirtschaftsländern ermittelt hat. Zur allgemeinen Überraschung zeigt sich, dass die Industrieländer wie z.B. Australien, Kanada, Argentinien, Brasilien oder Schweden weniger CO2 emittieren, als durch ihre Vegetation und Oberfläche absorbiert wird.

Vor dem Hintergrund der Ibuku-Daten dürften z.B. Argentinien, Australien, Brasilien, Kanada usw. an Indien, China, USA und die meisten Entwicklungsländer (Abfackeln von Regenwälder und schädlicher Hausbrand-daher viel CO2) eine dicke Kompensationsrechnung schicken. Frankreich könnte Klima-Reparationen von Indien fordern oder Großbritannien Reparationen von der Republik Kongo.

Die Ibuku-Mission war auf fünf Jahre angelegt; die Ergebnisse liegen vor.
Auch die NASA hatte einen Messsatelliten im Einsatz, der auch CO2 Emissionen und Absorbtionen ermitteln sollte. Die Ergebnisse sollen aber noch nicht bekannt gegeben werden, sie werden auf der Klimakonferenz Ende November 2015 keine Rolle spielen. Passen die Ergebnisse nicht zur Klimaideologie?

Eine Einigung wird es in Paris mit größter Wahrscheinlichkeit nicht geben: Beim Geld hört die Klima-Harmonie auf. Nur die Reiselust ist ungebrochen: 10.000 Plätze für offizielle Delegationen von 194 Mitgliedstaaten, 3000 Plätze für Medienleute, 7000 weitere Plätze für Aktivisten von Nichtregierungsorganisationen (Umwelt- und Entwicklungshilfegruppen, Gewerkschaften, Wirtschaft usw.). Und die Austragungsorte der nächsten Klimaspiele stehen auch bereits fest.

Quellen:

► http://www.3sat.de/mediathek/?display=1&mode=play&obj=17140
► http://www.taz.de/!5169176/
► http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/die-rache-der-klima-reparationen/

 

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Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 2

Ein Gespenst geht um auf dem Globus – doch diesmal nicht das Gespenst des Kommunismus, sondern das Gespenst des Endes der menschlichen Zivilisation durch eine angeblich selbst verschuldete Klimakatastrophe aufgrund der Verbrennung fossiler Rohstoffe. Schon vor dem Aufstieg der Kommunisten sahen nüchtern denkende Zeitgenossen voraus, dass deren Visionen wegen grotesker Verkennung wirtschaftlicher Gesetzmäßigkeiten und einer verzerrten Wahrnehmung der menschlichen Natur scheitern mussten. Genauso kann man auch heute schon feststellen, dass die Ignoranz der Propheten der Klimakatastrophe gegenüber grundlegenden Fakten der Klimaentwicklung zwangsläufig in einer Katastrophe münden wird. Stattdessen werden diese Realisten jedoch als „Leugner“ diffamiert und politisch, medial sowie beruflich diskriminiert und verfolgt.

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Massengrab: Kalksteine bestehen aus den Überresten fossiler Lebewesen. In diesen ungeheuerlichen Massengräbern findet sich auch der größte Teil allen CO2‘s, das einstmals in unserer Atmosphäre vorhanden war.

Wer der Bevölkerung einreden will, dass der aktuell feststellbare leichte Anstieg des Spurengases CO2 in der Atmosphäre unsere Existenz bedroht [SCHE], muss dafür sorgen, dass bei der Darstellung der Realität einige unbequeme Wahrheiten über die Erdgeschichte und die Entwicklung des Lebens verschwiegen werden. Das fällt vergleichsweise leicht, weil es sich um Entwicklungen handelt, die sich über sehr lange Zeiträume von hunderten Millionen Jahre erstrecken, weshalb sich nur wenige Spezialisten überhaupt beruflich mit dem Thema beschäftigen. Die breite Mehrheit der Bevölkerung kommt mit diesen Zusammenhängen höchstens beim Konsum von Filmen wie „Jurassic Park“ oder beim Ausführen des quengeligen Nachwuchses an verregneten Sonntagen ins Museum in Berührung. Deshalb fällt es den Vertretern der Theorie von der durch Verbrennen fossiler Rohstoffe verursachten „Klimakatastrophe“ auch so leicht, der Öffentlichkeit verzerrte und unvollständige Abbildungen der Realität zu präsentieren, um damit ihre Theorien zu „beweisen“. Ihre Kernaussage ist die Behauptung, bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas werde die Atmosphäre auf mehr oder weniger „ewige“ Zeiten durch CO2-Emissionen „vermüllt“.

Bild 1. Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs. Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd. Tonnen Kohlenstoff (Gt. C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt. Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Bild 1. Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs.

Eines der bekanntesten Beispiele für ihre Sicht der Dinge zeigt Bild 1, das auf einen Bericht des „Uno-Klimarats“ IPCC zurückgeht und in etlichen Varianten in allen möglichen offiziellen und inoffiziellen Dokumenten und Unterrichtsmaterialen zu finden ist. Es soll zeigen, wie und wo sich das CO2 bzw. der Kohlenstoff auf der Erde befindet bzw. verteilt und in welchen Reservoiren er gespeichert oder auch wieder zurückgeführt wird.

Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd. Tonnen Kohlenstoff (Gt. C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt. Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Um die Dimensionen des mit diesem Bild begangenen Betrugs besser erkennbar zu machen, wurde mit den entsprechenden Zahlen ein Tortendiagramm erstellt, Bild 2.

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Bild 2

Zur besseren Verdeutlichung der mit Bild 1 bezweckten Manipulation werden die wesentlichen dort aufgeführten Reservoire in einem Tortendiagramm mit Detailvergrößerung dargestellt. Im Meerwasser ist interessanterweise erheblich mehr CO2 enthalten als in sämtlichen fossilen Rohstoffen zusammen (Daten aus Bild 1)

 

Die Unterschlagung der wahren Verhältnisse – Beispiel Kerogen

Wenn man sich Bild 2 genauer ansieht, so fällt zunächst auf, dass es ein deutliches Missverhältnis zwischen den Mengen an fossilen Rohstoffen einerseits und den Zahlenangaben zu Meeressedimenten und Meereslebewesen (Biota) gibt. Fachleuten dürfte dies sofort auffallen, schließlich sind Erdöl und Erdgas ja aus ebensolchen Sedimenten entstanden, in denen Meereslebewesen luftdicht eingeschlossen wurden. Solche Sedimente wurden über Milliarden Jahre hinweg gebildet, aus ihnen sind mächtige Gesteinsschichten entstanden, die weltweit auf allen Kontinenten in zuweilen kilometerdicken Lagen das Bild unserer Landschaften prägen. Hierzu gehören unter anderem alle möglichen Arten von Sandsteinen und Schiefern, in denen sich immer wieder auch Abdrücke und Versteinerungen maritimer Lebewesen finden.

Und jetzt kommen wir schon zur ersten großen Unterschlagung: In solchen Gesteinen finden sich auch die sogenannten Kerogene, das sind meist feinverteilte Überreste von fossilen Tieren und Pflanzen, aus denen sich in der Tiefe durch Druck und Temperatur Vorstufen von Kohle, Erdöl und Erdgas bilden [GEOD, W312].

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Bild 3. Allein die Menge des in Kerogenen abgespeicherten Kohlenstoffs ist rund 320 Mal so groß wie das gesamte Kohlenstoffinventar von Ozeanen, Böden, Pflanzen, Atmosphäre und fossilen Rohstoffen [WICC]

In der breiten Öffentlichkeit ist diese Tatsache nahezu unbekannt, obwohl diese Vorkommen mit einem Kohlenstoffinhalt von 15 Billiarden Tonnen so gigantisch sind, dass sie alle in Bild 2 aufgeführten Mengen geradezu winzig erscheinen lassen, wie Bild 3 zeigt. Zu diesen Vorkommen zählen auch die sogenannten Teersande, aus denen u.a. in Kanada große Mengen Erdöl gewonnen werden. Die biologischen und geologischen Abläufe, die zur Akkumulation dieser ungeheuren Menge an fest gebundenem Kohlenstoff geführt haben, sind auch heute noch aktiv. Im Weltbild des IPCC und der Klimawarner werden sie jedoch schlicht ignoriert und damit unterschlagen.

Die Unterschlagung der wahren Verhältnisse – Beispiel Kalk

Doch selbst mit Einbeziehung des Kerogens sind die wahren Größenverhältnisse der natürlichen Kohlenstoffspeicher auf unserer Erde nicht einmal näherungsweise korrekt dargestellt. Denn die mit weitem Abstand größten aller Kohlenstoffreservoire sind kalkhaltige Gesteine [KALK, MIAT, W311], wozu nicht nur reine Kalksteine und Dolomite, sondern darüber hinaus auch kalkhaltige Mischgesteine wie Kalksandsteine, Schiefer und Konglomerate wie z.B. Nagelfluh gehören. Die Menge des in diesen Gesteinen nahezu für die Ewigkeit abgespeicherten Kohlenstoffs wird auf rund 100 Billiarden Tonnen geschätzt [MOOR]. Die entsprechenden Mengenverhältnisse zeigt Bild 4.

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Bild 4. Die wahren Verhältnisse bezüglich der Verteilung von Kohlenstoff zwischen den verschiedenen Reservoirs und Senken [WICC, MOOR]

Beim Blick auf Bild 4 muss man sich folgendes vor Augen halten: Der weitaus meiste Kohlenstoff, der in fossilen Rohstoffen, aber auch in Kerogen und Kalk gebunden ist, ist biologischen Ursprungs. Es handelt sich dabei um Überreste ehemaliger Tiere und Pflanzen. Diese ganze gigantische Menge Kohlenstoff war demnach einstmals in unserer Atmosphäre und wurde vom Leben selbst zu Verbindungen umgewandelt, die nicht mehr auf normalem Wege in die biologischen Kreisläufe zurückrückgeführt werden konnten. Die heute noch in der Atmosphäre verbleibenden Kohlenstoffspuren repräsentieren nur noch etwa 6,5 Millionstel der Mengen, die dem Leben früherer Zeiten einst in Form bequem durch Pflanzen per Fotosynthese umwandelbaren CO2 für den Aufbau von Biomasse zur Verfügung standen. Auch die Mengen, welche in Form fossiler Rohstoffe in der Erde abgespeichert wurden, sind mit lediglich 35 ppm der Ursprungsmenge geradezu erbärmlich gering. Im Verhältnis zum Kerogen, dem Ausgangsmaterial, aus dem die meisten fossilen Rohstoffe entstanden sind, machen sie nur etwa 0,027 % bzw. 0,27 Promille aus.

Würde man die gesamte in Form von Kalk und Kerogen weggesperrte Menge an Kohlenstoff wieder in das ursprüngliche CO2 umwandeln, so hätten wir eine Atmosphäre aus nahezu reinem CO2, die allerdings einen Druck von 60 bar aufweisen würde. Das entspricht dem Druck in 600 m Wassertiefe.

Natürlich befand sich diese unglaubliche CO2-Menge zu keiner Zeit in den letzten 600 Mio. Jahren auch nur annähernd komplett in unserer Atmosphäre. Ganz im Gegenteil, das CO2 muss nach und nach aus vulkanischen und tektonischen Quellen aus dem Erdinneren nach oben geströmt sein. Die heutigen CO2-Friedhöfe Kalk und Kerogen sind das Resultat gigantischer Kreisläufe, über welche die lebendige Natur das ständig in die Atmosphäre hinzuströmende CO2 in Form chemisch sehr stabiler Verbindungen „entsorgte“. Die heutige „Klimawissenschaft“ versucht, diese Abläufe totzuschweigen und zu ignorieren. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

 

Im Teufelskreis der Dekarbonisierung

Aus den hier vorgestellten Tatsachen erkennt man auch, dass diese Kreisläufe in Schieflage geraten sind, weil nach und nach immer weniger CO2 nachgeliefert wurde, als auf biologischem Wege dauerhaft entfernt wurde. Deshalb ist die Atmosphäre im Laufe der Jahrmillionen nach und nach an CO2 verarmt, Bild 5.

