Journalisten

Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Dokumentar-Filmer?

Jörg Rehmann sprach mit dem Dokumentarfilmer Marijn Poels

In seinem Kino-Dokumentarfilm „Der Bauer und sein Klima“(Engl. „The uncertainity has settled“) befasst sich der Dokumentarfilmer Marijn Poels mit der Klimadebatte und den Auswirkungen der Energiewende.
Obwohl der Film ergebnisoffen vorgeht und sich nicht festlegt, wird der deutsch-niederländische Filmemacher Marijn Poels von Öko-Aktivisten bedroht. Allein die Tatsache, dass er Diskussionen auslösen will, ruft den erbitterten Widerstand der Ökolobby hervor. Man will nicht, dass diskutiert wird. Die deutschen Medien blockieren Marijn Poels ebenfalls. Dennoch hat sein Film Beachtung im Europäischen Parlament erfahren.

Jörg Rehmann

Am 18.10. war Marijn Poels mit dem Film im Europäischen Parlament zu Gast. – Jörg Rehmann sprach mit ihm nach der Vorführung. Es ist ein sehr lehrreiches Gespräch, das nachdenklich macht.

Das Video ist mit englischen und niederländischen Untertiteln verfügbar.


https://youtu.be/laWwUPtLuu8

 

Arnold Schwarzeneggers Credo

Arnold Schwarzenegger, der ehemalige Gouverneur aus Kalifornien und “Terminator star” durfte auf Einladung der französischen Regierung Nobelpreisträgern, Philosophen, dem UN-Generalsekretär, geistigen Führern und Theologen aller Glaubensrichtungen anlässlich des UN-Klimagipfels in Paris 2015 den Wissenschaftlern und der Welt seine Ansicht über den Klimawandel und die Botschaft übermitteln: “Die Debatte ist vorbei, und jetzt ist die Zeit zum Handeln“. “Das ist größer als jeder Film, das ist die Herausforderung unserer Zeit. Und es ist unsere Verantwortung, diese Welt einen besseren Ort zu verlassen, als wir es gefunden haben, aber im Moment versagen wir gegenüber zukünftigen Generationen.”

Diesem Satz des Terminators setzte Marijn Poels den Titel seines Dokumentarfilmes “The uncertainity has settled” entgegen. Die Debatte ist nicht vorbei, solange Menschen einen Hebel finden, Denkverbote aufzubrechen. Die schnelle Entmündigung der deutschen Bevölkerung (Marijn Poels erkennt Unterschiede der Diskussionsbereitschaft in Deutschland, den Niederlanden und den USA) erschwert die Debatte bereits jetzt schon. Sollte der “Klimaschutz” als gesellschaftspolitisches Staatsziel (WBGU, 2011) und damit als verbindliche Ideologie für die Rechtssprechung und Verwaltungen etabliert werden können, wird eine öffentliche Diskussion über den Klimawandel zukünftig ausgeschlossen sein. Die Forderung Al Gores nach einer Bestrafung von “Klimaleugnern” lässt Schlimmes ahnen.

 

Das Versagen der Politik und Nicht-Regierungsorganisationen

Im Gespräch mit Jörg Rehmann wird das Entsetzen des als links geltenden Filmemachers über Nicht-Regierungsorganisationen wie Greenpeace und die extrem abwehrende Haltung der Ökolobby in Deutschland gegenüber Diskussionen deutlich. Die Bevölkerung werde gewzungen, die Energiewende zu bezahlen, aber Diskussionen darüber würden unterdrückt, sagt Marijn Poels. Das Thema Klimawandel werde wie eine Religion behandelt. Wer eine Diskussion darüber anstrebe, werde als ein Feind angesehen, der die Rettung der Welt ablehnt. Eine Erfahrung, die ihm sehr zugesetzt habe, wie der Marijn Poels sagt.

Hinter Marijn Poels stehen Naturwissenschaftler und Umweltschützer, die aus den unterschiedlichsten Gründen die Zerstörung der Landschaft durch Windkraftanlagen ablehnen. Unterstützung erhalten die Skeptiker vor allem von Windkraftgegnern, die sich allein in Deutschland in fast 1.000 Bürgerinitiativen zusammengeschlossen haben, um den weiteren Ausbau von Windkraftindustrieanlagen zu verhindern. In den Medien findet dieser Protest allerdings kaum statt. Das Schweigen der Medien ist bedrohlich.

Dass über ihre Argumente in den überregionalen Medien kaum oder gar nicht informiert wird, dass Anti-Windkraft-Demonstranten von Befürwortern als Reaktionäre oder Neonazis beschimpft und dass Ratsmitglieder wegen ihrer skeptischen Haltung gegenüber Windkraftanlagen gezwungen werden, ihr Mandat niederzulegen, verdeutlicht, dass es um Glaubensbekenntnisse und nicht um die Wissenschaft geht.

 

“The Uncertainty Has Settled”

Marijn Poels versucht nicht, dem Zuschauer eine neue Wahrheit zu präsentieren. Sein Dokumentarfilm “The Uncertainty Has Settled” gewann am vorletzten  Wochenende seine dritte Auszeichnung als bester Dokumentarfilm beim Independent Film Festival in Paris.

Die Uraufführung erlebte der Dokumentarfilm Anfang des Jahres 2017 auf den Berliner Filmfestspielen.   Er wurde ausgezeichnet, weil er der Jury zufolge unabhängiges Denken fördere und dazu diene, die Debatte zu eröffnen. Eine Auszeichnung erhielt der Film außerdem in Los Angeles.

Für die Filmaufnahmen hatte Poels hauptsächlich Landwirte in Sachsen-Anhalt besucht, die unter europäischen Regelungen leiden. Aufgrund einer gescheiterten Agrarpolitik und der Milliarden Subventionen für die Produktion von Ökostrom sind viele Bauern zu Energielieferanten geworden. Die Subventionen für Windkraft und Energiepflanzen seien im Grunde Agrarsubventionen, sagt Marijn Poels in einem Interview mit Michael Miersch. Ob sie das Klima retten, sei fraglich. Aber die Energiepolitik führe dazu, dass statt Kartoffeln Energiemais und Raps angebaut werden. “Diese Monokulturen verdrängen die Nahrungsmittel und zerstören die Natur. Ich sah, wie sich eine ländliche Gegend rapide veränderte und fing an Fragen zu stellen.”

“Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Journalisten?”

Allein die Tatsache, dass Marijn Poels Fragen zum Klimawandel und zur Energiewende stellt und es dem Zuschauer überlässt, sich seine eigene Meinung zu bilden, erschütterte die Verfechter der Hypothese vom menschengemachten Klimawandel so nachhaltig, dass zum Beispiel das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ein Gespräch mit Poels abgelehnte. Statt dessen habe der Leiter des Instituts Hans Joachim Schellnhuber ihm mit der Absage einen PDF-Anhang zugeschickt, wie Medien mit Klimaskeptikern umgehen müssen, sagt Marijn Poels in einem Interview mit den Salonkolumnisten. Er habe 52 andere Klimaforscher angeschrieben. Nur zwei davon wollten ihm ein Interview geben. Er fände das erstaunlich, sagt Marijn Poels und fragt: “Warum haben angesehene Wissenschaftler Angst vor einem Journalisten?”

 

Wie geht es weiter?

Es sei schwer zu sagen, wie es weiter gehe, sagt Marijn Poels. Er sei kein Wissenschaftler und könne das CO2 selbst nicht messen, sehen oder spüren. Er könne auch nicht den Einfluss des von Menschen gemachten CO2  beurteilen. So wie ihm dürfte es allen Laien ergehen.

Welchen Wissenschaftlern kann man vertrauen? Marijn Poels hat sich entschieden, Freeman Dyson sehr ernst zu nehmen. Aus seiner Sicht sei Dyson ein Realist, der sich nicht in computerbasierten Modellen verliere und der ganzheitlich denken könne. Von ihm habe er gelernt, solange skeptisch gegenüber Theorien und Computermodellen zu sein, bis die konkrete Messung oder Beobachtung das Modell bestätigt. Die Beobachtung des Klimawandels zeigen im Gegensatz zu den Computermodellen bisher keine Apokalypse.

Im Januar wird Poels mit der Fortsetzung seines ersten Films beginnen. Der Filmemacher plant eine Trilogie. Oder Poels wieder die Kontroverse aufgreift, will er noch nicht sagen. „Es wird ein Film sein, der wieder zum unabhängigen kritischen Nachdenken ermutigt“, sagt der Filmemacher.

 

Webseite von Marijn Poels: http://www.marijnpoels.com/theuncertaintyhassettled.htm
Webseite von Jörg Rehmann: https://joerg-rehmann.de

 

Marijn Poels ist ein niederländischer Dokumentarfilmer und Produzent. Seine Themen sind internationale Zusammenarbeit, Menschenrechte, Soziale Gerechtigkeit, Politik und Wirtschaft. Er lebt und arbeitet derzeit in Berlin. 2011 gewann er den Friedenspreis Pakistans. Dieser Preis wird jährlich an Personen ausgezeichnet, die in Pakistan gegen den Terrorismus und Gewalt engagieren und für Menschenrechte einstehen.

Jörg Rehmann ist selbständig als Journalist, Autor, Fotograf und Filmemacher. Er hat zahlreiche  Dokumentarfilme (Schwerpunkt Bildung, Integration, Natur, Musik, Gesundheit, u.a.) geschaffen und 2011 den Baden-Württembergischen Staatspreis für Integration des Jahres 2011 erhalten. Seit 2005 ist Jörg Rehmann intensiv mit Landschaftsfotografie und der Dokumentation der Deutschen Energiewende befasst. Er ist maßgeblich an dem Band „Geopferte Landschaften – Wie die Energiewende unsere Umwelt zerstört“ (Hrg. Georg Etscheit) beteiligt.

