Kurioser Feiertag: “Weltwindtag”

Seit 2007 steht der 15. Juni ganz im Zeichen des Windes bzw. der Windkraft, die man mit dem heutigen, weltweit begangene Global Wind Day (deutscher Weltwindtag oder Weltwind-Tag oder Welttag des Windes) in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Eigentlich wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen laut Resolution 66/127 als Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen erklärt. “Die Windlobby eignet sich diesen Tag an, wodurch sie es an Respekt für die älteren Menschen fehlen lässt”, sagt “Friends against Wind“.

Rund um den 15. Juni finden jährlich international Events wie Windparkfeste, Tage der offenen Tür oder Informationsveranstaltungen rund um die Möglichkeiten der Windkraft als alternativer Energielieferant statt. Das Projekt www.kuriose-feiertage.de hat kuriose Feiertage in einer Übersicht gesammelt, wozu es auch den Weltwindtag zählt: “Und natürlich darf hier auch ein passender Eintrag in der Sammlung der kuriosen Feiertage aus aller Welt nicht fehlen.” Zu den kuriosen Feiertage gehören auch der International Towel Day (25. Mai) oder der International Talk like a Pirate-Day (19. September).

Der Weltwindtag ist nicht nur kurios und respektlos gegenüber älteren Menschen, er hätte sich auch einen Eintrag als “Weltwindschwindeltag” verdient. “Friends against Wind”: “Am 15. Juni werden Desinformationsagenten in der ganzen Welt im Einsatz sein, um uns einzureden, dass Windkraftanlagen nützlich, billig, ungefährlich für Vögel und Menschen, gut für Immobilien, ideal für Tourismus und Wirtschaft sind.”

Dieser Comic von Josh, www.cartoonsbyjosh.com, zeige, warum Windkraftanlagen Schwindel sind:

energiewende

  • Windkraftanlagen erzeugen gefährlichen Infraschall
  • Windkraftanlagen töten Vögel und Fledermäuse
  • Windkraftanlagen lassen Immobilien an Wert verlieren
  • Windkraftanlagen vernichten den Tourismus
  • Windstrom ist dreimal teurer
  • Windkraftanlagen machen den Strom unerschwinglich
  • Windkraftanlagen vernichten Arbeitsplätze

http://de.friends-against-wind.org/

Autor des © Comics: Josh
J
osh gestattet die Veröffentlichung seiner Comics auf nicht-kommerziellen Internetseiten, sofern ein Link zu seiner Seite hinzu gefügt wird: www.cartoonsbyjosh.com

Josh: Most of the cartoons are posted on the BishopHill blog and are included in the Cartoons by Josh Calendar. The cartoons also regularly appear on Watts Up With That.

Ein wunderbares Geschenk: Josh Calendar. The Cartoons by Josh Calendar has cartoons from the past year, mostly on Energy, Environment and Climate Change topics but also some political cartoons and caricatures. The 2017 Calendar is in progress and I will be setting up an order page here. http://cartoonsbyjosh.co.uk/calendar  The calendar is 28 x 44 cms (A3) in size, spiral bound with a hanger, and beautifully printed on 170gsm silk paper.

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1998 – 2016 Was ist vom Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung geblieben?

Im Jahr 1998, als der Bestand an Windkraftanlagen weniger als ein Viertel des heutigen Bestandes betrug, der Durchmesser neu errichteter Windkraftanlagen meist unter 50 Meter lag, einige Windräder aber schon 120 Meter hoch waren, entschieden sich mehr als 100 Hochschullehrer und Schriftsteller, gegen gegen den Ausbau der industriellen Windenergienutzung zu protestieren. Sie verfassten das “Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland” und stellten es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Die Unterzeichner richteten ihre Warnungen an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

Heute, nach 18 Jahren, wissen wir, dass sich der öko-industrielle Komplex nicht im geringsten für die negativen Folgen des forcierten Ausbaus von Windkraftanlagen interessiert. Selbst technisch kaum lösbare Probleme wie die Speicherung und Finanzierbarkeit des Zufallsstroms werden nicht diskutiert. Konzernbosse, auch die von Energie-Konzernen, unterschätzten das aggressive Potenzial der Grünen, der im Grunde deutschnationalen grünen Weltverbesserer, die Deutschland partout als Vorreiter in der Welt sehen wollen. Das Potenzial hat sich als eine explosive, zerstörerische Mischung aus Ideologie, Inkompetenz, Selbstüberschätzung, Macht- und Geldgier erwiesen. Zur Zerstörung der Umwelt kommt die Zerstörung einer funktionierenden Stromversorgung hinzu, die in der Deindustrialisierung Deutschlands und damit beim Verlust des Wohlstands münden wird. Die Deindustrialisierung ist bereits im Gange.

Die Ignoranz betrifft die Zerstörung der Landschaft ebenso wie die Gefährdung der Gesundheit, den Raubbau an Ressourcen, den Massentod von Zugvögeln, Greifvögeln und Fledermäusen, den Infraschall, das Entsorgungsproblem oder auch die ökologische Wüste, die von der Windindustrie außerhalb Deutschlands, in den Abbaugebieten von Neodym hinterlassen wird. Eon-Chef Teyssen sagte: “Ich glaube, die Atomlobby ist gegen das, was da läuft, ein reiner Mädchenchor gewesen.”

Das Darmstädter Manifest zeigt, dass offenbar nicht nur die Atomlobby ein Mädchenchor gewesen ist. Die Argumente der Windkraftgegner sind inzwischen durch glaubwürdige Quellen belegbar, aber ihr Chor ist zu sanft, wie der Rückblick auf 1998 zeigt. Das Darmstädter Manifest hat vor den Folgen der ständig wachsenden Zahl von Windkraftanlagen gewarnt. Ihre Zahl hat sich inzwischen mehr als vervierfacht. Die Unterzeichner kritisierten:

  • Die fortschreitende Zerstörung der Landschaft und des kulturhistorisch gewachsenen
    Erscheinungsbildes im Umfeld von Städten und Dörfern,
  • unzumutbare Belastungen für die Menschen,
  • große Immobilienwertverluste,
  • die Gefährdung der Tierwelt,
  • die Förderung einer Technologie, die für Energieversorgung, Ressourcenschonung und Klimaschutz völlig bedeutungslos ist,
  • die Vergeudung öffentlicher Fördermittel, die “wesentlich wirksamer zur Effizienzsteigerung der Kraftwerke, zum rationellen Energieverbrauch und zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung im Energiebereich eingesetzt” werden könnten.

