Journalisten

Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Dokumentar-Filmer?

Jörg Rehmann sprach mit dem Dokumentarfilmer Marijn Poels

In seinem Kino-Dokumentarfilm „Der Bauer und sein Klima“(Engl. „The uncertainity has settled“) befasst sich der Dokumentarfilmer Marijn Poels mit der Klimadebatte und den Auswirkungen der Energiewende.
Obwohl der Film ergebnisoffen vorgeht und sich nicht festlegt, wird der deutsch-niederländische Filmemacher Marijn Poels von Öko-Aktivisten bedroht. Allein die Tatsache, dass er Diskussionen auslösen will, ruft den erbitterten Widerstand der Ökolobby hervor. Man will nicht, dass diskutiert wird. Die deutschen Medien blockieren Marijn Poels ebenfalls. Dennoch hat sein Film Beachtung im Europäischen Parlament erfahren.

Jörg Rehmann

Am 18.10. war Marijn Poels mit dem Film im Europäischen Parlament zu Gast. – Jörg Rehmann sprach mit ihm nach der Vorführung. Es ist ein sehr lehrreiches Gespräch, das nachdenklich macht.

Das Video ist mit englischen und niederländischen Untertiteln verfügbar.


https://youtu.be/laWwUPtLuu8

 

Arnold Schwarzeneggers Credo

Arnold Schwarzenegger, der ehemalige Gouverneur aus Kalifornien und “Terminator star” durfte auf Einladung der französischen Regierung Nobelpreisträgern, Philosophen, dem UN-Generalsekretär, geistigen Führern und Theologen aller Glaubensrichtungen anlässlich des UN-Klimagipfels in Paris 2015 den Wissenschaftlern und der Welt seine Ansicht über den Klimawandel und die Botschaft übermitteln: “Die Debatte ist vorbei, und jetzt ist die Zeit zum Handeln“. “Das ist größer als jeder Film, das ist die Herausforderung unserer Zeit. Und es ist unsere Verantwortung, diese Welt einen besseren Ort zu verlassen, als wir es gefunden haben, aber im Moment versagen wir gegenüber zukünftigen Generationen.”

Diesem Satz des Terminators setzte Marijn Poels den Titel seines Dokumentarfilmes “The uncertainity has settled” entgegen. Die Debatte ist nicht vorbei, solange Menschen einen Hebel finden, Denkverbote aufzubrechen. Die schnelle Entmündigung der deutschen Bevölkerung (Marijn Poels erkennt Unterschiede der Diskussionsbereitschaft in Deutschland, den Niederlanden und den USA) erschwert die Debatte bereits jetzt schon. Sollte der “Klimaschutz” als gesellschaftspolitisches Staatsziel (WBGU, 2011) und damit als verbindliche Ideologie für die Rechtssprechung und Verwaltungen etabliert werden können, wird eine öffentliche Diskussion über den Klimawandel zukünftig ausgeschlossen sein. Die Forderung Al Gores nach einer Bestrafung von “Klimaleugnern” lässt Schlimmes ahnen.

 

Das Versagen der Politik und Nicht-Regierungsorganisationen

Im Gespräch mit Jörg Rehmann wird das Entsetzen des als links geltenden Filmemachers über Nicht-Regierungsorganisationen wie Greenpeace und die extrem abwehrende Haltung der Ökolobby in Deutschland gegenüber Diskussionen deutlich. Die Bevölkerung werde gewzungen, die Energiewende zu bezahlen, aber Diskussionen darüber würden unterdrückt, sagt Marijn Poels. Das Thema Klimawandel werde wie eine Religion behandelt. Wer eine Diskussion darüber anstrebe, werde als ein Feind angesehen, der die Rettung der Welt ablehnt. Eine Erfahrung, die ihm sehr zugesetzt habe, wie der Marijn Poels sagt.

Hinter Marijn Poels stehen Naturwissenschaftler und Umweltschützer, die aus den unterschiedlichsten Gründen die Zerstörung der Landschaft durch Windkraftanlagen ablehnen. Unterstützung erhalten die Skeptiker vor allem von Windkraftgegnern, die sich allein in Deutschland in fast 1.000 Bürgerinitiativen zusammengeschlossen haben, um den weiteren Ausbau von Windkraftindustrieanlagen zu verhindern. In den Medien findet dieser Protest allerdings kaum statt. Das Schweigen der Medien ist bedrohlich.

Dass über ihre Argumente in den überregionalen Medien kaum oder gar nicht informiert wird, dass Anti-Windkraft-Demonstranten von Befürwortern als Reaktionäre oder Neonazis beschimpft und dass Ratsmitglieder wegen ihrer skeptischen Haltung gegenüber Windkraftanlagen gezwungen werden, ihr Mandat niederzulegen, verdeutlicht, dass es um Glaubensbekenntnisse und nicht um die Wissenschaft geht.