Foto: Screenshot Video “Der Filmemacher Marijn Poels und sein Klima”

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Lund

Judith Butler gegen die Universität Lund

Die Judith Butler Affäre

Faschisten und Geschlecht an der Universität Lund

“Die Judith Butler Affäre” – mit diesen Worten skizziert Erik Ringmar, Politikwissenschaftler an der Universität Lund in Schweden, auf seiner Homepage einen neuen Höhepunkt im Geschlechterkampf an der Universität Lund.

Erik Ringmar promovierte 1993 an der Yale University in Politikwissenschaften und unterrichtete 12 Jahre lang vergleichende Politik an der London School of Economics. Zwischen 2007 und 2013 lebte und arbeitete er in China, zuletzt zwei Jahre als Professor für Internationale Beziehungen in Shanghai. Er ist Autor mehrerer Bücher und etwa 50 wissenschaftlicher Artikel.

 

Quotierung

Die Weltoffenheit des Politikwissenschaftlers hinderte das politikwissenschaftliche Institut der Universität Lund jedoch nicht, einen Skandal gegen ihn anzuzetteln. Der Anlass war eine von der Universität selbst auferlegte Regel, dass mindestens vierzig Prozent der Autoren auf einer Literaturliste Frauen sein müssen. Wie weltfremd und wissenschaftsfeindlich diese Regel ist, wurde deutlich, nachdem die Institutsleitung gegen den Willen des Wissenschaftlers einen Text der amerikanischen Philosophin und Feministin Judith Butler auf die Literaturliste setzen ließ und diese sich gegen die Zwangsmaßnahme äußerte.

Die Quotierung sei notwendig, sagen die Befürworter des Systems, um Wissenschaftlerinnen eine bedeutendere Stimme zu geben. Bullshit? Erik Ringmar antwortet darauf: “BS, sage ich. Das System ist eine Bedrohung für die Universität und der akademischen Freiheit.”

Ringmar wandte sich daraufhin an Judith Butler. Die Professorin für Rhetorik an der Universität Kalifornien in Berkeley antwortete prompt mit einem flammenden Plädoyer für die Freiheit der Lehre. Die Süddeutsche Zeitung zitiert aus der Antwort-eMail Butlers:

“Ich verwahre mich dagegen, dass mein Name auf diese Weise benutzt wird”, schrieb Judith Butler in einer Mail. “Die akademische Freiheit gibt dem akademischen Lehrer das Recht, seine Lehrveranstaltungen nach seinem eigenen professionellen Urteil zu gestalten … Ich wehre mich dagegen, von Lehrern zu erwarten, dass sie mit bestimmten Texten oder Autoren arbeiten … Die Methode ist verwerflich, und ihr Zweck kann durch Zwang nicht erreicht werden …, während die akademische Freiheit in Zeiten, da sich autoritäre Herrschaftsformen … ausbreiten, besonders wichtig ist … Quoten sind der Versuch einer Abkürzung, mit ihnen kann das Ziel von Gerechtigkeit innerhalb einer Gesellschaft nicht erreicht werden. Eine gerechte Gesellschaft erreichen wir durch Freiheit, und jede Vorstellung von Gerechtigkeit, die uns Freiheit verweigert, verweigert uns auch die Gerechtigkeit selbst.”

Judith Butler ist eine US-amerikanische Philosophin an der Universität von Kalifornien. Ihre Arbeit beeinflusst die politische Philosophie und Ethik. Internationale Aufmerksamkeit erreichte sie mit ihrer feministischen Theorie (Wikipedia). Mit ihrer Schrift Das Unbehagen der Geschlechter stieß sie 1990 die Diskussionen um die Queer-Theorie an. Außerdem hat Judith Butler sich mit Fragen von Macht, Subjekttheorien und  mit der Ethik der Gewaltlosigkeit beschäftigt.

 

Erik Ringmar erklärt an einem Beispiel, wie das System der Bedrohung für die Universität und der akademischen Freiheit funktioniert.

Der Hochschullehrer Erik Ringmar berichtet auf seiner Homepage, dass er einen Kurs über den Aufstieg des Rechtsextremismus und schließlich Faschismus um die Wende des zwanzigsten Jahrhunderts geplant hatte. Ihn interessierte die Möglichkeit einer Verbindung zwischen der Ausbreitung der globalen Märkte im Laufe des neunzehnten Jahrhunderts und dem anschließenden Rechtsruck. Er legte seinen Vorschlag inklusive einer Literaturliste der zuständigen Studienkommission vor.

Die Studienkommission kritisierte den Vorschlag wegen des Mangels an weiblichen Autoren auf der Leseliste, sagt Ringmar. Ihm wurde vorgeworfen, dass seine Leseliste nicht einmal annähernd die Quote der erforderlichen 40% erreichte. Das war allerdings keine Absicht des Dozenten. Es war nur schwierig für ihn, weibliche Autoren zu dem Thema zu finden. Dies könnte nach Meinung Ringmars damit zusammenhängen, dass die meisten Reaktionäre Männer waren. Frauen, zumindest diejenigen, die sich schriftlich zum Ausdruck gebracht haben, waren überwiegend liberal und progressiv. Nach einer umfangreichen Suche sei er schließlich auf eine Autorin gestoßen, die sich gegen das Wahlrecht für Frauen ausgesprochen hatte. Dankbar habe er sie auf die Leseliste gesetzt.

Der Vorsitzende der Studienkommission habe ihm daraufhin mitgeteilt, dass die Quote von 40% zwar nur eine Faustregel sei, aber ein Kurs mit so wenigen weiblichen Autoren werde niemals akzeptiert werden. Ringmar setzte seine Suche nach reaktionären Frauen fort. Am Ende beschloss er, das Grundprinzip des Kurses etwas zu ändern. Wenn die Leseliste Anarchistinnen enthalten würde, wäre er vielleicht in einer viel besseren Position, überlegte er. Anarchistinnen teilten mit Faschistinnen zumindest die Faszination der Gewalt. Und, was noch wichtiger sei, es gebe eine ganze Reihe von weiblichen Autoren unter ihnen.

Der Kurs erhielt mit knapper Mehrheit die Genehmigung des Ausschusses. Der studentische Vertreter im Ausschuss sei sehr kritisch wegen des „Mangels an Fokussierung auf Geschlechterfragen“ gewesen. Nach einer ausführlichen Diskussion sei der Kurs genehmigt worden, nachdem Ringmar versprach, Judith Butler, die bekannte zeitgenössische poststrukturalistische Feministin auf die Leseliste zu setzen.

 

Grenzen der Wisenschaft an Universitäten

Schon der Beginn des Kurses sei ereignisreich gewesen. Ringmar berichtet, er sei mit seinem ersten Vortrag, in dem er über Platons Höhlengleichnis und die Idee der Aufklärung sprach, ein Thema ziemlich weit vom Status der Frauen entfernt, nicht weit gekommen, als er von einem Studenten unterbrochen wurde:  „Könnten Sie uns bitte etwas mehr über die Situation der Frauen in dieser Zeit sagen?“, fragte einer. Ein anderer stimmte zu. Ringmar reagierte verblüfft: “Ich sprach über Platons Höhlen Metapher und die Idee der Aufklärung, ein Thema, das ziemlich weit vom Status der Frauen entfernt ist. Warum unterbrechen die Schüler mich mit einer solchen fremden Frage?”

Zwei Tage später informierte ihn die Studienkommission, dass eine Delegation von Studenten seines Kurses sich beklagt hätten – nach nur zwei Seminaren. Die Beschwerden seien nicht sehr spezifisch gewesen, aber Ringmar wurde vorgeworfen, ihre Kommentare nicht ernst genommen zu haben. Außerdem nehme das Seminar keinen Bezug auf die offiziell genehmigte Leseliste. “Natürlich tat sie es nicht”, sagt der Wissenschaftler. “Es gibt keinen Studienausschuss in der Welt, der mich zwingen kann, Judith Butler zu lehren, es sei denn, ich will es.”

Das Ganze sei seltsam gewesen, sagt Erik Ringmar. Es stellte sich heraus, dass der fragende Student mit dem Studenten in der Studienkommission, der sich über den Mangel an Fokussierung auf Geschlechter beschwert hatte, befreundet war.

 

“Gender-Gaga” – Fehlentwicklung an Universitäten

Die Studentenvereinigung an der Universität Lund sei damit beschäftigt, sagt der Politikwissenschaftler,  „Probleme“ mit Kursen ausfindig zu machen und Lehrer zu belästigen, die sich unzureichend auf das Geschlecht konzentrieren und zu wenige weibliche Autoren auf der Leseliste haben. Bei diesen Zielen würden sie von einigen Mitgliedern der Studienkommission aktiv und von der Mehrheit der Mitglieder passiv unterstützt, die zu ängstlich seien, eine prinzipienfeste Haltung einzunehmen. Da er einen Kurs über alte Reaktionäre geben wollte, habe er  jetzt einen Ruf als „anti-feministisch“ und sein Kurs sei etwas, das untersucht und geprüft werden müsse.

Das grundlegende Problem sieht Erik Ringmar darin, dass eine geistige Tätigkeit – in diesem Fall ein Kurs – demokratischen Kriterien unterworfen werde. Mit politischen Präferenzen dürfe jedoch nicht über Lehrinhalte abgestimmt werden, ist die klare Botschaft des Politikwissenschaftlers: “Die Demokratie hat ihren  Platz, aber er ist nicht in meinem Kurs und nicht auf meiner Leseliste.” Es seien die Unfähigkeit der Studienkommission, diesen Punkt zu erfassen und ihr Versagen, für die Integrität des intellektuellen Prozesses zu stehen, die diese Situation unhaltbar gemacht haben.

