Rassismus

Grüner Rassismus

Rassismus ist derzeit eines der Hauptthemen in den Medien. Alle Blicke richten sich dabei nach rechts und weg von den Parteien, die den Anti-Rassismus und zugleich auch den weltweiten Umwelt- und Klimaschutz für sich reklamieren, allen voran die Grünen, Linken und die SPD, auch die großen Nichtregierungsorganisationen.

Eine Handvoll Umweltschützer hat nun bemerkt, dass die Klimabewegung, obwohl sie behauptet, für den globalen Süden zu sprechen, überwiegend weiß und bürgerlich ist. 

Im Jahr 2015 sagte Craig Bennett, der damalige Chef von Friends of the Earth, dem Independent am Sonntag, dass die grüne Bewegung aus ihrem „weißen, bürgerlichen Ghetto“ fliehen müsse. Kann ihr das gelingen?

Rassistisches und biologistisches Gedankengut haben seit Beginn des deutschen Natur- und Umweltschutzes mitgeschwungen, sagt Greenpeace. Davon will sich der Verein abgrenzen. Er ist sich bewusste, dass dazu auch gehört, „die eigenen Positionen und Motive zu überprüfen.“ Erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz könne nur „demokratisch, antirassistisch und antifaschistisch sowie intersektional umgesetzt werden.“

Umweltschützer mögen Menschen grundsätzlich nicht

Es ist gar nicht so leicht, dem weißen Ghetto zu entrinnen, denn Umweltschützer mögen Menschen grundsätzlich nicht. Als David Attenborough, der preisgekrönte britische Tierfilmer und Naturforscher 2013 sagte, dass die Menschheit aufgrund ihres großen CO2-Fußabdrucks eine „Seuche auf der Erde“ sei, drückte er laut The Independant diesen Menschenhass aus. Dies sei eine Ansicht, die in fast allen global ausgerichteten westlichen Institutionen verankert sei, von den Vereinten Nationen und dem Weltwirtschaftsforum bis hin zu Agenturen für Entwicklungshilfe und Nichtregierungsorganisationen.

Bei seiner vielbeachteten Rede auf der UN-Klimakonferenz in Katowice 2018 sagte Attenborough: „Im Moment stehen wir vor einer von Menschen verursachten Katastrophe von globalem Ausmaß. Unsere größte Bedrohung seit Tausenden von Jahren. Klimawandel. Wenn wir nichts unternehmen, so steht der Zusammenbruch unserer Zivilisationen und das Aussterben eines Großteils der natürlichen Welt bevor.“

Im vergangenen Jahr beklagte sich Attenborough in einem Interview mit Prinz William in Davos, dass Afrika nicht mehr der „Garten Eden“ sei, wie er ihn in den 1970er Jahren zum ersten Mal besuchte. Er verwies dabei auf die Bevölkerung, die damals nur ein Drittel der heutigen Größe hatte.

Zuviele Menschen auf der Welt

Die weltbekannte Primatologin und offizielle UN-Friedensministerin Jane Goodall sagte am 24. Januar 2020 anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Davos den Superreichen, dass alle Umweltprobleme, über die wir sprechen, kein Problem wären, wenn es die Bevölkerungszahl von vor 500 Jahren gäbe.

Jane Goodall @ Davos

Die Weltbevölkerung wurde in den 1500er Jahren auf rund 500 Millionen geschätzt. Heute leben rund 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde – demnach mehr als sieben Milliarden zu viel.

Sowohl Goodall als auch Attenborough haben Kampagnen gestartet, um Afrikaner von der Vermehrung abzuhalten, sagt Fraser Myers (Spiked). Beide seien auch Förderer von Population Matters, eine in Großbritannien ansässige gemeinnützige Organisation, die sich mit der Bevölkerungsgröße und ihren Auswirkungen auf die ökologische Nachhaltigkeit befasst. Zwischen 2013 und 2014 habe die Wohltätigkeitsorganisation das Bevölkerungswachstum angeprangert und erklärt, dass nicht nur der Planet zu voll, sondern auch Großbritannien zu voll sei.

