1. September 1998 – Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland

Darmstädter Manifest

Mit dem Darmstädter Manifest zur Windenergienutzung in Deutschland wandten sich anlässlich einer Pressekonferenz im Presseclub Bonn am 1. September 1998 über 95 Hochschullehrer und Schriftsteller an die Öffentlichkeit. Sie versuchten, Politiker, Kulturträger, Umweltverbände und Medien auf die negativen Folgen einer ausufernden Windenergienutzung aufmerksam zu machen und stellten an die verantwortlichen Behörden eine Reihe von Forderungen.

22 Jahre später ist das ökologische, ökonomische und finanzielle Zerstörungswerk entgegen allen Warnungen und Protesten fast vollbracht. Fast. Die Anti-Windkraftbewegung besteht aus mehr als 1000 registrierten Bürgerinitiativen gegen den Ausbau von Windkraftindustrieanlagen. Die Bürgerinitiven setzen sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Mittel ein, um den Windwahn zu beenden. Die Bewegung ist vermutlich größer als es die Anti-Atomkraftbewegung je war. Nur friedlicher. Aber: Sie engagieren sich im Unterschied zur Anti-Atomkraft oder Klimaschutz-Bewegung nicht zentral und werden deshalb in der Regel auch nur von lokalen Medien und nicht über die regionalen Grenzen hinaus wahrgenommen.

Ihrem Engagement ist jedoch zu verdanken, dass die Zerstörung der Landschaft an vielen Orten ausgebremst werden konnte. Aber mehr als 30.000 Windkraftindustrieanlagen wurden dennoch gebaut – ohne Rücksicht auf Menschen und Natur. Eine Erfolgsbilanz der Bürgerinitiativen gegen die Windindustrie steht noch aus.

Auch heute, 22 Jahre nach der Veröffentlichung des Darmstädter Windkraftmanifestes, sind die Forderungen der Wissenschaftler und Hochschullehrer noch immer aktuell.
Initiativgruppe Darmstädter Manifest (pdf):

Initiativgruppe-Darmstädter-Manifest_

Titelfoto: PowerLee, pixabay

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