Australien

Australien: Der Kontinent brennt nicht!

Australien brennt! Die alarmistischen Überschriften in den Medien lassen vermuten, dass ganz Australien ein Opfer der Flammen wird. Es handelt sich um Fakenews. Das Schweigen der dpa (Deutsche Presseagentur) und correctiv, die beide von Facebook mit dem Aufspüren von Falschnachrichten beauftragt wurden, ist bemerkenswert. Denn in diesem Fall handelt sich um keinen Fehler, sondern um eine infame Manipulation, die offenbar dem einzigen Zweck dient, Angst zu schüren.

In der Zeit zwischen dem 5. und dem 8. Januar prasselten Schlagzeilen wie die folgenden auf Leser, Rundfunkhörer und Fernsehzuschauer ein:

  • „Australien: Der Kontinent brennt“ (Focus, 08.01.2020)
  • „Australien brennt“ (swr3, 07.01.2020)
  • „Australien in Flammen“ (tagesspiegel, 06.01.2020)
  • „Australien brennt weiter“ (dw, 05.01.2020)
  • „Australien steht in Flammen“ (stern, 06.01.2020)
  • „Australien brennt“ (klimareporter, 06.01.2020)

Die Übertreibung, dass Australien brenne, hat nichts mit der Realität, sondern mit dem Glauben an die Klimakatastrophe zu tun. Australien muss brennen. Warum?

Warum muss Australien brennen?

Über den Klimawandel, das Bevölkerungswachstum, die Industrialisierung von Entwicklungsländern und die Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums ließe sich vernünftig reden. Medien, Wissenschaftler und Politiker befeuern statt dessen die Emotionalität der Menschen und schüren die Angst vor dem Klima. Dies hat mehrer Gründe.

Tagesschau, 09.01.2020

Screenshot

Die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt behauptet, es gebe eine Klimakatastrophe, und die sei nur mit Wind- und Solarkraft zu heilen. Simone Peter, der dieser Tagesschau-Tweet gefällt, wie der Screenshot zeigt, war bis 2018 Bundesvorsitzende der Grünen und hat 2018 nahtlos den Job als Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE)   übernommen.

Die Tagesschau twitterte am 09.01.2020:

„Australien hat nicht nur Kohle – es hat auch Platz, viel Sonne und Wind. Es könnte anders. Wir auch. Vorbeugen ist für Alle besser als Heilen“, kommentiert Werner Eckert (@Klimagipfel) die Klimakatastrophe und ihre Folgen für Australien.“

Propaganda, Lobbyismus und der implizite Anspruch, einen anderen Staat zu missionieren, bilden in den wenigen Zeilen der Tagesschau eine eindrucksvolle Einheit.

Volker Quaschning, 09.01.2020

Einer der zahlreichen Haus- und Hoflieferanten der Großen Koalition für die Klimakatastrophe ist Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin. Er bezeichnet sich bei Twitter selbst als „Experte für Erneuerbare Energien und Fragen der Energiewende“.

Für Quaschning steht fest, dass der Klimawandel eine Hauptursache der Brände in Australien ist. Damit nicht genug. Deutschland ist aus seiner Sicht für den Tod von bis zu 10 Mio. Tieren verantwortlich, weil es für 2% der „Klimagase“ verantwortlich sei. Mit dem Hashtag „Scientists4Future“ ergänzt Quaschning die orchestrierte Klimakatastrophe.

Stefan Rahmstorf, 25.12.2019

Der wichtigste Ideenlieferant für den Klimaalarm ist das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Einer der bekanntesten Vertreter der Ideenschmiede mit dem Hang zum Absolutismus (WBGU) ist Stefan Rahmstorf, Klimatologe und Abteilungsleiter am PIK und Professor für Physik der Ozeane an der Universität Potsdam.

Rahmstorfs Ansicht zu Australiens Bränden: „Dass die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu Hitze und Waldbrandkrisen in Australien führen wird, ist seit langer Zeit unübersehbar.“

Rahmstorf räumt zwar ein, dass die zunehmende Erderwärmung nicht direkt Brände auslöse. Aber sie sorge für höhere Temperaturen und Dürre, die wiederum die Brände verschlimmern, sagt er. Sie gerieten – wie derzeit in Australien – schneller außer Kontrolle.

