Windwahn

Teurer Windwahn

Zum Jahresanfang 2021 werden ungefähr 6.000 Windanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 4.350 bis 4.500 Megawatt die EEG-Vergütung verlieren. Eine Studie des Unternehmens Deutsche WindGuard GmbH macht darauf aufmerksam, dass ein wirtschaftlicher Weiterbetrieb für alte Windkraftanlagen ohne weitere EEG-Förderung nach 2020 nicht möglich ist. Die Studie gab die Naturstrom AG in Auftrag. Die Einstellung des Weiterbetriebs hätte jedoch negative Auswirkungen auf den Beitrag der Windenergie zur Stromversorgung. Ein Dilemma – oder schlicht Windwahn.

Windwahn 1. Teil – “Ewigkeitskosten”

Eine Auswertung der mittleren Marktwerte für die Windenergie an der Strombörse EEX zeigt, dass seit Anfang 2013 kein monatlicher Durchschnittswert von über 4 ct/kWh mehr erreicht wurde. Dieser Betrag reicht aber laut Studie nicht aus, um die Kosten für den Weiterbetrieb zu decken. Zwar liegen laut Studie keine fundierten Daten über die Betriebskosten von Windenergieanlagen mit einem Alter von über 20 Jahren vor, die Schätzungen gehen aber von bis zu 5 ct/kWh aus.

Jedes Jahr kommen laut Studie rund weitere 1600 Anlagen hinzu, die nach derzeitig geltendem Gesetz aus der Förderung herausfallen. Wenn tatsächlich jährliche Außerbetriebnahmen in der beschriebenen Höhe erfolgen sollten, der Zubau aber gedeckelt wird, dann wird dies entsprechende Auswirkungen auf die Entwicklung der Gesamtleistung aus Windenergie und dem erzielbaren Anteil an der Stromerzeugung haben, lautet die Prognose.

Für die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung kommt es einer Bankrotterklärung ihrer Energiewende gleich, wenn sich der Anteil der Windenergie am Strommix nicht permanent vergrößern lässt.

Dieses Problem lässt sich jedoch auf finanziellem Weg dadurch lösen, dass die Mehrkosten für den Weiterbetrieb alter Anlagen bis in alle Zeiten die freundlichen Steuerzahler und Stromverbraucher übernehmen.

Windwahn, 2. Teil – Sondermüll

14.000 verlassene Windfarmen in den USA (2012)

Was geschieht mit den alten Anlagen, wenn sie stillgelegt werden? Falls die alten Anlagen nicht weiter betrieben werden, werden sie entweder vor sich hin verrotten, weil die Betreiberfirma zum Rückbau vertraglich nicht verpflichtet ist, nicht mehr existiert oder finanziell nicht dazu in der Lage ist. Oder sie werden auf Kosten des Betreibers oder der Kommune abgebaut. Allerdings entsteht dann ein Umweltproblem, dass sich auch nicht mit Geld aus der Welt räumen lässt.

Die Rotorblätter als Schlüsselkomponenten der Windenergieanlagen bestehen hauptsächlich aus glas- beziehungsweise kohlefaserverstärkten Kunststoffen (GFK, CFK). Die Schichten sind meist mit Epoxidharz verklebt. Die Rotorblätter sind Sondermüll und sind nicht ohne gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung in den vorhandenen Anlagen zu verbrennen. Einen Plan zur Entsorgung des Giftmülls, gibt es bis Heute nicht. Die wenigen vorhandenen Recyclinganlagen reichen für eine kontrollierte Entsorgung nicht aus. Rotorblätter mit einer Länge von rund 46 m wiegen pro Stück etwa 8 bis 9 t. Das heißt, 2021 fallen bis zu 153.000 t Sondermüll an, und jedes Jahr kommen mindestens 40.800 t hinzu.

Fazit

Die Bundesregierung steckt in einer Finanz- und Umweltschutzfalle. Entweder werden ab 2020 Tausende von stillgelegten Windkraftanlagen auf den Feldern und in den Wäldern verrotten, oder die Windindustrie wird über die nächsten Jahre und Jahrzehnte zunehmend hoch subventioniert, so dass die Strompreise von Jahr zu Jahr weiter in die Höhe getrieben werden. So oder so, die Niederlage der Energiewende ist programmiert.

Quellen:

Fotos: Pixabay (Feuer), http://www.garvindirect.com/2012/08/14000-abandoned-wind-turbines-in-usa.html (windfarm)


Ruhrkultour Leseempfehlung:

etscheit_

 

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Sturm Barbara bläst Rotorblätter von einer Windkraftanlage

Foto: Chrishna

Spaziergänge in der Nähe von Windkraftanlagen sind nicht nur wegen drohender Eisabwürfe bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius lebensgefährlich, sondern auch bei starkem Wind.