Abb_05

Bild 5. Verlauf des CO2-Gehalts im Verlauf der letzten 550 Millionen Jahre im Verhältnis zum vorindustriellen Niveau von rund 300 ppm (RCO2 = Vielfaches des vorindustriellen Wertes von 300 ppm) (Bild: [CALU])

Allerdings verlief diese Entwicklung im Verlauf der Erdgeschichte alles andere als linear. Über die Hintergründe für die Abnahme und Zunahme vor allem im Zeitbereich zwischen 450 und 220 Mio. Jahre vor unserer Zeit sollen hier keine Mutmaßungen angestellt werden. Man kann jedoch vermuten, dass hierbei z.T. katastrophale vulkanische Ereignisse wie diejenigen bei der Bildung des Sibirischen Trapp eine Rolle spielten. Hierbei entstanden vor etwa 250 Mio. Jahren im Verlauf von Ausbrüchen, die sich über rund 1 Mio. Jahre hinzogen, Basaltschichten mit einer Fläche von rund etwa 2 Mio. Quadratkilometern und einer Mächtigkeit von bis zu 6 km.

Vor etwa 230 Mio. Jahren verstetigten sich die Zu- und Abflüsse von CO2 aus der Atmosphäre, dass die Entwicklung durch eine Ausgleichgerade beschrieben werden kann, Bild 6.

Abb_06

Bild 6. Vor etwa 230 Mio. Jahre begann eine Periode, in der die Abnahme des CO2-Gehalts in der Atmosphäre vergleichsweise stetig verlief. Die entsprechenden Daten wurden aus Bild 5 entnommen.

Seither sank der CO2-Gehalt der Atmosphäre von etwa 1.500 ppm auf Werte, die teilweise nur noch bei 200 ppm lagen. Damit ist inzwischen ein Verarmungszustand erreicht, der gefährlich nahe an den ca. 150 ppm liegt, welche Pflanzen für ihr Überleben mindestens benötigen. Und mit den Pflanzen würden auch die Tiere sterben, weil die Grundlage ihrer Nahrungskette zerstört würde.
Die Pflanzenwelt ist bereits im CO2-Mangelmodus

Vor ungefähr 30 Mio. Jahren – als der CO2-Pegel in der Atmosphäre auf weniger als 400 ppm abgesunken war – reagierte die Natur auf die sich unerbittlich verschärfende CO2-Verknappung, indem sich neue Pflanzentypen mit einem effizienteren System der Photosynthese entwickelten. Diese sogenannten C4-Pflanzen kommen im Unterschied zu den früher vorherrschenden C3-Pflanzen mit niedrigeren CO2-Gehalten und trockenerem Klima besser zurecht [WIC4]. Dessen ungeachtet muss man ihr Auftauchen im Prinzip als Warnsignal werten, als eine Notmaßnahme, mit deren Hilfe die Natur versucht, sich an eine ständig schlechter werdende Versorgungslage anzupassen. Angesichts dieser leicht zu überprüfenden Fakten mutet es schon ziemlich seltsam an, wenn selbsternannte Klimapäpste vor einer „Gefährdung des Planeten“ warnen, wenn doch in Wirklichkeit die eklatante Mangelsituation bezüglich der Verfügbarkeit des lebenswichtigen CO2 durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe kurzfristig etwas gelindert wird. Selbst wenn man die gesamten fossilen Ressourcen das Planeten gewinnen und sofort verfeuern würde, reichte dies lediglich dazu aus, den CO2-Pegel der Atmosphäre wieder auf knapp 2.000 ppm anzuheben, immer noch um den Faktor 3-3,5 unterhalb des Maximums vor rund 550 Mio. Jahren. Zudem ist diese Annahme angesichts von Kohle-Vorräten, die bei derzeitigem Verbrauch noch gut 200 Jahre reichen dürften [COAL], als unrealistisch einzustufen.
Was umgeht, ist das Gespenst der Dekarboniserung

Zurück zum Titel und der Analogie zum Kommunismus, der als Heilslehre daherkommt und bisher jedesmal in die Hölle führte. Auch die Propheten der angeblichen Klimakatastrophe behaupten, sie müssten die Menschheit, ja sogar den ganzen Planeten retten. Und ebenso wie beim Kommunismus zeigt schon ein kurzer Blick auf grundlegende Zusammenhänge nebst einer Portion gesunden Menschenverstandes, dass man das derzeitige Alarmgeschrei samt der damit verknüpften Forderungen nach einer quasi-Aufgabe der westlichen Zivilisation durch „Dekarbonisierung“ mit Fug und Recht als übertrieben und sogar gefährlich einstufen kann. Die wahre Gefahr für die Menschheit geht nicht vom CO2 aus, sondern von zahllosen wohlmeinenden Zeitgenossen, die sich nicht die Mühe gemacht haben, die erdgeschichtlichen Fakten richtig zu recherchieren, sondern mit großem Eifer daran arbeiten, unsere technische Zivilisation wegen pseudowissenschaftlicher Halbwahrheiten zugrunde zu richten. Von einem moderaten Zuwachs des CO2-Gehalts in der Atmosphäre geht jedenfalls keine Gefahr aus. Was die Verfügbarkeit fossiler Rohstoffressourcen angeht, so sollte man sich vor Panik hüten, wie das derzeitige Überangebot auf den Märkten zeigt. Wenn es jedoch eines gibt, was auch heute schon mit ziemlicher Sicherheit vorhergesagt werden kann, dann ist es folgendes: Mit den heutigen Technologien zur Energiegewinnung aus Wind und Sonne werden sich die künftigen Energieprobleme der Menschheit wohl kaum lösen lassen [VERS].

 

Fred F. Mueller

Siehe auch: Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 1

Quellen:

[CALU] Berger, W. H.: Carbon Dioxide through Geologic Time, earthguide.ucsd.edu/virtualmuseum/climatechange2/07_1.shtml abgerufen 21.4.2013

[COAL] www.worldcoal.org/sites/default/files/wci_report_R2_GER_0.pdf

[GEOD] www.geodz.com/deu/d/Kerogen abgerufen am 24.4.2013

[KALK] Kalk – ein Rohstoff aus Schalen und Knochen, www.kalk.de/index.php abgerufen am 20.4.2013

[KOKR] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus#/media/File:Carbon_cycle-cute_diagram-german.png

[MIAT] Kalkgesteine, Mineralienatlas, https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine abgerufen am 26.9.2015

[MOOR] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/greenpeace-gruender-haelt-eine-grosse-rede-und-lobt-kohlendioxid/

[SCHE] goo.gl/C804V

[VERS] www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/wind-und-solar-nichts-als-vergeudung-von-energie-und-ressourcen/

[WICC] Kohlenstoffzyklus, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus abgerufen 21.4.2013

[W311] Kalkstein, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kalkstein  abgerufen am 21.4.2013

[W312] Kerogen, Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Kerogen abgerufen am 24.4.2013

[WIC4] https://de.wikipedia.org/wiki/C4-Pflanze

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Die große Dekarbonisierungslüge – Teil 1

Halbwahrheiten und Unterschlagungen

Derzeit befindet sich die Welt mal wieder im Klimarettungsfieber. Befeuert von der Angst vor dem „Klimawandel“ predigen die G7, die EU, der Papst, Merkel und Präsident Obama die nahezu vollständige Enthaltsamkeit von Kohle, Erdöl und Erdgas. Damit wollen sie die dem Globus angeblich drohende Überhitzung aufgrund zunehmender CO2-Gehalte in der Atmosphäre abwenden. Inzwischen haben auch die Medien und die bekannten NGO’s von Greenpeace über WWF bis Avaaz auf Kampfmodus geschaltet und überfluten die Menschheit mit Horrormeldungen über drohende Katastrophen. Ziel ist es, bis zur UNO-Klimakonferenz in Paris genügend medialen und politischen Druck aufzubauen, damit dort ein möglichst weltumspannender „Klimavertrag zur Dekarbonisierung der Gesellschaft“ beschlossen werde. Dabei zeigen die Fakten, dass dem Ganzen in Wirklichkeit ein Betrug geradezu gigantischen Ausmaßes zugrunde liegt.

 

In den Kalkgesteinen der Erde stecken zwischen 60 und 100 Billiarden Tonnen Kohlenstoff [MOOR]. Entstanden sind sie überwiegend durch die Umwandlung von atmosphärischem CO2 zu Kalkschalen und Skeletten von Meerestieren

Abb01

Bild 1: Nach Auffassung der Klimawandel-Anhänger hat erst die industrielle Revolution einen dramatischen Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht (Grafik: Global Warming Art, Creative Commons)

Die Wissenschaft, so behaupten es die Vertreter der Theorie vom menschengemachten Klimawandel (Anthropogenous Global Warming, AGW), sei sich in der Frage des Klimawandels weitgehend einig: Der Mensch sei dabei, das Klima in katastrophaler Weise zu destabilisieren. Die Anhänger dieser oft mit quasireligiösem Eifer verfochtenen Lehre sehen als Hauptursache hierfür die Verbrennung fossiler Rohstoffe, welche das als „Treibhausgas“ bezeichnete CO2 freisetzt [WICC, WICO]. Dadurch werde der eigentlich stabile CO2-Kreislauf unseres Planeten in nahezu irreparabler Weise gestört.

Im Wesentlichen wird von Seiten der Klimaalarmisten behauptet, dass sich die Freisetzung von CO2 aus organischer Materie und seine erneute Bindung durch Fotosynthese seit hunderttausenden von Jahren mehr oder weniger im Gleichgewicht befanden, Bild 1.

Abb02

Bild 2: Die inzwischen diskreditierte „Hockeystick-Kurve“: Rekonstruierte Temperatur (blau) und Thermometerdaten (rot), die Fehlergrenzen sind in grau gezeigt (Grafik: Michael E. Mann, Raymond S. Bradley und Malcolm K. Hughes, IPCC/ Wikimedia Creative Commons)

Diese Balance werde erst jetzt durch den vom Menschen verursachten CO2-Anstieg gefährdet. Besonders pointiert formuliert dies Prof. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), der als Warner vor der sogenannten Klimakatastrophe zum Medienliebling avancierte. In einem Focus-Artikel sagte er: „Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre war jahrtausendelang praktisch konstant und steigt erst an, seit wir dem System riesige Mengen an zusätzlichem Kohlenstoff aus fossilen Lagerstätten zuführen [FORA]“. Bei den vom Menschen verursachten Emissionen handele es sich um Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid, die dem eigentlich stabilen Kohlenstoffkreislauf netto hinzugefügt würden. Ähnliche Auffassungen vertreten auch zahlreiche weitere Klimaforscher, so auch der bekannte Klimakatastrophen-Apologet Michael E. Mann mit seiner „Hockeystick-Kurve“ (Bild 2) [IP31]. Am drastischsten aber formulierte es der US-Politiker Al Gore anlässlich der Auszeichnung mit dem Nobelpreis: „Wir Menschen haben es mit einem globalen Notfall zu tun. Die Erde hat jetzt Fieber. Und das Fieber steigt“ [FOAL]. Am Rande sei übrigens vermerkt, dass Gore bei seinen diesbezüglichen Aktivitäten ein Vermögen von geschätzt mehr als 100 Mio. US-$ ansammeln konnte.

Zweifel sind angebracht

Abb03

Bild 3: Theoretisch aufgrund der kumulierten menschlichen Emissionen [CDIA] zu erwartender CO2-Anstieg seit 1751 (rot) sowie Messwerte von Eisbohrkernen sowie vom Mauna Loa [CDIA,CDI2, NOAA] (grün)

Zum Leidwesen der Klimakatastrophen-Prediger stimmt ihre Theorie mit den leicht nachprüfbaren Fakten nicht so richtig überein. Erste Zweifel sollten aufkommen, wenn man die Entwicklung der nach heutigem Stand der Klimaforschung bestimmten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre [NOAA] mit den gut dokumentierten Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe [CDIA] in den letzten ca. 260 Jahren im gleichen Diagramm aufträgt, Bild 3.