Erik Ringmar hat sich entschieden, den Kurs nicht noch einmal anzubieten. Er sagt: “Ich will nicht von Studenten schikaniert werden, und ich will nicht, dass seltsame Gerüchte über mich verbreitet werden. Schade, ich denke, dass das Wachstum und die Ausbreitung des Faschismus ein wichtiges und aktuelles  Thema ist. (“I have after some head-scratching decided not to give the course again. I don’t want to be bullied by students and I don’t want weird rumors to spread about me. Too bad, I think, since the growth and spread of fascism is an important and timely subject.”)

 

Junge Frauen in Schweden bieten Anlass zu großer Sorge

Norwegen hat aus ähnlichen Erfahrungen wie an der Universität Lund gelernt. Weil „Experten“ dogmatisch argumentierten und hyperventilierten, wenn sie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen konfrontiert wurden, die nicht in ihr Weltbild passten, haben die Bürger von der Politik Konsequenzen gefordert. Die Finanzierung für diverse „Gender“-Lehrstühle wurde daraufhin eingestellt.

Den Verdacht, dass irgendetwas faul im Staate Schweden ist, bestärkt der Schwede Christian Sörlie Ekström, Naturwissenschaftler, Buchautor („Wie sind unsere Kinder wirklich“ – Hur mår egentligen våra barn?) und Greenpeace-Aktivist. Er berichtet, dass die mentale Gesundheit der Jugend und vor allem der jungen Frauen in Schweden Anlass zu großer Sorge biete. Die fehlende Bindungsentwicklung und elterliche Erziehung bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und 3-4 Jahren führe zu mangelnder Stressbewältigung, die sich u.a. in asozialem Verhalten äußere. Zusätzlich sei die Erkrankung an Depressionen bei Mädchen in den vergangenen 20 Jahren um 1000 Prozent gestiegen, die Angststörungen um 250 Prozent.

Nicht nur Schweden würde gut daran tun, dem Vorbild Norwegens zu folgen.

 

Deutschland und seine neuen Feministinnen

Der Vorsitzende der Studienkommission habe ihm bestätigt, dass 40% der Seminarliteratur von Frauen verfasst sein muss, nur eine Faustregel sei, keine Vorschrift, sagt Erik Ringmar. Im Deutschlandfunk Kultur behauptet dagegen die Moderatorin Liane von Billerbeck, dass diese Regel “längst” eine Muss-Vorschrift sei. Es sind stets Feinheiten dieser Art, die eine sachliche Berichterstattung von einer politischen  Beeinflussung unterscheiden.

Die Anmoderation gewährt einen nahtlosen Übergang zur Meinung Dagmar Simons, die bis 2016 beim Wissenschaftszentrum Berlin Leiterin der Forschungsgruppe Wissenschaftspolitik war. Als Geschäftsführerin von “Evaconsult” berät sie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beim Thema forschungsorientierte Gleichstellungsstandards. Es sei “keine gute Idee alles durchzuquotieren”, sagt Dagmar Simon. Andererseits gehe das Abendland nicht unter, wenn “gerade bei den Politikwissenschaften” 40 % der Primär- und Sekundärliteratur von Frauen stammen müssen. Das Abendland geht allerdings auch mit quotierten Frauen in der Wissenschaft nicht mehr oder weniger unter.

Dagmar Simon sagt, sie habe bisher nicht gehört, dass die Quotenregelung zum Kollaps der Politikwissenschaften in Lund geführt habe. Sie setzt damit eindeutig Prioritäten, die sich nicht aus dem Gegenstand der Wissenschaft, sondern der Politik ergeben. Die DFG-Beraterin hat über das Kernproblem, dass über wissenschaftliche Fragestellungen nicht demokratisch abgestimmt werden kann, zugunsten einer politischen Abstimmung entschieden.

“Wir brauchen viel mehr Frauen in der Wissenschaft, dann ändern sich auch die Machverhältnisse”, sagt Dagmar Simon. Aber, und das wird nicht nur in Lund offensichtlich, die Quotenregelungen dienen dazu, Forschung und Lehre politisch zu kanalisieren. Frauen haben sich über ein Jahrhundert ihren Weg gebahnt und eine Gleichstellung in der Wissenschaft durch Intelligenz und Beharrlichkeit geschaffen, dadurch auch anderen Frauen den Weg geebnet – lange bevor Frauen als Gleichstellungsbeauftragte Verdienstmöglichkeiten in einer neu entstehenden Branche entdeckten.

Deutschlandfunk Kultur: “An der Universität Lund müssen die Literaturlisten politikwissenschaftlicher Seminar mindestens 40 Prozent weibliche Autoren aufweisen. Eine sinnvolle Maßnahme im Sinne der Gleichstellung in der Wissenschaft? Das haben wir Dagmar Simon von “Evaconsult” gefragt. Dagmar Simon im Gespräch mit Liane von Billerbeck”

 

Faina Faruz

Lesen Sie auch: Was ist an unseren Universitäten los? – Political Correctness fördert Hexenjagd

 

Titelfoto: Liz001, Skulptur Universität Lund, pixabay

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PIK

Das PIK und die obszöne Kritik an Windkraftgegnern

„Man muss die Menschen vor Ort besser einbeziehen, damit sie nicht das Gefühl haben, dass man über ihre Köpfe hinwegregiert”, zitiert die Süddeutsche Zeitung (SZ) die Soziologin Eva Eichenauer vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK). “Braun-grüner Wählerfang der AfD” lautet die Überschrift des Artikels in der SZ. Am Zulauf zu rechten Parteien seien nach Ansicht der Soziologin auch die Versäumnisse lokaler Politik schuld. In einer noch nicht veröffentlichten Studie des PIK werden  Windkraftgegner und Kritiker der Energiewende als Wissenschaftshasser bezeichnet. Sie werden vom PIK und der Süddeutsche Zeitung diffamiert und mit oder ohne AfD nationalsozialistischem Gedankengut zugeordnet.

 

Das PIK – ein politisches Institut

Aus der Sicht der Süddeutschen Zeitung ist das PIK “eines der weltweit renommiertesten Institute für Klimaforschung”. Das PIK bezeichnet sich allerdings selbst als Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und nicht für Klimaforschung. Den Unterschied sollte die SZ kennen. Das PIK bedient sich der Ergebnisse der Klimaforschung. Eigentlich. Denn tatsächlich wirkt das PIK aktiv daran mit, die wissenschaftlichen Zwischenergebnisse der Klimaforschung auf den Stand einzufrieren, der für die politische Argumentation und den Klimaalarmismus nützlich ist. In diesem Sinne macht es sich zu einem der Sprachrohre der Klimaforschung, von der die Politik Besitz ergriffen hat. Das PIK ist eine nationale Variante und Miniaturform des IPCC (“Weltklimarat”). Hans Joachim Schellnhuber, dem Gründer und Direktor des PIK, gehört dem IPCC seit Jahren an. Das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) hat sich mit den Hypothesen und dem wissenschaftlichen Anspruch des PIK intensiv auseinandergesetzt. ( Donna Laframboise hat die Strukturen des IPCC in aller Deutlichkeit beschrieben.)

 

 

Die Klimaleugner und Fort PIK

Eva Eichenauer ist Soziologin und arbeitet beim PIK. Sie ist die Autorin einer Studie, die offenbar darauf abzielt, die Gegner der Energiewende als Anhänger nationalsozialistischer Ideologie und der AfD, für die SZ offenbar identisch, zu diskreditieren. Die Studie scheint ein weiterer Beleg dafür zu sein, dass Institutionen, die staatlich gefördert werden, der Versuchung nicht widerstehen können, ihre Position mit Anstand zu verteidigen. Aus dem sicheren Schutz ihres Trutzburg schleudern sie mit allem, was ihnen zur Verfügung steht,  auf den Feind und verteidigen ihre „gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis“ gegen jeden Zweifel. Den rauen Wind der Wissenschaft würden sie nicht überleben, aber unter dem Schutz und im Auftrag der Politik endet der wissenschaftliche Diskurs an den Mauern einer totalitären Politik.

Der totalitäre Anspruch der Politik, wie ihn die SZ formuliert, richtet sich insbesondere gegen das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE), das im Unterschied zum PIK nicht von staatlichen Zuwendungen abhängig ist. Die Fachleute, die EIKE durch Spenden oder wissenschaftliche Beiträge unterstützen, kommen zu anderen Ergebnissen als staatlich geförderte Institutionen. Eine Herausforderung für die Wissenschaft, aber nicht in den Augen des PIK oder der Regierung, die sich vom PIK beraten und leiten lässt.

Wissenschaftler fordern stets eine offene Diskussion über kontroverse Positionen, Ideologen und Politiker meiden sie. Mehrfach wird im Artikel der SZ die Bezeichnung „Klimaleugner“ verwendet, in der Absicht, Skeptiker auszugrenzen und sie weltweit an den Rand der Gesellschaft zu stellen. Die SZ-Journalistin Susanne Götze versteht nicht, dass Wissenschaftler Thesen anzweifeln müssen, denn sie sind ihrem Wesen als Wissenschaftler nach Skeptiker. Leugner sind sie nicht. Erst die totalitären Machtstrukturen im Kopf von politischen und kirchlichen Fürsten machen aus Skeptikern “Leugner”.

