Kohleausstiegsgesetz

BDEW fordert: Beim Gesetz zum Kohleausstieg weiter denken!

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) übt scharfe Kritik an der Studie von Agora Energiewende zum “Kohleausstiegsgesetz nach dem Vorbild des Atomausstiegs”. Sie sei “mit heißer Nadel gestrickt”, sagt der BDEW, was soviel bedeutet wie “schnell gefertigt, aber nicht nachhaltig tragbar”.

Das vorgeschlagene Kohleausstiegsgesetz trage im Ergebnis im europäischen Kontext auch nicht zu einer Emissionsminderung bei. Im Rahmen des Emissionshandelssystems würden die nicht emittierten CO2-Zertifikate voraussichtlich uneingeschränkt in anderen Anlagen eingesetzt werden.

Ein Kernthema dürfe in dieser Debatte nicht untergehen, fordert der BDEW:

“Die jederzeit sichere Energieversorgung. Klimaschutz, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit müssen gleichberechtigt behandelt werden. Wann welche Kraftwerke vom Netz gehen können, lässt sich nicht am Schreibtisch von Anwaltskanzleien definieren. Hier bedarf es fundierter energiewirtschaftlicher Analysen, die beispielsweise die Netzstabilität in einer bestimmten Region im Blick haben müssen.”

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Titelfoto: SeppH, pixabay

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Umweltschutzorganisationen

USA: Umweltorganisationen empfehlen Kohle statt Kernkraft

Umweltschutzorganisationen in den USA, Sierra Club und Friends of the Earth (FOE), versuchen, den Bau eines Kernkraftwerks zu verhindern. Sie empfehlen stattdessen die Kohleverbrennung.

 

Kernkraftwerk V.C. Summer könnte Lufterunreinigungen reduzieren.

Die Versorgungsunternehmen, die in das Atomkraftwerk investiert haben, kündigten an, dass sie das Projekt unter dem Druck von Sierra Club und Friends of the Earth stoppen werden. Environmental Progress, eine in Berkeley, Kalifornien, ansässige Forschungs- und Politik-Organisation, hat analysiert, dass fast die gesamte Elektrizität, die in South Carolina aus Kohle erzeugt wird, durch den Bau des V.C. Summer Kernkraftwerks ersetzt werden könnte. Dadurch würde die Verunreinigung der Luft durch Kohle in South Carolina um 86% reduziert. Die Luftverschmutzung durch Kohle sei Studien zufolge ein wichtiger Faktor bei Atemwegserkrankungen und niedrigerem Säuglingsgeburtsgewicht.

 

Sierra Club und Friends of the Earth (FOE) wollen lieber Kohle verbrennen

Die beiden Organisationen Sierra Club und Friends of the Earth (FOE) haben laut Environmental Progress einen Bericht veröffentlicht, in dem sie darlegen, dass es für die Verbraucher besser sei, kein Kernkraftwerk zu bauen, sondern fossile Brennstoffe zu verbrennen. Sie behaupteten, dass das Verbrennen von Erdgas eine bessere Investition für die Verbraucher sei als die Fertigstellung der Kernkraftanlage.

Beide Organisationen betreiben nach Ansicht von Environmental Progress eine verlogene Umweltpolitik. Nicht die Reduzierung der CO2-Emissionen stehe bei ihnen an erster Stelle, sondern ihre Gegnerschaft zur Kernenergie.

Environmental Progress erinnert daran, dass im Jahr 2012 die Sierra Club-Mitglieder an die Öffentlichkeit gegangen waren, um auf die Machenschaften des Präsidenten der Organisation hinzuweisen. Sie hatten ihn gezwungen zuzugeben, dass die Organisation 26 Millionen Dollar von einer Erdgasfirma angenommen hatte, um ihre Anti-Atom-Agenda zu unterstützen.

Bundes- und Landespolitiker könnten laut Environmental Progress bewirken, dass der Bau des Kernkraftwerks, fortgesetzt wird. Bisher seien bereits 9 Milliarden Dollar an Investitionen geflossen, sagt Environmental Progress auf seiner Facebookseite. Die Organisation kämpft für einen Neustart des Baus. Mit Unterstützung könnten sie die “Anti-Atom-Extremisten” besiegen, sagen sie.

 

Quelle:

http://www.environmentalprogress.org/big-news/2017/7/31/new-south-carolina-nuclear-plant-would-cut-coal-use-by-86-new-analysis-finds

Titelfoto Sierra Club WTC Group Five, Winter 2012, by: Michael R Perry

Der Sierra Club ist die älteste und größte Naturschutzorganisation der Vereinigten Staaten, Friends of the Earth (FOE) ist ein internationaler Zusammenschluss von Umweltschutzorganisationen mit über zwei Millionen Mitgliedern.

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Polen: “Die Regierung plant unsere Zukunft” – mit Kernkraftwerken

02.08.2016 – Auf den Titelseiten aller Tageszeitungen die Zukunftspläne der Regierung

Radio Poland berichtete am 02.08.2016 unter der Überschrift “Die Regierung plant unsere Zukunft”, dass es in Polen eine Rückbesinnung des Entwicklungsministers auf die Kernkraft gebe. Die Zukunftspläne der Regierung seien auf den Titelseiten aller Tageszeitungen erschienen.

