Schlagwörter
Beiträge
Die britische Regierung veröffentlichte 2013 eine Grafik, welche den unglaublichen Flächenbedarf von Solar- und Windenergieanlagen im Vergleich zu Kernkraftwerken zeigt. Um 3.220 MW Strom zu produzieren, braucht das Kernkraftwerk Hinkleypoint C eine Fläche von 1,74 km². Ein Solarpark benötigt 526 km², ein Windpark 1.012 km². Für die Solar- und Windproduktion ist die benötigte Fläche etwa 300- bis 580-mal größer als die für Kernenergie. Die Grafik verschwand.
- Eine Grafik verschwindet
- Landnutzung Vergleich Kernkraft- gegen Wind- und Solarkraft
- Hinkley Point C – 26 Billionen Wattstunden pro Jahr
- Solarpark
- Windpark
- Flächenvergleich nach C3headlines
- Flächenverbrauch nach Berechnungen von EGEU
- Die Erneuerbaren sind Landfresser
- Wie berechnen ÖRR und Windindustrie den Flächenverbrauch für Windkraftanlagen?
- Buchempfehlungen
- Beitragsservice des ÖRR
- Nachtrag
Eine Grafik verschwindet
Die Darstellung (siehe Grafik oben) vergleicht die benötigte Flächeneinheit (in Hektar oder km²) nach ihrer Strommenge, die sie in einem Jahr produziert.
Die Grafik wurde gelöscht, wie Dr. Robert E. Buxbaum auf seinem Forschungsblog schreibt. 2013 zensierte das britische Ministerium für Energie und Klimawandel seine eigenen Infografiken zur Landnutzung von Windenergie.
Laut Robert E. Buxbaum berichtete The Telegraph, dass die Abteilung für Energie und Klimawandel (DECC) die Infografiken schnell von ihrer Website löschte, nachdem die Renewable Energy Association sie als „nicht hilfreich“ bezeichnet hatte. (Die Seiten von The Telegraph und Renewable Energy Association wurden zwischenzeitlich gelöscht)
Die Unterschiede des Flächenverbrauchs sind umwerfend:
Für die Solar- und Windproduktion ist die benötigte Fläche etwa 300- bis 580-mal größer als die für Kernenergie.
Der Vergleich hinkt jedoch; denn beide Energieformen können die Kernenergie wegen ihrer Unzuverlässigkeit und Abhängigkeit von Wind und Sonne niemals ersetzen.
Landnutzung Vergleich Kernkraft- gegen Wind- und Solarkraft
Der Vorteil der Kernenergie gegenüber Sonne und Wind besteht nicht nur in ihrem geringen Landverbrauch. Hinzu kommt, dass bei ordnungsgemäßem Betrieb durch die Kernenergie keine Wasser- oder Luftverschmutzung verursacht wird, sagt Robert E. Buxbaum.
Robert Buxbaum ist Präsident von REB Research, einem Hersteller von Wasserstoffgeneratoren und -reinigern – hauptsächlich auf der Basis von Membranreaktoren. In seiner Doktorarbeit befasste sich Buxbaum mit Kernfusionskraft. Sein privates Interesse gilt dem Naturschutz.
Buxbaum vergleicht den Flächenverbrauch der verschiedenen Techniken mit den geleisteten Wattstunden pro Jahr.
Hinkley Point C – 26 Billionen Wattstunden pro Jahr
Das Kernkraftwerk Hinkley Point liegt an der Südwestküste von England in der Grafschaft Somerset.
Der Standort für das neu zugelassene Kernkraftwerk Hinkley Point C umfasst 174 Hektar oder 1,74 km² oder 1.740.150 m² (430 Acres). Er ist derzeit die Heimat von Hinkley Point B, einem Kernkraftwerk, das für den Ruhestand vorgesehen ist. Wenn Hinkley Point C an demselben Standort gebaut wird, werden 26 Billionen Wattstunden pro Jahr (3.200 MW, 93% Betriebszeit) hinzukommen, was etwa 7% des gesamten britischen Bedarfs entspricht. Noch mehr Energie würde von diesen 430 Acres geliefert, wenn Hinkley B nicht heruntergefahren wird.
Solarpark
Ein Solarpark zur Produktion von 26 Billionen W/h/Jahr würde 52.609 Hektar oder 526 km² oder 526.091.800 m² (130.000 Acres) benötigen. Auf dieser Fläche würden sie auf jeden m² umgerechnet 1,36 Stunden Sonne pro Tag haben, was angesichts des Platzes für Straßen und Energiespeicher und dem trüben Wetter in England nicht unangemessen ist. Solarenergie erfordert viel Energiespeicherung, da Sie nur tagsüber, wenn keine Wolken vorhanden sind, die volle Leistung bringen.
Windpark
Ein Windpark benötigt noch mehr Land als Solaranlagen, 101.171 Hektar oder 1.012 km² oder 1.011.715.000 m² (250.000 Acres). Die Turbinen müssen einen gewissen Abstand voneinander haben. Zwar kann die Windparkfläche doppelt genutzt werden, so dass beispielsweise 1.000 Quadratkilometer Land bewirtschaftet werden können. Es ist jedoch immer noch viel Platz für Zuwege und Instandhaltungen erforderlich.
Flächenvergleich nach C3headlines
Bereits 2009 hatte C3headlines.com nach eigenen Angaben ein ähnliches Bild zu einem Flächenvergleich erstellt. Es zeigt, wie viel Land benötigt würde, um alle US-amerikanischen Anlagen für fossile Brennstoffe durch Solar- und Windkraftanlagen zu ersetzen. Die Grafik basiert auf einer Analyse, die laut C3 jedoch gelöscht wurde.
Flächenverbrauch nach Berechnungen von EGEU
„Es gibt in Deutschland keinen annähernd so extremen Flächenverbrauch wie bei den für die sog. Energiewende hoch subventionierten Techniken Windkraft und Biomasse-Verstromung.“ Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Günter Keil (EGEU).

Die Unterschiede in deren Flächenbedarf sind extrem, sagt Günter Keil. Konventionelle Kraftwerke benötigen zwischen 25 und 50 m² pro Million in einem Jahr erzeugten Kilowattstunden (kWh). Selbst bei der Berücksichtigung der Tagebaufläche für ein Braunkohlekraftwerk liegt der Flächenbedarf „nur“ bei 1.330 m²/GWh. Für die „Erneuerbaren“ ergeben sich nach der Berechnung Keils noch weitaus höhere Werte:
Die Windparks an Land beanspruchen nach seiner Berechnung etwa die 1.700-fache Fläche konventioneller Kraftwerke.
Die Erneuerbaren sind Landfresser
Für die riesigen Maisfelder, die für die Biogaserzeugung und die anschließende Verstromung des Biogases angelegt wurden, ergibt sich ein noch höherer Flächenbedarf von rund 590.000 m²/GWh, sagt Günter Keil.
Das ist mehr als das 15.000-fache des Flächenbedarfs für Kohle-, Gas- und Kernkraftwerke, die die gleiche Jahres-Strommenge erzeugen – und das in einem dichtbesiedelten Land.
Wie berechnen ÖRR und Windindustrie den Flächenverbrauch für Windkraftanlagen?
Die Windindustrie schweigt sich über Berechnungen nach erbrachten Leistungen der technischen Anlagen aus.
Als Beispiel für das öffentlich-rechtliche Nachplappern von Werbeinformationen der Windindustrie dient dieses Mal nicht der WDR, sondern der Bayerische Rundfunk (BR). Er hat, weil es modern ist, einen „Faktenfuchs“.
Der „Faktenfuchs“ des BR sagt, er habe fünf Behauptungen über Windkraft geprüft. Darunter auch die These: „Für Windkraft geht zu viel Fläche drauf!“ Der BR beruft sich auf zwei Quellen, die denselben methodischen Ansatz, die Bodenversiegelung als Kenngröße wählen. Keine der Quellen setzt sich mit dem Verhältnis von erbrachter Leistung und Flächenbedarf auseinander.
- Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages
Laut einer Untersuchung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages ist der „Flächenverbrauch vergleichsweise gering“.
Die Ausführungen des Wissenschaftlichen Dienstes beschränken sich auf einen einzigen Satz: „Der Flächenbedarf ist bei der Installation von Windkraftanlagen vergleichsweise gering.“ Dabei bezieht sich der Wissenschaftliche Dienst auf zwei Quellen, eine davon ist das Bundesumweltamt. - Die Windindustrie
Die Windindustrie gibt ihn mit 0,15 bis 0,25 Hektar pro Windrad an. Zum Vergleich fügt der BR hinzu: Laut Umweltbundesamt werden für die Braunkohle-Verstromung 7,5 Hektar aufgebraucht – täglich.
Das Fazit des BR ist blamabel und bestätigt den Verdacht, dass der ÖRR in die Rolle eines mit privatunternehmerischen Interessen verknüpften Staatsfunks geschlüpft ist. Vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk muss jedoch kein Gebührenzahler unwidersprochen hinnehmen, dass ihm wichtige Informationen vorenthalten werden.
Buchempfehlungen
Beitragsservice des ÖRR
Nachtrag
Erneuerbare Energien im Realitätscheck – David MacCay. Synchronisiert von Simeon Preuß.
Nicht jeder ist käuflich. Die windige Idee vom Windbürgergeld stammt vom SPD-Fraktionsvizechef Matthias Miersch. Einzelheiten sind noch nicht veröffentlicht, aber der Vorschlag zeigt eine erschreckend feindselige Haltung der SPD gegenüber dem Willen und der Gesundheit der Bürger. Die Bedrohung der von Windkraftanlagen Betroffenen ist real und keine Phantasie von „Windbürgern“, die sich mit Almosen abspeisen lassen. Dies wird unter anderem in dem Ausschnitt aus: SWR AKTUELL RP vom 25.04.2018 deutlich:
Windbürgergeld
Der SPD-Fraktionsvizechef Matthias Miersch, der als Umweltminister im Gespräch war, hat seine Idee in der Neuen Osnabrücker Zeitung vorgestellt.
Miersch zeigt sich überzeugt, dass eine Belohnung dazu beitragen werde, den Widerstand gegen Windräder vor der Haustür zu überwinden. Auf diese Weise werde der Ausbau der „erneuerbaren Energiequelle“ ermöglicht, sagt Miersch.
Der promovierte Jurist aus Hannover ist Sprecher der Parlamentarischen Linken der SPD-Bundestagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit; Energie; Ernährung und Landwirtschaft sowie Tourismus.
Gleichzeitig mit der Ankündigung des Windbürgergeldes droht Miersch, die Klagemöglichkeit einschränken zu wollen. Diese Androhung, parallel zum Geldgeschenk, werde viele betroffene Bürger eher aufbringen anstatt besänftigen, meint Hagen Strauß in einem Kommentar der WZ. Das Windbürgergeld stehe damit zunächst einmal nur für das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche, sei aber „erst mal viel Wind um nichts. Denn mehr als den eher skurrilen Begriff „Windbürgergeld“ hat die SPD noch nicht auf den Markt geworfen.“
Ungeklärt sei auch die Frage, was eigentlich passiert, wenn der Nachbar die Prämie will, der andere aber nicht?
Miersch strebe in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe eine Einigung zu dem Konzept noch im ersten Quartal des Jahres an, berichtet die Zeit.
Windkraft löst weder das Energie- noch das Klimaproblem
Bei der Entscheidung, welche Energieform zu bevorzugen ist, wurde die Forschung ausgeklammert und eine öffentliche Debatte darüber verhindert. Selbst 2012, ein Jahr nach dem Reaktorunfall in Fukushima, gab es keine Mehrheit, die einen schnellen Ausstieg aus der Kernenergie forderte. Die Propaganda gegen die Kernenergie war massiv und weltweit einzigartig. Dazu gehörte auch die Lüge über angeblich 16.000 Todesopfer als Folge des Unfalls. Nach mittlerweile neun Jahren wird ein einziger Todesfall mit dem Unglück direkt verbunden, aber mehr als 1.700 Menschen starben in Japan an den Folgen der Hysterie.

Die Strompreise sind mittlerweile die höchsten in Europa. Zum 1. April 2019 zahlten Haushaltskunden in Deutschland im Grundversorgungstarif durchschnittliche 31,94 Cent pro Kilowattstunde Strom.
Energiefrage wird zur Machtfrage
Die SPD will die Möglichkeiten der Bürger einschränken, dass Windkraftanlagen per Klage verhindert werden können. Die Drohung verstehen kritische Bürger sehr gut. Ein sinnloses Energiekonzept lässt sich in letzter Konsequenz nur mit Gewalt durchsetzen.
Das Energiekonzept ist sinnlos, weil zwar immer mehr Strom mit sogenannten Erneuerbaren Energien produziert wird, aber nicht zu den Zeiten, wenn er gebraucht wird. Gespeichert werden kann die zuviel produzierte Menge nicht. Sie wird zu Schleuder- oder sogar Negativpreisen ins Ausland verkauft. Gleichzeitig wird Kohle- und Atomstrom aus dem Ausland importiert, nach dem Abschalten der Kernkraftwerke mehr als je zuvor – wenn die Nachbarn Strom übrig haben.
Die bisherigen „langatmigen Planungsprozesse“, die Miersch kritisiert, schützen die Verbraucher vor unsinnigen Preissteigerungen. Die Beschwörungsformel des SPD-Fraktionsvizechefs, Deutschland werde sie sich nicht mehr erlauben können, wenn die „enorme Transformation“ der Energieversorgung bewältigt werden soll, ist irreführend.
Die Energiefrage wird in Deutschland als Machtkampf ausgetragen. Es geht nicht um die vernünftigste Möglichkeit zur Versorgung der Bevölkerung mit Energie (Strom, Heizung, Verkehr), sondern darum, dass die Bundesregierung ihren Weg der fundamentalistischen Energiewende, egal was komme, zu Ende gehen will. Aus falschem Ehrgeiz und Geltungsbedürfnis gegenüber dem wachsamen Ausland versteigt sie sich in eine Kampfansage gegen die eigene Bevölkerung, die einen viel zu hohen Preis für die Energiewende, einschließlich den ihrer Gesundheit, zahlen soll.
Widerstand gegen Windwahn
Nicht die Windkraft an Land steckt in einer Krise, wie die Zeit meint, sondern die Bundesregierung. Rund 1.000 Bürgerinitiativen protestieren gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen. Derzeit sind laut Zeitungsberichten in Deutschland Klagen gegen 300 Windräder anhängig. Es könnten mehr werden, auch nach der Fertigstellung.
Die Windkraftgegner hocken nicht auf Bäumen, sabotieren keine Windkraftanlagen, werfen keine Brandbomben, schießen nicht mit Zwillen, genießen nicht die Unterstützung durch die etablierten Parteien, die großen Umweltverbände, Gewerkschaften und Kirchen, werden überregional kaum von den Medien beachtet – aber sie haben überzeugende Argumente und Fachleute auf ihrer Seite. Das wissen offenbar auch einige Realisten in der Bundesregierung, die zudem die wachsende Gefahr gelber Westen sehen.
Die realistischeren Politiker konnten offenbar dafür sorgen, dass zumindest die Vorschriften für die Genehmigung und den Betrieb neuer Anlagen verschärft wurden. Der Mindestabstand von 1.000 Metern, auf den sich CDU/CSU und SPD im Klimapaket geeinigt hatten, reicht zum Schutz der Bevölkerung nicht aus. Die negativen Auswirkungen des Infraschalls durch Windkraftanlagen lassen sich noch in einer Entfernung von 20 Kilometern und mehr feststellen.
Auch wenn der Kompromiss fragwürdig ist, verlangt Bayern zumindest die zehnfache Höhe der Windkraftanlage (2.000 Meter bei 200 Meter hohen Anlagen) als Abstand zur Wohnbebauung. Nordrhein-Westfalen beschloss einen Mindestabstand von 1.500 Metern. Die Windbranche reagiert entzürnt.
Die bundesweite Festschreibung von 1.000 Meter Mindestabstand bringt jedoch die Profiteure der Energiewende in Rage. Sie sagen, dass Flächen fehlen, und damit sei der notwendige Ausbau kaum oder gar nicht möglich.
SPD will „auf Zielkurs“ kommen
Da der Ausbau der Windenergie dem Klima nicht nutzt, ist die Forderung Mierschs nach einem raschen Ausbau von Wind- und Solaranlagen, sinnlos.

Vom Klima ist in Verbindung mit der Energiewende auch kaum noch die Rede, sondern vom Klimaziel. Miersch will, wie er sagt, „auf Zielkurs“ kommen. Der Zielkurs lautet: Anteil des Ökostroms von derzeit etwa 45 Prozent bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. Koste es, was es wolle, sagt Miersch nicht, er handelt aber danach und fordert flexiblere Mindestabstandsregelung.
Politisches Ping Pong bei der Umweltzerstörung
Miersch bezeichnete laut „Zeit“ die geplante Offensive bei den erneuerbaren Energien als „nächsten großen Prüfstein für die große Koalition“.
Wirtschaftsminister Peter Altmaier pariert die Forderungen der SPD und des Umweltministeriums auf seine Weise: Er weist vor allem Svenja Schulze (SPD) Verantwortung zu. Beim Arten- und Naturschutzrecht seien dringend Änderungen notwendig, um Blockaden abzubauen, sagt Altmaier. Diese Forderung bringt Naturschützer gegen ihn auf die Palme.
Der Jurist Miersch (kein Fachmann für Kernphysik, Strömungsdynamik, Thermodynamik, Klimawissenschaften, Meteorologie, Akustik, Ingenieurwissenschaften oder Medizin) lehnt ab, den Kohleausstieg zu bremsen oder die Kernenergie länger zu nutzen: „Ein Zurück zur Atomkraft darf es nicht geben. Das wäre hochgefährlich und völlig falsch“, sagte Miersch laut „Zeit“.
Die Endlagerung werde ohnehin noch Milliarden kosten, sagt er wider besseren Wissens. Denn deutscher Atommüll dient in Russland zur Produktion von Strom, obwohl er auch in Deutschland kostengünstig verwertet werden könnte. Eine Endlagerung ist mit modernen Kernkraftwerken nicht notwendig. Bei inhärent sicheren Kernkraftwerken gibt es auch keine Sicherheitsgründe, die gegen die Nutzung der Kernenergie sprächen. Aber Vorurteile und Angst schweißen die Lobbyisten der Windenergie zusammen. „Statt das Atomgespenst aus der Mottenkiste zu holen, sollten alle Klimaaktivisten erkennen, dass die Zukunft nur in erneuerbaren Energien und in mehr Effizienz beim Energieverbrauch liegt“, sagte der SPD-Fraktionsvize.
Das letzte Kernkraftwerk soll 2022 vom Netz gehen und bis 2038 soll mit dem Strom aus Kohle Schluss sein. Ohne Nutzung der Kernenergie und des Verzichts auch auf längere Stromunterbrechungen ist dieses Ziel unerreichbar.
Die SPD verliert Wähler. Nicht die Grünen oder die Union werden zukünftig hauptursächlich mit steigenden Strompreisen, Armut, Energiearmut, Demobilisierung und Arbeitsplatzvernichtung in Verbindung gebracht werden, sondern die. Noch halten die Medien, von denen sich viele im Besitz der SPD befinden, den endgültigen Absturz auf.
Faina Faruz
Titelfoto: geralt, pixabay
Mit der Lebensqualität und dem Tourismus könnte es auf der Insel Frøya bald vorbei sein. Denn die Stadtwerke der Landeshauptstadt München (SWM) werden in Absprache mit der norwegischen Regierung dort 14 Windräder bauen, jedes von ihnen 180 Meter hoch.
Ein Bild, das Anne M. Eiesland zur Herbstausstellung von Kvina kunstnarlag allen Windkraftgegnern widmet, „die für das Land kämpfen, das ich liebe, und ein besonderes Dankeschön an alle, die „Nein zu Windkraftanlagen auf Frøya“ sagen.
Frøya kommt unter die Räder
Frøya gehört zu einer Inselkette vor der Küste Mittelnorwegens. Etwa 4 500 Menschen leben auf der kleinen Insel. Der größte Teil der Gemeinde ist Teil des Naturreservats Froan. Im Reservat brüten rund 50 verschiedene Vogelarten. Außerdem gibt es unzählige Vögel, die das Gebiet kurzzeitig besuchen.
visitnorway wirbt für den Tourismus: „Mancher Tourist findet den Weg hierher, um die ganze Sommernacht lang zu angeln, während andere hierherfahren, um Seeadler beim Fischen zu beobachten oder um mit der Kamera eine Erinnerung fürs Leben festzuhalten.“
Den Seeadler könne man überall in den Schären sehen, verspricht visitnorway. Das wird stimmen – solange die Seeadler nicht mit einem der bisher geplanten 42 Rotorblätter kollidieren.
Die bayerische Landeshauptstadt München streckt jedoch ihre Finger nach Norwegen aus. Sie ist „ehrgeizig“ und will sich als erste Millionenstadt der Welt ausschließlich mit erneuerbaren Energien versorgen. Koste es, was es wolle? Nun ja, es sind 250 Millionen Euro für die Verspargelung Frøyas im Klima-Spieltopf.
Die Partner
Partner beim Bau der Windkraftanlagen auf Frøya sind die Stadtwerke München (SWM) und die Midgard Vind Holding AS.
Stadtwerke München
Die Stadtwerke München (SWM) sind eines der größten deutschen kommunalen Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen. Ihre Einnahmen betragen mehr als 8 Milliarden Euro. Beschäftigt sind dort rund 9.000 Mitarbeiter.
Die SWM haben laut Geschäftsbericht 2018 Anteile an der Midgard Vind Holding AS in Höhe von 104 Mio. EUR erworben.
Midgard Vind Holding AS

