Indien

Merkel: “Deutsche Kompetenzen passen gut zu meiner Vision für Indiens Transformation.” 

Die Befürworter der Erneuerbaren Energien fühlen sich seit dem Pariser Abkommen 2015 vollauf bestätigt. Sie glauben, dass sie in Indien ihre Vision von einer Transformation der Welt zu Gunsten einer weltweit vorwärts strebenden Industrie für Erneuerbare Energien realisieren zu können. Indien ist das größte Land in Südasien und nach China das bevölkerungsmäßig zweitgrößte Land (1,2 Milliarden Menschen) der Welt. Aber weder in Deutschland noch in Indien sind die Interessen der Regierungen und Banken dieselben wie die der Naturschützer. Prerna Singh Bindra gilt als eine für Umwelt und Reisen führende Journalistin in Indien. Sie ist auch international bekannt. Unter anderem erhielt sie den Carl Zeiss Wildlife Conservation Award in 2007. Es sei ironisch, dass die Symbole der sauberen Energie Mittel der ökologischen Zerstörung sind, sagt sie. In The Hindu, der drittgrößten englischsprachigen Tageszeitung Indiens, schrieb sie in dem Artikel “The bustard and the windmill” (“Die Trappe und das Windrad”) über die Vernichtung bedrohter Tierarten durch Windkraftanlagen.

 

“Wüsten beherbergen einige spektakuläre Wildtiere. Aber jetzt sind sie durch riesige Solar- und Windparks bedroht.”

Am Nachmittag des 17. Juli stürzte ein großer gelbbraun-weisser, einem Strauß ähnlicher Vogel in eine 33-KV-Übertragungsleitung, die an Windkraftanlagen in Naliya angeschlossen war, am Rande des Lala-Bustard-Schongebietes in Kutch, Gujarat. “Das war kein gewöhnliches Vogeltod”, sagt die Naturschützerin und Journalistin Prerna Singh Bindra.

Getötet wurde eine der Großen Indischen Trappen, von denen es weltweit heute schätzungsweise nur 150 gibt. Den Tod des jungen weiblichen Vogels bezeichnet Prerna Bindra als “eine ökologische Katastrophe”. Er bedeute, dass es jetzt ein Individuum einer äußerst bedrohten Spezies – der Großen Indischen Trappe – weniger gebe. Dieser besondere Vogel wurde von Satelliten überwacht. Informationen, die von GPS-Sendern erbracht wurden, hätten gezeigt, dass er sich regelmäßig zwischen Naliya und der 30 km entfernten Küste von Dadamapar Dorf bewegte.

Aber der Tod war wohl unvermeidlich, sagt die Naturschützerin, denn der Abstand zwischen den beiden Lebensräumen sei dicht mit Windenergieanlagen zugestellt worden. Der seltene Vogel sei von einer scheinbar gutartigen Aktivität bedroht, durch Wind- und Solarenergieprojekte. Stromleitungsnetze – viele davon für Projekte mit Erneuerbaren Energien – hätten in den letzten zehn Jahren mindestens sieben Trappen in Indien getötet. Trappen gehören zu den größten fliegenden Vögeln der Welt. Sie seien weltweit wegen der relativ niedrigen Flugwege und des geringen Sehvermögens leicht Opfer von Stromleitungen, erklärt ein Vogelkundler.

Einer US-Studie zufolge töten Windenergieanlagen jährlich weltweit zwischen 140.000 und 328.000 Vögel, sagt Prerna Bindra. Aber eine größere Sorge als dieses direkte Gemetzel sei der Verlust des notwendigen Lebensraumes – die größte Ursache der Artenauslöschung. Ein paar Meilen nördlich von Kutch befindet sich einer der größten Nationalparks Indiens. Das letzte Mal, als sie vor vier Jahren ein Weideland in Salkhan außerhalb des Parks besuchte, verfolgte sie die winzigen Spuren einer Wüstenkatze, entdeckte einen indischen Fuchs, sah eine Schar von Geiern über einer Beute, während ein Falke kreiste, aber sie sah nicht die berühmtesten Wiesenbewohner, die große indische Trappe. Der damalige Parkdirektor G.S. Bhardwaj habe ihr gesagt, dass er im Sommer 2013 noch 24 Trappen gezählt hatte. In den folgenden zwei Jahren sei die Landschaft durch unendliche Hektar Windparks umgestaltet worden. Bhardwaj habe deshalb im Jahr 2015 an den Bezirk geschrieben: “Wenn diese Art von großflächiger Installation von Windrädern und zugehörigen Stromübertragungsleitungen (plus Eingriff in die Landschaft) weiter betrieben wird, verliert der Vogel seinen Lebensraum, und folglich wird er vollständig aus dem (Salkhan) Gebiet verschwinden.”

 

Windräder auf Bergrücken und Plateaus zerstören Lebensräume für Tiere

Eine andere durch die Windenergie bedrohte Trappenart sei die Barttrappe, ein markanter Vogel, der für sein aufwändiges Ritual bekannt ist. Die Naturschützerin hatte ihn während eines unvergesslichen Monsuns beobachtet – der männliche Vogel, mit langen, bandartigen Federn an den Seiten seines Kopfes, sprang mindestens zwei Meter in die Luft, stieg ab und sprang dann wieder auf, bevor er zu Boden schwebte. Die Barttrappe ist dafür bekannt, dass der Vogel unermüdlich die yo-yo-Routine 500 mal am Tag wiederholt, um eine Partnerin zu umwerben. Die Zahl dieser Vögel, die auf dem Subkontinent heimisch sind, sei rasch rückläufig.

Rieseneichhörnchen

Indisches Rieseneichhörnchen

Ihr Besuch in Ratlam und Dhar Bezirken in Madhya Pradesh, früher eine Hochburg des Vogels, sei ein Schock für sie gewesen, sagt Prerna Bindra. In der Region lebten kaum noch Barttrappen, wurde ihr gesagt. Und auch hier, unter einer Reihe von Gefahren, gebe es Erneuerbare Energie. Die von dem Vogel bevorzugten Wiesen seien in Reviere für Windkraftanlagen verwandelt worden.

Wüsten, oft wohlüberlegtes Ödland, sind Schmezltiegel der spektakulären Wildtiere, sagt Prerna Bindra, aber sie seien von Indiens ehrgeizigen Erneuerbaren Energieerzeugungsziel, von 175 GW bis 2022, bedroht. Der ökologische Fußabdruck einer einzelnen Windkraftanlage oder Solarpanele könnte vernachlässigbar sein, aber große Wind- oder Solarparks beanspruchen riesige Landstriche. Straßen werden gebaut, um Turbinen heranzuschleppen. Und bei Erdarbeiten werden Wälder oder Wiesen zerfetzt, wodurch die Landschaft dauerhaft verändert werde.

Auch in den westlichen Ghats, einem globalen Biodiversitäts-Hotspot, drohen Windräder die Bergrücken und Plateaus zu kolonisieren. So seien zum Beispiel 300.000 Bäume für den Bau einer Straße für einen Windpark entlang der Hügel in der Nähe des Bhimashankar-Heiligtums in Maharashtra gefällt worden. Hier sei ein Lebensraum für Leoparden, Schuppentiere und dem indischen Riesen-Eichhörnchen.