Das Polnische Energieressort plane, die unrentabelsten Kohlegruben zu schließen, “um den Sektor am Leben zu erhalten”. Die Regierung sehe in ihrem Entwicklungsplan nicht nur eine Beschleunigung beim Bau des geplanten Kernkraftwerke vor, aber auch den Bau kleiner Thermo-Kernkraftwerke, die gleichzeitig Energie und Wärme produzieren sollen. “Solche kleinen Reaktoren könnten in manchen Städten problemlos kohlebasierte Kraftwerke ersetzen”, betont im Interview für die Tageszeitung Rzeczpospolita Energie-Experte Michał Wilczyński.

Probleme habe die Partei PiS, die mit dem Motto “Es wird keine Schließung von Kohlegruben geben” zu den Wahlen ging. In den betroffenen Gruben seien insgesamt 15.000 Menschen angestellt. In der radikalsten Variante müssten sogar sechs Gruben geschlossen werden, berichtet Rzeczpospolita. Das wäre jedoch politisch riskant.

Klimaretter.info – ein Stichwortgeber für die Grünen

Die Überschrift eines Artikels in Klimaretter.info, Samstag, 13. August 2016, lautet: “Protest. Polen stoppt Tagebau Gubin.” Zwei Argumente nennt das von Journalisten herausgegebene Onlinemagazin, das “Nachrichten und Hintergründe, Debatten und Kommentare zur Klima- und Energiewende” bietet. Aber die journalistisch gut aufbereiteten Beiträge täuschen nicht darüber hinweg, dass das Onlinemagazin eindeutig Position zugunsten der Erneuerbaren Energien bezieht.

Die zuständige polnische Regionaldirektion für Umweltschutz in Gorzów habe das Verfahren zur Genehmigung des Tagebaus Gubin ausgesetzt, berichtet klimaretter.info. Als Grund habe die Behörde angegeben, dass der Investor, der staatseigene Energiekonzern PGE, nicht alle zur Umweltprüfung geforderten Unterlagen eingereicht habe. Dem Investor soll allerdings eine Frist von drei Jahren bleiben, um das Genehmigungsverfahren für den Tagebau wieder in Gang zu setzen.

klimaretter.info setzt diese Nachricht in Verbindung mit dem polnischen Umweltnetzwerk Grüne Liga, das behauptet, dass “der einhellige Widerstand der Bürger und Kommunen auf polnischer und deutscher Seite (lediglich 1.000 Einwendungen) der Neiße gegen den Tagebauplan” die Entscheidung beeinflusst habe. Diese Behauptung ist angesichts von zwei bedeuteneren Argumenten – Beschaffung von Arbeitsplätzen einerseits und Rentabilitätsprobleme andererseits – fragwürdig.

Die Übersetzung der Nachrichten über die polnischen Tagebau-Pläne ins Grüne

Die Grünen-Fraktion im brandenburgischen Landtag heftet sich die Aussetzung der Entscheidung als Erfolg an und behaupten, dass mit dem “Tagebau-Stopp” (tatsächlich ist es eine zeitliche Verschiebung der Entscheidung) auch die Errichtung des geplanten neuen Braunkohlekraftwerks unweit der brandenburgischen Landesgrenze unwahrscheinlich geworden sei.

Die verkürzte Fassung des Artikels von klimaretter.info durch das Facebook-Team von Bärbel Höhn lautet am 14.08.2016: “Polen stoppt Braunkohlentagebau: Das ist eine gute Nachricht. Auch in Polen wird nicht mehr ungebremst auf die klimaschädliche Kohle gesetzt. Der Protest in der Lausitz und die massiven Umweltschäden, die der Braunkohleabbau bringt, haben doch wohl Wirkung gezeigt.” (Es folgt der Link zu klimaretter.info)

Es ist nicht verwunderlich, dass Bärbel Höhn in Kommentaren vorgeworfen wird, Wahrheitsverzerrung zu betreiben.

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Indien steigt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen (COP21) aus

Indien zieht offiziell seine Selbstverpflichtung zum Pariser Klimaschutzabkommen zurück. townhall.com berichtet über die Gründe der Indischen Entscheidung.

Indiens Vorbehalte gegenüber dem Pariser Klimaschutzabkommen

woman-671927_640Im Dezember 2015 unterzeichneten 195 Länder das Pariser Klimaschutzabkommen. Von den Unterzeichnerstaaten wurde erwartet, dass sie die Kohlendioxidemissionen beschränkten, um die globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst 1,5 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau senkten.

Eine rechtliche Bindung der Vertragsstaaten gab es nicht. Indiens Absichtserklärung (Intended Nationally Determined Contributions – INDC) ist hinsichtlich seiner Bedenken in Bezug auf die Auswirkungen der Dekarbonisierung auf die Wirtschaft sehr aufschlussreich. Indien plädierte für “Klimagerechtigkeit”. Den Entwicklungsländern sollten monetäre Vorteile gewährt werden, um die Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels erfüllen zu können und nicht gezwungen werden, seine Entwicklungsziele zu gefährden.