Menschenhass der Umweltschützer

In jüngerer Zeit haben einige Artikel unter anderem im Guardian auf das „Rassenproblem“ von Extinction Rebellion (XR) aufmerksam gemacht. Dass sich die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) bei den deutschen Vertretern dieser Bewegung anbiederte und damit in die Nähe von Menschenhassern rückte („Liebe Extinction Rebellion Berlin, wir hören euch! Wir kämpfen für dieselbe Sache – nämlich für mehr und besseren Klimaschutz„), war den Medien kaum eine Nachricht wert.

Einige reaktionäre Tendenzen innerhalb der grünen Bewegung werden zwar identifiziert, aber deren Sympathisanten erkennen den breiteren Kontext des grünen Menschenhasses nicht an, sagt The Independant.

Dennoch, der Hass der Umweltschützer gegen die Massen ist nachweisbar. Er sei in den Entwicklungsländern am zerstörerischsten, sagt Fraser Myers (Spiked). Das folgende Beispiel, das er aufzeigt, könnte dies bestätigen:

Die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate hatte die Medien des Rassismus beschuldigt, nachdem sie aus einem von der US-amerikanischen Nachrichtenagentur AP (Associated Press) veröffentlichten Foto herausgeschnitten worden war.

Das Originalfoto zeigt Nakate zusammen mit anderen jungen Klimaaktivisten, darunter Greta Thunberg, beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Die geschnittene Version lässt nur die weißen Aktivisten im Rahmen. »Ihr habt nicht nur ein Foto gelöscht. Ihr habt einen Kontinent gelöscht “, twitterte Nakate und verglich die beiden Fotos.

AP habe die zugeschnittene Version aus seinem Kabeldienst entfernt, bestehe jedoch darauf, sagt Myers, dass hinter der Bearbeitung keine „bösen Absichten“ stecken. Trotzdem liefere der Vorfall eine passende Metapher für die Umweltbewegung, die die Entwicklungsländer und die Menschen darin wirklich „ausradiert“ – oft auf die schlimmste Art und Weise, die man sich vorstellen kann.

Wenn Menschen nur deshalb als inhärentes Problem wahrgenommen werden, weil sie geboren wurden, ist es nicht verwunderlich, dass die Aufmerksamkeit der Umweltschützer dann auf den globalen Süden gerichtet ist, in dem die Bevölkerung am schnellsten wächst, sagt Myers.

Vereinte Nationen unterstützten Kampagne zur Geburtenkontrolle

Ein in Deutschland wenig bekanntes Projekt zur Geburtenkontrolle ist Thriving Together. Die Vereinten Nationen unterstützten diese Kampagne, die in 170 Ländern aktiv und besonders in Afrika vertreten ist. Zu den Förderern gehört unter anderem auch Greenpeace.

Familienplanung sei notwendig, um die Ökosysteme nicht zu schädigen, heißt es in der Erklärung der Organisation. Die wachsende Bevölkerung schade den Ökosystemen. Die Verbesserung des Zugangs zu Familienplanungsdiensten sei „für die Umwelt und die biologische Vielfalt von entscheidender Bedeutung“, sagt zum Beispiel die Organisation Maternity Worldwide, die sich dem Projekt Thriving Together angeschlossen hat. Die Organisatoren sehen die Gesundheit des Planeten bedroht. Sie sagen: „Darüber hinaus untergraben Menschen durch die Schädigung von Ökosystemen die Ernährungs- und Wassersicherheit sowie die menschliche Gesundheit und bedrohen Lebensräume und Arten.“

In Bezug auf die Umwelt werden die Menschen auf ihr grundlegendstes tierisches Verhalten reduziert, sagt Myers: „feeding and fucking“. Tatsächlich sei der Vergleich mit Tieren unfair. Tierleben würden von Umweltschützern höher geschätzt als Menschenleben.

Die geplanten Maßnahmen zum Schutz der Natur zielen auf die Reduzierung der Bevölkerung in „armen ländlichen Gemeinden in Entwicklungsländern“. Die abwertende Einstellung gegenüber dem menschlichen Leben in Entwicklungsländern ist eine Form des Rassismus, der auf Milliarden von Menschen in Afrika und im asiatischen Raum abzielt. Das Leben ist im grünen Weltbild eine variable Größe, die den Zielen der Umwelt- und Klimaschutzprojekte untergeordnet zu sein scheint.

