Krieg

“Wir brauchen keinen Krieg mit dem Iran, weil Israel einen will” (Philip Giraldi)

“Wir brauchen keinen Krieg mit dem Iran, weil Israel einen will, und einige reiche und mächtige amerikanische Juden glücklich darüber wären, ihn zu liefern zu können. Im Ernst, wir brauchen es nicht”, sagt Philip Giraldi. (“We don’t need a war with Iran because Israel wants one and some rich and powerful American Jews are happy to deliver. Seriously, we don’t need it.”)

 

Experten warnen eindringlich vor einem drohenden Krieg gegen den Iran

Am Morgen des 21. September 2017 wurde Philip Giraldi von dem Magazin The American Conservative/TAC entlassen. 14 Jahre lang hatte er Kolumnen für das Magazin verfasst. Telefonisch teilte man ihm mit, dass der Artikel, den er für die Website Unz Review geschrieben hatte, “America’s Jews Are Driving America’s Wars”, inakzeptabel sei. Philip Giraldi wurde, ähnlich wie es zuvor dem TAC-Gründer Pat Buchanan mit der Überschrift “Whose War?” ergangen war, als “Antisemit” diffamiert. Buchanan hatte in den USA lebende Juden als Kriegstreiber für den Krieg gegen Irak beschuldigt. Giraldi macht in den USA lebende Juden dafür verantwortlich, dass die USA in immer neue Kriege, aktuell in einen Krieg gegen den Iran getrieben würden.

Philip Giraldi ist ein früherer Spezialist für Terrorismusbekämpfung und Beamter des militärischen Nachrichtendienstes der United States Central Intelligence Agency (CIA), außerdem ein Kolumnist und Fernsehkommentator. Er leitet das Council for the National Interest, eine Organisation, die für eine zurückhaltendere Politik im Nahen Osten eintritt.

Seit einiger Zeit warnen Experten eindringlich vor einem drohenden Krieg gegen den Iran sagt Philip Giraldi. Zwar komme die Aufforderung, den Iran anzugreifen und Generäle in die Verwaltung einzubeziehen, die immer zuerst über die Lösung von Problemen mit Gewalt nachdächten, von vielen Seiten, auch von einer saudischen Regierung, die von der Angst vor der iranischen Hegemonie besessen sei, und natürlich von Israel selbst.

 

Treiben in den USA lebende Juden die USA in den Krieg?

Aber, was den Kriegsmotor (“war engine”) ausmache, sagt Giraldi, seien die amerikanischen Juden, die sich die schwere Aufgabe gestellt hätten, einen Krieg mit einem Land zu beginnen, das die Vereinigten Staaten nicht bedroht. “Sie haben sehr erfolgreich die iranische Bedrohung vorgetäuscht, so dass fast alle republikanischen und demokratischen Kongressabgeordneten sowie ein Großteil der Medien davon überzeugt sind, dass der Iran mit aller Entschiedenheit behandelt werden muss, ganz bestimmt durch das US-Militär. Und je früher, desto besser.” (“Most recently, some pundits, including myself, have been warning of an impending war with Iran. To be sure, the urging to strike Iran comes from many quarters, to include generals in the Administration who always think first in terms of settling problems through force, from a Saudi government obsessed with fear over Iranian hegemony, and, of course, from Israel itself. But what makes the war engine run is provided by American Jews who have taken upon themselves the onerous task of starting a war with a country that does not conceivably threaten the United States. They have been very successful at faking the Iranian threat, so much so that nearly all Republican and most Democratic congressmen as well as much of the media seem to be convinced that Iran needs to be dealt with firmly, most definitely by using the U.S. military, and the sooner the better.”)

Giraldi nennt namentlich mehrere einflussreiche Personen und Institutionen, die zum Krieg gegen den Iran aufrufen. Die Kriegstreiber seien jüdischer Herkunft, die meisten von ihnen würden sich selbst als Neokonservative beschreiben. Giraldi fügt hinzu, dass nur eine der genannten Personen jemals in den US-Streitkräften gedient habe. Trotzdem bildeten diese Personen eine Clique scheinheiliger Schreibtischkrieger, die vorgeben, schwere Gedanken zu wälzen, während sie andere kämpfen und sterben lassen. (“These individuals largely constitute a cabal of sanctimonious chairborne warriors who prefer to do the heavy thinking while they let others do the fighting and dying.”)

 

Die Agitation gegen den Iran stammt aus Israel und von amerikanischen Juden (Giraldi)

Man könne mit Sicherheit sagen, dass ein Großteil der Agitation, etwas gegen den Iran zu unternehmen, aus Israel und von amerikanischen Juden stamme, stellt Philip Giraldi fest. Er ist überzeugt, dass der größte Teil der Wut des Kongresses über den Iran auf Aktivitäten von The American Israel Public Affairs Committee (AIPAC) zurückzuführen sei. AIPAC überschütte den Kongress mit “fact sheets”, die erklärten, dass der Iran der Vernichtung würdig sei, weil der Iran sich verpflichtet habe, Israel zu zerstören. “Das ist sowohl eine Lüge als auch eine Unmöglichkeit, da Teheran nicht über die Mittel verfügt, eine solche Aufgabe zu erfüllen. Die AIPAC-Lügen werden dann von einem verbindlichen Medium aufgegriffen und wiedergegeben, wo fast jeder “Experte”, der im Fernsehen und Radio über den Nahen Osten spricht oder für Zeitungsgeschichten interviewt wird, jüdisch ist”, sagt Giraldi.

Der Einfluss US-amerikanischer Juden auf die US-Außenpolitik (im Nahen und Mittleren Osten) ist nach Ansicht Giraldis dominierend. Er sei wegen des Interessenkonfliktes zwischen der jüdischen Herkunft oder familiärer Bindungen und der Loyalität gegenüber den USA problematisch. Eine Torheit sei die Ernennung des US-Botschafters in Israel, der jüdischer Herkunft sei und sich mit den rechtesten israelischen Siedlerelementen identifiziere. Hinzu komme, dass ein vom Weißen Haus ernannter Chefunterhändler  ebenfalls jüdischer Herkunft sei und der jüdische Schwiegersohn des US-Präsidenten an der Formulierung der Nahostpolitik beteiligt sei.

 

Alternativen

Philip Giraldi fragt:”Gibt es einen alternativen Standpunkt zur ewigen und unkritischen Unterstützung von Benjamin Netanjahu und seinem kleptokratischen Regime rassistischer Verbrecher?” “Ich denke nicht”, sagt er.

Giraldi hält es für unwahrscheinlich, dass seine Vorschläge zur Vermeidung von Interessenkonflikten umgesetzt werden. Nachzulesen sind sie in dem Artikel “America’s Jews Are Driving America’s Wars”. Es gebe ein paar einfache Korrekturen für die dominante Beteiligung amerikanischer Juden an außenpolitischen Themen, an denen sie aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder familiären Bindungen ein persönliches Interesse haben, sagt der Spezialist für Terrorismusbekämpfung. Zuallererst sollten Sie nicht in Positionen der nationalen Sicherheit, die den Nahen Osten betreffen, gebracht werden, wo sie möglicherweise in Konflikt geraten. Sie sollten sich stattdessen über Nordkorea Sorgen machen, das keine jüdische Minderheit habe und das nicht am Holocaust beteiligt gewesen sei. Diese Art von Politik bezüglich der Position des US-Botschafters in Israel sei vor 1995 verfolgt worden, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Die Übereinkunft sei von Bill Clinton missachtet worden, als er Martin Indyk zum Botschafter ernannte. Indyk sei zu dieser Zeit nicht einmal amerikanischer Staatsbürger gewesen und habe schnell eingebürgert werden müssen, bevor seine Benennung vom Kongress genehmigt wurde.