In seiner INDC hatte Indien klar gestellt, dass das Land den größten Bevölkerungsanteil dieser Welt beherbergt. 363 Millionen Menschen (30 Prozent der Bevölkerung) leben in Armut, rund 304 Millionen ohne Zugang zu Elektrizität, etwa 30 Prozent der Bevölkerung sind auf feste Biomasse zum Kochen angewiesen und 92 Millionen Menschen sind ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Das Land müsse seine am meisten erschwingliche, saubere und reichlich vorhandene Energie-Ressource nutzen, und das sei nun mal Kohle, die Quelle von 70 Prozent des indischen Stroms, sagt Vijay Jayaraj  Deshalb behindere jede Verpflichtung zur Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen die Erreichung der Entwicklungsziele, die sich an der Bewältigung dieser dringenden Bedürfnisse der  Entwicklung armer Länder wie Indien ausrichten.

Klimaschutz ist für Entwicklungsländer unbezahlbar

Der großen Herausforderung der Pariser Vereinbarung kann Indien ohne angemessene monetäre Hilfe von der internationalen Gemeinschaft nicht gerecht werden. Zwischen 2015 und 2030 würden sich die Anpassungskosten zur Durchführung der Pläne zur Bekämpfung des Klimawandels auf 206.000.000.000 US-Dollar (bei Preisen von 2014-15) belaufen. Für geeignete Maßnahmen würden bis 2030 weitere 834.000.000.000 US-Dollar erforderlich sein. Insgesamt würden bis 2030 allein für Indien mindestens 2.500.000.000.000 US-Dollar (bei Preisen von 2014-15) benötigt. Die entwickelten Nationen haben jedoch nur 100.000.000.000 US-Dollar pro Jahr für alle Entwicklungsländer insgesamt bewilligt, die diesen Betrag unter sich teilen müssten.

All diese Faktoren (und andere) haben Indien bewogen, offiziell in einer rechtlich verbindlichen Weise seine Nichterfüllung der Vereinbarung von Paris zu erklären. Während des jüngsten Besuchs von Premierminister Modi in den Vereinigten Staaten hat Indien angezeigt, dass es das Pariser Abkommen im Jahr 2016 nicht ratifizieren werde. Einer der Unterhändler kommentierte:

“Präsident Obama drängt hart darauf, das Pariser Abkommen als sein Vermächtnis auf den Weg zu bringen. Aber er kann nur der Vereinbarung beitreten. Er kann sie nicht ratifizieren. Was geschieht, wenn die Entwicklungsländer das Abkommen ratifizieren, es bis Ende 2016 in Kraft tritt, aber der nächste US-Präsident mit einer einfachen Ausführungsbestimmung das Abkommen verlässt? Wir müssen diese Möglichkeiten in Betracht ziehen. ”

Vorhersagen über zukünftige globale Temperaturen sind unzuverlässig

Indien, wie viele andere Länder, erkennt die Ineffizienz der Klimamodelle des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zur Vorhersage zukünftiger globaler Temperaturen. Die Modelle haben die Pause in der globalen Erwärmung in den letzten 18 Jahren nicht vorausgesehen. Auf den Prognosen basieren aber die politischen Entscheidungen, die den UN – Mitgliedsstaaten werden empfohlen werden. Es ist durch die genauen Satellitenmessungen offensichtlich, dass die globalen Temperaturniveaus nicht gefährlich sind oder katastrophale Ausmaße erreicht haben. So sehr, dass der führende Unterhändler der Pariser Übereinkunft – die Vereinigten Staaten selbst – sich nicht verpflichtet hat, die Vereinbarung im Jahr 2016 zu ratifizieren.

Wie Indien im INDC erwähnt: Indien hat viel zu tun, um für seine Bevölkerung für ein Leben in Würde zu sorgen und ihre berechtigten Erwartungen zu erfüllen. Denn jetzt können die 1,2 Milliarden Menschen des Landes ihre Reise in Richtung wirtschaftlicher Befreiung fortsetzen und die vielen Armen können die Grundrechte auf Nahrung, sauberes Trinkwasser, Wohnen und Beschäftigung erleben. Durch die Nicht-Ratifizierung des Pariser Abkommens hat Indien die richtige Entscheidung für die Menschen getroffen und die Inkompetenz des Aufrufs der Pariser Vereinbarung zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft aufgedeckt.

Dies ist eine nicht vollständige Übersetzung des Artikels “India’s U-turn on Paris Climate Change Agreement and Why It Is Right“, Townhall.com, 16.6.2016. Originaltext s.u.

vijayVijay Jayaraj (M.Sc, Environmental Science, University of East Anglia, England), wissenschaftlicher Mitarbeiter für Entwicklungsländer für die Cornwall Allianz zur Bewahrung der Schöpfung, lebt in Udumalpet, Indien.

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http://townhall.com/columnists/vijayjayaraj/2016/06/16/indias-uturn-on-paris-climate-change-agreement-and-why-it-is-right-n2178949

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MAN Diesel & Turbo baut in Oberhausen die weltgrößte Anlage für Kohleverflüssigung.