Die Berechnung der theoretisch zu erwartenden Zunahme des CO2-Gehalts aufgrund der seit 1751 durch Verbrennung fossiler Rohstoffe akkumulierten CO2-Emissionen führt zu einem Wert von 383 Mrd. t Kohlenstoffäquivalent (bei dieser Berechnungsart wird nur der reine Kohlenstoffanteil im CO2 gewertet), was 189 ppm CO2-Zunahme entspricht (1 Mrd. t = 1 Gt (Gigatonne)). Ausgehend von dem behaupteten vorindustriellen CO2-Pegel von ca. 280 ppm und einem Anstieg von etwas weniger als 0,5 ppm pro Mrd. t zusätzlich eingebrachten C-Äquivalents müsste der CO2-Gehalt der Atmosphäre daher inzwischen bereits auf rund 469 ppm angestiegen sein. Die Diskrepanzen zum gemessenen CO2-Anstieg der Atmosphäre auf derzeit 400 ppm sind zudem nicht nur quantitativ. Auch die völlig unterschiedliche Charakteristik der Kurven fällt sofort ins Auge. So simpel, wie es uns die Klimaalarmisten einreden wollen, sind die Zusammenhänge also offensichtlich nicht.

Die Sache mit den Reservoirs

Abb04

Bild 4: Diagramm des Kohlenstoffkreislaufs. Schwarze Zahlen: Inhalt der verschiedenen Reservoire in Mrd Tonnen Kohlenstoff (Gt C), blaue Zahlen: Austausch von Kohlenstoff in Gt Tonnen Kohlenstoff/ Jahr (Quelle: Wikipedia, [KOKR])

Die in Bild 3 verdeutlichte Diskrepanz ist natürlich auch den AGW-Vertretern bekannt. Also musste man sich mit der Tatsache beschäftigen, dass CO2 nicht nur in der Atmosphäre vorkommt und es auf der Erde schon seit jeher natürliche Kreisläufe gibt, welche CO2 zwischen verschiedenen Speicherorten hin- und hertransportieren und dabei auch zu anderen Verbindungen wie pflanzlichem oder tierischem Gewebe umsetzen. Hinzu kommen noch die Zerfallsprodukte nach dem Tod dieser Lebewesen in Form von z.B. Böden, Humus oder Torf.
Die wichtigste Reaktion zur Entfernung des CO2 aus der Atmosphäre ist aus Sicht des IPCC (International Panel on Climate Change der UN bzw. „Uno-Klimarat“) die Fotosynthese der Pflanzen. Mit ihrer Hilfe spalten Grünpflanzen CO2 aus der Luft in Kohlenstoff und Sauerstoff auf. Den Kohlenstoff bauen sie in ihr Gewebe ein, während ein Teil des Sauerstoffs an die Atmosphäre abgegeben wird. Über die Nahrungskette hinweg dienen sowohl der Kohlenstoff als auch der Sauerstoff als Grundstoffe des Lebens. Da ein gewisser Anteil von Lebewesen nach dem Tod nicht sofort verwest, sondern zumindest teilweise im Erdboden eingeschlossen wird, enthalten auch die Böden Kohlenstoff. Als stellvertretend für die Modellvorstellungen, die der Öffentlichkeit hierzu präsentiert werden, kann die bei Wikipedia gezeigte Grafik angeführt werden, Bild 4.

Die Märchenstunde der Klimaalarmisten…

Abb05

Bild 5: Eine von AGW-Vertretern gern verwendete Grafik zur Darstellung der angeblichen Ozeanversauerung durch CO2. Die gebildete Säure H2CO3 soll Muscheln, Korallen etc. daran hindern, gesunde Kalkschalen auszubilden (Quelle: [OZEA])

Bild 4, das in verschiedensten Varianten in zahlreichen AGW-Veröffentlichungen weite Verbreitung gefunden hat, beinhaltet mehrere grundsätzliche Falschinformationen. Diese sollen die These stützen, dass die Zunahme des CO2-Gehalts der Atmosphäre nahezu ausschließlich auf menschliche Einwirkung zurückzuführen ist und dass das CO2 dort auch auf sehr lange Zeit verbleiben soll, weil nur sehr wenig dauerhaft entfernt werde. Als Ursache des CO2-Anstiegs werden neben der Verbrennung fossiler Rohstoffe noch die Zementherstellung und die Abholzung von Wäldern aufgeführt.
Sieht man sich die Zahlen des Bildes 4 genauer an, so fällt zunächst auf, dass eine wesentliche natürliche Quelle von CO2-Emissionen komplett weggelassen wurde: Der Vulkanismus. Im Weltbild der Klimawarner spielt er eine so unbedeutende Rolle, dass man ihn hier schlicht unterschlagen hat. Dieses Vorgehen ist grob unwissenschaftlich. Hierauf wird in einer weiteren Folge dieses Artikels noch näher eingegangen.
Eine weitere bewusste Falschinformation betrifft die Darstellung des CO2-Austauschs sowohl mit den Ozeanen als auch innerhalb dieser selbst. Die intelligenteren unter den AGW-Vertretern wissen, dass sie hier schummeln, aber sie sind dazu gezwungen, weil man das „Verschwinden“ von rund 55 % der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen aus der Atmosphäre nicht mit den Austauschvorgängen mit den Pflanzen und den Böden an Land erklären kann. Deshalb wird verkündet, dass der Rest vom Ozean aufgenommen wird. Da sich dabei z.T. H2CO3 (Kohlensäure) bildet, würden die Meere „versauern“ [KIES], Bild 5.

In Bild 4 wird diesem „Verschwinden“ dadurch Rechnung getragen, dass man behauptet, dass 92 Gt C als CO2 vom Ozean aufgenommen werden, während das Meer lediglich 90 Gt C wieder abgibt. Ansonsten werden Kreisläufe innerhalb verschiedener Schichten des Ozeans dargestellt, welche das CO2 im Wesentlichen nur hin und her bewegen. Von den aufgenommenen 2 Gt C landen nach dieser Darstellung lediglich 0,2 Gt nach dem Absterben und Absinken der entsprechenden Lebewesen endgültig als Sediment am Meeresboden, ein auffälliger Unterschied zu den 121,3 Gt C, welche an Land jedes Jahr durch Pflanzen aufgenommen und teils in lebender Biomasse, teils im Boden abgespeichert werden.
Als „Präzisierung“ für die 0,2 Gt C, welche nach Bild 4 am Meeresboden verbleiben, werden vor allem Kieselalgen genannt, weil diese aufgrund des Gewichts ihrer Schalen schnell absinken würden [KIES]. Mit dieser Erläuterung wird das Thema Kalkschalenbildung elegant umgangen und somit verschwiegen. Urheber dieser Irreführung ist ausgerechnet „Wissenschaft im Dialog“, eine gemeinnützige GmbH, hinter der alle großen deutschen Wissenschaftsorganisationen stehen. Ein Musterbeispiel für einen „Konsens der Wissenschaft“ im Interesse des Klimaalarmismus.
Vor allem mit dieser vorgeblich geringen Abspeicherungsrate von CO2 im Meeressediment wird die behauptete lange Verweildauer von CO2 in der Erdatmosphäre begründet [DEEP]). Der Rest der Jahr für Jahr aufgenommenen 2 Gt – also 1,8 Gt C – werde einfach nur im Wasser gelöst und somit reversibel eingespeichert. Die resultierende allmähliche Akkumulation von CO2 im Meerwasser und die daraus gebildete Kohlensäure wird als Ursache für eine zunehmende „Versauerung“ der Meere gesehen, welche letztlich auch dort zu einer katastrophalen Entwicklung mit abnehmenden Erträgen der Fischerei führen werde [OZEA].
Weiterer auffallender Unterschied gegenüber der Situation an Land ist die vergleichsweise recht geringe Masse an Kohlenstoff, die in den Meeressedimenten insgesamt weggespeichert worden sein sollen. Während man davon ausgeht, dass in den Böden an Land 1.580 Gt Kohlenstoff gespeichert seien, wird behauptet, dass in den Meeressedimenten insgesamt lediglich 150 Gt C stecken. Das entspräche insgesamt nur 750 Jahresraten Abspeicherung zu je 0,2 Gt, eine angesichts des Alters unseres Planeten und seiner Meere doch ziemlich bescheidene Menge. Dabei haben die Meere und damit auch der Meeresboden einen wesentlich größeren Flächenanteil (71 %) als das Land, was die Diskrepanz zwischen den behaupteten Größen der beiden Reservoire umso größer macht.

und die dabei unterschlagenen Fakten

Abb06

Bild 6: Die Dekarbonisierung der Atmosphäre aufgrund der Abbindung von atmosphärischem CO2 durch Lebewesen zu Kalkschalen und -skeletten erfolgt in riesigen Mengen

Zu diesen Zahlen kann man nur eines sagen: Sie stimmen nicht. Man hat die wichtigste Reaktion im Meer schlicht „übersehen“, man könnte auch sagen bewusst unterschlagen: Die Abbindung von CO2 bei der Bildung der Kalkschalen von Meerestieren wie Muscheln, Schnecken, einzelligen Algen oder Korallen, Bild 6. Kalk ist nichts anderes als Calciumcarbonat (CaCO3) [KALK]. Jedes seiner Moleküle enthält demnach ein komplettes CO2-Molekül, das in steinhartem Material fest gebunden ist. Das Meer wimmelt geradezu von Lebewesen, welche diese Umwandlung vollziehen, wie jeder Besuch an einem beliebigen Meeresstrand sofort beweist. Und diese Schalen sind nicht leicht vergänglich, sondern überdauern den Tod besagter Lebewesen teilweise um hunderte Millionen von Jahren, wie die geradezu ungeheuren Mengen Kalkgestein auf unserem Planeten beweisen.

Kalkbildung – die gern „vergessene“ CO2-Senke

Und diese Kalkbildung, die schon seit Urzeiten vor allem in den Meeren stattfindet, geht auch heute ungebremst weiter. Auch die Gesamtmenge des in Sedimenten am Meeresboden eingelagerten Kalks bzw. des darin gebundenen Kohlenstoffs ist um ein Vielfaches höher als die von den AGW-Vertretern angegebenen 150 Gt. Nachzulesen ist dies in einer 2003 veröffentlichten Untersuchung des renommierten amerikanischen Professors Wallace Smith Broecker über den CaCO3-Zyklus in den Ozeanen [SEDI]. Dort kommt er zu folgenden Schlussfolgerungen: „Die hoch CaCO3-haltigen Sedimente, welche die ozeanischen Höhenzüge und Plateaus bedecken, haben typischerweise einen CaCO3-Gehalt von 90 % und eine Trockensubstanzdichte von 1 g/cm3. Da rund ein Viertel des Meeresbodens von diesen calcitreichen Sedimenten bedeckt ist, liegt die Gesamtmasse des darin enthaltenen Calcits bei rund 6.3 1019 g CaCO3“. Das entspricht einem Kohlenstoffinventar von rund 7.560 Gt C. Man vergleiche diese Aussagen mit dem Wert von 150 Gt C, den die AGW-Propheten des IPCC für Meeressedimente angeben. Es handelt sich um einen Unterschied um den Faktor 50 (!). Dabei bezieht sich Broecker lediglich auf die obersten 8 cm Sediment. Je nach Meeresregion erreicht die tatsächliche Dicke der Sedimente jedoch Werte im Kilometerbereich.
Interessant sind in diesem Zusammenhang auch umfassende Messungen zur Geschwindigkeit, mit der beispielsweise Cyanobakterien CO2 aus Meerwasser zu Oshenite-Aragonit (ebenfalls ein CaCO3-Mineral) abbinden können [OSHE]. Bei entsprechenden Witterungsbedingungen werden bei der Bildung dieser für tropische Flachwasserzonen typischen „whitings“ Abbindungsraten von bis zu mehr als 100 t C pro Quadratkilometer und Jahr erreicht. Das wiederum entspricht in diesen Bereichen einem kompletten Umschlag des CO2-Inventars des Oberflächenwassers innerhalb weniger Stunden, was darauf hinweist, dass die in der Literatur aufgeführten Übergangszeiten (einige Jahre, s.u.) bei entsprechender organischer Aktivität um etliche Größenordnungen unterschritten werden können. Angesichts der Fläche der Ozeane von ca. 396 Mio. km2 käme man selbst dann, wenn man eine Rate der CO2-Abbindung zu Kalk im Mittel annimmt, die um den Faktor 10.000 niedriger liegt, immer noch auf 4,3 Gt C/ Jahr. Zu beachten ist hierbei, dass unabhängig von den „whitings“ genannten CaCO3-Ausfällungen auch die Kalkbildung durch Muscheln, Korallen, Seeigel, Algen sowie weitere Lebewesen ständig weiterläuft. Die Annahme des IPCC, dass insgesamt pro Jahr nur 0,2 Gt C im Ozeansediment landen, ist vor diesem Hintergrund wohl kaum zu rechtfertigen.