Diejenigen amerikanischen Juden, die stark mit Israel verbunden seien und sich in irgendeiner Führungspositionen des Nahen Ostens befänden und Integrität in dieser Angelegenheit besäßen, sollten sich zurückziehen, so wie es jeder Richter tun würde, wenn er einen Fall bearbeitet, an dem er ein persönliches Interesse hat.

US-Bürgern, die nicht wollten, dass eine kleine Gruppe von Leuten, die sich einem anderen Staat als den USA verpflichtet fühlen, immer wieder die Sicherheitsinteressen der USA vernachlässigen, bleibe nur eine Alternative. Er rät ihnen, stärker darauf zu achten, was geschieht:

“Bringt ein wenig Licht in die Finsternis, achtet darauf, wer von wem belogen wird, und macht es bekannt.”

 

Norrin Radd

 

Titelfoto: pixel2013, pixabay

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Generalmajor

Youtube Video vom „Generalmajor“ gelöscht

Epoch Times ergreift Partei für Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof.

“1939 – Der Krieg, der viele Väter hatte“, lautet der Titel eines Buches von Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof. Es erschien zuerst 2003 und wurde 2015 zum neunten Mal wieder aufgelegt. Mit der Überschrift “Verleumdung im Internet: Youtube Video vom „Generalmajor“ gelöscht”, ergreift Epoch Times im Juni 2017 für den Autor Partei. “Abstruses zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs”, urteilte die FAZ 2003. Zwei unterschiedliche Sichtweisen, die sich aus der hektischen Reaktion von Politikern auf eine neue Debatte über die Schuldigen am Zweiten Weltkrieg ergeben.

 

Was gilt als politisch korrekt – was nicht?

Hitler als größenwahnsinniger Diktator und irrer Massenmörder – diese Darstellung gilt als politisch korrekt. Dass die Deutschen den Verbrechen der Nationalsozialisten keinen Einhalt gebieten konnten, führte darüber hinaus zu der These, es gebe eine Kollektivschuld aller Deutschen. In diesem Bewusstsein, als Nachfahre einer Tätergeneration mitverantwortlich für die Verbrechen insbesondere an sechs Millionen Juden zu sein, wachsen junge Menschen seit 1945 heran. Das Schuldgefühl gilt ebenfalls als politisch korrekt.

Die Frage, welche gesellschaftlichen Kräfte tatsächlich den zweiten Weltkrieg vorangetrieben haben, wird dagegen von vielen Seiten als unbequem betrachtet. Die Rolle der Großindustrie als treibende Kraft wurde in der Geschichtswissenschaft ausführlich beleuchtet und schuf die Grundlage für eine Faschismustheorie, die bis heute den Charakter der Hitler-Ära als Wirtschafts- und Gesellschaftssystem mit dem Ziel, die Interessen der Großindustrie aggressiv umzusetzen, weitreichend beschreibt.

So gut wie keine Beachtung fand unter Historikern die Rolle der Staaten, mit denen Deutschland vor Beginn des zweiten Weltkrieges Kontakt hatte, in der Phase der Kriegsvorbereitungen. Wurden die Nachbarstaaten und die USA von Hitlers Angriff auf Polen überrascht? Hätten sie den Krieg verhindern können? Oder haben sie den Angriff gewollt und bewusst gesteuert, aber als Siegermächte nach Kriegsende die Dokumente, die ihre Absichten hätten belegen können, zu ihrem eigenen Vorteil unterdrückt oder manipuliert?

 

“1939 Der Krieg, der viele Väter hatte”

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Nachkriegsgeschichte, dass weniger die Historiker, sondern ein Generalmajor, Jahrgang 1939, der Frage folgte, ob die mit Deutschland kooperierenden Staaten den Krieg gegen Russland hätten verhindern können. Der Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof forschte nach seinem Ausscheiden bei der Bundeswehr in Archiven und wurde publizistisch tätig. Mit seinem Buch “1939 Der Krieg, der viele Väter hatte“, füllte er eine Lücke in der Geschichtswissenschaft und stieß auf Widerstand – bei konservativen Historikern und Medien, aber auch bei Gruppen, die sich als “links” bezeichnen.

Schultze-RhonhofGerd Schultze-Rhonhof hatte zunächst nur eine Antwort auf die Frage gesucht, was die Generation seines Vaters dazu bewogen hat, nur 20 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg Adolf Hitler in einen neuen Krieg zu folgen? Dokumente, Informationen und seine Erkenntnisse führten ihn zu dem Schluss, dass es eine ganze Anzahl von Staaten gab, die den Zweiten Weltkrieg angezettelt hatten. Der Autor stellt fest: Die deutsche Geschichte zwischen 1919 und 1939 ist nur zu verstehen, wenn man das zeitgleiche Geschehen in den anderen Ländern kennt.

Die Neue Ausgabe seines Buches „1939 Der Krieg, der viele Väter hatte“, das 2015 in neunter Auflage erschien, enthält zusätzliche Absätze/Kapitel unter anderem über das Münchener Abkommen, Hitlers Lebensraumpolitik, Polens Rolle und Deutschlands Friedensangebote.

 

Video im Mai 2017 bei Youtube gelöscht

2006 hatte Gerd Schultze-Rhonhof einen Vortrag über einen Teil seines Buches „1939 Der Krieg, der viele Väter hatte“ über die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs gehalten. Der Vortrag wurde damals als Video aufgenommen und bei Youtube ins Netz gestellt. Bis Mai 2017 wurde das Buch über 56.000 mal verkauft, das Youtube-Video wurde über 880.000 mal angesehen.

Im Mai 2017 wurde Gerd Schultze-Rhonhof darauf aufmerksam gemacht, dass das Buch im Internet unter der Überschrift „Holocaust Referenz, Argumente gegen Auschwitzleugner” kritisiert und der Youtube-Vortrag wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Netz gelöscht wurde.

Schultze-Rhonhof wandte sich am 24. Juni 2017 mit einer Nachricht an Epoch Times, eine mehrsprachige, internationale Zeitschrift mit Sitz in New York. Die Nachricht, die ebenso wie seine drei Offenen Warn- und Protestbriefe zur unkontrollierten Masseneinwanderung, die an die Bundeskanzlerin, die Ministerpräsidenten der Länder, die Generalsekretäre der Parteien, viele Bundesminister und an alle Damen und Herren Abgeordnete des Bundestags gerichtet waren, wurden von Epoch Times in ganzer Länge veröffentlicht.

In seiner Nachricht schreibt Schultze-Rhonhof, dass er weder im kritisierten Buch noch sonst den Holocaust oder Auschwitz geleugnet habe. Bei der Wiedergabe des Vortrags bei Youtube habe auch keine Urheberrechtsverletzung vorgelegen. Wegen der Unterstellung, sein Buch oder er hätten etwas mit Holocaustleugnung zu tun, habe er bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, sagt Gerd Schultze-Rhonhof.

“Kann das jetzt jeder machen, Meinungsterror statt Meinungsaustausch im Internet durch Löschanträge bei Youtube durchsetzen?”, empört sich Epoch Times. “Gerd Schultze-Rhonhof, Generalmajor a.D., wurde das jüngste „Opfer“ solcher Praktiken, aber er wehrt sich”, berichtet die Zeitschrift.

Dazu bemerkt der wahrscheinliche Initiator der Video-Löschung höhnisch: “Der beleidigte General möchte löschen”. Ist er einer der neuen Moralwächter, auf die der Innenministers Heiko Josef Maas sein “Netzwerkdurchsetzungsgesetz” stützt?