 

Noch ein Nazi

Das PIK treibt die politische Diffamierung von Skeptikern weit voran und verortet sie bei der AfD. Die AfD hat sich Positionen zur Energiewende und zum Klimawandel von EIKE zu eigen gemacht und der Skepsis auch in ihrem Programm Ausdruck verliehen. Die SZ fasst diesen Punkt im AfD-Programm neutral zusammen: Die AfD halte wissenschaftliche Erkenntnisse über den Klimawandel für “nicht gesichert”. Kohlenstoffdioxid (CO₂) sei “kein Schadstoff, sondern eine unverzichtbare Voraussetzung für alles Leben”, heiße es im Wahlprogramm. So weit sind der Stand der Wissenschaft und die Auffassung der AfD korrekt wiedergegeben. 

Aber weder das PIK noch die SZ sehen eine Veranlassung zur Diskussion über die gegenteilige Auffassung zum Klimawandel. Die AfD wird vorgeschoben, um die Angst vor der Blamage in einer öffentlichen Diskussion zu vermeiden. Auch nach der Bundestagswahl sei „das Problem noch nicht vom Tisch”, sagt Eva Eichenauer, unababhängig davon, ob die AfD „weniger Stimmen bekommt als zuerst befürchtet“. Auch die Freien Wählern bleiben vor Verdächtigungen nicht verschont. Ihnen wird vorgeworfen, eine Konferenz der Klimaskeptiker, organisiert von EIKE, besucht zu haben.

PIK und SZ greifen tief in die Kiste menschenfeindlicher Propaganda, um die Kritiker der Energiewende zum Schweigen zu bringen. Ihre Macht reicht nicht aus, um Ketzer und Häretiker nach mittelalteralterlicher Art zu bestrafen, aber Rufmord bringt als Waffe im Meinungsstreit manchen Protestierenden zum Verstummen. Die AfD wird als Partei angegriffen, als ein Sammelbecken des Bösen, das kann kann eine Partei verkraften, wie die Grünen bewiesen haben. Schlimmer ist, dass der Anspruch von Bürgern auf den Schutz von Natur, Landschaft und Gesundheit von der SZ als Überbleibsel und Zeichen nationalsozialistischen Gedankenguts diskreditiert wird.

Die SZ zieht sogar eine Ikone des Widerstands gegen Windkraftindustrieanlagen, Enoch zu Guttenberg, Mitgründer und ehemaliges Mitglied des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), in ihre schmutzige Gedankenwelt ein. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Leipziger Umwelthistoriker Franke, der die Naturschützer als Gegenpol zu den Umweltschützern in der rechten, nationalistischen Ideologie des von Hermann Göring initiierten Reichsnaturschutzgesetzes von 1935 verortet.

 

Klerikaler Rat vom PIK: Die Menschen bei ihren Gefühlen packen

Viele Medien, nicht nur die SZ, tragen erheblich dazu bei, dass wissenschaftliche Debatten über das Klima verhindert werden. Den Journalisten, die sich nicht an den Codex ihrer Branche halten, gebührt die Auszeichnung, dass sich die Klimawissenschaft mit ihrer Beihilfe und mit Hilfe von Geschichtsklitterung und einseitiger Parteinahme zu einer  Hasswissenschaft entwickeln konnte. Diese Schmach lastet auf ihren Schultern, nicht auf den Schultern der Windkraftgegner, Klima-Skeptiker, EIKE oder der AfD.

Das PIK schließt den Kreis des totalitären Systemdenkens, indem es jede Form der Kritik an der Energiewende und deren ökologische, ökonomische und soziale Folgen zurückweist und jeden Skeptiker nach biblischer Manier als Widersacher betrachtet: „Viele kommen über die Ablehnung der Windkraft zur Energiewendekritik und dann zur Negierung des menschengemachten Klimawandels, sagt die Soziologin Eva Eichenauer vom PIK. Aus “verständlicher Sorge ums eigene Dorf” werde “blinder Wissenschaftshass.” Eva Eichenauer verdreht die Wahrheit. Es verhält sich umgekehrt: Wer bei verschiedenen wissenschaftlichen Meinungen nicht über fundierte kontroverse Auffassungen diskutieren will, hasst die Wissenschaft und liebt die Politik und die Manipulation der Öffentlichkeit.

Die Soziologin Eva Eichenauer verrät mehr über die totalitären Bestrebungen des PIK als dem Verein lieb sein dürfte. Sie warnt vor dem Einfluss der AfD und fordert die Lokalpolitiker auf: “Man muss die Menschen vor Ort besser einbeziehen, damit sie nicht das Gefühl haben, dass man über ihre Köpfe hinwegregiert.”

Was sagt sie genau? Den Menschen muss das Gefühl vermittelt werden, dass ihre Meinung gefragt ist, interessieren muss sie einen Politiker nicht.

 

Der WBGU – „Staatsziel Klimaschutz“

Jeder Versuch, die Hypothese vom anthropogenen Klimawandel in Frage zu stellen, soll im Keime erstickt werden. Denn mit dem Zweifel am menschengemachten Klimawandel wäre auch der vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) unter Vorsitz von Joachim Schellnhuber (Direktor des PIK) sorgfältig vorbereitete neue “Gesellschaftsvertrag” zum Scheitern verurteilt. Die politische Diffamierung ist allem Anschein nach der letzte Ausweg für diskussionsunwillige  oder -unfähige Politiker und Forscher.

Der ideologische Auftrag des PIK ist klar und deutlich im Hauptgutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) manifestiert. Vorsitzender der WBGU ist   Hans Joachim Schellnhuber, der unter anderem ein ernanntes Mitglied der Pontifical Academy of Sciences ist. Wer sich von seinen Titeln und Auszeichnungen beeindrucken lassen will, kommt hier auf seine Kosten.

In dem Hauptgutachten sind die Grundlagen einer Politik niedergeschrieben, die den „gestaltenden Staat“ mit dem “Klimaschutz” als Staatsziel im Rahmen einer “Transformation” etablieren will. Keine der regierenden Parteien hat diesem Staatsziel jemals widersprochen. Das „Staatsziel Klimaschutz“ soll laut Gutachten Legislative, Exekutive und Judikative zum Handeln verpflichten. Der Staat definiert den Klimaschutz, der im Unterschied zum Umweltschutz nicht greifbar ist. Der Willkür eines totalitären Staates wird dadurch Tür und Tor geöffnet.

 

Quellen:

Foto: lapping, pixabay

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Debatten

“Und sie erwärmt sich doch” – Klimawissenschaftler in den USA lehnen öffentliche Debatten über den Klimawandel ab

Klimawissenschaftler in den USA lehnen öffentliche Debatten über den Klimawandel ab. Sie begründen ihre Ablehnung damit, dass der Status von Minderheitenmeinungen nicht erhöht und die Legitimität der bestehenden Klimaforschung nicht untergraben werden soll. Schließlich gehörten sie keinem Stamm (tribe) an, dem es daran gelegen sei, gegen die “andere Seite” zu gewinnen, sagen sie in einer Stellungnahme in der Washington Post. Ihre Hauptmotivation sei, die natürliche Welt zu verstehen und dieses Wissen und Verständnis zu nutzen, um über wichtige Fragen für vernünftige Entscheidungen der öffentlichen Ordnung zu informieren. Ob es ihnen gelinge sei das, wonach sie letztlich beurteilt würden.

 

Leugner diskutieren nicht, sie leugnen

Die Klimawissenschaftler Benjamin Santer, Kerry Emanuel und Naomi Oreskes lehnten kürzlich in einer Stellungnahme in der Washington Post Vorschläge von Steven Koonin und Scott Pruitt, eine öffentliche Diskussion über den Klimawandel zu führen, ab.  Steven Koonin ist Professor an der New York University und Scott Pruitt ist  der Leiter der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA,

Steven Koonin hat die Gründung eines “Red Team / Blue Team” vorgeschlagen, die eine öffentliche Debatte über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel führen sollen. Scott Pruitt hat ebenfalls eine Diskussion über CO2 angeregt. Er schlug in einem Interview mit Breitbart News “eine echte, legitime, Peer-Review, objektive, transparente Diskussion über CO2” vor.

Solche Forderungen nach speziellen Teams von Ermittlern dienten nicht einer ehrlichen wissenschaftlichen Debatte, widersprachen die Klimawissenschaftler Santer, Emanuel und Oreskes. Sie seien “gefährliche Versuche, den Status der Minderheitenmeinungen zu erhöhen und die Legitimität, Objektivität und Transparenz der bestehenden Klimaforschung zu untergraben.” (“Such calls for special teams of investigators are not about honest scientific debate. They are dangerous attempts to elevate the status of minority opinions, and to undercut the legitimacy, objectivity and transparency of existing climate science.”)

Die Grundannahme dieser “Red Team / Blue Team” – Forderungen ist nach ihrer Ansicht, dass die Klimawissenschaft zerbrochen ist und der Bruch behoben werden müsse. Die implizite Botschaft der Vorschläge sei, dass die Wissenschaftler die wichtigsten Erkenntnisse der Klimaforschung – wie das Vorhandensein einer durch Menschen verursachten Erderwärmung – nicht ausreichend überprüft worden seien, sagen die drei Wissenschaftler. Die Vorschläge von Koonin und Pruitt betrachten sie als unangemessen. Schließlich seien alle Aspekte zum Klimawandel ausreichend analysiert, dokumentiert und überprüft worden, behaupten sie.

Die Idee, zwei Teams, “Rotes Team” und “Blaues Team” zu bilden, sei keine Möglichkeit, eine Diskussion über die Klimawissenschaft zu führen, sagen Santer, Emanuel und Oreskes, denn das Ergebnis aller Überprüfungen steht für sie fest. “Es gibt es einen starken wissenschaftlichen Konsens darüber, dass die Erderwärmung jetzt eindeutig ist und dass menschliche Aktivitäten der dominierende Beitrag zu dieser Erwärmung sind.” (“there is strong scientific consensus that planetary-scale warming is now unambiguous, and that human activities are the dominant contribution to this warming.”)

