Laien

AfD-Köln: Laien am Werke

Eine Themenauswertung der Homepage der AfD-Partei von Peter Colombo

Sind Deutschlands “Erneuerer” aus dem Kreisverband Köln böse Populisten oder einfache Laien? fragt der “Parteiendetektiv” Peter Colombo. Die Weigerung der AfD an der Haushaltdebatte 2018 im Stadtrat teilzunehmen – näheres im Kölner Stadtanzeiger vom 8.11. 2017 -, nimmt Peter Colombo zum Anlass, die Frage empirisch zu klären. Er hat 250 Meldungen auf der Homepage der Kölner Partei bis 2013 rückwirkend ausgewertet. Sein Urteil steht fest – es sind Laien, die die Kölner Parteispitze beherrschen.

 

2 : 1 – oder Eigeninteresse schlägt Bürgerinteresse klar. Um herauszufinden, ob die Erneuerer primär an sich oder an die Bürger und – eventuell – an Deutschland denken, Wurden den Themen zwei Hauptkategorien mit jeweils drei Unterkategorien zugeordnet und,  wo nötig, mit inhaltlichen Erläuterungen versehen. Selbstverständlich ist die Methode nur ein Versuch, auf diese Kernfrage eine Antwort zu finden. Aber dennoch ein interessanter.

Das Urteil fällt vernichtend aus: Es dominieren zu 2/3 Partikularinteressen. Wer es genauer wissen will, darf die Einzelmeldungen auf der Homepage der Kölner AfD selber studieren.

 

Was sind die Gründe? Was sind die Zukunftsaussichten?

Der Vorrang der Partikularinteressen kann sowohl am Geltungsbedürfnis der Homepage-Macher als auch an den Weisungen des Vorstandes oder der Mandatsträger, die politisch weiter kommen wollen, liegen. Der Grund kann aber auch sein, dass die AfD-Funktionäre keine Fachleute in ihren Reihen haben oder diese aus der Basis aus Konkurrenzangst nicht zu Wort lassen wollen. Daher wird “von oben” nichts zu melden sein, wie der Casus “Haushaltsdebatte” zeigte. Über innere Sicherheit – Renner ist in Köln zuletzt das Thema Ebertplatz – können Laien endlos schwafeln, bei Haushaltfragen ist hingegen Know how gefragt. Sonst kann man sich schnell blamieren.

Von den neuen fachfremden AfD-Fraktionsmitgliedern im Stadtrat von Köln ist in Sachen Haushalt und Finanzen in Zukunft nichts Substanzielles zu erwarten. In der Fraktions-Troika sitzt ein “Spezialist”, der es trotz abgebrochenen Jura-Studiums und völliger Berufsabstinenz geschafft hat, Landtagsabgeordneter und Stadtrat zu sein. Mit diesen Leuten wird Deutschland wohl nicht gerettet werden!

Peter Colombo – Parteiendetektiv

 

Foto: StockSnap, pixabay

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PatinGertrud Höhler: Die Patin. Wie Angela Merkel Deutschland umbaut
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Angela Merkel bedient sich der Kernbotschaften anderer Parteien, ohne sich zu deren Werten zu bekennen. Machterhalt geht vor Parteienvielfalt. Ist Deutschland auf dem Weg zu einer Einheitspartei?, fragt Gertrud Höhler in ihrer brisanten Streitschrift.

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Breitseite der Piraten-Partei gegen die Piraten AG Nuklearia

In der Piratenpartei gibt es eine kleine Gruppe, die den Ausstieg aus der Kernenergie kritisch beurteilt: AG Nuklearia. Schon die ersten wütenden Diskussionbeiträge von Gegnern der Kernenergie im Wiki der AG ließen ahnen, dass es schwierig werden würde, eine offene, sachliche Diskussion über das Thema Kernenergie zu führen. Der Sprecher der AG Nuklearia, Rainer Klute, erhielt gestern vom stellvertretenden Bundespressesprecher der Piratenpartei, Gero Preuhs, die Aufforderung, bis zum 27. August eine Unterlassungserklärung im Zusammenhang mit dem Flyer “Wohin mit dem Atommüll” abzugeben. weiterlesen

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Supermarkt-Koalition will Aufgaben an die Bürgerinitiative verteilen

Es ist schon bemerkenswert, dass die Befürworter der Ansiedlung Aufgaben an die Bürgerinitiative, die sich mit begründeten Argumenten stets gegen die Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelsupermarktes außerhalb des gewachsenen Zentrums ausgesprochen hat, verteilen wollen:

  • Die BI sollte mal besser einen Ausflug nach Dortmund-Hombruch machen, Auch kein grosser Vorort, aber dort brummt es. Was macht die BI falsch, was Hombruch richtig macht ?
  • ch erwarte für die Zukunft ,
    dass der Fußweg von dem FM zur Meesmannstarße attraktiv gestaltet wird,
    dass 2 mal pro Woche der Wochenmarkt in der gesperrten vorderen Meesmannstraße stattfindet, mit neuen Gesichtern und Beteiligung der ausländischen Mitbürgern,
    dass es bei Großereignissen wie EM, Public Viewing auf dem Platz an der Schmiede gibt,
    dass z.B. alle 14 Tage dort die Bundesligaspiele übertragen werden und dazu die Versorgung z.B. durch Vereine erfolgt,
    dass an den anderen Samstagen dort andere Ereignisse organisiert werden, Weinprobe o.ä.
    dass der vordere Teil der Meesmannstraße teilweise überdacht wird und lauschige Plätze für Gastronomie enstehen,
    dass mehr Geschäfte für Bürger über 50 öffnen und eventuell sogar, Herbede zum Einkaufszentrum für 50 + Bürger wird.
    Aber warum muss ich solche Ideen haben, ich verdiene dadurch nicht mein Geld, ich möchte nur mehr in Herbede einkaufen
  • .Ich bin mal gespannt, ob die BI dabei mithilft, die Kaufmannschaft unter einen Hut zu bringen und aus der neuen Situation für alle eine Win/Win-Situation zu erzeugen. 
  • Die viel befahrene Straße wird einen Kreisverkehr erhalten und einen vernünftigen Überweg. Das Kolleseum wir ein tollen Zulauf haben und was besonders toll ist, endlich gibt es ausreichend Parkplätze. Übrigens vom Parkhaus bis zur Meesmannstraße sind es auch 100m. Übrigens das Zusammenwachsen verhindern Sie, indem Sie nur Ihre eigenen Interessen vertreten und gegen allles was neu ist sind.
    Sie und Ihre Geschäftsfreunde sollten sich mehr darum kümmern, dass ein Zusammenwachsen einfacher wird und Sie sollten mal mehr Interesse daran zeigen, dass man sich wieder wohl fühlt in Herbede und nicht im Hammertal oder Heven einkaufen muss.Warum soll ich in Herbede Lotto spielen, wenn ich es im Hammertal kann, nach dem Einkauf im Rewe.

Auszüge aus den Leserbriefen aus verschiedenen Redaktionsbeiträgen in der WAZ

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    Wenn die Piraten zweimal klingeln …

    Der Direktkandidat der Piratenpartei in Solingen, Jan Ulrich Hasecke, bekam einen “Anruf von der Waffenlobby”. Der Vorsitzende eines Solinger Sportschützenvereins wollte wissen, welche Meinung die Piratenpartei zum Waffengesetz habe.

    Hasecke: “Da mir kein Parteitagsbeschluss zum Waffengesetz bekannt war, musste ich den typischen Piraten machen und sagte, dass es dazu noch keine offizielle Position der Piraten gäbe.”
    Ihm sei mittlerweile klar, sagt Hasecke, warum sich Politiker im Laufe ihrer Karriere immer weiter von den Wählern entfernen: “Sie haben es nur noch mit Verbandsvertretern (vulgo Lobbyisten) zu tun, von denen sie mit Anfragen überschüttet werden.”
    Dies brachte ihn auf eine einfache Idee:

    “Wir wählen mit Hilfe eines Zufallsgenerators jeden Monat ein Unternehmen aus und versuchen mit dem Geschäftsführer und den Mitarbeitern einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Nur so kommen wir mit der Wirtschaft statt mit den Wirtschaftsverbänden ins Gespräch. Das Gleiche machen wir mit einer zufällig ausgewählten Schule, einem Verein, einer sozialen und einer kulturellen Institution, einer Behörde, einer Polizeistation, einem Arzt, einem Krankenhaus, einem Alten- und Pflegeheim sowie fünf zufällig ausgewählten Bürgern. Ungefilterte Basisdemokratie an der Basis. Und einen Namen für dieses Verfahren habe ich auch schon: Wenn die Piraten zweimal klingeln.”

    >>> Unsere Frau Bürgermeisterin scheint eine Vorliebe für Supermärkte zu haben

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