 

“Nazi”-Unterstellung genügt in manchen Fällen für einen Rufmord

Für die “Emanzipatorische Antifa Münster” gilt Schultze-Rhonhof als “Kronzeuge der Neonazis und Geschichtsverfälscher“. Sie werfen ihm vor, dass er seine Forschungsergebnisse in rechtslastigen Kreisen vorgetragen habe. Ein Argument von 2008, mit dem die Jusos Witten, die Grüne Jugend Witten und auch die Piratenpartei NRW 2015 versucht haben, einen Vortrag von Dr. Daniele Ganser an der Universität Witten/Herdecke zu verhindern.

Durch seine These vom Präventivkrieg gegen die Sowjetunion und die Friedensabsichten Hitlers verorte sich Schultze-Rhonhof “deutlich am äußersten rechten Rand des Parteienspektrums und in der Gesellschaft von NS-Nostalgikern und Neonazis”, meint die Antifa Münster. Die Thesen von Schultze-Rhonhof seien wissenschaftlich unhaltbar und die “AntifaschistInnen” würden nicht zusehen, “wie Geschichtsverfälschung und Nationalismus salonfähig gemacht werden”, sagt die Antifa Münster.

Die neuen Moralwächter stellen Behauptungen auf, die sie mit Quellenangaben stützen. Aber sie sind unfähig, die Argumente des Autors zu widerlegen und genieren sich daher nicht, einen Rufmord zu begehen. Man habe Hinweise auf Schultze-Rhonhofs Nähe zu Rechtsextremisten und Holocaustleugnern gefunden, heißt es in dem Blog, dessen Betreiber, ein Übersetzer, sagt, er wolle auf seinen Seiten “Material zur Auseinandersetzung mit Holocaust-Leugnern anbieten”. Es sei seiner Ansicht nach wichtig, “sie als das vorzuführen, was sie sind: unverbesserliche Ewiggestrige und meist auch fanatische Antisemiten, die wissentlich oder unwissentlich auf den nächsten Völkermord zusteuern, indem sie den letzten leugnen.” Der Blogbetreiber ist nur einer von vielen übereifrigen, dubiosen Moralisten, die im Schutz neuer Gesetze und Kontrollinstitutionen versuchen, politisch unerwünschte Ansichten mit Hilfe von Verleumdungen im Keime zu ersticken.

 

Wem nutzt das Schweigen über die Interessen der Kriegsparteien?

Wer will internationale Interessen vor 1939 an einem Krieg in Europa und gegen die Sowjetunion bestreiten? Soll mit der Unterstellung, eine derartige Fragestellung würde Nazis Vorschub leisten, eine Aufklärung der Sachverhalte verhindert werden? Wer könnte denn wollen, dass die Debatte darüber im Keim erstickt wird, wenn nicht die betreffenden Staaten selbst?

Die Feststellung, dass es internationale Interessen an einem Vorstoß Deutschlands gegen Russland gab, der 1941 erfolgte, sind von großer Bedeutung, auch um den derzeit zu beobachtenden Aufmarsch der Nato-Truppen an der Ostgrenze zu Russland verstehen zu können. Ohne einen Rückblick auf die “vielen Väter” des zweiten Weltkrieges und die militärisch-politischen Überlegungen der USA nach Beendigung des Krieges, ist dies nicht möglich.

Das Video ist seit wenigen Tagen wieder bei Youtube zu finden. Das Thema Holocaust- oder Auschwitz-Leugnung kommt darin nicht vor.

 

 

 

Zur Erinnerung: Das Memorandum No. 20/1 des Nationalen Sicherheitsrates der USA

Wer die Entwicklung der US-amerikanischen Außenpolitik betrachtet, sieht die Spur der Außen- und Militärpolitik der USA, die seit der Pariser Friedenskonferenz von 1919 bis zum Truppenaufmarsch der Nato an der Ostgrenze zu Russland führt.

Für die Pariser Konferenz 1919 hatte das Außenministerium der USA einen detaillierten Plan erarbeitet, in dem verlangt wurde, “ganz Rußland … in große natürliche Gebiete zu teilen, ein jedes mit seinem eigenen Wirtschaftsleben. Dabei darf kein Gebiet selbständig genug sein, um einen starken Staat bilden zu können”. Aus dem diesem Dokument beiliegenden Kartenmaterial geht laut Greiner und Steinhaus hervor, dass die USA seinerzeit beabsichtigten, “von Sowjetrußland die heutige Karelische ASSR, das Murmansker Gebiet, Estland, Lettland, Litauen, die Ukraine, die Krim, Transkaukasien, Mittelasien und auch Sibirien – das ganze Gebiet vom Ural bis zum Stillen Ozean – loszutrennen.” (zitiert nach: B Greiner, K. Steinhaus: “Auf dem Weg zum 3. Weltkrieg?”, Köln, 1981, S.14)

Im Memorandum No. 20/1 des Nationalen Sicherheitsrates vom 18. August 1948 (NSC 20/1) heißt es:

“So viel über unsere Ziele in Bezug auf jede sowjetische Restmacht. Es bleibt die Frage, von welcher Art unsere Ziele in Bezug auf jede nichtkommunistische Autorität sein würden, die auf einer Teilung oder auf allen russischen Gebieten als Folge der Kriegsereignisse aufgebaut werden könnte.”  “[…] wir sollten automatische Garantien einrichten, um sicherzustellen, dass auch ein Regime, das nicht kommunistisch und nominell freundlich zu uns ist: a) keine starke militärische Macht hat; b) in erheblichem Maße von der Außenwelt wirtschaftlich abhängig ist ; c) nicht zu viel Autorität über die großen nationalen Minderheiten ausübt; und d) nichts auferlegt, was dem eisernen Vorhang gegenüber den Kontakten mit der Außenwelt ähnelt.”

Historiker haben auf Parallelen der NSC 20/1 zu Hitlers Weisung 21 aufmerksam gemacht. Der gegenwärtige Aufmarsch westlicher Truppen entlang der Westgrenze Russlands und der erbitterte Versuch, die Abstimmung der Bevölkerung auf der Krim oder im Osten der Ukraine als kriegerische Handlungen Russlands zu deuten, zeigen, dass die heutigen Interessen der Nato-Partner nicht von den strategischen Überlegungen der nicht-russischen Staaten vor 1939 getrennt werden können.

 

Edmund Lersch

 

Quellen:

Foto: herb1979, pixabay

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Paul Craig Roberts

Paul Craig Roberts: 9/11 Destroyed America

Paul Craig Roberts: Die Ereignisse am 11. September 2001 veränderten die Welt

Die Ereignisse am 11. September 2001 waren die Entschuldigung für die US-Regierung, militärische Angriffe auf sieben Länder des Nahen Ostens zu starten, Millionen ziviler Opfer zu verursachen und Wellen muslimischer Flüchtlinge in die westliche Welt auszulösen, sagt Dr. Paul Craig Roberts. Er ist ein us-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, der einst als Staatssekretär für Wirtschaftspolitik im US-Finanzministerium unter Präsident Ronald Reagan diente. Für Roberts bewegt sich die Welt mit atemberaubender Geschwindigkeit auf einen atomaren Schlagabtausch zwischen den USA einerseits und Russland andererseits zu. Und die Hauptverantwortung für diese extrem gefährliche Weltlage sieht er in Washington – und nicht, wie heute allerorten in den Mainstream-Medien zu lesen, zu hören und zu sehen ist, in Russland.