 

Peer-Review

Ein Peer-Review ist ein kollegialer Dialog auf Augenhöhe, Begutachtung durch Ebenbürtige, bei Ärzten als Kreuzgutachten bekannt. Das Verfahren dient im Wissenschaftsbetrieb zur Beurteilung der Qualität wissenschaftlicher Arbeiten und Publikationen. Zu einem Peer-Review werden unabhängige Gutachter (engl. peer für Ebenbürtiger, Gleichrangige oder auch referee für Schiedsrichter) aus dem gleichen Fachgebiet wie die Autoren herangezogen. In der Regel sind Wissenschaftler stolz, wenn ihre Arbeit ein Peer-Review überstanden hat. Je härter die Prüfer und je mehr Peer-Reviews, desto besser für den wissenschaftlichen Ruf. Wie begründen Santer, Emanuel und Oreskes ihre ablehnende Haltung zu einer öffentlichen Debatte und weiteren Peer-Reviews?

Koonins Behauptung, dass wichtige Unsicherheiten vernachlässigt werden, sei “offensichtlich falsch”, sagen die drei Forscher. Die Wissenschaftler hätten die wichtigsten Unsicherheiten identifiziert und quantifiziert und versucht, diese Unsicherheiten zu reduzieren. Auch seien die wissenschaftlichen Arbeiten Peer-Reviews unterzogen worden. Kritische Untersuchung von Modellen, Daten und Theorie seien ja keine Randaktivitäten.

Die drei Klimawissenschaftler räumen zwar ein, dass das von Koonin und Pruitt kritisierte Peer-Review-System unvollkommen sei, aber es sei “das beste System, das wir haben, und es habe der Wissenschaft schon seit Jahrhunderten gedient.”

Kritik an dem Klima-Konsens werde seit Jahrzehnten angeboten. Aber der Hinweis auf “natürliche Ursachen” passe nicht zu den “überwältigenden Beweisen für den vom Menschen verursachten Klimawandel.”

Diese Ansicht halten die drei Wissenschaftler für unvereinbar mit der Realität. Wobei sie Realität mit Meinung verwechseln, als könne jemals über die Realität per Meinung abgestimmt werden. (“Science has substantially improved our understanding of the physical climate system, the reality of human-caused warming, and the likely climatic outcomes if we do nothing to reduce emissions of greenhouse gases.”)

 

“Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muß gebären” (Schiller)

Die Wissenschaft habe das Verständnis für das physikalische Klimasystem, die Realität der menschlich verursachten Erwärmung und die wahrscheinlichen klimatischen Ergebnisse wesentlich verbessert. Wenn wir nichts tun, um die Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren, sagen die Klimawissenschaftler, wäre dies ein echter “Beratungsmissbrauch” und würde wirkungsvolle Maßnahmen zur Bewältigung des vom Menschen verursachten Klimawandels verzögern. (“Rejecting this tried and tested understanding would constitute real “advisory malpractice,” and would delay effective action to address human-caused climate change.”)

Können die Wissenschaftler die Möglichkeit eines Beratungsmissbrauchs ausschließen, weil sie selbst von sich und iohren Kollegen überzeugt sind, in guter Absicht zu handeln? Das wäre unwissenschaftlich. Unterlassene Beratung ist nicht dasselbe wie unterlassene Hilfeleistung. Wenn ein Beratungsmissbrauch stattgefunden hat, werden aus Wissenschaftlern Menschen, die, um nicht ihr Gesicht und ihren Job zu verlieren, an der Lehre, die zu einem Beratungsmissbrauch geführt hat, festhalten.

Aus diesem Grund erscheint die negative Reaktion auf die Vorschläge, zwei Teams im Sinne einer echten, legitimen, objektiven, transparenten und peer reviewed Diskussion über CO2 zu bilden, plausibel. Eine öffentliche Debatte über den Klimawandel und den Einfluss von CO2 könnte den Teufelskreis durchbrechen, in den Wissenschaftler geraten können, die als Berater durch Lobby-Organisationen oder staatlich finanzierte Institutionen bezahlt werden. Eine Schutzmaßnahme für Wissenschaftler.

Aber die Vorschläge von Koonin und Pruitt werden kurzum abgelehnt. Die Klimawissenschaft sei nicht zerbrochen. Sie brauche keine Fixierung. “Im Falle der Klimaforschung entscheiden wir uns, uns in Peer-Review und in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu vertrauen – nicht in Teams, die von Koonin oder Pruitt bestellt wurden. (“In short, climate science is not broken. It does not need fixing. We hear similar “broken” arguments about the media, the courts and our democracy itself. We are told that only one team or person can fix the problem; that if we place our trust in that one team, that one person, everything will be fine. In the case of climate science, we choose to place our trust in peer review and in the scientific community — not in teams appointed by Koonin or Pruitt.”)

 

Die wahre Lehre vom Klimawandel

Im Unterschied zum Umweltamt der USA beharrt das Umweltbundesamt in Deutschland (UBA) weiterhin auf die “wahre Lehre” vom menschengemachten Klimawandel.

2013 brachte das UBA eine Broschüre mit dem Titel „Und sie erwärmt sich doch“ heraus. Darin wurde erklärt, dass es bedauerlicherweise Wissenschaftler und Journalisten gebe, die Unwahrheiten über den Klimawandel verbreiten. Die Journalisten, Michael Miersch und Dirk Maxeiner, wurden vom UBA namentlich in der Broschüre genannt und gerügt. Sie fühlten sich durch die Bundesbehörde an den Pranger gestellt und verklagten das UBA. Die meisten Medien vertraten in der Klimadebatte die Auffassung, es stehe einer Behörde nicht zu, Journalisten zu denunzieren. Das Verwaltungsgerichts Halle stützte jedoch die Auffassung des UBA. Der Vorsitzende Richter Volker Albrecht erklärte die Klage der Journalisten als unbegründet. Ein Präzedenzfall, der Spuren in der öffentlichen Meinungsbildung hinterlassen hat.

Dem UBA ging es nicht allein um die beiden Journalisten. Die Speerspitze zielte gegen alle, die Zweifel an der Lehre vom menschengemachten Klimawandel hegen. In der Broschüre des UBA heißt es: “Schon lange warnt die Klimaforschung vor einer drohenden Klimaerwärmung, die für die – an die heutigen klimatischen Verhältnisse angepasste – menschliche Gesellschaft große Gefahren birgt. Im Gegensatz dazu gibt es einen Personenkreis, der die Erkenntnisse der Klimawissenschaft nicht anerkennt, die sogenannten „Klimawandelskeptiker“ oder kurz „Klimaskeptiker“. Dabei ist sich die wissenschaftliche Gemeinschaft über die Ursachen der Klimaerwärmung weitgehend einig.”

 

Fazit

Durch den Wechsel der Präsidenten in den USA ist Bewegung in eine festgefahrene Debatte gekommen. Seit dem 17. Februar 2017 ist Scott Pruitt Leiter der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA im Kabinett Trump. Wikipedia stellt ihn als “Lobbyist” und “Klimawandelleugner” vor. “Ein Triumph für Donald Trump, eine Gefahr fürs globale Klima”, urteilt der Spiegel über ihn. Die Mehrzahl der Medien in Deutschland vertritt die Position der Bundesregierung zum Klimawandel.

Wenn die Wissenschaftler einer Wissenschaftsdisziplin sich selbst genug sind, so dass sie konträre Auffassungen als Leugnung der Realität begreifen, ist, völlig unabhängig von Mehrheiten, die Wissenschaft wertlos. Sie muss dem Druck von Skeptikern standhalten können. Skepsis ist ein Wesenszug der Wissenschaft, nicht die Beratung. Skeptiker dienen der Wissenschaft, Berater ihren Auftraggebern. Und die Medien hätten die Pflicht, nicht Partei für Berater zu ergreifen, sondern darauf zu achten, dass es eine objektive, transparente Diskussion über CO2 und den Klimawandel gibt.

 

Quellen:

  • https://www.washingtonpost.com/news/capital-weather-gang/wp/2017/06/21/attention-scott-pruitt-red-teams-and-blue-teams-are-no-way-to-conduct-climate-science/?utm_term=.5ec82e327b5c
  • http://ruhrkultour.de/michael-miersch-gegen-das-umweltbundesamt-uba-prozessbeginn-18-november-2015/
  • https://www.welt.de/politik/deutschland/article149010802/Umweltbehoerde-darf-Journalisten-namentlich-ruegen.html
  • http://www.spiegel.de/politik/ausland/scott-pruitt-und-donald-trump-wer-ist-der-neue-chef-der-epa-a-1135234.html
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Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagen Wissenschaftler

earth-366722_640Kein anderes Thema dürfte durch Übergriffe der Politik auf die Wissenschaft ähnlich verheerende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben wie die Energiewende. Zur wissenschaftlichen Legitimierung der Energiepolitik existiert ein Pool von Wissenschaftlern, den die Bundesregierung über Fördermittel finanziert und der, will er weiter bestehen, der Politik politisch korrekte Ergebnisse liefert. Die wissenschaftlichen unversitären und außeruniversitären Einrichtungen verhalten sich im Prinzip wie jedes Wirtschaftsunternehmen, das mit Blick auf die lebenserhaltenden oder profitmaximierenden Subventionen durch Unterwürfigkeit gekennzeichnet ist. Das Anpasseritis-Virus verbreitet sich über die Medien und trägt nachhaltig zu Fehlinformationen auch in der Bevölkerung bei. Der Klimawandel ist eine der  folgenreichsten Fehlinformationen, die durch ein irrationales Zusammenspiel zwischen Politik, Ökowirtschaft, Wissenschaft und Medien zustande gekommen ist. Über die Entstehung dieser Fehlinformation haben wir berichtet: Die fabelhaften 97 % – der Mythos vom Klima-Konsens der Wissenschaftler.

