Windenergieanlagen

Matt Ridley: Windenergieanlagen sind weder sauber noch grün

Kein Beitrag zur Energieversorgung.

Matt Ridley, ein britischer Peer, Politiker (Conservative Party), Unternehmer, Zoologe und Autor, legt in einem Artikel in The Spectator “Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy” den Lesern vier Argumente nahe:

  • Windenergieanlagen sind weder sauber noch grün.
  • Ihr Beitrag zur globalen Energieversorgung ist Null Prozent
  • Die ökologische Zurschaustellung muss dringend gestoppt werden
  • Erforderlich sind Investitionen in Gas und Kernenergie

Original: Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy

Zahlentricks zugunsten Erneuerbarer Energien

Der Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) hat vor kurzem seinen jüngsten Bericht veröffentlicht und sich erfreut gezeigt, dass “die Einspeisung von Windenergie in den globalen Strommarkt in einem rasanten Tempo fortgesetzt wird, nachdem festgestellt wurde, dass im vergangenen Jahr weltweit mehr als 54 Gigawatt sauberer, erneuerbarer Windenergie installiert wurden”.

Ankündigungen wie diese und die obligatorischen Bilder von Windkraftanlagen in jeder BBC-Geschichte oder Flughafenwerbung über Energie vermitteln den Eindruck, dass Windkraft heute einen großen Beitrag zur Welt Energie leiste, sagt Matt Ridley. Dieser Eindruck trügt, sagt er. Der Beitrag sei auch nach Jahrzehnten – wenn nicht Jahrhunderten – der Entwicklung immer noch trivial, wenn nicht bedeutungslos.

Der Anteil der Windkraft am weltweiten Energieverbrauch betrug 2014 weniger als ein Prozent und lässt sich als ganze Zahl mit 0 Prozent darstellen – anders formuliert: es gibt noch keine Windkraft auf dem Planeten Erde.

Selbst wenn man Windkraft und Photovoltaik zusammen rechnet, liefern sie weniger als 1 Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Den Tabellen der Internationalen Energieagentur von 2016 sei zu entnehmen, dass die Windkraft im Jahr 2014 nur 0,46 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und Solar- und Tidenkraftwerke nur 0,35 Prozent erreichten. Es geht allerdings nicht nur um den Strom, sondern um die Gesamtenergie.

Die Mogelpackung mit Biomasse

Der Strom hat weniger als ein Fünftel Anteil an der Endenergie, der Rest besteht aus festen, gasförmigen und flüssigen Brennstoffen, für die Versorgung mit Wärme, für den Transport und die Industrie.

Solche Zahlen sind nicht schwer zu finden, sagt Ridley, aber sie werden gewöhnlich in den Berichten der unzuverlässigen Lobby (Solar und Wind) nicht erwähnt. Ihr Trick ist, sich hinter der Aussage zu verstecken, dass nahezu 14 Prozent der weltweiten Energie erneuerbar ist. Sie erwecken den Eindruck, dass sich die Angabe auf Wind und Solar bezieht. Tatsächlich besteht aber die große Mehrheit davon, nämlich drei Viertel, aus Biomasse (hauptsächlich Holz), und ein sehr großer Teil davon ist “traditionelle Biomasse”, Stöcke, Stämme und Mist, die von den Armen in ihren Häusern zum Kochen verbrannt werden. Diese Leute brauchen diese Energie, zahlen aber einen großen Preis durch gesundheitliche Probleme, die durch Rauchinhalation verursacht werden.

Weltweit steigender Energiebedarf

Aber auch in reichen Ländern, “die mit subventioniertem Wind und Solar herumspielen”, wie Matt Ridley sagt, stammt ein großer Teil ihrer Erneuerbaren Energien aus Holz und Wasser, die zuverlässigen Erneuerbaren Energien. Mittlerweile wächst der weltweite Energiebedarf seit fast 40 Jahren um etwa 2 Prozent pro Jahr. Zwischen 2013 und 2014, belegt durch die Daten der Internationalen Energieagentur, wuchs sie um knapp 2.000 Terawattstunden.

Wenn Windenergieanlagen nur diesen Zuwachs decken sollten, müssten, wenn man davon ausgeht, dass eine Zwei-Megawatt-Turbine etwa 0,005 Terawattstunden pro Jahr produzieren kann, jedes Jahr 350.000 Anlagen hinzu gebaut werden. Das wären eineinhalbmal so viele Windkraftanlagen wie in der Welt gebaut wurden, seit die Regierungen in den frühen 2000er Jahren begannen, Gelder der Konsumenten in diese so genannte Industrie zu pumpen.

Landfraß

Bei einer Dichte von grob gerechnet 20 Hektar pro Megawatt, typisch für Windparks, würden diese Turbinen eine Landfläche benötigen, die größer ist als die britischen Inseln, einschließlich Irland. Jedes Jahr. Auf 50 Jahre hochgerechnet, hätten wir jede Quadratmeile einer Landfläche von der Größe Russlands mit Windparks abgedeckt. Damit wäre aber nur der hinzu kommende Energiebedarf gedeckt. der Zubau würde aber nicht dazu dienen, die riesige vorhandenen Energieversorgung aus fossilen Brennstoffen zu ersetzen, die derzeit 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs liefert.

Grenzen der Optimierung

Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen, sagt Matt Ridley, dass Windkraftanlagen effizienter werden könnten. Es gibt eine Grenze für die Energie, die man aus einer bewegten Flüssigkeit herausziehen kann, die Betz-Grenze. Windkraftanlagen liegen schon nahe daran. Ihre Effektivität (der Ladungsfaktor, um den Ingenieurbegriff zu verwenden) wird durch den verfügbaren Wind bestimmt, und der variiert unberechenbar von Sekunde zu Sekunde, Tag zu Tag, Jahr zu Jahr.

Die Windenergieanlagen sind als Maschinen schon ziemlich gut. Das Problem ist die Windquelle selbst, und daran können wir nichts ändern. Sie ist ein Energiestrom niedriger Dichte. Die Menschheit hat vor langer Zeit aus guten Gründen aufgehört, sie für den Transport und die Mechanik zu benutzen. Sie war einfach nicht zuverlässig genug.

Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen

Was den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen betrifft, so sind die direkten Effekte von Windenergieanlagen – das Töten von Vögeln und Fledermäusen, der Bau von Betonfundamenten in der Natur – schlecht genug. Aber aus den Augen und aus dem Sinn ist die Umweltverschmutzung durch den Abbau seltener Erden in der Inneren Mongolei für die Magnete in den Turbinen. Dadurch entstehen giftige und radioaktive Abfälle in einem historischen Ausmaß, weshalb der Ausdruck “saubere Energie” so ein kranker Witz ist und die Minister sich jedes Mal schämen sollten, wenn er über ihre Lippen kommt.

Windkraftanlagen vergeuden Ressourcen

Es kommt noch schlimmer. Windturbinen sind, abgesehen von den Glasfaser-Rotorblättern, meist aus Stahl, mit Betonfundamenten. Sie benötigen etwa 200 mal so viel Material pro Einheit wie eine moderne kombinierte Gasturbine. Stahl wird mit Kohle hergestellt, die nicht nur die Hitze zum Schmelzen von Erz liefert, sondern auch um den Kohlenstoff in der Legierung zu liefern. Zement wird auch oft mit Kohle hergestellt. Die Maschinen der “sauberen” Erneuerbaren Energien verdanken ihre Existenz der fossilen Energiewirtschaft und weitgehend der Kohlewirtschaft.

Eine Zwei-Megawatt-Windkraftanlage wiegt etwa 250 Tonnen (“250 tonnes”)*, einschließlich Turm, Gondel, Rotor und Rotorblätter. Überall in der Welt werden etwa eine halbe Tonne Kohle benötigt, um eine Tonne Stahl herzustellen. Rechnet man weitere 25 Tonnen Kohle für die Herstellung des Zements hinzu, kommen bereits 150 Tonnen Kohle auf jede Turbine. Wenn wir jährlich 350.000 Windenergieanlagen bauen wollten (oder eine kleinere Anzahl größerer Anlagen), benötigen wir, nur um mit dem steigenden Energiebedarf Schritt zu halten, jährlich 50 Millionen Tonnen Kohle. Dies entspricht etwa der Hälfte der EU-Steinkohle-Bergbau-Produktion. Eine ideale Voraussetzung für alle, die ein kommerzielles Interesse an Kohle und an “sauberer”, grüner Windkraft haben.

Windkraft kann keinen wesentlichen Beitrag zur Weltenergieversorgung beitragen

Der entscheidende Punkt seiner Argumente ist für Matt Ridley zu zeigen, dass es von vornherein sinnlos ist, auch nur darüber nachzudenken, dass Windkraft einen wesentlichen Beitrag zur Weltenergieversorgung beitragen kann, geschweige denn zu Emissionsminderungen, ohne den Planeten zu ruinieren. Wie der verstorbene David MacKay vor Jahren darauf hingewiesen hat, spricht die Mathematik gegen die unzuverlässigen Erneuerbaren Energien.