RWE_FB_050616In mehreren deutschen Städten haben sich nach US-amerikanischen Vorbild Divest-Initiativen gegründet. So macht zum Beispiel “Fossil Free Essen” öffentlich Druck auf lokale Einrichtungen wie Kommunen oder Universitäten, sich von ihren Investitionen in fossile Energieträger zu trennen. “Gerade in Nordrhein-Westfalen, wo die Verbindungen zwischen Kommunen und Kohle-Industrie besonders eng sind, hätte ein entsprechender Beschluss Signalwirkung.

Die neue RWE gibt sich grün, wie Fossil Free Essen feststellt, wirft sogar kritische Kommentare von ihrer Facebookseite und blockiert Leser, mutiert öffentlich zu einem Anwalt für den Klimaschutz, opfert seine Glaubwürdigkeit als wirtschaftlich rational handelndes Unternehmen und erntet von der Divestment-Bewegung dennoch Hohn und Spott. Denn damit “kann man die Grünen leicht ruhigstellen – ganz ohne Tabus.”

Auf die Einhaltung grünen Bewusstseins achtend, spielt sich die Fossil-Free-Pressure-Group ganz nebenbei zum Kontrolleur der Grünen in Fragen der richtigen Weltanschauung auf.
Nach Münster hat sich Stuttgart als zweite Stadt in Deutschland dem Druck der Pressure-Group gebeugt. Die Ankündigungen der Fossil Free Bewegung sind nicht zu unterschätzen – ihr religionsähnliches Sendungsbewusstsein macht sie unempfindlich gegenüber Argumenten.
Sie sieht sich als “Teil der wachsenden, internationalen Klimabewegung, die sich der Kohle-, Öl- und Gasindustrie entgegenstellt.” Generalstabsmäßig koordiniert werden die lokalen Kampagnen verschiedener nationaler Partner durch die “Kampagne Fossil Free”, die nach eigenen Angaben auf internationaler Ebene wiederum von der Organisation 350.org (“We’re Building a Global Climate Movement”) angeleitet wird. Der Glaube an “eine gerechte, nachhaltige, postfossile Gesellschaft” (Fossil Free Deutschland), die sich wie von selbst aus Windrädern, Solaranlagen und Biomasse ergibt, ist die Sehnsuchtsklammer, mit der man alle Grünschattierten leicht ruhigstellen kann – “ganz ohne Tabus.”

Die Energiepolitik der Bundesregierung hat den Klima-Fundamentalisten den Weg zur Deindustrialiserung Deutschlands geebnet. Es ist daher wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis die Divestment-Bewegung auch Industrieunternehmen wie MAN Diesel & Turbo, Oberhausen, ins Visier nimmt.

MAN Diesel & Turbo baut in Oberhausen die weltgrößte Anlage für Kohleverflüssigung

Foto: MAN Diesel & Turbo. Gasturbine THM 1304-11 während der Montage zum Probelauf

Foto: MAN Diesel & Turbo. Gasturbine THM 1304-11 während der Montage zum Probelauf

MAN Diesel & Turbo baut in Oberhausen den weltgrößten Industrieverdichter. Die Anlage zerlegt Luft und ist Teil eines Werks für Kohleverflüssigung. Länder mit großen Kohlevorkommen wie Südafrika und China setzen die Kohleverflüssigung intensiv ein. MAN liefert Kompressor-Technologie für ein Großprojekt zur Produktion von synthetischen Kraftstoffen in China. Unter der Regie von Linde und Hangyang wird derzeit eine Luftzerlegungsanlagen für eine der weltweit größten Produktionsstätten zur Kohleverflüssigung, ein sogenanntes „Coal-to-Liquide“-Werk, in Yinchuan in der Region Ningxia gebaut. “Damit wird es möglich sein, aus den regional reichlich vorhandenen Kohlevorkommen synthetische Kraftstoffe und andere Kohlenwasserstoffe herzustellen.” Der dazu eingesetzte chemische Prozess benötigt große Mengen Sauerstoff. Die bestellten Turbomaschinen kommen in einer Luftzerlegungsanlage zum Einsatz, die täglich etwa 40.000 Tonnen Sauerstoff aus der Umgebungsluft generieren wird.” (MAN SE)

Lothar Wallscheid, „Segmentleiter Prozessindustrie“ bei MAN Diesel & Turbo, sagte: “Kohleverflüssigung hat dort auch eine große Bedeutung, weil der entstehende Kraftstoff vor Ort günstiger ist als Kraftstoff aus Erdöl und zudem eine geringere Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten bedeutet.”

kohleKeine Industrienationen und kein Schwellenland der Welt wird sich von außer Kontrolle geratenen NGOs ihre Zukunft vorschreiben lassen. Der weltweite Vorrat an Kohle wird auf etwa 150 bis 200 Jahre geschätzt, und er wird genutzt werden. Die Öko-Industrie, ihre Lobby und Profiteure und NGOs laufen sich zurzeit noch warm, wie man kürzlich in der Lausitz gesehen hat (“Ende Gelände”), aber sie werden mit allen Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, für die Durchsetzung ihre Interessen kämpfen.

Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender E.ON: “Es geht um fundamentale Verteilungskämpfe. Wir reden davon, dass zwanzig Milliarden Fördermittel eingesammelt werden. Keine Sorge, die werden auch verteilt. Die kommen auch wo an. Zwanzig Milliarden Zulauf werden auch verteidigt, und zwar mit Krallen und Nägeln und allem was man hat. Ich glaube, die Atomlobby ist gegen das, was da läuft, ein reiner Mädchenchor gewesen.”

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Tödliche Folgen der Klimadiktatur

Klimaretter wollen das Klima retten, nicht die Menschen, denn sonst würden sie “Menschenretter” sagen. Eine Wortspielerei? Nein, die brutale Wahrheit, wenn man den Zahlen des IPCC traut.

Fred F. Müller, dessen Beiträge wir wegen seiner gründlichen Recherchen und fachlichen Kompetenz sehr schätzen, hat wieder einen lesenswerten Artikel verfasst. Es geht um die Klimadiktatur, die Millionen von Menschen das Leben kosten wird.

Fred F. Müller

Decarbonisierung: Ein tödlicher Cocktail aus Dummheit und ideologischer Verblendung

Massenmord mit gutem grünem Gewissen

Die G7 machen es, die USA machen es, und der Papst macht inzwischen auch mit: Die zivilisierte Welt macht sich auf, um das Klima vor dem Anstieg des CO2 zu retten, das uns mit Hitzewellen, Meeresanstieg und anderen Naturkatastrophen bedrohen soll. Um das zu erreichen, sollen wir innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu vollständig auf die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl verzichten. Energie soll dann weitestgehend nur noch aus „erneuerbaren“ Quellen wie Sonne, Wind und Wasser kommen. Dies wird allerdings nicht ohne erhebliche Einschränkungen des gewohnten Lebensstandards möglich sein. Um das zu erkennen, genügt ein kurzer Blick in eine noch gar nicht allzu lange zurückliegende Vergangenheit.

„Die Mutter und ihre beiden Kinder lagen gemeinsam im Grab mit der Nummer R11 des kleinen jungsteinzeitlichen Friedhofs von Lokomotiv, mitten in der heutigen Stadt Irkutsk in Sibirien“, berichtete die Archäologin Angelika Franz am 18.03.2015 im Spiegel Online [SPIE]. Aus der Lage der Knochen konnten die Archäologen das Drama, das sich hier abgespielt hatte, exakt ablesen. Die Frau war mit geschätzten 20 bis 25 Jahren im besten Alter, es hätte eine glückliche Familie werden können. Doch der eine Zwilling hatte in Steißlage gelegen, sein Kopf verhakte sich möglicherweise mit dem des Geschwisters, und so starben Mutter und Kinder einen elenden Tod.
Helfen konnte ihnen damals niemand. Nur die moderne Medizin, über die wir heute verfügen, hätte dieses Drama verhindern können.

Abb_1

Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland von 1871 bis 2004 (Grafik: Statistisches Bundesamt) Zum Vergrößern bitte die Abbildung anklicken.

Ohne Energie keine Zivilisation

Dieses Ereignis wirft ein grelles Schlaglicht darauf, dass unsere moderne Zivilisation nicht nur Annehmlichkeiten und sogar Luxus, sondern vor allem auch einen effektiven Schutz vor Krankheit, Schmerzen und frühem Tod bietet. Und das ist noch gar nicht so lange her, wie manche zu glauben scheinen, die heute mit Schlagworten wie „Fossilkapitalismus“ um sich werfen. Noch um das Jahr 1875 kamen Männer im Deutschen Reich nicht über eine Lebenserwartung von etwa 35 Jahren hinaus, bei Frauen waren es 38 Jahre [LEBE]. Entscheidende Verbesserungen bezüglich Lebenserwartung, Ernährung, medizinischer Versorgung und der Verringerung der Arbeitszeit setzten erst im 20. Jahrhundert ein. Zu verdanken haben wir dies weit überwiegend einem einzigen Umstand: Der Verfügbarkeit reichlicher und billiger Energie durch Dampfmaschinen, Benzinmotoren und Elektrizität sowie durch die Beheizung von Wohnungen und Waschwasser mit Kohle, Gas und Öl statt Holz. Die sich damit entwickelnde Industrie befreite die Menschen auch von der bisher oft knochenbrechenden Arbeit in der Landwirtschaft, in der noch bis 1750 rund 80 bis 90 % der Bevölkerung tätig waren. Dank Mechanisierung und Chemie (Düngemittel) konnte ein Landwirt im deutschen Kaiserreich Anfang des 20. Jahrhunderts dann bereits Nahrungsmittel für vier weitere Personen erzeugen, 1950 waren es bereits zehn und 2004 sogar schon 143. Die Steigerung der Produktion von Lebensmitteln ermöglichte wiederum die Freisetzung immenser Ressourcen an Arbeitskraft und Intelligenz für Forschung und Entwicklung und damit schnelle Fortschritte auf allen möglichen Gebieten von Naturwissenschaften und Technik.

