Solarmodule erzeugen 300-mal mehr giftige Abfälle als Kernkraftwerke

Einem Bericht der pro-nuklearen Gruppe Environmental Progress (EP) zufolge erzeugen Solarmodule 300-mal mehr giftige Abfälle pro Einheit Elektrizität als Kernkraftwerke. Mit dieser Frage beschäftigt sich der Energie- und Wissenschaftsjournalist Andrew Follett in einem der größten Journalisten-Blogs der USA, The Daily Caller, auseinander.

 

Sondermüll durch Solaranlagen

Sonnenkollektoren bestehen aus Schwermetallen, darunter Blei, Chrom und Cadmium, die die Umwelt schädigen können. EP weist darauf hin, dass die Gefahren von nuklearen Abfällen bekannt und planbar seien. Aber es sei sehr wenig getan worden, um das Problem des Sondermülls aus Solaranlagen zu verringern.

Dr. Jeff Terry, Professor für Kernphysik im Bereich Energieforschung am Illinois Institute of Technology, informierte die Daily Caller News Foundation, dass bei der Herstellung von Solarzellen gefährliche Materialien wie Schwefelsäure und toxisches Phosphingas verwendet werden. Das Recycling dieser Materialien sei äußerst schwierig, außerdem hätten die Solarpaneelen nur eine relativ kurze Betriebslebensdauer, warnte er.

 

Abfälle von Solaranlagen sind ein schnell wachsendes Problem

Es gebe zwei Arten von Abfällen im Zusammenhang mit Solaranlagen, erläutert Jeff Terry. Einerseits den Abfall bei der Herstellung und andererseits Abfälle aus dem Solarpanel, nachdem es seine Nutzungsdauer abgelaufen ist. Das Problem mit Abfällen von Solaranlagen ist nach ansicht von Terry, dass sie nicht behandelt werden wie nukleare Abfälle.

Terry geht davon aus, dass Abfälle von Sonnenkollektoren schnell ein weit größeres Problem sein werden als nukleare Abfälle, weil für die Stromversorgung drastisch mehr Sonnenkollektoren benötigt werden, um die gleiche Menge an Strom wie ein Kernreaktor zu produzieren.

 

Die Abfallprobleme von Solaranlagen sind größer als die der Kernkraftwerke

“Das Abfallproblem bei Solaranlagen ist viel größer als das der Atomkraft, allein wegen der Energiedichte”, sagte Terry. Auf einen Kilogramm Abfall berechnet, bekomme man aus Kernkraft sehr viel mehr Energie als aus Sonnenenergie und Wind.

Lake Barrett, ehemaliger stellvertretender Direktor des Department of Energy’s Office of Civilian Radioactive Waste Management, bestätigt die Auffassung Terrys: “Alle Formen der Energie schaffen als Nebenprodukte Abfälle durch ihren Bau, Betrieb und eventuelle Entsorgung”, sagt er. Seit mehr als 50 Jahren gebe es umfangreiche wissenschaftliche Erfahrung über die sichere Verwaltung und technische Beseitigung von Atommüll, aber sehr wenig Kenntnis bei der Entsorgung von Erneuerbaren Energien.

Solarmodule können nicht einfach in einer Deponie gelagert werden, ohne die Fläche potenziell zu verunreinigen. Wenn man ein Solarmodul in eine Deponie werfe, werde es zerbrechen und Probleme verursachen, sagte Terry. “Die Bevölkerung beschäftigt sich noch nicht mit solaren Abfällen, und niemand hat einen wirklichen Plan, was mit diesen Panels nach ihrer Entfernung von Hausdächern zu tun ist.” Das Recycling sei ein extrem arbeitsintensiver und unrentabler Prozess.

 

Sonnenkollektoren sind enorm schwer zu entsorgen oder zu recyceln

Sonnenkollektoren sind enorm schwer zu entsorgen oder zu recyceln. Japan suche bereits nach Möglichkeiten, um seine Bestände von Solarabfällen wiederzuverwenden, sagt Terry. Es werde erwartet, dass sie bis 2020 die Größenordnung von 10.000 Tonnen übersteigen und bis 2040 jährlich auf 800.000 Tonnen pro Jahr anwachsen werden. Darüber hinaus hätten die meisten Regierungen, die die Solarenergie stark unterstützen, die Hersteller nicht verpflichtet, die Solarabfälle zu sammeln und zu entsorgen.