Ist der Klimawandel menschengemacht? Ganz klar nein, sagt Prof. Dr. Werner Kirstein

Als Klimageograph kennt Prof. Dr. Werner Kirstein die Daten der Klimaaufzeichnungen sehr genau. Und so weiß er auch, dass der Gehalt von CO2 in unserer Atmosphäre nicht nur einen historischen Tiefstand aufweist, welcher nahezu kritische Auswirkungen auf die Flora habe, heißt es im Begleittext zu seinem  Vortrag, sondern die Temperatur keinesfalls beeinträchtige. Viel mehr ergäben die Daten, dass der Prozess genau umgekehrt ist. Der CO2-Gehalt passe sich an die Temperatur an. Der Vortrag wurde am 11.04.2016 bei Youtube veröffentlicht wurde.

“Im Dezember 2015 trafen sich in Paris mehr als 50.000 Menschen, um an dem Weltklima-Gipfel teilzunehmen. Besonders stolz war man darauf, dass sich alle teilnehmenden Nationen für eine Reduzierung von Kohlenstoffdioxid (CO2) ausgesprochen und sich verpflichtet haben zu Reduzieren. Wieviel und nach welchen Maßstäben wurde nicht definiert.
Ziel des Ganzen sei, durch den verminderten Aussoß von CO2 zu bewirken, dass sich die Erde nicht mehr als 2 Grad im Vergleich zum Beginn des Industrie-Zeitalters (ab Mitte des 19. Jhd.) erhöht. Ein Grad davon haben wir bereits erreicht, so dass das Ergebnis des Klimagipfels letztlich die Absicht aussprach, dass der Mensch, nicht weiterhin das Klima so stark beeinflusst.
Klimawissenschaft und Klimapolitik stehen sich diametral gegenüber. In diesem Vortrag zeigt Prof. Dr. Werner Kirstein auf, weshalb die Debatte um das Senken von CO2 ausschließlich politischen Zielen dient und keinesfalls der Umwelt, dem Weltklima oder den Menschen.”

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Was ist an unseren Universitäten los? – Political Correctness fördert Hexenjagd

Bund und Länder haben sich auf eine neue “Exzellenzstrategie” für Spitzenforschung in Deutschland geeinigt. Das Förderprojekt für den wissenschaftlichen Nachwuchs soll von 2017 bis 2032 laufen und mit insgesamt rund einer Milliarde Euro ausgestattet sein. “Das ist ein wirklich großartiger Tag für das deutsche Wissenschaftssystem, für alle Hochschulen und unseren wissenschaftlichen Nachwuchs”, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Das Wissenschaftssystem hat sich gewandelt – welches meint die Bundesforschungsministerin?

Der wissenschaftliche Nachwuchs

Spring-Break

Spring-Break

Der wissenschaftliche Nachwuchs soll gefördert werden. Welcher wissenschaftliche Nachwuchs? Ist es der, über den die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schreibt, er sei durch die Auswüchse der Political Correctness psychisch geschädigt?
Mit dem Vordringen des Gender-Gagas in die Universitäten, Kindertagesstätten und Gebetsräumen  verändern sich die wissenschaftlichen Hochschulen in soziale Biotope. Das subjektive Wohlgefühl wird zum Maß aller Dinge. In Deutschland kommt noch hinzu, dass Professoren systematisch von Studenten genötigt werden, ihre Noten für schlechte Leistungen zu verbessern, indem sie versuchen Professoren mit dem Vorwurf einzuschüchtern, sie seien Nazis und Rassisten. In der Verbote-Scala der Political Correctness steht dieser Vorwurf ganz weit oben und reicht für den Pranger in den Hochschulen, Medien und Social Media. In einer Atmosphäre der Anpasseritis, eine psychisch auffällige Erkrankung, die Fred F. Mueller auch für Managementebenen von Unternehmen festgestellt hat und die auch in der Ministerialbürokratie grassiert, hab die Wissenschaft, Wissenschaftler und Studierende wenig Chancen.

Political Correctness fördert die Hexenjagd

Die Political Correctness in den USA führe zu einer Hexenjagd auf dem Campus auf dem amerikanischen Campus, schreibt Andrea Köhler in einem NZZ-Kommentar. Verstörend sei nicht allein die offensichtliche Borniertheit dieser neuen Correctness-Welle, die von einer Generation ausgehe, die so behütet aufgewachsen sei wie wohl noch keine zuvor, sondern auch die Panik, mit der die Universitäten sich dem Druck der Studierenden – oder der Angst vor den Behörden – beugten.
Subjektive Gefühle würden als objektiver Grund für Klagen ins Feld geführt, die darauf abzielten die Karriere eines Professors zu ruinieren. Köhler: “Jede Beschwerde führt zu zeitaufwendigen Meetings und leitet nicht selten Untersuchungen mit gravierenden Konsequenzen bzw. Entlassungen ein.”

Der NZZ-Kommentar in voller Länge:

Download the PDF file .

http://www.nzz.ch/meinung/political-correctness-in-den-usa-hexenjagd-auf-dem-campus-ld.90416

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Science on Demand – Wissenschaft auf Anforderung

Ein wenig Wind hat ein Diskussionspapier von Wissenschaftlern der Friedrich-Alexander-Universität ErlangenNürnberg(FAU), das von einigen Medien übertrieben als “Studie” bezeichnet wurde, mit der Behauptung aufgewirbelt, Erneuerbare Energien sparten deutschen Stromverbrauchern im Jahr 2013 rund 11,2 Milliarden Euro. Nicht der Inhalt ist bemerkenswert, schließlich kann man über alles diskutieren, sondern die fett gedruckte Überschrift der Pressemitteilung der Universität, die ihre Runde durch die Medien machte. Sie kann hier nachgelesen werden: Pressemitteilung

Erfolgreich in Sachen PR

Die Chance für eine positive, politisch korrekte Titelzeile mit Bezug auf wissenschaftliche Forschungsergebnisse lässt sich auch wiwo nicht entgehen: “Forscher: Energiewende hat Deutschland 29 Milliarden Euro gespart”. Dass wiwo die Erfolgsmeldung selbst nicht ganz geheuer ist, ist jedoch offensichtlich: “Der verstärkte Ausbau der erneuerbaren Energien seit dem Atomausstieg im Jahr 2011 habe den Deutschen sogar Geld gespart. Ja, Sie haben richtig gelesen … gespart!”

Tabelle_3

Zuletzt seien durch das EEG im Jahr 2013 für die Letztverbraucher der Bundesrepublik Deutschland 11,2 Mrd. Euro eingespart worden, behaupten die Forscher. Dass das vorliegende Diskussionspapier im Auftrag der Siemens AG im Herbst 2014 vor dem Hintergrund öffentlicher Diskussionen um stetig steigende Strompreise entstand, verhehlen die Forscher nicht.

Siemens sieht sich als “die klare Nummer eins bei der Nutzung von Windenergie auf dem Meer”. Der Mischkonzern sieht einen wesentlichen Teil seiner Zukunft in den Erneuerbaren Energien, und versucht, nachdem er aus der Solartechnik ausgestiegen ist, sein Image als “grüner Konzern” zu retten und bedient sich der Möglichkeiten einer ökonomisierten Wissenschaft.

Trouble Shooting – Versuch, die selbstgemachten Probleme schönzurechnen

Die Forscher betrachten die Jahre nach der Stilllegung von acht der siebzehn deutschen Kernkraftwerke im Jahr 2011. Sie behaupten, dass es ohne den massiven Zubau Erneuerbarer Energien zu erheblichen Preissteigerungen an den Strommärkten gekommen wäre. Er habe Europa vor einer Energiekrise bewahrt. Niemand hat Deutschland zum Atomausstieg gezwungen.

Rudolf Kipp hat in Science Sceptical berechnet, dass die Verbraucher wegen der Langfristverträge am Terminmarkt durch das EEG im Jahr 2013 nicht 11,2 Mrd. Euro gespart, sondern 13,6 Mrd. Euro zu viel gezahlt hätten.

Auch ein Mitglied der Bürgerinitiative BI Siegtal hat die Autoren des Diskussionspapiers in einem Schriftstück, das uns dankenswerter Weise ein Mitglied der Initiative zur Verfügung gestellt hat, auf gravierende Fehler hingewiesen.

BI Siegtal

Sehr geehrter Herr Karl,
sehr geehrter Herr Dillig,

mit zunehmender Belustigung habe ich soeben Ihre Studie “Deutschland ohne Erneuerbare Energien” gelesen.

http://www.evt.cbi.uni-erlangen.de/…/Energiestudie.shtml

Besonders angetan hat es mir Ihre Behauptung auf Seite 22, dass die konventionellen Kraftwerke alleine sehr oft gar nicht in der Lage gewesen wären, den benötigten Strom zu liefern – woraus Sie dann Mondpreise für den entsprechenden Börsenhandel ableiten.
Wie erklären Sie dann z.B., dass am 3.12.2014 (ein Mittwoch) gegen 17:00 Uhr immerhin 12,1 GW aus Kernenergie, 18,2 GW aus Braunkohle, 29,5 GW aus Steinkohle, 14,5 GW aus Erdgas und 4,1 GW aus Pumpspeicherkraftwerken (zusammen 78,4 GW) stammten, während die PV-Anlagen zur selben Zeit mal wieder 0 GW erzeugten und die Windenergieanlagen mit 1,43 GW auch weit unterhalb des Durchschnitts (oder gar der installierten Nennleistung) blieben? Der Verbrauch lag in diesem Moment immerhin bei stolzen 77,7 GW.
(http://www.agora-energiewende.de/ser…/aktuelle-stromdaten/ )

Was wäre also selbst in diesem Extremfall mit der Stromversorgung geschehen, wenn wir gar keine Windräder und PV-Anlagen gehabt hätten?
Ich verrate es Ihnen: Es hätte schlicht überhaupt keinen Unterschied gemacht. Und aus welchem Grund sollte der selbe Kraftwerkspark nicht die selbe Leistung an jedem beliebigen anderen Tag des Jahres leisten können?