Dichtung und Wahrheit zu CO2-Verweildauern in der Atmosphäre

Aus der gleichen Betrachtung heraus kann man auch sofort Aussagen über die angeblich jahrhunderte- oder gar jahrtausendelange Verweildauer neu in die Atmosphäre eingetragener CO2-Moleküle [IPCC, SKEP, ARCH] als wohl kaum zutreffend bezeichnen. Die Geschwindigkeit, mit der CO2 von der Atmosphäre in die Ozeane übergeht, wurde schon seit den 1950er Jahren dokumentiert. Eine eingehende Recherche von T. V. Segalstad umfasst neben eigenen Untersuchungen auch eine Auswertung von rund 35 Quellen aus den 50er bis 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts [SEGA]. Er kommt auf eine Verweildauer von 5,4 Jahren bei einer Spanne von 1 bis 25 Jahren. Auf rund 5 Jahre kommt auch C. Starr [STAR]. Interessanterweise geht auch der Blog „Skeptical Science“, bekannt als Plattform für besonders aggressive AGW-Positionen, von einer Verweildauer des CO2 in der Atmosphäre von lediglich 5 Jahren aus [SKEP]. Um dennoch ihre Theorie von der langen Verweildauer zu stützen, wird von AGW-Seite behauptet, dass es meist lediglich zu einem wechselseitigen Austausch von CO2-Molekülen zwischen Ozean und Atmosphäre komme. Der von der oberen Schicht des Ozeans gebildete Puffer, welcher zunächst das CO2 aus der Luft aufnehme, laufe schnell voll. Platz für die Aufnahme von weiterem CO2 erfordere einen Abtransport durch Strömungsaustausch mit den tieferen Schichten des Ozeans. Dieser Strömungsaustausch erfolge sehr langsam mit Umlaufzeiten von 500 Jahren bis hin zu tausenden von Jahren. Aus diesem Grund sei die Annahme, dass einmal in die Atmosphäre eingebrachtes CO2 dort für bis zu 500 Jahre verbleibe, realistisch. Bei dieser Betrachtungsweise wird die oben beschriebene Abspeicherung von CO2 in Kalksedimenten schlicht ignoriert. Man kann angesichts der hier dargelegten Fakten nur staunen, was heutzutage als vom „Konsens der Wissenschaft getragen“ verbreitet wird.

Der CO2-Austausch mit den Meeren ist eine große Unbekannte

Bild 7. Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Löslichkeit von CO2 erheblich ab [LOES]

Bild 7: Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Löslichkeit von CO2 erheblich ab [LOES]

Wie sieht es nun tatsächlich mit dem CO2-Austausch zwischen Atmosphäre und Ozeanen aus? Dass sich CO2 in Wasser lösen und auch wieder daraus entweichen kann, beweisen uns täglich kohlensäurehaltige Getränke von Mineralwasser über Limonaden bis Bier und Sekt, wenn sie beim Öffnen sprudeln. In ihnen wurde CO2 unter hohem Druck gelöst, das beim Absinken des Drucks beim Öffnen wieder entweicht. Nach den Gesetzen der physikalischen Chemie bildet sich zwischen dem CO2-Gehalt der Luft und demjenigen des im Wasser gelösten Kohlenstoffdioxids ein Gleichgewicht, das durch die Parameter (Partial)-Druck und Temperatur gesteuert wird, Bild 7.

Abb08

Bild 8: Die chaotische Realität des CO2-Austauschs zwischen Ozean und Atmosphäre. Dargestellt sind die Unterschiede zwischen dem CO2-Partialdruck der Atmosphäre (damals 321 ppmv) und demjenigen im Meerwasser bei verschiedenen Oberflächentemperaturen (Grafik: W. Eschenbach [ESCH]

Was bei Flaschengetränken durch starken CO2-Überdruck erreicht wird, funktioniert im System Ozean-Atmosphäre lautlos und automatisch in beide Richtungen: Zwischen den jeweiligen CO2-Gehalten bildet sich ein Gleichgewicht. Kommt mehr CO2 in die Atmosphäre, dann nimmt der Ozean solange CO2 auf, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt ist. Steigt dagegen die Temperatur des Wassers, so sinkt seine Löslichkeit für das Gas und es wird teilweise in die Atmosphäre entweichen.
Soweit die Theorie. In der Praxis stellen sich die Dinge allerdings sehr viel komplizierter dar. Während für die Atmosphäre kein temperaturabhängiger Grenzwert der CO2-Aufnahme existiert und die Durchmischung aufgrund der Turbulenz der Luftströmungen äusserst schnell erfolgt, weisen die Ozeane sehr komplexe und noch dazu dreidimensionale Temperaturverteilungs- und Strömungsmuster auf. Während vor allem kalte polnahe Ozeanbereiche CO2 aufnehmen, wird es in wärmeren Regionen wieder abgegeben. Zudem erfolgt der CO2-Austausch zwischen verschiedenen Tiefen über meist sehr langsame Strömungen. Zu all diesen Vorgängen gibt es allerdings nur bruchstückhafte Daten. Für umfassende quantitative Aussagen sind die Ozeane viel zu riesig, die Vorgänge viel zu komplex und die Zahl der Messdaten viel zu gering, siehe auch Bild 8 [ESCH].

Die Daten zu Bild 8 stammen von verschiedenen Messkampagnen des Scripps-Instituts (USA) aus den Jahren 1957 bis 1963. Die Abweichungen vom Gleichgewicht zwischen Meer und Atmosphäre erreichen teilweise an die 100 ppm!
Weiteres Handicap ist, dass man im Ozean – im Unterschied zu meteorologischen Stationen an Land – so gut wie gar nicht ortsfest messen kann. Die IPCC-Zahlen aus Bild 4 sind auch aus diesem Grund nichts weiter als äußerst grobe Schätzwerte aufgrund bruchstückhafter Daten. Zudem werden, wie weiter oben nachgewiesen, wesentliche Einflussgrößen einfach ausgeblendet.
Andererseits ist der Austausch des CO2 zwischen Atmosphäre und dem gigantischen Speicher, den die Ozeane darstellen, entscheidend für die Annahmen zu künftigen CO2-Gehalten der Atmosphäre. Da alle Klimamodelle mit diesen Annahmen arbeiten, sind ihre Ergebnisse demnach samt und sonders grob fehlerbehaftet. Die damit errechneten Aussagen können keinen Anspruch auf Korrektheit erheben.
Fred F. Mueller

Quellen:

[ARCH] David Archer & Victor Brovkin The millennial atmospheric lifetime of anthropogenic CO2. Climatic Change (2008) 90:283–297, DOI 10.1007/s10584-008-9413-1
[CDIA] http://cdiac.ornl.gov/trends/emis/overview.html abgerufen am 29.6.2013
[CDI2] http://cdiac.ornl.gov/ftp/trends/co2/lawdome.combined.dat…. abgerufen 6.10.2015
[DEEP] http://globalklima.blogspot.ch/2009/02/die-lange-verweilzeit-des-co2-und-die.html
[ESCH] http://wattsupwiththat.com/2013/11/27/co2-in-the-air-co2-in-the-seawater/
[FOAL] http://www.focus.de/politik/zitate/zitat_aid_228903.html abgerufen am 2.5.2013
[FORA] Klimawaage außer Balance, FOCUS Magazin http://www.focus.de/wissen/klima/tid-8638/diskussion_aid_234323.html abgerufen am 21.4.2013
[IPCC] https://www.ipcc.ch/ipccreports/far/wg_I/ipcc_far_wg_I_chapter_01.pdf
[IP31] Fig. 2.20 des dritten Berichts des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der UNO
[KALK] Kalk – ein Rohstoff aus Schalen und Knochen, http://www.kalk.de/index.php?id=35 abgerufen am 20.4.2013
[KOKR] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus#/media/File:Carbon_cycle-cute_diagram-german.png
[LOES] http://www.uni-muenster.de/imperia/md/content/didaktik_der_chemie/kernpraktikumfriese/loeslichkeit_von_gasen_in_wasser__kohlenstoffdioxid_.pdf
[MIAT] Kalkgesteine, Mineralienatlas, https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Mineralienportrait/Calcit/Kalkgesteine abgerufen am 26.9.2015
[MOOR] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/greenpeace-gruender-haelt-eine-grosse-rede-und-lobt-kohlendioxid/
[NOAA] http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/
[OSHE] Robbins, L.L.; Yates, K. K.: Direct Measurement of CO2 Fluxes in Marine Whitings. Contract No. DE-AI26-99FT40596, U.S. Geological Survey, Center for Coastal and Regional Marine Studies, 600 Fourth Street South, St Petersburg, Florida 33701
[OZEA] https://fmss12ucheme.wordpress.com/2013/05/05/ocean-acidification-2/
[SEGA] Segalstad, T.V.: Carbon cycle modelling and the residence time of natural and anthropogenic atmospheric CO2: on the construction of the “Greenhouse Effect Global Warming” dogma. In “Global Warming: The Continuing Debate”, European Science and Environment Forum (ESEF), Cambridge, England (ISBN 0-9527734-2-2), pages 184-219, 1998.
[SKEP] http://www.skepticalscience.com/co2-residence-time.htm
[STAR] Starr, C.: Atmospheric CO2 residence time and the carbon cycle. 1992 EPRI/SIO Symposium on Global Warming. Energy, Vol. Volume 18, Issue 12, December 1993, Pages 1297–1310, doi:10.1016/0360-5442(93)90017-8
[WICC] Kohlenstoffzyklus, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffzyklus abgerufen 21.4.2013
[WICO] Kohlenstoffdioxid, Wikipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid abgerufen 21.4.2013

 

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Maulkorberlass im Zeichen des Klimawandels?

Ein “meteorologischer Sturm” wehe über Frankreich, berichtet BBC. Der Auslöser ist die Zwangsberurlaubung von Philippe Verdier, einer der in Frankreich am meisten anerkannten Wetterfrösche, durch den staatlichen Sender France Télévision. Dem Sender hatte Verdiers Kritik am überzogenem Klimaalarmismus in dem gerade veröffentlichten Buch “Climate Investigation” nicht gefallen. Philippe Verdier zeigt in seinem Buch die möglichen Irrtümer der Klimapolitik auf und kritisiert die ideologischen Ansichten des IPCC, der selber keine Wissenschaft betreibt, sondern Beiträge zum Klimawandel einsammelt. Die Strafe empfinden die Franzosen als Tyrannei der Majorität und als ein Schlag gegen die Meinungsfreiheit.

Petition für Philippe Verdier

In einer Petition an Delphine Ernotte, Präsident von France Télévision, wird die Wiedereinstellung von Philippe Verdier gefordert. Der Anlass seines Buches sei der explizite und letzte Versuch von Außenminister Laurent Fabius, der für die Planung der internationalen Klimakonferenz (COP21), die Ende November in Paris stattfinden wird, verantwortlich ist und auch Präsident der Konferenz sein wird, noch vor der COP21 die volle Unterstützung aller französischen Wetterfrösche zu bekommen, heißt es in der Petition.