Sitz der Midgard Vind Holding AS ist Trondheim, Norwegen. Das Unternehmen wurde erst am 02.07.2018 als Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von NOK 3.006.000 (rund 300.000 Euro) registriert. Als Unternehmenszweck wird „Entwicklung und Finanzierung von Windenergieprojekten durch direkten oder indirekten Besitz sowie Bau und Betrieb der Windenergieanlagen, Erzeugung von Strom aus Windenergie, Umwandlung dieser Energie und Umwandlung der damit verbundenen Stromzertifikate sowie Ausübung von Tätigkeiten, die in einem natürlichen Zusammenhang stehen dies“ genannt. Es ist keine Firmenwebsite registriert.
Es werden drei Angestellte angegeben; Der Vorstand besteht aus 4 Männern.
Zahlentricks aus München
Bis 2025 wollen die Stadtwerke München (SWM) so viel Ökostrom produzieren, dass es für alle Wohnungen, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen reicht, berichtet das Handelsblatt.
Die Anlagen auf Frøya sollen so viel regenerative Energie produzieren, wie etwa 409 000 Münchener Haushalte verbrauchen. Bei dieser Angabe fehlt allerdings der Vermerk „Nennleistung“. Der fundamentale Unterschied zwischen elektrischer Leistung (der rechnerischen Kapazität) und elektrischer Arbeit (der tatsächlichen, erbrachten Stromproduktion) wird von Windkraftbetreibern in der Regel aus gutem Grund vermieden. Denn es kommt schließlich nur auf das Zertifikat und nicht auf die erbrachte Leistung an.
Auf der Suche nach einem Mitspieler beim großen Energiespiel wurden die SWM ausgerechnet in Norwegen fündig. Norwegen braucht selbst keine Windräder. 93 Prozent seiner Energie stammt aus Wasserkraft. Und die bereits vorhandenen Wasserwerke ließen sich modernisieren, sodass Norwegen komplett auf Windenergie verzichten könnte.
Der Strom muss auch nicht real von Norwegen nach München fließen, er kann ins europäische Stromnetz eingespeist werden und sich dort mit Strom aus Kohle und Kernkraft mischen. Das ist dem grünen Gewissen der Stadtwerken München egal. Was für sie zähle, sei die Bilanz, argumentieren die Bayern laut Handelsblatt.
Bürgerinitiative gegen „deutsche Besatzung“
Ihren Stadtpark wollen die Münchner keinesfalls für den Deal mit dem Windstrom opfern. Und die bayerischen Wälder sind durch die im Freistaat geltenden Abstandsregelung weitgehend geschützt. Der Bau von platzraubenden Windkraftindustrieanlagen scheitert in Deutschland zunehmend an fehlenden geeigneten Flächen und an den Protesten der Anwohner.
Aber auch in Norwegen wachse überall der Widerstand gegen Windkraftanlagen, berichtet das Handelsblatt.
Die Menschen auf Frøya wollen jedenfalls nicht für das gute Gewissen der Münchener bezahlen. In Lokalzeitungen und sozialen Netzwerken ist laut Handelsblatt von „deutscher Besatzung“ und einem „neuen Kolonialismus“ die Rede. Nach wochenlang dauernden Blockaden der Baustelle habe die Gemeinde, die 2016 schon eine Genehmigung für die Pläne erteilt hatte, überraschend die Fortsetzung der Arbeiten untersagt. Erst als sich Norwegens Energieminister Kjell-Børge Freiberg einschaltete, habe sich das Blatt im Mai 2019 gewendet. Inzwischen sei klar, dass die Stadtwerke München ihren Windpark bauen dürfen.
Wenn sich deutsche Kolonialherren mit den Machthabern und Unternehmen vor Ort einigen und die Bevölkerung überrumpeln können, haben die Menschen das Nachsehen. Aber am Widerstand der Bevölkerung ist bisher jede Form des Kolonialismus und Imperialismus zerbrochen. Die Nachfahren der Wikinger sollten auch kommunale Unternehmen aus Deutschland nicht unterschätzen.
Den Artikel im Handelsblatt schrieb Michael Verfürden, Volontär. Er sagt über sich selbst: „Für die Zukunft habe ich mir drei Dinge vorgenommen: Immer offen bleiben. Klar formulieren. Und zeigen, dass man Stimmung auch ohne Emojis ausdrücken kann.“ Möge es ihm weiterhin gelingen.
Faina Faruz
Titelfoto: Anne M. Eiesland
Mexiko und das ölige 7 Milliarden-Dollar-Geheimnis
Wie fast alle, die von den unzähligen Tentakeln der Grünen Lobby berührt wurden, dachte auch Mexiko, dass der Bau von Windparks dazu beitragen würde, den Energiemix sauberer zu machen. Aber jetzt ist Aufräumen in Juchitan angesagt, um das Land von dem Öl, das aus Windkraftanlagen fließt, zu befreien.
Arbeiter tragen Masken und Augenschutz, um den kontaminierten Boden zu verpacken und verschicken. Sie haben die Sockel der Windkraftanlagen in Tücher gewickelt, um weitere Leckagen zu stoppen. Und sie sind damit beschäftigt, das Schmiermittel wegzuscheuern, das aus den Maschinen der Erneuerbaren Energien tropft.
Ein Ortsansässiger, der das Land für Windkraftwerke an das staatliche französische erneuerbare Energieunternehmen EDF vermietet hat, sagte: „Der Gestank war schrecklich, wie eine Art verbrannter Treibstoff oder Ammoniak. Die Bäume glänzten mit Öl.“ Ähnliche Berichte über diese schrecklichen Verunreinigungen finde man entlang der ganzen Küste, berichtet Green Watch.
Die Lecks bereiten der Grünen Lobby Kopfschmerzen, weil sie den Anteil der Windkraftanlagen an dem 6,9 Milliarden Dollar Energieplan Mexikos in Frage stellen.
Die Windkraftanlagen in Mexiko vertragen den starken Wind nicht
Schlimmer noch ist die offensichtliche Ursache der Lecks: starke Winde. Ähnliche Probleme wie EDF hatte auch das spanische Unternehmen Acciona SA mit seinen Windkraftanlagen, die ebenfalls nicht mit den Winden, die die Unternehmen angezogen hatten, umgehen können. Die erneuerbaren Unternehmen kannten die Risiken. Sie gaben den Grundbesitzern sogar sogenannte „Spill Kits“ für den Fall eines unweigerlichen Zusammenbruchs der Windkraftanlagen mit.
Widerstand gegen Windkraftanlagen
Bettina Cruz, ein örtliche Aktivistin, hat den Kampf gegen die grüne Lobby aufgenommen: „Du denkst vielleicht nicht, dass es nicht so viel ist, das bisschen Öl, das ins Land sickert. Aber es gibt fast 2.000 Windkraftanlagen hier und Hunderte mehr sind in den nächsten Jahren geplant. Die Lecks werden sich addieren. Und das Land verunreinigen, das wir für Wasser und Essen benutzen, sagte sie.
Sie wurde von dem lokalen Radio-Animateur Carlos Sanchez unterstützt, der in seiner Show sagte: „Die Regierung scheint Projekte an riesige Unternehmen zu vergeben, ohne zu bedenken, dass es bereits Menschen gibt, die auf diesen Ländern leben. Und sie leben seit Jahrhunderten hier.“
Typisch für die Grüne Lobby
Das Verhalten sei typisch für die grüne Lobby, sagt Green Watch. Sie mache sich keine Gedanken darüber, ob ihre Pläne Menschen, die dort leben, beeinflussen könnten, solange sie nur mit ihren Erneuerbaren Energien Kasse machen können.
Zu den unsauberen Praktiken kommen jetzt die unsauberen Hinterlassenschaften einer Energieform die den Jubel, den sie bei ehrgeizigen Politikern auslöst, nicht verdient. Volker Quaschning führt Mexiko als Kronzeuge für den weltweiten Erfolg der Windkraft auf. Er muss muss nach Art der Grünen Lobby die Menschen, die dort leben, übersehen haben.
(Übersetzung sinngemäß: Martin Schade)
Quellen:
- https://green-watch.net/revealed-the-wind-power-industrys-dirty-oily-7-billion-secret-41fc122cf2f0
- http://www.deutschlandfunk.de/windenergie-in-mexiko.799.de.html?dram:article_id=120676 (2010)
- https://amerika21.de/nachrichten/2012/05/52258/windkraft-oaxaca
- https://www.volker-quaschning.de/datserv/windinst/index.php
Fotos: green-watch.net
Gedankenexperiment
Ein Versuch zum Nachweis der sinnvollen Nutzung des Windes zur Stromproduktion.
Deutschland will bis 2050 den Strom auf 100 % Erneuerbare Energien umstellen. Der Anteil des Stroms am gesamten Energieverbrauch beträgt rund 30 %. Den Hauptanteil zur Stromerzeugung sollen Windräder übernehmen. 30 Milliarden Euro Subventionen fließen jährlich den Energiewendern zu. Sie hinterließen 30.000 grüne Fußabdrücke, und doch beträgt der Anteil der Windkraft laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) nur 2,8 % des Primärenergieverbrauchs.
Trotz aller Einwände wird weiter ausgebaut. Nach Überzeugung von Dena-Chef Andreas Kuhlmann müsse der Bund wegen Zusagen im Pariser Klimaschutzvertrag den Windstrom trotz wachsender Proteste auf fast das Vierfache von heute ausbauen.
In einem Gedankenexperiment überprüfen wir, ob es prinzipiell überhaupt möglich ist, den elektrischen Energiebedarf durch Strom aus der Windenergie über Deutschland zu decken.
Grundannahmen
Windenergie ist die kinetische Energie bewegter Luft (von griechisch kinesis = Bewegung). Bei der Umwandlung in elektrische Energie durch eine Windenergieanlage muss die Energie des Windes über die Rotorblätter zunächst in mechanische Rotationsenergie gewandelt werden, die dann über einen Generator elektrischen Strom liefert. Die Wandlung der kinetischen Energie des Windes in elektrische Energie unterliegt, wie alle Energiewandlungen, energetischen „Verlusten“. So kann dem Wind rein physikalisch nicht mehr als 59 Prozent der Leistung entnommen werden. (siehe Betz und Leistungsentnahme). Zusätzlich kommen noch aerodynamische Verluste durch Reibung und Verwirbelungen am Rotorblatt hinzu. Circa weitere zehn Prozent Verluste entstehen durch Reibung in den Lagern und dem Getriebe sowie im Generator selbst, in den Umrichtern und den Kabeln als elektrische Verluste. https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/funktionsweise/energiewandlung/
Gedankenexperiment
Windkraftenergieanlagen (Windkraftanlagen) sind Energiewandler. Das heißt, sie wandeln kinetische Energie (Bewegungsenergie) in Strom um. In einem Gedankenexperiment soll berechnet werden, wieviel Strom der Bewegungsenergie, die in dem Medium Wind gespeichert ist, mit Hilfe von Windkraft geerntet werden kann. Für die Berechnung wird eine Fläche angenommen, auf die der Wind in Deutschland trifft. Wir bezeichnen sie als Querschnittsfläche. Die physikalischen Bedingungen werden benannt und die Formeln, die eine Berechnung der maximalen Energieernte aus der Windenergie ermöglichen.
Querschnittsfläche
- Die längste Ausdehnung Deutschlands von Norden nach Süden beträgt in der Luftlinie 876 km, von Westen nach Osten 640 km (640.000 m). List auf der Insel Sylt im Norden, das sächsische Deschka im Osten, das bayerische Oberstdorf im Süden und Selfkant (Nordrhein-Westfalen) im Westen.
- Windenergieanlagen erreichen in unserer Modellrechnung eine Höhe von 300 Metern, die neue Anlagen in den nächsten Jahren erreichen sollen.
- Aus der Länge und Höhe ergibt sich eine Querschnittsfläche von 640.000 m x 300 m, die der Wind über Deutschland, überwiegend aus südwestlicher Richtung kommend, überstreicht.
Physikalische Bedingungen
Wir gehen davon aus, dass die Windgeschwindigkeit über diese Querschnittsfläche kontinuierlich weht: 24 Stunden, 365 Tage. Die Windgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit der Luft gegenüber dem Boden. Sie wird normalerweise in „Meter pro Sekunde” (m/s) gemessen. Um eine Windkraftanlage mittlerer Größe wirtschaftlich zu betreiben, muss die Windgeschwindigkeit in Höhe der Nabe bei etwa 5 m/s liegen. Wir nehmen an, dass die mittlere Windgeschwindigkeit 7 m/s beträgt. Das bedeutet, dass die Querschnittsfläche innerhalb einer Sekunde um sieben Meter in Richtung Lee (windabgewandte Seite) verschoben wird (Volumenstrom).- Die Luft, ein Mischgas, hat eine Dichte (rho) von 1,26 kg pro Kubikmeter.
- Der maximale Wirkungsgrad (cp), der mit einer Windkraftanlage theoretisch zu erzielen ist (Betzsches Gesetz) ist 16/27 oder 0,59 cp. Eine Windkraftanlage kann also theoretisch nicht mehr als 59 % der Windenergie ernten.
Formeln zur Berechnung der Energieernte
Die Energieberechnung erfolgt auf der Grundlage der Formel zur Berechnung der kinetischen Energie (Bewegungsenergie). Die Formel zur Berechnung der kinetischen Energie (Ekin) lautet:
Ekin= m*v22
Dabei steht „m“ für die Masse, also eine Maßzahl für die Menge an Materie in einem Objekt, und „v“ für die Geschwindigkeit des Objekts, oder auch die Rate, in der das Objekt seine Position verändert. Die Angabe erfolgt in Joule (J), der Standardeinheit für kinetische Energie.
- Die kinetische Energie wird in Rotationsenergie
Erotumgewandelt. Sie bezeichnet die erntbare Energie. Die Berechnung erfolgt mit Hilfe der Formel
Erot=cp*ρLuft*Aanström*v32=cp*m.*v22 m.„m“ ist der Massestrom pro Sekunde der bewegten Luft und berechnet sich wie folgt:
Aanström=640.000 m* 300 m
Anströmflächemal Bewegungsgeschwindigkeit
5 msek= Volumen, das pro Sekunde über die Fläche streicht (Volumenstrom)
V.=Aanstrtöm*v - Damit der Luftmassenstrom ermittelt werden kann, muss der Volumenstrom
V.mit der Dichte
ρmultipliziert werden
m.=V*ρ.Die Berechnung ergibt für „m“:
m.= 640.000m*300m*5msek*1,26kgm3=1209600000kgsek*m2
- Für den Energiebedarf pro Jahr
Erot_tergibt sich folgender Wert:
Erot_t=cp*ρLuft*Aanström*v3*ta2 - Erot_t=cp*m.*v2*ta2
- Erot_t=0,59*1209600000kgsek*m2*5msek22*(3600*24*365)*sek
Erot_t=281326348800000000kg*m2 sek2
- Erot_t=281.326.348.800.000.000 J=281,32 pJ
Aus der Berechnung ergibt sich eine maximale Energie über die gesamte Windanströmfläche Deutschlands (lückenlos) .
Setzen wir eine Windgeschwindigkeit von 7 m/s in die Formel ein, so erhalten wir einen Wert von 394 PJ (2,91 % des Primärenergieverbrauchs).
Der Energiebedarf in Deutschland
Die Frage, ob es prinzipiell überhaupt möglich ist, den elektrischen Energiebedarf durch Strom aus der Windenergie über Deutschland zu decken, wird durch den tatsächlichen Energiebedarf beantwortet: 2016 betrug der Endenergieverbrauch 13.451 PJ.
Das BMWI geht bei der Windenergie 2016 von einem Primärenergieverbrauch von 380 PJ aus. Die Windenergie soll den Hauptanteil zur Stromerzeugung übernehmen. Der Anteil der Windkraft liegt laut BMWI bei 2,8 % des Primärenergieverbrauchs.