Zukünftige Energieversorgung

Die Wahrheit ist, wer die Zivilisation mit Energie und weniger Treibhausgasemissionen versorgen will, muss sich auf die Verlagerung der Stromerzeugung, Wärme und Transport hin zu zu Erdgas konzentrieren. Dessen wirtschaftlich förderbare Reserven sind – dank der Horizontalbohrungen und Hydraulic Fracturing – größer, als wir je geträumt haben. Erdgas hat von allen fossilen Brennstoffen die niedrigsten Emissionswerte, so dass die Emissionsintensität bei der Schaffung unseres Wohlstands tatsächlich fallen kann, während er tatsächlich steigt. So weit, so gut.

Und lassen Sie uns etwas von diesem aufkeimenden Reichtum in die Atom-, Kernspaltung und Kernfusion ivestieren, damit es in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts das Gas ablösen kann. Das ist eine konstruktive, saubere Zukunft. Alles andere ist eine politische Verdrängungsaktivität, die eigentlich als Klimapolitik kontraproduktiv ist und, was am schlimmsten ist, auf schändliche weise die Armen beraubt, um die Reichen noch reicher zu machen.

Die Übersetzung folgt weitestgehend dem englischsprachigen Text, erhebt aber keinen Anspruch auf eine vollständige Übersetzung.

Original: Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy

  • Das Gesamtgewicht einer Nordex N 117 (Nennleistung 2.400 kW, Nabenhöhe 120 m) beträgt:
    2.283,2 Tonnen.

 

Foto: https://mothersdirt.wordpress.com/tag/neodym/

WindenergieanlagenMothersdirt: “Am Beispiel der Millionenstadt Baotou wird deutlich, dass Smartphones nicht „smart“ sind und die grüne Energie zum ökologischen Sargnagel werden könnte. Der weltweite Hunger nach Fortschritt mündete dort in einen radioaktiv verseuchten Schlackensee unglaublichen Ausmaßes.”
“Die traurige Ironie um den riskanten Abbau und der einhergehenden großen Verschmutzung besteht darin, dass die Seltenerdmetalle nicht nur in den Unterhaltungsmedien wie Flat Screens und Smartphones Verwendung finden, sondern vor allem in der hochgelobten grünen Technologie, wie in Antrieben für Elektroautos, Solarzellen und Windturbinen. Da stellt sich sogar die Frage, wie „gefährlich“ oder unter welchen Aspekt von „Gefahr“ die Atomenergie im Vergleich dazu zu sehen ist! Allein in China muss in Anbetracht der Ausbaupläne von grüner Energie, der Abbau entweder sauberer und dadurch auch teurer werden, oder noch weitere hochgiftige Schlackenseen entstehen.”

Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder:

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Setzt der BUND bei der Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten?

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Der BUND setzt falsche Prioritäten

Die Schlussfolgerung, dass der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) mit seiner Fokussierung auf den Klimawandel falsche Prioritäten setzt, liegt nahe, wenn man das Ergebnis einer wissenschaftlichen Studie aus Australien betrachtet.

Der Klimawandel sei eine Herausforderung für Natur und Mensch, sagt der BUND: “Neben der Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen beeinträchtigt auch der Klimawandel die biologische Vielfalt.”

Es ist jedoch der BUND, der gemeinschaftlich mit den meisten anderen großen Naturschutzverbänden und vielen NGOs die Zerstörung und Zerschneidung von Lebensräumen vorantreibt. Er fordert und fördert den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen, die das Klima retten sollen, aber zusammenhängende Waldgebiete auseinanderreißen, Menschen und Tiere aus ihrer angestammten Heimat verjagen, Vögel und Fledermäuse zu Hunderttausenden töten.

Die australische Studie nährt den Verdacht, dass es sich bei der Energiewende lediglich um den weltumspannenden, gigantischen Versuch handelt, das kapitalistische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem vor dem Kollaps zu bewahren und dazu dem öko-industriellen Komplex mit seinen Vorstellungen von einer neuen Gesellschaftsstruktur (NWO) an die Macht zu verhelfen. Dies würde auch die Duldung der verheerenden Auswirkungen auf die Ökologie erklären, die auf grünen Facebookseiten wie Klimaschutznetz, Deutsche Umweltstiftung oder Franz Alts Sonnenseite nicht thematisiert werden dürfen, ohne dass dies zur Löschung von Kommentaren und zum baldigen Ausschluss führt.

Australische Wissenschaftler äußern in einem Beitrag im Fachjournal “Nature” ihre Befürchtung, dass die Fokussierung auf den Klimawandel dazu führen könne, dass Prioritäten beim Artenschutz falsch gesetzt werden.

Die Gefährdungen der Artenvielfalt durch den Klimawandel steht erst an siebter Stelle

Eine neue Studie von Wissenschaftlern an der University of Queensland in Brisbane, Australien, bestätigt, dass die weltweite Artenvielfalt derzeit weniger von Klimaveränderungen als von Gefahren wie der Übernutzung von Ressourcen und der Landwirtschaft bedroht ist. Momentan stünden Gefährdungen durch den Klimawandel erst an siebter Stelle der Ursachenliste, sagen die Forscher. Sie bezogen fast 8700 Spezies in ihre Analyse ein, die auf der Roten Liste bedrohter Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) stehen. Die Wissenschaftler stellten fest, dass 72 Prozent von ihnen durch die Übernutzung von Ressourcen bedroht sind. Diese betreffe entweder die jeweilige Art selbst oder Teile ihres Lebensraums. So seien allein mehr als 4000 Spezies durch Waldrodungen bedroht, schreiben die Forscher. An zweiter Stelle stehe die  Landwirtschaft, weil die dafür genutzten Flächen als Lebensraum verlorengingen, an dritter Stelle stehe die Urbanisierung.

Der Klimawandel könne zwar künftig eine große Gefahr für die Artenvielfalt darstellen, dringlicher sei es aber momentan, die “alten Feinde” zu bekämpfen. Dabei könne die Aufrechterhaltung einer intakten Fauna und Flora helfen, künftige Gefahren durch den Klimawandel zu entschärfen, sagen die Forscher.

Quellen:

 

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Brauchen die Alten Belehrungen von Grünschnäbeln beim Umweltschutz?

Brauchen die Alten Belehrungen von Grünschnäbeln beim Umweltschutz? Von einem Mädchen, das vielleicht noch nicht einmal das Wechselgeld heraus geben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen? Zum Weiterlesen bitte auf das Bild klicken > Politik und Zeitgeschehen

Foto: Politik und Zeitgeschehen

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Bayern: Richtungsweisendes Urteil zum Schutz von Rotmilanen vor Windrädern

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Foto: Hermann Dirr

Der Umwelt-Watchblog informiert über ein Urteil der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) zum Schutz von Rotmilanen vor Windrädern.
In seinem Urteil vom 17.03.2016, Az. 22 B 14.1875 und 22 B 14.1876 fasst der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) die bisherige Rechtsprechung zur Problematik über das Vorkommen von Rotmilanen im Bereich von Windrädern zusammen und entwickelt sie positiv weiter. Das Urteil des BayVGH ist richtungsweisend und gibt klare rechtliche Vorgaben für die künftige Genehmigungspraxis in Bayern.

Download the PDF file .

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“Klimawandel-Leugner” und “Brexiteers” – das ultimative Feindbild

Für den ökologisch-industriellen Komplex ist der Austritt Großbritanniens aus der EU eine ernsthafte Bedrohung. EurActiv.com, ein mehrsprachiges Medienportal zu EU-Fragen, warnt auf seiner englischsprachigen Seite vor Klimaskeptikern in der Führungsriege der Brexit Kampagne, sie werde durch Klimaskeptiker dominiert. Es gebe so viele einflussreiche Politiker und Geldgeber, die sowohl Euro- als auch Klimaskeptiker seien, dass EurActiv.com Befürchtungen hinsichtlich der Zukunft der britischen Klimapolitik hegt:

“Was die Klimawandel-Leugner und Brexiteers gemeinsam haben, ist die Ablehnung von Beweismitteln als Grundlage der Politik”, sagte Tom Burke, der Vorsitzende des in London ansässigen Think Tanks für Umwelt E3G. Dies sei ein Problem, weil es sich um eine Gruppe von Menschen handle, die verantwortlich für die Regierung sein wollen, sich aber gegen Beweise (evidence) immunisiert hätten, fügte Burke hinzu.

child-1215316_640Es gibt keine “Beweise” für die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel. Auf welche Weise das “Klimawandelvirus” aus dem Labor in die Welt entwichen ist, wurde nachgewiesen (Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagen Wissenschaftler). Die Öko-Industrie führt die Öffentlichkeit in die Irre, wenn sie versucht, die Wissenschaft an die Politik zu fesseln. Das hat zuletzt die Inquisition praktiziert, und die ist bekanntlich damit gescheitert.