In der Petition wird außerdem darauf hingewiesen, dass die Bürger aus allen Ländern der Welt für die Freiheit der Rede, im Januar 2015 hinter dem Motto «Je suis Charlie» standen. Die Zeit sei gekommen, um wieder aufzustehen. Das Collectif des climato-réalistes fordert deshalb alle Menschen weltweit auf, die Petition unabhängig von Ihrer Meinung über den Klimawandel zu unterzeichnen.

In einer Online-Petition können auch Sie mithelfen, dass Philippe Verdier eine faire Chance erhält. Bitte machen Sie mit, und engagieren Sie sich. Hier gehts zur Petition.

 

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Dr. David Evans: Zukünftige globale Erwärmung wird um mehr als das 10-fache überschätzt

Wie schafft man es, in die berüchtigte Klimaleugner-Liste aufgenommen zu werden? Günstige Voraussetzungen dafür bietet jedenfalls Dr. David Evans: Er ist Mathematiker und Ingenieur, ein Experte in der Fourier-Analyse und digitalen Signalverarbeitung, hat sechs Universitätsabschlüsse vorzuweisen und einen Doktortitel der Stanford University als Elektroingenieur.
Und: Er wurde zum Klima-Skeptiker.

Dr. Evans bezweifelt die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel. “Die Modellarchitektur war falsch”, sagt er. “Kohlendioxid verursacht nur geringe Erwärmung. Das Klima wird im Wesentlichen durch Faktoren außerhalb unserer Kontrolle angetrieben.”

Evans hat herausgefunden, dass die Empfindlichkeit des Klimas gegenüber dem Kohlendioxid (CO2) viel niedriger ist, als angenommen wurde. Der UN Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) habe die zukünftige globale Erwärmung um mehr als das 10-fache überschätzt, sagt er.
Miranda Devine: Dr. Evans Entdeckung erkläre, warum keines der vom IPCC verwendeten Klimamodelle in der Lage sei, die seit 18 Jahren bestehende Erderwärmungspause zu erklären. Evan sagt voraus, dass die globalen Temperaturen deutlich abkühlen werden, beginnend zwischen 2017 und 2021.

Wie viele andere ernst zu nehmende Wissenschaftler führt Evans Veränderungen des Klimas auf Sonnenaktivitäten zurück, auf die “Albedo Modulation”, wie er sie nennt, die Zu- und Abnahme der reflektierten Strahlung von der Sonne. Sie sei die wahrscheinlichste Ursache für die globale Erwärmung.
Wenn Dr. Evans Berechnungen sich als korrekt erweisen werden, dann hat sich die Theorie der auf Kohlendioxid basierenden Erderwärmung als falsch erwiesen. Die Verfechter eines Klimaalarmismus müssen dann erklären, warum die Unkenrufe der Klimaforscher sind nicht in den aktuellen Temperaturen wiederfinden lassen.

Quellen:

http://www.ntnews.com.au/lifestyle/miranda-devine-perth-electrical-engineers-discovery-will-change-climate-change-debate/story-fnk0b1ks-1227555674611
https://denierlist.wordpress.com/2013/02/26/dr-david-evans/

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Der Weltklimarat (IPCC): Ohne Kernenergie ist das Klimaziel nicht zu realisieren

Versteckt ist er, der Hinweis des IPCC (Weltklimarat), dass ohne “Atomenergie” das 2 °C – Ziel zur Einhaltung der Obergrenze der Erderwärmung nicht einzuhalten ist, egal, ob die Energieeffizienz verbessert wird oder nicht.

Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht in den Jahren 2013 und 2014 den Fünften Sachstandsbericht. Der Bericht besteht aus den Beiträgen der drei IPCC-Arbeitsgruppen und eine Zusammenfassung für Politiker.  Vom Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des IPCC und des Umweltbundesamtes gibt es dazu einen gekürzten Synthesebericht, der am 2.11.2014 veröffentlicht wurde.

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Die Empfehlungen wurden von seiten der Regierung zu folgenden „Kernbotschaften“ zusammengefasst.

Darin heißt in Bezug auf die Kernenergie: “Verschiedene Optionen sind verfügbar, mit denen die Erwärmung auf 2 °C wahrscheinlich beschränkt werden kann. Die jetzigen Minderungspläne sind dazu nicht ausreichend. In den von IPCC untersuchten Szenarien ist zur wahrscheinlichen Einhaltung der 2 °C Obergrenze eine Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen in allen Sektoren bis zum Jahr 2050 von 40 % bis 70 % gegenüber dem Jahr 2010 notwendig und Emissionen nahe null bzw. darunter im Jahr 2100. Diese Szenarien beinhalten sowohl zügigere Verbesserungen der Energieeffizienz als auch eine Verdreifachung bis annähernd Vervierfachung des Anteils kohlenstofffreier und kohlenstoffarmer Energieversorgung durch Erneuerbare Energien, Atomenergie und fossile Energie gekoppelt mit Kohlenstoffabtrennung und -speicherung (CCS) bzw. Bioenergie mit CCS (BECCS) bis zum Jahr 2050. Die globalen CO2-Emissionen aus dem Energieversorgungssektor würden in der nächsten Dekade abnehmen und zwischen 2040 und 2070 um 90 % oder mehr unter das Niveau von 2010 sinken.”

Die Botschaften des IPCC an die Politiker

Die Zusammenfassung des IPCC enthält jedoch wichtige Hinweise, die in den “Kernbotschaften” der Regierung nicht aufgeführt sind, in die Forschung und Entwicklung aber aufgenommen werden müssten, wenn das 2 °C – Ziel denn tatsächlich anvisiert sein sollte. In den Medien wurden die folgenden Passagen ebenfalls unterschlagen, obwohl die Zusammenfassung des IPCC allen Journalisten zugänglich war (S.23):

1. Die Kernenergie ist eine ausgereifte grundlastfähige Niedrigtreibhausgasemissionen Quelle, aber ihr Anteil an der weltweiten Stromproduktion ist zurückgegangen (seit 1993).
(„Nuclear energy is a mature low‐GHG emission source of baseload power, but its share of global electricity generation has been declining (since 1993).”)
2. Die Kernenergie könnte einen zunehmenden Beitrag zur kohlenstoffarmen Energieversorgung leisten, aber es besteht eine Vielzahl von Barrieren und Risiken (robuste Prüfungen, hohe Akzeptanz). Dazu gehören: die operationellen Risiken und die damit verbundenen Sorgen, die Risiken des Uranbergbaus, finanzielle und regulatorische Risiken, ungelöste Entsorgungsprobleme, Sorgen wegen der Kernwaffenverbreitung und die negative öffentliche Meinung (robuste Nachweise, hohe Akzeptanz).
(“Nuclear energy could make an increasing contribution to low‐carbon energy supply, but a variety of barriers and risks exist (robust evidence, high agreement). Those include: operational risks, and the associated concerns, uranium mining risks, financial and regulatory risks, unresolved waste management issues, nuclear weapon proliferation concerns, and adverse public opinion (robust evidence, high agreement).”)
3. Neue Brennstoffzyklen und Reaktortechnologien, die einige dieser Punkte berücksichtigen, werden gegenwärtig untersucht, und es wurden Fortschritte in der Forschung und Entwicklung in Bezug auf die Sicherheit und die Entsorgung gemacht.
(“New fuel cycles and reactor technologies addressing some of these issues are being investigated and progress in research and development has been made concerning safety and waste disposal.“)

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http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ipcc-weltklimarat-setzt-auf-ausbau-der-atomkraft-12884446.html


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Dazu den e-Reader tolino vision 2:

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Patrick Moore: Warum ich ein Klima-Skeptiker bin

Patrick Moore ist skeptisch, dass Menschen die Hauptursache für den Klimawandel sind und dass es in naher Zukunft zu einer katastrophalen Entwicklung kommen wird. Es gebe keinen wissenschaftlichen Beweis dieser Hypothese, sagt er in einem Beitrag auf der Homepage von heartland.org, dennoch werde uns erzählt, dass die Debatte beendet und die Wissenschaft sich einig sei.

Seine Skepsis, sagt Moore, datiere von dem Moment an, als die an den anthropogenen Klimawandel Glaubenden sicher waren, sie könnten das globale Klima mit Hilfe eines Computermodells vorhersagen. Die gesamte Grundlage für das Weltuntergangs-Szenario des Klimawandels beruhe auf der Hypothese, dass ein erhöhter atmosphärischen Kohlendioxidgehalt, hervorgerufen durch Emission fossiler Brennstoffe, die Erde aufheizen und unbewohnbar machen werde.

Tatsächlich habe sich die Erde seit dem Ende der kleinen Eiszeit ganz allmählich seit 300 Jahren erwärmt, lange vor der starken Nutzung fossiler Energieträger. Moore sagt:

“Die Idee, es wäre eine Katastrophe, wenn der Kohlendioxidgehalt sich erhöht und die globale Durchschnittstemperatur um ein paar Grad steigt, ist absurd. (“The idea it would be catastrophic if carbon dioxide were to increase and average global temperature were to rise a few degrees is preposterous.”)

Vor kurzem habe der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) zum wiederholten Male verkündet, dass wir verdammt seien, wenn wir die Kohlendioxid-Emissionen nicht auf Null reduzierten. Moore:

“Effektiv bedeutet dies entweder die Verringerung der Bevölkerung auf Null, oder einen Rücksprung um 10.000 Jahre bevor die Menschen mit dem Abholzen von Wäldern für die Landwirtschaft begannen. Diese vorgeschlagene Heilung ist viel schlimmer als die Anpassung an einer wärmeren Welt, wenn es tatsächlich zustande kommt.” (“Recently, the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) announced for the umpteenth time we are doomed unless we reduce carbon-dioxide emissions to zero. Effectively this means either reducing the population to zero, or going back 10,000 years before humans began clearing forests for agriculture. This proposed cure is far worse than adapting to a warmer world, if it actually comes about.”)

IPCC Interessenkonflikt

Aufgrund seiner Verfassung habe der IPCC einen hoffnungslosen Interessenkonflikt, sagt Moore. Er habe die ausschließliche Aufgabe, nur die menschlichen Ursachen der globalen Erwärmung zu berücksichtigen, nicht die vielen natürlichen Ursachen, die das Klima seit Milliarden von Jahren verändern. Wir wüssten über die natürlichen Ursachen des Klimawandels nicht mehr, als darüber, ob der Mensch ein Teil der Ursache ist. Wenn der IPCC nicht herausfinden würde, dass die Menschen die Ursache für die Erwärmung sind, oder wenn festgestellt würde, dass die Erwärmung eher positiv als negativ ist, gäbe es keine Notwendigkeit für das Mandat des IPCC. Um zu überleben, müsse er sich auf die Seite der Apokalypse stellen.

Der IPCC sollte nach Meinung Moores entweder sein Mandat erweitern, um alle Ursachen des Klimawandels zu erfassen, oder er sollte demontiert werden.

Politisches Kraftwerk

Der Klimawandel sei aus vielen Gründen eine mächtige politische Kraft geworden, kritisiert Moore. Er nennt dafür vier Argumente:

  • Erstens sei der Klimawandel ein universelles Argument. Uns werde gesagt, alles, was auf der Erde existiere, betreffe uns.
  • Zweitens rufe er die beiden stärksten menschlichen Motivatoren hervor: Angst und Schuld. Wir fürchten, Autofahren werde unsere Enkel töten, und wir fühlen uns deshalb schuldig.
  • Drittens gebe es eine mächtige Interessensübereinstimmung  zwischen den wichtigsten Eliten, die das Klimathema unterstützen: Umweltschützer verbreiten Angst und steigern ihre Spendeneinnahmen; Politiker erscheinen als diejenigen, die die Erde vor dem Untergang retten; die Medien haben einen großen Tag mit Sensationen und Konflikten; Wissenschaftseinrichtungen erhalten Milliarden in Form von Zuschüssen, schaffen ganz neue Abteilungen und schüren unheimliche Szenarien; Unternehmen wollen grün aussehen und erhalten dafür große öffentliche Zuschüsse für Projekte, die sonst wirtschaftliche Verlierer wären, wie Windparks und Solaranlagen.
  • Viertens sieht die Linke den Klimawandel als ein perfektes Mittel, um Reichtum aus den Industrieländern in die Entwicklungsländer und an die UN-Bürokratie zu verteilen.