“Die US-Regierung verschwendete Milliarden von Dollar, die Länder zerstörten und Frauen und Kinder ermordeten, während sich die öffentliche Infrastruktur in den USA verschlechterte. Amerikaner verloren ihre Häuser, und die Gesundheitsbedürfnisse der Amerikaner wurden vernachlässigt. 9/11 war auch die Entschuldigung für die Zerstörung des Schutzes, den die US-Verfassung zur Gewährleistung der Freiheit des amerikanischen Staatsbürgers zusicherte. Heute hat kein Amerikaner den Schutz der bürgerlichen Freiheit, den die Verfassung garantiert.”

Hier ist der vollständige Text von Paul Craig Roberts, veröffentlicht auf seiner Homepage http://www.paulcraigroberts.org

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Siehe auch:
Paul Craig Roberts: Washingtons Krieg um die Welthegemonie zerstört die Welt


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5 Billionen Dollar ($ 4.79 Trillion) bezahlten die USA bisher für die Kriege im Irak und in Afghanistan

Ein neuer Bericht der renommierten US-amerikanischen Brown University liegt vor. Die US-Steuerzahler haben nach aktuellen Berechnungen unabhängiger Forscher für die beiden Kriege im Irak und in Afghanistan seit 2011 (9/11) fast 5 Billionen Dollar bezahlt, genau 4.790.000.000.000 Billionen Dollar. In den Kosten, die ständig weiter steigen, sind nicht nur die Kosten für Ausrüstung und Personal in diesen Ländern enthalten, sondern auch Ausgaben des Außenministeriums für die lokale Bevölkerung, Ausgaben des Ministeriums für innere Sicherheit, die im Zusammenhang mit den Kriegen stehen, und Ausgaben für das Ministerium für Angelegenheiten von Veteranen, das zurück kehrenden Soldaten mit Dienstleistungen hilft.

Die Autorin der Studie, Neta C. Crawford, stellt fest, dass die genannten Kosten tatsächlich untertrieben sind, da sie die langfristigen Verpflichtungen durch aufgelaufene Zinsen der Kriegsschulden nicht enthielten. Sie rechnet damit, dass allein die Zinszahlungen bis 2053 7.3 Billionen Dollar betragen werden, so dass sich nach gegenwärtigem stand die Kosten für die beiden Kriege auf insgesamt unvorstellbare 12.09 Billionen (amerikanisch “Trillion”) Dollar belaufen.

Eine vollständige Erfassung aller Lasten der Kriege könne nicht in Buchspalten erfasst werden, sagt Crawford. Zahlen könnten nicht die menschlichen Tribute vermitteln, zu denen Zivilisten, die durch Gewalt verletzt oder vertrieben, Soldaten, die getötet oder verwundet wurden, Kinder, die Jahre später auf Straßen und Feldern spielen, die mit improvisierten Sprengkörpern und Streubomben übersät sind, gehören. Die Aufwendungen der USA für diese endlosen, kontraproduktiven Kriege (“interminable, counterproductive wars), lassen sich nicht bis ins Letzte kalkulieren.

Der Irak-Krieg kostete mehr als Obamacare

Der Krieg werde immer definiert durch “seine Brutalität, seine Nutzlosigkeit, seine Dummheit” , wie General und Präsident Dwight D. Eisenhower sagte. Er gehöre zu den verschwenderischen Ausgaben, die typisch für Großprojekte des Bundes seien, kommentiert Rare, eine US-amerikanische Website für virale Nachrichten, die im Jahr 2013 ins Leben gerufen wurde und ab April 2015 durchschnittlich 40 Millionen Besucher pro Monat zählt.

12.09 Billionen Dollar werden die Kriege der USA im Iran und in Afghanistan bis 2053 verschlungen haben, würde er sofort beendet. Aber nach einem Ende sieht es derzeit nicht aus. Der Preis für die Kriege sei eine vielfältige Summe der 10-Jahres-Kosten für die Gesundheitsreform “Obamacare”, inklusive Versicherungspflicht, stellt Rare fest, sie sei mit 2 Billionen Dollar im Vergleich zu den Kriegskosten ein “Schnäppchen”.

Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind nicht beendet worden. “Stattdessen bekamen wir ISIS”, sagt Rare, und mit jedem dieser Konflikte einen anscheinend endlosen Morast, der als “Generationen”-Verpflichtungen in den kommenden Jahren an den USA kleben werde.

Rare wird laut Wikipedia als libertär-konservativ beschrieben. Wenn die Ablehnung sinnloser Kriege libertär-konservativ ist, wie bezeichnet man dann deren Befürwortung? Demokratisch?

Die Schulden der USA

ruestungsausgaben_nach_laendern_2010Wenn Amerika sich Obamacare nicht leisten könne, wie Konservative mit Recht behaupteten, sagt Rare, dann seien die USA auch nicht in der Lage, sich einen Krieg im Irak oder in Afghanistan zu leisten. Die Rüstungsausgaben der USA überträfen die jeder anderen Nation mit großem Abstand.

 

 

In den USA sei häufig die Rede von der chaotischen und völlig überschuldeten EU, berichtet Finanzmarktwelt.de. Die eigenen Berechnungen von finanzmarktwelt.de ergaben 2015: “Die USA sind doppelt so hoch verschuldet wie die EU.”

statistic_id1975_staatsverschuldung-der-usa-bis-2016Eine “katastrophale Perspektive” bescheinigt der Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen den USA in einer Studie, die er im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft erstellt hat. Danach liege die Schuldenlast auf einem höheren Niveau als die Griechenlands – wenn man die Verpflichtungen der Sozialkassen mitrechne.

In den USA sei die Schuldenentwicklung immer bedrohlicher, schrieb die telebörse 2014. Es sei deutlich sichtbar, dass die “kreditabhängige Wirtschaft über die Zufuhr von noch mehr Kredit im wahrsten Sinne zu Tode kreditiert” werde. Sie fuhr fort: “Letztlich steuern die USA auf eine finanzielle Katastrophe zu, und müssen, um diese nicht sofort eintreten zu lassen, das Verschuldungstempo immer weiter erhöhen. Darunter wird der Dollar absehbar leiden – und mit ihm auch jenes Dollar-zentrierte Kreditgeldsystem, welches die USA im Zuge ihrer Bankrotterklärung im August 1971 ausgerufen haben. “Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem”, versicherte seinerzeit der damalige Finanzminister J. Connally der Welt. Heute ist der Dollar ein Problem für alle – für die Welt und für die USA!”

Titelfoto: pixabay

Quellen:


Ruhrkultour Leseempfehlung:
ganser

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Wer ist denn so verrückt, den Krieg zu wollen?

Rainer Kahni, Gottfried Böhmer und Jürgen Todenhöfer gehören zu den Menschen, die den Krieg zur Lösung von Konflikten vehement ablehnen. Sie schreiben regelmäßig für die Gesellschaft Freunde der Künste, ein 1997 gegründeter privater Verein für Kulturförderung. Ihr Artikel zum Syrien-Krieg wurde zuerst auf der Homepage der Freunde der Künste (GFDK) veröffentlicht.  

04.12.2015 Beihilfe zum Selbstmord

Deutschland zieht in den Syrien-Krieg – und die “FAZ” bläst zum Krieg gegen Russland

Alle schreien nach Krieg – Hat das jemand zu Ende gedacht? Jürgen Todenhöfer ist unmittelbar nach der Abstimmung nach Syrien geflogen.
Von: Rainer Kahni, Gottfried Böhmer und Jürgen Todenhöfer

Merkel und Steinmeier ziehen Deutschland in den Krieg, und das Volk schweigt? 445 Abgeordnete votierten am Freitag für den Kriegseinsatz deutschlands im Syrien-Konflikt. Dagegen waren lediglich 145. Nur “Die Linksfraktion” stimmte geschlossen mit Nein. Die Zusagen kamen fast ausschließlich aus dem Merkel, Steinmeier Koalitionslager. Soviel Zustimmung bekam noch nicht mal Adolf Hitler zu seinem Ermächtigungsgesetz. Merkel will es diesmal schaffen.