Die Unterzeichner forderten, dass der “Windkrafttechnologie alle direkten und indirekten Subventionen
entzogen werden” müssen. “Da wir zu dieser verhängnisvollen Entwicklung nicht mehr schweigen dürfen, wollen wir mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland an die Öffentlichkeit treten und wenden uns vor allem an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

“Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland”, 1998

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1998 gab es in Deutschland 6.205 Windkraftanlagen

Der Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland begann 1982 mit der Errichtung der ersten privaten netzgekoppelten Windenergieanlage (WEA) von Dietrich Koch in Mettingen, eine 20 kW-Anlage. Der eigentliche Boom der Windenergie erfolgte jedoch erst ab 1991. Die Grundlage für die positive Entwicklung der Windenergienutzung in Deutschland bildete das unter der CDU/FDP Regierung, mit breiter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien, verabschiedete Stromeinspeisungsgesetz (StrEG). Es verpflichtete die Stromkonzerne zur Aufnahme des sauberen Stroms aus erneuerbaren Energien und schrieb für Windstrom eine Mindestvergütung von 90% „des Durchschnittserlöses je Kilowattstunde aus der Stromabgabe von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) an alle Letztverbraucher“ vor.

Windkraftindustrie 2010 vor dem Kollaps?

2010 befand sich der deutsche Markt für Onshore-Windkraftanlagen nach Angaben des Bundesverband Windenergie (BWE) wieder auf dem Niveau von 1999. Als Grund für den Einbruch des Onshore-Marktes nannte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Spätfolgen der Finanzkrise für Großprojekte und Unsicherheiten bei Netzanforderungen an Windenergieanlagen. Hinzu kam nach Ansicht des BWE, dass trotz neuer Flächenausweisungen in einigen Bundesländern die Räume für Neuanlagen weiter beschnitten würden und Abstandsregelungen und Höhenbegrenzungen einen effizienten Ausbau der Windenergie an Land verhinderten.

Trotz der inzwischen 21.000 Windenergieanlagen waren 2010 deren Erträge nach Zahlen des BWE die schlechtesten seit mindestens 17 Jahren. Windjahre 1993 bis 2010Die Daten beruhen auf den Ertragsmeldungen von Windenergieanlagen-Betreibern. Die Gründe sind laut heise.de unklar. Dafür kommen Netzprobleme, technisch bedingte Stillstände, Abschaltungen wegen Netzüberlastung und zu wenig Wind in Frage, Aufschlüsse darüber gibt es laut heise.de allerdings nicht.

BWE und VDMA hätten jedenfalls die Gelegenheit genutzt, einen Umbau der europäischen Netze für die Integration der erneuerbaren Energieträger zu fordern, berichtet heise.de am 26.01.2011. Außerdem hätten sie ausdrücklich vor der von der Bundesregierung über die vom deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger betriebene Harmonisierung der Fördersysteme in der Union gewarnt (Werden Kohlekraftwerke unrentabel?).

Fukushima – die Rettung der Windindustrie?

Am 11.03.2011 kam der Windindustrie der rettende Zufall zu Hilfe: Ein Tsunami zerstörte ein japanisches Kernkraftwerk. Dies war der Anlass für ein propagandistisches Meisterwerk der Öko-Industrie und ihrer Lobby. Sie starteten mit Unterstützung grüner Politiker ein wahres Trommelfeuer gegen die Risiken und die angebliche Unbeherrschbarkeit der Kernenergie. Der Propagandaflut musste ein großer Teil der Bevölkerung mit ohnmächtiger Wut zusehen, oder er erlag ihr.

roth_fukushimaVor Lügen schreckten fanatisierte Kernkraftgegner und die Windkraft-Lobby nicht zurück. 16.000 Tote seien durch den Unfall des Kernkraftwerks in Fukushima zu beklagen, behauptete Claudia Roth sogar noch 2013, obwohl ihr bekannt gewesen sein dürfte, dass kein einziger Mensch durch den Unfall des Kernkraftwerks, sondern durch einen gigantischen Tsunami ums Leben gekommen war.

Die Unwahrheit wurde über die Medien verbreitet, die zu einem großen Teil immer noch durch Tschernobyl verängstigte Bevölkerung fiel auf Claudia Roth herein, die ihre falsche Behauptung bis Heute nicht widerrufen hat. Am 30. Juni 2011 trug die Öko-Industrie den (vorläufig) endgültigen Sieg über die Bundeskanzlerin und die Bevölkerung davon: Der Bundestag beschloss in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit (513 Stimmen) das „13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“, das die Beendigung der Kernenergienutzung und Beschleunigung der Energiewende regelt.

Ende 2015 gab es in Deutschland 26.494 Windkraftanlagen.

Statista_Onshore_Windenergieanlagen_in_Deutschland_2000_bis_2015Seit dem Darmstädter Manifest sind 20.000 Windkraftindustrieanlagen hinzu gekommen. Sämtliche Warnungen von Fachleuten wie von Geschädigten über die negativen Folgen der immer höher, inzwischen bis auf 230 Meter gewachsenen Windkraftindustrieanlagen wurden in den letzten 18 Jahren von der Öko-Lobby ignoriert. Es ist dieser Lobby tatsächlich gelungen, große Bereiche der Landschaft und die Lebensqualität nachhaltig zu ruinieren und den Prozess der Zerstörung mit Unterstützung durch die an der Regierung beteiligten Parteien kaum behindert fortsetzen zu dürfen. Droht dem öko-industriellen Komplex irgendeine Einschränkung, ist das Geschrei riesengroß.