Aus diesen Gründen werde uns gesagt, dass Kohlendioxid ein “giftiger” “Schadstoff” sei, der eingeschränkt werden müsse, während er in der Tat ein farbloses, geruchloses, geschmackloses Gas und das wichtigste Lebensmittel für das Leben auf der Erde ist. Ohne Kohlendioxid mit einem Anteil von über 150 Teilen pro Million (150 ppm – parts per million, 150 CO2-Moleküle auf eine Million Luftteilchen), würden alle Pflanzen sterben.

Durch Menschen verursachte Emissionen retteten den Planet

In den letzten 150 Millionen Jahren hat sich der Anteil des Kohlendioxids (durch Pflanzen) von etwa 3.000 ppm bis etwa 280 ppm vor der industriellen Revolution verringert. Setzte sich dieser Trend weiter fort, würde der Kohlendioxidgehalt zu gering werden, um das Leben auf der Erde zu ermöglichen. Die Nutzung fossiler Brennstoffe und der Getreideanbau haben das Kohlendioxid aus dem niedrigsten Stand in der Geschichte der Erde zurück auf 400 Teile pro Million heute erhöht.

Bei 400 Teilen pro Million sind alle unsere Nahrungspflanzen, Wälder und natürlichen Ökosysteme noch auf einer Kohlendioxid-Hungerkur. Die optimale Menge an Kohlendioxid für das Pflanzenwachstum, mit genügend Wasser und Nährstoffen, liegt nach Auffassung von Moore bei etwa 1.500 Teilen pro Million, fast viermal so hoch wie heute. Gewächshausgärtner injizieren Kohlendioxid, um die Erträge zu steigern. Bauernhöfe und Wälder sind ergiebiger, wenn das Kohlendioxid weiter steigt.

Wir haben keinen Beweis, dass das erhöhte Kohlendioxid für die leichte Erwärmung der Erde in den letzten 300 Jahre verantwortlich ist, sagt Moore. Es habe seit 18 Jahren keine signifikante Erwärmung gegeben, während wir 25 Prozent allen jemals emittierten Kohlendioxids emittiert haben. Kohlendioxid sei von entscheidender Bedeutung für das Leben auf der Erde und Pflanzen hätten gerne mehr davon.

Lasst uns das Kohlendioxid feiern

Die IPCC-Anhänger hätten uns wegen der Kohlendioxid-Emissionen eine Vision von einer sterbenden Welt vermittelt, er dagegen sagt, die Erde wäre ohne Kohlendioxid weitaus weniger lebendig, und mehr davon werde ein sehr positiver Faktor für die Ernährung der Welt sein. Moore: “Lasst uns das Kohlendioxid feiern.” (“Let’s celebrate carbon dioxide.”)

 

Quelle:

[Note from Heartland: WE ARE NOT CLIMATE CHANGE DENIERS.]

Dr. Patrick Moore erhielt den “Speaks Truth to Power Award 2014” anlässlich der 9. International Conference on Climate Change, July 8, in Las Vegas. Hier sehen Sie sein Präsentation.

Patrick Moore ist Mitgründer von Greenpeace, er hat einen Doktortitel in Ökologie, war 16 Jahre als Führungskraft bei Greenpeace aktiv. Er gehörte zur Besatzung der Rainbow Warrior Crew, als die Französische Luftwaffe das Greenpeace-Flaggschiff in Auckland bombardierte. Er selbst bezeichnet sich als einen “unabhängigen Umweltschützer”. Wegen unterschiedlicher philosophischer Ansichten verließ Moore Greenpeace 1986.

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Patzner

Norbert Patzner: Exposé für die Bundesregierung zum Thema Energiewende

In einem Exposé für die Bundesregierung zum Thema Energiewende sowie zur Rolle des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) setzt sich Norbert Patzner mit den Eckpunkten der Energiewende auseinander. Er sagt:
“Es ist verständlich, dass vor dem Hintergrund einer nationalen und internationalen mächtigen Lobby ein erforderliches sofortiges Umsteuern in der Energiepolitik sehr schwer ist. Deshalb ist Mut erforderlich – zum Wohl des deutschen Volkes. Dazu ist die Politik allerdings verpflichtet. Die Zeit wird knapp.”

Die Kernpunkte

Die Kernpunkte des Anliegens von Norbert Patzner sind kurz zusammengefasst:

  1. Die Energiewende ist gescheitert, weil sie “technisch und ordnungspolitisch völlig falsch konzipiert wurde”.
  2. “Der der Energiewende zugrundeliegende anthropogene Klimawandel entspricht nicht der Realität.”
    • “Der Weltklimarat (IPCC), der diesen Zusammenhang immer wieder predigt und mit immer drastischeren Horrormeldungen garniert, ist eine politische Institution, seine Berichte werden von Politikern formuliert, nicht von Wissenschaftlern.” Institute wie PIK und WBGU profitieren von einer Geldflut.
    • Es wird ein zu geringer weltweiter Energieverbrauch suggeriert.  Dies wird katastrophale
      Folgen haben. (Siehe dazu auch unseren Beitrag: “IPCC 2011 – Erneuerbare Energie kann weltweiten Energiebedarf nicht decken)
  3. Propagiert wird eine Rückkehr in eine vorindustrielle Gesellschaft (PIK). Die De-Industrialisierung wird vorsätzlich betrieben.
  4. CO2 wird fälschlicherweise als „tückisches Gas“oder „giftiges Gas“ bezeichnet.
  5. Mit Formulierungen wie „neuer Gesellschaftsvertrag“, „große Transformation“, „der gestaltende Staat“ oder „Eliten, die sich notfalls gegen die Mehrheit durchsetzen müssen“ (Schellnhuber, PIK) wird auf eine “ökologistisch verbrämte Diktatur hingearbeitet”.
  6. Die anstehenden globalen Probleme lassen sich nur lösen, wenn wir ausreichend Energie zur Verfügung haben. “Mit Windenergie und Photovoltaik wird das Vorhaben aber nie gelingen. Dies sind im besten Fall ergänzende oder additive Energiequellen.”
  7. “Statt hunderte von Milliarden € in nutzlose Wind- und Solaranlagen zu pumpen, sollte
    ein Industrieland wie Deutschland seine Ressourcen in die Energieforschung lenken.”

Norbert Patzner empfiehlt diese Bücher.
Die mit einem Warenkorb gekennzeichneten Titel können Sie direkt bei Storchmann bestellen:

Dipl.- Ing. Norbert Patzner: Exposé für die Bundesregierung

Exposé für die Bundesregierung zum Thema Energiewende sowie zur Rolle des
Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU)

Dass die Energiewende gescheitert ist, ist zwischenzeitlich allgemein bekannt. Leider findet die Bundesregierung nicht den Mut, das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) zu suspendieren. Die Energiewende ist nicht gescheitert, weil etwa die Durchführung fehlerhaft gewesen sei oder weil etwaige „hemmende“ Faktoren – oft „Blockierer“ genannt, zu stark gewesen wären, sondern ganz einfach weil die Energiewende technisch und ordnungspolitisch völlig falsch konzipiert wurde. Einzig Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel stellt öffentlich fest, dass das EEG „kurz vor dem Scheitern“ stehe oder dass beim EEG „fast nichts zusammenpasse“.
Aber es geht nicht allein um ein falsch konzipiertes Gesetz. Der der Energiewende zugrundeliegende anthropogene Klimawandel entspricht nicht der Realität. Der angeblich mehr oder weniger eindimensionale Zusammenhang zwischen energiebedingtem CO2 – Ausstoß und globaler Temperaturerhöhung ist eine Erfindung von Menschen, die damit eigene Ziele verfolgen. Der Weltklimarat (IPCC), der diesen Zusammenhang immer wieder predigt und mit immer drastischeren Horrormeldungen garniert, ist eine politische Institution, seine Berichte werden von Politikern formuliert, nicht von Wissenschaftlern.
Leider gibt es im Hintergrund Wissenschaftler, die diese Meinung unterstützen. Aber es ist ja bekannt, dass wissenschaftliche Gutachten oftmals den Vorgaben der Auftraggeber folgen und je mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, desto größer wird die Zahl der botmäßigen Wissenschaftler.
Der emeritierte Physikprofessor Harold Lewis, der 2010 aus der Amerikanischen Physikalischhen Gesellschaft ausgetreten ist, bezeichnet die Behauptung, die Erderwärmung sei vom Menschen verursacht als den „größten und erfolgreichsten pseudowissenschaftlichen Betrug, den ich während meines langen Lebens gesehen habe“. Und er sprach von Machenschaften einer durch eine „Flut von Geldern … korrumpierten Bagage pseudowissenschaftlicher Berufsverbrecher, deren einziges Interesse die Jagd nach Forschungsgeldern sei“.
Bitte hier weiterlesen: Exposé für die Bundesregierung zum Thema Energiewende

Norbert Patzner, Jahrgang 1941, Studium der Elektrotechnik und Betriebswirtschaft an der Technischen Universität München. Abschluss zum Diplom Ingenieur und Diplom-Wirtschafts-Ingenieur.
Patzner hat viele Jahre auf umwelttechnischen Gebieten gearbeitet und ist Inhaber mehrerer Patente. U.a. hat er federführend an einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt im Bereich Abwärmenutzung und solarer Kälteerzeugung gearbeitet.
Patzner ist Mitglied des Landesfachausschusses Umwelt und Energie der FDP Baden-Württemberg.

 

Mehr Energie wagen

In seinem Buch “Mehr Energie wagen”, Vorwort: Enoch zu Guttenberg, hatte der Verfasser zunächst den Plan, für eine örtliche Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen eine Argumentationshilfe zu erstellen. Die Bürgerinitiativen laufen nämlich Gefahr, als “Nimby’s” oder “St. Florians-Jünger” diskreditiert zu werden. Die Bürgerinitiativen sind dem Vorwurf ausgesetzt, für die notwendige Energiewende keine Opfer bringen zu wollen.

Im Zuge der Niederschrift fiel es auf, dass die technischen und ordnungspolitischen Mängel der deutschen Energiewende seit Jahren immer wieder in überregionalen Publikationen thematisiert worden sind und dass Fachleute aus den unterschiedlichsten Bereichen seit Anbeginn der Energiewende auf deren konzeptionellen Fehler hingewiesen haben.

Es ist unmöglich, dass Politiker von diesen Berichten nichts mitbekommen haben. Der Verfasser fragte sich daher, wieso die politische Führung gegen jede Vernunft weiterhin krampfhaft an einer Energiewende festhält, die gar keine Energiewende ist, aber viele Milliarden EUR verschleudert.

In einer spannenden Dokumentation zeichnet der Autor den Irrweg der Energiewende von ihrem Beginn an nach und kommt zu überraschenden Ergebnissen.

Erschreckend dabei ist, dass der bisherige Weg zahlreiche indoktrinäre Züge aufweist und dass eine Einmündung dieses Weges in eine “Ökodiktatur” nicht auszuschließen ist. Die hierfür notwendigen Elemente sind vorhanden.

Der Autor kommt aber auch zu dem Schluß, dass eine Änderung unserer Energiebasis durchaus geboten ist, wobei die angebliche Klimaänderung so gut wie keine Rolle spielt. Die sog. Klimakatastrophe ist eine Erfindung von Leuten, die mit der sog. Energiewende ganz andere Ziele im Auge haben.

Die Welt steht vor viel größeren Herausforderungen als vor einer erfundenen Klimakatastrophe. Auf diese Herausforderungen geht der Autor ein. Interessanterweise steht die Lösung der damit verbundenen Probleme fast immer mit der Energiefrage in Verbindung. Wir brauchen mehr Energie.

Neben diesen Betrachtungen geht der Autor aber auch der Frage nach, wie eine zielorientierte und erfolgreiche Energiewende gestaltet werden kann.

Mit den heutigen technischen Mitteln ist eine Energiewende nur bedingt möglich. Den Schlüssel zu einer langfristig-nachhaltigen Energiewende sieht der Autor in einer Intensivierung der Energieforschung. Energieforschung wird weltweit betrieben, in Deutschland wird sie behindert.