 

Symbole der sauberen Energie sind Mittel der ökologischen Zerstörung

Es sei in der Tat ironisch, dass diese Symbole der sauberen Energie auch Mittel der ökologischen Zerstörung sind. Nach der U.S. Geological Survey benötige ein Megawatt Windkraft im Durchschnitt etwa 100 Tonnen Stahl, 400 Tonnen Beton, 6,8 Tonnen Glasfaser, neben Kupfer und Gusseisen, sagt Prerna Bindra. Der Bergbau für Eisenerz und Sand sei energieintensiv und zerstöre Urwälder und Wildtierlebensräume.

Vanishing

Prerna Singh Bindra: The Vanishing India’s Wildlife Crisis.  ⇒Hier erhältlich.

Es sei eine Umweltlästerung, erneuerbare Energien in Frage zu stellen, doch ihre ökologischen Kosten könnten nicht ignoriert werden, sagt die Naturschützerin. Sie stellt die Frage: “Ist eine “saubere” Energiequelle wirklich “grün”, wenn sie Ökosysteme und Wildtiere zerstört?”

Der Anteil der erneuerbaren Energien in unserem Energiemix müsse signifikant sein, aber mit der notwendigen Umweltprüfung und der Beachtung von Vorschriften. Dieser Sektor bekomme derzeit einen Freifahrtschein und sei von Umweltverträglichkeitsprüfungen und öffentlicher Anhörung befreit. Prerna Bindra hält die dezentralisierte Erneuerbaren Energien für einen Weg nach vorne. Bestimmte kritische Bereiche müssten “no-go” Zonen sein. Zunächst einmal die Heimat der großen indischen Trappe.

Das Buch “The Vanishing: India’s Wildlife Crisis” wurde im Juni 2017 veröffentlicht.

 

Die indische Euphorie für Erneuerbare Energien

“Indien war lange Zeit Nachzügler, wenn es um erneuerbare Energien ging. Inzwischen hat es eines der ambitioniertesten Ausbauprogramme der Welt. Auch deutsche Expertise ist dabei gefragt”, war Anfang 2017 in den Medien zu lesen. Großkonzerne und Banken hatten das indische Potenzial für Erneuerbare Energien aber schon längst entdeckt. Nach den Bloomberg-Daten sei der Spitzenwert bei den indischen Investitionen in Erneuerbare schon 2011 mit jährlich mehr als 13 Milliarden US-Dollar erreicht worden.

Seit 2011 treffen sich Deutschland und Indien alle zwei Jahre zu Regierungkonsultationen, berichtet klimaretter.info am 29. Mai 2017. Nur zu wenigen Ländern pflege Deutschland derart intensive Beziehungen. Als Merkel 2015 nach Indien reiste, sei eine Solarpartnerschaft geschlossen worden.

Knapp eine Milliarde Euro habe Deutschland für den Klimaschutz zugesagt. Zugleich sollen laut klimaretter die Erneuerbaren-Kapazitäten massiv ausgebaut werden. Bis 2022 strebe Indien eine Kapazität von 175.000 Megawatt Erneuerbaren an, darunter 100.000 Megawatt Photovoltaik. 2030 sollen Erneuerbare 40 Prozent des Stroms liefern. Und es müsse auch künftig weiter kräftig in Erneuerbare investiert werden.

Die Entwicklungsbank KfW hat Kredite von gut einer Milliarde Euro für “Green Energy Corridors” vergeben, die den Ökostrom vom Erzeuger dorthin transportieren sollen, wo er gebraucht wird. Mindestens eine weitere Milliarde fließt im Rahmen der deutsch-indischen Solarpartnerschaft, die zum Beispiel den Ausbau von Solarzellen auf indischen Dächern fördern soll.

 

Angela Merkel: “Deutsche Kompetenzen passen gut zu meiner Vision für Indiens Transformation.” 

 

Grenzen des Wachstums für die ökologische Industrie

Die indische Euphorie für Erneuerbare Energien könnte dennoch gebremst werden. Zu den Bremsfaktoren zählen mangelnde Speicherkapazitäten, zu wenig Hochspannungsleitungen, Finanzierungsengpässe und zu wenig Fachpersonal.

Aber es geht nicht nur um fehlende Speicherkapazitäten, sondern auch um die Kosten für Speichersysteme. Die sind teuer, höchstwahrscheinlich unbezahlbar.

Noch kann Indien Schwankungen in der Energieversorgung durch seine hohe Produktion an Kohleenergie ausgleichen. Doch je höher der Anteil von Wind- und Solarstrom wird, “desto mehr muss das Land sich über Möglichkeiten Gedanken machen, die Versorgung auch durch Speichersysteme zu stabilisieren – und die sind teuer. Auch bei der Finanzierung seiner Kraftwerke ist das Land auf Kapital aus dem Ausland angewiesen. Sollten die Zinsen deutlich ansteigen oder das Vertrauen der internationalen Investoren wieder schwinden, lauern auch hier Gefahren für die Ausbaupläne.”

 

Vielleicht wäre dies eine Gefahr für die Ausbaupläne der Lobby für Erneuerbare Energien, aber ein Glücksfall für Indien und den Naturschutz.

 

Quellen:

Titelfoto: The Hindu
Foto Rieseneichhörnchen: ewi

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Pellworm

Pellworm – Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Deutschlands Hierro heißt Pellworm

Der Traum von einer autarken „grünen“ Energieversorgung ist auch für die Insel Pellworm in Deutschland ausgeträumt. Sie ereilt ein ähnliches Schicksal wie die Insel Hierro, die mit ihren etwa 7.000 Einwohnern als “grüne Trauminsel der Zukunft“ auserkoren war. Wie Fachleute vorausgesagt hatten, entpuppte sich die Idee als Alptraum für Hierro, sagte Fred F. Mueller. Nicht viel anders dürfte es den 1.200 Einwohnern auf der Nordseeinsel Pellworm ergehen, eine der zehn ärmsten Gemeinden Schleswig-Holsteins.

 

“Pellworm wird energieautark”

Etwa zeitgleich mit dem Projekt auf Hierro startete ein Pilotprojekt in Deutschland, das dazu dienen sollte, die Möglichkeit der Selbstversorgung mit Strom nachzuweisen. Nicht nur die “grünbewegten” Medien reagierten überschwänglich und mit Vorschusslorbeeren auf die Pläne.

“Pellworm wird energieautark”, lautete 2013 eine verheißungsvolle Überschrift sogar im wichtigsten Fachblatt der Ingenieure, das an dem Gelingen offenbar keinen Zweifel hegte.

Wind und Sonne liefern den Strom nicht gleichmäßig zu den Zeiten, wenn er gebraucht wird. “An jedem Tag bleiben auf Pellworm rein rechnerisch für 43 Minuten die Lichter aus oder die Melkmaschinen stehen”, schreibt die Welt. Manchmal für längere, manchmal für kürzere Zeit, aber nie berechenbar.

Die Insulaner brauchen noch Strom vom Festland und sind abhängig von Stromlieferungen über zwei 20‐Kilovolt‐Seekabel vom Festlandnetz. Der auf der Insel produzierte Strom, der nicht gleich verbraucht werden kann, lässt sich nicht vollständig speichern. Um das zu ändern, sollten Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen mit Großspeichern, Haushaltsspeichern und einer intelligenten Messtechnik ein intelligentes Stromnetz bilden, das die Menschen auf der Insel zu Selbstversorgern machen sollte.