Bisher ist es der Öko-Industrie gelungen, private Interessen ohne Rücksicht auf die Konsequenzen für Menschen und Natur durchzusetzen. Davon zeugen unter anderem über 700 Bürgerinitiativen, die allein in Deutschland gegen Windkraftanlagen und Profitgier vorgehen. Mit guten Gründen. So wird zum Beispiel das Vorsorgeprinzip der EU von dem ökologisch-industriellen Komplex konsequent missachtet. Bis heute fehlen zuverlässige Studien zum Beispiel über die gesundheitlichen Auswirkungen des Infraschalls von Windkraftanlagen. Der Ausbau geht trotz zahlreicher gemeldeter Beschwerden und Protesten von Ärzten weiter.

Das Vorsorgeprinzip ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der aktuellen Umweltpolitik und Gesundheitspolitik in Europa. In seinem Sinn sollen Belastungen bzw. Schäden für die Umwelt bzw. die menschliche Gesundheit im Voraus (trotz unvollständiger Wissensbasis) vermieden oder weitestgehend verringert werden.

Vorsorgeprinzip

Die Erklärung der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) 1992 in Rio de Janeiro konkretisiert das Vorsorgeprinzip in Kapitel 35 Absatz 3 der Agenda 21:

„Angesichts der Gefahr irreversibler Umweltschäden soll ein Mangel an vollständiger wissenschaftlicher Gewißheit nicht als Entschuldigung dafür dienen, Maßnahmen hinauszuzögern, die in sich selbst gerechtfertigt sind. Bei Maßnahmen, die sich auf komplexe Systeme beziehen, die noch nicht voll verstanden worden sind und bei denen die Folgewirkungen von Störungen noch nicht vorausgesagt werden können, könnte der Vorsorgeansatz als Ausgangsbasis dienen.“


Greenpeace UK Sprecher Graham Thompson bezeichnet Menschen, die der Hypothese vom anthropogenen Klimawandel skeptisch gegenüberstehen, als Rechtsextremisten. Rechtsextremismus und EU-Skepsis würden durch die gleichen Anti-Regulierungs-Motive angetrieben und zögen die gleiche Art von Ideologen an. Die schlichte Botschaft von Greenpeace lautet: Wer uns nicht folgt, ist unser Feind.

Ernste Folgen für den Weltklimavertrag und die Energiewende befürchtet auch klimaretter.info.

Auf die Energiewende der EU dürfte zutreffen, was für das morsche globale Finanzsystem insgesamt gilt: Beide sind auf Zerstörung und Selbstzerstörung ausgelegt. Der Brexit ist für den ökologisch-industriellen Komplex und für das Finanzsystem ein Katalysator. Der angebliche Interessenskonflikt zwischen Jung und Alt, Stadt und Land, Gebildet und Ungebildet lenkt von den eigentlichen Ursachen ab.

“Der Brexit macht die Bruchlinie sichtbar zwischen dem einen Prozent und den 99 Prozent auf aller Welt. Der Brexit beendet den Alptraum vom Crash, indem der Crash zur Realität wird. Grundlegende Verwerfungen werden in den kommenden Monaten mit dem Label „Brexit“ versehen, weil man auch damit ganz praktisch Sündenböcke gefunden hat. Es werden die „dummen Briten“ sein, denen man die Schuld an der Misere in die Schuhe schieben kann. Doch hinter dem Brexit lauert der echte Crash: Er geht nicht auf das Konto von Wutbürgern. Er ist das eiskalte Kalkül von zynischen Geschäftemachern in Politik und Finanzwirtschaft, die bisher noch bei jedem Crash unerkannt und unbestraft geblieben sind.” (DWN)

Auf das Entkommen setzt auch der ökologisch-industrielle Komplex, denn den Schaden, den er verursacht, kann er niemals bezahlen.

 


Ruhrkultour Leseempfehlung:

MichaelMaier

 

 

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Impact „Erneuerbarer Energien“ in die Biosphäre

Gastbeitrag von Rainer A. Stawarz

Angeregt durch kontroverse Diskussionen bei Facebook will ich den Sachverhalt, der das ganze ausgelöst hat, genauer untersuchen und zwar in Form folgender Rechenaufgabe im Rahmen unserer AG-Energetik:

Aufgabe: Man berechne den Impact der „Erneuerbaren Energien“ in die Biosphäre 😮

SchneiseFuerWKA

Quelle © BI Kaufunger Wald

Dem Leser ist wohl sofort klar, dass eine solche Aufgabe absolut atypisch ist für unsere AG Energetik. Denn eine Lösung in Form einer so kompakten Gleichung wie etwa beim Wachstum schwarzer Löcher wird es hier wohl kaum geben. Ja und was ist eigentlich der „Impact in die Biosphäre“? Wie können wir so was messen?

Nun, sicherlich bedeutet der „Impact“ (also „Einschlag“) in die Biosphäre deren mehr oder weniger nachhaltige Schädigung. Wenn für eine WKA beispielsweise eine breite Schneise in den Wald geschlagen werden muss, so bedeutet es einen solchen Impact, genauso wie im Falle eines KKW die Betonplatte (Welche Energiegewinne wir in den jeweiligen Fällen erzielen, steht freilich auf einem ganz anderen Blatt.. ). Man kann also den „Impact“ mit Fug und Recht als ein Maß dafür ansehen, wie umweltschädlich eine energetische Anlage ist. Offensichtlich gilt, je mehr Impact umso weniger „grün“ ist sie es.

Soweit so gut. Wie können wir dann den „Impact“ messen und quantifizieren? Das dürfte in der Tat ein aussichtsloses Unterfangen werden. Denn wie wollen wir Umweltschäden wegen der Schneise vom Kaufunger Wald (s. Abb. nebenan) mit denen der radioaktiven Exposition eines Kohlekraftwerkes beispielsweise vergleichen? Unsere Überlegungen müssen daher zunächst auf diesen noch so unmöglich scheinenden Vergleich abzielen, also müssen wir uns fragen, gibt es etwas, was diese beiden so unterschiedlich gearteten Impacts doch gemeinsam haben?

Niederaussen

Kohlekraftwerk. Quelle © Wiki-Commons

Nun, zunächst ist klar, dass beide Impacts in dieselbe Biosphäre einschlagen und somit dieselbe Flora, Fauna, Landschaft und schlussendlich den Menschen schädigen. Folglich müsste es eine Korrelation zwischen dem Impact auf der einen und einer wie auch immer gearteten Schädigung des Menschen auf der anderen Seite geben. Da wir zunächst beide Kategorien nur als gefühlte (nicht etwa als exakt definierte, dimensionierte) Größen haben, können wir die Korrelation zwischen denen allenfalls nur rudimentär formulieren:

Lemma. Mit zunehmendem Impact in die Biosphäre nimmt die Schädigung des Menschen ebenfalls zu.

Der Beweis ist zumindest in den gefühlten Kategorien trivial. Denn der Mensch ist immer noch Bestandteil der Biosphäre (was so manchem „Grünen“ nicht mehr geläufig ist) und insofern mag wohl kaum jemand allen Ernstes bestreiten, dass schlussendlich eben der Mensch ist, der die zerstörte Waldlandschaft mit seiner Lebensqualität, Gesundheit und schlussendlich mit vorzeitigen Ableben, also dem Leben bezahlen muss.

Gerade der letzte Halbsatz liefert und das folgende überaus makabre Korollar:

Korollar: Mit zunehmendem Impact in die Biosphäre nimmt die Zahl der Toten ebenfalls zu.

DeadsPerKWh

Quelle © www.idigumining.com

Damit wären wir bei derjenigen Statistik – so makaber sie klingen mag – bittere Realität ist und die Anlass für die vorliegende Studie lieferte. Stimmten die Zahlen und wie kommt man auf diese? Zunächst scheinen die Zahlen deshalb belastbar zu sein, weil viele voneinander unabhängige Studien zu ähnlichen Resultaten gelangen – zumindest was die beiden Extrema anbelangt, d.h. Kohle – sowie Kernkraft. Und das geht so: Man zählt die zeitnahen Todesopfer der jeweiligen Betriebsunfälle, sowohl bei Betrieb als auch bei Rohstoff-gewinnung, Bereitstellung etc. zusammen, dann rechnet man noch die Opfer der Schadstoffemissionen und anderer „Impacts“ hoch und so kommt man stets auf diese oder ganz ähnliche Zahlen.

Und diese Zahlen überraschen nicht wirklich. Alleine die „radioaktive Exposition“ eines Kohlekraftwerkes stellt ein Kernkraftwerk regelrecht in den Schatten und die restlichen Emissionen – von SOx , NOx , über Schwermetalle, Feinstaub bis hin zu CO2 – kommen noch dazu. Dass sich diese Impacts um satte drei Größenordnungen unterscheiden, ist absolut klar.

Fessenheim

Centrale nucléaire de Fessenheim. Quelle © Wiki-Commons

Unklar wird es, wenn wir die Toten der EE’s betrachten, insbesondere die von Wind und Sonne. Laufen wir an einem Kernkraftwerk vorbei, der z.B. 2 GW (relativ konstant und verlässlich) liefert und stellen wir uns als „Alternative“ ca. 3’000 Windräder vor… Irgendwie mögen wir nicht so recht glauben, dass dieser monströs-zerstörerische Impact von 3’000 Windrädern mit dem eines Kernkraftwerkes vergleichbar sein kann. Da stimmt etwas nicht, aber was?

