Verstrickungen bringen wichtige Studie zum Fracking in Misskredit

Im Frühjahr 2012 hat eine Studie der University of Texas Entwarnung gegeben: Fracking verschmutze das Grundwasser nicht.
„Über die Ergebnisse der Untersuchung wurde weitherum berichtet; die Gasindustrie zeigte sich erfreut, und verschiedene Politiker argumentierten sogleich für eine stärkere Förderung des Frackings. Die Resultate hatten auch bei Umweltorganisationen Gewicht, denn die Studie galt als unabhängig.
Damit ist es nun vorbei: Eine Untersuchung der Anti-Fracking-Organisation Public Accountability Initiative hat Ende Juli ans Licht gebracht, dass der Geologe Charles Groat, der die Studie überwachte, Vorstandsmitglied der Gasfirma Plains Exploration & Production ist.¹ Als solches habe er im vergangenen Jahr 400 000 Dollar verdient, etwa doppelt so viel wie sein Professorengehalt. Sein Paket von Aktien der Firma ist gut 1,6 Millionen Dollar wert. Offenbar hielt der Forscher es nicht für nötig, diese Verstrickung zu melden.“
„Amerikanischer Forscher verschweigt Interessenbindung“, NZZ, 07.08.2012

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