Er besteht auf Subventionierung ihres Geschäfts, jährlich derzeit etwa 25 Milliarden Euro. Eine der Kernaussagen des Manifestes: “Es wird eine Technologie gefördert, ohne deren Wirksamkeit und Folgen hinreichend abzuschätzen”, charakterisiert die rücksichtslose Marschroute des öko-industriellen Komplexes noch Heute. Um Klimawandel und Reduzierung der CO2-Emissionen geht es dem öko-industriellen Komplex nicht, sondern um die finanzielle Unterstützung eines Wirtschaftszweiges, der die Ideologie erfolgreich als Stilmittel nutzt, um sich als neue “Schlüsselindustrie” zu etablieren. NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der sich als “Klimaschutzminister” titulieren lässt, sagt: “Die Windenergie ist eine Schlüsselindustrie in NRW und schafft wirtschaftliches Wachstum.” Durch diese neue “Schlüsselindustrie” ist der Prozess der Deindustrialisierung nicht aufzuhalten, denn Windkraft- und auch Photovoltaik-Anlagen können Chinesen schneller und billiger bauen.

Der NRW-Umweltminister hält Proteste, die gegen den Windkraft-Ausbau gerichtet sind, für Einzelfälle. Er benennt “Sorgen um den Wertverlust des Hauses in der Nähe einer Windkraftanlage, die Sorgen vor Belästigung durch Lärm oder Schlagschatten”, aber die seien meist lösbar, sagt er. Kein Protest, keine Unterschriftenaktion, nichts kann ihn von seiner Meinung abbringen: “Die Mehrheit der Menschen in NRW trägt die Entscheidung, die Energiewende dezentral mit erneuerbarer Energie zu vollziehen. Kurz gesagt: Energie aus der Region für die Region. Das ist unsere Geschäftsgrundlage.”

Dass es eine dezentrale Energieversorgung im Sinne autarker Stromversorgung nicht geben kann, sondern die Energiewandler untereinander vernetzt sind, sagt er nicht. Und dass die Bevölkerung kein Geschäft mit Herrn Remmel betreibt, übergeht er ebenfalls. Herr Remmel ist der Umweltminister und durch eine demokratische Wahl zum Amtsinhaber geworden, somit der Bevölkerung gegenüber verantwortlich, er ist nicht ihr Geschäftspartner. Folgt man aber Herrn Remmels Denkschema, dann fehlt dem Remmel-Geschäft auf jeden Fall die Unterschrift des Geschäftspartners. Somit wäre das Geschäft ungültig.

Der Widerstand gegen den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen wächst, aber er ist den anti-atomkraft-kampferprobten, inzwischen etablierten Grünen vielleicht lästig, motiviert sie aber nicht, den Weg des Windwahns zu verlassen. Der Widerstand ist einfach viel zu leise. Noch immer.

Das Darmstädter Manifest ist fast in Vergessenheit geraten, aber es gehört zu den wichtigen Dokumenten, die Generationen nach uns belegen werden, dass das Wissen von Fachleuten und Hochschullehrern in einer geschichtlich bedeutenden Phase um die Jahrtausendwende nichts gegen die geballte Macht einer gierig-dumpfen Öko- und Klimaschutz-Religion ausreichte, um den ökologischen, sozialen und finanziellen Niedergang Deutschlands zu verhindern.

Faina Faruz

http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

Grafik: http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

 

Quellen:

  • http://www.bund-lemgo.de/download/zahlen-fakten-windenergie-bwe-info.pdf
  • http://www.heise.de/tp/news/Weniger-Windenergie-2010-2115026.html
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Mister Spock und die Denkschule der Energiepolitik

Eine Nachlese zur Sonnenfinsternis am 20.03.2015:

Am 16.03.2015 veröffentlichte Agora Energiewende folgende Pressemeldung:

“Studie: Das Stromsystem muss mit Situationen, wie sie am 20. März nur ausnahmsweise auftreten können, in 15 Jahren regelmäßig zurechtkommen.  Die Sonnenfinsternis lässt sich bewältigen, weil sich die Stromnetzbetreiber frühzeitig vertraglich mit schnell zu- und abregelbarer Stromerzeugung ausgestattet haben. „Wenn das heutige, vergleichsweise inflexible Stromsystem die Sonnenfinsternis meistert, dann wird das Stromsystem des Jahres 2030 mit vergleichbaren Situationen spielend zurechtkommen”, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, die wahrscheinlich einflussreichste Denkschule der Energiepolitik in Deutschland. „Denn im Rahmen der Energiewende muss das Stromsystem ohnehin deutlicher flexibler werden.”

Auf diese Mitteilung sah sich unsere Medienlandschaft genötigt, folgende Botschaften unter das geneigte Volk zu streuen.

Tagesschau:

Sonnenfinsternis und die Stromnetze Je schlechter das Wetter, desto besser
Bei der partiellen Sonnenfinsternis morgen werden in Deutschland bis zu 80 Prozent der Sonne durch den Mond abgedeckt sein. Genau das könnte das Stromnetz ins Wanken bringen. Eine entscheidende Rolle spielt das Wetter. Doch warum?

Die Welt:

Sonnenfinsternis beamt Stromnetze ins Jahr 2030
Wenn sich am Freitag die Sonne verdunkelt, bricht die Solarstrom-Versorgung ein. Es ist, als ob 15 Kraftwerke abgeschaltet werden. Ein absoluter Extremfall – und eine Generalprobe für die Zukunft.

FAZ:

Blackout durch Sonnenfinsternis?
Die Sonnenfinsternis am 20. März wird für die Stromnetzbetreiber zur Herausforderung, denn es kann zu enormen Netzschwankungen kommen.

usw. usw.