Die Antwort liefert uns die genauere Analyse eines ganz anderen Sachverhaltes, der als solcher so oft kommuniziert wurde, dass wir gar nicht mehr auf die Idee kämen, den zu hinterfragen: Es geht nämlich um die Zumessung des CO2-Ausstoßes für die einzelnen Energiequellen. Demnach ist der CO2-Ausstoß sowohl der Wind- als auch der Kernkraft durchaus signifikant über Null, obwohl wir uns beim Betrieb einer WKA allenfalls Spuren von CO2 vorstellen könnten (etwa wegen der Reibung im Getriebe etc.). Wenn wir dann noch feststellen, dass die deutschen Kernkraftwerke vielfach mehr CO2 ausstoßen, als deren französische Pendants, wird die Verwirrung nicht kleiner. Doch wie kommt es denn überhaupt zum CO2-Ausstoß der vermeintlich CO2-freien EE’s sowie der Kernkraft und vor allem, wie kommt es zu dazu, dass das „Centrale nucléaire de Fessenheim“ etwa 10-mal sauberer ist als z.B. das Kernkraftwerk Isar?

Erntefaktoren

EROI’s. Quelle © Institut für Festkörperphysik

Nun, die Antwort liegt in einer Überlegung, die unter methodischen Gesichtspunkten gar nicht zu beanstanden ist und zwar in dem ganzheitlichen Ansatz. Betrachtet man nämlich nicht nur den reinen Betrieb einer energetischen Anlage, sondern auch deren Herstellung, Inbetriebnahme (samt Beschaffung von Rohstoffen, Aufwendung von Primärenergie etc.) bis hin zu den Aufwendungen im Zusammenhang mit der Stilllegung, Entsorgung etc., so stellt man fest, dass es sich um beträchtliche Energiemengen handelt, die als solche nur aus dem allgemein verfügbaren Energiemix kommen können. Und das ist es!

Gewiss könnte sich gerade die Kernkraft im Sinne der Gestehungsenergie (theoretisch) selbst versorgen, was jedoch blanke Theorie wäre. Denn der Energiemix ist nun mal so wie er ist, von Land zu Land unterschiedlich, also müssen wir die Gestehungsenergie (im Wesentlichen Primärenergie) aus dem vorhandenen Energiemix bestreiten. Und dieser ist hierzulande zu 4/5 durch Kohle geprägt… da hilft nichts

Doch wieviel beträgt denn diese „Gestehungsenergie“? Nun, die Antwort ist (definitorisch) am EROI ablesbar. Setzen wir z.B. für die Windkraft EROI=4, so müssen wir auf jede TWh erzeugter Energie 250 GWh Primärenergie rechnen, wovon 4/5 auf die Kohle entfallen!

Und hier liegt wohl der Hund begraben! Eine einfache Berechnung zeigt nämlich, dass sowohl der CO2-Ausstoß als auch der Impact im Allgemeinen für die EE’s falsch berechnet worden sind und zwar losgelöst von dem Energiemix. Definitorisch gilt nämlich für den Impact hierzulande:
mathtex, wenn wir das restliche Fünftel der Gestehungsenergie vollkommen ohne Impact annehmen!

Für unsere Windkraft heißt es beispielsweise:

mathex_2

 

 

Nun ist zwar eine PWh (Petawattstunde) eine Menge Energie – dennoch bedeutet es bei der Windkraft 34 Tote per TWh! Wenn also z.B. „alpha ventus“ an die 250 GWh jährlich Strom produziert, dann dürfen wir nicht vergessen, dass – selbstverständlich nur rein statistisch gesehen – 8 Personen diesen „sauberen“ Strom mit ihrem Leben bezahlen und beim Windpark „Amrumbank West“ werden es schon an die 20 Personen sein – und das Jahr für Jahr!

Für die Sonnenenergie sieht es noch weitaus schlimmer aus:

mathex_3

 

 

Auch hier muss man sich bei so manchem Vorzeigeprojekt fragen, wie viele Menschen diese „Ökologie“ mit ihrem Leben bezahlen – auch und insbesondere als stolzer Besitzer einer PV-Anlage?

Weitere Impact-Berechnungen seien dem Leser überlassen. Vorstellbar wäre z.B. eine Gewichtung über den gesamten Energiemix hindurch (nicht nur über die Kohle) oder auch eine Berechnung des Impacts unter französischem Energiemix.

 

Rainer A. Stawarz

Dieser Beitrag ist zuerst auf dem Doku-Portal „AG Energetik“, einem “Netzwerk für wissenschaftliche Aufklärung auf dem Gebiet der Physik und Energetik”, veröffentlicht worden. 

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Was ist bloß los in Auto-Deutschland?

Holger Douglas, Vorstand Wissenschaft und Technik beim DAV
(in: Deutscher Arbeitgeber Verband)

VW – die Mitverantwortung der Industriestiftungen

Aus heiterem Himmel ein Abgas-Skandal, der keiner ist, ein zurückgetretener Konzernchef, ein wankender Autoriese, dramatisch fallende Aktienkurse – was ist bloß los in Auto-Deutschland? Aber im Hintergrund untergraben Stiftungen und NGOs die Fundamente der Industrie.

Zunächst: Vergessen Sie getrost alles, was in den letzten Tagen in den Qualitätsmedien zu diesem »VW-Skandal« geschrieben wurde. »Einer der größten Industrie-Skandale«, schreien Medien und haben wohl nie einen richtigen Industrieskandal erlebt. Nur die wenigsten Journalisten verfügen auch nur annähernd über das Wissen um die technischen Hintergründe. Das Publikum soll weiter mit den unsinnigsten Klimalügen indoktriniert werden. Die Rolle von Politik und Journalismus nimmt apokalyptische Züge an.

Schon drohen Ratingagenturen mit der Herabsetzung der Bonitätsrate. Die Schweiz läßt den Verkauf von VW-Modellen einstellen. Es dürfte für Deutschlands größten Automobilkonzern teuer werden. Und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen kann niemand abschätzen. Sie könnten durchaus auch für ein Land wie Deutschland dramatisch werden.

Dabei hat VW nichts anderes getan, als seine Technik auf die Untersuchung abzustimmen. Das macht jeder Prüfling, wenn er sich auf eine Prüfung vorbereitet und gezielt dafür lernt. Das machen alle Autohersteller so. Das weiß jeder, das weiß auch die »Politik«.
Doch daß VW in seinem Abwehrkampf gegen die NGOs und dubiosen Umweltverbände auf wenig Rückhalt aus der Bevölkerung bauen kann, hat auch an einem anderen wesentlichen Grund: Es liegt am beschämenswerten Opportunismus vieler Manager und Unternehmen selbst. Systematisch haben sie selbst Technikängste und Wissenschaftsabneigung gefördert und bezahlt. Nicht direkt selbst, sondern meistens über ihre großen Stiftungen, die sie gegründet haben, um sich ein freundliches Mäntelchen umzuhängen. Sie haben Kreide gefressen, um den bösen Wolf gut zustimmen. Ebenso mit Unsummen an Spenden, die aber letztlich nur bewirkt haben, daß die Industrie- und Technikfeinde dick und fett gemästet wurden. Ebenso wie die Energiekonzerne haben sie keinerlei Rückgrat im Kampf gegen Unsinn gezeigt.

Doch der Reihe nach:
Bei Abgas-Nachmessungen in Europa haben Autos von VW nicht schlechter abgeschnitten als die anderer Hersteller. Doch die Modelle für Amerika stoßen deutlich mehr Stickoxide aus als dort erlaubt. Kein Wunder, liegen dort die Grenzwerte doch klar unter den europäischen Normen.

Juristen werden darüber streiten, ob überhaupt ein Gesetz verletzt wurde. Denn das Auto muß lediglich die Prüfnormen einhalten. Allerdings heißt es in der EU-VO 715/2007 über die Typgenehmigung von Kraftfahrzeugen: »Die Verwendung von Abschalteinrichtungen, die die Wirkung von Emissionskontrollsystemen verringern, ist unzulässig.« Die Frage ist jetzt, ob die Motorsteuerungssoftware mit ihren Kennlinien als Abschalteinrichtung anzusehen ist. Im Zweifel müßte bei einer Rückrufaktion eine neue Software eingespielt werden. VW erklärt gegenüber Kfz-Werkstätten, es würde mit Hochdruck an einer technischen Lösung gearbeitet. VW übernehme auch alle Kosten.
Der amerikanische Hersteller GM macht nebenbei bemerkt gleich etwas anderes: Er leitet frische Luft in den Abgasstrang, verdünnt also so bereits im Auspuff die Abgase und kann sich an guten Werten hinten am Endrohr erfreuen.
Insgesamt ein Abgasunsinn ohnegleichen. Labortests haben nun einmal praktisch nichts mit der Realität zu tun. Ingenieure haben Autos beachtlich »sauber« bekommen. Partikelemissionen liegen teilweise an den Meßgrenzen. Mit großem Aufwand wurden in den Innenstädten »Umweltzonen« eingerichtet, in die nur noch bestimmte neue Autos fahren dürfen. Gebracht hat der teure Aktionismus nichts, die Schwebstoffe haben sich nicht vermindert. Es muß also andere Ursachen geben.