Waren die Paris‬ ‎Anschläge‬ nur ein Vorwand für den Großen Krieg? Krieg in Syrien‬ aber gegen ‪Russland‬? Alles läuft nach “9/11”-Drehbuch: Auf inszenierte ‪Terror‬-Akte folgt der ‪‎Notstand‬, dann der ‎Polizeistaat‬ und dann der “Krieg gegen den Terror”. Mit Armeen aus 60 Staaten gegen eine handvoll selbstgezüchteter Wüstenflöhe am Arsch der Welt.

Syrien, Land der Tränen

Jürgen Todenhöfer meldet sich aus Syrien: Liebe Freunde, seit Sonntag bin ich in Syrien. Einem Land unendlicher Trauer. Die Menschen hier sehnen sich nach Frieden. Sie können nicht mehr. Nur wenn wir in Syrien und im Irak Frieden schaffen, kann der IS geschlagen werden. Westlichen Politikern bin ich hier nicht begegnet. Anstatt sich vor Ort um Frieden zu bemühen, schicken sie Waffen, Bomber, Tornados. Niemand hilft den Syrern wirklich. Scheißkrieg!

RainerKahniRainer Kahni schreibt: Von meiner Grundeinstellung her bin ich kein Pazifist. Ich würde meine Familie, meine Freunde, meine Nachbarn und mein Eigentum mit jeder mir zur Verfügung stehenden Waffe gegen einen Angriff verteidigen. Auch die vielen angeblichen Pazifisten, die sich mit lächerlichen Mahnwachen und Lichterketten als Gutmenschen outen, sind in Wirklichkeit ohnmächtige Feiglinge, die sehr wohl gewalttätig werden könnten, wenn ihnen ihr Fahrrad geklaut würde. Pazifismus, der nichts kostet und keinen Mut erfordert, ist wohlfeil.

USA haben das Oberkommando

Doch uralte schrottreife Tornados in einen völlig unübersichtlichen, aus dem Ruder gelaufenen Krieg nach Syrien zu schicken, ist Beihilfe zum Selbstmord an den Piloten und unverantwortlich. Erstens nützt dieser Einsatz militärisch nichts, denn die Aufklärung wird bereits gestochen scharf von den russischen und amerikanischen Satelliten geliefert und zweitens ist das nur kindische Symbolpolitik, um eine angebliche Solidarität mit Frankreich zu demonstrieren, die aber in Wahrheit nichts wert ist.

Der Elyséevertrag zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer aus dem Jahre 1963 ist längst Makulatur und nationalen Egoismen gewichen.

Wenn Deutschland wirklich ein Interesse an Frieden in Syrien hätte und nicht nur Symbolpolitik heucheln würde, dann würde es sofort ein Waffenembargo gegen die Golfstaaten und Saudi Arabien verhängen, es würde den Antrag stellen, die Türkei aus der NATO auszuschliessen, es würde im NATO – Rat beantragen, dass die Öl – Raffinerie auf türkischem Hoheitsgebiet, über die der IS seine erbeuteten Rohölvorkommen für wöchentlich 40 Millionen US – Dollar verkauft, militärisch unbrauchbar gemacht wird.

Es würde ein Embargo gegen die sehr wohl bekannten internationalen Banken durch UN – Beschluss erwirken, über die die ISIS ihre Finanzgeschäfte abwickelt. USW.USW.

Das wäre ehrliche Politik, alles andere ist scheinheilig, fruchtlos, nutzlos und sinnlos

Der glorreiche schrottreife Rest der deuschen Luftwaffe wird für die Galerie der angeblichen deutsch – französischen Freundschaft geopfert. Kriminellen wird ein Krieg erklärt und damit völkerrechtlich aufgewertet. Alles nur für die Galerie.

Der Einsatz von Tornados in Syrien ist sinnlos, nutzlos, fruchtlos und charakterlos. In der Ukraine wurde wegen der Krim – Annektion das Völkerrecht wie eine Monstranz gegen Russland zelebriert. In Syrien ist das Völkerrecht und das deutsche Grundgesetz scheißegal.

Die “FAZ” bläst zum Krieg gegen Russland

Kriegsaufruf in der “FAZ”: Russland ist der große Gegner, nicht der IS. “Einem Krieg, den der Gegner unbedingt will, kann man nicht ausweichen.” Überall lauern schon die Agenten Moskaus, in Regierungen, Parlamenten, Konzernetagen. Russland bereitet Massaker in Syrien vor, ein unvorstellbares Gemetzel wird Putin schon in wenigen Wochen anrichten. Dann muss der Westen ohnehin eingreifen. Wer mit Moskau paktiert, der begeht Selbstmord. Ein Artikel aus der politischen Klapsmühle oder eine Auftragsarbeit. “Journalismus” in Deutschland.

Alle schreien nach Krieg – Hat das jemand zu Ende gedacht?

Sahra Wagenknecht: “Im so genannten syrischen Bürgerkrieg kämpfen derzeit unter anderem al-Quaida, Bahrain, Frankreich, die Freie Syrische Armee, Großbritannien, Hisbollah, der Iran, ISIS, Israel, Jordanien, Kanada, Katar, mehrere kurdische Gruppen, Russland, Saudi-Arabien, die Syrische Armee, die Türkei, die USA und die Vereinigten Arabischen Emirate. Das Ergebnis bisher: ein komplett zerstörtes Land, über 10 Millionen vertriebene Menschen, rund eine Viertel Million Tote, ein erstarkter IS und eine erreichte Eskalationsstufe, die immer mehr den Weltfrieden gefährdet. Welchen Sinn hat es, dass sich jetzt auch noch Deutschland beteiligt? Ich sage: Nein zum geplanten Einsatz. Nein zu noch mehr Terror und noch mehr Krieg”.

Demonstrationen gegen Kriegs-Einsatz in Syrien

5000 Demonstranten in London, 6000 in Madrid und weitere 3500 in Barcelona wollen keinen Krieg in Syrien. In Großbritannien und in Spanien sind am Samstag tausende Menschen aus Protest gegen den Kriegseinsatz ihrer Länder in Syrien auf die Straße gegangen. London und Madrid wollen sich innerhalb der Nato-Koalition stärker militärisch engagieren. Es sollte niemanden wundern das man darüber in Deutschland weder im TV noch in der Presse ein Wort verloren hat.

„Dies ist ein Konflikt, der nicht durch Bomben gelöst werden kann und wird“, sagte der Vorsitzende des Friedensbündnisses, Andrew Murray, in London. Prominente Persönlichkeiten wie der Musiker Brian Eno und der Filmregisseur Ken Loach unterzeichneten einen offenen Brief gegen eine Beteiligung am Krieg in Syrien.

François Hollande hatte die britischen Parlamentarier am Freitag zur Zustimmung zu den Militärangriffen aufgerufen. „Ich kann nur alle britischen Abgeordneten aufrufen, in Solidarität mit Frankreich, aber vor allem im Bewusstsein für den Kampf gegen den Terrorismus, dieser Intervention zuzustimmen“.