Auf den nächsten Seiten werde ich versuchen, nachzubilden, was tatsächlich geschah.

Abb.1

Bild 1: Viertelstündlicher Verlauf der Einspeisung von Wind und Solarenergie. (Zur Vergrößerung bitte das Bild anklicken!)

Bild 1 zeigt den viertelstündlichen Verlauf der Einspeisung von Wind und Solarenergie.

Für den Zeitraum zwischen 9:30 Uhr und 10:30 Uhr zeigt sich ein negativer Gradient von -6.121 MW.

Ab 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr ergibt sich ein positiver Gradient von beachtlichen 13.759 MW.

Abb.2

Bild 2: Verlauf der Last, sowie der Einspeisung von Wind.- und Solarenergie

Vergleicht man die Solareinspeisung im Kontext mit der Netzlast des Tages, zeigt die braune Fläche (Bild 2), dass diese Schwankung der Solarenergie, locker von den fossilen und Kernkraftwerken kompensiert wurde. Die Windenergie stellt für diesen Zeitraum im Prinzip einen Totalausfall der ca. 25000 Windkraftanlagen dar.

Für mich stellt sich die Frage, welchem Stresstest wird unsere elektrische Energieversorgung im Alltag unterzogen?

Abb.3

Bild 3: Ausgewählte Tage im Jahr 2015

Aus diesem Grunde werden die folgenden Tage im noch jungen Jahr 2015 ausgewählt. Diese Tage zeigen, dass hier von Agora wieder mal aus einem Furz, einen Donnerschlag produziert wurde (Bild 3).

 

Anmerkung: Da zur Zeit EEX die Netzbetreiber und Entso-E ihre veröffentlichten Daten neu strukturieren, werden die Daten der Last(Load), ab März als Viertelstundenwerte dargestellt.

 

Abb.4

Bild 4: Veränderung von Einspeisung Wind + Solarenergie und Last, sowie Addition der selben

Errechnet man die stündliche Veränderung der Einspeisung von Wind und Solarenergie (rote Säule) und die Veränderung der Last (braune Säule), sowie die Addition von Wind Solar + Last (blaue Fäche), ergibt sich folgendes Bild (Bild 4):

 

 

Fazit:

Ich kann nicht erkennen, was für ein außergewöhnliches Ereignis für das deutsche Stromnetz stattgefunden hat. Viel interessanter wäre es gewesen, wie das deutsche Netz ohne die verlässlichen, aber medial verteufelten fossilen und Kernkraftwerke reagiert hätte, da der Wind einen Totalausfall war.
Herr Wetzel von der Welt konstatierte, dass das deutsche Stromnetz in das Jahr 2030 gebeamt wurde. Vielleicht hätte man das Team von Agora Energiewende in das Jahr 2030 beamen müssen.
Dies hätte mir sicherlich einen entspannten Fernsehabend an diesem Samstag ermöglicht. In diesem Sinne:

Abb.5

mit freundlichen Grüßen

Rolf Schuster

 

Quellen:

Dieser Beitrag erschien unter unter dem Titel “Was haben Mister Spock und Agora Energiewende gemeinsam?” unter anderem auch in EIKE.

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Wildwuchs für Windkraftanlagen droht nach Urteil des OVG Schleswig bundesweit!

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Schleswig sollte man sich genauer ansehen, weil es, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagt, im Ergebnis zu mehr #Windenergie, nicht zu weniger führen wird. Albig: “Es wird keinen Planungsstopp geben. Das Urteil stärkt die Investoren, denn wir haben jetzt mehr Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung. Wir werden das Urteil des OVG sorgfältig analysieren und die notwendigen rechtlichen und planerischen Schlussfolgerungen ziehen.”
Dieses Urteil zeigt aber auch, dass die Argumentation von Kommunen, durch Ausweisung von Flächen dem Bauwahn zuvorkommen zu wollen, im Grunde nichts anderes als vorauseilender Gehorsam ist. Die Privilegierung privater Wirtschaftsunternehmen zu Lasten anderer ist ein Kernproblem des demokratischen Verständnisses kommunaler Souverätität, zu deren Gewährleistung sich die Staaten in der Europäischen Union 1985 in der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung verpflichtet haben. Wäre es nicht die Pflicht der Kommunen, den Erhalt der kommunalen Souveränität von der Regierung einzufordern?

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Oberverwaltungsgericht-kippt-Windkraftplanung-,windkraft530.html
► Der Wind, der Bund, das Land und die Kommunen: http://ruhrkultour.de/der-wind-der-bund-das-land-und-die-kommunen/
Oberverwaltungsgericht für das Land Schleswig-Holstein, Aktenzeichen: 1 KN 6/13 u.a., 1 KN 74/13, 1 KN 75/13

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Unbequeme Wahrheiten bei der Energiebilanzierung

Unbequeme Wahrheiten bei der Energiebilanzierung

Wind und Solar – nichts als Vergeudung von Energie und Ressourcen

Die Energiewende hat uns zigtausende gigantischer, bis 200 m hohe Windkraftwerke beschert. Manche dieser Monster wiegen bis zu 10.000 Tonnen. Angesichts dieses riesigen Materialeinsatzes muss man sich fragen, ob dieser Aufwand auch tatsächlich Sinn macht. Schließlich muss für Herstellung, Errichtung und Betrieb solcher Anlagen Energie investiert werden. Die interessante Frage ist nun, ob die Anlage im Laufe ihres Betriebes die darin investierte Energie auch wieder zurückliefert. Die klare Antwort lautet: Wind- und Solarkraftwerke sind Energiesenken, deren Bau und Betrieb mehr Ressourcen verzehrt, als sie jemals zurückliefern können.