Die nordfriesische Insel Pellworm sei ein Energiewunder, schrieb das Blatt. Auch das “Energiewunder” Feldheim, ein Ortsteil der Stadt Treuenbrietzen in Brandenburg, etwa 30 km südlich von Potsdam gelegen, zog Pellworm Besucher aus ganz Deutschland und der Welt an, um sich die Technik erklären zu lassen. Erstaunlicherweise ist Feldheim bis Heute der erste und auch nach Jahren immer noch einzige energieautarke Ort Deutschlands. In dem Dorf wird das Hundertfache des selbst verbrauchten Stroms produziert.

Pellworm produziert mit dem Bürgerwindpark, der Biogasanlage und der Fotovoltaikanlage dreimal so viel Energie, wie die 1200 Bewohner verbrauchen. Aber die dreifache Überproduktion reicht nicht aus, und den Strombedarf der Insel zu decken. Es fehlen für eine zuverlässige Stromversorgung drei Prozent. Nur drei, aber entscheidende Prozent.

 

Optimale Bedingungen auf Pellworm

Die Insel Pellworm wurde als ein idealer Standort für den Aufbau und den Betrieb eines intelligenten Stromnetzes ausgewählt. Dort bläst nicht nur ein kräftiger Wind. Auch die Bevölkerung stehe hinter dem Projekt. Sie unterstütze zu 75 Prozent die erneuerbaren Energien und den dafür notwendigen Ausbau des Stromnetzes, sagt ingenieur.de. Die Insel habe schon 1983 den damals größten Solarpark Europas gebaut. Die Erweiterung durch Windräder habe 1989 das europaweit größte Hybridkraftwerk geschaffen, das die Energie aus Sonne und Wind nutzt.

Als Knackpunkt der Energie-Selbstversorgung Pellworms nennt die Welt ein Problem, das in einem kürzlich veröffentlichten Ergebnispapier nur nebenbei erwähnt wurde. Demnach werden nur 97 Prozent des Verbrauchs auf Pellworm aus vor Ort erzeugter Erneuerbarer Energie gedeckt.

Das Gelingen der autarken Energieversorgung schien nur an einer rechnerischen Kleinigkeit von drei Prozent zu scheitern. Und so kamen clevere Geschäftsleute und Ingenieure, unterstützt vom Bürgermeister der armen Gemeinde, auf die Idee, mit Hilfe von Smart Grids und einem Finanzierungsvolumen von 12 Millionen Euro die lokalen Stromspeicher, Großspeicher und Haushaltsspeicher miteinander zu vernetzen, damit Pellworm energieautark werden konnte. Das Projekt erhielt den Namen “SmartRegion”, eines von Dutzenden Forschungsprojekten seiner Art im Land.

Vorsichtiger und offenbar vorausschauender als die begeisterten Politiker und Medien formuliert aktuell der Projektpartner HanseWerk AG, E.on-Tochter und einer der größten regionalen Energiedienstleister in Deutschland, das Ziel des Projekts auf seiner Homepage: “Das Projekt wird zeigen, inwieweit die Abhängigkeit von Festlandstrom gesenkt werden kann.”

 

Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt

Trotz optimaler Bedingungen scheint das Projekt SmartRegion ein vorzeitiges Ende gefunden zu haben. Das Ergebnis des Versuchs lautet kurz und bündig: Das Ziel der Autarkie wurde verfehlt. E.on habe das Projekt abgeschlossen und werde bald weiterziehen, berichtet die Welt. Zurück bleibe eine Insel, der große Hoffnungen und Versprechungen gemacht wurden, die sich ganz und gar nicht erfüllt haben.

 

12,5 Millionen für das Projekt Pellworm – ein Werbeschlager

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ wählte das Projekt SmartRegion in einem bundesweiten Voting zum Publikumssieger 2014. Ein Filmteam der Initiative hat Pellworm besucht und ein Interview mit dem Projektleiter Dieter Haack gedreht.

 

Insgesamt flossen nach Angaben von Hansewerk mehr als 12 Millionen Euro in das Projekt SmartRegion Pellworm. Rund ein Drittel bezahlte das Bundeswirtschaftsministerium. Das Projekt sollte neue Wege für eine umweltfreundliche und marktorientierte Elektrizitätsversorgung aufzeigen. In politisch korrekter Förderantragssprache heißt es, dass auf Basis erneuerbarer Energien und mit Hilfe hybrider Speichertechnologie gezeigt werden soll, dass deutlich mehr von der vor Ort erzeugten, CO²-freien Energie auch vor Ort verwendet werden kann.

Zu den Projektpartnern gehören: Hansewerk (E.on-Tochter), Schleswig-Holstein Netz AG, Fachhochschule Westküste, Fraunhofer-Institut, Saft Group, IFHT RWTH Aachen, Gustav Klein, Gemeinde Pellworm.

 

Die Ausführung

Der Energiekonzern E.On und die Schleswig-Holstein Netz AG sollten ein Speichersystem errichten und sämtliche Stromanschlüsse der Insel über Datenverbindungen mit den Windkraft- und Photovoltaikanlagen koppeln. Auf diese Weise sollte der zu viel erzeugte Strom direkt in große Speicher mit Lithium-Ionen- und Redox-Flow-Batterien oder dezentrale Haushaltsspeicher fließen. Regelbare Ortsnetz-Transformatoren sollten die spezielle Leistungselektronik und das Energiemanagementsystem steuern. Das Energiesystem sollte besser genutzt werden und dadurch leistungsfähig sowie bezahlbar bleiben, erklärt Matthias Boxberger, Vorstand der Schleswig-Holstein Netz AG, gegenüber dem Informationsdienst Bine.

Die Träume reichten weit. Selbst der in den Batterien von Elektromobilen gepeicherte Strom sollte laut ingenieur.de mit Hilfe der Vernetzung ins Netz eingespeist werden können.

 

Was blieb den Pellwormern außer einer Desillusionierung?

Die Pellwormer stellten für das Projekt ein Grundstück zur Verfügung. Sie ließen in ihren Häusern Strommessgeräte, Stromspeicher und Stromzähler einbauen, die inzwischen wieder abgebaut wurden. E.on hat sich bei den Kunden recht herzlich bedankt – das war’s für Pellworm. Kein einziger Arbeitsplatz ist für die Inselbewohner entstanden. Die Handwerksarbeit wurde während des Projekts an Betriebe auf dem Festland vergeben, berichtet die Welt. Die Softwareentwicklung und Auswertung der Messdaten hätten beteiligte Projektpartner etwa an der Universität in Aachen oder im Fraunhofer-Institut übernommen.  Über die zukünftige Nutzung der weißen Batteriecontainer wollen die HanseWerk-Manager erst Ende des Jahres entscheiden.

Die Insel drohe auszusterben, sagt Bürgermeister Feddersen. In seiner Verzweiflung träume er von der Energiezukunft seiner Insel. Zum symbolischen Preis von einem Euro würde die Gemeinde die Batterieanlage übernehmen, sagt er der Welt. Gemeinsam mit der Fachhochschule im benachbarten Heide möchte er dann an einer wirklich autarken Energieregion forschen.

 

Die Karawane zieht weiter

Das auf Hierro realisierte Projekt betrachtet der Wissenschaftsjournalist Fred F. Müller als typisch für so viele Vorhaben, die von angeblich „grünbewegten“ Geschäftemachern mit reichlich zur Verfügung gestellten öffentlichen Geldern durchgezogen und von ihren Handlangern in den Medien über den grünen Klee gelobt werden. “Es werden große Versprechungen gemacht, satte Förderungen eingestrichen und wunderschön anzusehende nagelneue Installationen in die Landschaft geklotzt.” Die Initiatoren erhalten reichlich Gelegenheit, sich und ihre Rolle bei dem Vorhaben effektvoll in Szene zu setzen, sagt er. Und nachdem alles abgegrast und der Zweck erfüllt ist, zieht die Karawane weiter. Das weiß spätestens jetzt auch Pellworm.