Wer hat den Unsinn in die Welt gesetzt?

Mehr oder weniger dubiose Umweltverbände, Autoklubs sogar der ADAC, der selbst eigentlich kleine Brötchen backen sollte, prügeln auf VW und die böse Autoindustrie ein, als gäbe es kein Morgen.
Alle benötigen Spendengelder, und die bekommen sie vor allem dann, wenn sie am lautesten »Skandal« und »Umweltschande« rufen. Das Bild eines aus welchen Gründen auch immer abgemagerten Eisbären ist immer wieder für eine satte Spendenwelle gut ebenso wie der »gute« Kampf gegen die »böse« Autoindustrie.

Die Sache ins Rolle brachte die undurchsichtige Nichtregierungsorganisation ICCT, wie das Manager-Magazin aufzeigt: Die wird aus dem Nachlass des Gründers des Computerkonzerns HP bezahlt. Dahinter steht auch die ClimateWorks Foundation, in der andere Stiftungen organisiert sind, die »etwas mit Klimawandel« machen. Vielleicht nicht ganz unpassend unterstützt die Ford Foundation wiederum ClimateWorks und konnte so – absichtlich oder nicht – dem Konkurrenten kräftig vors Schienbein treten. Auch ein Manager eines Hedgefonds, der schon die Deutsche Börse anschoß, spendet ebenso wie weitere Vermögensverwaltungen. Somit bekommt die Angelegenheit schon eher den Dreh eines handfesten Wirtschaftskrimis.

Das alles erinnert irgendwie an den Roman »State of Fear« von Michael Crichton, in dem dubiose Umweltaktivisten mit brutalen Methoden auf der Jagd nach Geldern von Millionären sind und dafür Schauergeschichten von Klimakatastrophen in die Welt setzen.
Doch ganz so unvorhersehbar war das VW-Desaster allerdings nicht.

Es bleibt spannend! Bitte hier weiter lesen: Deutscher Arbeitgeber Verband


Dieses Video wurde von FOCUS am 28.06.2011 bei Youtube hochgeladen.
Mit einer viralen Video-Kampagne will die Umweltschutzorganisation Greenpeace den Autohersteller Volkswagen auffordern, sich stärker für die Reduzierung von CO2-Emmissionen einzusetzen. Über soziale Netzwerke verbreiten sich die Clips rasend schnell. Einer der Gründe für die Kampagne ist nach Angaben von Greenpeace der gleichzeitig veröffentlichte Bericht „Die dunkle Seite des Volkswagen Konzerns”. „Dieser macht deutlich, wie der Konzern seit Jahren Konzepte für Ein-, Zwei- und Drei-Liter-Autos entwickelt, während er im Verkauf vor allem auf Spritschlucker setzt”, so die Umweltschutzorganisation.

http://www.vwdarkside.com/

Ein weiterer Einblick in die Niederungen der Propaganda: http://www.euvsco2.org/

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Großauftrieb der Heuchler

VW-Skandal und Klimalügen: Wie Ideologie die Naturwissenschaft korrumpiert
Zurzeit echauffieren sich alle möglichen Moralapostel in Politik, Medien und den angeblich „regierungsunabhängigen“ NGO‘s über den VW-Skandal mit getürkten Abgaswerten. Nach aktueller Nachrichtenlage dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass hochrangige Technikverantwortliche innerhalb des Autokonzerns getrickst haben, um Abgaswerte vorzutäuschen, welche die Fahrzeuge im Normalbetrieb nicht erreichen konnten. Doch scheint sich über all der Empörung niemand die Frage zu stellen, warum es dazu gekommen ist und welche Beweggründe diese sicherlich weder dummen noch von Haus aus kriminell veranlagten Menschen dazu gebracht haben, sich auf solche Betrugsmanöver einzulassen.

Foto: jmv

In der DDR gab es diverse bei Vorgesetzten beliebte Tricks, um Untergebene dazu zu bringen, Dinge zu tun, die eigentlich illegal waren, ohne dass der Vorgesetzte dafür zur Rechenschaft gezogen werden konnte. Am bekanntesten ist der angebliche Schießbefehl an Mauer und Außengrenze: Hunderte Wachsoldaten und Grenzschutzbeamte haben auf Flüchtlinge geschossen, obwohl es nach heutiger Lesart hierfür gar keinen gültigen Befehl gab. Man hatte es ihnen lediglich erfolgreich vorgegaukelt. Nach Zusammenbruch der DDR wurden sie vor Gericht gestellt, während ihre Vorgesetzten in Ruhe ihre Pensionen genießen konnten. Ein anderer Trick bestand darin, unmöglich zu erfüllende Anforderungen zu stellen und von den Betroffenen ultimativ ihre Erfüllung zu verlangen. Einem derart in die Enge getriebenen Mitarbeiter bleibt dann kaum etwas anders übrig als zu versuchen, in irgendeiner Weise die Erfüllung der Vorgaben vorzutäuschen. Der Kombinatsleiter konnte sich dann bequem zurücklehnen: Ging es gut, konnte er mit „vorbildlicher Planerfüllung“ glänzen, flog etwas auf, dann hatte man gleich einen Sündenbock parat.

Völlig überzogene Umweltschutzvorschriften

Im Falle der Automobilindustrie läuft dies hier im Westen so ab, dass Politiker und NGO’s nebst den Medien Forderungen erheben, die von vornherein nicht erfüllt werden können. Zumindest dann nicht, wenn das Auto noch bezahlbar bleiben soll. Schließlich gibt es neben den hehren Zielen der Birkenstock-Sandalenträger in Ministerien und Parteien auch noch einen Markt, an dem das entsprechende Produkt im harten Konkurrenzkampf verkaufbar sein muss. Beispiel Autoabgase: Diese sind bereits seit Jahren sauberer als die Umgebungsluft, in der die Autos fahren. Nachzulesen ist dies beispielsweise in einer Stellungnahme des damaligen Kfz-Experten im Umweltbundesamt, Dr. Axel Friedrich, in einem Artikel der „Zeit“ aus dem Jahr 2000 [UBA]. Dort wies er u.a. darauf hin, dass man sich in einem modernen Auto nicht mehr durch Einatmen der Abgase in der Garage umbringen könne.

Die Hexenjagd auf die Feinstaubpartikel

Mission accomplished? Aber nein doch, da man als „Umwelt“-Politiker natürlich weiterhin seinen Wählern den Eindruck vermitteln muss, dass es gelte, sie aus tödlicher Gefahr zu retten. Also wurde eine neue Sau durch‘s Dorf getrieben, und zwar der Feinstaub. Der hat weltweit unterschiedlichste Ursachen, bei denen das Auto jeweils nur ein Nebenfaktor ist. Laut einer aktuellen Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz [FEIN] wurden für verschiedenste Weltregionen die Feinstaubrisiken und ihre Ursachen identifiziert. Demnach sind die wichtigsten tödlichen Feinstäube in Kairo der Wüstenstaub, in Moskau die Landwirtschaft und in Beijing die Emissionen aus Koch- und Heizungsfeuern. Auch in Deutschland ist es nicht das Auto, sondern die Landwirtschaft (!), die für 50 % der vorzeitigen Todesfälle durch Feinstaub verantwortlich gemacht wird. Andere Untersuchungen haben bereits vor längerer Zeit nachgewiesen, dass die Öfen für die ach so klimaschonende Verbrennung von Holz und Holzpellets in Wirklichkeit gefährliche Dreckschleudern sind, deren Belastungen teilweise über den Gesamtemissionen aus dem Straßenverkehr liegen [PELL]. Da man als Grünbewegter jedoch weder die Landwirtschaft noch die „CO2-neutrale“ Holzbeheizung angehen möchte, hat man einfach weiter auf das Automobil und da insbesondere auf den Diesel eingeprügelt, obwohl die Abgasemissionen selbst nur einen Bruchteil der 20 % ausmachen, der dem Auto zugeschrieben wird. Weitere wesentliche Bestandteile sind nämlich Abrieb von Bremsen und Reifen. Letzteres gilt übrigens selbst für die vorgeblich so umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge.