Sich selbst als Verfechter der wahren Wissenschaft wähnend, rät Rahmstorf der Welt, aus der australischen „bushfire crisis“ zu lernen und Medien und Regierung keinen Wissenschaftsleugnern zu überlassen. An jeden Leser appellierend prophezeit Rahmstorf, er werde dafür einen verheerenden Preis bezahlen müssen.

Karl Lauterbach, 08.01.2020

Stellvertretend für Politiker, die dem Klimawahn ergeben sind, twittert Karl Lauterbach (SPD), der von Ende 2013 bis September 2019 stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion war, am 8. Januar 2020:

„Wenn wir so weitermachen brennen bald auch andere Kontinente.“

Lauterbach empfiehlt den Klimaschutz als Verfassungsziel.

Es geht politischen Klimaalarmisten auch beim Thema Australien offensichtlich darum, die dortigen Ereignisse für eigene politische Zwecke zu nutzen. Sie scheinen zu glauben, dass der Klimawandel aufzuhalten sei, wenn der Klimaschutz als übergreifende Richtschnur für alles gesellschaftliche Handeln im Grundgesetz verankert und als gesetzliche Grundlage für politisches Mainstreaming (WBGU, 2011) dienen werde.

Um diesem politischen Ziel Nachdruck zu verleihen, nutzen Propagandisten der „Klimakatastrophe“ die Lüge, ganz Australien stehe in Flammen.

Australien brennt nicht

Die Falschinformation „Australien brennt“ wurde unter anderem von der schweizer Zeitung „Blick“ widerlegt:

Auch der „Focus“ wies auf den Fake hin..

Richtig ist, dass eine große Fläche in Australien brennt. Aber nicht ganz Australien steht in Flammen. Nicht einmal die Hälfte, sondern „nur“ 0,5 bis ein Prozent der Gesamtfläche. Die Polizei von New South Wales gab am 6. Januar an, dass mehr als 4,9 Millionen Hektar in Flammen stehen. Selbst bei einer Verdopplung der Brandfläche wäre nur rund ein Prozent der Gesamtfläche Australiens (769.200.000 ha) betroffen.

Ein Prozent ist dennoch viel. Der Hinweis soll die schrecklichen Folgen für Menschen und Tiere nicht verkleinern. Übertreibungen machen es dem Leser jedoch schwer, die Situation und die Ursachen der Brände richtig zu bewerten.

Keine Räubergeschichten

Unter den wenigen Fachleuten, die in Zeiten der Klimawandelhysterie Beachtung finden, gehört auch der Meteorologe Jörg Kachelmann.

Es helfe der guten Sache nicht, Räubergeschichten zu verbreiten, antwortet Kachelmann bei Twitter dem Sozialdemokraten Lauterbach. Der Meteorologe sagt:

„Es brennt bei weitem nicht der halbe Kontinent, eine wärmere Welt wird gesamthaft auch eine nassere Welt sein. Und, verrückt: Es brennt nur, wenns mans anzündet“

Der Meteorologe Jörg Kachelmann erläutert seine Auffassung

In mehreren aufeinanderfolgenden Tweets erläutert Jörg Kachelmann am 07.01.2020 seine Auffassung.)

„Die Klimasimulationen zeigen für die Zukunft eine höhere Wahrscheinlichkeit für Dürreperioden im südöstlichen Australien wie auch in Mitteleuropa. Von daher ist es nicht ausgeschlossen oder denkbar, dass die erwähnten Dürreperioden klimawandelbedingt sind. Alle erwähnten Dürreperioden (Deutschland 2018/19 und aktuell Australien wurden aber auch schon in auch fernliegender Vergangenheit beobachtet und deutlich übertroffen. Die Abwägung, ob diese Dürreperioden von altem oder neuem Schrot und Korn sind, lässt sich nicht mit wissenschaftlicher Sicherheit feststellen.

Es gibt zwei vorherrschende Bewertungen: 1. Gabs schon mal, also alles Blödsinn. 2. Das ist die Klimakatastrophe, das Ende ist nahe.

Die Antwort 1 ist sicher Blödsinn, weil es nichts bedeutet, dass es etwas schon mal gab. Entscheidend wird sein, ob und wie sehr ein unangenehmes Ereignis nun viel häufiger auftritt.