Schlussfolgerung und Aussichten
- Rekordmeldungen über die Einspeisung von Strom aus Windenergie täuschen darüber hinweg, dass über das Jahr gesehen Windkraftanlagen nach der Modellrechnung nicht mehr als einen Anteil von maximal 2,91 % an der Energieversorgung (Primärenergieverbrauch) haben können. Jede zusätzlich gebaute Windkraftanlage trägt nicht zur Stromversorgung bei.
- Die Bewegungsenergie ist verbraucht, der Wind wird immer schwächer. Er würde möglicherweise aus anderen laminaren Schichten nach einigen hundert Kilometern aus höheren Schichten in bodennahe Schichten nachströmen, aber die kinetische Energie ist verbraucht, wodurch nicht unmaßgebliche Auswirkungen auf das Wetter die Folge des massiven Ausbaus von Windkraftanlagen sein werden.
Wind Stilling
Nicht nur in Deutschland wird der Wind immer schwächer. International ist das Problem als Wind Stilling bekannt. Meteorologen haben die ständig zunehmende Zahl von Windrädern als Ursache im Verdacht. In diesem Sinne äußerte sich zum Beispiel das Team von Donnerwetter.de, ein privater Wetterdienstleister, der seit dem Beginn der 90er Jahre Wettervorhersagen für Tageszeitungen, Winterdienste, Stadtwerke, Internetseiten und vor allem auch für Radiosender erstellt, in einer Pressemitteilung am 29.05.2015.
Die Meteorologen des Bonner Wetterdienstes Donnerwetter.de teilten mit, dass durch Deutschland ein immer schwächerer Wind wehe. Wurden beispielsweise in Osnabrück in den 1960er-Jahren noch im Jahresmittel Windgeschwindigkeiten von 3,7 Meter pro Sekunde gemessen, seien es inzwischen nur noch 3,2 m/s. Ein Rückgang von über 13 Prozent. An fast allen Wetterstationen im Binnenland, die die Meteorologen analysiert haben, sehe der Trend ähnlich aus. „An den meisten Orten hat die mittlere Windgeschwindigkeit sehr deutlich abgenommen“, sagt Dr. Karsten Brandt. Und er hat einen Verdacht: „Wir glauben, dass die in den letzten 15 Jahren immer massiver ausgebauten Windkraftanlagen die Windgeschwindigkeit beeinflusst haben.“
Der Trend des immer schwächeren Windes sei vor den Windkraftanlagen, auf der offenen See, nicht zu beobachten, sagt Donnerwetter.de: „Im Gegenteil: Auf Norderney oder Helgoland nahm der Wind in den vergangenen 20-30 Jahren sogar ganz leicht zu. Doch bereits kurz hinter der Küste, und damit hinter den ersten Rotoren, registrierten die Donnerwetter.de-Meteorologen in Norddeutschland einen Rückgang der mittleren Jahreswindgeschwindigkeit von 3,8-3,9 m/s auf unter 3,5 m/s.
„Natürlich hat deutschlandweit auch die Zunahme der Bebauung durch Häuser und vor allem Hochhäuser einen leicht bremsenden Effekt“, räumt Brandt ein. „Die bremsende Wirkung der Windkraftanlagen dürfte diesen aber übertreffen.“ Verschiedene Studien unterstützen die Vermutung der Meteorologen. „Dänische Untersuchungen haben gezeigt, dass sogar noch 14 Kilometer hinter einem Windpark die Strömung schwächer ist als davor“, erklärt Dr. Brandt. Ein Effekt, um den sich auch die Betreiber solcher Anlagen Sorgen machen. Wird ein neues Generatorenfeld in der Hauptwindrichtung vor einen bestehenden Rotorenpark gebaut, können die Einbußen über 50 Prozent betragen, haben amerikanische Studien ergeben.
In Norddeutschland steht inzwischen pro 10 Quadratkilometer ein Windrad. Aus der norddeutschen Luftströmung – so die Folgerung der Meteorologen von donnerwetter.de – wird deshalb mittlerweile so viel Energie gewonnen, dass bei Nordwinden im norddeutschen Binnenland ein schwächerer Wind ankommt. Ähnlich sieht es bei Westwinden aus, die durch die Windkraftanlagen in den Niederlanden und in Belgien abgeschwächt werden.
Das ist nicht nur für die Investoren der grünen Windenergie ein Problem, meint der Donnerwetter.de-Meteorologe: „Der schwächere Wind sorgt für einen geringeren Luftaustausch. Dieser wiederum treibt die Schadstoffkonzentration in unserer Luft in die Höhe. Vor allem im Sommerhalbjahr bedeutet der fehlende Wind auch mehr Hitze im Binnenland und weniger Land-Seewind-Zirkulation. Dazu kommt auch noch, dass durch die Generatoren die Luft erwärmt wird, wie weitere Studien gezeigt haben.“
Bisher gelte der Wind als eine – wenn auch unbeständige und schlecht berechenbare – fast unerschöpfliche Energiequelle. Dass man durch die Windräder etwas seiner Energie abschöpft, galt als zukunftsweisende Errungenschaft. „Doch dass der Mensch dem Wind so viel Energie nimmt“, so das Fazit des Klimatologen, „über diese Konsequenzen sollten wir wohl vor dem weiteren Ausbau der Windenergie noch einmal nachdenken.“
Konsequenzen
Mit jeder neu hinzukommenden Windkraftanlage wächst die Wahrscheinlichkeit, dass eine intensive Versteppung des Bodens stattfindet, da die kühlende Wirkung des Windes verloren geht. In Großstädten, die hinter sogenannten „Windparks“ liegen, wird kein Gasaustausch des Stadtklimas stattfinden. Dies wird eine massive Konzentration von CO2 zur Folge haben, allein durch das ausgeatmete Gas der Stadtbewohner. Durch die Versteppung verschwindet allmählich der Pflanzenwuchs und aufgrund der mangelnden Kühlung steigt die Bodentemperatur. Da bekanntlich die Pflanzen CO2 in Sauerstoff umwandeln, ist in unserem näheren Umfeld die Sauerstoffproduktion stark eingeschränkt. Nutzpflanzen verdorren und die bodennahe Atmosphäre heizt sich auf.
Wir haben ihn endlich – den menschgemachten Klimawandel.
Erich Boson
Quellen:
- http://scienceblogs.de/frischer-wind/2009/10/12/wie-berechnet-man-die-hohenabhangige-windgeschwindigkeit/
- https://www.wind-energie.de/themen/anlagentechnik/funktionsweise/energiewandlung/
- https://www.donnerwetter.de/presse/immer-weniger-wind-durch-immer-mehr-windraeder_cid_24106.html
- https://www.shz.de/20035687
- https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Downloads/Energiedaten/energiedaten-gesamt-pdf-grafiken.pdf?__blob=publicationFile&v=34
Titelfoto: Free-Photos
Waldbesitzer lehnen die Ökostromförderung und den Ausbau von Windkraftanlagen im Wald ab.
Waldbesitzer haben grundsätzliche Einwände gegen den Bau von Windkraftindustrieanlagen. Zu den Kritikern gehören zum Beispiel Karl Georg Graf zu Solms-Laubach, Enoch Freiherr zu Guttenberg, Ferdinand Fürst von Hohenlohe-Bartenstein, Ferdinand Graf Spiegel-Diesenberg, Carl Friedrich Fürst von Wrede, Kay Laudien und viele andere. Sie wenden sich mit einem Schreiben an andere Waldbesitzer, die noch darüber nachdenken, ob sie ihren Wald für Windkraftanlagen zur Verfügung stellen.
Der massive, finanziell geförderte Ausbau von Windkraftanlagen helfe dem Klima nicht, sagen die 23 Waldbesitzer. Im Gegenteil. Aus ihrer Sicht spaltet er die Gesellschaft und schadet der Volkswirtschaft.
Die Energiewende treffe die finanziell Schwächsten am meisten. Sie berge erhebliche Risiken und Gefahren, nicht zuletzt für die Verpächter und Betreiber selbst, erklären sie.
Verkehrte Welt. Einen Aufruf wie diesen hätte man von demokratischen Parteien und Verbänden, Umweltschutzorganisationen und Kirchen erwartet.
Die Schrift eignet sich zur Vervielfältigung.
Sie kann ausgedruckt und heruntergeladen werden.
http://ruhrkultour.de/wp-content/uploads/2017/11/Brief-von-Waldbesitzern-an-Waldbesitzer.pdf
Zur Erinnerung an das Darmstädter Manifest:
1998 – 2016 Was ist vom Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung geblieben?
Titelfoto: hohlstein, pixabay
Ruhrkultour Leseempfehlung:
Kein Beitrag zur Energieversorgung.
Matt Ridley, ein britischer Peer, Politiker (Conservative Party), Unternehmer, Zoologe und Autor, legt in einem Artikel in The Spectator „Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy“ den Lesern vier Argumente nahe:
- Windenergieanlagen sind weder sauber noch grün.
- Ihr Beitrag zur globalen Energieversorgung ist Null Prozent
- Die ökologische Zurschaustellung muss dringend gestoppt werden
- Erforderlich sind Investitionen in Gas und Kernenergie
Original: Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy
Zahlentricks zugunsten Erneuerbarer Energien
Der Weltklimarat (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) hat vor kurzem seinen jüngsten Bericht veröffentlicht und sich erfreut gezeigt, dass „die Einspeisung von Windenergie in den globalen Strommarkt in einem rasanten Tempo fortgesetzt wird, nachdem festgestellt wurde, dass im vergangenen Jahr weltweit mehr als 54 Gigawatt sauberer, erneuerbarer Windenergie installiert wurden“.
Ankündigungen wie diese und die obligatorischen Bilder von Windkraftanlagen in jeder BBC-Geschichte oder Flughafenwerbung über Energie vermitteln den Eindruck, dass Windkraft heute einen großen Beitrag zur Welt Energie leiste, sagt Matt Ridley. Dieser Eindruck trügt, sagt er. Der Beitrag sei auch nach Jahrzehnten – wenn nicht Jahrhunderten – der Entwicklung immer noch trivial, wenn nicht bedeutungslos.
Der Anteil der Windkraft am weltweiten Energieverbrauch betrug 2014 weniger als ein Prozent und lässt sich als ganze Zahl mit 0 Prozent darstellen – anders formuliert: es gibt noch keine Windkraft auf dem Planeten Erde.
Selbst wenn man Windkraft und Photovoltaik zusammen rechnet, liefern sie weniger als 1 Prozent des weltweiten Energiebedarfs. Den Tabellen der Internationalen Energieagentur von 2016 sei zu entnehmen, dass die Windkraft im Jahr 2014 nur 0,46 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und Solar- und Tidenkraftwerke nur 0,35 Prozent erreichten. Es geht allerdings nicht nur um den Strom, sondern um die Gesamtenergie.
Die Mogelpackung mit Biomasse
Der Strom hat weniger als ein Fünftel Anteil an der Endenergie, der Rest besteht aus festen, gasförmigen und flüssigen Brennstoffen, für die Versorgung mit Wärme, für den Transport und die Industrie.
Solche Zahlen sind nicht schwer zu finden, sagt Ridley, aber sie werden gewöhnlich in den Berichten der unzuverlässigen Lobby (Solar und Wind) nicht erwähnt. Ihr Trick ist, sich hinter der Aussage zu verstecken, dass nahezu 14 Prozent der weltweiten Energie erneuerbar ist. Sie erwecken den Eindruck, dass sich die Angabe auf Wind und Solar bezieht. Tatsächlich besteht aber die große Mehrheit davon, nämlich drei Viertel, aus Biomasse (hauptsächlich Holz), und ein sehr großer Teil davon ist „traditionelle Biomasse“, Stöcke, Stämme und Mist, die von den Armen in ihren Häusern zum Kochen verbrannt werden. Diese Leute brauchen diese Energie, zahlen aber einen großen Preis durch gesundheitliche Probleme, die durch Rauchinhalation verursacht werden.
Weltweit steigender Energiebedarf
Aber auch in reichen Ländern, „die mit subventioniertem Wind und Solar herumspielen“, wie Matt Ridley sagt, stammt ein großer Teil ihrer Erneuerbaren Energien aus Holz und Wasser, die zuverlässigen Erneuerbaren Energien. Mittlerweile wächst der weltweite Energiebedarf seit fast 40 Jahren um etwa 2 Prozent pro Jahr. Zwischen 2013 und 2014, belegt durch die Daten der Internationalen Energieagentur, wuchs sie um knapp 2.000 Terawattstunden.
Wenn Windenergieanlagen nur diesen Zuwachs decken sollten, müssten, wenn man davon ausgeht, dass eine Zwei-Megawatt-Turbine etwa 0,005 Terawattstunden pro Jahr produzieren kann, jedes Jahr 350.000 Anlagen hinzu gebaut werden. Das wären eineinhalbmal so viele Windkraftanlagen wie in der Welt gebaut wurden, seit die Regierungen in den frühen 2000er Jahren begannen, Gelder der Konsumenten in diese so genannte Industrie zu pumpen.
Landfraß
Bei einer Dichte von grob gerechnet 20 Hektar pro Megawatt, typisch für Windparks, würden diese Turbinen eine Landfläche benötigen, die größer ist als die britischen Inseln, einschließlich Irland. Jedes Jahr. Auf 50 Jahre hochgerechnet, hätten wir jede Quadratmeile einer Landfläche von der Größe Russlands mit Windparks abgedeckt. Damit wäre aber nur der hinzu kommende Energiebedarf gedeckt. der Zubau würde aber nicht dazu dienen, die riesige vorhandenen Energieversorgung aus fossilen Brennstoffen zu ersetzen, die derzeit 80 Prozent des weltweiten Energiebedarfs liefert.
Grenzen der Optimierung
Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen, sagt Matt Ridley, dass Windkraftanlagen effizienter werden könnten. Es gibt eine Grenze für die Energie, die man aus einer bewegten Flüssigkeit herausziehen kann, die Betz-Grenze. Windkraftanlagen liegen schon nahe daran. Ihre Effektivität (der Ladungsfaktor, um den Ingenieurbegriff zu verwenden) wird durch den verfügbaren Wind bestimmt, und der variiert unberechenbar von Sekunde zu Sekunde, Tag zu Tag, Jahr zu Jahr.
Die Windenergieanlagen sind als Maschinen schon ziemlich gut. Das Problem ist die Windquelle selbst, und daran können wir nichts ändern. Sie ist ein Energiestrom niedriger Dichte. Die Menschheit hat vor langer Zeit aus guten Gründen aufgehört, sie für den Transport und die Mechanik zu benutzen. Sie war einfach nicht zuverlässig genug.
Ressourcenverbrauch und Umweltauswirkungen
Was den Ressourcenverbrauch und die Umweltauswirkungen betrifft, so sind die direkten Effekte von Windenergieanlagen – das Töten von Vögeln und Fledermäusen, der Bau von Betonfundamenten in der Natur – schlecht genug. Aber aus den Augen und aus dem Sinn ist die Umweltverschmutzung durch den Abbau seltener Erden in der Inneren Mongolei für die Magnete in den Turbinen. Dadurch entstehen giftige und radioaktive Abfälle in einem historischen Ausmaß, weshalb der Ausdruck „saubere Energie“ so ein kranker Witz ist und die Minister sich jedes Mal schämen sollten, wenn er über ihre Lippen kommt.
Windkraftanlagen vergeuden Ressourcen
Es kommt noch schlimmer. Windturbinen sind, abgesehen von den Glasfaser-Rotorblättern, meist aus Stahl, mit Betonfundamenten. Sie benötigen etwa 200 mal so viel Material pro Einheit wie eine moderne kombinierte Gasturbine. Stahl wird mit Kohle hergestellt, die nicht nur die Hitze zum Schmelzen von Erz liefert, sondern auch um den Kohlenstoff in der Legierung zu liefern. Zement wird auch oft mit Kohle hergestellt. Die Maschinen der „sauberen“ Erneuerbaren Energien verdanken ihre Existenz der fossilen Energiewirtschaft und weitgehend der Kohlewirtschaft.
Eine Zwei-Megawatt-Windkraftanlage wiegt etwa 250 Tonnen („250 tonnes“)*, einschließlich Turm, Gondel, Rotor und Rotorblätter. Überall in der Welt werden etwa eine halbe Tonne Kohle benötigt, um eine Tonne Stahl herzustellen. Rechnet man weitere 25 Tonnen Kohle für die Herstellung des Zements hinzu, kommen bereits 150 Tonnen Kohle auf jede Turbine. Wenn wir jährlich 350.000 Windenergieanlagen bauen wollten (oder eine kleinere Anzahl größerer Anlagen), benötigen wir, nur um mit dem steigenden Energiebedarf Schritt zu halten, jährlich 50 Millionen Tonnen Kohle. Dies entspricht etwa der Hälfte der EU-Steinkohle-Bergbau-Produktion. Eine ideale Voraussetzung für alle, die ein kommerzielles Interesse an Kohle und an „sauberer“, grüner Windkraft haben.
Windkraft kann keinen wesentlichen Beitrag zur Weltenergieversorgung beitragen
Der entscheidende Punkt seiner Argumente ist für Matt Ridley zu zeigen, dass es von vornherein sinnlos ist, auch nur darüber nachzudenken, dass Windkraft einen wesentlichen Beitrag zur Weltenergieversorgung beitragen kann, geschweige denn zu Emissionsminderungen, ohne den Planeten zu ruinieren. Wie der verstorbene David MacKay vor Jahren darauf hingewiesen hat, spricht die Mathematik gegen die unzuverlässigen Erneuerbaren Energien.
Zukünftige Energieversorgung
Die Wahrheit ist, wer die Zivilisation mit Energie und weniger Treibhausgasemissionen versorgen will, muss sich auf die Verlagerung der Stromerzeugung, Wärme und Transport hin zu zu Erdgas konzentrieren. Dessen wirtschaftlich förderbare Reserven sind – dank der Horizontalbohrungen und Hydraulic Fracturing – größer, als wir je geträumt haben. Erdgas hat von allen fossilen Brennstoffen die niedrigsten Emissionswerte, so dass die Emissionsintensität bei der Schaffung unseres Wohlstands tatsächlich fallen kann, während er tatsächlich steigt. So weit, so gut.
Und lassen Sie uns etwas von diesem aufkeimenden Reichtum in die Atom-, Kernspaltung und Kernfusion ivestieren, damit es in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts das Gas ablösen kann. Das ist eine konstruktive, saubere Zukunft. Alles andere ist eine politische Verdrängungsaktivität, die eigentlich als Klimapolitik kontraproduktiv ist und, was am schlimmsten ist, auf schändliche weise die Armen beraubt, um die Reichen noch reicher zu machen.
Die Übersetzung folgt weitestgehend dem englischsprachigen Text, erhebt aber keinen Anspruch auf eine vollständige Übersetzung.
Original: Wind turbines are neither clean nor green and they provide zero global energy
- Das Gesamtgewicht einer Nordex N 117 (Nennleistung 2.400 kW, Nabenhöhe 120 m) beträgt:
2.283,2 Tonnen.
Foto: https://mothersdirt.wordpress.com/tag/neodym/
Mothersdirt: „Am Beispiel der Millionenstadt Baotou wird deutlich, dass Smartphones nicht „smart“ sind und die grüne Energie zum ökologischen Sargnagel werden könnte. Der weltweite Hunger nach Fortschritt mündete dort in einen radioaktiv verseuchten Schlackensee unglaublichen Ausmaßes.“
„Die traurige Ironie um den riskanten Abbau und der einhergehenden großen Verschmutzung besteht darin, dass die Seltenerdmetalle nicht nur in den Unterhaltungsmedien wie Flat Screens und Smartphones Verwendung finden, sondern vor allem in der hochgelobten grünen Technologie, wie in Antrieben für Elektroautos, Solarzellen und Windturbinen. Da stellt sich sogar die Frage, wie „gefährlich“ oder unter welchen Aspekt von „Gefahr“ die Atomenergie im Vergleich dazu zu sehen ist! Allein in China muss in Anbetracht der Ausbaupläne von grüner Energie, der Abbau entweder sauberer und dadurch auch teurer werden, oder noch weitere hochgiftige Schlackenseen entstehen.“
Das schmutzige Geheimnis sauberer Windräder:
https://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/windkraft189.html
Titelfoto: pixel2013, pixabay
Rückbaukosten beeinflussen Ertragsberechnungen
Windkraftanlagen sind nach Angaben von Herstellern und Planungsbüros auf eine Lebensdauer von etwa 20-25 Jahren ausgelegt. „Ausgelegt“ heißt aber nicht, dass sie dieses Alter auch erreichen. Nicht berücksichtigt sind zum Beispiel Faktoren, die die Lebenszeit einer Anlage von vornherein durch ihre Position im Verbundsystem eines Windparks reduzieren.
Ein Windrad, das aus der Windrichtung gesehen in der ersten Reihe eines Windparks liegt, wird selbst unter günstigen Bedingungen im Durchschnitt nur 15 Jahre alt. Die hinter der ersten Reihe liegenden Windkraftanlagen werden je nach Entfernung zur ersten Reihe im Durchschnitt zwischen 5 und 12 Jahre alt. Die Folgen für die Ertragsberechnungen von Windkraftanlagen in nicht optimalen Windgebieten liegen auf der Hand: sie müssen häufiger ausgetauscht oder stillgelegt werden als erwartet. Die Stilllegung zieht hohe Kosten und auch Umweltprobleme nach sich.
Stillgelegte Windenergieanlagen müssen zurückgebaut werden
Stillgelegte Windenergieanlagen müssen zurückgebaut werden und dürfen nicht als Ruine in der Landschaft stehen bleiben. Dies schreibt das Baugesetzbuch vor (§ 35 Abs. 5 Satz 2 BauGB). Um eine Betriebsgenehmigung zu erlangen, müssen Anlagenbetreiber (bzw. Vorhabenträger) eine Verpflichtungserklärung zum Rückbau der Anlage samt der Beseitigung von Bodenversiegelungen abgeben. Dies ist eine zusätzliche Genehmigungsvoraussetzung gemäß § 6 BImSchG für Windvorhaben im Außenbereich. Diese bodenrechtliche Regelung dient der „größtmöglichen Schonung des Außenbereichs“. Der Rückbau bedeutet den „vollständigen Abriss aller baulichen Anlagen, die dem privilegierten Vorhaben gedient haben, einschließlich Beseitigung von Bodenversiegelungen, die mit diesem Vorhaben in einem funktionalen Zusammenhang gestanden haben.“ (Außenbereichserlass, Rückbauverpflichtung). So weit, so gut.
Aber es gibt keine Sicherheit dafür, dass der Rückbau auch tatsächlich durchgeführt wird, wie dieses Foto aus Oldenburg/Bensersiel zeigt. Das alte Fundament der sogenannten „Zeiger-Mühle“ betrachten verärgerte Landschafts- und Naturschützer als ein „Denkmal“ der verfehlten Entsorgungspolitik im Landkreis Wittmund.

