Stellungnahme des VLAB zur Novelle des Bundesnaturschutzgesetztes, 21.12.2016

Das Bundesnaturschutzgesetz soll in wichtigen Teilen geändert werden. Die Verbände wurden am 2. Dezember 2016 angeschrieben und aufgefordert, eine Stellungnahme bis 16. Dezember 2016 abzugeben. Der VLAB erhielt erst am 12.12. Gelegenheit, sich daran zu beteiligen. Nach Protest wurde dem VLAB eine Fristverlängerung bis 23. Dezember erteilt.

Stellungnahme zur Novelle des
Bundesnaturschutzgesetztes

Sehr geehrter Herr Dr. Lüdtkes, sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank, dass Sie unserem staatlich anerkannten Umwelt- und Naturschutzverband VLAB die Möglichkeit geben, zu der geplanten Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) Stellung zu nehmen und den Abgabetermin auf Freitag, 23.12.16 verlängerten.

Nach Sichtung und Analyse der uns zur Verfügung stehenden Unterlagen teilen wir Ihnen mit, dass der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern (VLAB) die Änderung des § 44 Bundesnaturschutzgesetz zugunsten einer industriellen Gewinnung von Windstrom und zu Lasten gefährdeter Vogelarten und anderer Tierarten, entschieden ablehnt.

Ihre Hypothese, der Bau von Windrädern sei im „öffentlichen Interesse“ ist absurd und in keiner Weise rechtlich belastbar. Der Entwurf ihres Ministeriums konterkariert jegliche Ar-tenschutzbemühungen in der Bundesrepublik Deutschland. Er verstößt gegen geltendes Europäisches Naturschutzrecht und forciert den Rückgang vieler bereits gefährdeter Greifvogel-, Eulen-, Fledermaus- und weiterer Tierarten.

Die folgende Begründung der Ablehnung bitte hier nachlesen:

Stellungnahme zur Novelle des Bundesnaturschutzgesetztes

Der Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB) ist staatlich anerkannt. Er hat seinen Sitz in Erbendorf. Mit seinem Blog möchte er den Umwelt-und Naturschutz nicht nur in Bayern, sondern in ganz Deutschland kritisch hinterfragen. Insbesondere über die Zerstörung unserer Landschaften durch den gegenwärtigen zügellosen Ausbau der Windkraft möchte er objektiv und ohne Beeinflussung durch Lobbyverbände berichten.


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Emnid: Bundesweit lehnen 80 Prozent der Befragten Windkraft im Wald ab!

Die neueste repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung von Ende Oktober belegt, dass 80 Prozent der Befragten Windkraft im Wald ablehnen, im Osten sogar 87 Prozent.

schreiadler_altvogelDie Windenergie soll nicht ausgebaut werden, wenn dafür Waldgebiete verschwinden oder zerschnitten werden, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. „Innerhalb kürzester Zeit ist die Ablehnung der Bürger im Osten exorbitant gestiegen: Während sich im Juli 2015 schon 78 Prozent gegen den Ausbau von Windenergie in Waldgebieten ausgesprochen haben, sind es heute 87 Prozent!“ Professor Vahrenholt appelliert an die Politiker, „den Weckruf nicht zu überhören“.

Nur magere fünf Prozent halten den Bau von Windenergieanlagen überhaupt für vertretbar – im Westen seien es lediglich zwölf Prozent der Befragten. Die Mehrheit der Befragten würde im Zweifelsfall dem Schutz von Vögeln und anderen Tieren Vorrang vor dem Bau von Windkraftanlagen räumen.

Artenschutz

Die Öffnung des Waldes für die Windenergie führt zur Gefährdung seltener Arten. Jahr für Jahr fallen in Deutschland beispielsweise 250.000 Fledermäuse und über 12.000 Greifvögel Windenergieanlagen zum Opfer. „Wer sich die gigantischen Ausmaße moderner Windenergieanlagen verdeutlicht, versteht das Problem sofort“, sagt Vahrenholt. In einer Höhe von knapp 200 Metern überstreichen die Rotoren der
Windenergieanlagen eine Fläche in der Größe eines Fußballfeldes – mit einer Geschwindigkeit von etwa 250 km/h an der Blattspitze. Seltene Vogelarten wie der Wespenbussard, Seeadler, Baumfalke und Wanderfalke – um nur einige zu nennen – kollidieren mit den Rotorblättern. Sie werden erschlagen. „Windkraft um jeden Preis kann nicht das Ergebnis der Energiewende sein“, betont Professor Dr. Fritz Vahrenholt. Der Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung sieht im gedankenlosen Ausbau der Windenergie im Wald eine ernste Gefahr.

Die jüngste Emnid-Umfrage hat außerdem herausgefunden, dass es den Befragten weniger um persönliche Befindlichkeiten geht, sondern um die Natur: Auf die Frage: „Würden sie sich durch Windenergieanlagen im Wald gestört fühlen?“, antworteten 43 Prozent mit „Ja“. Die Zahl ist im Vergleich zu 2015 gleich geblieben.
Fotos: © Deutsche Wildtierstiftung


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Die Schattenseiten der Energiewende. Anstoß zu einer überfälligen Debatte.

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“Geopferte Landschaften”

leseprobeherunterladenAm 9.11.2016, 11:00 Uhr, steht im Presseclub München  das Thema Energiewende auf dem Programm. Es geht um den in Kürze erscheinenden Sammelband Geopferte Landschaften“, in dem namhafte Experten, darunter Landschaftsplaner, Ökonomen, Energiefachleute, Ökologen, Theologen und Künstler zu Wort kommen. Die Autoren des Sammelbandes wollen an der Notwendigkeit und Realisierbarkeit DIESER Energiewende rütteln.