 

Quellen:

Foto: http://www.smartregion-pellworm.de


Ruhrkultour Leseempfehlung:

Versand kostenfrei. Der Ingenieur Michael Limburg und der Wissenschaftsjournalist Fred F. Mueller erklären in einfachen, auch für Laien leicht verständliche Weise, wie unser Stromversorgungssystem funktioniert.

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Kurioser Feiertag: “Weltwindtag”

Seit 2007 steht der 15. Juni ganz im Zeichen des Windes bzw. der Windkraft, die man mit dem heutigen, weltweit begangene Global Wind Day (deutscher Weltwindtag oder Weltwind-Tag oder Welttag des Windes) in den Fokus der Öffentlichkeit rückt. Eigentlich wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen laut Resolution 66/127 als Welttag gegen die Misshandlung älterer Menschen erklärt. “Die Windlobby eignet sich diesen Tag an, wodurch sie es an Respekt für die älteren Menschen fehlen lässt”, sagt “Friends against Wind“.

Rund um den 15. Juni finden jährlich international Events wie Windparkfeste, Tage der offenen Tür oder Informationsveranstaltungen rund um die Möglichkeiten der Windkraft als alternativer Energielieferant statt. Das Projekt www.kuriose-feiertage.de hat kuriose Feiertage in einer Übersicht gesammelt, wozu es auch den Weltwindtag zählt: “Und natürlich darf hier auch ein passender Eintrag in der Sammlung der kuriosen Feiertage aus aller Welt nicht fehlen.” Zu den kuriosen Feiertage gehören auch der International Towel Day (25. Mai) oder der International Talk like a Pirate-Day (19. September).

Der Weltwindtag ist nicht nur kurios und respektlos gegenüber älteren Menschen, er hätte sich auch einen Eintrag als “Weltwindschwindeltag” verdient. “Friends against Wind”: “Am 15. Juni werden Desinformationsagenten in der ganzen Welt im Einsatz sein, um uns einzureden, dass Windkraftanlagen nützlich, billig, ungefährlich für Vögel und Menschen, gut für Immobilien, ideal für Tourismus und Wirtschaft sind.”

Dieser Comic von Josh, www.cartoonsbyjosh.com, zeige, warum Windkraftanlagen Schwindel sind:

energiewende

  • Windkraftanlagen erzeugen gefährlichen Infraschall
  • Windkraftanlagen töten Vögel und Fledermäuse
  • Windkraftanlagen lassen Immobilien an Wert verlieren
  • Windkraftanlagen vernichten den Tourismus
  • Windstrom ist dreimal teurer
  • Windkraftanlagen machen den Strom unerschwinglich
  • Windkraftanlagen vernichten Arbeitsplätze

http://de.friends-against-wind.org/

Autor des © Comics: Josh
J
osh gestattet die Veröffentlichung seiner Comics auf nicht-kommerziellen Internetseiten, sofern ein Link zu seiner Seite hinzu gefügt wird: www.cartoonsbyjosh.com

Josh: Most of the cartoons are posted on the BishopHill blog and are included in the Cartoons by Josh Calendar. The cartoons also regularly appear on Watts Up With That.

Ein wunderbares Geschenk: Josh Calendar. The Cartoons by Josh Calendar has cartoons from the past year, mostly on Energy, Environment and Climate Change topics but also some political cartoons and caricatures. The 2017 Calendar is in progress and I will be setting up an order page here. http://cartoonsbyjosh.co.uk/calendar  The calendar is 28 x 44 cms (A3) in size, spiral bound with a hanger, and beautifully printed on 170gsm silk paper.

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1998 – 2016 Was ist vom Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung geblieben?

Im Jahr 1998, als der Bestand an Windkraftanlagen weniger als ein Viertel des heutigen Bestandes betrug, der Durchmesser neu errichteter Windkraftanlagen meist unter 50 Meter lag, einige Windräder aber schon 120 Meter hoch waren, entschieden sich mehr als 100 Hochschullehrer und Schriftsteller, gegen gegen den Ausbau der industriellen Windenergienutzung zu protestieren. Sie verfassten das “Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland” und stellten es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Die Unterzeichner richteten ihre Warnungen an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

Heute, nach 18 Jahren, wissen wir, dass sich der öko-industrielle Komplex nicht im geringsten für die negativen Folgen des forcierten Ausbaus von Windkraftanlagen interessiert. Selbst technisch kaum lösbare Probleme wie die Speicherung und Finanzierbarkeit des Zufallsstroms werden nicht diskutiert. Konzernbosse, auch die von Energie-Konzernen, unterschätzten das aggressive Potenzial der Grünen, der im Grunde deutschnationalen grünen Weltverbesserer, die Deutschland partout als Vorreiter in der Welt sehen wollen. Das Potenzial hat sich als eine explosive, zerstörerische Mischung aus Ideologie, Inkompetenz, Selbstüberschätzung, Macht- und Geldgier erwiesen. Zur Zerstörung der Umwelt kommt die Zerstörung einer funktionierenden Stromversorgung hinzu, die in der Deindustrialisierung Deutschlands und damit beim Verlust des Wohlstands münden wird. Die Deindustrialisierung ist bereits im Gange.

Die Ignoranz betrifft die Zerstörung der Landschaft ebenso wie die Gefährdung der Gesundheit, den Raubbau an Ressourcen, den Massentod von Zugvögeln, Greifvögeln und Fledermäusen, den Infraschall, das Entsorgungsproblem oder auch die ökologische Wüste, die von der Windindustrie außerhalb Deutschlands, in den Abbaugebieten von Neodym hinterlassen wird. Eon-Chef Teyssen sagte: “Ich glaube, die Atomlobby ist gegen das, was da läuft, ein reiner Mädchenchor gewesen.”

Das Darmstädter Manifest zeigt, dass offenbar nicht nur die Atomlobby ein Mädchenchor gewesen ist. Die Argumente der Windkraftgegner sind inzwischen durch glaubwürdige Quellen belegbar, aber ihr Chor ist zu sanft, wie der Rückblick auf 1998 zeigt. Das Darmstädter Manifest hat vor den Folgen der ständig wachsenden Zahl von Windkraftanlagen gewarnt. Ihre Zahl hat sich inzwischen mehr als vervierfacht. Die Unterzeichner kritisierten:

  • Die fortschreitende Zerstörung der Landschaft und des kulturhistorisch gewachsenen
    Erscheinungsbildes im Umfeld von Städten und Dörfern,
  • unzumutbare Belastungen für die Menschen,
  • große Immobilienwertverluste,
  • die Gefährdung der Tierwelt,
  • die Förderung einer Technologie, die für Energieversorgung, Ressourcenschonung und Klimaschutz völlig bedeutungslos ist,
  • die Vergeudung öffentlicher Fördermittel, die “wesentlich wirksamer zur Effizienzsteigerung der Kraftwerke, zum rationellen Energieverbrauch und zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung im Energiebereich eingesetzt” werden könnten.

Die Unterzeichner forderten, dass der “Windkrafttechnologie alle direkten und indirekten Subventionen
entzogen werden” müssen. “Da wir zu dieser verhängnisvollen Entwicklung nicht mehr schweigen dürfen, wollen wir mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland an die Öffentlichkeit treten und wenden uns vor allem an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.

“Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland”, 1998

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1998 gab es in Deutschland 6.205 Windkraftanlagen

Der Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland begann 1982 mit der Errichtung der ersten privaten netzgekoppelten Windenergieanlage (WEA) von Dietrich Koch in Mettingen, eine 20 kW-Anlage. Der eigentliche Boom der Windenergie erfolgte jedoch erst ab 1991. Die Grundlage für die positive Entwicklung der Windenergienutzung in Deutschland bildete das unter der CDU/FDP Regierung, mit breiter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien, verabschiedete Stromeinspeisungsgesetz (StrEG). Es verpflichtete die Stromkonzerne zur Aufnahme des sauberen Stroms aus erneuerbaren Energien und schrieb für Windstrom eine Mindestvergütung von 90% „des Durchschnittserlöses je Kilowattstunde aus der Stromabgabe von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) an alle Letztverbraucher“ vor.

Windkraftindustrie 2010 vor dem Kollaps?

2010 befand sich der deutsche Markt für Onshore-Windkraftanlagen nach Angaben des Bundesverband Windenergie (BWE) wieder auf dem Niveau von 1999. Als Grund für den Einbruch des Onshore-Marktes nannte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Spätfolgen der Finanzkrise für Großprojekte und Unsicherheiten bei Netzanforderungen an Windenergieanlagen. Hinzu kam nach Ansicht des BWE, dass trotz neuer Flächenausweisungen in einigen Bundesländern die Räume für Neuanlagen weiter beschnitten würden und Abstandsregelungen und Höhenbegrenzungen einen effizienten Ausbau der Windenergie an Land verhinderten.

Trotz der inzwischen 21.000 Windenergieanlagen waren 2010 deren Erträge nach Zahlen des BWE die schlechtesten seit mindestens 17 Jahren. Windjahre 1993 bis 2010Die Daten beruhen auf den Ertragsmeldungen von Windenergieanlagen-Betreibern. Die Gründe sind laut heise.de unklar. Dafür kommen Netzprobleme, technisch bedingte Stillstände, Abschaltungen wegen Netzüberlastung und zu wenig Wind in Frage, Aufschlüsse darüber gibt es laut heise.de allerdings nicht.

BWE und VDMA hätten jedenfalls die Gelegenheit genutzt, einen Umbau der europäischen Netze für die Integration der erneuerbaren Energieträger zu fordern, berichtet heise.de am 26.01.2011. Außerdem hätten sie ausdrücklich vor der von der Bundesregierung über die vom deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger betriebene Harmonisierung der Fördersysteme in der Union gewarnt (Werden Kohlekraftwerke unrentabel?).

Fukushima – die Rettung der Windindustrie?

Am 11.03.2011 kam der Windindustrie der rettende Zufall zu Hilfe: Ein Tsunami zerstörte ein japanisches Kernkraftwerk. Dies war der Anlass für ein propagandistisches Meisterwerk der Öko-Industrie und ihrer Lobby. Sie starteten mit Unterstützung grüner Politiker ein wahres Trommelfeuer gegen die Risiken und die angebliche Unbeherrschbarkeit der Kernenergie. Der Propagandaflut musste ein großer Teil der Bevölkerung mit ohnmächtiger Wut zusehen, oder er erlag ihr.

roth_fukushimaVor Lügen schreckten fanatisierte Kernkraftgegner und die Windkraft-Lobby nicht zurück. 16.000 Tote seien durch den Unfall des Kernkraftwerks in Fukushima zu beklagen, behauptete Claudia Roth sogar noch 2013, obwohl ihr bekannt gewesen sein dürfte, dass kein einziger Mensch durch den Unfall des Kernkraftwerks, sondern durch einen gigantischen Tsunami ums Leben gekommen war.

Die Unwahrheit wurde über die Medien verbreitet, die zu einem großen Teil immer noch durch Tschernobyl verängstigte Bevölkerung fiel auf Claudia Roth herein, die ihre falsche Behauptung bis Heute nicht widerrufen hat. Am 30. Juni 2011 trug die Öko-Industrie den (vorläufig) endgültigen Sieg über die Bundeskanzlerin und die Bevölkerung davon: Der Bundestag beschloss in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit (513 Stimmen) das „13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“, das die Beendigung der Kernenergienutzung und Beschleunigung der Energiewende regelt.

Ende 2015 gab es in Deutschland 26.494 Windkraftanlagen.

Statista_Onshore_Windenergieanlagen_in_Deutschland_2000_bis_2015Seit dem Darmstädter Manifest sind 20.000 Windkraftindustrieanlagen hinzu gekommen. Sämtliche Warnungen von Fachleuten wie von Geschädigten über die negativen Folgen der immer höher, inzwischen bis auf 230 Meter gewachsenen Windkraftindustrieanlagen wurden in den letzten 18 Jahren von der Öko-Lobby ignoriert. Es ist dieser Lobby tatsächlich gelungen, große Bereiche der Landschaft und die Lebensqualität nachhaltig zu ruinieren und den Prozess der Zerstörung mit Unterstützung durch die an der Regierung beteiligten Parteien kaum behindert fortsetzen zu dürfen. Droht dem öko-industriellen Komplex irgendeine Einschränkung, ist das Geschrei riesengroß.

Er besteht auf Subventionierung ihres Geschäfts, jährlich derzeit etwa 25 Milliarden Euro. Eine der Kernaussagen des Manifestes: “Es wird eine Technologie gefördert, ohne deren Wirksamkeit und Folgen hinreichend abzuschätzen”, charakterisiert die rücksichtslose Marschroute des öko-industriellen Komplexes noch Heute. Um Klimawandel und Reduzierung der CO2-Emissionen geht es dem öko-industriellen Komplex nicht, sondern um die finanzielle Unterstützung eines Wirtschaftszweiges, der die Ideologie erfolgreich als Stilmittel nutzt, um sich als neue “Schlüsselindustrie” zu etablieren. NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der sich als “Klimaschutzminister” titulieren lässt, sagt: “Die Windenergie ist eine Schlüsselindustrie in NRW und schafft wirtschaftliches Wachstum.” Durch diese neue “Schlüsselindustrie” ist der Prozess der Deindustrialisierung nicht aufzuhalten, denn Windkraft- und auch Photovoltaik-Anlagen können Chinesen schneller und billiger bauen.

Der NRW-Umweltminister hält Proteste, die gegen den Windkraft-Ausbau gerichtet sind, für Einzelfälle. Er benennt “Sorgen um den Wertverlust des Hauses in der Nähe einer Windkraftanlage, die Sorgen vor Belästigung durch Lärm oder Schlagschatten”, aber die seien meist lösbar, sagt er. Kein Protest, keine Unterschriftenaktion, nichts kann ihn von seiner Meinung abbringen: “Die Mehrheit der Menschen in NRW trägt die Entscheidung, die Energiewende dezentral mit erneuerbarer Energie zu vollziehen. Kurz gesagt: Energie aus der Region für die Region. Das ist unsere Geschäftsgrundlage.”

Dass es eine dezentrale Energieversorgung im Sinne autarker Stromversorgung nicht geben kann, sondern die Energiewandler untereinander vernetzt sind, sagt er nicht. Und dass die Bevölkerung kein Geschäft mit Herrn Remmel betreibt, übergeht er ebenfalls. Herr Remmel ist der Umweltminister und durch eine demokratische Wahl zum Amtsinhaber geworden, somit der Bevölkerung gegenüber verantwortlich, er ist nicht ihr Geschäftspartner. Folgt man aber Herrn Remmels Denkschema, dann fehlt dem Remmel-Geschäft auf jeden Fall die Unterschrift des Geschäftspartners. Somit wäre das Geschäft ungültig.