Der Deutsche Militäreinsatz ist ein gefährlicher Aktionismus

“Mit dem Einstieg in den Syrien-Krieg überschreitet die Bundesregierung ihre selbstgesetzte rote Linie. Mehr noch: Ohne Exit-Strategie droht ein jahrelanges militärisches Abenteuer”, meint Andreas Flocken. “Die überstürzte Intervention erfolgt ohne ein politisches Konzept”. Auch Jürgen Todenhöfer schreibt an seine Freunde:

Juergen-Todenhoefer-syrien-Krieg-Bundeswehr“Liebe Freunde, die Hamburger und Kieler stimmten über die Olympiabewerbung 2024 ab. Darüber aber, dass Merkel und Steinmeier – wie absolutistische Potentaten – jetzt in den Krieg ziehen wollen, darf das Volk nicht abstimmen. Obwohl in Artikel 20 Grundgesetz steht: “Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird in Wahlen und (Volks-) Abstimmungen … ausgeübt.”
Doch Volksabstimmungen gibt es bisher nur in Ländern und Kommunen. Wir sind eine unvollständige Demokratie. Das Volk hat letztlich nichts zu sagen. Das müssen wir ändern. Und mehr Demokratie wagen. Zumindest in der Frage von Krieg und Frieden. Keiner der Abgeordneten, die in den nächsten Tagen über eine Beteiligung Deutschlands am Bombenkrieg gegen den IS abstimmen werden, war in den letzten vier Bürgerkriegsjahren in Syrien. Sie haben nicht die geringste Ahnung vom IS. Sie wissen nicht, dass der IS West und Ost zu chaotischen Überreaktionen provozieren will, die dann zu lebensgefährlichen Zwischenfällen führen, wie dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch ein NATO-Land. Wissen sie auch nicht,
– dass die hirnrissige Bombardierungsstrategie viel mehr Zivilisten tötet als Terroristen? Seit 9/11 1.3 Mio.
– dass wir damit weiter Terroristen züchten? 100. 000 bisher.
– dass die Zahl der Flüchtlinge in Europa weiter steigen wird? Auf 3 Mio., 10 Mio.?
– dass die Terrorgefahr bei uns auch wachsen könnte? Weil maßvolle Außenpolitik bisher unser bester Schutz war.
– dass das vom Westen verursachte Chaos im Mittleren Osten schnell zu einem weltweiten Konflikt ausarten kann? Wie 1914, als ignorante europäische Politiker schon einmal in einen ungewollten Weltkrieg hineinschlitterten. Mit 17 Mio. Toten.
Berlin spielt mit dem Feuer. Ohne das Volk zu fragen. Wir brauchen daher eine Volksabstimmung. Oder Neuwahlen. 14 Jahre Terrorismus züchtende ‘Antiterrorkriege’ sind genug. Man kann und muss den IS bekämpfen. Weiß Gott! Zum Beispiel, indem wir in Syrien und im Irak Frieden schaffen und dadurch dem IS die Verbündeten entziehen. Die Idee, den Terrorismus mit Kriegen auszuschalten, ist seit 14 Jahren ununterbrochen gescheitert. ‘Wahnsinn ist immer wieder das Gleiche zu tun und trotzdem andere Ergebnisse zu erwarten.’ Dürfen wir Berlin diesen Wahnsinn erlauben – in der Frage von Krieg und Frieden?”

Ja, die Abgeordneten des Bundestags hatten wenig Zeit, über den Syrien-Einsatz zu diskutieren – doch das Parlament hat sich auch selbst zur Abstimmungsmaschine degradiert. Darin sieht Arnd Henze einen politischen Offenbarungseid.

NATO und Brüssel provozieren Moskau, ausgerechnet jetzt

Mittwoch 2. Dezember 2015 – Das “Militärbündnis” setzt seine Erweiterungspolitik fort: Montenegro erhielt am Mittwoch eine Einladung zum Nato-Beitritt. Moskau reagierte prompt. Kremlsprecher Dmigtrij Peskow kündigte eine deutliche Antwort Moskaus an: Die russische Führung werde die Situation analysieren und darauf reagieren.

In einem Interview im Rahmen der Promotion für den letzten Hunger Games-Spielfilm hat sich der weltbekannte Schauspieler Donald Sutherland (er verkörpert in der Filmreihe den Präsidenten Coriolanus Snow) nicht regelkonform geäußert. Donald Sutherland sagte:

“Es geht um die Hintergrundmächte in den Vereinigten Staaten von Amerika. Es sind Profiteure. Kriege werden um Profit geführt. Es geht nicht darum, die Welt der Demokratie wegen zu retten. Nein, Bullshit, es geht um den Profit der oberen 10 Prozent. Und die jungen Menschen, die diesen Film sehen müssen begreifen, dass blindes Vertrauen in ihre Führer in Zukunft – wie Bruce Springsteen gesagt hat – dich fertig machen wird.”

 


Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit – und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print – Radio – und TV – Medien aus Krisengebieten.
Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.
GFDK ist ein unabhängiges Nachrichtenportal mit einer etwas anderen Sichtweise auf das Weltgeschehen.

Weiterführende Links:

 


Leseempfehlungen von Ruhrkultour:

MonsieurRainer

Todenhöfer

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Der Terrorismus “Made in the USA”

Globalization-of-war-michel-chossudovskyBesprechung des neuesten Buches von Michel Chossudovsky, “The Globalization of War: America’s “Long War” Against Humanity”,
das  hier in Deutschland portofrei bestellt werden kann. (engl.)

Original-Besprechung (engl.) veröffentlicht in: Global Research, 14.08.2015

Der globale Krieg gegen den Terrorismus ist eine große Lüge

Der “Global War on Terrorism”, der globale Krieg gegen den Terrorismus, ist ein Kunstgebilde, eine große Lüge – so die kurze Zusammenfassung des Buchinhalts von Professor Dr. Michel Chossudovsky. Er warnt davor, dass der so genannte Krieg gegen den Terrorismus Propaganda zu Gunsten des globalen Hegemonieanspruchs der USA sei und dazu diene, eine neue Weltordnung zu etablieren. Chossudovsky, Gründer des Zentrums für Forschung und Globalisierung, behauptet, der Terroristen seien ein Produkt der USA und nicht der muslimischen Welt.

Seiner Ansicht nach wurde der globale Krieg der USA gegen den Terrorismus dazu benutzt, um Anti-Terror-Gesetze zu erlassen, durch die die Muslime in der westlichen Welt dämonisiert wurden und eine Islamophobie geschaffen wurde. Die NATO sei für die Rekrutierung von Mitgliedern des islamischen Staates verantwortlich, während Israel den “globale Jihad Elemente in Syrien” finanziere.

Streben der USA nach der Weltherrschaft – Der “Lange Krieg gegen die Menschlichkeit”

Chossudovsky betont, dass der globale Krieg gegen den Terrorismus eine Konstruktion, eine große Lüge und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei. In Anlehnung an Chossudovskys Argumente, sagt Malaysias prominenter Politologe, Reformer des Islam und Aktivist, Dr. Chandra Muzaffar, dass die USA immer die Religion zu Gunsten ihres Anspruchs auf Weltherrschaft über souveräne Staaten manipuliert hätten.

Das hegemoniale Projekt der USA in der Ära nach 9/11 Ära ist das der “Globalisierung des Krieges”, wobei die US-NATO-Militärmaschine, gekoppelt mit verdeckten Geheimdienstoperationen, Wirtschaftssanktionen und dem Schub zu “Regimewechseln” in allen wichtigen Regionen der Welt eingesetzt wird. Die Drohung mit einem vorbeugenden Atomkrieg wird auch benutzt, um von anderen Ländern die Unterwerfung zu erpressen.

Dieser “Lange Krieg gegen die Menschlichkeit” wird auf dem Höhepunkt der schwersten Wirtschaftskrise in der modernen Geschichte durchgeführt. Er ist eng mit einem Prozess der globalen finanziellen Umstrukturierung, die zum Zusammenbruch von Volkswirtschaften und zur Verarmung großer Teile der Weltbevölkerung geführt hat, verbunden.