Die Antwort 2 kann Blödsinn sein, weil wir nicht sicher sein können, um die für die Zukunft modellierten Änderungen wirklich heute schon eintreten oder ob die Ereignisse noch in der allgemeinen Variabilität inbegriffen sind.

Bisher sieht man noch keine signifikante Zunahme von Dürreereignissen in Mitteleuropa. Sollten 2020-2025 wieder ähnlich trockene Vegetationsperioden bringen wie 2018/2019 sind wir dann relativ sicher, dass Antwort 2 richtig ist. Es ist allerdings genauso denkbar, dass wir nasse und kühle Sommer vor uns haben.

Das Risiko der potsdämlich-geifernden und durch die meisten deutschen Medien übernommenen Kommunikation, dass Antwort 2 sicher korrekt ist, birgt ein erhebliches Risiko. Gibt es nun tatsächlich- was völlig normal wäre – mehrere kühle und verregnete Sommer, wären die ganzen Fortschritte bei der Klima-Awareness weitgehend diskreditiert, weil der teutonische Furor aus Potsdam keine anderen Lösungen zulässt, als ob heute schon alles Klima sei und keine anderen Lesarten denkbar seien. Dieser rechthaberische Blutrausch wird mit allen Mitteln vertreten. (In diesem Zusammenhang verweist Kachelmann auf einen Artikel im Spiegel über Stefan Rahmstorf, PIK).

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die nächsten Jahre zeigen, dass der Furor zurecht appliziert wird. Werden die kommenden Jahre normal bis kühl und nass, wird der Backlash der Antworter Nr. 1 und der angeschlossenen PolitikerInnen, für die revolutionäre Veränderungen ohnehin wesensfremd sind, die Bemühungen um eine klimafreundlichere Welt um Jahre zurückwerfen.

Wir werden wie beim Waldsterben erleben, dass falsche Vorhersagen genutzt werden, um Bemühungen des Umweltschutzes gesamthaft zu diskreditieren. Dass das Risiko besteht, wissen wir seit https://spiegel.de/wissenschaft/mensch/winter-ade-nie-wieder-schnee-a-71456.html Damals wusste man noch nicht soviel von der Abschwächung des Jets und der Folge mehr meridionaler Wetterlagen, die aber auch sehr winterliche und kalte Episoden erlaubt.

Es ist zumindest den vorherrschenden deutschen Klimaforschern, die weltweit führend in ihren Horrorszenarien sind („Doomsday Krauts“) charakterlich bisher nicht möglich gewesen, alte Fehlvorhersagen aufzuarbeiten oder Unsicherheiten zu formulieren. Man hat sich für ein „Augen zu und durch“ entschlossen mit allen oben formulierten Risiken. Die korrekte, aber nicht teutonisch-hysterisch-klickaffine Kommunikation wäre, dass es wahrscheinlich ist, dass genannte Phänomene in Zukunft gehäuft auftreten. Dass wir noch nicht sicher sind, ob wir bereits in dieser Phase sind und dass uns die kommenden Jahre zeigen werden, wo wir in der Entwicklung stehen. Und dass Klimamodelle Unsicherheiten haben. Solche Ehrlichkeiten werden im potsdämlichen Institut des Furors als Schwäche angesehen – um das sturzbetroffene Freitags-Volk auf Betriebstemperatur zu halten, wird auch völliger Blödsinn erzählt wie von der Hitze und den Glascherben, die Waldbrände verursachten.

Ehrlichkeit täte der Debatte gut. Dass man nicht alles weiss. Dass man vieles noch nicht weiss. Dass wir Grund genug haben, uns Sorgen zu machen und das Richtige zu tun. Und dass die Wissenschaft unser Leuchtturm sein muss, nicht die unstillbare Eitelkeit eines Professors aus Potsdam oder der vorauseilende Geifer einer Partei, die mit jeder angeblichen Katastrophe den nächsten Infratest-Prozentpunkt herbeispeichelt und die selbst Homöopathie als denkbaren Weg segnet, weil das dummen Wählern gefällt. Mit Heuchlern, denen es um sich selbst und nicht um die Sache geht, wird kein grosses Problem der Welt zu lösen sein.“ https://threadreaderapp.com/thread/1214567894639501313.html