Umgekehrt wird die Frage viel Interessanter: Was wäre denn an diesem 3.12.2014 gegen 17:00 Uhr geschehen, wenn die konventionellen Kraftwerke (tatsächlich) nicht mehr in der Lage wären, den Strombedarf auch ohne die EEG-subventionierten Anlagen bereitzustellen?
Und das gilt natürlich nicht nur für diesen Fall. Schön war z.B. auch der 17. Juli 2014, als alle bundesdeutschen Windenergieanlagen gemeinsam (also auch die Offshore-Windparks) gegen 9:45 Uhr lediglich 24 MW erzeugten. (http://www.eex-transparency.com/ )

Windenergie ist nunmal eine völlig chaotische Form der Stromproduktion. Dass PV-Anlagen an jedem einzelnen Tag des Jahres zwischen Abend und Morgen gar keinen Strom erzeugen, muss ich Ihnen hoffentlich nicht erst erklären. Dass sie im Winterhalbjahr oft auch tagsüber nur sehr bescheidene Beiträge zur Stromversorgung liefern, sollte ebenfalls offensichtlich sein.
Warum ist dann aber dennoch bisher unsere Stromversorgung nicht zusammengebrochen? Wer hat uns vor einem “Black Out” bewahrt?
Stellen Sie sich angesichts dieses Szenarios nicht automatisch die Frage, ob es sinnvoll ist, weitere konventionelle Kraftwerke abzuschalten, bevor dieses offensichtliche Problem der EEG-subventionierten Stromerzeuger behoben wurde?

Sicher, das hat mit dem Thema Ihrer Studie nichts zu tun. Vermutlich aus gutem Grund. Aber wie oben beschrieben, ergibt sich diese Frage nunmal dennoch direkt aus den Aussagen Ihrer Studie.
Außerdem ist es doch höchst peinlich, wenn man sein auftragsgemäßes Studienergebnis nur dadurch erreichen kann, indem man so tut, als würden die konventionellen Kraftwerke nicht etwa wegen der privilegierten Stromproduktion der EEG-subventionierten Anlagen reduziert, sondern behaupten muss, dass sie zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr Strom produzieren konnten. (Inwieweit das im Sinne des Auftraggebers ist, der ja immerhin selbst maßgeblich an der Technologie des konventionellen Kraftwerkparks beteiligt ist, wage ich zudem zu bezweifeln. Ich käme mir als Siemens AG jedenfalls schon etwas seltsam vor, wenn mir vorgehalten würde, dass die mit Siemens-Technik ausgestatteten Kraftwerke gar nicht das leisten können, was sie vorgeben.)

Außerdem unterschlagen Sie in Ihrer Milchmädchenrechnung (wissentlich?) auch, dass die Privatkunden-Strompreise nahezu gar nichts mit den Börsenpreisen zu tun haben, weil diese Stromversorgung weitestgehend über langfristige Lieferverträge gesichert ist. Somit ist schon der Ansatz Ihrer “Studie” grundlegend falsch. (Darum, dass wir mit unseren Stromüberschuss aus nicht steuerbaren   Stromerzeugungsanlagen insbesondere die Strompreise in den Niederlanden drastisch gesenkt haben, ging es in Ihrer Studie ja leider nicht.)

Mir persönlich wäre ein so gravierender Fehler ja zutiefst peinlich…
Ach nein – ein Fehler war es ja gar nicht. Die Studie ist schließlich eine Auftragsarbeit. Aber man hätte sich doch ein wenig mehr Mühe geben können, damit die Schönrechnerei nicht ganz so offensichtlich ist, oder?

Mit freundlichem Gruß
M.S BI Siegtal

 

Kommentar von Hans-Lothar Fischer zu “Sonne und Wind entlasten Verbraucher um Milliarden“, wiwo, 03.02.2015

Stellen wir uns einen Kellerraum vor, der mit normalem Strom beleuchtet wird. Zünden wir in dem erleuchteten Keller eine Kerze an, so macht sich das in der Helligkeit vor Ort nicht bemerkbar. Schalten wir aber die Elektrobeleuchtung aus, dann stiftet die brennende Kerze doch begrenzten Nutzen. So ähnlich ist es mit dem EEG: Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums deckten Windkraft und Photovoltaik zusammen im Jahre 2013 insgesamt 2,1 % des Energiebedarfs. Für 2008 deckten diese Energiequellen zusammen nur 1,1% des Energieverbrauchs. In fünf Jahren hat sich der Anteil zwar fast verdoppelt, aber doch nur um einen Prozentpunkt erhöht. Gemessen an den erheblichen bisherigen Anstrengungen, hat der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht zu bedeutenden Energieeinsparungen geführt. Würde im Verkehrssektor beispielsweise 12% weniger Kraftstoff verbraucht, so sparte dies mehr Energie ein als die bestehenden Wind- und Sonnenkraftanlagen insgesamt produzieren. Selbst wenn alle Haushalte in Deutschland ihren Strom allein aus Wind- und Sonnenkraft bezögen, so wären erst knapp 4% der Energiewende geschafft. Dies liegt daran, dass der Stromverbrauch der privaten Haushalte nur 26% des gesamten Stromverbrauchs ausmacht, und dieser wiederum nur 14% des gesamten Energieverbrauchs, und 26% von 14% sind eben nur 3,6%. Der Beitrag der Windkraft zur Energiewende sieht nur deshalb so groß aus, weil er in Einheiten der kleinen “Münze” Haushaltsstrom angegeben wird.
Wäre Wolfram Engels noch Herausgeber der Wirtschaftswoche, wären die Tage des Herrn Dürand in der Wiwo-Redaktion wohl gezählt.
http://www.wiwo.de/politik/deutschland/strompreise-sonne-und-wind-entlasten-verbraucher-um-milliarden/v_detail_tab_comments/11323822.html?pageNumber=1&commentSort=debate

_____________

Diskussionspapier:

Marius Dillig, Jürgen Karl: „Deutschland ohne Erneuerbare Energien?“ Stromkosten und Versorgungssicherheit ohne die Einspeisung Erneuerbarer Energien in den Jahren 2011-2013, Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Februar 2015

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Wenig Science, viel Fiktion

Spiegel-Visionen zum Strommarkt der Zukunft
Mit großer Schlagzeile präsentiert der Spiegel-Autor Stefan Schultz am 7.2. 2015 eine neue Studie zum künftigen Strommarktdesign der Zukunft. Im Vorfeld neuer Gesetzesvorhaben, welche die Energiewende entscheidend voranbringen sollen, sammelt die Bundesregierung entsprechende Vorschläge „wissenschaftlicher Gutachter und Experten“ mit dem Ziel eines tiefreichenden Umbaus des deutschen Kraftwerkparks und des Marktes, auf dem diese Kraftwerke ihren Strom verkaufen sollen. Jetzt haben zwei nach Einschätzung des Spiegel-Online-Redakteurs besonders renommierte Forschungseinrichtungen ihre Vorschläge angekündigt: das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und die Firma Energy Brainpool, ein auf Strommärkte spezialisierter Dienstleister. Auftraggeber der Studie war der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

EE-Fortschritt: In Zukunft soll unser Leben wieder den Zufällen von Wind und Wetter unterworfen werden

Das von beiden Einrichtungen erarbeitete Konzept ist nach Einschätzung des Autors ebenso revolutionär wie radikal und werde in der Energiewelt zu einem Machtkampf führen. Als Heilsweg wird dabei die Flexibilisierung von Erzeugung und Verbrauch vorgeschlagen: Werde gerade mehr Strom produziert als gebraucht wird, so solle sein Preis deutlich sinken. Große Abnehmer sollen so dazu gebracht werden, mehr zu verbrauchen. Fabriken könnten zum Beispiel die Produktion erhöhen, große Kühlhäuser stärker kühlen. In Zeiten, in denen mehr Strom gebraucht wird als gerade verfügbar ist, sollen die Preise dagegen deutlich steigen. Verbraucher sollen so dazu gebracht werden, sich zu bescheiden.

Drei Hebel für die Steuerung des Strompreises

Foto: Arbeitgeberverband Gesamtmetall – “Schöne neue Energiewelt: Schneller schweißen Jungs, gleich wird der Strom teurer”

Durch Vernetzung und Kommunikation, so das Fazit, sollen sowohl Erzeugung – bevorzugt durch EE-Quellen – als auch Verbraucher sich kurzfristig auf wechselnde Strompreise einstellen. Als zentrale Hebel sieht man die EEG-Umlage, die Netzentgelte und den Kraft-Wärme-Kopplungsbonus, den Kraftwerke dann erhalten, wenn sie die Abwärme ihrer Stromproduktion ins Wärmenetz einspeisen. Der Vorschlag dieser „Wissenschaftler“ sieht nun vor, alle drei Umlagen zu Zeiten eines Stromüberangebots zu senken, um dadurch den Strom deutlich billiger zu machen, im umgekehrten Fall dagegen zu steigern, d.h. den Strom deutlich teurer zu machen. Schon heute, so ihr Argument, gebe es in Deutschland eine Reihe „wetterfühliger Fabriken“. Künftig solle diese Technik zum Standard werden.

