Frieren für den Krieg gegen Russland (via Ukraine)

Die Wohnungsgenossenschaft in Dippoldiswalde reduziert ab sofort die Versorgung von Mietern mit Warmwasser, berichtet unter anderem die Zeitung aus Sachsen saechsische.de. Laut Vorstand Falk Kühn-Meisegeier wolle man damit angesichts gedrosselter Gaslieferungen aus Russland eine böse Überraschung bei der nächsten Betriebskostenabrechnung vermeiden und “den Ball preismäßig flach halten”.

Das Schreiben der Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde (WG Dipps) ist offenbar kein Fake. Mehrere Medien berichteten über diesen Fall. “Wenn selbst die Bundesregierung aufruft, sich Notstromaggregate anzuschaffen, der Kanzler im Zusammenhang mit den Energiepreisen von sozialem Brennstoff quackelt und die Bundesnetzagentur den Ausfall hunderttausender Gastherme befürchtet…, ja sakra, da scheint dieser Fake durchaus real!”, sagt ein Facebook-User.

Die Wohnungsgenossenschaft Dippoldiswalde in der gleichnamigen Kleinstadt – rund 20 Kilometer südlich von Dresden – wurde in den 50ziger Jahren gegründet und zählt zu den kleinen genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen, die Mitglied im VSWG (Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften) sind.

Heute zählen laut eigenen Angaben zu ihrem Bestand 600 Wohnungen. WG Dipps verspricht “eine gute soziale und technische Infrastruktur” und “einen idealen Wohnungsstandort – auch für Familien.”

https://www.wg-dipps.de/wg-dipps.html

Kein Einzelfall

Der Vorfall in Dippoldiswalde ist kein Einzelfall, wie die Stadtwerke Marienberg zeigen.

Frieren für die Freiheit

Es ist unwahrschinlich, dass Alt-Bundespräsident Joachim Gauck für die Freiheit frieren wird oder frieren muss. Um so empörter sind die Reaktionen in sozialen Netzwerken.

Gauck sieht die deutsche Bevölkerung in der Pflicht, Einbußen hinzunehmen. „Wir können auch einmal frieren für die Freiheit und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben“, sagte der frühere Bundespräsident. Mit dem Satz hatte Gauck am Mittwochabend in der ARD-Sendung “Maischberger” für Solidarität mit der Ukraine geworben.

Seine Aussage tätigte er im Zusammenhang mit der Frage nach einem möglichen Importstopp für russische Energie nach Deutschland.

Anmerkung: Sandra Maischberger ist Mitglied der Young Global Leader des World Economic Forum (WEF), class of 2002.


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