Tesla

Tesla baut eine riesige Solarenergieanlage auf der Insel Kauai und verkauft Strom

Tesla ist jetzt im Geschäft mit dem Verkauf von Strom und verkauft “sauberen Strom” an die Elektrizitätsgesellschaft der Insel Kauai/Hawaii.

Inseln im Pazifischen Ozean eignen sich sehr gut, um Sonnenkollektoren zu installieren. Bisher müssen die Inseln, wie zum Beispiel Kauai in Hawaii, Strom aus importiertem Dieselkraftstoff produzieren. Viele Privathaushalte und Unternehmen haben inzwischen Solaranlagen installiert, aber damit auch ein Problem. Denn die Stromnachfrage und das Stromangebot decken sich oft nicht, weil die “Renewables” wetterabhängig sind und nicht kontinuierlich Strom produzieren können.

In diese Versorgungslücken springt Tesla und bietet einen Powerpack an. Das ist eine massive Batterie, die Strom während des Tages speichern kann, wenn das Angebot reichlich vorhanden ist, und ihn entlädt, wenn die Nachfrage nach Sonnenuntergang nach oben geht.

Das Kauai-Projekt (KIUC) besteht aus einer 52-Megawatt-Batterie-Installation und einem 13-Megawatt SolarCity Solarpark. Tesla und das Elektrizitätsunternehmen Kauai Island Utility Cooperative glauben, dass das Projekt den fossilen Brennstoffverbrauch um 1,6 Millionen Gallonen pro Jahr reduzieren wird.

Tesla ist in das Geschäft mit Stromverkauf eingestiegen

KIUC hat die Sonnenkollektoren und das Batteriesystem von Tesla nicht direkt gekauft. Stattdessen hat das Dienstleistungsunternehmen mit Tesla vertraglich vereinbart, Strom von Tesla zu kaufen. Der Vertrag habe eine Laufzeit von 20 Jahren, zu einem Preis von 13,9 Cent pro Kilowattstunde. Damit ist Tesla in Wirklichkeit im Stromerzeugungsgeschäft.

Anfang Februar 2017 hat sich der US-Elektroautobauer von Tesla Motors in Tesla Inc umbenannt. Die Strategie von Tesla-Chef Elon Musk ist klar erkennbar. Im vierten Quartal 2016 hatte Tesla die Übernahme von Amerikas größtem Solarinstallateur SolarCity vollzogen. Tesla bietet nicht nur Elektroautos und Energiespeicher an, sondern auch Solarmodule und jetzt auch Strom. Energie aus einer Hand.

Das KIUC-Projekt ist das erste große Solar-Plus-Storage-Projekt für Tesla seit seiner $ 2,6 Milliarden Akquisition von SolarCity im vergangenen Jahr. Tesla sagte in einer Erklärung, dass es mit Energieversorgern auf der ganzen Welt arbeiten werde, um durch den eigenen Aufbau einer nachhaltigen Stromversorgung mit Erneuerbare Energien Hindernisse zu überwinden. Stationäre Speicher werden langfristig wahrscheinlich ein so groß Geschäft sein wie das Auto Geschäft, sagte Tesla CEO Elon Musk im vergangenen Jahr. Musk erwartet, dass sie tatsächlich pro Jahr eine wahrscheinlich mehrmals so hohe Wachstumsrate haben werden, wie das Auto-Geschäft.

Quelle:

Foto: Tesla


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Kein großtechnischer Einsatz von Stromspeichern in Sicht

Immer noch besteht die Hoffnung, dass Lösungen für Speicher und damit für das Gelingen der Energiewende zum Greifen nahe liegen, als seien sie eine Frage des Willens und einer letzten Anstrengung. Hoffnungsträger scheitern, wie beispielsweise das Experiment auf der kanarischen Insel El Hierro.  Dr. Björn O. Peters, Physiker und Finanzanalyst ist überzeugt, dass wir “fast überall noch mehrere Jahrzehnte von ihrem großtechnischen Einsatz entfernt sind – wenn dieser denn jemals kommt.” Anhand der wichtigsten Anwendungsfelder von Stromspeichern erläutert er seinen Standpunkt bei Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.