Die Verpflichtungserklärung zum Rückbau der Anlage ist kein vollstreckbarer Titel. Um zu verhindern, dass ein Verpächter oder eine Gemeinde im Fall einer Insolvenz des Betreibers oder bei einem Betreiberwechsel auf den Rückbaukosten sitzen bleibt, müssen finanzielle Rücklagen und Bürgschaften für den Rückbau bereitgestellt werden. Damit sichergestellt wird, dass die Verpflichtung auch tatsächlich eingehalten wird und der Verursacher die Kosten für den Rückbau trägt, muss der Anlagenbetreiber oder Vorhabenträger bis spätestens zum Baubeginn eine finanzielle Sicherheitsleistung beibringen, in der Regel eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft, sodass im Falle einer Insolvenz die eingebrachte Rücklage zum Tragen kommen kann. In einer Nebenbestimmung kann außerdem zum Beispiel geregelt werden, dass bei einem Betreiberwechsels eine neue Bankbürgschaft vorgelegt werden muss. Eine Sicherheit für den Grundstückseigentümer/Verpächter oder die Gemeinde besteht dennoch nicht.
Gigantisches Volumen
Die moderne E 126 erreicht eine Gesamthöhe von fast 200 Metern. Sie benötigt ein Fundament von 1.500 Kubikmetern Beton, der mit 180 Tonnen Stahl armiert ist. Auf dem runden Fundament, das 3.500 Tonnen wiegt, steht der Turm aus konischen Stahlbeton-Segmenten, der 2.800 Tonnen auf die Waage bringt. Das auf dem Turm sitzende Maschinenhaus mit Generator wiegt 340 Tonnen, die Nabe mit den Rotorflügeln aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch einmal 320 Tonnen. Damit der Boden das Gesamtgewicht von über 7.000 Tonnen tragen kann, muss er zuvor mithilfe von Schottergranulat, das in 30 Meter tiefe Bohrlöcher gepresst wird, verdichtet werden.
Wie teuer ist der Rückbau einer Windkraftanlage?
Der Windenergie-Erlass NRW sieht vor, dass die Sicherheitsleistung „den Rückbau der Windenergieanlage einschließlich des den Boden versiegelnden Fundaments am Ende der voraussichtlichen Lebensdauer der Anlage vollständig abdecken“ muss (Windenergie-Erlass NRW, Ziffer 5.2.2.4). Danach sind 6,5 Prozent der Gesamtinvestitionskosten des Vorhabens als Sicherheitsleistung anzusetzen, je nach Hersteller und Bautyp auch höher oder niedriger. Die Einschätzung übernimmt ein Fachunternehmen (z. B. Abbruchunternehmen). Die zuständige Genehmigungsbehörde hat einen Ermessensspielraum, sie muss den zukünftigen finanziellen Aufwand für den Rückbau prognostisch abschätzen.
NRW nennt ein Beispiel: Betragen die Gesamtinvestitionskosten für eine Anlage zwei Millionen Euro so ist eine Sicherheitsleistung in Höhe von 130.000 Euro je Anlage (6,5 Prozent) nachzuweisen (z. B. Bankbürgschaft), sofern keine hiervon abweichenden Kosten festgestellt werden. Für alle bis zur Novelle des Baugesetzbuches im Sommer 2004 errichteten Windenergieanlagen greifen diese Regelungen aufgrund des Bestandsschutzes nicht in dieser umfassenden Form. Es gibt lediglich bauordnungsrechtliche Möglichkeiten, den Rückbau im Falle der Betriebsaufgabe behördliche anzuordnen. Dies bedeutet aber einen finanziellen Aufwand, den man dadurch zu umgehen versucht, dass „finanzielle Anreize“ geschaffen wurden, um die alte Anlage durch eine neue, effizientere Anlage zu ersetzen (Repowering).
Auf die brandenburgischen Richtwerte beruft sich auch beruft sich auch klimaretter.info. Zehn Prozent der Rohbausumme, die wiederum mit 40 Prozent der Herstellungskosten angesetzt wird, für den Rückbau kalkuliert werden müssen – am Ende seien das also vier Prozent der Baukosten. Das Onlinemagazin lässt einen Sprecher des Bundesverbandes Windenergie zu Wort kommen, der sagt, dass man in der Praxis von etwa 30.000 Euro pro Megawatt installierter Kraftwerksleistung ausgehen könne. Dieser Wert entspreche „den heutigen Erkenntnissen“. Auf die Windenergieanlage Enercon WKA E-126 umgerechnet betrüge der notwendige Rückstellung rund 60.000 Euro pro Megawatt installierter Kraftwerksleistung, insgesamt 440.000 Euro.
Ob damit die Rückbaukosten wirklich abgedeckt sind, ist fraglich. Und ob tatsächlich 6,5 Prozent der Gesamtinvestitionskosten des Vorhabens als Sicherheitsleistung angesetzt werden, unterliegt einem Ermessensspielraum der Genehmigungsbehörde.
Aus Frankreich liegt der Kostenvoranschlag einer Abbruchfirmen im Departement Aisne vor. Er kommt auf rund 345.000 Euro pro Windrad, ohne Mehrwertsteuer. Dabei ist das Gelände frei zugänglich.
Was gehört zum Rückbau einer Windkraftanlage?
Die Verpflichtung zum Rückbau des gesamten Vorhabens beinhalte die Beseitigung der baulichen Anlagen einschließlich Nebenanlagen, Leitungen, Wege und Plätze und der durch die Anlagen bewirkten Bodenversiegelung. Ziel sei es dabei, den ursprünglichen Zustand mit der entsprechenden Bodenqualität wiederherzustellen. Diese Erläuterung erhielt der CDU-Abgeordneten Steeven Bretz, Brandenburg, auf eine kleine Anfrage. Er wollte wissen:
„Welche Auflagen sind mit dem Rückbau von Windkraftanlagen – insbesondere im Hinblick auf eine vollständige Beseitigung und Entsorgung der Stahlbetonfundamente, der Türme und Turbinen sowie der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes im Bereich der Zuwegung und der von den Windkraftanlagen genutzten Fläche – verbunden?“
Der Umfang der Beseitigungspflicht wird nicht generell, sondern nur im Einzelfall festgelegt. Der zuständigen Behörde muss im Falle der dauerhaften Nutzungsaufgabe von Windkraftanlagen ein Konzept für die Beseitigung der Anlage vorgelegt werden. Die unteren Bauaufsichtsbehörden sind nach § 74 Abs. 1 BbgBO ermächtigt, Beseitigungsanordnungen zur Herstellung rechtmäßiger Zustände zu erlassen.
Die Behörde entscheidet über den Umfang der Rückbaumaßnahmen. Wie detailliert müssen der Abbau der Anlage einschließlich Fundament, die Beseitigung der Nebenanlagen (z.B. Trafostation), die Beseitigung der Wege und sonstiger versiegelter Flächen (z.B. Kranstellflächen), die Beseitigung von Anpflanzungen und die anschließende Rekultivierung aufgeführt werden? Wenn die Behörden bei der Genehmigung unterschätzt haben, werden sie Nach-Forderungen stellen können?
Die Berechnung der Rückbaukosten
Bei der Berechnung der Rückbaukosten wird von der Öffentlichkeit häufig nur dem Abbau der Rotorblätter, der Gondel und des Schaftes Beachtung geschenkt, vielleicht noch der Zuwegung, den Kabeln und Trafohäuschen, weniger dem Fundament. Und das hat, wie man sieht, gute Gründe.
Das erste Video zeigt den spektakulären Rückbau von insgesamt drei Windkraftanlagen auf der Hornisgrinde, die durch eine einzige, größere Anlage ersetzt wurden (Repowering). Es handelt sich um zwei Seewind Modelle, ein Modell 20/110 mit 110 kW und ein Modell 25/132 mit 132 kW, ersetzt durch eine Enercon E-70. Die Beseitigung der beiden Fundamente wird nicht gezeigt.
Das zweite Video dokumentiert die Beseitigung des Fundaments einer relativen kleinen Windkraftanlage (Nordex N50, am Standort Kirchberg Jagst in Kleinallmerspann). Das Fundament wird vollständig entfernt. Die Arbeit gibt eine Vorstellung von dem Aufwand, der bei größeren Anlagen getrieben werden muss.
Das Fundament einer 200 m hohen und 7.000 Tonnen schweren Enercon WKA E-126 wiegt 3.500 Tonnen und besteht aus 1.400 Kubikmetern hochfestem Beton. Völlig zu Recht bemerkt ein Youtube-Nutzer, dass so ein Rückbau von Windkraftanlagen wirklich zeitaufwändig sei , wenn er sich dieses Video ansehe. Ihn interessiere, wie lang es dann dauern würde, bis man ein Fundament von zum Beispiel einer Enercon E-126 vollständig entfernt habe?
Berechnungen der Rückbaukosten weichen extrem stark voneinander ab. Bei der Planung kann in einem ersten Schritt ein Steuerberater einer Gemeinde oder einer Bürgerinitiative für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung von Windkraftanlagen hilfreich sein, wie Johann Richter zeigt. Er setzte 2011 für eine Rückbaurückstellung jährlich einen Betrag von € 12.500 an (€ 250.000 in 20 Jahren) an und empfahl wegen der extremen Unterschiede bei Gewinn- und Verlustberechnungen, seine Berechnungen von einem neutralen Gutachter überprüfen zu lassen.
Die Baukosten der E-126 zum Beispiel betragen 11 Mio €. Ein Rückbau kann bei 6,5 % der Baukosten in 20 Jahren, wie laut Windenergie-Erlass NRW vorgesehen, nicht nur € 700.000, sondern ohne weiteres auch eine Million Euro und mehr kosten.
Keine detaillierte Aufschlüsselung für den Rückbau erforderlich
In der bereits erwähnten kleinen Anfrage wollte der Abgeordnete Steeven Bretz, CDU-Fraktion Brandenburg, wissen: „Wie hoch sind die Kosten für den Rückbau erfahrungsgemäß?“ Er bat um eine detaillierte Aufschlüsselung nach Rückbau der Zuwege und genutzten Flächen, nach Rückbau und Entsorgung des Turmes und der Turbine in Abhängigkeit zur Größe des Windrades und nach Rückbau und Entsorgung des Betonfundamentes in Abhängigkeit zur Größe des Windrades.
Das Bundesland Brandenburg antwortete, es setze bei der Ermittlung der Rückbaukosten und nach der Verwaltungsvorschrift zur BbgBO (Nr. 67.3.3.7) 10 Prozent der Rohbaukosten an. Bei Windenergieanlagen seien als fiktive Rohbausumme 40 Prozent der Herstellungskosten gemäß § 4 Absatz 2 Satz 3 der Brandenburgischen Baugebührenordnung (BbgBauGebO) zu berücksichtigen und kommt damit für eine Enercon WKA E-126 auf einen Rückstellungsbetrag von € 440.000.
Eine detaillierte Aufschlüsselung erhielt der Abgeordnete allerdings nicht. Begründung: „Sonstige Erfahrungswerte zu den Rückbaukosten liegen nicht vor.“
Der Teufel steckt im Kleingedruckten
Das Neumarkter Landratsamt hatte 2013 den Betreiber eines großen Windrades vor der Errichtung oder Inbetriebnahme der Anlage zu einer Sicherheitsleistung in Form einer „selbstschuldnerischen“ Bankbürgschaft in Höhe von 770.00 Euro verpflichtet. Die Sicherheit sollte dazu dienen, dass am Lebensende einer Windmühle nicht eine Ruine in der Landschaft stehen bleibt, sondern dass der uralte Stromerzeuger „rückgebaut“, spurlos beseitigt werden kann — auch dann, wenn vielleicht der Betreiber dafür nicht aufkommen kann, weil er längst insolvent ist. Das Landratsamt geht von einer Lebensdauer derAnlagen von zwei oder drei Jahrzehnten aus. Nach seiner Darstellung ist dieses Verhalten bei den Rückstellungen für den Abbau nicht bei allen Investoren gegeben: „Zum Teil werden die Rückbaukosten zu niedrig angesetzt“, sagt Jürgen Schreiner von der Landkreisbehörde. Die Bürgschaften dienten dazu, dass die öffentliche Hand im Notfall das Geld hat, um eine ausgemusterte Anlage beseitigen zu lassen — wobei die Gemeinden und Kreise trotz der möglichen „Ersatzvornahme“ nie Eigentümer der Windräder werden.
Doch der Teufel steckt in allerlei Kleingedrucktem — vor allem für die Grundstückseigentümer. Denn in zahlreichen Fällen verkaufen die Land- und Forstwirte jene 2000 bis 3000 Quadratmeter pro Windrad nicht an die Investoren, sondern verpachten sie langfristig und bleiben Eigentümer. Für die könnte es tatsächlich eng werden, wenn der Betreiber längst in einer Insolvenz untergegangen ist. Denn nach Angaben des Landratsamtes haftet zuerst der Grundstückseigentümer notfalls aus der Privatschatulle; die von den Genehmigungsbehörden erwirkte Bankbürgschaft sei da „nachrangig“, erklärt Jürgen Schreiner.
Für eine dynamische Anpassung der Rückbaukosten gibt es keine rechtliche Handhabe
Der Bayerische Bauernverband (BBV) und der Landkreis als Genehmigungsbehörde beklagen gleichermaßen: Eine Anpassung der zu erwartenden Rückbaukosten sei nach einem gewissen Zeitablauf durch Gutachten und Neubewertung nur möglich, wenn sich der Investor kooperativ zeige und diese freiwillig vereinbare. BBV-Geschäftsführer Bayerl fordert hier unmissverständlich eine Absicherung „von Amts wegen“. Doch Jürgen Schreiner vom Landratsamt bedauert: „Wir sind uns des Problems bewusst, aber es gibt keine rechtliche Handhabe, eine Dynamisierung einzubauen.“
Die Windkraftlobby erzählt den Bürgern gerne von den hohen Rückbaukosten der Kernkraftwerke. Die Rückbaukosten der Windräder bleiben bleiben entweder unerwähnt oder werden sehr niedrig angesetzt.
In Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeitsberechnung lohnt es sich für Ratsmitglieder eine kritische Schrift über „Kommunale Windparks“ der Gemeinde Weisenheim, über die wir 2014 berichtet haben, nachzulesen.
Versteckte Rückbaukosten, Rosstäuscher – alles ganz easy!
“Windräder erzeugen umweltfreundlichen Strom, können jederzeit wieder demontiert werden ohne strahlende Erde zu hinterlassen und sie helfen die CO 2 Problematik zu entschärfen.” So oder ähnlich werben die Hersteller von Windkraftindustrieanlagen, aber auch die Anhänger der Erneuerbaren Energien. Die Rotorblätter, die Gondel und der Generator werden per Kran vom Turm gehievt und anschließend in ihre Einzelteile zerlegt. Das Kupfer aus den Kabeln oder der Stahl aus den oberen Turmsegmenten lässt sich wiederverwenden. Der Betonturm wird vor Ort zersägt oder gesprengt. Das Material lässt sich für den Straßenbau verwenden. Die Rotorblätter würden in der Regel geschreddert und als Brennmaterial in der Zementindustrie genutzt. Vieles davon lasse sich wiederverwerten. So einfach stellt topagrar der Rückbau dar. Er koste nach Angaben des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH), auf das sich topagrar beruft, zwischen 20.000 und 30.000 Euro pro Anlage. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Rohstoffe seien dabei schon eingerechnet.
Die Einnahmen aus dem Verkauf der Rohstoffe lassen sich nicht beziffern.
Es gibt keine Möglichkeit, die Menge der Rotorblätter, die in den nächsten Jahren anfallen wird, ohne schwerwiegende gesundheitliche Schäden für die Bevölkerung zu entsorgen. Die Realität der Energiewende sieht so aus: Windkraftanlagen sind SONDERMÜLL! Seit 2005 bleibt nur die thermische Beseitigung und Verwertung der Rotorblätter, vorrangig in Müllverbrennungsanlagen und Zementwerken oder der Export oder die Deponierung. Nach dem Recycling, falls es denn stattfindet, bleiben schätzungsweise an die 20 Prozent nicht wiederverwertbaren Abfalls zurück. Radioaktivität zerfällt, die nuklearen Abfälle aus Kernkraftwerken lassen sich recyclen, Sondermüll bleibt ewig giftig.
Der Rückbau von Windkraftanlagen ist nicht nur aufwändig, sondern auch teuer, und die Kosten für den Sondermüll sind unkalkulierbar. Der Rückbau einer einzigen Anlage kann für den Grundstückseigentümer/Verpächter/die Gemeinde den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Die Untertreibung der Kosten durch topagrar ist schlichtweg ein Skandal.
Demontage-Unternehmen warten auf Aufträge. Aber eine Gewähr, dass die Windkraftanlagen im großen Stil demontiert werden können, dass es sich für die Abbaufirmen und Windparkbetreiber überhaupt lohnt, gibt es nicht. Bekannt ist lediglich, dass sich die bisherige Demontage-Strategie nicht mehr lohnen werden, meinen die Mitarbeiter am IPH. Es gibt Überlegungen dazu, mehr nicht. „Müsste“, „könnte“ – die üblichen Konjunktive der Erneuerbaren Industrie.
James Lovelock ist einer der Gründerväter der grünen Bewegung. Berühmt wurde er für seine Erfindung der “Gaia-Theorie”. Er hat seine Verzweiflung zum Ausdruck gebracht, dass die ursprünglichen Absichten der Bewegung missverstanden worden seien, als Lizenz, unser “unbezahlbares ökologisches Erbe” beiseite zu schaffen. In einem Brief an eine örtliche Planungsbehörde schrieb James Lovelock:
“Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die sich drehenden Windmühlen nicht wie die Statuen auf den Osterinseln werden – Denkmäler einer gescheiterten Zivilisation.”