Energieverbrauch in Industrienationen

In modernen Industrienationen erreicht der ständige Energiebedarf der Bevölkerung inzwischen eine Bandbreite zwischen etwa 4.100 Watt (Italien) und 12.500 Watt (Luxemburg). Um sich klarzumachen, wie entscheidend wir hiervon abhängen, braucht man sich nur in Erinnerung zu rufen, dass dem Menschen bis vor einigen 1.000 Jahren nur die durch seine eigenen Muskeln erzeugbare Dauerleistung zur Verfügung stand. Und die liegt für einen gesunden Erwachsenen bei lediglich etwa 80 bis 100 Watt. Das sind nur winzige Bruchteile dessen, was uns heute auf Knopfdruck jederzeit zur Verfügung steht. Erst die heutige Verfügbarkeit reichlicher und billiger Energie hat es den Industrienationen ermöglicht, unsere technische Zivilisation mit Stahl und Aluminium, mit moderner Medizin und ausreichender Versorgung mit Lebensmitteln selbst für die Ärmsten unter uns aufzubauen.

In der dritten Welt leiden Milliarden

Für uns ist dieses Lebensniveau inzwischen so selbstverständlich geworden, dass den meisten Zeitgenossen gar nicht klar ist, wie viel schlechter es auch heute noch Milliarden Menschen in den ärmeren Ländern der Welt geht, weil ihnen keine ausreichenden Energieressourcen zur Verfügung stehen. „Die Welt kocht nicht in Edelstahl auf Induktion, sondern in Blech und Gift“ schrieb die Professorin Sabine Hark vor wenigen Monaten in einem Artikel in der FAZ [FAZ]. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu „Household Air Pollution“, so die Autorin, „kochen mehr als 3 Milliarden Menschen, also fast die Hälfte der Weltbevölkerung, ihre täglichen Mahlzeiten auf Herden, die den Namen kaum verdienen: Kochstellen aus wenigen geschichteten Steinen um ein offenes Feuer, für das oft genug nicht einmal Holz, sondern nur Plastikmüll, Kuhdung oder Küchenabfälle als Brennstoff zur Verfügung stehen. Wie giftig das ist, kann ahnen, wer einmal im Rauch eines Lagerfeuers saß, in dem industrielle Holzabfälle statt pures Buchenholz brannte. Ein Cocktail aus Feinstaub, Karbonmonoxyd, Stickstoffoxiden, Formaldehyd, Benzol. In 2012, so die Berechnungen der WHO, starben nicht weniger als 4.3 Millionen Menschen, die meisten davon Frauen und Kinder, an durch household air pollution verursachten oder mindestens damit in Zusammenhang stehenden Krankheiten“.
Unabhängig davon, wie man zu den sonstigen Ansichten der Autorin – einer der bekanntesten deutschen Feministinnen – steht, macht dieser Bericht klar, worauf es hinausliefe, wenn man diesen Menschen unter dem Vorwand, durch Decarbonisierung das Klima retten zu müssen, auch in Zukunft die Versorgung mit preisgünstigen fossilen Brennstoffen verwehrt. Darüber sollten diejenigen, die heute großspurig von „Klimagerechtigkeit“ herumtönen, wirklich ernsthaft nachdenken.

Der Feldzug der „Menschheitsretter“ –

Denn genau auf die Verweigerung des Rechts auf billige Energie läuft die Politik, die seitens der hiesigen Regierungen und zahlloser Verbände von Greenpeace bis Brot für die Welt betrieben wird, inzwischen hinaus. Die Methoden sind teils subtil, teils brutal und laufen in Form einer systematisch und langfristig betriebenen Kampagne ab. Aufgrund der Druckmittel, welche dieser unseligen Koalition aus Politik und „Umweltschutz“-Verbänden inzwischen zur Verfügung stehen, wird die 3. Welt inzwischen systematisch von der Zufuhr an billiger fossiler Energie abgeschnitten. So meldete beispielsweise die französische „Le Monde“ am 8.4. 2015, dass sich die drei französischen Großbanken BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale der Erpressung französischer und australischer Umweltverbände gebeugt und sich aus der Finanzierung des weltweit bedeutendsten Kohleprojekts im Osten Australiens zurückgezogen haben. Die tatsächliche Tragweite dieser Entwicklung erkennt man erst, wenn man weiß, dass Frankreich bzw. französische Banken bisher den weltweit 4. Rang bei der Finanzierung von Kohleprojekten innehatten. Der jetzt erzielte „Erfolg“ dürfte daher noch weitere Projekteinstellungen nach sich ziehen.
Vergleichbar massive Eingriffe seitens der US-Administration unter Obama vermeldete die „Times of India“. Dem Bericht zufolge setzte die US-Administration bereits 2010 die Weltbank unter Druck, wenn es um die Finanzierung von Kohleprojekten ging [IND]. Darunter leiden dann vor allem Kohle- und Teerprojekte in finanziell weniger stabilen Ländern wie Pakistan oder Südafrika. Auch der weltgrößte, mit rund 900 Mrd. $ ausgestattete Pensionsfonds des norwegischen Staates hat auf Drängen der Politik beschlossen, Finanzierungen im Bereich der Kohle zu kappen. Gleichgelagerte Entscheidungen gab es in letzter Zeit auch seitens der Church of England, des Weltkirchenrats, der Fonds der Universitäten von Stanford und Harvard, der British Medical Association, des Fonds der Gebrüder Rockefeller sowie des AXA-Konzerns. Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen.