Pressegespräch am PresseClub München e.V.
(Marienplatz 22, 80331 München, Vorübergehend, zurzeit Tal 12/II, 80331 München)

Vertreten beim Pressegespräch sind die Autoren Georg Etscheit (Hrsg.), Johannes Bradtka (1. Vorsitzender von VLAB – Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern), Enoch Freiherr zu Guttenberg (Dirigent und Naturschützer.), Harry Neumann(Bundesvorsitzender von Naturschutzinitiative e. V.) und Dr. Nikolai Ziegler (Vorsitzender der Bundesinitiative Vernunftkraft).
Die Moderation hat Kathrin Grünhoff, Bayern 2, BR Fernsehen, Arte

etscheitIn der Mitteilung des Presseclubs heißt es: “Die Energiewende gilt als gesamtgesellschaftliche Jahrhundertaufgabe. Der Abschied von Atom, Kohle und Öl und der möglichst schnelle Umstieg auf die sogenannten Erneuerbaren Energien soll nicht nur das Weltklima retten, sondern eine neue Epoche einer grünen, ökologisch folgenlosen Wirtschaftsweise einläuten. Doch was dieses gewaltige Vorhaben wirklich bedeutet, wird erst allmählich klar: Flächendeckend wird das Land mit Windrädern, Solaranlagen und Biogaskraftwerken zugepflastert, ganze Landstriche, oft noch relativ unberührte Kulturlandschaften und Naturgebiete, verwandeln sich in unwirtliche Energielandschaften. Menschen werden um ihren Schlaf und ihre Gesundheit, mitunter sogar ihre Heimat gebracht, Vögel und Fledermäuse verenden zu Hundertausenden in den riesigen Rotoren. Doch über die Schattenseiten der Energiewende zu sprechen gilt als politisch nicht korrekt.”

Wer handelt denn hier politisch nicht korrekt?

In Rheinland-Pfalz vollzog das rheinland-pfälzische Umweltministerium 2013 einen ökologischen Paradigmenwechsel: Das uralte Prinzip des Walderhalts wurde per Rundschreiben der Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) über Bord geworfen. Unterstützung erhielt die Diplom-Agraringenieurin, auch Ministerin für Landwirtschaft, von den Landwirten und dem NABU. Sie begrüßten diese Absichten ausdrücklich, mit einer absurden Begründung: Seit Jahrzehnten nehme der Landschaftsverbrauch durch Städte, Straßen und Gewerbegebiete zu. Das gehe immer zulasten von Äckern, Wiesen und Weiden. Die Entscheidung, nicht weiter aufzuforsten sei richtig, weil der Waldanteil bislang nie reduziert worden sei.

Die Umweltministerin hatte 2013 alle Forstämter in einem Rundschreiben aufgefordert, auf Ersatzaufforstungen in Wäldern zu verzichten, berichtete die Rhein-Zeitung. Das gelte auch für Windkraftanlagen in waldreichen Regionen. Nur noch im Einzelfall soll aufgeforstet werden. Für Höfken ist die neue Linie “politisch alternativlos”. Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hatte sich gegen die Pläne “im Interesse der Allgemeinheit und insbesondere der künftigen Generationen” ausgesprochen.

Da Mais und Raps großflächig als Energiepflanzen angebaut werden, bedeutet diese “grüne” politische Linie, dass der Wald Energieformen weichen muss, die nicht ökologisch sind, weil sie Böden auslaugen, Vögel und Fledermäuse in den Rotoren der riesigen Windkraftwerke vernichten und Brutstätten gefährdeter Vogelarten zerstören. Flächendeckend wird die Landschaft industrialisiert, geleitet von dem Wahn, Erneuerbare Energien könnten das Weltklima retten. Tatsächlich geht es weder um Menschen noch um die Natur, sondern es wurde eine neue Epoche einer “grünen, ökologisch folgenlosen Wirtschaftsweise” eingeläutet. Die Anfänge reichen viele Jahre zurück, entwickeln aber jetzt durch den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien deutlich sichtbar ihre gigantische Zerstörungskraft.

Vom Mythos der Energiewende als angeblich alternativloses Mammutprojekt

Der Klimawandel wird von den Autoren “Geopferte Landschaften” nicht in Frage gestellt, er ist nicht Gegenstand der Diskussion, wohl aber der Mythos der Energiewende als angeblich alternativloses Mammutprojekt.

Und der Ertrag all dieser Verwüstungen? Die gesamte Fläche des Saarlandes würde gebraucht, um gerade einmal 20 % unseres Stroms durch Windkraft zu erzeugen. Aber nur statistisch, denn wenn der Wind nicht weht, was sehr häufig vorkommt, gibt es keinen Strom. Dabei gäbe es vernünftige und einfache Mittel, eine Energiewende zu verwirklichen: Allein die Reduktion des Kraftstoffverbrauchs im Verkehr um 12 % könnte alle derzeit aktiven Windräder überflüssig machen.

Ein überfälliges Debattenbuch!


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Random House

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finanzen.net: “Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden”

“Windkraftanlagen in Vogel-Paradiesen müssen gestoppt werden” – Selbst das größte Finanzportal in Deutschland, finanzen.net, thematisiert die Zerstörung einzigartiger Lebensräume zu Gunsten des Ausbaus der Windkraft.
finanzen.net berichtet über die Deutsche Wildtier Stiftung, die gemeinsam mit dem Naturschutzbund NABU gegen einen Bebauungsplan vorgeht, der das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland zerstören würde. Die Friedländer Große Wiese ist das größte geschlossene Niedermoorgebiet in Norddeutschland, Lebensraum auch für bedrohte Arten wie den Schreiadler, die Kornweihe und die Sumpfohreule. “Viele tausend Buch- und Bergfinken, Rot- und Wacholderdrosseln finden hier Nahrung. Darüber hinaus ist die Region ein wichtiges Rastgebiet für weitere Zugvögel.”