Das ultimative Ziel ist die Eroberung der Welt unter dem Deckmantel der “Menschenrechte” und “westliche Demokratie”.

Bewertungen:

Die Globalisierung des Krieges dürfte eines der wichtigsten Bücher in den letzten Jahren über die zeitgenössische globale Situation sein. Michel Chossudovsky zeige, wie die verschiedenen Konflikte, die wir heute in der Ukraine, Syrien, Irak und Palästina erleben, tatsächlich miteinander durch eine zielstrebige Agenda bei der Verfolgung der globale Hegemonie der Vereinigten und unter dem Schutzschild der USA miteinander verknüpft sind, gestützt von den westlichen Verbündeten und anderen Regionen in der Welt. Chandra Muzaffar, President of the International Movement for a Just World (JUST)

“Professor Michel Chossudovsky ist der realistischste aller außenpolitischen Kommentatoren. Er ist ein Vorbild an Integrität in der Analyse. Sein Buch ist eine ehrliche Einschätzung der extremen Gefahr durch den hegemonialen US-Neokonservatismus für das Leben auf der Erde.“
Dr. Paul Craig Roberts, ehemaliger Staatssekretär im US-Finanzministerium

“The Globalization of War” umfasst einen Zweifrontenkrieg: Die Länder, die entweder “gekauft” oder destabilisiert werden können. In anderen Fällen werden Aufstände, Aufruhr und Kriege verwendet, um US-Militärintervention zu erbitten. Michel Chossudovsky Buch ist ein Muss für alle, denen Frieden und Hoffnung gegenüber ewigem Krieg, Tod, Vertreibung und Verzweiflung lieber ist.”
Hon. Paul Hellyer, ehemaliger kanadischer Minister für Nationale Verteidigung

“Michel Chossudovsky beschreibt die Globalisierung als hegemoniale Waffe, die die finanziellen Eliten stärkt und 99 Prozent der Weltbevölkerung versklavt. “The Globalization of War” ist diplomatisches Dynamit – und die Lunte brennt schnell.”
Michael Carmichael, Präsident des „Planetary Movement“


 

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► Michel Chossudovsky

“The Globalization of War: America’s “Long War” Against Humanity”
Sprache: Englisch
kartoniert
213 Seiten
portofrei
22,90 Euro


 

 

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Mit Obamas Drohnen will Deutschland nichts zu tun haben – Kanzlerin Angela Merkel will es nicht wissen

Kolumne
Rainer Kahni und Gottfried Böhmer

Deutschland macht das Morden möglich.

USA-Krieg-Ukraine-Russland_02_e42f093c6fWie stark unterstützt Deutschland Obamas Drohneneinsätze gegen Terroristen? Geheime Pläne belegen nach SPIEGEL-Informationen die elementare Rolle der US-Militärbasis in der Pfalz. Dokumente zeigen, dass die Bundesregierung mehr weiß als sie zugibt.
Der Obama-Kritiker Noam Chomsky meint, die USA führen die “schlimmste Terrorkampagne der Welt”. Noam Chomsky zählt zu den bekanntesten linken Intellektuellen der Welt und findet vielfach Gehör. Einen Namen machte er sich als Kritiker der amerikanischen Außenpolitik. In einem Interview mit „Euronews“ hat er nun seine These wiederholt, dass die USA der „weltweit führende Terror-Staat“ seien.

Amerika von allen guten Geistern verlassen – Globale Mord-Kampangne

„Wir sollten uns in Erinnerung rufen: Die bei weitem schlimmste Terrorkampagne der Welt ist die, die von Washington aus gelenkt wird: Die globale Mord-Kampagne. Eine Terrorkampagne dieses Ausmaßes hat es noch nie gegeben.“ Chomsky meint damit den völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg der USA, der stillschweigend von den Europäern geduldet wird, auch und in erster Linie von Deutschland.

Deutschland macht das Morden möglich

Dabei würde das US-Militär Menschen töten, von denen sie lediglich vermuten, dass sie eine Gefahr darstellen. Und das systematisch und öffentlich. Europa sieht Chomsky dabei in der Rolle eines unterwürfigen Dieners, der sich nicht wagt, gegen die Vereinigten Staaten aufzubegehren.

„Die europäischen Staaten sind zu feige eine unabhängige Position einzunehmen.“ Besonders empört er sich dabei über die „extraordinary rendition“, die sogenannte „außerordentliche Überstellung“ und die Tatsache, dass auch Europa diese unterstütze. Noam Chomsky stützt sich dabei unter anderem auf eine Studie der „Open Society Foundation“, nach der von den über 50 Regierungen, die an diesem Programm beteiligt sein sollen, keine einzige ihre Beteiligung zugeben will.

Anmerkung der Verfasser: Die Amerikaner haben in den letzten Jahren mehrere tausend Zivilisten mit ihren Drohnen umgebracht, ermordet. Wenn die Russen das getan hätten, würden die Bundesregierung und unsere Medien Amok laufen. Dass man von den “Friedensliebenden Grünen” nichts hört, wundert schon lange nicht mehr. Auch von dem ansonsten immer den Zeigefinger erhebenden Bundesgauckler, Joachim Gauck, ist in dieser Sache nichts zu vernehmen.

Das deutsche Justizministerlein ist hilflos. Er weiss nichts, er sagt nichts, er tut nichts. Dabei ist die Rechtslage einfach: Im Grundgesetz steht es nachzulesen: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen. Die Realität sieht aber anders aus. Vom US – Luftwaffenstützpunkt Ramstein und vom US – Kommando in Stuttgart werden tagtäglich US – Drohnen in alle Welt gesandt, um Menschen zu töten.

Ob das immer Terroristen sind, weiß kein Mensch, die US – Regierung legt dafür keine Beweise vor. Es gibt keine Anklage, keinen Richter und keine Verteidigung. Dass dabei unschuldige Zivilisten ums Leben kommen, kümmert kein Mensch. Es ist also MORD. Natürlich macht sich die deutsche Bundesregierung der Beihilfe zum Mord schuldig, wenn sie dieses Töten nicht unterbindet.

Die US – Stützpunkte in Deutschland sind kein Ex – territoriales Gebiet wie z. B. eine Botschaft, die unter dem Schutz des Wiener Abkommens steht. Die US – Stützpunkte liegen auf deutschem Hoheitsgebiet, sie sind nur gepachtet. Also hat die deutsche Bundesregierung die Verantwortung dafür, was auf diesem gepachteten Gelände geschieht. Punkt. Aus. Ende.

Am 20. Januar 2015 haben wir geschrieben:

Folter und Tod, unsere gemeinsamen Werte mit Amerika? Was sagt Angela Merkel? – Mehrere europäische Staaten haben der CIA beim Foltern geholfen. Ohne die Hilfe Europas wäre die Folter der CIA unmöglich gewesen.

Dazu schrieb Rainer Kahni: “Die sehen aus wie ertappte Diebe. Dabei ist die Wahrheit viel grausamer. Sie müssen sich eingestehen, dass sie eine elende Bande von Folterknechten sind, die jedes Menschenrecht missachten. Sind das die Werte von denen Frau Merkel ständig faselt, wenn sie von unseren “Freunden in der USA” spricht? Wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr.”