Zwangssterilisationen in Indien

2012 wurde bekannt, berichtet Myers, dass die britische Auslandshilfe zur Finanzierung von Zwangssterilisationen in Indien eingesetzt wurde. Dokumente des Ministeriums für internationale Entwicklung argumentierten, dass erzwungene Bevölkerungskontrolle im Kampf gegen den Klimawandel hilfreich sein könnte, auch wenn sie „komplexe menschenrechtliche und ethische Fragen“ aufwirft. „Da Ärzte und Beamte für jede Operation, die sie durchführten, eine Prämie erhielten, operierten sie häufig ahnungslose Menschen unter falschem Vorwand. Schwangere Frauen wurden zu Fehlgeburten gezwungen und viele Menschen starben an verpfuschten Operationen.“

Mord für Tierschutz

Ein weiteres Beispiel von Myers zeigt, dass einige Tierschutzverbände beschlossen haben, Menschen zu töten, um die Tierwelt zu schützen. Letztes Jahr habe eine Buzzfeed-Untersuchung die Verbindungen zwischen dem World Wildlife Fund und paramilitärischen Kräften aufgedeckt, sagt er. Buzzfeed berichtet: „Der WWF hat den Streitkräften, die an Gräueltaten gegen indigene Gemeinschaften beteiligt sind, High-Tech-Ausrüstung, Bargeld und Waffen zur Verfügung gestellt.“

Viele der Opfer dieser Paramilitärs seien nicht einmal Wilderer. Ein 12-jähriges Mädchen wurde zusammen mit zwei anderen indigenen Frauen getötet, als sie Baumrinde im Bardiya-Nationalpark in Nepal sammelten. Die Unversehrtheit der Pflanzen scheine Vorrang vor dem menschlichen Leben zu haben, sagt Myers. 

Greenpeace gegen den Golden Rice

Umwelt-NGOs wie Greenpeace setzen sich seit langem gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel ein. Ihre Kampagnen und Lobbyarbeit haben erfolgreich verhindert, dass GVO (Gentechnisch veränderte Organismen) die Entwicklungsländer erreichen, in denen sie am dringendsten benötigt werden.

Goldener Reis zum Beispiel wurde vor mehr als 20 Jahren entwickelt, um Blindheit und anderen Krankheiten entgegenzuwirken, die in Entwicklungsländern häufig durch Vitamin-A-Mangel verursacht werden. Der Wissenschaftsjournalist Ed Regis kommt zu dem Ergebnis, wäre Goldener Reis gewachsen, „wären nicht Millionen von Menschen durch Unterernährung ums Leben gekommen, und Millionen von Kindern wären nicht blind geworden“. Die Opposition von Greenpeace war „besonders hartnäckig, lautstark und extrem“, schreibt Regis, „vielleicht, weil Golden Rice eine gentechnisch veränderte Ernte war, die so viel zu bieten hatte“. Auch unter dem Druck von über 100 Nobelpreisträgern ist Greenpeace weiterhin gegen Golden Rice.

Der Wandel von Greenpeace zu einer politischen Organisation war für Patrick Moore der Hauptgrund, die Organisation, die er mitgegründet hatte und in der er 16 Jahre als Führungskraft aktiv war, 1986 zu verlassen. Die Ablehnung des Golden Rice und die Kampfansage gegen die Kernenergie gaben den entscheidenden Anstoß.

Heruntergekommene Sicht der Umweltideologen auf den Menschen

„Die umweltbewusste Erhöhung des Planeten und der Natur geht Hand in Hand mit einer hässlichen, heruntergekommenen Sicht auf den Menschen. Wenn die Umweltideologie unter globalen Institutionen, kapitalistischen Eliten und westlichen NGOs dominiert, werden die Bedürfnisse, Bestrebungen und sogar das Leben der Menschen in den Entwicklungsländern kaum berücksichtigt“, sagt Fraser Myers, Mitarbeiter bei Spiked und Moderator des Spiked-Podcasts . Folgen Sie ihm auf Twitter: @FraserMyers.

Titelbild: cp1983, pixabay

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