 

“The Uncertainty Has Settled”

Marijn Poels versucht nicht, dem Zuschauer eine neue Wahrheit zu präsentieren. Sein Dokumentarfilm “The Uncertainty Has Settled” gewann am vorletzten  Wochenende seine dritte Auszeichnung als bester Dokumentarfilm beim Independent Film Festival in Paris.

Die Uraufführung erlebte der Dokumentarfilm Anfang des Jahres 2017 auf den Berliner Filmfestspielen.   Er wurde ausgezeichnet, weil er der Jury zufolge unabhängiges Denken fördere und dazu diene, die Debatte zu eröffnen. Eine Auszeichnung erhielt der Film außerdem in Los Angeles.

Für die Filmaufnahmen hatte Poels hauptsächlich Landwirte in Sachsen-Anhalt besucht, die unter europäischen Regelungen leiden. Aufgrund einer gescheiterten Agrarpolitik und der Milliarden Subventionen für die Produktion von Ökostrom sind viele Bauern zu Energielieferanten geworden. Die Subventionen für Windkraft und Energiepflanzen seien im Grunde Agrarsubventionen, sagt Marijn Poels in einem Interview mit Michael Miersch. Ob sie das Klima retten, sei fraglich. Aber die Energiepolitik führe dazu, dass statt Kartoffeln Energiemais und Raps angebaut werden. “Diese Monokulturen verdrängen die Nahrungsmittel und zerstören die Natur. Ich sah, wie sich eine ländliche Gegend rapide veränderte und fing an Fragen zu stellen.”

“Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Journalisten?”

Allein die Tatsache, dass Marijn Poels Fragen zum Klimawandel und zur Energiewende stellt und es dem Zuschauer überlässt, sich seine eigene Meinung zu bilden, erschütterte die Verfechter der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel so nachhaltig, dass zum Beispiel das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ein Gespräch mit Poels abgelehnte. Statt dessen habe der Leiter des Instituts Hans Joachim Schellnhuber ihm mit der Absage einen PDF-Anhang zugeschickt, wie Medien mit Klimaskeptikern umgehen müssen, sagt Marijn Poels in einem Interview mit den Salonkolumnisten. Er habe 52 andere Klimaforscher angeschrieben. Nur zwei davon wollten ihm ein Interview geben. Er fände das erstaunlich, sagt Marijn Poels und fragt: “Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Journalisten?”

 

Wie geht es weiter?

Es sei schwer zu sagen, wie es weiter gehe, sagt Marijn Poels. Er sei kein Wissenschaftler und könne das CO2 selbst nicht messen, sehen oder spüren. Er könne auch nicht den Einfluss des von Menschen gemachten CO2  beurteilen. So wie ihm dürfte es allen Laien ergehen.

Welchen Wissenschaftlern kann man vertrauen? Marijn Poels hat sich entschieden, Freeman Dyson sehr ernst zu nehmen. Aus seiner Sicht sei Dyson ein Realist, der sich nicht in computerbasierten Modellen verliere und der ganzheitlich denken könne. Von ihm habe er gelernt, solange skeptisch gegenüber Theorien und Computermodellen zu sein, bis die konkrete Messung oder Beobachtung das Modell bestätigt. Die Beobachtung des Klimawandels zeigen im Gegensatz zu den Computermodellen bisher keine Apokalypse.

Im Januar wird Poels mit der Fortsetzung seines ersten Films beginnen. Der Filmemacher plant eine Trilogie. Oder Poels wieder die Kontroverse aufgreift, will er noch nicht sagen. „Es wird ein Film sein, der wieder zum unabhängigen kritischen Nachdenken ermutigt“, sagt der Filmemacher.

 

Webseite von Marijn Poels: http://www.marijnpoels.com/theuncertaintyhassettled.htm
Webseite von Jörg Rehmann: https://joerg-rehmann.de

 

Marijn Poels ist ein niederländischer Dokumentarfilmer und Produzent. Seine Themen sind internationale Zusammenarbeit, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit, Politik und Wirtschaft. Er lebt und arbeitet derzeit in Berlin. 2011 gewann er den Friedenspreis Pakistans. Dieser Preis wird jährlich an Personen ausgezeichnet, die in Pakistan gegen den Terrorismus und Gewalt engagieren und für Menschenrechte einstehen.

Jörg Rehmann ist selbständig als Journalist, Autor, Fotograf und Filmemacher. Er hat zahlreiche  Dokumentarfilme (Schwerpunkt Bildung, Integration, Natur, Musik, Gesundheit, u.a.) geschaffen und 2011 den Baden-Württembergischen Staatspreis für Integration des Jahres 2011 erhalten. Seit 2005 ist Jörg Rehmann intensiv mit Landschaftsfotografie und der Dokumentation der Deutschen Energiewende befasst. Er ist maßgeblich an dem Band „Geopferte Landschaften – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört“ (Hrg. Georg Etscheit) beteiligt.