Der NABU strebt zwar noch immer einen “naNabturverträglichen Ausbau der Windenergie zur Minderung des CO2-Ausstoßes” an, um somit, wie er sagt, “die Umweltzerstörung durch die Ausbeutung von Kohle und Öl beenden”. Aber die Gegnerschaft zur “Atomenergie” passt angesichts der Zerstörung der Lebensräume nicht mehr zum umweltfreundlichen Energiekonzept, während die Kernenergie alles hat, was sich Umweltschützer für das Klima und die Umwelt wünschen: Keine CO2-Emissionen, geringer Flächenverbrauch, hohe Sicherheit. So weit, dies öffentlich anzuerkennen, ist der NABU noch lange nicht. Der Imageverlust der Erneuerbaren Energien, die steigenden Strompreise, die nicht zur Senkung der weltweiten CO2-Emissionen führen, sondern zur sichtbaren Zerstörung der Landschaft, zur Tötung von Vögeln und zu Gesundheitsschäden bei Menschen, treibt die Umweltverbände zur Erneuerung ihrer Denkmuster an.
Windkraftanlagen amortisieren sich selten, sie werfen in den meisten Fällen keine Gewinne ab, sondern dienen der Umverteilung von Steuergeldern. Dies ist jedoch ein Geschäftsmodell ohne Zukunft, das “kühl und leidenschaftslos rechnende Banker und Fondsverwalter” nicht auf Dauer unterstützen werden. Fred F. Mueller geht davon aus, dass sich im Hintergrund bereits neue, vorteilhaftere Arrangements bilden und die entsprechenden Fäden gezogen werden. Man werde denjenigen in der „Bewegung“, deren “Denkmuster hierfür zu starr sind – beispielsweise ein bekannter Münchner Gemischtwarenladen der Elektroindustrie – gerne die künftig wertlos werdenden Restbestände an Wind- und Solarprojekten aufschwatzen, um das freiwerdende Kapital gewinnbringend in die Filetstücke eines neu aufstrebenden Riesenmarktes zu investieren.”

 

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Deutsche Wildtierstiftung: https://www.deutschewildtierstiftung.de/

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EnBW: “Versorgungssicherheit und Klimaschutz” – nur durch Kernkraftwerke?

Energie Baden-Württemberg (EnBW),  landeseigener Energiekonzern, plant zwei 230 Meter hohe Windkraftanlagen in Adelberg, ein Gebiet östlich von Stuttgart, das von Rotmilanen bewohnt wird. Sie könnten sterben, gibt EnBW in einem Antrag an das Regierungspräsidium Stuttgart zu. Der Antrag liegt der “Welt am Sonntag” vor. Aus ihm geht hervor, dass EnBW den Tot der Rotmilane für die Energiewende und das Geschäft mit der Windkraft in Kauf nehmen wolle.

Wenn das Schule mache, könnte das den Ausverkauf des Naturschutzes in Deutschland und des europäischen Artenschutzes zugunsten der Windindustrie einleiten, befürchten Naturschützer und Vogelkundler, wie zum Beispiel Harry Neumann, Wolfgang Epple und Fritz Vahrenholt. Sie warnen vor einen Präzedenzfall.

Im Windwahn: EnBW beantragt “Lizenz zum Töten”

EnBW Energie Baden-Württemberg AG, ein Energieversorgungsunternehmen, das mehrheitlich dem grün-rot regierten Land Baden-Württemberg und den Oberschwäbischen Elektrizitätswerken – einem kommunalen Zweckverband – gehört, “will Lizenz zum Töten” von Rotmilanen, die Bauplänen für Windkraftanlagen im Wege sind. So oder ähnlich wie die Überschrift in der Bild lauten die Titel in verschiedenen Tageszeitungen.

Der “Welt am Sonntag” liegt ein Antrag von EnBW an das Regierungspräsidium Stuttgart vor, in dem EnBW selbst einräume, dass die Windkraftanlagen möglicherweise in einem “regelmäßig frequentierten Flugkorridor” von zwei Rotmilan-Brutpaaren stünden. Ein “signifikant erhöhtes Tötungsrisiko” lasse sich “nicht gänzlich ausschließen”. EnBW fordere deshalb das Regierungspräsidium auf, für Adelberg das gesetzlich verankerte Tötungsverbot für den Rotmilan aufzuheben – weil das “öffentliche Interesse” überwiege. Als öffentliches Interesse habe EnBW Arbeitsplatzsicherheit, Netzstabilität und Versorgungslücken durch die Abschaltung der Atomkraftwerke Philippsburg und Neckarwestheim angeführt, berichtet die “Welt am Sonntag”.

Eine Versorgungslücke hätte weder in Baden-Württemberg noch in einem anderen Bundesland entstehen müssen, sie wurde durch einen Beschluss der Bundesregierung absichtlich herbeigeführt. Dafür hat EnBW selbst den besten Beweis.

EnBW hat die Alternative: Kernkraftwerke

Auf seiner Homepage hebt EnBW auch heute noch die Vorteile der Kernenergie hervor. Zur “Versorgungssicherheit und Klimaschutz” sagt EnBW:

EnBW, 22.08.2016

EnBW, 22.08.2016

Es geht um nur zwei Kernkraftwerke, die zu bezahlbaren Preisen zuverlässig, Tag und Nacht, ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Baden-Württemberg abdecken können und noch viele Jahre laufen könnten. Die Frage, ob sich Arten- und Klimaschutz miteinander vereinbaren lassen, stellt sich bei Kernkraftwerken nicht. Das Problem ist durch die Nutzung der Kernenergie gelöst.