In der Biologie gibt es schon lange den Begriff „Energieerntefaktor“. Damit beschrieb der amerikanische Forscher Charles Hall das Verhältnis zwischen dem energetischen Aufwand, den ein Raubtier treiben muss, um seine Beute zu fangen und zu töten, und dem Nutzen in Form von Energie, die es aus dem Verzehr dieser Beute ziehen kann. Ist die Beute zu klein oder der Jagdaufwand zu groß, dann wird dieser Erntefaktor negativ, d.h. der Räuber muss bei dieser Aktion einen Teil seiner im Körper gespeicherten Energiereserven zuschießen und erleidet einen entsprechenden Substanzverlust. Bei einem oder zwei Jagdversuchen mag das noch gut gehen, doch wenn es nicht gelingt, im Durchschnitt aller Jagden mehr Energie zu „erbeuten“ als verbraucht wurde, dann gehen die Reserven über kurz oder lang zu Ende und das Tier wird sterben. Für den Erntefaktor wird häufig auch der englische Fachbegriff EROEI (Energy Returned On Energy Invested) verwendet.

Der Erntefaktor eines Kraftwerks.

Bild 1: Der Erntefaktor eines Kraftwerks.

Nachdem Hall dieses Konzept erstmals auch für die Beurteilung von Kraftwerken verwendete, wird es inzwischen umfassend zur Charakterisierung der unterschiedlichsten Kraftwerkstypen angewandt [FEST, MERK]. Man bilanziert damit faktisch die in Bau, Betrieb und Rückbau sowie in die Beschaffung des Brennstoffs investierte Energiemenge einerseits und die in Form von Strom zur Verfügung gestellte Energiemenge andererseits, Bild 1.

Zu Bild 1. Der Erntefaktor eines Kraftwerks. Die Brennstoffbereitstellung (Förderung, Aufbereitung, usw.) findet normalerweise außerhalb des eigentlichen Kraftwerks statt, wird aber fairerweise zur investierten Energie hinzugerechnet (Grafik: [FEST])

Konventionelle Kraftwerke im Plus

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Bild 2: Vergleich der Energieerntefaktoren verschiedener konventioneller Kraftwerke (Daten: [FEST])

Die hier aus einer Publikation des Instituts für Festkörper-Kernphysik in Berlin übernommenen Daten basieren auf einer begutachteten internationalen Publikation von Weissbach et al. im Fachmagazin Energy (Band 52, April 2013, Seite 210-221) [WEISS]. Die Autoren fanden sowohl für fossile Kraftwerke als auch für Kernkraftwerke hohe positive Erntefaktoren zwischen 28 und 107, Bild 2. Die einzige Ausnahme betrifft den Einsatz von Biogas zum Betrieb eines Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks. Hier wird aufgrund der hohen Aufwendungen zur Bereitstellung des Brennstoffs lediglich ein Erntefaktor von 3,9 erreicht. Obwohl dies vordergründig positiv erscheint, ist es dennoch bei weitem nicht ausreichend. Die Begründung hierfür folgt weiter unten.

Kraftwerke mit Speicherbedarf

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Bild 3. Erntefaktoren verschiedener wetterabhängiger Kraftwerkstechnologien sowie die Auswirkungen einer Speicherung (Daten: [FEST])

Kraftwerke, deren Leistungsabgabe nicht exakt dem jeweiligen Bedarf angepasst werden kann, gehören in eine gesonderte Gruppe, da ihre momentan nicht benötigte Produktion in irgendeiner Form gespeichert werden muss. Neben den „klassischen“ EE-Kraftwerkstechnologien wie Wind- und Solarkraftwerke zählen hierzu auch Laufwasserkraftwerke, deren Produktion vom aktuellen Wasserangebot im Fluss abhängt und entsprechenden Schwankungen unterliegt. In jedem Fall müssen bei der Betrachtung des Erntefaktors der Aufwand für die Errichtung und den Betrieb der Speichereinrichtungen sowie die bei der Speicherung auftretenden Verluste mit berücksichtigt werden. Eine Aufstellung der Erntefaktoren bei Kraftwerkstypen, die Speicherung erfordern, zeigt Bild 3.

Bezüglich der durch die Speicherung zu überbrückenden Zeiträume unterscheidet man zwischen Speicherung über kurze Zeiträume – typischerweise im Tagesrhythmus wie beispielsweise bei Solarkraftwerken, die nachts keinen Strom liefern – und längerfristigem Speicherbedarf, wenn saisonale Schwankungen beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Wasserzuflüsse z.B. im Hochgebirge berücksichtigt werden müssen. Letzteres geht fast nur beim Betrieb von Talsperren, deren großes Volumen als Speicher genutzt werden kann. Dieser Aufwand ist bereits in den Baukosten berücksichtigt. Eine saisonale Speicherung z.B. von Solarenergie über Monate hinweg ist aufgrund des schwachen Aufkommens im Winter weder technisch noch ökonomisch realisierbar, nicht zuletzt auch deshalb, weil es weder in Deutschland noch in den unmittelbaren Nachbarländern die topologischen Voraussetzungen für die Errichtung solch riesiger Speichervolumen gibt. Für alle anderen von EE-Befürwortern häufig vorgeschlagenen Speichertechnologien wie Druckluftspeicherung, Wasserstoffproduktion bzw. Methangassynthese („Windgas“) oder Batteriespeicherung gilt, dass sie aufgrund hoher Anlagenkosten sowie geringer Wirkungsgrade den Erntefaktor nochmals erheblich reduzieren.

