Windkraftanlagen gefährden Industrie in NRW

Das als “Bester Arbeitgeber 2016” ausgezeichnete Großunternehmen „Viega“ (3.800 Beschäftigte), lehnt die geplanten Windkraftanlagen im Kreis Olpe (NRW) ab. Windkraftanlagen behinderten die Bemühungen, „hervorragendes Personal anzuwerben“, sagt Walter Viegener, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens “Viega”, und mit ihm weitere Unternehmer im Kreis Olpe. Sie sehen durch die in Südwestfalen geplanten Windkraftanlagen Standortfaktoren in der Region beeinträchtigt und sogar die Existenz von Industriebetrieben aufs Spiel gesetzt.

Mitarbeiter wollen eine Landschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten, keine Windkraftanlagen

Viega wurde erst vor wenigen Tagen als „Bester Arbeitgeber 2016“ in der Kategorie „Herstellung und Verarbeitung von Werk- und Baustoffen, Metallen und Papier“ ausgezeichnet. Das Unternehmen belegte den ersten Platz, im Gesamt-Ranking schaffte es Viega sogar unter die Top 50 von 1000 Firmen.

Der Protest gegen die geplanten Windkraftanlagen verdient besondere Aufmerksamkeit, weil die Auszeichnung Viegas die Akzeptanz der Mitarbeiter widerspiegelt. kununu: „Mitarbeiter achten immer stärker darauf, ob ein Arbeitgeber zu ihnen und ihren Wünschen passt. Das Feedback der aktuellen Mitarbeiter in Form von Arbeitgeberbewertungen, Rankings und Auszeichnungen spielt dabei eine wichtige Rolle, da es einen authentischen Blick hinter die Unternehmensfassade erlaubt.“ (kununu ist das größte Arbeitgeberbewertungsportal im deutschsprachigen Raum)

Hier zeigt sich eine der fundamentalen “Erbkrankheiten” der Energiewende: Die unterschiedlichen Interessen verschiedener Industriezweige wurden politisch zu Gunsten der Windindustrie entschieden. Deren politische Bevorzugung gefährdet nicht nur einzelne Betriebe, sondern offenbar auch ganze Regionen.

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IKZ | 04.02.2016 | Seite 1
Unternehmer machen gegen Windkraft mobil
„Anlagen gefährden Personalanwerbung“
Gunnar Steinbacholpe
Attendorn. “Vier große Unternehmen im Kreis Olpe mit zusammen mehreren Tausend Mitarbeitern sehen durch die in Südwestfalen geplanten Windkraftanlagen Standortfaktoren in der Region beeinträchtigt und sogar die Existenz von Industriebetrieben aufs Spiel gesetzt. Walter Viegener (Viega), Thomas Muhr (Muhr und Bender), Arndt G. Kirchhoff (Kirchhoff Holding) und Helmut Hinkel (Gedia) fordern in einem Brief an Bundes- und Lokalpolitiker, nichts zu unternehmen, was zu einer Schwächung der Industrie führe.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Trend zur Urbanisierung seien eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung und der Wegzug in Großstädte zu befürchten. Die Windkraftanlagen behinderten die Bemühungen, „hervorragendes Personal anzuwerben“, so die Unternehmer. Ein Werbeargument für die Region sei die Landschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Windenergie würde diesen Standortfaktoren schaden.”

Es ist nicht anzunehmen, dass der Unternehmer-Brief an Bundes- und Lokalpolitiker eine ähnliche Aufmerksamkeit erzeugen wird, wie die Verleihung der Auszeichnung Viegas als “Bester Arbeitgeber 2016”.
Deshalb vielen Dank an VernunftWende Bündnis NRW, ohne deren Veröffentlichung bei Facebook diese Warnung möglicherweise den Kreis Olpe nicht verlassen hätte.

Quellen/Medienberichte:

 

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