Aber es stellt sich die Frage, wem wir die Abkehr von dieser vernünftigsten aller Möglichkeiten zur Stromerzeugung zu verdanken haben? Die Verantwortlichen der EnBW-Homepage betonen den Vorteil der Kernenergie, obwohl EnBW an anderer Stelle seine absicht bekundet, in den kommenden Jahren weitere Milliardensummen in den „Maschinenraum der Energiewende“ zu investieren und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu forcieren. Der Unterschied zwischen Sinn und Wahnsinn wird in diesen Sätzen der EnBW deutlich:

EnBW 22.08.2016

EnBW 22.08.2016

Diktat der Politik

Foto: EnBW

Foto: EnBW

EnBW gehört wir zu den größten Energieversorgungsunternehmen in Deutschland und in Europa. Der Energieversorger steht, wie auch RWE, Eon und Vattenfall, unter dem Diktat der Politik. Es sieht vor, die zuverlässige, erprobte und kostengünstige Energieversorgung durch ein angeblich besseres System zu ersetzen. Beweise dafür gibt es nicht. Eines der wesentlichen Werbeversprechen der Politik ist die “dezentrale und selbstverantwortete Energieversorgung”. Ein Slogan, den auch EnBW wiederholt, aber wie sieht die Realität aus?

Kann man die Energieversorgung von über 5 Millionen Bürgern und Unternehmen als dezentral bezeichnen? EnBW ist über Stromnetze mit sämtlichen Energieerzeugern in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa verbunden, und kann sich, wie jedes andere Bundesland und jedes andere Dorf nicht durch Windräder vor einem Blackout schützen, wenn die Stromnetze, entweder in einem Krieg, der zurzeit herbeigeredet wird, oder durch den Zufallsstrom der Windindustrieanlagen, ein realistisches Szenario, zerstört werden sollten. Es gibt keine dezentrale Energieversorgung, sofern die zu versorgenden Einheiten (Bauernhöfe, Dörfer, Städte) nicht komplett autark sind, das heißt von den überregionalen Stromnetzen dauerhaft und endgültig abgeschnitten sind. Das Unternehmen EnBW zollt einem unsinnigen Gesetz Gehorsam, will den Ausbau der erneuerbaren Energien forcieren, und zerstört mit dem Verzicht auf Kernkraft ein Stromversorgungssystem in Deutschland, das allen anderen Formen der Stromerzeugung überlegen und weltweit, auch in Fragen der Vereinbarkeit von Arten- und Klimaschutz, vorbildlich war.

Rotmilan – Der NABU und der Vogelschutz

Der NABU Hessen wählte den Rotmilan im Jahr 2000 zum “Vogel des Jahres” und bestätigte seine “außergewöhnlich hohe Verantwortung”. Der Weltbestand betrage maximal 25.000 Paare, davon lebe mehr als die Hälfte in Deutschland. Sein Bestand habe gebietsweise deutlich abgenommen. Der Rotmilan sei besonders durch Intensivlandwirtschaft gefährdet, hier vor allem durch die vermehrte Anwendung von Pestiziden, besonders Rodentiziden (Rückgang an Nagetieren, aber auch direkte Vergiftungen). “Es hat sich außerdem gezeigt, dass er sehr viel häufiger als andere (Greif-)vögel an Windkraftanlagen verunglückt, in deren Nähe er offenbar bevorzugt nach Beutetieren sucht.” Der Rotmilan wurde 2002 in die Vorwarnliste der neuen Rote Liste gefährdeter Brutvögel in Deutschland aufgenommen.

Unternehmen wie EnBW müssen sich Gesetzen beugen, wenn sie den rechtzeitigen Widerstand zur  Verhinderung eines unsinnigen Gesetzes verpasst haben. Dieses Problem haben Naturschutzorganisationen nicht. Sie stehen für den Schutz der Natur und nicht der Industrie ein. NGOs bekämpfen Recht und Gesetze mit allen legalen Mitteln, in der Anti-Atomkraftbewegung und bei Besetzungen von Braunkohle-Tagebauten auch mit illegalen, weil für sie das eigene Ziel Priorität hat. Das unterschied bisher NGOs von Industrielobbyisten.

hendricksNGOs sind aber in die Ministerien vorgerückt und betreiben Bundespolitik. Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit dankt ihnen dafür.

Die Führungsspitzen der großen Naturschutzverbände wie BUND und NABU und auch andere NGOs haben einen Pakt mit der Regierung und der Industrie geschlossen. Nicht allein mit den Energieversorgern und der Öko-Industrie, sondern mit allen Großkonzernen. Der Pakt, den sich beispielsweise der NABU Hessen ausgedacht hat, sieht einen faulen Kompromiss vor. Die naturräumlichen Lebensbedingungen von Arten wie beispielsweise dem Rotmilan könnten durch den weiteren Ausbau der Windenergienutzung nachhaltig beeinträchtigt werden, sodass “ein Konzept für die Raumgestaltung in der Umgebung von Windkraftanlagen” Schadensbegrenzung beinhalten muss, räumt der NABU Hessen ein. Aber an der Illusion von einem “einträchtigen Miteinander von Greifvögeln und Windkraftanlagen” hält er fest  – zum Wohle der Windindustrie und ihrer wenigen Profiteure, zum Nachteil der Natur, der Vögel und Menschen.

Reinhold Messner: “Alternative Energien sind sinnlos,
wenn Sie genau das zerstören, was man durch sie schützen will: Die Natur”.

Titelfoto: EnBW


Ruhrkultour Leseempfehlung:

Georg Etscheit

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VLAB – Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern: “Der 19. September war ursprünglich vom Heyne-Verlag geplant, musste jedoch aus redaktionellen Gründen – viele Fachautoren mit komplexen Themen – auf den 24. Oktober verschoben werden. Dann erscheint das Buch, auf das wir uns schon sehr freuen.”
Georg Etscheit ist Beirat im VLAB. http://www.landschaft-artenschutz.de/

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Setzt der BUND bei der Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten?