Erntefaktor 1: Dahinvegetieren am Existenzminimum

Bei der Betrachtung der hier ermittelten Zahlen für die verschiedenen Arten der Gewinnung „erneuerbarer“ Energien könnte vordergründig der Eindruck entstehen, dass die Ergebnisse zwar nicht berauschend, aber dennoch positiv sind und es demnach nur eine Frage der Installation genügend großer Kapazitäten ist, um letztlich den Energiebedarf unserer Gesellschaft mithilfe von z.B. Sonne- und Windkraftwerken zu decken. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn für einen tatsächlich positiven Beitrag zur Energiebilanz bedarf es in unserer modernen Gesellschaft eines sehr viel höheren Erntefaktors als 1. Warum das so ist, kann man leicht anhand des Raubtier-Beispiels nachvollziehen. Ein Erntefaktor von 1 würde bedeuten, dass dieses Tier ständig am Rande des Hungertodes entlang vegetiert und keine Möglichkeit hat, seine Reserven für Notzeiten aufzustocken. Für Tiere, die beispielsweise Winterschlaf halten müssen, wäre dies das Todesurteil. Ein wesentlich höherer Erntefaktor als 1 wird auch benötigt, um Junge zeugen und aufziehen zu können. Ohne dies wäre die Art innerhalb kürzester Zeit zum Aussterben verurteilt.

Unsere Zivilisation erfordert Erntefaktoren von mindestens 14

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Bild 4 Je komplexer und technologisch hochstehender eine Gesellschaft ist, desto höher muss der Erntefaktor EROEI der zur Energiegewinnung eingesetzten Technologien sein. Blaue Werte sind veröffentlicht, gelbe sind zunehmend spekulativ (Grafik: [MERK])

Beim Menschen mit seiner komplexen und energieintensiven technischen Zivilisation sowie der außerordentlich hohen Aufwendungen, die wir beispielsweise in die Ausbildung unseres Nachwuchses investieren, sind entsprechend höhere Erntefaktoren zu berücksichtigen [MERK].

Deshalb muss ein Energiesystem einen Überschuss erzeugen, der groß genug ist, um damit Nahrung sowie alle Dinge des täglichen Bedarfs produzieren zu können.

Darüber hinaus müssen auch die Ressourcen für die Errichtung von Gebäuden und Infrastruktur sowie den Betrieb von Spitälern und Universitäten bereitgestellt werden, und letztlich ist auch noch der Aufwand für die kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Technologisch hochstehende Zivilisationen wie die in Europa, Japan, China oder in den USA erfordern einen minimalen Erntefaktor von 14, Bild 4 und Tabelle 1.

Tabelle1

 

Die heute verfügbaren Wind- und Solarenergieanlagen sind demnach energetische „schwarze Löcher“, in denen vorhandene fossile Ressourcen sinnlos vergeudet werden. Je mehr man davon errichtet, desto grösser der Schaden.

Fred F. Müller

Quellen:
[FEST] http://festkoerper-kernphysik.de/erntefaktor
[MERK] http://www.windland.ch/wordpress/
[WEISS] http://dx.doi.org/10.1016/j.energy.2013.01.029

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Jahresabschlüsse von Windkraftanlagen könnten den Verdacht auf Bauernfängerei bestätigen

Aus einer neuen Auswertung des Bundesverbands WindEnergie, die der FAZ vorliegt, geht hervor, dass vielen Anlegern mit zu hohen Windprognosen falsche Hoffnungen gemacht wurden. weiterlesen

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Doppelte Moral: “People’s Climate March”, 21. September 2014

Sechs Fakten sollten die Demonstranten wissen, die am 21. September in New York anlässlich des UN Klimagipfels an der größten Klimawandel-Demonstration unter dem Slogan “Klima der Gerechtigkeit” teilnehmen wollen, die es jemals gab, sagt das Magazin “Forbes”. Die Vereinten Nationen sollen aufgefordert werden, sich für drastische Kürzungen der fossilen Brennstoffe einzusetzen. Zu der Demonstration “People’s Climate March” sollen über 1000 Organisationen (NGOs, Verbände, Gewertkschaften, soziale Bewegungen usw.) aus aller Welt aufgerufen haben. Den Teilnehmern wird gesagt, sie demonstrierten für ein “moralisches” Ziel.

Für welches moralische Ziel? Der Einsatz von billiger, reichlich vorhandener, zuverlässiger Energie aus fossilen Brennstoffen habe die Lebenserwartung und den Wohlstand in der unterentwickelten Welt drastisch steigen lassen. Sollten wir künftigen Generationen das Recht, Energie aus fossilen Brennstoffen zu verwenden, verwehren, werden wir Blut an den Händen haben, meint Forbes und verweist auf das Beispiel Deutschland.

Es gebe auf der Welt keine moderne Volkswirtschaft, die von Solar und Wind versorgt werden könne, weil diese minderwertige, unzuverlässige Energiequellen seien. Deutschland habe angeblich bewiesen, dass Solar und Wind brauchbare Energiequellen seien. Tatsächlich sei aber bewiesen, dass sie es nicht sind. Dies wird durch eine Grafik der Produktion von Solar-und Windstromproduktion in Deutschland für das gesamte Jahr 2013 bestätigt. Sie benutzt die genauesten Daten aus der European Energy Exchange, (European Energy Exchange AG Transparenzplattform Daten, 2013) und zeige, “was uns der gesunde Menschenverstand sagt: Kein Land setzt auf Sonne und Wind, um Energie auf Abruf zu produzieren.”

production_of_solar_and_wind_electricity_Germany_2013_forbes

Source: European Energy Exchange AG Transparency Platform Data (2013)

Deutschland, der Weltmarktführer in der Solarenergie und die Nummer drei der Windenergie, kann in einer Woche mit seinen Sonnenkollektoren und Windmühlen weniger als 5 Prozent des benötigten Stroms erzeugen.

Deutschland könne sich nicht auf Solar und Wind verlassen und verlasse sich auch nicht darauf. Während Deutschland Dutzende von Milliarden von Dollar gezahlt habe, um Sonnenkollektoren und Windmühlen zu subventionieren, habe es seine fossile Kraftstoffkapazität, vor allem Kohle, nicht heruntergefahren, sondern erhöht.

Forbes: Wenn Deutschland und der Rest der Welt keinen Zugang mehr zu fossilen Brennstoffen hätten und gezwungen wären, zu versuchen, von Solar und Wind zu leben, wäre das Ergebnis eine Katastrophe.