Der Widerstand gegen den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen wächst, aber er ist den anti-atomkraft-kampferprobten, inzwischen etablierten Grünen vielleicht lästig, motiviert sie aber nicht, den Weg des Windwahns zu verlassen. Der Widerstand ist einfach viel zu leise. Noch immer.

Das Darmstädter Manifest ist fast in Vergessenheit geraten, aber es gehört zu den wichtigen Dokumenten, die Generationen nach uns belegen werden, dass das Wissen von Fachleuten und Hochschullehrern in einer geschichtlich bedeutenden Phase um die Jahrtausendwende nichts gegen die geballte Macht einer gierig-dumpfen Öko- und Klimaschutz-Religion ausreichte, um den ökologischen, sozialen und finanziellen Niedergang Deutschlands zu verhindern.

Faina Faruz

http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

Grafik: http://fundstueckedesinternets.de/banken-experiment-affen-schlagen-die-deutschen-bei-der-geldanlage/

 

Quellen:

  • http://www.bund-lemgo.de/download/zahlen-fakten-windenergie-bwe-info.pdf
  • http://www.heise.de/tp/news/Weniger-Windenergie-2010-2115026.html
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Mister Spock und die Denkschule der Energiepolitik

Eine Nachlese zur Sonnenfinsternis am 20.03.2015:

Am 16.03.2015 veröffentlichte Agora Energiewende folgende Pressemeldung:

“Studie: Das Stromsystem muss mit Situationen, wie sie am 20. März nur ausnahmsweise auftreten können, in 15 Jahren regelmäßig zurechtkommen.  Die Sonnenfinsternis lässt sich bewältigen, weil sich die Stromnetzbetreiber frühzeitig vertraglich mit schnell zu- und abregelbarer Stromerzeugung ausgestattet haben. „Wenn das heutige, vergleichsweise inflexible Stromsystem die Sonnenfinsternis meistert, dann wird das Stromsystem des Jahres 2030 mit vergleichbaren Situationen spielend zurechtkommen”, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende, die wahrscheinlich einflussreichste Denkschule der Energiepolitik in Deutschland. „Denn im Rahmen der Energiewende muss das Stromsystem ohnehin deutlicher flexibler werden.”

Auf diese Mitteilung sah sich unsere Medienlandschaft genötigt, folgende Botschaften unter das geneigte Volk zu streuen.

Tagesschau:

Sonnenfinsternis und die Stromnetze Je schlechter das Wetter, desto besser
Bei der partiellen Sonnenfinsternis morgen werden in Deutschland bis zu 80 Prozent der Sonne durch den Mond abgedeckt sein. Genau das könnte das Stromnetz ins Wanken bringen. Eine entscheidende Rolle spielt das Wetter. Doch warum?

Die Welt:

Sonnenfinsternis beamt Stromnetze ins Jahr 2030
Wenn sich am Freitag die Sonne verdunkelt, bricht die Solarstrom-Versorgung ein. Es ist, als ob 15 Kraftwerke abgeschaltet werden. Ein absoluter Extremfall – und eine Generalprobe für die Zukunft.

FAZ:

Blackout durch Sonnenfinsternis?
Die Sonnenfinsternis am 20. März wird für die Stromnetzbetreiber zur Herausforderung, denn es kann zu enormen Netzschwankungen kommen.

usw. usw.

Auf den nächsten Seiten werde ich versuchen, nachzubilden, was tatsächlich geschah.

Abb.1

Bild 1: Viertelstündlicher Verlauf der Einspeisung von Wind und Solarenergie. (Zur Vergrößerung bitte das Bild anklicken!)

Bild 1 zeigt den viertelstündlichen Verlauf der Einspeisung von Wind und Solarenergie.

Für den Zeitraum zwischen 9:30 Uhr und 10:30 Uhr zeigt sich ein negativer Gradient von -6.121 MW.

Ab 10:30 Uhr bis 12:00 Uhr ergibt sich ein positiver Gradient von beachtlichen 13.759 MW.

Abb.2

Bild 2: Verlauf der Last, sowie der Einspeisung von Wind.- und Solarenergie

Vergleicht man die Solareinspeisung im Kontext mit der Netzlast des Tages, zeigt die braune Fläche (Bild 2), dass diese Schwankung der Solarenergie, locker von den fossilen und Kernkraftwerken kompensiert wurde. Die Windenergie stellt für diesen Zeitraum im Prinzip einen Totalausfall der ca. 25000 Windkraftanlagen dar.

Für mich stellt sich die Frage, welchem Stresstest wird unsere elektrische Energieversorgung im Alltag unterzogen?

Abb.3

Bild 3: Ausgewählte Tage im Jahr 2015

Aus diesem Grunde werden die folgenden Tage im noch jungen Jahr 2015 ausgewählt. Diese Tage zeigen, dass hier von Agora wieder mal aus einem Furz, einen Donnerschlag produziert wurde (Bild 3).

 

Anmerkung: Da zur Zeit EEX die Netzbetreiber und Entso-E ihre veröffentlichten Daten neu strukturieren, werden die Daten der Last(Load), ab März als Viertelstundenwerte dargestellt.

 

Abb.4

Bild 4: Veränderung von Einspeisung Wind + Solarenergie und Last, sowie Addition der selben

Errechnet man die stündliche Veränderung der Einspeisung von Wind und Solarenergie (rote Säule) und die Veränderung der Last (braune Säule), sowie die Addition von Wind Solar + Last (blaue Fäche), ergibt sich folgendes Bild (Bild 4):

 

 

Fazit:

Ich kann nicht erkennen, was für ein außergewöhnliches Ereignis für das deutsche Stromnetz stattgefunden hat. Viel interessanter wäre es gewesen, wie das deutsche Netz ohne die verlässlichen, aber medial verteufelten fossilen und Kernkraftwerke reagiert hätte, da der Wind einen Totalausfall war.
Herr Wetzel von der Welt konstatierte, dass das deutsche Stromnetz in das Jahr 2030 gebeamt wurde. Vielleicht hätte man das Team von Agora Energiewende in das Jahr 2030 beamen müssen.
Dies hätte mir sicherlich einen entspannten Fernsehabend an diesem Samstag ermöglicht. In diesem Sinne:

Abb.5

mit freundlichen Grüßen

Rolf Schuster

 

Quellen:

Dieser Beitrag erschien unter unter dem Titel “Was haben Mister Spock und Agora Energiewende gemeinsam?” unter anderem auch in EIKE.

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Wildwuchs für Windkraftanlagen droht nach Urteil des OVG Schleswig bundesweit!