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Der BUND setzt falsche Prioritäten

Die Schlussfolgerung, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit seiner Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten setzt, liegt nahe, wenn man das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie aus Australien betrachtet.

Der Klimawandel sei eine Herausforderung für Natur und Mensch, sagt der BUND: “Neben der Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen beeinträchtigt auch der Klimawandel die biologische Vielfalt.”

Es ist jedoch der BUND, der gemeinschaftlich mit den meisten anderen großen Naturschutzverbänden und vielen NGOs die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen vorantreibt. Er fordert und fördert den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen, die das Klima retten sollen, aber zusammenhängende Waldgebiete auseinanderreißen, Menschen und Tiere aus ihrer angestammten Heimat verjagen, Vögel und Fledermäuse zu Hunderttausenden töten.

Die australische Studie nährt den Verdacht, dass es sich bei der Energiewende lediglich um den weltumspannenden, gigantischen Versuch handelt, das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vor dem Kollaps zu bewahren und dazu dem öko-industriellen Komplex mit seinen Vorstellungen von einer neuen Gesellschaftsstruktur (NWO) an die Macht zu verhelfen. Dies würde auch die Duldung der verheerenden Auswirkungen auf die Ökologie erklären, die auf grünen Facebookseiten wie Klimaschutznetz, Deutsche Umweltstiftung oder Franz Alts Sonnenseite nicht thematisiert werden dürfen, ohne dass dies zur Löschung von Kommentaren und zum baldigen Ausschluss führt.

Australische Wissenschaftler äußern in einem Beitrag im Fachjournal “Nature” ihre Befürchtung, dass die Fokussierung auf den Klimawandel dazu führen könne, dass Prioritäten beim Artenschutz falsch gesetzt werden.

Die Gefährdungen der Artenvielfalt durch den Klimawandel steht erst an siebter Stelle

Eine neue Studie von Wissenschaftlern an der University of Queensland in Brisbane, Australien, bestätigt, dass die weltweite Artenvielfalt derzeit weniger von Klimaveränderungen als von Gefahren wie der Übernutzung von Ressourcen und der Landwirtschaft bedroht ist. Momentan stünden Gefährdungen durch den Klimawandel erst an siebter Stelle der Ursachenliste, sagen die Forscher. Sie bezogen fast 8700 Spezies in ihre Analyse ein, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass 72 Prozent von ihnen durch die Übernutzung von Ressourcen bedroht sind. Diese betreffe entweder die jeweilige Art selbst oder Teile ihres Lebensraums. So seien allein mehr als 4000 Spezies durch Waldrodungen bedroht, schreiben die Forscher. An zweiter Stelle stehe die  Landwirtschaft, weil die dafür genutzten Flächen als Lebensraum verlorengingen, an dritter Stelle stehe die Urbanisierung.

Der Klimawandel könne zwar künftig eine große Gefahr für die Artenvielfalt darstellen, dringlicher sei es aber momentan, die “alten Feinde” zu bekämpfen. Dabei könne die Aufrechterhaltung einer intakten Fauna und Flora helfen, künftige Gefahren durch den Klimawandel zu entschärfen, sagen die Forscher.

Quellen:

 

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“Drama am Himmel” oder “Federvieh-Kadaver”?

Andreas Kieling schrieb am 14. Juli auf seiner Facebook-Seite: “Drama am Himmel, Windkraft ist ein Symbol für saubere, umweltfreundliche Energie. Tote Fledermäuse und Vögel sind ein hoher Preis dafür! Was meint ihr dazu? Bitte teilt das Video so oft wie möglich! Es geht alle Menschen an. Nachdenklich, euer Andreas”.

Bis zum heutigen Tag wurde der Beitrag über eine Million Mal aufgerufen und fast 13.000 Mal geteilt.

Der Irrtum

In einem weiteren Video bei Facebook, vom 20. Juli, relativierte Andreas Kieling jedoch seine Position gegenüber Windkraftanlagen. Sie seien notwendig, sagte er, er sei nicht gegen Windkraftanlagen, “aber nicht um jeden Preis.” Aber irgendwoher müsse der Strom ja kommen, und da seien regenerative Energien eine gute Lösung und der richtige Weg. Windräder könne man im Unterschied zu Kernkraftwerken einfach abbauen. Es gebe genügend “ausgeräumte Kulturlandschaften”, wo Windkraftanlagen aufgestellt werden könnten, aber nicht in der Nähe von Brut- und Wanderplätzen von seltenen Tieren, “da gehören sie nicht hin”, warnt er. Er habe wegen seiner Kritik Drohbriefe von drei Rechtsanwälten erhalten, aber er lasse sich nicht den Mund verbieten, sagt Andreas Kieling. Aber er folgt mit dieser Erklärung keinen Sachargumenten, sondern er hat sich politisch oder den Drohungen von drei Rechtsanwälten (im Video erwähnt) gebeugt.

Wo sollte es in Deutschland, einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt, “ausgeräumte Kulturlandschaften” geben? Andreas Kieling vertraut dem politisch erwünschten Denkmuster – ein weiterer Irrtum. Windkraftanlagen sind aus seiner Sicht “nützliche Stromerzeuger”, nicht wissend, dass mit Windkraft kein einziges fossiles oder atomares Kraftwerk ersetzt werden kann. Windkraftanlagen liefern Zufallsstrom, mit dem der Tierfilmer die Akkus seiner Kameras nur dann aufladen kann, wenn die Sonne scheint und der Wind weht. Generell gesehen ist der Nutzungsgrad von Windkraftanlagen so gering, dass es ungerechtfertigt ist, “dafür unsere Landschaften großflächig zu opfern und Vögel und Fledermäuse zu töten”, wie eine Kritikerin auf Kielings Facebookseite anmerkt.