Mister Friedrich und die California Connection

Zu den Antreibern, die in enger Abstimmung mit entsprechenden Kräften in den USA vor allem die Dieselhersteller zum Sündenbock erklärten und sie mit nicht mehr erfüllbaren Anforderungen immer weiter in die Enge trieben, gehört der bereits erwähnte Dr. Friedrich. Dieser hat – was wohl kaum ein Zufall sein dürfte – beste Verbindungen zum kalifornischen Umweltministerium, das für seine extreme Haltung gegenüber dem angeblich umweltschädlichen Automobil bekannt ist und die Kfz-Hersteller mit immer rigideren Vorschriften drangsaliert. Konsequenterweise wurde Friedrich bereits 2006 als erster Europäer mit dem „Haagen-Smit Clean Air Award“ dieses Ministeriums ausgezeichnet, der als eine Art Ritterschlag vom Blauen Umweltengel gilt. Damit würdigten die Kalifornier das langjährige Engagement Friedrichs zur Reduzierung der Schadstoff-Emissionen im Straßenverkehr. Das Ergebnis war eine Situation, in der sich offensichtlich Fachleute der zweiten Entwicklerebene nicht mehr anders zu helfen wussten, als zu den jetzt aufgedeckten Tricks zu greifen. Grund genug für Leute wie den inzwischen pensionierten Dr. Friedrich, sich in den Medien als großer Experte aufzuspielen und genüsslich darauf hinzuweisen, dass es wohl noch andere Sünder gebe, die man noch ausfindig machen werde. Der gleiche Trick wie in der DDR halt, und man selbst kann sich noch als Saubermann aufspielen. Interessanter Nebenaspekt ist in diesem Zusammenhang, dass die NGO, welche die Manipulation aufdeckte, von Stiftungen führender US-Amerikanischer Unternehmerfamilien finanziert wird.

VW-Skandal? Klimaskandal!

Jetzt mag man sich die Frage stellen, was das Ganze denn mit der aktuellen Klimadiskussion um die angeblich schädlichen Auswirkungen des CO2 zu tun hat. Nun, es zeigt sich hier, dass Wissenschaftler und Techniker nicht immun gegenüber Druck sind, sondern in solchen Fällen den Mund halten und mit den Wölfen heulen, weil sie ihre Jobs behalten möchten. Wenn man sich ansieht, welcher Druck seitens der Politik, der Medien und den NGO’s auf alle Bereiche der Wissenschaft ausgeübt wird, um die derzeit geltende Ideologie zu unterstützen, der wird verstehen, warum sich inzwischen so viele Naturwissenschaftler, die es eigentlich besser wissen müssten, beugen und selbst wider besseres Wissen mit der Herde mithalten. Die Druckmittel reichen von der finanziellen Vernichtung durch Ausschluss von der Vergabe von Forschungsaufträgen über Diffamierungskampagnen im Netz bis hin zu Aufrufen zur Verhängung von Todesurteilen gegen „Klimawandelleugner“ wie dem von Prof. Parncutt auf der Homepage der Grazer Universität. Und schon hat man den so gerne beschworenen „Konsens der Wissenschaftler“.

Und die Verantwortlichen?

Ach ja, es gibt noch eine Parallele zur früheren DDR. Während die kleinen Wachsoldaten nach den Mauerschüssen vor Gericht gestellt wurden, konnten die richtigen Schlauberger unter den damals leitenden Genossen – so wie der schillernde Herr Schalck-Golodkowski – in Ruhe und Frieden ihr anscheinend nicht unbeträchtliches Vermögen in Luxusanwesen im ehemals verpönten Westen genießen. Und auch Herrn Dr. Friedrich scheint sein Umweltengagement nicht schlecht bekommen zu sein, ähnlich wie auch Hr. Al Gore, dessen Vermögen im Gefolge der Verleihung des Nobelpreises inzwischen auf eine dreistellige Millionenhöhe geschätzt wird. Ganz so üppig dürfte es für Hr. Friedrich, der seit seiner Verabschiedung aus dem UBA 2008 als freier Berater u.a. für die Weltbank, die GTZ und die Asia Development Bank tätig ist [FRIE], zwar nicht gekommen sein. Für ein mageres „vergelt’s Gott“ ist er dort aber sicher nicht tätig. Hinzu kommen die netten kleinen Aufwandsentschädigungen für Vorträge und andere Auftritte des weltweit gefragten Redners, der als einer der einflussreichsten Antreiber für einen sauberen, klima- und gesundheitsgerechten Verkehrssektor gilt.
Fred F. Mueller

Quellen: 

[FEIN] http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/abkehr-vom-co2-wahn-der-wahre-feind-heisst-smog/
[FRIE] http://www.econ-referenten.de/redner/axel-friedrich-langjaehriger-abteilungsleiter-umwelt-und-verkehr/
[PELL] http://www.spiegel.de/wirtschaft/holzoefen-und-feinstaub-oefen-und-kamine-belasten-luft-mit-feinstaub-a-986492.html
[UBA] http://www.presseportal.de/pm/9377/181874

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Fast jeder zehnte Verkehrstote war mit dem Fahrrad unterwegs

radgeberDie Grünen in Rheinland-Pfalz sammeln zurzeit im ganzen Land Fahrräder und leiten sie an die Flüchtlinge weiter. Sie wollen die Mobilität der Flüchtlinge verbessern, damit sie am gesellschaftlichen Leben auch wirklich teilhaben können. Ihr Slogan: “Werden Sie Radgeber! Rad geben, Lebensqualität schenken.”
Aber daran haben die Grünen nicht gedacht:

„Mehr Fahrrad“: Massiver Anstieg von Unfallrisiken

Fred F. Müller

Das Radfahren ist ein besonders eindrückliches Beispiel dafür, mit welcher Nonchalance unsere grünsozialistischen Politiker dem Volk Dinge empfehlen, die eher schädlich als nützlich sind. Beispiel Fahrradfahren, das von ihnen besonders gern als gutes Werk für die Umwelt und als gesunde Alternative zum Autoverkehr propagiert wird. Der eine oder andere Spitzenpolitiker kommt auch schon mal bei geeigneter Wetterlage und nach Absprache mit „zufällig“ anwesenden Kamerateams mit dem Drahtesel zu Besprechungen vorgefahren [ROET]. Mit der jetzt anlaufenden „Decarbonisierung der Gesellschaft“ plädieren die Minister Gabriel und Hendricks dafür, Beamte zur verstärkten Benutzung von Fahrrädern zu animieren und Fuß- und Radwege auszubauen, um so die deutschen CO2-Emissionen um jährlich 1,1 Mio. Tonnen zu verringern [GABR]. Doch was zunächst eher harmlos als Aufruf zu guten Taten erscheint, ist in Wirklichkeit eine Anstiftung zu massenhafter Körperverletzung.

Jeder zehnte Verkehrstote war mit dem Fahrrad unterwegs

Rutschgeräusche, Scheppern, Aufschlag, Ambulanz: Eine typische Szene für Wintertage mit tückischen Glatteisfallen, denen Radfahrer auf den selten gut geräumten Radwegen allzu

häufig zum Opfer fallen. Und zugleich eine Verdeutlichung der hohen Risiken, denen Radfahrer selbst dann ausgesetzt sind, wenn kein Auto beteiligt ist. Fahrräder sind wie alle Zweiräder vom Prinzip her instabil, so dass es schon bei kleinsten Anlässen zu Stürzen kommt. Ohne Blechgehäuse oder Knautschzone sind mittlere bis schwerste Verletzungen dann vorprogrammiert. Fast zehn Prozent aller Verkehrstoten sind Radfahrer. Diese Tatsache wird von dem heutigen gewissenlosen Politikertypus bei ihren Aufrufen zu vermehrtem Radfahren jedoch wider besseres Wissen ignoriert. Dabei genügt schon ein kurzer Blick in die Statistik, um zu erkennen, welch ungleich höheren Risiken Zweiradfahrer im Vergleich zu Autofahrern ausgesetzt sind.

Das Riesen-Risiko der Radfahrer

Fahrrad_Abb_1

Das Unfallrisiko von Radfahrern ist 9,2 Mal so hoch wie das von Autofahrern und übertrifft sogar noch das von Motorradfahrern (Daten: [ADAC/DEST])

Das Unfallrisiko für Radfahrer liegt, bezogen auf die zurückgelegte Wegstrecke, mehr als neunmal so hoch wie das für Autofahrer und übertrifft sogar noch dasjenige der bekanntlich hoch gefährdeten Motorradfahrer. Wer also Menschen anhält, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, nimmt in Kauf, dass die Betreffenden ein fast zehnfach höheres Risiko für Leib und Leben tragen, als wenn sie mit dem PKW unterwegs wären.

Im innerstädtischen Verkehr starben in Deutschland im Jahre 2011 sogar mehr Radfahrer als Fußgänger. Und dabei geht es nicht nur um Todesfälle: Viel schwerer wiegt die hohe Zahl der Schwer- und Leichtverletzten. Zwar geht die Zahl der Todesfälle im Verkehr seit vielen Jahren zurück, doch übersieht man hierbei leicht die viel höheren Zahlen der Schwer- und Leichtverletzten, von denen viele schwere bis schwerste gesundheitliche Langzeitfolgen – bis hin zum lebenslangen Pflegefall – davontragen. So kamen laut Untersuchungen des Statistikdienstes Destatis im Jahre 2011 bei Verkehrsunfällen zwar „nur“ 4009 Menschen zu Tode, doch gab es für jeden Toten 17 Schwerverletzte (insg. 69.000) und sogar 81 (insg. 323.400) Leichtverletzte.

Wo bleiben die Personalvertretungen?