Ohne Brandstiftung oder Zündquelle kein Feuer

Brände wie die in Australien werden überwiegend (Schätzungen gehen von 85 Prozent aller Fälle aus) durch Menschen verursacht. In Australien wurden seit September 2019 rund 200 Personen wegen Brandstiftung vernommen. Zum großen Teil waren Jugendliche die Verursacher. Manche Feuer wurden bewusst gelegt, andere entstanden durch Unachtsamkeit und Funken von Maschinen. Oft wurden trotz strikter Verbote Feuer im Freien angezündet und gerieten außer Kontrolle. Die Polizei von NSW schildert auf Facebook beispielhaft drei Einsätze.

Klimaforschung

Im Juli 2017 veröffentlichten Nick Earl und Ian Simmonds im Journal of Geophysical Research eine Analyse der australischen Buschfeuerstatistik 2001-2015.

Sie fanden heraus, dass die Buschfeuer in New South Wales (NSW), Victoria, Tasmanien und Südost-Queensland rückläufig oder stetig waren. Da die Regionen mit abnehmenden Bränden relativ dicht besiedelt sind, vermuten die Autoren, dass die rückläufigen Trends auf ein verbessertes Brandmanagement zurückzuführen sind. Sie fanden zudem eine große zeitliche und räumliche Variabilität heraus, die zum Teil von Ozeanzyklen wie El Nino oder dem Indischen Ozean Dipol gesteuert wird.

Eine Erklärung der Verfechter des anthropogenen Klimawandels, warum trotz des Anstiegs der CO2-Emissionen und der angeblich daraus resultierenden Erderwärmung die Zahl der Brände in Australien abnahm, bleibt aus.

In dieser Saison gibt es in Australien eine Besonderheit, die erklären könnte, warum die Brände unabhängig von Brandstiftungen oder Klimawandel stärker sind als in den Vorjahren seit Beginn der Aufzeichnungen. Es sind natürliche Ereignisse wie zum Beispiel der Dipol im Indischen Ozean (IOD), über den climatechangedispatch.com berichtet, der die australische Dürre und die Brände verstärkt. Ein Faktor, der in der politisierten Berichterstattung der Medien über australische Brände zurückgedrängt wird und wenig Beachtung findet.

Aus den ihnen vorliegenden Daten erhoffen sich Earl und Simmonds zuverlässigere Prognosemöglichkeiten. Dieses Ziel und die Bedeutung der Klimaforschung sind unbestritten. Klimaforschung gehört zur Geschichte der Menschheit, die mit Hilfe jeweils neuester Erkenntnisse lernt, sich selbst, ihre Nahrungsmittel ebenso wie ihre Unterkünfte nicht nur vor dem Wetter, sondern auch vor Änderungen des Klimas zu schützen.

Klimalüge

Keinesfalls lassen die komplexen Zusammenhänge des Klimas nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens die Schlussfolgerung zu, die australischen Buschfeuer seien hauptsächlich oder zu einem maßgeblichen Anteil durch den Klimawandel verursacht. Die Behauptung ist unlauter.

Nach dem Reaktorunfall in Japan 2011 war es die Warnung vor dem Gau, der die Erde angeblich vernichten werde, wenn die Menschheit nicht dazu bereit sei, auf die Kernenergie zu verzichten.

Gegenwärtig ist es nicht der Gau, sondern der Klimawandel, der angeblich das Leben auf der Erde auslöschen werde, wenn keine Gegenmaßnahmen getroffen würden.

Dass es einen anthropogenen Einfluss auf das Klima gibt, muss man nicht bestreiten. Es gibt für keine der vorliegenden Hypothesen zum Klimawandel Beweise. Aber es gibt Indizien, die den Verdacht bestärken, dass die Ausrufung von Klimanotfällen weniger mit dem Klima als vielmehr mit einem neuen Gesellschaftsmodell zur Absicherung des neu umverteilten gesellschaften Reichtums zu tun hat, der durch eine gezielte Ankurbelung der Wirtschaft in die Taschen von Auserwählten gelenkt wird.

Faina Faruz

Titelfoto: skeeze, pixabay

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