Andreas Kieling finanziert mit seinen Dokumentarfilmen und Vorträgen seinen Lebensunterhalt und den seiner Familie. Für sein Geschäft kann die Annahme des Bundesverdienstkreuzes am Band, das ihm von Bundespräsident Joachim Gauck 2015 zum Tag der deutschen Einheit für seine Arbeit persönlich überreicht wurde, nützlich sein, aber muss er die Überreichung als “eine besondere Ehre” bezeichnen? Nun gut, vielleicht gehört auch ein wenig Eitelkeit zum Erfolg.

 

“Ich bin der Geist, der stets verneint! Und das mit Recht; denn alles, was entsteht, Ist wert, daß es zugrunde geht; Drum besser wär’s, daß nichts entstünde.” (Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil)

Einen anderen Aspekt bringt Dr. Peter Heller, Astrophysiker, Strategieberater und Analyst technologische Trends, zur Sprache. Peter Heller äußert in einem Artikel auf der liberal-konservativen Internetseite Roland Tichys die Meinung, dass die Haltung vieler Bürger zur Energiewende dadurch beeinflusst werden könnte, wenn sich mit Andreas Kieling Deutschlands prominentester Tierfilmer der Anti-Windkraft-Bewegung anschlösse.

Heller sieht in der “übermäßigen Hinwendung zum Tierschutz” jedoch keine Stärkung der Anti-Windkraftbewegung, sondern den Beginn eines “Irrweges”. Er befürchtet, dass eine übermäßige Hinwendung zum Tierschutz dahin führen könnte, dass jeglicher Ausbau einer Technologie in Deutschland (“es könnte ein Wasserkraftwerk sein, dem Nistplätze im Wege stehen, ein Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerk, es könnte eine Schule sein, ein Kindergarten oder eine Fabrik”) zunächst gebremst und schließlich ganz aus dem Land vertrieben werden könnte. Deshalb fordert er: “So wenig, wie man sich von Käfern den Bau eines Bahnhofes oder von Kröten den einer Straße verbieten lassen darf, so wenig sind die Bedarfe von Schwarzstörchen zu berücksichtigen, wenn es um unsere Energieproduktion geht.”

Im Unterschied zu den Windkraftbefürwortern, die den Tod von Vögeln durch Windkraftanlagen für die Erreichung eines höheren Zwecks, den Klimaschutz, in Kauf nehmen, bezeichnet Heller die von Windkraftanlagen getöteten Vögel, die Andreas Kieling in die Kamera hält, provokatorisch-lieblos als “Federvieh-Kadaver”. Die meisten Tierfreunde werden vermutlich an dieser Stelle die Lektüre des Artikels auf der Seite Tichys beenden, vielleicht aber auch empört weiterlesen.

Wer Peter Heller weiter folgt, vorgewarnt durch “Federvieh-Kadaver”, ist dennoch über die Radikalität seiner Gedanken überrascht. Vögel, die durch Rotoren sterben, sagt er, “sind selbst für ihr Schicksal verantwortlich”, denn Vögel und Fledermäuse hätten ja die Chance, sich an die Windenergie anzupassen. Mit Sicherheit gebe es den einen oder anderen Mäusebussard, der Windräder nicht mit Bäumen verwechsle, sagt er. “Und wenn, wie Kieling vermutet, die Nester von Schwarzstörchen heimlich entfernt werden, um dem Bau einer Windkraftanlage nicht im Wege zu stehen, dann ist dies die Folge einer übertrieben ökologistischen Gesetzgebung. Ein vernünftiger rechtlicher Rahmen hätte das Windrad einfach am beabsichtigten Ort ermöglicht (wenn sonst nichts dagegen spricht) und die Störche gezwungen, sich an ihre neue Umgebung anzupassen oder freiwillig zu verschwinden.”

Sind Tierfreunde Ökologisten?

Peter Heller wirft Andreas Kieling, Enoch zu Guttenberg, Fritz Vahrenholt und “vielen anderen Protagonisten der Anti-Windkraft-Bewegung” vor, dass sie eine Tradition der “ökologistischen Ideologie” fortführten, eine “moderne Religion”, “nach der jeder menschliche Eingriff in die Natur als gefährlich angesehen wird und daher möglichst zu unterbleiben hat.” Die “ungute Tradition der ökologistischen Ideologie” habe schon zum Ausstieg aus der Kernenergie, zum Verbot gentechnisch manipulierter Pflanzen und zur Ächtung von Bergbautechnologien wie dem Fracking beigetragen.

Ist denn jeder ein Ökologist, nur weil er Fracking oder Gentechnik ablehnt? Die Befürworter von Erneuerbaren Energien beweisen doch genau das Gegenteil. Durch ihre Eingriffe in die Natur (Windkraftanlagen, Rodungen der Regenwälder und Verbreitung von Monokulturen für Biodiesel) zerstören sie, was Naturschützer erhalten wollen.

Andreas Kieling war Förster und damit jemand, der in die Natur eingreift. Dass er auch heute noch Wild jagt und verspeist, passt ebenfalls nicht in Peter Hellers Bild vom Ökologisten. Zum Försterdasein gehöre auch die Jagd, sagte der Tierfilmer in einem Interview. Er gebe sich keiner Illusion hin und romantisiere die Natur nicht: “Die Natur besteht aus Dominanz und Rangordnung, Natur ist Evolution, da gibt es Gewinner und Verlierer, wie bei uns Menschen auch. Tiere, die zu nachgiebig, zu unvorsichtig oder zu wenig angepasst sind, sterben früher oder später aus. Trotz oder gerade wegen dieser klaren Verhältnisse liebe ich die Natur. Und was ich liebe, möchte ich schützen.” Wer wollte ihm dieses Recht abstreiten?

