Warum wurden die Pandemiekriterien von der WHO geändert?

Kritiker fragten 2010 spöttisch, ob die WHO demnächst auch einen neuen Schnupfen zur Pandemie erklären wolle. „Manchmal denken einige von uns, WHO steht für Welt-Hysterie-Organisation“, meint Richard Schabas, einstmals Gesundheitschef der kanadischen Provinz Ontario …“ Dadurch sei der Weg für die enormen Einnahmen der Pharmazeutischen Industrie bereitet worden, kritisiert die Apothekerzeitung 2010.

Zehn Jahre später gelang der Coup. Am 11. März 2020 erklärte die WHO COVID-19 zur Pandemie und hält in enger Kooperation mit den Regierungen die Menschen durch den Entzug der Grundrechte und Zerstörung der Rechtsstaatlichkeit weltweit in Schach.

Korruption ist die Grundlage allen Übels

Am 11. Juni 2009 hatte die Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, die höchste Warnstufe des Pandemiestufenplans verkündet. Die Einstufung stieß auf massive Kritik. „Die durch den neuen Influenza-A/H1N1/2009-Erreger ausgelöste Neue Grippe wurde als Pandemie eingestuft, eine umstrittene Entscheidung“, erklärten Prof. Dr. Theo Dingermann und Dr. Ilse Zündorf, Institut für Pharmazeutische Biologie, Frankfurt, 2010 in der Deutschen Apothekerzeitung. Im Juni 2010 hatte die Kritik daran einen neuen Höhepunkt erreicht. Hintergrund ist eine Recherche, veröffentlicht im British Medical Journal (BMJ 2010; 340:c2912). „Danach haben einige der für wichtige Entscheidungen hinzugezogenen Berater Gelder von Roche und GlaxoSmithKline erhalten, Firmen die von der Pandemieerklärung in besonderem Maße profitiert haben.“

Die Pandemiekriterien wurden erst im Laufe der Schweinegrippe geändert. Dadurch sei der Weg für die enormen Einnahmen der Pharmazeutischen Industrie bereitet worden, kritisiert die Apothekerzeitung 2010.

Eine für Dingermann und Zündorf glaubhafte Aufarbeitung der Problematik zum Thema „Pandemie – und Schwere der Erkrankung“ finde man unter http://www.impfblog.de/2009/12/schaffen-wir-klarheit-pandemie-definition-der-who/. (Diese Seite exisitiert leider nicht mehr.)

Auch der „Spiegel“ berichtete 2010 nach Meinung von Dingermann und Zündorf sehr gut über die Ereignisse rund um die Schweinegrippe. Das Blatt habe auch Fehleinschätzungen zugegeben.

Verteilt auf 102 Länder lauern Forscher in mehr als 130 Labors weltweit auf neue Grippe-Erreger

Am 8. März 2010 schrieb der Spiegel: „Systematisch haben Seuchenwächter, Medien, Ärzte und Pharmalobby die Welt mit düsteren Katastrophenszenarien eingestimmt auf die Gefahr neuer, bedrohlicher Infektionskrankheiten. Und keiner von diesen wird mehr Aufmerksamkeit gewidmet als der Influenza: Verteilt auf 102 Länder lauern Forscher in mehr als 130 Labors weltweit auf neue Grippe-Erreger. Karrieren, ganze Institutionen und sehr viel Geld hängen daran. „Manchmal kommt es mir vor, als hätten manche geradezu Sehnsucht nach einer Pandemie“, konstatiert der Grippe-Experte Tom Jefferson von der internationalen Cochrane Collaboration. „Alles, was es jetzt brauchte, um diese Maschinerie in Gang zu bringen, war ein kleines mutiertes Virus.“

Das Kriterium für eine Pandemie „enorme Anzahl von Todes- und Krankheitsfällen“ wurde gestrichen

„Ich denke, wir haben alles richtig gemacht“, sagte John Mackenzie, der Vorsitzende des Emergency Committee der WHO, also des 16köpfigen Gremiums, das die WHO-Generaldirektorin Margaret Chan beraten hat, 2010 rückblickend.

Die Regularien besagen, dass Stufe 6 in Kraft tritt, wenn sich ein neues Virus unkontrollierbar in mehreren Regionen der Erde verbreitet. Über die Schwere der Erkrankung sagt die Einstufung jedoch nichts, erklärt die Deutsche Apothekerzeitung.

„Tatsächlich aber verbinden die allermeisten Seuchenexperten den Begriff der „Pandemie“ automatisch mit wirklich aggressiven Viren. Auf der Website der WHO etwa ist in der Antwort auf die Frage „Was ist eine Pandemie?“ von „einer enormen Anzahl von Todes- und Krankheitsfällen“ die Rede – jedenfalls bis zum 4. Mai 2009. Dann machte ein CNN-Reporter die Seuchenschützer auf den Widerspruch zur eher mild verlaufenden Schweinegrippe aufmerksam, und diese Passage wurde umgehend getilgt.“

Auch die deutschen Seuchenschützer haben nach Ansicht der Apothekerzeitung die offizielle WHO-Definition der Phase 6 offenbar gründlich missverstanden. Bei einer Influenza-Pandemie handle es sich um „eine lang anhaltende, länderübergreifende Großschadenslage“, heiße es im 2007 aktualisierten nationalen Pandemieplan. Sie verursache „derart nachhaltige Schäden, dass die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen gefährdet oder zerstört wird“.

Davon kann laut Apothekerzeitung bei der Schweinegrippe jedoch keine Rede sein.

„Kritiker fragen spöttisch, ob die WHO demnächst auch einen neuen Schnupfen zur Pandemie erklären wolle. „Manchmal denken einige von uns, WHO steht für Welt-Hysterie-Organisation“, meint Richard Schabas, einstmals Gesundheitschef der kanadischen Provinz Ontario …“

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2010/daz-24-2010/pandemie-oder-nur-geschaeftemacherei


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