Quellen:
- http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/ruckbau-von-windradern-finanziell-riskant-1.3268766
- http://www.energiedialog.nrw.de/rueckbau-von-windenergieanlagen-eine-ungeloeste-problematik/
- http://www.bi-greinereck.de/images/document/869592/Wirtschaftlichkeit_von_Windkraftanlagen-Vortrag-1.pdf
- http://www.wattenrat.de/2015/02/03/rueckbau-von-windkraftanlagen-wer-entsorgt-die-fundamente/
- http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/ruckbau-von-windradern-finanziell-riskant-1.3268766
- http://www.steeven-bretz.de/image/inhalte/file/KA%2064%20Antwort.pdf
- http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/19919-wenn-windraeder-zu-alt-werden
- https://www.topagrar.com/news/Energie-Energienews-So-soll-der-Rueckbau-von-Windkraftanlagen-gelingen-2832044.html
- http://www.stop-eolien02.fr/2016/11/demantelement-le-cout-reel.html
- http://www.wind-turbine-models.com/turbines/392-nordex-n-50
- http://www.windenergie-im-binnenland.de/foundations.php
- http://www.epenportal.de/web/datapool/storage/files101784/ENERCON_Entsorgungskosten.pdf
- http://www.windenergie-im-binnenland.de/foundations.php
- http://ruhrkultour.de/wp-content/uploads/2017/01/Windrad-Demontage-Fundamente.pdf
Fotos:
Titelfoto: Myriams-Fotos, pixabay
Osterinseln: MattJP, „tongariki sunrise visitors“, © www.piqs.de
Es war eine automatische Abschaltung von Windrädern, die im September 2016 in Süd-Australien zu einem landesweiten Blackout führte. Damit bestätigt der australische Netzbetreiber AEMO (Australian Energy Market Operator) in einem vorläufigen Untersuchungsbericht erste Einschätzungen der ABC News, über die wir berichtet hatten. Von dem Blackout waren 1.677.000 Bewohner betroffen.
Ein Sturm hatte für einen plötzlichen Lastabwurf und für einen Dominoeffekt gesorgt, von dem sechs verschiedene Stellen innerhalb von wenigen Sekunden betroffen waren. Durch den plötzlichen Abfall der Stromleistung um 315 Megawatt, bei gleichzeitiger Überlastung des Interkonnektors mit Victoria, brach das gesamte Netz zusammen, sagt AEMO- Forschungsdirektor Brett Hogan.
Die Süd-Australische Regierung und die Industrie der Erneuerbaren Energien könne die Ursache nicht länger auf das Wetter schieben. Die Ursache sei eindeutig der unerwartete Ausfall der Windkraftanlagen. Ein Gaskraftwerk sei benötigt worden, um das Stromnetzwerk am späten Abend wieder zu starten, sagt Hogan. Wenn man sich auf das Wetter verlasse, um Strom zu erzeugen, und die Wetterverhältnisse ungünstig werden, solle man nicht überrascht sein, wenn das Stromsystem nicht passend darauf reagiert, fügte er hinzu. Hogan räumt den Erneuerbaren Energien zwar einen Platz im zukünftigen Stromversorgungssystem Australiens ein, aber er meint, dass ihr unkontrollierter Ausbau, der durch öffentliche Subventionen gefördert werde, beginne, Australien Schaden zuzufügen.
Zum Vergleich: Die Fläche Südaustraliens ist fast drei Mal so groß wie die Deutschlands (983.480 km²/ 357.375 km²). Die Bevölkerungsdichte Südaustraliens beträgt 1,72 Einwohner je km², in Deutschland 230 Einwohner pro km².
Quellen:
- https://www.aemo.com.au/Media-Centre/-/media/BE174B1732CB4B3ABB74BD507664B270.ashx
- https://wattsupwiththat.com/2016/10/05/australian-energy-market-operator-report-says-wind-farms-were-the-ultimate-cause-of-blackout-network-withstood-pylon-downings/
- https://recentr.com/2016/10/07/windparks-waren-ultimative-ursache-von-massen-blackout-in-australien/
Foto: blickpixel, pixabay
Ruhrkultour Leseempfehlung:
Fehlende Stromspeicher sind eine permanente Einladung an Hasardeure zum Etikettenschwindel. Sie sind die Achillesverse der Energiewende. Man werde sie schon rechtzeitig erfinden, verkünden die Lobbyisten der Wind- und Solarindustrie seit Jahren, aber sie würden erst dann benötigt, wenn die Windenergie und Solaranlagen genügend Strom erzeugten. Nachdem hunderte von Milliarden Euro in den Ausbau der Wind- und Solarindustrie gesteckt wurden, gibt es Strom aus Erneuerbaren Energien in Spitzenzeiten im Überfluss, aber immer noch keine geeigneten Stromspeicher. Die Energiewende ist außer Kontrolle geraten und schafft dadurch ein goldenes Zeitalter für Glücksritter in der Ökoindustrie, die sich um Projekte wie zum Beispiel das Projekt „Naturstromspeicher“ in Gaildorf, im Nordosten Baden-Württembergs, scharen.
Die Erneuerbaren Energien sind weit davon entfernt, den Strombedarf jemals decken zu können, sie sind unberechenbar und erzeugen zu bestimmten Zeiten so viel Strom, dass sie die Netze überlasten. Das Ausland schützt sich vor der „Stromflut“ aus Deutschland. Entweder verwendet es sogenannte Phasenschieber, die eine Überlastung und einen Blackout der eigenen Stromnetze verhindern (Polen, Tschechien, Slowakei). Oder es nimmt Deutschland den Strom gegen Bezahlung hoher Beträge ab (Österreich, Schweiz). Dadurch werden die eigenen, sauberen Wasserkraftwerke in deren Ländern unrentabel und geraten in Existenznot.
Die Begleiterscheinungen der ungeplanten und auch für die stabile Stromversorgung in Europa gefährlichen Energiewende in Deutschland machen sich skrupellose Geldschneider aus dem Bereich der Technologie zu Nutze. Fördergelder fließen in Mengen. Auch die verrücktesten Ideen werden von Politikern und Medien als innovative Ideen gefeiert, die sich bei genauerem Hinsehen dann doch als Luftnummern entpuppen. Eine solche Luftnummer ist das kombinierte Windkraft-Pumpspeicherkraftwerk „Naturstromspeicher“.
„Naturstromspeicher“ – Ein Musterprojekt der Unvernunft in Gaildorf
Den beschönigenden Namen „Naturstromspeicher“ verlieh der Baukonzern Max Bögl (Neumarkt/Oberpfalz) einem Pilot-Projekt in Gaildorf, Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, für das er eigens eine GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ins Leben rief, die MBS Naturstromspeicher GmbH. In der nordbayerischen Presse, im Einzugsgebiet des Baukonzerns, wurde das Projekt überschwänglich „über den grünen Klee“ gelobt, berichtet die „Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof“ auf ihrer Homepage. Warum auch nicht, denn das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Musterprojekt propagiert und mit Mitteln in Höhe von 7.150.000 € aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert. Eine Lizenz zum Gelddrucken für die Projektierer, Verpächter und andere Subventionseinstreicher. Und eine Verführung für eine untertänige Presse.
Firmengruppe Max Bögl
Die Firmengruppe Max Bögl ist ein Bauunternehmen mit Sitz in Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz. Es ist international tätig, der Umsatz belief sich 2015 auf 1,6 Mrd. Euro. Die Rechtsform ist eine Stiftung & Co. KG. Für den Bau der Windenergie-Pumpspeicher-Anlage ist die MBS Naturstromspeicher GmbH zuständig.
Zu den Projekten von Max Bögl gehören die Errichtung der größten freitragenden Halle der Welt, der Luftschiffhalle der Cargolifter AG in Brand bei Berlin, der Bau von drei U-Bahnhöfen in Amsterdam, der Bau von Fahrwegträgern für die erste kommerziell betriebene Transrapidstrecke der Welt in Shanghai, der Bau einer Staumauer, Renovierung von Brücken, Bau von Stadien und Shopping-Centern und der Bau des Windkraftwerks auf dem Winnberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (Bayern) usw. Auch am Bau des Fildertunnels in Stuttgart war Böger beteiligt.
Einige Projekte waren mit Skandalen verbunden, in denen es um Bestechung und auch um Todesfälle ging. Zu den skandalträchtigen Projekten gehört auch die Cargolifter AG. Die Halle wurde gebaut, aber für das Luftschiff gab es, wie Ingenieure 2002 in der Sendung Panorama berichteten, keinen seriösen Bauplan. Panorama berichtet: „Es war möglicherweise ein gigantisches Betrugsmanöver, das Anleger und den Staat über 300 Millionen Euro gekostet hat. Das legen Aussagen beteiligter Ingenieure und Techniker nahe, die jetzt gegenüber dem ARD-Fernsehmagazin Panorama ihre Erlebnisse schildern.“
Die Presse in der Hand der Windkraft-Profiteure
Die Projekt-Homepage „naturspeicher.de“ von Bögl zeigt den Fortschritt der Bauarbeiten des „Naturstromspeichers“, der aus einer Kombination aus vier Windkraftindustrieanlagen, die Bögl mit dem freundlicher klingenden Namen „Windpark“ bezeichnet, mit einem Pumpspeicherkraftwerk:
„Ein Blick hinter den Bauzaun. Keine „Sommerpause“ für den Naturstromspeicher: Auch in den vergangenen Wochen wurde im Wald oberhalb von Gaildorf kräftig gearbeitet.“
„Hinter dem Bauzaun“ sind Bilder einer zerstörten Landschaft zu sehen, so dass der Anblick Naturschützern die Sprache verschlägt. (s. unten). Der „Naturstromspeicher“ wird als Vorzeigeprojekt gefeiert. Soll die Landschaftszerstörung ein Vorbild sein?
Bögl erwähnt die Regionalzeitung „Rundschau – Südwestpresse“ anerkennend und verlinkt sie. Bögl: „Der Redakteur zeigte sich nach dem Termin vor Ort besonders beeindruckt davon, wie auf der Baustelle alles Hand in Hand läuft.“ Der Redakteur war dermaßen beeindruckt, dass er seinen Text von der Vorlage des Bögl-Unternehmens abschrieb:
„Keine Sommerpause beim Naturstromspeicher. Auf der Baustelle für das Projekt Naturstromspeicher in Gaildorf kennt man keine Sommerpause. Während der Ferien wird eifrig gearbeitet.“
„Naturstromspeicher“
„Naturstromspeicher“ gibt es nicht, so wenig wie es Naturstrom gibt. Die Bezeichnung nährt die Illusion, dass die Anlage in Gaildorf Strom speichern kann, um damit die Bevölkerung zu versorgen (Gaildorf hat rund 12.000 Einwohner). Das ist Unsinn, und Bögl behauptet dies auch nicht. Es geht lediglich, wie immer in der Werbung, um einprägsame Begriffe und Bilder, die, ebenso wie „Windpark“, positiv besetzt sind und Emotionen berühren. Die Bezeichnung „Naturstromspeicher“ lässt sich reibungsfrei in die Ideologie von Politikern aus den etablierten Parteien, von Kirchen und NGOs implementieren.
Dies erleichtert ihnen, ihr Zusammenspiel mit Konzernen, die im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig sind, zu rechtfertigen.
Manche Kritiker hat diese Art der Connection zwischen Politik, NGOs und Konzernen dazu bewogen, von einer „linksversifften Mafia“ zu sprechen. Damit meinen sie einen ökologisch-industriellen Komplex, der sich im Namen des Klimawandels ohne Rücksicht auf die negativen Folgen der Energiewende auf Kosten der Bevölkerung die eigenen Taschen vollstopft. Die Industrieanlage in Gaildorf, hergestellt mit Erdöl und Strom aus Kohle- und Kernkraftwerken, gilt für sie nur als ein weiteres Beispiel.
Modellprojekt der Energiewende
Der „Naturstromspeicher“ wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als ein Modellprojekt der Energiewende vorgestellt. Unter der Bezeichnung „Naturstromspeicher“ bietet Bögl die Anlage auch anderen Interessenten zum Kauf an. Der Werbe-Flyer der MBS Naturstromspeicher GmbH enthält wichtige Schlüsselworte der Öko-Werbeindustrie für Erneuerbare Energien: Speicher, Ausgleich von Spannungsschwankungen im Stromnetz, Flexibiliät, Stabilität, Wirtschaftlichkeit, überschaubare Kosten. Die Aufzählung genügt, die Versprechen sind verklausuliert, Berechnungen des wirtschaftlichen Nutzens gibt es nicht oder werden nicht veröffentlicht.
Das heißt: Auch in Zukunft werden Grundlastsysteme in demselben Umfang wie bisher zur Verfügung stehen müssen. Gleichzeitig verbessert ihr Einsatz die Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit der Brennstoffreserve.“Sollten Flexibilitätskraftwerke gebaut werden, um die Brennstoffreserven (Kohle, Öl, Uran) zu schonen, könnte man sich die Vergeudung von Brennstoffreserven für den Bau von Flexibilitätskraftwerken ersparen, denn die Brennstoffreserven für Kernkraftwerke reichen hunderttausende von Jahren. Kohle- und Kernkraftwerke sorgen dagegen für eine gleichmäßige Auslastung und stehen zu jeder Tages- und Jahreszeit zur Verfügung. Windkraft- und Solaranlagen sind für die Versorgung unwirtschaftlich und überflüssig.
Ohne eine genaue Aufschlüsselung der Kosten für Wartung, Rückbau, Eingriffe ins Wassersystem, in die Biosphäre, für Umweltfolgeschäden, sind Werbeversprechen dieser Art Betrug.
Das Konzept für überschaubare Fixkosten
„Neben einem unkomplizierten Genehmigungsverfahren sorgt das Konzept für überschaubare Fixkosten statt individueller langwieriger Projektarbeit.“Ein „unkomplizierten Genehmigungsverfahren“ ist nur möglich, wenn bestehende Landschafts-, Natur- und Tierschutzgesetze gekippt werden.
| Werbe-Flyer „Naturstromspeicher“ | Die Realität |
| „Bisher brauchen wir überwiegend Brennstoff-getriebene Kraftwerke, um die schwankende Stromerzeugung von Erneuerbaren Energien auszugleichen.“ | Es ist ein fundamentaler Unterschied, ob Kraftwerke grundlastfähig (Kohle, Gas oder Kernkraft) sind oder nicht (Windenergie- und Solaranlagen). |
| „Das übernehmen in Zukunft zu einem Gutteil spezielle Flexibilitätskraftwerke wie der Naturstromspeicher.“ „Sie können Regelleistung für den kurzfristigen Ausgleich anbieten.“ | Den Ausgleich das Pumpspeicherwerk nur für maximal 2 Stunden (für 12.000 Einwohner) übernehmen. Dann müssen Kohle- und Kernkraftwerke einspringen. Dadurch erhöht sich deren Verschleiß – mit Auswirkungen auf die Stromkosten. |
| „Flexibilitätskraftwerke werden zur zweiten Säule der Energiewende.“ | Spezielle „Flexibilitätskraftwerke“ existieren als Träumereien, nicht in der Realität. Solange dezentrale Energieerzeuger mit überregionalen Stromnetzen verbunden sind, ist eine sichere Stromversorgung insgesamt nicht möglich. „Naturstromspeicher“ sind keine zweite Säule der Energiewende, sondern der zweite Griff am Sarg des Untergangs. |
| „Und das gleich mit dreifachem Nutzen: Sie vermeiden die teure Abregelung der Anlagen für Erneuerbare Energien und halten die Netze stabil. | |
| „Unser Pumpspeicher fügt sich ohne größere Einschnitte gut in die Landschaft ein. Deshalb kann er problemlos an vielen Standorten realisiert werden.“ | Die Landschaftszerstörung ist gravierend und bleibend, wie man aus den von dem Unternehmen selbst beigefügten Fotografien ersehen kann. Die Eingriffe in die Landschaft sind irrational. |
| „Das Druckrohr aus Polyethylen (PE) verbindet Ober- und Unterbecken. Unsere spezielle Verlegetechnik, eine Eigenentwicklung, erlaubt einfaches und schnelles Bauen.“ | Polyethylen (PE) ist ein Erdölprodukt. Auch die Maschinen, die für den Bau des „Naturstromspeichers“ benötigt werden, bestehen aus Industrieprodukten. Sie werden mit Hilfe der Primärenergie Kohle und Erdöl hergestellt. Anstatt fossile Energien zu sparen, kurbelt die Energiewende deren Verbrauch an. |
Etikettenschwindel
Viele Fragen sind ungeklärt. Die im Becken befindlichen Fische werden abgefischt, heißt es. Wie oft? Was passiert mit den Schwebstoffen, die sich im Wasser befinden (Sand, Sedimente)? Wie oft müssen Revisionstaucher den im Turm integrierten Wasserspeicher säubern? Die Anlage fällt komplett aus, wenn der Fluss nicht genügend Wasser führt. Sowohl bei der Erstbefüllung als auch zur Wiederbefüllung nach Reparaturen beträgt eine Wasserentnahme aus dem Kocher genehmigte 2 m³/s, sofern der verbleibende Mindestabfluss des Kocher 10 m³/s beträgt.
Die Vermutung liegt nahe, dass es bei Großprojekten (Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Energiewende), in denen Staat und Großunternehmen miteinander verwoben sind, nicht um die Lösung von Aufgaben, sondern um die Verteilung von Geld geht, wobei Institutionen wie zum Beispiel die Fraunhofer Gesellschaft als staatlich subventionierte Auftragsnehmerin dafür die wissenschaftliche Fassade liefern. So ist es auch nicht verwunderlich, das die Bürgerinitiative Vernunftkraft zu dem Ergebnis kommt: „Was beim ersten Hören und für unbedarfte Ohren gut klingt, ist in Wahrheit ein doppelter Etikettenschwindel: Erstens gibt es keinen “Naturstrom” und zweitens sind Pumpspeicherkraftwerke keine ernstzunehmende technische Option.“
Dennoch werde von vielen Politikern der Eindruck erzeugt, als sei die Speicherung bereits Realität oder in greifbarer Nähe. Dr.-Ing. Detlef Ahlborn geht der physikalischen Plausibilität verschiedener “Speichertechnologien” auf den Grund.
Meinungswandel in Gaildorf
Die „Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof“ ist überzeugt, dass sich „angesichts des jetzt auch für die breite Öffentlichkeit immer stärker ins Bewusstsein rückenden Naturfrevels und der immer deutlicher zutage tretenden Nachteile für Mensch, Landschaft und Natur“ die Einstellung der Bevölkerung geändert habe. Die Stadt Gaildorf hatte im Jahr 2011 eine Umfrage zum Projekt Naturstromspeicher initiiert. Beim Bürgerentscheid stimmten 25,2 % der Wahlberechtigten für das Projekt, 19,3 % lehnten es ab; damit erhielt die Stadtverwaltung vom Wähler den Auftrag, mit den Investoren Verhandlungen über die Nutzung städtischer Grundstücke zu führen. (Wikipedia)
Heute sei es „höchst fraglich“, meint die Bürgerinitiative, ob das Projekt noch Zustimmung finden würde: „Nach der zwischenzeitlich in breiten Bevölkerungskreisen in Gaildorf und Umgebung / Hohenlohe und in angrenzenden Regionen angesichts des Natur- und Landschaftsfrevels eingetretenen Ernüchterung“ würde die Quote auf dem Niveau liegen, das „ziemlich exakt dem heutigen Stimmen-Reservoir von SPD und Grünen in Gaildorf und Umgebung entsprechen dürfte…„, nämlich zwischen 20 und 35 Prozent.
El Hierro – Ein Lehrstück
Der „Naturstromspeicher“ in Gaildorf ist eine Kombination aus einem Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk, vergleichbar mit dem Projekt auf der Insel El Hierro. Obwohl El Hierro im Unterschied zu Gaildorf (Beobachtern prognostizieren die Windhöffigkeit vor Ort – d.h. die jahresdurchschnittliche Windgeschwindigkeit – unterhalb der als notwendig angesehenen 6 m/sek) über optimale Windverhältnisse verfügt, hat das Projekt 2016 endgültig Schiffbruch erlitten. Fred F. Mueller hat die Gründe für das Versagen analysiert: Das bittere Ende eines Energiewende-Märchens.
http://ruhrkultour.de/wp-content/uploads/2016/08/MBS-NATURSPEICHER-Aktuelles.pdf
- Link zum Artikel: „Ein Blick hinter den Bauzaun“
- Flyer: http://www.naturspeicher.de/we-dokumente/pdf/de/Broschuere_Naturstrom_DE.pdf?m=1458203996
- Bürgerinitiative Gegenwind Husarenhof
- Detlef Ahlborn: Zur Speicherung von regenerativen Energien
Ergänzungen:
28.08.2016: Das Umweltinnovationsprogramm gibt als Leistung der vier Windenergieanlagen jeweils 5 Megawatt an. Die elektrische Speicherkapazität des Pumpspeicherkraftwerks wird mit 70 Megawattstunden angegeben.
29.08.2016: Die Naturstromspeicher GmbH beabsicht, in deutschen Mittelgebirgen pro Jahr fünf neue Anlagen dieser Bauart zu errichten. Die Konsequenzen wären fatal für die Landschaft und die Menschen. Das Wasser landet bei diesem Projekt in 4 kleineren Oberbecken am Fuß der Windkraftindustrieanlage. Die Becken müssen zum Schutz der Anlage (Verunreinigung des Wassers) und der Menschen und Tiere (Sog) eingezäunt sein. Das Oberbecken braucht einen großen Abstand zu Bäumen und Büschen. Beispiel: Herdecke, Pumpspeicherwerk Koepchenwerk Oberbecken
24.06.2018: Ein Werbevideo der Adolf Würth GmbH & Co. KG, deren Kerngeschäft der Handel mit Montage- und Befestigungsmaterial ist, hat mit seinem Anfang Juni 2018 veröffentlichten Werbevideo innerhalb von drei Wochen mehr als 150.000 Menschen erreicht. https://www.facebook.com/Wuerth.AWKG/videos/1685041181585844/
„Journalisten sollten den Dingen über die sie berichten und schreiben auch mal auf den Grund gehen“, sagte sich Helga Wienand-Schmidt, und entschloss sich für einen 12 Stunden dauernden Selbstversuch.
In den USA vermieten einige Windkraftanlagen-Geplagte ihre Wohnungen auch für mehrere Tage zu Testzwecken an, damit Menschen, die keine Vorstellung von den möglichen Folgen der Nachbarschaft von Windfarmen auf ihre Gesundheit hatten, ihre Belastungsgrenzen herausfinden können.
Helga Wienand-Schmidt fand ein geeignetes Objekt, einen Aussiedlerhof an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Die Bewohner reagierten sehr unterschiedlich auf die Geräusche, nicht alle hörten ein ständiges „Surren“, und diejenigen, die es hörten, nahmen es unterschiedlich wahr. Aber die ständigen Bewegungen des Schlagschattens störten alle.
Nach der Beendigung ihres Selbstversuchs, den Helga Wienand-Schmidt den Lesern des „WW-Kurier“ ausführlich schildert, zog sie ein Fazit:
„Infraschall und Schlagschatten-Auswirkungen sollten ernsthaft untersucht werden. Die Auswirkungen auf Menschen und Tiere sind bislang nicht ausreichend belegt und erforscht und bevor man ganze Regionen in bewohnten Gebieten einer Windkraftlobby opfert, sollte man dies wissenschaftlich mit Experten völlig wertneutral und ergebnisoffen prüfen. Die Möglichkeiten sind ja vorhanden. Im Selbstversuch gibt es ein sehr persönliches Ergebnis: Wird in meiner unmittelbaren Umgebung eine Windkraftanlage gebaut, werde ich diesen Wohnort verlassen. Meine Empfehlung an alle, die derzeit im Westerwald und an der Sieg für die Errichtung von Windkraftanlagen plädieren: Einen Tag im Schatten einer solcher Anlage verbringen.“
Foto: Foto-Rabe, pixabay
Leseempfehlung:

Georg Etscheit ist Beirat im VLAB. http://www.landschaft-artenschutz.de/
Stellungnahme. REPORT MAINZ antwortet auf Zuschauerreaktionen
zum Filmbeitrag „Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche“ am 1.8.2016 in Ersten
Titelfoto: RobinHiller2000, pixabay
Leseempfehlung:
Produzieren wir statt Ökoenergie die nachhaltigste Naturzerstörung? Die übereilt und planlos in Szene gesetzte Energiewende hat einen ungeheuren Wildwuchs an Windrädern und Solaranlagen hervorgebracht.
„Skandalöse Berichterstattung über Windenergie – bitte protestieren Sie!“ – 260.000 Unterschriften unter einer Petition innerhalb von 3 Tagen? Dem einstmals starken Öko-Netzwerk mit seiner Öko-Industrie, den großen NGOs, Parteien und Kirchen wäre es zuzutrauen gewesen, in kurzer Zeit sehr viele Unterschriften gegen Kritiker des öko-industriellen Komplexes zu sammeln. Aber offenbar haben sich die Zeiten geändert, denn es sei nur eine geringe Anzahl an neuen Unterschriften verzeichnet worden, schreibt uns ein Leser. Das wäre ja eine erfreuliche Nachricht!
Aber woher stammen die 260.000 Unterschriften? Aus den unergründlichen Tiefen des Öko-Netzwerkes, wie zuerst vermutet? Die Lösung des Rätsels teilt uns der Leser mit: „Die Petition, auf die Sie verweisen, wurde im Juni 2014 gestartet. Das Thema lautet: “Fracking gesetzlich verbieten”. Diese Petition wurde in mehr als zwei Jahren über 260.000mal unterzeichnet!“ Der Bericht über die ARD-Sendung vom 1. August sei von Frau Schuhmacher lediglich „als Update-Info hinzugefügt“ worden.
Als Update-Info ist die Petition nicht zu erkennen, denn sie enthält ein komplett neues Thema. Datum und Text der Petition beziehen sich ausschließlich auf die ARD-Dokumentation vom 01.08.2016 und nicht auf Fracking. Täuschung, Betrug, Missbrauch von Unterschriften – wer oder was hat Sonja Schuhmacher dazu veranlasst? Wenn der Austausch von Petitionstexten so einfach möglich sein sollte, dann wird sich auch www.change.org über den Missbrauch von Unterschriften Gedanken machen müssen.
Sonja Schuhmacher ist die Vorsitzende der BUND Ortsgruppe Wieden. Sie war 2013 Kandidatin (Grüne) für die Landtagswahl in Bayern.
Der Petitionstext “Skandalöse Berichterstattung über Windenergie – bitte protestieren Sie!”, 04.08.2016
Neuigkeit-zur-Petition-·-Skandalöse-Berichterstattung-über-Windenergie-bitte-protestieren-Sie-·-ChangeTitelfoto: josemdelaa, pixabay
Auf der Internetseite „geistblog.org“, die kein Impressum enthält und wo man dererlei Empfehlungen findet, wie die, sich bei der Darmentleerung in die Hocke zu setzen, findet man den Aufruf von Sonja Schuhmacher – mit Foto – Vorsitzende des BUND Ortsgruppe Wieden. Im Untertitel des geistblogs steht immerhin „… was den Wandel ermöglicht“. Und um Wandel geht es ja schließlich. Genau den sehen der BUND und die Windkraftlobby durch „die widerwärtige Sendung gegen die Windenergie „Der Kampf um die Windräder“ Mo, 01.08.16 um 21:45 Uhr“, wie es im Aufruf heißt, gefährdet. Der Petitionstext Rüdiger Haudes diene „zur Inspiration“, sagt Sonja Schuhmacher. Die Inspiration hat innerhalb von drei Tagen 262.225 Menschen veranlasst, den Aufruf gegen die „widerwärtige Sendung“ zu unterschreiben. Nur deshalb verdient er Beachtung.
Neben einer kurzen Einleitung von Sonja Schuhmacher enthält der Petitionstext ein längeres Schreiben von Dr. Rüdiger Haude, stellvertretendes Vorstandsmitglied und Öffentlichkeitsreferent des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. an den verantwortlichen Südwestrundfunk (SWR). Dr. Rüdiger Haude ist Soziologe. Er ist seit 2007 Privatdozent an der RWTH Aachen und hat sich in den letzten Jahren mit Themen wie „Politische Symbolik der Luftfahrt vor dem Ersten Weltkrieg“ (2007), „Institutionalisierung von Macht und Herrschaft in antiken Gesellschaften“ (2004) und „Geschlechterverhältnisse im biblischen Israel beim Übergang zum Staat“ (2004) beschäftigt. Aber dem Solarenergie-Förderverein kann ja schließlich jeder Mensch, der guten Willens ist, angehören.
Die Inspiration
Rüdiger Haug behauptet, dass „der Bundestag vor wenigen Wochen die Energiewende in Deutschland bereits beerdigt“ habe. Das stimmt zwar nicht, aber wer bleibt angesichts eines Trauernden gefühllos? In einem Nebensatz weist Haug auf die „voraussichtlich schlimmen Konsequenzen für die Erderwärmung“ hin. Der Hinweis auf eine mögliche Katastrophe muss sein, denn welcher Lobbyist würde schon verraten, dass ihm der Klimawandel völlig Schnuppe ist und es ihm um nur Profitmaximierung geht? Das wäre unethisch und nicht unterschreibungsfähig. Und wie lockt man den um das Klima besorgten Mitbürgern die Unterschrift ab? Indem man an ihr Mitgefühl appelliert und bei den Inhabern parasitärer Arbeitsplätze in der neuen „Schlüsselbranche“ der Erneuerbaren Energien Angst erzeugt, sie könnten so erbärmlich enden wie die Energiewende. Dieser Brückenschlag gelingt Dr. Rüdiger Haude mit einer einzigen Frage: „Gilt das Treten auf einen Gegner, der bereits am Boden liegt, jetzt als fein?“
Der Protest
Der Protest Rüdiger Haudes besteht aus Verdächtigungen (die Worte „Klima“ bzw. „Klimawandel“ seien wohl herausgeschnitten worden), persönlichen Angriffen (der CDU-Politiker Michael Fuchs habe Nebentätigkeiten verschwiegen und sei vom SPD-Politiker Thomas Oppermann als „Atom-Fuchs“ bezeichnet worden) und Diffamierungen (die Dokumentation verwende Klischees der „militanten“ Windkraftgegner à la „Vernunftkraft“, wobei er das Wort „militant“ mit Bedacht wähle). Keine der Behauptungen „hätte bei einer kritischen Analyse Bestand.“ Aber Argumente, mit denen sich eine kritische Analyse beschäftigen könnte, nennt Haude nicht.
Die Energiewende ist durch die Reform des EEG nicht gefährdet
Die Inspiration Rüdiger Haugs sollte man nicht überschätzen, denn sie allein würde nicht reichen, um die große Zahl der Unterschriften zu erklären. Diejenigen, die auf dem Boden liegen, könnten ja einfach aufstehen und weiter Windräder bauen, aber es geht den Energiewendern um die Fördermittel, die nach den neuen Richtlinien neu verteilt werden und sich auf einige wenige große Windkraftunternehmen konzentrieren werden. Die Energiewende ist durch die Reform des EEG nicht gefährdet, allerdings werden die kleineren Unternehmen des parasitären, hoch subventionierten Industriezweiges Erneuerbare Energien auf der Strecke bleiben. Deren Anteil sichern sich die großen Unternehmen unter Bedingungen, die auch von den Grünen mit geschaffen und mit Absicht vorangetrieben wurden (Jeremy Rifkin). Sie warben für Bürgerenergie“, versprachen aber den Konzernen einen dauerhaften Platz am Erneuerbaren Futtertrog auf Kosten der Strom- und Steuerzahler, jedenfalls so lange die Bürger still halten.
Die Windkraftanlagen sind Teil eines unbezahlbaren Energieversorgungszweitsystems. Es gibt auf lange Sicht keine Lösung, den Zufallsstrom aus Windkraftanlagen zu speichern, so dass auf Kohle- und/oder Kernkraftwerke nicht verzichtet werden kann. Wer etwas anderes behauptet, muss sich gefallen lassen, von Fachleuten als Lügner bezeichnet zu werden.
Das Netz
Zu einer „Klima-Allianz“ haben sich mehr als 110 Organisationen verbündet, darunter Parteien, die Kirchen und NGOs (allein der BUND hat 500.000 Mitglieder). Sie dient dem Zweck, der Öko-Industrie, einer vermeintlich „guten Industrie“, zum Durchbruch zu verhelfen, damit, so die Illusion in vielen Köpfen, am Ende eine gerechtere, schöne Neue Weltordnung stehe.
Diesem übermächtigen politischen Netzwerk, das von der Bundesregierung und den Behörden, der Industrie, von finanziell abhängigen Wissenschaftlern und Instituten und von privaten und öffentlich-rechtlichen Medien unterstützt wird, haben die Kritiker der Energiewende keine den Energiewendern vergleichbare Macht, sondern nur ihren kritischen Verstand, Vorträge, Informationsveranstaltungen, selbstgemachte Flyer und Aktionen vor Ort entgegenzusetzen. Obwohl ihre Anzahl größer sein dürfte als die der Profiteure, dringen sie nicht durch, weil keine Debatte die Energiewende begleitet, sondern statt dessen eine selbst auferlegte Pflicht zum Nachbeten religionsähnlicher Glaubenssätze. Die intolerante Sichtweise wird bereits in Kindergärten gepredigt, in Lehrplänen verankert und durch unkritische, obrigkeitshörige und bequem gewordenen Journalisten verbreitet. Es könnten also noch einige tausend Unterschriften zur Petition hinzu kommen, denn die Zahl der parasitären Arbeitsplätze wächst, damit auch die Zahl derjenigen, die ihren Arbeitsplatz bis aufs Messer verteidigen werden. Und damit zeigt sich das Netzwerk von einer anderen Seite: Wer es berührt, ist auserwählt, gefressen zu werden.
Widerstand gegen herrschende Lehrmeinungen
Hin und wieder erscheinen in den Medien kritische, gute Berichte über die Energiewende. Aber sie sind Raritäten im Verhältnis zu den ökologischen, finanziellen und sozialen Problemen, die durch die Energiewende verursacht werden. Zu den journalistischen Ausnahmen gehört auch der 30-minütige Dokumentarfilm von Claudia Butter und Achim Reinhardt. Die Autoren haben mit ihrem kritischen Ansatz die Zuschauer zu Fragen inspiriert, wofür ihnen zu danken ist – und sie haben den Zorn der Windindustrie und ihres Propaganda-Apparates auf sich gezogen. Für diesen Mut ist ihnen besonders zu danken.
Den Film ansehen:
Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche
„Exclusiv im Ersten“ am 1. August 2016, 21:45 Uhr in Das Erste / Eine Recherche von „Report Mainz“
BUND-Einschätzung zum Filmbeitrag „Exclusiv im Ersten: Der Kampf um die Windräder“ vom 1.8.2016
160803_bund_sonstiges_beitrag_ard_exclusiv_einschaetzungLinks:
02.08.2016 Neue Energie (Bundesverband WindEnergie): Auftrag verfehlt
04.08.2016 Wattenrat, BUND reagiert auf ARD-Beitrag „Kampf um die Windräder“
04.08.2016 Klimaretter.info: Windkraft-Thriller mit Gänsehaut-Garantie
Titelfoto: Alexas_Fotos, pixabay
Nachtrag, 06.08.2016:
⇒ Vorsitzende der BUND Ortsgruppe Wieden manipuliert Unterschriftenaktion bei change.org
Wer als investigativer Journalist zum Thema Erneuerbare Energien unterwegs ist, braucht gute Nerven, wenn er sich bei Facebook der öffentlichen Diskussion stellt. Achim Reinhardt, einer der Autoren des Dokumentarfilms „Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche“, der gestern Abend im Ersten gezeigt wurde, hat einen Facebook-Account, auf dem er über seine Recherchen, Filme und andere beruflichen Aktivitäten informiert.
Die Leser-Kommentare zum Dokumentarfilm gehören unbedingt zu den Recherchen der Filmautoren Claudia Butter und Achim Reinhardt über die Auswüchse der Boombranche Windindustrie hinzu. Sie dokumentieren ergänzend zu den Kernaussagen des Videos, dass wir es mit einer Lobby zu tun haben, die Zweifel an den Versprechungen oder Kritik an der Realisierung nicht mit Argumenten kontert, sondern mit Aggressionen.
Ivo B. schreibt zum Beispiel: „Übelste Propaganda! Wo bleibt die Objektivität! Das ist kein Journalismus sondern eine Schande! Diese gebührenfinanzierten 30 Minuten Film zeigt von Minute 1 bis zum Abspann, dass die Macher kein Stück in der Materie stecken! Schwache Leistung! Schämen sie sich!!!!!“
Auf die Frage von Achim Reinhardt, woran er das festmache, antwortet Ivo B.:
„Es wird von den hohen Kosten für den Verbraucher berichtet und als prominenter Kostenfaktor tritt nur die Zulage für erneuerbare Energien zu Tage. Diese Subventionen für eine ökologische Energieerzeugung wurden für die Atomkraft auch gezahlt und zwar deutlich mehr und ohne Ende in Sicht, nur wurde das dann über die Staatskasse finanziert und nannte sich nicht Atomenergieumlage. Nur eins der Beispiele die sie in ihrem Machwerk hätten anschneiden können.“
Angenommen, dass für Kernenergie Subventionen gezahlt wurden (übrigens eine falsche Annahme), dann waren sie jedenfalls im Unterschied zu Windkraftindustrieanlagen aus ökonomischen und ökologischen Gründen sinnvoll angelegt, denn der Strom war nicht nur zuverlässig, sondern auch bezahlbar, was man vom Zufallsstrom aus Wind- und Solaranlagen nicht sagen kann.
Die entscheidende Frage, die Achim Reinhardt bei Facebook ins Spiel bringt, ist diese:
„Aber sollte man als Journalist nicht Fehlentwicklungen aufzeigen, selbst bei einer von vielen grundsätzlich so positiv bewerteten Sache wie der Windenergie?“
Wenn es aber um ihre Emotionen geht, verstehen fundamentalistische Windkraftbefürworter, die in der Regel ebenso fundamentalistisch Kernkraftgegner sind, keinen Spaß. Sie hören auch nicht mehr hin. So ist es wahrscheinlich zu erklären, dass Guido F. fragt:
„Wieso kommt eigentlich niemand vom BWE zur Sprache? Wieso wird mit Bildern von Interviews gelockt, wenn diese Personen dann im Beitrag nicht zu sehen sind? Warum werden einfachen Mitarbeitern hinterlistige Fragen gestellt? Warum wird nicht darauf hingewiesen, dass es am Ende immer noch eine Genehmigungsbehörde gibt, die für oder gegen einen Bauantrag nach BImSchG entscheidet und nicht der BUND? Warum wird unterstellt, dass eben diese Mitarbeiter der Genehmigungsbehörden und aller beteiligten Fachbehörden auf Arten- und Naturschutz verzichten und die Gesetze und Richtlinien gebrochen werden?
Ist Herrn Reinhardt bewusst, wie viele Personen er in Landkreisen, Fachbörden, etc. damit persönlich angreift und Ihnen vorsätzlich fehlerhaftes Arbeiten, Schummelei, Betrug vorwirft?
Wenn es um Lobby Arbeit geht – warum fragt er dann ausgerechnet die beiden widersprüchlichen Kollegen der CDU? Wo es doch die CDU ist, die für den deutschen Bundestag die meisten Hausausweise an Lobbyisten ausgegeben hat. UND ZWAR so viele, wie die anderen Parteien zusammen. Dass so ein einseitiger Beitrag auf der ARD gesendet werden darf – Wahnsinn.“
Auf diese Vorwürfe antwortet Achim Reinhardt:
„Lieber Herr F., danke für Ihre Kritik. Gerne antworte ich: Hinterlistige Fragen haben wir bei der Demo nicht gestellt, sondern die Frage: „Warum sind Sie heute hier?“ Es kommen zudem zwei hochrangige Vertreter des BWE im Film zu Wort. Und: Die Lobbyarbeit kritisiert auch ein SPD-MdB. Und die Rolle des BUND als Anwalt der Natur zu hinterfragen, ist doch eine legitime journalistische Fragestellung. Übrigens kommt auch der BUND-Vorsitzende zu Wort. Ich würde mich freuen, wenn ich mit diesen Antworten weiterhelfen konnte!“
Nicht jeder lässt sich weiterhelfen. Aber man soll nie die Hoffnung aufgeben.
Den Dokumentarfilm „Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche“ können Sie hier sehen:
⇒ Eine exklusive Dokumentation im Ersten: Der Kampf um die Windräder
Titelfoto: 15299, pixabay
Ruhrkultour Leseempfehlungen:
Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche
„Exclusiv im Ersten“ am 1. August 2016, 21:45 Uhr in Das Erste / Eine Recherche von „Report Mainz“
In der ARD-Mediathek ist das Video bis 01.08.2017 verfügbar.
Titelfoto: pixel2013, pixabay
Im Jahr 1998, als der Bestand an Windkraftanlagen weniger als ein Viertel des heutigen Bestandes betrug, der Durchmesser neu errichteter Windkraftanlagen meist unter 50 Meter lag, einige Windräder aber schon 120 Meter hoch waren, entschieden sich mehr als 100 Hochschullehrer und Schriftsteller, gegen den Ausbau der industriellen Windenergienutzung zu protestieren. Sie verfassten das „Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland“ und stellten es in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Die Unterzeichner richteten ihre Warnungen an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.
Heute, nach 18 Jahren, wissen wir, dass sich der öko-industrielle Komplex nicht im geringsten für die negativen Folgen des forcierten Ausbaus von Windkraftanlagen interessiert. Selbst technisch kaum lösbare Probleme wie die Speicherung und Finanzierbarkeit des Zufallsstroms werden nicht diskutiert. Konzernbosse, auch die von Energie-Konzernen, unterschätzten das aggressive Potenzial der Grünen, der im Grunde deutschnationalen grünen Weltverbesserer, die Deutschland partout als Vorreiter in der Welt sehen wollen. Das Potenzial hat sich als eine explosive, zerstörerische Mischung aus Ideologie, Inkompetenz, Selbstüberschätzung, Macht- und Geldgier erwiesen. Zur Zerstörung der Umwelt kommt die Zerstörung einer funktionierenden Stromversorgung hinzu, die in der Deindustrialisierung Deutschlands und damit beim Verlust des Wohlstands münden wird. Die Deindustrialisierung ist bereits im Gange.
Die Ignoranz betrifft die Zerstörung der Landschaft ebenso wie die Gefährdung der Gesundheit, den Raubbau an Ressourcen, den Massentod von Zugvögeln, Greifvögeln und Fledermäusen, den Infraschall, das Entsorgungsproblem oder auch die ökologische Wüste, die von der Windindustrie außerhalb Deutschlands, in den Abbaugebieten von Neodym hinterlassen wird. Eon-Chef Teyssen sagte: „Ich glaube, die Atomlobby ist gegen das, was da läuft, ein reiner Mädchenchor gewesen.“
Das Darmstädter Manifest zeigt, dass offenbar nicht nur die Atomlobby ein Mädchenchor gewesen ist. Die Argumente der Windkraftgegner sind inzwischen durch glaubwürdige Quellen belegbar, aber ihr Chor ist zu sanft, wie der Rückblick auf 1998 zeigt. Das Darmstädter Manifest hat vor den Folgen der ständig wachsenden Zahl von Windkraftanlagen gewarnt. Ihre Zahl hat sich inzwischen mehr als vervierfacht. Die Unterzeichner kritisierten:
- Die fortschreitende Zerstörung der Landschaft und des kulturhistorisch gewachsenen
Erscheinungsbildes im Umfeld von Städten und Dörfern, - unzumutbare Belastungen für die Menschen,
- große Immobilienwertverluste,
- die Gefährdung der Tierwelt,
- die Förderung einer Technologie, die für Energieversorgung, Ressourcenschonung und Klimaschutz völlig bedeutungslos ist,
- die Vergeudung öffentlicher Fördermittel, die „wesentlich wirksamer zur Effizienzsteigerung der Kraftwerke, zum rationellen Energieverbrauch und zur wissenschaftlichen Grundlagenforschung im Energiebereich eingesetzt“ werden könnten.
Die Unterzeichner forderten, dass der „Windkrafttechnologie alle direkten und indirekten Subventionen
entzogen werden“ müssen. „Da wir zu dieser verhängnisvollen Entwicklung nicht mehr schweigen dürfen, wollen wir mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland an die Öffentlichkeit treten und wenden uns vor allem an Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien.
„Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland“, 1998
Initiativgruppe-Darmstädter-Manifest_1998 gab es in Deutschland 6.205 Windkraftanlagen
Der Ausbau der Windenergienutzung in Deutschland begann 1982 mit der Errichtung der ersten privaten netzgekoppelten Windenergieanlage (WEA) von Dietrich Koch in Mettingen, eine 20 kW-Anlage. Der eigentliche Boom der Windenergie erfolgte jedoch erst ab 1991. Die Grundlage für die positive Entwicklung der Windenergienutzung in Deutschland bildete das unter der CDU/FDP Regierung, mit breiter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien, verabschiedete Stromeinspeisungsgesetz (StrEG). Es verpflichtete die Stromkonzerne zur Aufnahme des sauberen Stroms aus erneuerbaren Energien und schrieb für Windstrom eine Mindestvergütung von 90% „des Durchschnittserlöses je Kilowattstunde aus der Stromabgabe von Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) an alle Letztverbraucher“ vor.
Windkraftindustrie 2010 vor dem Kollaps?
2010 befand sich der deutsche Markt für Onshore-Windkraftanlagen nach Angaben des Bundesverband Windenergie (BWE) wieder auf dem Niveau von 1999. Als Grund für den Einbruch des Onshore-Marktes nannte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Spätfolgen der Finanzkrise für Großprojekte und Unsicherheiten bei Netzanforderungen an Windenergieanlagen. Hinzu kam nach Ansicht des BWE, dass trotz neuer Flächenausweisungen in einigen Bundesländern die Räume für Neuanlagen weiter beschnitten würden und Abstandsregelungen und Höhenbegrenzungen einen effizienten Ausbau der Windenergie an Land verhinderten.
Trotz der inzwischen 21.000 Windenergieanlagen waren 2010 deren Erträge nach Zahlen des BWE die schlechtesten seit mindestens 17 Jahren. Die Daten beruhen auf den Ertragsmeldungen von Windenergieanlagen-Betreibern. Die Gründe sind laut heise.de unklar. Dafür kommen Netzprobleme, technisch bedingte Stillstände, Abschaltungen wegen Netzüberlastung und zu wenig Wind in Frage, Aufschlüsse darüber gibt es laut heise.de allerdings nicht.
BWE und VDMA hätten jedenfalls die Gelegenheit genutzt, einen Umbau der europäischen Netze für die Integration der erneuerbaren Energieträger zu fordern, berichtet heise.de am 26.01.2011. Außerdem hätten sie ausdrücklich vor der von der Bundesregierung über die vom deutschen EU-Energiekommissar Günther Oettinger betriebene Harmonisierung der Fördersysteme in der Union gewarnt (Werden Kohlekraftwerke unrentabel?).
Fukushima – die Rettung der Windindustrie?
Am 11.03.2011 kam der Windindustrie der rettende Zufall zu Hilfe: Ein Tsunami zerstörte ein japanisches Kernkraftwerk. Dies war der Anlass für ein propagandistisches Meisterwerk der Öko-Industrie und ihrer Lobby. Sie starteten mit Unterstützung grüner Politiker ein wahres Trommelfeuer gegen die Risiken und die angebliche Unbeherrschbarkeit der Kernenergie. Der Propagandaflut musste ein großer Teil der Bevölkerung mit ohnmächtiger Wut zusehen, oder er erlag ihr.
Vor Lügen schreckten fanatisierte Kernkraftgegner und die Windkraft-Lobby nicht zurück. 16.000 Tote seien durch den Unfall des Kernkraftwerks in Fukushima zu beklagen, behauptete Claudia Roth sogar noch 2013, obwohl ihr bekannt gewesen sein dürfte, dass kein einziger Mensch durch den Unfall des Kernkraftwerks, sondern durch einen gigantischen Tsunami ums Leben gekommen war.
Die Unwahrheit wurde über die Medien verbreitet, die zu einem großen Teil immer noch durch Tschernobyl verängstigte Bevölkerung fiel auf Claudia Roth herein, die ihre falsche Behauptung bis Heute nicht widerrufen hat. Am 30. Juni 2011 trug die Öko-Industrie den (vorläufig) endgültigen Sieg über die Bundeskanzlerin und die Bevölkerung davon: Der Bundestag beschloss in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit (513 Stimmen) das „13. Gesetz zur Änderung des Atomgesetzes“, das die Beendigung der Kernenergienutzung und Beschleunigung der Energiewende regelt.
Ende 2015 gab es in Deutschland 26.494 Windkraftanlagen.
Seit dem Darmstädter Manifest sind 20.000 Windkraftindustrieanlagen hinzu gekommen. Sämtliche Warnungen von Fachleuten wie von Geschädigten über die negativen Folgen der immer höher, inzwischen bis auf 230 Meter gewachsenen Windkraftindustrieanlagen wurden in den letzten 18 Jahren von der Öko-Lobby ignoriert. Es ist dieser Lobby tatsächlich gelungen, große Bereiche der Landschaft und die Lebensqualität nachhaltig zu ruinieren und den Prozess der Zerstörung mit Unterstützung durch die an der Regierung beteiligten Parteien kaum behindert fortsetzen zu dürfen. Droht dem öko-industriellen Komplex irgendeine Einschränkung, ist das Geschrei riesengroß.
Er besteht auf Subventionierung ihres Geschäfts, jährlich derzeit etwa 25 Milliarden Euro. Eine der Kernaussagen des Manifestes: „Es wird eine Technologie gefördert, ohne deren Wirksamkeit und Folgen hinreichend abzuschätzen“, charakterisiert die rücksichtslose Marschroute des öko-industriellen Komplexes noch Heute. Um Klimawandel und Reduzierung der CO2-Emissionen geht es dem öko-industriellen Komplex nicht, sondern um die finanzielle Unterstützung eines Wirtschaftszweiges, der die Ideologie erfolgreich als Stilmittel nutzt, um sich als neue „Schlüsselindustrie“ zu etablieren. NRW-Umweltminister Johannes Remmel, der sich als „Klimaschutzminister“ titulieren lässt, sagt: „Die Windenergie ist eine Schlüsselindustrie in NRW und schafft wirtschaftliches Wachstum.“ Durch diese neue „Schlüsselindustrie“ ist der Prozess der Deindustrialisierung nicht aufzuhalten, denn Windkraft- und auch Photovoltaik-Anlagen können Chinesen schneller und billiger bauen.
Der NRW-Umweltminister hält Proteste, die gegen den Windkraft-Ausbau gerichtet sind, für Einzelfälle. Er benennt „Sorgen um den Wertverlust des Hauses in der Nähe einer Windkraftanlage, die Sorgen vor Belästigung durch Lärm oder Schlagschatten“, aber die seien meist lösbar, sagt er. Kein Protest, keine Unterschriftenaktion, nichts kann ihn von seiner Meinung abbringen: „Die Mehrheit der Menschen in NRW trägt die Entscheidung, die Energiewende dezentral mit erneuerbarer Energie zu vollziehen. Kurz gesagt: Energie aus der Region für die Region. Das ist unsere Geschäftsgrundlage.“
Dass es eine dezentrale Energieversorgung im Sinne autarker Stromversorgung nicht geben kann, sondern die Energiewandler untereinander vernetzt sind, sagt er nicht. Und dass die Bevölkerung kein Geschäft mit Herrn Remmel betreibt, übergeht er ebenfalls. Herr Remmel ist der Umweltminister und durch eine demokratische Wahl zum Amtsinhaber geworden, somit der Bevölkerung gegenüber verantwortlich, er ist nicht ihr Geschäftspartner. Folgt man aber Herrn Remmels Denkschema, dann fehlt dem Remmel-Geschäft auf jeden Fall die Unterschrift des Geschäftspartners. Somit wäre das Geschäft ungültig.
Der Widerstand gegen den massiven Ausbau von Windkraftindustrieanlagen wächst, aber er ist den anti-atomkraft-kampferprobten, inzwischen etablierten Grünen vielleicht lästig, motiviert sie aber nicht, den Weg des Windwahns zu verlassen. Der Widerstand ist einfach viel zu leise. Noch immer.
Das Darmstädter Manifest ist fast in Vergessenheit geraten, aber es gehört zu den wichtigen Dokumenten, die Generationen nach uns belegen werden, dass das Wissen von Fachleuten und Hochschullehrern in einer geschichtlich bedeutenden Phase um die Jahrtausendwende nichts gegen die geballte Macht einer gierig-dumpfen Öko- und Klimaschutz-Religion ausreichte, um den ökologischen, sozialen und finanziellen Niedergang Deutschlands zu verhindern.
Faina Faruz