Fernab jeden Realitätsbezugs

Für jeden, der die Realitäten des Stromverbrauchs sowohl im Haushalt als auch im industriellen Bereich auch nur näherungsweise kennt, stellt sich die Frage, aus welcher Abteilung man denn heute solche „Wissenschaftler“ rekrutiert. Schon im Haushalt werden Strom, Heizung, Warmwasser und Licht dann gebraucht, wenn die Bewohner zuhause sind und es zum Tagesablauf passt. Den Bürgern vorschreiben zu wollen, sie sollten morgens ungewaschen zur Arbeit gehen, weil der Wind gerade nicht weht, zeugt geradezu von Infantilität. Auch werden Straßenbahn und Eisenbahn ihre Fahrpläne wohl kaum nach solchen Kriterien kurzfristig über den Haufen werfen.

In der heutigen Zeit gibt es kaum eine Fabrik, die ihre Produktion einem wechselnden Stromaufkommen anpassen könnte, selbst Aluminiumhütten und Stahlwerke können höchstens kurzfristig mal die Produktion herunterfahren. Bei Ausfällen im Bereich mehrerer Stunden ist Schluss mit lustig, dann besteht die Gefahr, dass ihnen die Öfen einfrieren. Eine Steigerung ist dagegen faktisch unmöglich, da solche Produktionseinrichtungen ansonsten stets mit der maximal möglichen Auslastung gefahren werden, mehr Strom kann gar nicht in mehr Produktion umgesetzt werden. Moderne, computergesteuerte Fertigungsanlagen können ihre Produktion, die von ausgetüftelten Parametern, langfristigen Planungen, Transport- und Logistikketten sowie Markterfordernissen diktiert wird, sowieso nicht mal „so eben“ den Launen von Wind und Sonne anpassen.

Der Vorschlag dieser angeblichen Wissenschaftler ist so unsinnig, dass jedem, der moderne Fabriken und ihre Abläufe kennt, schlicht die Worte fehlen, um den hinter solchen Vorschlägen steckenden Grad an Ignoranz noch mit halbwegs höflichen Worten zu beschreiben. Ebenso könnte man vorschlagen, die zeitlich bis ins kleinste Detail durchoptimierten Abläufe in einem modernen Containerhafen wieder an das Timing von Teeklippern anzupassen, die auf See mal wieder in eine Flaute geraten sind. Oder einer werdenden Mutter raten, die Wehen doch bis nächste Woche aufzuschieben.…

Fred F. Mueller

[SPIE] http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/energiewende-so-koennte-der-strommarkt-der-zukunft-aussehen-a-1017164.html

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“wichtiger als verstaendnis ist uns selbstverstaendlich immer political correctness” (Wikipedia)

Wer nicht glauben will, dass der Klimawandel ursächlich mit dem wachsenden Verbrauch fossiler Brennstoffe zusammenhängt, also durch Menschen verursacht wird, hat es zurzeit nicht leicht, sondern muss auch mit Zensur rechnen, selbst dort, wo er es eigentlich nicht erwartet, zum Beispiel bei Wikipedia. Dort funktioniert die Zensur besonders infam, weil sie nicht auf Anhieb, sondern nur mit großem Aufwand für erfahrene Wikipedia-Benutzer ersichtlich ist.

Wikipedia-Benutzer haben ohne nachvollziehbare Begründung EIKE auf die Spamliste gesetzt, obwohl, wie Kritiker behaupten, keine der Vorraussetzungen für einen Blacklist-Eintrag zu irgendeiner Zeit erfüllt war. Die vorgeschobene Begründung, einige Artikel dort seien “gruselig”, ist nicht akzeptabel. Daraufhin hat sich bei Wikipedia eine Debatte entwickelt, die inzwischen mehr als zwanzig DIN-A4 Seiten umfassen dürfte.

Der provokative Slogan von EIKE lautet: “Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit! Umweltschutz: Ja! Klimaschutz: Nein.” In einem freien Land sollte man mit derartigen Provokationen gelassen umgehen und angeblich falsche Behauptungen widerlegen können. Die Benutzer KaiMartin (“im Moment habe ich mir vorgenommen, die Leerstellen im Artikel Drachenfliegen zu füllen”), Jbo166 (schaut vor dem Schlafengehen stets ob sich ein Dinosaurier unter dem Bett versteckt und haut mit seinem Hammer gern auf große Steine), Hg6996 (Ausbildung zum Feinmechaniker, Studiumabschluss in Biomedizintechnik. “Für Verbessern und gegen voreiliges Löschen.”), lustiger_seth (“wichtiger als verstaendnis ist uns selbstverstaendlich immer political correctness”, “prost Seth”), haben die Initiative für die Sperrung von EIKE ergriffen.
Was treibt die vier Benutzer zu ihrem Konfrontationskurs mit anderen Benutzern? Politcal correctness? Die Sperrung jedenfalls hat zur Folge, dass von der Regierung anerkannte und getragene Meinungen eine Vorrangstellung genießen, weil wichtige, konträre Fachartikel nicht verlinkt werden können.

Wer oder was ist EIKE?

EIKE ist ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber der Bevölkerung ansehen. Die Wissenschaftler haben 2007 einen Verein gegründet, der sich “Europäisches Institut für Klima und Energie e.V. nennt. Die Bezeichnung Institut ist nicht geschützt. “EIKE lehnt jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten.”

EIKE ist eine Diskussionsplatttform, veröffentlicht auf seiner Homepage wissenschaftliche Erkenntnisse, erstellt Gutachten im eigenen und fremden Auftrag, organisiert Symposien und Kongresse und bietet seine Unterstützung für die Gründung politischer Initiativen durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertisen an. Einige Mitglieder von EIKE sind bei CDU, SPD oder FDP aktiv, haben sich aber zur überparteilichen Zusammenarbeit verpflichtet.

Der Fachbeirat der EIKE-Webseite besteht aus 23 Doktoren und 24 Professoren, überwiegend in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen.

http://www.eike-klima-energie.eu/eike-europaeisches-institut-fuer-klima-und-energie/

Dieses Vorgehen hält der Benutzer Hg6996 für völlig angemessen, da das Potsdamer Institut für Klimafolgeforschung (PIK) “viele klimawandelbezogene Behauptungen von EIKE anhand diverser seriöser Literaturquellen widerlegt” habe. “Wer sich ein wenig mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wird die Behauptungen von EIKE in der Tat nur als “gruselig” bezeichnen können. Derlei Blödsinn zu denken ist prinzipiell kein Problem für Wikipedia, Blödsinn zu verbreiten jedoch schon.”

Damit maßt sich der Benutzer Hg6996 nicht nur ein Urteil über wissenschaftlich unterschiedliche Standpunkte an, sondern nimmt sich auch das Recht heraus, den freien Informationszugang zu blockieren. Der Benutzer Cabibbo ist nicht der einzige, der sich an gewisse Zeiten erinnert fühlt, “in denen das DDR-Politbüro unliebsame Schriftstücke verbieten ließ. Die offiziellen Begründungen waren auch stets “im Einklang mit DDR-Gesetzen” … Schlimmer noch, Benutzer:lustiger_seth legt hier die von ihm selbst verfassten Regeln auch noch aus. Und er wendet sie an. Das ist Legislative, Exekutive und Judikative in einer Person. Willkommen bei Wikipedia!” Die Front zur Wahrung der politischen Korrektheit steht auch nach langer Diskussion unerschütterlich fest.

Der weitere Verlauf der Diskussion bringt keine Neuheiten. Es geht den Bewahrern der politischen Korrektheit auch nicht um Inhalte oder nachweisbare Verstöße gegen die Wikipedia-Regeln, sondern um eine Art “Staatsschutz”. Der Benutzer seth verteidigt sein Urteil, im Unterschied zur DDR sei hier bei Wikipedia doch alles transparent. “Was nützt Transparenz und Kontrolle, wenn es keine Folgen hat?” fragt der Benutzer Rhodo07.

Eine Manipulation der Öffentlichkeit im Interesse der Regierungspolitik findet nicht nur bei Wikipedia statt, sie ist sehr vielfältig und tief in unserer Gesellschaft und bei den Medien angekommen. Am 10. April 2014 hatte EIKE die VII. Internationale Klima- und Energiekonferenz, Mannheim, veranstaltet. EIKE hatte es geschafft, dazu einige der weltbesten Klimawissenschaftler nach Deutschland zu holen. Darunter Richard Lindzen, Henryk Svensmark und Nir Shaviv. Das Thema “Klimawandel” fand bei Wissenschaftlern ein sehr großes Interesse, nicht dagegen in den überregionalen Medien. Lediglich der “Pfalz Express”, eine Lokalzeitung, berichtete über das Symposium.

Am 17.10.14 findet in Frankfurt/Main die 8. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-8) statt. Schwerpunktthema dieser Konferenz wird diesmal das Fracking sein. Hervorragende international anerkannte Fachleute werden die neuesten Erkenntnisse zu dieser in Deutschland sehr umstrittenen Technologie vorstellen.

Wer sich selbst ein Bild von der Arbeit EIKEs machen will, ist zu der Konferenz eingeladen:
Anmeldungen hier: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/einladung-zur-8-klima-und-energiekonferenz-8ikek-am-171014-in-frankfurtmain/
(Hinweis von EIKE: Wegen des beschränkten Platzangebotes ist eine frühzeitige Anmeldung empfehlenswert.)

Ramsar

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