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Der Windpark Meerwind und die Einspeisevergütung gehen an China

China leistet seit einigen Jahren seinen Beitrag zur Clear Energy, unter Einbeziehung der Kernenergie. China beteiligt sich durch den Bau von Windkraft- und Solaranlagen im eigenen Land am weltweiten Ausbau von sogenannten Erneuerbaren Energien, wodurch sich das Land in die Lage versetzt hat, die Technik der Renewables im eigenen Land zu studieren. Heute ist China weltgrößter Hersteller von Solarmodulen. Ca. 65 % aller Solarmodule weltweit werden in China hergestellt. Mehr als 90 % der chinesischen Produktion wurden exportiert, der Großteil davon in die EU. (prosun) Aktuell werden erstmals chinesische Investoren “in substanziellem Umfang” Ökostrom-Produzenten in Deutschland, berichtet Die Welt. Der größte Wasserkraftkonzern der Welt, China Three Gorges (CTG), übernimmt zunächst den deutschen Nordseewindpark Meerwind, will aber sein Geschäft in der Wind- und Solarbranche auch in anderen Ländern ausbauen.

Grüne Träume – Chinesischer Geschäftssinn

2004 zeigte sich Greenpeace stolz auf seinen Erfolg. Vertreter der chinesischen und der europäischen Windkraftindustrie sowie Greenpeace hätten sich in Peking auf eine Zusammenarbeit geeinigt, “um die beiden größten Herausforderungen – globale Erwärmung und die Sicherheit der Energieversorgung – zu meistern. Zusammen will man dafür Sorge tragen, dass die Windenergie in China künftig eine entscheidende Rolle spielt. Die von Peking im Juni dieses Jahres während der Klimakonferenz in Bonn bekanntgegebenen Ziele für den Anteil von Erneuerbaren Energien sollen durch die gemeinsame Anstrengung erreicht oder sogar übertroffen werden.”
Mit nüchternem Blick erklärt Daniel Wetzel zwölf Jahre später: “Die Volksrepublik China beachtet die Entwicklung der deutschen Energiewende schon länger. So war die hohe Einspeisevergütung für Solarstrom in Deutschland vor einigen Jahren der wichtigste Anreiz für den Bau riesiger Herstellungskapazitäten für Solarzellen und -Module in China und für den Export dieser Produkte nach Deutschland.” (in: Die Welt, 13.06.2016)

Auch die chinesische Windindustrie hat ihren Soll jetzt offenbar erfüllt. China hat vor wenigen Monaten den Bau weiterer Windkraftanlagen gestoppt, mit der Begründung, dass das chinesische Stromnetz durch die Windenergie zu sehr destabilisiert werde und der Leitungsbau von den windreichen Gegenden in die Siedlungszentren unrentabel sei. Im Jahr 2015 wurden 15 % des erzeugten Stromes aus Windkraftanlagen nicht genutzt. In Zukunft wird die Stromversorgung in China durch Kernkraftwerke gesichert, womit China seine internationalen Verpflichtungen zur Schadstoffbegrenzung einhalten wird.

Wertschöpfung in Deutschland

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang wurden jetzt in Peking die Verkaufsunterlagen für den Verkauf des Windpark Meerwind, der sich 23 Kilometer nördlich der Insel Helgoland befindet, unterzeichnet. Der Windpark umfasst rund 80 Anlagen und eine Gesamtleistung von 288 MW. Daniel Wetzel: “Als Betreiber eines großen Offshore-Windparks profitieren die Investoren auch heute von einer offenbar attraktiven deutschen Einspeisevergütung für Ökostrom. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Produzenten von Offshore-Windstrom in der Basisvariante zwölf Jahre lang eine Einspeisevergütung von 15,4 Cent pro Kilowattstunde. Alternativ können die Betreiber nach dem sogenannten Stauchungsmodell auch acht Jahre lang 18,4 Cent pro Kilowattstunde einstreichen. Nach dem Ablauf der jeweiligen Förderdauer bekommen die Betreiber noch eine Grundvergütung von 3,9 Cent ausgezahlt.”

 

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