– und seine Konsequenzen

Dabei geht es den Verantwortlichen dieser Aktivitäten nur vordergründig um die Rettung des Klimas. In Wirklichkeit läuft ihr Tun auf etwas ganz anderes hinaus: Die Zementierung von Armut und Rückständigkeit gerade in den weniger entwickelten Ländern. Hierauf arbeitet insbesondere auch die deutsche Bundesregierung in ihrem Sendungsbewusstsein in Klimafragen mit aller Macht hin. Rechtzeitig vor Beginn der aus Sicht westlicher Länder entscheidenden Klimakonferenz in Paris spendierte Deutschland dem wirtschaftlich und politisch angeschlagenen Brasilien mehr als eine halbe Milliarde € – knapp mehr als 1 Promille dessen, was Europa inzwischen ins marode Griechenland gepumpt hat –, um dem Land ein „Klimaschutzabkommen“ abzunötigen, in dem es sich der G7-Gruppe unterwirft und zusichert, bis Ende des Jahrhunderts aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas auszusteigen. Damit ist es Deutschland gelungen, ein Land aus der sogenannten BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) herauszubrechen und so deren Widerstand gegen die vom Westen geplante Klimadiktatur zu schwächen. Die Bevölkerung gerade der ärmsten Länder wird so keine Chance erhalten, sich aus dem Teufelskreis der Energiearmut zu befreien.

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Als Konsequenz können wir in den nächsten Jahren mit einem Zustrom von Armutsflüchtlingen rechnen, der das jetzige Geschehen an Europas Südgrenzen um Größenordnungen in den Schatten stellen dürfte. Aber auch für uns hier in Europa werden die Konsequenzen brutal sein, denn ohne ausreichende Energieverfügbarkeit wird hier die Zivilisation regelrecht implodieren.

Da helfen auch keine Fantasien (pardon, lies Visionen) über „urbane 2.000-Watt-Gesellschaften“. Statt schöner energieautarker Wohnblocks mit „urban gardening“ und Bienenvölkern auf dem Balkon könnte es möglicherweise eher auf verfallende Favelas und Straßengangs hinauslaufen. Entsprechende Symptome werden inzwischen nicht nur aus französischen Bidonvilles, sondern auch aus deutschen Großstädten gemeldet [MARX].
Fred F. Mueller

Quellen:
[FAZ] http://blogs.faz.net/10vor8/2015/04/01/toedliches-kochen-4263/
[IND] http://timesofindia.indiatimes.com/india/US-to-World-Bank-Dont-fund-coal-fired-plants/articleshow/5493089.cms
[LAND] https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaft
[LEBE] http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138003/historischer-rueckblick?p=all
[MARX] http://www.focus.de/politik/deutschland/no-go-area-duisburg-marxloh-wo-kinder-auf-autos-trampeln-f_id_4889030.html
[MOND] http://www.lemonde.fr/planete/article/2015/04/08/les-banques-francaises-se-retirent-du-plus-grand-projet-charbonnier-au-monde_4612071_3244.html#jhseF6mOeljIq5r0.99
[SPIE] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/tod-waehrend-der-geburt-aeltester-fall-aus-sibirien-a-1024204.html

 

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Wie Greenpeace mit Umfragen Meinung macht

An die CO2-Lügen hat man sich inzwischen gewöhnt, so dass den Manipulationen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird.
Campact betreibt auf Facebook Werbung für das Ergebnis einer Umfrage, die Emnid im Auftrag von Greenpeace durchgeführt hat, ganz im Sinne des politischen Mainstreams. Campact gehört zur Klima-Allianz, ein Netzwerk von mehr als 110 Entwicklungs- und Verbraucherorganisationen, Vertretern der beiden großen christlichen Kirchen, Umweltverbänden, Jugendverbänden, Globalisierungskritikern und anderen Gruppen in Deutschland..

Campact kommentiert: “Kein Wunder, dass die Mehrheit der Deutschen für den Kohleausstieg ist: Kohlekraftwerke pusten giftiges Schwermetall aus den Schloten. Sie sind für ca. 70 Prozent der deutschen Quecksilberemissionen verantwortlich.”

Die Frage lautete:

“Die Verbrennung von Kohle ist in Deutschland zu ca. 40% verantwortlich für die von den Menschen verursachten CO2-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. Wünschen Sie sich einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2030, einen mittelfristigen Ausstieg bis 2040, oder gar keinen Ausstieg aus der Kohleverstromung?”

Greenpeace_Umfrage

Zum Vergrößern bitte die Tabelle anklicken.

Der eigentlichen Frage wird eine Information vorangestellt, die bewirkt, dass nur diejenigen die Frage beantworten werden, die der Behauptung des Auftraggebers (Greenpeace) zustimmen und ebenfalls der Meinung sind, dass es einen menschengemachten Klimawandel gibt. Hier findet eine Vorauswahl statt, die das Ergebnis von vornherein in Frage stellt.