Dabei ist der reine Vergleich von Arbeitswegen nur ein Teil des Gesamtbildes, denn viele Mitarbeiter müssen auch noch Dienstgänge zurücklegen. Nach Erhebungen des ADAC übertrifft die durchschnittliche Länge eines Dienstweges mit 20,4 km sogar noch diejenige des durchschnittlichen Arbeitsweges von 17,7 km. Sollten auch diese Strecken per Fahrrad zurückgelegt werden, dann stiege das persönliche Unfallrisiko nochmals um mehr als ein Drittel zusätzlich an.
Will man die Gesamtrisiken in konkrete Zahlen umrechnen, so muss man berücksichtigen, dass die Beförderungsleistung des Fahrrads nur 3 % der Gesamt-Beförderungsleistung ausmacht, das Auto dagegen 76 % erreicht. Wollte man nur die Hälfte der bisher per Automobil erbrachten Leistungen auf das Fahrrad verlagern, so stiege bei sonst unveränderter Risikostruktur die Zahl der Verkehrstoten von den 4009 des Jahres 2011 auf rund 13.000 an. Die Zahl der Schwerverletzten stiege von 69.000 auf 224.000 und die der Leichtverletzten sogar auf mehr als 1 Mio. Angesichts solcher Zahlen ist schwer nachzuvollziehen, warum sich in dieser Angelegenheit bisher weder Personalvertretungen bzw. Gewerkschaften noch Berufsgenossenschaften oder sonstige Interessenvertretungen mit entsprechenden Stellungnahmen zu Wort gemeldet haben.

Zusätzliche Risiken

Anteile der Beförderungsleistung der verschiedenen Transportmittel im Jahre 2011 (Daten: [DEST])

Anteile der Beförderungsleistung der verschiedenen Transportmittel im Jahre 2011 (Daten: [DEST])

Nun mag der eine oder andere Vertreter grünsozialistischer Weltanschauungen damit argumentieren, dass mit abnehmender Zahl an Autos im Straßenverkehr sich auch die Risikolage für die Fahrradfahrer und Fußgänger verbessert. Es gibt jedoch eine Reihe von Gründen, warum dies wohl eher Wunschdenken bleiben dürfte. So dürfte mit zunehmendem Radverkehr auch das Risiko für Unfälle zwischen Radfahrern und Fußgängern merklich ansteigen [RADU]. Bereits heute ist vielfach ein oft rücksichtsloses Verhalten von Radfahrern gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern festzustellen, bis hin zur Androhung körperlicher Gewalt gegenüber Fußgängern, die sich über die dreiste Benutzung von Fußwegen trotz vorhandener paralleler Radspur beschweren. Zudem dürfte die durchschnittliche Geschwindigkeit der Radfahrer durch die massive Zunahme von Elektrobikes deutlich zunehmen. Bisher lag sie bei rund 10,4 km/h, bei manchen der – oft zusätzlich frisierten – Hochleistungs-E-Bikes werden jedoch die 25 km/h teils deutlich überschritten, mit entsprechend erheblich höheren Unfall- und Verletzungsrisiken sowohl für die Fahrer als auch für Fußgänger.

Die rasant steigenden Verkaufszahlen dieser Fahrzeugkategorien machen sich bereits in den Unfallstatistiken bemerkbar. So stieg einem Bericht von Spiegel Online zufolge die Zahl der Verkehrstoten in den ersten 11 Monaten das Jahres 2014 gegenüber dem Vorjahr erstmals seit längerer Zeit wieder an [SPIE]. Dabei stellte der gleichen Meldung zufolge der Deutsche Verkehrssicherheitsrat fest, dass „rund ein Fünftel aller Getöteten im Straßenverkehr auf Motorrädern, Rollern und E-Bikes unterwegs war. Die Zahl der Verkehrstoten auf Zweirädern sei in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr teilweise im zweistelligen Prozentbereich gestiegen, so beispielsweise bei Fahrradfahrern um zwölf Prozent“.
Solche Zusammenhänge sind deutschen Spitzenpolitikern ganz sicher bekannt. Aber derartige unbequeme Wahrheiten wollen „Volksvertreter“ wie Gabriel, Hendricks und Konsorten gar nicht hören…
Fred F. Mueller

Quellen:
[ADAC] Mobilität in Deutschland – Ausgewählte Ergebnisse. ADAC-Broschüre, Artikelnummer 2830600.
[DEST] BroschuereVerkehrBlick0080006139004Destatis
[GABR] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/klimaschutz-wie-sigmar-gabriel-den-co2-ausstoss-bremsen-will-a-1006363.html
[RADU] Urteil Kammergericht Berlin, Beschluss vom 15. 01. 2015, Az. 29 U 18/14
[ROET] http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wie-die-deutschen-umweltminister-der-umwelt-schaden-a-823362.html
[SPIE] http://www.spiegel.de/auto/aktuell/unfallstatistik-2014-zahl-der-verkehrstoten-hoeher-als-2013-a-1020389.html

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Tödliche Folgen der Klimadiktatur

Klimaretter wollen das Klima retten, nicht die Menschen, denn sonst würden sie “Menschenretter” sagen. Eine Wortspielerei? Nein, die brutale Wahrheit, wenn man den Zahlen des IPCC traut.

Fred F. Müller, dessen Beiträge wir wegen seiner gründlichen Recherchen und fachlichen Kompetenz sehr schätzen, hat wieder einen lesenswerten Artikel verfasst. Es geht um die Klimadiktatur, die Millionen von Menschen das Leben kosten wird.

Fred F. Müller

Decarbonisierung: Ein tödlicher Cocktail aus Dummheit und ideologischer Verblendung

Massenmord mit gutem grünem Gewissen

Die G7 machen es, die USA machen es, und der Papst macht inzwischen auch mit: Die zivilisierte Welt macht sich auf, um das Klima vor dem Anstieg des CO2 zu retten, das uns mit Hitzewellen, Meeresanstieg und anderen Naturkatastrophen bedrohen soll. Um das zu erreichen, sollen wir innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu vollständig auf die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl verzichten. Energie soll dann weitestgehend nur noch aus „erneuerbaren“ Quellen wie Sonne, Wind und Wasser kommen. Dies wird allerdings nicht ohne erhebliche Einschränkungen des gewohnten Lebensstandards möglich sein. Um das zu erkennen, genügt ein kurzer Blick in eine noch gar nicht allzu lange zurückliegende Vergangenheit.

„Die Mutter und ihre beiden Kinder lagen gemeinsam im Grab mit der Nummer R11 des kleinen jungsteinzeitlichen Friedhofs von Lokomotiv, mitten in der heutigen Stadt Irkutsk in Sibirien“, berichtete die Archäologin Angelika Franz am 18.03.2015 im Spiegel Online [SPIE]. Aus der Lage der Knochen konnten die Archäologen das Drama, das sich hier abgespielt hatte, exakt ablesen. Die Frau war mit geschätzten 20 bis 25 Jahren im besten Alter, es hätte eine glückliche Familie werden können. Doch der eine Zwilling hatte in Steißlage gelegen, sein Kopf verhakte sich möglicherweise mit dem des Geschwisters, und so starben Mutter und Kinder einen elenden Tod.
Helfen konnte ihnen damals niemand. Nur die moderne Medizin, über die wir heute verfügen, hätte dieses Drama verhindern können.

Abb_1

Entwicklung der Lebenserwartung in Deutschland von 1871 bis 2004 (Grafik: Statistisches Bundesamt) Zum Vergrößern bitte die Abbildung anklicken.

Ohne Energie keine Zivilisation

Dieses Ereignis wirft ein grelles Schlaglicht darauf, dass unsere moderne Zivilisation nicht nur Annehmlichkeiten und sogar Luxus, sondern vor allem auch einen effektiven Schutz vor Krankheit, Schmerzen und frühem Tod bietet. Und das ist noch gar nicht so lange her, wie manche zu glauben scheinen, die heute mit Schlagworten wie „Fossilkapitalismus“ um sich werfen. Noch um das Jahr 1875 kamen Männer im Deutschen Reich nicht über eine Lebenserwartung von etwa 35 Jahren hinaus, bei Frauen waren es 38 Jahre [LEBE]. Entscheidende Verbesserungen bezüglich Lebenserwartung, Ernährung, medizinischer Versorgung und der Verringerung der Arbeitszeit setzten erst im 20. Jahrhundert ein. Zu verdanken haben wir dies weit überwiegend einem einzigen Umstand: Der Verfügbarkeit reichlicher und billiger Energie durch Dampfmaschinen, Benzinmotoren und Elektrizität sowie durch die Beheizung von Wohnungen und Waschwasser mit Kohle, Gas und Öl statt Holz. Die sich damit entwickelnde Industrie befreite die Menschen auch von der bisher oft knochenbrechenden Arbeit in der Landwirtschaft, in der noch bis 1750 rund 80 bis 90 % der Bevölkerung tätig waren. Dank Mechanisierung und Chemie (Düngemittel) konnte ein Landwirt im deutschen Kaiserreich Anfang des 20. Jahrhunderts dann bereits Nahrungsmittel für vier weitere Personen erzeugen, 1950 waren es bereits zehn und 2004 sogar schon 143. Die Steigerung der Produktion von Lebensmitteln ermöglichte wiederum die Freisetzung immenser Ressourcen an Arbeitskraft und Intelligenz für Forschung und Entwicklung und damit schnelle Fortschritte auf allen möglichen Gebieten von Naturwissenschaften und Technik.