Bewusst leben mit Respekt vor der Natur

Wir Menschen haben schon immer gejagt und Fleisch gegessen, sagt Kieling. “Das ist etwas Natürliches, wie man an unserem Allesfressergebiss erkennen kann.” Er esse kein Fleisch aus Massentierhaltung, glaube aber nicht, dass man Veganer oder Vegetarier werden muss, “man sollte sich aber bewusster ernähren.” “Ich persönlich esse an vielen Tagen überhaupt kein Fleisch. Wenn ich in der Wildnis unterwegs bin, kann ich mich wochenlang allerdings nur von Fisch ernähren, den ich selbst geangelt habe. Der Bär macht es genauso, ist die Heide voll von Blaubeeren, frisst er Blaubeeren. Gibt es Fische, frisst er Fische, sagt Andreas Kieling.”

Enno zu Guttenberg ist wegen der finanziellen Machenschaften des BUND zu Gunsten der geldgierigen Windindustrie, die ohne Rücksicht auf die Landschaft, Menschen und Tiere immer weiter vordringt, aus dem Verband ausgetreten, den er vor vielen Jahren mitbegründet hat. Er unterstützt die Neugründung eines Naturschutzverbandes, Verein für Landschaftspflege & Artenschutz in Bayern (VLAB). Ist er deshalb ein Ökologist?

Die Anti-Atomkraftbewegung kreidet Fritz Vahrenholt die Aussage an: “Ohne Kernenergie gibt es keine Windenergie.” Vahrenholt behaupte, Atomkraft sei weiterhin nötig, um die Schwankungen bei der Windenergie auszugleichen, solange es keine geeigneten Speichermedien gebe. Fritz Varenholt ist Vorsitzender der „Deutschen Wildtierstiftung“ – und deshalb ein Ökologist?

Viele gute Gründe sprechen gegen die Windenergie, sagt Peter Heller, aber der Schutz der Natur gehöre nicht dazu. Die Gründe für seine Ablehnung einer Windkraftindustrieanlage sind technischer Natur: “Sie bedrängt durch ihre optische Wucht, durch Schattenwurf und nächtliches Lichtspiel die Menschen, die mit ihr leben müssen. Sie kann aufgrund ihrer Volatilität ohne Backup-Kraftwerke prinzipiell nicht zu einer sicheren Stromversorgung beitragen, deswegen ist sie unnötig (die Backups allein würden genügen). Sie bietet nur ein begrenztes Ausbaupotential, da sie auf die knappe Ressource Fläche zurückgreift, und ist daher nicht in der Lage, quantitativ ausreichende Erträge zu erwirtschaften. Der erforderliche Rohstoffeinsatz ist, man berücksichtige auch den notwendigen Netzausbau, viel höher als bei den meisten anderen Energietechnologien, das treibt die Kosten. Für Puffersysteme (Speicher) gilt ähnliches, aber solche stellen ohnehin keine Lösung dar.”

Es ist ein Manko der Windkraftgegner, dass sich nur wenige Bürgerinitiativen die Argumente, die Peter Heller nennt, zu eigen machen.  Zerstörung von Landschaften und Erholungsgebieten, Gefährdung der Gesundheit eines großen Teils der Bevölkerung durch Infraschall – für was? Für ein überflüssiges Stromversorgungszweitsystem in Deutschland, durch das ein Effekt auf den Klimawandel niemals nachgewiesen wurde und auch niemals nachweisbar sein wird?

Enoch zu Guttenberg und Fritz Vahrenholt kennen mit Sicherheit die von Peter Heller genannten Gründe, aber sie schaffen es darüber hinaus, im Unterschied zu Heller, eine lebendige Verbindung zwischen Technik und Natur herzustellen. Der eine von beiden lehnt Kernenergie zum Schutz allen Lebens ab, der andere nicht. Ein Kern-Thema, an dem sich Deutschland und die Anti-Windkraftbewegung ab sofort und in Zukunft nicht vorbei drücken kann.

Quellen:

  • http://www.rolandtichy.de/kolumnen/lichtblicke-kolumnen/andreas-kieling-und-die-windraeder/
  • http://www.planet-interview.de/interviews/andreas-kieling/35628/
  • http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/dokumentarfilmer-andreas-kieling-die-baeren-sind-nicht-deine-freunde-11696141.html
  • http://www.andreas-kieling.de/

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NABU in Saarlouis/Dillingen: Alle Greifvögel sind durch Windkraftanlagen gefährdet

Umweltminister Reinhold Jost in der Verantwortung!
Der Mäusebussard kurz vor der “Roten Liste”.
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buzzard-44234_640Der NABU in Saarlouis/Dillingen fordert vom Saarländischen Landesamt für Umweltschutz ab sofort bei allen Aktionsraumanalysen für den Bau von Windkraftanlagen nicht nur den Mäusebussard als eine signifikant gefährdete Vogelart einzustufen und zu schützen, sondern alle Greifvögel. Andernfalls werde Umweltminister Reinhold Jost als “Ausrottungsminister” in bleibender Erinnerung sein.

Eine Studie belegt für den norddeutschen Raum eine Rate von 0,48 erschlagenen Mäusebussarden pro Windrad und Jahr. Deutschlandweit muss daher bei über 26.000 bestehenden Windrädern von über 12.000 getöteten Mäusebussarden pro Jahr ausgegangen werden! Bei einem Bestand von nur noch 100.000 Brutpaaren also 200.000 Tieren in ganz Deutschland lässt sich ausrechnen, wann der Mäusebussard in Deutschland ausgestorben oder nur noch auf lokale Nischenregionen beschränkt sein wird.