Ist die Verbrennung von Kohle in Deutschland zu ca. 40% “verantwortlich für die von den Menschen verursachten CO2-Emissionen” – wo, in Deutschland oder weltweit? Die Frage ist berechnend, denn sie zielt auf eine Schockreaktion. Es bleibt dem Befragten in der Regel keine Zeit für Hinterfragen, er wird nicht vermuten, dass er übertölpt werden und im Sinne der Fragesteller bzw. seiner Auftraggeber antworten soll . Die Angabe von 40% hat eine alarmierende Wirkung, sie signalisiert einen hohen Anteil am Elend der Welt und damit an der Schuld, die jeder mit trägt, der nichts gegen den dramatischen Anstieg der CO2-Emissionen unternimmt. Um ein gutes Gewissen behalten zu können, wird sich dieser suggestiven Frage kaum jemand entziehen, nur mit Wissen.

Es fehlt bei dieser Frage der Hinweis, dass Deutschland nur mit 0,00004712 Prozent am CO2-Gehalt der Luft beteiligt ist. Nur 40 Prozent davon entfielen, wenn man die Angaben auf Deutschland bezieht, auf die Verbrennung von Kohle. Mit diesem winzigen Anteil begründen Greenpeace und andere den irrsinnig teuren Aufwand und die Industrialisierung der Landschaft und verteidigen dies auch noch als notwendig für den Klimaschutz.

Die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre sei auf dem höchsten Stand seit mindestens 800.000 Jahren, behauptet der Weltklimarat (IPCC) in seinem aktuellen Bericht.

In den Quaternary Science Reviews erschien im Mai 2013 eine Studie, die gegen Ende der letzten Eiszeit vor 13.000 Jahren CO2-Werte von bis zu 425 ppm in der Atmosphäre nachwiesen, also Konzentrationen, die die heutigen Werte zum Teil überstiegen.

Der CO2-Anteil der Luft ist der niedrigste seit 800.000 Jahren, sagt Patrick Moore. Würde der Luft CO2 entzogen, hätte dies verheerende Wirkungen auf das Pflanzenwachstum. Warum sollte er noch weiter gesenkt werden?

Die Frage von Greenpeace dient, wie jeder funktionierende kritische Verstand selbst beurteilen kann, der politischen Propaganda, nicht der Wahrheit.

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Sorry, Mr. Obama, Afrika braucht Kohle

Obamas neue Energie Initiative für Afrika verpflichtet die USA, innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als sieben Milliarden US-Dollar auszugeben, um über 10.000 Megawatt Strom aus Erneuerbaren Energien hinzuzufügen, zunächst in Äthopien, Ghana, Kenia, Liberia, Nigeria und Tansania.

Jim Yong Kim, Präsident der Weltbank warnt: “Wenn wir sagen, keine Kohle, keine Kernenergie, dann sind wir nicht seriös.” “Wir wissen, dass unregelmäßige Energie [allein] zu keiner ökonomischen Entwicklung führen wird. Wir haben eine verbindliche Zusage zur Bekämpfung des Klimawandels gegeben. [Aber wir sind ebenso] seriös in Fragen des Zugangs Afrikas zur Energie. An bestimmten Orten, deren einzige Option Kohle ist, müssen wir darauf Rücksicht nehmen.”
Sospeter Muhongo, Energieminister Tansanias, strebt unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums ein Wirtschaftswachstum von 8 bis 9 Prozent an. Muhango: “Wir werden Erdgas nutzen. Wir werden Kohle nutzen.”

Damit widersetzt sich Tansania der neuen außenpolitischen Doktrin der USA und Obamas Plan gegen den Klimawandel.  Obama hatte am 28.05.14 in einer viel beachteten Abschlussrede vor Kadetten in West Point eine neue außenpolitische Doktrin angekündigt, die auf einer globalen Führung mit weniger Rückgriff auf militärische Macht beruhen soll: Soft Power Diplomatie und internationale Partnerschaften. Obama beabsichtige, eine Vorreiterrolle in einem globalen Netzwerk zur Rettung des Planeten einzunehmen, schreibt The Guardian.  >>> Obamas Anspruch auf Vorherrschaft und der Klimawandel

 


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Volker Seitz, Jahrgang 1943, war von 1965 bis 2008 in verschiedenen Funktionen für das Auswärtige Amt tätig, unter anderem bei der EU in Brüssel und in mehreren Ländern Afrikas, und von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2008 Leiter der Botschaft in Jaunde/Kamerun.

seitz

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Kohle schadet Ihrer Gesundheit

Ist es denkbar, dass die Umweltverbände aus Furcht vor dem Verlust von Spenden eine falsche Energiepolitik verfolgen und sich deshalb gegen Kernkraftkraft einsetzen, wie der renommierte Umweltschützer James E. Hansen meint? Ist dies vielleicht der Grund dafür, dass die Verbände keine vernünftige Risikoabwägung für verschiedene Energieformen durchführen? weiterlesen

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