Ein Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Schleswig sollte man sich genauer ansehen, weil es, wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sagt, im Ergebnis zu mehr #Windenergie, nicht zu weniger führen wird. Albig: “Es wird keinen Planungsstopp geben. Das Urteil stärkt die Investoren, denn wir haben jetzt mehr Flächen für Windkraftanlagen zur Verfügung. Wir werden das Urteil des OVG sorgfältig analysieren und die notwendigen rechtlichen und planerischen Schlussfolgerungen ziehen.”
Dieses Urteil zeigt aber auch, dass die Argumentation von Kommunen, durch Ausweisung von Flächen dem Bauwahn zuvorkommen zu wollen, im Grunde nichts anderes als vorauseilender Gehorsam ist. Die Privilegierung privater Wirtschaftsunternehmen zu Lasten anderer ist ein Kernproblem des demokratischen Verständnisses kommunaler Souverätität, zu deren Gewährleistung sich die Staaten in der Europäischen Union 1985 in der Europäischen Charta der kommunalen Selbstverwaltung verpflichtet haben. Wäre es nicht die Pflicht der Kommunen, den Erhalt der kommunalen Souveränität von der Regierung einzufordern?

http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Oberverwaltungsgericht-kippt-Windkraftplanung-,windkraft530.html
► Der Wind, der Bund, das Land und die Kommunen: http://ruhrkultour.de/der-wind-der-bund-das-land-und-die-kommunen/
Oberverwaltungsgericht für das Land Schleswig-Holstein, Aktenzeichen: 1 KN 6/13 u.a., 1 KN 74/13, 1 KN 75/13

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Unbequeme Wahrheiten bei der Energiebilanzierung

Unbequeme Wahrheiten bei der Energiebilanzierung

Wind und Solar – nichts als Vergeudung von Energie und Ressourcen

Die Energiewende hat uns zigtausende gigantischer, bis 200 m hohe Windkraftwerke beschert. Manche dieser Monster wiegen bis zu 10.000 Tonnen. Angesichts dieses riesigen Materialeinsatzes muss man sich fragen, ob dieser Aufwand auch tatsächlich Sinn macht. Schließlich muss für Herstellung, Errichtung und Betrieb solcher Anlagen Energie investiert werden. Die interessante Frage ist nun, ob die Anlage im Laufe ihres Betriebes die darin investierte Energie auch wieder zurückliefert. Die klare Antwort lautet: Wind- und Solarkraftwerke sind Energiesenken, deren Bau und Betrieb mehr Ressourcen verzehrt, als sie jemals zurückliefern können.

In der Biologie gibt es schon lange den Begriff „Energieerntefaktor“. Damit beschrieb der amerikanische Forscher Charles Hall das Verhältnis zwischen dem energetischen Aufwand, den ein Raubtier treiben muss, um seine Beute zu fangen und zu töten, und dem Nutzen in Form von Energie, die es aus dem Verzehr dieser Beute ziehen kann. Ist die Beute zu klein oder der Jagdaufwand zu groß, dann wird dieser Erntefaktor negativ, d.h. der Räuber muss bei dieser Aktion einen Teil seiner im Körper gespeicherten Energiereserven zuschießen und erleidet einen entsprechenden Substanzverlust. Bei einem oder zwei Jagdversuchen mag das noch gut gehen, doch wenn es nicht gelingt, im Durchschnitt aller Jagden mehr Energie zu „erbeuten“ als verbraucht wurde, dann gehen die Reserven über kurz oder lang zu Ende und das Tier wird sterben. Für den Erntefaktor wird häufig auch der englische Fachbegriff EROEI (Energy Returned On Energy Invested) verwendet.

Der Erntefaktor eines Kraftwerks.

Bild 1: Der Erntefaktor eines Kraftwerks.

Nachdem Hall dieses Konzept erstmals auch für die Beurteilung von Kraftwerken verwendete, wird es inzwischen umfassend zur Charakterisierung der unterschiedlichsten Kraftwerkstypen angewandt [FEST, MERK]. Man bilanziert damit faktisch die in Bau, Betrieb und Rückbau sowie in die Beschaffung des Brennstoffs investierte Energiemenge einerseits und die in Form von Strom zur Verfügung gestellte Energiemenge andererseits, Bild 1.

Zu Bild 1. Der Erntefaktor eines Kraftwerks. Die Brennstoffbereitstellung (Förderung, Aufbereitung, usw.) findet normalerweise außerhalb des eigentlichen Kraftwerks statt, wird aber fairerweise zur investierten Energie hinzugerechnet (Grafik: [FEST])

Konventionelle Kraftwerke im Plus

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Bild 2: Vergleich der Energieerntefaktoren verschiedener konventioneller Kraftwerke (Daten: [FEST])

Die hier aus einer Publikation des Instituts für Festkörper-Kernphysik in Berlin übernommenen Daten basieren auf einer begutachteten internationalen Publikation von Weissbach et al. im Fachmagazin Energy (Band 52, April 2013, Seite 210-221) [WEISS]. Die Autoren fanden sowohl für fossile Kraftwerke als auch für Kernkraftwerke hohe positive Erntefaktoren zwischen 28 und 107, Bild 2. Die einzige Ausnahme betrifft den Einsatz von Biogas zum Betrieb eines Gas-und-Dampf-Kombikraftwerks. Hier wird aufgrund der hohen Aufwendungen zur Bereitstellung des Brennstoffs lediglich ein Erntefaktor von 3,9 erreicht. Obwohl dies vordergründig positiv erscheint, ist es dennoch bei weitem nicht ausreichend. Die Begründung hierfür folgt weiter unten.

Kraftwerke mit Speicherbedarf

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Bild 3. Erntefaktoren verschiedener wetterabhängiger Kraftwerkstechnologien sowie die Auswirkungen einer Speicherung (Daten: [FEST])

Kraftwerke, deren Leistungsabgabe nicht exakt dem jeweiligen Bedarf angepasst werden kann, gehören in eine gesonderte Gruppe, da ihre momentan nicht benötigte Produktion in irgendeiner Form gespeichert werden muss. Neben den „klassischen“ EE-Kraftwerkstechnologien wie Wind- und Solarkraftwerke zählen hierzu auch Laufwasserkraftwerke, deren Produktion vom aktuellen Wasserangebot im Fluss abhängt und entsprechenden Schwankungen unterliegt. In jedem Fall müssen bei der Betrachtung des Erntefaktors der Aufwand für die Errichtung und den Betrieb der Speichereinrichtungen sowie die bei der Speicherung auftretenden Verluste mit berücksichtigt werden. Eine Aufstellung der Erntefaktoren bei Kraftwerkstypen, die Speicherung erfordern, zeigt Bild 3.

Bezüglich der durch die Speicherung zu überbrückenden Zeiträume unterscheidet man zwischen Speicherung über kurze Zeiträume – typischerweise im Tagesrhythmus wie beispielsweise bei Solarkraftwerken, die nachts keinen Strom liefern – und längerfristigem Speicherbedarf, wenn saisonale Schwankungen beispielsweise aufgrund unterschiedlicher Wasserzuflüsse z.B. im Hochgebirge berücksichtigt werden müssen. Letzteres geht fast nur beim Betrieb von Talsperren, deren großes Volumen als Speicher genutzt werden kann. Dieser Aufwand ist bereits in den Baukosten berücksichtigt. Eine saisonale Speicherung z.B. von Solarenergie über Monate hinweg ist aufgrund des schwachen Aufkommens im Winter weder technisch noch ökonomisch realisierbar, nicht zuletzt auch deshalb, weil es weder in Deutschland noch in den unmittelbaren Nachbarländern die topologischen Voraussetzungen für die Errichtung solch riesiger Speichervolumen gibt. Für alle anderen von EE-Befürwortern häufig vorgeschlagenen Speichertechnologien wie Druckluftspeicherung, Wasserstoffproduktion bzw. Methangassynthese („Windgas“) oder Batteriespeicherung gilt, dass sie aufgrund hoher Anlagenkosten sowie geringer Wirkungsgrade den Erntefaktor nochmals erheblich reduzieren.