Angela Merkel betont ständig die gemeinsamen Werte, die uns mit den USA verbinden

Rainer Kahni: “Es wird höchste Zeit, dass der Unrechtsstaat USA wegen Menschenrechts-Verletzungen und Bruch des Völkerrechts endlich zur Verantwortung gezogen und weltweit geächtet wird. Die USA haben ihren längst fälligen moralischen Offenbarungseid geleistet. Wer die “Werte” der USA ständig im Munde führt und sie angeblich teilt, ist entweder ein Dummkopf oder ein abscheulicher Heuchler. Auf jeden Fall macht er sich mit Verbrechern gemein.
Russland ist nicht unser Feind. Wer uns das einreden will, ist ein Kriegshetzer. Wir teilen unsere angeblichen “Werte” mit dem Unrechtsstaat USA. Wir nehmen jede Menschenrechtsverletzung, jede Völkerrechtsverletzung, jede Geheimdienst-Operation der CIA zur Destabilisierung unabhängiger Länder, jeden Mord an unschuldigen Menschen durch die Drohnen der USA einfach hin.
Viel schlimmer, wir verbünden uns sogar mit den USA und faseln von deren Werten, die wir angeblich teilen. Wir machen uns daher zu Komplizen von Mördern und Folterknechten. Wollen wir das? NEIN. Was tun wir dagegen? NICHTS.”

Die Deutsche Heuchelei, man tut so, als wenn man nichts wusste

Nachdem bekannt wurde, dass der BND den Amerikanern beim Spitzeln und Überwachen geholfen hat, wäscht Angela Merkel ihre Hände wie gewohnt in Unschuld.

Der Spiegel drückte es vorsichtig aus: “Der ganze Vorgang offenbart ein grundsätzliches Problem. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und amerikanischen Nachrichtendiensten ist seit Jahrzehnten politisch gewollt und wird entsprechend gefördert. Sie ist Ausdruck der engen Bindung Deutschlands an die USA, auch die überzeugte Atlantikerin Angela Merkel wird nicht müde, die Bedeutung der deutsch-amerikanischen Beziehungen zu unterstreichen”.

“So steht schlicht der Verdacht im Raum, dass das Kanzleramt den BND-Chef nun zum Schuldigen erklären will, um von dem eigenen Versagen abzulenken. Es wäre nicht das erste Mal.”

Vielleicht will uns Angela Merkel, wie schon so oft, für dumm verkaufen. Die Kanzlerin will uns also weismachen, dass sie völlig ahnungslos gewesen sei. Der BND steckt mit NSA unter einer Decke und täuscht darüber den Bundestag. Wem sind unsere Dienste loyal, dem Volk oder den USA?

Schon vergessen?

Zum Treiben der US-Geheimdienste in Deutschland sagte Werner Weidenfeld, der ehemalige Amerikakoordinator der Regierungen Kohl und Schröder 2014 bei Beckmann.

“In den 12 jahren als Amerikakoordinator habe ich drei Verhaltensweisen amerikanischer Regierungen kennengelernt: In dem Moment, wo man mit ihnen einer Meinung ist, sind wir die besten Freunde, wir umarmen uns … man hat Angst um seine Rippen, weil die Umarmungen so intensiv sind.
Wenn wir in zweitrangigen Fragen nicht einer Meinung sind, dann sagt die amerikanische Regierung regelmäßig, das passiert mit uns, wo bleibt die Dankbarkeit in der Geschichte, wir haben die Freiheit und die Sicherheit der Deutschen erobert und erhalten und was passiert … wenn wir in einer ernsten Frage anderer Auffassung sind, dann kommt Geheimdienstmaterial auf den Tisch, das Deutschland belastet und entweder ihr macht mit oder ihr seid dran. Insofern gibts verschiedene Arten und die Amerikaner haben eine ganz klare Interessenlage.”

Weidenfeld stellte klar, dass die US-Regierungen bei Widerspruch “befreundeter” Nationen also auch vor Erpressung nicht zurückschrecken. Stellt sich nur noch die Frage, was haben die USA gegen unsere Politiker in der Hand. Das dürfte nicht wenig sein.

Zeit-Online zeigt sich nun geheuchelt entrüstet: “Jahrelang soll der US-Geheimdienst NSA deutsche Unternehmen ausgespäht haben. Das Kanzleramt soll darüber viel länger Bescheid gewusst haben als bisher kommuniziert.”

Snowden hat also doch Recht behalten mit seinen Enthüllungen. Und alle Versuche des Kanzleramts (und der Regierungsparteien) Snowden ins unrechte Licht zu rücken, hatten den Zweck, die Wahrheit zu verschleiern und die Bundestagswahl 2013 nicht zu gefährden.

Das NATO-Presseorgan FAZ verteidigt die Amerikaner auch in dieser Frage hemmungslos: “Die jüngsten Vorwürfe gegen den BND fügen sich in eine Reihe von Angriffen gegen die Zusammenarbeit mit der NSA, bei denen allesamt so getan wird, als handele es sich bei amerikanischen Diensten um die größte Bedrohung der deutschen Sicherheit. Das Gegenteil ist der Fall: Ohne diese Zusammenarbeit wäre die Sicherheit Deutschlands gefährdet. Da das so ist, haben alle diese Angriffe für die Arbeit des BND untergeordnete Bedeutung. Viel wichtiger sind: Russland, China, Terror.”

Rainer Kahni: “Wenn der BND bei der Ausspionierung durch die NSA der Deutschen und der heimischen Wirtschaft geholfen hat, so ist das Landesverrat und Spionage! Wenn die Bundesregierung als Aufsichtsorgan des Bundesnachrichtendienstes davon gewusst hat, so ist sie anzuklagen. Die entscheidende Frage ist, wer und wo soll der weisungsabhängige politische Beamte, der Generalbundesanwalt, diese Herrschaften anklagen ohne sofort aus dem Amt gejagt zu werden?
Wie oft soll ich es eigentlich noch schreiben und sagen, dass es in Deutschland keine von der Politik unabhängige Justiz gibt? Niemand interessiert das. Niemand demonstriert gegen die Vermischung von Exekutive, Legislative und Judikative. Dabei ist die Trennung dieser drei Säulen eine Grundvorraussetzung für einen demokratischen Rechtsstaat. Deutschland ist eben keine Demokratie. Deutschland ist eben kein Rechtsstaat. Hört ihr nicht zu oder seid ihr zu faul, zu dumm und zu feige, um eure Rechte durchzusetzen? Alle Macht dem Volk.”

Man kann unsere Regierung nur noch mit Humor ertragen, wie es die Kollegen von “Der Postillon” tun:

“Berlin, Pullach (dpo) – Über diesen Schenkelklopfer wird man noch in Jahren lachen. Wie heute bekanntwurde, hat der Bundesnachrichtendienst die NSA jahrelang mit Informationen über europäische Firmen und Politiker versorgt, weil Geheimdienstmitarbeiter den Begriff “Auslandsaufklärung” falsch interpretiert haben. Demnach dachten sie fäschlicherweise, es sei ihre Aufgabe, das Ausland über deutsche Geheimnisse aufzuklären.” Weiter lesen
Rainer Kahni und Gottfried Böhmer
Freunde der Künste,
das Sprachrohr der Kreativwirtschaft
Rainer Kahni, besser bekannt als Monsieur Rainer, ist Journalist und Autor von Polit – und Justizthrillern. Er ist am Bodensee aufgewachsen, lebt jedoch seit vielen Jahren in Paris und bei Nizza. Seine Muttersprache ist deutsch, seine Umgangssprache ist französisch. Er ist Mitglied von Reporters sans frontières und berichtet für Print – Radio – und TV – Medien aus Krisengebieten.

Gottfried Böhmer ist seit 1997 künstlerischer Direktor der Gesellschaft Freunde der Künste und Redaktionsleiter der GFDK.

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