Die aktuelle starke Bestandsabnahme im Windkraftanlagen Dichtezentrum Schleswig-Holstein bestätigt diese Erkenntnis bereits heute und lässt sich auf Deutschland hoch rechnen. Wenn unserer Landesregierung der Tierschutz noch etwas wert ist, wird es höchste Zeit zu handeln. Vor diesem Hintergrund jetzt noch Werbekampagnen für attraktive Ortsbilder, Tourismus und Wanderwege im Saarland zu starten, wie es Frau Rehlinger propagiert, erscheint da schon wie der blanke Hohn. Allein um Schmelz sollen noch 16 Anlagen gebaut werden und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Ist unseren stastlichen Naturschützern der Vogelschutz wirklich so egal geworden ?https://www.nabu.de/news/2016/06/20834.html

 

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Schwarzwald: Kunststiftung legt Einspruch gegen Bau von Windkraftindustrieanlagen ein

Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. legt Einspruch gegen den Bau von Windkraftindustrieanlagen ein

Die Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. (Kunstverein Schwarzwald-Baar-Heuberg) hat einen über die Region hinausreichenden Ruf als kunstwissenschaftliches Ausstellungsinstitut. Der Einspruch der Stiftung gegen den Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Tuttlingen, der den Ausweis einer Konzentrationszone für Großwindenergieanlagen auf dem Weilheimer Berg vorsieht, dürfte deshalb auch überregionale Auswirkungen haben.
Die Kunststiftung Hohenkarpfen verweist in ihrem Einspruch auf den gesetzlich verankerten Natur- und Landschaftsschutz. Der geplante Eingriff sei angesichts des geringen ökonomischen Nutzens unverhältnismäßig. Windstrom, der nicht bedarfsgerecht und planbar vom Verbraucher abgerufen werden könne, trage wenig zur angestrebten Energiewende bei.

Darüber hinaus wehrt sich die Kunststiftung gegen die “dramatische technische Überprägung einer überregional bedeutsamen Kulturlandschaft”, die Beeinträchtigung des Erholungswertes der Landschaft und der Wohnqualität und den Wertverlust der Wohnungen und Häuser. Sie moniert das Fehlen von Risikoanalysen, fehlende Gutachten nach neuesten Erkenntnissen zum Arten- und Naturschutz, widersprüchliche Verfahrensvorgaben, fehlende Information der Öffentlichkeit und mangelnde Transparenz der Interessen.

Die Kunststiftung bemängelt, dass unzureichende Visualisierungen kleinerer Anlagen dem Bürger bisher keine wirklichkeitsnahe Einschätzung der eigenen Betroffenheit erlauben. Mit Hilfe eines Gutachtens hat sie realistische Visualisierungen erstellen lassen, die auf ihrer Homepage einsehbar sind: www.kunststiftung-hohenkarpfen.de.

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Blinde Zerstörungswut – 17 Jahre nach dem “Darmstädter Manifest”

Foto: abbilder

Die Loreley, der weltberühmte Felsen im Mittelrheintal, könnte die international sehr begehrte Auszeichnung als Weltkulturerbe, die der Verbandsgemeinde Loreley 2002 verliehen wurde, verlieren, wenn dort Windkraftanlagen aufgestellt würden.

Das  Mittelrheintal ist eine uralte Kulturlandschaft, Inbegriff der Rheinromantik und neben dem mittleren Ruhrtal in Nordrhein-Westfalen eines der ersten Toruristenziele Deutschlands. Es reicht von Bingen bis Koblenz, Burgen, Festungen und Kirchen säumen das Tal. Der Verbandsbürgermeister, Werner Groß (CDU), sieht im Bau von Windkraftanlagen eine Chance, die Haushaltskasse aufzubessern. “Windkraft ist eine Einnahmequelle”, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Die Ortsgemeinden sollen allesamt verschuldet sein, “blank, defizitär bis zum Geht-Nicht-Mehr”, sagte der Verbandsbürgermeister der Zeitung.
LoreleyEs könne doch nicht sein, sagte er, “dass ein Freiluftmuseum entstehe, mit mittelalterlich verkleideten Einwohnern, die von Touristen gefüttert werden”. Er fragt: “Sollen wir in Schönheit sterben?”

Der Verbandsbürgermeister  Groß versteht nicht, dass auf der anderen Rheinseite, auf den Höhen des Hunsrücks “jede Menge Anlagen, deutlich sichtbar für die, die um die Loreley herumspazieren” stehen, man der Verbandsgemeinde Loreley aber die Aufbesserung der Kasse verbieten will. Es werde geprüft, ob und wie man rechtlich gegen den Beschluss der Landesregierung in Mainz, die den Bau der Windkraftanlagen abgelehnt hat, vorgehen kann.

In der Verbandsgemeinde soll am Dienstag, 8. September, die Entscheidung des VG-Rates über das weitere Vorgehen zum Thema Windkraft Loreley fallen.
Zum 8. September ruft die Bürgerinitiative gegen die Windkraftpläne zu einer Mahnwache vor der Sitzung auf.

Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland

Mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland wandten sich anlässlich einer Pressekonferenz im Presseclub Bonn am 1. September 1998 über 95 Hochschullehrer und Schriftsteller an die Öffentlichkeit. Sie versuchten, Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien auf die vielen negativen Folgen einer ausufernden Windenergienutzung aufmerksam zu machen und stellten an die verantwortlichen Behörden eine Reihe von Forderungen. Fast 20 Jahre später ist das ökologische, ökonomische und finanzielle Zerstörungswerk entgegen allen Warnungen und Protesten fast vollbracht. Fast. Die Anti-Windkraftbewegung ist vermutlich größer, als es die Anti-Atomkraftbewegung je war. Nur friedlicher. Zehntausende von Menschen sind bundesweit in über 700 Bürgerinitiativen engagiert. Sie setzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ein, um den Windwahn zu beenden.

Sie werden überrascht sein, wie aktuell das „Manifest“ auch heute, nach fast 20 Jahren, noch ist.
Initiativgruppe Darmstädter Manifest (pdf) oder hier:

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