Quellen:
- https://www.bund-lemgo.de/download/zahlen-fakten-windenergie-bwe-info.pdf
- https://www.heise.de/tp/news/Weniger-Windenergie-2010-2115026.html
Titelfoto: hpgruesen, pixabay

Das als „Bester Arbeitgeber 2016“ ausgezeichnete Großunternehmen „Viega“ (3.800 Beschäftigte), lehnt die geplanten Windkraftanlagen im Kreis Olpe (NRW) ab. Windkraftanlagen behinderten die Bemühungen, „hervorragendes Personal anzuwerben“, sagt Walter Viegener, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens „Viega“, und mit ihm weitere Unternehmer im Kreis Olpe. Sie sehen durch die in Südwestfalen geplanten Windkraftanlagen Standortfaktoren in der Region beeinträchtigt und sogar die Existenz von Industriebetrieben aufs Spiel gesetzt.
Mitarbeiter wollen eine Landschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten, keine Windkraftanlagen
Viega wurde erst vor wenigen Tagen als „Bester Arbeitgeber 2016“ in der Kategorie „Herstellung und Verarbeitung von Werk- und Baustoffen, Metallen und Papier“ ausgezeichnet. Das Unternehmen belegte den ersten Platz, im Gesamt-Ranking schaffte es Viega sogar unter die Top 50 von 1000 Firmen.
Der Protest gegen die geplanten Windkraftanlagen verdient besondere Aufmerksamkeit, weil die Auszeichnung Viegas die Akzeptanz der Mitarbeiter widerspiegelt. kununu: „Mitarbeiter achten immer stärker darauf, ob ein Arbeitgeber zu ihnen und ihren Wünschen passt. Das Feedback der aktuellen Mitarbeiter in Form von Arbeitgeberbewertungen, Rankings und Auszeichnungen spielt dabei eine wichtige Rolle, da es einen authentischen Blick hinter die Unternehmensfassade erlaubt.“ (kununu ist das größte Arbeitgeberbewertungsportal im deutschsprachigen Raum)
Hier zeigt sich eine der fundamentalen „Erbkrankheiten“ der Energiewende: Die unterschiedlichen Interessen verschiedener Industriezweige wurden politisch zu Gunsten der Windindustrie entschieden. Deren politische Bevorzugung gefährdet nicht nur einzelne Betriebe, sondern offenbar auch ganze Regionen.
________________________________________________________
IKZ | 04.02.2016 | Seite 1
Unternehmer machen gegen Windkraft mobil
„Anlagen gefährden Personalanwerbung“
Gunnar Steinbach
Attendorn. „Vier große Unternehmen im Kreis Olpe mit zusammen mehreren Tausend Mitarbeitern sehen durch die in Südwestfalen geplanten Windkraftanlagen Standortfaktoren in der Region beeinträchtigt und sogar die Existenz von Industriebetrieben aufs Spiel gesetzt. Walter Viegener (Viega), Thomas Muhr (Muhr und Bender), Arndt G. Kirchhoff (Kirchhoff Holding) und Helmut Hinkel (Gedia) fordern in einem Brief an Bundes- und Lokalpolitiker, nichts zu unternehmen, was zu einer Schwächung der Industrie führe.
Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Trend zur Urbanisierung seien eine rückläufige Bevölkerungsentwicklung und der Wegzug in Großstädte zu befürchten. Die Windkraftanlagen behinderten die Bemühungen, „hervorragendes Personal anzuwerben“, so die Unternehmer. Ein Werbeargument für die Region sei die Landschaft mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Windenergie würde diesen Standortfaktoren schaden.“
Es ist nicht anzunehmen, dass der Unternehmer-Brief an Bundes- und Lokalpolitiker eine ähnliche Aufmerksamkeit erzeugen wird, wie die Verleihung der Auszeichnung Viegas als „Bester Arbeitgeber 2016“.
Deshalb vielen Dank an VernunftWende Bündnis NRW, ohne deren Veröffentlichung bei Facebook diese Warnung möglicherweise den Kreis Olpe nicht verlassen hätte.
Quellen/Medienberichte:
- veröffentlicht in: http://www.derwesten.de/politik/unternehmer-machen-gegen-windkraft-mobil-aimp-id11525870.html
- http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-olpe-wenden-und-drolshagen/firma-viega-ist-bester-arbeitgeber-2016-aimp-id11510104.html
- http://attendorner-geschichten.de/2016/01/31/viega-nr-1-bei-den-besten-arbeitgebern-deutschlands/
Der Fluch der bösen Konzeptlosigkeit
Netzstörungen: Der unheilbare Erbdefekt der Energiewende

Im Stromnetz gibt es keine Energiereserven. Bei jedem Nulldurchgang der Spannung – dies erfolgt 100 Mal pro Sekunde – enthält es faktisch keinerlei elektrische Energie. Der gesamte Bedarf der nächsten Halbwelle muss erneut von den Generatoren in den Kraftwerken bereitgestellt werden. Und zwar in ganz exakt der Menge, die für genau diese Halbwelle benötigt wird. Würde das nicht mit höchster Präzision erfolgen, käme das Netz aus dem Takt – mit fatalen Folgen. Denn schon geringe Überschüsse oder Defizite in der Menge der bereitgestellten Energie bringen die exakte Synchronität der vielen Erzeuger aus dem Takt und gefährden das System als Ganzes. Dies gilt ausnahmslos für alle Störgrößen im Netz, auch für die ohne Rücksicht auf den aktuellen Bedarf hineingepressten Strommengen aus Wind- und Solarenergie. Kürzliche Alarmmeldungen der Netzbetreiber zeigen, dass hier inzwischen ein Kipppunkt in bedrohliche Nähe gerückt sein dürfte.

Damit hatte man offensichtlich nicht gerechnet. Die Netzgebühren dürften dadurch so stark nach oben gehen, dass allein dies die Haushaltsstromkosten um sechs Prozent nach oben treibt. Die Ursache ist klar: Es liegt am Stromaufkommen aus „erneuerbaren“ Energien, insbesondere am Windstrom, von dem 2015 besonders viel eingespeist wurde. Diese Erklärung ist allerdings nicht „politisch korrekt“, weshalb die Netzbetreiber sofort anfingen, lautstark über zu geringe Leitungskapazitäten zu jammern und die dringende Notwendigkeit der Errichtung neuer Trassen wie „Süd-Link“ oder „Süd-Ost“ zu betonen. Dies verschleiert die wahren Ursachen und dient nur den eigenen Interessen. Um zu verstehen, was wirklich vor sich geht, muss man sich zunächst mit den Besonderheiten der „EE“-Stromerzeugung aus Wind und Sonne befassen.
Wind- und Solarstrom stören, statt zu helfen

Im Unterschied zu allen anderen Kraftwerkstypen richtet sich die Stromerzeugung von Windenergieanlagen und Fotovoltaikfeldern nicht nach dem jeweiligen Bedarf, sondern ist grundsätzlich und ausschließlich von den Launen des Wetters abhängig. Hinzu kommt die nur für Ideologen verständliche Festlegung, dass dieser ohne Rücksicht auf den Bedarf erzeugte Strom auch noch per Gesetz Vorrang vor allen anderen Erzeugern hat. Diese müssen daher zusätzlich zu den von den Unwägbarkeiten des Verbrauchs verursachten Schwankungen auch noch die erratischen, von Windböen und Wolkenabschattungen herrührenden Sprünge der Einspeisung von Wind- und Solaranlagen abfangen und ausgleichen. Diese werden naturgemäß umso größer, je mehr derartige Anlagen ans Netz gebracht werden. Allerdings behaupten die Vertreter der EE-Branche, durch die Verteilung von Anlagen über größere Gebiete würden sich örtliche Schwankungen zunehmend ausgleichen und so verstetigen. Auch gebe es einen Ausgleich zwischen Wind- und Sonnenstrom. Doch wie stellt sich dies in der Praxis dar?
Einspeisung von Wind- und Solarenergie im Dezember 2015

Als Musterfall nehmen wir die Solar- und Windenergieeinspeisung vom Dezember 2015, einem Monat, der sich zur Freude der Branche durch eine besonders hohe Windausbeute auszeichnete, Bild 3.
Wie man sieht, ist der Verlauf schon beim Wind sehr unruhig. Die kurzen, aber intensiven „Solarnadeln“ tragen noch zur Verstärkung dieser Diskontinuität bei. Die Summenkurve erhält dadurch ein geradezu extrem sägezahnartiges Profil. Bei einer installierten Gesamtkapazität von mehr als 84 GW schwankt die abgegebene Leistung zwischen 1,7 und 35,6 GW, das ist ein Verhältnis von 21/1. Trotz der enormen nominellen Kapazität erreichte der Nutzungsgrad nie mehr als 42 %. Im schlechtesten Fall lag er nur bei 2 %. Benötigt wurden dagegen zwischen 35,5 und 88,8 GW: Zu mehreren Zeitpunkten in diesem Monat waren die „Erneuerbaren“ demnach mehr oder weniger ein Totalausfall. Fast die gesamte Leistung im Netz musste von zuverlässigen, regelbaren Stromerzeugern geliefert werden. Man sieht auf den ersten Blick, warum Wind- und Solarstrom für die Versorgung einer Industrienation ungeeignet sind. Das ist ein angesichts der riesigen nominellen Kapazität sehr ernüchterndes Ergebnis. Angesichts der Verteilung von etwa 25.000 Windenergieanlagen und noch viel mehr Solaranlagen über ganz Deutschland kann man auch die Behauptung, dass es hierdurch zu einer Verstetigung der Erzeugung käme, als eindeutig widerlegt betrachten.
Extreme Schwankungen

Ein weiterer Negativpunkt sind nicht nur die Schwankungen der „EE“-Leistungen an sich, sondern auch die geradezu extremen Geschwindigkeiten, mit der dies erfolgt. Besonders anschaulich erkennt man dies, wenn man sich das Geschehen am 6. und 7. Dezember in hoher zeitlicher Auflösung ansieht, Bild 4.

Doch das ist nur ein Teil der Fakten, denn im gleichen Zeitraum zog auch noch der Strombedarf des Landes deutlich an und erreichte in der Spitze fast 90 GW. Noch bis zur Tagesmitte des 6.12. hatten jedoch die regelbaren Kraftwerke wegen des Vorrangs für die „EEG-Stotterstromlieferanten“ Wind und Sonne ihre Leistungsabgabe teils stark reduzieren müssen. Als dann am 6.12. sowohl Sonne als auch Wind keine Lust mehr hatten, mussten die in Betrieb befindlichen Einheiten einen regelrechten Alarmstart hinlegen und ihre Leistungsabgabe in nur 35 Stunden um 38.000 MW steigern, Bild 5.
Vergleicht man diese Zahl mit der Größenordnung üblicher Kohlekraftwerksblöcke von rund 1 GW, so mussten demnach über einen Zeitraum von 35 Stunden insgesamt 38 Kraftwerke von Stillstand auf Volllast hochgejagt werden. Das geht im Prinzip nur bei Gas- und Steinkohlekraftwerken. Schaut man sich die in Bild 5 farbig gekennzeichneten Anteile der verschiedenen Kraftwerkstypen an, so sieht man, dass es vor allem die heute so verächtlich gemachten Kohlekraftwerke waren, die zusammen mit den im Grundlastbetrieb laufenden Kernkraftwerken Deutschland vor einem Blackout gerettet haben. Alle anderen Kraftwerkstypen haben gar nicht die Kapazität, Energie in solchen Größenordnungen bereitzustellen.
Das Ganze hatte jedoch seinen Preis: Kein Kraftwerksbetreiber jagt gerne seine Anlagen derart rücksichtslos von ganz unten im Eilgang auf Volllast. Bei den riesigen, mehr als 10.000 t wiegenden Kesselanlagen, Leitungen und Ventilen kommt es dadurch zu erheblichen Schäden u.a. durch Wärmespannungen. Das muss natürlich dann auch bezahlt werden. Wie teuer der Spaß wirklich war, kann man aus zwei Zahlenangaben von Tennet ermessen: In einer am 19. November herausgegebenen Pressemitteilung wurden die Kosten zur Beherrschung der allein den „erneuerbaren“ zuzurechnenden Notmaßnahmen im Netzgebiet von Tennet noch auf knapp 500 Mio. € beziffert [TENN]. Nur wenige Wochen später war von 700 Mio. € die Rede [SPIE]. Ein rasanter Kostenanstieg, der sich in den kommenden Jahren noch erheblich steigern dürfte. Interessant ist hierbei übrigens auch die Aufschlüsselung der Kosten, die sich wie folgt darstellt: 225 Mio. € für das Hoch- bzw. Herunterfahren von Kraftwerken, 152 Mio. € für den Abruf der Netzreserve und 239 Mio. € für das Notabschalten von Windkraftanlagen. Im Vorjahr hatten die Vergleichszahlen noch bei 74, 92 resp. 128 Mio. € gelegen.
Das Problem der Kurzfrist-Gradienten

Neben der soeben beschriebenen Problematik längerfristiger starker Schwankungen speziell im Windenergie-Aufkommen gibt es noch ein weiteres, darunter versteckt liegendes Problem: Ständige starke kurzfristige Schwankungen, die erst bei feinerer zeitlichen Auflösung sichtbar werden. Leider stehen dem Autor lediglich Daten mit viertelstündlicher Auflösung (Bild 6) zur Verfügung, es gibt jedoch Hinweise, dass sich solche Schwankungen auch bis unterhalb des Minutenbereichs auswirken.
Diese Schwankungen, die von der maximalen Amplitude her dem vollen Leistungsumfang von vier großen Kohlekraftwerken entsprechen, treten selbst bei schwächeren bis mittleren Windgeschwindigkeiten nahezu ununterbrochen auf und müssen daher ununterbrochen durch entsprechende Gegenmaßnahmen der Netzbetreiber ausgeglichen werden. Aus der Sicht eines Regelungstechnikers stellen Wind- und Solarstrom eine ständige Quelle von Störimpulsen dar. Diese müssen zu Lasten und auf Kosten der andern Netzteilnehmer aufgefangen und kompensiert werden, denn die Energiebilanz im Netz muss im 10-Millisekunden-Takt stets ausgeglichen werden.
Zugleich ist diese Grafik eine weitere Widerlegung jener Ideologen, die trotz solcher längst vorhandener Gegenbeweise stur behaupten, Wind und Sonne taugten als Energielieferanten für eine moderne Stromversorgung. Im Gegenteil gilt: Solange die Anteile dieser Anlagentypen an der Gesamtversorgung unbedeutend waren, konnte deren Gezappel noch hingenommen werden, weil es im „Grundrauschen“ der übrigen Störimpulse mehr oder weniger folgenlos unterging. Jetzt, wo ihre Anteile die 20-%-Marke überschreiten, beginnen sich die nachteiligen Auswirkungen ernsthaft bemerkbar zu machen. Und es wird rasant schlimmer werden, weil mit Verschiebung der Technologieanteile nicht nur die Störungen zunehmen, sondern zugleich auch die „Ausgleichskapazitäten“ der vom Markt verdrängten regelbaren Kraftwerke drastisch reduziert werden.
Alptraum voraus!