Quellehttp://www.forbes.com/sites/alexepstein/2014/09/17/six-reasons-why-the-united-nations-should-not-intervene-on-fossil-fuel-use-a-response-to-the-misguided-peoples-climate-march/

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Tausende demonstrieren in Dublin gegen den “Großen Windkraftbetrug”

Der Protest gegen Windkraftanlagen findet immer mehr Zulauf und verbreitet sich rund um die Welt. Bis zu 10.000 Windkraftgegner versammelten sich am 18.042014 in Dublin zum Protest gegen weitere Ausbaupläne ihrer Regierung für Windkraftanlagen.

Die Probleme sind in allen Ländern stets dieselben: Die gallopierenden Strompreise, die durch Steuern oder Subventionen angetrieben werden, die nachteiligen sozialen Auswirkungen wie Schlaflosigkeit wegen des andauernden Turbinenlärms, Häuser, die aus genau diesem Grund aufgegeben wurden, sinkende Grundstücks- und Immobilienpreise und eine schmerzliche Spaltung der Gemeinde – und wofür? “Is all for NOTHING“.

Weitere Informatione über den Gegenwind in Irland:

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3232 Windenergieanlagen in NRW-Wäldern?

Foto: Rabe Ralf

Der Wald ist die “grüne Lunge” des Ruhrgebiets und daher kostbar und eine “Tabuzone”. Jedenfalls bisher. Selbst Osterfeuer müssen einen Abstand von mindestens 100 Meter zum Wald einhalten und brauchen eine vorherige schriftliche Genehmigung. weiterlesen

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Abgerechnet

Windkraft – Abgerechnet wird erst zum Schluss

Sondermüll – Eine Schattenseite der Windkraft

“Windräder erzeugen umweltfreundlichen Strom, können jederzeit wieder demontiert werden ohne strahlende Erde zu hinterlassen und sie helfen die CO 2 Problematik zu entschärfen.” So oder ähnlich werben die Hersteller von Windkraftindustrieanlagen, aber auch die Anhänger der Erneuerbaren Energien. Ein Problem mit den Windrädern gibt es für sie nicht. Abgerechnet sieht die Realität der Energiewende jedoch anders aus: Windkraftanlagen sind SONDERMÜLL!
Bis 2005 landeten die toxischen, kleingeschnittenen Flügel auf Deponien. Diese Möglichkeit der Entsorgung fiel erst durch ein Gesetz aus dem Jahr 2005 weg. Seitdem bleibt nur die thermische Beseitigung und Verwertung, vorrangig in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken oder der Export oder die Deponierung. Nach dem Recycling, falls es denn stattfindet, bleiben dennoch schätzungsweise an die 20 Prozent nicht wiederverwertbaren Abfalls zurück.

Windkraftindustrieanlagen – Ein wachsendes Problem

Zurzeit drehen sich in Deutschland etwa 22.000 Windräder. Windkraftanlagen haben eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa 20 Jahren. Das bedeutet, dass in absehbarer Zeit viele Windkraftanlagen der ersten Generation, die eine durchschnittliche Lebensdauer von 20 Jahren haben, ausgewechselt werden müssen. Hinzu kommt die Zahl der technisch noch einwandfrei funktionierenden Windkraftanlagen, die aufgrund des Fortschritts der Branche aus ökonomischen und ökologischen Gründen teilweise bereits vorzeitig durch neuere Anlagentypen ersetzt werden. Dieser Austausch wird als „Repowering“ bezeichnet. Außerdem ist damit zu rechnen, dass der Austausch von Anlagen sich in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weiter beschleunigen wird, “weil geeignete Standorte für Windenergieanlagen in Deutschland immer knapper werden”, so die Einschätzung von Holcim Deutschland, einem Schweizer Zementhersteller. Wohin also mit dem Windkraft-Müll?

Die Wiederverwertung des Fundaments 

Der Beton aus dem Fundament, die Stahltürme und das Kupfer aus den Generatoren können relativ einfach verwertet werden, zum Beispiel im Straßenbau sowie in Stahlwerken. Wenn aber die Kosten der Verwertung zu hoch sind, bleiben die Windräder stehen und verrotten vor sich hin.

Die Wiederverwertung der Rotorblätter und Gondeln

Entsorgungsrobleme bereiten dagegen die Werkstoffe der Rotorblätter sowie Gondeln. Die Rotorblätter bestehen aus Glasfasern und Epoxidharz, die schwer voneinander zu trennen sind. Deshalb landeten die toxischen, kleingeschnittenen Flügel bis zur Regelung durch ein Gesetz aus dem Jahr 2005 auf Deponien. Seitdem bleibt neben der Ansammlung unbrauchbarer Rotorblätter oder deren Versand ins Ausland nur die thermische Beseitigung und Verwertung, vorrangig in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken. Nach dem Recycling bleiben schätzungsweise an die 20 Prozent nicht wiederverwertbaren Abfalls zurück.

Die Rotorblätter bestehen aus mehreren Schichten Glas- oder Kohlefasern. Sie werden manuell mit Kunstharz verklebt und später im Verbund mit anderen Elementen zum fertigen Rotor integriert. Wird das Harz verbrannt, entstehen toxische Gase, die aufwändig gefiltert werden müssen. Die Glasfasern können zudem beim Schmelzen die Müllverbrennungsanlagen verstopfen und als lungengängiger Feinstaub in die Umwelt gelangen.

Beim sogenannten Downcycling werden die Faserwerkstoffe energieaufwändig zu Schnipseln geschreddert, um in minderwertigen Produkten, etwa Parkbänken oder Verkleidungsteilen, mit hohem Energieaufwand wieder verarbeitet zu werden. Dies ist keine sinnvolle Option: “Brauchen wir so viele Parkbänke?”, fragt Ralf Schledjewski vom Institut für Verbundswerkstoffe an der Universität Kaiserslautern.