Für den Technologiestandort Deutschland ist dies beschämend.

Der Autor beabsichtigt mit diesem Buch eine Debatte in Deutschland anzustoßen, die bisher von der Politik und von interessierten Kreisen unterbunden worden ist.

Eine Rezension von Dr. Friedrich Buer, in: http://www.vernunftkraft.de/mehr-energie-wagen/

 

Foto: Wolfgang Stief

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Sauberer Ökostrom aus Kernkraftwerken

maxatomstrom

http://maxatomstrom.de/

Aus Gründen des Klimaschutzes hat Deutschland sich verpflichtet, den Anteil der Erneuerbaren Energien als Alternative zu fossilen Energieträgern auszubauen. Im Unterschied zu fast allen anderen Industrieländern und aufstrebenden Industrienationen der Welt hat Deutschland der Kernkraft den Rücken gekehrt, mit dem Ergebnis, dass die fehlende Leistung der Erneuerbaren Energien durch Kohlestrom ausgeglichen werden muss und die CO2-Emissionen weiter ansteigen. Vom IPCC wird die Kernenergie als “saubere Energie” bezeichnet und zu Gunsten eines vernünftigen Energiemixes empfohlen. [1]

IPCC zur Kernenergie

In jedem seiner fünf Weltklimaberichte, die der Weltklimarat (IPCC) in den letzten 20 Jahren veröffentlicht hat, hat er auf die Bedeutung der klimaschonenden Kernenergie hingewiesen. Im November 2014 erschien die Zusammenfassung des fünften Berichts. Um die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, empfiehlt der IPCC, bis 2050 aus der Kohleverstromung auszusteigen, und stattdessen auf CO2-arme Energietechnologien zu setzen, inklusive der Kernenergie. Bis 2020 soll der Ausstoß des Kohlendioxids (CO2) um 40 Prozent gegenüber 1990 verringert werden, bis 2050 sogar um mehr als 80 Prozent.

„In the majority of low‐stabilization scenarios, the share of low‐carbon electricity supply (comprising renewable energy (RE), nuclear and CCS) increases from the current share of approximately 30% to more than 80 % by 2050, and fossil fuel power generation without CCS is phased out almost entirely by 2100.“ (S. 23)
„Nuclear energy is a mature low‐GHG emission source of baseload power, but its share of global
electricity generation has been declining (since 1993). Nuclear energy could make an
increasing contribution to low‐carbon energy supply, but a variety of barriers and risks
exist (robust evidence, high agreement). Those include:
operational risks, and the associated concerns, uranium mining risks, financial and regulatory risks, unresolved waste management issues, nuclear weapon proliferation
concerns, and adverse public opinion (robust evidence, high agreement). New fuel cycles and
reactor technologies addressing some of these issues are being investigated and progress
in research and development has been made concerning safety and waste disposal.“ (S.23)

► http://report.mitigation2014.org/spm/ipcc_wg3_ar5_summary-for-policymakers_approved.pdf

Der Weltklimarat (IPCC) und die Internationale Energieagentur (IEA), Umweltforscher und Klimaschützer wie James Hansen und Ken Caldeira und Umweltaktivisten wie Stephen Tindale empfehlen deshalb, auch die Kernenergie konsequent zu nutzen. Sie sind überzeugt, dass nur mit Hilfe der Kernenergie eine realistische Chance besteht, den Klimawandel in den Griff zu bekommen. Zu den Befürwortern der Kernenergie gehören auch das Öko-Institut, das zur ETH Zürich gehörende Paul Scherrer Institut (PSI) und die Yale University.PatrickMoore

Die Folge des Ausstiegs aus der Kernenergie ist eine Renaissance der Kohle, mit dem Nachteil, dass bei der Verbrennung von Kohle große Mengen CO2 freigesetzt werden und Deutschland seine Klimaschutzziele wegen des Atomausstiegs zu verfehlen droht. In dieser Situation setzt das Unternehmen Maxenergy ein Zeichen und bietet einen Atomstromtarif an. Es habe damit eine “intensive Nachfrage ausgelöst, wie Maxenergy mitteilte. [2]

Maxenergy bietet Deutschlands ersten Atomstromtarif

Das mittelständische Augsburger Unternehmen Maxenergy bietet nach eigenen Angaben den ersten Atomstromtarif Deutschlands an. Es tritt für eine pragmatische Klimapolitik ein und leistet somit einen Beitrag für den Klimaschutz: “Kunden können mit dem Atomstromtarif ihren jährlichen CO2-Fußabdruck von durchschnittlich fast zwei Tonnen auf 20 kg senken”.
Die Energie stammt aus der Schweiz. Sie kostet mehr als der Mix verschiedener Energien (“Graustrom”, etwa aus Atom- und Kohlekraft), aber weniger als reine Öko-Energie, die Maxenergy auch im Angebot hat. Der Preis für den „Maxatomstrom“ fällt je nach Region unterschiedlich aus.
Auf der Internetseite des Unternehmens können sich Kernkraft-Befürworter ausrechen, wie viel sie für ihre Überzeugung zahlen müssen: http://maxatomstrom.de/

StephenTindaleMaxenergy ist ein überregional tätiger Stromversorger aus Augsburg. Das Unternehmen gehört der Sailer-Gruppe an, die bereits seit über 50 Jahren in der Energieversorgungsbranche tätig ist. Die Tarifstrukturen sind einfach und transparent. Maxenergy ist im sozialen Bereich aktiv und fördert den „Bunten Kreis“, der die Familien schwerkranker Kinder und Jugendlichen unterstützt. Der Maxatomstrom-Sprecher Jan Pflug ist Mitglied der Grünen. [3]

Für die Einführung eines neuen Stromtarifs gehe es bei Maxenergy ungewöhnlich politisch zu, meint die Augsburger Allgemeine. [2] Patrick Moore, Gründungsmitglied der Umweltorganisation Greenpeace, Stephen Tindale, einer der führenden Köpfe der britischen Umweltschutzbewegung, Kerry Emanuel, Professor für Meteorologie am Massachusetts Institute of Technology, James Lovelock, Stewart Brand, der Physik-Nobelpreisträger Burton Richter, Wade Allison, Professor für Nuklear- und Medizinphysik an der Universität Oxford, und Robert Stone, US-amerikanischer Dokumentarfilmer („Pandora’s Promise“), unterstützen die Augsburger Atomstrom-Aktion.

[1] http://report.mitigation2014.org/spm/ipcc_wg3_ar5_summary-for-policymakers_approved.pdf
[2] http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Augsburger-verkaufen-reinen-Atomstrom-id32201722.html
[3] http://maxatomstrom.de/

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Internationale Energieagentur (IEA): Kernenergie ist langfristig die verlässlichste Stromquelle

China setzt auf Kernenergie und befindet sich damit im Einklang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Empfehlungen der IEA* (Internationale Energieagentur), des IPCC  (Intergovernmental Panel on Climate Change) und einer wachsenden Zahl international renommierter Klimaforscher,  Natur- und Umweltschützer. weiterlesen

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Die globale Erderwärmung – ein Marketingtrick?

In der Wissenschaft spielt es keine Rolle, ob jemand die Meinung einer Minderheit oder einer Mehrheit vertritt, höchstens für seine wissenschaftliche Karriere. Russische Klimaforscher widersprechen dem IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), das erst vor wenigen Tagen seinen neuen Bericht veröffentlicht hat. Im Vorfeld war bereits vermutet worden, dass das IPCC trotz massiver Widersprüche in seinem Bericht, in der Zusammenfassung von einer globalen, durch Menschen verursachten Klimaerwärmung ausgehen werde.

Einen Klimawandel bestätigen auch russische Wissenschaftler, aber völlig entgegengesetzt der Meinung des IPCC. Sie sagen voraus, dass 2014 eine kleine Eiszeit beginnen werde. Bei der jetzigen Erwärmung handle es sich um einen Nachhall des Herauskommens des Planeten aus einer „kleinen Eiszeit“. Der Beginn eines neuen Zyklus, der Abkühlung, hänge mit einer Veränderung der Sonnenaktivität zusammen. Die Strahlungsleistung der Sonne gehe zurück, wodurch das Klima denn auch beeinflusst werde. Die Emission von Kohlendioxid sei ein normaler natürlicher Prozess, an dem Menschen nur  zu vier bis fünf Prozent von der natürlichen Emission beteiligt seien. Aber dies habe für eine “Marketingstrategie” ausgereicht, die zur Einschränkung der Emissionen von Treibhausgasen im Kyoter Protokoll ausgereicht und einen Handel mit Quoten für diese Emissionen zugelassen haben.

Die Emission von Kohlendioxid sei ein normaler natürlicher Prozess und nicht ein ausschließliches Resultat der menschlichen Tätigkeit, sagt der Wissenschaftler. Die Erhöhung des CO2-Nivaus in der Atmosphäre sei nicht die Folge einer Erwärmung, sondern umgekehrt, sie folgt eher dieser.

Der Treibhauseffekt, der mit dem anthropogenen Faktor verbunden ist, das sind vier bis fünf Prozent von der natürlichen Emission. Der Ausbruch eines Vulkans ergebe einen weitaus größeren Effekt auf die Emission von Kohlendioxid, ebenso  der gewöhnliche Wasserdampf. “Gott sei dank, dass niemand auf den Gedanken kommt, ihn ebenfalls regulieren zu müssen“, sagt der wissenschaftler Wladimir Baschkin.

 

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Natürliche Mechanismen sind für Klimawandel verantwortlich

Es galt bisher als gesichert, dass es unaufhaltsam immer schneller wärmer auf der Erde wird – und der menschengemachte Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) die Hauptschuld daran trägt. Der neue IPCC-Bericht, der Ende September veröffentlicht wird, liegt in Auszügen weltweit verschiedenen Zeitungsredaktionen vor.
Es wird zwar nicht erwartet, das IPCC werde auf seine frühere Behauptung, der Klimawandel sei durch Menschen verursacht, verzichten, aber die gesammelten Daten enthalten den Keim einer Wende im Klimadiskurs.

Ein Film, der zu später Stunde von arte gezeigt wurde, beschreibt den Zusammenhang zwischen Klima, Wolkenbildung und kosmischer Strahlung und den Schwierigkeiten, den Forscher um den dänischen Physiker Henrik Svensmark bei der Erstpublikation hatten. Er zeigt unbequeme Wahrheiten, angefangen von der Unterdrückung wissenschaftlicher Forschung bis hin zu persönlicher Diffamierung zeigt.

“Für sie sind Zusammenhänge magnetischer Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolkenbildung für die Erdtemperaturen von erheblicher Bedeutung.
Es gibt mehrere multidisziplinäre wissenschaftliche Studien, die die CO2-Hypothese infrage stellen. So fahndet der dänische Physiker Henrik Svensmark seit längerer Zeit nach anderen Ursachen für die globale Erwärmung. Er entdeckte neue Zusammenhänge zwischen der magnetischen Sonnenaktivität, der kosmischen Strahlung und der die Erdtemperaturen regulierenden Wolkenbildung. Die Existenz des Klimawandels wird nicht in Abrede gestellt, immer mehr Wissenschaftler setzen ihn aber mit den natürlichen Mechanismen in Beziehung, die sich in Zeit und Raum vollziehen.
Geologen, Astronomen und Paläoklimatologen wie Henrik Svensmark, Nir Shaviv und Jan Veizer betrachten die Klimaentwicklung über 500 Millionen Jahre hinweg. Ihrer Meinung nach muss die globale Erwärmung in Kenntnis der in jüngster Zeit erforschten komplexeren Beziehungen untersucht werden. Lars Oxfeldt Mortensen beleuchtet in seiner Wissenschaftsdokumentation diese internationale Forschung.”

Der Film wurde am 03.04.2010 in fünf Teilen bei Youtube hochgeladen:

Das Geheimnis der Wolken 1/5 ↓↑

Das Geheimnis der Wolken 2/5 ↓↑

Das Geheimnis der Wolken 3/5 ↓↑

Das Geheimnis der Wolken 4/5 ↓↑

Das Geheimnis der Wolken 5/5 ↓↑

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Falsche Voraussagen beim Klimawandel. Das IPCC gesteht Irrtum ein.

Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) hat seine Voraussagen korrigiert. In den letzten 60 Jahren sei der Temperaturanstieg nur halb so groß wie 2007 vermutet wurde, berichtet heute auch “The Australian”. Der Einfluss der Kohlenstoffdioxide auf die globalen Temperaturen wird vom IPCC geringer eingeschätzt als zuvor.

Catastrophic ErrorsDie Zeitung beruft sich auf britische und US-amerikanische Veröffentlichungen der Zusammenfassung des für Ende September 2013 erwarteten neuen Klimaberichts des IPCC. Zahlreiche Widersprüche in dem Entwurf haben laut “The Australian” Wissenschaftler dazu veranlasst, den Bericht zu verwerfen. Das IPCC hat neueste Hinweise, die Computer könnten den Effekt ansteigender Kohlendioxidemissionen auf die weltweiten Temperaturen überschätzt und natürliche Veränderungen nicht genügend beachtet haben, nicht kommentiert. “The Daily Mail” berichtet:

  • Das IPCC nimmt eine globale “Erwärmungspause” zur Kenntnis: Seit 1997 gibt es kein statistisch nachweisbares Anwachsen der globalen Temperaturen.
  • Wissenschaftler räumen ein, dass große Teile der Welt so warm sind wie in den Jahrzehnten zwischen 950 and 1250, Jahrhunderte vor der industriellen Revolution.
  • Die Vorhersage aus 2007, Wirbelstürme würden an Intensität zunehmen, wurde fallen gelassen.

Klimawissenschaft

Professor Judith Curry, Leiterin der Abteilung Klimawissenschaft am Georgia Institute of Technology in Atlanta, sagte gegenüber “The Daily Mail”, dass die durchgesickerte Zusammenfassung des IPCC Reports zeige, dass sich Wissenschaft immer in Bewegung befinde (“the science is clearly not settled, and is in a state of flux”, zitiert in “The Australian”).

Klimapolitik

LogoI.jpgDas IPCC wird nach den vorliegenden Informationen an der Behauptung festhalten, dass es einen Klimawandel gibt, dass Menschen darauf den Haupteinfluss haben und dass die Welt sich so lange weiter katastrophal erwärmen werde, bis drastische Maßnahmen die Kohlendioxidemissionen einschränken. Die Umweltauswirkungen schlössen einen starken Anstieg des Meeresspiegels ein (“big rises”), Überflutungen, Trockenheiten und das Abschelzen des arktischen Eises.
Matt Ridley, Autor bei “The Wall Street Journal”, sagte, die meisten Experten gingen davon aus, dass eine Erwärmung von weniger als 2 Grad Celsius im Vergleich zu vorindustriellen Temperaturen nicht zu ökonomischen und ökologischen Zerstörungen führen werden (Matt Ridley: “Most experts believe that warming of less than 2 degrees Celsius from preindustrial levels will result in no net economic and ecological damage. Therefore, the new report is effectively saying (based on the middle of the range of the IPCC’s emissions scenarios) that there is a better than 50-50 chance that by 2083, the benefits of climate change will still outweigh the harm.”).

Kommentar:

Skepsis, Widerspruch gehören zur Wissenschaft. Kompliziert wird es für die relativ junge Klimaforschung, weil sie sich zwischen Wissenschaft einerseits und Politik und Wirtschaft anderseits entwickeln soll. Zwischenergebnisse der Klimaforschung wurden weltweit zu Richtlinien für politische Entscheidungen und sorgten für das Entstehen einer neuen, ökologischen Industrie in Verbindung mit den “erneuerbaren” Energien. Meldungen, dass die Erwärmung sehr wohl natürlichen Ursprungs und ein Temperaturanstieg bis 2 Grad Celsius nicht zu ökologischen und Ökonomischen Zerstörungen führen werden, sind für die neue Industrie äußerst kontraproduktiv. In wenigen Jahren, wenn sich der ökologisch-industrielle Komplex etabliert haben wird, kann das IPCC sich noch einmal korrigieren und sagen: Wir haben uns geirrt.  – Für eine gute Sache?

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IPCC 2011 – Erneuerbare Energie kann weltweiten Energiebedarf nicht decken

Greenpeace war begeistert und jubelte, als der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) seine Studie zur erneuerbarer Energien in einer 30-seitigen Zusammenfassung am 9.5.2011 in Abu Dhabi vorstellte. Mitautor Sven Teske von Greenpeace International sagte: “Der Report zeigt, dass es wissenschaftlich keine Probleme gibt, die Welt mit alternativen Energien zu versorgen”. Dies ist nicht nur ein wenig übertrieben, denn selbst im günstigsten Fall errechnete das IPCC für das Jahr 2050 nur etwas mehr als drei Viertel aller Energie, die aus alternativen Quellen stammt. Für Stephan Singer von der Umweltstiftung WWF zeigt der Report die mögliche Kostenreduktion der Erneuerbaren ebenso auf wie die Möglichkeit für neue Jobs. “Der Report ist ein Meilenstein auf dem Weg zu 100 Prozent Erneuerbare Energien.”
Dieser Jubel spiegelt sich unisono in den Überschriften der Medien wieder:

  • “IPCC-Report: 77 Prozent erneuerbare Energien möglich.” (Focus)
  • “IPCC-Report: Klimarat hält Energiewende bis 2050 für möglich.” (Tagesspiegel)
  • “Energiebericht: Weltklimarat setzt auf Erneuerbare Energien.” (Handelsblatt)
  • “Weltklimarat: 77 Prozent erneuerbare Energien möglich.” (manager-magazin)
  • “Weltklimarat IPCC: 77 Prozent Ökostrom bis 2050 – weltweit …” (fr-online)
  • “Weltklimarat: Erneuerbare Energie kann drei Viertel des Bedarfs …” (Zeit)
  • “Weltklimarat-Studie: Bis 2050 ist die Energiewende machbar … ” (br-online)

Lewis Page hat die Angaben des IPCC hinterfragt: Die positiven Zahlen seien aus der optimistischsten aller Varianten des IPCC für die Schätzung der zukünftigen Bedeutung der erneuerbaren Energien hergeleitet, unter der Annahme, dass die meisten Menschen der Erde weiterhin in großer Armut lebten (“However this is derived from the most optimistic possible scenario for renewables, and even then it requires most of the human race to remain in miserable poverty”. Page, Lewis: IPCC report, Renewables can never meet energy demand, The Register, 10.05.11)

Page kommt zu folgendem Ergebnis: Der gesamte Energieverbrauch betrage nach Angaben des IPCC zurzeit weltweit ungefähr 490 Exajoule pro Jahr (1 Exajoule entspricht 1 Trillion Joule).
Das IPCC gibt an, dass 13 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen, wobei vermutlich ein hoher Anteil auf dem Verbrauch von nicht erneuerbarem und nicht nachhaltigem Erdöl beruht. Die tabellarische Darstellung der US Energy Information Administration weist dagegen nur 7,7 Prozent für die weltweite Energieproduktion aus erneuerbarer Energie aus. (U.S. Energy Information, eia)
Der IPCC Report geht in dem optimistischsten Szenario davon aus, dass die Erneuerbaren 2050 etwa 314 Exajoule pro Jahr liefern könnten, das wären 64 Prozent der laufenden Energieerzeugung. Die Angabe “close to 80 per cent by 2050” stützt sich auf die Annahme, dass die menschliche Rasse viel weniger Energie verbrauchen wird als heute. Diese Vorstellung sei nachvollziehbar, sagt Page, sofern es sich um Amerikaner handelt, die insgesamt etwa 100 Exajoule jedes Jahr verbrauchen, oder um Europäer, die einen ähnlichen Verbrauch haben, allerdings bei einer wesentlich größeren Bevölkerungszahl. Aber unglücklicherweise müsse sich der gesamte Rest der Menschheit das restliche Drittel der globalen Energieversorgung teilen, wobei das meiste davon an die kleine Anzahl der übrigen Industrienationen gehe. Dies bedeute, dass die große Mehrheit der menschlichen Rasse nur über sehr wenig Energie verfügen wird.

Milliarden von Menschen möchten verständlicherweise nachts Lichter einschalten, heizen, wenn es kalt ist, kühlen, wenn es heiß ist, ein funktionierendes Transportsystem haben, sichere und zum Kochen geeignete Nahrungsmittel, heiße Bäder oder Duschen und gewaschene Kleidung. Sie wünschen sich auch eine angemessene Anzahl von Jobs außerhalb der Landwirtschaft und ein energieintensives Gesundheitssystem wie in den USA oder in Europa. Wahrscheinlich würden sie sich auch über einen vergleichsweise unwichtigen Krimskrams wie IT-Ausrüstung oder gelegentliche Flüge freuen, sagt Page.

Würde jeder dieser sieben Milliarden Menschen genau so viel Energie verbrauchen wie zwei Drittel der Europäer, betrüge der Bedarf nach Schätzung des IPCC 770 Exajoule und nicht 407.
In einem realistischeren Scenario, das das Anwachsen der Weltbevölkerung berücksichtigt, wird die Energienachfrage in den industrialisierten Nationen weiter ansteigen anstatt zu fallen und, sofern die Armen der Welt – hoffentlich – einen Geschmack vom guten Leben erhalten, wird der Energiebedarf innerhalb von Jahrzehnten im Bereich von Zettajoule (1000 Exajoule) liegen.

Ausgehend von der Schätzung des IPCC, 2050 maximal 314 Exajoule durch erneuerbare Energie zu gewinnen, sei es realistischer davon auszugehen, dass die Erneuerbaren 2050 höchstens zu 20 Prozent zur weltweiten Energieversorgung beitragen werden.
Wenn wir also davon ausgehen, dass 80 Prozent des Energiebedarfs durch erneuerbare Energien abgedeckt werden, dann nur zu dem Preis, dass die große Mehrheit der Menschen innerhalb einer Generation von der Erde verschwindet oder bettelarm dahin vegetiert.

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In diesem Zusammenhang fallen mir die Worte des ehemaligen Bundespräsidenten, Horst Köhler, nach seinem Besuch in Afghanistan ein, über die die Süddeutsche Zeitung, heute vor genau einem Jahr, berichtete: “Die Frage des Radiojournalisten auf dem Rückflug freilich gilt der Diskussion, ob ein weitergehendes Mandat der Bundeswehr in Afghanistan nötig sei, “weil wir uns inzwischen in einem Krieg befinden”. In seiner weitschweifigen Antwort verneint Köhler dies, kommt nach eineinhalb Minuten dann zu den verhängnisvollen Worten, “dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen“. ” (Horst Köhler und der Afghanistan-Einsatz, in: Süddeutsche, 31.05.10)

ZEIT: „Dass der Report gerade in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate verabschiedet wurde, ist kein Zufall. Der Staat strenge sich sehr an, seinen Energiemix zu verändern, und sei dabei, eines der führenden Länder im Bereich saubere Energie zu werden, sagte der Politische Direktor der Emirates Wildlife Society, Tanzeed Alam, die in Kooperation mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) arbeitet.
Die Ökostadt Masdar unweit von Abu Dhabi soll eine klimaneutrale Musterstadt für alternative Energietechnik werden. In der Praxis wurde davon bislang allerdings wenig umgesetzt, wie der Tagesspiegel am Montag berichtete. Auch die Firma Siemens ist an dem Bau der Ökostadt beteiligt. Zudem hat die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) ihren Sitz in dem Wüstenstaat.“ (in: Zeit Online, 9.5.11)

zuerst veröffentlicht: 31.05.2011

Lewis Page ist Ingenieur. Er beschäftigt sich mit dem Klimawandel, ist ein “Klimaskeptiker” und schreibt für The Register (“The Register is a leading global online tech publication, with more than nine million monthly unique browsers worldwide. The core audiences are the UK and US, accounting for more than 6m. The bulk of the remaining readership are located in Canada, Australia and northern Europe.”)

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