Die jetzt beschriebene Situation wurde von Fachleuten schon seit Jahren vorausgesehen, und es gab entsprechende Warnungen zuhauf. Diese wurden lange nicht zur Kenntnis genommen. Dabei handelt es sich bei dem, was wir jetzt zu sehen bekommen, erst um die Spitze des Eisbergs, der vor dem Bug unseres „garantiert unsinkbaren“ Energiewende-Dampfers sichtbar geworden ist. Um seine wahren Dimensionen deutlicher erkennen zu können, machen wir eine Projektion in die Zukunft, genauer gesagt ins Jahr 2050, bis zu dem ja laut der aktuellen Planungen der EE-Anteil an der Stromerzeugung auf 80 % anwachsen soll. In einem kürzlich erschienenen Artikel wurde für diese Projektion ein Mengengerüst samt Verteilung auf die verschiedenen Technologien entwickelt [EIK2]. Dabei wurden auch der Strombedarf der von der Politik geforderten Umstellung des Autoverkehrs auf batteriebetriebene Fahrzeuge sowie der sich bereits abzeichnende Niedergang der Stromproduktion aus „Biogas“ sowie Müll berücksichtigt. Letztlich werden neben den 20 % konventioneller Kraftwerke vor allem die Windenergie sowie ein deutlich kleinerer Anteil Solarstrom das Geschehen bestimmen, während Wasser bei unter 3 % verharren dürfte. Nach Umrechnung mit den Nutzungsgraden ergeben sich dann folgende Kapazitäten: Wind rund 333 GW und Solar rund 52 GW. Damit hat man Umrechnungsfaktoren, mit deren Hilfe man den hypothetischen Dezember 2050 (mit angenommen identischem Wetterverlauf wie 2015) nachvollziehen kann, Bild 7.
Beim Vergleich der Bilder 4 und 7 fällt zunächst auf, dass der Anteil der Solarstromerzeugung erheblich geringer ist als 2015. Dies entspricht dem heute bereits zu beobachtenden Trend, weil Solarstrom von allen „erneuerbaren“ Technologien die mit Abstand unwirtschaftlichste ist. Das ist jetzt anscheinend auch der Politik klargeworden, weshalb die Förderung stark zurückgefahren wird.
Weitere Auffälligkeit ist das extrem hohe Niveau der Stromerzeugung an windreichen Tagen, das mit bis zu 245 GW weit über dem Tagesbedarf liegen dürfte. Damit sind je nach aktueller Netzlast Überschussleistungen von bis zu mehr als 200 GW vorprogrammiert. Für diese gibt es derzeit kein realistisches Speicherkonzept. Im Gegenteil, man findet seitens der „EE“-Lobbyisten abwiegelnde Aussagen wie die, dass man sich erst in etwa 20 Jahren ernsthaft um diese Thematik werde kümmern müssen [AGOR]. Dabei wird unter anderem ignoriert, dass für die Bewältigung solch gigantischer Leistungen auch entsprechende Leitungskapazitäten benötigt werden, egal wohin man mit dem Strom letztlich gehen wird. Man möge sich vor Augen halten, welche Probleme und welche Kosten allein ein einziges vergleichsweise kleines 4 GW-Leitungsprojekt wie SüdLink mit sich bringt. Wo, wie und mit welchem Aufwand sollen dann Leitungen mit einer Kapazität von mehr als 200 GW errichtet werden? Allein dieses Leitungsnetz könnte mit Zusatzkosten von rund einer halben Billion € zu Buche schlagen.
Die Kehrseite der Medaille ist der je nach Wetterlaune jederzeit mögliche Einbruch der „EE“-Leistung. Im vorliegenden Fall stünden am 7.12. lediglich noch 11.470 MW zur Verfügung. Je nach aktueller Netzlast käme es daher zu einem Defizit von bis zu mehr als 76 GW. Selbst bei der hohen Ausbaustufe des Jahres 2050 sind Wind und Strom offensichtlich ungeeignet zur Sicherung der Grundlast.
Ebenfalls ungeklärt ist auch die Frage, wo diese 76 GW Leistung denn herkommen sollen, wenn wir kaum noch über konventionelle Kraftwerke verfügen werden. Selbst wenn man über die rund 70 % Verluste bei Power-to-Gas hinwegsehen möchte: Wer soll denn die Investitionen in Errichtung und Unterhalt eines Parks moderner Gaskraftwerke mit einer solch hohen Kapazität, die eventuell nur für wenige Stunden im Jahr benötigt würden, finanzieren? Schließlich müssen solche Anlagen mit einer vierschichtigen Belegschaft rund um die Uhr bereitstehen. Und das sind nicht nur ein paar Portiers und Schalterumleger: Für den Betrieb solch komplexer Anlagen braucht es eine Vielzahl gut ausgebildeter und durch ständige Erfahrung trainierter Spezialisten.
Noch extremere Schwankungen…

Wie bereits weiter oben ausgeführt, stellten Schwankungen der Abgabeleistung von „EE“-Erzeugern die Netzbetreiber schon 2015 und insbesondere im Dezember vor erhebliche Herausforderungen, wodurch die entsprechenden Kosten auf insgesamt über 1 Mrd. € hochschossen. Probleme bereitete insbesondere der schnelle und steile Abfall in der Größenordnung von 1 GW/ h zwischen dem 6.12. und dem 7.12. Dies würde sich im fiktiven Dezember 2050 noch wesentlich gravierender darstellen, Bild 8.
Im Prinzip würde nach dieser Projektion die Leistungsabgabe innerhalb von 28 h um mehr als 201 GW zurückgehen. Dies entspräche einer mittleren Änderungsgeschwindigkeit von rund 7,2 GW/ h bzw. der vollen Leistung von acht modernen Gas-und-Dampf-Turbinen des Typs „Irsching 5“ mit je 860 MW. Gasturbinen deswegen, weil auch bei „Power-to-gas“ die Rückumwandlung zu Strom ja durch Kraftwerke erfolgen muss. Als Wermutstropfen und Warnhinweis sollte allerdings die Tatsache dienen, dass das in Irsching installierte Kraftwerk wegen katastrophaler Unwirtschaftlichkeit zur Stilllegung angemeldet werden musste.
Daher stellt sich die Frage, woher all die benötigten Kraftwerke kommen sollen. Geht man von einer Netzlast von 106 GW und der „EE“-Minimalleistung von 11.500 MW am 7.12. aus, so müsste man 89 Kraftwerke dieses Typs innerhalb von 28 Stunden ans Netz bringen, damit die Lichter in Deutschland nicht ausgehen. Zu diesen Fragen gibt es seitens der Wind- und Solarlobby zwar wortreiche Beteuerungen, aber keine überzeugenden Antworten.
…und nicht mehr beherrschbare Kurzfrist-Gradienten

Was die bereits im Zusammenhang mit Bild 6 erläuterten Kurzfrist-Gradienten angeht, so würden diese im fiktiven Dezember 2050 bis zu -26.500 MW/h erreichen, Bild 9.
Eine weitergehende Diskussion ist nach den bereits zu Bild 6 gegebenen Erläuterungen nicht mehr erforderlich. Mit den heute bekannten bzw. verfügbaren Technologien sind solche Schwankungen schlicht nicht beherrschbar, nicht zuletzt auch deshalb, weil die für ein eventuelles Auffangen erforderlichen Ressourcen durch die Vernichtung konventioneller Kraftwerkstechnologie immer weiter zurückgebaut werden.
Untaugliche Gegenrezepte
Natürlich stellt sich an diesem Punkt die Frage, wie es denn angesichts der jetzt „plötzlich“ auch für die Allgemeinheit sichtbar gewordenen Probleme weitergehen soll. Besonders unerfreulich ist ja, dass dieses Dilemma schon längst vorhersehbar war und es genug Warnungen gab. Jetzt ist der Salat auf dem Teller und den Verantwortlichen bei den Netzbetreibern fällt dazu als erstes die Forderung nach einem verstärkten Ausbau der Netze zur besseren Verteilung des Stroms aus „erneuerbaren“ Energien ein. Dabei ist dies alles andere als sinnvoll, denn es bedeutet nur, die von den Windquirlen ausgehenden Störimpulse großflächiger zu verteilen, ohne dass sie dadurch behoben würden. Das einzige Ergebnis wäre, dass man damit noch mehr Verbraucher mit immer massiveren Störungen „beglücken“ würde. Was man im Ausland davon hält, zeigt sich an den Sperrtrafos, die mittlerweile von Polen und Tschechien zur Abwehr deutschen Windstroms an den Grenzen aufgestellt werden.
Der Grund für die Vorschläge der Netzbetreiber ist allerdings leicht zu verstehen, wenn man ihr Geschäftsmodell berücksichtigt. Ihnen ist es egal, wo der Strom herkommt oder wo er hinfließt und was für Probleme es damit gibt. Sie verdienen nämlich an Problemen. Sie verdienen an neuen Leitungen, an den Durchleitungsgebühren und auch an der Behebung von Störungen, sie verdienen an allem. Die Aufwendungen, welche jetzt so lautstark beklagt werden, sind für sie „Wareneinkauf“, auf den sie ihren staatlich zugesicherten Profit oben draufschlagen dürfen. Wenn sie eine neue Leitung ziehen, so spielen Kosten oder die tatsächliche Auslastung keine wirkliche Rolle. Alle Aufwendungen müssen vom Verbraucher via Durchleitungsgebühr beglichen werden. Die Politik hat es geschafft, aus den früheren Verbundversorgern, die mit einem ganzheitlich optimierten Konzept agierten, ein chaotisches Mit- und Gegeneinander einzelner Akteure zu schaffen, die jeweils nur ihre eng begrenzten Partikularinteressen vertreten und denen alles, was links oder rechts davon passiert, völlig egal ist. Die Zeche zahlt wie immer der Verbraucher, und sie wächst immer schneller.
Während die Kanzlerin mit ihrer in den DDR-Jahren erworbenen Betonkopf-Mentalität stur an ihrem „Energiewende“-Kurs festhält, zeigen sich bei ihrem SPD-Koalitionspartner Anzeichen für erste Absetzbewegungen. Gabriel, der bereits vor einiger Zeit durch den Spruch auffiel, dass man uns im Ausland wegen der Energiewende „sowieso für bekloppt“ halte, scheint ebenso wie in der Flüchtlingsfrage die Zeichen der Zeit erkannt zu haben und sprach in den letzten Tagen davon, die Kohlekraftwerke länger laufen zu lassen. Womit im Prinzip das Ende der Wende eingeläutet würde.
Fred F. Mueller
Quellen:
[AGEB] http://www.ag-energiebilanzen.de/viewpage.php?idpage=139
[AGOR] http://tinyurl.com/jode6ds
[BDEW] http://tinyurl.com/jox5h7d
[BDPR] http://tinyurl.com/zc6cxu7
[EIKE] http://www.eike-Klima-energie.eu/news-cache/strom-und-co2-deutschland-im-treibsand-der-illusionen/
[EIK2] http://www.eike-Klima-energie.eu/news-cache/energiewende-plan-und-orientierungslos-im-nebel/
[LIMU] Limburg, M.; Mueller, F.F.: Strom ist nicht gleich Strom. Kap. 23, „Strompreise – dank EEG hinauf zu den Sternen“. ISBN 978-3-940431-54-7.
[NETR] http://www.netztransparenz.de/de/Redispatch.htm
[QUAS] http://www.volker-quaschning.de/datserv/windinst/index.php
[SPIE] http://tinyurl.com/hpyvnb9
[STILL] http://tinyurl.com/nddurkc Abgerufen am 30.12.2015
[TENN] http://tinyurl.com/hfvgbed
[VAFI] http://www.vafinans.se/ravaror/diagram/eex-strom-phelix-baseload-year-future/EURO
[VESI] http://tinyurl.com/zgn48e2
Leseempfehlung:
Michel Limburg, Fred Mueller, Arnold Vaatz:
„Strom ist nicht gleich Strom. Warum die Energiewende nicht gelingen kann.“
Erhältlich bei ► Storchmann Medien
108 Abbildungen, gebunden, 19,90 €, Versand kostenfrei.
Der Ingenieur Michael Limburg und der Wissenschaftsjournalist Fred F. Mueller erklären in einfachern, auch für Laien leicht verständlichern Weise, wie unser Stromversorgungssystem funktioniert.
Bill Gates kommentierte 2011 den Ausstieg aus der Kernkraft als „Zeichen des Wohlstands“. Die deutschen müssen tatsächlich sehr reich sein, wenn sie klaglos alle Strompreiserhöhungen hinnehmen, die sie der Energiewende verdanken. Selbst Windkraftgegner versäumen oft nicht darauf hinzuweisen, dass sie ja nicht grundsätzlich gegen die Energiewende seien. Sie möchten nur nicht selber vom Lärm beeinträchtigt werden. Alles in allem ist es kein Wunder, dass die Attraktivität Deutschlands für Menschen aus armen Regionen der Welt steigt. Die Bundesregierung strebt den Weltmeistertitel für Deutschland beim Ausbau der Erneuerbaren Energien an, sie hat der Bevölkerung allerdings nicht gesagt, wie teuer dieser Titel sein wird. Jürgen Trittin versprach Anfang 2000, die Mehrkosten würden nicht mehr als den Preis für eine Kugel Eis betragen.
Zu den Beratern der Bundesregierung in energiepolitischen Fragen gehört „Agora Energiewende“. Der Thinktank rechnet nach Informationen der FAZ mit einem Anstieg auf 6,4 bis 6,6 Cent je Kilowattstunde. Das wäre, bestätigt die FAZ, ein neues Rekordniveau. Aktuell beträgt die Umlage 6,17 Cent.
Die höhere Umlage ist wegen der geltenden Regelung unvermeidbar, sobald die Strompreise an der Börse sinken. Die Ökostromerzeuger verkaufen den Strom an der Börse. Dafür erhalten sie eine feste Vergütung. Die Stromkunden zahlen die Differenz des Betrages, das heißt: Der Stromerzeuger riskiert keinen Verlust, dafür kommt der Kunde auf. Mit wachsendem Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien wachsen voraussichtlich auch die Strompreise, natürlich mit Folgen für sämtliche Produkte und Dienstleistungen.
Die Strompreise gehören nach Dänemark zu den höchsten in Europa.
Der Zusammenhang zwischen Erneuerbaren Energien und steigenden Strompreisen wird von deren Befürwortern immer wieder bestritten. Zu unrecht, wie diese Grafik zeigt.
Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. legt Einspruch gegen den Bau von Windkraftindustrieanlagen ein

Die Kunststiftung Hohenkarpfen e.V. (Kunstverein Schwarzwald-Baar-Heuberg) hat einen über die Region hinausreichenden Ruf als kunstwissenschaftliches Ausstellungsinstitut. Der Einspruch der Stiftung gegen den Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft Tuttlingen, der den Ausweis einer Konzentrationszone für Großwindenergieanlagen auf dem Weilheimer Berg vorsieht, dürfte deshalb auch überregionale Auswirkungen haben.
Die Kunststiftung Hohenkarpfen verweist in ihrem Einspruch auf den gesetzlich verankerten Natur- und Landschaftsschutz. Der geplante Eingriff sei angesichts des geringen ökonomischen Nutzens unverhältnismäßig. Windstrom, der nicht bedarfsgerecht und planbar vom Verbraucher abgerufen werden könne, trage wenig zur angestrebten Energiewende bei.
Darüber hinaus wehrt sich die Kunststiftung gegen die „dramatische technische Überprägung einer überregional bedeutsamen Kulturlandschaft“, die Beeinträchtigung des Erholungswertes der Landschaft und der Wohnqualität und den Wertverlust der Wohnungen und Häuser. Sie moniert das Fehlen von Risikoanalysen, fehlende Gutachten nach neuesten Erkenntnissen zum Arten- und Naturschutz, widersprüchliche Verfahrensvorgaben, fehlende Information der Öffentlichkeit und mangelnde Transparenz der Interessen.
Die Kunststiftung bemängelt, dass unzureichende Visualisierungen kleinerer Anlagen dem Bürger bisher keine wirklichkeitsnahe Einschätzung der eigenen Betroffenheit erlauben. Mit Hilfe eines Gutachtens hat sie realistische Visualisierungen erstellen lassen, die auf ihrer Homepage einsehbar sind: www.kunststiftung-hohenkarpfen.de.
Pressemitteilung-WindkraftEin spektakulärer Erfolg der 608 Verbände, die der europäischen Plattform gegen Windkraftanlagen (EPAW) angehören: Der Gerichtshof der Europäischen Union hat eine von der (EPAW) eingereichte Beschwerde gegen die Europäische Kommission angenommen und wird darüber verhandeln.
Die Europäer hätten vollumfänglich über die Vorteile des EU-Programms zu „erneuerbaren“ Energien, sowie zu den Kosten und unerwünschten Auswirkungen desselben informiert werden müssen. Stattdessen habe die Kommission die „Behauptungen der Windindustrie ohne Überprüfung nachgeplappert“, argumentiert Mark Duchamp, Naturschützer und geschäftsführendes Vorstandsmitglied (CEO) der EPAW. Die Aarhus-Konvention verlange, dass Programme, welche die Umwelt in Mitleidenschaft ziehen, in transparenter Weise mit der Beteiligung der Öffentlichkeit entwickelt werden.
Die Kommission sei die Verantwortliche für die katastrophalen Ergebnisse ihrer Energiepolitik.
► EPAW
► EPAW Pressemitteilung
Die Loreley, der weltberühmte Felsen im Mittelrheintal, könnte die international sehr begehrte Auszeichnung als Weltkulturerbe, die der Verbandsgemeinde Loreley 2002 verliehen wurde, verlieren, wenn dort Windkraftanlagen aufgestellt würden.
Das Mittelrheintal ist eine uralte Kulturlandschaft, Inbegriff der Rheinromantik und neben dem mittleren Ruhrtal in Nordrhein-Westfalen eines der ersten Toruristenziele Deutschlands. Es reicht von Bingen bis Koblenz, Burgen, Festungen und Kirchen säumen das Tal. Der Verbandsbürgermeister, Werner Groß (CDU), sieht im Bau von Windkraftanlagen eine Chance, die Haushaltskasse aufzubessern. „Windkraft ist eine Einnahmequelle“, zitiert ihn die Süddeutsche Zeitung. Die Ortsgemeinden sollen allesamt verschuldet sein, „blank, defizitär bis zum Geht-Nicht-Mehr“, sagte der Verbandsbürgermeister der Zeitung.
Es könne doch nicht sein, sagte er, „dass ein Freiluftmuseum entstehe, mit mittelalterlich verkleideten Einwohnern, die von Touristen gefüttert werden“. Er fragt: „Sollen wir in Schönheit sterben?“
Der Verbandsbürgermeister Groß versteht nicht, dass auf der anderen Rheinseite, auf den Höhen des Hunsrücks „jede Menge Anlagen, deutlich sichtbar für die, die um die Loreley herumspazieren“ stehen, man der Verbandsgemeinde Loreley aber die Aufbesserung der Kasse verbieten will. Es werde geprüft, ob und wie man rechtlich gegen den Beschluss der Landesregierung in Mainz, die den Bau der Windkraftanlagen abgelehnt hat, vorgehen kann.
In der Verbandsgemeinde soll am Dienstag, 8. September, die Entscheidung des VG-Rates über das weitere Vorgehen zum Thema Windkraft Loreley fallen.
Zum 8. September ruft die Bürgerinitiative gegen die Windkraftpläne zu einer Mahnwache vor der Sitzung auf.

Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland
Mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland wandten sich anlässlich einer Pressekonferenz im Presseclub Bonn am 1. September 1998 über 95 Hochschullehrer und Schriftsteller an die Öffentlichkeit. Sie versuchten, Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien auf die vielen negativen Folgen einer ausufernden Windenergienutzung aufmerksam zu machen und stellten an die verantwortlichen Behörden eine Reihe von Forderungen. Fast 20 Jahre später ist das ökologische, ökonomische und finanzielle Zerstörungswerk entgegen allen Warnungen und Protesten fast vollbracht. Fast. Die Anti-Windkraftbewegung ist vermutlich größer, als es die Anti-Atomkraftbewegung je war. Nur friedlicher. Zehntausende von Menschen sind bundesweit in über 700 Bürgerinitiativen engagiert. Sie setzen alle ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ein, um den Windwahn zu beenden.
Sie werden überrascht sein, wie aktuell das „Manifest“ auch heute, nach fast 20 Jahren, noch ist.
Initiativgruppe Darmstädter Manifest (pdf) oder hier:

Der Umstieg auf Erneuerbare Energien könne eine Kehrseite haben, wie die Auswirkungen auf die Vogelpopulationen im Fall von Windenergieanlagen.
In einer neuen Veröffentlichung der Zeitschrift The Condor: Ornithological Applications zeigt eine Gruppe von Forschern verschiedener Universitäten, welche Auswirkungen die Windenergieentwicklung in Kansas auf Prairiehühner (Tympanuchus cupido) gehabt hat, die in der Umgebung von Windkraftanlagen brüteten.
Die Forscher überwachten Balzplätze der Präriehühner vor und nach dem Turbinenbau. Sie haben festgestellt, dass innerhalb einer Entfernung von acht Kilometern zu den Windkraftanlagen die Balzplätze eher aufgegeben wurden. Die Forscher besuchten während der Fünfjahresstudie 23 Balzplätze, um zu beobachten, wie viele männliche Vögel anwesend waren und das Gewicht eingefangener Männchen aufzunehmen.
Nach dem Bau von Windkraftanlagen, fanden sie eine erhöhte Rate aufgegebener Balzplätze an Standorten innerhalb von acht Kilometern der Turbinen sowie einen leichten Rückgang der männlichen Körpermasse.
Diese Studie ist die neueste in einer Reihe von Studien über die Auswirkungen der Windenergieentwicklung auf Präriehühner. Die Forscher stellten fest, dass sowohl männliche als auch weibliche Präriehühner negative Verhaltensreaktionen auf Windenergie zeigten und dass der Bestand der Balzplätze nicht nur vom Abstand zu den Windkraftanlagen, sondern auch von der Anzahl der männlichen Präriehühner und dem Lebensraum auf landwirtschaftlichen Feldern oder in der Prärie abhing.
Die Ergebnisse dieser Studie bestärken die Empfehlung des US Fish and Wildlife Service, eine dem US-Innenministerium unterstellte Behörde, dass keine neue Windenergieentwicklung innerhalb eines acht Kilometer Puffers um aktive Brutplätze erfolgen sollte.
„Es ist wichtig, genaue Auswertungen der direkten und indirekten Auswirkungen von Windenergieanlagen auf Arten wie Präriehühner zu haben“, so der Wildlife-Experte Larkin Powell. „Das Potenzial für Kompromisse zwischen Erneuerbaren Energien und der Wildtierpopulationen in der Landschaft ist eine der wichtigsten Fragen unserer Zeit.“
(„It is critical to have rigorous evaluations of direct and indirect effects of wind energy facilities on species such as prairie-chickens,“ according to grassland wildlife management expert Larkin Powell, WHO was not involved with the research. „The potential for trade-offs between renewable energy and wildlife populations on the landscape is one of the key questions of our day.“)
Quellen:
http://www.eurekalert.org/pub_releases/2015-05/copo-vgb050615.php
Weitere Informationen:
- „Reaktionen der männlichen Präriehühner auf die Windenergieentwicklung“ finden Sie unter http://www.
aoucospubs. org/ doi/ full/ 10. 1650/ CONDOR-14-98. 1. - Über die Zeitschrift Der Condor: The Condor: Ornithological Applications ist eine wissenschaftlich begutachtete, internationale Fachzeitschrift für Ornithologie.
Der WKA-Hintergrundlärm stammt von den Windkraftwerken neben uns und wurde vor dem Schlafzimmerfenster des Fotografen bei Windstärke 2,5 (!) aus NW aufgenommen – Entfernung zur nächsten WKA 320 m, eine von 6 in direkter Nachbarschaft.
Die Luftaufnahmen von Dr. Musehold und unsere Windwahnfotos stehen allen Mitstreitern zum freien Gebrauch zur Verfügung – bitte mit Vermerk Copyright (c)!
Mehr Informationen: https://www.windwahn.com/2020/07/23/windwahn-horror-picture-show/