Diese Erfahrung hat Ray Gansler gemacht, der am 23.12.2016 mit seinem Hund zu Fuß auf den Hügeln in der Nähe von Bacup, Rossendale, England, unterwegs war. Rossendale Free Press berichtet, dass der Spaziergänger ein Geräusch gehört hatte und sah, wie die Rotorblätter einer 34,2 hohen Windkraftanlage wegflogen. Ein Rotorblatt sei schnell auf ihn zugekommen, er habe sich zu Boden geworfen, seinen Hund geschützt, und das Rotorblatt sei in ein Feld eingeschlagen.

Ray Gansler informierte dem Bericht zufolge den Eigentümer des Grundstücks und die Polizei. Er sei besorgt gewesen, weil die Rotorblätter zwei weiterer Windkraftanlagen sich noch immer schnell drehten. Wären auch sie abgebrochen, hätten sie auch in einem der Häuser auf der anderen Seite des Hügels landen können.


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Rotorblätter Winkraftindustrieanlagen: 3.800 Schadensfälle jährlich

Schätzungsweise erleiden jährlich 3.800 von weltweit rund 700.000 Rotorblättern einen Schaden. Das entspricht einer Rate von etwa 0,54%.

Die Zahlen stammen aus Untersuchungen der Versicherung für Erneuerbaren Energien, GCube, und wurden anlässlich einer Konferenz der Windpower Monthly’s blade manufacturing and composites in London am 12. Mai veröffentlicht. Demnach sind Rotorblatt-Ausfälle die Hauptursache für Versicherungsansprüche auf dem USA Onshore-Markt. Auf sie entfallen mehr als 40% der Forderungen, vor Getriebe (35%) und Generatoren (10%).

Beispiele für Schäden an Rotorblättern

Jüngste Beispiele für Ausfälle von Rotorblättern sind eine Vestas V90 3 MW Windenergieanlage in einem Windpark im Norden von Dänemark im letzten Jahr. Zu dieser Zeit, sagte Vestas, sei der Wind nicht besonders stark gewesen. In einem anderen Fall, ebenfalls im letzten Jahr, sei General Electric (GE) gezwungen gewesen, 33 Rotorblätter seiner Turbinen in einem großen Windpark in Michigan zu ersetzen, nachdem ein Rotorblatt an dem Projekt abgebrochen war. GE führte den Ausfall auf eine Anomalie der Nabenkappe zurück. Es war der zweite derartige Vorfall mit dem 1,6-100-Modell, dem ein dritter an einer 94MW-Anlage im November desselben Jahres folgte.

Mit dem möglicherweise größten Rotorblatt Problem sei Siemens im Jahr 2013 konfrontiert worden, als es gezwungen war, rund 700 Rotorblätter wegen eines Verbindungsfehlers in seinem B53 Rotorblatt auszuwechseln. In einem von Siemens bestückten Windpark in der kalifornischen Wüste war zu einem folgenschweren Unfall gekommen: Von einem der mehr als hundert Windräder dort hatte sich ein mehr als 50 Meter langes und elf Tonnen schweres Rotorblatt gelöst und war rund 50 Meter entfernt auf eine Straße gekracht, berichtete der Spiegel.

Kampf um Kohlefasermaterialien

Die Windindustrie habe noch einen anderen Kampf zu bewältigen, sagte Andrew Bellamy, ehemaliger Leiter des Areva 8MW Rotorblatt-Programms in seiner Eröffnungsrede auf der Konferenz in London. Sie müsse sich Kohlefasermaterialien für leichtere und stärkere Flügelkonstruktionen sichern. Er sagte: “Es gibt wachsende Konkurrenz für diese Materialien aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie”. “Und sie sind bereit und in der Lage, mehr zu zahlen, als wir.”

Das Video zeigt eine Enercon E 126 Winkraftanlage. Sie verliert ein 65 Tonnen schweres Rotorblatt in Gerbach – Schneebergerhof, Donnersbergkreis, Deutschland. Das Rotorblatt stürzte aus 140 Metern Höhe in die Tiefe!(Veröffentlicht am 03.01.2014 von paparazzizi)

 

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Windkraftindustrieanlagen sind eine Gefahr für die Umwelt

Die Werkstoffe der Rotorblätter sowie Gondeln bereiten Entsorgungsrobleme. Die Rotorblätter bestehen aus Glasfasern und Epoxidharz, die schwer voneinander zu trennen sind. Deshalb landeten die toxischen, kleingeschnittenen Flügel bis zur Regelung durch ein Gesetz aus dem Jahr 2005 auf Deponien. Seitdem bleibt neben der Ansammlung unbrauchbarer Rotorblätter oder deren Versand ins Ausland nur die thermische Beseitigung und Verwertung, vorrangig in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken. Nach dem Recycling bleiben schätzungsweise an die 20 Prozent nicht wiederverwertbaren Abfalls zurück. Rotorblätter sind Sondermüll.

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