Erstens: Stromspeicher produzieren nichts und verdienen per se kein Geld. Speicher optimieren ein Energieversorgungssystem an anderer Stelle. Ob die Optimierung durch Speicher bspw. zur Erhöhung der Versorgungssicherheit volkswirtschaftlich sinnvoll ist, hängt davon ab, ob die nächstbesten Lösungen teurer sind oder nicht. So waren die Pumpspeicherkraftwerke in Deutschland jahrzehntelang Gelddruckmaschinen für die Energieversorger, weil die Bereitstellung von Spitzenlaststrom durch andere Kraftwerke noch teurer war. Und die Preisunterschiede beim Strom zwischen Nacht und Mittagsspitze waren so groß, dass mit der Differenz gute Gewinne erwirtschaftet werden konnten. (Pumpspeicherkraftwerke pumpen mit “überschüssigem” Strom Wasser von einem Talsee hoch zu einem Bergsee. Wenn Strom benötigt wird, wird Wasser über Turbinen wieder heruntergelassen. Die Seen werden in der Regel künstlich angelegt. Dass Pumpspeicherkraftwerke heutzutage kein Geld mehr verdienen können, werden wir weiter unten noch diskutieren.)

Zweitens hängt die Wirtschaftlichkeit von Stromspeichern empfindlich vom Anspruch an sie ab. Um sich zu Hause in den Sommermonaten mithilfe einer Photovoltaikanlage und einem Speicher für einige Zeit vom Stromnetz abkoppeln zu können, reicht ein Speicher mit wenigen Kilowattstunden an Kapazität. PV-Anlage und Speicher kosten zusammen einen deutlich fünfstelligen Betrag, der sich derzeit noch nicht rechnet, dennoch aber von manchen innovativ gesinnten Hausbesitzern ausgegeben wird. Würde man sich aber das ganze Jahr vom Stromnetz unabhängig machen wollen, benötigte man mehrere Tausend kWh an Speichern für einen Gegenwert einer Villa im Grünen. Die Kosten für Speicher schnellen also exponentiell in die Höhe, wenn man von 30% Selbstversorgung aus Wind- bzw. Solarkraftwerken auf vollständige Autarkie kommen möchte und überfordern uns wirtschaftlich und technisch. Dies gilt sowohl für einzelne Hausbesitzer als auch für die gesamte Volkswirtschaft.

Daraus folgt übrigens unmittelbar, dass es keinen profitablen Pfad zu einer Vollversorgung Deutschlands mit speicherüberbrückten Wind- und Solarkraftwerken geben wird. Solange thermische Kraftwerke benötigt werden, um sonnen- und windarme Zeiten zu überbrücken, wird es sich vorbehaltlich massiver staatlicher Eingriffe nicht rechnen, zusätzliche Speicher zu bauen, die um die gleichen Produktionsstunden konkurrieren.

Bitte weiterlesen bei: Deutscher Arbeitgeber Verband e.V.

Foto: pixabay


Ruhrkultour Leseempfehlung:

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Rainer Thiel, SPD: „Zeitgleicher Ausstieg aus der Atom- und Braunkohleenergie ist Irrsinn“

Die “Energiewende” ist in NRW ein Dauerthema. “Das verwundert nicht”, erklärt Rainer Thiel (SPD-Landtagsabgeordneter in NRW) auf seiner Homepage, „denn unsere Region ist mit seiner großen Energiewirtschaft sowie Metall- und Chemieindustrie unmittelbar von ihrer Entwicklung betroffen.” 

thielRainer Thiel ist Starkstromelektriker. Im Unterschied zu den meisten Politikern, die von den Erneuerbaren Energien die Lösung der Energiefrage erhoffen, weiß er, wovon er spricht, wenn es um die Stromversorgung und Stromnetze geht. Auf die Propaganda der Windkraft- und Solarindustrie fällt er deshalb nicht herein. Wind und Sonne liefern eben keinen Dauerstrom. Die Braunkohle werde für unsere Versorgungssicherheit gebraucht, sagt er. Auf seiner Homepage schreibt er:

“Zeitgleicher Ausstieg aus der Atom- und Braunkohleenergie ist Irrsinn.”

Ohne Braunkohle gehe es nicht, “damit unsere Wirtschaft in Deutschland nicht wegen Windflauten und zu vielen Wolken am Himmel stillsteht“, sagt auch Juso-Chef Daniel Kober, zugleich Jugendvertreter in den Kraftwerken Frimmersdorf/Neurath.