 

Solarabfälle bleiben im Unterschied zu nuklearen Abfällen für immer giftig

Barrett wies auch darauf hin, dass nukleare Abfälle mit der größten Strahlenbelastung ziemlich schnell abklingen, während Solarpanelabfälle über einen viel längeren Zeitraum in der Umwelt verbleiben können.

“Nukleare Abfälle sind radioaktiv und Radioaktivität ist oft beängstigend für diejenigen, die es nicht verstehen”, sagte Barrett. “Mit der Zeit zerfallen nukleare Abfälle in einigen hundert oder wenigen tausend Jahren auf natürliche Weise auf ein ungefährliches Niveau. Schwere Metallabfälle, wie sie sich häufig in erneuerbaren Energieträgern befinden, zerfallen nicht und können für immer in der Umwelt giftig bleiben.”

Im Vergleich zu den Abfällen aus den Solarmodulen können nukleare Abfälle oft wiederverwendet werden, entweder als Brennstoff für Kernreaktoren oder in der Medizin.

“Die meisten nuklearen Abfälle sind keine echten Abfälle, da sie zur Nutzung als Reaktorkraftstoff wiederverarbeitet werden können”, sagt Terry. “Die USA haben das schon mit dem EBR-2-Reaktor gezeigt.” Man werde immer eine enorme Menge des Urans oder Plutoniums wiederverwenden können. Außerdem seien Spaltprodukte auch für andere Dinge wie Radio-Pharmazeutika nützlich.

 

Der Sondermüll durch Solarenergieanlagen wurde bisher vernachlässigt

In den USA gibt es derzeit 1,4 Millionen Solarenergieanlagen, von denen viele am Ende ihrer 25-jährigen Lebensdauer stehen. Die Regierungen hätten nicht viel getan, um Solarabfälle wie nukleare Abfälle zu behandeln, .

“Nukleare Abfälle sind die am meisten regulierten Abfälle in der Geschichte der Menschheit”, sagte Barrett. “Sehr detaillierte USNRC [US Nuclear Regulatory Commission] und USEPA [US Environmental Protection Agency] Vorschriften und Standards wurden entwickelt, die sehr strenge Grenzen für den Schutz der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit und die Umwelt auf eine Million Jahre in der Zukunft setzen. Kein anderer Abfall verfügt über vergleichbare Schutzanforderungen. ”

 

Die Grenzen den Nutzens von Sonnenkollektoren

Einige Untersuchungen zeigen, dass Sonnenkollektoren nicht einmal effektiv zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen. Auf dieser Annahme beruht für The Daily Caller jedoch die gesamte Rechtfertigung für die Förderung der Solar-Technologie.

Die Solarzellen trügen tatsächlich vorübergehend zu erhöhten Kohlendioxid (CO2) Emissionen bei. Dies habe eine im Dezember 2016 veröffentlichte Studie über den Energieverbrauch bei ihrem Bau ergeben. Die Solarindustrie bestätige selbst, dass Solaranlagen “ein vorübergehender Netto-Emitter von Treibhausgasemissionen” sei. Aber sie verweisen auf moderne Solarmodule, die angeblich eine geringere nachteilige Umweltbelastung haben sollen als ältere Modelle. Die Wissenschaftler der Solarindustrie schätzen, dass die Solarindustrie insgesamt bis 2018 eine positive Umweltbelastung haben könnte.

Die Bundesdaten deuten The Daily Caller zufolge jedoch darauf hin, dass der Aufbau von Solarzellen die Emissionen des starken Treibhausgases Stickstofftrifluorid (NF3) deutlich erhöht. Es sei als Treibhausgas über einen Zeitraum von 100 Jahren 17.200 mal stärker als CO2. Die NF3-Emissionen seien in den letzten 25 Jahren um 1.057 Prozent angestiegen. Im Vergleich dazu habe der Anstieg der US-Kohlendioxid-Emissionen im gleichen Zeitraum nur etwa 5 Prozent betragen.

 

Erich Boson

Quelle:

Titelfoto: 12019

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