Erntefaktor 1: Dahinvegetieren am Existenzminimum

Bei der Betrachtung der hier ermittelten Zahlen für die verschiedenen Arten der Gewinnung „erneuerbarer“ Energien könnte vordergründig der Eindruck entstehen, dass die Ergebnisse zwar nicht berauschend, aber dennoch positiv sind und es demnach nur eine Frage der Installation genügend großer Kapazitäten ist, um letztlich den Energiebedarf unserer Gesellschaft mithilfe von z.B. Sonne- und Windkraftwerken zu decken. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn für einen tatsächlich positiven Beitrag zur Energiebilanz bedarf es in unserer modernen Gesellschaft eines sehr viel höheren Erntefaktors als 1. Warum das so ist, kann man leicht anhand des Raubtier-Beispiels nachvollziehen. Ein Erntefaktor von 1 würde bedeuten, dass dieses Tier ständig am Rande des Hungertodes entlang vegetiert und keine Möglichkeit hat, seine Reserven für Notzeiten aufzustocken. Für Tiere, die beispielsweise Winterschlaf halten müssen, wäre dies das Todesurteil. Ein wesentlich höherer Erntefaktor als 1 wird auch benötigt, um Junge zeugen und aufziehen zu können. Ohne dies wäre die Art innerhalb kürzester Zeit zum Aussterben verurteilt.

Unsere Zivilisation erfordert Erntefaktoren von mindestens 14

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Bild 4 Je komplexer und technologisch hochstehender eine Gesellschaft ist, desto höher muss der Erntefaktor EROEI der zur Energiegewinnung eingesetzten Technologien sein. Blaue Werte sind veröffentlicht, gelbe sind zunehmend spekulativ (Grafik: [MERK])

Beim Menschen mit seiner komplexen und energieintensiven technischen Zivilisation sowie der außerordentlich hohen Aufwendungen, die wir beispielsweise in die Ausbildung unseres Nachwuchses investieren, sind entsprechend höhere Erntefaktoren zu berücksichtigen [MERK].

Deshalb muss ein Energiesystem einen Überschuss erzeugen, der groß genug ist, um damit Nahrung sowie alle Dinge des täglichen Bedarfs produzieren zu können.

Darüber hinaus müssen auch die Ressourcen für die Errichtung von Gebäuden und Infrastruktur sowie den Betrieb von Spitälern und Universitäten bereitgestellt werden, und letztlich ist auch noch der Aufwand für die kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung zu decken. Technologisch hochstehende Zivilisationen wie die in Europa, Japan, China oder in den USA erfordern einen minimalen Erntefaktor von 14, Bild 4 und Tabelle 1.

Tabelle1

 

Die heute verfügbaren Wind- und Solarenergieanlagen sind demnach energetische „schwarze Löcher“, in denen vorhandene fossile Ressourcen sinnlos vergeudet werden. Je mehr man davon errichtet, desto grösser der Schaden.

Fred F. Müller

Quellen:
[FEST] http://festkoerper-kernphysik.de/erntefaktor
[MERK] http://www.windland.ch/wordpress/
[WEISS] http://dx.doi.org/10.1016/j.energy.2013.01.029

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Jahresabschlüsse von Windkraftanlagen könnten den Verdacht auf Bauernfängerei bestätigen

Aus einer neuen Auswertung des Bundesverbands WindEnergie, die der FAZ vorliegt, geht hervor, dass vielen Anlegern mit zu hohen Windprognosen falsche Hoffnungen gemacht wurden. weiterlesen

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Doppelte Moral: “People’s Climate March”, 21. September 2014

Sechs Fakten sollten die Demonstranten wissen, die am 21. September in New York anlässlich des UN Klimagipfels an der größten Klimawandel-Demonstration unter dem Slogan “Klima der Gerechtigkeit” teilnehmen wollen, die es jemals gab, sagt das Magazin “Forbes”. Die Vereinten Nationen sollen aufgefordert werden, sich für drastische Kürzungen der fossilen Brennstoffe einzusetzen. Zu der Demonstration “People’s Climate March” sollen über 1000 Organisationen (NGOs, Verbände, Gewertkschaften, soziale Bewegungen usw.) aus aller Welt aufgerufen haben. Den Teilnehmern wird gesagt, sie demonstrierten für ein “moralisches” Ziel.

Für welches moralische Ziel? Der Einsatz von billiger, reichlich vorhandener, zuverlässiger Energie aus fossilen Brennstoffen habe die Lebenserwartung und den Wohlstand in der unterentwickelten Welt drastisch steigen lassen. Sollten wir künftigen Generationen das Recht, Energie aus fossilen Brennstoffen zu verwenden, verwehren, werden wir Blut an den Händen haben, meint Forbes und verweist auf das Beispiel Deutschland.

Es gebe auf der Welt keine moderne Volkswirtschaft, die von Solar und Wind versorgt werden könne, weil diese minderwertige, unzuverlässige Energiequellen seien. Deutschland habe angeblich bewiesen, dass Solar und Wind brauchbare Energiequellen seien. Tatsächlich sei aber bewiesen, dass sie es nicht sind. Dies wird durch eine Grafik der Produktion von Solar-und Windstromproduktion in Deutschland für das gesamte Jahr 2013 bestätigt. Sie benutzt die genauesten Daten aus der European Energy Exchange, (European Energy Exchange AG Transparenzplattform Daten, 2013) und zeige, “was uns der gesunde Menschenverstand sagt: Kein Land setzt auf Sonne und Wind, um Energie auf Abruf zu produzieren.”

production_of_solar_and_wind_electricity_Germany_2013_forbes

Source: European Energy Exchange AG Transparency Platform Data (2013)

Deutschland, der Weltmarktführer in der Solarenergie und die Nummer drei der Windenergie, kann in einer Woche mit seinen Sonnenkollektoren und Windmühlen weniger als 5 Prozent des benötigten Stroms erzeugen.

Deutschland könne sich nicht auf Solar und Wind verlassen und verlasse sich auch nicht darauf. Während Deutschland Dutzende von Milliarden von Dollar gezahlt habe, um Sonnenkollektoren und Windmühlen zu subventionieren, habe es seine fossile Kraftstoffkapazität, vor allem Kohle, nicht heruntergefahren, sondern erhöht.

Forbes: Wenn Deutschland und der Rest der Welt keinen Zugang mehr zu fossilen Brennstoffen hätten und gezwungen wären, zu versuchen, von Solar und Wind zu leben, wäre das Ergebnis eine Katastrophe.

Quellehttp://www.forbes.com/sites/alexepstein/2014/09/17/six-reasons-why-the-united-nations-should-not-intervene-on-fossil-fuel-use-a-response-to-the-misguided-peoples-climate-march/

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Tausende demonstrieren in Dublin gegen den “Großen Windkraftbetrug”

Der Protest gegen Windkraftanlagen findet immer mehr Zulauf und verbreitet sich rund um die Welt. Bis zu 10.000 Windkraftgegner versammelten sich am 18.042014 in Dublin zum Protest gegen weitere Ausbaupläne ihrer Regierung für Windkraftanlagen.

Die Probleme sind in allen Ländern stets dieselben: Die gallopierenden Strompreise, die durch Steuern oder Subventionen angetrieben werden, die nachteiligen sozialen Auswirkungen wie Schlaflosigkeit wegen des andauernden Turbinenlärms, Häuser, die aus genau diesem Grund aufgegeben wurden, sinkende Grundstücks- und Immobilienpreise und eine schmerzliche Spaltung der Gemeinde – und wofür? “Is all for NOTHING“.

Weitere Informatione über den Gegenwind in Irland:

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