Die teuerste Art, Beton herzustellen

Ein niedersächsisches Entsorgungsunternehmen verarbeitet ausgemusterte Rotorblätter und macht daraus, wie es auf der Internetseite “Innovatives Niedersachsenstyle=”font-size: 13px; line-height: 19px;”>” heißt, einen “erstklassigen Rohstoff für die Zementindustrie”. Auf seiner Homepage betont das Unternehmen: “Dieses System ist absolut restefrei und garantiert die 100%ige Verwertung von ausgedienten Rotorblättern.”

Die Rotorblätter werden mit einer mobilen Schneideanlage vor Ort zerlegt, auf dem Firmengelände weiter zerkleinert, geschreddert und gemahlen: “So werden die Flügel in zweifacher Form genutzt: als Brenn- und als Rohstoff.” Der Kleber werde rückstandslos verbrannt, in der Asche blieben wertvolle Mineralien zurück. Darunter Siliziumoxid – eine Verbindung aus dem Halbmetall Silizium und Sauerstoff. In einem trockenmechanischen Verfahren werden die zerkleinerten Flügel zu einem “hochwertigen Ersatzstoff” für die Zementindustrie verarbeitet. Sie werden unter sehr hohem Energieaufwand auf  2000 Grad Celsius erhitzt, und die Stoffe werden rückstandslos verwertet. Das in den Glasfaserschnipseln enthaltene Silizium ersetzt Teile des Sands, der dem Prozess bisher zugeführt werden musste.
Nicht erwähnt wird, dass dies riesige Energiemengen erfordert und weiterhin den Einsatz von Steinkohle erfordert, denn die Wärmeenergie des verbrennenden Rotorblattes vermindert den Einsatz des fossilen Rohstoffes nur zur Hälfte. Dies ist die teuerste Art, Beton herzustellen.

Das Rücknahmesystem ist freiwillig

Das Rücknahmesystem ist freiwillig und wird von den Herstellern oder Betreibern der Windkraftindustrieanlagen kaum in Anspruch genommen. Die Wunschvorstellung von einem geschlossenenen Stoffkreislauf” wird durch die rechnerischen Fähigkeiten der Windparkbetreiber zunichte gemacht; denn mehrere Tausend Euro je Flügel, die das Recycling kostet, sind ihnen schlicht zu teuer. Deshalb fordern Recycling-Unternehmen gesetzlich vorgeschriebene Recyclingquoten für Windanlagen. Diese Verpflichtungen würden letztendlich die Stromkunden bezahlen müssen. Ein Gesetz gibt es noch nicht, weil für Investoren die Branche noch weiter an Attraktivität verlieren würde und die Akzeptanz für weiter steigende Strompreise in der Bevölkerung fehlt.

Was passiert also mit den ausgedienten oder irreparabel beschädigten Rotorblättern?

Ab 2020 wird das Problem akut werden, weil dann jährlich mehr als 15 000 Tonnen Flügelmaterial entsorgt werden müssen. Bisher werden abmontierte Windräder nach Osteuropa, dem Baltikum sowie nach Afrika und in die USA  exportiert, wie ein Sprecher des Bundesverbands Windenergie sagt. Wird der Export auch weiterhin möglich sein? Oder werden in den bisherigen Exportländern Neuanlagen bevorzugt werden? Was geschieht dort mit den unbrauchbar gewordenen Rotorflügeln? Ein Unternehmer im Repowering-Geschäft sieht wegen der großen Anzahl Windanlagen, die anfallen werden, kaum eine Chance, die alle weiterzuverkaufen. Der Export könnte auch an den wachsenden Transportkosten scheitern. Dann würden die meisten Rotorblätter wahrscheinlich hier im Land irgendwo deponiert.

Da war doch noch was … 

Im Internet berichtet ein Arbeiter über gesundheitliche Probleme bei der Herstellung von Rotorblättern. “Ich habe als Leiharbeiter einige Zeit die Flügel für diese Anlagen gefertigt. Viele Arbeitnehmer leiden an Allergien. Der anfallende Müll ist Sondermüll. Wird die Anlage verschrottet, ist sie verständlicherweise ebenfalls Sondermüll. Nachdem ich mir andere Arbeit suchte, und diese auch fand, ging es mir merklich besser. Vor dem Job war ich ebenfalls glühender Anhänger der Windenergie. Nun nicht mehr!”

“Bei der konventionellen Müllverbrennung entwickelt das Harz toxische Gase, die aufwendig gefiltert werden müssen. Bei der Herstellung werdne die diversen Bestandteile verklebt. Dieses geschieht mit dem Kunstharz. Nach kurzer Zeit erwärmt sich das Harz und dunstet natürlich auch aus. Kein schöner Geruch. Alleine bis zur Herstellung eines kompletten Flügels entstehen mehrere Container Sondermüll. Dann kann man sich natürlich auch noch ausmalen, was geschieht, wenn so eine Anlage einmal komplett entsorgt werden muß. Und, nein, ich arbeite nun weder n einem sicheren AKW oder einem sauberen KKW. Aber ist es nicht besser, wenn ich nun ohne Kopfschmerzen und Hautausschlag lebe? Von der besseren Atmung ganz zu schweigen. Mir geht es nun bedeutend besser! Einzelfall? Nein!”

Fazit: 

In Kenntnis unserer marktwirtschaftlichen Verhaltensweisen werden wir die gesundheitlichen Risiken der Erneuerbaren Energien ignorieren, uns an den Anblick vieler abgeschalteter, vor sich hin verrottender Windmühlen in Feld, Wald und Wiese gewöhnen müssen, in der Gewissheit, dass es den Windrädern eines Tages gelingen wird, durch ein letztmaliges Aufbäumen gegen den Wind, sich selbst in seine Bestandteile zu zerlegen und gleichmäßig in die Umgebung zu verteilen. Wehe dem, der in der Nähe einer Windkraftanlage wohnt.

 

Zum Nachlesen: 

Ergänzt:

 

Foto: Didgeman, pixabay

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