Energieverbrauch in Industrienationen

In modernen Industrienationen erreicht der ständige Energiebedarf der Bevölkerung inzwischen eine Bandbreite zwischen etwa 4.100 Watt (Italien) und 12.500 Watt (Luxemburg). Um sich klarzumachen, wie entscheidend wir hiervon abhängen, braucht man sich nur in Erinnerung zu rufen, dass dem Menschen bis vor einigen 1.000 Jahren nur die durch seine eigenen Muskeln erzeugbare Dauerleistung zur Verfügung stand. Und die liegt für einen gesunden Erwachsenen bei lediglich etwa 80 bis 100 Watt. Das sind nur winzige Bruchteile dessen, was uns heute auf Knopfdruck jederzeit zur Verfügung steht. Erst die heutige Verfügbarkeit reichlicher und billiger Energie hat es den Industrienationen ermöglicht, unsere technische Zivilisation mit Stahl und Aluminium, mit moderner Medizin und ausreichender Versorgung mit Lebensmitteln selbst für die Ärmsten unter uns aufzubauen.

In der dritten Welt leiden Milliarden

Für uns ist dieses Lebensniveau inzwischen so selbstverständlich geworden, dass den meisten Zeitgenossen gar nicht klar ist, wie viel schlechter es auch heute noch Milliarden Menschen in den ärmeren Ländern der Welt geht, weil ihnen keine ausreichenden Energieressourcen zur Verfügung stehen. „Die Welt kocht nicht in Edelstahl auf Induktion, sondern in Blech und Gift“ schrieb die Professorin Sabine Hark vor wenigen Monaten in einem Artikel in der FAZ [FAZ]. Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu „Household Air Pollution“, so die Autorin, „kochen mehr als 3 Milliarden Menschen, also fast die Hälfte der Weltbevölkerung, ihre täglichen Mahlzeiten auf Herden, die den Namen kaum verdienen: Kochstellen aus wenigen geschichteten Steinen um ein offenes Feuer, für das oft genug nicht einmal Holz, sondern nur Plastikmüll, Kuhdung oder Küchenabfälle als Brennstoff zur Verfügung stehen. Wie giftig das ist, kann ahnen, wer einmal im Rauch eines Lagerfeuers saß, in dem industrielle Holzabfälle statt pures Buchenholz brannte. Ein Cocktail aus Feinstaub, Karbonmonoxyd, Stickstoffoxiden, Formaldehyd, Benzol. In 2012, so die Berechnungen der WHO, starben nicht weniger als 4.3 Millionen Menschen, die meisten davon Frauen und Kinder, an durch household air pollution verursachten oder mindestens damit in Zusammenhang stehenden Krankheiten“.
Unabhängig davon, wie man zu den sonstigen Ansichten der Autorin – einer der bekanntesten deutschen Feministinnen – steht, macht dieser Bericht klar, worauf es hinausliefe, wenn man diesen Menschen unter dem Vorwand, durch Decarbonisierung das Klima retten zu müssen, auch in Zukunft die Versorgung mit preisgünstigen fossilen Brennstoffen verwehrt. Darüber sollten diejenigen, die heute großspurig von „Klimagerechtigkeit“ herumtönen, wirklich ernsthaft nachdenken.

Der Feldzug der „Menschheitsretter“ –

Denn genau auf die Verweigerung des Rechts auf billige Energie läuft die Politik, die seitens der hiesigen Regierungen und zahlloser Verbände von Greenpeace bis Brot für die Welt betrieben wird, inzwischen hinaus. Die Methoden sind teils subtil, teils brutal und laufen in Form einer systematisch und langfristig betriebenen Kampagne ab. Aufgrund der Druckmittel, welche dieser unseligen Koalition aus Politik und „Umweltschutz“-Verbänden inzwischen zur Verfügung stehen, wird die 3. Welt inzwischen systematisch von der Zufuhr an billiger fossiler Energie abgeschnitten. So meldete beispielsweise die französische „Le Monde“ am 8.4. 2015, dass sich die drei französischen Großbanken BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale der Erpressung französischer und australischer Umweltverbände gebeugt und sich aus der Finanzierung des weltweit bedeutendsten Kohleprojekts im Osten Australiens zurückgezogen haben. Die tatsächliche Tragweite dieser Entwicklung erkennt man erst, wenn man weiß, dass Frankreich bzw. französische Banken bisher den weltweit 4. Rang bei der Finanzierung von Kohleprojekten innehatten. Der jetzt erzielte „Erfolg“ dürfte daher noch weitere Projekteinstellungen nach sich ziehen.
Vergleichbar massive Eingriffe seitens der US-Administration unter Obama vermeldete die „Times of India“. Dem Bericht zufolge setzte die US-Administration bereits 2010 die Weltbank unter Druck, wenn es um die Finanzierung von Kohleprojekten ging [IND]. Darunter leiden dann vor allem Kohle- und Teerprojekte in finanziell weniger stabilen Ländern wie Pakistan oder Südafrika. Auch der weltgrößte, mit rund 900 Mrd. $ ausgestattete Pensionsfonds des norwegischen Staates hat auf Drängen der Politik beschlossen, Finanzierungen im Bereich der Kohle zu kappen. Gleichgelagerte Entscheidungen gab es in letzter Zeit auch seitens der Church of England, des Weltkirchenrats, der Fonds der Universitäten von Stanford und Harvard, der British Medical Association, des Fonds der Gebrüder Rockefeller sowie des AXA-Konzerns. Die Liste ließe sich fast beliebig fortsetzen.

– und seine Konsequenzen

Dabei geht es den Verantwortlichen dieser Aktivitäten nur vordergründig um die Rettung des Klimas. In Wirklichkeit läuft ihr Tun auf etwas ganz anderes hinaus: Die Zementierung von Armut und Rückständigkeit gerade in den weniger entwickelten Ländern. Hierauf arbeitet insbesondere auch die deutsche Bundesregierung in ihrem Sendungsbewusstsein in Klimafragen mit aller Macht hin. Rechtzeitig vor Beginn der aus Sicht westlicher Länder entscheidenden Klimakonferenz in Paris spendierte Deutschland dem wirtschaftlich und politisch angeschlagenen Brasilien mehr als eine halbe Milliarde € – knapp mehr als 1 Promille dessen, was Europa inzwischen ins marode Griechenland gepumpt hat –, um dem Land ein „Klimaschutzabkommen“ abzunötigen, in dem es sich der G7-Gruppe unterwirft und zusichert, bis Ende des Jahrhunderts aus der Nutzung von Kohle, Öl und Gas auszusteigen. Damit ist es Deutschland gelungen, ein Land aus der sogenannten BRICS-Gruppe (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) herauszubrechen und so deren Widerstand gegen die vom Westen geplante Klimadiktatur zu schwächen. Die Bevölkerung gerade der ärmsten Länder wird so keine Chance erhalten, sich aus dem Teufelskreis der Energiearmut zu befreien.

Ultramoderne, garantiert carbonfrei hergestellte Messerklinge Marke „Flintstone“

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Als Konsequenz können wir in den nächsten Jahren mit einem Zustrom von Armutsflüchtlingen rechnen, der das jetzige Geschehen an Europas Südgrenzen um Größenordnungen in den Schatten stellen dürfte. Aber auch für uns hier in Europa werden die Konsequenzen brutal sein, denn ohne ausreichende Energieverfügbarkeit wird hier die Zivilisation regelrecht implodieren.

Da helfen auch keine Fantasien (pardon, lies Visionen) über „urbane 2.000-Watt-Gesellschaften“. Statt schöner energieautarker Wohnblocks mit „urban gardening“ und Bienenvölkern auf dem Balkon könnte es möglicherweise eher auf verfallende Favelas und Straßengangs hinauslaufen. Entsprechende Symptome werden inzwischen nicht nur aus französischen Bidonvilles, sondern auch aus deutschen Großstädten gemeldet [MARX].
Fred F. Mueller

Quellen:
[FAZ] http://blogs.faz.net/10vor8/2015/04/01/toedliches-kochen-4263/
[IND] http://timesofindia.indiatimes.com/india/US-to-World-Bank-Dont-fund-coal-fired-plants/articleshow/5493089.cms
[LAND] https://de.wikipedia.org/wiki/Landwirtschaft
[LEBE] http://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138003/historischer-rueckblick?p=all
[MARX] http://www.focus.de/politik/deutschland/no-go-area-duisburg-marxloh-wo-kinder-auf-autos-trampeln-f_id_4889030.html
[MOND] http://www.lemonde.fr/planete/article/2015/04/08/les-banques-francaises-se-retirent-du-plus-grand-projet-charbonnier-au-monde_4612071_3244.html#jhseF6mOeljIq5r0.99
[SPIE] http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/tod-waehrend-der-geburt-aeltester-fall-aus-sibirien-a-1024204.html

 

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