Foto: Screenshot Video “Der Filmemacher Marijn Poels und sein Klima”

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Enoch zu Guttenberg: “Requiem für eine Heimat”, 10.05.2014, Weiden

Enoch zu Guttenberg wurde gefragt, warum er, der sich seit mittlerweile 47 Jahren für den Umweltschutz engagiere, durch die Republik reise, Reden zum Umweltschutz halte und in Weiden ein Benefizkonzert gebe. “Warum tun Sie das alles?” Die Antwort zu Guttenbergs lautete: weiterlesen

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Always look on the bright side of life! Monty Python kommt zurück!

Foto: SteveR-

Alle überlebenden Mitglieder der legendären britischen Komikertruppe Monty Python werden erstmals nach 15 Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne stehen. Dies hatte zunächst einer der Pythons, Terry Jones, gegenüber der Sun bestätigt.

John Cleese, 74, Terry Gilliam, 72, Terry Jones, 71, Eric Idle, 70, and Michael Palin, 70, haben der Wiedervereinigung zugestimmt. Graham Chapman war 1989 an Krebs gestorben. Zuletzt waren sie gemeinsam 1998 beim Aspen Comedy Festival aufgetreten.

“We’re getting together and putting on a show – it’s real,” Jones told the BBC.

Eric Idle twitterte letzten Montag: “Only three days to go till the Python press conference. Make sure Python fans are alerted to the big forthcoming news event.” Er fügte am Dienstag hinzu: “Python meeting this morning. Can’t wait. Press Conference Thursday will apparently be live on Sky News. I’ll get you the online URL.”

Die Komiker wurden mit der BBC-Fernsehreihe “Monty Python’s Flying Circus” weltberühmt. Welterfolge wie “Das Leben des Brian” oder “Der Sinn des Lebens” festigten ihren einmaligen Ruf. 2005 feierte das Musical “Spamalot” Weltpremiere, das auf dem Film “Die Ritter der Kokosnuss” basiert. Im Playhouse Theatre im Londoner Westend, wo “Spamalot” derzeit aufgeführt wird, wollen Monty Python ihre Wiedervereinigungspläne am Donnerstag konkretisieren, berichtet der Spiegel.

 

MontyPython_01

Siehe auch:


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Pilotprojekt an einer Dortmunder Hauptschule: Coaching für den Berufseinstieg

Foto: Stefanie Kleemann, Dortmund-Agentur, Bildungsbörse in Dortmund

Ein ungewöhnliches Projekt an einer Dortmunder Hauptschule zur Vorbereitung auf den beruflichen Einstieg statt Ausfüllen von Hartz-IV-Anträgen.
Personalberater, die sonst nur in Vorstandsetagen unterwegs sind, haben in Dortmund eine Gruppe von Hauptschul-Neuntklässlern gecoacht. Über die positiven Erfahrung, jungen Hauptschülern bei ihrem beruflichen Einstieg zu helfen, berichtet die taz. “Dazugelernt haben … nicht nur die Schüler.” Ein wichtiges Erfolgserlebnis für die Schüler war, dass sie sich wertgeschätzt und auf Augenhöhe behandelt fühlten, wodurch ihr Selbstwertgefühl sichtbar gestärkt worden sei, sagte der Schulleiter Elmar Schebaum. Im Oktober werde es eine Nachbesprechung mit den Headhuntern und der Schulleitung der Emscherschule geben, möglicherweise gehe es dann auch über eine Neuauflage der Aktion.

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“Es geht darum, das Zentrum einer Stadt zu verteidigen”

Frage an Anselm Weber, Intendant des Schauspielhauses Bochum, über die Zukunft des Schauspielhauses: “Was bleibt von einer Stadt übrig, die keine Kulturangebote mehr macht?”  Anselm Weber : “Es geht darum, das Zentrum einer Stadt zu verteidigen. … weiterlesen

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Stadtbücherei Witten startet mit bei “OnleiheRuhr”

Die sechs Stadtbüchereien von Bochum, Ennepetal, Hattingen, Herne, Schwelm und Witten starten zum Welttag des Buches am kommenden Montag, 23. April, ihr Gemeinschaftsprojekt „OnleiheRuhr“. Mit einem gültigen Benutzerausweis für eine der sechs Bibliotheken können Sie kostenlos und unkompliziert digitale Medien herunterladen und für eine begrenzte Zeit nutzen. Einfach ausprobieren:

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Die Lesung der besonderen Art – Dank der Akteure an das Publikum

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Im ehemaligen Ladenlokal von Schlecker, Platz an der Schmiede, fand am 25. März 2012, 17.00 Uhr eine Lesung statt.
Die Akteure bedanken sich beim Publikum!

“Die Lesung hat uns bei dem aufmerksamen Publikum viel Spaß bereitet. Wir fanden es sehr gut, dass wir den Leerstand mit einer kulturellen Veranstaltung ausfüllen durften.

Unser Dank geht an die Eheleute
Langensiepen, die uns ihr Ladenlokal kostenlos zur Verfügung stellten und auch an Frau Uta Heiermann, die uns bei der Bestuhlung und dem “Ausschmücken der Liebeslaube” hilfreich zur Hand ging.” weiterlesen
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