Speichertechnologien werden die Energiewende entscheiden, meint der Landtagsabgeordnete Thiel, nicht die Zahl der “Windspargel”. Aus seiner Sicht sei die Entwicklung und Umsetzung von Energiespeichertechnologien, die „über mehrere Tage und nicht nur wenige Stunden Großstädte und Ballungszentren wie unsere Region zwischen Düsseldorf und Köln versorgen können“, entscheidend für ein Gelingen der Energiewende, berichtet der Erft-Kurier. Abseits von großen Pumpspeicherkraftwerken, die viel Fläche verbrauchen, sehe Thiel derzeit keine technisch ausgereifte und auch bezahlbare Lösung für die erforderliche Großspeichertechnologie.

Rainer Thiel bezieht Stellung gegen den Regionalplan. Die rot-grüne Landesregierung hat sich das Ziel gesetzt, 50 Prozent des Strombedarfs aus Windkraft zu generieren – bis 2020 – und will, dass neue Flächen für Windräder ausgewiesen werden. Der Ausbau der Windkraftanlagen hat aber zur Folge, dass die Subventionen weiter steigen, ohne dass daraus ein Nutzen für die Verbraucher entsteht, denn “durch den Zuwachs an erneuerbaren Energien haben wir noch nicht eine Gramm CO² eingespart”, sagt Thiel.

Zu den negativen Auswirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien ohne geeignete Speichertechnologien gehören aus der Sicht Rainer Thiels:

  • Steigende Stromkosten für die Bürger: “Der Bürger zahlt Unsummen für die erneuerbaren Energien – im Jahr 28 Milliarden, für einen Wert von 1,5 bis zwei Milliarden. Der Rest ist reine Subvention.” “Und wenn zu viel Strom da ist, sind wir technisch nicht in der Lage, diesen zu speichern. Deswegen gilt der Satz ,Die Sonne schickt keine Rechnung’ nicht. Der Ökostrom kostet uns 30 Cent pro Kilowattstunde extra”, so der SPD-Politiker.
  • Steigende Stromkosten für die Unternehmen, “für die die künstlich hoch gehaltenen Energiekosten ein echter Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich” seien, und die daraus entstehenden Folgen, auf den Punkt gebracht:
  • “Wir vernichten Arbeitsplätze”.

Man könnte diese Punkte auch so zusammenfassen: Die Bürger vernichten durch die Subventionierung von Erneuerbaren Energien die Grundlage ihrer Existenz. Die Frage bleibt: Warum folgt die SPD-Landtagsfraktion nicht den Erkenntnissen ihrer Fachleute, sondern den irrationalen Wunschträumen von grünen Weltverbesserern?

Rainer Thiel ist Mitglied der SPD seit 1970. Seit März 2009 ist er Vorsitzender der SPD- Kreistagsfraktion. Seine Schwerpunkte sind Struktur- und Energiepolitik und Wirtschaftsförderung. Er vertritt den Kreis im Braunkohleausschuss beim Regierungspräsidenten Köln und im Regionalrat im Regierungsbezirk Düsseldorf. Dort ist er Sprecher der SPD im Planungsausschuss und im Strukturausschuss. Er ist Mitglied in der „Innovationsregion Rheinisches Revier“, einem Projekt der Rot-Grünen Landesregierung zur Förderung des Strukturwandels. Seit Jahren streitet er für soziale wirtschaftlich erfolgreiche Politik im Kreis und in der Region.
Rainer Thiel wurde 2012 als Direktkandidat im Wahlkreis Rhein-Kreis Neuss II (Dormagen, Rommerskirchen und Grevenbroich) in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt. Im Landtag NRW ist er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Im dazugehörigen Unterausschuss Klimaschutzplan ist er zudem Sprecher. Weiter ist er Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk und gehörte von 2013 bis 2015 der Enquetekommission zur Zukunft der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen an. Aktuell wirkt er als Sprecher für die SPD-Fraktion in der Enquetekommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen mit.

Ruhrkultour fragt sich: In so vielen Funktionen tätig, und doch so wenig Einfluss auf die Energiepolitik seiner Partei – wie ist das möglich?


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